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Redaktion

    FACHZEITSCHRIFT DER SCHORNSTEIN

Pressedatenbank(Sie befinden sich im Archiv unserer Zeitschrift)

Ausgabe: 125 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 125 - 3/2022 )

Ausgabe 125 - 3/2022

Der Klassiker bei der Schornsteinkopferneuerung ist der „zufällig“ hineingefallene Mauerstein. Hier im Bild verkantete sich ein Vollziegel hochkant im Schacht. Oftmals gelingt es erst mit der Videoinspektion, das Petergerät punktgenau anzusetzen, damit der Stein Meter für Meter etwas tiefer rutscht, bis er endlich unten ankommt.

Ausgabe: 125 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 125 - 3/2022 )

Ausgabe 125 - 3/2022

Der Klassiker bei Verbindungsstücken ist der damalige Einsatz von FAL Rohren. Mit Alu oder Edelstahl wäre das nicht durchgerostet. Hier im Bild zu sehen eine Abgasklappe aus VA, welche mit einem FAL Rohr in den Schornstein mündet.

Ausgabe: 125 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 125 - 3/2022 )

Ausgabe 125 - 3/2022

Der Klassiker bei Heizwertthermen der frühen 90er Jahre. Damals war die Strömungssicherung bei einigen Herstellern aus verzinktem Stahl. Diese rosten gerne mal durch und da kommt es zu solch einem Lochfraß im Gerät. Erst Mitte der 90er Jahre haben viele Hersteller Edelstahl verbaut.

Ausgabe: 124 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 124 - 2/2022 )

Ausgabe 124 - 2/2022

Ein strömungsgünstiger Verlauf eines Rauchgasrohres sieht anders aus. Bodenblech ist auch zu klein. Brandschutzabstand unterschritten. Der Subwoofer würde wahrscheinlich zuerst ankokeln.

Ausgabe: 124 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 124 - 2/2022 )

Ausgabe 124 - 2/2022

So ganz hat der Betreiber das mit dem Strahlungsschutz nicht verstanden. 40 cm Brandschutzabstand wären gefordert. Mit Strahlungsschutz können die um die Hälfte reduziert werden, also 20 cm, jedoch nicht auf 5 cm.

Ausgabe: 124 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 124 - 2/2022 )

Ausgabe 124 - 2/2022

Hier ein Blick von oben in ein raumluftunabhängiges Brennwertgerät, welches nach jedem Zünden eine Verpuffung hatte. Es saugte sein eigenes Abgas an, wodurch die Flamme erstickte. Beim Wiederzünden kam es zur Nachzündung des unverbrannten Gas-Luft-Gemisches. Die Abgasleitung hatte sich gelöst.

Ausgabe: 123 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 123 - 1/2022 )

Ausgabe 123 - 1/2022

Hier war der Betreiber nach dem Kauf überrascht, dass der Abgasstutzen am Pellettofen unten statt oben ist. Das Rauchgasrohr war nun zu kurz. Mittels Schwerlastregal wurde dem Problem abgeholfen. Solch eine Konstruktion ist natürlich NICHT statthaft, auch wenn diese Bauart die vorgewärmten Bierflaschen in handlicher Höhe bereit hält und man sich zum Aschenbecher nicht bücken muss.

Ausgabe: 123 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 123 - 1/2022 )

Ausgabe 123 - 1/2022

Durch einen Feuerwehreinsatz aufgrund vermutetem Schornsteinbrand stellte sich heraus, dass hier Elektrokabel verbrannt wurden, um Buntmetalle zu gewinnen. Die Flammen der brennenden Kunststoffe schlugen aus dem Schornstein einen Meter heraus

Ausgabe: 122 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 122 - 4/2021 )

Ausgabe 122- 4/2021

Erwischt

Ausgabe: 122 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 122 - 4/2021 )

Ausgabe 122- 4/2021

Hier hat jemand im Keller einen Kaminofen aufgestellt, Mangels Schornstein wurde mal eben ein hierfür ein Ofenrohr verwendet. Unbeschadet der Tatsache, dass hierfür ein Schornstein errichtet werden müsste, wären die Abstande nach 1.BImSchV etwas unterschritten (im 15 Meter Radius sind Fenster um einen Meter zu überragen)

Ausgabe: 122 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 122 - 4/2021 )

Ausgabe 122- 4/2021

Abgasmündung eines Gasfeuerstätte an der Außenwand. Ein "freies" Abströmen der Abgase scheint hier beeinträchtigt. Pflanzen lieben CO2 und irgendwann wächst das Rohr dann zu

Ausgabe: 122 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 122 - 4/2021 )

Ausgabe 122- 4/2021

Die beiden Zuluftöffnungen von 2 x 150 mm wären ja rich- tig, aber eine ist verschlossen und die andere hat nur einen
Ringspalt von 20 mm.

Ausgabe: 122 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 122 - 4/2021 )

Ausgabe 122- 4/2021

An diesen Schornstein (Durchmesser 180 mm) ist ein Kaminofen für feste Brennstoffe angeschlossen. Das Nest wurde im Frühherbst bei der Begehung des Nachbarhauses entdeckt, zum Glück rechtzeitig vor Beginn der Heizperiode

Ausgabe: 121 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 121 - 3/2021* )

Ausgabe 121 - 03/2021*

Hier wurde ein Verbindungsstück in die Decke mit eingebaut. Brandschutzabstände wurden nicht eingehalten. Eine spätere Überprüfung ist so nicht möglich. Insgesamt eine unzulässige Abgasführung

Ausgabe: 121 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 121 - 3/2021* )

Ausgabe 121 - 03/2021*

Arbeitsschutz ist immer wieder ein wichtiges Thema. Hier war die Auflagelatte des Dachsteins zu schmal.

Ausgabe: 120 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 120 - 02/2021 )

Ausgabe 120 - 02/2021

Hier handelt es sich um eine Werkhalle. Um den Wärmeverlust zu mindern, hat man sich gedacht, Vorhänge aufzuhängen. Hierbei wurde die Abgasleitung der Dunkelstrahler ohne nachzudenken mit zugehangen. Der Sicherheitsabstand war nicht eingehalten worden. Dies zeigte sich bei näherer Betrachtung der Stoffe – sie waren schon stark angekohlt. Die Vorhänge wurden von einer Firma für Bühnenbau eingebaut. Aussage der Firma am Telefon: Der Stoff ist schwer entflammbar. An der Abgasleitung lag eine Temperatur im Abgas von 230 °C an

Ausgabe: 120 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 120 - 02/2021 )

Ausgabe 120 - 02/2021

Feuerstätten für feste Brennstoffe benötigen bei Wänden aus brennbaren Baustoffen eine Wanddurchführung, da genügt kein doppelwandiges Rohr, nur weil es eine Gartenlaube ist

Ausgabe: 119 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 119 - 01/2021 )

Ausgabe 119 - 01/2021

Man muss wirklich zweimal hinsehen, um die Leiter am Haus zu finden.

Ausgabe: 119 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 119 - 01/2021 )

Ausgabe 119 - 01/2021

So ganz ist es der diese Gastherme betreibenden Person noch nicht gelungen, das Gerät weg zu dekorieren.

Ausgabe: 119 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 119 - 01/2021 )

Ausgabe 119 - 01/2021

Wie auf einem Wimmelbild muss sich der Schornsteinfeger hier erst einmal durch das Dekolager vorkämpfen, um an die Heizung zu kommen.

Ausgabe: 119 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 119 - 01/2021 )

Ausgabe 119 - 01/2021

Hier hat der Eigentümer mit einer immerhin neuen Dachlatte versucht, seiner morschen Laufbohle neue absturzsichere Qualität zu verleihen. Es entspricht einem Himmelfahrtskommando, so etwas zu betreten.

Ausgabe: 117 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 117 - 03/2020 )

Ausgabe 117 - 03/2020

. . . der Kunde meinte: „Wir haben doch Rauchmelder!“

Ausgabe: 117 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 117 - 03/2020 )

Ausgabe 117 - 03/2020

Hier im Bild sieht man einen gezogenen Schornstein, welcher nach Erschütterungen durch Straßenbaumaßnahmen gerissen ist. Direkt vor dem Riss führt ein Holzbalken entlang. Im Falle eines Rußbrandes wäre hier der Dachstuhlbrand vorprogrammiert. Die komplette Erneuerung des Schornsteinkopfes ist in solch einem Fall unumgänglich, diesmal besser ohne Schrägführung.

Ausgabe: 117 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 117 - 03/2020 )

Ausgabe 117 - 03/2020

Bei diesem 30 Jahre alten LAS Schornstein löste sich der Faserzement auf. Eine Abgasabsaugung ist hier unvermeidlich.

Ausgabe: 115 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 115 - 01/2020 )

mal eben eine Werkstatt beheizt. Unzulässige Abgasanlage, unzulässige Feuerstätte, unzulässiger Aufstellort

Ausgabe: 115 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 115 - 01/2020 )

Hier wurde der einst abgerissene Schornsteinkopf unzulässigerweise mit einem frei verlegtem doppelwandigen Stahlrohr verlängert (dieses muss innerhalb von Gebäuden bei Feuerstätten für feste Brennstoffe innerhalb eines Brandschutzschachtes verlegt sein). Brandschutzabstände zu Dachlatten wurden unterschritten. Unzulässiger Bauschaum dichtet das Dach ab.

Ausgabe: 115 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 115 - 01/2020 )

Diese Abgasmündung an der Fassade hat in Atemhöhe ein „Mundstück“ für Selbstmörder. Sogar der Mülltonnendeckel geht noch vorschriftsmäßig auf. Eigentlich müsste hier sogar Strafanzeige gestellt werden.

Ausgabe: 115 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 115 - 01/2020 )

Rußzahl 7 bei einer Öl-Brennwertanlage. Blick in die Abgasanlage

Ausgabe: 114 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 114 - 04/2019 )

Hier haben sich Hornissen in einem Schornstein ein ordentliches Nest gebaut. Da diese Insektenart geschützt ist, durfte das Nest im Sommer nicht entfernt werden. Erst nachdem die Königin das Nest verlassen hatte, konnte die Schädlingsbekämpfung tätig werden und der Betreiber den Schornstein nutzen.

Ausgabe: 112 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 112 - 02/2019 )

Hier fiel der wandhängende Kaminofen beim Betrieb ab, so dass die Feuerwehr anrücken musste. Die Brandursachen­ermittlung ergab, dass Kunststoffdübel verwendet wurden, welche für diese Wandbefestigung unzulässig waren. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger konnte diesen versteckten Mangel bei der Bauabnahme nicht erkennen, es wurde Anzeige gegen die errichtende Fachfirma erstattet.

Ausgabe: 112 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 112 - 02/2019 )

Hier die haarsträubende, allen Brandschutz-Anforderungen widersprechende Realisierung einer Beheizung der Hobby-Werkstatt. Unabhängig davon, dass Feuerstätten für feste Brennstoffe nur an Schornsteine angeschlossen werden dürfen, welcher Eignung das Blechrohr außen an der Fassade natürlich nicht entspricht, grenzt es an ein Wunder oder auch Glück, dass die Tür nicht brannte. Diese Feuerstätte wurde stillgelegt.

Ausgabe: 111 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 111 - 01/2019 )

Wenn man Abgasleitungen in viel zu großen Schächten verlegt, benötigt man eine Armada von Abstandhaltern. Die Schwerkraft lässt Abgasleitungen zusammensacken und sie schmiegen sich wie eine Spirale innerhalb des Schachtes an die Innenwandung. Bei flexiblen Rohren ist der Effekt weitaus stärker. Schlussendlich mündet das Abgas im Ringspalt und der endlosen Abgasrezirkulation sind Tür und Tor geöffnet. Dadurch erhöht sich permanent die Temperatur im Schacht und der Kunststoff wird sehr warm, im Extremfall über die Temperaturbelastungsgrenze hinaus. So rutscht die Leitung immer tiefer.

Ausgabe: 111 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 111 - 01/2019 )

Manchmal fragt sich der Schornsteinfeger, ob es Unwissenheit oder Vorsatz ist. Hier kokelte die Gartenlaube fast ab, weil die Wanddurchführung fehlt.

Ausgabe: 111 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 111 - 01/2019 )

Hier wurde in einem mehrgeschossigen Haus mit Brandschutzanforderungen an die Decken eine doppelwandiges Luft-Abgas-System in einem Brandschutzschacht verlegt. Offenbar war dem bauausführenden Fachunternehmer nicht klar, dass die Bauelemente einerseits verklebt und andererseits auch komplett verlegt sein müssen. Hier sind alle Fugen offen und der Schacht hört unter der Dachhaut offen auf. Brandsicherheit = Null. Gasdichtheit = Null.

Ausgabe: 111 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 111 - 01/2019 )

Wie man unschwer erkennen kann, suchen sich Insekten gerne warme, trockene Orte, um Nester zu bauen. Hier der Ringspalt eines raumluftunabhängigen Brennwertgerätes. Der hohe CO-Gehalt veranlasste den Schornsteinfeger im Ringspalt auf Spurensuche zu gehen, nachdem die übliche Sauerstoffmessung im Ringspalt keine Grenzwertüberschreitung erklärte. Dass das Wespennest bereits am Geräteeingang war, erstaunt umso mehr, da doch viele Meter Ringspalt für die Insekten zu durchfliegen waren.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Das Gebäude steht in einer Waldsiedlung und die Feuerstätte wurde tatsächlich genutzt, ohne dass der Schornsteinfeger involviert war. Alleine das Unterlassen der Anmeldepflicht der Feuerungsanlage nach § 1 Abs. 1 Satz 1 des SchfgHwG stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche nach § 24 des SchfgHwG mit einer Geldbuße von bis zu 5.000,– € belegt werden kann.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Nach einem vermutlichen Schornsteinbrand (unbemerkt vom Betreiber und seiner Nachbarschaft) trat beim Heizen Rauch aus den Dachziegeln aus. Der Schornstein riss offenbar beim Schornsteinbrand und wurde undicht. Deutlich erkennbar hier die Rauchspuren im Dachboden.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Hier hat der Schornsteinfeger einen nächtlichen Schornsteinbrand eindrucksvoll aufs Foto gebannt. Sehr schön zu erkennen ist der gefährliche Funkenflug. Gerade deshalb ist es bei modernen hinterlüfteten Dacheindeckungen so wichtig, dass der Schornsteinkopf seine erforderliche Höhe über Dach hat. Gerade bei Schornsteinen, die unterhalb des Firstes münden, sind die vorgeschriebenen 2,30 Meter Abstand besonders wichtig, sonst brennt der Dachstuhl gleich mit ab.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Hier soll ein Jahrzehnte ungenutzter Schornstein wieder in Betrieb gehen. Die Prüfung seiner Tauglichkeit muss wohl aus Sicherheitsgründen noch warten, bis der Eigentümer einen sicheren Zugang gewährleistet.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Dieser Gasheizkessel wurde undicht und leckte im Feuerraum. Innerhalb kurzer Zeit rostete er komplett zu. Als im Herbst die Heizkörper kalt blieben, wurde Wasser aufgefüllt und so wie es reinlief, suppte es wieder raus.

Ausgabe: 110 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 110 - 04/2018 )

Schwarzanschluss eines Ofens mittels Ofenrohren an der Hauswand. Damit die Fassade sauber bleibt, hat der Betreiber den Rauch „abgeleitet“. Die Schwärzung des Rauchs ließ ebenfalls auf eine nicht zugelassene Feuerstätte oder nicht zugelassene Brennstoffe schließen.

Ausgabe: 109 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 109 - 03/2018 )

Wer hier hochsteigt, kann auch tief fallen

Ausgabe: 109 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 109 - 03/2018 )

OMG - ohne Worte

Ausgabe: 109 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 109 - 03/2018 )

Das gibt ein schönes Wandgemälde. Möglicherweise wäre das Haus abgebrannt, bevor das Kunstwerk vollendet wurde. Dazu kam es nicht, da diese Ordnungswidrigkeit vom Schornsteinfeger entdeckt und stillgelegt wurde.

Ausgabe: 109 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 109 - 03/2018 )

Diesen Mangel hat sicher jeder Schornsteinfeger schon oft vorgefunden. Abgasleitungen von Brennwertgeräten lösen sich unter der Einwirkung vom UV-Licht der Sonne quasi auf. Das führt dann dazu, dass anstelle von Frischluft Abgase angesaugt werden, was die Verbrennungsqualität dramatisch verschlechtert. Dies kann der Schornsteinfeger im Rahmen der Abgaswegekontrolle bzw. der Feuerstättenschau feststellen.

Ausgabe: 109 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 109 - 03/2018 )

Das Betreiben einer Feuerstätte ohne Schornstein und die Missachtung der Abstandsregeln nach dem § 19 der BImSchV sind nicht zulässig. Nach Ablauf der Fristsetzung zur Mangelabstellung durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers hat die zuständige Behörde die Mangelabstellung durchzusetzen. Alleine das Unterlassen der Anmeldepflicht der Feuerungsanlage nach § 1 Abs. 1 Satz 1 des SchfgHwG stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche nach § 24 des SchfgHwG mit einer Geldbuße von bis zu 5.000,– € belegt werden kann.

Ausgabe: 108 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 108 - 02/2018 )

Das passiert, wenn die Edelstahlverrohrung für Kamine, also Temperaturen bis 400 oder 600 Grad Celsius „press“, also ohne Dehnfuge, im Schornsteinkopf verlegt wird. Den Schornsteinkopf hat es auseinander gepresst.

Ausgabe: 108 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 108 - 02/2018 )

Haarsträubend: Hier wurde die 16 Meter hohe Abgasleitung kunstvoll mit einem Ziegelsteinmosaik ausbalanciert. Der alte Zementsack oberhalb dichtet das Schornsteinmauerwerk ab, da es als raumluftunabhängige Feuerstätte verkauft wurde.

Ausgabe: 108 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 108 - 02/2018 )

Hier war einer ganz clever und versuchte die Ofenrohrverjüngung in das Wandfutter einzustecken. Da es nicht passte, wurde das Wandfutter eingeschnitten und deformiert.

Ausgabe: 108 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 108 - 02/2018 )

Da der Bauunternehmer den Schornsteinkopf abtragen ließ, leitete der Heizungsbauunternehmer die Abgase in eine Toilettenentlüftung ein. Die Abgasleitung blieb in dem mehrgeschossigen Gebäude (4 Luxus-Wohneinheiten) einwandig , nicht verkleidet und nicht hinterlüftet. Die Anlage wurde sofort stillgelegt.

Ausgabe: 108 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 108 - 02/2018 )

Ruß in einer Kunststoff-Abgasleitung einer Öl-Brennwertheizung ist keine Seltenheit, wenn das Gerät nicht im Brennwert läuft, also das alte Haus hohe Vorlauftemperaturen einer Niedertemperaturheizung erfordert. Die gemessene Rußzahl betrug "nur" 1. Der Prüfzyklus lag im zweijährigen Bereich.

Ausgabe: 107 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 107 - 01/2018 )

Ein Bild aus der täglichen Praxis. Immer öfter werden Schornsteine mit Abgasleitungen verrohrt, hier im Bild gleich mal ohne Abstandhalter, ohne vorab den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zu konsultieren. Wie soll hier das notwendige Ausschlagen/Aushobeln oder Ausbrennen nachträglich erfolgen? Nach LBO Sachsen-Anhalt hätte dieses Bauvorhaben der zuständigen Behörde (bev. Bezirksschornsteinfeger) 14 Tage vorab angezeigt werden müssen.

Ausgabe: 107 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 107 - 01/2018 )

Warum zumauern? Das „raumluftunabhängige“ Gerät braucht doch Luft. Warum hier dem Bauherren überhaupt die doppelwandige Überdruck-Abgasleitung zwischen Gasgerät und Abgasschacht verkauft wurde, steht in den Sternen. Auf jeden Fall braucht der Bauherr nun eine Verbrennungsluftöffnung nach außen, sonst wird es gefährlich.

Ausgabe: 107 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 107 - 01/2018 )

Vögel in Schornsteinen sind ja hinlänglich bekannt. In Überdruck-Abgasleitungen vermutet man sie nicht. In diesem Jahr war es wieder extrem, die Piepmätze findet man sogar in Abgasleitungen vom Querschnitt 60 mm oder 80 mm. Meist kommt der Schornsteinfeger zu spät, sodass das Häufchen Elend grausam verreckt ist und im Wasserbad der Abgasleitung komplett zersetzt ist. Verstopft so ein Kadaver erst einmal die Abgasleitung, lässt er sich nur mühsam entfernen, wenn der Zersetzungsprozess bereits abgeschlossen ist. Wer hier seinen Staubsauger nutzt, bekommt den Verwesungsgeruch nicht so leicht wieder aus dem Staubsauger heraus.

Ausgabe: 107 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 107 - 01/2018 )

Wenn Kondensatabläufe verstopfen, kann es zu sehr unschönen Feuchtigkeitsschäden an Systemschornsteinen kommen.

Ausgabe: 106 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 106 - 04/2017 )

Dieser Schornstein wurde innen mit einer Überdruck-Abgasleitung aus PPS ausgestattet, das Heizgerät steht auf dem Dachboden. Das Kabel ist der Außentemperaturfühler, welcher an der Schornsteinmündung platziert wurde.

Ausgabe: 106 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 106 - 04/2017 )

An diesem Kombiwasserheizer traten die Flammen unterhalb des Brenners aus, strömten zwischen Wärmetauscher und Verkleidung hoch und traten an der Strömungssicherung wieder in das Abgassystem ein. Der Wärmetauscher war hier komplett verstaubt, seit der Kondenswäschetrockner direkt unter dem Gasgerät stand.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Eine in atmosphärische Gastherme mit Anschluss an einen Unterdruckschornstein in der Küche. Daneben gut zu sehen die Dunstabzughaube mit Abluftschacht. Eindeutig an der Steckdose zu erkennen: es fehlt die Sicherheitseinrichtung (z.B. Fensterkontaktschalter) Ohne saug die Dunstabzughaube die Abgase aus der Gastherme quer durch den Raum

Ausgabe: 105 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, einen Schornstein mit Holz zu verkleiden, lässt einen manchmal nur den Kopf schütteln. Wenn dann aber der Schornstein eine Reiniungstür benötigt, weil ein Kaminofen angeschlossen werden soll, kann das so nicht bleiben.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Bei diesem Ofenanschlusswurde das Verbindungsstück nur bis in die Zwischenwand geführt und auch nicht abgedichtet bzw. kein Wandfutter eingesetzt. Der Schornstein selbst steht jedoch hinter der Wand. Hier muss der ANschluss hinter der Wand im richtigen Schornsteinmauerwerk erfolgen.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Raumluftunabhängige Feuerstätten, die an bestehende Schornsteine angeschlossen werden, nutzen den Ringspalt zwischen Abgasleitung und Schornsteinwange für die Verbrennungsluftansaugung. Natürlich ist Voraussetzung für den ordnungsgemäßen Betrieb, dass saubere Verbrennungsluft angesaugt wird. Wenn, wie in diesem Fall, die neu installierte Gasheizung an einen nicht gereinigten Schornstein angeschlossen wurde, ist schon nach nur kurzem Probebetrieb eine deutliche Verschmutzung des Gerätes erkennbar.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Hier wurde ein Schornsteinkopf mit einer mehrfachen Belegung von Gasthermen zur Warmwasserversorgung flux mal bei der Dachneueindeckung abgeschafft. Nach Meinung des Dachdeckers gelten für Abgasschornsteine nicht die Regelungen für Schornsteine. Infolgedessen hat er die Schornsteine unter Dach enden lassen und die Edelstahlverrohrung bis kurz unter Dach geführt. Betrachtet man nun die Kosten für eine Dachneueindeckung im Vergleich zur ordentlicher Wiederherstellung eines Schornsteinkopfes, erscheint das Verhalten des Dachdeckers grob fahrlässig.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Analoger Beruf versus Digitalisierung: Hier wurde eine Mobilfunkantenne installiert. Die geplante Schornsteinkehrung wurde vorsichtshalber ausgesetzt. Dem Eigentümer des Hauses wurde nahegelegt, auf dem Dachboden Reinigungsöffnungen einzubauen. Diese wollte er dem Mobilfunkbetreiber in Rechnung stellen, jener lehnte aber ab. Es gäbe eine Hotline, die man kontaktieren könne, um in einem Stundenfenster die Anlage abzuschalten.Wenn nun eine Schornsteinkehrung ansteht, muss der Eigentümer den Mobilfunkbetreiber anrufen, damit dieser in einem genauen Zeitfenster die Anlage abschaltet, in dem der Schornsteinfeger natürlich pünktlich sein muss. Das sieht er aber nicht ein und möchte den Schornsteinfeger beauftragen, ihm diesen logistischen Aufwand abzunehmen. Wenn man nun betrachtet, dass ein Einbau von Reinigungsverschlüssen unter Dach eine geringe Investition im Vergleich zur Mobilfunkanlage darstellt, geschweige denn den Mieteinnahmen des Eigentümers für die Betreibung selbiger, muss sich der gierige Eigentümer zukünftig auch nicht darüber wundern, warum der Schornsteinfeger für diesen organisatorischen Aufwand in den Folgejahren mehr in Rechnung stellen wird.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

Hier wurde bei der Dacherneuerung mal eben der Schornsteinkopf entfernt und mit einer Dachentlüftung der Schacht einer Mehrfachbelegung von 3 Heizwert-Gasthermen "entlüftet". Grob fahrlässig wäre milde ausgedrückt, wenn jemand zu Schaden käme. Der Schornsteinfeger hat es aber im Vorbeifahren bemerkt und sofort gehandelt.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

... mal eben eine Palette an die Wand gedübelt und den Ofen draufgestellt. Dann muss man sich bei Heizen nicht mehr bücken.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

Was von weitem wie ein Fallrohr einer Dachentwässerung ausschaut entpuppte sich bei näherer Betrachtung als illegaler Anschluss eines Kaminofens. Feuerstätten für feste Brennstoffe MÜSSEN an Schornsteine angeschlossen werden. Einwandige Ofenrohre sind kein Schornsteinersatz.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

Der Schornstein war noch nicht einmal ganz ausgepackt, da durfte er auch gleich wieder demontiert werden. Da hätte die Hütte aber richtig gut gebrannt.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Hier wurde das Mauerwerk eines mit Edelstahl verrohrten Schornsteins im Untergeschoss entfernt. Der Schornstein darüber wurde unzulässigerweise mit Bauschaum und Holz verschlossen.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Beim Vermessen von Brandschutzabständen sollte man bewegliche Teile einkalkulieren.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Ab und zu sollten Betreiber die Ofenrohr ihrer Kaminöfen reinigen. Irgendwann zieht auch dort nichts mehr ab und dann wirds gefährlich.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Blick 5 Meter in die Tiefe. Diese Taube schafft es nicht hoch zur Mündung. Da hilft nur noch die Rettungsaktion durch die untere Reinigungstür.

Ausgabe: 100 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 100 - 02/2016 )

Auch dieses Wandmuster lenkt den Schornsteinfeger nicht von der Unzulässigkeit solcher Rauchgasführungen ab, die eine große Gefahr für den Betreiber darstellen. Als Handtuchtrockner sind Ofenrohre nicht geeignet.

Ausgabe: 99 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 99 - 01/2016 )

unzulässige Eigenkonstruktion ambitionierter Heimwerker.

Ausgabe: 99 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 99 - 01/2016 )

... ohne Kommentar

Ausgabe: 99 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 99 - 01/2016 )

Hier fehlt der Brandschutzabstand zwischen Dachsparren und Schornstein. Ist das Dach erst einmal gedämmt, sind solche Gefahrenquellen schwer auszumachen.

Ausgabe: 99 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 99 - 01/2016 )

Fehlende Hinterlüftung bei Schornsteinkopfverkleidung – festgestellt bei Rohbauabnahme. Erforderlich ist eine Hinterlüftung von 5 cm, vertikal durchgängig versteht sich, hier ist nichts hinterlüftet.

Ausgabe: 98 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 98 - 04/2015 )

Im Rahmen der Feuerstättenschau erblickte der Schornsteinfeger den Eigenbau einer Sauna. Abstände zu brennbaren Bauteilen wurden vollkommen missachtet. Die zwar unzureichende Aussparung für den Schornsteinanschluss lässt zumindest guten Willen erkennen, jedoch ist der großflächige Verlauf des Rauchrohres zu den Holzpaneelen an der Wand und auch zur Decke ein Garant für einen späteren Brand.

Ausgabe: 98 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 98 - 04/2015 )

Diesen Mangel fand der Schornsteinfeger im Rahmen der Abnahme von Feuerungsanlagen. Das Verbindungsstück vom Kamin war dem neu aufgestellten Schrank im gegenüber- liegenden Zimmer im Weg. Durch eine Zwischenblende wurde das Rauchrohr verdeckt. Es grenzt an ein Wunder, dass noch kein Wohnungsbrand ausbrach.

Ausgabe: 98 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 98 - 04/2015 )

Auch Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung gibt es ungeklärte Eigentumsverhältnisse, also Häuser mitten im Stadt- bild, die zwischen hübschen Fassaden einem Mahnmal gleich vor sich hin verrotten. Von Birken in Dachrinnen oder Brandgiebeln bis hin zu defekten Schornsteinköpfen ist einiges dabei. Hier im Bild ein solches Haus. Im schlimmsten Fall muss die Stadt handeln, bevor Passanten zu Schaden kommen.

Ausgabe: 98 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 98 - 04/2015 )

Im Rahmen der Feuerstättenschau fand der Schornsteinfeger diese Feuerstätte. Diese neu erfundene Feuerstättenart könnte man als „halboffenen Kamin“ bezeichnen. So etwas ist natürlich nicht zulässig

Ausgabe: 98 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 98 - 04/2015 )

Doppelwandiger Schornstein mit angeschlossenem Heizeinsatz für feste Brennstoffe. L90 Schacht? Leider Fehlanzeige. Dafür Bauschaum in der Deckendurchführung und elektrische Leitungen dicht am Schornstein. Der Schornsteinfeger fand dieses im Rahmen seiner Abnahme noch rechtzeitig vor einer Inbetriebnahme.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

BD || Der Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung im KB Halle Gerd Metz feierte unlängst seinen 70. Geburtstag. Hierzu lud er Kollegen und Mitstreiter aus seiner über 30-jährigen ehrenamtlichen Zeit ein. Die Schornsteinfegerinnung stellte dem Ehrenobermeister die Räumlichkeiten zur Verfügung, bei der Verpflegung ließ sich Gerd Metz nicht lumpen und fuhr groß auf mit zünftigem Kesselgulasch auf offenem Feuer. Obermeister Daniel Börner würdigte Gerd Metz’ Verdienst um die Schornsteinfegerinnung und in einer sehr emotionalen Rede dankte Gerd Metz allen Gratulanten.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

JK || Mittlerweile im zehnten Jahr läuft im gesamten Bundesgebiet derzeit noch die Aktion „Stadtradeln – Radeln für ein gutes Klima“. Verschiedene Städte und Kommunen versuchen in einem Zeitraum von 3 Wochen möglichst viele Leute aufs Fahrrad zu bekommen und das Auto stehen zu lassen. Es können Teams gebildet werden, welche zusammen Kilometer sammeln. Neben der Motivation und dem Ehrgeiz steht aber natürlich das Klima im Vordergrund. Um diese Aktion noch populärer zu machen, sollen die Städte und Kommunen eine Person zum „Stadtradelstar“ ernennen. Dieser „Stadtradelstar“ muss dann als gutes Vorbild für 3 Wochen komplett auf das Auto verzichten und darf sich nur mit dem Rad und öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen.
Die Hansestadt Rostock hat hierfür den Kollegen und Schornsteinfegermeister Jörg Kibellus im April auserkoren und ihm vom Umweltsenator Holger Matthäus zum Startschuss am 7. Mai auf dem Neuen Markt symbolisch einen Fahrradcomputer übergeben. Kollege Jörg Kibellus nutzt in seinem Betrieb seit über 2 Jahren Lastenfahrräder für den städtischen Bereich und setzte sein Lastenrad nun in den 3 Wochen zusätzlich für den Weg zur Arbeit und zurück sowie für alle Kundentermine und privaten Aktivitäten ein. Er sammelte so in den 21 Tagen 1127 Kilometer und war zwischenzeitlich sogar bundesweit auf Platz 2 aller Stadradelstars. Da noch einige Städte und Kommunen versetzt an den Start gehen, wird sicher ein guter zweistelliger Platz rausspringen.
Der Schornsteinfeger als Umweltschützer und Radeln für ein gutes Klima passt definitiv doch super zusammen.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

JK || Am 7. Juli fand in der Außenstelle Klein Schwaß der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. der erste Einstellungstest für das neue 1. Lehrjahr statt. Zwei eventuell zukünftige Auszubildende stellten sich der Aufgabe, ihr Allgemeinwissen testen zu lassen. Vielen Dank an unseren Lehrlingswart Enrico Medved für die Organisation und Durchführung und die zukünftigen Ausbildungsbetriebe für ihre Bereitschaft auszubilden.
Das neue Ausbildungsjahr ist am 1. August 2017 gestartet, aber schon jetzt gehen die Planungen für das kommende Jahr los. Ausbildungsbeginn ist der 1. August 2018.
Am 22. und 23. September präsentiert die Schornsteinfeger-Innung den Beruf „Schornsteinfeger“ auf der „Jobfactory“ in Rostock. Reinschauen und informieren. Wer sich jetzt noch für eine Ausbildung zum Schornsteinfeger interessiert oder als Ausbildungsbetrieb einen jungen Menschen ausbilden möchte, sollte sich also am besten schnell melden. Die Kontaktdaten sind auf unserer Homepage zu finden.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

JK || Am 13. Juli 2017 fand in Klein Schwaß der „Tag des Lehrlings“ statt, welcher mittlerweile jährlich durch die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt wird und nun auch schon Tradition ist. Eingeladen waren alle Auszubildenden aller derzeitigen Lehrjahre im Schornsteinfegerhandwerk MV. Von 35 Auszubildenden waren 34 anwesend.
Von 09.00–15.30 Uhr wurden die Azubis an verschiedenen Stationen für die bevorstehenden Prüfungen bzw. für den Arbeitsalltag ihrer Ausbildung fit gemacht. Ein großes Dankeschön geht hierbei auch an die Dozenten, die sich bereit erklärt haben, ihre Zeit ehrenamtlich einzusetzen. So waren folgende Kollegen an ihrer Station im Einsatz:
Festbrennstoffmessung:
Martin Bretschneider.
Dunstabzugsanlage reinigen:
Michael Schmidt.
Berichtshefter und motorische
Lüftungsüberprüfung:
Enrico Medved.
Formularwesen und Ausbildungsverordnung (nur für das dritte Lehrjahr): Stefanie Lehmann.
Den Dozenten gebührt ein großer Dank, da sie den Tag mit Leben gefüllt haben.
Ebenfalls danken wir der Firma Künzel für den Feststoffanhänger und unseren Unterstützern IKK Nord, SIGNAL IDUNA und Hartmann und Partner sowie Frau Böckmann für die tatkräftige Unterstützung.
Wir freuen uns auf einen weiteren Tag des Lehrlings 2018.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

JK || In der Außenstelle unseres Schulvereins in Klein Schwaß fanden vom 24. bis 28. Juli 2017 die praktischen Sommer-Gesellenprüfungen statt. Die Auszubildenden mussten nun ihr über mindestens drei Jahre erlerntes Wissen anwenden.
Zum Prüfungsbeginn erhielten die Auszubildenden ihre Arbeitsaufgabe für den Prüfungstag und mussten nun ihre handlungsorientierte Prüfung angehen. Vor den Arbeitsproben waren hierbei natürlich die Auswahl der Arbeitsschutzmaßnahmen und der benötigten Werkzeuge wichtig. An den Prüfungstagen wurde geprüft, ob die eventuellen Gesellen von Morgen die Reinigung von Schornsteinen und Abgasanlagen, Abgaswegeprüfungen, Immissionsschutzmessungen, Lüftungsprüfungen, Beratungen, die Aufnahme von Daten zur Energieeinsparung und ein Kundengespräch fachgerecht durchführen können.
Leider haben von den 11 zur Prüfung angemeldeten Prüflingen nur zwei die Gesellenprüfung bestanden und wurden am 25. August bei der Gesellenfreisprechung auf dem Sommerfest der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern freigesprochen.
Wir bedanken uns bei allen Prüfern für ihren Einsatz im Ehrenamt und gratulieren den beiden neuen Gesellen und wünschen den anderen Azubis natürlich viel Erfolg in der Nachprüfung. Die Innung steht bei eventuell benötigter Hilfe zur Vorbereitung oder Fragen natürlich gern zur Verfügung.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Nach 2 Jahren konnte unser Imagefilm bei Youtube nun über 7.000 Zugriffe verzeichnen. Auf Messen und im Netz konnten sich so angehende Azubis und deren Eltern von unseren einzigartigen Möglichkeiten überzeugen. Interessant, dass kürzlich Azubis aus anderen Schulen Kommentare zu unserem Video abgegeben haben.

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JK || Am 21. Juni war es im Rostocker Stadthafen mal wieder Zeit für den „Firmenlauf“. Mittlerweile hat sich der Staffel-Laufwettbewerb super etabliert und ging in seine 8. Auflage. In diesem Jahr gingen sage und schreibe 499 Teams an den Start und schickten jeweils ihre 4 Läufer auf die 3,5 Kilometer-Strecke zwischen der „Haedgehalbinsel“ und den „Aida-Towern“. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern schickte ein vielversprechendes Team an den Start, welches sich als Ziel gesetzt hatte als Gesamtzeit unter einer Stunde zu bleiben. Letztendlich liefen am Ende alle vier Läufer mit dem Schlussläufer Florian Seidel bei der Zeit von 0:59:48,5 h ins Ziel und erreichten ihre Vorgabe.
Für die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern starteten im Team „Schornsteinfeger Rostock“ die Kollegen Jörg Kibellus (Schornsteinfegerbetrieb Kibellus), Markus Niemann (Schornsteinfegerbetrieb Kibellus), Florian Schulz (Schornsteinfegerbetrieb Knut Hennings) und Florian Seidel (Schornsteinfegerbetrieb Karsten Meyer).
Wir danken allen Vieren für ihre Teilnahme und ihren Einsatz, sowie den Freundinnen und Bekannten fürs Anfeuern und Motivieren.

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Kai Schoppenhauer || Auf der Berufsfindungsmesse Handwerk4you am 2. September 2017 konnten wir in diesem Jahr mit einem Showtruck punkten. Das von der Firma Vaillant gesponserte Messemobil wurde von Berufbildungswart Kai Schoppenhauer und Oliver Barnik (Vaillant Deutschland GmbH & Co. KG) bereits am Vortag aufgebaut und vorbereitet.
An Bord standen diverse Heizungsanlagen, Solarpumpengruppen und auch eine Zeolith-Heizungsanlage zur Verfügung. Auf dem vorhandenen Monitor konnten wir das Imagevideo unserer Bildungsstätte präsentieren. Aufgrund unseres imposanten Auftritts und dem hervorragendem Engagement des Ausbildungsbetriebes Nicky Braun (Sülzetal) sowie seiner Auszubildenden Lara Keller haben wir auch die Möglichkeit eines Interviews mit dem mitteldeutschen Rundfunk nutzen können. Leider sind aus den 10 Minuten Interview mit der Auszubildenden Lara Keller nur ein paar Sekunden „MDR Sachsen-Anhalt heute“ geworden, aber so ist das nun mal. Auf alle Fälle konnten wir wieder viele Schulabgänger und deren Eltern unseren schönen Beruf vorstellen. Und immer wieder folgte die Erkenntnis: „Ich hätte gar nicht gedacht, was der Schornsteinfeger so alles in der Ausbildung lernt.“
Danke nochmals an Herrn Oliver Barnik für die Bereitstellung des Messemobils der Firma Vaillant. Ebenfalls danken möchten wir dem hervorragendem Engagement des Ausbildungsbetriebes Nicky Braun und seiner Auszubildenden Lara Keller.

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RS || Der Verband der Wirtschaft Thüringens lud am 21. September zum 15. Unternehmertag unter dem Motto „Zukunft Thüringen 4.0 – Chancen nutzen – Risiken sehen“ ein. Dort wurde mit Wissenschaftlern, Politikern, Lehrer, Schüler, Studenten und Azubis über die Digitalisierung der Wirtschaft diskutiert. Das congress centrum neue Weimarhalle empfing rund 300 Gäste an diesem Tag. Neben den Podien und Diskussionsrunden fanden diese auch zahlreiche Thüringer Firmen und Institutionen mit Informationsständen in einer Ausstellung. Gesprochen wurde über die Themen Bildung, Ausbildung, Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit, altersgerechte Arbeitsplätze, attraktive Wirtschaftsstandorte und nachhaltige Personalpolitik. Und natürlich durfte das Schornsteinfegerhandwerk nicht fehlen. Ein kurzes Gespräch mit Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee gab einen Einblick in die politische Welt. Auch Ministerpräsident Bodo Ramelow stattete der Veranstaltung einen kurzen Besuch ab. Ein Schwerpunkt des Unternehmertages war auch die Vergabe der Urkunde des „Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen“.
Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass, wenn Anregungen und Impulse umgesetzt werden, diese Veranstaltung sehr erfolgreich war und den Unternehmen und Arbeitern weiterhilft.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

RS || Eine neue Jobmesse besuchten wir am 13. September 2017 in der Thüringenhalle in Erfurt. Der Veranstalter legte sein Hauptaugenmerk auf Arbeitssuchende und Menschen, die sich beruflich neu orientieren wollen. Die Besucherfrequenz war dementsprechenden niedriger als bei den üblichen Ausbildungsmessen. Allerdings waren die Fachgespräche wesentlich niveauvoller. Unser Messestand stand wieder stellvertretend für alle Innungsmitglieder im Freistaat Thüringen. Viele Besucher informierten sich über die Umschulungsmöglichkeiten in unserem Handwerk. Ein großes Thema bei den Gesprächen waren die Verdienstmöglichkeiten und Weiterbildungsmöglichkeiten im Beruf.

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In Abstimmung mit dem Fachverband Sanitär Heizung Klima Sachsen hatte das Aktionsbündnis für unabhängiges Heizen Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter Federführung der Schornsteinfeger-Innung Sachsen für den 14. September 2017 zu einer Multiplikatoren-Schulung in unsere Bildungsstätte nach Doberschütz eingeladen. Fast 40 Vertreter des mitteldeutschen Schornsteinfeger-, des Sanitär-Heizung-Klima- sowie des Ofen- und Luftheizungsbauer-Handwerks, der Immobilienwirtschaft und des Brennstoff- und Mineralölhandels waren gekommen um sich über rechtliche Bedingungen und Hintergründe für Nah- und Fernwärmenetze zu informieren. Hierbei ging es nicht darum sich generell gegen Wärmenetze auszusprechen, sondern deren ökonomische und ökologische Sinnhaftigkeit zu hinterfragen. Monopolistischen Strukturen gilt es entgegenzuwirken, da sie einer freien Wahl des Wärmeträgers und der eingesetzten Technik durch den Bürger entgegenstehen. Hierbei wird in den Wärmemarkt eingegriffen. Entstehende Abhängigkeiten könnten sich zum Nachteil der Bürger auswirken.
Dr. Jörg Lenk, vom Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. und Herr Rainer Stangl, vom Institut für Wärme- und Öltechnik konnten die Teilnehmer in fundierten Vorträgen mit einem Grundpaket zur fachlichen und politischen Argumentation ausstatten und auf die Kommunikation mit den Entscheidungsträgern der Kommunen vorbereiten. Das Aktionsbündnis ist darauf angewiesen, dass Interessierte vor Ort rechtzeitig auf die Planung von Wärmenetzen und Verbrennungsverboten reagieren. Weitere Informationen gibt es unter www.freie-waerme.de.

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Ausgabe: 105 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Michaela Waldecker, VertriebsNL Süd Raab: II Die Abwärme der Backöfen für den Produktionsprozess einsetzen – das wird im Backhaus Grimminger in Parsdorf ganz konsequent seit einigen Jahren praktiziert. Dazu wurden mehrere Abgaswärmetauscher installiert. Über die Erfahrungen des SHK-Fachmanns Michael Matter berichten wir hier.
Umweltschutz in Traditionsbäckerei
Das Backhaus Grimminger, ein wichtiger Lieferant von Backwaren weltweit, kann auf eine mehr als hundertjährige Tradition zurückblicken. Dabei blieb das in Parsdorf bei München ansässige, familiengeführte Unternehmen stets der Qualität verpflichtet. So liefert man unter anderem hochwertige Backwaren an Käfer Feinkost. Solche Produkte herzustellen gelingt durch die Auswahl der Zutaten, die achtsame Verarbeitung und die für das Backen eingesetzte Zeit.
Zur Schonung der Umwelt entwickelte man bei Grimminger schon 2007 den Plan, durch Wärmerückgewinnung Energie einzusparen. Zunächst wurde als Pilotprojekt ein Backofen mit einem NET-Wärmetauscher ausgerüstet. Der Ertrag kam der großen Spülmaschine zugute, die sämtliche Brotkörbe reinigt. Bei einer möglichst konstanten Wassertemperatur von rund 85 °C war der Energieaufwand vor der Maßnahme entsprechend hoch, zumal bei Grimminger sechs Tage die Woche rund um die Uhr gebacken wird.
Schritt für Schritt
Michael Matter, Chef des gleichnamigen Heizungs- und Sanitärbetriebs in Hemsbach, übernahm das Projekt nach der Installation des ersten Wärmetauschers, als im Betrieb Probleme auftraten. Er hat sich mit seinem Unternehmen darauf spezialisiert, ungenügend oder fehlerhaft geplante Anlagen so umzubauen bzw. zu erweitern, dass sie gut und sicher funktionieren. Aus diesem Start resultiert eine bis heute dauernde intensive Geschäftsbeziehung, die sich im Ausbau der Anlage und permanenter Überwachung sowie Wartung zeigt. Der Fachmann erklärt: „Zunächst wurde die vorhandene Pilotanlage angepasst, um den gewünschten Betrieb sicherzustellen. Auf Wunsch des Bauherrn wuchs die Wärmerückgewinnung bis 2009, nun arbeiten hier insgesamt 9 NET-Boxen.“ Dazu wurden im Zuge der Erweiterung insgesamt vier 2.000 Liter fassende Pufferspeicher verbaut. Die Energieausbeute kommt inzwischen nicht nur der Großspülmaschine zugute, auch die Heizungsanlage und die Mitarbeiterduschen werden versorgt.
Wärmetauscher von NET
Jeder der MIWE ideal Etagenbacköfen weist eine Wärmeleistung von 145 kW auf. Daher wurde an jedem Ofen eine NET-Box mit 20 kW installiert. Von der Qualität der Produkte ist Michael Matter überzeugt: „Die Anlage läuft an sechs Tagen rund um die Uhr, das heißt die Wärmetauscher werden sehr viel stärker beansprucht als in anderen Unternehmen.“ Hinzu kommt der einzigartige Support seitens NET im Werk in Augsburg: Wenn ein Problem mit einem der Wärmetauscher auftritt, baut Michael Matter ihn aus und fährt mit ihm zum NET-Werk. Meist lassen sich Defekte sofort vor Ort beheben oder schadhafte Teile tauschen. Da die Geräte bei NET alle von Hand montiert werden, ist zudem eine optimale Qualitätskontrolle und eine hohe Grundqualität der Systeme gewährleistet.
Im Backhaus Grimminger kam für alle Öfen das NET-Modell RB 14.6-7.5 zum Einsatz. Dabei handelt es sich um einen Rippenrohr-Wärmetauscher, der eine Abgastemperatur am Eintritt von 280 °C verkraftet. Mit Hilfe der wasserführenden Rippenrohre wird das Abgas auf 126 °C abgekühlt. Durch die Maße 820 x 590 x 522 mm (Länge x Breite x Höhe) konnten die Geräte trotz der eher beengten Platzverhältnisse installiert werden. Im Jahr 2008 wurden die Wärmetauscher hinsichtlich ihrer Temperaturbeständigkeit verbessert, indem man bei NET die Bauart und die Konstruktion optimierte. Die Geräte sind auch heute nach wie vor Stand der Technik. Das Unternehmen NET, inzwischen Teil der Raab-Gruppe aus Neuwied, bietet Rippenrohr- und Plattenwärmetauscher passend zur Brennerleistung mit einer Wärmeleistung zwischen 8,2 und 163 kW an.
Die Regelung erfolgt über eine Temperatursonde am Vorlauf des Wärmetauschers. Eine Ladepumpe reguliert entsprechend die Wassermenge, die durch das Gerät fließt. Sollte keine Abnahme der Wärme erfolgen, kann auf den Bypass umgestellt werden. Dann wird das Abgas am Register vorbeigeleitet.
Installation und Wartung
Die Montage der NET-Wärmetauscher sowie der weiteren Komponenten erfolgte durchgehend im laufenden Betrieb der Bäckerei. Das hatte zur Folge, dass das Zeitfenster sehr eng war und wie in der Produktion rund um die Uhr an der Anlage gearbeitet wurde. „Die Installation musste zeitlich und örtlich genau abgestimmt werden, damit das Backen möglichst reibungslos vonstattengehen konnte,“ berichtet Michael Matter. Dies wird auch während der halbjährlichen Wartungstermine fortgeführt. Vor Kurzem wurde ein Gerät ausgetauscht, was nach der extrem langen Laufzeit und der hohen Beanspruchung nicht ungewöhnlich ist.
Positive Erfahrungen
Umweltschutz und Energieeinsparung wollten die Verantwortlichen des Backhaus Grimminger zusammen umsetzen. Man verzichtete auf die Erhebung von Energiedaten und Amortisationsrechnungen und setzte auf die Erfahrungen des Unternehmens NET. Es wurden allerdings die Nebenkostenabrechnungen 2006 und 2007 verglichen: Dabei konnte ermittelt werden, dass durch die Nutzung eines Wärmetauschers rund 35.000 Euro Nebenkosten eingespart wurden. Das entspricht einer Einsparung von ca. 60 %. Die Gesamtsumme der Maßnahme belief sich auf ca. 200.000 Euro. Nach fünf Jahren hatte sich die Anlage amortisiert, was unter anderem an der hohen Temperatur von ca. 85 °C für den Wasserausgang liegt. Bei einer niedrigeren Temperatur hätte sich die Amortisation deutlich verkürzt. Für die Beteiligten von Bedeutung ist aber vor allem, dass die Wärmerückgewinnung seitdem kontinuierlich ohne Beanstandung läuft.
Dieses positive Ergebnis resultiert aus der Qualität der eingesetzten NET-Wärmetauscher, der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Bauherr und Installateur sowie aus der akribischen Umsetzung und regelmäßigen Wartung durch SHK-Fachmann Michael Matter. Neben der immensen Einsparung ermöglicht die Wärmerückgewinnung auch die Unabhängigkeit von weiteren Systemen zur Warmwassererwärmung, etwa durch Gas oder Öl. Würde der Backbetrieb komplett durchlaufen, könnte das Unternehmen Grimminger sogar selbst Wärme für weitere externe Abnehmer zur Verfügung stellen.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Jörg Bomhardt || In Bestandsgebäuden kann der hydraulische Abgleich in der Praxis nur geschätzt werden, weil das Rohrnetz unbekannt ist. Gerade in Altanlagen sind Rohrlängen und Rohrquerschnitte (Widerstände) nicht dokumentiert oder haben unterschiedliche Sanierungsstände. Somit fehlen grundlegende Daten zur optimalen Berechnung der Anlagenhydraulik. AFRISO bietet für den hydraulischen Abgleich ein dynamisches System an, bei dem die eingestellten Wassermengen vom Ventil automatisch und in jedem Last- bzw. Betriebszustand geregelt werden.
Der hydraulische Abgleich ist in Ein- und Zweifamilienhäusern bzw. im Wohnungsbau mit dem neuen voreinstellbaren Thermostatventil Vario-DP von AFRISO sehr schnell und kinderleicht gänzlich ohne Messgerät durchführbar. Im Ventil gibt es außer einem patentierten, dynamischen Ventileinsatz, bestehend aus einer Ventilspindel und einer Regelmembrane, keinerlei weiteren Regelkomponenten. Das Ventil arbeitet mit einer ganz gewöhnlichen Ventildichtung und benötigt auch keine zusätzlichen Schmutzsiebe. Funktionsausfälle durch das Festsetzen von Partikeln können daher ausgeschlossen werden.
Das Ventil Vario-DP begrenzt die eingestellte Wassermenge automatisch und regelt diese unabhängig von etwaigen Druckschwankungen in der Heizungsanlage. Das bedeutet, egal wie viele Thermostatventile in der Anlage gerade offen oder geschlossen sind, das Thermostatventil sorgt immer für die richtige Wassermenge am Heizkörper. Aufgrund seines großen stufenlos einstellbaren Einstellbereiches in 10 l/h-Schritten von 20 l/h bis 290 l/h bietet das Vario-DP eine ausreichend hohe Reserve. Die Armaturen aus Rotguss haben einen Regelbereich von 20 bis 50 kPa und sind für Drücke bis 10 bar und Mediumtemperaturen bis 120 °C geeignet.
Das Produktprogramm Vario-DP ist in den Nennweiten DN 10, DN 15, DN 20 und den gängigen Bauformen Eck, Durchgang, Axial und Winkel-Eck als Thermostat-Ventilunterteil Vario-DP sowie als Thermostat-Kombiblock Vario-DP für Heizkörper mit Mittenanschluss im Zweirohrsystem erhältlich. Der Ventileinsatz ist mit dem optional erhältlichen Montagegerät MGV ohne System­entleerung und unter Betriebsdruck auswechselbar.
Weitere Informationen unter: www.hydraulischer-abgleich.eu

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

RS || Am 26. August 2017 übergab der Landesinnungsobermeister Marco Beierlein zusammen mit dem Landesberufsbildungswart Sebastian Schilling und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses Edgar Giese im feierlichen Rahmen der Landesgartenschau in Apolda die Gesellenbriefe an die frisch gebackenen Facharbeiter Benjamin Al, Franz Benjamin Kozber, Eric Jenke, Manuel Doebel, Michael Leib, Robin Bohne, Stanley Ganzha und Virginia Tasch.
Franz Kozler beendetet seine Ausbildung so gut, dass er zum Bundeswettbewerb eingeladen wurde.
Die Landesinnung im Freistaat Thüringen begrüßt die neuen Gesellen und gratuliert zur bestandenen Prüfung.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

Stefan Schulze || Am Sonntag, den 17. September 2017 fand zum dritten Mal die gemeinsame Lehrjahrseröffnung der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. und des Berufsschulzentrums Eilenburg in Doberschütz statt. Beide Schulungsstätten hatten, wie schon im vergangenen Jahr, die neuen Auszubildenden mit ihren Angehörigen sowie die Vertreter der Bildung aus den Ländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zur offiziellen Eröffnung eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung konnte sich der neue Jahrgang erstmalig bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen kennenlernen. Auch in diesem Jahr sind die Ausbildungszahlen erneut angestiegen, sodass erstmals die Lehrjahrseröffnung in drei Etappen durchgeführt werden musste. Die Aufteilung in die Gruppen erfolgte analog zur Einteilung der Auszubildenden in die Klassen der Berufsschule. Nacheinander wurden die neuen Auszubildenden und ihre Angehörigen vom Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks, Herr Schulze, und der Schulleiterin des Berufsschulzentrums Eilenburg, Frau Fröhlich, im Konferenzsaal der Bildungsstätte begrüßt. Die Auszubildenden und ihre Angehörigen erhielten erste wichtige Informationen zur Bildungsstätte, zur Berufsschule, zum Standort und zur Ausbildung. Die Landesberufsbildungswarte unserer vier Mitgliedsländer führten gemeinsam die Rundgänge durch beide Bildungseinrichtungen durch. Alle Auszubildenden und ihre Angehörigen hatten somit die Möglichkeit, sich einen Überblick über die Abläufe auf dem Campus der Roten Jahne zu verschaffen.
Wir wünschen allen Anwärtern und Anwärterinnen zum Schornsteinfegergesellen viel Erfolg.

Ausgabe: 105 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 105 - 03/2017 )

BD || Die feierliche Übergabe des Meisterbriefes ist für jeden Absolventen einer Meisterprüfung im Handwerk ein unvergesslicher Augenblick. Besonders trifft das im Schornsteinfegerhandwerk zu, wo der Meisterbrief Voraussetzung für die Eröffnung eines eigenen Betriebes und die Übernahme eines Kehrbezirks ist. Die Handwerkskammer zu Leipzig wählte deshalb auch in diesem Jahr mit einer Feier im Gewandhaus der Messestadt einen besonders festlichen Rahmen.
Am 30. September fand die Feier statt, zu der 205 Jungmeisterinnen und Jungmeister sowie 11 Betriebswirte eingeladen waren. Unter den Eingeladenen waren die Schornsteinfeger mit 18 Jungmeistern und einer Jungmeisterin die drittstärkste Gruppe in diesem Jahr. Der Altersdurchschnitt der Meisterinnen und Meister betrug in diesem Jahr 32 Jahre. Die Feier fand unter dem Motto „Die sichersten Wertpapiere gibt es immer noch im Handwerk.“ statt. Bestandteil des Konzeptes, der nun 26. Meisterfeier der Handwerkskammer zu Leipzig, war in diesem Jahr die Vorstellung der einzelnen Gewerke in einem kurzen Film bzw. der Broschüre zur Veranstaltung, die von der Internetseite der HWK zu Leipzig www.hwk-leipzig.de heruntergeladen werden kann. Für unseren Beruf wurden die beiden Kollegen Stephan und Martin Golatowski portraitiert.
Kollege Andreas Bunk, der zur Feier ebenfalls seine Urkunde erhielt, hatte das Motto der Veranstaltung bereits umgesetzt und einen Kehrbezirk übernommen. Er wurde ebenfalls zwei Tage vorher als neuestes Mitglied in die Schornsteinfeger-Innung Sachsen aufgenommen. Die Innung hatte die Jungmeister und die Jungmeisterin zu einem Sektempfang ins Foyer des Gewandhauses eingeladen. Die Einladung wurde gern angenommen. Hier konnten sich die Kollegen, gemeinsam mit ihren Angehörigen, schon einmal zu Bedingungen und Vorteilen einer Innungsmitgliedschaft informieren und mit den Innungskollegen anstoßen.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Jörg B. S. Bomhardt || Das modulare CAPBs-System von AFRISO wächst kontinuierlich weiter. Wer bereits mit einem Messgerät BLUELYZER ST, EUROLYZER STx oder MULTILYZER STe, einem Druckmessgerät Serie S4600 ST, einem BlueAir-ST oder einem Temperaturmessgerät TMD9 arbeitet, kann sich freuen, denn all diese Geräte kommunizieren mit CAPBs-Sensoren. Das bedeutet: Unabhängig davon, dass bereits eine Vielzahl von CAPBs im Einsatz sind, kommen wieder drei neue Sensoren CAPBs sens (PS 33 zur Druckmessung, TK 11 zur Differenztemperaturmessung und CO 30 zur CO-Konzentrationsmessung) hinzu.
Für den Einstieg in die Dichtheitsprüfung an Gasleitungen wurden bereits die beiden Pakete Starter-Sets „CAPBs Set DPK 60-6 sens“ und „CABs-fähiges Set DPK 60-6 ST“ konzipiert. Zu diesen Sets gibt es jetzt das neue „CAPBs Set Gebrauchsfähigkeitsermittlung DPK 60-7 sens“ mit dem neuen DVGW-zertifizierten Drucksensor CAPBs sens PS 33. Dieser Sensor verfügt über eine barometrische Druckermittlung zum Ausgleich von Luftschwankungen während der Messung sowie eine Temperaturkompensation. Mit dem Einsatz des CAPBs sens PS 33 erhält der Anwender die derzeit kompakteste DVGW-zertifizierte Messeinheit zur Gas-Leckmengenmessung.
Das neue Sensormodul CAPBs sens TK 11 zur Differenztemperaturmessung verfügt über zwei normierte Temperaturbuchsen Typ K zum Anschluss zweipoliger Thermoelemente oder Temperaturfühler und eignet sich ideal zur Ermittlung von Vor- und Rücklauftemperaturen. In Kombination mit dem Abgasmessgerät BLUELYZER ST sind bis zu vier Temperaturwerte und zwei Differenztemperaturen erfass- und speicherbar.
Das neue CAPBs sens CO 30 wurde zur CO-Detektion und CO-Konzentrationsmessung, unter anderem auch in Heizräumen oder an Abgasrohren, entwickelt und eignet sich auch ideal für die Abgaswegeüberprüfung.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Vom 05.–08. 04. 2017 machten sich einige unserer Berufskollegen auf die lange Reise zu dem Ofenhersteller Tulikivi in Finnland. Diese Firma produziert Qualitätsfeuerstätten aus dem außergewöhnlichen Material Speckstein. Speckstein ist als Mineral eingestuft, welches durch sein Gewicht und seine Dichte eine besonders gute Wärmeleitfähigkeit und eine sehr hohe Speicherkapazität aufweist. Diese Eigenschaften sind um einiges höher als bei einem vergleichbaren Material, wie zum Beispiel Schamotte.
Schon bei der Ankunft in Finnland wurde uns ein herzlicher Willkommensempfang durch den Verkaufsdirektor für Deutschland Martti Purtola beschert. Durch seine lockere und lustige Art sorgte er zu jeder Zeit für ein angenehmes Ambiente, welche den Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis für alle Beteiligten machte. Events, wie ein eigener Kochwettbewerb im Tulikivi – eigenen Ofen, Schneeschuhlaufen und selbstverständlich in Finnland Saunabesuche ließen es nie langweilig werden. Aber auch ein Werksbesuch mit der Präsentation der neuesten Modellreihe waren von interessantem Wert. Es wurde von dem Abbau im Tagewerk, Analyse der Vorkommen bis hin zur Produktion gezeigt, wie diese Firma ihre Qualitätsprodukte herstellt. Zum Schluss durften wir noch einen ersten Blick in die Forschung zukünftiger Materialien, Oberflächen und Produkten werfen.
Organisiert wurde dieser exklusive Besuch von dem in Struth firmenansässigen Ofenbaumeister Manfred Köthe, dem bei der Besonderheit dieses Ausflugs ein ganz herzlicher Dank gilt. Unser Fazit: Qualität kommt aus Finnland von der Firma Tulikivi.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Betrachtung der Wärmeübergänge im Ringspalt bei Festbrennstoff LAS

Hottgenroth Software (EuroKAM Professional) || Mit den steigenden Ansprüchen an immer dichtere Gebäudehüllen mit möglichst geringen Wärmeverlusten steigen auch die Anforderungen an den Betrieb von Einzelraumfeuerstätten. Über Fenster und Gebäudehülle wird in der Regel keine ausreichende Infiltration mehr erreicht. Kann über einen 4 Pa Test nicht nachgewiesen werden, dass ein ausreichender Unterdruck gegenüber dem Freien im Raum vorhanden ist, muss die Verbrennungsluft aus dem Freien zugeführt werden.
Das geschieht durch dichte Leitungen zwischen Feuerstätte und dem Freien. Steht eine solche Feuerstätte nicht unmittelbar an der Außenwand und der Betreiber möchte eine quer durch den Raum verlaufende Leitung vermeiden, bleibt nur, die Verbrennungsluft über einen separaten Schacht oder über den konzentrischen Ringspalt der senkrechten Abgasanlage zuzuführen.
Bei z. B. Brennwertfeuerstätten wird dabei ein Teil des Ventilatordrucks für die Ansaugung der Verbrennungsluft über den Ringspalt verwendet. Bei Festbrennstoffeinzelfeuerstätten, wie z. B. einem Kaminofen, gibt es eine solche Gebläseunterstützung in der Regel nicht. Hier ist der Schornsteinauftrieb für die Ansaugung und Versorgung der Feuerstätte mit Verbrennungsluft zuständig. Physikalisch gesehen stellt sich für einen Luftstrom immer eine Strömung von warm nach kalt ein. Im Ringspalt erwärmt sich die Luft ab dem Eintritt mit zunehmender Verweilzeit und Länge des senkrechten Schachtes, da die abgasführende Leitung Wärme an den Ringspalt abgibt. Die Verbrennungsluft erwärmt sich mit zunehmender Verweilzeit und der thermische Auftrieb der Verbrennungsluft wirkt der Ansaugung der Verbrennungsluft entgegen.
Um diese physikalischen Gegebenheiten zu berücksichtigen und einen gefahrlosen und einwandfreien Betrieb der Feuerungsanlage gewährleisten zu können, sind verschiedene Nachweise zu führen. Die Nachweise der ausreichenden Druck- und Temperaturbedingungen kennen wir aus der EN 13384-1/2.
Wichtig in dem Zusammenhang ist es jedoch auch, die Temperaturverläufe im Ringspalt zu berücksichtigen. Die kalte Luft, die häufig über den Mündungsbereich der Abgasanlage in den Ringspalt einströmt, enthält Feuchtigkeit. Diese kann bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur der Innenwand kondensieren und der Abgasanlage Schaden zuführen. Weiterhin kann durch die kalte Luft die luftführende Schale der konzentrischen Luft-Abgasanlage so stark abkühlen, dass auf der Außenseite des Schachtes Kondensat anfällt und somit die Gefahr von Schimmelpilzbildung entstehen könnte. Für die Ermittlung der Temperaturverläufe ist unter anderem die Berücksichtigung und Berechnung des Wärmeübergangs der abgasführenden Leitung auf die strömende Luft im Ringspalt erforderlich.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Seit 1. Mai 2017 ist die Wöhler Technik GmbH mehrheitlicher Eigner des Unternehmens Retrotec Inc. Die US-amerikanische Firma hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 einen Namen als Hersteller von Qualitätsprodukten in der Gebäudemesstechnik gemacht. Jetzt wird sie unter dem Namen „Wohler Retrotec, Inc.“ weitergeführt.
Da Blower-Door-Systeme und Dichtheitsprüfgeräte zur Produktlinie beider Unternehmen gehören, ergänzen sich Wöhler und Retrotec perfekt. In Zukunft können also Erfahrung und Know-How von zwei Spezialisten in diesem Bereich zusammengeführt werden. „Darüber werden sich vor allem die professionellen Anwender freuen, die hochpräzise und gleichzeitig anwendungsfreundliche Messgeräte benötigen. Der Zusammenschluss wird den Technologievorsprung der Marken Retrotec und Wöhler sichern“, so Johannes Lötfering, Geschäftsführer der Wöhler Technik GmbH.
Beide Marken werden unabhängig voneinander bestehen bleiben. An den bisher guten Geschäftsbeziehungen der Gesellschaften zu Kunden und Lieferanten wird sich somit auch in Zukunft nichts ändern. Da die langjährigen Retrotec-Manager Ben Walker und Darren Kennedy die Geschäftsführung von „Wohler Retrotec, Inc.“ übernehmen, ist ebenso für Mitarbeiter und Geschäftspartner Kontinuität garantiert. Diese können auch weiterhin auf das Wissen und die Erfahrung des Gründers und bisheriger Besitzers von Retrotec setzen: Nachdem Colin Genge das Unternehmen 37 Jahre lang geführt hat, wird er weiterhin als Berater zur Verfügung stehen.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Der Zugbegrenzer Z 100 von Kutzner + Weber wurde für kleine Rohrdurchmesser konzipiert, sodass Wärmeerzeuger im Leistungsbereich bis 25 kW ausgestattet werden können. Sein Vorteil: Er kann innen bündig im T-Stück des Rauchrohres (versenkt) installiert werden. Damit eignet sich der Z 100 insbesondere für den optisch dezenten Einbau im Aufstellraum.
Dies ist vor allem für Gebäude mit einer geringen Heizlast interessant, etwa bei der Nutzung von holzbeschickten Heizungen. So können moderne Pelletöfen oder Öfen mit Stückholz bis zu einem Rauchrohrdurchmesser von 120 mm mit einem Z 100 ausgestattet werden. Da er in den Varianten schwarz lackiert oder in Edelstahl angeboten wird, fällt er kaum ins Auge.
Der Zugbegrenzer bewirkt einen stabilen Förderdruck (Zug) und damit eine optimale Verbrennung. Auf diese Weise hilft er Brennstoff einzusparen und schont außerdem Umwelt und Ressourcen. Die wieder zum Patent angemeldete Neuentwicklung zeichnet sich durch ein exaktes Regelverhalten aus: Sobald der Schornsteinzug zu sehr ansteigt, reagiert der Z 100 eigenständig und lässt kontrolliert kühlere Raumluft einströmen.
Im geschlossenen Zustand dringt kein Staub in den Aufstellraum, da der Zugbegrenzer durch seine ausgefeilte Konstruktion dicht ist. Wird die Feuerstätte nicht betrieben, entweicht keine Luft aus dem Aufstellraum. Weitere Informationen zum Abgastechnik-Programm lassen sich auf der Kutzner + Weber-Website abrufen.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Die Filterbox SZ von Schräder

Feste Brennstoffe, insbesondere Holz in Form von Hackschnitzeln oder Stückholz, werden vor allem im holzverarbeitenden Gewerbe zur Verbrennung in Heizungsanlagen eingesetzt. Um die entsprechenden Staubemissionsgrenzwerte der verschärften, zweiten Stufe der 1. BImSchV einzuhalten, ist der Einsatz einer Entstaubungseinrichtung oftmals unumgänglich. Mit der Filterbox SZ bietet Schräder Abgastechnologie eine Kombination zweier bewährter Abscheideprinzipien an, die entsprechend der Anlagengröße ausgelegt wird.
Die Filterbox SZ besteht aus der elektrostatisch arbeitenden Filterbox S, der ein Zyklon zur Abscheidung des Grobstaubs vorgeschaltet ist. Dadurch wird bei sehr geringem Wartungsaufwand eine besonders hohe Abscheideleistung trotz der kompakten Bauweise erzielt. Es werden sowohl feinste Stäube als auch gröbere Partikel wie Flugasche oder sogar Rußflocken abgeschieden. Vor allem gröbere Partikel treten in größeren Anlagen häufiger auf und können zu Problemen führen.
Die Filterbox SZ besteht aus modularen Elementen, die hinter dem Feuerungsstutzen in die Abgasanlage eingebunden werden. Die einzelnen, kompakten Bauteile sind jeweils für 100 kW Kesselleistung ausgelegt und lassen sich künftig bis zu einer Leistung von 600 kW kombinieren.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Thomas Keindorf || „Werbung ist das A und O, um Schulabgänger für Handwerksberufe zu begeistern“, sagte Anfang Juni eine MDR-Reporterin im Fernsehen. Der Mitteldeutsche Rundfunk berichtete über den Aktionstag „Hände hoch fürs Handwerk“, an dem Schüler und Vertreter des öffentlichen Lebens Handwerksbetriebe im Landkreis Mansfeld-Südharz für ein Mini-Praktikum besuchten. Die Moderatorin hat zweifellos Recht: Wir müssen um die Jugendlichen kämpfen, denn den demografischen Wandel spürt jede Branche und damit jeder Ausbildungsbetrieb.
Der Tag „Hände hoch fürs Handwerk“ sollte den Jugendlichen bei der Berufsorientierung helfen und öffentlichkeitswirksam auf die Ausbildung im Handwerk aufmerksam machen. Beides haben wir mit „vollem Erfolg“ geschafft, wie uns der MDR attestierte. Natürlich schalten wir nun nicht auf Leerlauf: Wir werden weiterhin für das Handwerk klappern und unsere Betriebe unterstützen.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

JK || Am 5. Mai 2017 fand in der Außenstelle Klein Schwaß der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. der erste Einstellungstest für das neue 1. Lehrjahr statt. 7 eventuell zukünftige Auszubildende stellten sich der Aufgabe, ihr Allgemeinwissen testen zu lassen. Vielen Dank an unseren Lehrlingswart Enrico Medved für die Organisation und Durchführung und die zukünftigen Ausbildungsbetriebe für ihre Bereitschaft auszubilden.
Ausbildungsbeginn ist der 1. August 2017. Wer sich jetzt noch für eine Ausbildung zum Schornsteinfeger interessiert oder als Ausbildungsbetrieb einen jungen Menschen ausbilden möchte, sollte sich also am besten schnell melden. Die Kontaktdaten sind auf unserer Homepage zu finden.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

RS || Am 26. 04. 2017 übergab der Landesinnungsobermeister Marco Beierlein zusammen mit dem Landesberufsbildungswart Sebastian Schilling in einem feierlichen Rahmen die Gesellenbriefe an die frisch gebackenen Facharbeiter.
Die Gesellen (v. l. n. r.):
Dominik Weber
Felix Heil
Franz Ludwig
Konstantin Friedrich
Die Landesinnung im Freistaat Thüringen begrüßt die neuen Gesellen und gratuliert zur bestandenen Prüfung.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

JK || Vom 2. bis 5. März 2017 fand in Wismar die Hanseschau statt. Die Hanseschau ist eine Verbrauchermesse, die die Hansestadt Wismar und das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern repräsentiert. Vier Tage lang zeigten 270 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern, dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland ihre Produkte oder Dienstleistungen. Für die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern waren die Kollegen Stephan Murr, Jens Grundmann und Christian Heydorn mit einem Stand präsent und beantworteten die Fragen der Besucher und verteilten Glück und kleine Plastikschornsteinfeger.
Ein großes Dankeschön an die Kollegen für die Standbetreuung. 

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

JK || Am 4. Mai 2017 fand die diesjährige Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern in der „Rotunde“ der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern in Rostock statt. Neben den Mitgliedern der Schornsteinfeger-Innung waren zahlreiche Gäste und Aussteller geladen.
Nach einem gemeinsamen Frühstück eröffnete der Landesinnungsmeister Ingo Ziola die Innungsversammlung und begrüßte die Gäste, nämlich den Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung Herrn Christian Pegel, von der Landtagsfraktion der LINKEN Frau Eva-Maria Kröger, den Präsidenten der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern Herrn Axel Hochschild sowie weitere Vertreter aus den Verbänden und Behörden. In den Grußworten der Gäste und dem Bericht des Landesinnungsmeisters wurde die bisherige gute Arbeit der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern sowie des Schornsteinfegerhandwerks allgemein verdeutlicht.
Der Hauptthemenpunkt lag bei der Befassung der Mitgliederversammlung mit dem Ausbau der Bildungsstätte des Schulvereins des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz. Die Schornsteinfeger-Innung ist ebenso wie die Landesinnungen Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Mitglied in dem Schulverein und derzeit ist eine Erweiterung der Küche und des Internats anvisiert. Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern haben sich mit überwältigender Mehrheit für einen Verbleib im Schulverein ausgesprochen.
Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern bedankt sich bei allen Gästen und Ausstellern für ihr Kommen und ebenso bei der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern für die Rundumgestaltung.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Mario Lindemann || Einer langjährigen Tradition folgend trafen sich die Kollegen der ehemaligen Innung Chemnitz auch in diesem Jahr am ersten Arbeitstag, um im Einkaufszentrum „Chemnitz Center“ den Kunden ein gesundes neues Jahr zu wünschen und kleine Präsente zu überreichen. Als Dank erhielten sie Einkaufschecks, die sie wieder für wohltätige Zwecke spendeten. Diesmal wurden Einkaufschecks im Wert von 1.000 Euro der Station für krebskranke Kinder im Klinikum Chemnitz und dem Elternverein für krebskranke Kinder übergeben. Gerne wollten sie die Kinder auf der Station im Klinikum besuchen. Dies war aber auf Grund von mehreren akuten Krankheitsfällen auf der Station und der Gefahr, dass Keime eingetragen werden können, nicht möglich. Die Schornsteinfeger wünschten allen kranken Kindern auf der Station viel Kraft und guten Genesungsverlauf.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

JK || Am 11. Mai fand in Parchim die „Step to Future“-Berufsorientierungsmesse statt. 58 Aussteller stellten ihre Berufe den ca. 500 Jugendlichen aus dem Altkreis Parchim vor. Die Jugendlichen wurden durch die Schulen mit Bussen gebracht um sich über die verschiedenen Berufe zu informieren. Von der Bundesagentur für Arbeit aus dem Landkreis Ludwigslust und Parchim wurden zusätzlich noch Flüchtlinge und U35-Jährige zur Berufsorientierungsmesse gebracht um den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Für die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hat sich der Kollege Mario Müller bereit erklärt, einen Stand zu betreuen und den Beruf des Schornsteinfegers vorzustellen. Unterstützt wurde er von seinem Auszubildenden Hannes Hinzpeter, dem Gesellen Andy Kähler und Azubi Tom Schätz aus dem Schornsteinfegerbetrieb Alexander Stutz.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Hannover, Juni 2017 (PRG) – Etwa die Hälfte aller Eigenheime in Deutschland wird aus Kostengründen ohne Keller gebaut – Tendenz zunehmend. Daraus leiten sich Planungskonsequenzen ab. Das betrifft auch den Schornstein. Endet er im Erdgeschoss, zumeist im Wohnraum, sollte der Kondensatabfluss genau sowie vor allem rechtzeitig geplant werden. Da bei außergewöhnlich starken Niederschlägen auch Regenwasser in den Schornstein dringen kann, wird dieses auf gleichem Wege abgeführt.
Um Feuchteschäden auszuschließen, hat Wienerberger den vorproduzierten Fertigfuß für das Kamtec-Schornsteinsystem LASW und die Ausführung ISS in Leichtbeton optimiert: Der Ablauf des Wassers ist universell planbar, alternativ kann ein Behälter eingestellt werden. Diese Lösung wurde möglich durch die Zweiteilung der Blende – mit einer Öffnung zur Revision und einer für den Kondensatablauf. Gemäß den Anforderungen der EnEV an die Winddichtigkeit der Gebäude sind beide Metallklappen Blower-Door-dicht konstruiert.
Zwei Varianten der
Kondensatabführung
Darf die Feuchtigkeit ins öffentliche Kanalnetz abgeleitet werden, übernimmt dies ein Ablaufset, das im unteren Fußbereich in einen Stutzen verrohrt wird. Montagefreundlich vorkonfektioniert, gehören ein flexibler Kunststoffschlauch sowie als Standard das HT-Anschlussstück mit einem ebenfalls Blower-Door-dichten Adapter dazu. Beide werden in handelsüblichen Größen mitgeliefert. Während der Adapter mit 100 Millimetern Durchmesser auf gängige Muffen von Entwässerungsrohren passt, verfügt das sich nach oben verjüngende Teil des HT-Ablaufsets über einen Durchmesser von 50 Millimetern. Die Gesamthöhe einschließlich Muffe ist auf den Fertigfuß abgestimmt; beide Teile sind sofort steckfähig.
Lassen wasserrechtliche Vorschriften und die Satzung des Entsorgers diese Möglichkeit nicht zu, empfiehlt sich der Einsatz eines geschlossenen Auffangbehälters. Dazu wird das flexible Rohr in der Öffnung eines Kanisters fixiert. Dieser ist auf die Größe des Fußes zugeschnitten und wird dort hinter der unteren Metallblende eingestellt.
Die Zweiteilung der Türen für die Reinigung und den Kondensatablauf ermöglicht eine zum jeweiligen Bauvorhaben passende Lösung zur Abführung der Feuchte.
Option für
Nachrüstmöglichkeiten
Schornsteine machen nur ein bis zwei Prozent der Gesamtbaukosten aus. Wird der Rohbau erstellt, sollte die Entscheidung dafür jedoch gefallen sein – selbst wenn erst Jahre später Kamin oder Kachelofen aufgestellt werden. Es gibt ein- und zweizügige Systeme. Letztere sind für die Hauptheizung und eine separate Feuerstätte ausgelegt. Ein mittig angeordneter Multifunktionsschacht bietet die Option auf Nachrüstmöglichkeiten für Photovoltaik-, Solarthermie- oder Lüftungsleitungen. Kamtec-Schornsteinsysteme stellen nicht nur eine optisch ansprechende Lösung dar; sie ermöglichen Unabhängigkeit von Strom, Öl und Gas, erhöhen die Lebensqualität und steigern den Wert der Immobilie.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

RS || In diesem Jahr wurde in Thüringen eine außerordentliche Innungsversammlung durchgeführt, da unser langjähriger Vorstand Kasse Ralf Göring aus gesundheitlichen Gründen das Ehrenamt nicht mehr ausführen kann. Für die langjährige hervorragende Zusammenarbeit und Unterstützung dankt der Innungsvorstand mit ganzem Herzen. Des Weiteren wurden zu diesem Anlass für die Innung wichtige Beschlüsse gefasst und die Wahl eines neuen Vorstandes Kasse durchgeführt. Die Entscheidung fiel einstimmig auf Olaf Breitlauch, der die Wahl annahm. Die Nachwahl eines weiteren Arbeitgebervertreters für die Arbeit im Gesellenprüfungsausschuss musste vollzogen werden, damit eine paritätische Besetzung gewahrt werden kann. Hier wurde Lars Bauer als viertes Mitglied gewählt.
Im Anschluss an die Veranstaltung konnte die Zeit für eine Informationsveranstaltung der Innung genutzt werden. Hier trugen die Vorstände Bildung, Technik und der Landesinnungsobermeister aktuelle Themen und Neuerungen vor.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

Stefan Schulze || Am 14. 06. 2017 wurde in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks in Doberschütz ein Seminar für die Unterweisenden der Überbetrieblichen Ausbildung durchgeführt. In diesem Jahr stand die Ausbildung der Unterweisenden zum „betrieblichen Ersthelfer“ im Fokus des Seminars. Detlef Funke vom DRK Eilenburg erläuterte die Grundsätze der Ersten Hilfe und führte Praxisübungen zur Wundversorgung, Herzdruckmassage und Beatmung durch. Des Weiteren wurden wichtige Sofortmaßnahmen bei verschiedensten Schädigungen des menschlichen Körpers erklärt.
Im Anschluss an das Seminar wurde gemeinsam mit dem Schulleiter Stefan Schulze das zurückliegende ÜBA-Schuljahr ausgewertet und die kommenden Lehrgänge vorbereitet. Die in den letzten Jahren stetig gestiegenen Lehrlingszahlen lassen die Anzahl der jährlich stattfindenden Lehrgänge ebenfalls ansteigen. Während im Jahr 2014/2015 noch 35 Wochen Überbetriebliche Ausbildung durchgeführt worden, so sind es im Ausbildungsjahr 2016/2017 bereits 39 Wochen gewesen. Für das neue Schuljahr wird abhängig vom neuen Ausbildungsjahr mit einem weiteren Anstieg der durchzuführenden Lehrgänge gerechnet. Dies fordert allen Unterweisenden zusätzliche Einsatzbereitschaft ab, erklärte der Schulleiter und bedankte sich für die zuverlässige Zusammenarbeit im zurückliegenden Schuljahr.

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

DB || Als im Jahre 2015 der Pressewart des LIV, Daniel Börner, den Mitgliedern der Schornsteinfeger-Innungen in Sachsen-Anhalt die Idee für eine Imagekampagne für das Schornsteinfegerhandwerk präsentierte, waren doch einige Kollegen dabei, die der Sache skeptisch gegenüber standen. Schließlich war geplant, für drei Jahre jeweils 300,– € netto von den Mitgliedern zur Finanzierung der Kampagne einzusammeln. Inzwischen hat die Kampagne jedoch für massiv positive Resonanz gesorgt. Zum Beispiel die Tatsache, dass alle Innungsschornsteinfeger im Land CO2-neutral zum Kunden fahren (CO2OL-Projekt) sorgte für ein gewaltiges Medieninteresse. Mittlerweile sind diesem Beispiel von Sachsen-Anhalt bereits drei weitere Bundesländer gefolgt. Erreicht wird diese umweltschonende Fahrweise durch die Unterstützung des Erhalts und der Aufforstung von Regenwäldern.
Dieses CO2OL-Projekt ist allerdings nur ein kleiner Teil der Kampagne. So wurde ein Teil des Budgets in eine Radiowerbung investiert. Die extra für diese Aktion erstellten Werbespots kamen bei den Hörern sehr gut an (auf der Kampagnenwebseite kann man sich die Spots jederzeit anhören). Der größte Teil des Budgets wird für vielfältige Werbemaßnahmen verwendet. So wurden z. B. Seitenscheibenplakate in verschiedenen Bahn- und Buslinien in den Zentren des Landes verklebt, Plakate an den Haltestellen der Harzer Schmalspurbahnen angebracht, City-Cards landesweit verteilt u. v. m.
Außerdem wurde ein neuer Messestand angeschafft, der mit den Kampagnenlogos versehen ist. So kann auf verschiedenen Messen und Ausstellungen für die Aktion geworben werden. Als Gedächtnisstütze für interessierte Kunden gibt es verschiedene „Give Aways“, wie Stofftaschen, Kugelschreiber, kleine Schornsteinfeger und Infomaterialien, die den Messebesuchern mitgegeben werden können.
Als erste messbare Auswirkungen der Kampagne stiegen bereits zum Ende des Startjahres 2016 die Lehrlingszahlen deutlich an. So konnten in Sachsen-Anhalt, entgegen dem bundesweiten Trend, die Lehrlingszahlen fast verdreifacht werden. Das spricht deutlich für den Erfolg der Werbemaßnahmen, deren Inhalte zum großen Teil der Nachwuchsgewinnung gewidmet sind.
Für die nächsten Monate sind noch weitere tolle Projekte geplant. So soll z. B. speziell die Überprüfung von raumlufttechnischen Anlagen beworben werden. Diese Lüftungsanlagen in neuen Wohngebäuden können mit zunehmender Verschmutzung zu Brutstätten für Schimmel und Krankheitserreger werden, welche dann über die Anlage im ganzen Haus verteilt werden. Hier könnte sich ein weiteres Betätigungsfeld für die Schornsteinfeger entwickeln. Schließlich gehören die Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen schon lange zum Berufsbild des Schornsteinfegers.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Mitgliedern der Schornsteinfeger-Innungen in Sachsen-Anhalt für ihre Unterstützung und Weitsicht. Durch diese Geschlossenheit und Innungsstärke bekommen wir für ein vergleichsweise geringes Budget eine professionelle Werbekampagne, die für den Einzelbetrieb so wohl nie zu realisieren wäre.
Infos unter:
www.wirliebenihrzuhause.de
www.ichwillhochhinaus.de
https://www.facebook.com/
ausbildungschornsteinfegerhandwerk

Ausgabe: 104 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 104 - 02/2017 )

DB || Bereits zum 27. Mal fand die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung im Kammerbezirk Halle im Rahmen der Infoveranstaltung in Allrode statt. Besonderer Tagesordnungspunkt war in diesem Jahr die Nachwahl des stellvertretenden Obermeisters. Es stellten sich insgesamt vier Kandidaten dem Votum der Mitglieder. Am Ende konnte sich Kollege Lars Hermann aus Teutschenthal durchsetzen. Lars Hermann ist 40 Jahre alt und seit dem 01. 04. 2014 als Schornsteinfeger selbständig. Die Nachwahl wurde erforderlich, da unser langjähriges Innungsmitglied Christian Plettner in die Altmark gewechselt ist und somit unsere Innung verlassen musste. Mit Christian Plettner verliert die Innung ein ehrenamtlich äußerst engagiertes Mitglied. Neben seiner Position als stellvertretender Obermeister war Herr Plettner unter anderem als Dozent im Schulverein und als Meisterprüfungsausschussmitglied tätig. Darüber hinaus war er als Geschäftsführer der GFI Anhalt Süd GmbH vielen Marktpartnern bekannt. Auf Christian Plettner war immer Verlass. Wenn „Not am Mann“ war, stand Christian zur Stelle. Wir wünschen Christian Plettner und Lars Hermann in ihren neuen Wirkungsbereichen viel Erfolg.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

Wöhler A 550 Abgasmessgerät

Ein Alltag ohne Smartphone ist für viele kaum noch vorstellbar. Für den Schornsteinfeger ist es daher praktisch, wenn er sein Handy auch nutzen kann, um seine Messdaten einzusehen und zu verwalten. Das ermöglicht die kostenlose Wöhler A 550 Mess-App.
Die App wird einfach aus dem Google Play Store auf ein mobiles Android-Endgerät geladen. Nach Aufrufen der App verbindet sich das Smartphone oder Tablet dann über die Bluetooth-Schnittstelle mit dem Wöhler A 550 Abgasmessgerät. Während der Messung hat der Nutzer unterschiedliche Möglichkeiten, die Daten anzusehen und zu bearbeiten: Nach Tippen auf den Betriebsmodus „Abgasmessung“ kann er die Messdaten als Grafik oder numerisch auf seinem Smartphone einsehen und gegebenenfalls speichern. Dabei wählt der Nutzer unter vier unterschiedlichen Dateiformaten. Anschließend öffnet sich automatisch ein E-Mail-Programm. Hier kann der Schornsteinfeger eine Mail-Adresse, z. B. die seines Büros, voreinstellen, sodass die Daten beim Speichern grundsätzlich dorthin gesendet werden.
Eine zweite Möglichkeit bietet der Betriebsmodus „Kehrbezirksverwaltungsprogramm“, bei dem die Wöhler App als Datenschnittstelle dient. In diesem Fall führt der Benutzer die Messung wie gewohnt mit dem Wöhler A 550 durch. Beim Speichern überträgt das Messgerät die Daten dann direkt in das Kehrbezirksverwaltungsprogramm. Das spart Zeit, denn die Eingabe der Daten im Büro entfällt.
Besonders komfortabel lassen sich die Messdaten ebenfalls mit der Wöhler A 550 PC-Software verwalten, auswerten und in ein Kehrbezirksverwaltungsprogramm exportieren. Zusätzlich bietet die Software dem Schornsteinfeger die Möglichkeit, ein Firmware-Update in Minutenschnelle auf das Gerät zu laden, um so immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

Daniel Tönnigs || Vom 01.–03. 03. 2017 fand in den Räumen des Schulvereins in Doberschütz die diesjährige Zwischenprüfung der Azubis aus Sachsen-Anhalt statt. In diesem Jahr nahmen 10 Lehrlinge an der Prüfung teil.
Neun Lehrlinge haben die Zwischenprüfung bestanden. In der Kurzauswertung im Anschluss an die Prüfung konnten den mitgereisten Lehrmeistern und Lehrgesellen wertvolle Tipps für die Gestaltung der weiteren Ausbildung gegeben werden. So wurden vom Prüfungsausschuss beispielsweise Hinweise zur verwendeten Werkzeugauswahl, Kenntnisse über den Feuerstättenaufbau, über das strukturierte Arbeiten und Verbesserung der Kundengespräche gegeben.
Besonderes Augenmerk wurde in diesem Jahr auf die Führung der Ausbildungsnachweise gelegt. Viele Auszubildende sehen in der Anfertigung der Ausbildungsnachweise nur ein notwendiges Übel und haben den Hintergrund eines fundierten, selbst angelegten Nachschlagewerks noch nicht verinnerlicht.
Im Rahmen der nächsten Lehrmeisterversammlung erfolgt dann noch eine individuelle Auswertung des Lernfortschritts der Azubis. Die Einladungen hierzu sind den Ausbildern bereits zugegangen.
Wir wünschen den Auszubildenden für die weitere Lehrzeit abwechslungsreiche Ausbildungstage, die vielleicht auch mit Betriebspraktikas in benachbarten Schornsteinfegerbetrieben angereichert werden können.
An dieser Stelle möchte ich allen Ausbildungsbetrieben für ihre Bereitschaft zur Ausbildung und den Prüfern für ihre geleistete Arbeit danken.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

Foto: Anja Gildemeister || Die Handwerkskammer Magdeburg hat Obermeisterinnen und Obermeister aus dem Amt verabschiedet und neue Obermeister in das Amt eingeführt.
„In der Handwerksorganisation ist der Beitrag der Ehrenamtlichen absolut unverzichtbar. Viel Kraft und Zeit sind erforderlich, um die Aufgaben eines Obermeisters zu erfüllen. Viele üben dieses Ehrenamt über Jahre und Jahrzehnte mit vollem Einsatz aus. Umso mehr muss man ihr Engagement würdigen“, sagte Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer während der Meisterfeier am 11. März in Magdeburg.
Aus dem Amt verabschiedet wurden:
Rainer Riemenschneider
Innung Bäcker, Sitz Wernigerode;
Jutta Schütze
Bauhandwerks-Innung Altmarkkreis Salzwedel;
Stefan Gehring
Kürschner-Innung Sachsen-Anhalt.
In das Amt eingeführt wurden:
Ulrich Werner
Innung Bäcker, Sitz Wernigerode;
Olaf Krägermann
Schornsteinfegerinnung Altmark;
Thomas Stelle
Zimmerer-Innung Stendal.
Die Obermeister sind die Vorsitzenden der Innungen. Ehrenamtlich vertreten sie die Interessen der einzelnen Gewerke in ihrer Region. Im Handwerkskammerbezirk Magdeburg gibt es derzeit 106 Innungen.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

Rund 330.000 verkaufte Feuerstätten – Geräteaustausch entwickelt sich positiv

Die Zahl der verkauften Feuerstätten in Deutschland ist 2016 auf 333.000 Geräte und damit um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Diese Absatzzahlen für den deutschen Markt nannte jetzt der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V., der die Gerätehersteller vertritt, in Frankfurt. Insgesamt lodern rund 10 Millionen Feuerstätten – zu denen Kamin- und Kachelöfen, Heizkamine, Pelletöfen und Kochherde zählen – in deutschen Haushalten.
Während sich der Absatz von Heiz- und Kamineinsätzen im vergangenen Jahr von 56.000 auf 59.000 Stück erhöhte, sank die Zahl der verkauften Kochherde geringfügig auf 15.000 und die der Pellet-Einzelöfen auf 21.000 Exemplare. Mit rund 70 Prozent aller verkauften Geräte stellten Kaminöfen weiterhin den Löwenanteil, deren Absatz von 267.000 auf 238.000 Stück gesunken ist.
Gut für die Umwelt: Geräteaustausch entwickelt sich positiv
Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt entwickelten sich die Absatzzahlen in den Monaten Dezember 2016 und Januar 2017 hingegen positiv. Eine kalte Witterungsphase führt stets zu höheren Verkaufszahlen, so die Erfahrung des HKI. Insbesondere an trüben, nasskalten Abenden gibt es nicht gemütlicheres als ein flackerndes, wärmendes Kaminfeuer. Zudem schätzen die Verbraucher die Unabhängigkeit von Importenergien. Holz ist ein regenerativer und regional verfügbarer Brennstoff.
Außerdem wirkt sich die nächste Stufe der „ersten Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1. BImSchV)“ stimulierend auf den Absatz aus. Aufgrund der verschärften Anforderungen der 2. Stufe der 1. BImSchV müssen bis Ende 2017 alle alten Kaminöfen, Kachelofeneinsätze sowie Heizkamine mit einer Typprüfung vor dem 1. Januar 1985 stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden, wenn sie die vorgegebenen Grenzwerte nicht erfüllen. Zu diesem Zeitpunkt sind die Geräte über 30 Jahre alt und haben ausgedient.
„Nach brancheninternen Einschätzungen sind mehr als 75 Prozent der verkauften Feuerstätten Ersatzgeräte für veraltete Anlagen“, so Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI. „In diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die Entscheidung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, dass der Betrieb von modernen Feuerstätten in Stuttgart uneingeschränkt erlaubt ist.“
Moderne Geräte sind so konstruiert, das Holz emissionsarm verbrennt. Sie setzen bis zu 85 Prozent weniger Emissionen frei als ihre Vorgänger aus den Sechziger- und Siebzigerjahren. Bei diesen Geräten stehen somit Atmosphäre, Wirtschaftlichkeit und der Umweltgedanke im Einklang, sodass bei einem konsequenten Austausch veralteter Feuerstätten enorme Fortschritte bei der Luftreinhaltung erzielt werden können. Daher rechnet der HKI auch für die kommende Saison mit einem stabilen Austauschgeschäft.
Weitere Informationen dazu im Internet unter www.ratgeber-ofen.de.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

BD || Am 6. Februar 2017 wurde der bisherige Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Chemnitz, Herr Schornsteinfegermeister Günter Rehn, mit dem Ehrenzeichen für Verdienste um das Handwerk in Gold durch die Handwerkskammer Chemnitz während des traditionellen Neujahrsempfangs in der Stadthalle Chemnitz ausgezeichnet.
Gleich nach seiner Meisterprüfung im Jahr 1979 absolvierte Günter Rehn an der Kammer der Technik der DDR erfolgreich einen Lehrgang zum Konstrukteur und war anschließend Mitglied im Ausschuss der Kammer. Schon seit Anfang der 80er Jahre förderte er den beruflichen Nachwuchs als Dozent für die Meisterausbildung im Schornsteinfegerhandwerk.
Anfang 1990 wählten ihn seine Berufskollegen in den Vorstand der Schornsteinfegerinnung Chemnitz. Dort bekleidete er das Ehrenamt als Technischer Innungswart. Im Jahr 2002 erhielt Günter Rehn das Vertrauen als Innungsobermeister. Ebenfalls im Jahr 2002 wurde er zum stellvertretenden Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes Sachsen gewählt. Dieses Amt hatte er zehn Jahre inne. Dabei gestaltete er den Übergang seines Handwerks zum innerberuflichen Wettbewerb unter den neuen rechtlichen Voraussetzungen aktiv mit.
Seine Besonnenheit und seine große Fachkenntnis prädestinierten ihn ebenso für das Ehrenamt als Sachverständigen der Handwerkskammer Chemnitz. Als Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer war Günter Rehn nicht nur als „Schwarzer Mann“ ein echter Glücksbringer, sondern er engagierte sich mit guten Ideen in der Legislaturperiode von 2006 bis 2010 und war Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss der Vollversammlung. Ebenso war er im Prüfungsausschuss für Gebäude-Energieberater aktiv.
Die Kollegen der Innung Sachsen gratulieren ihm zu dieser Auszeichnung und wünschen ihm weiterhin Glück, Gesundheit und Schaffenskraft.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

DB || Am 01. Februar 2017 war Frau Mahrenholz 20 Jahre als Sekretärin in der Schornsteinfegerinnung Halle beschäftigt. In den vielen Jahren hat sie sich zur festen Größe im Innungsleben entwickelt und ist aus dem Tagesgeschäft nicht mehr wegzudenken. Für die Innungsmitglieder ist Frau Mahrenholz meist der erste Ansprechpartner und oftmals kann sie die Anfragen abschließend bearbeiten. Wir danken Frau Mahrenholz für ihre jahrelange Unterstützung und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Ausgabe: 103 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 103 - 01/2017 )

BD || Die 20. Mitteldeutsche Handwerksmesse fand in diesem Jahr vom 11. bis 19. Februar in der neuen Messe Leipzig statt. Zusammen mit der gleichzeitig stattfindenden Messe für Haus Garten Freizeit lockte sie in diesem Jahr 181.400 Besucher an. Damit ist sie eine der besucherstärksten Publikumsveranstaltungen in Deutschland.
Auch das Schornsteinfegerhandwerk ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Messe. Am Messestand der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. fanden in den neun Messetagen fast 1.000 Beratungen statt. Selten werden die Schornsteinfeger dabei nach ihren Dienstleistungen gefragt. In der Regel werden diese gleich in Anspruch genommen. Nach wie vor ist die produktneutrale Beratung durch den Schornsteinfeger als Erstes gefragt. Die am Messestand vorhandenen Feuerstätten sind in der Regel der Ausgangspunkt für Fragen der Messebesucher. Dabei ist zu bemerken, dass die Außerbetriebnahme bzw. der Ersatz alter Kohle-Heizkessel voran schreitet. Diesbezügliche Fragen nach Übergangsfristen, Grenzwerten, Aufstellbedingungen usw. haben spürbar nachgelassen.
Ungebrochen scheint jedoch die Nachfrage nach Einzelraumfeuerstätten als Zusatz zur Zentralheizung zu sein. Mittlerweile scheint sich herumgesprochen zu haben, dass hier bestimmte Abstände von Abgasanlagen zu Lüftungsöffnungen einzuhalten sind. Entsprechend häufig fragen Messebesucher am Stand danach. Nachbarschaftsbeschwerden über Rauchbelästigungen sind ein weiteres langanhaltendes Thema. Hier wünschen sich viele Standbesucher, dass der Schornsteinfeger mehr Befugnisse bei der Aufdeckung des Missbrauchs von Feuerstätten hätte. Auch wenn nach wie vor der Wettbewerb unter den Schornsteinfegern durch die Grundstückseigentümer gut genutzt wird, gilt der Schornsteinfeger in der Regel als neutrale Institution, bei der man sich Rat und Unterstützung holt.
Fragen nach Energieeinsparung und Labeling von Feuerstätten hielten sich in diesem Jahr eher in Grenzen. Technische Auskünfte standen im Vordergrund. Hier gibt es besonders Verunsicherungen beim gleichzeitigen Betrieb von Feuerstätten und luftabsaugenden Einrichtungen. Oft erfahren die Bauherren erst vom Schornsteinfeger, dass mit einer Verbrennungsluftversorgung von außen nicht alle Probleme gelöst werden können.
Weitere Fragen drehen sich um den An- oder Einbau von zusätzlichen Schornsteinen bzw. Abgassystemen. Häufiger fragen die Messebesucher nun auch nach Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in unserem Handwerk. Infomaterial und der Image-Film unserer Bildungsstätte locken immer wieder Familien an den Messestand, die sich dann über den beruflichen Werdegang im Schornsteinfegerhandwerk informieren.
Ohne Frage haben an den neun Messetagen hunderte kleine Glücksschornsteinfeger ein neues Zuhause gefunden. Das Interesse an den kleinen Glücksbringern ist immer sehr groß, offensichtlich das Vertrauen in die großen Glücksbringer auch. Denn auch diese Messe hat wieder bestätigt, dass die Schornsteinfeger gut angesehen sind und ihr fachlicher Rat gefragt ist.

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JK || Unsere Vorstandskollegen Stefanie Lehmann (Landesberufsbildungswart) und Enrico Medved (Lehrlingswart) haben die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern am 21. Januar 2017 auf dem „Tag der offenen Tür“ der Handwerkskammer Schwerin im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) vertreten und den interessierten Besuchern den Beruf des Schornsteinfegers näher gebracht sowie Mess- und Prüfgeräte vorgestellt und erläutert.

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JK || Der Landesinnungsmeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern überreichte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel einen Schornsteinfeger-Kalender anlässlich ihrer Nominierung als Direktkandidatin der CDU im Wahlkreis Vorpommern-Rügen/Greifswald in Grimmen und wünschte ihr viel Glück für das neue Jahr.

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BD || Nach erfolgreicher Fusion der fünf sächsischen Schornsteinfegerinnungen zur Innung Sachsen am 10. Januar 2017 erfolgte nun die Bildung des Gesellenausschusses der Innung gemäß § 58 der Innungssatzung. Die Innung hatte deshalb alle Gesellen, die in einem Innungsbetrieb in Sachsen arbeiten, über ihre Betriebe zu einer Wahlveranstaltung eingeladen. Diese fand am 15. März 2017 im Center Hotel „Alte Spinnerei“ in Burgstädt bei Chemnitz statt.
Nach Eröffnung und Begrüßung der anwesenden Gesellen erläuterte Obermeister Gunar Thomas die Abschnitte der Satzung, die das Mitspracherecht der Gesellen über den Gesellenausschuss und den Ablauf der Wahl zum Ausschuss regeln. Die Anwesenden folgten daraufhin einstimmig dem Vorschlag der Innung, die anwesenden Vorstandsmitglieder mit der Durchführung der Wahl zu betrauen. Die Wahlleitung übernahm Obermeister Gunar Thomas. Als Stimmenzähler fungierten die beiden stellvertretenden Obermeister Thomas Zeitler und Mario Lindemann. Die Schriftführung übernahm Bernd Damisch. Zunächst konnte der Wahlleiter feststellen, dass 61 stimmberechtigte Gesellen anwesend waren. Da keine schriftlich eingereichten Wahlvorschläge vorlagen, wurden vom Wahlleiter zunächst Wahlvorschläge per Zuruf angenommen. Zur Wahl stellten sich demnach 9 Gesellen. Der Ausschuss umfasst allerdings lediglich drei Mitglieder und deren drei Stellvertreter, sodass mit 9 Kandidaten eine ausreichende Auswahl zur Verfügung stand.
Die Wahl fand verdeckt mit Stimmzetteln statt und hatte folgendes Ergebnis. Zu Mitgliedern des Gesellenausschusses wurden die Kollegen Lars Hochmuth (Innungsbetrieb Uwe Löser, Kreisgruppe Vogtlandkreis), Heiko Schumann (Innungsbetrieb Wolfram Böttger, Kreisgruppe Leipzig Land) und Markus Reddmann (Innungsbetrieb Hagen Grahle, Kreisgruppe Leipzig Land) gewählt. Zu deren Stellvertretern wurden die Kollegen Ronny Wappler (Innungsbetrieb Andrè Schulz, Kreisgruppe Vogtlandkreis), Freddy Hofmann (Innungsbetrieb Detlef Suchy, Kreisgruppe Leipzig Stadt) und Mario Gräfe (Innungsbetrieb Jens Berger, Kreisgruppe Leipzig Land) gewählt.
Im Anschluss an die Bekanntgabe des Wahlergebnisses setzten sich die Mitglieder und Stellvertreter des Ausschusses sofort zusammen und wählten ihre Vertreter bzw. Funktionen mit folgendem Ergebnis: Vorsitzender des Gesellenausschusses ist Kollege Lars Hochmuth, dessen Stellvertreter ist Kollege Heiko Schumann und Schriftführer des Ausschusses ist Kollege Markus Reddmann.
Der neu gebildete Ausschuss nahm nun die Glückwünsche der Innung zu seiner Wahl durch Obermeister Thomas entgegen. Dieser brachte den Wunsch der Innung nach einer harmonischen und erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Ausschuss zum Ausdruck. Vorsitzender Lars Hochmuth betonte, dass der Ausschuss für alle Gesellen gleichermaßen da ist. Damit schloss die Veranstaltung.

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BD || Am 10. Januar 2017 fusionierten die fünf sächsischen Schornsteinfegerinnungen zur Landesinnung Sachsen. Eine lange Vorbereitungszeit wurde schließlich von Erfolg gekrönt. Seit klar wurde, dass für die Zukunft des Schornsteinfegerhandwerks die Weichen neu gestellt werden, machten sich auch sächsische Kollegen Gedanken über eine effizientere und wirtschaftlichere Aufstellung ihrer Berufsorganisation. Die Zukunftssicherung des Handwerks hing davon ab.
Seit dem Jahr 2010 wurde im LIV Sachsen, im Auftrag der fünf sächsischen Schornsteinfegerinnungen, an einem Konzept für den Übergang zu einer Landesinnung gearbeitet. Damals noch unter dem heutigen Ehren-Landesinnungsmeister Hartmut Kettner begonnen und dann von seinem Nachfolger Gunar Thomas erfolgreich fortgesetzt, legte der LIV den Mitgliedern der Innungen Vorschläge zur Gestaltung der Satzung, der Organisationsstruktur, des Haushaltes und der Beitragsgestaltung vor. Gleichzeitig vollzog sich für die Kollegen der Übergang vom 100-%igen Bezirksschornsteinfegermeister zum Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk. Zusatzqualifizierungen und die Entwicklung eines betrieblichen Konzeptes für die Zukunft beschäftigten die Kollegen neben ihrer täglichen Arbeit. Dazu kam die Ausschreibung der meisten Kehrbezirke.
Wesentliche Veränderungen in der Berufsorganisation riefen deshalb eher Verunsicherungen bei den Kollegen hervor. Es ist also nicht verwunderlich, dass es etlicher Kreisgruppen- und Innungsversammlungen, Landesverbandstage und Klausurtagungen bedurfte um die Bereitschaft der Kollegen zu diesem wichtigen Schritt zu erlangen. Eigentums- und Vermögensverhältnisse mussten geklärt werden. Letzten Endes wollten die Kollegen genau wissen, worauf sie sich einlassen. Gerade für die langjährigen Mitglieder war die vertraute Innungsstruktur ein Garant für beruflichen Rückhalt geworden, auf den sie nicht verzichten wollten. Auf der anderen Seite war die finanzielle und personelle Situation der Innungen kaum noch vertretbar. Eine Fusion der fünf Innungen sollte hier Erleichterung schaffen. Gleichzeitig sollte der Anspruch an die Qualität der Innungsarbeit erhalten werden. Schließlich kam es darauf an, dass in allen fünf Innungen Beschlüsse zur Fusion mit den jeweils anderen vier Innungen herbeigeführt werden mussten.
Im Frühjahr 2016 war es dann so weit. Auch die zahlenmäßig stärkste Innung Chemnitz hatte den notwendigen Beschluss herbeigeführt. Nun waren alle Voraussetzungen geschaffen und die unmittelbaren Vorbereitungen für die Fusion konnten beginnen. Die Beschlüsse waren von den Kammern bestätigt worden. Nun konnte die Fusionsveranstaltung geplant werden. Die Wahl des Ortes sollte dem Anlass angemessen sein und fiel deshalb einstimmig auf das Internationale Congress Center in Dresden. Dort hatten Innungen und LIV bereits 2015 bei der Ausrichtung des Bundesverbandstages reichliche und gute Erfahrungen gesammelt. Der Zeitpunkt sollte wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll sein und fiel deshalb auf den 10. Januar 2017. Auch die Auflösung des LIV Sachsen musste vorher noch in die Wege geleitet und in einer besonderen Delegiertenversammlung beschlossen werden.
Als sich nun die Türen des Saales 3 im Congress Center am 10. Januar öffneten, waren die Erwartungen groß. Neben 193 Innungsmitgliedern waren zahlreiche Ehrengäste gekommen, um der historischen Versammlung beizuwohnen. Der Bundesverband wurde durch seinen Präsidenten Oswald Wilhelm, seinen Vorgänger Hans-Günter Beyerstedt, den ehemaligen Vorstand Finanzen Hans Ulrich Gula und den Geschäftsführer, Herrn RA Jens Torsten Arndt vertreten. Als Vertreter der Landesdirektion waren Frau Ulrike Czok und Frau Peggy Hetzner anwesend und die Handwerkskammer Dresden wurde von Frau Jana Müller aus der Rechtsabteilung vertreten. Für die Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. waren der Schulleiter Dipl.-Ing. (FH) Stefan Schulze und sein Vorgänger Dipl.-Päd. Hans Poltersdorf angereist. Als Ehrengäste waren neben vielen Alterskollegen die Ehrenlandesinnungsmeister Wolfgang Buschan und Hartmut Kettner sowie das Ehrenmitglied des LIV Sachsen Stefan Gralapp angereist.
Auf Vorschlag der angereisten Innungsmitglieder wurde zunächst der Kollege Gunar Thomas zum Versammlungsleiter bestellt. Zum vorläufigen Schriftführer wurde der Kollege Bernd Damisch bestellt. Zunächst galt es die fünf bisherigen Innungsvorstände zu entlasten. Die jeweiligen Kassenführer hatten das Finanzjahr 2016 abgeschlossen und die Revisionskommissionen die Kassenführung geprüft. Die jeweiligen Abschlussberichte wurden entsprechend vorgetragen und alle fünf Innungsvorstände konnten erfolgreich entlastet werden.
Im Anschluss stellte der Versammlungsleiter fest, dass 193 stimmberechtigte Kollegen anwesend waren. Da nun einige Entscheidungen getroffen werden mussten, berief die Versammlung vier Kollegen als Stimmenzähler für die notwendigen Abstimmungen bzw. Wahlvorgänge. Die erste Entscheidung der Mitglieder betraf den Entwurf der Satzung für die Schornsteinfeger-Innung Sachsen. Der Entwurf war allen Innungsmitgliedern mit der Einladung zugegangen. Nach kurzer Erläuterung zu den wesentlichsten Punkten durch den Versammlungsleiter und einer kleinen redaktionellen Änderung kam der Entwurf schließlich zur Abstimmung. 189 der anwesenden Innungsmitglieder stimmten schließlich für den Entwurf. Es gab keine Gegenstimmen. Damit war die Satzung als künftige Handlungsgrundlage der Innung angenommen.
Als Nächstes stand der Entwurf einer Haushalt- und Kassenordnung sowie des Haushaltplanes 2017 zur Debatte. Auch diese Entwürfe hatten die Innungsmitglieder bereits im Vorfeld mit der Einladung erhalten. Nach kurzer Aussprache wurde in die Haushalt- und Kassenordnung eine Betriebsmittelrücklage in Höhe von 100 % eines Jahreshaushaltes aufgenommen. Unter Einbeziehung dieser Ergänzung wurde über den Entwurf abgestimmt. 189 Kollegen stimmten dafür und zwei enthielten sich. Es gab keine Gegenstimmen. Für den Entwurf zum Haushaltplan 2017 stimmten schließlich 191 Kollegen. Es gab weder Gegenstimmen noch Stimmenthaltungen.
Als Nächstes galt es den Mitgliedsbeitrag festzulegen. Auch hier war den Kollegen bereits im Vorfeld ein entsprechender Vorschlag zugegangen. Schließlich einigte sich die Versammlung auf einen Grundbeitrag für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1.100,00 Euro. Dazu soll ein Zusatzbeitrag in Höhe von 1,97 % des Jahresbruttolohnes der handwerklichen Mitarbeiter der Mitgliedbetriebe erhoben werden. Mit diesem flexiblen Beitragsverfahren soll der unterschiedlichen wirtschaftlichen Leistungskraft der Betriebe Rechnung getragen werden. 185 Innungsmitglieder stimmten schließlich dafür. Auch hier gab es weder Gegenstimmen noch Stimmenthaltungen. Damit waren die Voraussetzungen geschaffen worden, die für die Arbeit des neuen Vorstands und der Ausschüsse gebraucht wurden. Diese mussten allerdings erst noch gewählt werden.
Um die Wahlen des Vorstandes und der Ausschüsse vornehmen zu können, musste zunächst der älteste anwesende Kollege festgestellt werden. Als an Lebensjahren ältester anwesender Kollege wurde Roland Liebscher aus der Kreisgruppe Bautzen festgestellt. Dieser leitete die Wahl des Innungsobermeisters. Alle weiteren Wahlvorgänge fanden unter der Leitung des neuen Innungsobermeisters statt. Die Mitglieder der Innungen waren bereits vorher zur Abgabe von Wahlvorschlägen aufgerufen worden. Dies war auch zum Teil erfolgt. Jedoch waren nicht alle Kandidaten vorher zu ihrem Einverständnis befragt, sondern durch Kollegen einfach vorgeschlagen worden. Während nun einige Kandidaten ihre Kandidatur zurückzogen, wurden noch weitere Vorschläge für die einzelnen Bereiche gemacht. Dadurch verzögerte sich der Wahlprozess und forderte von den Anwesenden Disziplin und Geduld.
Als einziger Kandidat und mit absoluter Mehrheit wurde Gunar Thomas zum ersten Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Sachsen gewählt. Da der Obermeister immer nur aus dem Bezirk einer Handwerkskammer des Landes kommen kann, war für die beiden anderen Kammerbezirke jeweils ein stellvertretender Obermeister zu wählen. Die Wahl fiel für den Bereich des Kammerbezirks Leipzig auf den Kollegen Thomas Zeitler und für den Bereich des Kammerbezirks Chemnitz auf den Kollegen Mario Lindemann. Für den Bereich der Berufsbildung wurde der Kollege Heiko Hirsch zum Berufsbildungswart der Innung gewählt. Ihm stehen als Berufsbildungsausschuss die Kollegen Owe Nitzsche und Hagen Grahle bzw. deren Stellvertreter Lars Seidel und Steffen Wittek zur Seite. Zum technischen Innungswart wurde der Kollege Dietrich Leonhardt gewählt. Sein technischer Ausschuss besteht aus den Kollegen Marco Gralapp und Holm Schreiber bzw. deren Stellvertreter Gerold Kny und Ringo Rau. Zum Kassenführer wurde der Kollege Olaf Lugk gewählt. Als Rechnungs- und Kassenprüfungsausschuss fungieren nun die Kollegen Ralf Jakowatz und Michael Bitterlich, bzw. deren Stellvertreter Lutz Wagner und Andrè Schmidt. Schriftführer und Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit wurde der Kollege Bernd Damisch.
Da bereits in vier der fünf Innungen eine Unterstützungskasse für Hinterbliebene bestand, sollte es auch für die fusionierte Innung eine solche Kasse geben. Der Entwurf einer entsprechenden Nebensatzung war ebenfalls im Vorfeld beraten und an die Mitglieder verschickt worden. In der Diskussion stellte sich jedoch heraus, dass die Ansichten der Kollegen über die Handhabung der Kasse auseinander gehen. Eine Entscheidung darüber wurde deshalb auf die 2. Innungsversammlung der neuen Innung verschoben.
Während der Versammlung wurde aber nicht nur gewählt und entschieden, sondern auch geehrt. Kollege Wolfgang Matteg wurde für seine Verdienste als Landesbildungswart und Verantwortlicher für das Umwelt- und Qualitätsmanagement im LIV Sachsen zum Ehrenmitglied der Schornsteinfeger-Innung Sachsen ernannt. Kollege Klaus Peter Pfeifer wurde für seine Verdienste als Prüfstandleiter des Messgeräteprüfstandes des LIV Sachsen geehrt. Der Kollege Uwe Berger erhielt eine Ehrung für seine Verdienste als technischer Landesinnungswart im LIV Sachsen. Die Mitglieder der ehemaligen Innung Dresden danken dem Kollegen Gunar Thomas für seine Verdienste als Obermeister der Innung. Ebenso danken die Mitglieder des Vorstands des ehemaligen LIV Sachsen dem Kollegen Gunar Thomas für seine Verdienste als Landesinnungsmeister. Der ehemalige Obermeister der Innung Zwickau überreicht der neu gebildeten Landesinnung ein Erinnerungsfoto mit den Mitgliedern der Innung Zwickau. Den Abschluss der Ehrungen bildete die Übergabe des goldenen Zylinders an die Innung durch den ehemaligen Obermeister der Innung Chemnitz Günter Rehn. Der Zylinder war in der Vergangenheit von den veranstaltenden Innungen der jeweiligen Landesverbandstage als Symbol der Verbundenheit weitergegeben worden.
Im Rahmen der Veranstaltung konnte auch der Kollege Alexander Scholz aus dem Erzgebirgskreis als neues Mitglied in die Innung aufgenommen werden. Zum Abschluss der Veranstaltung wendet sich der Präsident des Zentralinnungsverbandes, Kollege Oswald Wilhelm, mit einer Grußadresse an die Mitgliederversammlung. Dabei betont er, dass nur eine schlagkräftige Berufsorganisation die notwendigen Dinge zur Förderung des Berufsstandes anstoßen kann. Ohne entsprechende Lobby wären Gesetzesänderungen, die Anpassung von Verordnungen und die Berufsausbildung nicht möglich. Zur Weiterführung dieser Bemühungen wäre eine starke Innung nötig. Besonders wenn man Bestrebungen innerhalb des Klimaschutzplanes der Bundesregierung betrachtet, müsse einem klar werden, dass neue Aufgaben und Bereiche nur mit gut ausgebildeten Kollegen bewältigt werden können.
Da Mut und Respekt für die Bündelung der Kräfte nötig wäre, dankt er an dieser Stelle für den Weitblick der Innungsmitglieder in Sachsen. Nun wünsche er sich, dass die neue Innung auch gelebt wird. Im Vordergrund stünden für unseren Beruf nach wie vor die traditionellen Aufgaben des Handwerks. Dafür sei die Erhaltung der Neutralität wichtig. Unter Wahrung dieser Voraussetzungen bestünden gute Chancen, vom Staat auch in künftige Aufgaben eingebunden zu werden.

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Fachausstellung für Landwirtschaft und Ernährung

JK || Vom 15. bis 17. September war es wieder so weit. In Mühlengeez fand die alljährliche „MeLa“ statt. Im Terminkalender der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern steht diese Messe seit den letzten Jahren immer dick und fett drin. Die Reichweite mit über 70.000 Gästen ist bei dieser Ausstellung enorm und unser Stand wird immer gut besucht und viele Fragen rund um die Beheizung mit fossilen Brennstoffen gestellt. 739 Aussteller und 300 Tierzüchter waren in diesem Jahr vertreten und etliche Gäste aus Politik und Verbänden.
Ein Dankeschön an die Standbetreuung durch die vielen Innungskollegen und unsere Sekretärin Frau Böckmann.

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DB || Am 10. 11. 2016 fand wie gewohnt die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Altmark in Winterfeld statt.
Neben den regulären Abläufen der Versammlung stand in diesem Jahr ein besonderer Tagespunkt auf der Tagesordnung. Die Wahl des neuen Obermeisters. Der derzeitige Innungsobermeister Reinhard Wegner hatte bereits im Vorfeld angekündigt den Posten des Obermeisters zur Verfügung zu stellen und nicht mehr für diesen zu kandidieren.
Reinhard Wegner, der die Geschicke der Innung Altmark bereits 5 Jahre als stellvertretender Obermeister sowie 5 Jahre als Obermeister leitete, war bei den Kolleginnen und Kollegen stets beliebt und konnte durch seine ruhige Art in seiner Amtszeit vieles für den Berufstand bewegen. Wegner wird zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand gehen, zu dem wir ihm alles Gute wünschen.
Zur Wahl des neuen Obermeisters stellte sich der Kollege Olaf Krägermann. Der 50-jährige, welcher im Bereich Diesdorf und Umgebung seinen Arbeitsbereich hat, wurde mehrheitlich zum neuen Obermeister gewählt und nahm die Wahl dankend an. Gleichzeitig wurde der scheidende Obermeister Reinhard Wegner zum Ehrenobermeister vorgeschlagen und gewählt.
Zu den ersten Gratulanten gehörten die Kollegen aus den Vorstand sowie der LIM Torsten Kiel, stellv. LIM und Obermeister aus Halle Daniel Börner, Obermeister Innung Magdeburg Frank Buchholz sowie viele Kolleginnen und Kollegen aus der Innung Altmark.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

RS || „Bitte lächeln!“, so hieß es am Stand der Schornsteinfeger zum diesjährigen „Forum Berufsstart“ am 16. und 17. November 2016 in Erfurt. Mit einem mobilen Fotoautomaten waren die schwarzen Männer und Frauen der Magnet der Handwerksstraße. Aber auch die 230 anderen Aussteller zogen mit ihren verschiedenen Angeboten die Schüler an ihre Stände. Zukünftige Auszubildende hatten zahlreiche Möglichkeiten sich zu informieren, aktiv an Ständen mitzuarbeiten und sich Einblicke in die verschiedenen Berufe zu holen. Viele Aussteller, so auch die schwarze Zunft, brachten Lehrlinge und Umschüler mit zur Messe. So konnten die Schüler mit Gleichaltrigen Erfahrungen austauschen. Allgemein zunehmende Nachwuchsschwierigkeiten führten dazu, dass sich die Veranstalter der Messe einiges ausdachten. Die Jugendlichen konnten ihre Bewerbungsmappen checken lassen, an einem der 22 Fachvorträge teilnehmen oder sich mithilfe einiger Fragen spezielle Berufsvorschläge geben lassen. Die „Blitzboxx“, wie sich der Fotoautomat nennt, lockte viele der Besucher an den Stand. Nach ein paar Schnappschüssen mit Zylinder und lustigen Schildern informierten sich die Besucher dann auch ernsthafter über den Beruf mit der schicken Kluft. Viele waren erstaunt, dass dieser doch sehr alte Beruf so gute Zukunftschancen bietet. Wir hoffen, dass der eine oder andere bei einem Blick auf die tollen Bilder doch mal über eine Lehre oder ein Praktikum bei den Glücksbringern nachdenkt.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

RS || In der Zeit vom 05. bis 06. Oktober 2016 besuchten Schornsteinfeger aus dem Unstrut-Hainich-Kreis die Firma Fröling in Österreich. Bei einer zweitägigen Werksschulung wurden ihnen die Feststoffkessel der jahrelang erfolgreichen Firma technisch nahe gebracht. Den Kollegen wurde die gesamte Produktpalette für Eigenheime und größere Gebäude vorgestellt. Auch Lagermöglichkeiten für Pellets und Pufferspeicher verschiedener Größen wurden hierbei nicht außer Acht gelassen. Bei einer sehr beeindruckenden Werksführung zeigte die Firma Fröling, dass sie qualitativ und nachhaltig herstellt. In gemütlicher Runde am Abend tauschten die Schornsteinfeger und der Werksvertreter für Thüringen Michael Pohl Erfahrungen aus, diskutierten über Feststoffmessungen und besprachen Einbaumöglichkeiten. Die Unterbringung und Verpflegung organisierte die Firma und wurde von den Kollegen sehr gelobt. Alles in allem eine sehr gelungene und Wissen bringende Veranstaltung.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

JK || Nach Einladung durch die Kreishandwerkerschaft Rostock-Bad Doberan war die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern am Samstag den 17. 09. 2016, am Tag des Handwerks, auf dem Universitätsplatz in Rostock mit einem eigenen Stand vertreten. Viele Menschen informierten sich an diesem Tage von 13:00 bis 18:00 Uhr zu verschiedensten Themen um das Schornsteinfegerhandwerk und natürlich zur Ausbildung. Es gehörte natürlich auch dazu, dass die Schornsteinfeger als Glücksbringer angefasst wurden und die kleinen Miniaturausgaben aus Plastik waren ebenso sehr gefragt.
Verstärkt wurde der Kollege Jörg Kibellus durch die Arbeitnehmer Miriam Redemund und Hannes Salow. Hierfür ein großes Dankeschön.

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DB || Auf dem Messegelände der Stadt Magdeburg fand am 23.09.2016 wieder die Messe „Perspektiven“ statt. Die Messe dient der Berufsfindung junger Menschen und hatte anfangs einen schweren Stand. Mittlerweile hat sich die „Perspektiven“ zu einer festen Größe im Messekalender entwickelt. Wie Oberbürgermeister Lutz Trümper bestätigt, hat sich diese Messe inzwischen über die Stadtgrenzen hinaus zum wichtigen Baustein bei der Berufsfindung entwickelt.
Nicht nur Handwerksbetriebe, auch Hoch- und Fachschulen, Industrie und Handel bieten hier ihre Ausbildungsplätze an. Da auch ganze Schulklassen den Messebesuch im Schulplan haben, ist diese Präsentation ein sehr reichweitenstarkes Instrument geworden. Als sehr vorteilhaft hat sich erwiesen, dass viele Berufe direkt von Azubis vorgestellt wurden, sodass die Interessenten die Informationen von Gleichaltrigen erhielten, wodurch die Werbung glaubwürdiger rüber kommt. Auch die Schornsteinfeger waren, vertreten durch Kai Schoppenhauer und Sven Reichwein, dabei. Umschülerin Lara Keller konnte den künftigen Schulabgängern mit ihrer jugendgerechten Sprache den Beruf des Schornsteinfegers beschreiben.

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JK || Anlässlich des Tags des Schornsteinfegers am 15. Oktober 2016 hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern vor der Kinderklinik Rostock einen Spendenscheck in Höhe von 500 Euro an die Rostocker Rotznasen Klinikclowns im Einsatz e. V. übergeben.
Am Tag des Schornsteinfegers haben bundesweit die Innungen verschiedene Aktionen durchgeführt, um aus diesem Tag einen „Glückstag“ zu machen. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hat sich in diesem Jahr für die Unterstützung der „Rostocker Rotznasen“ entschieden, welche wöchentlich durch geschulte Clowns junge und alte Patienten in Kinderklinken und Einrichtungen der Seniorenpflege durch Kreativität und Einfühlungsvermögen einen schönen Tag bescheren.

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Ausgabe: 102 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

JK || Auch wenn in einem Drachenboot 18 Leute und in diesem Jahr beim „Handwerker-Cup“ davon sogar mindestens 6 Frauen sein mussten, gingen die „SchorniDragons“ der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern stark dezimiert an den Start.
Vor Rennbeginn wurde uns gleich mitgeteilt, dass wir außerhalb der Wertung fahren würden, da nur 2, anstatt der geforderten 6 Frauen, an Bord sind. Wir gingen natürlich trotzdem an den Start, hielten tapfer mit und waren im 2. Lauf sogar den anderen Teams dicht auf den Fersen. Am Ende machten sich jedoch die fehlenden Leute bemerkbar.
Ein großes Dankeschön an alle anwesenden Kollegen und Unterstützer, sowie die Handwerkskammer Schwerin.
Im nächsten Jahr fahren wir wieder um die Plätze auf dem Siegerpodest.

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JK || Was gibt es für einen schöneren Rahmen, als bei strahlendem Sonnenschein umgeben von Gästen aus Politik, Berufsverbänden, Berufsangehörigen und Verwandten von seinem Lehrmeister freigesprochen zu werden und mit voller Stolz fortan den schwarzen Zylinder zu tragen. So erging es am 26. August 2016 den 12 ehemaligen Auszubildenden, welche ihre Gesellenprüfung bestanden hatten und nun in diesem feierlichen Rahmen zu Gesellen freigesprochen wurden.
Nach den einleitenden Worten des Landesinnungsmeisters Ingo Ziola und unserer Landesberufsbildungswärtin Stefanie Lehmann hielt der Staatssekretär des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Dr. Stefan Rudolph anschließend die Festrede. Es folgten noch einige Grußworte von MdB Eckhard Rehberg (CDU, dem Landrat des Landkreises Rostock Herrn Sebastian Constien (SPD) und vom stellvertretenden Bürgermeister der Gemeinde Kritzmow Herr Dittmar Brandt.
Wie schon in den vergangenen Jahren folgte nach dem festlichen Teil der gesellige Abschluss bei Speis und Trank.

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Vorstand der Schornsteinfeger-Innung im Freistaat Thüringen || Die Schornsteinfeger-Innung trauert und nimmt Abschied von Ehrenlandesinnungsobermeister Karl-Heinz Kurch. Er verstarb im Alter von 79 Jahren nach schwerer Krankheit.
Über den Tod von Karl-Heinz Kurch waren wir, der Vorstand und die Mitglieder der Thüringer Schornsteinfeger-Innung, sehr betroffen.
Seine berufliche Laufbahn begann Karl-Heinz Kurch am 01. 11. 1953 mit der Ausbildung im väterlichen Betrieb. Seine Lehre zum Schornsteinfegergesellen beendete er vorzeitig im Februar 1955. 1958 bis 1966 war er Gesellenvertreter im Kreis Nordhausen. 1959 absolvierte Karl-Heinz Kurch seine Meisterprüfung und wurde im April 1966 zum Bezirksschornsteinfegermeister in Nordhausen bestellt. Von 1970 bis 1990 setzte er sich für die Belange der Kreisgruppe Nordhausen als Kreisobermeister, ein. 1982 qualifizierte sich Karl-Heinz Kurch zum Konstrukteur für Feuerungsanlagen. In diesem Jahr wurde ihm die Ehrennadel in Silber „Im Handwerk“ verliehen.
Sein Arrangement galt nicht nur der Kreisgruppe, sondern auch der Feuerwehr bei der er 30 Jahre mitwirkte. Aber auch die 7-jährige Tätigkeit als Lektor für die Meisterausbildung darf nicht unerwähnt bleiben. In der Berufsgruppe Erfurt war er Leiter der Selbstkontrollgruppe.
In seiner doch sehr eng bemessenen Freizeit wirkte Karl-Heinz Kurch im Handwerks-Chor Nordhausen mit und übernahm dessen Leitung von 1983–1990.
Im September 1990 wurde Karl-Heinz Kurch zum Landesinnungsmeister gewählt und bekleitete dieses Amt bis März 1999 sehr verantwortungsvoll. Im März 1999 erhielt er die Goldene Ehrennadel des Bundesinnungsverbandes.
Wir verlieren einen außergewöhnlich engagierten Kollegen, der sich immer vor seine Kollegen mit Rat und Tat stellte und mit dem Aufbau des Landesinnungsverbandes der heutigen Innung einen sehr guten Start ermöglichte. Wir danken unserem Ehrenlandesinnungsobermeister Karl-Heinz Kurch für den jahrelangen ehrenamtlichen Einsatz im Schornsteinfegerhandwerk und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

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JK || Vom 23. bis 24. September 2016 fand in der IGA-Messehalle in Rostock wieder die alljährliche „Jobfactory“ statt. 14.500 Besucher, welche hauptsächlich Schüler waren, strömten an den beiden Tagen an die Stände der 171 Aussteller.
Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern war wieder mit einem eigenen Stand im Bereich der Handwerksberufe und mit Unterstützung der Handwerkskammer vor Ort. Sowohl die männlichen als auch weiblichen Schüler interessierten sich stark für den Beruf des Schornsteinfegers und die Inhalte der Ausbildung sowie Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten.
Etliche Werbegeschenke unserer Innung und kleine Glücksbringer gingen an diesen Tagen in gute Hände und der Kontakt der Innung wurde mehrfach weitergegeben. Hier werden wir sicher einige junge Leute in den nächsten Jahren in einem der Ausbildungsbetriebe im Schornsteinfegerhandwerk wiedersehen.

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JK || Auf der Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern am 22. 11. 2016 in Rostock wurde durch die Mitgliederversammlung der Vorstand in seinem Amt bestätigt bzw. neu gewählt. Der Vorstand (von oben links) setzt sich nun wie folgt zusammen:
Landesinnungsmeister/Obermeister – Ingo Ziola;
stellv. Obermeister/Techn. Landeswart – Uwe Gerath;
Landesberufsbildungswart – Stefanie Lehmann;
Kassenwart – Mario Karwath;
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit – Jörg Kibellus.
Außerdem wurde der Kollege Enrico Medved ebenso zum Lehrlingswart wiedergewählt, wie der Kollege Klaus Fröhlich zum QUB (Beauftragter Qualitäts- und Umweltmanagement).
Die Ausschüsse der Innung wurden durch verschiedene neue Kollegen ergänzt.
Vielen Dank an die erschienenen Kollegen auf der Innungsversammlung.

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RS || In der Landesinnung im Freistaat Thüringen war es in diesem Jahr mal wieder soweit. Die Wahl eines neuen Vorstandes musste vollzogen werden. Hierfür hatten sich die Innungsmitglieder in sehr großer Zahl eingefunden, um die aktuellen Belange der Innung zu erfahren, zu diskutieren, den alten Vorstand zu verabschieden und einen neuen zu begrüßen. Die Veranstaltung fand in einem gebührenden Rahmen im Azurit in Weimar statt, in dem sich auch zahlreiche Aussteller einfanden.
Der nach langer, recht schaffender und erfolgreicher Zeit aus dem Amt in seinen wohlverdienten Ruhestand scheidende Landesinnungsobermeister Thomas Menge wurde von einer Vielzahl von Gratulanten würdig verabschiedet. Hierzu zählte auch der Präsident des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerkes Oswald Wilhelm, der auch eine Laudatio hielt. Hierbei wurde Thomas Menge für seine hervorragende Vorstandsarbeit gelobt die, wie er zugab, nicht immer die einfachste Aufgabe war. Weiterhin war auch der Vizepräsident des ZIV Andreas Peeters zugegen, der sich in die Liste der Gratulanten einreihte. Auch die einzelnen Bundesländer schickten ihre besten Wünsche dem ehemaligen Obermeister. Hierunter fanden sich der Referatsleiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft Herr Michael Scholtze, die Landesinnungsmeister aus Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola und Sachsen Gunar Thomas sowie der ehemalige als auch der amtierende Leiter der Bildungsstätte Doberschütz Hans Poltersdorf und Stefan Schulze.
Mit dem neuen Landesinnungsobermeister Marco Beierlein haben die Innungsmitglieder einstimmig eine gute Wahl getroffen. Der langjährige Stellvertreter wird sich mit seiner fundierten Innungserfahrung als ein würdiger Nachfolger etablieren. „Wir punkten mit echtem Plus“ wird auch auf seiner Fahne stehen, wobei ihm sein Vorstand tatkräftig zur Seite stehen wird. Dieses Team besteht aus dem amtierenden und neuen Vorstand Technik Matthias Jensch, dem neuen Vorstand Bildung, deren Funktion der neue Obermeister innehatte, Sebastian Schilling, dem alten und neuen Vorstand Kasse Ralf Göring und Öffentlichkeitsarbeit Rüdiger Speck. Der Innungsvorstand wünscht Thomas Menge alles Gute auf seinem weiteren Lebensweg.
Ein weiterer Höhepunkt war die Urkundenübergabe des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen an einige Innungsmitglieder, die von der Umweltministerin Anja Siegesmund übergeben wurden. Lobend drückte sie sich über die Verbindung zwischen Umweltschutz und dem Schornsteinfegerhandwerk mit plausiblen Beispielen aus.
Der Vorstand im Freistaat Thüringen wünscht allen Berufskollegen und ihren Familien ein besinnliches Weihnachtsfest und gutes Gelingen im neuen Jahr.

Ausgabe: 102 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 102 - 04/2016 )

BD || Am 25. Oktober 2016 war es wieder so weit. Der LIV Sachsen hatte traditionsgemäß Vertreter der Landratsämter, der Landesdirektion, des Sächsischen Ministeriums des Innern und des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zum Erfahrungsaustausch nach Dresden, in die Räume der BG Bau eingeladen. 60 Vertreter von Behörden und der sächsischen Schornsteinfeger-Innungen waren der Einladung gefolgt.
Landesinnungsmeister, Kollege Gunar Thomas gab zunächst einen Überblick über die Situation des Schornsteinfegerhandwerks. Demnach gibt es bundesweit eine stabile Anzahl von Schornsteinfegerbetrieben und Mitarbeitern. Für Sachsen bedeutet das 256 Innungsbetriebe bei 325 gelisteten Schornsteinfegerbetrieben und 321 Kehrbezirken. Die Betriebe bilden zurzeit 35 Lehrlinge aus, während der Ausbau des Dienstleistungsangebots eher gering ausfällt.
Sächsische Schornsteinfeger haben offensichtlich mit dem Kerngeschäft genug zu tun. Trotzdem sind Einzelfälle von Wettbewerbsverzerrung vorgekommen. LIM Thomas betont deshalb die Hauptaufgaben des Schornsteinfegers, die im vorbeugenden Brandschutz und der Energieeinsparung bestehen. Die Einführung der Rauchmelder-Pflicht im Gebäudebestand wäre deshalb aus Sicht der Schornsteinfeger auch in Sachsen längst überfällig. Bei Installation und Überwachung der Geräte könne selbstverständlich auf das Schornsteinfegerhandwerk zurückgegriffen werden. Entsprechende Schulungen laufen bereits.
Auch im Bereich Brandschutztechniker und Brandschutzbeauftragter bilden sich die Kollegen weiter. Mit der Änderung des Energieverbrauchskennzeichnungsgesetzes im Dezember 2015 wurde eine weitere Aufgabe vom Gesetzgeber auf die bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger übertragen. Ab dem 1. Januar 2017, so informiert LIM Thomas, haben die bBS die Pflicht, Raumheizgeräte für Zentralheizungen, Kombiheizgeräte, Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher in Abhängigkeit vom Baujahr während der Feuerstättenschau zu kennzeichnen. Eine entsprechende Schulung der Kollegen ist in Vorbereitung.
Mit der Erneuerung des Internetportals des ZIV, der LIVs und der Innungen wird die Schornsteinfegersuche optimiert. Für jeden beteiligten Innungsbetrieb wird eine Art Visitenkarte erstellt. Eine Vermischung mit nicht hoheitlichen Tätigkeiten ist so nicht möglich.
Zur Tarifsituation betont LIM Thomas, dass das Schornsteinfegerhandwerk mit einem Mindestlohn von 12,95 Euro/Stunde weit über dem gesetzlich geforderten Mindestlohn liegt. Die Motivation der Mitarbeiter ist entsprechend hoch. Für die Behörden und Schornsteinfeger sei die Novellierung des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes von besonderer Bedeutung. Hier gibt der LIM einen Überblick über die von der Bundesregierung geplanten Veränderungen. Schwerpunkte sind dabei die Vertretungsregelung, die Unterstützung in der Brandbekämpfung, Gebühren für Ersatzvornahmen und Mahnungen, Regelungen zur Kehrbezirksvergabe, Ausstellung von Feuerstättenbescheiden auf Kehrbuchbasis, Kehrbuchführung, Datenübergabe und die Erhöhung von Bußgeldern.
Weiterhin informierte der LIM die Behördenvertreter über die geplante Fusion der fünf sächsischen Schornsteinfeger-Innungen zu einer sächsischen Landesinnung im Jahr 2017. Die Behörden werden nach der Fusionsveranstaltung über das Ergebnis informiert. Ebenso werden die Behörden dann erfahren, welche Ansprechpartner nach der Strukturanpassung für sie innerhalb der neuen Landesinnung zur Verfügung stehen. Grund für die Fusion sei neben der Stärkung der Leistungsfähigkeit der Organisation der Innungsbetriebe, die Schaffung einer finanziellen Basis, um hauptamtliche Mitarbeiter einstellen zu können.
Im Anschluss an die Ausführungen des LIM ergriff der TLIW des Landes Sachsen, Kollege Uwe Berger das Wort. Hauptthema seines Referates waren Anforderungen an Messstellen nach 1. BImschV bzw. VDI Richtlinie 4207-2. Hier informierte er die Behördenvertreter über die notwendige Qualifikation zur Messung an Einzelraumfeuerungsanlagen. Bei der Auswertung der Mess­ergebnisse der Messung an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe könne man anhand der Kehrbucheintragung auch feststellen, ob zu Gunsten des Betreibers der Feuerungsanlage gemessen wurde. Dies sei nicht im Sinne des Gesetzes. Von der zuständigen Behörde könne in einem solchen Fall eine weitere Messung veranlasst werden. Sollte bei der Nachweisführung der Einhaltung der Grenzwerte für Staub und CO bei Einzelraumfeuerstätten für feste Brennstoffe festgestellt werden, dass der CO-Gehalt den Grenzwert übersteigt, so ist laut Verordnung die Anlage außer Betrieb zu nehmen oder die Anlage mit einer Einrichtung zur Reduzierung der Staubemissionen nachzurüsten. Auch hier gäbe es Klärungsbedarf zur Auslegung der Verordnung. Die Feststellung, ob die Anlage außer Betrieb genommen wurde, soll zur nächsten Feuerstättenschau erfolgen. Ist die Feuerstätte nicht außer Betrieb genommen, wird die Anlage bemängelt und nach Ablauf der Frist die zuständige Behörde informiert. Hier muss dann die Behörde tätig werden. Im Zweifelsfall müsste dann die Auslegung der Verordnung behördlicherseits vorgenommen werden.
Im Anschluss an diese Ausführungen erfolgte eine gemeinsame Diskussion. Dabei wurden natürlich die Schnittpunkte zwischen unserem Handwerk und der Behörde in den Mittelpunkt gestellt. Hier wurden zum Beispiel Fragen zur Durchsetzung der Feuerstättenschau diskutiert. Ebenso waren Gegenstand der Diskussion das Fehlen von oder der Umgang mit mangelhaft ausgestellten Feuerstättenbescheiden. Dabei sind sich die Behördenvertreter einig, dass die Arbeiten in jedem Fall laut Feuerstättenbescheid ausführen zu lassen sind und der Feuerstättenbescheid zur nächsten Feuerstättenschau richtig auszustellen ist.
Bei der Anerkennung von Formblättern soll ebenfalls auf sachliche Richtigkeit in Bezug auf den entsprechenden Feuerstättenbescheid geachtet werden. Unbefriedigend sei auch, dass das SMI noch keine Antwort auf die Anfrage aus den Landkreisen gegeben hat, wie im Fall der Verweigerung von Feststoffmessungen zu verfahren ist. Hier regen die Behörden der Landkreise eine Handlungsanleitung durch das SMI an. Dieses wünscht sich im Gegenzug mehr Rückmeldungen aus den Landkreisen.
Zum Abschluss der Veranstaltung dankten die Behördenvertreter dem sächsischen Schornsteinfegerhandwerk für die Möglichkeit eines solchen Erfahrungsaustausches, für den sie sich auf alle Fälle eine Fortsetzung wünschen. Nach dem Ende der Veranstaltung konnte in Einzelgesprächen noch manche Sachlage geklärt werden.

Ausgabe: 101 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )



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Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Mario Lindemann || Schornsteinfeger aus Sachsen besuchten am 15. 06. 2016 den sächsischen Tagebau in Nochten, der von der Vattenfall Europe Mining AG betrieben wird. Braunkohle als Brennstoff ist heute noch ein gefragter Energielieferant für häusliche Feuerstätten. Auch in naher Zukunft ist die Braunkohle als Energiequelle nicht weg zu denken. Ab dem 1. Oktober wird es in Sachsen wieder möglich sein, den Austausch von Festbrennstoffheizkesseln, in denen Braunkohleprodukte verheizt werden, zu fördern. Der Sächsische Brennstoff- und Mineralölhandelsverband e. V. (SBMV) wird mit dem Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen den Verfahrensweg noch abklären. Der Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Chemnitz, Roland Kahl, weitere Alterskollegen, Schornsteinfegermeister, Gesellen und Auszubildende nahmen an der Veranstaltung in Nochten teil.
Beginnend im Besucherzentrum gab es eingehende Erläuterungen zur Entstehung der Braunkohle, Erkundung und Abbau. Zur Rekultivierung des Tagebaus wurden ebenfalls ausführliche Erklärungen gemacht. Am Besucherturm, der einen weiten Blick in den Tagebau und auf das rekultivierte Gelände erlaubt, konnte sich jeder zum Ablauf der Arbeiten informieren. Zum Schluss der Tagesveranstaltung fuhren alle im geländegängigen LKW bis auf die Schachtsohle. Neben der arbeitenden Förderbrücke stehend wurde jedem die Dimension der Förderung bewusst.
18 Millionen Tonnen Braunkohle werden im Jahr aus dem Tagebau Nochten gefördert. Die Fördermenge stellt zum Beispiel einen beachtlichen Teil des Energiebedarfs im Kraftwerk Boxberg sicher. Ob privat oder industriell genutzt, stellt Braunkohle bei Abbau und Verbrennung eine Belastung der Umwelt dar. Unter dem Eindruck des Aufwandes für die Förderung und Veredlung der Braunkohle wird für jeden verständlich, welchen großen Stellenwert der Schornsteinfeger mit seiner Beratungs-, Mess- und Reinigungstätigkeit hat.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Kai Schoppehauer || Ja, tatsächlich genauso wird man heute auf der Berufsfindungsmesse „Handwerk 4 you“ angesprochen. „Wie meinen Sie das denn?“ ist meine Frage an die Mutter mit Schulkind und ich weiß noch nicht, was mich jetzt für eine Antwort erwartet. „Ich habe Ihre Werbung im Bus gesehen.“ „Ah, im Bus, ja das ist aber schön.“ und im Hinterkopf sortiere ich die Werbemotive unserer neuen Imagekampagne. Und tatsächlich, da sind wirklich Außerirdische.
So kommt man ins Gespräch! Im Verlaufe des Messetages im Bildungszentrum der Handwerkskammer Magdeburg besuchen uns noch viele Schulklassen mit Lehrern und manche der Schüler erscheinen nach einer Stunde nochmals am Stand um das Video der Bildungsstätte nochmals in voller Länge zu sehen. Und gleichzeitig stehen wir wie immer für Fragen zur Verfügung. Meist wird nicht viel gefragt. Dafür ist die „What´s up-Generation“ einfach zu ungeübt. Aber wenn Frau Keller (Azubi im 1. Lehrjahr) und ihr Lehrmeister Nicky Braun unseren schönen Beruf erklären, erhalten sie meist die Antwort: „Das ist ja doch ganz schön abwechslungsreich, was der Schornsteinfeger so macht.“
Die Eltern der Schulabgänger interessieren sich meist für die Weiterbildungsmöglichkeiten in unserem Beruf. Das ist für uns auch kein Problem. Hierzu nutzen wir meistens den Hochglanzkatalog unserer Bildungsstätte und zählen auf: Meisterweiterbildung, Brandschutztechniker, Energieberater, Fachkraft für Rauchmelder … Der Katalog hat scheinbar kein Ende und die Eltern sind auch überzeugt, dass unser Beruf Perspektive hat. „So breit aufgestellt zu sein, bietet einem jungen Menschen viel Entwicklungsmöglichkeiten.“, bekommen wir meist als Antwort. Manche Eltern beginnen ihren Messebesuch an unserem Stand mit den Worten: „Ich weiß nicht warum, aber irgendwie wollte ich unbedingt heute die Schornsteinfeger auf der Bildungsmesse besuchen.“ Im Verlaufe des Gesprächs mit diesen Eltern erfuhr ich, dass sie Stammhörer von Radio Brocken sind und jeden Tag mit der Regionalbahn nach Magdeburg zur Arbeit fahren.
„Da hat unsere Imagekampagne ja ganz schön zugeschlagen“, denke ich so für mich; Bildwerbung in der Bahn und Radiowerbung im Kopf. Der neue Messestand tat mit dem Wiedererkennungseffekt seinen Anteil dazu. Unsere Imagekampagne und die fortwährende Teilnahme an den Regionalmessen und Bildungsmessen hat dem Schornsteinfegerberuf in Sachsen-Anhalt gut getan. Nun liegt es an uns dieses kompetente Image bei unseren Kunden umzusetzen und mit dem Einzelbetrieb vor Ort zu Punkten. – Die neuen Auszubildenden stehen hierfür in den Startlöchern.
Mir bleibt an dieser Stelle nur Dank zu sagen an die Kollegen, welche mich immer wieder bei den Berufsfindungsmessen unterstützen und die sich ehrenamtlich für unseren Beruf auf den Regionalmessen einsetzen. Ebenfalls freut es mich besonders, dass wir zur Lehrmeisterversammlung des neuen Lehrjahres 19 neue Ausbildungsbetriebe in Sachsen-Anhalt haben. Zum 15. September werden es 21 neue Azubis in Sachsen-Anhalt sein, denn es wurden noch 2 weitere Ausbildungsverhältnisse nachgemeldet.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Dr. Hermann Hansen || Forscher am Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP stellen ein innovatives System vor, das der Effizienzsteigerung und der Schadstoffminderung im Praxisbetrieb von Einzelraumfeuerstätten und Heizkesseln für feste Biobrennstoffe dient. Die neuartige Einbautentechnik ermöglicht sowohl eine Abscheidung von Feinstaub als auch eine Oxidation von brennbaren Rauchgasbestandteilen.
Das entsprechende Projekt „Verbesserung des Verbrennungs- und Emissionsverhaltens in biomassebetriebenen Einzelraumfeuerungsanlagen durch den Einsatz spezieller Einbauten“ wurde vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert.
Das Wirkungsprinzip des Moduls basiert auf günstigen Oxidationsbedingungen während der Verbrennung. Es speichert Wärme, die für eine thermische Oxidation von Schadstoffen genutzt werden kann, auch wenn die Rauchgastemperaturen sinken. Das Einbautenmodul sorgt für eine intensive Durchmischung der Rauchgase und verlängert deren aktive Verweilzeit.
In den für Emissionen ungünstigen Betriebsphasen von Öfen und Kesseln, wie z. B. beim Nachlegen von Holz, sichert das heiße Modul die Oxidation nicht verbrannter Abgasbestandteile kontinuierlich ab und stabilisiert so den Verbrennungsvorgang. Geringere Verluste im Abgas steigern gleichzeitig die Effizienz der Holzverbrennung. Die Forschungsergebnisse zeigen, dass die Verbrennung bei Einsatz der Einbautentechnik mit deutlich geringerem Luftüberschuss betrieben werden kann und damit die Wirkungsgrade der Verbrennung merklich ansteigen.
Die Umsetzbarkeit der Einbautentechnik wurde an zwei unterschiedlichen Typen von Einzelraumfeuerungsanlagen unter typischen Einsatzbedingungen geprüft und bewertet. Dr.-Ing. Mohammad Aleysa, Projektleiter und Leiter des Fachgebiets Verbrennungssysteme am Fraunhofer IBP, ist von einem künftigen Markterfolg der Entwicklung überzeugt und stellt die sehr gute Schadstoffreduzierung heraus: „Bei den beiden eingesetzten Einzelraumfeuerungsanlagentypen wurde Kohlenstoffmonoxid um bis zu 78 % und Gesamtkohlenwasserstoffe um bis zu 95 % im Abgas reduziert. Gesundheitsgefährdende Feinstäube ließen sich problemlos um bis zu 86 % mindern.“ Unabhängig von der Bedienungsqualität und den eingestellten Betriebsparametern wird ein stabileres Verbrennungsverhalten erzielt und so ein wichtiger Beitrag zum Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschutz geleistet.
Dank der flexiblen Modulbauweise kann diese Technik in allen Einzelraumfeuerungsanlagen ohne großen technischen Aufwand sowie ohne Bedarf an speziellen Fachkompetenzen integriert werden. Vorteilhaft ist auch die natürliche und nachhaltige Funktion der Oxidation ohne jegliche katalytische Beschichtung. Die Technik ist sehr langlebig. Strömungswiderstand bzw. Druckverlust sind bauartbedingt sehr gering, die Technik ist so ideal für im Naturzug betriebene Einzelraumfeuerungsanlagen geeignet.
„Erste Hersteller haben die Potenziale dieser Technik erkannt und arbeiten mit dem Fraunhofer IBP an der Produktentwicklung und Markteinführung“, resümiert Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V., und stellt zur Marktbedeutung heraus: „80 % der Staubemissionen aus Holzfeuerungen in Deutschland kommen aus Einzelraumfeuerungsanlagen. Hier besteht deutlicher Handlungsbedarf, die Emissionen zu senken. Dazu braucht es innovative Unternehmen, die effizientere, emissionsarme Feuerstätten entwickeln.“
Dank der technischen, ökonomischen und ökologischen Vorteile hat die Einbautentechnik bereits großes Interesse und Akzeptanz in der Branche Kleinfeuerungsanlagenhersteller erlangt und wird bereits mehrfach, u. a. von Ambio GmbH, Camina Schmid Feuerungstechnik GmbH & Co. KG, Wodtke GmbH und CTM Deutschland verwendet. Diese innovative, zukunftsträchtige Technik ist aber nicht nur für Einzelraumfeuerungen, sondern auch für den Einsatz in automatisch sowie in handbeschickten Heizkesseln geeignet. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP strebt daher an, effiziente Einbautensysteme für weitere Anwendungen im Bereich der Kleinfeuerungsanlagen gemäß 1. BImSchV zu entwickeln.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Jörg Kibellus || Vom 18. bis 21. Juli traten die 12 Auszubildenden des 3. Lehrjahres im Schornsteinfegerhandwerk aus Mecklenburg-Vorpommern zur praktischen und am 25. Juli zu ihrer mündlichen Gesellenprüfung an.
Seit dem 20. Juni 2012 ist die neue Ausbildungsverordnung im Schornsteinfegerhandwerk gültig und wurde somit auch für diese Prüfung umgesetzt. Wie auch schon das Hauptaugenmerk in der Ausbildungszeit auf handlungsorientiertes Arbeiten liegen sollte, zog sich auch der Ablauf der Gesellprüfung an einem roten Faden entlang.
Die Prüflinge mussten an der Aufgabenstellung erkennen, welche Arbeiten in dem Prüfungsobjekt durchzuführen sind und dementsprechend ihre Arbeitsgeräte und Werkzeuge, als auch Formulare und Unterlagen auswählen.
In dem vorgegebenen Gebäude mussten Schornsteinreinigungen, Lüftungsprüfungen, Abgasmessungen, eine Kesselreinigung an einer Feststoffheizung, Erneuern eines Schornsteinkopfes, Datenaufnahme für einen Energieausweis sowie eine Beratung für den Umgang mit einer Einzelraumfeuerungsanlage für feste Brennstoffe durchgeführt werden.
Die praktische Gesellenprüfung endete mit dem Kundengespräch (mündliche Prüfung) am Montag, den 25. Juli und der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Neun Auszubildende haben die Prüfung erfolgreich bestanden und bekommen bei der Freisprechungsfeier am 26. August ihren Gesellenbrief übergeben.
Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an die „frischen“ Gesellen und ein Dankeschön an die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter des Gesellenprüfungsausschusses um die Vorsitzende Frau Stefanie Lehmann.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Daniel Tönnigs || Am 28. 07. 2016 fand in den Räumen der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle die Freisprechung der frisch gebackenen Gesellinnen und Gesellen des Abschlussjahres 2016 statt.
Nach überstandener praktischer, schriftlicher und mündlicher Prüfung konnten an diesem Tage 11 Azubis freigesprochen werden. Dazu möchten wir den Junggesellinnen und Junggesellen recht herzlich gratulieren. Ich möchte an dieser Stelle vor allem den Lehrbetrieben danken. Dafür, dass sie die Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt haben und durch ihren persönlichen Einsatz dafür gesorgt haben, dass wir 9 neue Gesellinnen und Gesellen haben. Ebenso gilt mein Dank den Kollegen des Prüfungsausschusses für die geleistete Arbeit.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Bundesweite, herstellerübergreifende Kampagne zum Heizungstausch startet:

Wer sich bis 31. März 2017 für das Heizen mit Pellets entscheidet, erhält einen 200 Euro Pelletsgutschein und einen Tablet PC zur Fernsteuerung seiner neuen Heizung. Die Heizkesselhersteller HDG, ÖkoFEN und KWB, der Pelletofen-Hersteller Wodtke und der Pelletproduzent best:Pellets starten am 15. September 2016 die deutschlandweite Kampagne „Clever heiz‘ ich – mit Pellets!".
Pellets schonen Klima
und Geldbeutel
Wer unabhängig von undichten Gaspipelines und Öl aus Konfliktherden sein will, steigt auf umweltschonende und preisgünstige Pellets um. Sie bestehen ausschließlich aus natürlichen, nachwachsenden Rohstoffen und verbrennen klimaneutral. Sie legen zudem selten mehr als 100 km auf ihrem Weg zum Kunden zurück. Die Umwelt freut sich über eine CO2-Einsparung von über 90 Prozent gegenüber einer Ölheizung. Die Haushaltskasse wird ebenfalls entlastet: Betrachtet man die Öl- und Pelletpreise der letzten zehn Jahre, sind Pellets um ein Drittel günstiger als Heizöl.
Heizungstausch leicht gemacht
Die Bundesregierung hat die Vorzüge der Holzpellets erkannt und ist deshalb großzügig: Sanierer und Bauherren erhalten mindestens 3.500 Euro Förderung, unter bestimmten Voraussetzungen sind über 10.000 Euro möglich.
Der Umstieg ist einfach: Der Installateur erstellt mit dem Heizungshersteller nach einem Vor-Ort-Termin ein Angebot. Kommt daraufhin der Auftrag zustande, dauert die Demontage des alten Kessels, die Erstellung des Pelletlagers und die Montage der neuen Heizung selten länger als eine Woche. Soll ein Pelletofen für wohlige Wärme sorgen, geht der Umstieg noch schneller.
Hausbesitzer werden vom Staat belohnt, wenn sie auf das umweltfreundliche und rentable Heizen mit Pellets umsteigen. So wird der Umstieg noch leichter. Und wer clever ist, erhält ein attraktives Starterpaket aus Tablet PC und Gratispellets.
Weitere Informationen zur Kampagne und zum Heizungstausch: www.mit-pellets.de

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

HK || Am 21. 06. 2016 fand in der Geschäftsstelle in Klein Schwaß das erste Schornsteinfeger-Frühstück statt. Geladen hatte unser Partner, die SIGNAL IDUNA, um über wichtige Dinge zur gesetzlichen Rentenversicherung zu informieren.
Dem Vorstand und den Kreisobleuten wurden unter anderem Regelungen zur FZR – der freiwilligen Zusatzrente der DDR, die Rückkehrmöglichkeiten in die gesetzliche Rentenversicherung zur Wiedererlangung von BU-Ansprüchen aus der Versorgungsanstalt, die Benachteiligung ostdeutscher Schornsteinfeger bei den bisherigen Rentenanpassungen aus der VA gegenüber ihren Westkollegen und die Mütter-Rente vorgestellt. Wolfgang Adam von der SIGNAL IDUNA, der auch als ehrenamtlicher Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund tätig ist, stellte diese interessanten Themen vor.
Die wichtigsten Inhalte
kurz zusammengefasst
FZR der DDR – alle Selbständigen der DDR, zu denen auch die Schornsteinfeger dazugehörten, können, wenn sie zu DDR Zeiten in die FZR – die Freiwillige Zusatzrente – eingezahlt haben, nachträglich ihre Ansprüche prüfen lassen. Selbständige wurden in der FZR schlechter gestellt als Arbeiter und Angestellte und können somit nachträglich auf Antrag eine höhere Altersrente erlangen. Dies betrifft größtenteils Schornsteinfeger, die bereits im Ruhestand sind. Es kann im günstigsten Fall zu einer zusätzlichen Monatsrente von ca. 130 € führen, ohne dass dafür Beiträge nachgezahlt werden müssen. Hier gilt es die betroffenen Kollegen zu informieren und den Kontakt zur SIGNAL IDUNA herzustellen, um die Ansprüche prüfen zu lassen.
Rückkehr in die gesetzliche
Rentenversicherung
Seit dem 01. 01. 2013 bestand für den Schornsteinfegermeister erstmalig die Möglichkeit sich aus der gesetzlichen Rentenversicherung befreien zu lassen. Wer zu diesem Stichtag bereits das 40. Lebensjahr erreicht hatte, bekam aus der Versorgungsanstalt zusätzlich zu seiner Startgutschrift auch eine BU-Rente zugesichert. Bedingung war jedoch, dass man sich nicht aus der gesetzlichen Rentenversicherung befreien durfte.
Einige Kollegen haben sich eventuell übereilt befreien lassen, ohne über diesen wichtigen Punkt nachzudenken. Hier gibt es jetzt die Möglichkeit die BU-Ansprüche durch die Rückkehr in die gesetzliche Rentenversicherung wiederzuerlangen ohne Beiträge nachzuzahlen. Diese „Hintertür“ ist jedoch nur noch bis spätestens 31. 12. 2017 offen. Wir empfehlen jeden betroffenen Kollegen sich zu diesem Thema nochmal zu informieren.
Mütter-Rente
Dieses Thema betrifft so gut wie jede Schornsteinfeger-Familie, wo eigene Kinder oder Enkelkinder vorhanden sind. Für jedes Kind, das nach dem 01. 01. 1992 geboren wurde, werden der Mutter 3 Jahre Kindererziehungszeiten gutgeschrieben (im Wert von 85,98 €). Zusätzlich kann auf Antrag auch eine „Erziehungsprämie“ für das 4.–10. Lebensjahr des Kindes bei der Rentenversicherung beantragt werden. Diese „Erziehungsprämie“ ist den meisten nicht bekannt und so gehen Rentenansprüche verloren. Die Erziehungsprämie ist auch anteilig für Kinder möglich, die nach dem 01. 01. 1982 geboren sind. Diese Zeiten müssen jedoch bei der Gesetzlichen Rentenversicherung beantragt werden. In ca. 70 % aller Fälle sind diese Zeiten nicht vollständig oder gar nicht erfasst. Es geht pro Kind um bis zu 153,04 € zusätzliche Altersrente.
Alle Anwesenden waren überrascht, welche Ansprüche es alles gibt, wenn sie denn bekannt sind. Die SIGNAL IDUNA hat uns zugesichert, uns hier bei der Überprüfung und Beantragung zu unterstützen.
Es wurde mit der SIGNAL IDUNA, dem Vorstand und den Kreisobleuten abgestimmt, dass diese Informationen für jeden Schornsteinfegermeister und seine Familie wichtig sind. Daher wird zeitnah abgestimmt, dass diese Themen auch in den regionalen Kreisgruppen vorgestellt werden.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Stefan Schulze || Am Sonntag, den 18. September 2016 fand zum zweiten Mal die gemeinsame Lehrjahrseröffnung der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. und des Berufsschulzentrums Eilenburg in Doberschütz statt. Beide Schulungsstätten hatten, wie schon im vergangenen Jahr, die neuen Auszubildenden mit ihren Angehörigen sowie die Vertreter der Bildung aus den Ländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zur offiziellen Eröffnung eingeladen. Zu Beginn der Veranstaltung konnte sich der neue Jahrgang erstmalig bei Kaffee, Kuchen und netten Gesprächen kennen lernen. Anschließend fand die Begrüßung durch den Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks, Herr Schulze, und die Schulleiterin des Berufschulzentrums Eilenburg, Frau Fröhlich, im voll gefüllten Konferenzsaal der Bildungsstätte statt. Die Auszubildenden und ihre Angehörigen erhielten erste wichtige Informationen zur Bildungsstätte, Berufsschule, zum Standort und zur Ausbildung. Herr Schulze begrüßte das gestiegene Interesse an einer Ausbildung zum Schornsteinfeger: „In diesem Jahr haben sich 61 junge Menschen für eine Ausbildung in unserem Handwerk entschieden. Damit kann ein Zuwachs bei den Ausbildungszahlen um 20 % zum Vorjahr verbucht werden.“ erklärte der Schulleiter. Zum Abschluss der Eröffnung hatten alle Gäste die Möglichkeit bei einem Rundgang beide Bildungseinrichtungen zu besichtigen und sich einen Überblick über die Abläufe auf den Campus der Roten Jahne zu verschaffen.
Wir wünschen allen Anwärtern und Anwärterinnen zum Schornsteinfegergesellen viel Erfolg.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )



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Ausgabe: 101 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

Mit der Erfindung der NSG-Technik schafft Kalfire ein bislang unerreichtes Kaminflair. Gut durchdacht bis ins kleinste Detail vermittelt sie den perfekten Eindruck eines authentischen Feuers und erzeugt Kuschelatmosphäre mit Gasenergie auf Knopfdruck. Die patentierte Technik eines Gasbrenners, der das flackernde Kaminfeuer jetzt neu um „Echtfunken“ bereichert, die in unregelmäßigen Abständen aus den lodernden Flammen aufstieben und dann langsam verglühen, ist die allerneueste technologische Erfindung der firmeneigenen Entwicklungsabteilung von Kalfire.
Der sogenannte „Natural Spark Generator“ (von „spark“ engl. = Funke) wird ab Oktober 2016 als Option für alle Gaskamine angeboten, die mit einem ECO-Prestige-Brenner ausgestattet sind. Diese im Inneren der Keramikscheite integrierte Brennertechnik stellt eine weitere Besonderheit von Kalfire dar, die es ermöglicht, die Keramikscheite wie bei einem Holzfeuer aufzustapeln, wodurch die Flammen höher aufragen. Das glimmende Glutbett, das dank einer unterschiedlich intensiv leuchtenden LED-Technik am Feuerraumboden suggeriert wird, ergänzt den Eindruck eines naturgetreuen Flammenspiels. Das Ergebnis ist verblüffend. Dem Funkenverbrennungsprozess des Natural Spark Generators (Kalfire spricht von „NSG-Technik“) liegen dabei natürliche Brennstoffe zugrunde, die sich weder auf die Heizwirkung noch auf die Umweltwerte auswirken (Kiwa geprüft). Die messbar saubere Verbrennung der Kalfire-Gaskamine wird folglich nicht beeinträchtigt. Dieser innovative Funken-Effekt rundet den Gesamteindruck der Kamine von Kalfire um das gewisse Extra ab, das bislang noch den Unterschied zu einem Holzfeuer machte.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

JK || Am 22. Juni 2016 fand im Rostocker Stadthafen der 7. Rostocker Firmenlauf statt. 359 Teams traten in der 4 x 3,5 Kilometer Staffel gegeneinander an. Alle großen Firmen und Unternehmen aus dem Umkreis waren mit einem oder mehreren Teams vertreten.
Schon im letzten Jahr wurde die Idee geboren mit einer Schornsteinfeger-Staffel an dem Wettkampf teilzunehmen und unser Handwerk zu vertreten. In diesem Jahr wurde dann ein super Team zusammengestellt, welches am 29. Mai und 18. Juni extra nochmal zusammen trainiert hat.
Das Team bestand aus: Markus Niemann (Schornsteinfegerbetrieb Jörg Kibellus), Florian Schulz (Schornsteinfegerbetrieb Knut Hennings), Florian Seidel (Schornsteinfegerbetrieb Karsten Meyer) und Jörg Kibellus. Als Ersatzläufer stand der Kollege Matthias Schulz für den Fall der Fälle parat.
Am Mittwoch, den 22. Juni war es dann endlich soweit. Um 16:30 Uhr konnten wir unsere Startunterlagen und den Staffelstab abholen und uns noch locker warm machen. Um 18:15 Uhr hieß es für unseren ersten Läufer Jörg Kibellus sich im Startbereich bereitzuhalten. 18:30 Uhr erfolgte der Startschuss und die ersten 359 gingen auf die Strecke durch den Rostocker Stadthafen. Vorbei am „Alten Fritz“ und entlang der „Haedgehalbinsel“ bis zum „Lokschuppen“, wo die Wende kam. In der Wechselgasse wurde der Staffelstab wie vorher trainiert an Markus Niemann, von ihm an Florian Schulz und anschließend an Florian Seidel übergeben. Mit dem Schlussläufer zusammen rannten alle 4 bei einer Zeit von 1:02:47,1 h durchs Ziel und landeten in der Gesamtwertung auf dem 43. Platz und in der Männerklasse auf dem 41. Platz (2 Mixed-Teams waren schneller).
Das Ziel für nächstes Jahr heißt dann: Die Stunde knacken!

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

JK || Da standen sie nun am 1. August, noch im Schutze ihrer Eltern und Lehrmeister, 12 neue Auszubildende, die den Beruf des Schornsteinfegers in den kommenden 3 Jahren erlernen wollen. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hatte die neuen Auszubildenden, ihre Lehrmeister und Eltern zur Lehr-Eröffnung in die Berufsbildungsstätte nach Klein-Schwaß eingeladen. Nervosität und Aufgeregtheit waren sowohl in den Augen einiger Azubis, aber auch in denen ihrer Eltern zu sehen. Nun beginnt für die jungen Erwachsenen ein neuer Lebensabschnitt, für die meisten von ihnen der erste Schritt in die Berufswelt.
Lehrlingswart Enrico Medved eröffnete die Veranstaltung und richtete seine Worte an die Auszubildenden, Eltern und Lehrmeister wie der Landesinnungsmeister Ingo Ziola, Landesberufsbildungswart Stefanie Lehmann und Regionalsekretär des Regionalverbandes Nord des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger e. V. Herr Henry Vinke.
Während den Eltern von Stefanie Lehmann die Räumlichkeiten der Berufsbildungsstätte gezeigt wurde, gab unser Lehrlingswart Enrico Medved eine Einweisung in die Führung der Ausbildungsnachweise und überreichte jedem Ausbildungsbetrieb eine Sammlung an notwendigen Unterlagen und Arbeitshilfen.
Nach einer kurzen gemeinsamen Frühstückspause, in der sich die Auszubildenden in lockerer Runde kurz vorstellten, stellte Herr Lasse Paul Pahnke, von Hartmann und Partner, die Wichtigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung vor. Ein großes Dankeschön hierfür an Herrn Pahnke und die Firma Hartmann und Partner.
Wir wünschen allen Auszubildenden und Ausbildungsbetrieben eine erfolgreiche Ausbildungszeit und wünschen uns spätestens 2019 allen den Gesellenbrief übergeben zu können.

Ausgabe: 101 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 101 - 03/2016 )

DB || Unter o. g. Motto soll das Interesse von jungen Menschen an einer handwerklichen Ausbildung geweckt werden. Zusätzlich soll medial auf die gesellschaftliche Bedeutung der dualen Ausbildung aufmerksam gemacht werden.
Höhepunkt von „Hände hoch fürs Handwerk“ war der Aktionstag am 22. September 2016. An diesem Tag besuchten jeweils ein bis zwei Schüler und ein Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Bildung einen Betrieb im Raum Halle.
Auch die Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle beteiligte sich gemeinsam mit verschiedenen Schornsteinfegerbetrieben an dieser Aktion. Der prominente Vertreter aus der Politik war in unserem Falle kein geringerer als Ministerpräsident Rainer Haseloff. Der Ministerpräsident bestaunte gemeinsam mit zwei Schülern die Entwicklung in unserem Handwerk. An den ausgestellten Mess-, Prüf- und Kehrgeräten konnten sich gerade auch die Schüler einen Eindruck davon verschaffen, was Schornsteinfeger heute so machen. Unter anderem konnten sich die Gäste bei einer „live“ durch einen unserer Schornsteinfegerlehrlinge demonstrierten Abgaswegeüberprüfung von der Wichtigkeit unserer Arbeit überzeugen.
Für besonderes Interesse sorgte bei unserem Ministerpräsidenten der Prüfstand für die Messgeräte. Als studierten Physiker freute es ihn sehr, hier die angewandte Umsetzung der physikalischen Kenntnisse in der Praxis zu erleben. Bei dem Rundgang durch unser Innungsgebäude konnten wir unseren Gästen insgesamt einen ganz ordentlichen Einblick in unser Handwerk vermitteln.
Durch die Anwesenheit der Presse- und Medienvertreter war dieser Aktionstag neben der Werbung fürs Handwerk im Allgemeinen natürlich auch eine starke Werbung für unseren Beruf im Besonderen. Begleitet durch unsere im Januar gestartete Imagekampagne, bei der gerade auch die Lehrlingswerbung im Fokus steht, wird es uns gelingen die Nachwuchssorgen in unserem Handwerk zu lösen. Die Verdreifachung der Ausbildungsverträge in diesem Jahr zeigt, dass es funktioniert.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Nach einem Rußbrand im Schornstein ist hier der „aufgeblähte“ Glanzruß zu erkennen. Der Schornsteinquerschnitt ist stark verengt. Foto: Dietmar Matzek

Ausgabe: 96 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Hier wollte der Installateur die unter Spannung stehende flexible Abgasleitung vor einem Reinrutschen in den Schornstein schützen und griff zu einem Stahlstift. Da hatte es jemand offenbar eilig. Foto: Dietmar Matzick

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Das nennt man einen klassischen Planungsfehler. Die Trockenbauwand aus brennbaren Baustoffen muss nun einer Wanddurchführung weichen. Es wäre besser gewesen, den Schornstein flächenbündig in die Wand zu integrieren, statt ihn dahinter zu verstecken. Foto: Dietmar Matzick

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Bei der Feuerstättenschau wurde dieser Ofen entdeckt. Da die Scheibe defekt war, wurde einfach ein Blech angeschweißt. Da sich dadurch die Tür verzogen hat, wurden noch zwei neue Verriegelungen angebracht. Bis sich das Holz direkt neben dem Ofenrohr entzündet hätte, wäre nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Foto: Uwe Kischke

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Bei der Abnahme wurde diese interessante Befestigungslösung entdeckt. Die Hinterlüftung der Abgasleitung ist nun mehr als sichergestellt, allerdings ist der Schutz vor eindringendem Regenwasser damit verloren gegangen. Foto: Uwe Kischke

Ausgabe: 96 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Hier der Schornsteinkopf von einem Ölheizungsschornstein, welcher mittels Klebeband zum Halten gebracht werden sollte. Das Klebeband sollte das Herabfallen der Ziegel verhindern. Foto: Marc Siegel

Ausgabe: 96 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Auf der Mündung eines Abgasschornsteins haben wahrscheinlich Elstern begonnen, ein Nest zu bauen. Der Schornstein ist nicht mit einem Edelstahlinnenrohr versehen und mit einer Haube abgedeckt. Foto: Dietrich Leonhardt

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

RS || Mehr als 260.000 Unternehmen haben sich in letzten 10 Jahren erfolgreich mit am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen beteiligt. Und es geht weiter! Zur Jubiläumsfeier am 19. 03. 2015 unterzeichneten Thüringens neue Umweltministerin Anja Siegesmund und VWT-Präsident Hartmut Koch im feierlichen Rahmen die Absichtserklärung zur Fortsetztung des NAT für zunächst weitere drei Jahre.

Auch unsere Zunft hat sich auf den Weg nach Nohra in das ADAC Fahrsicherheitszentrum begeben. Jens Rödiger trat an diesem Abend nicht nur als Glücksbringer auf, sondern auch als Stellvertreter für alle nachhaltig arbeitenden Schornsteinfeger und der Innung Thüringen. Insgesamt 150 Vertreter Thüringer Unternehmen folgten der Einladung zur Feier des 10-jährigen Bestehens des Abkommens. Im gemütlichen Rahmen mit Programm und Verpflegung feierten die Teilnehmer die vergangenen, erfolgreichen 10 Jahre. Auch Herr Rödiger ergriff, unter anderem, das Wort und erläuterte die Nachhaltigkeit in unserem Handwerk.

Hartmut Koch setzte zudem ein Gebot für die Zukunft: „In Zukunft gehört es auch dazu, dem demografischen Wandel mit richtungsweisenden Konzepten zu begegnen, um Arbeitsplätze für kommende Generationen zu sichern.“ Zudem wurde im Rahmen der Feierlichkeit das ADAC Fahrsicherheitszentrum durch freiwillige Beiträge zum integrierten Umweltschutz und zur Ressourcenschonung erstmals in das NAT aufgenommen.

Die Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit mit der Blitzbox ein unvergessliches Selfi als Andenken zu machen und gleich vor Ort auszudrucken. Mit lustigen Schildchen und echtem Glücksbringer: Ein ganz besonderes Andenken! Weitere Bilder finden Sie unter www.nachhaltigkeitsabkommen.de. Alle Teilnehmer zeigten sich sehr erfreut und zufrieden.

Ausgabe: 96 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

BD || 21 Schornsteinfeger aus Sachsen trafen sich am 2. und 3. Juni 2015 bei der Firma HHG Haustechnik Handels GmbH, ATMOS Generalvertretung Deutschland, in Pausa im Vogtland.
Im Rahmen eines zweitägigen Erfahrungsaustausches machten sich die Schornsteinfeger mit den Neuheiten der Produkte des tschechischen Heizkessel-Herstellers Atmos vertraut. Herr Joachim Chemnitz (Bildmitte mit Mütze) führte an den zwei Tagen durch die Präsentation und ging auf die einzelnen Heizkessel bezüglich Aufbau, Funktion und Besonderheiten bei der Bedienung ein. Auch die Möglichkeit der Förderung von Scheitholz- und Pellet-Heizkesseln wurde besprochen. Von besonderem Interesse war für die Kollegen, welche Erfahrungen bei Problemen und Reklamationen mit den einzelnen Kesseltypen gemacht wurden. Dabei ging es um mögliche Fehler beim Einbau und beim Betrieb der Kessel. Die Erkenntnisse des Erfahrungsaustausches können nun bei der Abnahme- und Beratungstätigkeit der Kollegen angewendet werden.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

HK || Am 5. Mai 2015 hat ein Tornado die Innenstadt Bützow in Mecklenburg in ein Trümmerfeld verwüstet. Trümmer, zerbrochene Dachziegel, eingestürzte Häuser, beschädigte Autos, entwurzelte Bäume waren das Ergebnis eines achtminütigen Tornados in der mecklenburgischen Kleinstadt Bützow. Das Kirchendach wurde abgedeckt, die Türme sowie die Fassade des Rathauses wurden zerstört, hunderte Wohn- und Geschäftshäuser wurden demoliert. In den Straßen zerstörte Autos, abgeknickte Verkehrsschilder, ausgerissene Bänke. Es gab viele Verletzte. Patienten des beschädigten Krankenhauses mussten evakuiert werden. Es wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Der Schaden geht in die Millionen.

Aus diesem Grund hat die Schornsteinfeger-Innung eine Spende in Höhe von 1.000,– Euro der 1. Stadträtin Frau Doris Zich übergeben. Obermeister Ingo Ziola überbrachte die Spende mit seinen Bützower Kollegen und überbrachte die besten Wünsche seiner Mitglieder in der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern. Die Stadt Bützow hat die Spende dankend angenommen und bedankte sich bei allen Helfern. Ein Kuratorium wird entscheiden, wie mit den Mitteln umgegangen wird.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Aufgesetzter Schacht aus Leichtbau-Elementen

Die Ausgangsituation ist in bestehenden Gebäuden immer wieder zu finden: Ein Kamin- oder Kachelofen bzw. eine Heizungsanlage soll nachträglich eingebaut werden, doch vom Schornstein ist nur noch der Schacht innerhalb des Hauses übrig. Der über das Dach ragende Teil wurde gekappt, aufgrund von Baumängeln oder auch wegen der Optik bei einer Änderung der Dacheindeckung.

Mittels moderner Leichtbau-Elemente lässt sich die Sanierung des „Rest-Schornsteins“ schnell, effizient und problemlos durchführen. Die Sicherheitsanforderungen wie die Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten werden dabei eingehalten. Dies gelingt zum Beispiel mit Hilfe des LB Universal von ­Raab. Er ist insbesondere für Festbrennstoffe geeignet, kann aber ebenso für alle Öl- und Gasfeuerstätten bis 400 °C Abgastemperatur eingesetzt werden. Die vorkonfektionierten Schächte werden aus 40 mm starkem Fibersilikat hergestellt. Damit handelt es sich nicht nur um einen absolut brandbeständigen Schornstein, sondern auch um ein System, das mit einem Abstand von 40 mm zu brennbaren Bauteilen installiert werden kann. Die Deckendurchgänge, die aus brennbaren Baustoffen bestehen, müssen mit einer zusätzlichen Schicht aus 40 mm dicken Fibersilikatplatten gegen Brandübertragung geschützt werden.
Die Verbindung zwischen altem Schornstein und neuem Schacht gelingt durch eine Umrahmung des aufgesetzten Schachtes. Dazu werden zusätzlich Streifen von Brandschutzbauplatten am Boden und rings um den Schacht angebracht.

Im Innern des alten und neuen Schachts wird ein hochwertiges Edelstahlrohr eingesetzt, das bei Bedarf mit einer Dämmung versehen ist. Insbesondere im Bereich über Dach wird dies genutzt. Außerdem sind verschiedene Fertigstülpköpfe oder ein Übergang auf die doppelwandige Edelstahlabgasanlage Raab DW erhältlich. Auf diese Weise lässt sich mit verhältnismäßig wenigen Einzelkomponenten des Baukastens ein vollwertiges Schornsteinsystem zusammensetzen.
Beide Materialien, Fibersilikat und Edelstahl, lassen sich schnell und einfach verarbeiten. Die Schachtelemente mit Stufenfalz werden in Trockenbauweise versetzt, wobei sich die geraden Schachtelemente mit den Nutzlängen von 570 mm und 1170 mm individuell auf erforderliche Längen und Dachschrägen anpassen lassen. Es wird empfohlen, eine Baumaßnahme vor Beginn mit dem zuständigen Schornsteinfeger zu besprechen. Er kann hinsichtlich Sicherheit und korrekter Ausführung beraten.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

HK || Am 13. April 2015 erfolgte das Interne Audit gemäß des zertifizierten QM/UM-Systems in den Geschäftsräumen der Schornsteinfeger-Innung MV in Klein Schwaß. Alle Geschäftsfelder der Innungsorganisation und der Geschäftsführung wurden geprüft und durchleuchtet. Geschäftsfelder im Bereich der Vorstandsarbeit, der Aus- und Weiterbildung sowie interne Arbeitsabläufe wurden gemäß der Zertifizierung überprüft. Zum Abschluss des internen Audits wurde dem Vorstand der Schornsteinfeger-Innung und deren Mitarbeiter eine sehr gute Arbeit bescheinigt.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

HK || Am 08. April 2015 fand in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks Doberschütz Außenstelle Klein Schwaß erstmalig der Tag des Lehrlings statt. 30 Auszubildende unseres Handwerks aus drei Lehrjahren sind der Einladung der Schornsteinfeger-Innung MV gefolgt.

Gemeinsam wurden die Lehrlinge von unserer LBBW Stefanie Lehmann und Lehrlingswart Enrico Medved auf die zukünftigen Prüfungen und die neue Ausbildungsverordnung vorbereitet. Die Thematik der Berichtsheftführung während der Ausbildungszeit wurden ausführlich vom Lehrlingswart erörtert. An Feuerungsanlagen und Lüftungsanlagen wurden praktische Überprüfungsarbeiten und Messungen durchgeführt sowie die Thematik des Arbeitsschutzes ausführlich erörtert. Großes Interesse fanden die Ausführungen hinsichtlich der Beratung für feste Brennstoffe und die Durchführung der Holzfeuchtemessungen entsprechend der 1. BIMSchV.

Gemeinsame Erfahrungen wurden ausgetauscht und Probleme der Ausbildung konnten angesprochen werden. Viele Fragen zum Thema der Berufsweiterbildung und der Prüfungsverordnung konnten beantwortet werden. Ein großes Dankeschön ging an die Signal Iduna und die IKK, die den Tag ausstatteten. Dieser Tag war ein großer Erfolg für alle Beteiligten und wird im nächsten Jahr wiederholt.

Zur Zeit befinden sich in Mecklenburg-Vorpommern 33 Lehrlinge in der Ausbildung zum Schornsteinfeger.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

„Rentner haben niemals Zeit“, aber wie in den vergangenen Jahren haben wir uns für unser Treffen in Güntersberge diese Zeit genommen. Mit einem großen Hallo wurden wir wie immer durch die Hotelinhaber Familie Haubold begrüßt. So herrschte am Anreisetag große Wiedersehensfreunde. Viele Kollegen waren erfreut ihre Lehrmeister, Meister oder Kollegen nach mehreren Monaten wieder zu treffen.

Ab 17:00 Uhr lud der Obermeister G. Metz zu einer angeregten Gesprächsrunde ein. Die Altmeister waren sehr interessiert an der neuen Innungsarbeit. Es wurden interessante Fragen gestellt, wie zum Beispiel: Wie geht es weiter in der Innung? oder: Wohin entwickelt sich der Beruf des Schornsteinfegers? Nach dieser Gesprächsrunde trafen wir uns zum gemeinsamen Abendbrot und anschließender geselligen Runde.

Am zweiten Tag, pünktlich um neun Uhr, fuhr uns der Fahrer (Holger) der Firma Kusserow, die wie immer für uns da waren, durch den Harz. Diesjähriges Ziel war Goslar. Hier besuchten wir die Kaiserpfalz und erfuhren während der Führung viel über deren Entstehung. Eine Stadtrundfahrt mit der „Goslarer Bimmelbahn“ rundete diesen Besuch ab.

Beim gemütlichen Kaffeetrinken in luftiger Höhe von 800 m ü. NN auf dem Torfhaus wurden schon neue Pläne für das Jahr 2016 geschmiedet. Es waren wieder wunderschöne Tage.

Den aktiven Kollegen und der Innungsleitung gilt der Dank der „Rentner“ für die Unterstützung. Aber auch die Organisatoren Erhard Fleischhauer und Heinrich Müller haben sich wieder ins Zeug gelegt, um etwas Interessantes auf die Beine zu stellen.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Anlässlich des 80. Geburtstages des Schornsteinfegermeisters i. R. Karl-Heinz Kiel kamen am 14. 06. 2015 viele Gäste und Gratulanten von nah und fern angereist, um dem langjährigen Obermeister sowie Ehren­obermeister zu seinem Jubiläum die besten Wünsche zu überreichen. Neben dem Ehrenlandesinnungsmeister Manfred Jablonski, dem ehemaligen technischen Landesinnungswart Günter Schoppenhauer sowie dem ehemaligen Berufsbildungswart Siegfried Pianka ließen es sich auch der Vorstand der Schornsteinfegerinnung Altmark, voran der Obermeister Reinhard Wegner, sowie viele andere Kollegen der schwarzen Zunft nicht nehmen, dem beliebten Schornsteinfegermeister viel Glück und Gesundheit zu wünschen.

Karl-Heinz Kiel ist ein Kollege, der noch heute reges Interesse für das Schornsteinfegerhandwerk zeigt und zudem beratend bei seinen Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Gardelegen ein hohes Ansehen genießt. Somit bleibt es erneut unser Anliegen, dem Kollegen Karl-Heinz Kiel auch auf diesem Weg viel Gesundheit und noch viele schöne Jahre inmitten seiner Familie und Freunde zu wünschen.

Danksagung:
Liebe Kollegen,
ich möchte mich auf diesem Wege bei allen recht herzlich für die vielen Glückwünsche zu meinem 80. Geburtstag bedanken. Es war mir eine große Freude so viele Kollegen zu meiner Feierstunde begrüßen zu können und ich war beeindruckt von der Vielzahl der Glückwunschkarten sowie der telefonischen Gratulationen.

Karl-Heinz Kiel‚
Schornsteinfegermeister i. R.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

BD || Am 10. 06 .2015 haben die Kollegen Tina Pröhl, Marko Hirt und Mario Lindemann Einkaufsschecks in Höhe von 1.500 € der Cc Klinik-Verwaltungsgesellschaft mbH, Station für krebskranke Kinder und dem Elternverein krebskranker Kinder e. V. übergeben. Am ersten verkaufsoffenen Tag im neuen Jahr führen die Kollegen der Schornsteinfegerinnung Chemnitz jährliche eine Neujahrsaktion im Einkaufszentrum „Chemnitz Center“ durch. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird den Passanten Glücksklee überreicht. Für dieses Arrangement erhalten die Schornsteinfeger Einkaufsschecks. Diese sollten nun, auf Beschluss der Kollegen, einem guten Zweck zugeführt werden. Auf der Station der Kinder­onkologie des Klinikum Chemnitz wurden deshalb die gesammelten Schecks im Beisein von Vertretern des Elternvereins, des Chefarztes Dr. med. Axel Hübler und des Stationsarztes Dr. André Hofmann übergeben. Die Einkaufschecks sollen für die Anschaffung von Kassettenradios, Spiele usw. verwendet werden.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Der Veranstaltungsort der Mitgliederversammlung des LIV Sachsen-Anhalt rotiert planmäßig innerhalb der drei angeschlossenen Innungen Altmark, Halle und Magdeburg. In diesem Jahr war die Innung Halle für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich, sodass die Mitgliederversammlung am 03. 06. 2015 im Ramada-Hotel Halle-Peißen stattfand.

Neben den Delegierten konnte der Vorstand auch den Ehren-Landesinnungsmeister Manfred Jablonski begrüßen. Nachdem die einzelnen Vorstände ihren Bericht hielten, fand die turnusmäßige Neuwahl des Vorstandes des LIV statt. Zur Wahl stellten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder, welche auch mit überzeugender Mehrheit wiedergewählt wurden. Somit ist der alte LIV-Vorstand auch der Neue, der sich wie folgt zusammensetzt: Landesinnungsmeister Torsten Kiel, stellv. LIM und Pressewart Daniel Börner, Technischer Landesinnungswart Ingo Wilsdorf, Landeskassenwart Norbert Kutzschbach, Landesberufsbildungswart und QUB Kai Schoppenhauer.

Wir wünschen dem Vorstand des LIV alles Gute und viel Erfolg für die nächste Wahlperiode.

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HK || Am 28. Mai 2015 fand im Bürgerhaus der Barlachstadt Güstrow die Innungsversammlung für die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern statt. Obermeister Ingo Ziola begrüßte den Hausherrn, Bürgermeister Arne Schuldt, sowie die Gäste der Innungsversammlung. Diese waren Frau Regine Lück, Vizepräsidentin des Landtages, Herr Dr. Arnold Fuchs, Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, den Kammerpräsidenten der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern Herr Hans-Peter Siegmeier, das Vorstandsmitglied im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks Herr Stephan Langer, den neugewählten Landesbrandmeister Hannes Möller und die Obermeister der Sanitär- und Heizungstechnik-Innung im Landkreis Rostock Timo Mense und der Ofen- und Luftheizungsbauer-Innung MV Jens Cordes sowie die aktiven Kollegen und Altmeister.
Bei den Grußworten überbrachte die Vizepräsidentin des Landtages Lück die Grüße des Landtages und hob die gute Zusammenarbeit zwischen dem Parlament und der Innung hervor. Sie sei sich sicher, dass das Schornsteinfegerhandwerk auch in Zukunft in Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich des Brandschutzes und der Energieeinsparung ein verlässlicher Partner ist.
Der HWK-Präsident Siegmeier erwähnte bei den Grußworten die Wandlung des Schornsteinfegerhandwerks und verwies auf den Dschungel der neuen Gesetze und Verordnungen. Die Schornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern sind ein guter und verlässlicher Partner für die Eigentümer und Betreiber von Feuerungsanlagen. Durch die kompetenten und qualifizierten Fachmänner, wie die Schornsteinfeger, habe er ein sicheres Gefühl. Er betonte das gute Verhältnis zwischen Handwerkskammer und Schornsteinfeger-Innung.
Dr. Arnold Fuchs, Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV, überbrachte die besten Wünsche des Ministers und dankte für die vertrauensvolle, gute Zusammenarbeit. Er verwies in seinem Grußwort auf die Novellierung der Landesbauordnung. Aus vorbeugenden brandschutztechnischen Gründen wird die Rohbauabnahme an Abgasanlagen wieder mit aufgenommen. Diese Forderung ist ein wichtiger Bestandteil für das Bescheinigen der sicheren Benutzbarkeit von Feuerungsanlagen. Ein weiterer Punkt seiner Gastrede war die neu verfasste Richtlinie für Unterkunfts- und Anfahrtshilfe für Lehrlinge in MV. Das Land wird den Lehrlingen höheres Wege- und Unterkunftsgeld zahlen. Wer Fachkräfte haben will, muss seinen Teil dazu beitragen. Die Arbeitgeber sollten auch ihren Beitrag zur Kostenübernahme mittragen.
Nachdem Stephan Langer, Vorstand im ZIV, die Grußworte übermittelte, wurde sein Vortrag zum Thema „Ihre Innungs-Schornsteinfeger“ interessiert aufgenommen. Er verwies auf die Notwendigkeit des Alleinstellungsmerkmals hin. Nur mit Qualität und Flexibilität können die Innungs-Schornsteinfeger mit einem Plus beim Kunden punkten. Er stellte neue und herausragende Ideen der Öffentlichkeitsarbeit des ZIV vor. Im Vortrag konnte jeder einzelne erkennen, welches Potenzial im Betrieb liegt und wie man Kunden für seine Arbeit begeistern kann. Weil wir viele Beobachter haben, ist es unbedingt notwendig, dass unsere Innungsbetriebe sich den neuen Gegebenheiten im freien Markt anpassen und hoheitliche und freie Arbeiten strikt trennen. Der Vortrag wurde mit Begeisterung aufgenommen.
Ein weiterer Höhepunkt der Innungsversammlung war der Vortrag „Mythos Team“ von Holger Schneider, Geschäftsführer Team Bildungszentrum Gut Schwechow. Holger Schneider, ehemaliger Olympiasieger und Weltmeister, konnte den Gästen aufzeigen, wie wichtig eine gute Teamarbeit ist. Durch viele Beispiele im Vortrag wurde aufgezeigt, wie man Menschen, Kollegen, Kunden begeistern kann. Er zeigte aber auch, welche Fehler unbedingt vermieden werden müssen um Erfolg zu haben. Die Beziehungen zwischen Innungsarbeit und Teambildung wurden hervorragend und lebendig herauskristallisiert
Der Obermeister berichtete von den Erfahrungen der vergangenen Monate hinsichtlich der Neuausschreibung der Kehrbezirke. Weiterhin ging er auf die Problematik des Wettbewerbsrechtes ein. Weitere Themen waren das Labelling von Feuerstätten, das ab dem Jahr 2017 dem Schornsteinfeger als Aufgabe der Feuerstättenschau zukommen soll. Mit einem Dankeschön bedankte sich der Obermeister für das Engagement unserer Mitglieder für unseren Beruf.

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Mittwoch, 08. Juli 2015
10.00 Uhr Sitzung des Vorstandsrates des Bundesverbandes
16.30 Uhr Eröffnung der Fachausstellung
für alle Schornsteinfeger, Marktpartner und Freunde des Handwerks
17.00 Uhr Empfang der Radfahrer des Vereins „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“
17.30 Uhr Delegiertentreffen des Bundesverbandes

Donnerstag, 09. Juli 2015
ab 08.00 Uhr Fachausstellung für alle Schornsteinfeger, Marktpartner und Freunde des Handwerks
09.00 Uhr Mitgliederversammlung und Delegiertentagung des Bundesverbandes
(für alle Innungsmitglieder Teilnahme möglich)
16.00 Uhr Sitzung des Versorgungswerkes des Schornsteinfegerhandwerks e. V.
19.00 Uhr Festabend mit Buffet
10.00 Uhr Rahmenprogramm


Freitag, 10. Juli 2015
ab 08.00 Uhr Fachausstellung für alle Schornsteinfeger, Marktpartner und Freunde des Handwerks
10.00 Uhr Öffentliche Veranstaltung des Bundesverbandes und Verabschiedung von Präsident Beyerstedt
Teilnahme aller Schornsteinfeger, Marktpartner und Freunde des Handwerks

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Mario Lindemann || Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Gesellen, Auszubildende und Angestellte im Schornsteinfegerhandwerk.

Vom 08. 07. 2015–10. 07. 2015 findet in Dresden unser Bundesverbandstag statt. Der Bundesverbandstag wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet.
Am 08. Juli wird um 16:30 Uhr die Fachausstellung eröffnet. Ab 17:00 Uhr erwarten wir die Radfahrer des Vereins „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Anschließend treffen sich die Delegierten, was mit einem Essen begleitet wird (Karte(n) für das Essen sind für 16 € pro Person beim LIV-Sachsen erhältlich). An der Eröffnung der Fachausstellung, dem Radfahrerempfang und dem Essen können alle Kolleginnen und Kollegen, Gesellen, Auszubildende und Angestellte im Schornsteinfegerhandwerk teilnehmen.

Am 09. Juli (Fachausstellung ab 08.00 Uhr) beginnt um 09.00 Uhr die Mitgliederversammlung und Delegiertentagung des Bundesverbands. Alle Innungsmitglieder können an der Versammlung teilnehmen. Für diese Veranstaltung wird eine Zutrittsberechtigung benötigt. Die Zutrittsberechtigungen wurden an die Obermeister der Innungen vergeben.
Um 19.00 Uhr beginnt der Festabend mit Buffet unter dem Motto „Barock in Sachsen“: Gräfin Cosel und August der Starke, Katy Leen – Gesang, Satire (Erfindungen in Sachsen), Tanzabend mit Live-Band, Buffet inklusive Getränke (Bier, Wein, alkoholfreie Getränke). An dem Festabend können alle Kolleginnen und Kollegen, Gesellen, Auszubildende und Angestellte mit Partner teilnehmen (Karte(n) zum Preis von 75,00 € pro Person sind beim LIV erhältlich, wer in Gruppen zusammen sitzen möchte, bitte dies Frau Kalt beim LIV mitteilen).
Am 10. Juli (Fachausstellung ab 08.00 Uhr) beginnt 10.00 Uhr die Öffentliche Veranstaltung des Bundesverbandes mit namhaften Vertretern aus Politik und Wirtschaft. An der Öffentlichen Veranstaltung können alle Kolleginnen und Kollegen, Gesellen, Auszubildende und Angestellte im Schornsteinfegerhandwerk teilnehmen.

Wir, der Vorstand des LIV Sachsen, freuen uns über eine rege Teilnahme der Kolleginnen und Kollegen, Gesellen, Auszubildende und Angestellten im Schornsteinfegerhandwerk.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Bericht des ZIV-Arbeitskreises „Lüftungsanlagen“ zum Stand und den Ergebnissen der aktuellen
Arbeiten (Obmann des AK „Lüftungsanlagen“ des ZIV Uwe Gerath und TLIW des Landes M-V).

Durch die fortschreitende, immer energieeffizientere Bauweise moderner Wohngebäude gewinnt die kontrollierte Gebäudebelüftung zunehmend an Bedeutung. Für das Schornsteinfegerhandwerk bietet sich dadurch mit der Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen die Möglichkeit, neue wichtige Zukunftsaufgaben für Innungs-Schornsteinfeger zu entwickeln.
Zurzeit zeigt sich jedoch, dass die meisten Schornsteinfegerbetriebe in Deutschland mit den bisherigen Tätigkeiten weitgehend ausgelastet sind, wodurch eine flächendeckende, bundesweite Einführung von neuen Dienstleistungen in naher Zukunft sicherlich erschwert wird.
Zum aktuellen Stand der Arbeiten des ZIV-Arbeitskreises „Lüftungsanlagen“ lässt sich sagen, dass die Erstellung des Arbeitsblatts 301 „Lüftungsanlagen – Überprüfung und Reinigung von Einzel- und Sammelschachtanlagen“ nahezu abgeschlossen ist. Eine Vorversion lag bereits zum 31. Dezember des vergangenen Jahres vor.

Das mit der Erarbeitung zugehöriger Dienstleistungen beauftragte „Kompetenzzentrum für Lüftung und Hygiene“ in Dülmen hat seine Arbeiten zur Entwicklung von Reinigungs- und Überprüfungsmethoden an Einzel- und Sammelschachtanlagen nach DIN 18017 o. ä. sowie an raumlufttechnischen Anlagen nach DIN 1946 abgeschlossen. Das entsprechende Schulungsmaterial zu diesen neuen Tätigkeiten wurde ebenfalls bereits erstellt. Dieses kann nun allen Bildungseinrichtungen des Schornsteinfegerhandwerks zur Verfügung gestellt werden.
Für das weitere Vorgehen des Arbeitskreises „Lüftungsanlagen“ wurde vereinbart, dass in der ersten Hälfte 2015 ein Abschlussbericht für das Magazin Schornsteinfegerhandwerk erstellt werden soll. Darin sollen die Ergebnisse der Arbeiten im Kompetenzzentrum Dülmen zusammengefasst werden, das neue Arbeitsblatt 301 vorgestellt und die geprüften Verfahren für Arbeiten an asbesthaltigen Lüftungsanlagen thematisiert werden. Darüber hinaus wurde der Vorschlag unterbreitet, ein neues Arbeitsblatt 306 zu erarbeiten, das sich mit der Überprüfung und Reinigung von raumlufttechnischen Anlagen zur kontrollierten Wohnungslüftung (RLT-Anlagen) in Gebäuden befasst. Für den Vorstand des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks ergibt sich unter Berücksichtigung der aktuellen Beschäftigungssituation im Schornsteinfegerhandwerk die Herausforderung, die Nachfragesituation am Markt zu klären und basierend darauf festzustellen, ob und ggf. wann eine Einführung dieser neuen Tätigkeiten sinnvoll ist. Der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband kommt dann die Aufgabe zu, sich mit der Bewerbung und den Marketingfragen zu diesem Thema zu beschäftigen. Wie und in welcher Form die vom Kompetenzzentrum in Dülmen entwickelten Lehrgangsmaterialien den anderen Bildungsstätten im Schornsteinfegerhandwerk zugänglich gemacht werden sollen, das wird die Aufgabe der Abteilung Berufsbildung im Bundesverband sein.
Mit Erarbeitung eines neuen Arbeitsblattes 306 ist eine Projektgruppe betraut, die ihre Arbeit in der ersten Hälfte dieses Jahres begonnen hat. Die Schwerpunkte dieser Projektgruppe sind die Einarbeitung einschlägiger Normen wie beispielsweise der DIN 1949-6 sowie die Erstellung und Dokumentation von Lüftungskonzepten. Des Weiteren müssen Aufbau und Funktion einer RLT-Anlage mit Wärmerückgewinnung kennengelernt und verstanden werden. Ein weiteres Thema sind die Prüfung und Reinigung von raumlufttechnischen Anlagen einschließlich der zugehörigen Prüf- und Reinigungsgeräte im Ein- und Zweifamilienhaus sowie im Wohnungsbau. Zusätzlich wird die Anwendung der VDI 6022 „Raumlufttechnik, Raumluftqualität“ für technische und mikrobiologische Untersuchung von RLT-Anlagen in den Arbeiten berücksichtigt werden. Auch die Bearbeitung von flexiblen Lüftungskanälen, Flachkanälen und Lüftungskanälen im Fußbodenbereich mit einer max. Länge bis 15 m sollen im Arbeitsblatt betrachtet werden. Zum Umfang der neuen Dienstleistungen im Bereich der RLT-Anlagen werden dann schließlich die Akquise, die Inspektion, die Angebotserstellung, die Auftragsbearbeitung und die Dokumentation gehören.
Aus der Sicht des ZIV-Arbeitskreises „Lüftungsanlagen“ scheint es für das Schornsteinfegerhandwerk in diesem Zusammenhang sinnvoll, wenn zukünftig neue Dienstleistungen auch dann flächendeckend angeboten würden, selbst wenn diese noch nicht von allen Schornsteinfegern durchgeführt werden können. Dazu sollte abgeklärt werden, wie zukünftig eine Zusammenarbeit zwischen den zum Beispiel für die Überprüfung und Reinigung von raumlufttechnischen Anlagen spezialisierten Schornsteinfegerbetrieben und denen, die darin noch keine Erfahrungen haben, aussehen könnte. Auf diese Weise könnten alle Innungs-Schornsteinfegerbetriebe von den neu erarbeiteten Dienstleistungsangeboten profitieren.

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Dieser Artikel erschien in der Printausgabe und ist noch nicht online

Ausgabe: 96 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 96 - 2/2015 )

Im Herbst 2014 wuchs die Idee heran, in verschiedenen Internetportalen präsenter zu werden, um somit Azubis für eine Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu begeistern.

Neben Messeauftritten sollte eine Videopräsentation die Öffentlichkeitsarbeit der Bildungsstätte unterstützen. Nach reiflicher Überlegung war der Vorstand des Schulvereins überzeugt, einen Film in Form einer TV-Reportage professionell drehen zu lassen. Die Entscheidung fiel auf einen durch langjährige TV-Reportagen bekannten Kameramann. In mehreren Abschnitten drehte das Team des „Studio Dufft“ an unserer Bildungsstätte. Sie begleiteten unsere Auszubildenden bei der überbetrieblichen Ausbildung und erstellten mit ihren Aufnahmen einen Überblick zu den Abläufen an unserer Einrichtung. Nach 6 Monaten Vorbereitung und mehreren Drehterminen ist nun ein Imagefilm erstellt worden, welcher auf Ausbildungs- und Handwerksmessen das Interesse am Schornsteinfegerhandwerk und einer Ausbildung an unserer Bildungsstätte wecken soll. Wir hoffen, den zukünftigen Azubis mit diesem Film einen Kurzüberblick zur Ausbildung an unserer Einrichtung geben zu können und ihnen damit bei ihrer Berufswahl die Entscheidung zu erleichtern.

Dieser Film wird auf dem Bundesverbandstag in Dresden erstmals präsentiert und ist danach auch in Kurzfassung auf unserer Internetseite und auf Youtube verfügbar. Wir möchten mit dieser Aktion näher am Zeitgeist sein. Darüber hinaus geben wir den Kollegen, Kreisgruppen und Innungen für die anstehenden Ausbildungsmessen ein neues Medium in die Hand, um für Nachwuchs zu werben.

Wenn Sie den Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks vom 08. 07. 2015 bis 10. 07. 2015 in Dresden besuchen, würden wir uns freuen, Sie an unserem neugestalteten Messestand begrüßen zu dürfen.




Ausgabe: 95 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

Unser Innungsmitglied Christian Heinze aus Pudagla (Mecklenburg-Vorpommern) hat bei seiner wiederkehrenden Arbeit an Dunstabzugsanlagen folgende Mängel festgestellt. Der Brandschutz ist hier nicht mehr gewährleistet.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

Hier war der Betreiber so clever, seinen Schornstein gleich hinter der Objektbegrünung zu verstecken. Die CO2-Anreicherung wird das Wachstum fördern. Grober Fahrlässigkeit scheinen keine Grenzen gesetzt. Foto: Christian Heinze

Ausgabe: 95 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

Videoinspektion in einer Abgasleitung. Hier ist deutlich erkennbar, dass die im rauhen Sägeschnitt gekürzte Abgasleitung die Dichtung verschoben hat. Die Deformierung deutet darauf hin, dass der Installateur dies wohl durch Muskelkraft kompensieren wollte, was ja auch gelang. Das Kondensat läuft aus der Dichtung heraus und von dort in den Ringspalt. Abgasaustritt ist vorprogrammiert. Foto: Christian Heinze

Ausgabe: 95 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

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Hier dachte der Betreiber der Feuerungsanlage sich, dass die geforderte Überschreitung des Dachfirstes ja fast erfüllt ist, getreu dem Motto: „Was der Schornsteinfeger nicht sieht, kann er auch nicht bemängeln“. Foto: Christian Heinze

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UV-Strahlung und andere Witterungseinflüsse können so manches damals noch als unkaputtbar verkaufte Bauteil komplett zerstören. Hier eine Kunststoffabgasleitung über Dach. Der sichtbare Bereich ist deutlich zerfressen. Den nichtsichtbaren Bereich kann man nur noch mit einer Ringspaltmessung, Druckprobe oder Videoinspektion untersuchen. Foto: Christian Heinze

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Blick in den Ringspalt einer Abgasleitung. Oben sieht man den geriffelten Deckel der inneren Prüföffnung. Im Hintergrund erkennt man, wie die Abgasleitung, verborgen vom Ringspalt, dahinfault. Bei doppelwandigen Systemen lohnt immer ein Blick hinter die Fassade, selbst bei Geräten, deren Hersteller sich mit langen Wartungsfristen rühmen. Foto: Christian Heinze

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Lüftungsanlagen zur Raumhygiene sind in einigen Bundesländern regelmäßig durch den Schornsteinfeger zu prüfen. Besteht diese gesetzliche Prüfpflicht nicht, obliegt es dem Verantwortungsbewusstsein des Betreibers/Eigentümers/Vermieters. Meist fallen Wartungstätigkeiten in die Schublade möglicher betriebswirtschaftlicher Einsparungen. Foto: Christian Heinze

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Hier ist voller Einsatz gefragt: Nach einem offensichtlichen Schornsteinbrand kam es hier zu einem Komplettverschluss eines Rauchschornsteins (Blick von der Prüföffnung im Dachgeschoss). Foto: Matthias Ludwig

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Von unten schaut das Abgasrohr noch intakt aus. Beim Blick von oben mit dem Teleskopspiegel offenbart sich die Wirklichkeit. Foto: Ronny Knothe

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RS || An dem Wochenende vom 28. Februar bis 1. März 2015 fand auf dem Messegelände in Erfurt zum 25. Mal die Ausstellung zum Thema Immobilien, Sanieren und Modernisieren statt. Diese war integriert in die eigentliche Thüringen-Ausstellung, die über neun Tage ihre Pforten öffnete und bei verschiedenen Einzelmessen unterschiedlichste Lebensbereiche darstellt.
Die Aussteller informierten ausführlich über ihre jeweiligen Fachgebiete. Darunter waren Themen wie Hochzeiten, Gastronomie und Freizeit. Für unser Handwerk waren natürlich diese Messen nicht die favorisierten und dennoch waren wir wie immer gern gesehen als die Schwarze Zunft. Die Erfurter Messeleitung freute sich besonders über die hohe Qualität der Aussteller und Besucher. Es fiel auf, dass die Besucher mit speziellen und zielgerichteten Fragen auf die Aussteller zukamen. Sie informierten sich besonders über kosteneffiziente Energiegewinnung.
Im Fachprogramm wurden Vorträge über das Thema Energie abgehalten. Da war das Schornsteinfegerhandwerk natürlich der beste Ansprechpartner. Dieses Jahr gab es viel Informationsbedarf in Hinsicht auf die Nötigkeit der Sanierung oder Modernisierung alter Festbrennstofffeuerstätten. Dem einzelnen Betreiber wurden seine Pflichten bezüglich der 1. BImSchV verdeutlicht.
Natürlich wollten sich auch viele Besucher ein klein wenig Glück mit nach Hause nehmen. Ein großer Dank geht hierbei wieder an die einzelnen Kollegen für ihren engagierten Einsatz an unserem Messestand.

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HK || Am 16. Januar 2015 wurden der Obermeister der Kachelofen- und Luftheizungsbauerinnung Mecklenburg-Vorpommern Jens Cordes und deren Mitglieder von Obermeister Ingo Ziola und dem Technischen Landesinnungswart in der Geschäftsstelle der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Klein Schwaß begrüßt. Die Veranstaltung diente dem Erfahrungsaustausch hinsichtlich der novellierten Bundesimmissionsschutzverordnung.
Die zweite Stufe ab 1. Januar 2015 verschärft die Emissionsanforderungen. Um die darin festgeschriebenen Ziele zu erreichen, bedarf es Neuentwicklungen und erheblicher technischer Verbesserungen der Ofen- und Kesselhersteller. Die Novelle legt für Einzelraumfeuerstätten für feste Brennstoffe Mindestwirkungsgrade analog zu den Emissionsanforderungen für Staub und Kohlenmonoxid fest. Diese variieren zwischen 70 Prozent für Herde und Raumheizer mit Füllfeuerung, über 80 Prozent für Kachelofeneinsätze bis hin zu 90 Prozent Mindestwirkungsgrad für Pelletöfen mit Wassertasche.
Die Überwachung von Feuerungsanlagen ändert sich mit der BImSchV-Novelle deutlich: Bislang brauchten nur Anlagen ab einer Leistung von 15 Kilowatt regelmäßig überwacht werden. Nun sinkt diese Grenze auf vier Kilowatt. Dadurch unterliegen wesentlich mehr Feuerungsanlagen einer regelmäßigen Überwachung. Auch Holzöfen unterliegen diesen Grenzwerten. Eine abschließende vorgeführte Feinstaub- und Kohlenmonoxyd-Messung an einem Kaminofen führte zu Diskussionen und weiteren Erkenntnisse.
Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Mecklenburg-Vorpommern, der Kachelofen- und Luftheizungsbauerinnung und der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern wurde beiderseits begrüßt und hervorgehoben.

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HK || Vier Tage lang, von 5. bis 8. März 2015, zeigten rund 250 Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland im 25. Jubiläumsjahr auf über 11.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche Schickes, Nützliches, Neues und Schönes. Rund 48.000 Besucher haben die Jubiläumsschau aufgesucht.
In der Hallen- und Themenwelt „Energie, Umwelt & Nachhaltigkeit“ haben die Kollegen aus dem Landkreis Wismar-Nordwestmecklenburg die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Hier wurden zahlreiche Besucher über die Aufgaben des Schornsteinfegerhandwerks informiert. Viele Gäste wurden über Energieeinsparmöglichkeiten im Haushalt und Hausbau aufgeklärt. Themenschwerpunkt war überwiegend die Erneuerung von Feuerungsanlagen. Die Kollegen konnten viele neutrale und positive Tipps geben, die dankbar angenommen wurden. Durch unsere Kollegen fanden ca. 2.000 Glücksbringer wieder ihren Weg in die Taschen und Herzen der Gäste. Viele Besucher kamen gezielt zum Messestand der Schornsteinfeger-Innung um „Ihren“ persönlichen Glücksbringer abzuholen.

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DB || Wie schon in den vergangenen Jahren fand auch in diesem Januar wieder die Klausurtagung des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt in den Räumen unserer Bildungsstätte in Doberschütz statt. Diese Veranstaltung dient traditionell der Meinungsbildung und der strategischen Planung der Ziele des LIV und der Innungen im Land. Mit dabei waren die Vorstände der Innungen im Land (Halle, Magdeburg, Altmark), sowie der Vorstand des LIV. Als Gäste konnten wir den Schulleiter der Bildungsstätte Stefan Schulze, Vertreter des Landesinnungsverbandes des Maler- und Lackiererhandwerks und Vertreter unseres berufsständischen Versorgungswerkes von der Signal-Iduna begrüßen.
Nachdem Landesinnungsmeister Torsten Kiel die Teilnehmer über die aktuellen Themen des Schornsteinfegerhandwerks informiert hatte, stellte er erneut das CO2OL-Projekt des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks vor. Bei diesem im Jahre 2012 vom ZIV angebotenen Projekt handelt es sich um ein ambitioniertes Klimaschutzprogramm, bei dem in den Ländern Äthiopien, Bolivien und Panama Flächen von Regenwald vor der Rodung geschützt werden. Dadurch wird die durch die Firmenwagen der teilnehmenden Schornsteinfeger freigesetzte Kohlendioxidemission kompensiert.
Torsten Kiel machte den Vorschlag, dass die Vorstände der Innungen im Land sowie der Vorstand des LIV geschlossen dieses Projekt unterstützen und an dem CO2OL-Projekt teilnehmen. Bis auf eine einzige Ausnahme haben alle Vorstandsmitglieder noch vor Ort den Aufnahmeantrag ausgefüllt, sodass die Vorstandsmitglieder mit guten Beispiel voran gehen und ab sofort klimaneutral zum Kunden fahren.
Im zweiten Teil des Tages stellte Pressewart Daniel Börner die Imagekampagne des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Niedersachsen vor. Die teilnehmenden Vorstandsmitglieder äußerten sich einstimmig positiv zur Umsetzung auch in Sachsen-Anhalt. Die Teilnehmer einigten sich darauf, dass Daniel Börner die Kampagne den Innungsmitgliedern im Frühjahr im Rahmen der Weiterbildung in der Bildungsstätte vorstellt. Entsprechende Beschlüsse zur Umsetzung müssten dann in den Innungsversammlungen gefasst werden.
Am späten Nachmittag kamen dann die Vertreter der Maler- und Lackiererinnung dazu. Hier wurde dann die praktische Umsetzung der Verbändevereinbarung zwischen unseren Handwerken bis in den Abend hinein diskutiert. Am zweiten Tag informierte Herr Adam von der Signal-Versicherung über die Auswirkungen der Änderungen bei den gesetzlichen Rentenversicherungen, außerdem informierten noch Ingo Wilsdorf und Kai Schoppenhauer über Aktuelles aus der Technik und dem QM/UM-System.
Gerade im Hinblick auf die Außenwirkung des Schornsteinfegerhandwerks wurden auf der Klausurtagung strategische Ziele gesetzt, die es nun umzusetzen gilt. Da wir alle von einem positiven Image profitieren, sind wir zuversichtlich die Zustimmung der Mitglieder zu erhalten. 

Anmerkung der Redaktion
Zum Redaktionsschluss erreichte uns eine Pressemeldung von CO2OL, dass der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks eine Fläche von 10 Hektar in Panama pachtete, um sie mit einem Schutzwald aufzuforsten.

Ausgabe: 95 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

DB || Wir alle sind oder werden mit dem Fachkräftemangel konfrontiert. Die Ausbildung ist für unseren Beruf von existenzieller Bedeutung. Um die Kontaktknüpfung zwischen den Lehrbetrieben und interessierten jungen Menschen zu erleichtern, haben die Handwerkskammern die App „Lehrstellenradar 2.0“ herausgegeben. Diese App ist für iOS, Android und WindowsPhone erhältlich und ist kostenlos in den jeweiligen App-Stores erhältlich. Hier kann in einem beliebigen Umkreis nach Ausbildungs- und auch nach Praktikumsplätzen gesucht werden. Um in dieser App gelistet zu werden, ist die Meldung der freien Ausbildungs- und Praktikumsplätze an die Handwerkskammer erforderlich.

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BD || Zum Glückstag wurde der 2. Januar 2015 für viele Besucher des Einkaufszentrums Zwickau-Arcaden im Zentrum der Stadt. Schornsteinfegergeselle Max Berger und Auszubildende Nina Zschorsch empfingen die Besucher mit kleinen Werbegeschenken. Mit dieser Werbeaktion ist das Schornsteinfegerhandwerk seit Jahren im Einkaufszentrum präsent und gilt als zuverlässiger Ansprechpartner in Sachen sichere Feuerungsanlagen und Energieeinsparung.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

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HK || Am 16. Januar 2015 empfing der Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Dr. Stefan Rudolph die Vorstandsmitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Obermeister Ingo Ziola und Heiko Karmoll zum Neujahrsgespräch.
Dr. Stefan Rudolph unterstrich die herausragende Bedeutung des Handwerks in Mecklenburg und bekannte sich zum Partner und Unterstützer des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern. Das Schornsteinfegerhandwerk hat im Gebiet des vorbeugenden Brandschutzes und im Bereich des Immissionsschutzes eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe zu erfüllen. Auch hier wird er sich weiterhin für die Sicherheit der Bürger und Bürgerinnen in Mecklenburg-Vorpommern einsetzen und dem Schornsteinfegerhandwerk seine Unterstützung zusichern.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

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BD || 30 Schornsteinfeger haben am 2. Januar 2015 Besuchern des Chemnitz-Centers doppelt Glück gebracht. Die Schornsteinfeger, die ja selbst schon den Ruf haben, Glück zu bringen, verteilten zudem 1.000 kleine Töpfe mit vierblättrigem Kleeblatt an Besucher. Glücklich machten die Schornsteinfeger aus der Schornsteinfegerinnung Chemnitz nicht nur die Kunden, sondern nebenbei auch noch zwei Einrichtungen für krebskranke Kinder in Chemnitz. Für ihren Dienst erhielten sie, wie schon in den Vorjahren, vom Chemnitz-Center Einkaufsgutscheine. Diese wurden in den vergangenen Jahren zumeist an Familien mit Kindern gespendet, denen Brandschäden widerfuhren. Weil das zum Glück in vergangener Zeit nicht eintraf, gehen nun je 800 Euro an Einkaufsgutscheinen an zwei Einrichtungen für krebskranke Kinder in Chemnitz.

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Im Sinne eines moderneren Erscheinungsbildes wurde die Internetseite unserer Bildungsstätte grundlegend neu gestaltet. Ziel war eine grafisch leicht erkennbare Navigation, die sich auf das Wesentliche konzentriert.
Auf der Startseite wird man nun mit den wichtigsten Informationen empfangen. Nach Analyse des Benutzerverhaltens waren das in erster Linie Kontaktmöglichkeiten. Diese finden sich fortan allem vorausgestellt. Danach werden die aktuellen laufenden Schulungen aufgelistet. In farblich hervortretenden Feldern werden die neuesten Infos des Schulleiters angezeigt. Erst danach erfolgt die Beschreibung „Wer wir sind und was wir tun“.
Herzstück der Webseite ist die neue Druckfunktion. Es wurde ein Onlineformular generiert, welches sich die Datenbankeinträge der jeweilig auf der Webseite angezeigten Inhalte selbständig ausliest. Das Formular generiert sich in DIN A4 und hat oben den Briefkopf der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. und im rechten Teil die wichtigen Kontaktinformationen, wie z. B. Telefon Sekretariat und Telefon Internat. Im linken Teil wird das Seminarangebot bzw. der Artikelinhalt wiedergegeben. Wer also eine Schulung besucht oder sich für einen Lehrgang interessiert, kann selbst aus dem Terminkalender heraus jede einzelne Info ausdrucken.
Die Navigation ist neu und modern im oberen Bereich der Webseite. In Wort und Piktogramm gut zu erkennen, gliedert sie sich in die Hauptthemen Aktuell, Lehrgänge, Termine, Kosten, Azubis, Über uns, Medien und Kontakt.
In der Mitte dient unser Berufsemblem selbst als „home“-Navigation zur Startseite. Dieses Signet trennt auch gleichzeitig die Navigation in einen linken Bereich für unser Lehrgangsangebot und einen rechten Bereich für Organisatorisches.
DIE UNTERSEITEN
AKTUELL: Diese Seite beinhaltet alle Informationen, die vom Sekretariat oder dem Schulleiter eingestellt werden. Zusätzlich können für einzelne Themen auch pdf-Dateien aufgerufen werden. Die neue Druckfunktion erscheint am Ende jedes Artikels.
LEHRGÄNGE: Diese Seite beschreibt detailliert alle Lehrgänge, die von unserer Bildungsstätte angeboten werden. Auch hier wurde das neue Druckformular eingearbeitet.
TERMINE: Hier ist in einer sehr großen Datenbank jeder Lehrgang erfasst. Dank der Fleißarbeit unseres Sekretariats bzw. des Schulleiters können Lehrgänge eingepflegt werden, welche von unserer Webseite automatisch kalendarisch oder chronologisch angezeigt werden (egal in welcher Reihenfolge sie eingegeben werden). Auch hier haben wir die neue Druckfunktion eingearbeitet.
KOSTEN: Diese Seite beschreibt detailliert alle Lehrgangskosten.
AZUBIS: Diese neue Seite haben wir für interessierte Jugendliche oder deren Eltern eingerichtet. Sie stellt unseren Campus und dessen Vorzüge detailliert vor. Es ist selten im Handwerk, dass AZUBIS die ÜBA und den berufstheoretischen Unterricht von ein und demselben Internat erreichen können. Die Kernaussage dieser Seite ist:
Die fachtheoretische Ausbildung zum Schornsteinfeger erfolgt in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz OT Rote Jahne bei Eilenburg (nördlich von Leipzig). Aber keine Angst, liebe Eltern, Sie müssen nicht extra eine Wohnung mieten. Auf unserem Campus haben wir ein eigenes Internat nur für unsere Azubis. Es hat komfortable Doppelzimmer mit „Bad en suite“, es gibt eine eigene Wäscherei (mit Personal) für die Bettwäsche, wir haben ein Fitnessstudio und einen Billardraum. Die Mensa befindet sich im direkt gegenüber gelegenen Verwaltungsgebäude. Unser Profi-Küchenteam kümmert sich täglich um eine ausgewogene Vollverpflegung. Wir bieten ein reichhaltiges Frühstück, eine Vesper, ein Mittagessen, Kaffee/Tee & Kuchen und ein ausgewogenes Abendessen. Zum Mittagessen gibt es stets zwei Menüs zur Wahl. Der theoretische Unterricht findet in der Landesschule Sachsen statt, die etwa 100 Meter neben dem Internat steht. Genau genommen haben wir unseren Campus direkt gegenüber errichtet, damit es für unsere Azubis nicht so weit ist. Die überbetriebliche Lehrausbildung erfolgt ebenfalls an unserer Bildungsstätte, etwa 50 Meter neben dem Internat. So gewährleisten wir, dass die komplette fachtheoretische Ausbildung zum Schornsteinfeger an einem zentralen Ort stattfindet, ohne täglich stressige Anreise für unsere Azubis.
ÜBER UNS: Diese Seite hat mehrere Unterrubriken:
– „Wir über uns“ mit unserem Portfolio,
– „Bildergalerie“ mit Fotos vom Campus,
– „Vorstand“ mit den Kontaktadressen des Vorstandes der Bildungsstätte,
– „Mitglieder“ mit den Kontaktadressen der angeschlossenen LIV/Landesinnungen,
– „Zertifizierung“ mit unserem Zertifikat,
– „Medien mit der Darstellung unserer Fachpublikationen vom Schulungsheft bis zur Fachzeitschrift. Von hier aus können alle Ausgaben der Fachzeitschrift angeklickt werden. Zu 80 % sind alle Artikel online lesbar,
– Kontakt und Impressum.
Da die Navigation – wie oben bereits beschrieben – getrennt wurde und auf nicht allen Unterseiten identische Unterthemen sind, findet sich zusätzlich auf allen Seiten unten links eine Sitemap, von der man alle Unterseiten mit einem Klick ansteuern kann. 

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

HK || Die Richtlinie über die Führung, Vorlage und Prüfung von Kehrbüchern sowie der Überprüfung des jeweiligen Bezirkes nach dem SchornsteinfegerHandwerksgesetz in Mecklenburg-Vorpommern wurde verabschiedet. Die Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern tritt zum 1. Februar 2015 in Kraft.
Grundlage für das Führen von Kehrbüchern ist das Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG) vom 26. November 2008. Damit eine einheitliche Kehrbuchführung im Land Mecklenburg-Vorpommern gewährleistet werden kann, finden auf die Führung, Vorlage und Prüfung des Kehrbuchs zusätzlich zu den Vorschriften SchfHwG die in dieser Richtlinie geregelten Bestimmungen Anwendung. In Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, den Ordnungsämtern der Landkreise und kreisfreien Städten und dem Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern wurde die Richtlinie erarbeitet. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg wird für ihre Mitglieder Schulungen und Seminare anbieten und durchführen.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

HK || Am Samstag, den 17. Januar 2015 öffnete das Bildungszentrum der Handwerkskammer Schwerin seine Türen für den größten Ausbildungstag des Handwerks in der Region. Ganze Familien konnten ein vielseitiges Informations- und Unterhaltungsprogramm nutzen. Auch die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern nutzte die Gelegenheit um mit Jugendlichen und zukünftigen Schulabgängern ins Gespräch zu kommen. Unsere Landesberufsbildungswartin Stefanie Lehmann und Lehrlingswart Enrico Medved konnten die Schüler und Besucher über die Ausbildung zum Schornsteinfeger und über Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten nach der Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk individuell beraten. Sie konnten darüber informieren, dass viele Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern freie Ausbildungsplätze im zukünftigen Ausbildungsjahr bereitstellen.

Es wurde darüber informiert, dass unsere Handwerksbetriebe eine hochqualifizierte und zukunftssichere Berufsausbildung in der Heimat mit sehr guten Karriereperspektiven bieten. Auch in diesem Jahr werden die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die Nachwuchssuche bei vielen Gelegenheiten und Schulmessen favorisieren und unterstützen.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

Kai Schoppenhauer || Am 5. März 2015 führte der Gesellenprüfungsausschuss Sachsen-Anhalt die praktische Zwischenprüfung in den Räumlichkeiten der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V./Doberschütz durch. Gemäß der neuen Ausbildungsverordnung erfolgte die Prüfung in der neuen Form. Klassische Tätigkeiten wie die Schornsteinreinigung und die Abgaswegeüberprüfung gehörten genauso zum Prüfungsprogramm wie die neu in die Ausbildungsverordnung aufgenommenen Tätigkeiten der Gashausschau und die Beratung an Feststofffeuerstätten und Brennstofflagern. Bei aller Moderne durften sich die Prüflinge auch in alter Tradition am Augenspleiß beweisen.
Mit 9 Prüflingen hatten die Prüfer ein großes Pensum zu absolvieren. Im Rahmen der praktischen Zwischenprüfung wurden alle vorgelegten Ausbildungsnachweise und Fachberichte eingesehen. Die neue Form der Dokumentation wurde von den Betrieben/Prüflingen gut umgesetzt.
Allen neun Prüflingen wurden gute praktische Fähigkeiten bescheinigt. Für den weiteren Ausbildungsverlauf wurden jedoch jedem Prüfling spezielle Hinweise für die weitere Ausbildungszeit gegeben. So sollten Tätigkeiten an Lüftungsanlagen und das Ausfüllen umfangreicher Formulare weiter vertieft werden.

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

Die Überbetriebliche Ausbildung (ÜbA) im Schornsteinfeger-Handwerk findet seit mehr als einem Jahr im neuen Ausbildungszentrum der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. statt. Die Einweihung war am 5. November 2013. Entsprechend der neuen Ausbildungsverordnung ist die ÜBA-Werkstatt voll ausgestattet und bietet dem praktischen Unterricht optimale Voraussetzungen. Anlass genug, den praktischen Unterricht einmal im Bild festzuhalten. Die verschiedenen Ausbildungsthemen finden Sie im Kasten.


1. Lehrjahr:
Grundstufe Lehrgang: G-SCHO1/12
Betriebs- und Brandsicherheit
Grundstufe Lehrgang: G-SCHO2/12
Verfahren zum Reinigen von Feuerungs- und Lüftungsanlagen

2. Lehrjahr:
Fachstufe Lehrgang: SCHO1/13
Feststellen und Dokumentieren von Mängeln und Funktionsstörungen
Fachstufe Lehrgang: SCHO2/13
Einrichtungen zur Gewährleistung der Betriebs- und Brandsicherheit, an Feuerungsanlagen in Kombination mit Sonderfeuerstätten, Wärmeerzeugungsanlagen
Fachstufe Lehrgang: SCHO3/13
Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes

3. Lehrjahr:
Fachstufe Lehrgang: SCHO4/13
Mängel und Funktionsstörungen beim Überprüfen und Messen von Sicherheits-, Steuer- und Regeleinrichtungen
Fachstufe Lehrgang: SCHO5/13
Koordination und Planung zur Verbesserung der energetischen Nutzungsfähigkeit von bestehenden Gebäuden und Anlagen. Verbessern der Nutzungsfähigkeit von bestehenden Feuerungsanlagen. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung
Fachstufe Lehrgang: SCHO6/13
Verbessern der Nutzungsfähigkeit von bestehenden Feuerungs- und Lüftungsanlagen. Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und Beseitigung von Funktionsstörungen

Ausgabe: 95 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 95 - 1/2015 )

ÜBA

HK || Vom 7. bis 15. Februar 2015 haben die Mitglieder der Schornsteinfeger­innungen und unseres Schulvereins auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig unser Handwerk beworben und vorgestellt. Aufmerksam wurde der Besuch des Staatssekretärs im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern Dr. Stefan Rudolph verfolgt. Unsere Kollegen am Messestand haben sich sehr über den hohen Gast gefreut. Der Staatssekretär hat sich über die Arbeit und über Probleme im Handwerk erkundigt. Da es um die Erörterung bei wichtigen Inhalten und Sachfragen ging, hat sich Herr Dr. Stefan Rudolph mit seiner Delegation viel Zeit genommen.
Auf eine stolze Tradition kann die Handwerkermesse in den letzten Jahren zurückblicken. Aussteller und Besucher erlebten eine einzigartige Ausstellung, die Althergebrachtes und Innovationen verbindet. Auch in Zeiten, in denen dem Internet immer größere Bedeutung zukommt, beweist das Handwerk: Können, Kompetenz und persönliche Beratung sind unverzichtbar. Mit regelmäßig mehr als 170.000 Besuchern zählt die Messe zu den besucherstärksten Handwerksmessen Deutschlands und gewährt dem Endverbraucher einen Überblick über Leistung, Qualität und Innovationskraft des Handwerks. Zur mitteldeutschen Handwerksmesse wurden hunderte Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern begrüßt.

Unsere Kollegen hatten täglich einen großen Zulauf von Kunden sowie Besuchern und mussten viele Anfragen beantworten. Viele Themen wurden diskutiert und erörtert. Hauptschwerpunkte waren Grenzwerte von Feinstaub bei Altanlagen sowie die daraus resultierenden wiederkehrenden Messungen bei Festbrennstoffmessungen, Erneuerung von Feuerungsanlagen, Regelungen hinsichtlich der novellierten 1. BImSchV sowie die Anfragen über die Auswirkungen der Änderung des Schornsteinfegergesetzes.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

Man lese selbst, dass sich so manche Zeitgenossen ernsthafte Gedanken um eine umweltgerechte Verbrennung von Abfällen machen. Dieses Schild ist kein Scherz. Es befand sich in der Tat an der Türe eines Heizraumes.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

… dachte sich wohl der Eigentümer dieser Schornsteinkopfruine

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

RS || Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Anlässlich dessen hat am 28. 07. 2014 Thüringens Wirtschaftsminister Uwe Höhn die Wanderausstellung „10 Jahre NAThüringen – Teilnehmer stellen sich vor“ im Thüringer Wirtschaftsministerium eröffnet. „Das Nachhaltigkeitsabkommen leistet eine wichtige Aufgabe, um wirtschaftliches Denken mit umweltfreundlichem Produzieren und sozialem Engagement zu verknüpfen“, sagte Höhn. Innerhalb der letzten zehn Jahre habe es das Abkommen geschafft, über 400 nachhaltig wirtschaftende Unternehmen, Institutionen, Vereine und Einrichtungen in ganz Thüringen für sich zu gewinnen.
Mit diesem Netzwerk soll ein hohes Niveau bei der Ressourcenschonung und Energieeffizienz, bei Umwelt- und Klimaschutz durch die Wirtschaft erreicht werden. „Die Geschichte des NAT zeigt, dass es viele Unternehmen in Thüringen gibt, die Nachhaltigkeit und ökonomische Effizienz erfolgreich miteinander verbinden“, so der Minister.
Die am NAT beteiligten Unternehmen wollen ihre sozialen und ökologischen Aktivitäten steigern. Dazu zählt das umweltfreundliche Produzieren ebenso wie die Nachwuchssicherung künftiger Fachkräfte. Auch die Schornsteinfeger waren dabei. Mit ein paar kurzen Worten stellte Rüdiger Speck die Aspekte der Nachhaltigkeit in unserem Handwerk dar.
Insgesamt 19 Teilnehmer des Nachhaltigkeitsabkommens präsentieren sich auf den insgesamt 26 Schautafeln der aktuellen Ausstellung, die ab heute für drei Wochen im Thüringer Wirtschaftsministerium gastiert und dann in Rathäusern, Einrichtungen der Wirtschaft, Fachhochschulen und Thüringer Unternehmen zu sehen sein wird.
Der Freistaat fördert das NAT mit 162.000 Euro im Jahr aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und aus Landesmitteln. Das Thüringer Wirtschaftsministerium beteiligt sich mit 10.000 Euro an der Finanzierung der Geschäftsstelle.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

RS || Von der Öffentlichkeit kaum bemerkt gibt es immer wieder Kollegen, die den Tag des Schornsteinfegers völlig uneigennützig zum Wohle der Allgemeinheit nutzen. So auch Uwe Nenzel. Seit Jahren engagiert sich der Schornsteinfegermeister zum Tag des Schornsteinfegers für eine öffentliche Einrichtung. So auch in diesem Jahr. Eine Kindertagesstätte freute sich auf seinen Besuch. Auch eine sehr schöne Form nachhaltig für unser Handwerk zu werben und Nachwuchs für unsere Tätigkeiten zu begeistern. Nenzel erklärte den Kindern die Wichtigkeit des Berufes für die Brandsicherheit und den Umweltschutz. Außerdem spielte der ambitionierte Musiker etwas auf seiner Trompete vor, was zu großer Begeisterung führte. Alles in allem ein großartiger Auftritt und Werbung für unser Handwerk. 

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

Im November wurde auf der Innungsversammlung in Sellin die neue mobile Version der Internetseite der Schornsteinfeger-Innung vorgestellt. Diese Version wurde von der EDV-Abteilung der Schornsteinfeger-Innung entwickelt. Damit wird eine bessere Darstellung und Handhabung auf mobilen Geräten erreicht. Mittels QR-Code, den jedes Mitglied auf der Innungsversammlung oder per Rundschreiben erhalten hat, kann die mobile Version abgerufen werden und die App installiert werden. Im Zeitalter der schnellen Kommunikation, der rasanten Entwicklung von IPad, Smart- und IPhone wurde das Errichten einer schnellen mobilen Version im Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern favorisiert und unterstützt.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

RS || Die Innungsvollversammlung der Thüringer Schornsteinfeger fand am 06. 11. 2014 in den Räumen des AZURIT-Seniorenzentrums in Weimar statt. Es waren wieder zahlreiche Aussteller vor Ort, die ihre Produkte imposant vorstellten. Bei der Versammlung wurden zunächst alle Mitglieder und Gäste vom Innungsobermeister Thomas Menge begrüßt.
Erstmalig zu Gast war auch der Referats­leiter im Thüringer Ministerium für Wirtschaft Herr Michael Scholtze, der auch seine Grußworte zu Gehör brachte und auf die Wichtigkeit der gewissenhaften Kehrbezirksführung hinwies. Außerdem stellte sich noch die neue Referatsleiterin des Thüringer Landesverwaltungsamtes Frau Silke Nibor vor.
Neben den Ausfürungen des Obermeisters kamen noch die jährlichen Rechenschaftsberichte der einzelnen Vorstandsmitglieder zum Vortragen. So berichtete jeder einzelne alle Neuerungen oder Veränderungen aus seinem Fachbereich. Da sich die Innungsarbeit in den letzten Jahren intensiv auf Ausbildung und Weiterbildung konzentriert, steigen in Thüringen die Ausbildungszahlen. Hier ist der Vorstand auf die Mitarbeit seiner Innungsmitglieder angewiesen. Dennoch ist dieser Trend als positiv zu bewerten. Im gemütlicheren Teil der Versammlung wurden noch die Gesellenbriefe vergeben und Meister geehrt, die in diesem Jahr Meister- oder Betriebsjubiläen begingen. An dieser Stelle noch einmal Herzlichen Glückwunsch und alles Gute für die Zukunft. Zum Abschluss der Veranstaltung verabschiedete Thomas Menge alle Anwesenden und wünschte einen erfolgreichen und gesunden Jahreswechsel.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

RS || Informationen rund um das Schornsteinfegerhandwerk gab es am 9. Oktober 2014 in der Goethe-Galerie Jena. Hier stellte sich die Schornsteinfegerinnung Thüringen mit ihrem vierköpfigen Team um Pressewart Rüdiger Speck der interessierten Öffentlichkeit vor. Groß und Klein hatte unter anderem die Möglichkeit, sich ausführlich über den Beruf des Schornsteinfegers zu informieren. In diesem Jahr hatte sich die Innung ganz der Nachhaltigkeit und dem Umweltschutz verschrieben. Neben der CO2OL-Kampagne, in der sich die schwarze Zunft um die CO2-Reduzierung bemüht, engagiert sie sich bereits seit 2005 zum vierten Mal in Folge am NAT. Insgesamt 120 bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger der Innung beteiligen sich mit der erfolgreichen Anwendung eines Umweltmanagementsystems gemäß DIN EN ISO 14001 am Nachhaltigkeitsabkommen.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || Eine weitverzweigte Palette von Serviceleistungen wird den Innungsbetrieben zur Verfügung gestellt und in Kooperation mit den Fachverbänden auf Landes- und Bundesebene und Firmen angeboten. Wichtiges Kriterium der Innungsarbeit ist die kontinuierliche und qualitätsbewusste Weiterbildung ihrer Innungsmitglieder. Nur gut ausgebildete und ständig weitergebildete Mitglieder können den heutigen modernen Aufgaben gerecht werden.
Am 03. 11. 2014 wurde über die Schornsteinfeger-Innung MV in den Schulungsräumen der Bildungsstätte Klein Schwaß ein Lehrgang zur Festbrennstoffmessung angeboten. Zahlreiche Mitglieder und deren Mitarbeiter haben den Lehrgang genutzt, um sich weiterzubilden.
Mit Unterstützung durch die Firma Testo AG, die der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern kostenlos ein Festbrennstoffmessgerät zur Verfügung stellt, und Herrn Strehlke von Testo AG, können in Zukunft qualifizierte Schulungen durchgeführt werden. Auch im nächsten Jahr werden zahlreiche Weiterbildungen in der Bildungsstätte Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß, über die Innung und dem Schulverein angeboten.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || Der Wettbewerb um den „Top-Azubi“ wird seit 2007 jedes Jahr von den Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern ausgeschrieben. Bewerben können sich alle in den Handwerksrollen der Handwerkskammern aus MV eingetragenen Betriebe, die einen oder mehrere Auszubildende im Betrieb haben, die ihre Ausbildung am Wettbewerbstag noch nicht abgeschlossen haben. Viele nutzten diese Gelegenheit sofort: In diesem Jahr waren 32 Bewerbungen aus den verschiedensten Bereichen des Handwerks eingegangen. Gesucht wurden Auszubildende aus dem Handwerk des Landes, die mit einem hohen Allgemeinwissen, Schlagfertigkeit und Flexibilität die Jury aus Handwerk, Medien und VR Banken überzeugten.
Bewertungskriterien waren bisherige Zeugnisse (Zwischenprüfungszeugnis bzw. Ergebnisse des Teil 1 der Gesellenprüfung bei gestreckten Prüfungen) oder sonstige Leistungsnachweise des Betriebes, Allgemein- und Fachwissen, Auftreten und Kommunikationsfähigkeit, Spontanität, Schlagfertigkeit und Flexibilität.
Den 3. Platz konnte im Ausbildungsberuf Schornsteinfegerin, 2. Lehrjahr, Miriam Redemund aus dem Ausbildungsbetrieb Bezirksschornsteinfeger Lars Gerath in 23966 Karow belegen. Dieser Preis wurde am 03. 11. 2014 in der Rostocker Borwinschule unter dem Motto „Berufs­orientierung geh deinen Weg“ verliehen. Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung MV gratulieren recht herzlich dazu und wünschen für den weiteren Berufsweg viel Erfolg und Glück.
Am gleichen Tag konnte unser Lehrlingswart Enrico Medved den Beruf des Schornsteinfegers den Schülern und Besuchern näher bringen. Es gab zahlreiche Anfragen und Diskussionen. Gerade die Schulmessen sind ein wichtiges Instrument um für das Schornsteinfegerhandwerk neue Auszubildende zu akquirieren.

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Minister Harry Glawe: „Schornsteinfeger ist moderner Allrounder – Herausforderungen gemeistert“

HK || In Sellin auf Rügen wurde feierlich das Jubiläum „20 Jahre Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern“ begangen. Unser Obermeister Ingo Ziola konnte viele Gäste, Partner und Freunde aus Politik und Handwerk begrüßen. Viele Rentner, die das Handwerk und die Innung erfolgreich mitgestalteten wurden auf das Herzlichste zur Festveranstaltung begrüßt. Besondes begrüßte er den Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe.
„Das Schornsteinfegerhandwerk stand in den vergangenen Jahren stetig vor größeren Umwälzungen. Vor allem sich verändernde bundes- und europarechtliche Anforderungen haben das Handwerk vor große Herausforderungen gestellt. Diese haben die Schornsteinfeger erfolgreich gemeistert. Das Schornsteinfegerwesen ist heute auf einem qualitativ hohen Niveau wie nie zuvor. Dies ist eine gemeinsame Leistung aller Beteiligten“, sagte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe am Freitag vor Ort. Vor 20 Jahren wurde aus den Schornsteinfeger-Innungen Neubrandenburg, Rostock und Schwerin die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern.
Deutlich wird der Wandel auch in der Veränderung des Berufsbildes. „Ein Schornsteinfeger ist heute ein Allrounder, der das traditionelle Handwerk mit den modernen und verwaltungshoheitlichen Aufgaben vereint. Vom klassischen Kaminkehrer ist er zum Dienstleister für Sicherheits-, Umwelt- und Energiefragen geworden. Ein Schornsteinfeger kümmert sich um Brandschutz und berät zusätzlich zu den Themen Emissionsschutz und Energieeinsparung“, so Glawe weiter.
Die Neuregelung des Schornsteinfegerwesens hatte auch entscheidende Änderungen mit sich gebracht. Der Markt wurde geöffnet und die Alleinzuständigkeit des Kehrbezirksinhabers wich dem freien Wettbewerb. Kehrbezirke werden nicht mehr nach Listen vergeben, sondern sind nunmehr im Rahmen von Ausschreibungsverfahren befristet für sieben Jahre zu besetzen. Das Wirtschaftsministerium hatte deshalb eine Verwaltungsvorschrift über das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren zur Nachbesetzung von Bezirken nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz in Mecklenburg-Vorpom­mern veröffentlicht. „Diese orientiert sich an den europa- und bundesgesetzlichen sowie auch gerichtlichen Vorgaben. Die Chancengleichheit zwischen langjährig tätigen Schornsteinfegern und guten Nachwuchskräften wird gewährleistet“, betonte Glawe.
In Mecklenburg-Vorpommern sind 168 Kehrbezirke ausgewiesen, die von den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern betreut werden. 177 Schornsteinfeger gibt es in Mecklenburg-Vorpommern, gegenwärtig befinden sich 34 Lehrlinge in der Ausbildung. „Die Innung erfreut sich großer Beliebtheit“, so Wirtschaftsminister Glawe abschließend.
Auch Ingo Ziola, Obermeister der Schornsteinfeger-Innung MecklenburgVorpommern, gab einen Rückblick auf die geleisteten Aufgaben und gab Auskunft über die neuen und wichtigen Herausforderungen, die die Innung in Zukunft zu bewältigen hat. Es ist nicht selbstverständlich, dass es unserem Handwerk zurzeit so gut geht. Nur Gemeinsam mit einer großen Innung können die Ziele in Zukunft bewältigt werden. Aus diesem Grund sollte sich jeder Schornsteinfeger verpflichtet fühlen, Mitglied einer Innung zu sein, so Ziola.

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Vom 21. bis 23. Oktober 2014 lud der Vorstand des ZIV die Landesberufsbildungs- und Lehrlingswarte zur diesjährigen Tagung in die Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks nach Doberschütz ein. Zu Beginn der Tagung wurden die Teilnehmer durch den Vorstandvorsitzenden der Berufsbildung des ZIV, Herrn Robert Wagner, begrüßt. Prominente Gäste der Tagung waren der Vizepräsident des ZIV und Vorstandvorsitzender der Abteilung Finanzen, Herr Oswald Wilhelm und der Geschäftsführer der Ausbildungskasse im Schornsteinfegerhandwerk (AKS), Torsten Kiel. Oswald Wilhelm gab einen Kurzüberblick zu aktuellen berufspolitischen Themen des Handwerks, informierte über den Sachstand zur neuen Meisterprüfungsverordnung und gab ein Rückblick auf das zurückliegende Geschäftsjahr.
Der Geschäftsführer der AKS, Torsten Kiel, informierte über die Entwicklung der neu gegründeten Ausbildungskasse und die Änderungen im Tarifvertrag über die Förderung der beruflichen Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk. Danach wird ab 2015 der Ausbildungskostenausgleich um 150 Euro pro Jahr erhöht. Außerdem wird die Berechnung der Beiträge künftig nach der Bruttolohnsumme des abgelaufenen Geschäftsjahres berechnet.
Während der 3-tägigen Tagung bekamen die Anwesenden wichtige Informationen zur theoretischen und praktischen Zwischen- und Gesellenprüfung sowie die rechtlichen Grundlagen des Prüfungswesens vermittelt. Ein weiteres Thema war die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen im Zusammenhang mit der Überbetrieblichen Ausbildung. Hierbei erarbeiteten die Teilnehmer in kleineren Workshops zu verschiedenen Themen der aktuellen Ausbildungsverordnung Gefährdungsbeurteilungen. Zum Ende der Tagung gab es einen Erfahrungsaustausch zur Berufsbildung. Hierbei wurde den Teilnehmern ein Kurzüberblick über Entwicklungen und Veränderungen in den jeweiligen Bundesländern gegeben.
Im Anschluss an die Tagung besichtigten die Anwesenden die neu errichteten Werkstätten zur Überbetrieblichen Ausbildung an der Bildungsstätte. Sie konnten sich vor Ort davon überzeugen, wie die neue Ausbildungsverordnung umgesetzt werden kann.

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Das Arbeitsschutzgesetz fordert vom Arbeitgeber u. a. die Sicherheit der Beschäftigten zu gewährleisten. Sonderbauvorschriften wie z. B. die Industriebaurichtlinie oder die Verkaufsstättenverordnung fordern die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten. Aus diesem Grund bietet die Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. ab März 2015 eine Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten an. Als eine solche beauftragte Person unterstützen und beraten Sie Arbeitgeber, Unternehmer oder Gebäudebetreiber in allen Fragen des Brandschutzes. In kleinen und mittelgroßen Unternehmen wird diese Funktion von externen Brandschutzbeauftragten wahrgenommen, da der Aufgabenumfang nur eine zeitweise Tätigkeit erfordert. Diese Tätigkeit ist somit geeignet, sich ein Arbeitsgebiet neben dem eigentlichen Beruf zu schaffen.
Nach erfolgreichem Besuch des Lehrganges sind Sie in der Lage, die vielfältigen Tätigkeiten eines Brandschutzbeauftragten auszuführen und beratend in Fragen des vorbeugenden, abwehrenden und organisatorischen Brandschutzes tätig zu werden. Dazu gehören z. B. das Aufstellen und die Aktualisierung der Brandschutzordnungen, die Überwachung und Instandhaltung brandschutztechnischer Einrichtungen sowie die Anpassung an betriebliche und bauliche Veränderungen des Unternehmens. Der neuntägige Lehrgang entspricht der Richtlinie 12/09-01 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb), den Inhalten der BGI 847/BGI 560 sowie den wesentlichsten Kriterien der Confederation of Fire Protection Associations Europe (CFPA-Europe).
Dieser Lehrgang wird in 3 Blöcken mit je 3 Tagen (einschließlich Samstag) angeboten. Die Bildungsstätte plant im Anschluss an den Lehrgang Brandschutzbeauftragter, die Durchführung eines weiteren Lehrgangs, der die Teilnehmer zu Brandschutztechnikern ausbildet. Der Lehrgang führt zur Anerkennung des Moduls „Organisatorischer Brandschutz“ des ZIV-Lehrganges „Brandschutztechniker“ (ca. 60 Stunden).
Teilnehmerkreis: Schornsteinfegermeister/Schornsteinfeger
Lehrgangstermine: 1. Block: 19. 03. bis 21. 03. 2015 2. Block: 16. 04. bis 18. 04. 2015 3. Block: 21. 05. bis 23. 05. 2015
Preise:
Mitglied Schulverein Kein Mitglied Schulverein
Lehrgang Brandschutzbeauftragter
(3 Blöcke = 72 UE) EUR 770,00 1 EUR 1100,00 1

1 Preis zzgl. Unterkunft und Verpflegung
Die Durchführung des Lehrganges ist abhängig von der Teilnehmerzahl. Anmeldefrist: 16. 02. 2015.

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DB || Eigentlich war es den ehemaligen Bezirksschornsteinfegermeistern klar, dass sie sich eines Tages um ihren Kehrbezirk bewerben müssen. Durch das im Jahre 2008 in Kraft getretene Schornsteinfegerhandwerksgesetz wurde aus der Bestellung auf „Lebenszeit“ eine befristete Bestellung. Für die meisten von uns war das ein „starker Tobak“. Schließlich war der Wettbewerb nie Bestandteil des von uns gewählten Berufes. Jedoch hat das Schornsteinfegerhandwerk in der Vergangenheit schon einige gravierende Änderungen gemeistert. Die hervorragende Organisation und die damit einhergehenden kurzen Informationswege, sowie die intensiven regelmäßigen Schulungen haben es ermöglicht unsere Schornsteinfegerbetriebe auf den Wettbewerb vorzubereiten.
Die Bestellung zum bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und die damit verbundene Übertragung von hoheitlichen Aufgaben auf den Schornsteinfegermeister sind ein wesentlicher Bestandteil der strategischen Ausrichtung der meisten Schornsteinfegerbetriebe. Die ursprüngliche Bestellung auf „Lebenszeit“, also genau genommen auf Widerruf, endete nach dem neuen Gesetz am 31. 12. 2014. Aus diesem Grund wurden in Sachsen-Anhalt zum 01. 01. 2015 insgesamt 164 Bezirke europaweit ausgeschrieben. Das europäische Recht verlangte nach dieser Öffnung des deutschen Marktes für EU-Schornsteinfeger. Der Ansturm aus den europäischen Nachbarländern blieb allerdings aus. Manchmal versucht man eben Probleme zu lösen, die gar nicht existieren.
Auf diese 164 Bezirke bewarben sich insgesamt 179 Schornsteinfegermeister. Da die meisten ihre Bewerbung auf mehrere Bezirke abgaben, mussten am Ende 805 Bewerbungen ausgewertet werden. Diese Mammutaufgabe haben die fleißigen Mitarbeiter des Landesverwaltungsamtes mit Bravour geschafft, so dass bereits jetzt die Bestellungen erteilt werden konnten. Von den 164 ausgeschriebenen Bezirken konnten heute 163 Bewerber bestellt werden. Unter diesen 163 Bewerbern wiederum ist es 158 unter ihnen gelungen, die Ausschreibung des bisher verwalteten Kehrbezirks zu gewinnen. So konnte im überwiegenden Teil des Landes eine Kontinuität erhalten werden.
Stellvertretend für die 163 Gewinner der Ausschreibung haben heute die jeweiligen Kreismeister aus den einzelnen Landkreisen und die Obermeister ihre Bestellungsurkunden in feierlichem Rahmen in den Räumen des Landesverwaltungsamtes in Empfang genommen. Präsident Thomas Pleye betonte in seiner Ansprache, dass es durch die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten gelungen ist, diese umfangreiche Ausschreibung fristgerecht abzuschließen. Außerdem würdigte er die Stärke des Schornsteinfegerhandwerks, diese enormen Veränderungen im Berufsrecht zu bewältigen. Landesinnungsmeister Torsten Kiel bedankte sich in seinem Grußwort bei den anwesenden Schornsteinfegern für deren Engagement und Fleiß während der Phase des Übergangs in den Wettbewerb. Besonderer Dank galt auch den Mitarbeitern des Landesverwaltungsamtes, die in wochenlanger Fleißarbeit diese 805 Bewerbungen gesichtet und ausgewertet haben.
Wir wünschen den frisch gebackenen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern bis zur nächsten Ausschreibung im Jahre 2021 alles Gute, viel Glück und viel Erfolg bei der Bewältigung ihrer hoheitlichen Aufgaben.

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HK || Die Landkreise und kreisfreien Städte in Mecklenburg-Vorpommern haben das Ausschreibungsverfahren nach dem seit 2008 gültigen Schornsteinfeger-Handwerksgesetz für die bestellten Bezirksschornsteinfeger abgeschlossen. Am 16. 10. 2014 übergab Landrätin Frau Dr. Barbara Syrbe die Ernennungsurkunden an die Kehrbezirksinhaber für den Landkreis Vorpommern-Greifswald. Somit sind alle Kehrbezirke im Land Mecklenburg-Vorpommern zum 01. Januar 2015 vergeben. In den Ruhestand wurde unser Kollege Gernot Rose aus Strasburg von der Landrätin und unserem Obermeister verabschiedet. Als neuer Kollege wurde Herr Martin Bahlmann als bevollmächtigter Bezirksschornsteinfeger bestellt. Das aktuelle Ausschreibungsverfahren war notwendig geworden, da die Europäische Union die in Deutschland geltende Monopolstellung für Kehrbezirksinhaber für die Dauer ihres Lebens beanstandet hatte, was zu einer umfassenden Reformierung des Schornsteinfegerrechts in Deutschland geführt hat. In Mecklenburg-Vorpommern sind seit dem 01. 01. 2013 die Landräte und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte für die Ausschreibung der freigewordenen bzw. freiwerdenden Kehrbezirke sowie für die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber zuständig. Ihnen obliegt im Rahmen ihres Ermessens die entsprechende Auswahlentscheidung. Ab 2015 wird der Kehrbezirk eines bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers alle sieben Jahre öffentlich ausgeschrieben bzw. aus sachlichen Gründen kann es zu einer Verkürzung der Siebenjahresfrist kommen.
Einer Verwaltungsvorschrift des Landes Mecklenburg-Vorpommern zufolge hat die jeweils zuständige Behörde freie Bezirke auszuschreiben und die Auswahl zwischen den Bewerberinnen und Bewerbern nach ihrer Eignung, Befähigung und fachlichen Leistung vorzunehmen. Das Auswahlverfahren soll dabei die Chancengleichheit zwischen langjährig tätigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegern und gut ausgebildeten Nachwuchskräften gewährleisten. Einerseits soll die Lebensleistung erfahrener und älterer Kollegen/innen angemessen Berücksichtigung finden. Zugleich soll aber auch jungen Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfegern der Zugang zu einem Kehrbezirk eröffnet werden.

Ausgabe: 94 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

AMH und Mercedes-Benz küren die kreativste Fahrzeugbeschriftung des deutschen Handwerks

Berlin. Der bundesweite Wettbewerb „Sterne des Handwerks“ ist in seine sechste Auflage gestartet. Auf den Betrieb mit der kreativsten Fahrzeugbeschriftung wartet getreu dem Motto „Gewinne einen Stern, der deinen Namen trägt“ der neue Mercedes-Benz Vito inklusive Fahrzeugbeschriftung. Alle eingetragenen Handwerksbetriebe sind aufgerufen, sich bis zum 12. Januar 2015 mit Fotos ihrer teil- oder vollverklebten Firmenwagen zu bewerben. Mitmachen kann man online unter www.sterne-des-handwerks.de.
Die Experten-Jury aus Handwerk, Marketing, Werbetechnik und Design wird Konzept, Gestaltung, Funktionalität und Umsetzung aller Beklebungen unter die Lupe nehmen und die besten drei auswählen. Auch für die zweit- und drittbesten Teilnehmer gibt es attraktive Preise zu gewinnen: ein Team-VIP-Package für 5 Personen zur DTM bzw. ein Wochenendurlaub für zwei Personen.
Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft der Aktion Modernes Handwerk e. V. und unterstützt von Mercedes-Benz Deutschland Vertrieb Transporter und Vans macht in seiner Neuauflage auf die Marketing-Potenziale des firmeneigenen Fuhrparks aufmerksam. „Mit ‚Sterne des Handwerks‘ wollen wir besonders innovativen werblichen Maßnahmen von Handwerksbetrieben eine Bühne bieten. Ihre Fahrzeuge prägen das Straßenbild unserer Städte und beeinflussen nachhaltig das Image des Handwerks in der Öffentlichkeit. Deswegen ist in diesem Jahr erneut die Beschriftung von Handwerkerfahrzeugen das Wettbewerbsthema“, so der AMH-Vorsitzende und Jurymitglied Joachim Wohlfeil. „Wir freuen uns auch diesmal auf großen Zuspruch und zahlreiche Einsendungen, die die Vielfalt und den Ideenreichtum des Gesamthandwerks unterstreichen.“
Die Vergabe der Preise findet am 12. März 2015 im Rahmen der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München statt. Neben der Ehrung des Siegers sowie der Zweit- und Drittplatzierten ist eine Live-Beklebung des Gewinnerfahrzeugs vor Publikum geplant.
Informationen zum Wettbewerb, den Preisen und Teilnahmebedingungen sowie eine Foto-Galerie mit allen Teilnehmerfahrzeugen gibt es unter www.sterne-des-handwerks.de.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || Im Oktober wurde mit dem NDR Fernsehteam und der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam eine Dokumentation über die Altanlagen und Festbrennstoffkessel aufgenommen, da diesbezüglich bei Behörden, Medien und in der Geschäftsstelle der Schornsteinfeger-Innung viele Anfragen kamen. Ziel dieser Dokumentation war, die Eigentümer und Betreiber von Festbrennstoffkessel aufzuklären. Unser Mitglied und Kollege Guido Klüver aus Schwerin führte vor dem NDR Kamerateam eine Festbrennstoffmessung entsprechend der 1. BImSchV durch und erklärte dabei die Notwendigkeit dieser Messung. Ausführlich und für jeden Kunden verständlich wurde noch einmal über den Sachverhalt der Altanlagenregelung, der Fristsetzung und Grenzwerte in Feinstaub und Kohlenmonoxyd informiert. Viele Tipps, auch hinsichtlich der Brennstoffwahl und Lagerung und das Bedienen von Heizkesseln konnten gegeben werden. Diese Dokumentation wurde bereits in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein ausgestrahlt.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || Am 18. 10. 2014 sollten unsere Rostocker Schornsteinfeger und Glücksbringer dem FC Hansa Rostock Glück bringen. Nach einem spannenden und tollen Spiel gegen die SpVgg Unterhaching konnte unser FC Hansa nach einem 2:2 Endergebnis einen Punkt zu Hause lassen.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

RS || Am 19. und 20. November 2014 fand zum 23. Mal die Forum Berufstart in Erfurt statt. An diesen zwei Tagen haben 12.700 Schüler die Gelegenheit genutzt, sich über Ausbildungsberufe, Studiengänge und Karieremöglichkeiten zu informieren. Allgemein herrscht großer Nachwuchsbedarf. Die Aussteller haben sich wieder einmal viel Mühe gegeben, Interessenten an ihren Stand zu locken. Die jungen Heranwachsenden hatten die Möglichkeit ihre Fragen zu stellen, sich über Berufe zu informieren und an manchen Ständen selbst aktiv zu werden. Neben der Polizei, den Büchsenmachern und 226 anderen interessanten Ausstellern, waren auch die Schornsteinfeger auf dieser Messe vertreten.
Der Stand der Schornsteinfeger war ein Highlight auf der diesjährigen Forum Berufsstart. Die Jugendlichen konnten nicht nur Fragen stellen und sich das Werkzeug der Schornsteinfeger ansehen, sie hatten auch die Gelegenheit ein unvergessliches Foto zu machen. Sie konnten sich die traditionelle Kleidung dieser alten Zunft anziehen und gemeinsam mit Freunden oder echten Schornsteinfegern ein außergewöhnliches Bild machen lassen. Dieses wurde vor Ort mit der Blitzboxx aufgenommen und gleich ausgedruckt. Als besonderen Gast konnten wir Herrn Staatssekretär Staschewsky an unserem Stand begrüßen.Viele Schüler sagten, sie hätten sich ohne diese Blitzboxx gar nicht an diesem Stand informiert. Die häufigste Frage war: „Tragt Ihr die Kleidung wirklich im Arbeitsalltag?“ Viele waren überrascht, dass es diesen Beruf in dieser Form noch gibt. Sie informierten sich auch nach den Tätigkeiten, dem Ausbildungsverlauf, den Weiterbildungsmöglichkeiten und nach den Chancen einer Festanstellung nach der Ausbildung. Es war wieder einmal sehr erstaunlich, wie viele junge Frauen sich für diesen Beruf interessieren. Leider fällt es den Interessenten zunehmend schwerer einen Ausbildungsplatz in ihrer Nähe zu finden, obwohl dringend Nachwuchs gesucht wird.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || Am 30. 10. 2014 lud der Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die Kreismeister zur jährlich stattfindenden Kreismeistertagung ins Gut Schwechow ein. Diese Tagung ist ein wichtiger Bestandteil der Innungsarbeit. Obermeister Ingo Ziola begrüßte die Kreismeister und sprach aktuelle Sachthemen an. Wichtige Diskussionspunkte neben der vorgestellten Jahresrechnung 2013 und dem geplanten Haushalt 2015 waren die erfolgten Vergaben der Kehrbezirke in Mecklenburg-Vorpommern. Hier konnte der Obermeister berichten, dass alle Innungsmitglieder ihren zu bewerbenden Kehrbezirk erhalten haben. Weitere wichtige Aufgaben, wie die kontinuierliche Weiterbildung der Mitglieder, das Werben um neue Auszubildende, die Öffentlichkeitsarbeit wurden gemeinsam mit den Kreismeistern besprochen und geplant. Die Kreismeister konnten berichten, was in ihren Kreisen rückblickend erfolgte und welche neuen Ziele und Aufgaben in Zukunft zu bewältigen sind. Zum Abschluss der Tagung erfolgte ein Rundgang über das Gut Schwechow und man bekam Einblick über die Brennereikunst von Obstbrände aus Mecklenburg-Vorpommern.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

HK || In diesem Jahr mussten die Behörden der Landkreise und der kreisfreien Städte die Kehrbezirke in Mecklenburg-Vorpommern überwiegend neu ausschreiben und neu besetzen. Aus diesem Grund wurde am 26. 03. 2014 eine Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus über das Ausschreibungs- und Auswahlverfahren zur Nachbesetzung von Bezirken nach dem Schornsteinfeger-Handwerksgesetz veröffentlicht. Auf Grundlage dieses vorgeschriebenen Auswahlverfahrens haben die Behörden die Bezirksvergaben durchgeführt.
Auf Einladung des Obermeisters Ingo Ziola wurden Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Bau und Tourismus MV, sowie die zuständigen Mitarbeiter der jeweiligen Behörden zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Die Mitarbeiter der Behörden konnten berichten, wie sie die Verwaltungsvorschrift umsetzen konnten und wo noch Änderungsbedarf besteht. Die Bestellungsbehörden führten die Auswahlverfahren sachgerecht, objektiv und transparent durch. Dabei wurden die Bewerberinnen und Bewerber auf der Grundlage der §§ 9 und 10 SchfHwG in Auslegung der Begriffe „Eignung“, „Fachliche Leistung“ und „Befähigung“ nach den im Beamtenrecht entwickelten Grundsätzen ausgewählt. Der Erfahrungsaustausch war für die Mitarbeiter des Wirtschaftsministeriums, der Vergabebehörden und dem Vorstand der Schornsteinfeger-Innung MV ein wichtiger Termin. Damit die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung diesbezüglich weiterhin transparent, konstruktiv und sachlich vertreten werden, erfolgen weitere Treffen und Auswertungen mit den Behörden.

Ausgabe: 94 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 94 - 4/2014 )

BD || Unter dem Motto „Feuerstätten für feste Brennstoffe und praktische Umsetzung der Anforderungen aus der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen – 1. BImSchV“ hatte der Landesinnungsverband (LIV) des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen auch 2014 wieder Vertreter der Umwelt- und Ordnungsämter der 13 Landratsämter sowie der Landesdirektion Sachsen und dem sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zum Erfahrungsaustausch eingeladen. Am 29. Oktober trafen sich deshalb zirka 40 Vertreter der Behörden mit dem Vorstand des LIV Sachsen und den Obermeistern der 5 sächsischen Schornsteinfegerinnungen in Dresden. Bereits während der Begrüßung bedankte sich Landesinnungsmeister Gunar Thomas für den reibungslosen Ablauf der Ausschreibung von Kehrbezirken im Jahr 2014 in Sachsen. 256 Kehrbezirke wurden rechtzeitig neu vergeben, sodass für diese Betriebe und die zuständigen Behörden Planungssicherheit besteht. Des Weiteren verwies er auf die Ausbildungssituation im Schornsteinfegerhandwerk. Dabei hob er hervor, dass die Allgemeinverbindlichkeit eines Mindestlohns von 12,78 Euro erreicht wurde. Ebenso wurde die Erklärung der Allgemeinverbindlichkeit für den Tarifvertrag zur Förderung der Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk beantragt. 21 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2014 und 41 laufende Ausbildungen im sächsischen Schornsteinfegerhandwerk tragen dazu bei, dass auch künftig das Schornsteinfegerhandwerk seine Aufgaben zur Sicherheit der Bürger und zum Schutz der Umwelt ausführen kann.
In der sachlichen Auseinandersetzung ging es zunächst um die Verbindlichkeit der VDI Richtlinie 4802 Blatt 1 und 2, die sich im Wesentlichen mit den Voraussetzungen beschäftigt, die eine Emmisionsprüfstelle (Messungen durchführender Schornsteinfeger) und eine Messgeräteprüfstelle (bekannt gegebener Prüfstand für Messgeräte nach 1. BImSchV und KÜO) zu erfüllen hat. Während Einigkeit darüber herrschte, dass die Teilnahme an einem Qualitätsmanagementsystem und das neutrale Auftreten beider Stellen, wie es die VDI Richtlinie fordert, sinnvoll sei, gab es unterschiedliche Auffassungen der Behördenvertreter zur rechtlichen Verbindlichkeit der Richtlinie. Ausführlich stellten die Behördenvertreter ihre Erfahrungen mit der Anerkennung von Nachweisen für die Durchführung von Schornsteinfegerarbeiten dar. Dabei verwiesen sie auf die Pflicht zur Nachweisführung über die in der KÜO veröffentlichen Bescheinigungen. Ausführlich wurde darüber debattiert, welche Angaben in den Formblättern und Bescheinigungen dringend erforderlich seien, damit bei nicht Beachtung eine Amtshandlung erfolgen kann. Hierbei ergaben sich unterschiedliche Auffassungen der Landratsämter untereinander.
Dem Vorschlag, Hinweise zur Verfahrensweise bei der Anerkennung der Nachweise bzw. Formblätter zu erarbeiten, stimmten alle Anwesenden zu. Der LIV wird eine erste Tischvorlage als Diskussionsgrundlage erstellen. Durch die abgestimmten Hinweise und Kriterien können sowohl die zuständigen Behörden als auch die zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ihren Entscheidungsprozess wesentlich rechtssicherer und effektiver gestalten.
Der technische Landesinnungswart (TLIW) des LIV Sachsen, Uwe Berger, gab im Anschluss an die Debatte eine Einführung zum Thema „Übergangsfristen bei Feuerstätten für feste Brennstoffe nach 1. BImSchV“. Aus dem Vortrag wurde allerdings eine, von Uwe Berger moderierte, Diskussion um Fristen zu Außerbetriebnahmen von Einzelfeuerstätten für feste Brennstoffe und der Kontrolle der Außerbetriebnahme. Des Weiteren ging es um Bedingungen für Ausnahmegenehmigungen zum Weiterbetrieb von Feuerstätten, die die Voraussetzungen nach der 1. BImSchV nicht erfüllen. In Härtefällen, so der Gedanke, sollte eine solche Genehmigung möglich sein. Ein entsprechender Entwurf eines Antrages auf Ausnahmegenehmigung wurde dem sächsischen Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft durch den LIV Sachsen bereits vorgelegt.
Ein weiteres Problem, so Uwe Berger, stellen Heizkessel für feste Brennstoffe dar, die nach Herstellerangaben lediglich eine Leistung von 3,9 kW erreichen und somit nicht messpflichtig wären. Es wird unterstellt, dass die Heizleistung der Feuerstätten aufgrund der Feuerraumgröße beträchtlich über den Angaben des jeweiligen Herstellers liegt. Diese Problematik war den Behördenvertretern offensichtlich neu. Handlungsempfehlungen konnten deshalb ihrerseits nicht gegeben werden. Ebenso wurden durch die Behördenvertreter die Durchsetzbarkeit von Ersatzvornahmen bei Messungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe besprochen. Dabei wurde einstimmig festgestellt, dass es hier noch Klärungsbedarf seitens der übergeordneten Behörden gibt.
Zusammenfassend wurde der Erfahrungsaustausch von allen Beteiligten als sehr gewinnbringend eingeschätzt. Von Seiten der zuständigen Behörden wurde bestätigt, dass sich die Kommunikation zwischen Behörden und Schornsteinfegern verbessert hat. Gleichzeitig wurde der Wunsch nach einer Fortsetzung der Veranstaltung geäußert. Der LIV Sachsen wird diesem Wunsch entsprechen und die Behörden auch im nächsten Jahr wieder zu einem Erfahrungsaustausch einladen.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

An diesem Keramik-sanierten Heizungsschornstein einer öffentlichen Einrichtung ist ein Niedertemperatur-Heizkessel angeschlossen. Zur Energieeinsparung wurde ein Abgaswärmetauscher zwischengeschaltet. Trotz Bedenken des bev. Bezirksschornsteinfegers wurde keine Überdruck-Abgasleitung eingezogen. Drei Jahre später durchfeuchtete das 36 cm dicke Mauerwerk. Man suchte nach einem Leck im Dach und erinnerte sich später an das damalige Schreiben des bBSF. Bei der Überprüfung und Videoinspektion des bislang verschlossenen Ringspaltes (er wurde über Dach etwas geöffnet) kam im Innern eine „Tropfsteinhöhle“ zum Vorschein.

Zur Schadensbekämpfung wurde für den Rest der Heizperiode der Abgasschalldämpfer entfernt und die Kesselleistung angehoben. Nach Bewilligung öffentlicher Gelder wird nun ein Nachbarzug verrohrt und das Keramikrohr entfernt. Anschließend soll ein Bautrocknungsgerät das Mauerwerk austrocknen. Manchmal wird gespart, koste es was es wolle.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Bei der wiederkehrenden sicherheitstechnischen Abgaswegeprüfung an Gasbrennwertfeuerungsanlagen fand unser Kollege aus Rostock gleich nach Silvester eine Silvesterrakete in einer Abgasleitung. Beim Militär würde man sagen „Punktlandung“. Wir würden sagen, angesichts der Menge von Feuerwerkskörpern an Silvester war das nur eine Frage der Zeit. Gut, dass das „Ding“ nach der Zündung reinfiel.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Immer wieder finden wir Schornsteinfeger bei der Feuerstättenschau skurrile Mängel. Hier hat der Betreiber mit dem viel zu kleinen Kaminofen versucht, den schlecht gedämmten Raum auf eine Wohlfühltemperatur zu heizen. Das Ergebnis dieser permanenten Überlast der Feuerstätte war das Zerbersten der Sichtscheibe des noch nicht mal einjährigen Ofens.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Ein vierzügiger Schornstein, der hinter ­einer Fachwerkwand steht, sollte nach mehrjähriger Still­legungsphase wieder in Betrieb genommen werden. Bei der zu diesem Zweck durchgeführten Überprüfung durch den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger wurde nach Entfernen des Putzes deutlich, dass die ehemaligen Nutzer sehr sorglos beim Erstellen von Schornsteinanschlussöffnungen vorgegangen waren. Nicht nur, dass zwei Anschlüsse zu dicht an brennbaren Bauteilen erstellt worden sind, ist ein Anschluss direkt durch das Fachwerk geführt worden. Dass es hier nicht gebrannt hat, grenzt an ein Wunder.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Ungewöhnliche Werbung bleibt bekanntermaßen in Erinnerung. Der Kesselhersteller Brötje vergleicht nun veraltete Heizkessel mit einer Leiche. Um den Austausch veralteter Heizungstechnik voranzutreiben, startet Brötje eine Aktion zur Verkaufsförderung unter dem Slogan: Mehrere Millionen Deutsche haben sprichwörtlich eine „Leiche im Keller“. Das Tatortfoto wird es demnächst in allen großen Tageszeitungen geben. Zum Täter liegen noch keine Hinweise vor.
Für diese Aktion werden in den nächsten Monaten Endkunden durch Anzeigen in Tageszeitungen und auf Großflächenplakaten direkt angesprochen. Von modernen Gas- oder Öl-Brennwertkesseln über Wärmepumpen bis hin zum Mikro-KWK bietet Brötje alles an. Dem Fachhandwerk stellt Brötje verkaufsförderndes Material bis hin zur Hauswurfsendung zur Verfügung.
Es bleibt die Frage: „Wer war der Täter?“

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Flammenspiel und Heizungsunterstützung

Technisch sowie optisch optimal abgestimmte Feuerstätten mit wärmegedämmter Wassertasche bietet der Feuerungsspezialist Olsberg an.
Neben dem bekannten Modell Tolima Aqua Compact ist zusätzlich der Nevado Aqua Compact erhältlich. Mit seinem sachlichen, leicht abgerundeten Design erfüllt der Kaminofen auch gehobene Ansprüche und fügt sich gut in den Wohnraum ein. Hier lässt sich dank der großzügig geschnittenen Sichtscheibe der Blick auf das Flammenspiel sowie die angenehme Strahlungswärme genießen. Insgesamt wartet der Nevado mit einer Nennwärmeleistung von 8 kW auf – bis zu 65 % davon können als Unterstützung für die angeschlossene Heizungsanlage oder Warmwasserversorgung dienen. Hierfür verfügt die Feuerstätte über eine Umschaltklappe, mit der ein Teil der Heizleistung zwischen Wasser- und Luftleistung gewählt werden kann. Beim Anheizen des Nevado Aqua Compact wird die Umschaltklappe auf Luftleistung gestellt. So wird in kürzester Zeit die optimale Betriebstemperatur des Kaminofens erreicht und der Aufstellraum schnell sowie effizient auf angenehme Temperatur gebracht.
Erhältlich ist das Modell mit Stahl-, Naturstein- oder Keramikverkleidung. Bei Letzterem stehen die Farben ahorn und caffe latte zur Wahl. Zudem ist der Nevado Aqua Compact wie sein Bruder Tolima Aqua Compact mit dem Olsberg-Compact-Türverschluss für den raumluftunabhängigen Betrieb ausgestattet. Dieser gewährleistet durch ein spezielles Dichtungssystem einen dauerhaft dichten Türverschluss. Zudem verfügt er über eine bauaufsichtliche Zulassung für die gleichzeitige Nutzung mit zugelassenen Lüftungsanlagen. Der belüftete Türgriff garantiert das komfortable, sichere Nachlegen von Scheitholz. Für eine besonders effiziente Betriebsweise des Kaminofens sowie einen optimalen Abbrand kann optional eine elektronische Ofensteuerung, der Olsberg Efficiency Controller (OEC), eingebaut werden. Dieser kontrolliert mithilfe eines Sensors die Abgastemperatur und regelt je nach Bedarf die Verbrennungsluftzufuhr.
Weitere Informationen zu den Produkten aus dem Hause Olsberg sind unter
www.olsberg.com zu finden.

Ausgabe: 91 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

einfach Glück oder ein Alarmzeichen?


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Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Betriebskosten bei der Feinstaubmessung

Die Feinstaubmessung wird zukünftig zu den regelmäßigen Tätigkeiten jedes Schornsteinfegers zählen. Doch nicht jeder betreut eine große Anzahl an messpflichtigen Feuerstätten. Es gibt viele Hersteller und jedes zugelassene Messverfahren hat seine Berechtigung. Bei der Finanzierung eines Feinstaubmessgerätes streiten sich die Experten, welche aus betriebswirtschaftlicher Sicht nun nun die Beste sei.

Im Artikel ist eine kaufmännische Rechnung zu den Betriebskosten einer einzelnen Feststoffmessung bei Miete oder Kauf zu finden. Dieser Artikel ist nicht online verfügbar.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Seit Februar 2014 ist die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands Haus-, Heiz- und Küchentechnik e. V. mit ihrem neuen modernen Gesicht online. „Die neue Seite hat nun nicht nur ein neues Gesicht, sie ist auch für den privaten Kaminofenbesitzer übersichtlicher und leichter verständlich“, erklärt Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbands. Neben dem neuen Aussehen bekommt die HKI Feuerstättendatenbank auch eine neue Funktion. Künftig wird es auch möglich sein, die Leistungserklärungen der Geräte nach der Bauproduktenverordnung über die HKI Feuerstättendatenbank abzurufen.
Die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands e. V. informiert bereits seit fünf Jahren darüber, ob eine häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe die gesetzlich vorgeschriebenen Emissionsgrenzen einhält. Neben den Anforderungen an die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes – 1. BImSchV – bildet sie zudem die Anforderungen der Österreichischen Vereinbarung gemäß Art 15a B-VG über das Inverkehrbringen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen sowie die Anforderungen der Schweizer Luftreinhalteverordnung ab.
Für die Betreiber einer Feuerstätte, Schornsteinfeger, Handwerker und andere Interessierte ist durch die Datenbank leicht festzustellen, welchen Emissions- und Wirkungsgrad-Anforderungen eine Feuerstätte genügt. Der HKI Industrieverband sogt als neutrale und kompetente Stelle für eine sorgfältige Prüfung und Bewertung der Produktmerkmale einer Feuerstätte. Für alle Hersteller von häuslichen Feuerstätten besteht die Möglichkeit, ihre Produkte kostenlos in die Datenbank eintragen zu lassen.
In der Datenbank sind insgesamt mehr als 5.000 Geräte von 55 Herstellern zu finden. Sie wird monatlich von mehr als 20.000 Internet-Nutzern besucht. „Die Klickraten geben uns Recht, dass die Datenbank nach wie vor für die Verbraucher ein gutes und wertvolles Instrument ist“, ergänzt Kienle. Es ist möglich über die Feuerstättendatenbank einen Datenblattausdruck erstellen zu lassen. Dieses Datenblatt gibt detailliert Auskunft, welchen Emissionsanforderungen das jeweilige Gerät genügt. Es kann zur Vorlage beim Schornsteinfeger als Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte der 1. BImSchV verwendet werden.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

HK || Vom 26. bis 28. 02. 2014 erfolgten in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß in Mecklenburg-Vorpommern, die Zwischenprüfungen. 9 Auszubildende mussten ihr Wissen unter Beweis stellen. Die Prüfungen erfolgten nach der neuen Ausbildungsverordnung für Schornsteinfeger (SchfAusbV).

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Anerkennung durch Schornsteinfegerhandwerk (ZIV) –
Schulungsmaterial für Landesinnungsverband Rheinland-Pfalz

Das in der „Abgasbibel“ von Skoberne erläuterte System ist ein ausgereiftes Abgasleitungsprogramm mit der Erfahrung seit 1987: Die Kunststoff-Abgasleitungen von Skoberne bestehen im Wesentlichen aus hochwertigem und speziell für die Anwendung hergestelltem Polypropylen. Die präzise Verbindungstechnik ermöglicht ausgezeichnete Passgenauigkeit. Die Abgas- und Zuluftführung arbeitet mit vergleichsweise geringen Widerständen. Die Lippengeometrie und das Material garantieren eine langlebige Dichtigkeit und erleichtern Ein- wie Ausbau. Die EPDM-Dichtungen sind für die Kondensatableitung von Öl- und Gasfeuerstätten (120 Grad Abgastemperatur) dauerhaft geeignet und resistent gegen Kondensate. Das System kann auch bei Kraft-Wärme-Kopplung, beispielsweise bei BHKWs, zum Einsatz kommen.
Die Planungs- und Montageanleitung ist gegliedert in einen allgemeinen Teil und die Vorstellung des Systems, Planungshinweise, die eigentliche Montageanleitung sowie die Erläuterung der Bauteile und einen Anhang. Auf die Übersichtlichkeit für Planer und Anwender wurde besonders geachtet.
Das urheberrechtlich geschützte Regelwerk ist erhältlich/einzusehen auf der Skoberne Website im Downloadbereich. Das Dokument ist auch direkt erreichbar über die eigens eingerichtete Domain www.skoberne.eu

Ausgabe: 91 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Nachschlagewerk zur Energiewende für Tablet und Smartphone
Gebündelte Daten & Fakten zum Thema Energie / Schwerpunkt Energiewende in Deutschland und
Zukunftstechnologien / Linkliste zu den wichtigsten Akteuren am Energiemarkt

Remscheid, 12. Februar 2014 – Mit dem Smartphone oder dem Tablet das Wissen zum Thema Energie erweitern – dies ermöglicht jetzt erstmals eine kostenlose App. Die vom Heiztechnikspezialisten Vaillant angebotene „Energie kompakt App“ ist ein digitales Nachschlagewerk, das Daten und Fakten aus zahlreichen unterschiedlichen Quellen bündelt und Zusammenhänge erklärt. In sieben Kapiteln werden unter anderem die Bereiche Energiewende in Deutschland, Energiequellen und -gewinnung, Zukunftstechnologien und Energienutzung aufgegriffen. Über informative Texte, zahlreiche Bilder und Grafiken werden auch komplexe Prozesse verständlich dargestellt. Grafiken können von den Nutzern heruntergeladen werden. Bestandteil ist auch eine Linkliste zu den wichtigsten Akteuren am Energiemarkt in Deutschland, Europa und international. Die App gibt es kostenlos im Google Play-Store oder im Apple App-Store. Sie ist kompatibel mit allen Android-Tablets und -Smartphones ab Android Version 2.3.3 oder höher sowie mit iPhone, iPad und iPod touch ab iOS-Version 6.0.
Einen Eindruck von der App erhalten Interessierte auch über ein kurzes Video auf www.youtube.de: www.youtube.com/Energie_Kompakt_App

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

HK || Glücksbringer im Wirtschaftsministerium: Eine Delegation der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern überbrachte dem Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe zum Jahresbeginn gute Wünsche für ein erfolgreiches 2014. „Die Schornsteinfeger sind Symbolfiguren des Glücks und vor allem kompetente Partner für Unternehmen und Privatpersonen in Sicherheitsfragen rund ums Haus“, sagte Glawe am Dienstag.
Zu den gesetzlich geregelten Aufgaben des Handwerks gehören die Reinigung und Überprüfung von Schornsteinen, die Messung von Ölheizungen, Gasheizungen, Pelletheizungen und gasbetriebenen Durchlauferhitzern sowie die sogenannte Feuerstättenschau. Seit einem Jahr regelt ein Gesetz eine Marktöffnung, das bedeutet, dass die bisherige Monopolstellung im Schornsteinfegerhandwerk aufgehoben wurde; freiwerdende Kehrbezirke werden jetzt mittels eines Ausschreibungsverfahrens besetzt. „Das Berufsbild und die Anforderungen an die Schornsteinfeger haben sich verändert. Die Innung in Mecklenburg-Vorpommern unterstützt seine Mitglieder auf dem Weg vom klassischen Kaminkehrer hin zum modernen Dienstleister“, sagte Glawe.
Der Minister verwies zusätzlich auf die Bedeutung einer qualifizierten Aus- und Weiterbildung im Handwerk. „Wie im Schornsteinfegerhandwerk üblich, muss der Meisterbrief auch in anderen Gewerken verpflichtender Bestandteil der Weiterbildung sein. Die betriebswirtschaftliche und fachliche Ausbildung ist das Fundament eines stabilen Handwerksbetriebes“, hob Glawe hervor.
Die Meisterausbildung im Handwerk wird in Mecklenburg-Vorpommern seit 2008 mit der landesweiten Kampagne „Besser ein Meister“ (www.besser-ein-meister.de) beworben. Ziel der gemeinsam vom Wirtschaftsministerium und den Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführten Marketing- und Imagekampagne ist es, den Meistertitel als Premiummarke zu positionieren, um für das Berufsbild und die Karrierechancen im Handwerk zu werben. Für die Jahre 2013 und 2014 wird die landesweite Kampagne aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mit Zuwendungen in Höhe von 250.000 Euro unterstützt. Derzeit gibt es in Mecklenburg-Vorpommern 168 Kehrbezirke mit je einem Schornsteinfegermeister, davon sind 150 Mitglied in der Landesinnung. 36 junge Menschen befinden sich derzeit in der Ausbildung zum Schornsteinfeger.

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Neujahrsempfang der Kunden im Globus in der Hansestadt Rostock am 2. Januar 2014

HK || Traditionell werden im Einkaufszentrum Globus in der Hansestadt Rostock am ersten Tag im neuen Jahr die Kunden von Schornsteinfegern begrüßt. In diesem Jahr begrüßten unsere Innungsmitglieder Klaus Fröhlich und Enrico Medved als Glücksbringer die Kunden und überbrachten die besten Wünsche und natürlich viel Glück.
Viele Kunden kommen extra nur wegen unseren Glücksbringern, um mit denen ein Glas Sekt zu trinken und um Glücksbringer für das neue Jahr zu erhaschen. Gut gelaunt und zufrieden gehen die Kunden anschließend zum Einkauf und der Schornsteinfeger bleibt positiv in Erinnerung.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Tag der offenen Tür am 18. Januar 2014 im Bildungszentrum der Handwerkskammer Schwerin

HK || Für die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ist die Teilnahme am Tag der offenen Tür der Handwerkskammer Schwerin ein Muss. Auch an diesem Tag kamen junge, interessierte Jugendliche mit ihren Eltern und erkundigten sich über Ausbildungsmöglichkeiten und Berufe im Handwerk. In diesem Jahr konnten unsere Innungsmitglieder Ralf Siewert und Christoph Riemann viele Fragen hinsichtlich der Berufsausbildung und Karrieremöglichkeiten im Schornsteinfegerhandwerk beantworten. Schon manch ein neuer Auszubildender wurde hier für das Schornsteinfegerhandwerk akquiriert. Eine große Herausforderung, nicht nur für das Schornsteinfegerhandwerk, sondern für
das Gesamthandwerk, ist die Suche nach neuen Auszubildenden und geeigneten Nachwuchs. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern will sich auch in diesem Jahr primär dieser Herausforderung stellen.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Partnerschaftsvereinbarung zwischen Maler und Schornstein­feger in Sachsen-Anhalt

Schwarz und Weiß, Schornsteinfeger und Maler. Eine Verbindung zwischen den beiden traditionsreichen Handwerksberufen mit den so gegensätzlichen Berufsfarben erschließt sich auf den ersten Blick nicht. Manch einer mag denken, dass die Schnittpunkte sich darauf beschränken, dass der Schornsteinfeger die Stube einstaubt und der Maler den Schaden behebt. Aber abgesehen davon, dass dieser Fall heutzutage so gut wie nicht mehr vorkommt, haben beide Berufe einiges gemeinsam.
So ist die energetische Gebäudesanierung wesentlicher Bestandteil des täglichen Betätigungsfeldes beider Gewerke. Die Schornsteinfeger unterstützen und beraten zum einen im Bereich der geeigneten Feuerungsanlagen, darüberhinaus bieten immer mehr Schornsteinfegerbetriebe die Gebäudeenergieberatung an und haben sich entsprechend qualifiziert. Die Betriebe der Maler- und Lackiererinnung sind die Spezialisten, wenn es um die Sanierung und Dämmung der Wände im Gebäude geht. Gerade bei der Umsetzung der Dämmmaßnahmen besteht die Gefahr, dass die fehlerhafte Bauausführung zu massiven Gebäudeschäden führt und sich die nicht unerheblichen Investitionen im Nachhinein als Schadensursache herausstellen. Aus diesem Grund führt bei der Gebäudedämmung kein Weg an einem qualifizierten Fachbetrieb der Maler- und Lackiererinnung vorbei.
Um für den Kunden ein ordentliches und innovatives Gesamtpaket anbieten zu können, bot sich eine Zusammenarbeit der beiden Handwerke regelrecht an. Aus diesem Grund haben der Landesinnungsverband der Maler- und Lackierer­innung Sachsen-Anhalt und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt eine Partnerschaftsvereinbarung geschlossen. In dieser Vereinbarung ist die Zusammenarbeit beider Handwerksberufe zum Zwecke der Steigerung der Kundenzufriedenheit beider Gewerke formuliert. Mit Umsetzung der Partnerschaftsvereinbarung ist sichergestellt, dass die Dämmmaßnahmen genau auf die baulichen Besonderheiten der Gebäude abgestimmt werden. Zu diesem Zweck bedienen sich die Maler der Dienste des Schornsteinfegerhandwerks im Bereich der Gebäudeenergieberatung. Die Schornsteinfeger leisten dem Kunden Hilfestellung bei der Auswahl des Fachbetriebes für die Ausführung der Dämmmaßnahmen und nutzen hierfür das Know-how der Innungsbetriebe aus dem Maler- und Lackiererhandwerk.
Uwe Runge, Landesinnungsmeister des Maler- und Lackiererhandwerks, und Torsten Kiel, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks, unterzeichneten die Partnerschaftsvereinbarung am 22. März 2014 im Rahmen des 26. Verbandstages des Maler- und Lackiererhandwerks in Schönebeck. Beide Vertreter sind zuversichtlich, mit dieser Vereinbarung den Grundstein einer erfolgreichen Zusammenarbeit gelegt zu haben.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

HK || Am 18. 01. 2014 wurde der zurzeit einzige Europaabgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern, Werner Kuhn, zum Spitzenkandidat der CDU zur Europawahl am 25. Mai 2014 nominiert. Der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola beglückwünschte Werner Kuhn und wünschte ihm ein gutes Wahlergebnis und viel Glück zur Europawahl und bat ihn, dass er sich auch in Zukunft für das deutsche Handwerk und vor allem für den Meisterbrief einsetzt. Obermeister Ziola überreichte einen symbolischen Meisterbrief und einen Porzellan-Schornsteinfeger. Werner Kuhn hat zugesagt, dass er sich weiterhin für den Erhalt des Meisterbriefes einsetzt und die duale Berufsausbildung als deutsches Vorbild in Europa weiterhin favorisiert.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

HK || Schornsteinfeger-Obermeister Ingo Ziola überbrachte gemeinsam mit seinen Kollegen Heiko Karmoll und Mario Karwath vom Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die besten Wünsche für das Jahr 2014 an Ministerpräsident Erwin Sellering. Sie überreichten dem Ministerpräsidenten einen Glücksbringer aus Metall, einen Kehrbesen sowie einen Schornsteinfeger-Kalender 2014. Der Ministerpräsident gab die guten Wünsche für das neue Jahr zurück und übergab den Handwerkern in Schwarz vierblättrige Kleeblätter aus Schokolade.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Die Erlebnis- und Verkaufsausstellung für die ganze Familie

HK || Die Hanseschau Wismar ist eine beliebte Verbrauchermesse im Norden. Vier Tage lang zeigen viele Aussteller aus Mecklenburg-Vorpommern, der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland auf der großen Ausstellungsfläche Schickes, Nützliches, Neues und Schönes für die ganze Familie: Tolle Autos, Einrichtungen, Wellness, viel Grünes mit Pflanzen und Blumen, Mode, Schmuck, beste Unterhaltung bei einem kurzweiligen Rahmenprogramm und eine Vielzahl an mecklenburgischen und schwedischen Leckereien. Traditionell haben auch unsere Kollegen wieder an dieser beliebten Messe teilgenommen. Viele Besucher und Gäste erkundigten sich hinsichtlich der 1. BImSchV. Viele Fragen zwecks Altanlagen mussten beantwortet werden. Ein weiteres Thema war die neue Energieeinsparverordnung. Auch hier mussten unsere Kollegen viele Tipps für die Energieeinsparung und modernen Umweltschutz geben.

Ausgabe: 91 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 91 - 1/2014 )

Die Deutschen vertrauen dem Handwerk. Das zeigt die Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) 2013. Demnach schenken 87 Prozent der Deutschen diesem Gewerbe ihr Vertrauen. „Das Handwerk zeichnet sich durch beste Qualität, Zuverlässigkeit und Tradition aus“, sagt Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe. „Das war auf der „mitteldeutschen handwerksmesse“ vom 15. bis 23. Februar 2014 zu erleben. Vor Ort wurden hochwertige Produkte und lebendige Werkstätten gezeigt und natürlich intensive Beratung geboten.“
Zur „mitteldeutschen handwerksmesse“ kamen 240 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern. Die Besucherzahl hat dabei die Rekordhöhe von 182.000 erreicht. Mit diesen Angaben wertet die Pressestelle der Leipziger Messe den Erfolg der „mitteldeutschen handwerksmesse“ 2014 aus. Kein Wunder, dass auch der Messestand der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. einen Besucherrekord verzeichnen konnte. Dass die Deutschen dem Handwerk vertrauen, ist für die Schornsteinfeger nicht neu. Dennoch überrascht die statistische Auswertung der Messe für das Schornsteinfegerhandwerk. Rund 50% Besucher mehr am Messestand als vergleichsweise noch 2011 spricht einerseits vom großen Informationsbedarf der Messebesucher und andererseits vom Vertrauen, dass gerade einem bewährten Handwerk, wie dem unseren, entgegengebracht wird. Dafür scheint ja auch der geringe Wille der Grundstückseigentümer, den Schornsteinfeger zu wechseln, zu sprechen. Mit überwältigender Mehrheit ragt ein Thema aus den Fragen der Besucher unseres Messestandes hervor. Was mache ich mit meinem alten DDR-Kessel? Wie lange kann ich ihn noch betreiben? Was muss ich tun? Hier zeigt sich nun, dass die massive Information seitens der Medien und der Schornsteinfeger Früchte trägt und sich die Betreiber alter Heizkessel intensiv mit einer Erneuerung ihrer Heizungsanlagen beschäftigen. Welche Lösung in den einzelnen Fällen den Vorrang hat, entscheidet sich dabei oft erst nach einer Beratung durch den Schornsteinfeger. Natürlich konnten am Messestand der Bildungsstätte nicht alle Fragen beantwortet werden, aber Lösungsansätze konnten meistens doch gefunden und Orientierung gegeben werden.
Natürlich haben die Messestandbetreuer in jedem Fall auf den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger verwiesen, da ihm oder ihr die örtlichen Gegebenheiten am besten bekannt sind. Kritik am Schornsteinfegerhandwerk hat es so gut wie nicht gegeben. Im Gegenteil, in einem Fall hat sich ein Besucher mit den Worten verabschiedet „Sie sollen wissen, dass es Menschen gibt, die Ihren Beruf sehr achten.“ In diesem Sinne kann die „mitteldeutsche handwerksmesse“ auch wieder als voller Erfolg für unser Handwerk gesehen werden.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Beim Öffnen der Reinigungsöffnung des Schornsteines im Dachgeschoss: Gut, dass die Insekten bereits geschlüpft waren

Ausgabe: 90 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

So können Filter für raumlufthygienische Zwecke nach nur einem Jahr aussehen. Hier dürfte die Funktion
der Lüftungsanlage stark eingeschränkt sein und damit steigt die Gefahr von Feuchteschäden und Schimmelpilzbefall.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Der Verband der Wirtschaft Thüringens lud am 26. September zum 13. Unternehmertag unter dem Motto „Im Wettbewerb um die besten Köpfe – Konzepte und Strategien zur Fachkräftesicherung“ ein. Dort wurde mit Wissenschaftlern, Politikern, Lehrern, Schülern, Studenten und Azubis über die Verantwortung der Unternehmen für Wirtschaft und Beschäftigung diskutiert. Das congress centrum neue Weimarhalle empfing rund 300 Gäste an diesem Tag. Neben den Podien und Diskussionsrunden fanden diese auch zahlreiche Thüringer Firmen und Institutionen mit Informationsständen in einer Ausstellung. Gesprochen wurde über die Themen Bildung, Ausbildung, Chancengleichheit, Familienfreundlichkeit, altersgerechte Arbeitsplätze, attraktive Wirtschaftsstandorte und nachhaltige Personalpolitik. Und natürlich durfte das Schornsteinfegerhandwerk nicht fehlen. Ein kurzes Gespräch mit Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht gab einen Einblick in die politische Welt. Ein Schwerpunkt des Unternehmertages war auch die Vergabe der Urkunde des „Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen“ an insgesamt dreizehn Unternehmen, Einrichtungen, Institutionen und Vereine. Thüringens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, Matthias Machnig überreichte die Urkunden im feierlichen Rahmen. Neun der Dreizehn Unternehmen erhielten ihre erste NAT-Urkunde, was zeigt, dass in Thüringer Unternehmen nachhaltige Wirtschaft eine große Rolle spielt. Im Großen und Ganzen lässt sich sagen, dass, wenn Anregungen und Impulse umgesetzt werden, diese Veranstaltung sehr erfolgreich war und den Unternehmen und Arbeitern weiterhilft

Ausgabe: 90 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

„Fehlende oder realitätsfremde Plandaten bei der Konzeption der kommunalen Wärmeversorgung mit Nah- oder Fernwärme führen oft zu unerwarteten und erhöhten Kosten. Gerade dann, wenn die Abgabemengen bei immer niedrigeren Energieverbräuchen der Gebäude auf die Gesamtkosten umgelegt werden sollen“, sagt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme.

Mit dem Vorwurf „teuerste Nahwärme von Deutschland“ zu sein, sorgt eine Gemeinde bei Heidelberg (Baden-Württemberg) für Schlagzeilen. Im Kleingemünder Neubaugebiet, einem Ortsteil der Stadt Neckargemünd, wurden laut Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) die Heizkosten richtig teuer. Ursprünglich sollte die vor Ort gemäß Wärmesatzung und Anschlusszwang zu verwendende Nahwärme „umweltfreundlich, bequem, sicher, und nachhaltig, platz- und zeitsparend sein“ – schreibt das Blatt auf Basis der Stadtwerke-Informationen. Doch für einige Familien entwickelten sich die vermeintlichen Vorteile des Heizwerks immer mehr zu einem finanziellen Ärgernis. So erhielt eine junge Familie, die dort vor 14 Monaten ein Niedrigenergiehaus baute, die Jahresabrechnung von den Stadtwerken und staunte beim Blick auf die Zahlen nicht schlecht. 1.300 € entstanden für Heizung und Warmwasser, davon 700 € – mehr als die Hälfte – für die Grundgebühr. Nach Angaben des Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) lägen die jährlichen Betriebskosten für eine dezentrale Lösung, etwa eine Gas-Brennwertanlage, ausgehend von 12.000 KW/h pro Jahr bei deutlich unter 1.000 €. „Leider ist dies kein Einzelfall“, sagt Johannes Kaindlstorfer, Sprecher der Allianz Freie Wärme (AFW), „weil Nah- und Fernwärmenetze oft an der Realität vorbei ohne genaue Bedarfsplanung und Kosten-Nutzen-Vergleich gebaut werden. Durch von der Politik geforderte, immer niedrigere Energieverbräuche in Gebäuden macht die Umlage der Gesamtkosten von Nah- und Fernwärme zunehmend keinen Sinn.“
Wie es zu diesen Mehrkosten kam ist den Hausbesitzern unklar. Trotz einer Aufforderung durch die betroffene Familie, die Kosten transparent zu machen, lehnten das die Stadtwerke ab. Stattdessen hieß es, man erziele keinen Gewinn, sondern eher Verluste, eine Quersubventionierung sei also ausgeschlossen. Allerdings wäre die Bebauung mit einem noch in der Planung befindlichen Pflegeheim auch noch nicht komplett abgeschlossen und je mehr Häuser ans Netz gingen, desto rentabler würde das Heizwerk werden. Das Langzeitärgernis für die Bewohner bleibt wohl trotz aller Kritik bestehen, denn die Senkung der Endverbraucherpreise ist wohl erst einmal ausgeschlossen, weil diese offenbar schon auf Basis der Endsituation mit voller Auslastung kalkuliert sind. Und ein Anbieterwechsel ist für die Bewohner des Baugebiets nicht möglich. Hinweise der Hausbesitzer im Vorfeld, dass das Heizwerk viel zu groß sei, wurden offensichtlich nicht berücksichtigt.
Die Kommunalpolitik scheint indes ob der derzeitigen Lage ratlos zu sein. Nach Aussage eines Anwohners, habe man sich in Ermangelung eines Erdgasinvestors, der den Bau zu vieler Niedrigenergiehäuser befürchtete, für das Nahwärmekonzept auf Basis erneuerbarer Energien entschieden. Im Grunde war man somit gewarnt. Doch spricht man jetzt von einem „Teufelskreis“. So sei es auch ein Fehler gewesen, Kaminöfen im Neubaugebiet zu erlauben, wodurch nun die Effizienz des Heizwerks nicht zu erreichen wäre. Einige Bewohner würden jetzt mehr Holz verbrennen, um die teuren Heizkosten der Stadtwerke einsparen zu können.
Doch mit Verbrennungsverboten zu agieren ist der falsche Ansatz, wenn es um die wirtschaftlichsten Lösungen geht, ist sich AFW-Sprecher Johannes Kaindlstorfer sicher: „Nach einer Studie der Ostfalia-Hochschule Wolfenbüttel, im Mai 2011, werden Wärmenetze mit sinkendem Energieverbrauch durch energetische Gebäudesanierungen in Neubauten oder im Gebäudebestand zunehmend unattraktiver. Zumal die Endverbraucher grundsätzlich eine Vorliebe für moderne, individuelle Heizungstechniken oder Kamin- bzw. Kachelöfen haben, um davon mehrfach zu profitieren. Einerseits mit geringerem Energieverbrauch und andererseits mit höherem Wohlfühlfaktor.“ Stattdessen müssen wohl nun die Bewohner des Neubaugebiets und die Bürger der Stadt Neckargemünd die offenbar schwierigen Planungen und vermeintlich gemachten Fehler mit all den finanziellen Folgen ausbaden. Mit sorgenvoller Miene schaut man in die nahe Zukunft. Denn im Januar kommt die nächste Heizkostenabrechnung.
Weitere Infos im Internet:
http://www.freie-waerme.de/

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

10.000 Euro Flutopferhilfe aus Baden-Württemberg für die Kollegen in Sachsen-Anhalt

Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg hat sich gemeinsam mit den vier Innungen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Tübingen im Juni dieses Jahres dazu entschlossen, ein Spendenkonto einzurichten, die eingehenden Spenden zu sammeln und eine Spenderliste zu führen. Bis Mitte August ist ein ansehnlicher Spendenbetrag von den baden-württembergischen Kollegen zusammengekommen. Die Kassen der vier Innungen und des LIV stockten den Betrag noch auf, damit die runde Summe zusammenkommen konnte.
Bei der Obermeistertagung in Haan übergaben nun Präsident Franz Klumpp und die Obermeister der vier baden-württembergischen Innungen Werner Rottler, Jürgen Braun, Andreas Feuerer und Walter Baum den gesammelten Betrag an den Landesinnungsmeister Torsten Kiel. Kollege Kiel und seine Obermeister Reinhard Wegner (Altmark), Frank Buchholz (Magdeburg) und Gerhard Metz (Halle) bedankten sich bei Franz Klumpp für den getätigten Spendenaufruf und für die erfahrene Solidarität unter den Kollegen.
An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Spender!

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Am 20. und 21. November fand zum 22. Mal die Messe „Forum Berufsstart“ auf dem Messegelände in Erfurt statt. Diese Messe bot wieder zahlreichen Jugendlichen die Chance sich intensiv über insgesamt 350 Ausbildungs- und Berufsfelder zu informieren. Auf der Messe wurden 15.000 Ausbildungs- und Studienplätze angeboten. An den 225 Messeständen konnten die jungen Heranwachsenden ihre Fragen stellen und sich ausprobieren. Die Veranstalter, Industrie- und Handelskammer Erfurt, Handwerkskammer Erfurt und die Agentur für Arbeit Erfurt zeigten sich mit den vielen Anmeldungen sehr zufrieden.
Es besteht nach wie vor großer Nachwuchsbedarf. Allein im Bereich der Industrie- und Handelskammer sind für das Jahr 2014 noch 839 Lehrstellen unbesetzt. Im Bezirk der Handwerkskammer Erfurt zählt man noch 200 offene Lehrstellen.
Das Forum Berufsstart bot den Jugendlichen viele Möglichkeiten. Es wurden insgesamt 20 Fachvorträge abgehalten und zahlreiche Berufsfilme abgespielt. Die zukünftigen Lehrlinge konnten ihre Bewerbungsunterlagen vor Ort von Experten kontrollieren lassen. Das gab ihnen die Chance diese zu verbessern und somit dem Traumberuf etwas näher zu kommen. Viele Aussteller nahmen auch gleich vor Ort Bewerbungsunterlagen entgegen und führten, in den dafür vorgesehenen Gesprächsboxen, Bewerbungsgespräche durch.
Einen starken Mittelpunkt bildete, wie jedes Jahr, die „Straße des Handwerks“. Dort wurden 30 Berufe live vorgestellt. Unter ihnen waren Augenoptiker, Bäcker, Tischler, Maler, Metallbauer, Büchsenmacher, Zimmerer und die Schornsteinfeger. Die Messebesucher zeigten sich sehr interessiert. Viele von ihnen wurden in der Schule gut auf den Besuch vorbereitet und stellten sehr gezielte Fragen. Auffallend war, dass sich viele junge Damen über das Berufsbild des Schornsteinfegers informierten. Es informierten sich aber auch viele junge Männer. Sie erfragten die Ausbildungsdauer, den Verdienst vor und nach der Lehre und die Tätigkeitsfelder. Auch die Weiterbildungsmöglichkeiten, gerade in die Richtung Umweltschutz, schien eine große Rolle zu spielen.
Diese Messe bietet den Jugendlichen eine berufliche Orientierung. Das lässt die Unternehmen hoffen, ausreichend geeigneten Nachwuchs ausbilden zu können. Die Zukunft der deutschen Wirtschaft hängt an den zukünftigen Lehrlingen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle, Landtagsabgeordneter und Schornsteinfegermeister wurde am 29. 11. 2013 anlässlich der 50. Vollversammlung der HWK Halle durch den Geschäftsführer des Deutschen Handwerkskammertages, Dirk Palige, das Handwerkszeichen in Gold verliehen. Das Handwerkszeichen in Gold ist die höchste Auszeichnung, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), als einer der Spitzenverbände des Deutschen Handwerks, zu vergeben hat. Damit sollen sein langjähriges Engagement und seine Verdienste für das Handwerk Anerkennung finden. Thomas Keindorf zeichne sich durch „seinen ökonomischen Weitblick in Verbindung mit seinem Interesse für die Menschen und das was sie bewegt“ aus und habe sich insbesondere in Bezug auf die Themen Berufsbildung, Wettbewerbsfähigkeit und Zusammenhalt im Handwerk immer wieder für die Interessen der Betriebe stark gemacht, so Palige.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Allen Kollegen, Kunden und Behörden, die sich in den letzten 22 Jahren an den LIV Sachsen mit einem Anliegen gewandt haben, ist die sanfte und dabei immer sachliche Stimme von Frau Marita Maurer vertraut. Als Sekretärin des LIV Sachsen hat sie dessen Büro mit Sachverstand und Hingabe geleitet. Damit hat sie sichergestellt, dass die jeweiligen Vorstände sich unbesorgt auf die Berufspolitik konzentrieren konnten. Nicht selten hat sie dabei ihre Aufgaben weit über die Bürozeit hinaus wahrgenommen. Frau Maurer hat deshalb einen wesentlichen Anteil an den Erfolgen in der Berufspolitik im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen. Mit Bedauern musste nun der LIV Sachsen zur Kenntnis nehmen, dass Frau Maurer aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand geht. In Würdigung ihrer Verdienste um das Schornsteinfegerhandwerk hatte sie der LIV Sachsen, zusammen mit ihrem Ehemann für den 26. November 2013 in Coselpalais nach Dresden zu einer kleinen Abschiedsfeier eingeladen. Dort fanden sich außer dem Vorstand des LIV auch die beiden Ehrenlandesinnungsmeister Wolfgang Buschan und Hartmut Kettner, sowie Ehrenmitglied des LIV und langjähriger TLIW Stefan Gralapp ein. Dadurch bot sich die Gelegenheit für alle, Frau Maurer noch einmal für ihre fleißige und zuverlässige Arbeit zu danken. Sie hat in den 22 Jahren ihres Wirkens für den Beruf eine Hingabe gezeigt, die als Vorbild für alle Kollegen gelten kann. Nicht zuletzt deshalb war es dem Vorstand des LIV Sachsen ein besonderes Bedürfnis Frau Maurer würdig zu verabschieden. Frau Maurer dankte, offensichtlich gerührt für die Aufmerksamkeit und würdigte ihrerseits die angenehme Atmosphäre während ihrer Arbeit im LIV Sachsen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Jacqueline Gerhardt || Ich war am Dienstag im Kindergarten „Gestiefelter Kater“ in Halle-Neustadt mit Schornsteinfegermeister Jens-Peter Fincke aus der halleschen Innung. Wer kennt heute noch einen Schornsteinfeger und das, was er macht? Also waren wir auf der Suche nach „Fachkräftenachwuchs“.
Der Meister im schwarzen Anzug konnte den Kindern aus der Bienchen- und aus der Käfergruppe von seiner Arbeit erzählen. Interessant war natürlich für die Vier- und Fünfjährigen, warum er so schwarz angezogen ist und so einen Zylinder trägt. Und lustig war, als alle einen kleinen Rußfleck auf die Nase oder Wange bekamen.
Lauthals bedankten sich die Kleinen mit dem Lied vom Schornsteinfeger, der auf seine Leiter klettert bei Schornsteinfegermeister Fincke auch für die schönen Malhefte der Schornsteinfegerzunft.
Sie sehen: Keine Angst vorm „schwarzen Mann“ haben die Kinder der Kita „Gestiefelter Kater“. Auch die Erzieherinnen wollten dem Glückssbringer auf die Schulter klopfen.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Von der Auftragsvergabe bis zur Zahlung

Ob im Handwerk oder Gewerbe – jeder Dienstleister muss sich im betrieblichen Alltag mit zahlreichen rechtlichen Fragen auseinandersetzen. Das beginnt beim ersten Kundenkontakt und endet mit der Begleichung der Rechnung. Dazu kommen die Anforderungen des Internets: Neben einer professionellen Online-Präsenz sind Kenntnisse zu Urheberrecht, Datenschutz, Nutzungsregeln Pflicht.
Der Ratgeber „Recht für Handwerk und Gewerbe“ der D.A.S. Rechtsschutzversicherung beantwortet alle relevanten Fragen bei der Anbahnung und Ausführung eines Auftrags. Zudem geben Checklisten, Musterschreiben und aktuelle Urteile konkrete Hilfen an die Hand.
Der umfassende Leitfaden zu rechtlichen Fragestellungen für Handwerker und Gewerbetreibende ist ab sofort als E-Book in allen gängigen E-Book-Stores wie z. B. Amazon, Weltbild oder iBookstore kostenlos erhältlich.

Ausgabe: 90 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 90 - 4/2013 )

Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Einer guten Tradition folgend hatte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen am 23. Oktober 2013 erneut Vertreter der Umwelt- und Ordnungsbehörden des Landes zu Gast. Obermeister und Techniker der Innungen sowie der Vorstand des LIV trafen sich mit den Behördenvertretern in den Räumen der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz. Dies hatte diesmal nicht nur organisatorische, sondern auch praktische Gründe. Im Laufe der Veranstaltung konnten die Behördenvertreter zum Beispiel den Ablauf und die Auswertung einer Messung an Feuerstätten für feste Brennstoffe kennenlernen. Die Aussicht, eine solche Messung im Rahmen einer Zwangsmaßnahme einmal durchsetzen zu müssen, löste bei den Vertreter/innen der Ordnungsämter keine Begeisterung aus. Während einer Besichtigung des neuen Messgeräteprüfstandes des LIV Sachsen nahmen sie eher erleichtert zur Kenntnis, dass dieser nun in der Lage ist, Messgeräte aller Messverfahren (ausgenommen das Verfahren der Fa. Vereta) für Messungen an Feuerstätten für feste Brennstoffe zu prüfen. Hintergrund für diese praktischen Informationen war natürlich die Umsetzung der Messungen an bestehenden Anlagen (vor dem 22. 03. 2010 errichtet) durch die Schornsteinfeger/Schornsteinfegerinnen und ihre Durchsetzung durch die Behörden, nachdem nun entsprechende Messverfahren bekannt gegeben wurden und die Übergangsfristen (6 Monate nach Bekanntgabe) abgelaufen sind.
Im Ergebnis der Diskussion konnte festgestellt werden, dass es durchaus verschiedene Meinungen innerhalb der Behörden darüber gibt, wie mit einer betriebsbereiten aber ungenutzten Anlage zu verfahren ist. Die Umweltbehörde würde zum Beispiel gern diese Anlagen auch mit in die Messpflicht einbeziehen. Die Landratsämter wiederum können sich nur schwer vorstellen, dass eine solche Messung rechtlich durchsetzbar ist. Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass in Betrieb befindliche Anlagen, unabhängig von der Betriebsweise, messpflichtig sind und deshalb im Feuerstättenbescheid genannt werden müssen.
Bezüglich des Feuerstättenbescheids informierte der TLIW des LIV Sachsen, Kollege Uwe Berger die Verwaltungsbehörden darüber, dass, nach der Novellierung der Kehr- und Überprüfungsordnung, dem Grundstückseigentümer die Möglichkeit gegeben werden müsse, eine Kehrung und eine Messung zum selben Zeitpunkt durchführen lassen zu können. Entsprechend müssen die Termine im Feuerstättenbescheid künftig angepasst werden. Nach einem Referat des Kollegen Wolfgang Matteg (LBBW im LIV Sachsen) zur Rechnungslegung des Schornsteinfegerhandwerks herrschte Einigkeit darüber, dass hoheitliche und nicht hoheitliche Tätigkeiten getrennt in Rechnung gestellt werden müssen. Eine Beitreibung von nicht bezahlten Rechnungen für hoheitliche Tätigkeiten könne sonst nicht stattfinden.
Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung stellten die Ausführungen des Landesinnungsmeisters, Kollege Gunar Thomas zur Novellierung des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes dar. Mit den Tagungsunterlagen war den Behördenvertretern zunächst die Stellungnahme des Berufsstandes (ZIV) zur geplanten Novelle des Gesetzes vorgelegt worden. Darauf basierend führte Kollege Thomas aus, welche Bedenken seitens des Schornsteinfegerhandwerks bestehen, wenn Kehrbezirke in Zukunft im Pool ausgeschrieben oder gar ein Rotationsprinzip eingeführt werden würde. Im Wesentlichen wäre mit Kostensteigerungen für den Grundstückseigentümer zu rechnen, da durch vertragliche Bindungen für nicht hoheitliche Tätigkeiten der bisherige Schornsteinfeger beauftragt würde und für hoheitliche Tätigkeiten der neue bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger tätig werden müsste. Mit einer Gefährdung der Brandsicherheit sei außerdem zu rechnen, da in dem Fall, dass der Betriebssitz des zuständigen Bezirksschornsteinfegers weiter entfernt liegen würde, eine Unterstützung der örtlichen Feuerwehr im Brandfall nicht mehr möglich wäre. Weitere Anfahrwege würden zudem die Kosten für Bauabnahmen erhöhen und die kurzfristige Verfügbarkeit vor Ort erschweren. Deshalb schlägt der ZIV vor, dass bei Sammelausschreibungen Kriterien wie Lebensmittelpunkt des Bewerbers, bisheriger Betriebssitz, Qualitätsmanagement, Wunsch des Bewerbers, Bewerbungsgespräch, der Grundsatz „bekannt und bewährt“ und soziale Kriterien eine Rolle spielen müssten. Ansonsten lehne die Mehrheit des Berufsstandes eine Sammelausschreibung ab. Zwar brachten einige Verwaltungsbeamte Einwände vor, wie z. B. auch sie müssten zum Teil weite Anfahrwege bei Versetzungen in Kauf nehmen, im allgemeinen herrschte aber Verständnis für die Einwände der Schornsteinfeger zu Sammelausschreibungen. Bleibt abzuwarten wie sich die ausschreibende Behörde verhält.
Insgesamt fand die Veranstaltung guten Anklang. Auch die Behördenvertreter betonten, dass sie an einem weiteren Erfahrungsaustausch mit ihren Schornsteinfegern sehr interessiert seien. So konnte Landesinnungsmeister Thomas eine erfolgreiche Veranstaltung mit der Aussicht auf Fortsetzung abschließen.

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Zuerst einmal möchte ich mich bei allen Spendern für die großartige Hilfe bedanken. Es ist gut zu wissen, dass der Zusammenhalt zwischen den Schornsteinfegern nicht verloren gegangen ist.
Der von mir verwaltete Kehrbezirk befindet sich in Aken an der Elbe. Aken wurde während des Hochwassers in diesem Jahr vollständig evakuiert, sodass es anfangs nicht möglich war, den möglichen Schaden abzuschätzen. Nach Gesprächen mit der Polizei wurde mir dann doch eine Besichtigung der entsprechenden Straßen ermöglicht. Die ersten Einschätzungen ergaben, dass allein in meinem Zuständigkeitsbereich etwa 600 Heizungsanlagen im bzw. unter Wasser standen. Brennstofflager auch für Festbrennstoffe waren geflutet und damit unbrauchbar geworden. Durch Wasserschäden an Gebäuden wurden viele Häuser unbewohnbar. Eine Bungalowsiedlung, die ich betreue, war komplett „untergegangen“. Unter anderem war diese Siedlung unsere Sommerarbeit. Für meinen Mitarbeiter hatte ich so von heute auf morgen keine Arbeit mehr.
Was danach passierte zeigte im Zeitraffer, was uns alle in den nächsten Jahren erwartet. Die betroffenen Heizungsanlagen wurden fast komplett auf Brennwerttechnik umgestellt. Da ein großer Anteil der Anlagen nun nur noch alle drei Jahre zu überprüfen ist, bedeutet dieser Umbau einen massiven Abbruch an wiederkehrenden Schornsteinfegerarbeiten. In meinem Fall macht das einen Umsatzeinbruch von über 20.000,– EUR pro Jahr aus. Das wiederum macht eine Vollbeschäftigung eines Schornsteinfegergesellen quasi unmöglich.
Diese Heizungsumstellung erfolgt innerhalb der nächsten Jahre in allen Kehrbezirken bedingt durch das Alter der vorhandenen Heizungsanlagen. Darüber hinaus wird der Markt der Schornsteinfegerarbeiten auch durch den Städteumbau, dem Bevölkerungsrückgang und den Wegfall der Lüftungsarbeiten permanent kleiner.
Die Anzahl der Kehrbezirke im Land muss dringend dieser Entwicklung angepasst werden. Schon jetzt werden in einem großen Teil der Schornsteinfegerbetriebe keine Gesellen mehr beschäftigt. Die Fachkräfte suchen sich Arbeit in anderen Bundesländern während die Betriebsinhaber versuchen sämtliche Arbeiten allein zu erledigen. Dass diese Entwicklung für das Handwerk schädlich ist, liegt auf der Hand. Die Politik ist aufgerufen, hier gemeinsam mit dem Handwerk nach Lösungen im Interesse der Betriebe, der Mitarbeiter, aber vor allem auch der Kunden zu finden. Frank Zimmermann

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Bundesweiter Kita-Wettbewerb des Handwerks startet jetzt in die 2. Runde
Kinder sind kleine Entdecker, die alles mit ihren Händen ausprobieren wollen. Der Kita-Wettbewerb des Handwerks bietet dazu ab sofort wieder Gelegenheit: Kita-Kinder aus ganz Deutschland sind mit ihren Erzieherinnen und Erziehern zum zweiten Mal eingeladen, Handwerksbetriebe vor Ort kennenzulernen und ihr handwerkliches Geschick zu erproben. Die Gewinner-Kitas erhalten je 500 Euro Preisgeld für ein Kita-Fest oder einen Projekttag zum Thema „Handwerk“.
Im Rahmen des Wettbewerbs sind Erzieherinnen und Erzieher dazu eingeladen, sich in ihren Einrichtungen intensiv mit dem Thema „Handwerk“ auseinanderzusetzen. Mit ihrer Kita-Gruppe besuchen sie Handwerksbetriebe vor Ort oder laden Handwerker zum gemeinsamen Werken in ihre Kita ein. Auf Basis der gesammelten Eindrücke gestalten sie mit verschiedenen Materialien und Techniken ein Riesenposter und senden es bis zum 30. April 2014 an den Zeitbild Verlag. Grundlage für die Teilnahme sind 10.000 Wettbewerbspakete, die von Handwerkskammern, Kreishandwerkerschaften und Innungen bundesweit kostenlos an Kitas ausgegeben werden.
Joachim Wohlfeil, Vorsitzender der Aktion Modernes Handwerk e. V. und Präsident der Handwerkskammer Karlsruhe: „Die erste Runde des Kita-Wettbewerbs war ein voller Erfolg: über 2.000 Kinder besuchten ihren Handwerker vor Ort und setzten sich kreativ mit dem Thema „Handwerk“ auseinander. In der zweiten Runde wollen wir noch mehr Kita-Kinder für Kompetenz und Können des Handwerks begeistern.“
Als Begleitmaterial zum Kita-Wettbewerb erscheint im November „Das große Kinderbuch des Handwerks“ bereits in der dritten Auflage. Im DIN-A2-Riesenformat, mit sieben Mitlesegeschichten, 500 Illustrationen und 48 Lernspielkarten vermittelt es einen kindgerechten Einblick in verschiedene Handwerksberufe und bietet vielfältige Anregungen für die kreative Auseinandersetzung mit dem Thema „Handwerk“.
Neu erschienen ist das Handwerker-Bildersuchspiel für das gemeinsame Spiel in der Kita und zu Hause. Auf 48 illustrierten Motivkarten vermittelt es spielerisch Wissenswertes zu 24 Handwerksberufen.
Kinderbuch und Bildersuchspiel eignen sich natürlich auch als Weihnachtsgeschenk und können unter www.kinderbuch-des-handwerks.de bestellt werden.
Kita-Wettbewerb, Kinderbuch und Bildersuchspiel sind Teil der Mitmach-Aktion des Handwerks „Hand in Hand durch unseren Ort“, die die Aktion Modernes Handwerk e. V. in Zusammenarbeit mit dem Zeitbild Verlag durchführt.
Weitere Informationen zum Kita-Wettbewerb finden Sie unter www.amh-online.de.

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Anlässlich des Tages des Schornsteinfegers fand am 10. 10. 2013 in den Räumen des Büros Am Lindenbühl 1 in Bad Langensalza ein Tag der offenen Tür statt. Die Schornsteinfegermeister Jens Rödiger, Rüdiger Speck und Sebastian Schilling informierten über das Heizen mit festen Brennstoffen und die damit verbundenen neuen Gesetzmäßigkeiten. Anschaulich wurde eine Messung nach neuem Messverfahren und die Funktionsweise eines modernen Holzvergaserkessels erläutert. Zahlreich strömten interessierte Kunden in das große, einladende Büro um Fachfragen stellen zu können. Nachdem ihre Fragen hinreichend beantwortet waren, konnten sie sich bei einem Imbiss stärken. Das bauwillige im Kehrbezirk von Herrn Rödiger wohnende Paar Marcus Moschcau und Christine Köhler ließen sich über diverse Heizvarianten beraten. Anhand des Besucherfeedbacks kristallisierte sich hinsichtlich des neuen Messverfahrens und deren Grenzwerte für feste Brennstoffe akuter Aufklärungsbedarf heraus. Anhand der Besucherzahlen lässt sich sagen, dass diese Veranstaltung ein voller Erfolg war. Die drei Bezirksschornsteinfegermeister hoffen, für das nächste Jahr wieder ein interessantes Thema zu finden und wieder viele Kunden erfolgreich aufklären zu können.

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

An dem Wochenende vom 27. 09.–29. 09. fand auf dem Messegelände in Erfurt zum 13. Mal die Ausstellung zum Thema Haus.Bau.Energie statt. Rund 5.000 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige informierten sich rund um das Thema Hausbau, Energieeinsparung und Modernisierung. Die 150 Aussteller informierten ausführlich über ihre jeweiligen Fachgebiete. Die Erfurter Messeleitung freute sich besonders über die hohe Qualität der Aussteller und Besucher. Es fiel auf, dass die Besucher mit speziellen und zielgerichteten Fragen auf die Aussteller zukamen. Sie informierten sich besonders über kosteneffiziente Energiegewinnung.
Im Fachprogramm wurden allein sieben Vorträge über das Thema Energie abgehalten. Das traditionelle Energiesparforum stellte hierbei das Thema Heizen in Bezug auf Sparsamkeit, Ökologie, Gesundheit und Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt. Die Premierenauftritte der Thüringer Energie AG, des SIDE-CLUSTERs aus Polen und der Thüringer Handwerkskammer stießen auf besonders gute Resonanz.
Durch den steigenden Altersdurchschnitt der Bevölkerung war das barrierefreie Wohnen und Leben auch ein sehr gefragtes Thema dieser Messe. Hierzu boten zahlreiche Aussteller Ideen, Produkte und Leistungen an. Das Netzwerk „Gutes Bauen in Thüringen“ hielt eine Veranstaltung unter dem Titel: „Check bauen – Was muss der Endverbraucher beim Bauen beachten“. Diese befasste sich mit der nachhaltigen Bauqualität in allen Bereichen.
Als echte Fachleute und neutrale Berater erwiesen sich, wie jedes Jahr, das Schornsteinfegerhandwerk. Durch den Energiewandel und das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz hatten diese einen großen Zulauf. Messebesucher informierten sich umfassend über das neue Gesetz, Energieeffizientes und günstiges Heizen und das Heizen mit festen Brennstoffen. Natürlich wollten sich auch viele Besucher ein klein wenig Glück mit nach Hause nehmen. Ein großer Dank geht hierbei wieder an die einzelnen Kollegen für ihren engagierten Einsatz an unserem Messestand.

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Einer für alle – Alle für einen!

HK || Am 07. 11. 2013 fand im BTZ der Handwerkskammer Schwerin die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern statt. An diesem Tag wurden weitgreifende und wichtige Entscheidungen und Beschlüsse von der Innungsversammlung, dem höchsten Gremium unserer Schornsteinfeger-Innung, gefasst und beschlossen, die für die Arbeit im Vorstand und für das gesamte Schornsteinfegerhandwerk in Mecklenburg-Vorpommern wichtig sind.
Der Landesinnungsmeister Ingo Ziola ließ das Jahr 2013 nochmal Revue passieren. Er ging auf die erfolgreiche Arbeit ein, die wir als Team im vergangenen und diesem Jahr erreicht haben. Hier wurde nochmal auf die RÜGVO, das SchfHwG, die Zusammenarbeit mit Behörden und Verbänden, die 5-Jahres-Verlängerung des Prüfstandes, die vielen ereignisreichen Events und Veranstaltungen und die hervorragende Ausbildungskampagne eingegangen. Aber auch kritische und offene Fragen wurden erörtert und gemeinsam diskutiert. Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Zurzeit wird die Vergaberichtlinie und das Punktesystem für Kehrbezirke in Mecklenburg-Vorpommern novelliert. Hier müssen wir uns einbringen, damit unsere Mitglieder und Kollegen weiterhin eine Zukunft als bevollmächtige Bezirksschornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern haben. Der Vorstand wird sich engagiert dafür einsetzen, dass es zu einem gerechten und transparenten Vergabesystem kommt. Weiterhin soll die Fort- und Weiterbildung unserer Mitglieder entwickelt und ausgebaut werden. Hier werden in naher Zukunft neue Schulungs- und Lehrpläne erarbeitet. Auch der Haushaltsplan für das Jahr 2014, ein wichtiges Kriterium für die Weiterführung und Arbeit unserer Innung, wurde beschlossen. Auch neue Mitglieder konnten wir wieder begrüßen und aufnehmen.
Unserer Kassenwart Andreas Wanitschke und unserer Landesberufsbildungswart Henning Grot wurden für die langjährige Vorstandsarbeit und deren persönlichen ehrenamtlichen Engagement herzlich gedankt. Sie haben ihr Ehrenamt aus persönlichen, beruflichen und terminlichen Gründen zur Verfügung gestellt. Der Obermeister ging auf die Verdienste beider Vorstandsmitglieder ein und bedankte sich für die gute langjährige Zusammenarbeit und wünschte ihnen für die Zukunft alles Gute.
Zum neuen Landesberufsbildungswart wurde unsere Kollegin Stefanie Lehmann gewählt. Zum neuen Kassenwart unserer Innung wurde unser Kollege Mario Karwath gewählt. Wir wünschen beiden viel Erfolg und gutes Gelingen.

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Nachwuchswerbung beginnt in der KITA

Weichen für die Zukunft stellen!

„Es ist nicht üblich, dass wir mit so großer Mannschaft losfahren“, sagte Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern. Der Staatssekretär war gleich mit mehreren Mitarbeitern zur Eröffnung der neuen Ausbildungsstätte angereist.
Auch der Dezernent des Landkreises Nordsachsen Herr Horst Winkler, der Bürgermeister der Gemeindeverwaltung Doberschütz Roland Märtz, der Kreishandwerksmeister Matthias Voigt sowie die Schulleiterin des Berufsschulzentrums Frau Fröhlich waren zur feierlichen Eröffnung am 05. 11. 2013 erschienen.
Der Vorsitzende der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks und Landesinnungsmeister im LIV Sachsen-Anhalt Torsten Kiel ging in seiner Eröffnungsrede auf die Fachkräftekampagne „Durchstarten in MV“ unter dem Motto „Dein Land, deine Chance“ ein und ermutigte junge Schulabgänger ihren beruflichen Weg im eigenen Land zu gehen. Durch die gezielte und frühzeitige Lehrlingswerbung konnten durch die Landesinnungsverbände Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern 55 neue Lehrlinge in diesem Jahr begrüßt werden. Um motivierte und hoch qualifizierte Fachkräfte im Schornsteinfegerhandwerk auszubilden, wurde vom Schulverein vor 10 Jahren die Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks gegründet und aufgebaut. Mit dem jetzigen Neubau der Ausbildungswerkstatt wurde auf die neue Ausbildungsverordnung im Schornsteinfegerhandwerk reagiert, die viele praxisbezogene Themen vorschreibt. Hier können die Lehrlinge in Zukunft praktisch alle Arbeiten erlernen, die sie im späteren Berufsleben benötigen. Für die Sanierung und Einrichtung des vom Landkreis gekauften Gebäudes, investierte der Bildungsverein 80.000 €, ohne Fördermittel, betonte der Schulleiter Hans Poltersdorf. Es wurden in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in diesem Standort investiert, um die Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu garantieren und nachhaltig zu gewährleisten.
Der Staatsekretär im Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern Dr. Stefan Rudolph war mit seinen Mitarbeitern zur feierlichen Eröffnung der Lehrwerkstatt angereist um sich ein Bild über die Ausbildung der Schornsteinfeger zu machen. „Doch es könne nicht sein, dass diejenigen, die tatsächlich entscheiden, nur hinter Aktenbergen am Schreibtisch sitzen, und Staatssekretäre reisen durch die Gegend um Bänder durchzuschneiden. Aus diesem Grunde wollte er sich gemeinsam mit seinen Mitarbeitern informieren, wie die Aus- und Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk organisiert und durchgeführt wird. Man muss sich vor Ort informieren um weitgreifende Entscheidungen zu treffen“. Seit 2011 werden nicht nur Schornsteinfegerlehrlinge aus Mecklenburg-Vorpommern auf der Roten Jahne ausgebildet, sondern die gesamte Weiterbildung der Gesellen und bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger organisiert. Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph und seine Mitarbeiter waren von der Einrichtung fasziniert und positiv beindruckt. Nicht nur die hochwertige technische Ausstattung der Bildungseinrichtung wurde positiv bewertet, sondern auch die idealen Internatsunterbringung und Weiterbildungsangebote. Viel Lob und große Anerkennung für die Idee der Bildungsstätte, die sehr gute Führung und Schulleitung, das große Engagement für den Schulverein und deren Bildungsstätte erhielt der Schulleiter Hans Poltersdorf vom Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph. „Diese Arbeit, dieses Engagement ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit. Was hier geleistet wurde ist Beispielgebend. Denn um das Grundvertrauen zu erhalten, das Vertreter dieses Handwerks nach wie vor genießen, müsste der Nachwuchs zu Persönlichkeiten ausgebildet werden. Das gelinge dem Chef der Schule sehr gut.“
Der Stellvertreter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks und Landesinnungsobermeister des LIV Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola hat sich für die gute und vertrauliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und den Mitgliedern des Bildungsverein bedankt. Auch Mecklenburg-Vorpommern wird seinen Beitrag dazu geben, dass diese Bildungsstätte weiterhin erfolgreich und nachhaltig betrieben wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Dieser Piepmatz fand sein Ende in der Abgasleitung einer Brennwertheizung. Es hat es bis zum Geräteanschluss geschafft, aber einen Ausgang fand er nicht mehr. Es ist keine Neuheit, dass Schornsteinfeger tot Vögel aus den Heizungen holen. Manche suchen die Wärme, andere Nistplätze. Jedoch entwickelt sich unsere Heiztechnik zu immer kleiner werdenden Abgasleitungen, so dass das Herausfliegen nicht mehr möglich ist und die dünne Leitung zum Grab wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Hier zu sehen ein Loch im Schornstein, und das gleich vor einem brennbaren Dachbalken. Das ist ja noch mal gut gegangen, weil es rechtzeitig entdeckt wurde.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Hier im Bild ist zu erkennen, wie die sogenannte Zunge, also die Trennwand zwischen zwei Schornsteinschächten, durchbrochen ist. Bei solch einem Mangel können Feuerstätten sich gegenseitig beeinflussen/behindern. Im schlimmsten Fall kann es zu Rauchgasaustritt aus einem unbeheizten Ofen kommen, weil der Nachbar heizt.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Infoveranstaltung in Allrode stand ganz im Zeichen der Feststoffmessung

Bereits zur Tradition geworden, fand vom 09. bis 10. September die mittlerweile 18. Infoveranstaltung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle im Sport- und Seminarhotel Harzer Land in Allrode im Harz statt.
Bei dieser Schulung werden jeweils aktuelle Themen als Ergänzung zur Jahresschulung im Schulverein angeboten. Da in diesem Herbst nun auch die Feststoffmessung an Holz-Zentralheizungen beginnt, waren Schulungen rund um dieses Thema die erste Wahl. So hatten die Kollegen Gelegenheit Informationen zum Ablauf der Messung entsprechend der Vorgaben in der BImSchV und zum Thema „Abgrenzung von Einzelraumfeuerungsanlagen gegenüber Zentralheizungen“ zu erhalten. Insbesondere die Möglichkeit, die Messgeräte der verschiedenen Hersteller in Aktion zu erleben, wurde rege genutzt. Auf dem Innenhof des Hotels wurden mit Unterstützung der Heizkesselhersteller Feststoffkessel in Betrieb genommen. Hier konnten nun die Messgeräte im direkten Einsatz erlebt werden. Durch diese Live-Vorführung konnte das Handling und die unterschiedlichen Konzepte der Gerätehersteller besser verglichen werden, als in jeder theoretischen Schulung. So konnten die Kollegen, welche sich noch nicht für ein bestimmtes Gerät entscheiden konnten, letzte Anregungen zur Entscheidungsfindung holen. Aber wie in jedem Jahr diente auch diese Veranstaltung dem Erfahrungsaustausch und der Pflege des Gemeinsinns. Leider war der Wettergott nicht auf unserer Seite, sodass die Wanderung und die Feier im Festzelt dann doch kürzer als geplant stattfanden.
Im Ergebnis war die Infoveranstaltung 2013 aber doch ein Erfolg und sie ist auch für 2014 wieder im Veranstaltungskalender vorgesehen.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Ivonne Sielaff || Das Glück müsste den Wernigerödern nun hold sein. Gleich sieben Schornsteinfeger aus der Region gaben sich am Sonnabendvormittag zum Altstadtfest die Ehre. Auf dem Markt hatte Gastronom Michael Wiecker eine Frühstückstafel für die Männer in Schwarz vorbereitet. Das traditionelle Spektakel lockte viele Schaulustige in Wernigerodes Mitte, die nun darauf hofften, dass das Glück der Schornsteinfeger ein wenig auf sie abfärbte.
Von Brötchen und Kaffee gestärkt, kletterten die Männer kurz darauf auf die Dächer der umliegenden Häuser, um die Wernigeröder und die Gäste der bunten Stadt von oben zu grüßen. Was das Wetter betrifft, hat diese Aktion geholfen. Kein Regen und nur wenige Wolken – sodass die Besucher des Altstadtfestes das bunte Treiben genießen konnten.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Als das Hochwasser im Juni Mitteldeutschland überflutete, bedeutete das für viele Menschen eine persönliche Katastrophe. Auch die Häuser vieler unserer Kollegen waren betroffen. Doch neben dem privaten Schicksal traf es viele Kollegen auch beruflich sehr hart, denn die überfluteten Gebiete waren natürlich immer auch Kehrbezirke bzw. Teile davon. In den Überflutungsgebieten standen sämtliche Keller – und damit auch fast alle Heizungsanlagen – unter Wasser. Durch die vorsorgliche Evakuierung hatten die Betreiber der Feuerungsanlagen auch keine Gelegenheit, Teile der Heizungsanlage in Sicherheit zu bringen. So wurden viele Heizungsanlagen irreparabel zerstört und müssen erneuert werden. Die Folge waren viele Tage bzw. Wochen, in denen keine Schornsteinfegerarbeiten durchgeführt werden konnten. Auch wenn oftmals die Versicherungen für die Schäden an Haus und Hausrat aufkam, die Umsatzeinbußen im Kehrbezirk ersetzt keine Versicherung.
Um diesen Kollegen helfen zu können, starteten die Schornsteinfegerinnungen im Land einen Spendenaufruf an alle Schornsteinfegerkollegen. Was dann passierte, war überwältigend. Es kamen Spenden aus dem gesamten Bundesgebiet, von Landesverbänden, Innungen und von vielen, vielen Kollegen. Am Ende kam die gewaltige Summe von etwas über 38.000 EUR zusammen. Wir sind überwältigt und bedanken uns für diese Solidarität, die trotz Wettbewerb wohl noch immer da ist. Es ist also nicht nur eine Floskel, wenn es heißt: „Einer für Alle, Alle für Einen“. Nochmals vielen, vielen Dank an alle Spender.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

„Von der Feuerungstechnik zur Wärmeverteilung – Informationen aus erster Hand“

Dieses Motto nutzte die Firma K+W um einige Neuheiten vorzustellen und Marktpartner zu unterstützen. Am 23. 09. 2013 waren diverse Redakteure der Fachpresse eingeladen und auch zahlreich erschienen. Bei der Veranstaltung wurden aktuelle innovative Themen vorgestellt und diskutiert.
Windhager macht LogWIN
noch komfortabler
Das Umweltbewusstsein vieler Menschen hat sich aufgrund von Klimaerwärmung und -katastrophen in den letzten Jahren stark gewandelt. Das schlägt sich auch auf Wünsche an die eigene Wärmeversorgung nieder. Doch neben der Klimaverträglichkeit soll ein entsprechendes Heizsystem auch möglichst komfortabel und kostengünstig betrieben werden. In diesem Zusammenhang entwickelte Windhager für den Scheitholz-Vergaserkessel LogWIN ein zusätzliches technisches Detail, das das Heizen mit Holz nahezu so bequem macht wie den Betrieb einer Gasheizung: eine vollautomatische Zündung.
Windhager vergrößert LogWIN-Serie um Modell Klassik
Hervorragende, umweltschonende Heiztechnik – dafür ist Windhager bekannt. Nun ergänzt das Unternehmen die Scheitholzkessel-Serie LogWIN um ein weiteres Modell: den LogWIN Klassik. Der „Neue“ wird in drei Leistungsgrößen zur Verfügung stehen – mit 18, 25 und 30 kW.
Kutzner + Weber präsentiert
Diajekt-Steuerung CFC10
Mit der Diajekt-Steuerung CFC10 stellt Kutzner + Weber eine neue Regler- und Überwachungseinheit für größere Anlagen vor. Sie dient dazu, den Unterdruck zwischen dem System und dem Aufstellraum auf den gewünschten Wert zu regeln und diesen zu überwachen. Die CFC10 kann nicht nur das hauseigene Modell Diajekt betreiben, sondern alle Rauchsauger und Ventilatoren mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 0,45 kW (2A). Zu den möglichen Einsatzbereichen zählen mehrfach belegte Abgassysteme und Zentralheizungsanlagen ebenso wie Großkessel- oder Industrieanlagen vieler Branchen. Der Vorteil für den Betreiber: Das System arbeitet unabhängig von Witterung, Raumnutzung oder eingesetzter Ablufttechnik.
Die neue Ofensteuerung 2.0
von Kutzner und Weber
Das Prinzip ist so einfach wie innovativ: Auf Basis eines Zentral-Moduls, welches punktgenau den Abbrand des Holzbrennstoffes im Ofen über alle Abbrandphasen regelt, kann der Anwender eine auf seine individuellen Bedürfnisse exakt abgestimmte Ofenregelung zusammenstellen. Das geschieht mithilfe einer Reihe von bedarfsorientierten Zusatz-Modulen. Diese Modulbauweise ermöglicht beispielsweise den nachträglichen Anschluss einer Dunstabzugshaube bzw. einer Wohnraumlüftung. Die schon im Vorgängersystem bewährte Überwachung des Abgasweges ersetzt wirkungsvoll und sicher eine aufwendige Raumdrucküberwachung. Weiter steht ein Steuer-Modul für eine Pumpe zur Beladung eines Pufferspeichers oder zur Regelung eines Rauchsaugers zur Verfügung. Dabei kommunizieren alle Module auch über ein Bussystem und können über Funk gesteuert werden.
Fachplaner gewinnt bei ISH-Aktion
„And the winner is …“ – der Gewinner der ISH-Fachplaner-Aktion wurde anlässlich des Kutzner + Weber Events in Maisach vorgestellt: das Ingenieurbüro Köberlein aus Würzburg. Irina Köberlein und Jürgen Köberlein-Kerler nahmen am 23. September den ausgelobten Preis entgegen, das 3D-CAD-Programm Pipe&Power von liNear. Diese hochwertige Software ermöglicht es, ganz komfortabel dreidimensionale Konstruktionen bis ins Detail auszuarbeiten. Damit stellt sie für das seit 1970 bestehende, inhabergeführte Büro Köberlein ein hervorragendes Werkzeug dar, um die komplette TGA-Planung noch effektiver auszuführen. So lassen sich mit Pipe&Power z. B. auch Abgasanlagen projektieren.
Die Firma Kreilac aus Mönchengladbach präsentierte ihre innovative Fußbodenheizung für Hallen.
Nichts an Wand und Decke
In dieses Fertigungskonzept spielt die Betonkernaktivierung hinein. Warum keine Warmluftheizung mehr, wie in den älteren Hallen des Betriebs? Warum eine Quattro-T-Flächentemperierung? So heißt das System des Mönchengladbacher Anbieters Kreilac GmbH. Otmar Birkner nennt fünf Gründe: „Die neue Riesenfläche wird eh durchtemperiert, das war der erste Grund eine Fußbodenheizung zu legen. Durchtemperiert heißt, wir brauchen durchgängig am Tag immer die gleiche Temperatur. Aus dem Grund, weil der Kunststoff nicht Feuchtigkeit ziehen darf, die Hallenbedingungen dürfen sich also nicht ändern. Wir arbeiten im Zweischichtsystem, folglich fährt in den nächtlichen acht Stunden die Temperatur nicht mal herunter. Die Halle hat ausreichend Speichermasse im Fußboden.“
Am Ende der Veranstaltung hielt Prof. Dr. Dr. F.-J.Radermacher von der Universität Ulm ein Referat über Globalisierung mit Zukunft gestalten – Klimaerwärmung als Herausforderung. Eine mehr als herausragende Präsentation der globalen Sicht auf die Entwicklung der Menschheit.
Alles in allem eine gelungene Veranstaltung mit Blick in die Zukunft. 

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Neue Feger braucht das Land

Neuheiten in der Heizungs- und Lüftungstechnik

Auf der SHKG – Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation, die vom 16. bis 18. Oktober 2013 auf dem Leipziger Messegelände stattfindet, präsentiert sich der Ausstellungsbereich Heizungstechnik traditionell stark. Auch im Bereich Lüftung zeigen zahlreiche Aussteller ihre neuesten Produkte und Lösungen. Als wichtigste Branchenplattform für den ostdeutschen Markt gehört die SHKG fest in den Terminkalender des SHK-Handwerks der Region. Im Fachprogramm informieren zahlreiche Expertenvorträge rund um Heizen und Lüften.
„Auch in diesem Jahr sind wir in den Bereichen Heizungs- und Lüftungstechnik sehr gut aufgestellt. Viele Marktführer sind wieder mit attraktiven Ausstellungsflächen präsent. So bietet sich dem Messebesucher ein kompakter Überblick über die neuesten Entwicklungen.“, sagt Ekkehard Trümper, Projektdirektor der SHKG.
Produktinnovationen
in der Heizungstechnik
Im Ausstellungsbereich Heizungstechnik präsentieren sich Unternehmen wie Brötje, Buderus, Danfoss, Grundfos, Junkers, Oventrop, Stiebel Eltron, Vaillant, Viessmann, Weishaupt, Wilo und Wolf.
Brötje bringt unter anderem seine neue Split-Wärmepumpe „SensoTherm BLW Split“ auf das Leipziger Messegelände. Das Gerät ermöglicht effizientes Heizen im Winter, aber auch angenehme Kühlung im Sommer. Gekühlt werden kann zwischen 18 und 25 °C mit der Fußbodenheizung. Die Geräte zeichnen sich zudem durch ihre besonders leise Betriebsweise, ihre kompakten Maße sowie die einfache und intuitive Bedienung aus. Zusätzlichen Komfort verschafft die witterungsgeführte Regelung. Besonders effizient arbeitet die Luft-Wasser-Wärmepumpe aufgrund ihrer Invertertechnologie, wodurch sie ihre Leistung stufenlos von 30 bis 100 Prozent modulieren kann.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Stiebel Eltron stehen Lösungen für das Haus der Zukunft mit Strom als einziger Energieform. Herzstück der Systeme ist die entsprechende Wärmepumpe. Hier zeigt Stiebel Eltron in Leipzig neueste Entwicklungen wie eine weltweit einzigartige Inverter-Luft-Wasser-Wärmepumpen-Range. Der leistungsgeregelte Kompressor wurde speziell für diese Wärmepumpen entwickelt. Mit einem COP von 4 (bei A2/W35) für die Varianten WPL 15 IKS-2, WPL 15 IS-2 und WPL 25A gehört das Gerät zu den effizientesten Produkten in diesem Marktsegment – und das bei extrem leisem Betrieb. Ebenso präsentiert das Unternehmen die neue kompakte Erdreich-Wärmepumpe WPC, die nicht nur einen COP von bis zu 5 (bei B0/W35) vorweisen kann, sondern dank ihrer Teilbarkeit auch sehr installationsfreundlich ist.
Der Heiz- und Lüftungstechnikspezialist Vaillant präsentiert am Messestand unter anderem seine neue wandhängenden Gas-Brennwertgeräte ecoTEC plus mit Heizleistungen von 14, 20, 26 und 31 kW. Der neue ecoTEC plus ist erstmals mit einem elektronischen Gas/Luft-Verbund ausgerüstet. Dadurch erfolgt die Gasverbrennung in allen Betriebszuständen hoch effizient. Gleichzeitig werden die Abgaswerte minimiert. Der Vorteil für das Fachhandwerk: Manuelle Einstellungen am Gerät entfallen.
Das Unternehmen Weishaupt rückt seine Energiespeicher WES 660-A und 910-A in den Mittelpunkt der Messepräsentation. Diese verfügen über eine hohe Serienausstattung. Dazu zählen die hochwirksame Zweikomponenten-Wärmedämmung Isodual, die patentierte Thermo Einschichtsäule, das Warmwasser-Durchfluss-System aus nickelfreiem Edelstahl, die Anschlüsse für Gas- oder Ölbrennwertsysteme mit Bypass-Funktion, mehrere Zusatz-Anschlussmöglichkeiten, zum Beispiel für Fremdwärme und Elektroheizung sowie mehrere Tauchhülsen mit exakt definierten Positionen.
Das Unternehmen Wolf präsentiert neueste Trends und Produktinnovationen aus den Bereichen Heizung, Klima, Lüftung und Services. Im Bereich Heizungstechnik zeigt Wolf seine neue Brennwerttechnik-Linie. Die Systeme sind noch sparsamer im Verbrauch und effizienter in der Leistung. Ein neues Gerätedesign erleichtert den Einbau und steigert die Anwenderfreundlichkeit. Hinzu kommen eine Vielzahl intelligenter Lösungen und Services wie Online-Ferndiagnose, Bedienung im Heimnetzwerk inklusive Smartphone-Anbindung oder selbstkalibrierende Brennstoff-Einstellung.
Vielseitiges Angebot im Ausstellungsbereich Lüftungstechnik
Im Lüftungsbereich finden sich unter anderem die Spezialanbieter Heinemann, Meltem, Paul Wärmerückgewinnung, Strulik, Swegon, Systemair und Wolf.
Wolf kann mit Weiterentwicklungen und Optimierungen seiner Klima- und Lüftungssysteme aufwarten: So arbeiten etwa die Klimageräte KG Top.eco dank einer neuartigen, thermischen Entkopplung des Gehäuserahmens künftig noch effizienter. Ein neues, besonders anwenderfreundliches Klimaregelungskonzept macht die RLT-Anlagen noch besser. Zusätzlich überzeugt das überarbeitete Wolf-Lüftungsgeräteprogramm mit beeindruckender Energierückgewinnung.
Meltem präsentiert die aktuellsten Entwicklungen rund um das dezentrale Lüftungssystem M-WRG. Neu ist dabei die Steuerung InControl, die die Bedienung der Lüftungsgeräte vereinfacht. So reicht ein Tastendruck, um die gewünschte Lüftungsstufe auszuwählen. Dank integrierter LEDs lässt sich jederzeit der aktuelle Betriebszustand überprüfen. Verschiedene Lüftungsoptionen sind mit dem Gerät möglich: die Lüftung zum Feuchteschutz, eine zeitlich begrenzte Intensivlüftung oder im Sommer der reine Zuluftbetrieb ohne Wärmerückgewinnung. Eine weitere Innovation bei Meltem stellt die Unterputz-Gerätevariante U² dar, die sich komplett in die Wand einbauen lässt. Zu sehen bleibt nur eine Blende, die in derselben Farbe oder im selben Putz wie die Innenwand gestaltet werden kann.
PAUL Wärmerückgewinnung zeigt mit dem Lüftungsgerät „CLIMOS 200“ eine Neuheit im Produktangebot. Das Wärmerückgewinnungsgerät dient der zentralen Wohnraumlüftung, die Einbaulage kann dabei frei gewählt werden. Besonders geeignet ist das Gerät für Neubau und Bestandssanierung mit schwierigen Einbausituationen. Zur Ausstattung gehören ein integrierter Defroster, serienmäßig ein Feuchte-Wärmetauscher, Außen- und Abluftfilter sowie wahlweise ein Pollenfilter. Komfort ist durch das intuitive TFT-Touchpanel mit Farbdisplay gewährleistet, außerdem durch Sensorautomatik und individuelle Zeitautomatik. Eine Sommerlüftungsfunktion sorgt bei heißen Temperaturen für optimale Lüftung im Gebäude.
Fachprogramm liefert Fachinformationen zu Lüftungs- und Heizungstechnik
Im Fachprogramm des SHKGforums berichtet zum Thema Lüftung beispielsweise Clemens Schickel vom Bundesindustrieverband Technische Gebäudeausrüstung (BTGA) am Messedonnerstag (17. 10., 12.45 Uhr). In seinem Vortrag gibt er Einblicke in die VDI 6022 und gibt Antworten, wie sich die Raumlufthygiene bei Lüftungsanlagen sichern lässt. Hintergrund sind die gestiegenen hygienischen Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen (RLT-Anlagen) und dem damit verbundenen Nachholbedarf bei bestehenden Anlagen. Die VDI 6022 definiert dazu Hinweise zur Planung, Ausführung und Instandhaltung von RLT-Anlagen.
Ein weiterer Expertenvortrag des BTGA widmet sich der DIN 1946-6 zur Lüftung von Wohngebäuden. Auch der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) befasst sich in einem Vortrag mit dem Einsatz von Lüftungsgeräten in Wohngebäuden.
Im Bereich Heizungstechnik rücken mehrere Fachvorträge das Thema Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in den Mittelpunkt. So berichtet die Sächsische Energieagentur – SAENA – am 17. Oktober, 10.00 Uhr, über das neue KWK-Gesetz und seine Auswirkungen in der Praxis. Über die Vorteile von KWK spricht Erik Debertshäuser, Geschäftsführer des Fachverbandes Sanitär Heizung Klempner Klima, Land Brandenburg. Der BDH beleuchtet nicht nur die Mini- und Mikro-KWK-Technologie, sondern informiert auch über Brennwerttechnik in Kombination mit solarer Heizungsunterstützung, Wärmepumpen sowie Hybridlösungen für Neubau und Bestand.
Neben dem SHKGforums liefern weitere Fachveranstaltungen wichtige Brancheninformationen. So lädt am Messedonnerstag (17. Oktober) der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) zur „Fachschulung Heizen mit Pellets und Biomasse“ ein. In dem vierstündigen Seminar können sich Unternehmen zu zertifizierten „Fachbetrieben für Pellets und Biomasse“ qualifizieren lassen. Eine gute Gelegenheit, liegt doch diese Methode wirtschaftlich wie ökologisch im Trend.
Über die SHKG
Die SHKG, Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation, ist die ideale Plattform für den ostdeutschen Markt und präsentiert aktuelle Innovationen aus den Bereichen Sanitär- und Abwassertechnik, Heizungstechnik, Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik, Systeme für alternative und erneuerbare Energien, Mess-, Steuer-, Regeltechnik sowie Brand-, Wärme-, Schall- und Korrosionsschutz. Die Messe verbindet auf dem Messegelände Anbieter, Verarbeiter und Anwender. Die Parallelität mit der efa, 13. Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation sowie der Pflege + Homecare (16. und 17. 10. 2013), Fachmesse und Kongress für ambulante, stationäre und klinische Pflege, schaffen aufgrund überschneidender Themen wie zum Beispiel Heizungs- und Lüftungstechnik, barrierefreie Bäder, Beleuchtungs- und Sicherheitstechnik oder Ambient Assisted Living (AAL) perfekte Synergien für Aussteller und Besucher.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

K.S. || Am 21. September nutzte der LIV Sachsen-Anhalt wieder die Möglichkeit unser Handwerk auf der Berufsfindungsmesse der HWK Magdeburg vorzustellen. Es konnten wieder viele Gespräche mit potenziellen Bewerbern geführt werden.
So manchen überraschte die Vielfältigkeit unseres Berufes und gerade die Eltern der Schulabgänger waren erstaunt, welche Aufgaben und Kenntnisse von unserem Beruf verlangt werden. Und alle konnten gemeinsam feststellen: „Unser Handwerk befindet sich in einem enormen Wandel“.
Uns besuchten Schüler der Klassenstufen 5–11. Dies bestätigte unsere Meinung, dass man nicht früh genug mit der Vorstellung unseres schönen Berufes beginnen kann. So mancher Schüler schlüpfte freiwillig unter den begehrten Zylinder, oder bekam von uns einen schwarzen Punkt auf die Nase. Allen Beteiligten hat der Besuch unseres Messestandes viel Freude bereitet und gerade die jüngeren Schüler verabschiedeten sich mit den Worten: „Nächstes Jahr komme ich wieder zu den Schornstein­fegern auf der Berufsfindungsmesse“.
Herrn Schornsteinfegermeister Sven Reichwein aus Oschersleben möchte ich an dieser Stelle für sein Engagement am Messestand bedanken. Er hat mich bei der Beratung der Schüler und Kunden hervorragend unterstützt.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

HK || Vom 12. 09. bis 15. 09. 2013 fand die größte Messe Mecklenburg-Vorpommerns in Mühlengeez, die 23. MELA-Messe statt. Dieses Jahr konnten wieder mehr als 70.300 Besucher begrüßt werden. Auch mit einer „Straße des Handwerks“ warben 23 heimische Handwerksunternehmen für ihre Produkte auf der diesjährigen Agrarmesse MELA in Mühlengeez. Die Messe ist für unsere Innung und das Handwerk eine hervorragende Plattform unsere traditionelle und moderne Handwerkerkunst zu präsentieren. Unsere Kollegen vor Ort hatten viel zu tun und haben viele Besucher und Gäste beraten können. Viele Anfragen bezüglich der Übergangsregelungen für bestehende Einzelraumfeuerstätten, aber auch viele Anfragen betreffend alter Heizungsanlagen, mussten unsere Kollegen beantworten. Viele Besucher haben sich an unser organisiertes Preisausschreiben beteiligt. Der glückliche Gewinner erhält eine Vollausstattung mit hochwertigen Rauchwarnmeldern.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

BD || 16 Kollegen der Schornsteinfeger­innung Chemnitz haben am 16. 05. 2013 die Firma „Forster Heiztechnik“ besucht und sich einen Überblick über die Produktpalette und die Entwicklungsabteilung des heutigen Familienunternehmens, das moderne Innovation und traditionelles Handwerk vereint, verschafft. Die Produktpalette reicht von der Forst Etagenheizung, Holzvergasern und Dreizug-Spezial-Heizkesseln bis hin zum modernen Kohlekessel und Pufferspeichern. Von der Entwicklungsabteilung waren die Kollegen besonders beeindruckt, vor allem die Innovationsfreude der Forster für neue und effiziente Heiztechnik begeisterte und mit welchem Enthusiasmus auch in einem mittelständigen Betrieb zukunftsweisende Technik entwickelt und produziert wird.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

HK || 50.000 Besucher besuchten vom 16. bis 18. August 2013 Europas größtes Drachenbootfestival in Schwerin am Pfaffenteich. Viele Drachenbootteams kämpften um Siege, Pokale und Erfolge. Traditionell wurde der Handwerker-Cup der Handwerkskammer Schwerin ausgerichtet.
Seit Anfang an dabei, unser Team der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern, die Schornidragons. Nach drei Jahren ohne Pokal konnte unser Team dieses Jahr wieder erfolgreich einen Pokal gewinnen. Unser Team erreichte den dritten Platz. Wir bedanken uns bei unseren erfolgreichen Paddlern, der Handwerkskammer Schwerin, den Organisatoren und freuen uns auf das nächste Drachenbootfestival in Schwerin.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

BD || Am Aktionstag des Arbeitsamts Erzgebirge fand im Frühjahr in Marienberg eine Job- und Ausbildungsbörse unter dem Motto „ Hier spielt die Musik“ statt. Ziel dieses Aktionstages war es, dass junge Leute direkten Kontakt zu den Unternehmen in der Region herstellen können und dass sich Berufstätige, die aus den alten Bundesländern wieder in die heimatlichen Regionen zurück wollen, über Beschäftigungs- und Ausbildungsangebote informieren konnten. Der Fachkräftemangel ist auch im Erzgebirge angekommen und so werden Veranstaltungen wie diese genutzt, Bewerber und potenzielle Auszubildende für die Region zu gewinnen. Auf dem Bild sind die Kollegen Schornsteinfegermeister Manfred Hecht, Andreas Riedel und Mario Lindemann aus der Innung Chemnitz zu sehen, die sich gerade im Gespräch mit Frau Voigt, die Interesse am Beruf des Schornsteinfegers zeigt, befinden.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

HK || Als Freisprechung bezeichnet man den feierlichen Abschluss der Ausbildungszeit im Handwerk. Nachdem alle Prüfungen erfolgreich abgelegt wurden, erhalten Lehrlinge im Rahmen einer Gesellenfreisprechungsfeier ihre Zeugnisse sowie Gesellenbriefe und Urkunden. Familie und Freunde sowie Gäste aus Wirtschaft und Politik dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Am 23. August 2013 war es wieder einmal soweit. Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hatte zur Gesellenfreisprechung und zum traditionellen Sommerfest geladen. Sieben junge Leute erhielten in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß, ihre Gesellenbriefe. Mit der Übergabe der Briefe wurden die jungen Handwerker in den Gesellenstand erhoben.
Die Festrede hatte Dr. Stefan ­Rudolph Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern, übernommen. Er gratulierte den jungen Gesellen zur bestandenen Prüfung und brachte seine Freude zum Ausdruck, dass alle neuen Gesellen einen Arbeitsvertrag erhielten. Auf die Bedeutung der Ausbildung ging er besonders ein und stellte die Perspektiven, die sich daraus ergeben, in den Vordergrund seiner Ausführungen. Gerade auf die Schornsteinfeger kommen weiterhin herausragende und vielfältige Aufgaben zu, um die Anforderungen an Brandschutz, Energienutzung und behagliches Lebensumfeld nachhaltig sicherzustellen.
Den erfolgreichen Teilnehmern an den Prüfungen sprach er ebenso seine Anerkennung aus, wie den vielen Begleitern, den Ausbildungsbetrieben mit ihren Ausbildern, den Lehrern, den Ausbildern in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten sowie den Eltern, Familien und Freunden der ehemaligen Auszubildenden.
Gastredner Eckhardt Rehberg, MdB, ging auf den Wert der dualen Ausbildung ein und stellte fest, dass diese duale Ausbildung einen wesentlichen Beitrag zur geringen Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland geleistet hat. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa, die nicht über eine vergleichbare duale Ausbildung verfügen, kommen die Länder mit dieser Ausbildungsstruktur bei der Jugendarbeitslosigkeit besonders gut weg, betonte er. Er wird auch in Zukunft das deutsche Handwerk, insbesondere das Schornsteinfegerhandwerk, auf Bundesebene weiterhin unterstützen.
Der Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Ingo Ziola überbrachte die Glückwünsche und Grüße aller Innungsmitglieder und würdigte die Anstrengungen, die mit diesem Erfolg einhergehen. Er verwies auf die gute Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern und er dankte der Politik auf Bundes- und Landesebene für ihr ­Engagement für das Handwerk.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Faber kooperiert bei Elektro- und Gaskaminen mit project1711
Im Störungsfall kurzfristig beim Kunden vor Ort – bundesweit

Vom 1. September 2013 an übernimmt project1711 (www.project1711.com) den Service für alle Gaskamine und Elektrofeuer von Faber (www.faber-kamine.de) in Deutschland. Der Kaminhersteller will sich auf dem deutschen Markt noch besser positionieren und greift hierzu auf die langjährige Erfahrung und das Know-How von project1711 zurück. „Damit haben wir den perfekten Partner für Garantie-Service, Störungsbehebung, Produktanpassung und -entwicklung gefunden. Denn project1711 ist bereits seit Jahren bundesweit aktiv und verfügt über eine hohe Kompetenz im Kamin-Bereich.“, begründet Herr Koopman, Commercial Director, von Faber die Entscheidung.
Die Techniker von project1711 analysieren und bewerten jeden Servicefall, diagnostizieren die Ursache und stellen die Betriebsfähigkeit und Sicherheit der Gesamtanlage wieder her.
Faber ist der erste Kaminhersteller, der die Anforderungen und Chancen des Themas Service erkannt hat, und überträgt daher die Verantwortung in diesem Bereich an project1711. Am Standort Horstmar wird dafür die bestehende Infrastruktur um ein umfangreiches Komponentenlager erweitert, das eine schnelle Ersatzteilversorgung gewährleistet. Die Auftragsverwaltung für den technischen Service erfolgt weiterhin bei Faber.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Die Datenbank des HKI Industrieverbands e.V. zum Nachweis der Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen an Emissionen häuslicher Feuerstätten für feste Brennstoffe ist nun übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet.
Die Feuerstättendatenbank des HKI Industrieverbands e.V. informiert bereits seit fünf Jahren darüber, ob eine häusliche Feuerstätte für feste Brennstoffe gesetzlich vorgeschriebene Emissionsgrenzen einhält. Neben den Anforderungen an die Erste Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes – 1. BImschV – bildet sie zudem die Anforderungen der Österreichischen Vereinbarung gemäß Art 15a B-VG über das Inverkehrbringen und die Überprüfung von Feuerungsanlagen sowie die Anforderungen der Schweizer Luftreinhalteverordnung ab.
Für die Betreiber einer Feuerstätte, Schornsteinfeger, Handwerker und andere Interessierte ist durch die Datenbank leicht festzustellen, welchen Emissions- und Wirkungsgrad-Anforderungen eine Feuerstätte genügt. Der HKI Industrieverband sorgt als neutrale und kompetente Stelle für eine sorgfältige Prüfung und Bewertung der Produktmerkmale einer Feuerstätte. Für alle Hersteller von häuslichen Feuerstätten besteht die Möglichkeit, ihre Produkte in die Datenbank eintragen zu lassen.
„Wir haben einige Änderungen in der Darstellung der Datenbank vorgenommen. Sie ist so für den privaten Kaminofenbesitzer übersichtlicher und leichter verständlich“, erläutert Frank Kienle, Geschäftsführer des HKI Industrieverbands.
In der Datenbank sind insgesamt über 5.000 Geräte zu finden. Sie wird monatlich von mehr als 20.000 Nutzern besucht.
„Die Klickraten geben uns Recht, dass eine Datenbank dieser Art für die Verbraucher ein gutes und wertvolles Instrument ist.“, ergänzt Kienle.
Es ist möglich über die Feuerstättendatenbank einen Datenblattausdruck erstellen zu lassen. Dieses Datenblatt gibt detailliert Auskunft, welchen Emissionsanforderungen das jeweilige Gerät genügt. Es kann zur Vorlage beim Schornsteinfeger als Nachweis über die Einhaltung der Grenzwerte der 1. BImschV verwendet werden.

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Neue Feger braucht das Land

Am 21. September 2013 beging die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ zum dritten Mal den Tag des Handwerks. Viele Betriebe und Institutionen lockten mit Informationen und interessanten Ausstellungen. Bei den vielen Veranstaltungen konnte erkannt werden, dass das deutsche Handwerk der Zukunftsmotor und die Wirtschaftskraft ist. Die Handwerksbetriebe müssen die zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen, insbesondere den demografischen Wandel sowie die Fragen der Energiewende meistern. Mit großem Engagement und vielen Ideen der Handwerker wird es zukunftsorientierte Antworten geben. Auch unser Handwerk hat sich präsentiert. Unsere Kollegen konnten viele Fragen hinsichtlich der Energieberatung und Umweltschutz beantworten. Viele Besucher waren über unser Know-how, Ideenreichtum und technische Ausstattung im Handwerk begeistert.

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Neue Feger braucht das Land

RS || Die BSM i. R. aus dem Meisterlehrgang 1957 und Vorstandsmitglieder der Berufsgruppe Schornsteinfeger des Bezirks Erfurt treffen sich regelmäßig in gemütlicher Runde. Die Zusammenkunft 2013 stellte einen Höhepunkt der bisherigen Veranstaltungen dar: Werner Menge und Achim Koch wurden beide mit dem Diamantenen Meisterbrief geehrt. Ganze 60 Meisterjahre erfordert diese Auszeichnung. Zudem leisteten die Kollegen wertvolle Arbeit zugunsten der Innung. Wir beglückwünschen die Bezirksschornsteinfegermeister in Ruhestand!

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Neue Feger braucht das Land

RS || Es war ein sonniger Tag im kleinen Ort Caaschwitz nahe Greiz – kaum etwas erinnerte noch an das Hochwasser und dessen schlimme Folgen für die integrative Kindertagesstätte „Zur Märchenbuche“.
Die Schornsteinfegerinnung Thüringen hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Kindern in dieser Einrichtung unter die Arme zu greifen. Großer Dank gilt den Innungsmitgliedern, die sich zahlreich an der Spendenaktion beteiligten. Am Ende waren insgesamt 2000 Euro zugunsten der Tagesstätte zusammengekommen. Die feierliche Übergabe des Schecks erfolgte am 06. 08. 2013 von Bildungswart Marco Beierlein und Pressewart Rüdiger Speck persönlich mit einem einstudierten Programm der dankbaren Kinder. Bei der Hochwasserkatastrophe wurden große Teile des Kleinkindbereiches und der größte Teil der Außenanlage zerstört.
Dieser Beitrag steht stellvertretend für die vielen Aktionen der hilfsbereiten Schornsteinfeger.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

HK || Mit der Kampagne „Neue Glücksbringer braucht das Land“ – eine Idee der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern – hat sich unsere Innung auf der diesjährigen Jobfactory am 18. 09. 2013 in Rostock beteiligt. Unser Lehrlingswart Enrico Medved und Kollege Klaus Fröhlich haben gemeinsam mit unserer Auszubildenden Miriam Redemund Werbung für unser Handwerk gemacht. Viele Fragen mussten zur Ausbildung, zum Berufsbild beantwortet werden. Die jungen Besucher zeigten reges Interesse. Durch die positive Präsentation unserer Innung und das Engagement unserer Kollegen konnten wir in diesem Jahr 20 neue Lehrlinge für unseren Beruf begeistern.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

HK || Am 01. August 2013 wurden die neuen Auszubildenden im Schornsteinfegerhandwerk vom Vorstand der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern, unserem Lehrlingswart Herrn Enrico Medved sowie unserem Schulleiter Herrn Hans Poltersdorf in der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz, Außenstelle Klein Schwaß, zur Lehrjahreröffnung 2013 begrüßt. Durch das große Engagement unseres Lehrlingswarts, die Mithilfe unserer Innungsbetriebe und die überregionale AZUBI-Kampagne der Schornsteinfegerinnung Mecklenburg-Vorpommern konnten 20 neue Lehrlinge geworben werden. Das Ziel, pro Landkreis und kreisfreier Stadt in Mecklenburg-Vorpommern mindestens einen Auszubildenden zu akquirieren, wurde damit überdurchschnittlich erreicht. Auf dieses Ergebnis können wir recht stolz sein. Wir wünschen den neuen Lehrlingen einen erfolgreichen Start und danken den Ausbildungsbetrieben für ihre Bereitschaft.

Ausgabe: 89 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 89 - 3/2013 )

Neue Feger braucht das Land

Ingo Ziola, Landesinnungsmeister Mecklenburg-Vorpommern

Liebe Leser, sehr geehrte Kollegen,
Freunde des Handwerks!
In Mecklenburg-Vorpommern sowie in vielen anderen neuen Bundesländern werden Lüftungsanlagen seit Jahren vom Schornsteinfegerhandwerk überprüft. Die Überprüfung ist unbestritten wichtig und auch durch die Eigentümer und Politik mehrheitlich anerkannt. Nicht umsonst hat der Einigungsvertrag in diesem Punkt weiterhin Gültigkeit behalten.
Leider konnten nicht alle neuen Bundesländer den Einigungsvertrag umsetzen. In Mecklenburg-Vorpommern wurde durch das federführende Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus die Notwendigkeit der Überprüfung von Lüftungsanlagen erkannt und die RÜGVO (Reinigungs-Überprüfungs- und Gebührenerhebungsverordnung) über das Jahr 2013 hinaus in Kraft gelassen.
Dieses bedeutet für unsere Schornsteinfegerbetriebe betriebswirtschaftliche Sicherheit und sichert zudem im Land Arbeitsplätze. Der wichtigste Gesichtspunkt ist aber die Betriebs-und Brandsicherheit der Lüftungsanlagen. Diese ist durch die wiederkehrende Tätigkeit der Schornsteinfeger weiterhin gegeben. Sicherheit für den Eigentümer und Sicherheit für den Mieter. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient der Energieeinsparung und trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Dieses alles ist in zahlreichen konstruktiven Gesprächen im Jahr 2012 mit dem Wirtschaftministerium von Seiten der Innung dargelegt worden, sodass auch das Ministerium zu der Ansicht kam, dass diese Arbeiten weiterhin nötig sind und sich zur Weiterführung der RÜGVO entschlossen. Dafür auch an das Wirtschaftministerium unser Dank.
Ein Erfolg sehr guter Teamarbeit des Vorstandes!
Weiterhin sind die Zustimmungen zum Einbau von Feuerstätten an bestehende Hausschornsteine gemäß Einigungsvertrag sowie die Freigabeprüfung zur Aufnahme der Nutzung einer Feuerungsanlage gemäß LBO M-V in der RÜGVO geregelt worden.
Die nächsten Ziele der Innung sind:
– Neuerarbeitung der Vergaberichtlinie in enger Zusammenarbeit mit den Landkreisen, dem Wirtschaftsministerium und dem gewerkschaftlichen Fachverband ZDS. Hierbei geht es darum, dass bevollmächtigte Bezirksschonsteinfeger, welche ihre Arbeit ohne „Fehl und Tadel“ geleistet haben, auch wieder bestellt werden. Es sollte im Interesse aller liegen, dass gesunde und starke Betriebe erhalten werden.
– Wiedereinführung der sogenannten Rohbauabnahme bzw. Bauzustandsbesichtigung bei Schornsteinen. Es ist besser und kundenfreundlicher, wenn die Schornsteine vor der Fertigstellung auf Maße und Ausfertigung geprüft werden können. Dieses erspart Ärger und Kosten. Wir wollen, dass die Landesbauordnung M-V diesbezüglich novelliert wird. Dazu werden wir das Gespräch mit der Politik und Verbänden suchen.
Wie Sie sehen, sind zahlreiche Aufgaben noch zu lösen. Dieses bedarf der Mitarbeit aller im Handwerk tätigen Kollegen. Nur der Zusammenschluss in der Innung ist der Garant für eine gute Arbeit zum Wohle des Handwerks. Alle Schornsteinfegermeister – ob mit oder ohne Kehrbezirk – sollten darüber nachdenken. Die Stärke unseres Handwerks war schon immer die starke Organisation!
Jeder Kollege partizipiert von der Arbeit der Innung, also sollte auch er seinen Beitrag dazu leisten. 

Ausgabe: 88 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Heizanlage mit Verbindungsstück ins Freie – sozusagen
ein beheizter Handlauf!

Ausgabe: 88 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Hier dachte der Schornsteinbauer, dass es besser für die Statik des Hauses sei, wenn sich der Schornstein an den schiefen Giebel sanft anschmiegt. Dass die keramischen Innenrohre nun nicht mehr dicht sind, ist die eine Sache. Nach Auffassung der Firma sei dies doch nicht so schlimm, da außerhalb des Gebäudes doch keine Brandgefahr bestünde. Da fällt einem nichts mehr zu ein.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Jörg B. S. Bomhardt || Das völlig neu entwickelte Staubmessgerät STM 225 von AFRISO arbeitet nach dem Streulichtverfahren und kann zur Feinstaubmessung an Feststofffeuerungsanlagen eingesetzt werden. Dieses Messverfahren (optisch) nutzt die Eigenschaft, dass Partikel, die auf Strahlung (Licht) treffen, nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten streuen. Sensoren erfassen das Streulicht und führen es einer Signalverarbeitung und Bewertung zu. Die Nachteile anderer bekannter Messverfahren wie der dauernde Filtertausch, umfangreiche Vor- und Nachbereitungen, Messfehler durch Stöße oder Erschütterungen, sind bei dem Staubmessgerät STM 225 nicht zu finden. Nach einer kurzen Anwärmphase ist das Gerät messbereit. Während der Messung werden die Messwerte online angezeigt. Der Messvorgang kann jederzeit unterbrochen und nach einer 15-sekündigen Kalibrierphase neu gestartet werden. STM 225 ist ein leichtes, einfach und intuitiv bedienbares mobiles Staubmessgerät, das dem Schornsteinfeger unkomplizierte Messungen sowie die Überwachung und Durchsetzung von Grenzwerten ermöglicht. Der Heizungstechniker wiederum hat ein Messsystem zur Hand, welches ihn optimal unterstützt und mit dem sich Feuerungsanlagen auf minimale Emissionen optimieren lassen. Die Betriebskosten sind äußerst gering, der Wartungsaufwand beschränkt sich auf die selbst durchführbare Reinigung der unempfindlichen Optik sowie des Entnahmesystems. Die Geschwindigkeit des Systems spart bei jeder Messung bares Geld: Schneller, einfacher und günstiger sind Messungen nach BImSchV kaum durchführbar. Das neue Staubmessgerät STM 225 kann sowohl alleine als auch in Verbindung mit dem für Messungen an Öl- und Gas-Feuerungsanlagen konzipierten Abgasmessgerät MULTILYZER NG eingesetzt werden.
Mit dem MULTILYZER NG lassen sich sämtliche erforderlichen Messwerte und Messgrößen (z. B. O2, COH2, Temperatur, Abgasverlust und Wirkungsgrad) messen. Ein großes Zubehörprogramm mit einer Vielzahl an Sonden sorgt dafür, dass jede nur denkbare Messaufgabe gelöst werden kann. Gerade aus dem Verbund der zwei Messgeräte STM 225 und MULTILYZER NG entsteht ein High-Tech-Messsystem, das nicht nur allen Messaufgaben rund um die Heizungsanlage gewachsen ist, sondern die höchsten Ansprüche der Abgasanalysemessung bei Feststoff-, Öl- und Gasfeuerungsanlagen heute und morgen sicher erfüllt.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Ehrungen auf der Heidecksburg

RS || Es war ein sonniger Tag in Rudolstadt, der 17. Juni 2013, und er sollte auch noch Glück bringen. Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen kurz NAT lud zur feierlichen Übergabe der Urkunden ein. Es sollten die Schornsteinfeger gewürdigt werden, die sich schon vier Jahre daran beteiligten. Außerdem wurden die jüngeren Kollegen willkommen geheißen, um ihre erste Urkunde in Empfang zu nehmen. Und kaum Jemand ließ sich lange bitten. Sogar der Staatssekretär Herr Staschewski wollte sein Lob für das Engagement in Sachen Umweltschutz auf dem Sektor Nachhaltigkeit anbringen. Nach der feierlichen Übergabe der Urkunden durch die Leiterin der Geschäftsstelle des NAT, Grit Booth, kam der gemütliche Teil mit kleinem Imbiss, bereichernden Gesprächen und natürlich einem Fototermin. Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung.
Vorausgegangen war am 15. April die Eröffnung der Wanderausstellung des NAT, bei der sogar der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt- und Naturschutz Jürgen Reinholz zugegen war und seine Grußworte an alle teilnehmenden Unternehmen richtete. Hierbei wurde das Thema der Austellung „Die drei Säulen der Nachhaltigkeit – umgesetzt in der Thüringer Wirtschaft“ vorgestellt und die neuen Stellwände präsentiert.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Temperaturschwankungen können Längendehnung bei Abgasleitungen aus Kunststoff verursachen. Wird dies nicht berücksichtigt, kann es im Einzelfall zu Störungsmeldungen des Brennwertgerätes und in schwerwiegenderen Fällen zu Durchfeuchtungsschäden am Gebäude führen. Im Extremfall kann es zum unkontrollierten Austritt von Abgasen im Gebäude kommen. Darauf weist die Skoberne Schornsteinsysteme GmbH mit einer Veröffentlichung aus ihrer Reihe SKOBINEWS (www.skobinews.de) ausdrücklich hin. Der Beitrag wurde in Zusammenarbeit mit der Viessmann Werke GmbH & Co. KG erarbeitet.
Das Fazit der Abhandlung: Wird die Längendehnung bei der Montage nicht beachtet, können teure Folgeschäden auftreten. Planer und Ausführende sind einem hohen Haftungsrisiko ausgesetzt. Eine konstruktiv richtige Installation ist unbedingt zu beachten. Dabei ist die Längsbeweglichkeit der Abgasleitung in jedem Fall zu gewährleisten und die Entstehung von Festpunkten unbedingt zu vermeiden. Eine langfristig nachhaltige Lösung sieht einen eigenen Schacht und eine längsbewegliche und einfach demontierbare Installation der Abgasleitung vor. Im Folgenden werden die wichtigsten Argumente zusammengefasst.
Sensibilität gegenüber Wärme und Kälte bei Polypropylen
Bei allen unbestrittenen Vorteilen von Kunststoffabgasleitungen (Kondensatbeständigkeit, Unempfindlichkeit, Stabilität, Dichtheit) muss bei Montage und Betrieb von Kunststoffabgasleitungen unbedingt eine Eigenschaft beachtet werden:
Die Längenänderung der Leitungen bei Temperaturschwankungen. So kann es bei einem Temperaturdelta von 70 Kelvin zu 11 mm Längendehnung pro Meter kommen, bei einem Einfamilienhaus also bis zu 50 mm.
Konsequenzen für die Montage
Um die Längenausdehnung auszugleichen, muss die Kunststoffabgasleitung an jeder Stelle frei längsbeweglich sein. Festpunkte, also kraftschlüssige Verbindungen mit dem Baukörper, sind unbedingt zu vermeiden. Bei Erwärmung verschiebt sich das Abgasrohr durch die Ausdehnung in den Muffen und anschließend im Festpunkt. Bei Abkühlung zieht sich das Rohr wieder zusammen – bevorzugt in den Muffen. Ein Festpunkt kann jetzt dazu führen, dass sich Muffen auseinanderziehen.
Im Mündungsbereich, wo sich die Längendehnung am meisten auswirkt, dürfen keine Festpunkte entstehen, damit es nicht unter Umständen zu einem Auseinanderziehen der Leitung kommt – mit vom Dach fallenden Wetterhauben, Feuchteschäden, Störmeldungen oder einem Ausfall der Anlage als Folge. Wenn die Wetterhaube fest mit dem Abgasrohr verbunden ist, können diese Probleme z. B. bei einer Montage im warmen Zustand und zu niedriger Positionierung entstehen, wenn sich die Abgasleitung wieder zusammenzieht. Skoberne Schachtabdeckungen mit koaxialem Mündungselement erlauben eine autarke Längendehnung der Leitung, eine Gleitlippe schützt auch vor Niederschlag.
Bei der Montage in verzogenen Schächten kann es zudem zu Verkantungen der Abgasleitung am Schachtrand kommen, und damit zu einem Festpunkt der die Längsbeweglichkeit einschränkt. Hier sollte ein flexibles Abgassystem eingesetzt werden.
Separater Schacht
und Demontierbarkeit
Die Demontierbarkeit von Kunststoffabgasleitungen, auch wenn sie ein langlebiges Material sind, rückt bei langjähriger Einsatzzeit immer mehr in den Blick.
Künftige Heiztechniken oder höhere Anforderungen bezüglich Dichtheit, Querschnitt oder Säurebeständigkeit können dies erfordern. Um die Kosten bei einem ggf. notwendigen Austausch der Abgasleitung möglichst gering zu halten und Haftungsrisiken auszuschließen, ist unbedingt auf eine einfache Demontierbarkeit der Abgasleitung zu achten. Freie Längsbeweglichkeit, Festpunkte und Demontierbarkeit stehen im unmittelbaren Zusammenhang. Eine nachhaltige Installation wird mit einem separaten Schacht gewährleistet. Dieser erfüllt zusätzlich neben dem Brandschutz die nach wie vor im Regelwerk geforderten Funktionen wie Gasdichtigkeit, mechanischen Schutz und eben die längsbewegliche Führung von Abgasleitungen.

Ausgabe: 88 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Mit der neuen ASR A2.2, die im November 2012 die ASR 13/1,2 abgelöst hat, ergeben sich einige neue Regelungen, die Hausmeister bei ihren regelmäßigen Rundgängen wissen und beachten müssen.
Während sich die alte ASR ausschließlich auf die Ausrüstung von Arbeitsstätten mit Feuerlöscheinrichtungen (Feuerlöscher, Wandhydranten) befasste, finden sich in der neuen ASR nun erstmals auch Angaben über Branderkennungs- und Alarmierungsvorrichtungen.
Unter anderem wurde die Einteilung der Brandgefährdungsklassen geändert, dadurch ergeben sich unmittelbar Folgen für die Ausstattung eines Gebäudes mit Feuerlöschern. Auch der Standort der Feuerlöscheinrichtungen ist in der neuen ASR A2.2 genauer beschrieben, so dass die Regelung „1 Feuerlöscher pro Stockwerk“ nicht mehr pauschal gültig ist.
Diese und viele weitere Regelungen sollte ein Hausmeister kennen, um ggf. darauf reagieren zu können. Daneben gibt es zahlreiche andere Themen, mit denen sich jeder Hausmeister auseinandersetzen muss, z. B. mit Wartung, Pflege und Instandhaltung von Gebäuden und Außenanlagen, Sicherheit, Energiesparen und vielem mehr.
Die Zeitschrift „Der Hausmeister – Praxis, Sicherheit, Technik, Recht“ unterstützt Hausmeister bei allen anfallenden Arbeiten und rechtlichen Fragen im Arbeitsalltag. Sie bietet schnell und einfach Informationen aus der Praxis und Tipps für alle Aufgaben.
„Der Hausmeister“ kann im Jahresabonnement mit der Artikelnummer 4399/45 bei der Forum Verlag Herkert GmbH unter Tel. 08233/381-556 oder per E-Mail: ute.klingner@forum-verlag.com bestellt werden.
Weitere Informationen finden Sie unter www.hausmeister-zeitschrift.de.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Gemeinsam mit den Ehefrauen trafen sich die Altmeistmeister vom ­21.–23. 05. 2013 in Güntersberge im Berghotel „Glück auf“. Obwohl das Wetter es nicht gut meinte, verbrachten wir trotzdem schöne Stunden. Die Busfahrt führte quer durch den Harz zur Okertalsperre. Mit einer Schifffahrt auf dem Okerstausee und dem anschließenden Windbeutelessen beim Windbeutelkönig ließen wir den Tag ausklingen. Es waren schöne Tage und Stunden. Jeder der Teilnehmer freut sich schon auf das Jahr 2014.
Die Altmeister bedanken sich bei der Innung Halle für die Unterstützung unseres Treffens. Der Dank gilt gleichfalls den Mitarbeitern des Hotels und den Organisatoren Erhard Fleischhauer und Heinrich Müller

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Erfolgreiche Werbung um AZUBIS

HK || Am 25. 04. 2013 nahmen die Betriebe der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern am Girls Day teil.
Um den technischen, modernen und handwerklichen Beruf mit seinen vielfertigen und abwechslungsreichen Tätigkeiten kennenzulernen, konnten sich interessierte Mädchen kompetente und ausführliche Auskünfte bei teilnehmenden Betrieben holen. Durch die gut organisierte AZUBI-Werbung der Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere durch den Lehrlinswart Enrico Medved und die Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses Stefanie Lehmann, werden wir unser Ziel erreichen: in jedem Landkreis, jeder kreisfreien Stadt mindestens einen Lehrling zu finden.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH aus Bad Wünnenberg setzt auf Kundenzufriedenheit und hat diese im Mai 2013 durch die TÜV NORD CERT GmbH prüfen lassen. Das Resultat: Der TÜV bewertete die Kundenzufriedenheit als hervorragend und verlieh somit dem Messgerätehersteller die Zertifizierung „TÜV Geprüfte Kundenzufriedenheit“.
Kundenzufriedenheit spielt für Wöhler eine entscheidende Schlüsselrolle auf dem Weg zum Erfolg. Um sich dieses Mal nicht ausschließlich auf eine interne Kundenumfrage verlassen zu müssen, ließ sich Wöhler dieses Jahr von einer neutralen Stelle, der TÜV NORD CERT GmbH, beurteilen. Mehr als 400 Kunden wurden vom TÜV ausführlich interviewt und befragt. Die anschließende Analyse zeigte, dass Wöhler-Kunden in Bezug auf Produkte, Dienst- und Serviceleistungen als auch Mitarbeiterkompetenz sehr zufrieden sind und den Messgerätehersteller gern weiterempfehlen.
„Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis. Es zeigt, wie sehr wir uns an den Wünschen unserer Kunden orientieren. Umso mehr freut es uns, dass uns jetzt auch der TÜV NORD ein hohes Maß an Kundenzufriedenheit bestätigt hat“, so Johannes Löt­fering, Geschäftsführer der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Das neu entwickelte Feinstaub-Messsystem testo 380 unterstützt Schornsteinfeger und Heizungsbauer optimal bei ihren neuen Messaufgaben.

Feinstaub messen ist Pflicht
Um der weiteren Verschlechterung der Luftqualität zu begegnen, begann im Januar 2013 die Messpflicht gemäß der 1. BImSchV. Sie legt neue Richtlinien auch für kleinere Feuerungsanlagen ab 4 kW fest und verschärft die Grenzwerte für bestehende Anlagen.
Zuverlässige Hightech –
trotzdem einfach zu bedienen
Damit die verantwortlichen Schornsteinfeger, Heizungsbauer und Servicetechniker auch in Zukunft Festbrennstoffanlagen zuverlässig prüfen und überwachen können, bedarf es einer neuen Generation von Messgeräten. Mit dem Feinstaub- Messgerät testo 380 bringt der Messtechnik-Spezialist Testo jetzt ein Gerät auf den Markt, das neben seiner hochentwickelten Technologie vor allem durch die einfache und zuverlässige Handhabung sowie einen großen Funktionsumfang überzeugt. Die intuitive Bedienbarkeit und das tragbare Kofferformat des testo 380 ermöglichen eine unkomplizierte Messung direkt vor Ort. Die auf verschiedene Anforderungen ausgerichteten Messmenüs unterstützen die Spezialisten bei ihrer Arbeit und führen sie Schritt für Schritt durch die Messung. Dabei werden alle relevanten Werte in Echtzeit dargestellt. Die von Testo neu entwickelte Messmethodik erlaubt dem Schornsteinfeger das Überwachen und Durchsetzen der Grenzwerte. Der Heizungsbauer hat nun ein Messgerät, das ihn perfekt beim Optimieren der Feuerungsanlagen unterstützt.
Kleinfeuerungsanlagen
prüfen und warten
Universell einsetzbar wird das Feinstaub-Messgerät testo 380 durch die Integration des Abgas-Analysegeräts testo 330-2 LL: Dieses dient zum einen als „Kommandozentrale“ für das Feinstaub-Messsystem, es kann andererseits aber auch unabhängig von diesem eingesetzt werden. So kann der Anwender neben Festbrennstoff- auch Gas- und Ölanlagen prüfen und warten. Ein umfangreiches Sondenprogramm für das testo 330-2 LL ermöglicht viele weitere Messungen an der Heizungsanlage, wie z. B. die Gaslecksuche oder Messungen der Differenztemperatur.
TÜV- und Eignungsprüfung
Sowohl das Rauchgas-Analysegerät testo 330-2 LL als auch das Feinstaub-Messgerät testo 380 sind TÜV-geprüft. Für die festen Brennstoffe Nummer 4, 5 und 5a nach § 3 Absatz 1 der 1. BImSchV erfolgte am 5.3.2013 die Bekanntmachung der Eignungsprüfung durch das Umweltbundesamt im Bundesanzeiger. Die Brennstoffe behandeltes Holz (6, 7, 8) und Kohle (1, 2, 3) wurden im 1. Quartal 2013 entsprechend den Anforderungen der VDI 4206 Blatt 2 vom TÜV geprüft und haben diese Prüfung positiv abgeschlossen. Diese weiteren Brennstoffe können nach Bekanntmachung im Bundesanzeiger über ein kostenfreies Update im Gerät nachgerüstet werden.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Vertrauen in Abgassysteme von Raab

Ungewöhnlich – das umschreibt treffend die Produkte des Ofenherstellers Firetube. In Elterlein im Erzgebirge fertigt Inhaber Axel Schmitz seine ausgefallenen Feuerstätten in einem historischen Industriegebäude. In Sachen Abgasanlage setzt er klar auf die Qualität von Raab.
Eingeladen zum „Warentest“
Die Idee zum außergewöhnlichen Design seiner Feuerstätten hat Axel Schmitz importiert – auf Reisen in Kanada sah er Ölfässer, die zu Öfen umgebaut wurden. Diese runde Form inspirierte den gelernten Schlosser und Kachelofen- und Luftheizungsbauer zu seinen auffälligen Speicheröfen-Konstruk­tionen. Seit 2009 steht die Ofenschmiede Firetube in Elterlein im Erzgebirge, südlich von Zwickau. Das alte Industriegebäude blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Es diente als Silbermühle, Papierfabrik und in der DDR-Zeit als Produktionsstätte von Lampenschirmen. Nach der Wende wurden hier Gartenmaschinen hergestellt.
Der massive Gebäudekomplex, dessen Alter nicht genau zu bestimmen ist, beheimatet nun die Fertigung der Firetube-Modelle sowie die Academy. In der Schulungsstätte haben Marktpartner und Kunden die Möglichkeit, die Faszination des Feuers hautnah zu erleben. Und da Elterlein sehr abgelegen liegt, bietet das Unternehmen zusätzlich Übernachtungsmöglichkeiten an. Auch diese fallen aus dem Rahmen: Die Zimmer verfügen über ein individuelles Heizkonzept von Firetube, das direkt ausprobiert werden kann – sozusagen ein praktischer „Warentest“.
Abgassystem sichert Anschlussmöglichkeiten
Für alle betriebsbereiten Feuerstätten – sowohl im Warmschulungsraum als auch in den Zimmern – war eine entsprechende Abgasführung erforderlich. Die Wahl hierfür fiel auf das doppelwandige Abgassystem DW/FU von Raab, wobei FU für die Feuchteunempfindlichkeit steht. Die frei ausdehnbare Innenschale besteht aus Edelstahl der Güteklasse 1.4571/1.4404. Mit Innendurchmessern von 80 bis 600 mm kann praktisch jede Größenordnung realisiert werden. Über der 30 mm starken Wärmedämmung liegt die tragende Edelstahl-Außenschale. Sämtliche Produkte werden WIG/Laserstumpfnaht-geschweißt und sind sofort einsatzbereit.
Die Abgasanlagen aus der Serie DW/FU sind klassisch zu montieren: Die Elemente werden zusammengesteckt und mit einem mitgelieferten Klemmband fixiert. Dabei lassen sich die Bauteile individuell in der Länge verschieben. Das Eindringen von Feuchtigkeit verhindert zuverlässig der Kapillarstopp. Der Vorteil des Systems besteht in der schnellen Montage, bei der keine Wärmedämm- und Schweißarbeiten auf der Baustelle notwendig sind. Bis zu vier Meter Abstand zwischen den Wandbefestigungen und eine freie Kraglänge bis zu drei Meter bieten einen großen gestalterischen Spielraum.
Nur das Beste
Die Produkte werden vom Material­prüfungsamt Nordrhein-Westfalen güte­überwacht und sind nach DIN/EN ­1856-1 zertifiziert. „Die hohe Raab-Qualität ‚Made in Germany’ passt zu meinem Anspruch“, betont Axel Schmitz. „Meine nach dem Grundofenprinzip arbeitenden Speicheröfen sind fürs Leben gemacht. Die Materialien halten unglaublich viel aus und können entweder von uns zurückgenommen oder an die nächste Generation vererbt werden.“ Auch bei den Edelstahl-Abgasanlagen DW/FU handelt es sich nicht um „Wegwerf-Produkte“, sondern um einen wertvollen Rohstoff, der recycelt werden kann.
Insgesamt sieben hochwertige Schornsteine mit einer Nennweite von 180 mm wurden bei Firetube errichtet. Dazu hat man 21 Feuerungsanschlüsse montiert. Auch einige Sonderanfertigungen kamen zum Einsatz, u. a. für Anschlussübergänge. Außerdem war die DIN EN 13384-2 zu beachten. Diese Norm befasst sich mit den Eckdaten, die bei der Mehrfachbelegung von Abgasanlagen zu beachten sind.
Aufgrund der ausgefeilten Konzeption von Wärmeerzeugern und Abgasführung stehen zahlreiche Modelle für das intensive Kennenlernen der Firetube-spezifischen Eigenschaften der Speicheröfen zur Verfügung. So geht die Qualität der Feuerstätten mit dem hohen Standard der Abgasanlagen eine optimale Verbindung ein.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

„Jahrhunderthochwasser“ dieser Begriff prägte die Medienlandschaft im August 2002, als große Flächen an Elbe und Oder unter Wasser standen. Für das Hochwasser, welches uns in diesem Jahr traf, muss wohl noch ein anderer Wortlaut gefunden werden, denn alle zehn Jahre ein Jahrhunderthochwasser passt irgendwie nicht.
Dass die massiven Regenfälle in den vergangenen Wochen die Flüsse werden anschwellen lassen, war wohl den meisten Experten klar. Aber als das Hochwasser so massiv eintrat, war es dann doch überraschend. Die extremen Überflutungen im Elbe-Havel- und im Elbe-Saale-Winkel waren dabei weniger der eigentlichen Pegelhöhe geschuldet. Dass so viele Quadratkilometer Land unter Wasser standen, lag vor allem an den Deichbrüchen in diesen Regionen.
Die vielen Orte, die vollkommen überspült wurden und unter Wasser standen, bedeuten für tausende Bürger den finanziellen Ruin. Hier muss schnell und unbürokratisch geholfen werden, damit die Betroffenen auch den Mut und die Zuversicht haben, dass es sich lohnt, alles wieder aufzubauen.
Auch für viele unserer Schornsteinfegerbetriebe hat diese Katastrophe weitreichende Folgen. Nicht nur die mit ihrem persönlichen Eigentum betroffenen Kollegen leiden unter den Folgen des Hochwassers. Auch die Betriebe, deren Kunden unter Wasser stehen, sehen sich massiven finanziellen Problemen gegenüber. Kurzfristig sind gebietsweise bis zu 100 Prozent Umsatzeinbußen zu verkraften, weil in den betroffenen Gebieten weder wiederkehrende noch hoheitliche Arbeiten ausgeführt werden können. Da die meisten Heizungsanlagen in den Kellern installiert sind, sind diese oft vollkommen „untergegangen“. Eine Wiederinbetriebnahme wird in vielen Fällen unmöglich sein, so dass nur eine neue Heizungsanlage in Frage kommt. Dies bedeutet in den Kehrbezirken auch langfristig erhebliche Umsatzeinbußen, da mit den neuen Anlagen selbstverständlich moderne Anlagentechnik zum Einsatz kommt und hier die Überwachungsintervalle deutlich länger sind.
Wie hoch die Schäden tatsächlich sind werden erst die nächsten Wochen zeigen. Bleibt zu hoffen, dass eine solche massive Überflutung tatsächlich ein Jahrhundertereignis bleibt.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Jörg Kibellus || Die Fußball-Auswahl der Schornsteinfeger verliert unglücklich mit 1:2 gegen die Freiwillige Feuerwehr Warnemünde. In einem ausgeglichenen engen Spiel verlieren die Schornsteinfeger im Rahmen des 18. Atlantic Cups mit 1:2. Zuvor gab der Schiedsrichter sowohl einen Handelfmeter und den 2:2 Ausgleich wegen Behinderung des Torwarts der Feuerwehr nicht. Den Anschlusstreffer für die „Schwarzen“ erzielte Matthias Schulz. Mehrere Chancen, wie eine hundertprozentige durch Wilfried Linka, konnten leider nicht ins gegnerische Gehäuse gebracht werden. Ein Dankeschön an das ganze Team und alle Unterstützer am Spielfeldrand.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Fünf Monate nachdem die alte Landes-Kehrordnung in Sachsen-Anhalt außer Kraft getreten ist, wurde nun endlich die neue Verordnung am 29. 05. 2013 veröffentlicht und trat somit am 30. 05. 2013 in Kraft. In dieser Verordnung sind die wiederkehrende Überprüfung von gewerblichen Dunstabzugsanlagen und die Gebühren für die Abnahme nach Baurecht durch den Schornsteinfeger geregelt. Die vom Schornsteinfegerhandwerk geforderte und, nach unserer Ansicht, im Einigungsvertrag vorgeschriebene Regelung der Überprüfung von Be- und Entlüftungsanlagen in Wohngebäuden blieb allerdings unberücksichtigt. Dies hat zur Folge, dass die Brandgefahr in diesen Gebäuden steigen wird.
Die in den Plattenbauten zu DDR-Zeiten errichteten Lüftungsschächte bestehen aus dünnwandigen Materialien, welche keinerlei Feuerwiderstandsdauer haben. Aus diesem Grund wurde bereits bei der Errichtung eine regelmäßige Überprüfung durch das Schornsteinfegerhandwerk vorgeschrieben, um die zusätzliche Brandlast durch Ablagerungen und Stäube in den Schächten zu minimieren. Die Gefahr der Brandübertragung besteht nach wie vor, nur ist die Prüfung nun nicht mehr gesetzlich geregelt. Inwieweit die Anlageneigentümer eine Überprüfung auf freiwilliger Basis werden durchführen lassen, bleibt abzuwarten.
Gerade unter dem Kostendruck auf dem Wohnungsmarkt in Sachsen-Anhalt wird die Prüfung wohl eher selten stattfinden. Dabei sprechen viele Argumente für eine regelmäßige Prüfung der Lüftungsanlagen. Neben der Minderung der Brandgefahr sorgt eine funktionierende Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima, beugt Feuchteschäden vor, reduziert die Betriebsgeräusche und die Wärmeverluste und sorgt somit langfristig für eine bessere Vermietbarkeit der Immobilie. Unsere Aufgabe ist es nun, den Wohnungsgesellschaften diese Vorteile zu vermitteln und diese zu überzeugen, die Aufträge in unsere kompetenten Hände zu geben. Denn wir kennen die Objekte und deren Besonderheiten, sind nah und haben jahrzehntelange Erfahrungen mit der Überprüfung und Reinigung der Lüftungsanlagen.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

HK || Das Jahr 2013 ist ein wichtiges Jahr für die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der energetischen Beratung seiner Kunden. Unter dem Motto „Energiewende – wir sind dabei“ verpflichten sich unsere Mitglieder, die Eigentümer und Betreiber von Feuerungs- und Lüftungsanlagen neutral und energieeffizient zu beraten. Deutlich hob die Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel in Ihrer Gastrede hervor, wieviel Potenzial im sogenannten Wärmemarkt besteht. Gerade die Heizungsbranche, egal ob Industrie oder SHK-Handwerk, sind hier gefordert. Moderne Heizungsanlagen sind der Garant für eine effektive Energieeinsparung. Hier kann jeder Eigentümer bzw. Betreiber seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das Schornsteinfegerhandwerk soll den Weg der Bundesregierung hinsichtlich der Energiewende mittragen und seine Kunden diesbezüglich beraten. Ein weiterer wichtiger Punkt ist aber auch die Modernisierung und nachhaltige Sanierung des Gebäudealtbestandes. Hier sind die geprüften Energieberater gefordert, dem Hauseigentümer umweltfreundliche, nachhaltige, effiziente Sanierungsmodelle vorzustellen und zu beraten.

Ausgabe: 88 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 88 - 2/2013 )

Ingo Ziola, Landesinnungs- und Obermeister || Am 31. 05. 2013 lud die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ihre Mitglieder und Gäste aus Politik und Handwerk zu ihrer öffentlichen Innungsversammlung unter dem Motto „Energiewende – Wir sind dabei“ nach Stralsund ein. Mit diesem Motto hat die Schornsteinfeger-Innung deutlich gemacht, dass die „Schwarze Zunft“ bei der Umsetzung des Energiekon­zeptes der Bundesregierung ihren Anteil leisten will. So verwundert es auch nicht, dass die Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel, die Einladung der Schornsteinfeger-Innung angenommen hat.
Obermeister Ingo Ziola konnte im Alten Brauhaus, das einen würdigen Rahmen für die Innungsversammlung bot, noch viele weitere Gäste begrüßen. So waren neben dem Präsidenten des Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günther Beyerstedt, auch die Landesinnungsmeister aus Berlin, Heiko Kirmis, Baden-Württemberg, Franz Klumpp, Sachsen-Anhalt‚ Torsten Kiel, der HGF des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks RA Jens Torsten Arndt sowie der Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks Hans Poltersdorf angereist. Selbstverständlich hat der Oberbürgermeister der Hansestadt Stralsund, Dr. Alexander Badrow ein Grußwort gehalten und „seine Stadt“ vorgestellt.
Der Vizepräsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern (OMV) Uwe Heiseler überbrachte die herzlichen Glückwünsche der Präsidenten der HWK OMV und Schwerin. Er würdigte die Leistungen des Schornsteinfegerhandwerks und beglückwünschte die Innung zu dieser gelungenen Veranstaltung. Mit dem Versprechen, auch weiterhin ein offenes Ohr für die Wünsche und Probleme des Handwerks zu haben, würdigte Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph aus dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus die Leistung des Schornsteinfegerhandwerks in Mecklenburg-Vorpommern. Er wolle, wenn es möglich ist, immer eine Lösung im Interesse des Handwerks finden. Darum sollte der Vorstand der Innung sich nicht scheuen, das Gespräch mit ihm zu suchen. Herr Arnold Fuchs, Abteilungsleiter Handwerk im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus, lobte die gute Zusammenarbeit mit der Innung und wertete die Weiterführung der RüGVO, in der neben der Reinigung der Be- und Entlüftungsanlagen die Überprüfung der gewerblichen Dunstabzugsanlagen sowie die Zustimmung und Abnahme von Feuerstätten enthalten ist, als Erfolg. Ohne die in der RüGVO enthaltenen Überprüfungsvorgaben würde der Brandschutz und auch die Wohnhygiene in diesen Bauten gefährdet und ein Ausverkauf der Leistungsfähigkeit im Schornsteinfegerhandwerk vorprogrammiert.
Die Landesinnungsmeister des Fachverbands SHK Mecklenburg-Vorpommern Martin Ratzke, und der Obermeister der Innung des Kachelofenluftbauerhandwerks Mecklenburg-Vorpommern Jens Cordes lobten die gute Zusammenarbeit mit der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern.
In seiner Begrüßungsrede für die Bundeskanzlerin sprach Obermeister Ingo Ziola alle wichtigen Punkte des Schornsteinfegerhandwerks an. Er würdigte die sehr gute Zusammenarbeit mit Verbänden, Marktpartnern und dem Wirtschaftsministerium. Er sprach aber auch über die Ängste der Kollegen, wenn es um die Wiederbewerbung geht.
Wichtig für Mecklenburg-Vorpommern, so Obermeister Ziola, war die Weiterführung der RÜGVO über 2013 hinaus, diese sichert unter anderem die Beibehaltung der hohen Betriebs- und Brandsicherheit dieser Anlagen ab und trägt wesentlich dazu bei, dass gute und sichere Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze im Land Mecklenburg-Vorpommern erhalten werden. Alles getreu dem Spruch der Landesregierung „ M-V tut gut“ und das auch im Handwerk.
Hans-Günther Beyerstedt informierte über die letzte Bund-Länder-Ausschusssitzung, in der unter anderem über eine Änderung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes diskutiert wurde. So überlegt man, bei der Vergabe von mehreren Kehrbezirken in einem Gebiet, ein Poolverfahren anzuwenden. Dies würde auch den Bezirksinhabern, die sich auf ihren Kehrbezirk wieder bewerben, größere Chancen einräumen, diesen Kehrbezirk auch zu bekommen. Präsident Beyerstedt ermutigte die Kanzlerin in seiner Rede „auf mehr Schwarz zu setzen“. Sie sollte auf die Schornsteinfeger in Punkto Energieberatung vertrauen. Es sei nicht akzeptabel, dass das Schornsteinfegerhandwerk hier nicht mehr eingebunden ist. Das Schornsteinfegerhandwerk hat Millionen Kundenkontakte im Jahr, dieses Potenzial sollte von der Bundesregierung genutzt werden.
Der Höhepunkt der Veranstaltung war natürlich die Rede der Bundeskanzlerin.
Frau Dr. Angela Merkel hob in Ihrer Rede die Bedeutung des Handwerks als starke Säule in der Wirtschaft für Deutschland und Europa hervor. Insbesondere das Schornsteinfegerhandwerk könne einen Beitrag zum ambitionierten Energiekonzept der Bundesregierung leisten. Die vielen Energieberater, die in den Schornsteinfegerinnungen organisiert sind, können die Hauseigentümer und Betreiber von Feuerungs- und Lüftungsanlagen qualifiziert beraten und bei der Umsetzung der Energiesparmaßnahmen betreuen. Gerade im Wärmemarkt und in der Altbausanierung steckt noch sehr viel Einsparpotenzial, um die Ziele, wie z. B. den Wärmebedarf in Gebäuden bis 2020 um 20 Prozent gegenüber 2008 zu reduzieren, zu erreichen.
Aber auch bei der Vorgabe, den Anteil der erneuerbaren Ener­gien bis 2020 auf einen Anteil von 18%, bis 2030 von 30% und bis 2050 sogar von 60% des Bruttoendenergieverbrauches zu erreichen, können die Schornsteinfeger einen Beitrag leisten. ­Allein Windkraft und Sonnenenergie werden nicht ausreichen, hier muss auch auf andere erneuerbare Energien gesetzt werden und wenn z. B. mit Holz geheizt wird, ist der Schornsteinfeger ein wichtiger Partner.
Übrigens kommt bei Frau Dr. Merkel auch ein Schornsteinfeger ins Haus, denn sie hat einen Kachelofen, der öfter geheizt wird.
Angesprochen auf die fehlende Umsetzung der Überprüfung der Be- und Entlüftungsanlagen gemäß dem Einigungsvertrag in einigen neuen Bundesländern versprach sie, die Problematik mit den Ministerpräsidenten bei ihren nächsten Treffen zu besprechen.
Die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern empfand es als große Wertschätzung, dass Frau Dr. Merkel ihr einen Besuch abstattete und möchte sich auf diesem Wege noch einmal bei allen Kollegen, Gästen und Austellern, die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, bedanken. Bild: © Studio Arguseye, Christian Rödel

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Hier hat der Zimmermann ganze Arbeit geleistet. Die Höhe vom Hausdach wurde angehoben, nun passt der alte Schornstein nicht mehr an der statisch unverrückbaren Firstpfette vorbei. Guter Rat kann manchmal teuer sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Auch wenn sich die Qualität vom Heizöl stetig steigerte, nehmen solche Mängel nicht ab. Durchgerostete Verbindungsstücke sind Alltag bei der Abgaswegeüberprüfung.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Hossa – kalter Winter – erfindungsreiche Heimwerker. Hier ist es schon ein gewagtes Experiment.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

RS || Im Oktober 2012 lud die Firma ETA Heiztechnik GmbH die Schornsteinfeger unter Leitung von Herrn Bollmann zur Weiterbildung und Präsentation der neusten innovativen Entwicklungen in das Stammwerk nach Österreich ein.
Bei der Praxisschulung konnte Schulungsleiter Thomas Steiner die gegenwärtige Produktion und damit verbundene Betriebsphilosophie näher bringen.
Der griechische Buchstabe „eta“ steht in der Welt der Technik für Wirkungsgrad, und dieser ist wiederum ein Maß für die Effizienz bei der Ausnutzung der Energie. Wirkung – Effizienz – Energie … drei Schlagwörter, die wie die Säulen unserer Unternehmensphilosophie fungieren: Denn wirkungsvolle und umweltschonende Technik bildet den Kern unserer Entwicklung von hocheffizienten Heizkesseln für Stückholz, Pellets, Hackgut und Miscanthus (Elefantengras). Saubere Abgaswerte, minimaler Energiebedarf, sichere Funktion, aber auch einfachste Bedienung sind die Vorgaben, die wir selbst an unsere Produktion stellen. Vom Entwicklungsstadium zur Serienreife: unsere Spitzenprodukte werden ständig weiter entwickelt und laufend auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kunden abgestimmt. Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit bilden dabei keinen Widerspruch, sondern ergänzen sich zukunftsweisend. Das Ergebnis: perfekte Heizkessel, die sowohl dem Spargedanken, höchstem Komfort, der Verwendung natürlicher Ressourcen und der Schonung unserer Umwelt bewusst Rechnung tragen. Mit absoluter Sicherheit. Denn das Unternehmen ETA wurde seit seinen Anfängen von Menschen geprägt, für die an erster Stelle die Überzeugung steht, mit der Herstellung von Heizsystemen auf Basis erneuerbarer Energien einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und zur Eindämmung des Treibhauseffektes zu leisten. Im Interesse von uns allen. Und zum Wohle kommender Generationen. Im Dezember 1998 gegründet, spezialisierte sich ETA Heiztechnik ausschließlich auf die Herstellung holzbefeuerter Heizkessel; dies schließt neben der Entwicklung der Feuerungstechnik auch die dazu gehörende Elektronik und Regelungstechnik mit ein. Neben der ökologischen Komponente wird bei Entwicklung und Realisierung besonderer Wert auf höchstmögliche Sicherheit sowie Bedienkomfort gelegt. Wie auch in der Autoindustrie üblich, werden alle Komponenten gemäß unseren Konstruktionszeichnungen von ausgewählten Produktionsbetrieben hergestellt. Dies ermöglicht, für jeden Teil der Kessel den am besten geeigneten Werkstoff und die optimale Fertigungstechnik einzusetzen. Die Montage – inklusive Qualitätssicherung jedes einzelnen Teils – erfolgt zur Gänze im eigenen Haus. Eben optimale Qualität ohne Kompromiss. Zurzeit beschäftigt ETA am Standort in Oberösterreich ca. 217 Mitarbeiter, wobei 20 Mitarbeiter sich ausschließlich der Entwicklung der Feuerungstechnik sowie der dazugehörigen Elektronik und Regelungstechnik widmen. Aus diesem Grund haben wir unser Betriebsgebäude mit dem Bauvorhaben „ETA Betriebserweiterung Ost“ erweitert. Auf der neu erworbenen Grundstücksfläche von 40.000 m2 entstanden in Bauphase 1 insgesamt 14.500 m2 neue Betriebsfläche. Daraus ergibt sich in Summe eine komplett verbaute Fläche von 24.000 m2, wovon 17.350 m2 als reine Produktionsfläche genutzt werden. Im Jahr 2012 wurde das Betriebsgebäude mit dem Bauvorhaben „Betriebserweiterung Ost/Phase II“ erneut erweitert. Es entstanden zusätzlich 8.500 m2 Produktionshalle (Schweißerei, Lackieranlage, Montageplätze), 700 m2 Verladebereich, 800 m² Büro- und Besprechungsräume, eine automatische Fördertechnik ins Logistikcenter, eine Photovoltaikanlage 300 kWp (über 2.000 m2) und somit Null-Energie-Produktionsgebäude sowie ein Carport mit Photovoltaikdach mit Mitarbeiter-Stromtankstellen für Elektroautos (Fertigstellung 2013). ETA punktet mit eigener Produktionsentwicklung und langjähriger Erfahrung in der Holzfeuerung. In unserem großzügigen Schulungszentrum werden laufend Seminare für Planer und Installateure veranstaltet. Somit wird Know-how für moderne Anlagenkonzepte, Montage, Inbetriebnahme und Wartung allen unseren Partnern zur Verfügung gestellt und ein solides Wissens-Fundament für ein erfolgreiches Heizen mit Holz gewährleistet.
Die teilnehmenden Schornsteinfeger möchten sich noch einmal recht herzlich für die gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Firma ETA bedanken.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Mickhausen im Januar 2013. Auch in diesem Jahr bietet ÖkoFEN wieder seine beliebten Seminare speziell für Schornsteinfeger an. Die kostenlosen, eintägigen Fortbildungen der „Pelletsakademie“ finden unter der Leitung von langjährig erfahrenen Experten statt und sind sehr praxisnah ausgelegt. Vier verschiedene Schulungsorte stehen dabei zur Auswahl. Auf Wunsch kann die Veranstaltung auf 1,5 Tage ausgedehnt und mit der Besichtigung einer Pellets-Produktionsstätte kombiniert werden.
Das Seminarpaket beinhaltet aktuelle Hintergründe zu Energiemarkt und Rohstoffen sowie der Entwicklung des Pelletsmarkts im Speziellen. Es werden nicht nur technische Grundlagen und Potenziale der Pelletsheizung erläutert, sondern auch Informationen zu Fördermöglichkeiten und Wirtschaftlichkeit sowie gesetzliche Rahmenbedingungen aufgezeigt. Generelle Argumentationen pro Pelletsheizung als Unterstützung für eine fundierte Beratung im täglichen Kundenkontakt und Praxismessungen am Kessel runden die Fortbildungsveranstaltung ab.
Das Schornsteinfegerseminar der ÖkoFEN Pelletsakademie kann an vier festen Schulungsstandorten im Bundesgebiet besucht werden: Mickhausen (Bayern), Bühl (Baden-Württemberg), Hagen (NRW) und Überherrn (Saarland) – weitere Veranstaltungsorte sind auf Anfrage ebenfalls möglich.
Das komplette Schulungsprogramm der ÖkoFEN Pelletsakademie inklusive aller Termine für das Jahr 2013 steht unter www.oekofen.de zum Download

Ausgabe: 87 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

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Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Traditionell lädt die Handwerkskammer Schwerin zum Tag der offenen Tür in Schwerin ein. Am 19. 01. 2013 wurde die Handwerkskammer Schwerin zu einem Besuchermagnet. Unsere Kollegin Stefanie Lehmann und unser Kollege Enrico Medved waren sehr gern gesehene Gäste. Viele Besucher haben sich über die Neuregelungen im Schornsteinfegerhandwerk aber auch über Ausbildungsmöglichkeiten informiert. Mehr als tausend Mal wurden unsere Kollegen und der Azubi von Enrico Medved als Glücksbringer berührt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Am 17. 01. 2013 wurden die Vorstandsmitglieder der Schornsteinfeger-Innung MV Henning Grot und Heiko Karmoll beim Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus in Schwerin zum Neujahrsempfang herzlichst begrüßt. Für die angenehme, konstruktive und offene Zusammenarbeit hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ihren Dank ausgesprochen. Wir, die Schornsteinfeger als Glücksbringer, haben Herrn Stefan Rudolph, Herrn Dr. Arnold Fuchs und Herrn Josef Walber ein glückliches gesundes Jahr gewünscht. Ein Hauptthema im Gespräch war die am 28. Dezember 2012 veröffentlichte „Verordnung über die Reinigung und Überprüfung von Anlagen-RÜGVO-MV“. Staatssekretär Dr. Stefan Rudolph hat nochmal die Notwendigkeit erläutert, wie notwendig es ist, dass Lüftungsanlagen aus brandschutztechnischen Gründen mindestens einmal im Jahr durch das Schornsteinfegerhandwerk überprüft und gereinigt werden müssen. Gerade das Schornsteinfegerhandwerk ist für diese wichtige Aufgabe prädestiniert. Die Schornsteinfeger haben in Vergangenheit bewiesen, dass das die Fachmänner sind. Aus diesem Grund wurde die RÜGVO zum 01. 01. 2013 als Verordnung verabschiedet. Vorbeugender Brandschutz ist eine der wichtigsten Aufgaben!
Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit. Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern wird durch das Wirtschaftsministerium sehr gefördert und unterstützt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

RS || Die Innungsvollversammlung der Thüringer Schornsteinfeger fand am 08. 11. 2012 in den Räumen des AZURIT-Seniorenzentrums in Weimar statt. Es waren wieder zahlreiche Aussteller vor Ort, die ihre Produkte imposant vorstellten. Zum ersten Mal dabei war die Sparkassenversicherung. Durch die Veränderungen der Altersversorgung hatte diese beste Ansätze sich zu präsentieren. Bei der Versammlung wurden zunächst alle Mitglieder und Gäste vom Innungsobermeister Thomas Menge begrüßt. Bei seinen Ausführungen kamen wieder alle aktuellen Themen, wie Schornsteinfegerhandwerksgesetz, neue Bundes-KÜO, Ausbildungskostenausgleichskasse, Bewerbungsverfahren und deren Matrix zur Sprache. Danach wurde von den weiteren Vorstandsmitgliedern ihr Jahresbericht verlesen. Aus dieser Vollversammlung resultierte die Notwendigkeit einer außerordentlichen Neuwahl des Vorstandes und eine Änderung der Satzung der Innung. Diese fand am 07. 02. 2013 in den Räumlichkeiten des Bildungszentrums der Handwerkskammer Erfurt statt. Hier wurde Organisatorisches besprochen, der alte Vorstand entlastet und der Neue gewählt. Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
– Alter und neuer LIOM: Thomas Menge
– Vorstand Technik: Ingo Dorn
– Vorstand Bildung: Marco Beierlein (stellv. LIOM )
– Vorstand Öffentlichkeitsarbeit: Rüdiger Speck
– Alter und neuer Kassenwart: Ralf Göring
IOM Thomas Menge erläuterte die weiteren Ziele und Aufgaben einer funktionierenden Innung folgendermaßen. Ich zitiere:
„Mir ist klar, dass die kommenden Jahre für uns als Berufsstand weitere heute noch nicht bekannte Veränderungen mit sich bringen werden. Bereits angesichts der fortschreitenden technischen Entwicklung wird unser Berufsstand mittelfristig auf dem Prüfstand stehen. Davor müssen wir keine Angst haben, denn wir, ausdrücklich spreche ich jeden einzelnen unserer Kollegen an, haben es in der Hand, uns als Gesamtberufsstand durch qualitätsgerechte Arbeit zu empfehlen. Wir müssen weiterhin Neues lernen und dürfen uns nicht verschließen, um den Qualitätsanspruch, den man an unsere Arbeit stellt, dauerhaft erfüllen zu können. Diesen Prozess wird die Innung unter mir begleiten. Derzeit sind wir als hoch organisierter Verband für Politik wie Verwaltung idealer Ansprechpartner und verlängerter Arm für sämtliche Fragen unseren Berufsstand betreffend. Diese Position, eine echte Stärke unseres Handwerks, muss die Innung zukünftig noch mehr für eigene, berufsständische Interessen nutzen und uns als starke und geschlossene Gemeinschaft nach außen gegenüber der Politik präsentieren. Wir müssen uns an unsere eigenen Stärken erinnern und uns dieser bewusst sein. Ein Berufsverband mit ca. 200 Mitgliedern bildet auch ein politisch relevantes Potenzial – und darauf kommt es heute auch an. Ein gutes Beispiel ist mein kurzfristiger Kontakt vor einigen Tagen zum Thüringer Wirtschaftsministerium, um eine Ersatzregelung für die noch immer fehlende Kehr- und Überprüfungsordnung zu schaffen. Die Initiative hierfür ging allein von der Innung nach einem vergleichbaren Vorgehen in Bayern aus und wurde schließlich durch das Thüringer Landesverwaltungsamt als ausführende Verwaltungsbehörde umgesetzt. Eine wesentliche Aufgabe der Innung in der kommenden Wahlperiode sehe ich darin, dass alle Kollegen die im Kehrbezirk bestehenden Aufgaben so erfüllen, dass deren Wiedereinsetzung als Kehrbezirksinhaber keine Qualitätsprobleme entgegen sehen. Hier werden wir ein System entwickeln, welches kurzfristig betroffenen Kollegen hilft, wenn diese das wünschen. Dazu gehören ausdrücklich auch die Kontaktaufnahme mit der jeweils zuständigen unteren Gewerbebehörde und gegebenenfalls eine Mitarbeit bei der Konfliktbewältigung. Ebenso wird die Innung bei Bedarf die Interessen ihrer Mitglieder im Rahmen des Bewerbungsverfahrens in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht vertreten, zudem weitreichende Hilfestellungen bei der Bewerbung selbst anbieten, die jedoch stets auch die Bereitschaft des Kollegen zur Annahme der Hilfe erfordert. Darüber hinaus wird es erforderlich sein, dass sich die Innung künftig in die Konfliktschlichtung zwischen den innungsgebundenen Kollegen einschaltet, die beispielsweise durch eine Überschneidung von Aufgaben über die Kehrbezirksgrenzen hinweg auftreten werden. Auch deshalb ist es wichtig, möglichst eine breite Verbandsstruktur zu erhalten, um mit allen Kollegen im Gespräch zu bleiben. Am Schluss biete ich noch einen Ausblick zur Entwicklung des Innungsbeitrages. Dieser ist in Thüringen seit Jahren stabil und bundesweit vergleichsweise niedrig, auch weil in der Vergangenheit Risiken wie kostspielige Ausflüge in die private Wirtschaft gescheut wurden und sparsam gewirtschaftet werden konnte. Jede Aktivität und Teilnahme an Veranstaltungen kostet Geld, das Für und Wider eines Engagements ist jeweils kritisch abzuwägen. Entsprechend den Vorgaben aus der letzten Innungsversammlung Ende des abgelaufenen Jahres wird der neue Vorstand den Beitrag auf ein einkommensbezogenes Modell umstellen. Dadurch sollen die finanziellen Gewichte der Kollegen differenziert berücksichtigt werden. Eine belastbare Empfehlung konnte angesichts der Kürze der Zeit zwischen den beiden Innungsversammlungen zu dieser Frage nicht erarbeitet werden, steht jedoch in der Vorbereitung auf die nächste Innungsversammlung.“
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der „social day“, der Tag des Schornsteinfegers ausgewertet. Da wenige Kollegen am 22. 10. 2012 öffentlichkeitswirksam auftraten, spendeten sie bereitwillig, um auch dieser Aktion ihren Beitrag zu zollen. Ein stolzer Gesamtbetrag von rund 5.000 Euro wurde dem ZIV zur Verfügung gestellt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Am 29. Januar 2013 wurde in den Räumen der Geschäftsstelle der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern in Klein Schwaß ein neuer Gesellenprüfungsausschuss gewählt. Für die langjährige und gute Arbeit, als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses, wurde dem Kollegen Klaus Hiller herzlichst gedankt.
Als neue Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses wurde unsere Kollegin Stefanie Lehmann gewählt. Als 1. Stellvertreter wählten die Mitglieder des Gesellenprüfungsausschusses den Gesellen Hannes Salow. Der Kollege Michael Schmidt wurde zum 2. Stellvertreter gewählt.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Unter dem Motto „Ihr sicheres Zuhause – unser Job“ hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern ein Preisausschreiben gestartet. Die Beteiligung am Preisausschreiben war enorm hoch. Der 1. Preis, eine Hausvollausstattung mit Rauchwarnmeldern, ging nach Neukloster. Unser Kollege Christian Lohf hat die freudige Botschaft gerne übermittelt.
Der zweite Preis, ein Feuerlöscher, wurde von unserem Kollegen Ricardo Laasch in Bützow überreicht. Eine Löschdecke ging an den 3. Gewinner nach Kühlungsborn.

Ausgabe: 87 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

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Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Die Stahl- und Blechbau Schubert GmbH & Co. KG ist seit 1991 auf die Entwicklung und Herstellung modernster Schornstein- und Abgastechnik ausschließlich aus Edelstahl fokussiert. Das Unternehmen setzt dabei auf über 100 Jahre Erfahrungen im Rohr- und Behälterbau.
SBS fertigt ausschließlich am Standort Leipzig. Unsere Kunden erhalten ihr maßgeschneidertes System. Egal, wie auch die Abgasanlagen genannt werden, ob Esse, Kamin, Rauchfang oder Ofenrohr, SBS bietet für alles eine Lösung. Optisch erfüllen die Produkte auch exklusive Anforderungen. Auf Kundenwunsch wird geliefert in Edelstahl matt, glänzend, gebürstet oder pulverbeschichtet in RAL-Farbe.
SBS fertigt doppelwandige Systeme für Gas, Öl und Festbrennstoffe für Unter- und Überdruckbereich sowie einwandige Systeme z. B. zur Schornsteinsanierung für runde als auch ovale Querschnitte. Die Materialstärke der Bauteile beträgt mindestens 0,6 mm. Auf Kundenwunsch wird das Rauchgasrohr auch in 1,0 mm geliefert. Das Rauchgasrohr (Innenrohr) wird in der Qualität 1.4404 und das Außenrohr in der Qualität 1.4301 gefertigt. Ergänzend bietet SBS z. B. Deflektorhauben, Windkats, Schornsteinabdeckungen, auch den sogenannten „Napoleonhut“ als Kamin­abdeckungen sowie Dachdurchführungen und Sonderbauteile wie Übergänge Rund auf Eckig oder Hosenstücke in doppelwandiger Ausführung. Zur einwandigen Schornsteinsanierung ergänzen wir individuell die doppelwandige Schornsteinverlängerung in der Funktion als Schornsteinkopf.
Zum Herstellungsprogramm gehören ebenfalls Rohr- und Winkelschalldämpfer in konventioneller als auch druck- und kondensatdichter Ausführung. Bei Bedarf werden Kompensatoren und Flexrohrleitungen eingesetzt.
SBS stellt sich ebenfalls der Herausforderung zum Bau von doppelwandigen Anlagen als Mastvariante.
Technische Lösungen am Produkt sichern den kondensierenden bzw. nichtkondensierenden Anlagenbetrieb. Für Überdrücke bis 5.000 Pa (H1) und Temperaturen bis 600 °C wird ein spezielles konisches System mit rein metallischer Abdichtung eingesetzt. Die Rußbrandbeständigkeit wird damit erfüllt. Gerade bei zunehmender Zahl von Feuerstätten für feste Brennstoffe wie z. B. Holz, Holzpellets und Hackschnitzel ist dies unabdingbar.
Großzügige Reinigungsöffnungen garantieren den notwendigen Servicezugang auch bei kleinen Rohrquerschnitten. Bei Bedarf schützt ein Kugelfang die Funktionalität der Rußklappe.
Die Kunden von SBS-Systemen findet man sowohl im privaten Bereich, im Bereich öffentlicher Einrichtungen als auch im Industrieanlagenbau. Systeme der Nennweiten 80 mm bis 600 mm werden angeboten. Alle Anlagentypen sind vom TÜV-SÜD München nach EN 1856-1 bzw. EN 1856-2 zertifiziert und tragen das CE-Prüfzeichen.
SBS garantiert in der Fertigung ein durchgehendes Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 und die entsprechenden Befähigungen unserer Mitarbeiter, die wir selbst ausbilden bzw. qualifizieren.
SBS erfüllt individuelle Kundenforderungen. Im speziellen Fall wird nach funktionellen und/oder räumlichen Gegebenheiten projektiert und bei eigener hohen Fertigungstiefe produziert. Sanitär- und Heizungsinstallateure bzw. Industrieanlagenbauer montieren unsere Anlagen fachgerecht. Bei entsprechendem handwerklichem Geschick ist alternativ eine Selbstmontage möglich. Die Projektbezogenheit sichert passgenaue Bauteile für eine zügige Montage.
Wir bieten als Service unsere Schornsteinberechnung. Diese Leistung ersetzt jedoch nicht die Genehmigungspflicht der Anlagen nach geltendem Baurecht.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Am 15. Februar fand der erste Eignungstest im Jahr 2013 für Lehranwärter des Schornsteinfegerhandwerks in Mecklenburg-Vorpommern statt. Insgesamt 6 Anwärter aus dem ganzen Land unterzogen sich dem Einstellungstest. Interessiert und neugierig haben die jungen Leute die Ausführungen unseres Lehrlingswarts Enrico Medved verfolgt. Enrico Medved hat die Aufgaben eines Schornsteinfegers erläutert, den Tagesablauf eines bevollmächtigten Bezirksschornsteinfegers erklärt. Wir hoffen, dass aus diesen jungen Menschen erfolgreiche, fleißige Schornsteinfeger werden. Wir, die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere unser Lehrlingswart Enrico Medved, werden ein zuverlässiger Partner sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

HK || Über 45.000 Besucher waren auf der Messe – und wieder waren wir über den großen Einzugsbereich erstaunt. Wir hatten Besucher aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, aber natürlich auch aus unserer Region. Aus Mecklenburg-Vorpommern waren es Leute sowohl aus Boizenburg bis Ludwigslust, aber auch aus Schwerin, Güstrow, Rostock und Stralsund und natürlich aus Wismar und Landkreis Nordwestmecklenburg. Es wurden ca. 100 ausführliche Kundengespräche geführt. Die vielen kurzen Smalltalks gar nicht mitgezählt. Themen – die gesamte Bandbreite von Heizen mit Holz, Energieberatung, Ausbildung und natürlich Schornsteinfegergesetz und Feuerstättenbescheide. Die eine und andere Kundenbeschwerde mit dem Wunsch zu wechseln war dabei, wobei vor Ort einiges entschärft werden konnte. Es wurden ca. 1.000 Stück kleine Glücksbringer überwiegend an die Frau gebracht und dafür so manches „Küsschen“ kassiert.
Auch wenn der Sonntag durch den Wintereinbruch weniger besucht war, war es doch eine sehr erfolgreiche Messe und die Kollegen, die Standbetreuung gemacht haben, haben sich wohlgefühlt und geäußert, dass wir im nächsten Jahr wieder einen Stand haben werden.
Die guten Kontakte zur Messeleitung wie auch zum Gemeinschaftsstand der Kreishandwerkerschaft haben sich ausgezahlt. Die Stimmung der Kundschaft gegenüber unserem Berufsstand ist weiterhin sehr positiv.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

DB || Von exotischen Klängen bis hin zu farbenfroher Blütenpracht, von niedlichen Weißbüscheläffchen bis zu exklusiver Wohnungseinrichtung, von einer riesengroßen Torte bis hin zur individuellen Handwerker-Beratung: Das Messeduo aus HAUS-GARTEN-FREIZEIT und mitteldeutsche handwerksmesse mit mehr als 1.100 Ausstellern bewies auch in diesem Jahr ein vielfältiges Angebot und begeisterte damit 179.000 Besucher (2012: 177.000).
Mit drei neuen Themenschwerpunkten zeigte die mitteldeutsche handwerksmesse die enorme Vielfalt der „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Bei futuristischen Elektromobilen, Energieberatung und Gesundheitstests war das Handwerk an den ersten Tagen „mobil & umweltfreundlich“ zu erleben. Unter dem Motto „genussvoll & lebenswert“ trat der kulinarische Bereich des Handwerks in den Fokus. Zu diesem Anlass hatte ein Konditor aus Wernigerode eine Riesentorte gebacken. Das wohlschmeckende Kunstwerk wurde schließlich, pünktlich zur Kaffeezeit, angeschnitten und erfreute Besucher und Vertreter des Handwerks gleichermaßen. An den letzten Tagen war die kreative Seite des Handwerks zu erleben: Hier präsentierten sich Holzkunstschnitzer, Graveure und Modedesigner. Ein besonderes Kunstwerk bauten auch Matthias Köfer aus Ansbach (Mittelfranken) und Kurt Schieck aus Chemnitz. Im Rahmen des Trainings für die World Skills – die Weltmeisterschaften der Berufe – im Juli diesen Jahres schweißten die beiden Jungs aus Kupferrohren das Leipziger Völkerschlachtdenkmal.
„Ohne Handwerk sind wir nichts!“ 
– 
so der Ausspruch von Dr. Reiner Hasseloff zur Eröffnung der mitteldeutschen handwerksmesse. Damit wies er auf die enorme Bedeutung des Handwerks für die mitteldeutsche Region hin. Neben der Präsentation von Produkten und Dienstleistungen unterstrich die mitteldeutsche handwerksmesse auch wieder ihre Bedeutung als wirtschaftspolitische Plattform. Während der Messetage kam Annemarie Keding, Staatssekretärin aus dem Ministerium für Umwelt, Sachsen-Anhalt, und übergab das Umweltsiegel an 15 nachhaltig agierende Betriebe des Landes.
Selbstverständlich waren auch die Schornsteinfeger wieder mit einem Stand auf der Messe vertreten. „So viele Besucher wie in diesem Jahr waren wohl noch nie an unserem Stand. Die Besucher standen Schlange!“ sagte Jens-Peter Fincke, Schornsteinfegermeister aus Halle. Ein großer Teil der Kundenanfragen kamen zu dem Thema „Schornsteinfegerwahl“. In den wenigsten Fällen war eine Wechselabsicht der Grund, meist herrschte trotz der intensiven Beratung in den letzten Jahren durch die Kollegen vor Ort Unsicherheit über den Ablauf der Beauftragung. So fragten die Besucher oft danach, ob sie ihren Schornsteinfeger nun extra beauftragen müssten oder ob sich dieser wie bisher von selbst meldet. Aber auch das Thema „Heizen mit festen Brennstoffen“ war wieder sehr gefragt. Insbesondere die Messpflicht an den Feststoffheizkesseln beschäftigt viele Kunden. So machen sich viele Betreiber von Feststoffheizungen Sorgen darüber, ob sie demnächst ihren Heizkessel noch weiter betreiben dürfen. Da dieses Thema sehr komplex ist, braucht so eine Beratung natürlich auch etwas Zeit. Die unterschiedlich langen Übergangsfristen, der Beginn der Messpflicht und deren Intervalle, die neuen Grenzwerte, dazu kommen noch die Übergangsfristen für die Einhaltung der Grenzwerte an Kaminöfen, da gab es viel zu erläutern und zu informieren. Dritter Schwerpunkt bei den Besucheranfragen waren die Abstandsregelungen zu Nachbargebäuden. So fragten viele Besucher, wie sie sich vor den Rauchbelästigungen durch den Nachbar schützen können. Bei diesem Problem ist der zu geringe Abstand ja aber nur selten ursächlich für die Belästigungen. In den meisten Fällen ist davon auszugehen, dass Fehlbedienung und ungeeignete Brennstoffe für die „Schwarzen Wolken“ verantwortlich sind. Genau aus diesem Grund schreibt die Bundes-Immissionsschutzverordnung vor, dass jeder Betreiber einer Feuerungsanlage für feste Brennstoffe bis spätestens 31. 12. 2014 durch den Schornsteinfeger hinsichtlich der Bedienung der Feuerstätten zu beraten ist.
Insgesamt war es für die Kollegen Schornsteinfeger, die den Messestand in diesem Jahr betreuten, dadurch nie langweilig. Die Anfragen vieler Besucher konnten zu deren Zufriedenheit beantwortet werden. Für unser Handwerk ist die Beteiligung an dieser Messe ein nicht zu unterschätzender Marketingeffekt. Die Schornsteinfeger präsentieren sich als kundenorientiertes, kompetentes und modernes Handwerk. Foto: Leipziger Messe GmbH

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Bei fast 200.000 Lüftungsanlagen handelt es sich um Anlagen, die definitiv nicht den heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen genügen. Teilweise stellen diese Lüftungsanlagen auch die Abführung der Abgase von Gasherden in innenliegenden Küchen sicher.
Ein Wegfall der bisher bestehenden gesetzlichen Regelungen wird langfristig in einigen Gebäuden zu einer Verschlechterung der Lüftungssituation führen und damit zu vermehrtem Schimmelbefall sowie einer Erhöhung der Brandgefahr. Außerdem wird die Wohnqualität durch schlechtere hygienische Bedingungen sinken. Der finanzielle Aufwand für die daraus folgenden Bauschäden wird die heutigen Kosten für die Überprüfung und Reinigung erheblich übersteigen.
In verschiedenen Studien wurde eindrucksvoll nachgewiesen, dass nur regelmäßig überprüfte und gewartete Lüftungsanlagen dauerhaft ein gesundes Raumklima gewährleisten. Lüftungsanlagen stellen wie alle vertikalen und horizontalen Leitungen im Gebäude eine sicherheitsrelevante Gefahrenquelle dar. Verschmutzungen in diesen Anlagen führen dann bei Ausbruch eines Schadenfeuers zu einer unkontrollierten Brandübertragung im gesamten Gebäude (siehe Flughafen Düsseldorf). Schmutz in Lüftungsleitungen und Schächten bedeutet also nicht nur ein hygienisches Problem, sondern ist vordergründig ein Problem der Brandsicherheit der betroffenen Gebäude.
Lüftungsanlagen, die vor dem 03. 10. 1990 errichtet wurden, erfüllen zudem in der Regel nicht die heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen an Lüftungsanlagen (siehe Auszug aus der Bauordnung). Zum Teil sind dünnwandige Baumaterialien (z. B. Gips) oder sogar brennbare Materialien verbaut worden. Bei diesen Anlagen würden Staub- und Fettablagerungen zu einer zusätzlichen Brandlast und damit zu einer vermeidbaren thermischen Mehrbelastung führen, der die verbauten Materialien u. U. nicht standhalten.
Auszug aus dem § 3 der Bauordnung:
(1) Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.
Auszug aus dem § 14 der Bauordnung:
(1) Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.
Auszug aus dem § 40 der Bauordnung:
(1) Lüftungsanlagen müssen betriebssicher und brandsicher sein; sie dürfen den ordnungsgemäßen Betrieb von Feuerungsanlagen nicht beeinträchtigen.
(2) Lüftungsleitungen sowie deren Bekleidungen und Dämmstoffe müssen aus nichtbrennbaren Baustoffen bestehen; brennbare Baustoffe sind zulässig, wenn ein Beitrag der Lüftungsleitung zur Brandentstehung und Brandweiterleitung nicht zu befürchten ist. Lüftungsleitungen dürfen raumabschließende Bauteile, für die eine Feuerwiderstandsfähigkeit vorgeschrieben ist, nur überbrücken, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lang nicht zu befürchten ist oder wenn Vorkehrungen hiergegen getroffen sind.
(3) Lüftungsanlagen sind so herzustellen, dass sie Gerüche und Staub nicht in andere Räume übertragen. Sie müssen leicht und sicher zu reinigen sein.

Ausgabe: 87 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 87 - 1/2013 )

Das Handwerk

Zum Januar diesen Jahres hat es im Schornsteinfegerhandwerk entscheidende Veränderungen gegeben
Das Schornsteinfegerhandwerksgesetz (SchfHwG) ist vollumfänglich in Kraft getreten. Das bedeutet, freier Wettbewerb zwischen den Schornsteinfegerbetrieben im nicht hoheitlichen Bereich wie z. B. Kehren von Schornsteinen, Abgaswegeüberprüfungen und Emissions­schutzmessungen. Zeitgleich sind auch die Gebührenvorgaben für die Schornsteinfegerarbeiten außer Kraft getreten. Für den nichthoheitlichen Bereich ist das eine notwendige und logische Konsequenz, denn hier hat jetzt jeder Schornsteinfegerbetrieb seine Kosten zu ermitteln und die Preise für die Leistungen entsprechend zu kalkulieren. Im hoheitlichen Bereich, wie z. B. der Feuerstättenschau, der Bauabnahme, dem Ausstellen von Bescheiden und der Ersatzvornahme sind aber zwingend Gebühren erforderlich, denn hier muss der Grundstückseigentümer die Arbeiten von dem zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger (bBSF) ausführen lassen. Trotz der Tatsache, dass der Termin für diese Veränderungen bereits seit Inkrafttreten des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes im November 2008 bekannt war, ist es dem Gesetzgeber nicht gelungen entsprechende Nachfolgeregelungen für die Gebührenerhebung bei hoheitlichen Arbeiten rechtzeitig umzusetzen. In Sachsen-Anhalt haben wir in Gesprächen mit dem Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft auf diese Problematik hingewiesen.
Am 5. Februar hat das Ministerium dann mit einem Erlass die Gebührentatbestände für hoheitliche Tätigkeiten für den Übergangszeitraum geregelt. In der Hoffnung, dass die Bundeskehrordnung und die Landeskehrordnung in Kürze in Kraft treten werden, können die bBSF bis zu diesem Termin übergangsweise Gebühren gemäß § 3 Abs. 1 VwKostG LSA i. V. mit § 1 Abs. 1 der Allgemeinen Gebührenordnung des Landes Sachsen-Anhalt (AllGO) und lfd. Nr. 1 Tarifstelle 10 erheben. Bei der Berechnung der Höhe der Gebühren sind die Regelungen der Bundeskehrordnung § 6 sowie Anlage 3 in der Fassung, wie sie bis zum 31. 12. 12 gültig war, anzuwenden. Damit ist sichergestellt, dass die hoheitlichen Arbeiten nicht unentgeltlich durchgeführt werden müssen.
Diese Probleme sind so oder so ähnlich auch in den anderen Bundesländern vorhanden. Jedoch hat das Auslaufen der Landeskehrordnung in Sachsen-Anhalt für unser Handwerk eine viel weitreichende, existenzielle Bedeutung. Mit dem Auslaufen der Landeskehrordnung, und auch wenn die neue Landeskehrordnung, so wie sie jetzt im Entwurf vorliegt, Inkrafttreten wird, ist die Überprüfung der Lüftungsanlagen in Wohngebäuden durch das Schornsteinfegerhandwerk nicht mehr geregelt. Das heißt, die Grundstückseigentümer von Gebäuden mit Lüftungsanlagen, die vor 1990 gebaut wurden, brauchen diese nicht mehr überprüfen und reinigen lassen. Zwar ist im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht eine Reinigung und Überprüfung der Haupt- und Nebenschächte sowie der Lufteintrittsöffnungen geboten, aber wegen der vermeintlichen Reduzierung der Betriebskosten werden die Vermieter von einer Beauftragung dieser Arbeiten absehen. Dabei schlagen die Kosten für diese, in brandschutztechnischer Sicht zwingend erforderlichen Tätigkeiten, mit nicht mal 20 Euro jährlich je Wohnung, also gerade mal 2,5 Cent je m2 bei einer durchschnittlichen Wohnung, zu Buche.
Der Wegfall der bisher bestehenden gesetzlichen Regelungen wird langfristig in einigen Gebäuden zu einer Verschlechterung der Lüftungssituation führen – und damit zu vermehrtem Schimmelbefall sowie einer unvermeidlichen Erhöhung der Brandgefahr. Außerdem wird die Wohnqualität durch schlechtere hygienische Bedingungen sinken. Der finanzielle Aufwand für die daraus folgenden Bauschäden wird die heutigen Kosten für die Überprüfung und Reinigung bei Weitem übersteigen.
Für die Schornsteinfegerbetriebe in Sachsen-Anhalt bedeutet, neben der damit verbundenen Reduzierung der Betriebs- und Brandsicherheit der Lüftungsanlagen, dies aber auch Umsatzeinbußen von ca. 3,3 Mio. Euro. Hinzu kommen weitere massive Umsatzrückgänge durch die Novellierung der Immissionsschutzverordnung und die damit verbundene Verlängerung der Überprüfungsintervalle an Feuerstätten. Außerdem führen der demografische Wandel und der Städteumbau mit entsprechenden Modernisierungen, in dessen Zuge Wohngebiete von dezentrale auf zentrale Beheizung umgerüstet werden, zu einer weiteren Reduzierung der Schornsteinfegertätigkeiten. Dadurch hat sich nun die Situation ergeben, dass wir für die Größe des „Schornsteinfegermarktes“ in Sachsen-Anhalt zu viele Kehrbezirke und damit zu viele Betriebe haben.
In der Übergangszeit von der Verabschiedung des SchfHwG 2008 bis zum endgültigen Inkrafttreten 2013 war es nicht möglich, sich auf diese enormen Veränderungen einzustellen. Die Anzahl der Kehrbezirke war festgeschrieben. Eine Anpassung der Anzahl der Schornsteinfegerbetriebe an den kleiner werdenden Markt unmöglich.
Die Forderung an das Handwerk, die Umsatzeinbußen durch andere Aufgabenfelder, wie z. B. Energieberatung, Blower-Door-Messung oder Ähnlichem auszugleichen, ist nur in sehr geringem Umfang möglich. Vermieter haben die Energieausweise von den Ablesefirmen teils als Bonus erhalten und Einfamilienhausbesitzer lassen keinen Energiepass für ihr selbstgenutztes Eigenheim erstellen. Die Ausrichtung der Schornsteinfegerbetriebe in benachbarte Gewerke – wie z. B. Heizung-Klima-Sanitär oder Ofen- und Schornsteinbau – ist mit erheblichen Investitionen verbunden, wofür meist die Mittel fehlen, denn die Kehrbezirksinhaber in Sachsen-Anhalt haben in der Übergangszeit von 2008 bis 2013, wegen der Festschreibung der Kehrbezirke, mit zu kleinen Bezirken auskommen müssen. Auch wenn es von Seiten der Politik gewollt ist, dass sich die Schornsteinfeger ihre Umsätze nun in Märkten holen, die durch andere Gewerke schon besetzt sind, müssen die Voraussetzungen unter anderem auch in handwerksrechtlichen Belangen erfüllt werden. Das bedeutet erst mal umfangreiche Weiterbildungen – und Weiterbildungen in diesem Umfang kosten Zeit und Geld.
In Erkenntnis dieser Tatsachen hat das Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft im November 2012 mit einem Erlass die Ausschreibung der frei werdenden Kehrbezirke mit dem Ziel gestoppt, diese Bezirke ab 2013 aufzulösen. Diese Zusage gegenüber dem Schornsteinfegerhandwerk wurde nun revidiert. Damit hat man Voraussetzungen für einen Wettbewerb des Schornsteinfegerhandwerks in Sachsen-Anhalt geschaffen, die zu einer Gefährdung der hoheitlichen Ziele führen werden. Nicht nur, dass die Brandsicherheit der Lüftungsanlagen massiv sinkt, wird auch in Kauf genommen, dass der Brandschutz, der Emissionsschutz sowie die Betriebssicherheit von Feuerungsanlagen erheblich gefährdet werden. Es liegt auf der Hand, dass die Schornsteinfegerbetriebe beim Wegfall von teils mehr als 50 % des Umsatzes ihre Mitarbeiter entlassen müssen. Diese werden dann in andere Bundesländer abwandern und dem Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt nicht mehr zu Verfügung stehen. Durch das Festhalten an der Anzahl der Kehrbezirke wird kein einziger Arbeitsplatz für Arbeitnehmer gesichert, es wird lediglich die Zahl der Arbeitgeber festgeschrieben.
Wir unterstützen die Forderung nach Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk. Jedoch müssen die Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb auch vorhanden sein. Vergleicht man z. B. Sachsen-Anhalt mit Thüringen, so ist bei ähnlicher Bevölkerungszahl und Feuerstättenstruktur die Anzahl der Kehrbezirke in Thüringen mit 174 erheblich niedriger als in Sachsen-Anhalt mit 246. Die Möglichkeit der Regelung durch den Staat ist in anderen Bereichen durchaus üblich. So wird z. B. im Taxigewerbe die Anzahl der Lizenzen begrenzt, um die Qualität und Sicherheit der Fahrgäste nicht zu gefährden.
Vor diesem Hintergrund fragen wir uns, ist die Betriebs- und Brandsicherheit in Sachsen-Anhalt so unwichtig, dass man sie ohne Not leichtfertig auf Spiel setzt? Ist es gewollt, dass Betriebe, die teilweise 30 Jahre als staatlich beliehene Unternehmer die Betriebs- und Brandsicherheit der Feuerungsanlagen sichergestellt haben, jetzt staatlich verordnet Insolvenz anmelden müssen?
Die meisten Betriebe haben, in der Hoffnung, das Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium wird zu seiner Zusage stehen und frei werdende Kehrbezirke auflösen, noch von Entlassungen abgesehen. Dies wird sich jedoch jetzt ändern. Die ersten Kündigungen sind bereits ausgesprochen.
Dem Argument, die Auflösung von Kehrbezirken würde Arbeitsplätze kosten, können wir nicht folgen. Die Anzahl der Beschäftigten im Schornsteinfegerhandwerk wird geregelt durch die Größe des Marktes, in dem sich das Handwerk betätigt. Die unbestreitbare Verkleinerung dieses Marktes führt so oder so zu einer Reduzierung der Anzahl der in diesem Markt tätigen Personen. Mit der Festschreibung der Anzahl der Kehrbezirke wird der personelle Schwund jedoch ausschließlich auf der Arbeitnehmerseite stattfinden. Diese Entwicklung zu „Ein-Mann-Betrieben“, die am Existenzminimum vegetieren, schadet sowohl der Betriebs- und Brandsicherheit in den Kehrbezirken als auch den Schornsteinfegern. Für notwendige Investitionen oder gar erforderliche Weiterbildungen, um der sich ständig weiter entwickelnden Heizungstechnik gerecht zu werden, stehen den Betrieben keine Mittel mehr zur Verfügung.
In einem freien Wettbewerb regelt sich die Anzahl der Betriebe nach der Größe des jeweiligen Marktes. Im Schornsteinfegerhandwerk jedoch wird die Anzahl der Betriebe vom Gesetzgeber festgelegt. Darum muss der Gesetzgeber auch auf die Veränderungen des Marktes reagieren und die Anzahl der Kehrbezirke dem Markt entsprechend anpassen!
Wir fordern alle Verantwortlichen nochmals auf, im Interesse der Betriebs- und Brandsicherheit geeignete Rahmenbedingungen für einen fairen Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk zu schaffen. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen muss im Interesse der Betriebs- und Brandsicherheit geregelt bleiben und die Anzahl der Kehrbezirke muss an die Größe des Marktes angepasst werden!

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

provisorischer Hochwasserschutz.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

Kaminöfen können nicht ohne weiteres als Kaminkassette missbraucht werden. Hier wurde trotzdem die Kachelofen-Luftheizung auseinander montiert, um den Feuerraum mit einem Kaminofen zu bestücken. Die Rauchgase des Kaminofens sollen dann durch Sturz- und Steigezug ziehen. Wie man sieht, klappte das nicht ganz. Nachdem die Scheibe durchgeglüht war, wurde diese durch ein Blech ersetzt – mit Nachdruck sollte es nun endlich funktionieren. BSFM Ronny Knothe ||

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

|| Bei dieser Schornsteinkopferneuerung kamen hochdichte Klinker mit einer sehr glatten Oberfläche zum Einsatz. Hier drang das Kondensat nach 4 Betriebswochen durch die Fugen hindurch. Normalerweise nehmen Ziegelsteine in der (kalten) Anheizphase entstehendes Kondensat auf und geben dieses in der (warmen) Betriebsphase wieder an das Rauchgas ab. Diese hochdichten Steine können kein Kondensat aufnehmen und so drang es durch die Zementfugen durch. Was nicht durchkam, floss nach unten. Das darunterliegende alte Schornsteinmauerwerk versottete an der Übergangsstelle komplett. War vor der Schornsteinkopferneuerung nur der Schornsteinkopf versottet, ist es nun der untere komplette Teil und die Fugen des neuen Mauerwerks. Der hochwertigste Stein muss für Schornsteine nicht immer die beste Wahl sein.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

Anheimelnde Tropenatmosphäre. Hier wurde unter Missachtung aller Brandschutzabstände das Abgasrohr einer Gas-Etagenheizung dekoriert.

Ausgabe: 86 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

An alle Zylinderträger mit Mehrzylinder-Maschinen!
Am Wochenende vom 05.–07. Juli 2013 findet das nunmehr 19. Internationale Bikertreffen der Schornsteinfeger/-innen statt. Treffpunkt ist dieses Mal die Rosenstadt Sangerhausen, am Südharz gelegen, und somit idealer Ausgangspunkt für einen tollen Ride durch den Harz. Die schöne Landschaft und die kurvigen Straßen lassen jedes Bikerherz höher schlagen. Neben dem Motorradfahren wird es ein buntes Unterhaltungsprogramm mit Musik und einigen Überraschungen geben. Im Mittelpunkt dieser Schornibikertreffen stehen aber vor allem die Geselligkeit und der Erfahrungsaustausch unter Kollegen. Schlafen im Zelt ist möglich. Weitere Infos und Anmeldeformular unter www.schornibikertreffen2013.de
Wir laden Euch hiermit zu einem tollen Wochenende nach Sangerhausen ein und würden uns über rege Beteiligung riesig freuen.
Herzliche Grüße BSM Martin Fehn

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

Im Land Mecklenburg-Vorpommern wird die Landesverordnung zur Betriebs-und Brandsicherheit von Lüftungsanlagen einschließlich Dunstabzugsanlagen unverändert weitergeführt. Die Reinigungs-, Überprüfungs-, und Gebührenerhebungsverordnung (RÜGVO), welche ausgearbeitet wurde, sichert im Land Mecklenburg-Vorpommern die Betriebs- und Brandsicherheit dieser Anlagen. Die Überprüfung und Reinigung der Lüftungsanlagen in Gebäuden ist gerade im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern unerlässlich. Des Weiteren sichert die Arbeit weiterhin den Bestand der Schornsteinfegerbetriebe im Land Mecklenburg-Vorpommern. Das bedeutet für Mecklenburg-Vorpommern den Erhalt von Arbeitsplätzen.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

Schwarz beginnt?

Neuer Vorstand gewählt

BD || Am 6. Dezember fand die zweite Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Zwickau im Jahr 2012 statt. Eingeladen hatte der Vorstand traditionsgemäß in die Gasstätte „Zum Rittergut“ nach Lengenfeld, Ortsteil Irfersgrün. Trotz starkem Schneetreibens, und den damit verbundenen schwierigen Anfahrtswegen, fanden sich fast alle Kollegen der Innung ein. Kernpunkt der Innungsversammlung waren die turnusmäßigen Wahlen des Vorstandes und der Ausschüsse. Nachdem die Innung bereits im Frühjahr für eine Fusion mit den anderen vier Innungen Sachsens zu einer Landesinnung gestimmt hatte, galt es nun einen Vorstand zu wählen, der die Innung in diesem Sinnen weiter führt und den Kollegen Rückhalt für die kommenden Veränderungen bietet. Unter Leitung des ältesten Innungsmitgliedes, dem Kollegen BSM Klaus Stöhr, fand nach Anhörung der Arbeitsberichte der Geschäftsbereiche die Wahl des Obermeisters statt. Zum neuen Obermeister wurde, mit 87 % der abgegebenen Stimmen, der bisherige Obermeister Christian Hasse gewählt. Dieser übernahm nach seiner Wahl die Fortsetzung des Wahlvorgangs für die weiteren Vorstandsmitglieder und die Ausschüsse. Zum stellvertretenden Obermeister wurde der Kollege BSM Jürgen Müller mit 91 % der Stimmen gewählt. Neuer Berufsbildungswart wurde der Kollege BSM Lars Seidel mit 96 % der Stimmen. Zum technischen Innungswart wurde der bisherige Amtsinhaber Kollege BSM Gerold Kny mit 100 % der Stimmen gewählt. Neuer Kassenwart wurde ebenfalls der bisherige Amtsinhaber Kollege BSM Ralf Jakowatz mit 98 % der Stimmen. Zum neuen Schriftführer und Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit wurde der Kollege BSM Bernd Damisch mit 85 % der Stimmen gewählt. Damit haben die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Zwickau mit überwiegender Mehrheit ihrem neuen Vorstand das Vertrauen ausgesprochen. Dem aus dem Amt scheidenden ehemaligen Berufsbildungswart Lutz Ullmann sprach Obermeister Hasse Dank für seine geleistete Arbeit in den letzten zehn Jahren aus. Beschlussfassungen zum Haushaltsplan 2013, zur überbetrieblichen Ausbildung und zur Weiterbildung der Gesellen im Jahr 2013 rundeten die Innungsversammlung ab.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

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Anlässlich des 125-jährigen Gründungsjubiläums lud die Schornsteinfegerinnung im KB Halle ihre Kollegen und Ehrengäste aus Wirtschaft und Politik nebst Ehefrauen zu einem Gala-Abend ein. Unter der organisatorischen Leitung der Kollegen Daniel Börner und Sven Schoppenhauer wurde aus dem ursprünglichen gemütlichen Abend eine Candlelight-Dinnershow im festlich geschmückten Ballsaal mit großem Showprogramm. Zur Eröffnung gab es einen romantischen Kerzenbalanceact vom Leipziger Varietéartisten Gerd Voigt. Das Beiratsmitglied der Artistenloge Krystallpalast Varieté Leipzig begeisterte mit seinen waghalsigen Stunts die Gäste. Nach dem Festbuffet überreichten die Obermeister der Innungen Altmark und Magdeburg Ehrenpräsente zum Jubiläum. Zum Dank durften beide beim nächsten Showact eine tragende Rolle übernehmen. Der Stargast des Abends ist aus der TV Sendung „RTL-Supertalent“ bekannt. TJ-Wheels, amtierender „Künstler des Jahres 2012“, reiste mit seiner international mehrfach ausgezeichneten und weltweit einmaligen High Speed Jounglage auf Rollschuhen in der Halfpipe an. Als Obermeister sollte man seinen Mund nicht all zu voll nehmen, wenn dem Meister aufgrund der niedrigen Deckenhöhe ein Reifen „dropt“. So musste OM Gerhard Metz zur Begeisterung der jubelnden Kollegen selbst die Rollschuhe anziehen. Unter tatkräftiger Unterstützung vom Artisten und Kollegen gelang es ihm jedoch nicht ganz überzeugend, sich sicher auf den Beinen zu halten. Es gab Standing Ovations für „TJ-Wheels featuring Gerhard Metz“. Das Bild vom Obermeister wurde auf vielfachen Wunsch einiger Gäste hier mit abgedruckt. Musikalisch wurde der Abend von DJ’s und einer Lifeband abgerundet. Letztere spendierte Gerhard Metz. Man war sich einig, solch einen Schornsteinfeger-Ball unter einem vielleicht sogar karitativem Motto zu wiederholen, gerne auch innungsübergreifend. Wir werden hier rechtzeitig informieren.

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HK || Neuregelung der Altersversorgung im Schornsteinfegerhandwerk, Ausbildungsverordnung, Bundes-KÜO, Lehrlingskostenausgleichskasse, Energieeinsparverordnung, Schornsteinfegerhandwerksgesetz und viele weitere interessante Themen wurden durch unseren Präsidenten Hans-Günther Beyerstedt auf der diesjährigen Schornsteinfeger-Innungsversammlung am 8. November 2012 in Schwerin ausführlich und sachlich erläutert. Unsere Mitglieder und Gäste haben den ausführlichen Vortrag mit Interesse aufgenommen. Resümee dieser Veranstaltung: Miteinander reden, Gemeinsam zusammen arbeiten sind wichtige Voraussetzungen für eine sichere Zukunft im Schornsteinfegerhandwerk. Dank der guten Arbeit des ZIVs und LIVs konnten wichtige zukunftweisende Entscheidungen und Regelungen gefasst werden. Gemeinsam werden wir die Herausforderungen meistern.
Von unseren Innungsmitgliedern wurden drei neue Berufskollegen herzlich aufgenommen. Thomas Nack, Christan Lohf und Dennis Busse werden in Zukunft die Arbeit unserer Innung unterstützen. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit und wünschen ihnen viel handwerkliches Glück!

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JR || Über 5500 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige kamen zur Messe Haus.Bau.Energie 2012 ins Messezentrum Erfurt. Drei Tage lang ließ sich hier von 140 Ausstellern alles zu den Themen Bauen, Modernisieren und Energie erfahren. Dabei ging es nicht nur ums Energiesparen, sondern auch um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die effiziente Nutzung dieser Ressource in Haus und Wohnung. An allen drei Tagen gab das Schornsteinfegerhandwerk Informationen, wie Energieverbrauch und somit auch die entsprechenden Kosten gesenkt werden können.
Energieeffizienz war ein zentrales Thema. Sowohl Ausstellergespräche als auch Fachvorträge des Bau- und Energiesparforums sowie des VITT-Forums zeigten Möglichkeiten auf. Beispielsweise wurde das Aufspüren von Leckagen oder die Auswahl geeigneter Dämmverfahren und Solarstromanlagen erläutert. Elektrische Systeme von der Alarmanlage, über den intelligenten Verbrauchszähler „Smart-Meter“ bis hin zum Elektrofahrzeug stellten die Experten vor. Auch der Bauleiter der Sendung „Zuhause im Glück“ Wolfgang Hesemann hatte sich unter die Besucher gemischt. Obwohl er viele Fachleute kenne, fehlten ihm noch Kontakte zu Gewerken, wie Dachdeckern oder Kaminbauern. Er sei gerade dabei, sein Haus in Thüringen zu modernisieren und schätze es daher, sich direkt vor Ort beraten lassen zu können.
Als echte Fachleute erwies sich auch wie jedes Jahr das Schornsteinfegerhandwerk. Messebesucher konnten sich umfassend über optimierte Heizmöglichkeiten bis zur Energieberatung erkundigen. Schwerpunkt war natürlich das Heizen mit festen Brennstoffen. Die Ankündigung der Energiepreiserhöhung der einzelnen Versorger spielt dabei eine große Rolle. Unsere Kundschaft beschäftigt sich immer mehr mit diesem Thema. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den einzelnen Kollegen der Messestandbesetzung für ihren Einsatz bedanken.
Die nächste Haus.Bau.Energie. findet im September 2013 statt.

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JR || Am 22.Oktober fand der Tag des Schornsteinfegers statt. Die Thüringer Kollegen haben sich intensiv durch mehrere Aktionen beteiligt. Zum Beispiel hat Herr BSM Jens Rödiger, als Vorstandsmitglied der Innung, bei dem Radiosender MDR Thüringen Rede und Antwort auf alle Fragen rund um den Beruf des Schornsteinfegers zur Verfügung gestanden. Schwerpunkt war neben der Neuregelung des Schornsteinfeger-Rechts auch die damit verbundene Vorgehensweise des Endverbrauchers. Die Zuhörer des MDR Thüringen konnten sich an diesem Tag aus erster Hand informieren und somit auch landesweit zu diesem Thema aufgeklärt werden. Also ein voller Erfolg für unser Handwerk! Weiterhin konnte ein Fernsehbeitrag im Thüringen-Journal platziert werden.
Bei der Innungsvollversammlung in Weimar wurden die Spendengelder der Einzelbetriebe zusammengezählt. Der Erlös belief sich auf die stattliche Summe von rund 4.000 Euro!
Eine gezielte Pressemitteilung im regionalen Bereich des Unstrut-Hainich-Kreises von mir als Pressewart rundete den Tag des Schornsteinfegers ab. Nachwuchsförderung wird hier schon über längeren Zeitraum aktiv betrieben! Deshalb konzentrierten wir uns auf den Feuerstättenbescheid mit den dazugehörigen Auswirkungen.
All diese Aktivitäten zeigen, dass in Thüringen der Tag des Schornsteinfegers mit Leben erfüllt wird. 2013 wollen wir uns natürlich steigern und sind schon auf das nächste Motto gespannt.

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Wir sind eines der modernsten Schulungs- und Weiterbildungszentren des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland. Bei uns werden alle Schornsteinfegermeister, Gesellen und Lehrlinge der Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen aus- und weitergebildet.
Mit 6 Klassenräumen, einem voll ausgestattetem Computerkabinet, einem Werkraum für praktischen Unterricht und einem Konferenzsaal für ca. 100 Personen können wir Schulungen und Kongresse optimal betreuen. Unser Internat hat mit über 60 Zimmern eine Kapazität für 134 Personen, die von unserem Küchenteam mit Vollverpflegung umsorgt werden. So garantieren wir, dass sich unsere Gäste intensiv ihrem Studium verschreiben können.
In unserer Außenstelle in Klein Schwaß (bei Rostock) stehen weitere zwei Unterrichtsräume und eine Werkstatt zur Durchführung von Tageslehrgängen zur Verfügung.
Unser Leistungsspektrum umfasst auch Lehrgänge für staatlich anerkannte Zusatzqualifikationen.
Wir bilden Sie aus zum:
– Schornsteinfegermeister
– Energieberater des Handwerks
– Brandschutztechniker
Wir würden uns freuen, Sie bei uns begrüßen zu können.

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HK || Am 15. November fand in der Außenstelle der Bildungsstätte Doberschütz in Klein Schwaß ein Workshop mit den Kachelofenbauern und dem Vorstand der Schornsteinfeger-Innung MV statt. Über die 1. BImSchV, hinsichtlich von Schornsteinmündungen, CO- und Staubgrenzwerte, Messungen, Alt- und Neuanlagen, Übergangsregelungen hielt unser Kollege Hannes Gerath einen sehr interessanten Vortag. Anschließend wurde sehr viel diskutiert. Ein weiteres wichtiges Thema war die zukünftige gemeinsame Zusammenarbeit. Da die Veranstaltung sehr erfolgreich und thematisiert war, soll in Zukunft einmal im Jahr ein Workshop stattfinden.

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Erfolgreiche Kampagne der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg Vorpommern

HK || Damit der Kunde in Zukunft weiterhin seinem Bezirksschornsteinfegermeister die Treue hält, wirbt die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern für ihre Innungskollegen. Dem Kunden werden die Vorteile, die ein Schornsteinfeger-Innungsfachbetrieb hat, aufgezeigt. Der Kunde erfährt, dass sich Innungsbetriebe ständig weiterbilden, dass diese Betriebe fachlich und technisch auf dem neuesten Stand sind. Ein weiteres Hauptmerk ist, dass die zertifizierten Innungsbetriebe sich an dem Qualitäts- und Umweltmanagement nach DIN EN ISO 9001 und 14001 beteiligen. Weiterhin erfährt der Kunde, dass die Innung sich am Ausbildungspakt beteiligt und am Tarifvertrag gebunden ist.
Aus diesem Grund hat die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern die Kampagne „Ihr sicheres Zuhause – unser Job“ ins Leben gerufen. Über Flyer, Pressemitteilungen, Fernsehdokumentationen, Gewinnspiele werden die Betreiber von Feuerungsanlagen aufgeklärt, dass Mitgliedsbetriebe der Schornsteinfeger-Innung ein Garant für Qualität und Zuverlässigkeit sind.

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BD || Für den 17., den 20. und den 21. September 2012 hatte der LIV Sachsen in Zusammenarbeit mit den 5 sächsischen Schornsteinfegerinnungen Großvermieter der Wohnungswirtschaft in Sachsen zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Dabei hatte man sich räumlich aufgeteilt und die drei Veranstaltungen im Bereich der jeweiligen Außenstellen der Landesdirektion Sachsen durchgeführt. So hatte man die Gäste am 17. 09. 2012 in die Räume der BauBG Bayern und Sachsen nach Dresden (Innungen Bautzen und Dresden), am 20. 09. 2012 in die Räume der HWK Chemnitz (Innungen Chemnitz und Zwickau) und am 21. 09. 2012 in die Räume der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks nach Mörtitz (Innung Leipzig) eingeladen. Im Vordergrund stand die Umsetzung des neuen Schornsteinfegerrechts ab 2013. Landesinnungsmeister Gunar Thomas informierte zunächst über die Rechte und Pflichten der Grundstückseigentümer bzw. Verwalter nach dem neuen Recht. Dabei sprach er über die Frage „Wer darf Schornsteinfegerarbeiten ausführen“ und die Pflichten der zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger. Es stellte sich heraus, dass vielen Vertretern von Wohnungsverwaltungen nicht bewusst war, welchen enormen Verwaltungsaufwand sie nach der neuen Rechtslage haben. Das trifft vor allem auf Großvermieter zu, die mehrere tausend Wohnungen zu verwalten haben und dort auf die Einhaltung von Terminen achten müssen. Dabei sind den Vermietern die rechtlichen Konsequenzen durch die Nichteinhaltung von Terminen durchaus bewusst. Das Hauptanliegen der Verwaltungen bestand allerdings darin, nur noch einen Schornsteinfegerbetrieb als Ansprechpartner zu haben. Angesichts der durch den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zwei Mal in sieben Jahren durchzuführenden Feuerstättenschau und der Verwaltung der Formblätter als Nachweis für die durchgeführten Arbeiten hatten doch mehrere Wohnungsverwaltungen Bedenken, ob es überhaupt wirtschaftlich ist, alle Arbeiten an einen Betrieb übertragen zu wollen. Die hierzu gegebenen Informationen der Schornsteinfeger wurden dankbar angenommen.

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BD || Unter dem Motto „Schornsteinfeger-Handwerksgesetz – Erfolgreiche Umsetzung 2013plus“ hatte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen für den 19. September 2012 Vertreter der sächsischen Landratsämter, der Landesdirektion Sachsen und des sächsischen Staatsministeriums des Innern nach Dresden eingeladen. Die Veranstaltung hat in Sachsen Tradition und wird von den Behörden gern in Anspruch genommen. Angesichts des völligen Wegfalls des Schornsteifegergesetzes und des Inkrafttretens aller Bestimmungen des Schornsteinfeger-Handwerksgesetzes zum 1. Januar 2013 hatte der LIV Sachsen eine Übersicht der geltenden Rechtsgrundlagen zusammengestellt und den Behördenvertretern in Form von Tagungsunterlagen übergeben.
Der erste Schwerpunkt der Tagung beschäftigte sich mit der Frage „Wer darf Schornsteinfegerarbeiten ausführen?“ Diese Frage spielt eine Rolle, wenn es darum geht, die Formblätter zum Nachweis der Ausführung von Schornsteinfegertätigkeiten zu prüfen, oder die Bewerbung auf einen Kehrbezirk zu beurteilen. Deshalb wurde noch einmal betont, dass zur Ausübung des Handwerks nur derjenige berechtigt ist, der laut § 1 der Handwerksordnung mit diesem Beruf in die Handwerksrolle eingetragen ist. Die Tätigkeiten ausführen darf nur derjenige, der gemäß § 2 Schornsteinfeger-Handwerksgesetz als Mindestqualifikation eine Gesellenprüfung im Schornsteinfegerhandwerk oder eine vergleichbare Qualifikation besitzt.
Hingewiesen wurde außerdem auf die VDI Richtlinie 4208, die die Anforderungen an Betriebe festlegt, die Messungen nach 1. BImSchV oder nach der KÜO vornehmen. Demnach müssen diese künftig an einem Qualitätssicherungssystem teilnehmen. Mit der Übertragung der Verantwortung für die Durchführung der Schornsteinfegerarbeiten auf die Grundstückseigentümer enstehen für die Behörden andere Verwaltungsaufgaben. Deshalb wurde ein weiterer Schwerpunkt der Tagung auf die Abläufe rund um den Feuerstättenbescheid bzw. die Nichteinhaltung von Terminen durch Grundstückseigentümer gelegt. Dabei wurde klargestellt, dass die Behörden nun auch mehr Verantwortung bei der Durchsetzung von Kehrungen und Überprüfungen tragen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Durchführung der Ersatzvornahme.
Mit der Veranstaltung waren Schornsteinfeger und Behörden gleichermaßen zufrieden. Beide Seiten betonten, dass trotz der neuen Regelungen im Schornsteinfegerrecht die Betriebs- und Brandsicherheit an vorderster Stelle stehen muss.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

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Thomas Keindorf zum Ehrenobermeister ernannt

DB || Als sich die Schornsteinfeger im Jahre 1887 in Halle zu einer Innung zusammenschlossen, ahnte niemand, welch wechselvolle Geschichte diese in den nächsten Jahrzehnten erleben würde. Der Erste Weltkrieg, die Weimarer Republik, die Weltwirtschaftskrise, die Naziherrschaft, der Zweite Weltkrieg, die Diktatur des Proletariats in der DDR und die Wiedervereinigung mit der Integration in die soziale Marktwirtschaft Deutschlands.
All diese Epochen durchlebte die Innung der Schornsteinfeger in Halle unbeschadet. Im Jahre 1995 folgte dann die Fusion mit den Innungen Naumburg, Bitterfeld und Bernburg zu der heutigen Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle.
Das Jubiläum des 125-jährigen Bestehens feierten die Kollegen am 30. November 2012 mit einem Festakt im Ramada-Hotel Halle-Peißen. Zu dieser Feierstunde machte der Obermeister Gerhard Metz einen Streifzug durch die Geschichte der Innung, wobei er mittels vieler Fotos auch unter den Kollegen alte Erinnerungen wachrief.
Als Gastredner konnten Herr André Schröder, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag Sachsen-Anhalt, Herr Thomas Keindorf, Präsident der Handwerkskammer Halle und Herr Torsten Kiel, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt begrüßt werden. Dieses Jubiläum bot auch den idealen Rahmen um Kollegen Thomas Keindorf zum Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle zu ernennen. Thomas Keindorf war viele Jahre Obermeister der Innung und hat in dieser Funktion einen wesentlichen Teil der heutigen Stärke der Innung ermöglicht. Den Abend ließen die Kollegen gemeinsam mit ihren Partnern und den Ehrengästen bei einem Innungsball ausklingen.

Ausgabe: 86 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 86 - 4/2012 )

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Eine gute Nachricht für alle Schornsteinfeger: Vereta Feinstaubmesskoffer jetzt als eignungsgeprüftes Messgerät bekanntgegeben

Nach jahrelanger Entwicklung zusammen mit der Technischen Universität Clausthal und dem Fraunhofer Institut für toxikologische und experimentelle Medizin (ITEM) in Hannover ist der Vereta-Feinstaubmesskoffer jetzt zugelassen und verfügbar. So ist es dem Entwicklungsteam erstmalig gelungen, optische Verfahren so zu kombinieren, dass Partikelmessungen im Abgas exakt und sicher durchgeführt werden können. Veraltete gravimetrische Messverfahren gehören somit der Vergangenheit an. Der TÜV Süd konnte die umfangreiche Geräteprüfung erfolgreich abschließen und damit erfüllt der Messkoffer die neue BImSchV. Die Eignungsbekanntgabe wurde am 07. 11. 2012 durch das Umweltbundesamt im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Feinstaubmesskoffer ist robust, sicher und schnell und dabei ein Leichtgewicht, so wie es das Schornsteinfegerhandwerk fordert.
Bereits seit Monaten läuft ein intensiver Feldtest mit 20 Messkoffern bei Schornsteinfegern. Einhellige Meinung: schneller, leichter und günstiger sind Messungen nach der neuen BImSchV wohl kaum durchzuführen. Viele Nachteile bekannter Messverfahren wie Kondensatbildung, dauernder Filtertausch oder umfangreiche Vor- und Nachbereitung sind beim Vereta Feinstaubmesskoffer nicht zu finden: Schon nach ca. 3 Minuten ist der Koffer messbereit. Während der Messung werden die Messwerte online angezeigt. Mit der mitgelieferten PC Software können dann die Messergebnisse einfach und schnell bearbeitet werden. Optional mit einem Drucker oder einem Akkupack ausgerüstet, wird aus dem Messkoffer ein unabhängiges Messsystem. Klingt teuer, ist es aber nicht. Die Betriebskosten sind äußerst gering, der Wartungsaufwand klein und die Geschwindigkeit des Systems spart bei jeder Messung Geld. Ein durchdachtes Miet-/Kaufmodell „all inclusive“ sorgt für finanzielle Sicherheit ohne teure Erstinvestition. Für nur 40 Euro im Monat und weiteren 24 Euro pro BImSchV-Messung stellen wir Ihnen ein Messgerät inklusiv Verbrauchsmaterial zur Verfügung. So wird Geldverdienen ab der ersten Messung durch „Pay by use“ realisierbar. Die kostenlosen Brennstoff- und Grenzwerterweiterungen während der Mietdauer geben zusätzliche Sicherheit für zukünftige Verschärfungen der BImSchV. Und wenn Sie nach Vertragsablauf den Feinstaubmesskoffer gern kaufen wollen, ist das auch kein Problem. Die Hälfte der bereits gezahlten Messgebühren rechnen wir Ihnen dann auf den Kaufpreis an.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Gefunden bei der Feuerstättenschau: Dieser Ofen wurde vom Schrott geholt und wieder in Betrieb genommen. Ohne die wiederkehrende Kontrolle durch die Schornsteinfeger würden solche Mängel wohl erst nach einem Brand bemerkt werden. Fotos: Kai Schoppenhauer ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Schornsteine müssen gegen Rußbrände beständig sein und in Gebäuden, in denen sie Geschosse überbrücken, eine Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten haben oder in durchgehenden Schächten mit einer Feuerwiderstandsdauer von mindestens 90 Minuten angeordnet sein. So lautet die Forderung in der Feuerungsverordnung. Hier wurde ein gemauerter Schornstein, der bis unter Dach abgetragen war, einfach mit einem doppelwandigen Schornsteinelement wieder über Dach geführt. Der Feuerwiderstand ist dadurch nicht gewährleistet, die Tauglichkeit und sichere Benutzbarkeit wurde nicht erteilt. Foto: Torsten Kiel ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Tritt Abgas aus einer Feuerstätte aus, kann dies zur Gefährdung der Benutzer führen. Bei dieser raumluftunabhängigen Feuerstätte ist zwischen Brenner und Wärmetauscher so viel Abgas ausgetreten, dass es zu thermischen Reaktionen an der Verkleidung der Feuerstätte gekommen ist. Foto: Torsten Kiel ||

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

VestoWIN von Windhager jetzt auch mit Ceranfeld

Lange Zeit war der Herd Mittelpunkt des Hauses. Hier traf sich die Familie, hier wurde gekocht und gemeinsam gegessen. Die anheimelnde Atmosphäre in der Nähe des Feuers war Grundlage für manch gutes Gespräch. Für Familien, die diese Behaglichkeit in die heutige Zeit übertragen wollen, bietet der Festbrennstoffherd VestoWIN eine moderne Lösung. Der für den Brennstoff Holz konzipierte Zentralheizungs-Kochherd kann sowohl als Soloheizung als auch in Kombination mit anderen Wärmeerzeugern als Beistellkessel betrieben werden.
Der VestoWIN überzeugt durch seine variablen Einsatzmöglichkeiten. Mit seiner großen Kochplatte und dem integrierten Backrohr wird er schnell zum Küchen-Multitalent. Da der Festbrennstoff-Herd für den Einsatz im Wohnbereich konzipiert wurde, legte Windhager besonderen Wert auf das Design. Durch seine geradlinigen Formen und seine edlen Oberflächen aus Glas und geschliffenem Edelstahl lässt sich der VestoWIN sowohl in moderne Küchen als auch solche im Landhausstil harmonisch integrieren. Optional zur Stahlherdplatte wird der Herd ab April 2012 auch mit einem Cerankochfeld angeboten. Das Gerät erhält dadurch eine noch hochwertigere Optik. Weitere Vorteile sind die einfache Reinigung und höhere Kochtemperaturen.
Erwähnenswert ist neben dem Design und der verbesserten Koch- auch die Verbrennungstechnik. Durch die getrennte Zufuhr von Primär- und Sekundärluft wird ein dauerhaft hoher Wirkungsgrad bei gleichzeitig sauberer Verbrennung sichergestellt. Der verstellbare Hebe- und Senkrost für Sommer- und Winterbetrieb ermöglicht zusätzlich ein besonders wirtschaftliches Heizen und Kochen.
Der VestoWIN eignet sich für den Betrieb mit Scheitholz und wird in den Ausführungen Klassik – ohne Backrohr und mit einer Leistung von 18 kW – und Premium – mit Backrohr und einer Leistung von 20 kW – angeboten. Der Betreiber kann darüber hinaus zwischen zwei Basis- und drei Dekorfarben wählen.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Chance nutzen auf Anteile am HANSAgold
im Gesamtwert von 17.500 Euro

Noch bis zum 15. August 2012 haben Handwerksbetriebe die Chance auf attraktive Preise: Beim bundesweiten Gewinnspiel „Der Goldene Preis zum Tag des Handwerks“, veranstaltet von der SIGNAL IDUNA, erhält der Gewinner des Hauptpreises Anteile des Investmentfonds HANSAgold im Wert von 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält Fondsanteile über 5.000 Euro, der dritte Gewinner über 2.500 Euro.
Als der Versicherer des Handwerks leistet die SIGNAL IDUNA mit dem Gewinnspiel ihren Beitrag zum „Tag des Handwerks“ am 15. September 2012. Mit ihrem Engagement drückt die SIGNAL IDUNA die traditionell enge Verbundenheit zur „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ aus und würdigt die große Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft der rund 4,8 Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk.
Zur Teilnahme berechtigt sind ausschließlich Handwerksbetriebe, die in der Handwerksrolle eingetragen sind. Außendienstpartner der SIGNAL IDUNA geben dazu Gewinnspielboxen mit Teilnahmecodes und Informationsmaterial aus. Außerdem können sich an der Teilnahme Interessierte auch über die Internetseite www.der-goldene-preis.de anmelden.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Wärmespeicherung auf engstem Raum

Der neue Hamburger Aufsatzofen der MEZ Keramik GmbH vereint die Vorteile eines Kamin- und eines Kachelofens auf engstem Raum. Wie bei einem Kamin­ofen steht die Wärme sehr schnell nach dem Anfeuern zur Verfügung, zudem bleibt sie wie bei einem Kachelofen durch eine ausgeprägte Nachheizdauer lange erhalten. Charakteristisch für das vor über 100 Jahren im Hamburger Raum entstandene Ofenkonzept ist die Kombination aus einem gusseisernen Brennraum und einem Aufsatz mit einer keramischen Nachheizfläche.
Mit einer Grundfläche von ca. 60 x 40 cm passt der Aufsatzofen auch in kleinere Wohnräume. Die praktische Idee aus Großmutters Zeiten verbindet heute gestalterische Vielfalt und modernste Technik. Für den Aufsatz steht eine große Auswahl an Glasuren, Kacheln und Eckausprägungen aus dem MEZ Sortiment zur Verfügung. Der Ofen eignet sich deshalb nicht nur für behagliche, traditionelle Einrichtungsstile, sondern gleichermaßen für zeitlosere Varianten.
Die Keramik aus der eigenen Kachelmanufaktur kombiniert MEZ für den Hamburger Aufsatzofen mit einem hochwertigen, extra langlebigen Gussofen von Leda. Der „Antigua H“ ist schwarz lackiert oder dunkelblau emailliert erhältlich. Er zeichnet sich nicht nur durch eine besonders schadstoffarme Verbrennung aus, sondern auch durch einen geräuscharmen Aufheiz- und Abkühlprozess. Verantwortlich dafür ist das extra spannungsarme Material.
Für den Hausbesitzer ergibt sich ein weiterer Vorteil: Die Möglichkeit, den Kachelaufsatz in Teilen vorfertigen zu lassen, reduziert den Aufbauaufwand in den eigenen vier Wänden deutlich.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Hochwertige Leichtbauschornsteine haben kurze Montagezeiten, sind ideal für den nachträglichen Einbau dank ihrer Trockenbauweise. In Ausgabe 4/2011 unserer Fachzeitschrift bemängelten wir die teilweise leichtfertige Montage von Leichtbauschornsteinen in der Praxis. Sowohl in unserer Rubrik Mängel, als auch auf dem Titelbild war dieses bildgewaltig dargestellt. Der Hersteller des betroffenen Produktes setzte sich umgehend mit uns in Verbindung, stand sein Schornstein doch plötzlich in einem schlechten Licht. Wir sind gemeinsamer Meinung, dass die fachgerechte Montage auch nur fachgerecht beurteilt werden kann, wenn diese einem auch bekannt ist. So nutzen wir die Gelegenheit, in einer Dokumentation am Beispiel des Herstellers Tecnovis, dem wir für das Bildmaterial danken, die fachgerechte Montage aufzuzeigen:
Der einfache und schnelle Aufbau von Leichbau-Schornsteinsystemen ist, unter Einhaltung geltender Normen und Vorschriften, problemlos möglich. Tecnovis hat zum Beispiel vier Leichtbauschornsteine zur Auswahl. Durch einen variablen Systemaufbau, geringes Gewicht und dem geringen Platzbedarf sind sie für den nachträglichen Einbau prädestiniert. Die Schornsteinsysteme bestehen aus Kalziumsilikat- oder Vermiculit-Schächten mit stabilisierenden Stufenfalzverbindungen. Die bis zu ein Meter langen Schachtelemente müssen vor Ort nur noch mit dem mitgelieferten Kleber verbunden werden. Diese Bauweise ermöglicht in kürzester Zeit das Erstellen eines zugkräftigen, sicheren und langlebigen Schornsteins. Vor der Montage sind auf jeden Fall Fachleute mit einzubeziehen. Im Gespräch mit dem zuständigen Bezirksschornsteinfeger ist zu klären, welche Feuerstätte wo und wie an den Kamin angeschlossen werden soll, welche Mindestabstände eingehalten werden müssen und welche Reinigungsmöglichkeiten vorzusehen sind. Es empfiehlt sich mit einem Statiker zu klären, wo die Deckendurchbrüche für den Schornstein am besten vorgenommen werden können. Sind diese Fragen geklärt und die nötigen Vorarbeiten, wie eventuell notwendige Sparrenwechsel, Deckendurchbrüche, etc., abgeschlossen, kann der Schornsteinbau beginnen.
Schritt 1:
Die Leichtbauschornsteinelemente werden in Einzelteilen geliefert und müssen umsichtig behandelt werden, da sie stoßempfindlich sind. Zunächst wird eine Feuchtigkeitssperre auf dem Kaminfundament angebracht. Wichtig dabei ist, dass die Öffnung zum Hohlraum unter dem Kondensatablauf der Feuchtigkeitssperre frei bleiben muss. Auf diesen Unterbau wird eine Ausgleichsmörtel- oder Kleberschicht aufgetragen, anschließend wird der Fertigfuß in die Schicht gesetzt und ausgerichtet. Wichtig: Schauen Sie durch die Putztür des Fußes, ob sich die Rohrsäule verdreht hat und drehen Sie diese bei Bedarf zurück.
Schritt 2:
Nun werden die Schachtelemente aufeinander gesetzt. Zwischen den einzelnen Elementen wird der Kleber gleichmäßig im Stufenfalz aufgetragen. Nach der Montage der Schachtelemente wird immer ein Rohrstück entsprechend der jeweiligen Montageanleitung (systemabhängig) eingebaut.
Wichtig: Kontrollieren Sie nach jedem Element den lotrechten Aufbau mit der Wasserwaage und die Steckverbindung der Innenrohre.
Schritt 3:
Um den Rauchrohranschluss zu setzen, wird ein spezielles Schachtelement mit loser Frontplatte benötigt. Die Vorderseite dieses Elements besteht aus einer abnehmbaren Platte, die abgeschraubt wird bevor der Schacht gesetzt wird. Aus dieser Platte wird das Loch für den Rauchrohrstutzen, inklusive Stärke des Mineralwolle-Rings, geschnitten. Im Anschluss wird die Platte wieder mit dem Schacht verklebt und danach verschraubt.
Wichtig: Ist die Platte wieder eingesetzt, wird der verbleibende Spalt zwischen Ausschnitt und Stutzen mit der mitgelieferten, nicht brennbaren Mineralfaserdämmung verschlossen.
Schritt 4:
Der Leichtbauschornstein darf in der Dachdurchführung nicht direkt mit der Dachkonstruktion verbunden werden, sondern muss sich längs frei dehnen können, gleichzeitig aber seitlich abgestützt sein. Dies funktioniert am einfachsten mit unseren Sparrenhaltern. Die Stöße der letzten drei Schachtelemente werden in den Ecken mit Spaxschrauben schräg miteinander verschraubt. Das verbessert die Statik des Leichtbauschornsteins. 
Wichtig: Das letzte Schachtelement kann, wie auch das letzte Rohrelement, auf die passende Länge gekürzt werden. Zum Schluss wird die entsprechende Abdeckung aufgesetzt.
Unter Dach kann man den Leichtbauschornstein verspachteln, verputzen, streichen oder tapezieren. Über Dach kann er verkleidet werden, jedoch sind beim Einsatz von brennbaren Unterkonstruktionen selbstverständlich geltende Brandschutzabstände einzuhalten.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Heizen mit Holz

Die Kosten für Heizöl und Erdgas schnellen weiter in die Höhe. Mittlerweile kostet eine Kilowattstunde aus Heizöl EL rund 9 ct, Erdgas liegt derzeit bei ca. 6,6 ct. Wer sich von dieser immensen Preissteigerung ein Stück weit unabhängig machen möchte, greift am besten auf den regenerativen Brennstoff Holz zurück. Die besonders leicht zu handhabenden Holzpellets kosten etwa 5,3 ct/kWh; Stückholz ist mit 3,5 bis 3,8 ct/kWh – je nach Holzart – noch günstiger. Daraus ergibt sich durch das Heizen mit Holz ein Einsparpotenzial von bis zu 60 %. Hinzu kommt, dass sich die Preise für Scheitholz in den vergangenen Jahren auf einem konstanten Niveau hielten.
Doch der älteste Brennstoff der Welt hat noch einiges mehr zu bieten: Mit ihm lässt sich ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz leisten, denn Holz verbrennt CO2-neutral. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung lediglich so viel Kohlendioxid frei wird, wie der Baum während seines Wachstums gebunden hat. Aufgrund der regionalen Verfügbarkeit von Holz entfallen zudem auch lange Transportwege und die regionale Wirtschaft wird gefördert.
Wer all diese Vorteile effizient nutzen möchte, braucht einen entsprechenden Wärmeerzeuger. Insbesondere bei Kamin- oder Kachelöfen ist auf eine moderne Verbrennungstechnik zu achten. Denn nur dann kann der Emissionsausstoß auch tatsächlich so weit wie möglich reduziert werden. Wichtig bei der Wahl der richtigen Feuerstätte sind darüber hinaus der Komfort und die Sicherheit bei der Handhabung des Geräts. Gewissheit hat der Betreiber eines Kaminofens, wenn er beim Kauf auf geprüfte Gütesiegel wie den „Blauen Engel“ oder das EFA-Qualitätssiegel Wert legt. Diese gewährleisten all die genannten Faktoren und garantieren eine saubere und effiziente Verbrennung auf besonders hohem Niveau.
Weitere Informationen zum Qualitätssiegel der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft sind unter www.efa-europe.com zu finden.

Ausgabe: 84 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

Saubere Luft - mit und ganz sicher

Inhaltliche Zusammenfassung des Vortrages von Dipl.-Ing. Matthias Ußner zur Hebelstudie des Institutes für Technische Gebäudeausrüstung in Dresden auf dem Landesverbandstag Sachsen-Anhalt

Ingo Wilsdorf || In einer Studie wurde der derzeitige Iststand im Bereich der Lüftungsanlagen in Deutschland untersucht. Dabei ging es um das Potenzial von Lüftungsinspektionen hinsichtlich der Funktion, Effizienz und Hygiene.
Bisher wird in den meisten Wohnungen der erforderliche Luftwechsel über freie Lüftung sichergestellt (Fensterlüftung etwa 67 %, Schachtlüftung etwa 10 %). Der Anteil der mechanischen Lüftungen liegt bei etwa 20 Prozent (Abluftanlagen etwa 13 %, Zu- und Abluftanlagen kombiniert etwa 7 %). Die vorhandenen Lüftungssysteme sollen in erster Linie nutzerunabhängig Bauschäden vermeiden. Aber die energetischen Anforderungen steigen. Deshalb ist künftig mit einem Rückgang des Anteils der freien Lüftung zu rechnen. Gleichzeitig wird der Anteil der mechanischen Lüftung steigen.
Die Untersuchung zeigte viele Planungs- und Ausführungsmängel neu errichteter Lüftungsanlagen. Diese Mängel führen zu einer eingeschränkten Funktion bzw. führen sogar zum Versagen der Lüftungsanlage(n) (z. B. durch falsch gepolte Lüfter). Dabei ist die Rechtslage eindeutig. Die Landesbauordnungen fordern im Grundsatz Räume mit Fenstern. Wenn in Ausnahmefällen fensterlose Sanitär- oder Küchenräume hergestellt werden, dann müssen sie gelüftet werden. Über die Liste der Technischen Baubestimmungen sind sowohl die brandschutztechnischen als auch die hygienischen Vorgaben gesetzlich fixiert. In der Muster-Liste der Technischen Baubestimmungen sind in der Richtlinie über brandschutztechnische Anforderungen an Lüftungsanlagen die brandschutztechnischen Vorgaben zu finden. In der bauaufsichtlichen Richtlinie über die Lüftung fensterloser Küchen, Bäder und Toilettenräume in Wohnungen werden die wesentlichen hygienischen Vorgaben formuliert. Daneben gibt es weitere ca. 47 Normen und Richtlinien, welche sich mit dem Problem Lüftung auseinandersetzen.
Im Bestand werden am häufigsten verschmutzte oder verschlossene Lüftungsöffnungen oder -leitungen vorgefunden. Auch Geruchsübertragungen aus anderen Wohnungen sind ein häufig angesprochenes Problem. Hier sind es jedoch meistens Undichtigkeiten an anderer Stelle, die Gerüche übertragen (z. B. unzureichend verschlossene Deckendurchführungen von Leitungen). In Verbindung mit einer mangelhaften Zuluftversorgung durch eine sehr dichte Gebäudehülle entstehen hohe Unterdrücke, die dann die Übertragung von Gerüchen an den Undichtigkeiten fördern. Meist infolge vorhandener Unzulänglichkeiten kommt es auch zu Manipulationen durch den Nutzer/Mieter.
Insbesondere bei nicht gereinigten Küchen­abluftanlagen entstehen erhöhte Brandlasten in den Lüftungsleitungen und Fehlfunktionen der verbauten Brandschutzklappen durch Verschmutzung und Verschleiß. Weiterhin führen mangelhafte Befestigungen der Lüftungsleitungen zum Versagen der Brandschutzmaßnahmen im Brandfall. Die vorhandenen Planungs- und Ausführungsmängel werden durch Verschmutzung und Verschleiß weiter verschärft.
Im Vortrag wurde herausgestellt, dass in den Bereichen, in denen es keine gesetzlichen Vorgaben gibt, die Inspektion und Wartung von Lüftungsanlagen vernachlässigt werden. In Deutschlands Wohnungsbau werden ca. 29 % aller Lüftungsanlagen nicht gereinigt. Wenn man bedenkt, dass in den Ländern, in denen die Tätigkeiten an Lüftungsanlagen in einer Kehrordnung geregelt sind, diese zu 100 % gereinigt werden, ergibt sich für den Rest (alte Bundesländer) ein Wert von etwa 36 % (also mehr als ein Drittel). Im Bereich der Gaststätten, Hotels und Küchenabluftanlagen sieht es noch schlimmer aus. Hier werden nur etwa 45 bis 61 % Prozent der Anlagen professionell gereinigt. Jeder, der sich die im Hotelzimmer üblicherweise vorhandenen Lüftungsanlagen genauer anschaut, kann das bestätigen. Mit steigendem Alter der Lüftungsanlagen ist verstärkt mit Verschleiß bzw. Ausfall einzelner Komponenten zu rechnen. Dem kann nur durch regelmäßige Reinigung und Wartung vorgebeugt werden. Werden die Betreiber solcher Anlagen ihrer Verantwortung nicht gerecht, sind die Konsequenzen ein erhöhtes Brand­risiko, Komforteinbußen für die Nutzer/ Mieter, gesundheitliche Probleme, ein erhöhter Energieverbrauch und sogar Schäden an der Bausubstanz.
Die Fachleute fordern daher, dass die Inspektion und Wartung an Lüftungsanlagen nicht nur in den neuen Bundesländern, sondern bundesweit durchgeführt wird. Dafür ist nach Ansicht der Experten eine Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte und ihre Etablierung am Markt notwendig. Weiterhin sind einheitliche Vorgaben für die Durchführung (Arbeitsabläufe, Zeitaufwand) notwendig.
All diese Vorgaben werden durch das Schornsteinfegerhandwerk in den fünf neuen Bundesländern für den Bereich Wohn- und Gesellschaftsbauten faktisch erfüllt. Die von der Fachwelt empfohlenen Prüf- und Reinigungsintervalle decken sich im Wesentlichen mit den Vorgaben der KÜO. Auch die Vorgaben bezüglich der durchzuführenden Arbeiten entsprechen in etwa den Empfehlungen. Die Kosten liegen nach der KÜO sogar noch weit unterhalb der Einschätzungen.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Anzahl der Lüftungsanlagen zunehmen wird. Ein sicherer, gesunder, energiesparender und komfortabler Betrieb ist nur mit regelmäßiger Wartung und Instandhaltung möglich.
Das Schornsteinfegerhandwerk in den neuen Bundesländern nimmt auf Grund der seit langer Zeit existierenden gesetzlichen Vorgaben und der langjährigen Erfahrungen im Bereich der Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen eine verantwortungsvolle Stellung ein.
In den alten Bundesländern muss erst das Bewusstsein für eine Wartung und Instandhaltung von Lüftungsanlagen geweckt und ein Geschäftsfeld geschaffen werden. Entsprechende Fachkräfte müssen ausgebildet werden. Andere Länder, z. B. in Skandinavien, sind uns hier weit voraus.

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Saubere Luft - mit und ganz sicher

Als die Länder Sachsen und Thüringen am 17. Januar 1992 den Schulverein für das Schornsteinfegerhandwerk unter Vorsitz von Herrn Buschan gründeten, ahnte noch niemand, welche enorme Entwicklung der Verein in den folgenden Jahren nehmen würde.
Gründungsadresse war die Puschkinstraße 52 in Eilenburg. Vielen ist diese Adresse noch als Berufsschule für das Schornsteinfegerhandwerk der DDR bekannt. Bereits seit dem 06. Januar 1992 ist Frau Wiegel für den Schulverein tätig. Anfangs noch über den LIV Sachen, ist sie seit dem 01. 07. 1992 direkt beim Schulverein beschäftigt. Zum Schulleiter wurde am 18. 05. 1992 Hans Poltersdorf gewählt und ist in dieser Position bis zum heutigen Tage für den Verein im Einsatz.
Die Mitglieder waren sich darüber einig, dass der Schulverein ein neues Domizil benötigt um den gewachsenen Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk gerecht zu werden. So ergab es sich, dass am 27. 09. 1993 ein geeignetes Grundstück auf dem Gelände der Roten Jahne in Mörtitz erworben werden konnte. Die geplanten Kosten für den Neubau beliefen sich auf geschätzte 15 Millionen DM. Nachdem die Baugenehmigung am 20. 12. 1995 durch das Landratsamt Delitzsch erteilt wurde, begannen die Bauarbeiten am 18. 03. 1996. Bereits am 19. 02. 1998 konnten alle drei Häuser komplett eingeweiht werden. Um einen reibungslosen Schulbetrieb zu ermöglichen wurden weitere Arbeitskräfte für z. B. Küche, Reinigung und Haustechnik eingestellt.
Seit dem Jahre 1998 werden alle Weiterbildungsmaßnahmen in den Ländern Sachsen und Thüringen in den neuen Räumen des Schulvereins durchgeführt. Um die Unterbringung der Auszubildenden während des Blockunterrichts zu ermöglichen, wurde noch im Jahr 1998 mit dem Bau des Hauses IV begonnen. Schon im darauffolgenden Jahr im September 1999 konnte das Haus fertiggestellt und bezogen werden.
Den Erfolg des Schulvereins bestätigt auch der Beitritt der Bundesländer Sachsen-Anhalt am 15. 12. 1999 und Mecklenburg-Vorpommern am 01. 04. 2011. Mit dem Beitritt von Mecklenburg-Vorpommern wurde der Schulverein in „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks“ umbenannt.
Bei der Vorstandssitzung und Mitgliederversammlung am 04. 06. 2012 wurde Torsten Kiel (Landesinnungsmeister Sachsen-Anhalt) zum Vorsitzenden der Bildungsstätte gewählt. Er löste Hartmut Kettner (ehem. LIM Sachsen) als amtierenden Vorsitzenden ab.
Die Mitgliederversammlung war die geeignete Gelegenheit um Frau Wiegel und Hans Poltersdorf für die mehr als 20-jährige Arbeit in der Bildungsstätte zu danken. Hans Poltersdorf hat in vorbildlicher Weise die Geschicke des Schulvereins von Anfang an bestimmt. Dank seines unermüdlichen Einsatzes ist es gelungen den Schulverein zur angesehenen Bildungsstätte zu entwickeln. Er hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Finanzierung auch durch Nutzung von Fördermöglichkeiten auf sicheren Füßen stand.
Ohne die selbstlose Unterstützung auch von Frau Wiegel wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. Frau Wiegel hat Herrn Poltersdorf, den Vorstand, die vielen Dozenten und selbstverständlich auch die Schornsteinfeger in allen Fragen um die Verwaltung und Ablaufplanung unterstützt. Auch an dieser Stelle möchten wir nochmals unseren herzlichen Dank an die beiden „Urgesteine“ des Schulvereins aussprechen. Wir hoffen, dass wir von ihrer Unterstützung noch lange Zeit profitieren.

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Saubere Luft - mit und ganz sicher

Aus gegebenem Anlass führte der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt in diesem Jahr seinen Landesverbandstag erstmalig seit 2005 wieder in Verbindung mit einer öffentlichen Veranstaltung durch. Der kommende Wettbewerb unter den Schornsteinfegern und der drohende Wegfall der Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen machten eine erhöhte Außenwirkung des Verbandstages erforderlich und führten zu regem Interesse und einer hohen Zahl von Gästen aus Politik, Wirtschaft und natürlich den Berufskollegen.
Als Veranstaltungsort wählten wir das Hotel MARITIM in Magdeburg. Hier fanden wir ausreichende Kapazitäten für die etwa 250 Kollegen und Gäste in einem wunderschönen Ambiente. Der Termin Freitag, der 13., war natürlich kein Zufall, sondern ganz bewusst als Symbol für einen Glückstag gewählt.
Etwa 180 Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger erschienen überwiegend in der traditionellen Berufskleidung. Gerade diese vielen „schwarzen Männer“ in Kombination mit einem Freitag, den 13., waren für die Pressevertreter ein willkommener Aufhänger, um über das Anliegen dieses Verbandstages in Fernsehen, Radio und vielen Zeitungen zu berichten.
Zu den Gästen zählten insbesondere der Präsident des Bundesverbandes des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günther Beyerstedt, und die Landesinnungsmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Thüringen und Berlin. Aus dem Wirtschaftsministerium des Landes Sachsen-Anhalt kamen neben Staatssekretär Michael Richter auch Volker Visser, Anette Dölle und Jörg Nentwich. Vom Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt konnten wir Janina Fischer und Stefan Thomas begrüßen. Weitere Ehrengäste waren der Bürgermeister der Stadt Magdeburg, Rüdiger Koch, der Präsident des Gesamtverbandes Handwerk, Hans-Jörg Schuster, der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, Werner Vesterling, der Ehrenlandesinnungsmeister Manfred Jablonski und der Ehrenobermeister Karl-Heinz Kiel. Der Einladung folgten außerdem Vertreter der Ordnungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte, des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima, Marktpartner wie z. B. Energiegemeinschaften, Versicherungen, Vertreter der Industrie und Dienstleistungsbranche.
In den Redebeiträgen und Grußworten der Gäste wurde wiederholt die große Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks beim vorbeugenden Brandschutz, dem sicheren Betrieb von Feuerungsanlagen und bei der Umsetzung politischer Ziele wie dem Umweltschutz und der Realisierung der Energiewende verdeutlicht. Die führende Position, die Deutschland heute in den Bereichen Sicherheit und Umweltfreundlichkeit von häuslichen Feuerungsanlagen hat, ist nicht zuletzt auch den flächendeckenden neutralen Überprüfungen durch das Schornsteinfegerhandwerk zu verdanken.
Die Liberalisierung, die nun ab 2013 in Kraft tritt, darf nicht dazu führen, dass man diesen hohen Standard zum Nachteil unserer Kunden aufs Spiel setzt. Deshalb muss zum Beispiel die Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen unbedingt beibehalten werden. Dazu Landesinnungsmeister Torsten Kiel: „Ein Kernpunkt des neuen Gesetzes ist ohne Zweifel die neue Verantwortung für die Haus- und Grundstückseigentümer. Hat bisher der zuständige BSM die Fristen und Termine aller kehr- und überprüfungspflichtigen Anlagen eigenständig verwaltet und die Eigentümer zum Termin über sein Kommen rechtzeitig informiert, liegt diese Verantwortung nun bei den Betreibern und Eigentümern der Anlagen. Der zweite Themenschwerpunkt unseres Verbandstages ist unschwer an unserem Motto zu erkennen: „Saubere Luft, mit uns ganz sicher“.
Räume müssen ausreichend be- und entlüftet werden. Insbesondere fensterlose Aufenthaltsräume, Küchen und Kochnischen sowie Bäder und Toiletten sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist. Nicht normgerecht errichtete und nicht wiederkehrend überprüfte Lüftungsanlagen sind Gefahrenpotenziale! Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient der Aufrechterhaltung des baulichen Brandschutzes. Bei der Überprüfung der Lüftungsanlagen durch den Schornsteinfeger geht es in erster Linie um die Überprüfung und letztendlich um die Beseitigung der Ablagerungen und damit Beseitigung der zusätzlichen Brandlasten. Die Überprüfungspflicht der Lüftungsanlagen muss deshalb unbedingt beibehalten werden. In Sachsen-Anhalt werden durch das Schornsteinfegerhandwerk 530.000 Lüftungsanlagen in 357.000 Wohnungen überprüft. Dabei belaufen sich die jährlichen Kosten für die Sicherstellung der Funktionsfähigkeit der Lüftungsanlagen im Schnitt auf gerade mal ca. 30 Cent je m² Wohnfläche.“
Umrahmt wurde die gesamte Veranstaltung von einer Fachausstellung, in der die Lieferanten und Marktpartner des Schornsteinfegerhandwerks ihre neuesten Produkte präsentierten. Die Ausstellung zeigte, mit welchem Know-how ein moderner Schornsteinfegerbetrieb heute arbeitet, um die an das Handwerk gestellten Aufgaben erfüllen zu können. Das Schornsteinfegerhandwerk hat sich schon immer den vielen Veränderungen gestellt und ist mittlerweile zu einem modernen Dienstleister gereift.
Wir möchten uns auf diesem Wege bei allen Gästen für ihre Teilnahme und allen Personen, die zum Gelingen des Landesverbandstages 2012 beigetragen haben, ganz ganz herzlich bedanken.
Saubere Luft – Mit uns ganz sicher!

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Saubere Luft - mit und ganz sicher

Unter dem Motto „Saubere Luft – mit uns ganz sicher!“ lud die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern zur Ordentlichen Innungsversammlung mit Gästen am 04. 05. 2012 in die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern nach Rostock ein. Als Gäste wurden herzlich begrüßt: der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock Herr Roland Methling sowie der Abteilungsleiter im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern Herr Dr. Arnold Fuchs.
Landesinnungsmeister Ingo Ziola begrüßte noch weitere zahlreiche Gäste, u. a. den Präsidenten der HWK Ostmecklenburg-Vorpommern Herrn Siegmeier, den Justiziar der HWK Schwerin Herrn Ulff, den Obermeister der Kachelofen- und Luftheizungsbauer Innung Herrn Cordes, den Landesbrandmeister des Landesfeuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern Herrn Kalkschies, den Landesinnungsmeister des Fachverbandes Sanitär-Heizung-Klima Mecklenburg-Vorpommern Herrn Ratzke sowie den amtierenden Kreishandwerksmeister der KH Schwerin Herrn Rupnow.
Dr. Arnold Fuchs hat dem Handwerk seine Unterstützung und partnerschaftliche Zusammenarbeit angeboten. Durch ihre ständige gute Weiterbildung und Organisation ist der Schornsteinfeger ein Garant für Brand- und Betriebssicherheit von Feuerungs- und Lüftungsanlagen, dem Umweltschutz sowie der Energieeinsparung. Gerade in Zeiten gravierender Veränderungen im Schornsteinfegerhandwerk ist es wichtig, dass das Handwerk organisiert ist um die schwierigen Aufgaben zu bewältigen , so Dr. A. Fuchs.
Die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern haben die neuen Ziele und Aufgaben für das kommende Jahr abgesteckt. Hauptthema der Innungsversammlung war die Notwendigkeit der Reinigung und Überprüfung von Lüftungsanlagen in Wohn- und Geschäftshäusern.
Laut Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommerns müssen Lüftungsanlagen betriebs- und brandsicher sein. Eine Übertragung von Feuer und Rauch ist auszuschließen. Langfristig ist dieses nur durch eine regelmäßig wiederkehrende Überprüfung und Reinigung dieser Anlagen gewährleistet. Die Überprüfung und Reinigung von Lüftungsanlagen durch das Schornsteinfegerhandwerk hat sich in der Vergangenheit in Mecklenburg-Vorpommern bestens bewährt. Es sollte an Bewährtem fest gehalten werden, so weiter Dr. A. Fuchs in seiner Rede.
Die zertifizierten Schornsteinfegerinnungsbetriebe, als neutrales und fachkundiges Personal, sollten diese wichtige Aufgabe auch zukünftig wahrnehmen, dieses war der Tenor aller Anwesenden.

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Saubere Luft - mit und ganz sicher

Neuer Vorstand gewählt

Der diesjährige Landesverbandstag unserer sächsischen Kollegen stand ganz im Zeichen der turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes im Landesinnungsverband. Im Vorfeld hatte der amtierende Landesinnungsmeister Hartmut Kettner bereits angekündigt, dass er für die bevorstehende Wahlperiode nicht mehr zur Verfügung stehen würde. In seinem Bericht gab er zunächst eine Übersicht über die von ihm im Berichtsjahr wahrgenommenen Sitzungen und Veranstaltungen. Schwerpunkte seines Berichtes waren darüberhinaus, die Unterstützung der Kollegen bei der Umsetzung der novellierten 1. BImschV und der Ausstellung von Feuerstättenbescheiden. Dafür wurden zusätzliche Schulungen durchgeführt bzw. entsprechende Unterlagen erarbeitet und bereitgestellt. Grundlage für diese Unterstützung bildet die gute Zusammenarbeit des LIV Vorstandes mit den sächsischen Behörden und Verbänden, wie dem Bericht des Landesinnungsmeisters zu entnehmen war. Im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Schornsteinfeger an Lüftungsanlagen führte er aus, dass bei einer weiteren intensiven Zusammenarbeit mit den Partnerverbänden in den neuen Bundesländern eine gute Chance besteht, diese Tätigkeiten in der neuen Kehrordnung ab 2013 wiederzufinden. Zum Abschluss bedankte sich Kollege Kettner bei allen Kollegen, die ihn unterstützt haben. Im Besonderen dankte er den Vorstandsmitgliedern und der Sekretärin des LIV Sachsen, Frau Maurer.
Im Anschluss an den Bericht des Landesinnungsmeisters würdigte der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp den Kollegen Hartmut Kettner für dessen Verdienste während seiner 10-jährigen Tätigkeit als Landesinnungsmeister. Dabei hob er hervor, dass ohne Kollegen Kettner unter anderem die Sicherstellung des notwendigen Arbeitsvolumens in den sächsischen Kehrbezirken oder die Einführung von Kompetenznachweisen für die sächsischen Kollegen kaum möglich gewesen wäre.
Auch der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp hatte im Vorfeld angekündigt, dass er für das Amt des TLIW nicht mehr kandidieren würde. Sein Bericht beinhaltete ebenfalls eine Übersicht der wahrgenommenen Sitzungen und Veranstaltungen, besonders im technischen Ausschuss des LIV. Dabei berichtete er über folgende Arbeitsschwerpunkte: Die Vorbereitung und Durchführung der Schulungen für BSM und Gesellen, Bearbeitung und Weitergabe der BImschV- und Mängelstatistiken, die Vorbereitungen für die Bekanntgabe des Prüfstandes des LIV Sachsen, die im Herbst 2011 erfolgte, und die Zusammenarbeit mit Verbänden und Behörden. Zum Abschluss seines Berichtes bedankte sich Kollege Gralapp bei den Kollegen des technischen Ausschusses für die gute Zusammenarbeit. Ebenso dankte er allen anderen Kollegen, die ihn unterstützt haben. Sein besonderer Dank galt dem Kollegen Hartmut Kettner.
Der Bericht des Landesberufsbildungswartes Wolfgang Matteg wurde diesmal durch Kollegen Owe Nitsche vorgetragen, da Kollege Matteg kurzfristig verhindert war. Der LBBW verweist zunächst auf die gute Bewertung der Weiterbildung durch die Kollegen im Jahr 2012. Der Kompetenznachweis des LIV Sachsen wird inzwischen von den Kollegen als wichtiger Nachweis der Qualifikation bei einer Wiederbewerbung auf den Kehrbezirk angesehen. Das Bemühen der Einrichtung einer bundesweiten Lehrlingskostenausgleichskasse durch den ZIV versteht der LBBW als Voraussetzung für die Fortführung einer erfolgreichen Berufsausbildung. In Anbetracht geburtenschwacher Jahrgänge und der notwendigen Neubesetzung von Kehrbezirken müssten allerdings die Bemühungen um Auszubildende verstärkt werden. Ansonsten drohe dem Beruf Arbeitskräftemangel.
Der Beauftragte für Öffentlichkeit des LIV Sachsen Bernd Damisch ging in seinem darauf folgenden Bericht zunächst auf die Presseveröffentlichungen im Berichtsjahr ein. Dabei stellte er fest, dass sich die Presse hauptsächlich mit den neuen Bedingungen für Grundstückseigentümer ab 2013 beschäftigt. Da die Darstellung in der Presse mitunter sachliche Mängel aufweist bittet er die Kollegen um ausreichende Aufklärung der Grundstückseigentümer, vor allem bei Ausstellung von Feuerstättenbescheiden. Im Folgenden schildert er die Beteiligung des LIV an der mitteldeutschen Handwerksmesse und zur SHKG-Messe in Leipzig. Zum Abschluss seiner Ausführungen verweist er auf die im Gange befindliche Einrichtung von Internetseiten für Innungsmitglieder im Bereich des LIV Sachsen. Diese werden den Mitgliedern durch den LIV kostenlos zur Verfügung gestellt.
Im Anschluss an die Berichte kam es dann zum Wahlvorgang. Außer den beiden schon genannten Vorstandsmitgliedern hatte auch Kollege Günter Rehn angekündigt, dass er nicht mehr für das Amt des stellvertretenden Landesinnungsmeisters kandidieren möchte. Mit verdeckter Abstimmung wurden dann satzungsgemäß der Landesinnungsmeister und der stellvertretende Landesinnungsmeister gewählt. Die weiteren Abstimmungen erfolgten offen.
Folgende Ergebnisse wurden erzielt: Zum Landesinnungsmeister wurde der Kollege Gunar Thomas (Innung Dresden) gewählt. Diese Wahl stand unter Leitung des ältesten Delegierten, Kollege Hartmut Kettner. Die weiteren Wahlvorgänge leitete der neue Landesinnungsmeister. Zum stellvertretenden Landesinnungsmeister wurde der Kollege Mario Lindemann (Innung Chemnitz) gewählt.
Die weiteren Ergebnisse lauten wie folgt: Schriftführer und Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Damisch (Innung Zwickau), Kassenführer Olaf Lugk (Innung Bautzen), technischer Landesinnungswart Uwe Berger (Innung Leipzig), Landesberufsbildungswart Wolfgang Matteg (Innung Bautzen).
Im Anschluss an die Wahlen wurde festgelegt, dass der Landesverbandstag 2013 am 3. Mai im Bereich der Innung Bautzen stattfinden soll. Als erste Amtshandlung nahm der neue Landesinnungsmeister Gunar Thomas im Namen des Vorstandes zwei besondere Ehrungen vor.
Für seine 10-jährige erfolgreiche Tätigkeit als Landesinnungsmeister und für seine Verdienste für unseren Beruf wurde der Kollege Hartmut Kettner mit dem Titel eines Ehrenlandesinnungsmeisters des LIV Sachsen geehrt. Weiterhin wurde der Kollege Stefan Gralapp für seine Verdienste während seiner 20-jährigen Tätigkeit als technischer Landesinnungswart im LIV Sachsen zu dessen Ehrenmitglied ernannt.
Zum Abschluss des Landesverbandstages ergriff Herr RA Torsten Arndt als Vertreter des Bundesverbandes das Wort. Er gratulierte zunächst dem neu gewählten Vorstand des LIV Sachsen und wünschte allen gute Nerven und viel Erfolg für die bevorstehenden Aufgaben. In seinen Ausführungen ging er zunächst auf den gerade jetzt notwendigen Zusammenhalt in der Berufsorganisation ein. Es gelte zu einem vernünftigen Wettbewerb mit bezahlbaren Löhnen überzugehen. Austritte oder Neugründungen von Berufsorganisationen seien nicht zielführend. Da die endgültige Neuregelung zur Altersversorgung noch unklar sei, beschäftige sich der ZIV mit Möglichkeiten zur berufsständigen Altersversorgung. Außerdem bemüht sich der ZIV um die Anerkennung der Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrages und beteiligt sich an der Gestaltung der Kehr- und Überprüfungsordnung, die ab 2013 gelten soll. Er verwies außerdem auf das neue Strukturkonzept des Bundesverbandes 2013 Plus, mit dem mehr Effizienz und eine bessere Kommunikation in der Berufsorganisation erreicht werden soll. Mit der Bekanntgabe des Mottos für den Tag des Schornsteinfegers 2012 „Energiewende nicht ohne uns“ beendete er seine Ausführungen.
Mit dem Dank an die Organisatoren und dem Wunsch, dass sich noch mehr Kollegen am Landesverbandstag und der Arbeit des Verbandes beteiligen sollen, schloss der stellvertretende Landesinnungsmeister Mario Lindemann den diesjährigen Landesverbandstag.

Ausgabe: 1 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 84 - 2/2012 )

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Ausgabe: 83 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Fotos: Norbert Krüger || Dass auch Abgasanlagen von Brennwertgeräten einer regelmäßiger Prüfung bedürfen, kann man deutlich an der hier abgebildeten Anlage sehen. Es handelt sich hier um eine Abgasleitung aus Aluminium, die in einem bestehenden Schornstein verlegt war. Angeschlossen war hier eine Gas-Brennwertheizung. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Fotos: Uwe Kischke || Bei der Feuerstättenschau werden durch die Schornsteinfeger immer wieder zu geringe Abstände zwischen Ofenrohr und brennbaren Bauteilen vorgefunden. Dass diese Abstandsforderungen aus der Feuerungsverordnung durchaus berechtigt sind, zeigen die Fotos eindrucksvoll. Hier wurde der Mindestabstand von 40 cm nicht eingehalten. In der Folge kam es zur Entzündung der Holzverkleidung und damit zu diesem Wohnungsbrand.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Handwerksbetriebe können Anteile am HANSAgold im Gesamtwert von 17.500 Euro gewinnen

Ein bundesweites Gewinnspiel zum „Tag des Handwerks“ bietet jetzt wieder die Chance auf wertvolle Preise. Beim „Goldenen Preis zum Tag des Handwerks“, veranstaltet von der SIGNAL IDUNA, erhält der Gewinner des Hauptpreises Anteile des Investmentfonds HANSAgold im Wert von 10.000 Euro. Der Zweitplatzierte erhält Fondsanteile über 5.000 Euro, der dritte Gewinner über 2.500 Euro. „Der Goldene Preis zum Tag des Handwerks“ startet am 1. April 2012.
Als der Versicherer des Handwerks leistet die SIGNAL IDUNA mit dem Gewinnspiel ihren Beitrag zum „Tag des Handwerks“ am 15. September 2012, wenn sie die drei glücklichen Sieger bekannt geben wird. Mit ihrem Engagement will die SIGNAL IDUNA die traditionell enge Verbundenheit zur „Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“ zum Ausdruck bringen und die große Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft der rund 5,1 Millionen Beschäftigten im deutschen Handwerk würdigen.
Zur Teilnahme berechtigt sind ausschließlich Handwerksbetriebe, die in der Handwerksrolle eingetragen sind. Außendienstpartner der SIGNAL IDUNA geben dazu Gewinnspielboxen mit Teilnahmecode und Informationsmaterial aus. An der Teilnahme Interessierte können sich auch über die Internetseite www.der-goldene-preis.de melden. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

HK || Am 07. 02. 2012 fand der traditionelle Neujahrsbesuch der Schornsteinfeger-Innung beim Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus des Landes Mecklenburg-Vorpommern statt. Der neue Wirtschaftsminister Herr Glawe war sehr erfreut über so viel „Glück“ im neuen Jahr.
In den anschließenden Gesprächen wurden die Probleme des Landes und des Schornsteinfegerhandwerks insgesamt erörtert. Minister Glawe und Abteilungsleiter Dr. Fuchs waren aufmerksame Zuhörer. Durch die Vertreter der Innung wurde zum Ausdruck gebracht, dass die wichtigste Aufgabe 2012 sein wird, die bestehende Länderregelung (RÜGVO) auch über das Jahr 2013 hinaus weiterzuführen und damit die Überprüfung der Lüftungsanlagen durch das Schornsteinfegerhandwerk festzuschreiben. Dieses sei hinsichtlich des Brandschutzes in diesen Gebäuden unumgänglich.
Die Schornsteinfeger-Innung ist zuversichtlich, dass auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus gegeben ist.

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Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

...wurde vom Schornsteinfegerhandwerk begleitet

Thorsten Meier || Am 18. und 19. Februar fand in Stendal die Immobilienmesse rund um den Hausbau statt. Auch die Schornsteinfegerinnung der Altmark war an beiden Tagen mit jeweils zwei Kollegen vertreten. Sehr großer Beratungsbedarf herrschte bei den Besuchern zu den Themen Heizen mit Holz, Schornsteinneubau, Errichtung von Feuerstätten und zur Feinstaubregelung. Die fachlichen Tipps und Ratschläge wurden dankend entgegen genommen. 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Thorsten Meier || Am 1. März fand im Büro des Schornsteinfegermeisters Danilo Rotter (Innung Altmark) ein Vorgespräch mit den Mitarbeitern der KrugMediaTV über die Erstellung einer Reportage über unser Schornsteinfegerhandwerk statt. Im Gespräch wurden vorab Fragen zur Marktöffnung ab 2013, zur Feuerstättenschau, Abnahmen, vorgefundenen Mängeln, zum Feuerstättenbescheid, zur allgemein wiederkehrenden Kehr- und Messtätigkeit sowie zum Arbeitsablauf in einem Schornsteinfegerbetrieb beantwortet und erläutert. Das Team der KrugMediaTV begleitete unseren Kollegen und seinen Gesellen eine Woche lang bei der täglichen Arbeit mit der Kamera. Die Dokumentation über unseren schwarzen Beruf soll im Regionalfernsehen des MDR ausgestrahlt werden. Leider stand der Sendetermin zur Artikellegung noch nicht fest. 

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Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

JR || Zum 15. Mal öffnete die mitteldeutsche Handwerksmesse für 177.000 Besucher ihre Pforten. Vom 11. bis 19. Februar 2012 präsentierten insgesamt ca. 250 Betriebe parallel zur großen Verbraucherausstellung HAUS-GARTEN-FREIZEIT ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Themen, Ausbau, Sanitär- und Heizungsbedarf, Innenausbau und Energie.
Nun kommt unser Schornsteinfegerhandwerk ins Spiel!
In Sachen hoher Energieeinsparung zu bezahlbaren Investitionen sind wir nach wie vor der erste Ansprechpartner für unsere Kundschaft! Dies bestätigten auch die Besucher unseres Messestandes nach Rückfrage. Diese Beurteilung ist nicht ohne Grund! Ein kurzes Beispiel möchte ich erläutern.
Kunde A fragte nach, ob es Sinn macht, seine acht Jahre alte Ölheizung gegen ein Ölbrennwertgerät auszutauschen? Ich, als unabhängiger Energieberater, sagte, generell werden wir Brennstoff sparen und der Umwelt etwas Gutes tun. Nach zehnminütiger Hinterfragung seiner momentanen Ist-Situation der Immobilie stellte sich heraus, dass eine Wärmedämmung seiner Gebäudehülle effektiver ist. Diese Information inkl. Kostenaufstellung seiner Investition hatte Kunde A nicht erwartet. Wortwörtlich sagte Kunde A (ich zitiere): „Da haben Sie aber gar nichts verdient!“ Ich entgegnete: „Doch, Ihr Vertrauen in unser Schornsteinfegerhandwerk!“
Dieses Beispiel soll aufzeigen, welches Potenzial in unser Handwerk steckt. Denn Kunde A ist derjenige, der bei weiteren Investitionen den Schornsteinfeger fragt. Kundengewinnung durch objektive Beratung ist unsere Grundlage der Existenz!
„Wir sind zufrieden“ – das war das Resümee der zahlreichen Aussteller. Auf der neuntägigen Messe gab es viele Gelegenheiten, gute Gespräche zu führen und neue Kunden dazu zu gewinnen.
„Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung genießt das Handwerk in Deutschland das größte Vertrauen unter allen Wirtschaftsbereichen.“, so Martin Buhl-Wagner, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Messe. Das Handwerk bietet individuelle Produktlösungen, gute Beratung und hohe Qualität. Mit all diesen Eigenschaften präsentierten sich die Aussteller der mitteldeutschen Handwerksmesse und wurden mit dem großen Interesse des Publikums honoriert.
Insgesamt haben wir an den neun Tagen der Messeausstellung pro Tag ca. 80 direkte Kundengespräche geführt. Natürlich waren dies keine Einzelgespräche, denn Verwandte oder Bekannte haben durch diesen Informationsfluss profitiert.
Weiterhin möchte ich eine kurze Anregung für unsere Kollegen geben, was momentan dem Kunden intensiv mit unserem Handwerk beschäftigt. Das ist zum Beispiel die Installation von Außenschornsteinen für feste Brennstoffe in Verbindung der Ableitbedingungen der 1. BImSchV. Wichtig ist auch die Information zur Einführung der überprüfungspflichtigen Anlagen von festen Brennstoffen zur Feinstaubreduzierung mit deren Übergangsregelungen.
Verunsicherte Kunden fragten auch: Muss ich mir den einen neuen Schornsteinfeger nehmen oder kommt der weiterhin von allein?
Fazit: Durch unser Fachwissen steckt in unserem Handwerk hohes Potenzial zur Erfüllung unserer Aufgaben auf den Gebieten des Sicherheits-, Umwelt- und Brandschutzes und deren neutralen Beratung.
Zum Nachtrag möchte ich noch den letzten Absatz erwähnen bzw. schriftlich niederlegen! Der diesjährige Innovationspreis, der von der Handwerkskammer Leipzig/Halle verliehen wird, ging an das Markkleeberger Unternehmen Konstruktion & Musterbau für eine innovative Technologie im Bereich der Folien-Laminierautomaten. Gleich 15 Unternehmen bekamen das Umweltsiegel der Handwerkskammern aus Sachsen-Anhalt für nachhaltig agierende Handwerksbetriebe verliehen. Gleichermaßen wurden während der Messetage die Bestplatzierten aus Sachsen im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ausgezeichnet.
Ein Innovationpreis für unser Handwerk sollte für die Zukunft erstrebenswert sein!

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Überprüfungspflicht von Lüftungsanlagen war
Hauptthema der Beratung zwischen Kreismeistern
und LIV Sachsen-Anhalts

DB || In den Geschäftsräumen des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt fand am 22. März 2012 die jährliche Beratung der Kreismeister Sachsen-Anhalts mit dem LIV statt.
Beherrschendes Thema war die Durchführung der Überprüfung von Lüftungsanlagen ab 2013. Bei einem Wegfall der Überprüfungspflicht würde das Brandrisiko in den Wohnblöcken mit Lüftungsanlagen nach „DDR-Standard“ deutlich steigen. Die dort verbauten Schächte bestehen aus dünnwandigem Material ohne Feuerwiderstandsklasse. Der hohe Anteil von brennbaren, fetthaltigen Stäuben und die Tatsache, dass diese Schächte Geschosse überbrücken, waren der Grund, dass zu DDR-Zeiten eine zweimalige Überprüfung pro Jahr festgelegt wurde. Diese wurde mittlerweile auf einmal jährlich reduziert und es besteht die Gefahr, dass diese Überprüfungen ab 2013 nicht mehr in der Kehrordnung geregelt werden. Das Gleiche betrifft die gewerblichen Dunstabzugsanlagen. Auch hier besteht die Gefahr von Fettbränden, welche durch eine jährliche Überprüfung und Reinigung deutlich minimiert werden kann. Hier erfolgte der Aufruf an die Politik, die staatliche Fürsorgepflicht warzunehmen und die Verpflichtung zur Überprüfung beizubehalten. Weitere Themen waren die Ausschreibung der Kehrbezirke und die Altersversorgung im Schornsteinfegerhandwerk.
Am Nachmittag stellte der Geschäftsführer der SchornGES GmbH, Theo Gaux, ein Konzept vor, wie Schornsteinfegerbetriebe bei der Beteiligung an Ausschreibungen das Know-how der SchornGES nutzen können. Bei Wohnungsverwaltungen ist ab einer bestimmten Größe damit zu rechnen, dass die wiederkehrenden Kehr- und Messtätigkeiten ausgeschrieben werden. Nur mit einem schlüssigen Konzept, einer professionellen Vorbereitung und einigen Alleinstellungsmerkmalen wird die erfolgreiche Beteiligung an Ausschreibungen möglich sein.
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Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

In diesem Monat erschien im Ceto-Verlag, Leipzig, das Buch „Heizen mit Öl“. Es ist eines der wenigen am Markt erhältlichen allgemeinverständlichen Werke zu einem komplexen Fachthema. „Heizen mit Öl“ richtet sich primär an Verbraucher im deutschsprachigen Raum und deckt dabei alle Aspekte dieses Heizsystems ab. Das Buch ist ein Ratgeber für alle, die sich mit dem Gedanken an eine Heizungssanierung tragen und dabei weiterhin auf Heizöl, auch in Verbindung mit Erneuerbaren Energien, setzen. Es kann über die Online-Buchhandlungen Libri und KNV oder direkt beim Verlag unter www.ceto-verlag.de bezogen werden.
Zum Inhalt: Dem Autor Werner Ottlik gelang es, in 13 umfangreich illustrierten Kapiteln einen weiten Bogen von der Verfügbarkeit des Rohöls bis zur Heiztechnik und deren Kombinierbarkeit mit Erneuerbaren Energien, sowie der staatlichen Förderung bei einer Modernisierung zu schlagen. Dabei macht er auch vor der gesetzlichen Neuregelung des Schornsteinfegerhandwerks und den Überprüfungszyklen nicht halt. Durch die für ein Fachbuch ungewohnte lockere Schreibweise gelingt es dem Autor, den Laien oder Halbwissenden Endverbrauchern komplexe Dinge verständlich zu machen. Endlich einmal ein Fachautor, der sich nicht im Dickicht des Fachjargons verstrickt. Komplettiert wird der Textteil durch ein Stichwort- sowie ein Adressverzeichnis, das neben Behörden und wissenschaftlichen Einrichtungen wesentliche Hersteller von Heiztechnik sowie Heizöl und dessen Additiven in Deutschland enthält.
Erhältlich über die Online-Buchhandlungen Libri und KNV oder direkt beim Verlag unter www.ceto-verlag.de.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Fachtagung informiert über Stand der Technik und zukünftige Potenziale von Edelstahl-Abgasanlagen

Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH), Köln veranstaltet am 8. Mai in Würzburg zum vierten Mal das Zukunftsforum Abgastechnik. Interessant ist diese Veranstaltung insbesondere für SHK-Fachplaner, -Verarbeiter, Schornsteinfeger sowie Schornstein- und Ofenbauer. Ziel des Zukunftsforums ist es, einen fachlich fundierten Wissenstransfer zwischen Theorie und Praxis zu leisten. Dies gewährleistet eine Vielzahl von Fachreferenten, die rund um das Thema Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie berichten. Hierbei wird thematisch nicht nur auf Einsatzmöglichkeiten und Effizienz derartiger Abgasanlagen eingegangen, sondern auch auf die zu beachtende Gesetzgebung. Darüber hinaus wird ein Schwerpunkt der Veranstaltung auf der individuellen Wärmeversorgung im häuslichen Bereich liegen. Eine abschließende Podiumsdiskussion rundet das Tagungsprogramm sinnvoll ab.
Das 4. Zukunftsforum Abgastechnik findet am 8. Mai 2012 im Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg statt. Referenten und Themen sind unter www.vse-online.org einzusehen. Eine Anmeldung sollte bis zum 1. Mai erfolgen. Für die Tagung ist eine Gebühr in Höhe von 49,50 Euro inkl. Mehrwertsteuer zu entrichten – sie beinhaltet Tagungsgetränke, Mittagessen und umfangreiche Tagungsunterlagen. Gruppenanmeldungen werden ab fünf Personen zu reduzierten Konditionen berücksichtigt.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Die Gerätelösung für den Gas-Check:
Die neuen tragbaren Gasspürgeräte GSP3 und GSP3 Flex von AFRISO eignen sich zum schnellen und sicheren Aufspüren von Lecks brennbarer Gase an Gasleitungen und deren Verbindungsstellen (Verschraubungen, Fittings, Flansche), Gaszählern, Gasbrennern und Gastanks. Das Gasspürgerät GSP3 lokalisiert selbst kleinste Leckstel­len und zeichnet sich durch eine einfache Bedienbarkeit aus. Um auch an schwer zugänglichen Stellen Leckagen aufspüren zu können, wurde GSP3 Flex mit einer flexiblen Gasspürsonde ausgestattet.
Der Sensor besitzt eine große Empfindlichkeit gegenüber einem breiten Spektrum brennbarer Gase, wie z. B. Methan, Propan oder Butan. Das Vorbeiführen des Fühlers an der vermuteten Leckstelle führt zum qualitativen Aufspüren von Gasaustrittstellen, wobei die Intensität des austretenden Gases an drei LEDs ablesbar ist und gleichzeitig ein in der Frequenz ansteigendes und zur Gaskonzentration proportionales akustisches Signal ertönt. Eine automatische Abschaltung erfolgt dann nach vier Minuten. GSP3 wurde mit einen Sensor-Vergiftungsschutz ausgestattet, wodurch eine sehr hohe Lebensdauer gewährleistet ist. Der Messbereich (Methan) des Sensors reicht von 0 bis 2.000 ppm bei einer Empfindlichkeit von 20 bis 50 ppm. GSP3 hat eine Betriebsdauer von bis zu zehn Stunden und wird von zwei 1,5 V Alkaline Batterien (Mignon, AA) versorgt. Ein robustes Schutzgehäuse schützt vor Stößen und Schmutz. Das neue Gasspürgerät GSP3 kann z. B. für Gaskonzentrationsmessungen in Räumen, für Gas-Hausschauen, für Routineüberprüfungen oder zum Gas-Check eingesetzt werden.
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Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Abele bietet einen neu entwickelten Grundofen zum Heizen mit alternativ, erneuerbaren Energien an
Galten Grundöfen bisher als sehr Preisintensiv,
haben wir hier einen Bausatz im erschwinglichen Preissegment

Die Österreicher sind wohl mit die erfahrensten Ofenbauer. Besonders im Holzverbrennungsbereich haben sie immer schon ihre Wohnhäuser mit Holz beheizt. Wenn wir uns im Urlaub auf den Hütten und den Hotels aufgehalten haben, wird wohl kaum jemand berichten können, dass ein Grundofen nicht richtig gezogen hätte oder gar eine Geruchsbelästigung durch eine Feuerstätte festzustellen war. Mal ehrlich, die Gemütlichkeit und Entspannung sind auch nicht zu verachten.
Galten Grundöfen bisher als etwas träge, da das Feuer zuerst die recht große Masse von Schamotte aufheizen musste, bevor der Ofen Wärme abstrahlen konnte, so ist durch neue Entwicklungen der Schamotte und der Oberflächenstruktur ein moderner Grundofen wesentlich schneller im Wärme aufnehmen und somit auch in der Lage wesentlich schneller wieder Wärme abzugeben.
Die Firma Grundofen Abele hat daher ihren Grundofen von österreichischen Ingenieuren und Hafnermeistern entwickeln lassen. Dieser Grundofen kann als Baukastensystem, nach vorheriger Planung, erworben werden. Ein technisch versierter Mensch kann diesen Grundofen selbst aufbauen, außerdem leistet ein Mitarbeiter der Firma einen Tag Aufbauhilfe.
Infos zu diesem sicherlich interessanten Projekt der Firma Abele aus Dresden finden Sie im Internet unter dem Link
www.wohlflamm.de.

Ausgabe: 83 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Ausbildungsoffensive.
Mach mit!

Dr. Herrmann || Es ist eigentlich müßig an dieser Stelle und in diesem Kreis über die Notwendigkeit einer stabilen Nachwuchsrate im Beruf zu sprechen. Nahezu unverständlich ist, dass aus vier Bundesländern nur eine Berufsschulklasse jährlich zustande kommt. Das entspricht der Hälfte der erforderlichen Reproduktionsrate. Kurz gesagt: Es müssten doppelt soviel Jugendliche ausgebildet werden, um den Fortbestand des Berufes zu sichern! Oder wollen wir uns selbst abschaffen?
Die zur Verfügung stehenden Bildungsangebote wurden schon im Jahr 2010 in dieser Zeitschrift ausführlich beschrieben. Wir dürfen unsere Werbeaktivitäten nicht nur auf Haupt- und Realschulen beschränken. Auch ein Gymnasium oder Berufsgymnasium hat viele potenzielle Kandidaten, die sich einer handwerklichen Ausbildung grundsätzlich nicht verschließen, auch gepaart mit einer weiterführenden Schule oder einem Studium. Oft kennen sie diese Bildungsgänge aber nicht. Deshalb noch einmal: Es gibt neben dem traditionellen Lehrberuf des Schornsteinfegers weitere Bildungsgänge, die neben diesem Berufsabschluss zu einer Hochschulreife führen oder zu einer akademischen Ausbildung.
Der Gewerbeförderausschuss im Schulverein hat gemeinsam mit der Redaktion dieser Zeitschrift eine Werbekarte entworfen, die in kurzer Form die Bildungsmöglichkeiten im Schornsteinfegerhandwerk aufzeigt. Auf die Karte kann eine konkrete Kontaktadresse gestempelt werden. Diese Karte ist als Streuwerbung vorgesehen. Ein Muster befindet sich in diesem Heft. Die Verteilung wird auf zwei Wegen erfolgen.
Es bestellt sich jeder Kollege eine angemessene Anzahl von Karten in der Bildungsstätte, versieht diese mit seinem Firmenstempel und übergibt sie den in Frage kommenden Haupt-/Realschulen und Gymnasien in seinem Kehr- oder Wohnbezirk. Es sollten sich alle Kollegen beteiligen, auch solche, und das wird wohl die Mehrzahl sein, die keinen Auszubildenden aufnehmen. Der Erfolg der Aktion hängt im Wesentlichen von der Anzahl der an den verschiedensten Orten verteilten Karten (Streubreite) ab! Weiterhin erhalten die etwa 150 regionalen Arbeitsagenturen in den vier Bundesländern von der Bildungsstätte ein Kartenpaket zur Auslage in den Berufsberatungszentren der Agenturen bzw. zu ihrer sonstigen Verwendung. Hierbei wird die Bildungsstätte als Kontakt angegeben.
Sobald ein Interessent sich bei einem Kollegen meldet, kann der Kollege von der Bildungsstätte ein „Starterpaket“ mit weiterführenden Informationen anfordern. Hierfür werden die einschlägigen Materialien der Berufswerbung des Bundesverbandes vorgehalten. Dazu zählen das Heft „Ich werde Schornsteinfeger!“, die ZIV-Imagebroschüre, ein Probeexemplar unserer Fachzeitschrift und Ähnliches. Die weitere Begleitung eines solchen Interessenten durch den jeweiligen Kollegen ist allerdings erforderlich. Das bedeutet aber nicht, dass er den Interessenten auch selbst ausbilden soll. Hier stehen die Berufsbildungswarte der Innungen sicher zur weiteren Beratung und Vermittlung zur Verfügung.
Es ist vorgesehen auf den Landeverbandstagen einen Informationsstand einzurichten, wo man sich näher informieren sowie Werbekarten und „Starterpakete“ erhalten kann.
Um die Titelzeile der Werbekarte wieder aufzunehmen: Es ist nicht nur cool hier mitzumachen, sondern auch clever! 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

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Innovationen von SCHOTT für mehr Luxus und Design bei ROBAX® Kaminsichtscheiben
Weltweit erste Scheibe mit 270 Grad Öffnungswinkel / Neue METALLIC Design-Effekte

Der Technologiekonzern SCHOTT bringt als erster Hersteller weltweit eine Kaminsichtscheibe mit einem Öffnungswinkel von 270 Grad auf den Markt, für luxuriös gestaltete Kaminöfen. Auch neue Design-Effekte hat der Glaskeramikspezialist bei seinen ROBAX® Scheiben zu bieten: Neue Dekorationsfarben werden in einem speziellen Druckverfahren auf die Kaminscheiben aufgetragen und ermöglichen dadurch Designs im Metallic-Look. Auf der Messe Progetto Fuoco in Verona stellt das Unternehmen die neuen Produkte vor.
Die neue SCHOTT ROBAX® Kaminsichtscheibe mit einem Öffnungswinkel von 270 Grad erfüllt höchste Ansprüche an einmalige Formen. „Durch die stetig wachsende Beliebtheit von verformten Kaminsichtscheiben wird ein Produktportfolio, das unseren Kunden eine Vielzahl von Form- und Designvarianten anbietet, immer wichtiger“, so Isabel Eymael, Marketing-Managerin bei SCHOTT ROBAX®. Die innovative Scheibe aus dem Luxussegment von SCHOTT ist mit einem Radius von 300 mm und einer Höhe von 600 mm erhältlich (weitere Abmessungen auf Anfrage). 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Mit Christiane Wodtke leitet nun ­eine tatkräftige Unternehmerin „mit Feuer“ den traditionsreichen Verband HKI. Sie hat viele Ideen und Wünsche, um den Verband für die Zukunft weiter stark zu positionieren.
Die schwäbische Unternehmerin Christiane Wodtke ist neue Präsidentin des HKI-Industrieverbandes Haus-, Heiz- und Küchentechnik. Sie wurde in der langen Geschichte als erste Frau in dieses Amt gewählt. Der HKI mit den beiden Fachverbänden Heiz- und Kochgeräte sowie Großkücheneinrichtungen vertritt als führender Industrieverband die Interessen der Branche in Deutschland und Europa.
„Die Branche sieht sich vor wachsenden Herausforderungen, welche auch starke Auswirkungen auf die Produktpolitik haben. Energiewende und Fachkräftemangel sind nur einige Stichworte dazu. Aber gerade das Thema Energiewende birgt auch Chancen für die Steigerung der Energie-Effizienz und den Wärmemarkt“, so Christiane Wodtke. Deutschland könne, was Forschung und Entwicklung betrifft, hier eine Vorreiterrolle spielen.
Die starke und profunde technische Ausrichtung des Verbandes, welche sich auch in der Gestaltung der Normungsarbeit widerspiegele, mache ihn für die Branche und auch als Ansprechpartner für den Gesetzgeber wertvoll. Eine wesentliche Aufgabe sieht Christiane Wodtke aber auch zukünftig in der politischen Aufklärungsarbeit. „Jeder einzelne in der Politik bewirkt wenig, hier heißt es Kräfte bündeln und unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern.“ 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver

Hunderte Briefe ausdrucken, falzen, kuvertieren, frankieren – als Bezirksschornsteinfegermeister hat Karl Creischer eigentlich Besseres zu tun. Deshalb verschickt er seine Post nun per Hybrid­mail.
Karl Creischer hat im Job die besten Aussichten. Als Bezirksschornsteinfegermeister steigt er von Berufs wegen den Mönchengladbacher Häusern aufs Dach und verrichtet seinen Dienst mit Panoramablick über die nordrhein-westfälische Großstadt. Meistens jedenfalls.
Denn der Beruf des Schornsteinfegers umfasst auch Aufgaben, für deren Erledigung Creischer am Boden bleiben muss: die Büroarbeit. Darunter nicht zuletzt das lästige Handling rund um die vielen Briefe, die er jede Woche verschickt. „Ich weiß gar nicht, wie oft ich schon am Wochenende dagesessen und hunderte Briefe eingetütet habe“, erzählt er. Neuerdings ist damit Schluss: Seit August arbeitet der Bezirksschornsteinfegermeister mit einer Software, die es ihm ermöglicht, seine Ausgangspost auf hybridem Weg zu verschicken. Hybrid heißt, dass er sie auf digitalem Weg losschickt, wie eine E-Mail, der Empfänger jedoch einen ganz normalen Papierbrief erhält.
Dafür muss Creischer seine Dokumente einfach per Mausklick über einen Druckertreiber versenden – erst in einem Druckzentrum der internet access GmbH (iab) werden sie schließlich ausgedruckt, kuvertiert und frankiert. Das Tochterunternehmen von Francotyp-Postalia hat die entsprechende Versandlösung entwickelt, die Creischer heute verwendet. Sind die Briefe fertig konfektioniert, übergibt die iab sie der Deutschen Post oder einem anderen Zustelldienst zur Auslieferung.
Kleine Lösung – große Hilfe
„Innerhalb des ersten Vierteljahres, seitdem ich die Hybridmail-Variante nutze, habe ich schon viele hundert Briefe auf diesem Weg verschickt“, erläutert Creischer. maxprint lautet der Name der Software, die die Dexheimer Software GmbH, ein Anbieter von Softwarelösungen für Bezirksschornsteinfegermeister und Schornsteinbauunternehmen, vertreibt. Diese können damit zum Beispiel Rechnungen, Messbescheinigungen, Feuerstättenbescheide, Mängelberichte oder Lohnzettel versenden. Die Hybridmaillösung hat zwar eine direkte Schnittstelle zur Schornsteinfegersoftware von Dexheimer, dennoch ist sie so konzipiert, dass sie eigenständig funktioniert. Analog zu Creischer können alle anderen kleinen und mittelständischen Handwerksbetriebe sie einsetzen. „Unsere Hybridmaillösung arbeitet sehr gut zusammen mit den Produkten von Dexheimer. Mit Hilfe dieser Kooperation können wir Handwerkern verschiedenster Tätigkeitsbereiche einen kostengünstigen Dokumentenversand ermöglichen“, erklärt iab-Geschäftsführer Dr. Alexander Seyferth.
Der große Vorteil, erläutert Creischer, liegt für ihn in einem enormen Zeit- und Kostenersparnis. In eine Tabelle hat er vom Materialwert eines Briefes bis zu den Anschaffungskosten der Software alles rund um Briefhandling und -versand eingetragen: „Unterm Strich kam he­raus, dass ich bei meinem Stundensatz 250 Briefe pro Stunde eintüten müsste, um per Hand günstiger zu arbeiten als mit der Hybridmail-Software. So eine Taktung schafft kein Mensch.“
Geringere Kosten,
höhere Prozess-Sicherheit
Außerdem bringe die Software ein Plus in Sachen Prozess-Sicherheit. So verschickt Creischer zum Beispiel oft Rechnungen, die er mit verschiedenen Anhängen versehen muss. In ein Kuvert, so schätzt er, packt er durchschnittlich fünf Blatt Papier. „Die musste ich früher immer manuell zuordnen. Egal, wie sehr man sich konzentriert – bei so einer Arbeit lassen sich Fehler nie komplett ausschließen.“ Diese Sortierarbeit erledigt die Hybridmaillösung seit einigen Monaten. Auch die Zuordnung mehrerer Rechnungen zu einer Person – wenn zum Beispiel jemand mehrere Häuser besitzt – übernimmt die Software auf Wunsch vollautomatisch. „Seit ich die Hybridpost nutze, spare ich mir die Zeit fürs Zusammentragen der einzelnen Seiten und minimiere gleichzeitig die Fehlerquote. Nicht nur das: Die Schreiben sehen noch professioneller aus und ich weiß genau, wann sie beim Empfänger ankommen. Meine Mahnläufe haben sich auf diese Weise ebenfalls reduziert.“ 

Ausgabe: 83 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 83 - 1/2012 )

Eine Schornsteinfegerlehre ist clver


ESF-Projekt „Gescheites Brennholz“ Entwicklung und Erprobung von Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte der Brennholzwirtschaft in Hessen
Projektdauer: 01. 10. 2010–31. 03. 2012

Die Aufbereitung von Brennholz entwickelt sich aufgrund der Verknappung fossiler Energieträger rasant, flächendeckend und dezentral. Im Jahr 2005 wurden in Deutschland ca. 21,7 Mio. m3 (fm) Holzbrennstoffe in Privathaushalten verbraucht. Davon entfielen 17,5 Mio. m3 (fm) oder 80,5 % auf Scheitholz [MANTAU/SÖRGEL, 2006]. Im Jahr 2008 waren es bereits 20 Mio. m3 (fm) Scheitholz [HICK/MANTAU, 2008]. Werden Importe fossiler Brennstoffe durch heimisches Scheitholz ersetzt, verbleiben mindestens 60 % der Kosten als vermiedene Devisen zusätzlich als Kapital für die regionale Wirtschaft. Aufgrund der begrenzten Holzmengen und steigender Nachfrage ist schon jetzt ein effizienterer Umgang erforderlich.
Laut einer Befragung in Hessen (Rücklauf n = 50) gehören Brennholzbetriebe überwiegend zu Land-, Forst-, Holzwirtschaft, Garten- und Landschaftsbau oder zum Handwerk. Sie sind entweder Mitglied in der Land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (BG) oder in der Holz-BG. Meist handelt es sich um inhabergeführte Betriebe im Nebenerwerb oder mit zusätzlichem Geschäftsfeld, die einen Familienangehörigen und/oder eine Aushilfskraft in Teilzeit oder in Vollzeit beschäftigen. Gleichwohl gibt es auch hoch mechanisierte hauptgewerbliche Brennholzbetriebe mit großer Produktionskapazität. Mehr als die Hälfte der Betriebsinhaber sind Gesellen oder Facharbeiter, 25 % sind Meister. Die durchschnittliche Jahresmenge pro Betrieb beträgt knapp 1.800 srm. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe produziert/handelt zwischen 200 bis 700 srm pro Jahr, 3/4 der Betriebe macht ca. 200 bis 1.500 srm pro Jahr. Etwa 2/3 des Scheitholzes wird trocken und ca. 1/3 nass verkauft. Knapp 2/3 des Scheitholzes wird in srm und ca. 1/3 in rm angeboten. Organisationsstrukturen, Berufsbildungsmaßnahmen und wirtschaftssystematische Zuordnung von Brennholzbetrieben sind kaum bekannt. Sie zahlen Beiträge an Berufsgenossenschaften, Sozialversicherungsträger und an das Finanzamt, sind aber als eigenständige Branche mit einem eigenen Ausbildungsberuf nicht identifizierbar. Geht man davon aus, dass ca. 65 % des jährlichen Scheitholzverbrauches für Eigenversorgung direkt ab Wald aufbereitet und ca. 15 % importiert werden, verbleiben ca. 20 % von 20 Mio. m3 (fm), die in Deutschland gewerblich erzeugt werden. Bei einer mittleren Jahresproduktion von 1.800 srm je Betrieb und einer Umrechnung von 2 srm/fm gibt es ca. 325 Betriebe in Hessen und ca. 4.440 Betriebe bundesweit.
Ziel des ESF-Projektes „Gescheites Brennholz“ ist es, praxis­orientierte Lehrgänge und Informationen für hessische Brennholzbetriebe und deren Beschäftigten zu entwickeln und zu erproben. Durch Vermittlung und Umsetzung von Erkenntnissen zu Arbeitsschutz, Trocknung und Qualitätssicherung können die Wettbewerbsfähigkeit von Brennholzbetrieben gesteigert, regionale Holzenergiemärkte institutionalisiert und Brennholz effizienter und emissionsärmer für die Wärmeerzeugung eingesetzt werden. Die entwickelten Seminare können als berufliche Qualifizierungsmaßnahme in die Ausbildung vorhandener Ausbildungsberufsbilder eingesetzt werden.
Für das Seminar Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz wurde eine Checkliste zur Gefährdungsermittlung entwickelt. In vielen Betrieben fehlt eine deutlich gekennzeichnete Abgrenzung des Arbeitsbereiches gegenüber denjenigen Flächen, auf denen sich Kunden (Selbstabholer) und Besucher bewegen dürfen. Weitere Aspekte sind Umgang mit Motorsäge, Sägespaltmaschine, Trockner, Manipulation und Stapeln von Stamm- und Brennholz, Maschinenlärm sowie Ladungssicherung. Anhand von Übungen werden die Teilnehmer im Umgang mit Gefahren sensibilisiert.
Wie viel Wasser muss aus einem Holzscheit verdunstet werden, bis es lufttrocken ist?
Folgende Arbeitsschritte führen zur Lösung:
– Wiegen des Scheites, z. B. 2375 g
– Schätzung der Anfangs-Holzfeuchte, z. B. 50 %
– Festlegung der End-Holzfeuchte im lufttrockenen Zustand
(u = 18 bis 22 %, im Mittel 20 %)
– 2375 g / (100 % Holz + 50 % Wasser) x 100 % =
1583 g Holz absolut trocken
– 1583 g x (100 % Holz + 20 % Wasser) / 100 % =
1900 g Holz lufttrocken
– 2375 g – 1900 g = 475 g Wasser
Im Seminar Trocknung und Feuchtebestimmung von Scheitholz lernen die Teilnehmer Grundlagen der natürlichen und technischen Brennholztrocknung kennen und können einen Trocknungsprozess mit einfachen Mitteln steuern. Sie können an einzelnen Scheiten die Holzfeuchte zu Beginn und am Ende der Trocknung mittels Darrprobe bzw. elektrischem Messgerät nachvollziehbar bestimmen und Kunden vermitteln. Da Brennholzbetriebe Scheitholz zunehmend technisch trocknen, um kontinuierlich auch während der Heizperiode trockenes Brennholz verkaufen zu können, sind die Betriebe darauf angewiesen, den Messunterschied zwischen technisch und natürlich getrocknetem Scheitholz zu erlernen. Bereits nach 7 Tagen gut belüfteter Klimatisierung trocknet eine Charge mit einer mittleren Holzfeuchte von 24,3 % auf 21,7 % – gemessen an einer Stichprobe N = 18 mit einer Standardabweichung von 4,8 % und einer einseitigen Sicherheit S = 95 %. Scheitholz, das nach der technischen Trocknung längere Zeit vor seiner Verwendung lagert, kann genauso gemessen werden wie natürlich getrocknetes Scheitholz.
Im Seminar Normung, Messtechnik und Qualitätssicherung von Scheitholz lernen die Teilnehmer Brennholznormen und einfache Werkzeuge der Qualitätskontrolle kennen sowie den Umgang mit Messtechnik und Einflüsse der prozess- und produktbezogenen Qualitätssicherung und können diese für ihre betrieblichen Anforderungen anwenden. Sie können Feuchtemessgeräte vergleichen und beurteilen sowie Brennholzmengen nachvollziehbar ermitteln und ihren Kunden Qualitätsunterschiede erläutern. Herzstück der Qualitätsprüfung ist die betriebsinterne Qualitätssicherung (= dokumentierte Eigenüberwachung) der Betriebe. Das bedeutet, der Scheitholzproduzent muss selbst seine Qualitätskriterien festlegen, prüfen und dokumentieren können; der externe Prüfer wird lediglich die dokumentierte Qualität auf Plausibilität und durch eine Stichprobe prüfen. Für Aufbau, Durchführung und Dokumentation dieser Eigenüberwachung benötigen die Betriebe Unterstützung, wie sie z. B. in den o. g. Seminarmodulen angeboten wird. Grundlage für die externe Überwachung der Scheitholzqualität in Brennholzbetrieben kann z. B. die aktualisierte Satzung des Qualitätszeichens des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e. V. sein.
Das ESF-Projekt „Gescheites Brennholz“ (Az: 4/0500/80100639-WB05 0107/2009) und das ESF-Projekt „Definierte Hackschnitzel“ (Az: 4/0500/70609851-WB05 0114/2011) sind Branchenprojekte des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e. V., gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds – und der Holzfachschule Bad Wildungen e. V. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Leichtbauschornsteine haben nur ein geringes Gewicht und sind deshalb für den nachträglichen Einbau, auch auf Geschossdecken, geeignet. Der Schacht aus Kalziumsilikatplatten sichert einen Feuerwiderstand von 90 Minuten. In diesem Fall hat man allerdings während des Aufbaus des Schornsteins festgestellt, dass man nicht an der Firstpfette vorbeikommt. Kurzentschlossen wurde deshalb der Sockel des Schornsteins aufgeschnitten, um den Schornstein so weit zu verrücken, dass man an der Firstpfette vorbei kommt. Um die Last des Schornsteins abzufangen, hat man mit Kanthölzern den fehlenden Unterbau ersetzt. Leider wurde nicht beachtet, dass jetzt der Brandschutz nicht mehr gewährleistet ist. Zum Glück hat der Schornsteinfeger diesen Schornstein im Rohbau begutachtet und so die Beseitigung des Mangels veranlasst. Ohne Rohbauabnahme hätte der Eigentümer diesen Mangel erst nach erheblichen Rückbaumaßnahmen – verbunden mit erneuten Renovierungsarbeiten – beseitigen können.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Sparen zu Lasten der Sicherheit: Schornsteinköpfe über Dach müssen unter anderem auch Windlasten aushalten. Die Hersteller von Fertigteilschornsteinen haben in ihren Produktbeschreibungen auch zulässige Höhen über der letzten Abstützung vermerkt. In diesem Fall wurde diese Höhe weit überschritten. Trotzdem hat der Errichter auf den Einsatz einer statischen Abstützung verzichtet. Die letzten Herbststürme hat dieser Schornsteins dann nicht überstanden. Gott sei Dank ist der Schornstein „nur“ auf das Flachdach gefallen und Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Der Einbau eines Statiksets hätte hier viele Kosten für die nun fällige Reparatur des Daches und den Neuaufbau des Schornsteins sparen können. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Holz brennt - das weiß jedes Kind ... nur manche Handwerker nicht

Bilder Torsten Kiel || Schornsteine werden über Dach häufig verkleidet. Das sieht gut aus und ist, ordnungsgemäß hergestellt, auch eine gute Lösung um den Schornstein vor Witterungseinflüssen zu schützen. Voraussetzung ist aber, dass bei Verwendung von brennbaren Bauteilen die erforderlichen Brandschutzabstände eingehalten werden.
Wie auf den Bildern zu sehen, wurde hier der Mindestabstand unterschritten. Noch beim Probebetrieb des angeschlossenen Kamins hat sich die Unterkonstruktion der Schornsteinverkleidung durch die hohe thermische Belastung entzündet. Zum Glück haben die Betreiber des Kamins erkannt, dass Rauch aus der Abdeckung des Schornsteins ausgetreten ist. Der sofort gerufene Schornsteinfeger konnte den Brand, die Flammen haben bereits durch die Abdeckung geschlagen, löschen, bevor das Feuer auf den Dachstuhl übergegriffen hatte.
Nicht nur, dass die Verschalung trotz zwischengelegter Mineralfaserplatte zu dicht am Schornstein angelegen hat, wurde hier die vom Schornsteinhersteller des Leichtbauschornsteins vorgeschriebene und auch mitgelieferte Abdeckung demontiert um die „neue“ Abdeckung über den bereits vorhandenen und den neu errichteten Schornstein in einem Stück zu montieren. Um den vorhandenen Höhenunterschied der beiden Schornsteinköpfe auszugleichen, wurde eine Dachlatte auf den Leichtbauschornstein aufgebracht. Diese Dachlatte, mit nur wenigen Zentimetern Abstand zum Edelstahlrohr, hat dann nach ca. 2 Stunden Betrieb der Feuerstätte den Brand ausgelöst.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Mitteldeutschlands größte Messe für Berufsorientierung: das 20. Forum Berufsstart
JR || Erfurt – In Thüringen gibt es 15.000 Ausbildungs- und Studienplätze, bei dieser gigantischen Auswahl verliert man schnell den Überblick. Welcher Beruf passt zu mir und meinen Talenten? Mit welchen Qualifikationen kann ich mein Berufsziel erreichen? Was macht ein Schornsteinfeger, Produktionstechnologe oder ein Kaufmann für Systemgastronomie? Alle Fragen rund um das Thema Berufsorientierung wurden beim Forum Berufsstart am 17. und 18. November 2011 in der Messe Erfurt kostenlos beantwortet. Unsere Fach­experten und Berufsbildungswart Rene Bucklitsch gaben realistische Ausblicke über die Ausbildungsinhalte des Schornsteinfegerhandwerks sowie deren Verlauf.
Bei Mitteldeutschlands größter Berufsorientierungsmesse boten dieses Jahr aber auch über 200 Aussteller Möglichkeiten, sich über Berufsausbildungen und Studienplätze zu informieren. Tausende Schüler ab 13 Jahren ließen sich diese Möglichkeit nicht entgehen und stürmten bereits zur Eröffnung am Donnerstagvormittag die Messehalle. Vertreter der Organisatoren des Forums, die Agentur für Arbeit, die IHK und Handwerkskammer Erfurt schnitten zur Eröffnung symbolisch ein Band durch und waren überwältigt vom großen Andrang. Mit ausgefallenen und witzigen Standaktionen buhlten die Schornsteinfeger als Handwerks- und Dienstleistungsgewerbe um die Aufmerksamkeit der Messebesucher. Die ausgeschilderten Straßen der Berufswahl in der Messe­halle erleichterten die Orientierung nach den gesuchten Berufsbildern und somit auch nach den Unternehmen und Einrichtungen. Ergänzt wurde das Berufsorientierungsangebot von Rene mit dem Angebot eines Eignungs- und Bewerbungstests, an denen sich jeder probieren konnte. Die Auswahl und Möglichkeiten der Berufsausbildung und eines Studiums sind zahlreich. Wer sich in seiner Berufswahl noch nicht sicher war, konnte sich eine Übersicht auf dem Forum Berufsstart verschaffen. Andere stellten gezielte Fragen an die Kollegen der Messestandbesetzung und holten sich Informationen zu ihrem eventuellen Wunschberuf Schornsteinfeger. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Ein Rückblick zum 12. Unternehmertag
am 29. September 2011 im Congresszentrum
neue Weimarhalle
JR || Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 12. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 29. 09. 2011 in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die geeignet wären, um junge Leute zu motivieren in ein Ausbildungsverhältnis als Schornsteinfeger zu gewinnen.
Ein gut ausgerüsteter Schornsteinfegerstand sorgte für reißenden Absatz von Glücksbringern.
Durch die gute Ausrüstung des Messestandes wurde das Interesse an Thermografie, Holzfeuchtemessungen, Kamerainspektionen und Feststoffmessungen bei den Besuchern geweckt.
In mehreren Podien kamen die Problematiken der Lehrlingswerbung zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigte deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich sehr unterscheidet, deshalb sollen Anstrengungen von allen unternommen werden, um den Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.
Der nächste Unternehmertag ist indes schon in Planung – dann heißt es wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen sein. 
Ausgabe

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

JR || Über 5.500 Eigenheimbesitzer, Bau- und Modernisierungswillige kamen zur Messe Haus.Bau.Energie. 2011 ins Messezentrum Erfurt. Drei Tage lang ließ sich hier von 140 Ausstellern alles zu den Themen Bauen, Modernisieren und Energie erfahren. Dabei ging es nicht nur ums Energiesparen, sondern auch um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die effiziente Nutzung dieser Ressource in Haus und Wohnung. An allen drei Tagen gab das Schornsteinfegerhandwerk Informationen wie Energieverbrauch – und somit auch die entsprechenden Kosten – gesenkt werden können.
Am Freitag eröffnete Thüringens Bauminister Christian Carius die Messe mit den Worten, Bauen sei ein Thema für Optimisten. Wer sich mit dem Hausbau seinen Lebenstraum verwirkliche, arbeite auch an seiner Zukunft. Diese Orientierung lag auch dem Studentenwettbewerb „Entwicklung
‚(M)Einer Wohn- und Lebensform der Zukunft‘“ zugrunde. Minister Carius hatte dafür die Schirmherrschaft übernommen und ehrte die Gewinner auf der Bühne. Josephine Beier, Luciana Löbe und Sebastian Szatmari von der Fachhochschule Erfurt siegten mit ihrem Projekt „Living Cubes Erfurt“. Sie kombinierten Kompakthäuser mit mobilen Wohneinheiten, sogenannten Containerhäusern, unter Berücksichtigung der modernen Anforderungen des energieeffizienten Bauens.
Energieeffizienz war ein zentrales Thema. Sowohl Ausstellergespräche als auch Fachvorträge des Bau- und Energiesparforums sowie des VITT-Forums zeigten Möglichkeiten auf. Beispielsweise wurde das Aufspüren von Leckagen oder die Auswahl geeigneter Dämmverfahren und Solarstromanlagen erläutert. Elektrische Systeme von der Alarmanlage, über den intelligenten Verbrauchszähler „Smart-Meter“ bis hin zum Elektrofahrzeug stellten die Experten vor. Auch der Bauleiter der Sendung „Zuhause im Glück“, Wolfgang Hese­mann, hatte sich unter die Besucher gemischt. Obwohl er viele Fachleute kenne, fehlten ihm noch Kontakte zu Gewerken, wie Dachdeckern oder Kaminbauern. Er sei gerade dabei, sein Haus in Thüringen zu modernisieren und schätze es daher, sich direkt vor Ort beraten lassen zu können.
Als echte Fachleute erwies sich auch wie jedes Jahr das Schornsteinfegerhandwerk. Messebesucher konnten sich umfassend über optimierte Heizmöglichkeiten bis zur Energieberatung erkundigen. Schwerpunkt war natürlich das Heizen mit festen Brennstoffen. Die Ankündigung der Energiepreiserhöhung der einzelnen Versorger spielt dabei eine große Rolle. Unsere Kundschaft beschäftigt sich immer mehr mit diesem Thema. Ich möchte mich auf diesem Wege bei den einzelnen Kollegen der Messestandbesetzung für ihren Einsatz bedanken. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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HK || Am 18. 11. 2011 fand im „van der Falk Ressort“ Linstow die öffentliche Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern statt. Zahlreiche Innungsmitglieder waren der Einladung gefolgt. Umrandet wurde die Veranstaltung durch eine Fachmesse, auf der die Besucher sich über die neuesten Techniken rund um das Schornsteinfegerhandwerk informieren konnten. Durch den Obermeister, Ingo Ziola, erfolgte ein kurzer Rückblick der Arbeit des Vorstandes im Jahr 2011 sowie ein Ausblick auf die anstehenden Aufgaben im nächsten und den folgenden Jahren. Als großer Erfolg wurden die neuen Ausbildungsplätze im Schornsteinfegerhandwerk gesehen. Insgesamt zehn Lehrlinge haben in diesem Jahr ihre Ausbildung zum Schornsteinfeger begonnen. Für die Bereitstellung der Ausbildungsplätze bedankte sich der Obermeister bei den Ausbildungsbetrieben. Die Mehrheit der Kollegen begrüßte den Anschluss des nördlichsten neuen Bundeslandes an den Schulverein Doberschütz Rote Jahne.
Als Gastredner trat der MdB E. Rehberg auf. Er zeigte sich erstaunt über den Fortschritt der technischen Entwicklung im Schornsteinfegerhandwerk sowie über das breite Spektrum der Tätigkeitsfelder, die zum Berufsbild des Schornsteinfegers gehören. Weitere Gäste waren Vertreter des Wirtschaftsministeriums und des Feuerwehrverbandes Mecklenburg-Vorpommern sowie der Handwerkskammern Ostmecklenburg-Vorpommern und Schwerin.
Der Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks Doberschütz Hans Poltersdorf überbrachte herzliche Grüße der Mitgliedsländer im Schulverein. Im Anschluss an die Innungsversammlung konnten während eines festlichen Abends weitere Gespräche geführt werden.

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JR || Am 3. November 2011 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfeger-Innung im Freistaat Thüringen statt. Die Veranstaltungsräume im Seniorenzentrum Schillerhöhe mit deren Einrichtung erwiesen sich zum 3. Mal als idealer Veranstaltungsort.
Am Vortag wurden schon diverse Vorbereitungsarbeiten für das Gelingen der Veranstaltung in Angriff genommen. Die Ausstellerflächen, notwendige Technik, Präsente und die Tagesordnung mussten im Einzelnen noch einmal überprüft werden.
Am 03. 11. 2011 um 9:00 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Die Mitglieder nutzten natürlich die Chance, um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 10:00 Uhr begrüßte unser Innungsobermeister Thomas Menge, Herrn Diekmann vom Landesverwaltungsamt und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.
In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt war die aktuelle Vergaberichtlinie für Kehrbezirke in Thüringen. Diese Richtlinie bedarf noch kleineren Korrekturen um Chancengleichheit für Arbeitnehmer mit Meisterbrief und Bezirksschornsteinfegermeistern zu wahren. Herr Diekmann vom Thüringer Verwaltungsamt stellte die Problematik EU-Recht, Verwaltungsrecht und deren Umsetzung im Freistaat Thüringen klar. Die Landesinnung mit seinen Vertretern aus dem Vorstand streben weithin konstruktive Gespräche mit dem Landesverwaltungsamt und den Vertretern aus dem Kreise der Gewerkschaft an. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen die noch zu bearbeiten sind, so Thomas Menge. Einige will ich nur kurz erwähnen, Einsparung und die damit verbundene Kostensenkung im Bereich des Vorstandes, Fachkräftemangel und neues und bezahlbares Festbrennstoffgerät der kommenden Generation. Natürlich werden das Formularwesen, Verwaltungsrecht sowie Abnahmetätigkeiten mit der dazugehörigen Rechnungslegung weiterhin beleuchtet.
Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder angesprochen.
Ein neuer Messestand mit allem Zubehör für die kommenden Jahre wird notwendig sein. Finanzielle Mittel werden dabei eine große Rolle spielen, um die technische Leistungsfähigkeit der Innungsmitglieder zu stärken. Die Wärmebildkamera und das Blower-Door-Messgerät der ehemaligen Innung Südthüringen sind bereits im permanenten Einsatz.
Obwohl die Messtechnik ständig unterwegs ist, stellte der ehemalige Innungsobermeister, Uwe Nenzel, Kapazitäten zur Verfügung.
Ebenso wurden die neuen Fachkräfte in unseren Reihen aufgenommen und die dazugehörige Gesellenfreisprechung fand somit ihren würdigen Rahmen. Die Ausbildungsbetriebe und Ausbilder können stolz auf ihre geleistete Tätigkeit sein. Im Namen aller Innungsmitglieder gilt diesen Betrieben ein besonderer Dank. 

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Fachtagung informiert über Stand der Technik und
zukünftige Potenziale von Edelstahl-Abgasanlagen
Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH veranstaltet im kommenden Mai in Würzburg zum vierten Mal das Zukunftsforum Abgastechnik. Interessant ist diese Veranstaltung insbesondere für SHK-Fachplaner, -Verarbeiter, Schornsteinfeger sowie Schornstein- und Ofenbauer. Ziel des Zukunftsforums ist es, einen fachlich fundierten Wissens­transfer zwischen Wissenschaft und Praxis zu leisten. Dies gewährleistet eine Vielzahl von Fachreferenten, die rund um das Thema Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie – vom heutigen Stand der Technik bis hin zu zukünftigen Potenzialen – berichten. Hierbei wird thematisch nicht nur auf Einsatzmöglichkeiten und Effizienz derartiger Abgasanlagen eingegangen, sondern auch auf die zu beachtende Gesetzgebung.
Das 4. Zukunftsforum Abgastechnik findet am 8. Mai 2012 im Matthias-Ehrenfried-Haus in Würzburg statt. Interessenten können sich bereits jetzt unter zukunftsforum@last-pr.de anmelden. 
Ausgabe

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Öfen mit Qualitätssiegel schneiden bei Stiftung Warentest gut ab
Mit Beginn des Herbstes haben Kaminöfen wieder Hochkonjunktur. Mancher Hausbesitzer denkt jetzt über eine Neuanschaffung nach. Doch für welches Modell sich entscheiden? Aufgerüttelt durch die Berichterstattung der Stiftung Warentest im November 2011 wächst jetzt bei den Ofenbetreibern die Unsicherheit. Dabei bestätigt die Untersuchung eine altbekannte Tatsache: Wer auf Qualität und das EFA-Siegel achtet, ist auf der sicheren Seite.
Im Test 11/2011 erhielten jeweils zwei Kaminöfen der Marken Hark und Calimax eine Auszeichnung mit dem Qualitätsurteil „gut“. Beide Öfen verfügen über das EFA-Siegel und genügen damit den hohen Anforderungen der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e. V. Damit sieht sich die Qualitätsinitiative EFA in ihrer Arbeit bestätigt. Besonders positiv bewertet wurde im Test die Dichtheit der Feuerstätte. Dieser energetische und sicherheitstechnische Aspekt wird im Hinblick auf die immer dichter werdenden Gebäudehüllen in Zukunft von wachsender Bedeutung sein.
Neben den technischen Voraussetzungen zählen zum sicheren und wirtschaftlichen Betrieb eines Kaminofens jedoch noch weitere Aspekte: So sollte die Nennwärmeleistung der Feuerstätte an die Größe des Aufstellraums angepasst werden, um eine Überhitzung des Raums zu vermeiden. Zusätzliche Sicherheit beim Kauf bringt eine qualifizierte Beratung im Ofenhandel. Auch der Schornsteinfeger muss unbedingt mit ins Boot geholt werden. Er kennt den Schornstein und weiß, ob die Feuerstätte an ihn angeschlossen werden kann. Die richtige Handhabung vorausgesetzt – nur luftgetrocknetes Holz mit wenig Restfeuchte darf verheizt werden – kann der Betreiber dann mit Holz sicher, effizient und komfortabel heizen.

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DB || Seit vielen Jahren machen die Schornsteinfeger nun schon die Emmissionsmessung an den Heizungsanlagen nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV). Eine wesentliche Forderung dieser Verordnung betrifft die Qualität der Messgeräte. So dürfen nur Messgeräte zum Einsatz kommen, deren Messgenauigkeit mindestens zweimal jährlich von einem zugelassenen Prüfstand bescheinigt wurde.
Mit Inkrafttreten der Novelle der 1. BImSchV im März 2010 sind auch die Anforderungen an die Prüfstände verändert worden. So schreibt der Verordnungsgeber vor, dass Prüfstände unabhängig sein müssen, also weder mit dem Verkauf noch mit der Reparatur von Messtechnik in einem räumlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang stehen.
Diese Vorgabe bedeutete auch für die beiden in Sachsen-Anhalt von den Schornsteinfegerinnungen betriebenen Prüfstände grundsätzliche Veränderungen. So sind für die Prüfstände der Innung Magdeburg in Egeln und der Innung im Kammerbezirk Halle in Halle neue Gesellschaften gegründet worden, welche räumlich und wirtschaftlich von den Gesellschaften für Immissionsschutz getrennt sind. Die Prüfstände haben sich dem Qualitätsmanagement nach ISO 9001:2008 und Umweltmanagement nach ISO 14001:2009 unterzogen. Die Umsetzung ist durch die kürzlich durchgeführten Audits der LGA Intercert bestätigt worden.
Das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt hat die beiden Prüfstände in Sachsen-Anhalt entsprechend § 13 Abs. 3 der 1. BImSchV bekanntgegeben. Somit ist sichergestellt, dass die vorgeschriebene Prüfung der Messgeräte im Schornsteinfegerhandwerk in unserem Bundesland den Anforderungen der BImSchV entspricht. 

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T. Marzoll und R. Köpcke || Vom 27. 01. 2011 bis zum 08. 07. 2011 absolvierten 21 Lehrgangsteilnehmer aus verschiedenen Bundesländern erfolgreich den Weiterbildungslehrgang zum Brandschutztechniker im Schornsteinfegerhandwerk des TÜV Süd an der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz. Nach dem ganzen Prüfungsstress ergibt sich für diese Kollegen jetzt eine Vielzahl an neuen zusätzlichen Betätigungsfeldern bzw. Möglichkeiten auf dem freien Markt zu agieren.
Unser Dank gilt den kompetenten und engagierten Dozenten des ZIV und vom TÜV Süd.
Ein besonderes Dankeschön geht an das Personal der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz für die sehr gute Lehrgangsorganisation, Unterbringung und ausgezeichnete Verpflegung.
Auch wenn der Lehrgang sehr anspruchsvoll und anstrengend war, neben der Verwaltung eines Kehrbezirks, haben wir uns dort sehr wohl gefühlt.

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Interview zum Thema Mikro-KWK mit Jürgen Jahn, De Dietrich Remeha

Was hat man unter Mikro-KWK zu verstehen?
Das Kürzel KWK steht für Kraft-Wärme-Kopplung, Mikro für Klein. Mikro-KWK sind Geräte, die eine thermische Leistung bringen, also Wasser erwärmen, und gleichzeitig Strom produzieren. Die elektrische Leistung reicht bis etwa 5 kW. Jedoch gibt es heute noch keine festgeschriebene Definition.
Für wen eignet sich der Einsatz dieser Technologie?
Die Mikro-KWK mit kleiner elektrischer Leistung unter 2 kW eignen sich für den Einsatz im Ein- oder in kleineren Mehrfamilienhäusern. Die Maschinen mit 3 bis 5 kW elektrischer Leistung sind für größere Mehrfamilienhäuser oder kleinere Gewerbebetriebe. Maßgebend ist hier allerdings nicht die elektrische Leistung des Gerätes, sondern die Menge der Wärmeenergie zur Wassererwärmung, welche bei der Stromerzeugung immer anfällt. Diese muss dem Wärmebedarf des Gebäudes entsprechen.
Können Mikro-KWK zur Massentechnologie werden?
Das ist sicherlich von mehreren Faktoren abhängig. Die Technologie steht zur Verfügung. Die Anschaffungskosten liegen allerdings heute noch in einem Bereich, welcher noch nicht massetauglich ist. Die Nachfrage ist allerdings schon sehr groß. Die relativ hohen Anschaffungskosten liegen natürlich begründet in sehr kleinen Herstellungsmengen, die wir heute produzieren. Bei steigenden Stückzahlen werden zukünftig selbstverständlich auch die Herstellungskosten sinken.
Ein weiterer Faktor wird sein, wie sich die Politik zur KWK-Technologie stellt, um diese zukunftsweisenden Technologie in der Markteinführung zu unterstützen. Hier ist jedoch eine deutlich positive Entwicklung zu erkennen.
Gibt es bestimmte technische Anforderungen, die vor der Installation einer solchen Anlage erfüllt sein müssen?
Eigentlich nicht. Natürlich muss der Wärmebedarf des Gebäudes geeignet sein, um ein Mikro-KWK einzusetzen. Die heutigen Systeme lassen sich im Renovierungsbereich genauso problemlos einsetzen wie im Neubau. In Detailfragen kann hier der autorisierte Fachhandwerker beratend tätig sein.
Mit welchen Brennstoffen kann ein Mikro-KWK betrieben werden? Welcher Brennstoff eignet sich besonders?
Heute gibt es noch nicht sehr viele Geräte im Markt. Die meisten arbeiten mit Erdgas oder aber Flüssiggas. Dieses ist sicher ein sehr gut geeigneter Brennstoff. Es gibt aber auch Entwicklungen in Richtung Heizöl. Wir bei Remeha setzen auf Erdgas und Flüssiggas.
Wie sieht es mit der Wartung aus?
Das ist abhängig davon, welche Technologie beim Mikro-KWK-Gerät eingesetzt wird. Mikro-KWK mit klassischen Verbrennungsmotoren erfordern einen höheren Wartungsaufwand als zum Beispiel Geräte auf Stirling-Motor-Basis. Das ist im Übrigen einer der Gründe, warum sich Remeha für einen Stirling-Motor entschieden hat. Bei unserem Wandgerät eVita ist der Wartungsaufwand mit dem eines Brennwertkessels vergleichbar.
Können Sie unseren Lesern etwas über die Anschaffungs- und Betriebskosten sagen?
Die Anschaffungskosten liegen etwas höher als zum Beispiel bei einer Brennwertanlage kombiniert mit einer heizungsunterstützten Solaranlage und auf dem Niveau einer Wärmepumpenanlage. Alles in Allem muss der Kunde für das gesamte System inklusive Installation mit einer Investitionssumme von 18.000 bis 19.000 Euro rechnen.
Zu den Wartungskosten habe ich gerade schon etwas gesagt.
Zu den Betriebskosten ein Beispiel.
Tauschen Sie z. B. bei der Renovierung Ihrer Heizungsanlage den alten Heizkessel gegen ein Mikro-KWK-Gerät, wird der Gasverbrauch spürbar sinken. Man muss allerdings ehrlicherweise auch sagen, dass der Gasverbrauch gegenüber einem neuen Brennwertkessel um ca. 8 % höher liegen wird, da zur Stromproduktion ja auch Energie benötigt wird. Die gesamte Energieausbeute, also Strom und Wärme, liegt aber deutlich höher als bei modernen Brennwertkesseln.
Wie gestaltet sich heute der wirtschaft­liche Nutzen einer Mikro-KWK-Anlage?
Das Haupteinsparpotenzial liegt darin, dass ein erheblicher Anteil des in Ihrem Haus benötigten Stroms durch den Mikro-KWK-Kessel produziert wird.
Das heißt, Sie müssen diesen Anteil nicht kaufen. Der Nutzen liegt heute bei heute ca. 30 Cent pro Kilowattstunde inklusive Förderung. Den erzeugten Strom, den Sie nicht selbst verbrauchen können, speisen Sie ins öffentliche Netz. Die Vergütung liegt hier bei ca. 11–12 Cent pro Kilowattstunde, ebenfalls inklusive Förderung.
Gibt es spezielle Förderungen?
Ja. Über das KWK-Gesetz erhält der Kunde für 10 Jahre 5,11 Cent pro erzeugte Kilowattstunde. Dies ist unabhängig davon, ob der erzeugte Strom im Haus verbraucht wird oder nicht. Weiterhin ist der Brennstoff Erdgas, der bei der Erzeugung von Strom eingesetzt wird, energiesteuerbefreit. Das heißt, am Jahresende bekommt man über das zuständige Hauptzollamt eine Erstattung. Der Netzbetreiber zahlt dazu noch einen Betrag für vermiedene Netznutzung. Diese drei genannten Vergünstigungen erhält der Kunde immer.
Hinzu kommen noch mögliche Förderprogramme der Energieversorger, welche zurzeit laufen. Informationen hierzu bekommt man bei seinem Versorger.
Wer ist Ansprechpartner, wenn man sich für die Installation einer solchen Anlage interessiert? Wer berät?
Grundsätzlich ist der Ansprechpartner das Fachhandwerk. Wir bei Remeha bilden seit April 2010 Fachhandwerker aus und zertifizieren diese. Wer eVita Partner ist, kann man mit einigen Klicks auf unserer Homepage www.remeha.de erfahren.
Konkret bedeutet doch diese Technologie eine Dezentralisierung von Energieerzeugung. Liegt hier unsere Zukunft?
Sicherlich ist die Kraft-Wärme-Kopplung eine sehr wichtige Technologie für die Zukunft. Der große Vorteil liegt darin, dass theoretisch jeder Kesselbetreiber ganz einfach einen großen Teil seines Strombedarfes selbst produzieren kann, ohne dass die Energieversorger ihre Leitungsnetze verändern müssten. Außerdem arbeiten die Geräte mit einem wesentlich höheren Wirkungsgrad als bei der aktuellen Stromproduktion in unseren Kraftwerken. Mikro-KWK-Kessel werden natürlich nicht das Allheilmittel sein. Aber sie können einen wesentlichen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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Thorsten Meier || Am 03. November 2011 fand in Winterfeld die Innungsversammlung der Innung Altmark statt. Ein wesentlicher Bestandteil der Versammlung war auch die Neuwahl des Obermeisters, da der damalige Obermeister Torsten Kiel zum Landesinnungsobermeister gewählt worden war. Nachdem der Vorstand entlastet worden war, bedankte sich der stellv. Obermeister Reinhard Wegner im Namen der ganzen Innung bei Torsten Kiel für die geleistete Arbeit. Bei der anschließenden Neuwahl wurde Reinhard Wegner zum Obermeister und Thorsten Meier zum stellv. Obermeister der Innung Altmark gewählt. Wir möchten uns hiermit nochmals bei den zahlreichen Gratulanten bedanken. 

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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Kaminfeuer im Haus bringen eine heimelige und gemütliche Atmosphäre, das wissen viele Betreiber zu schätzen. Damit auch die Handhabung der Feuerstätte ebenso komfortabel erfolgen kann – nämlich vom heimischen Sofa aus –, bietet der Ofenspezialist Camina aus Bissendorf jetzt einen elektronischen Türantrieb an. Der sorgt mit seinem Funk-Handsender für eine extra Portion Gemütlichkeit.
Der Türantrieb wurde speziell für Kamineinsätze mit hochschiebbaren Türen konzipiert. Dabei erfolgt die Fertigung exakt auf das Maß der Feuerstätte. Der Antrieb zeichnet sich durch eine hohe Laufruhe der Tür und nur sehr geringe Geräuschentwicklung aus. Die Bedienung erfolgt auf komfortable Weise durch Steuerung per Funk-Handsender. Dabei ist auch ein manueller Zwischenstopp möglich. Um größtmögliche Betriebssicherheit zu gewährleisten, ist eine Sicherheitsschaltung integriert, die das Einklemmen beim Nachlegen des Brennstoffs oder Schüren des Feuers verhindert. Zusätzlich ist auch eine manuelle Bedienung möglich, z. B. bei Stromausfall.
Der Türantrieb zeichnet sich durch seine montage- und wartungsfreundliche Ausführung aus. Der Funk-Handsender ist bereits im Lieferumfang enthalten. Zum Betrieb der Anlage ist damit lediglich ein Stromanschluss mit 230 V nötig

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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Der Preispoker hat ein Ende. Private Heizungsbetreiber, die einen Pelletskessel von Windhager nutzen, haben auch in der Heizsaison 2011/2012 wieder die Möglichkeit, vom Windhager-Pellets-Sicherheitspaket zu profitieren. Bei Pellets-Bestellungen bis zum 15. März 2012 können die Lieferungen jederzeit zu einem garantierten Festpreis von maximal 240 Euro/Tonne in Anspruch genommen werden. Damit entfällt nicht nur der zeitaufwendige Preisvergleich. Der Käufer kann sich auch darauf verlassen, dass er ausschließlich Holzpellets in DINplus-Qualität erhält.
Ermöglicht wird dieses Angebot durch eine Kooperation von Windhager und mehreren Pellets-Herstellern, die den Festpreis des Brennstoffs für die Dauer der Aktion garantieren können. Liegt der Tagespreis der Pellets unter dem festgesetzten Höchstpreis, gilt selbstverständlich der aktuelle Tagespreis. Die Bestellung erfolgt über ein spezielles Formular, das Windhager seinen Endkunden zur Verfügung stellt. Spätmöglichster Liefertermin für diesen Aktionszeitraum ist der 31. 10. 2012. Um auch preislich attraktive Folgebestellungen sichern zu können, wird Windhager mit seinen Pelletspartnern das Sicherheitspaket schrittweise zu günstigen Konditionen verlängern.
Weiterführende Informationen zum Sicherheitspaket sind im Internet unter
www.windhager.com zu finden.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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Die optische Inspektion von kleinen Abgasleitungen, die auch noch mit vielen Bögen verlegt sind, wird mit der neuen Mini-Kamera RS 29 wesentlich erleichtert.
Der sehr kleine Durchmesser von nur 29 mm ermöglicht Abgas- und Lüftungsleitungen ab Ø 40 mm zu inspizieren. Auch noch so kleine Öffnungen sind nun kein Hindernis mehr. Die Kamera ist außerdem sehr leicht (Gewicht nur ca. 120 g), wodurch sie sich problemlos bis zur Mündung hochschieben lässt. Ebenso sind auch 90° Bögen einfach zu überbrücken, weil die Kamera durch ihre Bauform sehr bogengängig ist. Eine speziell hierfür entwickelte Edelstahlfeder führt die Kamera optimal durch jeden Bogen.
Eine weitere technische Neuheit ist außerdem das sehr große Blickfeld von 140°, wodurch eine optimale Inspektion der Wandungen auch ohne Schwenken möglich ist. Die große und gleichmäßige Ausleuchtung der Leitung ist durch eine neue superhelle SMD-LED Beleuchtung möglich. Das 1/3“ CCD-Farb-Kameramodul besitzt mit 0,3 Lux eine extrem hohe Lichtempfindlichkeit. Dadurch ergeben sich zusammen mit dem Super-Weitwinkelobjektiv brillante Farbbilder mit einer großen Tiefenschärfe.
Die Kamera hat einen stabilen 12-poligen Steckeranschluss zum Anschrauben. Dadurch ist ein einfacher Anschluss an alle vorhandenen RESS und Kummert Kamera-Haspeln und Kamera-Stöße möglich. Der neue Kamerakopf ist damit kompatibel zu vorhandenen Systemen.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Auf der Beratung des Handwerkstages Sachsen-Anhalt, am 8. Dezember 2011 in Bernburg, haben deren Mitglieder ein neues Präsidium gewählt. Für eine Wahlperiode von drei Jahren wurden gewählt: Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt: Hans-Jörg Schuster (Präsident Gesamtverband Handwerk Sachsen-Anhalt); Vizepräsidenten: Thomas Keindorf (Präsident der HWK Halle), Torsten Kiel (Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt).

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

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JR || Am 20.Oktober fand der zweite Tag des Schornsteinfegers statt. Die Thüringer Kollegen haben sich intensiv durch mehrere Aktionen beteiligt.
Zum Beispiel hat Herr BSM Edgar Giese, als Techniker der Innung, bei dem Radiosender MDR Thüringen Rede und Antwort auf alle Fragen rund um den Beruf des Schornsteinfegers gestanden. Schwerpunkt war neben der Ausbildung alles rund ums Heizen mit festen Brennstoffen. Hierbei wurden vor allem die Grenzwerte der überprüfungspflichtigen Anlagen näher erläutert. Die Zuhörer des MDR Thüringen konnten sich an diesen Tag aus erster Hand informieren und somit auch landesweit zu diesem Thema aufgeklärt werden.
BSM Matthias Ziegenbein und BSM Uwe Nenzel besuchten regional unsere kleinste Kundschaft in ihren Kindergärten. Mit lustigen Beispielen und kindergerechten Erläuterungen konnten sie spielerisch den Beruf des Schornsteinfegers näher bringen. Der Berufswunsch vieler Kinder wechselte vom Feuerwehrmann und Lokomotivführer zum Schornsteinfeger.
Eine gezielte Pressemitteilung im regionalen Bereich des Unstrut-Hainich-Kreises von mir als Pressewart rundete den Tag des Schornsteinfegers ab. Nachwuchsförderung wird hier schon über längeren Zeitraum aktiv betrieben.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Vielleicht ist das auch bald interessant für Schornsteinfeger: Der neue ZLV 5.0 von ZARGES ist ein mobiler, akkubetriebener rollbarer Lift für Arbeitshöhen von bis zu fünf Metern. Mit nur 1,69 Meter in der Höhe und 0,73 Meter in der Breite kann er sogar in Personenaufzügen transportiert werden. Dank des geringen Eigengewichtes von 160 Kilogramm passt er bequem in einen Transporter und ist dadurch für den mobilen Einsatz konzipiert. Vor Ort werden vier Ausleger ausgeklappt und die Bremsen der Rollen betätigt. Zum einfachen Versetzen werden diese gelöst und der Lift kann zur nächsten gewünschten Position verschoben werden.
Weitere Informationen unter www.zarges.de

Ausgabe: 82 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Die mittlerweile deutschlandweit größte Fachveranstaltung im Bereich Energieeffizienz mit begleitender Fachmesse geht in die 13. Runde. Unter dem Motto „Energieeffizienz in Deutschland“ werden auch 2012 viele namhafte Veranstalter mit innovativen Themen rund um das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz mit dabei sein. Die Veranstalter rechnen damit, erneut rund 40 Fachkongresse im Rahmen der Berliner Energietage 2012 durchzuführen. Die Berliner Energietage 2012 finden vom 23.–25. Mai 2012 im Ludwig-Erhard-Haus, Berlin statt. Weitere Informationen sind im Internet unter www.berliner-energietage.de zu finden.

Ausgabe: 82 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 82 - 4/2011 )

KAm den brennbaren Baustoffen

Anlässlich der Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle überreicht Schulleiter Hans Poltersdorf an Thomas Keindorf die Ernennung zum Ehrenmitglied der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks. Hans Poltersdorf würdigte die Kreativität und den Fleiß Thomas Keindorfs und bedankte sich für die Unterstützung der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

DB: Wenn Strömungssicherungen von Gaskesseln rosten, ist die Funktion der Strömungssicherung eingeschränkt, was zu Abgasaustritt führen kann.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

DB || Bei der Überprüfung dieser Abgasleitung wurde eine schadhafte Dichtung entdeckt. Aufgrund ihrer Porösität kann als Ursache eine unzulässige Temperaturerhöhung nicht ausgeschlossen werden. Eine unzulässige Temperaturerhöhung ist aber dadurch auch als Folge zu erwarten, was im schlimmsten Fall zur Entzündung brennbarer Baustoffe führen kann. Einige neuartige moderne Abgasleitungen besitzen sogar die Zulassung, brennbare Baustoffe berühren zu dürfen. Bei langfristigen Prüfzyklen an Abgasanlagen ist eine pünktliche Prüfung von besonderer Bedeutung.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

DB || Bei dieser Dacherneuerung wurde der Schornsteinkopf abgetragen. Die gefährlichen Abgase der Gasheizung strömen während der Bauarbeiten in den Dachboden aus. Dass das Gerät in der Küche nun nicht mehr betriebssicher ist, wurde ganz vergessen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Mickhausen im Juli 2011. Ab sofort bietet ÖkoFEN, Europas Spezialist für Pelletsheizungen, eine neue 3D-Planungssoftware an. Mit „plan4[heat] 2.3“ lassen sich schnell und unkompliziert dreidimensionale Entwürfe für Heizräume mit vielen Gestaltungsdetails wie Fenstern, Türen, Förderschnecke oder Saugaustragung erstellen. Mit der Software aus dem Hause GASCAD 3D Technologie GmbH unterstützt ÖkoFEN seinen Vertrieb sowie seine Vertriebs- und Heizungsbaupartner mit einer einfachen und zeitsparenden Heizraumplanung inklusive dreidimensionaler Ansichten der gesamten Anlage.
Das neue Planungsprogramm ÖkoFEN plan4[heat] 2.3 macht die Projektierung einer neuen Pelletsheizung so effizient wie noch nie. Alle notwendigen kaufmännischen und technischen Unterlagen wie Materiallisten, Angebote, Montagepläne, Einreichpläne und farbige 3D-Ansichten können per Mausklick ausgegeben werden. Überprüft durch das hinterlegte Regelwerk lässt sich die Planung einer kompletten Heizanlage in rund 15 Minuten fertig stellen. „Die neue Software wurde so programmiert, dass sie unsere Handwerks­partner bei der Planung von Pelletsheizungsanlagen optimal unterstützt“, erklärt ÖkoFEN Geschäftsführer Herbert Ortner. „Wir haben das gesamte Produktsortiment integriert, sodass der Kunde in kürzester Zeit einen realistischen Plan seiner neuen Heizungsanlage in Händen halten kann. Der Kunde kann mithilfe der Software seinen neuen Heizraum sogar virtuell besichtigen.“
Als zusätzliche Serviceleistung kann der Fachhandwerker bei Bedarf die virtuelle Planung des Heizraums durch den ÖkoFEN Außendienst erstellen lassen. Darüber hinaus erhalten interessierte Fachpartner die Möglichkeit, zunächst für 30 Tage eine kostenlose Testversion anzufordern. Selbstverständlich wurde auch eine Telefon-Hotline eingerichtet, die bei Rückfragen Unterstützung bietet. Weitere Informationen zu ÖkoFEN plan4[heat] 2.3 und die Testversion des Programms sind bei der ÖkoFEN Deutschlandzentrale erhältlich unter info@oekofen.de oder der Telefonnummer 0 82 04 / 29 80-0.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Messe bietet umfangreiches Fachprogramm von Profis für Profis
BD || Die Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation SHKG ist vom 12. bis 14. Oktober 2011 die ideale Plattform für den ostdeutschen Markt und präsentiert aktuelle Innovationen aus den Bereichen Sanitär- und Abwassertechnik, Heizungstechnik, Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik, Systeme für alternative und erneuerbare Energien sowie Brand-, Wärme-, Schall- und Korrosionsschutz. Bereits jetzt haben sich rund 15 Prozent mehr Aussteller als zum Vergleichszeitpunkt der Vorveranstaltung und eine Vielzahl marktführender Unternehmen angemeldet. Unter dem Motto „Neueste Technologien. Starkes Handwerk“ stehen an den drei Messetagen vor allem innovative und Ressourcen schonende, energieeffiziente Technologien und Produkte im Mittelpunkt. Zu diesen Produkten gehören zweifellos effizient arbeitende Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe. Die Rheinbraun Brennstoff GmbH wird deshalb mit einem eigenen Messestand vertreten sein. Denn der Brennstoff macht den Unterschied. Unterstützt wird die Rheinbraun dabei von den Kollegen des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen, die auf dem Messestand ebenfalls vertreten sind. Sie werden den Messebesuchern Auskünfte zu den Bestimmungen der novellierten BImschV und Tipps zum richtigen Einsatz von Feuerstätten und Brennstoffen geben. Zu finden ist der Messestand in Halle 3. Er hat die Nummer F10/G11.

Foto: Messegesellschaft Leipzig

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Rechtsvorschriften, Materialien und Erläuterungen
Das am 29. November 2008 in Kraft getretene Gesetz zur Neuregelung des Schornsteinfegerwesens führt zu zahlreichen Einschränkungen des Kehrmonopols der Bezirksschornsteinfeger.
Das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz und das Schornsteinfegergesetz kommen bis zum 31. 12. 2012 parallel zur Anwendung. Dennoch muss man sich auf einen neuen Wettbewerb einstellen. In dieser Umbruchphase ist das Handbuch ein kompetenter Begleiter.
Mit der 37. Lieferung ist das Werk wieder auf dem aktuellen Stand. Die Lieferung enthält die Energieeinsparverordnung und die novellierte Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV). 
Bestellmöglichkeit online unter:
www.ESV.info/978 3 503 02570 1

Dohrn
Das Deutsche
Schornsteinfegerwesen
Rechtsvorschriften,
Materialien und Erläuterungen
Ergänzbares Handbuch für die Schornsteinfeger, die Handwerksorganisationen, die Haus- und Grundbesitzer sowie für die Behörden und Gerichte
Von Jens Torsten Arndt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks
Begründet von Dr. Max-Jürgen Dohrn, ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages
2011, Loseblattwerk einschließlich der 37. Ergänzungslieferung, 1.170 Seiten in 1 Ordner, Euro (D) 49,80
ISBN 978-3-503-02570-1
ERICH SCHMIDT VERLAG

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Die neuen S-Anlagen von Camina
Gleich drei neue Kaminanlagen mit Speicherstein hat Camina ins Programm genommen. Das Besondere an diesen Modellen aus der S-Serie ist die Feuersicht – der Nutzer genießt den Blick auf das Flammenspiel von drei Seiten.
Allen Anlagen gemeinsam ist die Kombination von hervorragender Technik in Form von Heizkamineinsätzen der Reihe Ekko und Speicherstein. Die Speichersteine nehmen zunächst die Wärme auf und geben sie als Strahlung an den Raum ab. Diese Wirkungsweise wird als sehr angenehm empfunden. Camina setzt für die neuen S-Modelle jeweils spezielle Bauelemente ein. So lässt sich die Camina S 14 aufgrund ihrer Maße auch als Raumteiler einbauen. Gerade ein großzügiger offener Wohnbereich gewinnt mit einer solchen Anlage ungemein.
Gleichzeitig kann der Nutzer die Außenfläche seines Modells individuell gestalten und an sein Ambiente anpassen. Das Verputzen ist ebenso möglich wie ein farbiger Anstrich. Bei den Bankelementen stehen neun Natursteinsorten zur Auswahl, außerdem eine Keramikvariante.
Die drei S-Modelle 13, 14 und 15 unterscheiden sich in ihren Außenmaßen, den eingesetzten Heizkamineinsätzen und der Heizleistung in kW. Die Ekko-Kamineinsätze verfügen jeweils über eine hochschiebbare Tür, die für die leichte Reinigung auch nach außen zu schwenken ist. Auf Wunsch lassen sich die Kamineinsätze in besonders edlen Ausführungen wählen, etwa in Edelstahl. Alle S-Anlagen können rasch aufgebaut werden, da sie über ein ausgefeiltes Tragrahmensystem verfügen. Der erfahrene Ofenbauer ist in der Lage, eine solche Anlage schnell und einfach zu installieren.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Windhager LogWIN entspricht den Vorgaben
Mit Holz wird umweltfreundlich und zu geringen Kosten geheizt. Daher begrüßt das Unternehmen Windhager die Entscheidung des BAFA, die Förderung von emissionsarmen Scheitholzvergaserkesseln mit pauschal 1.000 € wieder einzuführen. Mit dem LogWIN stellt der Heizungsspezialist Windhager einen Wärmeerzeuger zur Verfügung, der den hohen Anforderungen in jeder Hinsicht entspricht. So hält er den für die Förderung notwendigen Grenzwert für Staub­emissionen von maximal 15 mg/m³ und den Kesselwirkungsgrad von mindestens 89 % ein.
Des Weiteren gilt der LogWIN durch seinen Edelstahl-Füllraum als langlebig und widerstandsfähig. Windhager gibt deshalb 10 Jahre Garantie auf diese Komponente. Die große Füllmenge von 176 bzw. 226 Litern wirkt sich positiv auf die Abbrandzeit aus. Für eine lange Gluterhaltung und ein einfaches Nachlegen ohne Anheizen sorgen überdies spezielle Füllraum-Bodensteine, die die Hitze speichern.
Die Verbrennungsregelung, eine Kombination aus einer Lambdasonde und der bewährten Windhager-Thermocontrol, gewährleistet eine optimale Verbrennung. Sie unterstützt auch bei niedrigen Brennkammer-Temperaturen die bestmögliche Einstellung der Verbrennungsparameter. Damit wird die Gluterhaltung gefördert und der Kessel gleichzeitig vor Überfeuerung geschützt. Die patentierte Brennkammer selbst ist modular aufgebaut und ermöglicht durch ihre gute Wärmedämmung einen hohen Wirkungsgrad.
Der LogWIN stellt auch mit unterschiedlichen Holzquali-täten eine dauerhaft effiziente und saubere Verbrennung sicher. Er eignet sich für Scheitholz bis zu einer Länge von 50 cm, naturbelassenes Restholz oder Holzbriketts. Nach der Abbrandphase lässt sich die angefallene Asche direkt mit Hilfe der einhängbaren Aschenlade entsorgen.
Der Holzvergaserkessel ist in fünf Leistungsgrößen von 18 bis 50 kW erhältlich. Auf alle Wärmeerzeuger dieser Baureihe gewährt Windhager eine Vollgarantie von fünf Jahren. Die Kessel lassen sich mit entsprechenden Pufferspeichern und Solaranlagen zu einem zeitgemäßen Heizungssystem ergänzen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Moderne Ölheizungsanlagen werden heute ziemlich exakt auf den Wärmebedarf eines Gebäudes ausgelegt. Tankanlagen werden kleiner; Leitungen, Kanäle und Düsen werden immer feiner und können leichter verstopfen: Die Störanfälligkeit von Heizungsanlagen steigt. Mehr denn je kommt es daher auf die professionelle Ausrüstung von Ölheizungsanlagen an. Ein entscheidender Faktor hierbei ist die Bereitstellung von „sauberem“, entlüftetem Heizöl durch eine verbesserte Aufbereitung. Die Entwicklung feiner Filtereinsätze ist nahezu ausgereift – heute sind neue, flexible Filterkonzepte gefragt. Von AFRISO gibt es jetzt eine Lösung für sauberstes Heizöl!
FloCo-TOP-2 in Sicherheitsausführung mit integriertem Filter und Absperrventil von AFRISO wurde zur kontinuierlichen Entlüftung und Filterung von Heizöl, Diesel, Bioheizöl und Biodiesel mit 0–20 % Fettsäure-Methylester (FAME) in Ölheizungsanlagen (Einstrangsysteme mit Rücklaufzuführung) entwickelt. Die technische Neuerung besteht in einer innovativen Mehrfachfilterung, bei der das vom Brenner zurücklaufende Heizöl entweder direkt dem Vorlauf beigemischt oder durch das Umstellen eines Umschaltventils erneuten Filtervorgängen unterzogen wird. Der Reinheitsgrad des Heizöls steigt stetig und trägt zu verbesserten Verbrennungsvorgängen und optimalen Brennwerten bei.
Dieses zukunftsweisende Filterkonzept, das bei Verwendung eines Feinstfilters eine echte 5 µm-Filterung erreicht, übertrifft alle empfohlenen Öl-Reinheiten moderner Heizungsanlagen!
Die Basis des Entlüfters bildet ein Metall-Gehäuse mit Umschaltventil für die Mehrfachfilterung und integriertem Rückflussverhinderer mit Druckentlastung in Richtung Tank. Ein Manometer (-0,7/0,9 bar) dient dem Anlagenbetreiber als einfache Serviceanzeige, denn mit zunehmender Verschmutzung des Filtereinsatzes steigt das Vakuum stetig an und der notwendige Filterwechsel wird klar ersichtlich.
Das Gerät verfügt zudem über einen Absperrhahn, eine Entleereinrichtung und ein Bypassventil. Der Absperrhahn ermöglicht die Überprüfung der Saugleistung der Brennerpumpe. Die Entleereinrichtung macht jeden Filterwechsel zu einer absolut sauberen Angelegenheit. Das Bypassventil unterstützt das Ablassen des Heizöls bei einem Wechsel des Brennerschlauches. In der aufgesetzten Kunststoff-Entlüfterhaube ist ein 3-Schwimmer-Sicherheitssystem integriert, welches verhindert, dass Ölschaum durch die Entlüftungsbohrung austreten kann. Mit angeschlossenem Entlüftungsschlauch ist das Gerät völlig geruchsdicht und erfüllt die strengen PROOFED BARRIER Kriterien. FloCo-TOP-2 ist für einen Rücklaufstrom bis max. 120 l/h und Betriebs­temperaturen bis 60 °C geeignet. Als Anschlüsse stehen tankseitig G 3/8 i und brennerseitig G 3/8 a (G ¼ i optional) mit 60° Konus zur Verfügung. Der neue Heizölentlüfter FloCo-TOP-2 ist TÜV-geprüft und entspricht EN 12514-2. Das Gerät ist aufgrund Normverschraubung und Klicksystem schnell und einfach montiert und in jeder Anlage einsetzbar.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Innovatives Gerätekonzept setzt neue Maßstäbe
Mehr Funktionen und eine wesentlich einfachere Bedienung bietet das von der Testo AG neu entwickelte Abgas-Analysegerät testo 350 für Industriebrenner und -motoren sowie Gasturbinen. Nach einfacher Konfiguration des Messablaufes werden alle Messungen automatisch durchgeführt und die Werte gespeichert. Präzise Analysen sind somit unmittelbar und ohne Gerätekenntnisse möglich.
Aus dem Hause eines der weltweit führenden Messtechnik-Spezialisten, der Testo AG, ist ein neues, portables Abgas-Analysegerät erhältlich: das testo 350. Vorprogrammierte Geräteeinstellungen führen den Anwender durch komplette Abgasanalysen, zum Beispiel bei der Inbetriebnahme, Wartung oder Betriebsmessung von Industriebrennern bzw. -motoren, Gasturbinen oder Rauchgasreinigungsanlagen sowie bei der Messung der Gas-Atmosphäre im Feuerungsraum oder in Brennöfen. Des Weiteren kann das testo 350 bei der Kontrolle und Überwachung behördlich festgelegter Abgas-Emissionsgrenzwerte sowie für die Funktionsprüfung fest installierter Emissionsmessgeräte eingesetzt werden.
Das Abgas-Analysegerät testo 350 besteht je nach Anforderung aus einer Control Unit, einer Analysebox und einer Gasentnahmesonde. Durch die abnehmbare Control Unit oder in direkter Verbindung mit einem PC bzw. Notebook (USB oder Bluetooth® 2.0) wird die Analysebox einfach bedient. Die Messwerte werden im farbigen, 3,5 Zoll großen Grafikdisplay der Control Unit übersichtlich dargestellt. Anwender können diverse Messobjekte wie etwa Brenner, Gasturbine oder Industriemotor frei konfigurieren. Im Display werden zu jedem dieser Messobjekte typische Brennstoffe sowie eine sinnvolle Reihenfolge der Abgasparameter angezeigt. Darüber hinaus sind Berechnungen und Gerätevoreinstellungen hinterlegt.
In sich geschlossene Kühlkreisläufe isolieren die gesamte Geräte-Elektronik sowie die Gas-Sensorik vor Verschmutzungen aus der Umgebungsluft. Ausfallzeiten durch Geräteverschmutzungen sind durch diese intelligente Bauweise nahezu ausgeschlossen. Die Steckverbindungen für die Gasentnahmesonden und Datenbuskabel sind mit einem Bajonettverschluss fest verriegelt und damit sicher mit der Analysebox verbunden. Lose Kontakte und falsche Messwerte werden hierdurch verhindert. Die Öffnung an der Geräte-Unterseite ermöglicht einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Service- und Verschleißteile wie z. B. Pumpen und Filter. So können Anwender vor Ort eine Reinigung, Wartung bzw. Austausch direkt vornehmen. Dies reduziert Servicezeiten und Wartungskosten.
Durch die Auswahl der Messobjekte im Gerät und die automatische Durchführung der Messabläufe ist ein routiniertes und schnelleres Arbeiten in der täglichen Anwendung möglich, ohne dass vom Anwender besondere Gerätekenntnisse erforderlich sind. 

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Reinhard Wegner || Das Behindertensportfest fand zum 20. Mal in Tangerhütte statt. Im Vorfeld der Veranstaltung trat doch einige Hektik auf, da ein neuer Vorstand des Rollstuhl-Sportverbandes gewählt wurde. Der alte Vorstand trat aus Altersgründen zurück. Der neue Vorstand hat jedoch unter Mitwirkung der alt bewährten Helfer das Jubiläumsfest hervorragend gemeistert.
Natürlich war auch wieder die Schornsteinfegerinnung Altmark dabei. Am Eröffnungstag, Donnerstag, den 04. 08. 2011, wurde eine gemeinsame Kreisgruppenversammlung durchgeführt und anschließend zum Sportschießen (Mannschaftspokal) auf den Schießstand gegangen. Eine Mannschaft bestand aus zwei Rollstuhlfahrern und einem Schornsteinfeger. Im Mannschaftswettbewerb gewann unser Obermeister Torsten Kiel mit seinen beiden Rollis und 126 Ringen. Am Freitag, den 5. August, war die offizielle Eröffnung auf dem Platz vor dem Rathaus in Tangerhütte geplant. Wegen starken Regenfalls musste die Veranstaltung aber in die Sporthalle verlegt werden. Anschließend fanden Sportwettbewerbe der Rollstuhlfahrer wie z. B. Tischtennis, Basketball, Boccia usw. statt. Ab 19:30 Uhr stand auf dem Terminplan „Grillen mit Siggi“. Der Bezirksschornsteinfegermeister im Ruhestand Siegfried Pianka hat hier wieder mit seiner unnachahmlichen Art und Weise und seinen Spezialitäten für das leibliche Wohl aller Beteiligten gesorgt. Er konnte sich wie immer auf seine Helfer verlassen. Am Sonnabend, den 6. August, wurden die sportlichen Vergleiche mit Leichtathletik, Bogenschießen, Stadtparklauf und einer Feuerwehrvorführung weitergeführt. Am Abend wurden die Wettbewerbe ausgewertet und die Sieger geehrt.
Somit ging wieder ein gelungenes Spiel- und Sportfest zu Ende. Aber nach dem Sportfest ist vor dem Sportfest und somit haben die Planungen für das Sportfest 2012 bereits begonnen.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Jörg Rother || Noch vor wenigen Jahren galt es als undenkbar, eine neue Arbeitnehmervertretung neben dem bestehenden „Monopolisten“ Zentralverband deutscher Schornsteinfeger (ZdS) ins Leben zu rufen. Und so wurden die 17 Kollegen, die sich am 20. April des Jahres 2006 in Dresden zur Gründungsversammlung des Verbandes trafen, nicht nur recht feindselig behandelt, sondern auch durchaus mitleidig belächelt.
Den 49 Teilnehmern der diesjährigen Mitgliederversammlung, welche in der Aula der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. stattfand, bot sich indes ein gänzlich anderes Bild. Denn inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr am Konzept und am Erfolg des Vereins. Entsprechend konnten die Vorstandsmitglieder wieder über zahlreiche Aktivitäten berichten, von denen viele bereits zum festen Programm gehören. Erwähnt seien die beliebten Schulungsfahrten zu renommierten Herstellern, zahlreiche eigene Schulungsmaßnahmen (energetische Inspektion, KÜVO, Feststoffmessungen, Vorbereitung auf einen Kehrbezirk usw.), sowie die jährlich stattfindende Prüfungsvorbereitung für unsere Lehrlinge. Aber auch die Jahresschulungen an der Bildungsstätte tragen den Stempel des Fachverbandes. Die Mehrzahl der Dozenten wird bereits von ihm gestellt. Selbst im Meisterprüfungsausschuss ist der Verein vertreten. Natürlich kommt auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Veranstaltungen wie die Weihnachtsfeier (diesmal im Anno Domini in Dresden), die Besuche des Dresdener Stollenfestes, der Leipziger Bierbörse und dem Tag der Sachsen sind ein Beleg dafür. Erfreuliches gibt es auch über die Entwicklung der Mitgliederzahlen zu berichten. Über 40 % aller sächsischen Gesellen sind dem Fachverband inzwischen beigetreten.
Nach fünf Jahren war es auch an der Zeit einen neuen Vorstand zu wählen. Das einstimmige Votum für alle Kandidaten zeigt die Zufriedenheit der Mitglieder mit dem Erreichten. In ihren Ämtern bestätigt wurden Jörg Rother als Vorsitzender, Steffen Wittek als stellvertretender Vorsitzender, Marco Gralapp als Referent für Technik und Weiterbildung, als Schatzmeister Jens Buschan, als Beisitzer Heiko Schumann und Falko Damm. Tobias Bertram übernimmt als bisheriger Beisitzer das Amt des Schriftführers. Neu in den Vorstand gewählt wurden Marko Hirt als dritter Beisitzer und Markus Reddmann als Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Neuwahlen wurden erforderlich, da die Gründungsmitglieder Hagen Grahle und Thomas Tschaplowitsch ihre Ämter aufgeben mussten, nachdem sie als Bezirksschornsteinfegermeister bestellt worden sind. Beide Kollegen wurden im Rahmen der Veranstaltung herzlich verabschiedet.
Für die Zukunft hat sich der Vorstand einiges vorgenommen. Immerhin hat sich seit der Gründung des Vereins so manches gründlich verändert. Alle für unser Handwerk bedeutenden Gesetze wurden novelliert. Klar ist, gut ausgebildete Gesellen werden gebraucht. Und da wird die zukünftige Arbeit ansetzen – die Mitgliedschaft im FASS als Gütesiegel für gut informierte und geschulte Gesellen sowie fähige Bewerber auf einen Kehrbezirk.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Mitgliederversammlung ist für Abschaffung der Förderungen
Mitte Mai fand im slowenischen Ljubljana die diesjährige Mitgliederversammlung der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA e. V.) statt. Auf dem Programm standen Informationen und Diskussionen rund um den Themenbereich „Heizen mit Festbrennstoffen – Wärmegewinnung mit Zukunft.“ Interne und externe Referenten bereicherten die Veranstaltung mit zahlreichen Vorträgen zu aktuellen Problemstellungen der Branche. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass die Absatzsituation in Deutschland – dem größten europäischem Regionalmarkt für Einzelfeuerstätten – äußerst stark von aktuellen Fördermaßnahmen (beispielsweise dem Marktanreizprogramm MAP) abhängig ist. „Die mangelnde Verlässlichkeit der Fördersituationen verunsichere jedoch zunehmend die Verbraucher, die sich daraufhin in Kaufzurückhaltung übten“, so Geschäftsführer Dr. Heinrich Göddeke am Ende der Diskussionsrunde. Die EFA-Mitglieder fordern aus diesem Grund eine Abschaffung aller Förderprogramme für die nächsten Jahre.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung ein neuer Vorstand gewählt, der den langjährigen ersten Vorsitzenden Dietmar Kessler unterstützt. Die im Jahre 1996 gegründete EFA gilt mit rund 40 Mitgliedern aus sieben Ländern als Plattform für Hersteller, die sich mit der Produktion von Festbrennstoff-Feuerstätten sowie den dazugehörigen Komponenten beschäftigen. Die Mitgliedsfirmen zeichnen sich durch ein hohes Qualitätsbewusstsein aus und haben zu diesem Zweck die europaweit einheitlichen Richtlinien für das EFA-Qualitätssiegel erarbeitet, das den Verbrauchern eine hohe Produktgüte garantiert.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

JR || Im Frühjahr lud Uwe Nenzel nach Zella in der Rhön. Grund dafür war eine Reportage zur Gefahr von Sauerstoffmangel in Verbindung mit Feuerstätten. Ventilatoren, die in raumluftabsaugende Geräte eingebaut sind, erzeugen einen höheren Unterdruck als der Schornstein. Es besteht deshalb die Gefahr von Abgasaustritt, bei dem sich das hochgiftige, geruchlose und unsichtbare Kohlenmonoxid unbemerkt im Raum verteilt.

Feuerstätten, die ihre Verbrennungsluft aus der Wohnung oder einer Nutzungseinheit beziehen, dürfen deshalb nicht in Räumen aufgestellt werden, wenn daraus Luft über einen Ventilator abgesaugt wird. Für die Veranschaulichung dieser Zusammenhänge hatte Uwe Nenzel das Haus von Frau Schramm ausgewählt. Bei ihr konnte man eine solche Gefahrensituation sehr gut darstellen und Frau Schramm stellte ihre Feuerstätte und die in diesem Raum befindliche Dunstabzugsanlage für diesen Tag gern zur Verfügung.

Aufmerksam auf diese Problematik und den Schornsteinfegermeister wurde der MDR durch den Technischen Landesinnungswart aus Sachsen, Stefan Gralap.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

DB || Zum ersten Mal wurde am 3. September deutschlandweit der Tag des Handwerks gefeiert. Auf einer offiziellen Pressekonferenz würdigte Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler die ökonomische und gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks. Dazu verdeutlichten mehrere hundert Aktionen in ganz Deutschland die Größe und Vielfalt der „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Nach dem Motto „Deutschland ist handgemacht“ haben Handwerksorganisationen und -betriebe mit über 500 Aktionen und Events am ersten Tag des Handwerks gezeigt, was alles im Handwerk steckt.
In Köthen fand, initiiert von der Kreishandwerkerschaft Anhalt-Bernburg/Köthen, eine Präsentation verschiedener Handwerksberufe statt. Unter anderen waren hier die Friseure, Elektriker, Fleischer, Tischler, Dachdecker, Maler, Ofenbauer, Schumacher, Sattler, Bäcker, Steinmetze, Optiker, Zimmerer und selbstverständlich auch unser Schornsteinfegerhandwerk dabei. An den Ständen konnten sich alle Neugierigen von der Vielfalt und Modernität der Handwerksberufe überzeugen lassen. Auch der Stand der Schornsteinfegerinnung Halle wurde gut besucht. Vor allem Fragen zum neuen Schornsteinfegerrecht, aber auch zum Heizen mit Holz waren hier das beherrschende Thema.
„Ich hätte nie gedacht, dass es im Handwerk so viel zu entdecken gibt“, so einer der jungen Besucher aus Bernburg, und seine Freundin, selbst Auszubildende des Maler-Handwerks, ergänzte: „Ich finde es gut, dass für das Handwerk geworben wird.“ Die Veranstaltung fand einen kulturellen Rahmen in den Darbietungen des Kindergartens „Guter Hirte“ und der „Dance Collection“ Bernburg. Als Höhepunkt erfolgte die Freisprechung der Gesellen im Handwerk mit anschließendem Anschnitt der Handwerkertorte. Insgesamt war dieses Event ein gelungener Beitrag zum ersten Tag des Handwerks in Deutschland.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Ingo Wilsdorf || Aus hygienischen und auch aus bauphysikalischen Gründen müssen Aufenthalts- und ähnliche Räume ausreichend be- und entlüftet werden. Daher ist z. B. in der Musterbauordnung festgeschrieben, dass Wohnungen durchlüftbar sein müssen. Insbesondere fensterlose Aufenthaltsräume, Küchen und Kochnischen sowie Bäder und Toiletten sind nur zulässig, wenn eine wirksame Lüftung gewährleistet ist.
Eine Lüftungseinrichtung ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn sie dauerhaft funktioniert. In der Vergangenheit wurde die mangelhafte Funktion einer Lüftungsanlage durch die Undichtheit der Fassade, insbesondere der Fenster, weitestgehend kompensiert. Zur Einsparung von Heizenergie werden heute zunehmend dichte Fenster eingebaut und Fassaden gedämmt. Die ordnungsgemäße Funktion einer Lüftungsanlage gewinnt deshalb immer mehr an Bedeutung.
Von vielen Experten wird immer wieder auf die Notwendigkeit einer funktionierenden Lüftung hingewiesen. Langfristig ist dies nur durch eine regelmäßig wiederkehrende Überprüfung und gegebenenfalls Reinigung zu gewährleisten. Das Schornsteinfegerhandwerk in den neuen Bundesländern hat diese wichtige Aufgabe schon vor der Wiedervereinigung Deutschlands und auch in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten erfolgreich wahrgenommen.
Nicht normgerecht errichtete und nicht wiederkehrend überprüfte Lüftungsanlagen sind Gefahrenpotenziale. Sie können auf Dauer nicht den raumhygienisch und bauphysikalisch erforderlichen Luftwechsel unter Beachtung des Brandschutzes des Gebäudes gewährleisten.
Die Funktion einer Lüftungsanlage ist nur dann gewährleistet, wenn der Querschnitt sowohl für die Zuluftzuführung als auch für die Abluftabführung ausreichend groß bemessen ist und nicht durch Ablagerungen eingeengt wird. Aufgrund der Staub-, Feuchte- und Partikelbelastung der Außen- und besonders der Raumluft ist bei jeder Lüftungsanlage mit einer Verschmutzung zu rechnen. Daneben wird die Leistung der Lüftungsanlage durch Verschleiß, Korrosion oder Beschädigung von Anlagenteilen vermindert.
Brandschutztechnische Hintergründe
Lüftungsanlagen können wie alle vertikalen und horizontalen Leitungen im Gebäude eine sicherheitsrelevante Gefahrenquelle darstellen. Schwerpunkte sind hier nicht nur die Brandausbruchsmöglichkeiten, wie z. B. bei der Lüftung von Wohnungsküchen, sondern auch die Brandausbreitung im Falle eines Schadensfeuers. Deshalb müssen die Lüftungsleitungen in Gebäuden mit mehr als zwei Geschossen eine Feuerwiderstandsdauer haben. Sie verfügen dazu über eigene feuerwiderstandsfähige Leitungen und/oder Absperrvorrichtungen (Deckenschotts oder Brandschutzklappen).
Absperrvorrichtungen sind in der Mehrheit mit einer jährlichen Überprüfung durch die entsprechende bauaufsichtliche Zulassung beauflagt. Insbesondere Staub- und/oder Fettablagerungen können dazu führen, dass diese Absperrvorrichtungen nicht mehr einwandfrei funktionieren. Bei Auslöseversuchen wurde eindeutig die unzureichende Funktion an verschmutzten Absperrvorrichtungen in Lüftungsanlagen nach DIN 18017 nachgewiesen.
Verschmutzungen in diesen Anlagen führen dann bei Ausbruch eines Schadenfeuers zu einer unkontrollierten Brandübertragung im gesamten Gebäude. Schmutz in Lüftungsleitungen und Schächten ist also nicht nur ein hygienisches Problem, sondern vordergründig ein Problem der Brandsicherheit der betroffenen Gebäude.
Lüftungsanlagen, die vor dem 03. 10. 1990 errichtet wurden, erfüllen zudem in der Regel nicht die heute geltenden brandschutztechnischen Anforderungen. Zum Teil sind dünnwandige Baumaterialien (z. B. Gips) oder sogar brennbare Materialien verbaut worden. Bei diesen Anlagen würden erhebliche Staub- und Fettablagerungen zu einer zusätzlichen Brandlast führen. Die verbauten Materialien werden im Falle eines Brandes dieser vermeidbaren thermischen Mehrbelastung nicht standhalten. Die Überprüfung der Lüftungsanlagen dient also auch der Aufrechterhaltung des baulichen Brandschutzes, wie im § 3 Abs. 1 der Musterbauordung gefordert. Dort heißt es unter anderem, dass Anlagen so instand zu halten sind, dass die öffentliche Sicherheit und Ordnung, insbesondere Leben, Gesundheit und die natürlichen Lebensgrundlagen, nicht gefährdet werden.
Bei der Überprüfung der Lüftungsanlagen durch den Schornsteinfeger geht es in erster Linie um die Überprüfung und letztendlich um die Beseitigung der Ablagerungen (Brandlasten). Nicht ohne Grund wird auch im § 41 Abs. 1 der Musterbauordnung gefordert, dass Lüftungsanlagen betriebssicher und brandsicher sein müssen.
Die Prüfpflicht für die Lüftungsanlagen in Wohngebäuden gab es schon vor 1990. Sie ist nach der Wiedervereinigung zum Teil in den Kehrordnungen der neuen Bundesländer auf Grundlage des Einigungsvertrages geregelt.

Ausgabe: 81 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 81 - 3/2011 )

Klein Schwaß

Liebe Leser, beim Anblick des Titels staunen Sie sicher über das neue Gebäude. Nun, ganz neu ist es freilich nicht. Durch den Beitritt des Landesinnungsverbandes Mecklenburg-Vorpommern zur Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks ging diese Immobilie in die Trägerschaft unseres Schulvereins und ist fortan die Außenstelle der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V. Durch den Beitritt wurde auch unsere Redaktionskommission um ein Mitglied verstärkt. Kollege BSM Heiko Karmoll wird künftig über die Aktivitäten der Schornsteinfeger in Mecklenburg-Vorpommern berichten. Wenn Sie, liebe Kollegen in Mecklenburg-Vorpommern, eine Veranstaltung organisieren, melden sich beim Kollegen Karmoll und dokumentieren Sie diese bitte. Wir berichten gerne über Sie. Beginnen wird er seine neue Tätigkeit mit der Vorstellung von Klein Schwaß:
Heiko Karmoll: Klein Schwaß liegt 9 km westlich von Rostock, etwa 10 Autominuten von der A 20 entfernt. Im Jahr 1991 erwarb die damalige Schornsteinfegerinnung Rostock dieses alte Molkereigebäude. Mit viel Mühe und Engagement errichteten unsere Kollegen eine moderne und schöne Weiterbildungsstätte. Beim Zusammenschluss der drei Innungen im Land zur Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern ging die Weiterbildungsstätte in das Eigentum des LIV über. In dem zweistöckigen Gebäude befinden sich zwei voll ausgestattete Schulungsräume, einer mit EDV-Ausstattung. Im Erdgeschoss ist eine Lehrwerkstatt für die Lehrlings-, Gesellen- und Meisterweiterbildung. Im Gebäude befindet sich auch der technische Prüfstand. In Zukunft zieht die Geschäftsstelle des Landesinnungsverbands in die gut ausgestatteten Büros, so dass die Kollegen alles an einem Ort vorfinden. Der Schulleiter der Außenstelle ist unser Rostocker Kollege BSM Rainer Tillmann (siehe Foto unten). Er kümmert sich um die Belange des Schulungsgebäudes.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Abgasleitungen für Brennwertgeräte müssen feuchte­unempfindlich und oft auch druckdicht sein. Aber der Zahn der Zeit nagt auch an diesen, für die Abgasabführung erforderlichen Bauteilen. Immer öfter trifft der Schornsteinfeger bei seiner Überprüfungstätigkeit auf solche Mängel. Die in dem Foto abgebildete Abgasleitung aus Aluminium war ca. 15 Jahre in Betrieb. Deutlich sind die Löcher zu erkennen, die aus der Leitung schon fast ein Sieb gemacht haben.
Bild: BSM Martin Fehn

Ausgabe: 80 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Dunstabzugsanlagen in Gaststätten oder anderen gewerbsmäßigen Küchen sind für den Transport der Küchenabluft und oft auch der Abgase der Gasherde zwingend erforderlich. Der Schornsteinfeger überprüft einmal jährlich u.a. ob diese Anlagen verschmutzt sind. Eine saubere Abluftanlage sichert einen störungsfreien Betrieb und minimiert die Brandgefahr erheblich. Wenn aber wie in diesem Beispiel die Filteranlage zugesetzt ist, ist an einen Abzug der Abgase und Abluft nicht mehr zu denken. Zum Glück gibt´s den Schornsteinfeger, der auf diese Missstände aufmerksam macht.
Bild: BSM Torsten Kiel

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Es ist seit vielen Jahren eine gute Tradition, dass die Schornsteinfegerlehrlinge des dritten Lehrjahres kurz vor Abschluss ihrer Lehrzeit das Werk der Firma Schiedel in Dürrweitzschen besuchen.
Auch in diesem Jahr wurden wir wieder herzlich empfangen und konnten uns bei einem Betriebsrundgang die Produktion der Schiedel-Systemschornsteine ansehen und uns von der Leistungsfähigkeit des Werkes überzeugen. 42 Mitarbeiter produzieren für den gesamten deutschen Markt die SIH Mantelsteine und die Schornsteinfertigfüße. Beeindruckend war besonders die Montage von geschosshohen Schornsteinfertigteilen, die im Werk Dürrweitzschen für ganz Deutschland hergestellt werden.
Am Ende des Rundganges bekamen wir in einem anschließenden Vortrag von Herrn Kaltwasser, der als Verkaufsberater tätig ist, einen Einblick in das Produktionsprogramm der Firma Schiedel. Er erläuterte uns Probleme der Statik, des vorbeugenden Brandschutzes und der Wohnungslüftung, die bei den Kunden auftreten können. An konkreten Beispielen konnten wir sehen, welche Lösungen die Firma Schiedel dafür anbieten.
Wir möchten uns an dieser Stelle bei der Firma Schiedel, besonders bei Herrn Kaltwasser und Herrn Paschke, für die langjährige Unterstützung bedanken und wünschen uns, dass wir auch in den nächsten Jahren das Werk besuchen können.
Wolfgang Küster
Fachlehrer

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Der Schulleiter der „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“, Hans Poltersdorf, hatte am 2. April 2011 seinen 65. Geburtstag. Anlass genug für den Schulvereinsvorsitzenden Thomas Keindorf und die Mitarbeiter der Schornsteinfegerschule, allen voran Frau Wiegel und Frau Schran, einen Empfang zu seinen Ehren zu organisieren. Der Einladung folgten neben Vertretern der angeschlossenen Landesinnungsverbände auch der Landrat Nordsachsens Michael Czupalla, Hubertus Wacker, Oberbürgermeister Eilenburg, Roland März, Bürgermeister der Gemeinde Doberschütz, ehemalige Kollegen aus der Berufsschulzeit sowie Vertretern von Firmen aus Eilenburg und Parteifreunde.
Der Schulleiter Thomas Keindorf zeigte in seiner Laudatio einen Überblick über die wichtigsten beruflichen Stationen des Jubilars.
Hans Poltersdorf ist seit 1971 als Berufsschullehrer im Schuldienst. Seit der Gründung des Schulvereins Sachsen-Thüringen am 17. Januar 1992, und auch schon davor, ist Hans Poltersdorf mehr als überdurchschnittlich in der Berufsbildung des Schornsteinfegerhandwerks engagiert. So war es am 18. Mai 1992 auch selbstverständlich, dass die Delegierten ihn zum Schulleiter wählten.
Der Grundstein für die heute modernste Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks wurde mit dem Grundstückskauf der „Roten Jahne“ 1993 gelegt. Nicht zuletzt ist es ein Verdienst von Hans Poltersdorf, dass nach der Baugenehmigung 1995 schon am 19. Februar 1998 Einweihung in der Ausbildungsstätte mit Schulräumen, Werkstätten und Experimentierräumen sowie den erforderlichen Internatsplätzen für die überbetriebliche Berufsausbildung, die Meisterausbildung und die berufliche Fortbildung der Meister und Gesellen gefeiert werden konnte.
Mit der Aufnahme von Sachsen-Anhalt im Dezember 1999 und Mecklenburg-Vorpommern im April 2011 gehören der „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“ 918 Mitgliedsbetriebe an.

Ausgabe: 80 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Als besonderer Punkt auf der Tagesordnung der diesjährigen Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes (LIV) Sachsen-Anhalt stand die vorzeitige Wahl des neuen Landesinnungsmeisters. Dies wurde erforderlich, da der bisherige Landesinnungsmeister (LIM) Thomas Keindorf in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt wurde. Durch diese neue Aufgabe und seine weiteren Ehrenämter steht ihm die für die Aufgaben des LIM notwendige Zeit nicht mehr zur Verfügung. So trafen sich die Delegierten des LIV am 18. Mai 2011 in Magdeburg, um neben der Wahl auch über den Haushalt des LIV abzustimmen und über aktuelle Themen zu beraten. Wesentliche Inhalte waren u.a. die Lüftungsarbeit nach 2012, der beginnende Gesellenmangel, die geplanten Änderungen der KÜO und des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes, sowie die Auswertung von Unfällen und Bränden in Verbindung mit Feuerstätten. Außerdem wurde die Aufwandentschädigung für die Ehrenamtsträger angepasst. Am Nachmittag kam es dann zur Wahl des Landesinnungsmeisters. Als Kandidat hatte sich der bisherige stellvertretende LIM Torsten Kiel zur Wahl gestellt. Da in diesem Moment auch die Position des stellvertretenden LIM vakant wurde, musste auch hier eine Neuwahl erfolgen. Für diese Position stellte sich Daniel Börner, stellvertretender Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle, zur Wahl.
Sowohl Torsten Kiel als auch Daniel Börner wurden mehrheitlich in die jeweilige Position gewählt. Der frisch gebackene Landesinnungsmeister ließ es sich nicht nehmen, dem bisherigen LIM Thomas Keindorf für seine äußerst erfolgreiche und bereichernde Arbeit als Landesinnungsmeister zu danken. Die Aufzählung seiner Ehrenämter, Abgeordneter des Landtages Sachsen-Anhalt, Präsident der Handwerkskammer Halle, Mitglied im Präsidium des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses des deutschen Handwerkskammertages, Vorsitzender der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks, Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der Zentralstelle für Weiterbildung im Handwerk Düsseldorf machte deutlich, dass Thomas Keindorf seine ganze Kraft für seine Ehrenämter einsetzt und hier jeweils die Anerkennung und Wertschätzung der Beteiligten erhält. Aufgrund seiner herausragenden Leistungen für den Berufsstand schlug Torsten Kiel der Mitgliederversammlung vor, Thomas Keindorf zum Ehrenlandesinnungsmeister zu ernennen. Die Delegierten folgten diesem Vorschlag einstimmig. Auch Hans Poltersdorf, Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. ließ es sich nicht nehmen, anerkennende Worte für die geleistete Arbeit Thomas Keindorfs als Landesinnungsmeister und Vorsitzender der Bildungsstätte zu übermitteln. Wir wünschen den neu gewählten Ehrenamtsträgern für ihre Arbeit viel Erfolg und Thomas Keindorf für seinen weiteren Weg, auch als Landtagsabgeordneter, eine glückliche Hand und gute Ideen.

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Der nächste Winter kommt bestimmt. Von Donnerstag, dem 02. 02. 2012, an finden die 32. Skilanglaufmeisterschaften für Schornsteinfeger und Kaminkehrer in Tambach-Dietharz/Thüringen statt. Zur Einstimmung am Donnerstag werden wir mit einer gemeinsamen Skiwanderung das Rennsteiggebiet um Tambach-Dietharz erkunden. Am Freitag soll es dann schon mal ein bisschen ernst werden. Wir wollen auf der Biathlonanlage am Nesselberg einen Biathlon-Mix-Staffel-Wettbewerb austragen. Die deutschen Skilanglaufmeisterschaften unseres Berufsstandes wie auch der Wettbewerb der Innungsstaffeln werden am Samstag folgen. An allen Tagen wird es auch ein gemeinsames Abendprogramm geben. Neugierig geworden? Ab September wird es weitere Informationen unter www.1afeger.de geben. Als Veranstalter wünschen wir uns natürlich eine große Resonanz und freuen uns auf viele Starter zu den Wettbewerben und auf viele Gäste bei den Veranstaltungen.

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Die diesjährige praktische Zwischenprüfung der Auszubildenden fand am 29. April 2011 erneut in Weimar statt. Hierbei wurden die Lehrlinge auf ihr bisheriges Können geprüft um dem Ausbildungsbetrieb einen „Zwischenstand“ zu geben.
Pünktlich um 8:00 Uhr begrüßte der Berufsbildungswart Edgar Giese die aufgeregten Prüflinge. Danach wurden sie in Gruppen eingeteilt. Es erfolgte das Reinigen von Schornsteinen vom Dach und die anschließende Rußentnahme. Hierbei gab es die Schwerpunkte Arbeitsschutz, Sorgfalt und Sauberkeit. Diese wurden von den Prüfern hinterfragt. Die richtige Werkzeugwahl war entscheidend, da die Weimarer Altbauten und deren Schornsteine weit über die Höhen eines Einfamilienhauses hinausragen.
Ein weiterer Prüfungsteil bestand aus der Abgaswegeüberprüfung und CO-Messung an einer atmosphärischen Gasfeuerstätte. Die Auszubildenden mussten ihr Wissen und Können im Bereich der TRGI und deren 16 Schritte unter Beweis stellen. Für viele war dies der schwierigste Punkt der Prüfung. Doch auch das Reinigen von Verbindungsstücken stellte sich als Herausforderung dar. Es kam bei diesem Arbeitsschritt vor allem auf eine saubere Arbeitsweise an.
Als Bestandteil der Prüfung zählte nun die Überprüfung und Reinigung einer Lüftungsanlage. Die Lehrlinge mussten den Aufbau einer Sammelschachtanlage und deren Funktion erläutern. Die Lüfter wurden demontiert und gereinigt. Hierbei war es wichtig, die Anlage aus arbeitsschutztechnischen Gründen abzustellen.
Zum Schluss durften die Prüflinge ihre Arbeitsunterlagen vervollständigen, was auch als wichtiger Aspekt in der Bewertung angesehen wird. Herr Giese verabschiedete alle Teilnehmer und wünschte eine gute Heimfahrt. Die Auswertung wird in Kürze mit jedem Lehrling und deren Meister erfolgen. 
PW Jens Rödiger

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Am Dienstag, den 10. Mai 2011, gegen 19:00 Uhr, ertönte der Hausalarm im Internat der Lehrlinge. Danach rückte die Freiwillige Feuerwehr aus Eilenburg mit Martinshorn und Blaulicht auf unseren Schulgelände an. Sechs Einsatzfahrzeuge waren an der Übung beteiligt.
Dies war sowohl eine Evakuierungsübung für unsere Lehrlinge als auch eine Einsatzübung für die Kameraden der Eilen­burger Wehr. Mit Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das Internat ein und durchsuchten die Räume nach verletzten Personen. Gleichzeitig wurde vom Feuerlöschteich mit Hilfe eines LF16 die Löschwasserversorgung aufgebaut.
Nach wenigen Minuten war die Drehleiter einsatzbereit. Mit ihrer Hilfe wurde eine eingeschlossene Person gerettet.
Solche Übungen an realen und unbekannten Objekten stellen für die Wehr einen wichtigen Teil der Erhaltung der Einsatzbereitschaft dar.
Bei der Auswertung der Übung zeigte sich der Wehrleiter zufrieden sowohl mit der Evakuierung des Internates als auch mit den gezeigten Leistungen seiner Einsatzkräfte. 
Joachim Richter

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Die jährliche Bildungsmesse fand in Verbindung mit dem Informationstag für Verkehr und Logistik am 26. März 2011 auf dem Gelände der Beruflichen Schulen des Unstrut-Hainich-Kreises in Mühlhausen statt. Zu diesem Ereignis waren nicht nur die Schüler der Abschlussklassen geladen sondern alle aus- und weiterbildungsinteressierten Jugendlichen. ­Neben Unternehmen der regionalen Wirtschaft und dem öffent­lichen Dienst konnte das Regionalmanagement Unstrut-Hainich als Hauptorganisator der Messe, auch Dienstleister und weiterführende Schulen (Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien) als Partner gewinnen. Auf dem Außengelände fand zeitgleich der 13. Informationstag für Verkehr und Logistik statt. Trotz des trüben Wetters stellten sich dort hiesige Busbetriebe, Transportunternehmen, Autohäuser sowie die Abfallwirtschaft und die Verkehrswacht Thüringen vor. Die Jugendlichen hatten hier die Möglichkeit sich über die verschiedenen Berufe der Aussteller zu informieren, z. B. Dauer der Ausbildung, die Berufsschule und die verschiedenen Tätigkeiten des Berufsbildes. Das Schornsteinfegerhandwerk präsentierte sich zentral mit seiner innovativen Mess- und Prüftechnik. Von der Thermografiekamera, Schornsteinprüftechnik über verschiedenste Messgeräte bis hin zum einfachen Kehrgerät konnte man sich über die Arbeitsgeräte des Schornsteinfegers informieren. Teilweise gab man den Besen in junge Hände ab, um sie einfach mal probieren zu lassen. Außerdem wurde die duale Ausbildung des Berufes nähergebracht. Die zukünftigen Auszubildenden konnten sich auch einem Eignungstest unterziehen um ihre persönlichen Stärken und Schwächen kennen zu lernen und um ihnen die Angst vor einem solchen Test zu nehmen.
Pünktlich um 9:30 Uhr begrüßte Landrat Harald Zanker gemeinsam mit Prof. Dr. Roland Merten, dem Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur die anwesenden Aussteller, bevor sich um 10:00 Uhr die Türen der Halle für die Besucher öffneten. In seiner Rede lobte Staatssekretär Prof. Dr. Merten dann das vorbildliche Engagement des Unstrut-Hainich-Kreises, ein gemeinsames Berufsschulnetz mit den Nordthüringer Landkreisen Eichsfeld, Kyffhäuser und Nordhausen auf den Weg zu bringen. Noch vor gut einem Jahr hatte der Landkreis bei den Bestrebungen Bildungsregionen zu erstellen, noch das Schlusslicht in Thüringen inne. Zwischenzeitlich fanden jedoch viele Abstimmungsgespräche mit den Partnerlandkreisen, dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur und den Kammern statt, sodass der Unstrut-Hainich-Kreis nun eine Vorreiterrolle übernehmen konnte. Gleichzeitig wandte sich Prof. Dr. Merten an die Messeaussteller und bestärkte sie in ihrem Tun, frühzeitig auf die Jugendlichen zuzugehen um für ihr Unternehmen bzw. ihre Bildungseinrichtung zu werben. Gerade im Hinblick auf die immer weiter sinkenden Schülerzahlen sei dies besonders wichtig, so Prof. Dr. Merten.
PW Jens Rödiger

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Wo viel Wind ist, da ist selten Staub

Mit dem neuen Luftgeschwindigkeitsmessgerät LGM 1 von AFRISO lässt sich z. B. in Klimaanlagen oder bei Ventilatoren die Luftgeschwindigkeit genau einstellen oder in Lüftungs- und Abzugskanälen die Luftströmung mit hoher Genauigkeit messen. Das handliche und mikroprozessorgesteuerte Messinstrument LGM 1 verfügt über ein LC-Display mit Batteriekontrolle und wiegt mit Batterie nur 150 g. An das LGM 1 kann entweder eine Flügelradsonde 25 (Ø 25 mm, Messbereich von 0,3 m/s bis 35 m/s) oder die Flügelradsonde 70 (Ø 70 mm, Messbereich von 0,2 m/s bis 40 m/s) angeschlossen werden. Die beiden Sonden sind für Betriebstemperaturen von -30 °C bis 100 °C geeignet. LGM 1 arbeitet mit einer Auflösung von 0,01 MPS (m/s) und einer Genauigkeit von ± 1,0% v. Messwert ± 1 Digit. Das Luftgeschwindigkeitsmessgerät LGM 1 hat eine umschaltbare Darstellung der Einheit von 0,01 m/s in 1 ft/min und eine veränderbare Messzeit von 2 s auf 16 s. Für beide Messzeiten ist der Momentanwert und der Mittelwert abrufbar. Die Minimal- und Maximalwerte werden gespeichert. LGM 1 ist für Umgebungstemperaturen von 0 bis 50 °C geeignet und kann mit einer Batterie (9 V IEC 6 LR 61) bis zu 40 Stunden Messungen durchführen. Das Messinstrument wird je nach Wunsch entweder mit der Flügelradsonde 25 oder mit der Flügelradsonde 70 ausgeliefert. Zum Lieferumfang des LGM 1 gehört also eine der beiden Sonden sowie eine Betriebsanleitung, ein Verbindungskabel, ein Verlängerungsgestänge und ein formschöner robuster Gerätekoffer. 
Jörg B. S. Bomhardt

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Kutzner+Weber entwickelt Produkte aus Kunststoff

Der Abgasspezialist Kutzner+Weber stellt anlässlich der ISH die neue Schalldämpfer-Serie AGP vor, die aus PP her­gestellt wird. Sie sind hervorragend mit Kunststoffsystemen zu kombinieren, etwa dem Polytube von Raab. Damit bietet das Maisacher Unternehmen nun auch in diesem Bereich durchgängige Lösungsmöglichkeiten an, die sich hervor­ragend sowohl für Heizkessel als auch für Mini- bzw. Mikro-BHKWs eignen.
Der AGP für Heizkessel in den gängigen Nennweiten von 80, 110 und 125 mm zeigt gute Dämpfwerte im tieffrequenten Bereich und sehr gute Dämpfwerte im Bereich mittlerer und hoher Frequenzen. Daher kann er den Geräuschpegel bei Problemanlagen besonders gut herabsetzen. Dem Handel sowie Herstellern von Kunststoff-Abgassystemen bietet sich mit diesem Produkt die Chance, das Produktportfolio sinnvoll zu erweitern.
Des Weiteren können Kesselhersteller die AGP-Schalldämpferserie mit der Schlitzabsorbertechnik ausstatten, eine vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik patentierte Lösung. Hierbei werden die Schalldämpfer individuell auf störende Frequenzen im tief- und mittelfrequenten Bereich angepasst. Im Fall besonders geräuschintensiver Kessel lassen sich damit auch erhöhte Anforderungen an den Schallschutz erfüllen. Darüber hinaus wird Kutzner+Weber eine optimierte Version für Mini- und Mikro-BHKWs mit einer Nennweite von 80 mm auf den Markt bringen.
Standardmäßig werden die Modelle mit einem Polytube-Stutzen ausgestattet, sie lassen sich aber auch individuell an die Produkte anderer Hersteller anpassen. Zunächst werden zwei Baulängen angeboten: 580 mm mit einer Dämpfkörperlänge von 360 mm und 940 mm mit 720 mm Länge. Alle Schalldämpfer sind für Temperaturen bis zu 120 °C ausgelegt und druckdicht bis zu 5.000 pa. Da keinerlei Umlenkungen oder Widerstände enthalten sind, entstehen nur sehr geringe Druckverluste. Außerdem punkten die AGP durch ihre stabile Bauweise und ihr geringes Eigengewicht, das die Montage erheblich erleichtert.

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Raab liefert doppelwandige Abgasleitung für frei stehende Anlage

Abgasanlagen für Industrie und Gewerbe sind in den meisten Fällen objektbezogene Lösungen. Das gilt auch für die neuen Schornsteine an den Produktionsstätten der Firma Schulte Innenausbau GmbH in Bad Oeynhausen. Die besondere Herausforderung bestand in der Schornsteinlänge von 17 m, die freistehend zu realisieren war. Kein Problem für die Spezialisten von Raab.
Innenausbau für hohe Ansprüche
Exklusives Ambiente, hochwertige Produkte, edle Materialien – das ist die Welt von Schulte Innenausbau GmbH in Bad Oeynhausen. Das 1933 als Möbeltischlerei gegründete Familienunternehmen in dritter Generation steht für allerhöchste Qualität beim Innenausbau und kann repräsentative Objekte in seinen Referenzen vorweisen. Von den Boutiquen von Hermès in München, London und Mailand bis hin zum Präsentationsraum von Dior in Paris schätzen Innenausstatter die hochwertige Ausstattung und die Verwendung edler Hölzer. Auch die Ausstattung von Hotels und Privathäusern und die Anfertigung von Designmöbeln gehört mit zum Portfolio des Unternehmens, welches auf die Verbindung erstklassigen Handwerks, moderner Produktionstechnologie und großer Flexibilität schwört. Natürlich setzt ein Unternehmen, das hohe Ansprüche an seine eigene Arbeit fordert, auch bei seinen technischen Anlagen auf hohe Qualität. Das gilt auch für die Heizungs- und Abgastechnik.
Die Produktionshallen der Firma Schulte Innenausbau GmbH umfassen eine Fläche von 5.500 m² und werden durch eine bivalente Heizungsanlage (Erdgas und Holzspäne) beheizt. Durch die Produktion im Werk fallen pro Jahr ca. 120 m³ Späne an, welche in einem Spänebunker mit 205 m³ Fassungsvermögen neben den Werkshallen lagert. Da die Holzvergaserkessel technisch nicht mehr auf dem neuesten Stand waren, entschloss man sich zum Austausch der Wärmeerzeuger. Zum Einsatz kamen zwei neue Holzvergaserkessel vom Typ HDG Bavaria Komfort 200 mit ­einer Nennwärmeleistung von je 190 kW für Hackschnitzel und Holzspäne. Die Beschickung erfolgt mechanisch über zwei Materialförderschnecken der Bauart HDG Bavaria TFQ 160. Um geringe Emissionen zu garantieren wurden Zyklon-Filter nachgeschaltet. Die Abführung der Abgase sollte über eine Schornsteinanlage von 17 Meter Höhe realisiert werden, welche die Planer an einem speziellen Tragmast installieren wollten.
Aufgrund der besonderen Herausforderung bei der Anpassung des Abgassystems an den bestehenden Tragmasten, wandte man sich an den Schornsteinspezialisten Raab, welcher auch in Mitteldeutschland einen großen Produktionsstandort unterhält. Raab war in der Lage, die Halterungen für das Abgassystem DW/FU mit einem Durchmesser von 400 mm auf die Mastkonstruktion abzustimmen. Beide Abgasleitungen wurden am Fuß des Mastes auf einer Konsole montiert und im Abstand von 50 mm am Mast befestigt.
Das doppelwandige feuchteunempfindliche Schornsteinsystem DW/FU benötigt keine zusätzliche Wärmedämm- oder Schweißarbeit vor Ort und wird bei der Montage einfach ineinander gesteckt und mit einem Klemmband gesichert. Durch das spezielle Konstruktionsprinzip entfällt der Einsatz verrottungsanfälliger Dichtungen. Der werksseitige Kapillarstopp verhindert ein Eindringen von Feuchtigkeit von außen. Als Weiterentwicklung ergänzte Raab den DW/FU um eine Reinigungsöffnung, die speziell für den Betrieb mit Festbrennstoffen konzipiert wurde. Um das Verletzungsrisiko beim Kehren so weit wie möglich auszuschließen haben die Fertigungsspezialisten scharfe Ecken und Kanten vermieden. Das Innenleben des rechteckig ausgehalsten Bauteils zeigt hinter dem äußeren Deckel eine großzügige eckige Öffnung. In Kombination mit den kompakten Außenabmessungen garantiert diese Komponente eine hervorragende Zugänglichkeit für den Schornsteinfeger. Die schmale Bauform ermöglicht unauffällige und formschöne Lösungen im Außenbereich.
Mehr Sicherheit durch Zugbegrenzer
Um trotz der extremen Schornsteinhöhe stets einwandfreie Betriebsverhältnisse garantieren zu können, kam mit dem Zugbegrenzer ZUK 250 SG eine Nebenluftvorrichtung zum Einsatz, der über eine hydraulisch gedämpfte Regelscheibe verfügt und zusätzlich eine einstellbare Überdruckklappe besitzt. Bei normalen Zugverhältnissen bleibt die Regelscheibe frei beweglich. Kommt es jedoch zu raschen Druckveränderungen, z. B. bei Windböen oder beim Brennerstart bzw. -stillstand, vermeidet die hydraulische Dämpfungseinrichtung eine Beschädigung des Zugbegrenzers sowie störende Schlaggeräusche. Hierdurch ist eine störungsfreie Funktion der Nebenluftvorrichtung auch bei starken Druckschwankungen in der Abgasstrecke gewährleistet. Zur Installation des Zugbegrenzers fand Schornsteintechnik-Spezialist Detlef Wartemann ebenfalls eine Sonderlösung. Er montierte am Ende der Sammelleitung eine Endplatte mit Halterungen zu Decke sowie eine mit Scharnieren befestigte Gegenplatte zur Befestigung des Zugbegrenzers. Diese lässt sich zur Reinigung der Sammelleitung seitlich wegklappen.
D.Last

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Mit Edelstahl-Abgasanlagen an morgen denken

Mitte Mai 2011 lud die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH erneut Planer, Handwerker und Schornsteinfeger zum 3. Zukunftsforum Abgastechnik nach Bad Wildungen (Hessen) ein. Rund 70 Teilnehmer informierten sich hier über den Stand der Technik und Gesetzgebung und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Edelstahl-Abgasanlagen und deren Peripherie.
Zum Auftakt erläuterte Hermann-Josef Görges, Vorsitzender der Fachabteilung Abgastechnik VSE im Bundesindustrie­verband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH e. V.) sowie Vorstandsmitglied im BDH, die Marktentwicklung des letzten Jahres und die Erwartungen der Branche. Ein großes Potential, so Görges, schlummert in der Schornsteinsanierung im Zusammenhang mit dem überfälligen Austausch veralteter Heiztechnik. Neuesten Untersuchungen zufolge sind bundesweit immer noch 77 Prozent ineffiziente Wärmeerzeuger in Betrieb. Nicht zuletzt durch die unstete Förderpolitik der Bundesregierung werde der zügige Austausch allerdings unnötig behindert. Der BDH setzt sich auf politischer Ebene kontinuierlich für den notwendigen schnelleren Austausch ein.
Ein Highlight des Zukunftsforums war der Vortrag von Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher. Der Umwelt- und Klimafolgenforscher, der in die Initiative „Global Marshall Plan“ involviert ist, war nicht zufällig eingeladen worden, zählt doch die Entwicklung effizienzsteigernder und emissionsmindernder Technologien zum täglichen Geschäft der Abgasanlagen-Hersteller.
Weitere Referenten waren Dipl.-Ing. Jochen Eckstein, der „Abgasanlagen und Klassifizierungen“ behandelte. Eckstein verwies auf ein ständig aktualisiertes Positivblatt, das unter http://bdh-koeln.de/publikationen/broschueren.html (siehe Broschüre „VSE im BDH“) zum Download bereit steht. Anschließend informierte Dr. Heinrich Goeddeke vom Ins­titut für Energie Transfer (IET) in Koblenz, wie die europäische Öko-Design-Richtlinie für Wärmeerzeuger umgesetzt wird. Im Anschluss ging Georg-Werner Berger von der RAL-Gütegemeinschaft Konstruktiver Stahlbau e.V. auf die statische Bewertung von Edelstahl-Elementen an und in freistehenden Abgasanlagen ein.
Dipl.-Ing. Tobias Böhm gab einen Überblick über die Möglichkeiten zur Feinstaubabscheidung und Wärmerückgewinnung (Brennwertnutzen), auch bei Festbrennstoff-Feuerstätten. Abschließend „entwirrte“ Dr. Dieter Stehmeier, ZIV-Vorstand Technik im Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, das Geflecht europäischer und nationaler Normen und Richtlinien für die Zulassung und Anwendbarkeit von Abgassystemen. Wie in den vergangenen Jahren sorgte das Zukunftsforum Abgastechnik für fachkundigen Wissens­transfer. Eine Fortsetzung der Veranstaltung ist geplant.

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Die umfangreichen Änderungen wurden separat ausgeteilt. Hier in der Pressedatenbank haben wir auf diesen Artikel verzichtet. Die aktuelle Fassung der Kehr- und Überprüfungsordnung wurden an 17. Juni 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Ab 4. April 2011 ist die Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern Mitglied im Schulverein der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz geworden.
Wir möchten die Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern heute einmal kurz vorstellen. Unser Land erstreckt sich im Osten von der Republik Polen bis hin zum Westen an das Land Schleswig-Holstein. Im Norden von der Ostsee bis hin zum Süden an die Länder Niedersachsen und Brandenburg. Damit steht fest: wir sind ein Flächenland mit sehr weiten Entfernungen. Dieses spiegelt sich auch in der Mehrzahl der Kehrbezirke wider.
Die Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern wurde 1994 durch die drei Innungen Rostock, Neubrandenburg und Schwerin gegründet. Landesinnungsmeister wurde der leider viel zu früh verstorbene Kollege Wolfgang Freuck. Seit 2001 ist Kollege Ingo Ziola der Landesinnungsmeister.
Die Innung hat 145 Mitglieder. Zweimal im Jahr findet eine Innungsversammlung statt.
Um eine schnelle und zügige Weitergabe von Informationen an die Kollegen zu gewährleisten, gibt es im Land Kreis­obleute. Diese halten auch den Kontakt zu den unteren Behörden der Landkreise und kreisfreien Städte. Zuständig für das Schornsteinfegerhandwerk ist das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin. Im Land gibt es nur eine zweistufige Verwaltungsebene.
Der Sitz der Innung ist die Landeshauptstadt Schwerin. Die Außenstelle der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz – Klein Schwaß, ist der zentrale Anlaufpunkt aller Kollegen des Landes. Hier finden alle relevanten Veranstaltungen der Innung statt. Mit der Übernahme der Außenstelle Klein Schwaß durch die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. Doberschütz sind wir in der Lage, unseren Kollegen weiterhin eine hochwertige Aus- und Weiterbildung zu gewährleisten.
Wir freuen uns auf eine gute und angenehme Zusammenarbeit mit den der Bildungsstätte angeschlossenen Landesinnungsverbänden und Landesinnungen und hoffen, dass noch mehr Länder sich diesem „Bildungsverbund“ anschließen. 
Ingo Ziola
Landesinnungsmeister/OM
Heiko Karmoll
PR/Öffentlichkeitsarbeit

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Zukunftsberuf Schornsteinfeger

Auf der jährlichen Mitgliederversammlung im Schulverein der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks wurde in diesem Jahr Zukunft geschrieben.
Der Standort der Schornsteinfegerschule, zuerst in Eilenburg und jetzt in Doberschütz – Rote Jahne, ist allen Schornsteinfegern aus den neuen Bundesländern bekannt, denn vor der deutschen Vereinigung besuchten alle Schornsteinfegerlehrlinge der damaligen DDR hier die Berufsschule.
Mit sechs Klassenräumen, einem voll ausgestattetem Computerkabinet, einem Werkraum für praktischen Unterricht und einem Konferenzsaal für ca. 100 Personen konnte 1998 eine der modernsten Weiterbildungseinrichtungen für das Schornsteinfegerhandwerk eingeweiht werden. Durch das angeschlossene Internat und die Vollverpflegung durch das Küchenteam wird sichergestellt, dass sich die Gäste intensiv ihrem Studium widmen können.
Zur Mitgliederversammlung am 04. April 2011 hat der Obermeister der Landesinnung Mecklenburg-Vorpommern, Ingo Ziola, den Antrag gestellt, die gesamte Landesinnung mit der dazugehörigen Immobilie in Klein Schwaß in den Schulverein aufzunehmen. Die Schulvereinsmitglieder der angeschlossenen Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben dem gern und einstimmig zugestimmt. „Durch Fusionen kann man schlagkräftiger werden“, sagte Schulvereinsvorsitzender Thomas Keindorf und begrüßte die neuen Mitglieder.
Durch das nun größere Einzugsgebiet der Bildungsstätte wurde auch eine Namensänderung erforderlich. Aus „Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks“ wurde „Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e.V.“
918 Mitgliedsbetriebe gehören zu dem neuen Einzugsgebiet des Schulvereins. Entsprechend der geänderten Satzung wurde auch ein neuer 3. Stellvertreter des Schulvereinsvorsitzenden nachgewählt. Obermeister Ingo Ziola aus Greifswald erhielt das eindeutige Votum der Delegierten. Als neue Beisitzer wurden Frank Buchholz aus Magdeburg und Klaus Fröhlich aus Sanitz gewählt.
Hans Poltersdorf, der zum 30. Juni 2011 seinen Kehrbezirk durch Erreichen des Rentenalters abgibt, wird auch in Zukunft als Schulleiter zur Verfügung stehen. Unter Tagesordnungspunkt 8 haben alle Delegierten dem Abschluss eines Honorarvertrages mit ihm zugestimmt. 
TK

Ausgabe: 0 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 80 - 2/2011 )

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Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Abluftanlagen in Mehrfamilienhäusern sind erforderlich, um einen ausreichenden Luftwechsel in den Wohnungen zu gewährleisten. In diesem Fall hat eine „Fachfirma“ den Abluftschacht als Installationsschacht für eine Zirkulationsleitung genutzt. Damit kein Regen in den „Installationsschacht“ gelangt und auch damit die durchströmende Luft die Warmwasserleitungen nicht kühlt, wurden die Schächte an der Mündung mit Betonplatten verschlossen. Der Schornsteinfeger wurde gerufen, weil sich in den Wohnungen ein unangenehmes Raumklima mit hoher Luftfeuchte bildete.
Bild: Detlef Bode

Ausgabe: 79 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Immer wieder trifft der Schornsteinfeger auf ungewollte Bewohner in Schornsteinen. Mal ist es ein Wespennest, mal haben, wie hier in diesem Fall, Vögel ihr Nest in einem Gasschornstein gebaut. Gott sei Dank befand sich das Nest an der Sohle, so dass die Abgase aus der angeschlossenen Gasfeuerstätte noch ungehindert abziehen konnten.

Bild: Detlef Bode

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg vom 04. 02. 2011, 8 ME 239/10
Sachverhalt
Die Antragsteller, die Eigentümer eines Wohngebäudes mit einem Kamin­ofen und einem Gas-Umlaufwasserheizer sind, haben einen Feuerstättenbescheid vom Antragsgegner, dem Bezirksschornsteinfegermeister, am 21. 06. 2010 erhalten. Gegen den Feuerstättenbescheid haben die Antragsteller beim Verwaltungsgericht Lüneburg Klage erhoben und um Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes ersucht. Diesem Antrag hat das Verwaltungsgericht Lüneburg stattgegeben und die aufschiebende Wirkung der Klage der Antragsteller gegen den Feuerstättenbescheid festgestellt. Das Verwaltungsgericht war der Auffassung, dass ein Feuerstättenbescheid zwar derzeit erlassen werden kann, aber rechtliche Wirkungen sich hieraus erst ab dem 01. 01. 2013 ergeben.
Entscheidung
Die hiergegen gerichtete Beschwerde des Antragsgegners hatte Erfolg. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Lüneburg geändert und den Antrag auf Gewährung vorläufigen Rechtsschutzes abgelehnt. Die Eigentümer müssen die Anordnungen im Feuerstättenbescheid befolgen.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Bau- und Immobilienmesse im Landkreis Mansfeld Südharz am 5. und 6. März
Schon seit einigen Jahren führt die Sparkasse Mansfeld Südharz im Frühjahr eine Messe für Bauen, Wohnen und Leben durch. Dabei geht es um traditionelle Bauweise, den Einsatz von neuen Baustoffen und die Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung. Unser Handwerk wurde dabei durch mehrere Kollegen der Schornsteinfegerinnung Halle an den zwei Messetagen vertreten. Gemeinsam haben sie einen ansprechenden Messestand aufgebaut und über unsere Dienstleistungen informiert.
Einige Besucher stellten verunsichert durch Medienaussagen zur Nachrüstung von Staubfiltern Fragen, welche durch fachliche Antworten der Kollegen über den Ablauf der Übergangsfristen und Nachrüstpflichten zur Bundesimmissionsschutzverordnung erläutert wurden. Im Großen und Ganzen wünschen sich die 1500 Besucher der Messe wohlige Wärme in ihren 4 Wänden und wir als Schornsteinfeger haben dank der hohen Nachfrage nach einer 2. Feuerstelle im Haushalt Arbeitspotenzial für die nächsten Jahre.
Wir danken den Kollegen für ihr Engagement an diesem Wochenende und freuen uns über den Zusammenhalt unseres Handwerks. Einer für Alle, und Alle für Einen. 
Thomas Klaube

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Fast 50 Jahre ist Gerd Lamberts als Schornsteinfeger aktiv. Im August 1963 hat er eine Ausbildung zum Schornsteinfegergesellen im Betrieb seines Vaters, Helmut Lamberts, begonnen.
Bereits 1971 legte er die Meisterprüfung ab und ist seit 1978, also nunmehr über 30 Jahre, Bezirksschornsteinfegermeister. Zum 31. Januar diesen Jahres hat er nun seinen Zylinder und Kehrbesen an den „Nagel“ gehängt. Immer war für Gerd die Arbeit im Ehrenamt untrennbar mit der eigenen Tätigkeit verbunden.
Von 1998 bis 2008 hat er die Geschicke der Schornsteinfegerinnung Altmark als Obermeister geleitet. Schon vor seiner Tätigkeit als Obermeister war er als Kreismeister aktiv.
Ein Meilenstein in seiner Ehrenamtsarbeit war zweifelsohne die Fahnenweihe der Schornsteinfegerinnung Altmark. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Altbausanierung mit SKOBIFIX WDVS: Wertschöpfung für Bauherrn und SHK-Betrieb
Pfungstadt, 15. 03. 2011 – Energiepreise wie Umweltbewusstsein steigen, deshalb gehört bei der Altbausanierung, oft nach Vererbung oder Verkauf einer Immobilie, die energetische Sanierung zum Standard. Sie wird zum Wertschöpfungspotential für die Bauherren, die jetzt mit SKOBIFIX WDVS neue, praxisnahe, kreative und platzsparende Lösungen verwirklichen können – Heizkostenersparnis und Platzgewinn gehen Hand in Hand!
So wie bei der Sanierung eines Zweifamilienhauses im Rokokostädtchen Veitshöchheim im vergangenen Jahr. Hier stand der fränkische Heizungsbaumeister Jürgen Wallrapp vor der mittlerweile oft gestellten Aufgabe, den Wunsch des Bauherren nach einem Holzofen zu erfüllen, der umweltfreundliches Heizen erlaubt und eine wohlige Wärme im Haus verbreitet. Bei der Umrüstung des Hauses auf Gas-Brennwerttechnik entschied man sich nicht für eine Dachheizzentrale, sondern für die Positionierung der Heizungsanlage im Keller. Von zwei vorhandenen gemauerten Schornsteinen wurde einer für den Holzofen gebraucht, der andere war ungünstig weitab von der neuen Heizung gelegen. Ein separater „Brennwert-Schornstein“ musste also erstellt werden.
Wie bei vielen Bauvorhaben war auch hier aus optischen Gründen eine Außenwandverlegung mit weißem Abgas-Zuluft-Rohr nicht gewünscht. Es war jedoch klar, dass die energetische Sanierung durch eine Außenwärmedämmung abgeschlossen werden sollte. Der Chef des Theilheimer Heizungsbaubetriebes Wallrapp mit drei Mitarbeitern empfahl in dieser Situation den SKOBIFIXnano® 30, eine demontierbare Abgasanlage. Über diese Innovation der Pfungstädter Skoberne Schornsteinsysteme GmbH war in der Fachpresse berichtet worden.
„Brennwert-Schornstein“
verschwindet in der Außendämmung
SKOBIFIX® bezeichnet die hier entwickelten „Brennwert-Schornstein“-Systeme. Beim SKOBIFIXnano® 30 werden die Abgase in einer „Abgasanlage mit Feuerwiderstandsdauer von 30 Minuten“ in einem PPs-Rohr D 60 geführt. Ein Schacht aus einem speziellen Schaumkeramik-Material ummantelt das Rohr und dient dem Feuerwiderstandsschutz. Der Ringspalt zwischen Kunststoffabgasleitung und Schacht hinterlüftet das System. Die bei Skoberne entwickelte Keramik ist ein sehr langlebiges Material, das leicht und einfach zu bearbeiten ist – zugleich widerstandsfähig gegen äußere Beanspruchungen. Dabei wiegt ein Schachtelement von 1 m Länge nur 8 kg. Die abgasführende Kunststoffleitung besteht aus hochwertigem und schwer entflammbarem Polypropylen, sie garantiert die druckdichte und säurebeständige Abgasführung. Für beide Materialien gilt ebenfalls der Grundsatz der Nachhaltigkeit, sie sind komplett recyclebar. Die Schachtelemente des SKOBIFIXnano® 30 werden mit einer Nut- und Federkonstruktion einfach „zusammengesteckt“, die geringen Außenabmessungen im Querschnitt lassen den „Brennwert-Schornstein“ in jeder Wand oder Vorwandkonstruktion verschwinden.
„Warum sollte ein solch platzsparendes System nicht auch auf der Außenwand des Hauses in einem Wärme-Dämm-Verbund-System verschwinden, also einfach in die Außendämmung gepackt werden?“ – so laute die Ausgangsfrage bei Skoberne. Die Innovation SKOBIFIX WDVS wurde hier genau für diese Aufgaben und Möglichkeiten entwickelt.
So können die Bewohner den Platz im Inneren des Hauses für andere Dinge nutzen als die Unterbringung eines Schornsteins. Das System ist außen am Haus noch problemloser und nachhaltiger anzubringen als innen – außen entstehen keine Deckendurchbrücke – und beeinträchtigt nur unwesentlich die durchgängige Wärmedämmung – bestätigt durch Forschungsergebnisse des Hauses Skoberne. Mit dem Tiefenmaß 13 cm beim SKOBIFIXnano® bzw. 15 cm beim SKOBIFIXXs® lässt sich die Abgasanlage komplett in der Wärmedämmung verstecken.

Innovativ von unten bis oben
Innovation beginnt bei Skoberne auch beim SKOBIFIX WDVS an der Basis – ganz unten beim patentierten Deckenanschlusselement zwischen Brennwertfeuerstätte im Keller und dem Schacht, der jetzt nicht auf dem EG-Fußboden aufsetzt, sondern außen am Haus auf Winkelkonsolen ruht, die links und rechts mit der Wand verbunden sind. Die Statik des Systems ist selbstverständlich geprüft und definiert. Der Anschluss zwischen Feuerstätte und Schacht lässt sich variieren – genau in der Flucht der Verbindungsleitung. Vorteil für den Schornsteinfeger: Alle Prüfungen kann er vom Feuerstättenraum aus ausführen und muss nicht aufs Dach. Zusätzliche Reinigungsöffnungen, Dachausstiege oder Trittroste können damit eingespart werden.
Auch ganz oben bleibt der SKOBIFIX WDVS innovativ: Mit einer koaxialen Dachdurchführung kann die Mündung schnell hergestellt und in die Dachfläche eingedichtet werden, die über die Hauswand hinausragt. Durch die Universal-Schrägdachpfanne erfolgt die Abdichtung je nach Dachneigung (5–55°). Die Außenhaut des Hauses ist nicht lange geöffnet. Durch Öffnungen in der Wetterhaube wird die Verbrennungsluft angesaugt und an der abgasführenden Kunststoffleitung vorgewärmt. Nachhaltigkeit auch im Detail: Die abgasführende Kunststoffleitung ist im Bereich der Dachdurchführung als UV-Schutz schwarz gefärbt. Alles ist schnell und problemlos zu verarbeiten.
Durchgängige Außendämmung
Jetzt fehlt nur noch die Außendämmung, die den „Brennwert-Schornstein“ völlig integriert. Dass keine Wärmebrücken entstehen, liegt an dem hervorragenden Dämmmaterial SKOBIFIX. Begünstigend kommt hinzu, dass die Abgasleitung ja in der Heizperiode selbst Wärme abstrahlt. SKOBERNE hat den SKOBIFIX WDVS umfassend geprüft und technisch hinterfragt. Temperaturberechnungen der Fassade haben ergeben, dass der Schacht als Wärmebrücke unwesentlich ist. SKOBIFIX WDVS ist zum Patent angemeldet und wurde in enger Zusammenarbeit mit Anbietern von Wärmedämmverbundsystemen entwickelt. Die Statik des Befestigungssystems ist selbstverständlich nachgewiesen.
So konnte Heizungsbaumeister Jürgen Wallrapp seiner Bauherrschaft eine innovative Problemlösung anbieten, die sein eigenes Produktportfolio und Leistungsspektrum erweitert und zum nachhaltigen Vorteil für den Bauherrn wird. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Die gute Funktionsfähigkeit eines Kaminofens oder Heizkamins ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben der korrekten Bedienung durch den Betreiber und eine optimale Verbrennungsluftzufuhr spielt auch der Abtransport der Rauchgase eine wichtige Rolle. Immer wieder kann der Schornsteinzug jedoch Probleme verursachen. Die Gründe dafür können witterungsbedingt sein oder auch in den Strömungsverhältnissen rund um das Gebäude liegen. Abhilfe schafft in diesem Zusammenhang die Installation der Nebenluft-Vorrichtung SNV von Schmid.
Die Nebenluft-Vorrichtung SNV wird im Abgasweg einer Feuerstätte installiert. Kernstück ist ein Zugbegrenzer mit Pendelklappe, die automatisch die optimale Einstellung des Schornsteinzuges regelt. Reicht während des Betriebs der Feuerstätte der Auftrieb der Verbrennungsgase für den vollständigen Abtransport nicht aus, öffnet sich die Klappe und lässt eine bestimmte Nebenluftmenge in den Abgasweg. So verbessern sich die Strömungsverhältnisse im Schornstein vollkommen unabhängig vom gerade vorherrschenden atmosphärischen Luftdruck. Zudem sorgt die SNV für eine Verringerung des Unterdrucks im Feuerraum.
Zur Installation der Nebenluft-Vorrichtung wird ein Außenluftanschluss benötigt. Mittels Y-Adapter erfolgt die Aufsplittung in die Verbrennungsluftzufuhr, die direkt an die Feuerstätte angeschlossen wird, und die Luftzufuhr zum Schornstein. An der Verbindungsstelle zwischen Abgasrohr und Zuluftleitung befindet sich der Zugbegrenzer. Da es sich bei dieser Konstruktionsart um ein geschlossenes System handelt, lässt sich die Schmid-Nebenluftvorrichtung problemlos sogar in Gebäuden mit kontrollierter Wohnraumlüftung einsetzen. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Luftbefeuchter gibt es viele am Markt. Die einen hängen Keramikgefäße an Heizkörper, andere dagegen bevorzugen stromabhängige Geräte im Verdampferprinzip.
Die beiden Erfinder Klaus Ruf und Hans Kuster aus Laup­heim (Oberschwaben) erfanden nun einen Raumluftbefeuchter, den sie direkt am Ofenrohr befestigten. Dieser Befeuchter entnimmt dem Ofenrohr Abwärme und bringt dadurch das Wasser zum Verdunsten; ganz ohne Strom. Sie geben an, im Vergleich zu stromabhängigen Luftbefeuchtern derzeit 20–40 €/Jahr einzusparen und damit einen wertvollen Beitrag zur CO2-Reduktion im Rahmen des Klimaschutzes zu leisten. Inwieweit diese Rauchgaskühlung die Rauchgastemperatur und damit den Kaminzug beeinflusst, lag der Redaktion noch nicht vor.
Der Luftbefeuchter besteht aus zwei Bauteilen: Einem Befestigungselement, welches direkt mit dem Ofenrohr verbunden ist und den Flüssigkeitsbehältern. Mit einer Verbindungs- und Spanneinrichtung wird das Befestigungselement am Ofenrohr angebracht. Danach ermöglicht die Fixierung über einen Stift eine Beweglichkeit der Flüssigkeitsbehälter. Durch einfaches distanzieren zum Ofenrohr wird die Verdampfungsgeschwindigkeit geregelt. Zum Befüllen können die Behälter gefahrlos abgenommen werden. Zudem schließt die Position eine Gefährdung kleiner Kinder aus. Form, Anzahl und Größe der Flüssigkeitsbehälter können beliebig bestimmt werden. Als hitzebeständiges Material bietet sich eine Aluminiumlegierung im Druckgussverfahren an. Aufgrund der Vielzahl von möglichen Designvarianten und der einzigartigen Funktionsweise rechnen die Erfinder mit einer Etablierung in vielen ofenbeheizten Wohnzimmern. Mit der Suche nach Lizenznehmern wurde die Firma erfinder.at beauftragt. Das Unternehmen mit Sitz in Salzburg und Berlin beschäftigt sich professionell mit der Verwertung von Schutzrechten. www.erfinder.at oder www.patent-net.de/go

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Am 20. 03. 2011 fanden in Sachsen-Anhalt Landtagswahlen statt. An diesem Tag bestimmten die Bürgerinnen und Bürger die Zusammensetzung ihres Parlaments für die nächsten fünf Jahre. 13 Parteien stellten sich dem Votum des Wählers; insgesamt bewarben sich 284 Kandidaten um ein Mandat.
Unter den 284 Kandidaten befand sich auch ein Vertreter des Schornsteinfegerhandwerks. Thomas Keindorf – seit 2002 Landesinnungsmeister – hat sich im Wahlkreis 39, in dem sich auch sein Kehrbezirk befindet, der Wahl gestellt und den Wahlkreis als Direktkandidat gewonnen.
Wir wünschen dem Landtagsabgeordneten Thomas Keindorf für seine neue verantwortungsvolle Aufgabe im Parlament von Sachsen-Anhalt viel Erfolg und eine glückliche Hand bei den Entscheidungsfindungen zum Wohle aller Sachsen-Anhalter. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Die letzten Jahre wurden von einem stetigen Rückgang der abgeschlossenen Lehrverträge im Schornsteinfegerhandwerk geprägt. Nach einer kurzen Erholung im Jahr 2009 konnten wir im Jahr 2010 nur 14 Auszubildende aus vier Bundesländern an unserer Schule aufnehmen.
Mit deutlich rückläufigen Schülerzahlen in den Bundesländern Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern stehen den ausbildenden Unternehmen in den nächsten Jahren immer weniger Lehrstellensuchende zur Verfügung. Das Schornsteinfegerhandwerk ist ein stolzes, traditionsreiches Handwerk. Leider haben die Jugendlichen ein völlig falsches Bild von der Tätigkeit des Schornsteinfegers. Sie allein als Ausbildungsbetrieb können durch Ihre Ausbildung den jungen Menschen zeigen, dass die primären Aufgaben des Schornsteinfegers nicht mehr nur in der Reinigung von Schornsteinen bestehen, sondern von der Kundenberatung über energiesparendes Heizen bis zum Umweltschutz reichen.
Mit der Änderung der Ausbildungsordnung wird ein neues Leitbild für den Beruf des Schornsteinfegers geschaffen. Dafür benötigt das Handwerk einen gut qualifizierten Nachwuchs. Der Beruf ist vielseitig und zukunftsorientiert. Die meisten Lehrlinge, die sich in der Ausbildung befinden, sehen in ihrem Beruf eine große Chance für ihre weitere Entwicklung. In Zeiten zurückgehender Schulabgängerzahlen ist die Gewinnung des Berufsnachwuchses besonders wichtig. Das Schornsteinfegerhandwerk benötigt engagierte junge Menschen, die die verantwortungsvollen Aufgaben des Schornsteinfegers übernehmen und weiterentwickeln. Nur so kann die Zukunft des Berufes gesichert werden.
Überlassen Sie die Bewerbung nicht dem Zufall! Gehen Sie aktiv auf die Jugendlichen zu und überzeugen Sie sie von Ihrem attraktiven und modernen Beruf. Das Schornsteinfegerhandwerk braucht die besten Schulabgänger!
Die Halbjahreszeugnisse stehen vor der Tür und die Jugendlichen beginnen sich zu bewerben. Jetzt ist die richtige Zeit nach leistungsstarkem Nachwuchs Ausschau zu halten. Unser Berufliches Schulzentrum Eilenburg steht in einer langen Tradition in der Ausbildung zum Schornsteinfeger. Viele von Ihnen werden Ihre theoretische Ausbildung in Eilenburg erhalten haben. Wir bieten Ihren Lehrlingen eine moderne Berufsschule mit allem, was zu einer modernen Ausbildung gehört. Engagierte Lehrer vermitteln Ihren Auszubildenden ein umfangreiches theoretisches Wissen. Die unmittelbare Nachbarschaft zu Ihrer modernen Schorsteinfegerschule e.V. ermöglicht viele Synergieeffekte. Die Lehrlinge sind während ihrer Berufsschulzeit im hochwertigen Internat der Schornsteinfegerschule e.V. untergebracht. Die überbetriebliche Ausbildung findet hier unter besten Bedingungen statt. Und auch sonst pflegen wir eine gute Zusammenarbeit.
Bitte bemühen Sie sich um geeigneten Berufsnachwuchs! Sichern wir gemeinsam die Ausbildung und sorgen wir wieder für volle Klassen. Unseren Beitrag als Berufsschulzentrum wollen wir gern dazu leisten.

Mit freundlichen Grüßen 

Dagmar Fröhlich
Schulleiterin

Hans Poltersdorf
Schulleiter der Bildungsstätte des Schornsteinfegerhandwerks e. V.

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Bereits in die dritte Runde geht das diesjährige Zukunftsforum Abgastechnik, das von der gleichnamigen Fachabteilung VSE im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH e. V.) in Kooperation mit dem Zentralinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) organisiert wird. Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten zwei Jahre laden die Organisatoren nun am 12. Mai 2011 in die Holzfachschule nach Bad Wildungen ein. Als Highlight darf in diesem Rahmen der Auftritt von Professor Dr. Dr. Radermacher vom Forschungszentrum für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, Ulm, angesehen werden. Er wird über Chancen zur wirkungsvollen CO2-Minderung referieren.
Das umfangreiche Tagungsprogramm beinhaltet verschiedene Vorträge zu den Themen Abgasschalldämpfung und -reinigung sowie den generellen Einsatzmöglichkeiten von Abgassystemen aus Edelstahl. Darüber hinaus wird Dr. Dieter Stehmeier (ZIV-Vorstand Technik) zu aktuellen gesetzlichen Bestimmungen referieren. Interessenten aus dem verarbeitenden Handwerk, Fachplaner und Schornsteinfeger erhalten somit erneut die Möglichkeit, sich mit der Anwendung des metallischen Werkstoffs auseinander zu setzen. Edelstahl in der Abgastechnik steht für ein hohes Maß an Flexibilität, beste Korrosions- und Brandsicherheit und damit für eine lange Lebensdauer.
Das vorläufige Tagungsprogramm ist unter www.vse-online.org einzusehen. Eine Anmeldung sollte bis zum 5. Mai erfolgen. Für die Tagung ist eine Gebühr in Höhe von 49,50 Euro inkl. Mehrwertsteuer zu entrichten – sie beinhaltet Tagungsgetränke, Mittagessen und umfangreiche Tagungsunterlagen. Gruppenanmeldungen sind zu reduzierten Konditionen ab fünf Personen möglich. Anmeldungen sind an folgende Adresse zu richten:
„Zukunftsforum Abgastechnik“
Fon (0 54 43) 99 82 80
Fax (0 54 43) 99 82 81
E-Mail: zukunftsforum@last-pr.de

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

FutureRefine von Schräder
Mittels einer Hochspannungselektrode werden Elektronen freigesetzt, die sich durch elektrostatische Kräfte zur Kaminwand bewegen. Dabei werden die Feinstaubpartikel geladen und ebenfalls zur Wand bewegt. Dort sammelt sich der Feinstaub und verklumpt zu groben Flocken. Diese Ablagerungen werden bei der turnusmäßigen Reinigung durch den Schornsteinfeger entfernt. Er funktioniert auch bei kleinen Partikeln äußerst wirksam, er arbeitet ohne Zug- bzw. Druckverlust und verursacht nur geringe Wartungs- und Betriebskosten, weil keine Verschleißteile enthalten sind. Die Reinigung erfolgt im Normalfall durch den Schornsteinfeger, je nach Installation von oben oder unten. In großen Zeitabständen wird eine Wartung auf dem Dach notwendig. Der Schornstein muss von der Mündung mindestens zwei Meter senkrecht nach unten verlaufen, damit die 160 cm lange Elektrode mittig sitzt. Der Partikelfilter schaltet sich beim Anfeuern automatisch ein und wechselt nach dem Ausbrand wieder in den Stand-by-Modus. Im Betrieb kommt er mit we- niger als 30 W Stromleistung aus; im Standby liegt der Verbrauch unter einem Watt. Der Partikelfilter lässt sich bei allen Scheitholz- und Pelletsfeuerstätten mit einer Nennwärmeleistung bis 70 kW einsetzen. Prüfungen haben ergeben, dass bis zu 95% Feinstaub aus dem Abgas entfernt wird.

ZumikRon von Kutzner + Weber
Die Arbeitsweise des ZumikRon beruht auf dem Prinzip der elektrostatischen Abscheidung. So lassen sich auch die mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und kleiner aus dem Rauchgas entfernen. Insgesamt ist eine Reduktion von bis zu 90% des Feinstaubs möglich. Der ZumikRon wurde ursprünglich von der Schweizerischen EMPA (Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie) entwickelt und wird in Kooperation zwischen Ruegg Cheminee AG (für CH) und Kutzner + Weber vertrieben. Er wurde in Deutschland sowohl erfolgreich zur elektromagnetischen Verträglichkeit als auch vom TÜV zertifiziert. Mit dem ZumikRon bietet Kutzner + Weber eine Lösung, die sich für alle mit Holz betriebenen Feuerstätten eignet, unabhängig, ob automatisch oder von Hand beschickt. Er lässt sich sowohl in Neu- als auch in Bestandsanlagen integrieren. Eine Nachrüstung ist in kurzer Zeit realisierbar. Für den Feuerstättenbetreiber zudem interessant: Der ZumikRon wird im Rahmen des Marktanreizprogramms von der BaFa gefördert. Er verfügt jetzt als erster Partikelabscheider in Deutschland über eine Zulassung des DIBt.

Kera-Top von Schräder
Der Kera-Top arbeitet mit einem zentral im Abgasstrom eingesetzten Filterelement. Ein Ventilator fördert das Rauchgas durch den Filter, der so angeordnet ist, dass rundum ein ausreichend freier Querschnitt verbleibt. Damit lässt sich die Feuerstätte auch im Falle einer Blockierung des Filters sicher betreiben und ein Abgasrückstau vermeiden. Das Filterelement selbst besteht aus einer porigen Schaumkeramik, die sich in Porengröße und Elementdicke speziell auf den Anwendungsfall abstimmen lässt. Durch elektrostatische Aufladung der Staubpartikel mittels einer unter dem Filterelement installierten HV-Elektrode wird der Wirkungsgrad des Kera-Top noch zusätzlich gesteigert. Die Reinigung erfolgt durch Abbrennen des Rußes. Die dazu nötige Zündung wird durch eine kurzzeitige elektrische Beheizung der Filterelemente automatisch erzielt. Die Installation des Kera-Top erfolgt auf der Schornsteinmündung. Damit entfallen sowohl störende Einbauten im Innenraum als auch eine mögliche optische Beeinträchtigung der Ofenanlage. Ein zeitgemäßes Design sowie die Verwendung hochwertiger Edelstähle runden das Konzept des Partikelabscheiders sinnvoll ab. Als ideales Einsatzgebiet gibt Schräder holz- oder holzpelletsbefeuerte Einzelfeuerstätten bis zu einer Nennheizleistung von 10 kW an.

Schräder AL-Top von Schräder
Mit dem Schräder AL-Top lassen sich bei Holz befeuerten Wärmeerzeugern bis zu 82% des bei der Verbrennung entstehenden Feinstaubs zurückhalten. Der Staubabscheider arbeitet nach dem Prinzip der Koronaentladung. Gelangen die Staubemissionen auf ihrem Weg durch die Abgasstrecke in den AL-Top, werden sie mittels HV-Elektrode elektrostatisch aufgeladen. Anschließend lagern sie sich in einer metallischen Filterschüttung an, die als Abscheideelektrode fungiert. Die Reinigung der aus metallischen Spänen bestehenden Schüttung erfolgt vollautomatisch durch Absprühen mit Wasser. Sie wird in Gang gesetzt, wenn der Differenzdruck über dem Abscheider einen vorgegebenen Wert überschreitet. Der Reinigungsprozess erfolgt im Normalfall zweimal pro Woche und verbraucht lediglich vier bis fünf Liter Wasser. Auf diese Weise entfallen mühselige Säuberungsarbeiten sowie die Entsorgung des Staubes. Im Rahmen der ISH erhielt dieser Staubabscheider die Produktauszeichnung „Design Plus powered by ISH“ für herausragendes und besonders innovatives Design. Damit konnte der AL-Top innerhalb von drei Monaten nach der Auszeichnung mit dem Innovationspreis des Ostbayerischen Technologie-Transfer-Instituts e.V. einen weiteren Preis für sich verbuchen. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Auf die Qualität der Feuerstätte und des Brennstoffs kommt es an
Jetzt haben sie wieder Hochsaison: In einem Winter mit viel Schnee und Temperaturen weit unter Null üben Kamine und Kachelöfen einen ganz besonderen Reiz aus. Und weil das Heizen mit Holz seit dem drastischen Anstieg des Heizölpreises immer mehr Freunde gewinnt, bieten die Ofenhersteller inzwischen eine Vielzahl von Feuerstätten an. Gleich, ob gemütlicher Kachelofen, individuell gemauerter Tiroler Stubenofen oder Feuerstätte im hypermodernen Hightech-Look, die modernen Holzfeuerstätten erfüllen alle Ansprüche an zeitgemäßen Komfort und Gestaltung. Wer jetzt die Anschaffung eines Ofens oder Heizkamins plant, sollte sich jedoch nicht nur mit den optischen Möglichkeiten, sondern auch mit den technischen und gesetzlichen Gegebenheiten auseinandersetzen.
Brennstoffklassiker wieder auf dem Vormarsch
Mit Holz betriebene Grund- und Kachelöfen waren vor allem in Süddeutschland und waldreichen Mittelgebirgen nie komplett aus der Mode. Neu ist jedoch das Interesse vieler Heizungsbetreiber aus Städten und Ballungsgebieten an dem nachwachsenden Rohstoff. Dazu beigetragen haben unter anderem die Innovationsfreudigkeit der Heizungsindustrie und die Entwicklung zahlreicher neuer Wärmeerzeuger. Neben der klassischen Form des Scheitholzes erfreuen sich vor allem Holzpellets und Hackschnitzel einer steigenden Beliebtheit. In Kombination mit technisch ausgereiften Förderkonzepten vom Lagerraum des Brennstoffes bis zum Heizgerät erlauben sie einen komfortablen Betrieb, der in puncto Bequemlichkeit einer Öl- oder Gasheizung gleichkommt.
Von steigenden Verkaufszahlen profitieren auch die Hersteller von Kamin- und Kachelöfen, die, direkt im Wohnbereich aufgestellt, für Wärme und gemütliche Atmosphäre sorgen. Sie kommen vorwiegend während der Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr oder an kühlen Abenden zum Einsatz, wenn sich der ganztägige Betrieb der Zentralheizung noch nicht lohnt. Kaminöfen werden mit Holzbriketts oder mit Scheitholz befeuert und tragen damit zur Senkung der Heizkosten bei. Ein kg luftgetrocknetes Holz verfügt über einen durchschnittlichen Energiegehalt von 4 kWh. Mit ca. 2,5 kg Holz lässt sich ein Liter Heizöl einsparen und so eine CO2-Reduzierung von ca. 3,2 kg erzielen.
Qualität ist Trumpf
Trotz steigender Beliebtheit herrscht bei zahlreichen Ofenbetreibern und denen, die es werden wollen, aufgrund der Berichterstattung in der Presse Unklarheit über die Umweltfreundlichkeit der Holzfeuerung. Dabei wird oft nicht unterschieden zwischen alten Öfen und moderner Feuerungstechnik. Um diesem Argument entgegenzutreten, entwickelte die herstellende Industrie eine Vielzahl von Innovationen. Moderne Geräte zur Verbrennung biologischer Brennstoffe verfügen in vielen Fällen über einen hohen technischen Standard, der den gestiegenen Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz vollkommen gerecht wird. Verbraucher, die bei der Wahl ihrer Feuerstätte ganz sicher sein wollen, können sich am EFA Siegel der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft, Koblenz, orientieren. Die EFA wurde als unabhängiger Herstellerverband gegründet mit dem Ziel, hohe Qualitätsanforderungen für Festbrennstoff-Feuerstätten zu garantieren. Die mit dem Qualitätssiegel ausgezeichneten Wärmeerzeuger werden besonders hohen Anforderungen gerecht, die die Wertbeständigkeit der Geräte auch in Zukunft sicher stellen.
Der richtige Umgang mit dem Brennstoff Holz
Durch die jahrzehntelange Gewöhnung an die fossilen Energieträger Öl und Gas ist der richtige Umgang mit dem Brennstoff Holz teilweise in Vergessenheit geraten. „Richtiges“ Heizen will also wieder gelernt sein. Um eine effektive Verbrennung, und damit auch möglichst niedrige CO2-Emissionen bei Stückholzfeuerstätten zu erreichen, sind allerdings ein paar Regeln zu beachten. So sollte das Holz möglichst im lufttrockenen Zustand verbrannt werden. Dies bedingt eine ausreichende Lagerzeit an trockener, gut belüfteter Stelle. Steigt die Feuchtigkeit des Holzes, vermindert sich die Verbrennungseffizienz und es entstehen unvollständig verbrannte Zwischenprodukte. Wichtig ist außerdem eine regelmäßige Wartung der Feuerstätte. Sie schließt einen unnötigen Leistungsverlust aus und hält den Emissionsausstoß gering.
Neue Richtlinien
Seit dem Frühjahr 2010 ist die Neuregelung der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) in Kraft. Sie bezieht sich sowohl auf ältere, bereits in Betrieb befindliche, als auch neu installierte kleine und mittlere Feuerungsanlagen ab einer Leistung von 4 kW. Vorgesehen ist eine Reduzierung der Schadstoffmengen in zwei Schritten, die sich auf die Herabsetzung der Staubemissionen und des Kohlenmonoxidausstoßes bezieht sowie einen Mindestwirkungsgrad festlegt. Erklärtes Ziel ist die Halbierung des Feinstaubausstoßes bis zum Jahr 2025. Für alle Geräte gilt je nach Baujahr eine Zeitvorgabe, zu der sie die neuen Grenzwerte einhalten müssen. Ist dies nicht möglich, müssen sie nachgerüstet oder gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Im Folgenden soll in erster Linie auf neu installierte Kamin- und Kachelöfen eingegangen werden. Auch ihre Nutzer sind von der Neuregelung betroffen. Sie stellt in der Mehrzahl der Fälle jedoch keine Einschränkung dar, da die meisten modernen Geräte die Vorgaben bereits einhalten. Zu erkennen ist der aktuelle Stand der Technik an entsprechenden Gütezeichen, wie z. B. dem EFA-Siegel oder der DINplus-Auszeichnung. Geräte, die entsprechende Güte-Siegel vorweisen, dürfen auch während der zweiten Stufe der Novellierung betrieben werde. Spezielle Regeln gelten auch für Kachelöfen und andere fest eingemauerte Feuerstätten wie z. B. Herde oder Backöfen. Bei der Neuinstallation nach Inkrafttreten der neuen BImschV muss, wie bei jedem Kaminofen auch, eine Typenprüfung vorgenommen werden, anhand derer sich die Einhaltung der Grenzwerte belegen lässt. Für bereits bestehende gemauerte Kachel- oder Grundöfen gelten ab 2015 die Grenzwerte der Stufe 1. Werden die Werte nicht eingehalten, und soll der Ofen trotzdem weiter betrieben werden, ist die Installation einer Staubfilteranlage ebenfalls obligatorisch.
Der Schornsteinfeger hilft
Für alle Betreiber von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe sieht die neue BImschV eine Beratung durch den Schornsteinfeger vor. Das umfassende Gespräch soll über Themen wie die korrekte Lagerung von Holz und den optimalen Trocknungsgrad, Tipps und Ratschläge zum wirtschaftlichen Heizen sowie der richtigen Befeuerung der Anlage aufklären. Bei der Befolgung der Punkte und dem entsprechenden Einsatz des Brennstoffes lässt sich sowohl der Energiegehalt besser ausnutzen als auch der Emissionsausstoß mindern. So profitiert nicht nur der Betreiber durch niedrigere Heizkosten, Nutznießer sind auch die Natur und die Umwelt.
Fazit
Immer mehr Bauherren planen bei der Konzeption ihres Hauses einen Kamin- oder Kachelofen zur Sicherstellung des kurzfristigen Wärmebedarfs ein. Auf diese Weise lässt sich ein beträchtlicher Teil der Heizkosten einsparen. Da der nachwachsende Rohstoff Holz CO2-neutral verbrennt, sorgt er außerdem für eine ausgeglichene Klimabilanz. Der Ofenbetreiber sollte jedoch beim Kauf seiner neuen Feuerstätte auf das EFA-Qualitätssiegel (Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft) achten. Es gewährleistet, dass der Wärmeerzeuger dem modernsten Standard entspricht, sicher und komfortabel zu betreiben ist und den Brennstoff effizient ausnutzt. 

Ausgabe: 79 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 79 - 1/2011 )

Handwerk braucht Nachwuchs

Alle Jahre wieder lockt die mitteldeutsche Handwerksmesse zeitgleich mit der Messe Haus-Garten-Freizeit tausende Besucher auf das Gelände der Leipziger Neuen Messe. In diesem Jahr schon zum 14. Mal. Vom 12. bis 20. Februar kamen 185.000 Besucher um sich über Ideen und Angebote von 230 Ausstellern rund um die Themen Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl zu informieren. Auch in diesem Jahr ließ sich das mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk die Gelegenheit nicht entgehen, um mit einem eigenen Stand auf seine Leistungsfähigkeit aufmerksam zu machen. An neun Tagen fanden über 1.000 Kundengespräche statt. Dabei zeigte es sich, dass ein Großteil der Kunden mit der Vielzahl und Kompliziertheit der neuen Bestimmungen überfordert ist. Wann welche Feuerstätten gemessen oder überprüft werden müssen, oder gar einen Filter für ihre Abgase benötigen, war deshalb ein Dauerthema am Messestand der Schornsteinfeger. Oft mussten Halbwahrheiten und Falschinformationen, die den Medien entnommen worden waren, richtiggestellt werden. Einen großen Anteil an den Kundengesprächen hatten auch dieses Mal wieder technische Anfragen. Das Interesse an der Errichtung von zusätzlichen Feuerstätten für feste Brennstoffe scheint ungebrochen zu sein. Die neuen Bestimmungen für die Abstände von Abgasanlagen für Feuerstätten für feste Brennstoffe zu Lüftungsöffnungen und Dächern erschwert oft die Standortwahl. Einmal mehr stellte sich heraus, dass der Schornsteinfeger als sachkundiger Berater unentbehrlich ist. Wesentlich informierter zeigten sich die Messestandbesucher über die Tatsache, dass sie bald auch einen anderen deutschen Schornsteinfeger mit der Erledigung der Aufgaben betrauen dürfen. Wenn auch die Mehrheit der Kunden kein Verständnis dafür aufbringen konnte, dass sie einen Feuerstättenbescheid zu akzeptieren haben obwohl sie den Schornsteinfeger gar nicht wechseln wollen, so haben sie doch mit einer Vielzahl von Anregungen für den Umgang mit Kunden, Gebührengestaltung, Erreichbarkeit und Termintreue zu verstehen gegeben, dass sie zumindest die Möglichkeit zur freien Schornsteinfegerwahl begrüßen. Der Präsident des Sächsischen Handwerkstages, Roland Ermer, betonte anlässlich der Eröffnung der Messe, dass die Mitteldeutsche Handwerksmesse ein Treffpunkt für all jene sei, die nicht jammern, sondern optimistisch in die Zukunft schauen. An die Besucher gewandt betonte er: „Achten Sie als Verbraucher künftig ruhig noch aufmerksamer auf die Kennzeichnung Innungsbetrieb, denn handwerkliche Meisterbetriebe, die zugleich in einer Innung organisiert sind, sind noch eine Spur erfolgreicher.“ Die Besucher des Messestandes der Schornsteinfeger konnten sich davon überzeugen, dass das Schornsteinfegerhandwerk die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich darauf einstellt, auch unter den neuen Bedingungen ein verlässlicher Partner für Brand- und Umweltschutz sowie bei der Betriebssicherheit von Heizungs- und Lüftungsanlagen ist. 
Bernd Damisch

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Viele Heizungsanlagen, die Anfang der 90´er Jahre eingebaut wurden, müssen jetzt ausgetauscht werden. Dabei kommen zum überwiegenden Teil Brennwertfeuerstätten zum Einsatz. In der Regel muss auch der Schornstein den neuen Bedingungen angepasst werden, meist mit einer Überdruck Abgasleitung. Dabei wird auf Brandschutz nicht immer mit der entsprechenden Sorgfalt geachtet. Die Abgasleitung wird ja nicht so heiß. In diesem Beispiel wurde sogar vergessen, den Schornstein im Keller wieder zu verschließen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Auch wenn es nicht immer auf den ersten Blick sichtbar ist, sind oft die Abgasrohre durchgerostet. Zum Glück gibt es den Schornsteinfeger, der diese Mängel aufdeckt, bevor größerer Schaden entsteht.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Der nächste Winter steht vor der Tür. Die Schornsteinköpfe sind gerissen. Feuchtigkeit und Frost tritt in die Risse ein und wird noch größere Schäden an den Schornsteinen verursachen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Innungsversammlung der Schornsteinfeger im Freistaat Thüringen
Am 04. November 2010 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung im Freistaat Thüringen statt. Die Veranstaltungsräume im Seniorenzentrum Schillerhöhe mit deren Einrichtung war ein idealer Veranstaltungsort.
Um 9 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 10 Uhr begrüßte unser Innungsobermeister Thomas Menge die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht. In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt war die neue Bundesimmissionsschutzverordnung. Diverse Verfahrenshilfen zu dieser Problematik wurden den Kollegen zur Verfügung gestellt. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen die noch zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen, Formularwesen, Verwaltungsrecht, Tätigkeiten in Sachen Festbrennstoffmessung, Abnahmetätigkeiten mit dazugehörigen Rechnungslegung usw. Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Es bedarf noch vieler Anstrengungen um diverse Vorhaben und Ziele zu erreichen. Alle Kollegen sind hiermit auch aufgefordert konstruktiv sich an der Innungsarbeit zu beteiligen!
Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren. Ebenso wurden die neuen Fachkräfte in unseren Reihen aufgenommen. Die dazugehörige Gesellenfreisprechung fand somit ihren würdigen Rahmen.
Der Berufsbildungswart Rene Bucklitsch warnte vor den rückläufigen Ausbildungszahlen. Dies sollte in Zukunft auf eine breitere Basis gestellt werden. 
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Energiekonzepte vom Keller bis unters Dach
Messe Haus. Bau. Energie. lieferte Ideen und Lösungen
Erfurt, 26. 09. 2010: Rund 6.000 Bauherren, Eigentümer und an den eigenen vier Wänden Interessierte besuchten die Messe Haus. Bau. Energie. 2010. Drei Tage lang drehte sich im Messezentrum Erfurt alles um Neubau, Modernisierung und Sanierung. „Der Informationsbedarf und die Nachfrage entsprechender Dienstleistungen steigt weiter. Das schlägt sich auch in der wachsenden Besucherzahl nieder. Im Vergleich zum Vorjahr kamen 1.000 Interessierte mehr“, so Johann Fuchsgruber, Geschäftsführer der Messe Erfurt.
Der Energieverbrauch beschäftigt die Leute immer mehr! Besucher möchten vor allem erfahren, wie der Energieverbrauch im Haus gesenkt und damit Geld gespart werden kann oder was beim Einbau einer neuen Heizungsanlage zu beachten ist. Das bestätigte auch die Anzahl der Kunden an unserem Messestand. Das Schornsteinfegerhandwerk als neutraler Berater ist in der heutigen Zeit gefragter denn je. Auf über 6.500 Quadratmetern Bruttofläche zeigten 150 Aussteller ihre Angebote rund um Hausbau, Wohnen und Modernisieren. Dem gestiegenen Interesse für alternative Energieversorgung wurde die „Haus. Bau. Energie.“ voll gerecht.
Die mitgebrachte Wärmebildkamera war natürlich ein sehr gefragtes Überprüfungsgerät. Unsicherheit herrscht vor allem noch zum Thema Energiepass. Intensive Gespräche konnten dazu beitragen, Ängste und Vorurteile gegenüber dem Energiepass aus dem Weg zu räumen. Die Erhöhungen der Energiekosten und die damit verbundene Bestrebung der Energieeinsparung war natürlich das Hauptthema an unserem Stand. Es ging rund um das Thema Heizungsmodernisierung, deren eventuellen Austausch und die sinnvolle Suche nach alternativen Energieträgern die zur Energieeinsparung und die damit verbundene Kostensenkung beitragen. Wir, die Schornsteinfeger, als neutraler Handwerker waren ein sehr gefragter Partner für unsere Kundschaft. Mitgebrachtes Informationsmaterial wurde uns teilweise aus den Händen gerissen. Wir können davon ausgehen, das wir als moderner Dienstleister mit entsprechendem Fachwissen weiterhin sehr gefragt sind.
Aluminiumfassaden, Wärmeschutzfenster, Wärmepumpen oder Holzheizungen, Solaranlagen und Miniblockheizkraftwerke – für jeden Anspruch fanden jetzige und künftige Hausbesitzer die passenden Ansprechpartner.
Besonderer Dank gilt den Kollegen, welche sich bereit erklärt haben den Messestand mit Leben zu erfüllen und ihr Fachwissen beizusteuern. 
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Neuwahlen in der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle
Die jährliche Hauptversammlung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle fand am 26. 11. 2010 im Ramada-Hotel Halle statt. Als Gäste konnten der stellv. Landesinnungsmeister und Obermeister der Innung Altmark Torsten Kiel und der Obermeister der Innungen Magdeburg Frank Buchholz begrüßt werden.
Neben den Berichten über die Innungsarbeit und den Stand der berufspolitischen Entwicklung war insbesondere der Umgang mit der Möglichkeit des Nebenerwerbs ein Diskussionsthema. Die strikte Trennung zwischen Bewerbung von hoheitlichen und privatrechtlichen Tätigkeiten muss unbedingt eingehalten werden, um nicht gegen geltendes Recht zu verstoßen.
Außerdem war der Termin für die Wahl des Vorstandes und der Delegierten zum Landesinnungsverband heran. Es wurden 101 von 127 Stimmen abgegeben, wobei die Innungsversammlung jeweils eindeutig folgenden Vorstand wählte: Obermeister: Gerhard Metz, stellv. Obermeister: Daniel Börner, techn. Innungswart: Frank Hampe, Kassenwart: Christian Plettner. Als Delegierte zum LIV wurden gewählt: Christian Plettner, Mike Müller, Gisbert Schweigel, Wilfried Grabaum, Eberhard Schulze und Frank Thümig. Als QUB der Innung wurde erneut Pitt-Thorsten Streit benannt.
Wir wünschen den Gewählten alles Gute und ein glückliches Händchen bei anstehenden Entscheidungen. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Ehrenlandesinnungsmeister
Manfred Jablonski feierte seinen 70. Geburtstag
Vor 20 Jahren wurde in Magdeburg der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks gegründet. Manfred Jablonski wurde damals einstimmig zum LIM gewählt und die Gründung des LIV war eine ehrenvolle Aufgabe, die mit Hilfe fachkundiger Kollegen vollzogen wurde. Kollegen der ersten Stunde mit ihren Ehefrauen konnten am 14. November den Jubilar nach seiner schweren Krankheit bei freudiger Stimmung in festlicher Umgebung begrüßen. Zur Geburtstagsfeier von Manfred Jablonski versammelten sich im Familien- und Freundeskreis die ehemaligen engsten Kollegen des Jubilars in Möser. Neben dem Obermeister Frank Buchholz und dem ehem. Obermeister Uwe Pomplun aus der Innung Magdeburg, waren der ehem. Obermeister der Innung Altmark K.-H. Kiel und der ehem. TLIW G. Schoppenhauer, sowie die Kollegen W. Knoblauch und Lutz Kanter Gäste der Feier. Ganz herzlich wurde auch die Gattin des ehem. stellv. Bundesinnungsmeisters und Landesinnungsmeisters von Mecklenburg-Vorpommern, Frau Renate Freuck begrüßt. Sie verbindet eine innige Freundschaft zur Familie Jablonski. Im Kreis der Familie waren die Söhne Thomas und Carlo nebst Frau und Nachwuchs Johannes, sowie alle nahen Familienangehörige und Freunde dabei. Es war für alle Gäste ein freudiges Wiedersehen mit dem Jubilar, der seine schwere Krankheit überwunden hat und allen Ehefrauen der mitgereisten Kollegen und Freunde Gesundheit wünschte und sich herzlich für das Erscheinen bedankte.
Im Namen aller Kollegen wünschen wir hiermit Manfred Jablonski weiterhin Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sowie Freude im Kreis seiner Lieben. 
G. Schoppenhauer
BSM i. R.

Ausgabe: 78 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Das neue ergänzbare Handbuch bietet dem Benutzer die zurzeit geltenden Wortlaute der Gesetze und Verordnungen. Auf über 700 Seiten findet er neben der aktuellen Kommentierung des Gesetzes und der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen alle notwendigen Informationen über weitere, das Schornsteinfegerhandwerk tangierende Vorschriften. Die einschlägigen Entscheidungen der Gerichte sind in das Werk eingearbeitet. Auch mit dieser Neuauflage setzt der Erich Schmidt Verlag auf das altbewährte Ergänzungsordnersystem. Besteller können hiermit regelmäßige Ergänzungslieferungen automatisch beziehen und sind so immer up to date.
Das Buch wurde geschrieben von Jens Torsten Arndt, dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks und begründet von Dr. Max-Jürgen Dohrn, dem ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages.
Erhältlich ist es beim Verlag direkt unter der Internetadresse www.esv.info.
ISBN 978 3 503 02570 1
ISSN 0938-3301 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

LIV Sachsen
Lehrgang zur Vorbereitung
für die Bewerbung auf einen Kehrbezirk
Das neue Schornsteinfegerhandwerksgesetz stellt nicht nur bereits bestellte BSM vor neue Aufgaben, auch Meistergesellen, die sich jetzt auf einen Kehrbezirk bewerben wollen, sehen sich mit bisher unbekannten Gegebenheiten konfrontiert. Neben der Problematik des Feuerstättenbescheids und den damit verbundenen notwendigen Kenntnissen des Verwaltungsrechts, sind auch die zur Bewerbung einzureichenden Unterlagen Neuland. Nach intensiver, knapp einjähriger Planung des LIV Sachsen, gemeinsam mit dem FASS (Fachverband der Arbeitnehmer im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen e.V.) fand erstmals vom 21. 10. 2010 bis 24. 10. 2010 in den Räumen des Schulvereins des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Doberschütz ein viertägiger Lehrgang für sächsische Meistergesellen statt.
Der erste Tag begann mit den Themen Büroorganisation, Kehrbezirksverwaltung, Aufgaben eines BSM, und Betriebsausstattung. Den Unterricht hielt der technische Innungswart der Innung Leipzig, Kollege BSM Uwe Berger. Dabei wurde den potenziellen Bewerbern beispielsweise ein grundsätzlicher Überblick über das notwendige Kapital innerhalb des ersten Geschäftsjahres gegeben. Der zweite Schwerpunkt des Tages betraf die Umsetzung eines Qualitäts- und Umwelt Managementsystems im Betrieb. Hierbei ging es zum Beispiel um die Erstellung eines Jahresarbeitsplanes und anderer Betriebsunterlagen. Die Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen für eine Bewerbung auf einen Kehrbezirk stellt im Moment noch ein recht schwieriges Thema dar, da auch in Sachsen noch keine Verordnung existiert, die die Bewerbungskriterien eindeutig regelt. Trotzdem wurden durch BSM Gunar Thomas, Vorstand Berufsbildung beim ZIV, mögliche Kriterien für eine Bewerbung gut dargestellt.
Die Themen des zweiten Tages waren Kalkulation (Finanzierung des Kehrbezirkes) und Schriftverkehr, vermittelt durch Prof. Dr. Petschick und Dr. Herrmann. Die umfangreiche Behandlung dieser Themen versetze die Teilnehmer in die Lage, künftig Preise für ihre Arbeiten so zu kalkulieren, dass nach Abzug aller Kosten der Kehrbezirk wirtschaftlich geführt werden kann und der Schriftwechsel mit Kunden und Behörden den aktuellen gesetzlichen und normativen Anforderungen entspricht.
Mit großer Spannung wurde am Samstag der zweitägige Unterricht zum Verwaltungsrecht erwartet. Der Unterricht von Frau Plöger-Heeg, frühere Referentin für Schornsteinfegerangelegenheiten im sächsischen Ministerium des Innern durchgeführt. Dieses Thema wurde bei den Meistergesellen in der Vergangenheit sehr oft und teilweise heftig diskutiert. Es stellt für die Bezirksschornsteinfegermeister bzw. die künftigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger ein völlig neues Feld dar. Wichtig ist, dass die Kollegen eine Trennung vollziehen können und einerseits als Dienstleister im Interesse des Kunden sowie andererseits als Behörde arbeiten.
Zuerst wurden diverse Begriffe des Öffentlichen Rechts und der Aufbau (Rang) der einzelnen Ebenen erläutert. Ein wichtiges Thema waren die Grundsätze des Verwaltungshandelns. Außerdem wurden Verwaltungsakt und Fristenverwaltung ausführlich geschult und in mehreren Beispielen verdeutlicht. Die Kenntnis einer Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen wird künftig für den BSM bzw. den bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger interessant sein, so z. B. die Zivilprozessordnung und diverse Verwaltungsvorschriften.
Die 22 Teilnehmer bewerteten den Lehrgang durchweg positiv. Jedes der dargebotenen Themen war wichtig und interessant zugleich. Die hochkarätigen Dozenten haben mit umfangreichem Fachwissen überzeugt, sind auf alle Fragen detailliert eingegangen und haben dem hohen Anspruch der Schulung Rechnung getragen. Bei entsprechendem Interesse wird der Lehrgang auch in den kommenden Jahren durch den LIV Sachsen und den FASS angeboten. Dadurch wird es jedem Kollegen möglich sein, die neuen Aufgaben in unserem Handwerk zu meistern.
Unser besonderer Dank gebührt den Kollegen, die diesen Lehrgang ermöglicht haben, dem LIV Sachsen und den Dozenten, die sich auch am Wochenende für diese Veranstaltung zur Verfügung gestellt haben. 

Steffen Wittek
Stellvertretender Vorsitzender des FASS
Marco Gralapp
Referent für Technik und Bildung des FASS

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Schwacher Markt für erneuerbare Energien in Gebäuden torpediert Klimaschutz
Köln, 23. November 2010: „Noch 2008 lag der Markt für Technologien zur Nutzung von erneuerbaren Energien auf der Zielgeraden. Umso mehr bestürzt der Einbruch bei Solarthermie, Wärmepumpen und fester Biomasse in 2010“, betonte Klaus Jesse, Präsident des Bundesindustrieverbands Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik, BDH, anlässlich der Mitgliederversammlung des industriellen Spitzenverbandes in Hamburg. Um etwa die Hälfte ging der Absatz der Solarthermie gegenüber dem guten Jahr 2008 zurück. Auch die Nachfrage nach Kesseln für Biomasse und nach Wärmepumpen schwächelt.
Bereits seit dem vierten Quartal 2009 ging die Nachfrage nach Heizungssystemen, die Effizienz und erneuerbare Energien einbinden, kontinuierlich zurück. 2010 schrumpfte der Markt erneut und liegt jetzt zirka 30 Prozent unter dem des Vorjahres. Für diese Entwicklung macht der BDH im Wesentlichen den – durch Überförderung verursachten – Photovoltaik-Boom in 2009 und 2010 und niedrigere Energiepreise im Vergleich zu 2008 verantwortlich. BDH-Präsident Jesse stellt fest: „Damit rücken die ambitionierten Klima- und Ressourcenschutzziele des Energiekonzeptes der Bundesregierung in weite Ferne.“
Der Verband fordert eine deutliche Aufstockung der Förderprogramme für die energetische Modernisierung des veralteten Gebäudebestands und kritisiert die Kürzungen der Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau, KfW, sowie des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien. „Die zu begrüßenden Absichtserklärungen des Energiekonzeptes müssen nunmehr in reale Politik umgesetzt werden“, erklärt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. „Es gilt jetzt, die Mittel so aufzustocken, dass die im Energiekonzept geforderte Verdopplung des Modernisierungstempos von ein auf zwei Prozent tatsächlich erreicht werden kann. Darüber hinaus muss die Förderung gegenüber den Vorjahren verstetigt werden, um Investoren, der Industrie und den Verarbeitern Investitionssicherheit zu verschaffen.“
Anlässlich der Mitgliederversammlung wurde Markus Niedermayer, geschäftsführender Gesellschafter der MHG Heiztechnik, als Nachfolger von Bernd Wattenberg, Siemens, in den Vorstand des BDH gewählt. 

BDH: Verband für Energieeffizienz und erneuerbare Energien
Die im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e. V. (BDH) organisierten Unternehmen produzieren Heizungssysteme wie Holz-, Öl- oder Gasheizkessel, Wärmepumpen, Solaranlagen, Lüftungstechnik, Steuer- und Regelungstechnik, Klimaanlagen, Heizkörper und Flächenheizsysteme, Brenner, Speicher, Heizungspumpen, Lagerbehälter, Abgasanlagen und weitere Zubehörkomponenten. Die Mitgliedsunternehmen des BDH erwirtschafteten im Jahr 2009 weltweit einen Umsatz von 11,6 Mrd. Euro und beschäftigten rund 60.000 Mitarbeiter. Auf den internationalen Märkten nehmen die BDH-Mitgliedsunternehmen eine Spitzenposition ein und sind technologisch führend.

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Kamin- und Kachelöfen haben viele Vorzüge. Mit ihnen lässt sich nicht nur kostengünstig und umweltfreundlich heizen, sie sind auch während der Übergangszeiten oder an kühlen Sommerabenden eine gute Alternative zur Zentralheizung. Eines gilt es jedoch zu beachten: Qualität hat ihren Preis.
Immer mehr zukünftige Ofenbetreiber nutzen deshalb das Internet mit seinen Verkaufs- und Versteigerungsplattformen, um beim Ofenkauf Geld zu sparen. Das gewünschte Produkt ist häufig billiger als im Fachhandel und wird zudem bequem ins Haus geliefert. In vielen Fällen wird hier jedoch am falschen Ende gespart. So wird der Kunde häufig nicht darüber informiert, ob der Wärmeerzeuger den derzeit gültigen Bedingungen der 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung entspricht. Wird der Ofen dann noch selber angeschlossen, ist diese Vorgehensweise nicht selten grobfahrlässig. Ein Heizbetrieb kann in derartigen Fällen nicht nur gefährlich sondern auch ungesetzlich sein.
Eine qualifizierte Beratung durch einen Fachmann ist deshalb grundsätzlich zu empfehlen. Auch der Schornsteinfeger sollte unbedingt vor dem Ofenkauf mit ins Boot geholt werden. Er kennt die Dimensionierung der Abgasanlage und weiß, welche Feuerstätte sich am besten zur Beheizung der eigenen vier Wände eignet.
Zusätzliche Sicherheit beim Kauf der Feuerstätte bietet das EFA-Qualitätssiegel. Die in der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft organisierten Hersteller haben sich nicht nur einen hohen Standard zum Ziel gesetzt, sondern geben auch Hinweise zur ökologischen Betriebsweise ihrer Wärmeerzeuger. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Ofenregelung von Kutzner + Weber und SMS Schmid Multi Steuerung
erhalten bauaufsichtliche Zulassung
Dass die Ofenregelung von Kutzner + Weber und die SMS Schmid Multi Steuerung für den Betreiber von Feuerstätten große Hilfen sind, ist schon länger klar. Doch nun ist es ganz offiziell: Beide Steuerungen erhielten jetzt die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt).
Was das bedeutet? Die KW-Ofenregelung, sowohl in der Expert- als auch in der Komfort-Variante, sowie die SMS Schmid Multi Steuerung sind damit offiziell als Sicherheitseinrichtungen zur Gewährleistung eines gefahrlosen gemeinsamen Betriebes von Lüftungsanlagen und raumluftabhängigen Feuerstätten anerkannt.
Die Ofenregelungen sorgen überdies für ein optimales Abbrandverhalten der Feuerstätte. Strömungs- und Temperatursensoren übernehmen die Überwachung des aktuellen Verbrennungszustandes und regulieren diesen. So wird beispielsweise eine Verbrennungsluftklappe automatisch in die richtige Stellung gebracht oder eine störende Dunstabzugshaube abgestellt. Der Betreiber der Feuerstätte kann diese Änderungen auf dem wandhängenden Display mitverfolgen. Dort erfährt er, welche Komponenten an- bzw. abgeschaltet sind und wann der optimale Zeitpunkt zum Nachlegen von Brennstoff erreicht ist. Tritt ein Störungsfall auf, so informiert die Steuerung durch ein akustisches Signal. Dank dieser innovativen Technik wird neben dem Sicherheitsaspekt eine größtmögliche Energieeffizienz gewährleistet.
Zudem ist die Regelung feuerstättenunabhängig einsetzbar und kann ohne weitere Zusatzteile verbaut werden.
Weitere Informationen zu der Ofenregelung von Kutzner + Weber finden Interessierte auch unter www.kutzner-weber.de. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Der neue Multifunktions-Trolley der Fa. Ress ist eine neue universelle Transporttasche für den Schornsteinfeger. Die neue Tasche bietet eine optimale Lösung zum sicheren Transport von sowohl Kehrgeräten wie auch Messgeräten. Das Werkzeug ist leicht und sicher verpackt. Diese spezielle Werkzeugtasche bietet genügend Platz um alles in nur noch einer Tasche sicher zu transportieren.
Der ausziehbare Teleskopgriff und 2 kugelgelagerte Rollen an der Unterseite vom Trolley ermöglichen einfaches ziehen der Tasche. Alternativ kann die Tasche auch mit dem gepolsterten Umhängegurt über der Schulter oder in der Hand mit dem Griff getragen werden.
Der neue Trolley bietet noch mehr Platz und Stauraum als seine Vorgänger bei einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis. Es können Messgeräte, Haspeln und Werkzeug problemlos transportiert werden. Die Maße betragen ca. 62 x 46 x 30 cm (H x B x T). Die Inneneinteilung ist variabel durch Klettverschlüsse veränderbar. Es können viele Dinge so einfach verstaut werden, wie z. B. ein Rauchgasanalyse-Messgerät und eine Inspektionskamera. Außerdem ist noch Platz für Werkzeug, wie z. B. Minihaspel, Handhaspel, Schweizer Eisen, Handfeger, Schöpfkelle, Rußsack und Arbeitsmappe.
Der Multifunktions-Trolley ist aus strapazierfähigem Cordura-Gewebe hergestellt. Die Unterseite und der Innenraum sind mit LKW-Plane ausgekleidet. Klettverschlüsse sind zum schnellen Verschließen der Tasche angebracht.
Dieses neue Transportmittel für Messtechnik und Kehrwerkzeug schafft perfekte Ordnung und ermöglicht einen sehr professionellen Auftritt beim Kunden. Wesentlich ist der Punkt, dass mit dem Trolley unnötiges schweres Tragen nicht mehr notwendig ist. 

Ausgabe: 78 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 78 - 4/2010 )

Neue Wege zu sauberer Luft

Vorstellung: Der Partikelfilter AL-Top von Schräder
Umweltschonend arbeitet eine Festbrennstoff-Feuerstätte erst mit dem Feinstaubfilter, welche durch das Marktanreizprogramm Erneuerbare Energie gefördert werden. Exemplarisch sei heute der AL-Top von Schräder vorgestellt.
Der Einsatz nachwachsender Rohstoffe für Heizung und Warmwasser schont die endlichen Ressourcen und damit die Umwelt. Bei der Verbrennung von Holz, Pellets oder Hackschnitzeln entstehen Abgase, die u. a. Feinstaub enthalten. Nach der geänderten 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung dürfen diese Abgase, abhängig von der Feuerstättenart, einen bestimmten Feinstaubanteil nicht überschreiten. Selbst modernen Geräten sind in diesem Punkt enge Grenzen gesetzt. Bei einem Teil der Wärmeerzeuger im Bestand macht die Neuregelung mit großer Wahrscheinlichkeit eine Nachrüstung mit entsprechenden Bauteilen erforderlich.
Der Schräder AL-Top arbeitet nach dem Prinzip der Koronaentladung. Die bei der Verbrennung entstehenden Staubemissionen werden beim Eintritt in den AL-Top elektrostatisch aufgeladen. Dies geschieht mittels einer HV-Elektrode. Dadurch lagern sich die Partikel an der nachfolgenden metallischen Filterschüttung an, die die entsprechende Abscheideelektrode bildet. Sie ist durch einen Auflagerost von der Kammer mit der HV-Elektrode abgetrennt. Im Verhältnis zur Baugröße bieten die Späne, die als Filterschüttung genutzt werden, eine deutlich vergrößerte Abscheidefläche.
Die Reinigung der Filterschüttung erfolgt vollautomatisiert durch Absprühen des Materials mit Wasser. Dazu wird der Differenzdruck über dem Abscheider gemessen. Überschreitet er einen vorgegebenen Wert, löst dies die Reinigung aus. Zusätzlich lässt sich eine zeitlich gesteuerte Abreinigung einstellen. Am oberen Ende des Bauteils sitzen ein Wasserzulauf und eine Düse, die das gesamte Feld erfasst. Das Waschwasser wird am unteren Ende des AL-Top abgeleitet. Damit entfällt die bei sonstigen Elektrofiltern erforderliche periodische Reinigung und Entsorgung des Staubes. Für die Einleitung des mit Staub beladenen Wassers ist die lokale Abwassersatzung maßgeblich, da zurzeit keine speziellen Regelungen für diese Frage existieren.
Derzeit kann Schräder den AL-Top in sechs Leistungsgrößen für Feuerstätten bis 300 kW anbieten. Der Durchmesser des Abgasstutzens reicht entsprechend von 150 bis 300 mm. Außerdem ist eine Parallelschaltung möglich. Aufgrund seiner kompakten Baumaße lässt sich das Gerät sowohl zur Erstausstattung als auch zur Nachrüstung einsetzen. Die Filtereinheit erzeugt nur einen sehr geringen Druckverlust. Der Energieverbrauch für das Modell 350-150, das für Feuerstätten bis 50 kW eingesetzt werden kann, liegt bei minimalen 17 kW. In diesem Zeitraum werden etwa fünf Liter Wasser für die Reinigung benötigt. Die hohe Reinigungsleistung von bis zu 82% hat das Deutsche Biomasse-Forschungs-Zentrum (DBFZ) u. a. bei Messungen an einem mit Pellets befeuerten Wärmeerzeuger festgestellt.
Der AL-Top wird direkt in der Abgasführung installiert, am besten ca. 50 cm nach dem Abgasstutzen der Feuerstätte. Durch die kompakten Baumaße lässt sich der Partikelfilter sowohl zur Erstausstattung als auch zur Nachrüstung einsetzen. Im Heizraum sind außerdem die erforderlichen Anschlüsse für Strom und Wasser bzw. Abwasser herzustellen.
Fördermöglichkeiten
Bei der Förderung ist zu beachten, dass es zwei Möglichkeiten im Rahmen des Marktanreizprogramms Erneuerbare Energie gibt. Für Festbrennstoffanlagen bis maximal 100 kW erfolgt die Antragstellung über das BAFA, der Nutzer erhält einen Zuschuss von 500 Euro. Bei Wärmeerzeugern mit einem Leistungsbereich über 100 kW kann ein Tilgungszuschuss im Rahmen einer KfW-Finanzierung beantragt werden. Hier gibt es eine Grundförderung für Biomassekessel von 20 Euro je kW installierte Leistung. Darüber hinaus kann ein Innovationsbonus für besonders emissionsarme Anlagen in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch für Sekundärmaßnahmen wie dem Einbau eines Feinstaubfilters. Die Höhe des Innovationsbonus beträgt ebenfalls 20 Euro je kW installierte Kesselleistung, wobei die staubförmigen Emissionen 15 mg/m3 nicht überschreiten dürfen. Der Nachweis erfolgt anhand von Prüfstands- und Referenzmessungen.


Die Koronaentladung
In der Elektrotechnik wird eine elektrische Entladung, die durch Ionisation eines Fluids bzw. Luft entsteht, das einen elektrischen Leiter umgibt, als Koronaentladung bezeichnet. Sie tritt auf, wenn die elektrische Feldstärke einen bestimmten Wert überschreitet, aber noch nicht hoch genug ist, um eine Funkenentladung hervorzurufen. Koronaentladungen werden bei etlichen industriellen Vorgängen bewusst erzeugt, z. B. bei Fotokopierern, bei der elektrischen Oberflächenbehandlung von Kunststofffolien, Papier und Aluminiumfolien, um diese bedruck- und klebbar zu machen oder bei der Entfernung von (organischen) Verunreinigungen aus der Abluft von industriellen Prozessen.

Ausgabe: 77 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Mit dem Firmenfahrzeug gewinnen
Werbemittelpakete der Imagekampagne als Belohnung

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Sichere Überwachung
von Ölanlagen

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Umweltbewusstes und wirtschaftliches Heizen liegt im Trend
Sparen durch Brennstoff Holz

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Neues Bullerjan-Design für saubere Verbrennung

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Wöhler Dohlenschutzgitter
Dachförmig, langlebig, flexibel, einfach zu montieren

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

„Tu Gutes und rede drüber“ sagt ein altes Sprichwort

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

8. Schallmesspartnerschulung von Kutzner+Weber
Effiziente Abgasschalldämpfung bei Blockheizkraftwerken im Visier

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Klausurtagung der Schornsteinfeger-Innung Thüringen in der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. am 23./24. August 2010

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Berufsfindungsmesse Handwerk 4 you

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Tag des Schornsteinfegers am 20. Oktober 2010

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Lehrgangskosten an der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V.

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Schulungsplan der Bildungsstätte

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

„Wer prüft und kontrolliert, soll Anlage nicht warten“
Schornsteinfeger und FVSHK wollen für Sachsen-Anhalt den Konsens

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Interview
Schornsteinfeger gehen neue Wege

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 77 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 77 - 3/2010 )

Gewerbeförderung im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks (Dr. Herrmann)

Dr.-Ing. Michael Herrmann,
Gewerbeförderausschuss im Schulverein des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks

... mehr in der kommenden Ausgabe

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Der Winter hat nicht nur auf den Straßen bleibende Schäden hinterlassen, sondern auch auf Deutschlands Dächern. Da heißt es für Passanten und Autofahrer, nicht nur nach unten zu schauen, sondern auch nach oben. Oftmals können solche Kapitalschäden vermieden werden, wenn das Mauerwerk bei ersten Anzeichen von Rissen oder heraus bröselnden Fugen neu verfugt wird.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Manche denken, die Glasunterlage soll den Fußboden vor dem Ofen schützen. Tatsache ist, dass sie den Fußboden vor eventuell herausfallender Glut schützen soll. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. Hier wurde der Mindestabstand von 50 cm nach vorne und 30 cm jeweils zu den Seiten stark unterschritten.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Schnell mal einen Ofen aufgestellt – dachten sich die Betreiber dieser Werkstatt. Unabhängig davon, dass einwandige Stahlrohre für den Betrieb von Einzelraumheizern ungeeignet sind, die Mindestschornsteinhöhe wesentlich unterschritten wird, steht die gesamte Konstruktion auch noch auf brennbaren Baustoffen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Blick in die Reinigungstür eines verrohrten Schornsteins. Angeschlossen ist eine Feststoff-Zentralheizung. Hier hat der Fachbetrieb vergessen, in die Rohrsäule auch eine Öffnung zur Rußentnahme vorzusehen. Bei erhöhtem "Russpegel" im Schornstein kann es nicht nur zu Schornsteinbränden kommen, es besteht auch die Gefahr der Verstopfung des Rauchrohreinganges. Solche Querschnittsverengungen können zu lebendbedrohlichen CO-Unfällen führen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Wahlen im LIV Sachsen-Anhalt
2010 standen im Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt turnusmäßig Vorstandswahlen an. Der Landesinnungsmeister, Thomas Keindorf, und alle weiteren Vorstandsmitglieder haben sich für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung gestellt und wurden mit großer Stimmenmehrheit bestätigt. Lediglich auf der Position des Landesberufsbildungswartes/QUB gab es eine Änderung. Pitt-Thorsten Streit, der die Geschicke der Berufsbildung des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt seit 2007 geleitet hat, trat in die zweite Reihe. Als sein Nachfolger wurde der bisherige Stellvertreter LBBW/QUB, Kai Schoppenhauer, gewählt.
Der Landesinnungsmeister, Thomas Keindorf, bedankte sich bei Pitt-Thorsten Streit für die gute Zusammenarbeit. Seit 2007 werden die Berufsbildung und die Qualitätssicherung zentral vom Landesinnungsverband aus geleitet. Herr Streit hat die Zentralisierung dieser Abteilung im LIV hervorragend gemeistert und gemeinsam mit seinem Stellvertreter eine neue Struktur in der Berufsbildung für das Land Sachsen-Anhalt aufgebaut. Auch die Qualitätssicherung, mit Durchführung der Audits in den Innungen und den Einzelbetrieben, ist auf einem hohen Niveau.
Durch den Wechsel des Obermeisters in der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg gab es eine weitere Veränderung im Vorstand des Landesinnungsverbandes. Uwe Pomplun, der auf 12 Jahre Obermeistertätigkeit zurückblicken kann, hat den Staffelstab an seinen Nachfolger, Frank Buchholz, weitergereicht. „Du hast die Ehre unserer schwarzen Zunft immer hochgehalten“ betonte Thomas Keindorf. Er lobte in besonderer Weise die Zielstrebigkeit und Beharrlichkeit, mit der Uwe Pomplun sein Ehrenamt ausfüllte. Die 100-prozentige Mitgliedschaft in der Schornsteinfegerinnung ist ein Indikator für die hervorragende Ehrenamtstätigkeit, die Uwe Pomplun auszeichnet.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Hiermit sagt der gesamte Vorstand der Schornsteinfeger­innung Magdeburg auch im Namen aller Innungsmitglieder Danke. Danke Uwe Pomplun!
Uwe Pomplun, geboren am 01. 10. 1953, ist Schornsteinfegermeister im Jerichower Land in Sachsen-Anhalt und opferte den größten Teil seiner Freizeit erfolgreich für die Berufspolitik. Im Rahmen seiner Ehrenamtsarbeit im Vorstand der Schornsteinfegerinnung Magdeburg übernahm er im Mai 1990 die Aufgabe des stellvertretenden Obermeisters und nach der Wahl der Innungsversammlung im Jahr 1998 die des Obermeisters der Schornsteinfegerinnung Magdeburg. Uwe Pomplun war während seiner Zeit als Obermeister nicht nur für unsere Innung ein Wegbereiter. Er sorgte sich auch über die Innungsgrenzen hinaus um gute Zusammenarbeit zwischen den Innungen. Besonders engagierte er sich bei der Planung und beim Bau unseres Innungshauses in Egeln. Eine Errungenschaft, auf die wir wahrlich stolz sein können.
Alle Veränderungen der uns betreffenden Gesetzesgrundlagen, wie die Einführung der Kehrordnungen in den Jahren 2000 und 2010, oder das Inkrafttreten des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes begleitete Uwe Pomplun als Obermeister der Innung immer professionell und setzte sich unablässig für uns als Kollegen ein. Uwe vertrat die Mitglieder der Innung und unser Handwerk stets mit Augenmaß. Respektvoll hatte er jederzeit ein offenes Ohr für die Sorgen der Kollegen und traf keine seiner Entscheidungen von oben herab. Zusammenhalt in der Innung, Vertrauen unter den Kollegen und Zuverlässigkeit, diese Werte waren und sind auch heute noch für Uwe besonders wichtig.
Lieber Uwe, wir wünschen Dir alles, alles Gute, viel Gesundheit und Schaffenskraft für Dich und Deine Familie und eine glückliche Zeit für Deine Zukunft. Wir werden uns immer gern an die Zusammenarbeit mit Dir erinnern. Vielen Dank!

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Neuwahl des Vorstandes in der Innung Magdeburg

In der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg fanden am 06. Mai 2010 turnusgemäß die Neuwahlen des Vorstandes statt. Gewählt wurden die Ehrenämter des Obermeisters und sein Stellvertreter sowie der Kassenwart, der Techniker, der Schriftführer und der QM/UM-Beauftragte der Innung Magdeburg. Weiterhin standen zur Wahl: der Kassenprüfungsausschuss, die Delegierten zur LIV-Mitgliederversammlung und der Gesellenprüfungsausschuss.
Obermeister Uwe Pomplun, der die Belange der Innung seit 1998 äußerst würdig vertreten hat, stand für dieses Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung. Denn bereits im Jahre 2006, mit der Wahl von Frank Buchholz zum stellvertretenden OM, wurden die Weichen zur Umstrukturierung des Vorstandes gestellt.
Zur Wahl am 06. Mai 2010 stellte sich als Obermeister Frank Buchholz, Schornsteinfegermeister in der Stadt Magdeburg, geboren am 03. 11. 1960. Als stellv. Obermeister stellte sich Matthias Ilgner, Schornsteinfegermeister im Jerichower Land, geboren am 28. 06. 1968, zur Wahl.
Der Obermeister und dessen Stellvertreter wurden von der Innungsversammlung mit überwältigender Mehrheit mittels verdeckter Stimmzettel gewählt. Beide nahmen die Wahl an und bedankten sich bei der Versammlung für das ihnen entgegen gebrachte Vertrauen.
Per Handzeichen wurden folgende Kollegen in den Vorstand gewählt: Technik – Norbert Krüger aus Genthin, stellvertretender Techniker – Steffen Kopper aus Staßfurt, Kassenwart und QM/UM-Beauftragter – Andreas Hampe aus Nachterstedt, Schriftführer – Uwe Illig aus Staßfurt.
Auch die Wahl des Kassenprüfungssausschusses ergab Veränderungen. Hartwig Burbat aus Staßfurt stellte sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl. Der Innungsvorstand bedankte sich für die langjährige und zuverlässige Mitarbeit in diesem wichtigen Ausschuss bei dem Kollegen Burbat. An seine Stelle trat Martin Niemann, Schornsteinfegermeister aus Borne. Bestätigt in ihrer Funktion als Kassenprüfer wurden die Kollegen Ralf Wiersdorf aus Magdeburg und Holger Gaede aus dem Harzkreis.
Alle zur Wahl stehenden Delegierten zur LIV-Mitgliederversammlung und auch der Gesellenprüfungssausschuss wurden per Akklamation ohne Gegenstimmen oder Enthaltungen bestätigt.
In der LIV-Mitgliederversammlung werden die Belange aller Mitglieder der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg von den Kollegen Dietmar Paul, Uwe Kowarsch, Ullrich Dreger, Frank Buchholz, Uwe Pomplun und als Ersatzmann dem Kollegen Torsten Gaede, vertreten.

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10 Jahre im Ruhestand
Karl Heinz Kiel, Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Altmark, hat am 14. Juni 2010 seinen 75. Geburtstag gefeiert. Glückwünsche überbrachten neben den Verbänden des Schornsteinfegerhandwerks auch die Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft. Aber auch die Feuerwehr, der Karl Heinz Kiel seit Gründung der freiwilligen Feuerwehr in Gardelegen angehört und dessen Ehrenmitglied er ist, sowie der Bürgermeister der Hansestadt Gardelegen ließen es sich nicht nehmen, dem Jubilar zu gratulieren.
Karl Heinz Kiel kann auf eine lange Ehrenamtstätigkeit zurück blicken. 1981 hat er, nachdem er 10 Jahre stellvertretender Obermeister war, die Leitung der damaligen Berufsgruppe Altmark von Alfred Böhmfeld übernommen. 17 Jahre hat er die Geschicke der Schornsteinfegerinnung im Norden Sachsen-Anhalts geleitet. Nach der politischen Wende in der damaligen DDR wurde unter seiner Leitung die Schornsteinfegerinnung Altmark neu gegründet. Zur Innung gehörten damals 39 Bezirksschornsteinfegermeister mit 28 Gesellen, 7 Lehrlingen und 8 Umschüler. Aber auch am Aufbau des Landesinnungsverbandes in Sachsen-Anhalt hat er sich maßgeblich mit eingebracht und von der Gründung bis 1995 die Aufgaben des Schriftführers im LIV-Vorstand übernommen.
Wir wünschen dem Jubilar auch weiterhin Gesundheit, Glück und Zufriedenheit.

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4. Innungsvollversammlung der Schornsteinfeger im Freistaat Thüringen
Am 15. April 2010 fand die nunmehr vierte Vollversammlung im BTZ-Bildungszentrum der Handwerkskammer Kloster 1 in Rohr statt. Die Veranstaltungsräume mit deren Einrichtung in Sachen Technik waren ein idealer Veranstaltungsort.
Um 11 Uhr eröffnete unser Landesinnungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich im Gebäude um den „Mensa-Saal“ mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben.
Um 13 Uhr begrüßte unser LIOM Thomas die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.
In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuelle Situation in unserem Handwerk näher ein. Schwerpunkt dabei war natürlich Lüftungsarbeiten, die vor 1990 errichtet worden sind. Diverse Verfahrenshilfen zu dieser Problematik wurden den Kollegen zur Verfügung gestellt. Es gibt aber weiterhin viele Baustellen, die noch zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen: Formularwesen, Verwaltungsrecht, Tätigkeiten in Sachen Festbrennstoffmessung, Abnahmetätigkeiten mit dazugehöriger Rechnungslegung usw.
Weitere notwendige Bearbeitung der Aufgaben für unser Handwerk wurde ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren.
Als Gastredner konnte Dr. Schira von der Versorgungskammer gewonnen werden. Sein Vortrag zur weiteren Entwicklung der Beitragszahler machte auch deutlich, dass unser Schornsteinfegerhandwerk ein Berufszweig ist, der die selben Probleme der gesetzlichen Rentenversicherung zu bewältigen hat.
Weiterhin wurde unsere neue Homepage von der Firma Dexheimer erläutert und den Anwendern nähergebracht. Selbstkritisch müssen wir auch erwähnen, dass diese Veranstaltung zeitlich gesehen sehr knapp kalkuliert war.
Dieses Problem wurde erkannt und wird sich nicht wiederholen.

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Schornsteinfeger-Innung Dresden beging ihr 300-jähriges Bestehen

Im Februar 1710 hatte Kurfürst August der Starke die beantragte Innung und deren 41 Artikel bestätigt. Somit waren die Dresdner Schornsteinfeger in die Reihe der Innungen der Stadt Dresden aufgenommen und unterhielten von nun an ihre eigene Innungsverwaltung, Lade und Archiv. In der Folge unterschied man in Hoffeuermäuerkehrer sowie Stadt- und Landmeister.
Die Schornsteinfeger-Innung Dresden hatte für den 7. Mai 2010 zur Feier ihres 300-jährigen Bestehens nach Moritzburg, in den festlich ausgestalteten Saal von „Adams Gasthof“ eingeladen. Einer Gastwirtschaft mit einer 325-jährigen Tradition, die einen würdigen Rahmen für eine solche Festlichkeit bietet.
Obermeister Gunar Thomas begrüßte die Innungsmitglieder, Altmeister, Gesellen und Lehrlinge mit ihren Partnern, sowie die zahlreichen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Handwerk. In seiner Festrede stellte er den Weg der Innung Dresden, von ihrer Gründung 1710 bis heute mittels Anekdoten und Episoden dar. Dabei habe das traditionsreiche Handwerk des Schornsteinfegers von der Überprüfung und Reinigung von Schornsteinen, über die Entwicklung zum Sicherheitsexperten für Feuerungsanlagen bzw. Beauftragten für Immissionsschutz bis zum Energieberater stets den Anforderungen der technischen Entwicklung und der Gesellschaft Rechnung getragen. Höhen und Tiefen gehörten bei einem so langen Zeitraum selbstverständlich dazu. Doch stets habe man durch die Geschlossenheit des Berufsstandes – die Gemeinschaft – die jeweiligen Unbilden gemeistert. Dieses „Gemeinsam sind wir stark“ auch für die heutige Zeit zu bewahren und zu pflegen, sei den Kollegen der Innung wichtiger denn je.
Der oberste Dienstherr der Schornsteinfeger in Sachsen, Innenminister Markus Ulbig, überbrachte Grüße der Sächsischen Staatsregierung und machte noch einmal die Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks für die Bereiche Sicherheit und Umweltschutz aus Sicht des Landes deutlich. Er betonte die Bedeutung des Schornsteinfegers als Fachmann für sichere und effiziente Feuerungsanlagen.
Der Vertreter der Landeshauptstadt Dresden, Herr Ruchay, dankte dem Schornsteinfegerhandwerk für seinen unverzichtbaren Beitrag zur Brandsicherheit von Feuerungsanlagen und zur Gewährleistung der Luftreinhaltung.
Der Präsident des Zentral-Innungsverbandes, Hans-Günther Beyerstedt, überbrachte Grüße des Vorstands und des Vorstandrates. Besonders erfreut zeigte er sich über das Interesse der erschienenen Marktpartner unseres Handwerks. In seiner Ansprache wies er auf die erfolgreiche Umsetzung der Bundes-KÜO in Sachsen hin, und lobte dabei die Anstrengungen der Kollegen zum Erhalt der Sicherheit der Lüftungsanlagen im Wohnbereich.
In seiner Festansprache machte der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich, auf die stets verantwortungsvollen Tätigkeiten der Schornsteinfeger in Bezug auf Feuersicherheit, Lebensqualität, Umweltschutz und bei der Mitwirkung an Baumaßnahmen aufmerksam und wünschte dem Handwerk für die Zukunft weiterhin alles Gute und Zusammenhalt.
Beeindruckende Worte fand der langjährige Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Dresden, Andreas Gnaudschun, zur Wiederherstellung der im Zweiten Weltkrieg verbrannten Innungsfahne und der Fahnenweihe im Kulturpalast Dresden, die anlässlich der Meisterfeier 1994 stattfand.
Die musikalische Umrahmung der Festreden gestaltete die Kreismusikschule Meißen in eindrucksvoller Form mit erfrischenden Beiträgen.
Besonders interessant und aufschlussreich ist die unter maßgeblicher Gestaltung des Ehren-Landesinnungsmeisters Wolfgang Buschan erstellte Chronik der Innung. Anstelle einer sonst üblichen Festschrift wurde zur Erinnerung an diese besondere Feierlichkeit jedem Gast eine Chronik – in Buchform –, sowie eine anlässlich der 300-Jahrfeier angefertigte Medaille aus Meißner Porzellan mit Zunftzeichen und Zylinder überreicht.
Dank gilt dem Team um Mathias Maibier, das hervorragend die Gestaltung des Saales und den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sicherstellte.
Die sehr gute gastronomische Versorgung durch die Gaststätte, der hier ein ausdrücklicher Dank ausgesprochen werden soll, rundete in Kombination mit Musik und Tanz eine Veranstaltung ab, die für die Schornsteinfeger-Innung Dresden und ihre Gäste unvergesslich sein wird.

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Landesverbandstag 2010 im LIV Sachsen
Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen fand in diesem Jahr am 6. Mai in Moritzburg bei Dresden statt. Gastgeber war die Innung Dresden, die im Anschluss an den Landesverbandstag ihr 300-jähriges Bestehen feierte. So konnte der Landesverbandstag bereits im festlichen Ambiente der Jubiläumsfeier stattfinden.
Als Gäste konnte Landesinnungsmeister Hartmut Kettner den Präsidenten des Zentralinnungsverbandes Hans Günther Beyerstedt, den Vorstand Finanzen beim ZIV Hans Ulrich Gula, den Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, den Ehrenlandesinnungsmeister im LIV Sachsen Wolfgang Buschan, den 2. Vorsitzenden der Landesinnung Thüringen Marko Beierlein, den Schulleiter der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. Hans Poltersdorf und den Ehrenobermeister der Innung Chemnitz Roland Kahl begrüßen.
Im Rahmen der Berichterstattung konnte Kassenführer Olaf Lugk zunächst über die erfolgreiche Ausgliederung des Prüfstandes des LIV berichten. Durch die Umwandlung in einen wirtschaftlichen Zweckbetrieb konnten die Preise auf dem Prüfstand stabil gehalten werden. Ein zusätzlicher Arbeitsaufwand bestand im Verband dadurch, dass die Sekretärin Frau Maurer lange erkrankt war. Zur Aufrechterhaltung des laufenden Betriebes im LIV übernahm der Kassenführer hier zusätzliche Aufgaben. Landesinnungsmeister Hartmut Kettner gab in seinem Bericht eine Übersicht zur Mitgliedersituation im LIV Sachsen. Demnach sind in Sachsen 82% der BSM Mitglieder der 5 Innungen. 90% der Kollegen nahmen, so Kettner, bereits im vergangenen Jahr an einer Schulung des Landesverbandes zum Verwaltungsrecht teil. Dadurch sind die Kollegen in die Lage versetzt worden, der gesetzlichen Forderung zur Erstellung von Feuerstättenbescheiden ordnungsgemäß nachzukommen. Mit besonderer Begeisterung wurde von den Kollegen die Tatsache aufgenommen, dass dank der intensiven Bemühungen der Obermeister und des LIV-Vorstandes, die Beibehaltung der Lüftungsarbeiten zumindest bis Ende 2012 erreicht werden konnte. Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der novellierten 1. BImschV dankt der Landesinnungsmeister besonders dem technischen Ausschuss für die Unterstützung der Kollegen bei der Umsetzung der neuen Bestimmungen durch entsprechende Rundschreiben. Erfreulich ist, wie LIM Kettner hervorhebt, ebenso das gestiegene Interesse seitens der sächsischen Verwaltungs- und Umweltbehörden an den Schulungen, die ihnen vom LIV Sachsen zum geänderten Schornsteinfeger- und Umweltrecht angeboten werden.
Zum Abschluss seiner Ausführungen gab der Landesinnungsmeister bekannt, dass ihn die Obermeister damit beauftragt haben der Mitgliederversammlung zu verkünden, dass die Absicht besteht, zum 1. Juli 2011 eine Landesinnung in Sachsen zu gründen. In seinen Ausführungen zur Arbeit des technischen Ausschusses teilte der technische Landesinnungswart Stefan Gralapp mit, dass es, trotz intensiver Bemühungen, nicht gelungen war, das sächsische Ministerium des Innern zum Erlass einer ergänzenden KÜO für das Land Sachsen zu bewegen. Daraus resultierende höhere Gebühren hätten nun die Kunden zu tragen. Weiterhin führt er aus, dass die Zusammenarbeit mit der Fa. Hottgenroth zur Aktualisierung des technischen Informationssystems im Bereich Sachsen erfolgreich weitergeführt wird. Ebenso stellte der LIV seinen Mitgliedern im Berichtszeitraum eine aktualisierte Fassung der Beurteilungskriterien für Bauabnahmen zur Verfügung.
Der Landesberufsbildungswart Wolfgang Matteg teilte in seinen Ausführungen mit, dass es nun einen gemeinsamen Gesellenprüfungsausschuss bei der HWK Leipzig gibt. Damit, so Matteg, sind die Weichen für eine gleichwertige und kostengünstige Prüfungsumsetzung gestellt. Obwohl die Lehrlingszahlen im Moment zufriedenstellend sind, stellt der Landesberufsbildungswart fest, dass in der Fachkräftesituation noch keine Entspannung zu verzeichnen ist. Für die Absicherung der Zukunft mit fachlich qualifizierten Mitarbeitern seien auch weiterhin Anstrengungen in der Aus- und Weiterbildung notwendig.
Wie der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Bernd Damisch berichten konnte, wurde ein Beschluss des erweiterten Vorstandes des LIV Sachsen vom 24. 02. 09 umgesetzt, und die Internetpräsentation des LIV dem System myschornsteinfeger.de angepasst. Durch das neue Erscheinungsbild wird nun auch äußerlich die Zugehörigkeit des LIV Sachsen zum Zentralinnungsverband deutlich gemacht. Durch den erfolgreichen Wechsel zu ­myschornsteinfeger.de ist der LIV Sachsen nun in der Lage, seinen Mitgliedern ohne zusätzliche Kosten eine eigene Internetpräsentation, die den Ansprüchen eines modernen und zukunftsorientierten Schornsteinfegerbetriebes entspricht, anzubieten. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde über einen Antrag des Vorstandes zur Gründung eines Zukunftsfonds zur Sicherung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Innungsmitglieder im LIV Sachsen abgestimmt. Die Delegierten haben den Antrag mit 11 Stimmen dafür und 3 Enthaltungen angenommen. Damit sind die Mitglieder der sächsischen Innungen gut auf die kommende Wettbewerbssituation vorbereitet. Mit der Weitergabe des traditionellen goldenen Zylinders an die gastgebende Innung konnte ein erfolgreicher Landesverbandstag 2010 durch den LIV Sachsen würdig abgeschlossen werden.

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Die neue Gas-Hausschau sieht eine jährliche Überprüfung der Hausgasleitungen ab der Hausabsperreinrichtung vor. Es soll verhindert werden, dass durch undichte Gasleitungen Explosionen oder Brände entstehen. Im Leitungsnetz können kleinere Leckagen vorhanden sein, die mit dem bloßen Auge nicht unbedingt gesehen werden können und teilweise auch nicht zu riechen sind.
Eine schnelle und auch sichere Möglichkeit zur Lecksuche an Gasleitungen bietet hier das von der Fa. RESS angebotene Gasspürgerät „GasPen DIGITAL“. Dieses Messgerät zeichnet sich dadurch aus, dass hier ein sehr großer Messbereich vorliegt: 1 ppm bis 2,5 Vol.%. Der untere Ansprechwert beginnt ab 1 ppm. Die ebenso kleine Auflösung von 1 ppm lässt kleinste Leckagen problemlos erkennen.
Ein sehr großer Vorteil für die Praxis ist die Digitalanzeige des Messwertes. Es kann so ein exaktes Messergebnis notiert werden. Neben der LCD-Anzeige gibt es noch einen akustischen Alarmton, der auch abgeschaltet werden kann. Zur einfachen eigenen Kontrolle des Gasspürgerätes gibt es eine 1l Prüfgasflasche und ein Entnahmeventil mit Prüfkappe für das Gasspürgerät.
Nähere Informationen: www.ress.de.

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Heizungspumpengruppe PrimoTherm 180
Die neue Heizungspumpengruppe PrimoTherm 180 von AFRISO wird in geschlossenen thermischen Heizungsanlagen zum Umwälzen von Heizungswasser oder Wasser-Glykol-Gemischen eingesetzt. In der vormontierten, dichtheitsgeprüften und wärmegedämmten Pumpengruppe, die zwischen dem Heizkessel und den Rohrleitungssystemen eingebaut wird, sind standardmäßig Hochenergieeffizienzpumpen der Klasse A integriert. Der Einbau von nahezu allen anderen handelsüblichen Pumpen ist jedoch auch ohne großen Aufwand möglich.
Die modular aufgebaute Systembaugruppe PrimoTherm 180 ist in 8 Varianten erhältlich, wodurch sich viele Kombinationsmöglichkeiten ergeben: Mit oder ohne 3-Wege-Mischer, Umwälzpumpe und/oder Überströmventil, mit dem Vorlauf auf der rechten oder linken Seite. Die schlanke Bauform des Systems ermöglicht eine gute Platzierung mehrerer Pumpengruppen nebeneinander – die Montage ist dank durchdachter Wandbefestigung einfach und schnell durchführbar. Die Grundausführung vereint im Vorlaufstrang ein Absperrventil und einen roten Thermometer-Kugelhahn, im Rücklauf befindet sich ein blauer Thermometer-Kugelhahn sowie ein Absperrventil mit aufstellbarer Schwerkraftbremse.
Die nächste Variante enthält zudem einen 3-Wege-Mischer mit Stellmotor. Des Weiteren ist PrimoTherm 180 wahlweise mit einer Grundfos- oder einer Laing-Umwälzpumpe lieferbar. Bei Verwendung einer nicht selbstregelnden Pumpe gibt es die Ausführung mit Überströmventil, dadurch bleibt der Druck in der Heizungsanlage konstant und Fließgeräusche werden vermindert. Für Erstausrüster kann die Heizungspumpengruppe nach spezifischen Angaben produziert werden.

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Innovative Technologie aus Deutschland ermöglicht Ölgewinnung aus Plastik
Bremen, 15. Juni 2010. Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wirft gleichzeitig die Frage nach alternativen Ölgewinnungsprozessen auf. Ein neues Verfahren aus Deutschland bietet hier die Antwort zur nachhaltigen Ölgewinnung. Mittels Kunststoffverölung in einem Thermolyse-Verfahren wird aus Plastikabfällen wieder Öl hergestellt. Bei einem Wirkungsgrad von rund 80 Prozent geht kaum Energie verloren und das produzierte Öl kann als Heizöl wieder als Energieträger genutzt werden. Ebenfalls findet im Vergleich der CO2-Ausstoß deutlich verringert statt. Einerseits wird so der stetig anfallende Plastikmüll sinnvoll verwertet und andererseits muss weniger auf die schwindenden Ölvorkommen zurückgegriffen werden. Katastrophen, wie aktuell im Golf von Mexiko, könnten damit der Vergangenheit angehören. Ohne das Engagement deutscher Umweltschützer würde diese einmalige Technologie weiterhin nur auf dem Papier bestehen.
Ziel der Gesellschaft Öko-Energie Umweltfonds 1 GmbH & Co. KG ist die Errichtung und der Betrieb von vier SYNTROL-Anlagen für Kunststoffe und Altöl, welche die Ölgewinnung aus Plastik ermöglichen. Diese stellen in einem dreistufigen Verfahren aus Plastikabfällen wieder nutzbares Öl her. Dabei wird Kunststoff zunächst erhitzt, so dass Gase entstehen. Diese kühlen ab und verflüssigen sich. Das so entstandene Produktöl kann als leichtes Heizöl wieder verkauft oder nach weiterer Bearbeitung und Veredelung für andere Zwecke genutzt werden. Die Qualität des erzeugten Produktöls wurde von der DEKRA geprüft.
Alle Informationen unter:
www.oekoenergie-umweltfonds.de

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Der VestoWIN - das Multitalent in der Küche

Heizen, kochen und backen mit nur einem Gerät – das funktioniert hervorragend mit dem neuen Zentralheizungs-Kochherd von Windhager. Der für den Brennstoff Holz konzipierte Herd VestoWIN kann als Soloheizung betrieben werden oder als Beistellgerät, etwa in Kombination mit Öl-, Gas- oder Pelletskesseln. Wird er mit einem Speicher verknüpft, übernimmt der VestoWIN zusätzlich die Warmwasserversorgung für das ganze Haus. Durch sein ansprechendes, zeit­loses Design lässt er sich einfach in jeden Küchenstil integrieren.
Neben den variablen Einsatzmöglichkeiten als Kochherd, Solo- oder Zusatzheizung überzeugt der VestoWIN durch seine verbesserte Verbrennungstechnik. Die getrennte Zufuhr von Primär- und Sekundärluft bewirkt einen dauerhaft hohen Wirkungsgrad. Gleichzeitig lässt sich damit eine saubere Verbrennung sicherstellen. Der sparsame Betrieb wird durch den patentierten Brennstoffsparschieber und den Feuerungsregler unterstützt. Der verstellbare Hebe- und Senkrost für Sommer- bzw. Winterbetrieb ermöglicht zusätzlich ein besonders wirtschaftliches Heizen und Kochen.
Darüber hinaus zeichnet sich der VestoWIN durch seine solide Bauweise aus. So verfügt das Gerät serienmäßig über einen Isolierdeckel zur Reduzierung der Abstrahlwärme. Die jahrzehntelang bewährte Windhager-Technik garantiert einen besonders sicheren und zuverlässigen Betrieb. Dazu kann Scheitholz mit bis zu 33 cm Länge genauso genutzt werden wie Restholz oder Holzbriketts.
Ergänzt werden die technischen Attribute durch ein formschönes Design. Aufgrund der schlichten, geraden Formen und der edlen Oberflächen wie z. B. Glas und geschliffener Edelstahl lässt sich der VestoWIN sowohl in moderne als auch in traditionelle Küchen harmonisch integrieren.
Der Wärmeerzeuger wird in zwei Ausführungen angeboten. Die Variante Klassik ohne Backrohr mit den Maßen 600 x 847 x 600 mm (B, H, T) hat eine Leistung von 22 kW. Die Premium-Version mit Backrohr besteht aus zwei Komponenten von insgesamt 1.000 x 847 x 600 mm (B, H, T) und verfügt über eine Leistung von 20 kW. Der Kaminanschluss kann jeweils rechts oder links erfolgen. Darüber hinaus stehen zwei Basis- und drei Dekorfarben zur Wahl.

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Wandhängend
Der Öl-Brennwertkessel NovoCondens WOB
Effizientes Heizen auf kleinstem Raum – das funktioniert mit dem Öl-Brennwertgerät NovoCondens WOB der August Brötje GmbH. Dem Unternehmen ist es gelungen, einen wandhängenden Kessel zu entwickeln, der sich durch ein neues Brenner-Wärmetauscher-Konzept auszeichnet.
Beste Energieumwandlung in allen Betriebszuständen charakterisiert den NovoCondens WOB. Er arbeitet mit einem modulierenden Brenner, der seine Wärmeleistung stufenlos von 50 bis 100 Prozent anpasst. Darüber hinaus verfügt er über einen innovativen, aus zwei Teilen bestehenden Wärmetauscher. Das Verbrennungsteil aus Aluminium und das Kondensationsteil aus Carbon garantieren eine optimale Energienutzung. Der Normnutzungsgrad wird mit bis zu 104 Prozent angegeben.
Als weitere Pluspunkte des wandhängenden Kessels sind zu nennen: minimaler Stromverbrauch, äußerst leiser Betrieb sowie Eignung für alle Heizölsorten. Das Gerät mit den Abmessungen 600 x 953 x 670 mm (Breite, Höhe, Tiefe) und einem Gewicht von 95 kg wird es in drei Leistungsklassen geben. Mit 15, 20 und 25 kW eignet es sich besonders für Ein- und Zweifamilienhäuser. Langlebigkeit und einfache Wartung ergänzen die positiven Aspekte, so dass ein zukunftssicheres Heizen möglich ist.

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Neues Multifunktions-Messgerät „SPECTRA plus“
Das neue Spectra plus setzt die hervorragende Technik und Qualität der Spectra-Familie von MRU nicht nur fort, sondern baut sie in einzigartiger Weise aus.
Neben der obligatorischen Abgasmessung für alle Kontroll- und Einstellarbeiten an Öl-, Gas- oder Feststoffanlagen eignet sich das Spectra plus für Heizungs-Check-Messungen, 4Pa-Test, Druck- und Temperaturmessungen aller Art sowie Belastungsprüfung, Dichtheitsprüfung und Leckmengenmessung gem. TRGI. Mit einem einfach anzuschließenden Gasdetektor wird das Gerät im Handumdrehen zu einem mobilen Lecksuchgerät an Gashausinstallationen.
Selbstverständlich kann das Gerät mit weiteren Sensoren (z. B. NO(x)) ausgerüstet werden. Zum Schutz des Sensors bei hohen CO-Konzentrationen gibt es eine 2., sehr effektive, Freispülpumpe.
Ergonomisch und optisch ansprechend geformt überzeugt das Spectra plus auf den 1. Blick mit einem brillanten 3,5“ TFT-Farbdisplay, einer großvolumigen, beleuchteten Kondensatfalle, sowie Schlauchanschlüssen aus Metall. Das Gehäuse ist aus sehr schlagfestem, glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt und deshalb auch ohne Gummischutzhülle für den rauen Alltagseinsatz geeignet.
Besonders anwenderfreundlich ist das von MRU gewählte Steckersystem für Abgas und Temperaturen. Die Buchse für Abgastemperatur ist abwärtskompatibel zum Spectra 2000. Alternativ stehen in der Standard-Ausstattung die international genormten Typ K-Anschlüsse zur Verfügung. Das Gerät erkennt dabei automatisch, welcher Anschluss belegt ist und verhindert so eine evtl. Fehlbedienung. Die Gasanschlüsse sind aus verschleißfreiem Edelstahl mit doppelter Abdichtung.
Ausgestattet mit einem Li-Ionen-Akku ist das Gerät netzunabhängig mehrere Tage messbereit. Datenaustausch mit dem PC geschieht auf einfache Art und Weise über die optionale Blue­tooth-Schnittstelle oder den Standard-USB-Anschluss. Die USB-Buchse ist gleichzeitig Ladebuchse. Dadurch fungiert das Ladekabel auf Wunsch auch als Datenübertragungskabel. Ausgestattet mit Bluetooth kann das Gerät mit Notebook, Netbook oder PDA ferngesteuert werden.
Das neue, flexible Speicherkonzept, entweder über internen Speicher oder SD-Karte, gewährleistet sowohl hohe Sicherheit, mehr als genügend Speicherkapazität als auch einfachste Handhabung bei evtl. erforderlichen Softwareupdates. Die Messdaten werden auf SD-Karte in mehreren Formaten abgespeichert, so dass sie auch von PCs ohne spezielle Zusatzprogramme gelesen werden können.
Eine IRDA-Schnittstelle bedient den neuen MRU-IR-Speedprinter, der sekundenschnell Messprotokolle in Text- oder Grafikformat zu Papier bringt.

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Leichtbau in der Praxis
Geschickte Lösungen mit Raab
Mit dem LB Multischacht bietet die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, ein System an, das in ganz unterschiedlichen Anwendungen zu nutzen ist. Ob als einzügiger Schacht für Abgasleitungen, als Installationsschacht zur Kabelführung oder als ein- bzw. zweizügiger Schacht für ein Luft-Abgas-System auch für Festbrennstoffe – für jede Einbausituation in Neubau und Sanierung findet sich die richtige Lösung.
Das Schachtsystem erfüllt alle Anforderungen an den Wärme- und Brandschutz und kann über mehrere Geschosse bis über Dach geführt werden. Als Material werden 45 mm starke Brandschutzplatten aus Fibersilikat mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten (L90) eingesetzt. Aufgrund des geringen Gewichts sind keine statischen Maßnahmen erforderlich. Die Verbindung zwischen den Elementen wird mit Edelstahl-Verbindern realisiert, so dass ein einfacher, schneller Aufbau gewährleistet ist. Das Ablängen der Schachtelemente oder Anfertigen von Einbauöffnungen geschieht direkt vor Ort auf Maß. Durch die Trockenbauweise kann der Schacht nach dem Verspachteln direkt mit Putz, Anstrich oder Tapete endbehandelt werden.
Als einzügiger Schornstein steht der LB Multischacht in mehreren Größen zur Verfügung: Von 150 x 150 mm für eine Abgasleitung von 80 mm Durchmesser bis zu 340 x 340 mm für eine Nennweite von 300 mm. Optional wird das bewährte EW-ALKON aus Edelstahl eingesetzt. Mit oder ohne Dämmung eignet es sich auch für den Betrieb einer Festbrennstoff-Feuerstätte, bei Bedarf wird das System als raumluftunabhängige Variante ausgeführt. Dann ist eine sichere Nutzung von Dunstabzugshaube oder kontrollierter Wohnungslüftung garantiert.
Auch die Anforderungen an eine dichte Abgasanlage im Niedrigenergie- oder Passivhaus lassen sich mit dem Luft-Abgas-System erfüllen. Darüber hinaus können Installationsschächte in unterschied­licher Größe realisiert werden, sowohl separat oder als Teil eines zweizügigen Systems. Auf einer Stellfläche von nur 290 x 470 mm werden zwei Abgasanlagen möglich, etwa für eine Brennwertfeuerstätte und einen Kaminofen.
Die werksseitig vorgefertigten Bauteile zeichnen sich durch eine hohe Qualität aus. Sie sind güteüberwacht und zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000.

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10. Industrieforum Pellets, Stuttgart, 7. bis 8. September 2010
10. Industrieforum Pellets versammelt die
internationale Pelletsbranche
Pforzheim/Stuttgart, 15. Juni 2010 – In den internationalen Heizungsmärkten entwickelt sich die Rolle des Brennstoffs Holzpellets dynamisch. Die Zahl der Pelletsheizanlagen für die Wärmeversorgung privater Ein- und Mehrfamilienhäuser als auch für Nahwärmenetze und Großanlagen im Megawattbereich wächst ebenso wie die Anzahl weltweiter Pelletproduktion. Die bevorstehende EU-Norm für Pellets und ihre Umsetzung durch das neue Gütesiegel ENplus wird international eine umfassende Qualitätssicherung des Brennstoffes mit sich bringen. In diesem lebendigen Marktumfeld findet vom 7. bis 8. September das 10. Industrieforum Pellets im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart statt. Der Veranstalter, die Solar Promotion GmbH, erwartet rund 550 Experten und Entscheider aus ganz Europa. Parallel zeigt eine Fachausstellung aktuelle Technologien, Produkte und Dienstleistungen aus der Pelletsbranche.
Weltweit entstehen neue Produktionsstätten für Holzpellets: Seit Ende März dieses Jahres wird in Waycross, im Süden des US-Bundesstaates Georgia, eine neue Pellets­produktion gebaut. Verantwortlich für die Fabrik, die künftig rund 750.000 Tonnen Holzpellets pro Jahr herstellen soll, ist RWE Innogy, Tochtergesellschaft des deutschen Energieversorgers RWE. Ebenfalls in Georgia plant Magnolia BioPower LLC ein Pelletswerk, das ab April 2012 eine Million Tonnen Holzpellets produzieren soll. Gleichzeitig entsteht derzeit im russischen Wyborg das bislang weltweit größte Pelletswerk mit einer Jahresproduktion von 900.000 Tonnen.
Der internationale Handel bietet Chancen und Herausforderungen für die Pelletsbranche und ist deshalb ein wichtiges Thema beim 10. Industrieforum Pellets, das vom 7. bis 8. September im Internationalen Congresscenter der Messe Stuttgart stattfinden wird. Im Plenum am ersten Veranstaltungstag werden deshalb hochkarätige Referenten über Trends und Entwicklungen im internationalen Pelletsmarkt berichten. Ein Überblick über europäische und globale Schlüsselmärkte zeigt die Entwicklung und Perspektive des weltweiten Pelletsmarktes aus Sicht verschiedener Marktakteure. Am Nachmittag werden dann die politischen Rahmenbedingungen im Plenum diskutiert: Die Schaffung verlässlicher Förderprogramme zur Auflösung des Modernisierungsstaus am Heizungsmarkt sowie die Bedeutung der neuen EU-Norm im wachsenden internationalen Markt sind hier Themen.
Eine Podiumsdiskussion über die Rolle der Politik und ihren Einfluss auf den weltweiten Pelletsmarkt mit Politikern auf Bundes- und EU-Ebene sowie Vertretern von Firmen und Verbänden schließt den ersten Kongresstag ab.
Weitere fundierte Fachinformationen für Pelletsproduzenten, Kesselhersteller, Händler, Dienstleister und Investoren bietet das 10. Industrieforum Pellets mit seinen vier Sessions am zweiten Veranstaltungstag. Hier stößt die zur weiteren Qualitätssicherung des Brennstoffs Holzpellets erarbeitete europäische Norm (EN 14 961-2), die kurz vor der Veröffentlichung steht, auf großes Interesse. Die Norm wird die bislang geltenden nationalen Normen ablösen und neue Qualitätsklassen beinhalten. Die Klassen A1, A2 und B berücksichtigen das breitgefächerte Rohstoffspektrum in den verschiedenen europäischen Ländern. Außerdem definiert die EN-Norm in der Klasse B erstmals Eigenschaften für so genannte Industriepellets. Mit dem neuen Gütesiegel ENplus setzt das Deutsche Pelletinstitut die europäische Norm für Holzpellets in Deutschland um. Die europaweite Markteinführung steht in den nächsten Jahren an. Weitere Themen dieser Session sind die Rohstoffbasis und Produktion von Holzpellets, die weitere Lagerung und Logistik.
Die schon traditionellen, kompakten Länderreports beschreiben die aktuelle Situation der weltweiten Pelletsmärkte anhand für die Branche relevanter ausgewählter Länder. Ein weiterer Vortragsblock widmet sich der industriellen Pelletsnutzung, die dafür erforderlichen großen Handelsvolumina und die Herausforderungen, die sich daraus für alle Marktakteure ergeben. Aktuelles aus der Forschung zur Anlagentechnik rund um Feuerung und Emissionen wird in einem separaten Forum behandelt.
Da die Fachmesse Interpellets erst wieder im Herbst 2011 stattfindet, flankiert eine Fachausstellung das 10. Industrieforum Pellets. Die Aussteller zeigen dort aktuelle Produkte und Dienstleistungen der Branche.
Das Programm des 10. Industrieforum Pellets ist ab Juli online abrufbar unter: www.pelletsforum de

Ausgabe: 76 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

SHKG-Messe für Sanitär,
Heizung, Klima und Gebäude­automation
2011er SHKG vom 12. bis 14. Oktober
Der Termin für die SHKG-Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation steht fest. Vom 12. bis 14. Oktober 2011 findet der ostdeutsche Branchentreff für die SHK-Branche in Leipzig statt.
„Ihr Markt. Ihre Messe.“ So lautet das Motto der SHKG 2011. Im Mittelpunkt des Messe-Geschehens stehen im kommenden Jahr innovative und Ressourcen schonende, energieeffiziente Technologien und Produkte. Vielschichtig und informativ zeigt sich während der drei Messetage das Fach- und Rahmenprogramm. „Damit bildet die SHKG den idealen Treffpunkt zum Austausch branchenrelevanter Themen zwischen Industrie, Handwerk, Großhandel, Planern und Architekten sowie der Wohnungswirtschaft“, sagt SHKG-Projektdirektor Ekkehard Trümper. Parallel zur SHKG findet die Elektrofachmesse efa statt. Als Schwerpunkt präsentieren beide Veranstaltungen unter anderem hocheffiziente System- und Anlagentechnik in Verbindung mit erneuerbaren Energien.
Nach dem Erfolg von 2009: Werkstattstraße und Planer-Rundgänge werden fortgesetzt
Die SHKG nimmt sich 2011 intensiv des Themas Berufsnachwuchs an. Für Lehrlinge gibt es beispielsweise die „Werkstattstraße“. In diesem Ausstellungsbereich schulen verschiedene Firmen den Nachwuchs im praktischen Umgang mit Herstellerprodukten. Spezifische Messerundgänge für Architekten und Ingenieure steuern ausgewählte Aussteller des Messeverbundes aus SHKG und efa an, die komplexe, für die Planer spannende Systemlösungen präsentieren.
Rückblick SHKG 2009
Kompakt und effizient zeigte sich die vergangene SHKG. Sie konnte mit 213 Ausstellern und rund 20.000 Fachbesuchern trotz Laufzeitverkürzung auf drei Tage ein stabiles Ergebnis verzeichnen und unterstrich damit ihre zentrale Bedeutung für die Region. Für 2011 ist das gemeinsame Ziel der Leipziger Messe und der ideellen Träger die kontinuierliche Weiterentwicklung der Veranstaltung als regionale Fachmesse für den gesamten ostdeutschen Raum. Mit der zeitgleich stattfindenden 12. efa – Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation – werden 2011 in Leipzig erneut wichtige Synergien erschlossen.

Ausgabe: 76 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 76 - 2/2010 )

Jetzt Schornsteinfeger werden!

Der Ausbildungsverbund stellt auch in unserem Handwerk eine sehr gute Möglichkeit der Berufsausbildung dar. In jedem Fall ist es aber eine Entscheidung der einzelnen Betriebe, ob ausgebildet wird oder nicht. Für die nachlassende Ausbildungsbereitschaft unserer Kollegen BSM werden immer wieder der Kostendruck oder der zu hohe Aufwand bei der Arbeit mit den Auszubildenden angeführt.
Beide Argumente erscheinen im ersten Moment auch relativ plausibel – jedoch nur bei einer kurzfristigen Unternehmensplanung. Personalpolitik ist auch in unserem Beruf eine langfristige und unabdingbare Größe und Berufsausbildung ist wesentlicher Teil einer solchen langfristigen Planung.
In allen Schornsteinfegerbetrieben sind Fähigkeiten, Fertigkeiten und die Erfahrungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend für die Leistungsfähigkeit. Die Ausbildung in Handwerksbetrieben ist in Deutschland eigentlich selbstverständlich, traditionell und Grundlage einer sicheren Existenz.
Ein Verbund kann auf sehr unterschiedliche Art organisiert sein:
– Mehrere Betriebe stellen ein und tauschen phasenweise ihre Auszubildenden aus. In welcher Weise sie die notwendigen Verabredungen treffen, ist ihnen überlassen.
– Ein Betrieb stellt ein und verbündet sich mit einen Bildungsträger, der ihm phasenweise seine Ausbildung überstellt.
– Mehrere Betriebe gründen einen Ausbildungsverein.
Dieses Modell ist aus meiner Sicht besonders berufsrelevant für unser Handwerk!
Vorteile im Verbund:
– Langfristige Sicherung qualifizierten Personals
– Kostenersparnisse gegenüber Neueinstellungen
– Selbst ausgebildete, teamfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
– Einstieg in die Ausbildung wird erleichtert
– Breite Ausbildung auch bei speziellen Arbeiten möglich
– Größere fachliche und soziale Erfahrungen der Auszubildenden
– Imagegewinn: „Wir bilden aus“
– Nachwuchsplanung auch für Spezialisierung möglich
– Teilung der Ausbildungskosten und des Ausbildungsaufwandes
Wenden Sie sich an Ihre zuständige Handwerkskammer! Für Anfragen stehe ich Ihnen in der Bildungsstätte jederzeit zur Verfügung!

Ausgabe: 75 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Der Winter 2009/2010 war lang und kalt. Die Heizungen mussten beweisen, dass sie schaffen, wofür sie bestimmt sind. Wenn man aber der Heizung die Luft nimmt, dann erstickt sie im wahrsten Sinne des Wortes. Abgasaustritt und hoher Kohlenmonoxidgehalt im Abgas sind die Folge und wer den Heizungsraum betritt begibt sich in Gefahr.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Videoinspektion einer Querschnittsverminderung.

Bei diesem Abgassystem wurde zum Zeitpunkt des Einbaus Anfang der 90‘er Jahre der gemauerte Schornstein eines Einfamilienhauses mit einem Edelstahl-Einsatzrohr ausgekleidet. Nachdem nun Jahre später plötzlich Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk auftraten, konsultierte der Hauseigentümer seinen Schornsteinfeger. Mittels einer Videoinspektion wurde eine Korrosion des Einsatzrohres festgestellt.

Anmerkung der Redaktion: Korrosion kann durch halogene Gase entstehen, welche beispielsweise von Waschmaschinen beim Waschvorgang entstehen. Diese werden von der Heizung angesaugt und durch den Schornstein abgeleitet. Ebenso ist eine Beschädigung der äußeren Wandung von Einsatzrohren im Zuge der Montage eine der Hauptursachen für Korrosionsschäden. Last but not least begünstigt die Verwendung von schwefelhaltigem Heizöl ein Fortschreiten solcher Korrosionen.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Ausflug zum XXVIII. Internationalen Schornsteinfegertreffen in Valle Vigezzo/Italien
vom 04. 09. 2009 bis 07. 09. 2009

Am 3. September machten sich die Bezirksschornsteinfegermeister Jürgen Steinbach, Lutz Ohme, Hans-Jürgen Haase, Uwe Felgner sowie Dieter Schärschmidt gemeinsam mit ihren Ehepartnern aus der Innung Leipzig auf den Weg nach Italien. Am Donnerstagnachmittag wurde ein Zwischenstopp am Bodensee bei Schornsteinfegermeisterin Sabine Steinbach gemacht, welche die Reise nach Italien für uns alle organisierte. Bei einem gemütlichen Grillabend mit Schlaftrunk wurde der Schlachtplan für die nächsten vier Tage in Italien geschmiedet.
Am Freitag, den 4. September, haben wir nach dem Frühstück unsere Fahrt nach Italien angetreten. Schon beim Eintreffen in Valle Vigezzo stellten wir fest, dass der ganze Ort auf das Schornsteinfegerfest eingestellt war.
Von allen Schornsteinfegern wurde die Zunftkleidung jeden Tag getragen. Auf allen Straßen und Plätzen traf man Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger aus ganz Europa sowie zwei Schornsteinfeger aus den USA. Bei den zwei großen Festumzügen am Samstag und Sonntag, mit Kapellen, Transparenten und Fahnen der teilnehmenden Länder, ging es durch den Ort, wo es zu vielen interessanten Gesprächen kam.
Für uns alle haben diese Begegnungen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir haben es uns vorgenommen, dieses in den kommenden Jahren zu wiederholen.
BSM Schärschmidt

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Klausurtagung des LIV Sachsen-Anhalt am 14. und 15. 01. 2010 in der Bildungsstätte des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks Doberschütz

Bereits zum fünften Mal hat 2010 der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt eine Klausurtagung durchgeführt.
Unter der Moderation des Landesinnungsmeisters Thomas Keindorf wurden aktuelle Themenbereiche diskutiert. Zum Einstieg in die Diskussion wurde die Imagekampagne des Handwerks mit den dazugehörigen Plakaten sowie dem Werbespot vorgestellt.
Unter dem Thema Bündelung der Abteilungen in den Innungen bzw. LIV mit dem Ziel Kosten zu senken, kam von der Schornsteinfegerinnung im Kammbezirk Halle der Vorschlag, die Strukturen im Land konsequent zu ändern und eine Landesinnung zu bilden. Ziel dieser Strukturveränderung sollte eine deutliche Reduzierung der Beiträge sein. Es wurden auch schon einige Eckpunkte festgesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Die Bildung einer Landesinnung macht es aber auch erforderlich, dass die Gesellschaften für Immissionsschutz zu einer Gesellschaft zusammengeführt werden.
Die Straffung der Strukturen darf aber nicht zu einem Informationsdefizit führen. Als Multiplikatoren werden deshalb die Kreismeister eine wichtige Rolle spielen. Einmal pro Quartal muss gewährleistet sein, dass die Kreismeister in einer Veranstaltung über die aktuellen Geschehen informiert werden.
Als spätester Zeitpunkt für die Gründung der Landesinnung wurde der 01. 01. 2012 vorgeschlagen. Am 22. 02. 2010 haben sich die Vorstände der drei Innungen in Sachsen-Anhalt zu einem ersten Gesprächsrahmen getroffen, um über die weitere Vorgehensweise zu beraten. Trotz einiger Hürden, für die erst noch Lösungen gesucht werden müssen, ist man zu dem Fazit gekommen, dass der eingeschlagene Weg weiter verfolgt werden soll. Unter anderem sind die rechtlichen Voraussetzungen zu klären, unter denen eine Fusion der Innungen erfolgen kann. Aber auch die finanziellen Hintergründe müssen geklärt werden. Noch in diesem Frühjahr sollen die grundsätzlichen Möglichkeiten ausgelotet werden, um dann einen Fahrplan für die weitere Vorgehensweise zu erstellen.
Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Veränderungen in den Strukturen im Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt haben die Vorstände der Innungen Magdeburg und Halle und auch im Landesinnungsverband angekündigt, zu den in diesem Jahr anstehenden Vorstandswahlen wieder zu kandidieren.
Im Fokus der weiteren Beratungen stand auch die länderübergreifende Kooperation in Mitteldeutschland. Diskutiert wurde die weitere Verfahrensweise im Ehrenamt. Unstrittig ist, dass die anstehenden Aufgaben nicht ausschließlich durch ehrenamtliche Vorstandsmitglieder bewältigt werden können. Für bestimmte Aufgaben ist es sinnvoll, einen hauptamtlichen Mitarbeiter zu etablieren. Ein kleiner Verband, wie er in Sachsen-Anhalt ist, wird diese Herausforderung aber sicher nur sehr schwer bewältigen können. Über den Schulverein haben wir aber eine Plattform, über die drei Bundesländer miteinander verbunden sind. Die Etablierung eines hauptamtlich Beschäftigten in der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks mit einer Qualifikation im technischen Bereich, z. B. Heizung, Gebäudemanagement oder Ähnliches, könnte das Ehrenamt entlasten.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Zuschussförderung bis Ende 2010 verlängert
Kesseltauschbonus für Brennwertheizung plus Solar

Der Kesseltauschbonus des Marktanreizprogramms zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt wird bis 30. Dezember 2010 in reduzierter Form fortgeführt: Wird ein alter Heizkessel gegen ein neues Brennwertgerät ausgetauscht und gleichzeitig eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung installiert, kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) der Kesseltauschbonus in Höhe von 400 Euro beantragt werden. Bei Solarkollektoranlagen, die nur zur Warmwasserbereitung dienen, entfällt der bisherige Bonus für den Kesseltausch von 375 Euro. Die neue Regelung tritt rückwirkend für alle ab dem 1. Januar 2010 beim BAFA gestellten Anträge in Kraft.
Zum Kesseltauschbonus hinzu kommt die Solarförderung von 105 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche sowie 50 Euro Zuschuss für eine besonders effiziente Solarkollektorpumpe. Zudem kann noch bis zum 30. Juni 2010 ein Zuschuss in Höhe von 200 Euro für den Einbau einer hocheffizienten Umwälzpumpe beim BAFA beantragt werden.
Wie hoch der BAFA-Förderzuschuss sein kann, zeigt ein Beispiel: Wird im Zuge der Installation einer zwölf Quadratmeter großen Solaranlage der alte Heizkessel gegen ein Öl-Brennwertgerät ausgetauscht, können Modernisierer mit einem Zuschuss von insgesamt 1.910 Euro rechnen: 400 Euro Kesseltauschbonus, 1.260 Euro Solarförderung plus 50 Euro für die effiziente Solarkollektorpumpe sowie 200 Euro für die hocheffiziente Umwälzpumpe.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Hohes Gefährdungspotenzial
Heizen ohne Schornstein hat seinen Preis

Die gestiegenen Energiekosten führen nach wie vor dazu, dass sich viele Verbraucher für ergänzende Heizsysteme interessieren. Insbesondere der Hinweis „Heizen ohne Schornstein“ oder „Feuer ohne Kamin“ lässt dann aufhorchen. Dem potenziellen Kunden wird erklärt, er könne mit Hilfe einer solchen Zusatzfeuerstätte äußerst günstig in den Genuss des Flammenspiels und der erzeugten Wärme kommen. Doch solche Öfen – z. B. mit so genanntem Bioalkohol betriebene Katalytöfen oder Dekofeuer auf Ethanolbasis – können bei unsachgemäßem Gebrauch gefährlich werden.
Auch bei der Verbrennung dieser Energieträger entstehen Kohlendioxid (CO2) und oftmals Schadstoffe (CO etc.), die frei in den Raum gelangen. Fehlt die Zufuhr frischer Luft, stellen die Geräte eine erhebliche Gefahrenquelle dar. Daher sind derartige Feuerstellen in der Regel nur für große Hallen oder den Außenbereich verwendbar. Bei den Dekofeuern wurde schon vor einigen Jahren festgestellt, dass es sich lediglich um eine Art Einrichtungsgegenstand handelt, der nicht zur Beheizung genutzt werden darf. Bei der Verbrennung von Ethanol entsteht in nicht unerheblicher Menge CO2, das nicht wie bei einer zugelassenen Feuerstätte durch eine Abgasleitung nach außen abgeführt wird. Dieses kann je nach Raumgröße zu einer hohen CO2-Konzentration – verbunden mit Einschränkungen für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Bewohner – führen.
Die Fachabteilung Abgastechnik VSE im BDH weist darauf hin, dass nur geprüfte Wärmeerzeuger mit einer geeigneten Abgasanlage zur Beheizung von Wohnräumen sinnvoll und sicher sind.
Sicherheit verbunden mit umweltschonender Betriebsweise und einfacher Handhabung zeichnen diese Feuerstätten aus. Mit ihnen lässt es sich wirklich sparsam heizen und gleichzeitig die Behaglichkeit eines natürlichen Flammspiels genießen. Ein Schornstein muss also – auch um ein besseres Raumklima zu genießen – dabei sein.

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Neue Öfen braucht das Land?

Von Alt zu Neu – in wenigen Schritten
Einfacher Austausch durch die Heizeinsätze „Change“ von Schmid

Zwei neue Olsberg-Heizeinsätze mit dem Namen „Change“ ermöglichen jetzt einen einfachen Austausch von Alt zu Neu. Sie wurden speziell für den Ersatz der Feuerungstechnik in älteren Kachelöfen konzipiert.
Die beiden Modelle „Holzbrand NWL 8 kW“ und „Mischbrand NWL 8 kW“ erfüllen alle Anforderungen an die Bundes-Immissions-Schutz-Verordnung, kurz BImSchV genannt, die am 22. März diesen Jahres in überarbeiteter Form in Kraft getreten ist. Dank der unterschiedlichen Art der Zeitbrandfeuerstätten ist eine Verwendung von Scheitholz sowie Holzbriketts oder Braunkohlebriketts möglich. Die Heizeinsätze sind mit einer Frontplatte von (B / H): 390 mm / 790 mm, 420 mm / 790 mm oder 480 mm / 820 mm erhältlich. Sie verfügen über eine selbstschließende Tür mit Doppelverglasung, die sich wahlweise rechts- oder linksseitig anschlagen lässt. Es ist auch eine raumluftunabhängige Betriebsweise sichergestellt. Bei den Change-Modellen ist ein Außenluftanschluss mit einem Durchmesser von 125 mm möglich; der Abgasstutzen hat einen Durchmesser von 180 mm. Optional sind auch 145 mm Durchschnitt möglich.
Für den einfachen Transport sind sie unproblematisch zerlegbar; vor Ort lassen sie sich zeitsparend montieren: Zuerst den alten Heizeinsatz von dem Abgasrohr der Nachheizfläche trennen, den alten Einsatz nach vorne aus der Anlage herausziehen und anschließend das neue Change-Modell einschieben und anschließen. Darüber hinaus gibt es für die Heizeinsätze sinnvolles Zubehör. Ein Heizwasser-Aufsatzregister mit einer Nennwärmeleistung von ca. 4 kW ist bei beiden Arten der Change-Einsätze kombinierbar. Diese wasserseitige Wärmeleistung kann zur Unterstützung des bestehenden Zentralheizungssystems verwendet werden, um den Verbrauch fossiler Energieträger einzusparen. Die Montage eines solchen Aufsatzregisters ist auch ohne den Einbau eines Pufferspeichers möglich. Die Reinigung des Heizeinsatzes erfolgt im klassischen Sinne über den Feuerraum. Durch die Feuerungstür kann im Bedarfsfall auch die Feuerraumauskleidung problemlos ausgetauscht werden. Der Abgasstutzen am Wasserregister ist mit einem Durchmesser von 180 mm, optional auch 145 mm erhältlich. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Zubehör-Set bestehend aus einer thermischen Ablaufsicherung, einem Sicherheitsventil, einem automatischen Schnellentlüfter und der Pumpensteuerung. Auch eine elektronische Ansteuerung der Wassertechnik ist in diesem Zusammenhang machbar.
Zur Verbrennungsluftregelung kann optional eine SMS®-Schmid-Multi-Steuerung angeschlossen werden. Sie umfasst eine Verbrennungsluftklappe, einen Sensor und ein wandhängendes Display. So wird die Abbrandregelung elektronisch übernommen und darüber hinaus ist beim Einsatz in Niedrigenergie-, oder Passivhäusern eine abgestimmte Steuerung der kontrollierten Wohnraumlüftungsanlage möglich. Neben dem akustischen Signal zum Nachlegen des Brennstoffs meldet sich die SMS®-Schmid-Multi-Steuerung auch im Störfall. Zudem entfällt die Installation eines Druckwächters, der den Raum-Unterdruck überwacht. Des Weiteren besteht beim Einbau die Option, einen Außenluftanschluss zu installieren – sogar in einer flachen Ausführung mit einer Aufbauhöhe von nur 8 cm Höhe.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Jetzt bei Heizungspumpen Energie sparen
Der Staat gibt Unterstützung!

Frau Münchow aus Coswig hat gut lachen. In ihrer Heizung verrichtet eine neue Hocheffizienzpumpe seit kurzem ihre Arbeit. Empfohlen hat sie nach einem Heizungscheck der Energieberater und Schornsteinfegermeister Owe Nitsche. Den fachgerechten Einbau übernahm Heizungsbauer Uwe Zschaler. Mit dieser Pumpe wird’s im Haus nicht nur angenehm warm, sie spart auch jede Menge Energie. Daher sein Tipp: nicht lange warten und den Austausch zügig vornehmen.
Eine alte ungeregelte Heizungspumpe kann jährlich mit über 100 Euro Stromkosten zu Buche schlagen.
Mit neuesten Hocheffizienzpumpen, wie der „Wilo Stratos Pico“ lassen sich die jährlichen Stromkosten für Heizungspumpen auf rund 9 Euro senken. Dies hat der TÜV Süd mit einem standardisierten Messverfahren festgestellt. Gleichzeitig kann jeder selbst den momentanen sowie den Gesamtstromverbrauch auf dem großen Display der Pumpe ablesen.
Experten der Deutsche Energieagentur (dena), der Stiftung Warentest und Energieberater empfehlen den Austausch der ungeregelten Heizungspumpen gegen eine Hocheffizienzpumpe. Diese Anschaffung macht sich innerhalb weniger Jahre bezahlt.
Zusätzlich zur Ersparnis fördert der Staat diesen Pumpentausch. Er übernimmt ein Viertel der Gesamtkosten von Einbau und Pumpe mindestens jedoch 100 Euro. Derzeit läuft das Förderprogramm bis 31. 03. 2010.

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Neue Öfen braucht das Land?

Bevölkerung befürwortet erneuerbare Energien
Beliebtheit von Festbrennstoff-Feuerstätten steigt weiter

Die erste Kältewelle des Winters liegt hinter uns. Damit ist wieder die Zeit für Kaminöfen und Kachelöfen gekommen. Die Beliebtheit der Wärmeerzeuger für Festbrennstoffe ist bei den Bundesbürgern ungebrochen. Insgesamt geht der Trend in Richtung erneuerbare Energien, zu denen auch der Festbrennstoff Holz zählt.
Eine aktuelle Forsa-Umfrage belegt, dass 95% von mehr als 1.000 Befragten den Ausbau erneuerbarer Energien befürworten. 76% sind außerdem der Meinung, dass deren Förderung uneingeschränkt beibehalten werden soll. Zudem wünschen sich viele Bundesbürger ein stärkeres Engagement der Politiker in dieser Richtung. Einen ersten Schritt hat der Bundestag mit der Zustimmung zur Novellierung der 1. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (1. BImschV) vollzogen. Mit dem Inkrafttreten des neuen Gesetzes ist im März 2010 zu rechnen.
Mit Gültigkeit der neuen Verordnung sind auch die Einzelraum-Feuerstätten betroffen. Die Vorgaben liegen in der ersten Stufe (ab Inkrafttreten des Gesetzes) bei 0,075 g/m³ für Staub und 2 g/m³ für CO. In einer zweiten Stufe sollen die Grenzwerte ab 2015 erneut gesenkt werden. „Durch den langen Vorlauf des Gesetzes hatte die Industrie ausreichend Zeit, sich auf die neue Situation vorzubereiten“, meint Dr. Heinrich Göddeke, Geschäftsführer der Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. Die Wärmeerzeuger zahlreicher Hersteller unterschreiten bereits jetzt die geforderten Grenzwerte. Ofenbetreiber, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten beim Kauf auf das EFA-Siegel der Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. achten.

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Fortbildungen nach Maß in der „Pelletsakademie“
ÖkoFEN bietet Expertenseminare für Schornsteinfeger


Mickhausen im Februar 2010. Wenn man sich die Zeit nimmt, ein Seminar zu besuchen, sollte es auch wirklich einen realen Mehrwert haben. Darum bietet Europas Spezialist für Pelletsheizungen ÖkoFEN in seiner Pelletsakademie kostenlose Experten-Seminare speziell für Schornsteinfeger an – und das an gleich vier Standorten im Bundesgebiet.
Die ÖkoFEN Pelletsakademie veranstaltet regelmäßig unter der Leitung von langjährig erfahrenen Experten einen eintägigen Lehrgang für Schornsteinfeger. Das Seminar ist so konzipiert, dass jeder Interessierte an einer Schulung teilnimmt, von der er in seinem täglichen Berufsleben auch wirklich profitieren kann.
Das Programm der Veranstaltung umfasst aktuelle Hintergründe zu Energiemarkt und Rohstoffen sowie speziell auch der Entwicklung des Pelletsmarkts. Technische Grundlagen und Potenziale der Pelletsheizung werden genauso behandelt wie Informationen zu Fördermöglichkeiten, Wirtschaftlichkeit und gesetzlichen Rahmenbedingen. Neben der Darlegung von generellen Argumentationspunkten pro Pelletsheizung für die fundierte Klientenberatung im täglichen Kundenkontakt rundet ein Schulungspunkt zur Rauchgasmessung am Kessel den Inhalt des Seminars ab.
Um lange Anreisewege zu vermeiden, kann das Schornsteinfeger-Seminar der ÖkoFEN Pelletsakademie gleich an vier bundesweiten Standorten besucht werden. Die Schulungsorte befinden sich in Mickhausen (Bayern), Bühl (Baden-Württemberg), Hagen (NRW) und Überherrn (Saarland) – weitere Veranstaltungsorte sind auf Anfrage möglich. Auf Wunsch kann das Schornsteinfeger-Seminar auch auf 1,5 Tage ausgedehnt werden und lässt sich dann mit dem Besuch einer Pellets-Produktionsstätte verknüpfen.
Das komplette Schulungsprogramm der ÖkoFEN Pelletsakademie kann entweder unter www.oekofen.de heruntergeladen oder unter 0 82 04 / 29 80-0 telefonisch bestellt werden.

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Neue Öfen braucht das Land?

Weltweit erstes Abgasanalysemessgerät
mit ECO-Sensor

Als weltweit erster Hersteller setzt AFRISO bleifreie O2-Sensoren (ECO-Sensoren) in dem neuen Abgasanalysemessgerät EUROLYZER STe ein. Das Gerät verfügt durch die neue Sensortechnologie über die derzeit höchste Stufe an Abgasmesstechnologie, denn die ECO-Sensoren zeichnen sich nicht nur durch eine extrem schnelle Kalibrier- und Reaktionszeit aus, sondern vor allem durch eine hohe Lebensdauer (Anti-Aging-Kompensation). In dem neuen Messgerät ist die QA-Mittelwertmessung gemäß der Novellierung der 1. BlmSchV, die zur besseren Beurteilung von Feuerstätten bei stark schwankenden Abgasverlustwerten dient, bereits integriert. Das Gerät ist für Messungen an Öl-, Gas- und Pelletsfeuerungen sowie an BHKW-Heizungsanlagen und zur Überprüfung von Heizungsanlagen auf CO-Leckagen geeignet. Das ergonomisch geformte Messgerät wird von einer robusten Schutzhülle mit integrierten Haftmagneten umgeben und ist aufgrund seines großen hellen Farbdisplays, das den Messbetrieb bei Bedarf in zwei aktiven Darstellungsebenen zeigt, stets gut ablesbar. Die Bedienung, die sich dank farbunterstützter Menügestaltung und farblich veränderter Messwertdarstellungen (Grün/Abgas, Blau/Temperatur, Gelb/Druck) spielerisch einfach gestaltet, erfolgt über ein Touchpad. Das Gerät kann je nach optionaler Ausstattung und Konfiguration einen Heizungs-Check und 4-Pa-Test durchführen bzw. folgende Parameter berechnen und anzeigen: Gasanalyse (O2, CO, CO2, NO, NOx), Temperatur-/Druckmessung, Differenzdruck, Zug, Effizienz, überschüssige Luft und automatischen Druckabfall. Die Datenübermittlung erfolgt per Bluetooth- und USB-Schnittstelle, wobei Bluetooth auch bei der Kommunikation mit Druck- und Temperatursonden zum Einsatz kommt. Als systemunabhängiges Speichermedium kann auf eine handelsübliche Micro-SD-Karte zugegriffen werden. Zur Protokollierung der Messergebnisse beim Kunden vor Ort steht eine Infrarotschnittstelle für den Drucker EuroPrinter zur Verfügung. Ein leistungsstarker NiMH-Akku sorgt im Eco-Modus für eine Betriebszeit von bis zu 10 Stunden. Mit dem neuen EUROLYZER STe, der bereits die Zulassung nach BImSchV und KÜO (TÜV By RgG 190) sowie nach DIN EN 50379-2 besitzt, setzt AFRISO auf dem Gebiet der tragbaren Abgasanalysegeräte wiederholt neue Maßstäbe.

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Neue Öfen braucht das Land?

Planungssicherheit für Feuerungsanlagen
Novellierte 1. BImSchV tritt in Kraft

Die Neuregelung zur 1. Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) kommt. Am 22. März diesen Jahres tritt die Verordnung für kleinere und mittlere Feuerungsanlagen nun endlich in Kraft. Mit ihr gehen verschärfte Bedingungen für den Betrieb von Festbrennstoff-Feuerstätten im Leistungsbereich von 4 bis 500 kW einher, die auch die Betreiber von Kamin- und Kachelöfen betreffen. Im Folgenden sollen die Ziele der Neuregelung zusammengefasst werden.
Ziel: deutlich niedrigere Emissionen
Das Heizen mit Holz wird immer beliebter. Die positiven Eigenschaften des nachwachsenden Brennstoffes wie z. B. CO2-Neutralität, kurze Transportwege und Nutzung heimischer Brennstoffreserven, überzeugen immer mehr Heizungsbetreiber. Gerade der Aspekt der Umweltschonung gilt aber nur dann, wenn eine saubere Verbrennung gewährleistet ist. Die Heizungsindustrie bietet heute eine Vielzahl von Einzelraumfeuerstätten mit modernster Verbrennungstechnologie an, die nicht nur den Brennstoff effizient ausnutzen, sondern auch die Umwelt schonen. Bereits im Jahr 2005 waren mehr als 14 Millionen Einzelraumfeuerstätten in Deutschland in Betrieb, die ca. 24.000 Tonnen Feinstaub produzierten, mit den bereits hinlänglich vermuteten Folgen für die Gesundheit. Zu einem Großteil handelt es sich hierbei um Öfen älterer Bauart mit einer Leistung von weniger als 15 kW. Für sie sah die gültige BImschV bislang keine Emissionsgrenzwerte vor.
An dieser Stelle setzt die neue Verordnung an. Ausgehend von verschiedenen Einzelverordnungen, die in Städten wie München und Stuttgart bereits in der Vergangenheit erlassen wurden, entstand die Überarbeitung der Bundes-Immissionsschutzverordnung. Sie bezieht Feuerstätten ab einer Leistung von 4 kW ein. Die neuen Richtlinien betreffen alte und neue Anlagen gleichermaßen. Vorgesehen ist eine Reduzierung der Schadstoffmengen in zwei Schritten, die sich auf die Herabsetzung der Staubemissionen und des Kohlenmonoxidausstoßes bezieht sowie einen Mindestwirkungsgrad festlegt. Erklärtes Ziel ist die Halbierung des Feinstaubausstoßes bis zum Jahr 2025. Für alle Geräte gilt je nach Baujahr eine Zeitvorgabe, zu der sie die neuen Grenzwerte einhalten müssen. Ist dies nicht möglich, müssen sie nachgerüstet oder gegebenenfalls ausgetauscht werden.
Neuregelung mit Folgen
In erster Linie betrifft das neue Regelwerk die Nutzung älterer, von Hand beschickter und geregelter Kamin- und Kachelöfen. Sollen diese weiter betrieben werden, bestehen drei Möglichkeiten, die neuen Vorschriften einzuhalten: Zunächst lässt sich durch eine Bescheinigung des Herstellers die Einhaltung der Grenzwerte auf dem Prüfstand belegen. Auch der Schornsteinfeger kann vor Ort den Schadstoffausstoß der Feuerstätte prüfen. Gegebenenfalls ist im Anschluss an die Untersuchung ein Filter zur Feinstaubreduzierung einzubauen. Hält das Gerät die Vorgaben ein, kann es zeitlich unbegrenzt weiter betrieben werden. Muss es aufgrund gravierender Mängel dennoch ausgetauscht werden, gelten die folgenden Zeitvorgaben für die Außerbetriebnahme.


Nutzer neu installierter, moderner Kamin- und Kachelöfen sind ebenfalls von der Neuregelung betroffen. Sie stellt in der Mehrzahl der Fälle jedoch keine Einschränkung dar, da die meisten modernen Geräte die Vorgaben bereits einhalten. Zu erkennen ist der aktuelle Stand der Technik an entsprechenden Gütezeichen, wie z. B. dem EFA-Siegel oder der DINplus-Auszeichnung. Geräte, die entsprechende Güte-Siegel vorweisen, dürfen auch während der zweiten Stufe der Novellierung betrieben werde.
Möglicher Nachrüstungsbedarf besteht vor allem bei den alten Kaminöfen einfacherer Bauart. Einer Studie des Instituts für Zukunftsenergiesysteme (IZES, Saarbrücken) zufolge ist von einem jährlichen Anstieg von ca. 200.000 neuen Einzelraumfeuerstätten im kleinen Leistungsbereich auszugehen, die entweder bereits mit einem Feinstaubfilter ausgerüstet sein oder gegebenenfalls nachgerüstet werden müssten. Legt man die Marktentwicklung der Studie den Berechnungen insgesamt zugrunde, müssten bis Ende 2024 ca. 6,5 bis 7 Millionen Feuerungsanlagen mit einem Feinstaubfilter ausgestattet werden. Der Verfasser hält diese Annahme für wenig realistisch, da sich das Reizthema Feinstaub mit Einführung der novellierten BImSchV deutlich abzuschwächen scheint.
Gesonderte Regelungen
Nicht alle Feuerstätten sind von der Neuregelung betroffen. So gibt es gesonderte Vorgaben für bereits bestehende Kamineinsätze, Kachelöfen oder gemauerte Grundöfen, die nur mit erheblichem Aufwand zu modernisieren sind. Werden derartige Anlagen jedoch neu installiert, sind sie beim Neubau ab dem 31. 12. 2014 mit einer technischen Anlage zur Staubminderung zu ergänzen. Kann anhand einer Messung durch den Schornsteinfeger belegt werden, dass die Heizanlage die Grenzwerte der Stufe 1 für die Typenprüfung einhält, ist der Einbau eines Filters an neuen und bestehenden Anlagen nicht notwendig.
Spezielle Regeln gelten auch für Kachelöfen und andere fest eingemauerte Feuerstätten, wie z. B. Herde oder Backöfen. Bei der Neuinstallation nach Inkrafttreten der neuen BImschV muss, wie bei jedem Kaminofen auch, eine Typenprüfung vorgenommen werden, anhand derer sich die Einhaltung der Grenzwerte belegen lässt. Ab 2012 muss dann bei Nichteinhaltung der Grenzwerte ein Filter eingebaut werden. Für bereits bestehende gemauerte Kachel- oder Grundöfen gelten ab 2015 die Grenzwerte der Stufe 1. Werden die Werte nicht eingehalten, und soll der Ofen trotzdem weiter betrieben werden, ist die Installation einer Staubfilteranlage ebenfalls obligatorisch.
Im Abschnitt 2, Teil 3 der 1. BImSchV sind im § 4 die allgemeinen Anforderungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe wie folgt zusammengefasst: „Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, mit Ausnahme von Grundöfen und offenen Kaminen, die ab dem 22. März 2010 errichtet werden, dürfen nur betrieben werden, wenn für die Feuerstättenart der Einzelraumfeuerungsanlagen durch eine Typprüfung des Herstellers belegt werden kann, dass unter Prüfbedingungen die Anforderungen an die Emissionsgrenzwerte und den Mindestwirkungsgrad nach Anlage 4 eingehalten werden.“ Der gesamte Text der Verordnung kann unter folgenden Link aufgerufen werden: http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/000/1700074.pdf (Vorlage für den Bundestag, Stand November 2009).

Emissionsgrenzwerte und Mindestwirkungsgrade für Einzelraumfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe, Auszug Anlage 4
Fachliche Beratung durch den Schornsteinfeger
Für alle Betreiber von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe sieht die neue BImschV eine Beratung durch den Schornsteinfeger vor. Das umfassende Gespräch soll über Themen wie die korrekte Lagerung von Holz und den optimalen Trocknungsgrad, Tipps und Ratschläge zum wirtschaftlichen Heizen sowie der richtigen Befeuerung der Anlage aufklären. Bei der Befolgung der Punkte und dem entsprechenden Einsatz des Brennstoffes lässt sich sowohl der Energiegehalt besser ausnutzen als auch der Emissionsausstoß mindern. So profitiert nicht nur der Betreiber durch niedrigere Heizkosten, Nutznießer sind auch die Natur und die Umwelt.
Zum Autor
Dr. Heinrich Göddeke ist vereidigter Gutachter sowie Sachverständiger in feuerungs- und abgastechnischen Fragen. Darüber hinaus fungiert er als Geschäftsführer der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft EFA e. V.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Gewinner des Wettbewerbs „Sterne des Handwerks“ auf der IHM gekürt

Berlin/München. – Vom 1. September bis zum 30. November 2009 lief bundesweit der Wettbewerb „Sterne des Handwerks“: Die Aktion Modernes Handwerk e. V. (AMH) suchte gemeinsam mit Experten aus Marketing, Werbetechnik und Design die besten und kreativsten Fahrzeugbeschriftungen von Handwerksbetrieben. Der Gewinner Wilfried Gottschalk, Inhaber eines Fahrzeuginstandsetzungs- und -lackierbetriebs, erhielt am 5. März auf der IHM in München seinen Hauptpreis – einen Mercedes-Benz Vito, „veredelt“ mit seiner Idee einer Fahrzeugbeschriftung und einjährigem Versicherungsschutz.
1.115 Betriebe aus ganz Deutschland kamen dem Aufruf der AMH nach und gingen mit Fotos oder einem Neuentwurf ins Rennen um den lukrativen Hauptpreis. Die beiden Juryvorsitzenden Prof. Christoph Scheller und Prof. Ralf Weissmantel wählten bis Anfang Januar aus allen Einsendungen die Top 25 aus. In die engere Wahl kamen die Bewerbungen, die nicht nur in punkto Gestaltung, Umsetzung und Originalität überzeugten. Vielmehr wurden diejenigen herausgefiltert, die den klarsten Bezug zu ihrem handwerklichen Angebot, hohe Funktionalität und einen großen Erinnerungsfaktor herstellten.
Eine Fach-Jury aus Design, Marketing und Werbetechnik – darunter auch Vertreter der Partner Mercedes-Benz, Signal Iduna und den Volksbanken und Raiffeisenbanken – vergab schließlich nach den oben genannten Kriterien Punkte für ihre Favoriten. Mit großem Vorsprung ging aus dieser Wertung die Autolackierung Gottschalk hervor.
Ausschlaggebend für diese Wahl war eine ausgezeichnete Gestaltungsidee: Der außergewöhnliche Entwurf der jungen Designer Ben Krause und Jens Michel bildet visuell den kompletten Arbeitsvorgang einer Fahrzeuginstandsetzung ab: vom total zerbeulten bis hin zum neuwertigen Zustand. Die ausgefallene Gestaltung wurde zur IHM an der Siegerprämie, dem Mercedes-Benz Vito, perfekt in die Realität umgesetzt. Die beiden Grafiker erhielten vor Ort eine Urkunde und einen Geldpreis in Höhe von 2.500 Euro. Zu den Gratulanten gehörten neben dem AMH-Vorsitzenden Joachim Wohlfeil auch Thomas Urbach, Vertriebsleiter Mercedes-Benz Transporter und Joachim Krumm, Bereichsleiter Signal Iduna Gruppe.
Verzahnung zur Imagekampagne
des Deutschen Handwerks
Die AMH als ideeller Träger stellte mit dem Wettbewerb erste Weichen, um die Handwerksbetriebe für die Themen Außenwerbung und Außenwirkung zu sensibilisieren. Denn bei der Imagekampagne des Deutschen Handwerks ist die Einbindung der Betriebe gefordert. Das Ziel ist, die „Transporter-Flotte“ des Handwerks in die Imagearbeit mit einzubeziehen.
Im Rahmen des Wettbewerbs wurden Erfahrungen gesammelt, wie sich die Handwerksbetriebe mit ihren Fahrzeugen präsentieren. Darüber hinaus unterstrich der Wettbewerb die Vielfalt und Größe des Gesamthandwerks.
Weitere Infos zum Wettbewerb: www.sterne-des-handwerks.de. 

Über die Aktion Modernes Handwerk e. V.
Die Aktion Modernes Handwerk (AMH) unterstützt Organisationen und Betriebe des Handwerks bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege. Getragen von rund 400 Mitgliedern – Handwerkskammern, Fachverbände, Kreishandwerkerschaften, Innungen, Betriebe und fördernde Mitglieder – vernetzt die AMH Marketing und Kommunikation des Handwerks, seiner Betriebe und Organisationen. Weitere Infos: www.amh-online.de.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Im bundesweiten Jahresdurchschnitt
Heizöl 2009 preiswerter als Gas

Haushalte mit einer Ölheizung mussten im letzten Jahr deutlich weniger Geld für ihren Brennstoff ausgeben als Haushalte mit einer Gasheizung. Im bundesweiten Jahresmittel 2009 kostete eine 3.000-Liter-Partie Heizöl 1.622 Euro. Für die vergleichbare Menge Erdgas (33.540 kWh plus Grundgebühr) mussten im Jahresdurchschnitt 623 Euro mehr, insgesamt 2.245 Euro gezahlt werden.
Bezogen auf einen Liter lag der Heizölpreis im Jahresschnitt 2009 bei 54 Cent, umgerechnet für Gas bei 75 Cent. Da Ölheizungsbesitzer mit ihrem Tank einen eigenen Langzeit-Energiespeicher haben, konnten sie ihren Energievorrat während des vergangenen Jahres sogar noch preisgünstiger auffüllen. Wer beispielsweise im März 2009 tankte, zahlte pro Liter Heizöl um die 47 Cent. Die Preisdaten basieren auf den regelmäßigen Erhebungen der Fachzeitschrift „Brennstoffspiegel“.
Die jüngste Jahresbilanz des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) bestätigt einmal mehr: Heizöl ist auch im längerfristigen Vergleich ein preisgünstiger Brennstoff. Das zeigt ein Rückblick auf die vergangenen elf Jahre: Insgesamt zahlte ein Haushalt mit Ölheizung in diesem Zeitraum bundesdurchschnittlich 3.131 Euro weniger als einer mit Gasheizung.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Leichtbauschornsteine

Einen Schornstein braucht jedes Haus. Seit Planer und Bauherren mehr und mehr auf komplexe Heizsysteme setzen und in vielen Fällen Kamin- und Kachelöfen mit eingebunden werden, kommt dem mineralischen Abgassystem wieder eine höhere Bedeutung zu. Um jeder Heizungslösung gerecht werden zu können, bietet die Schornsteinindustrie eine Vielzahl von Systemen an. In zunehmendem Maße kommt seit einigen Jahren in diesem Marktsegment die so genannte Leichtbauweise zum Tragen. Sie sind eine gute Alternative zu den klassischen, gemauerten Schornsteinen, zeichnen sich jedoch durch wesentliche Vorteile aus. Anhand des Beispieles von einem mitteldeutschen Schornsteinhersteller möchten wir die Montage eines Leichtbauschornsteins vorstellen.
Vielfältige Heizkonzepte
Die Schräder Abgastechnologie aus Badriana bei Leipzig hat sich auf Schornstein-Systeme in Leichtbauweise spezialisiert und bietet mit ihrem „Future Therm“ eine komplette Produktfamilie an. In Verbindung mit Innenrohrsäulen aus Edelstahl stehen Abgasführungen für alle Regelfeuerstätten in ein- und doppelwandiger Ausführung oder auch in LAS-Varianten (Luft-Abgas-Systeme) zur Verfügung. Diese Vielfalt ist erforderlich, da pro Haus immer häufiger verschiedene Wärmeerzeuger und Brennstoffarten zum Einsatz kommen. Für die Grundversorgung wird zumeist eine zentrale Öl- oder Gasheizung eingesetzt, wobei moderne Brennwertkessel heute als Standard gelten. Die Kostensituation auf dem Energiemarkt hat jedoch dazu geführt, dass immer mehr Verbraucher eine zweite, mit Holz zu betreibende, Feuerstätte in die Bauplanung aufnehmen.
Hoher Beliebtheit erfreuen sich beispielsweise Kamin- oder Kachelöfen. Sie stehen für Lebensqualität, schaffen eine behagliche Wärme und verbessern die Wohnqualität in erheblichen Umfang. Speziell in den Übergangszeiten, also im Frühjahr und im Herbst, stellen sie eine sinnvolle Ergänzung des zentralen Heizsystems dar. Mit Holz betriebene Kamin- oder Kachelöfen sparen dann einen erheblichen Teil der fossilen Brennstoffe, die sonst zur zentralen Beheizung benötigt werden. Erforderlich für die Nutzung der alternativen Heizsysteme ist natürlich ein separater für feste Brennstoffe ausgelegter Schornstein.
Der Future Therm von Schräder besteht aus einem Schacht aus 45 mm starken Vermiculit-Wärmedämmplatten, in den wahlweise die Edelstahl-Abgasrohre „Sanro-Aqua“, „Future E“ oder „Future C“ in den Rohrdurchmessern DN 80 bis 300 mm integriert sind. Sein geringes Gewicht entspricht etwa nur ca. 1/3 des Gewichtes eines konventionellen Schornsteins. Ein Abgassystem für Festbrennstoffe mit dem Innendurchmesser von 160 mm hat ein äußeres Schachtmaß von gerade einmal 340 x 340 mm. Es lässt sich einfach transportieren. Für den Handwerker fällt durch den Einsatz der leichteren Werkstoffe die körperliche Belastung bei der Montage wesentlich geringer aus. Vereinfachend wirkt auch die relativ geringe Höhe der einzelnen Elemente von einer Länge bis zu 100 cm. Spezielles Transportgerät oder ein Kran wird zum Versetzen nicht benötigt.
Die Bauteile werden mit Hilfe eines Spezialklebers in Trockenbauweise versetzt. Alle Teile der Schornsteinanlage werden vorkonfektioniert angeliefert, so dass eine unkomplizierte und zeitsparende Montage gegeben ist. Lediglich die Anschlüsse für die Feuerstätten und Reinigungstüren sind vor Ort zu erstellen. Außerdem sind Schrägführungen bis zu 30° zur Senkrechten möglich.
Dieser Fertigschacht eignet sich für den Anschluss an alle Regelfeuerstätten im Über- und Unterdruck. Zur Erleichterung der Montage ist der Schacht einseitig mit einem Federsystem versehen. Die einzelnen Elemente werden auf diese Weise nach dem „Baukastenprinzip“ zusammengesetzt. Sie eignen sich sowohl für den Neubau als auch zur späteren Installation im Gebäudebestand. Durch geringere Abmessungen können sie auch bei beengten Platzverhältnissen installiert werden. In der Regel lässt sich der Schacht einfach auf dem Fundament bzw. auf einer normalen Geschossdecke – auch auf einer Holzbalkendecke - montieren. Spezielle Fundamentierungsarbeiten sind üblicherweise nicht nötig. Da das Future Therm-System die Feuerwiderstandsklasse L 90 besitzt, ist ein zusätzlicher Einbau von Dämmhülsen nicht notwendig. Über Dach stehen spezielle Stülpköpfe zur Verkleidung oder auch doppelwandige Rohrelemente zur Verfügung. Der Hersteller bietet außerdem eine umfangreiche Planungshilfe an.

Ausgabe: 75 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 75 - 1/2010 )

Neue Öfen braucht das Land?

Hohes Interesse unter den Besuchern und erfolgreiche Präsentation
der Schornsteinfeger aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt

Vom 13. bis 21. Februar 2010 zeigte das Schornsteinfeger-Handwerk zum 13. Mal sein Leistungsspektrum und die Qualität individueller Beratung auf der mitteldeutschen handwerksmesse in Leipzig. Gemeinsam mit der HAUS-GARTEN-FREIZEIT zog die Publikumsmesse 174.000 Besucher (2009: 173.000) nach Leipzig. Auf der Handwerksmesse präsentierten 233 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl, Nahrungsmittelhandwerk, Fahrzeuge sowie Seltenes Handwerk. Mehr als 30 Handwerksbetriebe beteiligten sich zudem an der Verbrauchermesse HAUS-GARTEN-FREIZEIT.
In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig erklärten 56 Prozent der Besucher, die Messe für den Kauf von Waren genutzt zu haben. Jeder Dritte gab an, im Nachmessegeschäft investieren zu wollen. Vor allem die Bereiche Bau und Ausbau, Kunsthandwerk und Nahrungsmittelhandwerk standen im Mittelpunkt des Kaufinteresses. Die Besucher erwarben oder bestellten auf den beiden Publikumsmessen mitteldeutsche handwerksmesse und HAUS-GARTEN-FREIZEIT Waren im Wert von 12,9 Millionen Euro. Der Umsatz der Aussteller lag damit 2010 um 0,9 Millionen Euro über dem des Vorjahres.
„Der Wirtschaftskrise zum Trotz nutzten die Verbraucher die mitteldeutsche handwerksmesse zu Information und Konsum“, kommentiert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe. Im Jahr 2009 lag der Gesamtumsatz bei zwölf Millionen Euro.
Die Befragten äußerten sich besonders positiv über die Qualität der „intensiven neutralen Beratung des Schornsteinfegerhandwerks“. Bestnoten erhielten auch die Sonderschauen „Lebendige Werkstätten“ und „Meisterstücke des mitteldeutschen Handwerks“. Das wichtigste Ziel für die Besucher war es, neue Produkte und Dienstleistungen kennenzulernen. Zudem erwarteten sie Anregungen für den eigenen Hausbau oder die Renovierung ihrer Wohnungen und Häuser. 90 Prozent gaben an, dass sich der Besuch gelohnt habe und sie ihre Messeziele erreicht hätten. 92 Prozent planen, auch die kommende mitteldeutsche handwerksmesse im Februar 2011 zu besuchen.
Erfolgreiche Präsentation durch den mitteldeutschen Schulverein unter Leitung des BSM Matthias Steinberg und Schulleiter Hans Poltersdorf
Das „Schwarze Handwerk“ präsentierte sich als Partner für Endverbraucher der mitteldeutschen handwerksmesse mit einem aufwendigen Messestand. Produkte und deren Funktion konnten anschaulich erläutert werden.
„Aufbauend auf die positiven Erfahrungen, die das Schornsteinfeger-Handwerk aus den drei Bundesländern in den vorangegangenen Jahren auf der mitteldeutschen handwerksmesse gesammelt hatte, konnten die Endverbraucher besser beraten werden. Es hat sich für die Schornsteinfeger bestätigt, dass es wichtig ist, den ständigen Dialog mit potenziellen Kunden und Gesprächspartnern zu pflegen, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Dafür ist die mitteldeutsche handwerksmesse eine ideale Plattform. Somit nehmen die „Schwarzen Handwerker“ der mitteldeutschen Länder, die ihre Dienstleistungen auf dem Gemeinschaftsstand in Leipzig präsentierten, auch in diesem Jahr positive Eindrücke und Kundennachfragen mit zurück in ihre Betriebe. Tendenzen im Energiesektor können somit an Kollegen weitergeben werden. Auch im kommenden Jahr wird das Schornsteinfeger-Handwerk aus den drei Bundesländern in Leipzig dabei sein.
„Ich kann die neun Messetage für das Schornsteinfeger-Handwerk mit einem Wort zusammenfassen: Erfolgreich.“
Ähnlich positiv bewertet auch der Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, den Messeverlauf. „Die 13. mitteldeutsche handwerksmesse hat sich erneut als Magnet für Besucher und Aussteller erwiesen. Für die ausstellenden Betriebe ist diese Plattform inzwischen ein wichtiges Instrument zur Darstellung ihrer Leistungsstärke im direkten Vergleich zu Mitbewerbern. Unsere Aussteller brauchten sich vor niemandem zu verstecken. Der Mix aus Dienstleistung, Innovation und Produkten hat sich dabei bewährt.“
Die mitteldeutsche handwerksmesse findet im kommenden Frühjahr vom 12. bis 20. Februar im Verbund mit der HAUS-GARTEN-FREIZEIT, der Beach & Boat und der ImmobilienMesse Leipzig statt. In diesem Jahr hat das Messekleeblatt insgesamt 177.600 Besucher auf das Gelände gelockt

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Lagermöglichkeiten und Entnahmevarianten

Holz als nachwachsender Rohstoff ist weiterhin sehr beliebt. Moderne Heizungen nutzen ihn oft in Form von Pellets. Sie verfügen über den gleichen Komfort wie Wärmeerzeuger, die mit Gas oder Öl arbeiten. Und ähnlich wie Ölheizungen benötigen Pelletskessel ein Lager und eine Anbindung an die Feuerstätte.
Umweltfreundliches Heizen mit Pellets steht nach wie vor hoch im Kurs. Der genormte Brennstoff bietet beste Voraussetzungen, komfortabel Wärme zu erzeugen. So kann sich der Verbraucher an den Qualitätszeichen DINplus oder ÖNorm m 7135 orientieren. Zunächst stellt sich die Frage nach der Menge, die bevorratet werden soll. Von Vorteil ist es, mindestens den Jahresbedarf einbringen zu können. Dann besteht die Möglichkeit, über den Sommer Nachschub anzufordern, wenn die Pellets am preiswertesten sind. Ist das Lager eher klein, muss eventuell auch in der kalten Jahreszeit bei höheren Brennstoffpreisen getankt werden. Doch wie wird die richtige Menge ermittelt? Hier gibt es Faustformeln, die weiterhelfen. Bei einem Lager mit Schrägboden sollte pro kW Heizlast 0,9 m³ Raum vorhanden sein. Hat das Gebäude einen Wärmebedarf von 15 kW, ergibt das ein Lagerraumvolumen von 13,5 m³ bzw. einen nutzbaren Rauminhalt von 9 m³. Da ein Kubikmeter Pellets 650 kg entspricht, könnten im vorliegenden Beispiel knapp 6 Tonnen gelagert werden.
Eine andere Möglichkeit, den Jahresbedarf zu ermitteln, ist der Haustyp als Ausgangspunkt. Hier gibt es Näherungswerte für den Verbrauch pro m² Wohnfläche. So wird für ein Passivhaus 3 kg pro m² angegeben. Das sind bei 150 m² lediglich 450 kg im Jahr. Für ein KfW-40-Haus werden 8 kg (1.200 kg/Jahr) und für ein KfW-60-Haus 12 kg (1.800 kg/Jahr) benötigt. Für ältere Gebäude liegt der Wert in der Regel deutlich höher. Anhand des bisherigen Öl- oder Gasverbrauchs lässt sich der Pelletsbedarf ausrechnen. Wurden beispielsweise 25.000 kWh im Jahr notwendig, entspricht dies etwa 5.000 kg Pellets.
Unterstützung in allen Fragen rund um das Lager erhält der Bauherr vom Heizungsfachmann. Auch der Schornsteinfeger berät in Sachen Heizung und kann auf die wesentlichen Punkte hinweisen, die bei einer fachgerechten Lagerung zu beachten sind. Schließlich sollen die kleinen Holzpresslinge nichts von ihrer Kraft verlieren. Folgende Aspekte sind sowohl bei einem selbst gebauten als auch bei einem industriell gefertigten Lager innerhalb des Gebäudes zu beachten:
• Schutz gegen Feuchtigkeit
• staubdichte Ausführung
• keine elektrischen oder Wasser führenden Installationen
• zwei Anschlüsse/Kupplungen (zum Einblasen und zur Staubabsaugung)
• innen glatte Metallrohre und Kupplungen
• Prallschutzmatte aus Gummi
• Zugänglichkeit für Anlieferung
Darüber hinaus ist noch einigen Details zum Brandschutz Beachtung zu schenken. Hierzu zählen etwa die Lagermenge im Aufstellraum des Pelletskessels, die Zuführung von Verbrennungsluft und der Abstand zwischen Feuerstätte und Lager. Diese Bestimmungen werden von den einzelnen Bundesländern festgesetzt und können deshalb unterschiedlich ausfallen. Auch hierzu weiß der Schornsteinfeger Rat.

Selbstbau oder Vorfertigung?
Handwerklich geschickte Menschen sind sicher in der Lage, einen Raum für die Lagerung des Brennstoffs zu errichten. Doch empfiehlt es sich, die Feinheiten mit dem Heizungsbauer abzusprechen. So muss z. B. die Anbindung des Lagers an den Kessel gewählt und entsprechend in den Raum integriert werden. Als häufigste Form wird das Lager mit Schrägböden selbst gebaut, so dass die Pellets von allein in die Mitte rutschen und von dort abtransportiert werden. Die statischen Voraussetzungen für ein solches Lager erhält der Bauherr in der Regel über den Hersteller des Wärmeerzeugers. Bei größeren Lagermengen muss die Konstruktion so stabil sein, dass sie das Gewicht der Pellets dauerhaft trägt.
Am einfachsten wird ein rechteckiger Raum zum Lager umfunktioniert. Die Einblas- bzw. Absaugöffnung befinden sich idealer weise an der Schmalseite, gegenüber wird eine Prallschutzmatte befestigt. Sie verhindert eine Beschädigung beim Einblasen des Brennstoffs. Auch die umgebenden Wände müssen so beschaffen sein, dass kein Abrieb entsteht und keine Verunreinigungen in die Pellets gelangen. Außerdem soll das Lager über einen Zugang verfügen, um den Füllstand kontrollieren zu können. Dies kann eine Tür sein, die dicht schließen muss und innen gegen den Druck mit herausnehmbaren Brettern geschützt wird.

Industrielle Lager gibt es in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Gewebe- oder Metallsilos, unterirdische Tanks, Kunststoffbehälter – je nach den örtlichen Bedingungen können diese Systeme zum Einsatz kommen. In Ein- und Zweifamilienhäusern wird sehr häufig das Gewebesilo eingesetzt. Es hat den Vorteil, dass es keinerlei Vorarbeiten zur Aufstellung des Lagers benötigt und rasch zu montieren ist. Wird das Lager nicht direkt vom Kesselhersteller angeboten bzw. geliefert, ist Folgendes zu beachten: Der Kesselhersteller muss eine Freigabe für das Lagersystem erteilt haben bzw. die technische Kompatibilität gewährleisten. Dies bezieht sich ganz besonders auf das Austragungssystem, die Verbindung vom Lager zum Pelletskessel.

Der Weg vom Lager zum Wärmeerzeuger
Der Brötje Pelletskessel NovoPellet SPK beispielsweise kann mit zwei verschiedenen Austragungssystemen betrieben werden. Entweder kommt die flexible Förderspirale zum Einsatz oder das Vakuum-Saugzugsystem mit entsprechendem Tagesbehälter. Steht ein separater Lagerraum direkt neben dem Wärmeerzeuger zur Verfügung, etwa der ehemalige Standort des Öltanks, so ist dieser mit einem System zur Raumaustragung bestens für die Lagerung der Pellets zu nutzen. Je nach Größe werden dabei unterschiedlich lange Pelletssammler im Bodenbereich platziert. Über die flexible Förderspirale können die Holzpresslinge dann bis zum Kessel transportiert werden. Diverse Montagesets ermöglichen eine schnelle und einfache Montage dieser Raumaustragung. Hat sich der Bauherr für ein Gewebesilo entschieden, wird unten an den Sack ein Pelletsentnahmetrichter montiert. Von dort erfolgt wiederum der Transport mittels flexibler Förderspirale.
Von Vorteil ist hierbei, dass der Förderschlauch mit der innen liegenden flexiblen Spirale in einem Radius von 1,5 m zu verlegen ist. Zwischen Pelletskessel und Lagersystem kann die Entfernung bis zu 9 m betragen. Beim Transport über die Spirale werden die Pellets besonders schonend gefördert. Dadurch entsteht so gut wie kein Holzstaub, eine saubere Verbrennung ist somit gewährleistet.

Wenn der Pelletskessel und das Lager nicht direkt beieinander liegen, etwa durch einen Flur getrennt, ist die Austragung der Pellets über ein Vakuum-Saugzugsystem ideal. Denn mit dieser Art des Transports lassen sich Höhenunterschiede von bis zu 6 m und Entfernungen von bis zu 12,5 m überbrücken. Möglich wird dies mithilfe eines Förderschlauchs, der zur einen Seite hin an das Sacksilo oder den Lagerraum und zur anderen Seite an den Tagesbehälter angeschlossen ist. Per Vakuum-Saugzugsystem werden nun die Pellets für den Tagesgebrauch zum Vorratsbehälter befördert. Von diesem Behälter werden die Pellets dann kontinuierlich über den Förderschlauch mit Förderspirale an den Brenner abgegeben. Das besondere Plus: Der Förderschlauch ist so flexibel, dass er sogar in einem Radius von 40 cm zu verlegen ist. Bauliche Hindernisse, Erker oder auch Türen werden dadurch einfach umgangen.

Zusammenfassung
Wer mit Pellets heizen möchte, findet bei Brötje nicht nur einen modernen Wärmeerzeuger, sondern auch alle Komponenten für die Lagerung und den Transport des Brennstoffs. Die Bauteile sind exakt aufeinander abgestimmt, so dass ein dauerhaft effizienter Betrieb gewährleistet wird.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Die neue K-Serie von Camina

Kamine für jeden Anspruch und jedes Ambiente, das bietet Camina aus Bissendorf. Für Freunde des modernen Designs stellt der niedersächsische Feuerstättenspezialist jetzt die neue K-Serie vor. „K“ steht für kreative Kaminsysteme. Der Name ist Programm, denn alle Modelle dieser Serie zeichnen sich durch eine große Flexibilität und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten aus. So findet sich für jede Umgebung schnell der passende Kamin.
Die K-Serie wird in den drei Varianten „Classic“, „Elegance“ und „Brillance“ angeboten. Alle Modellvarianten bestechen durch ihr kompaktes und modernes Design. Das Modell „Classic“ ist wahlweise frei stehend oder als Einbauversion erhältlich. Die anderen beiden Feuerstätten sind als frei stehende Anlagen konzipiert. Zur Wahl stehen unterschiedliche Frontausführungen vom puristischen Edelstahl-Design bis hin zur hochwertigen Natursteinverkleidung. Zusätzlich verfügen alle Geräte über die neuen Designgriffe von Camina.
Bei der Feuerungstechnik bietet das Modell „Classic“ die Wahl zwischen hochschiebbarer oder schwenkbarer Frontscheibe. Dazu kombiniert werden die passende Frontblende und die Rohrverkleidung. Entscheidet sich der Betreiber für die Einbauversion, kann die Verkleidung auch individuell gestaltet werden. Entsprechende Seitenverkleidungen sowie Bank- und Bodenplatten runden das Bild stilsicher ab. Und weil natürlich die bestmögliche Energieausnutzung eine Rolle spielt, lassen sich nahezu alle Feuerstätten der K-Serie mit der Schmid Wassertechnik und der multifunktionalen Abbrandregelung SMS kombinieren.
Die neue K-Serie bietet modernes Kamindesign im kompakten Format. Hier die Variante „Classic freistehend“ mit puristischer Edelstahlverkleidung.
Oder dreiseitig offen mit dem Modell Brillance. Die Oberfläche in Natursteinquarz (Champagner Creme) mit Kamineinsatz (Ekko 67/51 LR Anthrazit) und der Bankplatte (Negro Star).
Foto: Camina

Ausgabe: 74 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Alles rund um Abgastechnik und Brandschutz
Erster Gemeinschaftsstand von Schräder und Miprotec auf der DEUBAU

Das Unternehmen Schräder Abgastechnologie und die Techno-Physik Group – vertreten mit ihrer Brandschutzmarke Miprotec – werden im Rahmen der DEUBAU 2010 ihre langjährige Zusammenarbeit erstmals mit einem gemeinsamen Messeauftritt demonstrieren. Die Präsentation in Halle 6, Stand 145, zeigt neben dem Schornsteinsystem FutureTherm und der Wand- und Deckendurchführung von Schräder, auch Brandschutzprodukte der Marke Miprotec.

Mit der Kombination der Werkstoffe Edelstahl und den Miprotec-Brandschutzplatten aus Vermiculit, lassen sich moderne Abgasanlagen auf Hightec-Niveau erstellen. So besteht beispielsweise das Schornsteinsystem FutureTherm aus einem metallischen Abgasrohr, das in einen Schacht aus Miprotec-Brandschutzplatten integriert ist. Die vorkonfektionierten Elemente können einfach und wirtschaftlich in Trockenbauweise versetzt werden. Ein weiteres Einsatzgebiet für Brandschutzelemente aus Vermiculit ergibt sich für die Schräder Abgastechnik als Abdeckplatte bei der neuartigen Wand- und Deckendurchführung für Abgasleitungen.

Die Anwendung der Miprotec-Brandschutztechnik beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Schornsteinbau. Im Rahmen des Messeauftritts werden auch Installations- und Kabelkanäle, sowie Luftkanäle zu sehen sein. Darüber hinaus kommt der natürliche und damit ökologisch unbedenkliche Baustoff beim Trockenausbau von Dächern und der Bekleidung von Holz- und Stahltragwerken zum Einsatz.
Produkte für den baulichen Brandschutz stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Messeauftritts von Schräder und der Techno-Physik Group mit der Brandschutzmarke MIPROTEC auf der DEUBAU 2010 (Halle 6, Stand 145).

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Europas Marktführer in der Schornstein- und Abgastechnik hat mit dem neuen Claim „Ermöglicht Energie Effizienz“ das wichtigste branchenübergreifende Thema der Gegenwart und Zukunft in das internationale Erscheinungsbild des Unternehmens integriert.

Die Steigerung der Energieeffizienz ist nach übereinstimmenden Aussagen aus Politik und Wissenschaft in Wirksamkeit und Bedeutung für die Ressourcenschonung und den Klimaschutz, aber auch im Hinblick auf geldwerte Vorteile für Bauherren und Hausbesitzer das wichtigste strategische Ziel der nächsten Jahre. Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Staat ein wirksames Instrument geschaffen, um den Energieverbrauch beim Bau und Betrieb von Gebäuden zu verringern. In der ab Oktober 2009 geltenden neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) hat der Gesetzgeber die technischen Mindestwerte, die ein Gebäude erreichen muss, gegenüber dem bisher gültigen Standard von 2007 um immerhin 30% verschärft. Und 2012 – soviel steht bereits fest – folgt die nächste Stufe der Verschärfung um weitere 30%!
Der möglichst effiziente Umgang mit Energie und die damit verbundenen Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs bilden bei Schiedel bereits seit vielen Jahren den obersten Maßstab bei der Entwicklung neuer Produkte und Systeme. Moderne Schornsteintechnik ist heute integraler Bestandteil energiesparender Bauweise – im Neubau und in der Sanierung. Mit dem Schiedel ABSOLUT Energiespar-Schornstein werden die optimalen Voraussetzungen geschaffen, um energiesparende Geräte energieeffizent einzusetzen. Technologischer Kernpunkt ist das „Duronic-Energy-Management“ bei diesem als zweizügige Variante mit Verbrennungsluftzufuhr erhältlichen Schornsteinsystem. Dahinter verbergen sich die wichtigsten technische Features: der vollständig dichte Mantelstein mit integrierter Wärmedämmung, das W3G-geprüfte Energiesparrohr mit monolithischen Formstücken und der Thermoluftzug zum raumluftunabhängigen Heizen. Auf die Funktion des Absolut gewährt Schiedel außerdem 30 Jahre Garantie. Höhere Energieeffizienz ermöglichen beim Absolut-Schornsteinsystem darüber hinaus:
• das Thermo-Dichtset für eine vollständig luftdichte Gebäudehülle,
• die Blower-Door-dichte Reinigungstür,
• der Thermo-Trennstein zum Stopp der Wärmeverluste über Dach und Boden,
• der Thermo-Luftzug für dauerhaft sichere Versorgung des Kaminofens mit Verbrennungsluft,
• der Installationszug zur Leitungsführung für den einfachen Anschluss einer Solar- oder Fotovoltaikanlage.

Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen im Sinne des neuen Schiedel-Claims wird von externer Seite bestätigt: Eine Studie des Salzburger Gutachters Dipl.-Ing. Wolfgang Kahrer stellt klar, dass durch die Verwendung des Systems ABSOLUT der Einsatz moderner Feuerstätten in ihrer systemgerechten, energiesparenden Betriebsweise möglich ist und damit Energie eingespart werden kann. Auch für den Einsatz erneuerbarer Energien gibt es ein wissenschaftliches Fundament: Das renommierte Fraunhofer-Institut erkennt an, dass nur Schornsteine, die auch nach dem Ausbrennen feuchteunempfindlich (W3G geprüft) sind, zum Anschluss an Holzpelletkessel und an moderne, leistungsgeregelte Scheitholz-Vergaserkessel geeignet sind. Somit bieten sich für Hausbesitzer auch sehr gute Voraussetzungen, um die verschiedenen öffentlichen Förderprogramme (BAFA, KfW) in Anspruch nehmen zu können.

Der neue Schiedel-Claim „Ermöglicht Energie Effizienz“ steht damit im übertragenen Sinne für Ressourcenschonung und Heizkostensenkung, für den Einsatz regenerativer, förderfähiger Energieträger realisiert durch moderne Duronic-Abgastechnologie.

Schiedel ist weltweit größter Anbieter von Schornstein-systemen. Mit rund 2.000 Mitarbeitern erwirtschaftete das Tochterunternehmen der Monier-Gruppe in insgesamt 29 Ländern 2008 einen Umsatz von rund 250 Millionen Euro.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Die Geschichte von AFRISO beginnt im Jahre 1869, dem Jahr der Grundsteinlegung von Schloss Neuschwanstein, in Schmiedefeld (Thüringen) mit Adalbert Fritz, der im Alter von 23 Jahren mit der Gründung eines „Unternehmens zum Bau von Thermometern“ ebenfalls einen „Grundstein“ für ein heute weltweit operierendes Unternehmen legt. Mit Eintritt seines Sohnes Franz firmiert das Unternehmen zu „Adalbert Fritz und Sohn“ – aus der Telegrammabkürzung AFRISO resultiert der Firmenname und das 1. Firmenlogo entsteht. AFRISO wird eine weithin bekannte Marke für Temperatur- und Druckmesstechnik. Als Adalbert Fritz 1918 verstirbt, übernimmt sein Sohn Franz die Geschäfte. Das Produktangebot ist über die Jahre bereits ganz beachtlich angewachsen – eine Vielzahl unterschiedlichster Glasthermometer, medizinischer Glasinstrumente und Laborausrüstungen dominieren bis 1919 das Fertigungsprogramm. Ende 1919/Anfang 1920 ist es dann soweit: Eine kleine, dünnwandige, kreisförmige und konzentrisch gewellte Blechscheibe verändert das Unternehmensbild einschneidend: Zwei Membranhalbschalen bilden eine Kapselfeder, die sich druckabhängig ausdehnt oder zusammenzieht – das ist die Geburtsstunde des Kapselfedermanometers. Das feinmechanische Messgerät wird in Form von Feindruckmanometern, Blutdruckmessgeräten, Brutschränken, Eierwaagen, Signalapparaten und Temperaturreglern zum wichtigsten Umsatzträger bis 1945 und für den Neubeginn danach.

Nach dem 2. Weltkrieg flüchtet Franz Fritz mit seiner Familie auf abenteuerliche Weise aus der thüringischen Heimat, weil von der sowjetischen Besatzungsmacht erhebliche Repressalien zu erwarten sind. Sein 1922 geborener Sohn Georg, der den 2. Weltkrieg als kühner Nachtjäger und Offizier erlebt, verfrachtet in verwegenen Aktionen wertvolles Betriebsinventar über die Grenze. Die Familie lässt sich zunächst im bayerischen Eltmann/Main nieder, doch einen besseren Standort bietet die Gemeinde Kleingartach (Baden-Württemberg) und Familie Fritz zieht abermals um. Als die dortigen Räumlichkeiten zu beengt werden, verlagert man den Hauptsitz 1955 ins nahe gelegene Güglingen, wo eine völlig neue Ära anbricht: Aus Druckmessgeräten werden pneumatische Füllstandmessgeräte, überwiegend für Heizöl-Lagertanks, entwickelt. Es folgen Überfüllsicherungen und Lecküberwachungssysteme zur sicheren Lagerung von Mineralölprodukten. AFRISO wird Marktführer auf diesem Sektor – Technologien und Produkte für den Umweltschutz bestimmen jetzt zunehmend das Programm von AFRISO. In der Firma selbst beginnt man alle Prozesse konsequent auf Grundwasserschutz, Ressourcenschonung und Energieeinsparung auszurichten. Zu einem Zeitpunkt also, zu dem das Thema Umweltschutz in Deutschland so gut wie noch gar keine Rolle spielt und von den Medien nur selten kommuniziert wird. Es folgen mechanische Füllstandmessgeräte (1957), elektronische Füllstandmessgeräte (1958) und Leckwarngeräte (1962). Ab Anfang der 60er-Jahre werden die ersten Vertriebs- und Produktionsgesellschaften in Österreich, Schweiz, Frankreich, England, Niederlande, Belgien und Schweden gegründet. Durch die Europäisierung wird der Firmenname AFRISO zu AFRISO-EURO-INDEX umgewandelt.

1968 stirbt Franz Fritz im Alter von 78 Jahren und Sohn Georg übernimmt die Firmenleitung. Die Ölkrise 1973/74 ist dann der Auslöser für die Entwicklung einer breit angelegten Produktpalette für den ökologischeren und ökonomischeren Betrieb von Heizungsanlagen. Die zunehmende Belastung der Luft durch Schadstoffe aus kohle-, gas- und ölbefeuerten Anlagen wird 1974 in Deutschland zum Auslöser für das Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), das die Grundlage zur Luftreinhaltung bildet. AFRISO entwickelt hierfür als einer der ersten ein Messgerät, mit dem sich Feuerungsanlagen optimal einstellen lassen: Das Rauchgastestgerät RGT. Das Gerät verschafft sich einen guten Ruf als ideales Gerät für Kontroll- und Servicearbeiten und erobert schnell einen führenden Marktanteil. Weil AFRISO den Fortschritt im Heizungsmarkt, insbesondere im Bereich der sicheren Heizöllagerung, von Anbeginn an ganz wesentlich durch eigene Ideen und Produkte mitprägt und mitbestimmt, kann eine Ausnahmestellung auf dem deutschen Markt eingenommen werden. Bei Handwerkern sind AFRISO Produkte für ihre Qualität und Zuverlässigkeit bekannt und daher sehr beliebt – in immer mehr Kellern trifft man jetzt auf Geräte von AFRISO. Vom Stammsitz Güglingen aus werden in Deutschland neue Produktions- und Entwicklungsstätten in Amorbach (Bayern), in Dietzenbach (Hessen) sowie in Illmensee (Bodensee) gegründet. Das Produktprogramm umfasst inzwischen ca. 25.000 Artikel, von einfachen oder anspruchsvollen Druck-, Temperatur- und Füllstandmessgeräten über zahlreiche verlässliche Komponenten für die Heizungs- und Gebäudetechnik bis hin zu hochmodernen, tragbaren Abgasanalysegeräten und komplexen stationären Gasanalysesystemen. Georg Fritz zieht sich ab dem 67. Lebensjahr aus dem operativen Geschäft zurück und übergibt die Firmenleitung an seine beiden Söhne Elmar und Jürgen Fritz, die das Unternehmen nun in 4. Generation weiterführen. Georg Fritz verstirbt im Frühjahr 2004 nach einem spannenden Leben in Alter von 82 Jahren.

Nach dem politischen Umbruch in Osteuropa (1989) werden von Elmar und Jürgen Fritz die ersten Niederlassungen in Ungarn, Rumänien, Tschechien sowie in Polen eröffnet. Auf den verschiedensten Erdteilen werden jetzt neue Firmen gegründet – die jüngsten Beispiele: Südafrika und Ukraine (2004), Russland (2005), China (2006), Peru, Indien und Indonesien (2008). Der Vertrieb des umfangreichen Produktportfolios erfolgt heute über Tochterunternehmen und Auslandsgesellschaften, die in mehr als 30 Ländern ansässig sind. In Deutschland bietet AFRISO derzeit 475 Mitarbeitern sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze; weltweit werden etwa 900 Menschen beschäftigt. Hinter der Firmengeschichte steht eine klar definierte Kunden- und Firmenphilosophie. Diese beruht zum einen auf dem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt, und zum anderen, den Kunden immer als die wichtigste Person im Unternehmen zu betrachten und die Gruppe langfristig auf Erfolgskurs zu halten. Ein Kurs, der auf 140 Jahre Produkt-Know-how beruht und aus der Tradition fest verwurzelt ist. Denn in Zukunft wird ein Thema, das bei AFRISO schon sehr früh in der Firmenphilosophie verankert wurde, noch dramatisch an Bedeutung gewinnen: Umweltschutz! Schlagworte wie Klimawandel, Energieeinsparung, Ressourcenschonung oder regenerierbare Energien umgeben die Menschheit bereits heute Tag für Tag – wie mag dann erst die Zukunft aussehen? Dazu Vertriebschef Matthias Blasinger: „Sollten die bereits verursachten Beeinträchtigungen und Schäden behoben und weiteren Zerstörungen entgegengewirkt bzw. vorgebeugt werden, bedarf es noch gewaltiger Anstrengungen rund um den Globus und vor allem den Einsatz zukunftsweisender Technologien. AFRISO wird hierzu ganz sicher seinen Beitrag in Punkto fortschrittlicher Produkte zum Schutze von Umwelt und Natur leisten. Produkte, die aus der Tradition entstanden sind und auch in Zukunft gefragt sein werden. Produkte, die privaten, gewerblichen oder industriellen Anwendern Schutz und Sicherheit bieten, dem Großhandel ein gutes Wachstumspotenzial in Aussicht stellen und dem Fachhandwerksbetrieb gute Geschäfte ermöglichen können.“

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Gesetzliche Regelungen des Schornsteinfegerberufes gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Seit dieser Zeit ist in vielen Teilen Deutschlands der sogenannte Kehrzwang, die Verpflichtung der Hauseigentümer, ihre Feuerungsanlagen von einem Schornsteinfeger reinigen zu lassen, eingeführt worden. Dadurch ist die Brandgefahr durch häusliche Feuerstätten erheblich gesunken.

Die Änderung der Feuerungsanlagen, von der einfachen Feuerstelle zur modernen, modulierenden und selbsttätig regelnden Feuerstätte, haben eine ständige Anpassung der Kehr- und Überprüfungsintervalle erfordert. Die nächste Anpassung der Kehrverordnung steht zum Jahreswechsel 2009/2010 bevor. Dann wird eine bundeseinheitliche Kehrordnung eingeführt. Jedoch wurden auch in der „alten Kehrverordnung“ schon dem Stand der Technik angepasste Überprüfungsintervalle verankert und ständig aktualisiert. Geändert hingegen ist die Berechnung der Gebühren für die einzelnen Tätigkeiten. Anhand der bereits bewährten Arbeitswerte kann auch in Zukunft der Grundstückseigentümer die Rechnungen nachvollziehen. Hierbei wurde aber großer Wert auf Unterscheidung der Gebühren für den tatsächlichen Aufwand an der Kehr- oder überprüfungspflichtigen Anlage und dem Aufwand für Fahrten zum Kunden sowie Verwaltungsaufwand gelegt.

Wie ist die Bundeseinheitliche Kehr- und Überprüfungsordnung entstanden?

Um deutschlandweit eine kundenfreundliche Lösung zu finden und eine möglichst einheitliche Regelung zu gewährleisten, hatten sich im Mai 2006 alle für das Schornsteinfegerhandwerk zuständigen Referenten der Bundesländer im sogenannten Bund-Länder-Ausschuss „Schornsteinfegerwesen“ auf einen Musterentwurf einer Kehr- und Überprüfungsordnung geeinigt. Die Basis dieses Musterentwurfes bildete ein Technisches Hearing im Januar 2004, bei dem sich Fachleute aus Industrie und Verbänden über die technisch sinnvollen und notwendigen Tätigkeiten an Feuerungsanlagen verständigten. Dabei wurden so wesentliche Fragen wie die Notwendigkeit einer regelmäßigen Überprüfung auch bei modernsten Feuerungsanlagen und die Möglichkeit der Verlängerung von Kehr- und Überprüfungsintervallen diskutiert. Damit waren in diesem Musterentwurf nur die Tätigkeiten und Überprüfungsintervalle enthalten, die von der gesamten Fachwelt einvernehmlich getragen wurden.

In einem aufwendigen, bundesweiten, arbeitswissenschaftlichen Gutachten wurden für alle Tätigkeiten Arbeitswerte festgelegt, die den neuesten Stand der Technik sowohl bei den Feuerungsanlagen als auch bei den Überprüfungsgeräten berücksichtigen. Dieses Gutachten wurde von der Bundesregierung in Auftrag gegeben und ist Grundlage der festgesetzen Arbeitswerte der Kehrordnung.
Für den Kunden ergibt sich aus der neuen Bundes-Kehr- und Überprüfungsordnung neben der bundesweiten Einheitlichkeit und Kosten senkenden Vorteilen auch ein Plus an Service: So können nun noch mehr Kehr- und Überprüfungstätigkeiten im Sinne des Kunden zusammengelegt werden, wodurch die Anzahl der Vor-Ort-Termine minimiert wird. Über die Ergebnisse der Feuerstättenschau, bei der die Betriebs- und Brandsicherheit der Anlage überprüft wird, erhält der Eigentümer eine Bescheinigung. In einem Feuerstättenbescheid erhält der Kunde einen Überblick, über die an seinen Feuerungsanlagen durchzuführenden Tätigkeiten. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Kunde zukünftig Kehrungen und Überprüfungen frei an dafür zugelassene Schornsteinfeger vergeben kann, schafft dies Transparenz und Sicherheit für den Kunden. Er kann damit der ihm übertragenen Verantwortung leichter gerecht werden.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Der Vorabend zur eigentlichen Innungsvollversammlung war Anlass den sechzigsten Geburtstag von IOM Thomas Menge in Erfurt zu feiern. Natürlich nicht eigennützig, denn wir hatten Gäste aus Politik und Wirtschaft zu Gast. Diverse Gespräche im Sinne und für unser Handwerk wurden geführt. Entscheidungsträger wurden auf Problematiken im Schornsteinfeger-Handwerk aufmerksam gemacht und deren Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ob diese Unterhaltungen fruchten, werden wir in den nächsten Wochen erfahren.

Am 5. November 2009 fand die Innungsvollversammlung in Weimar statt. Weimar mit der neuen Weimarhalle war ein zentraler und damit idealer Veranstaltungsort. Um 9 Uhr eröffnete unser Innungsobermeister Thomas Menge die Fachausstellung. Über 20 Vertreter der unterschiedlichsten Firmen hatten sich rund um den Tagungsort mit ihren Ständen positioniert um neueste Technik oder Bedarf für unser Handwerk auszustellen. Die Mitglieder nutzten natürlich die Chance um Materialien des täglichen Tagesgeschäftes käuflich zu erwerben. Um 10 Uhr begrüßte unser LIOM Thomas Menge die geladenen Gäste und natürlich auch unsere Mitglieder auf das Herzlichste. Nach der Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung wurde der verstorbenen Kollegen gedacht.

In seinem Bericht ging Thomas Menge auf die aktuellen Situationen in unserem Handwerk näher ein. Viele Baustellen sind es, die momentan zu bearbeiten sind. Einige will ich nur kurz erwähnen: Neue Kehr- und Überprüfungsordnung mit deren Umsetzung, Immissionsschutzverordnung, Aktivitäten der Arbeitnehmer usw.
Weitere notwendige Bearbeitungen der Aufgaben für unser Handwerk wurden ebenfalls in den einzelnen Geschäftsberichten der Vorstandsmitglieder beleuchtet. Natürlich wurde auch die Gelegenheit wahrgenommen einzelne Kollegen aus unterschiedlichen Anlässen zu ehren. Diese möchte ich nochmals namentlich erwähnen.

50-jähriges Meisterjubiläum
Ehrenobermeister Karl-Heinz Kurch, Lothar Pfannstiel, Karl-Heinz Cott, Siegfried Horn, Horst Stengler, Harald Lange, Helmut Stöckel

25-jähriges Meisterjubiläum
Manfred Seel, Bernd Mucke, Jörg Kurch, Gabriel Simon, Detlef Thielemann
Der IOM Thomas Menge beglückwünschte die Kollegen und wünschte auf diesen Wege nochmals weiterhin viel Erfolg. Gleichzeitig wurde die Gesellenfreisprechung der Thüringer Schornsteinfeger durchgeführt. Zukunft beginnt mit Ausbildung, dies haben unsere Kollegen erkannt und die Anzahl der neuen Lehrlinge verdeutlich es.

Die inhaltlichen Ausführungen der Gastredner machten deutlich, dass unser Schornsteinfegerhandwerk ein Berufszweig ist, der viele Bereiche im täglichen Leben tangiert.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Ein alter Kollege mit über 50-jähriger Berufserfahrung kann viel erzählen. Der altmärkische Schornsteinfeger hat 1944 seine Lehre begonnen. Durch die Wirren des letzten Kriegsjahres und den Entbehrungen der Nachkriegszeit konnte Gustav Dähre keine Fachberufsschule besuchen. Die theoretische Lehrausbildung wurde in der allgemeinbildenden Berufsschule in Salzwedel, gemeinsam mit Ofensetzer, Dachdecker und Maurer absolviert.

Dennoch konnte er im März 1947 die Gesellenprüfung erfolgreich ablegen. Später folgten die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk sowie der Abschluss als Konstrukteur für Feuerungsanlagen im Wohnungs- und Gesellschaftsbau.

In den 27 Jahren als Bezirksschornsteinfegermeister hat sich Gustav immer für den Berufsstand engagiert und hat in der Leitung der damaligen Berufsgruppe mitgearbeitet. Über die Grenzen der Altmark hinaus hat er sich einen Namen als Lehrlingswart gemacht. Viele der heute tätigen Schornsteinfeger und Bezirksschornsteinfegermeister im Norden Sachsen-Anhalts haben in der überbetrieblichen Lehrausbildung von Gustav die Grundlagen unseres Berufes erlernt. Als Leiter der Facharbeiterprüfungskommission mussten sich alle angehenden Schornsteinfeger seinem strengen aber faireren Urteil stellen.
Aber auch als Kreisvertrauensmann für den Landkreis Stendal hat sich Gustav Dähre immer für die Belange seiner Berufskollegen eingesetzt.

Der Vorstand der Schornsteinfegerinnung Altmark hat seinen 80. Geburtstag zum Anlass genommen und sich bei Gustav Dähre für sein Wirken zum Wohl des Berufes bedankt.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Am 03. 12. 2009 fand die Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg in der Gaststätte „Deutsches Haus“ in Wolmirsleben statt. Schwerpunkt der Diskussionen war das Inkrafttreten der Bundes-Kehrordnung zum 01. 01. 2010 sowie der novellierten Bundesimmissionsschutzverordnung im nächsten Jahr. Es wurden die damit einhergehenden, gravierenden Veränderungen in den Arbeitsabläufen diskutiert.

Während der Versammlung wurden die BSM Roland Festerling und Klaus Witte in den Ruhestand verabschiedet. Außerdem konnte Obermeister Uwe Pomplun mehreren Bezirksschornsteinfegermeistern zu ihren Betriebs- und Meisterjubiläen beglückwünschen.

An den Innungsversammlungen der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg nehmen regelmäßig zahlreiche Kollegen im Ruhestand teil. Es ist immer wieder sehr erfreulich, mit welch großem Interesse die ehemaligen Bezirksschornsteinfegermeister die Innungsversammlungen verfolgen.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 12. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 08. 10. 2009 in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die bisher schon umgesetzt werden, wir konnten aber auch Probleme benennen, die uns immer noch hemmen, wenn es darum geht noch mehr junge Leute für eine hochwertige Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu begeistern.
Ein gut ausgerüsteter Schornsteinfegerstand sorgte für reißenden Absatz an Malheften, Buntstiften, Gummibären und Luftballons bei den Kindern. Aber auch für die Erwachsenen gab es viel Interessantes und Wissenswertes am Stand. So standen wir mit Rat beiseite, bei dem es oft um Anschlussmöglichkeiten für Kamine und Kaminöfen ging. Die aktuelle Nachfrage bezog sich aber auch auf die Gesetzesnovellierung, moderne Mess- und Prüfgeräte, alternative Energien zum Um- oder Nachrüsten und Energiepolitik im Allgemeinen.
Die Neugestaltung des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes wurde überwiegend mit Kopfschütteln kommentiert. Diverse Wertungen zum Thema erstreckten sich von „Was soll das?“ oder „So ein Quatsch!“ Die Handhabung der Eigenverantwortung des Betreibers wird zeigen, ob die Novellierung sinnvoll war. Sicherlich wird irgendwann zurückgerudert und das Altbewährte uns als Neues verkauft.

Durch die gute Ausrüstung des Messestandes wurde das Interesse an Thermografie, Holzfeuchtemessungen, Kamerainspektionen und Feststoffmessungen bei den Besuchern geweckt.

In mehreren Podien kamen auch die Erwachsenen und (Fast-) Erwachsenen zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigten deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich sehr unterscheidet, deshalb sollen Anstrengungen von allen unternommen werden, um den Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.

Die Vortragsveranstaltung als Höhepunkt des Unternehmertages war geprägt von den Vorträgen des Präsidenten des VWT und Vorträgen der Gastredner.
Der nächste Unternehmertag ist indes schon in Planung – dann heißt es wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen haben.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Die Herbstveranstaltung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle barg in diesem Jahr einiges an Diskussionsstoff. So warf die kommende Umstellung auf die Bundes-KÜO in Verbindung mit den entsprechenden Landesvorgaben einige Fragen bezüglich der Einarbeitung in die Kehrbezirksverwaltung auf. Die Softwarehäuser haben die entsprechenden Informationen erhalten, die Umstellung sollte demnach zumindest zu einem großen Teil automatisiert werden können. Da die geänderte BImSchV nun doch nicht zum 01. 01. 2009 in Kraft tritt, besteht auch künftig die Problematik, dass die zu erlassenden Feuerstättenbescheide mit Inkrafttreten der BImSchV wieder zu ändern sind. Auch die Inhalte der ebenfalls zum Januar kommenden Landes-Kehrordnung wurden besprochen. Diese schreibt auch künftig die Überprüfung von Lüftungsanlagen vor, die ausschließlich raumlufthygienischen Zwecken dienen. Aufgaben wie das Überprüfen von Brennstoffversorgungsleitungen und Rauchwarnmeldern wurden nicht Bestandteil der Verordnung. Diese Dienstleistungen können künftig von uns auf dem freien Markt angeboten werden.
Große Verwunderung hat auch die Mitteilung des Obermeisters Gerhard Metz ausgelöst, dass das Verfahren zur Ausschreibung der Kehrbezirke in Sachsen-Anhalt noch nicht fest steht. Aus diesem Grund können Kehrbezirke, die zu Beginn des kommenden Jahres neu zu besetzen sind, nicht ausgeschrieben werden. Wie hier genau verfahren wird, bleibt abzuwarten.
Um die Schornsteinfeger auf den bevorstehenden Wettbewerb vorzubereiten, wurde von der HWK Halle ein Fortbildungsangebot entwickelt: „Fit für 2013“. In diesem Lehrgang werden den Bezirksschornsteinfegermeistern Kenntnisse in den Bereichen Betriebswirtschaft und Marketing vermittelt. Diese Maßnahme wird durch Fördermittel aus dem europäischen Sozialfond gestützt.
Neben den berufspolitischen Neuigkeiten gab es auch wieder Glückwünsche und Ehrungen für einige Bezirksschornsteinfegermeister. So wurden die Kollegen Heinrich Müller, Frank Müller und Rainer Schubert in den Ruhestand verabschiedet. Die Kollegen Mario Meier, Volker Wanka und Gerry Kring erhielten den silbernen Meisterbrief, Otto-Günter Döhler den Altmeisterbrief und die Kollegen Detlef Gäbler und Eberhardt Schulze erhielten Glückwünsche zum 25-jährigen Betriebsjubiläum.

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt verabschiedet BSM und beruft neue Glücksbringer

Das Landesverwaltungsamt des Landes Sachsen-Anhalt hat in einem festlichen Rahmen Bezirksschornsteinfeger, die das Rentenalter erreicht haben, in den Ruhestand verabschiedet. Gleichzeitig wurden junge Schornsteinfegermeister offiziell für ihre Kehrbezirke bestellt.

Thomas Leimbach, Präsident des Landesverwaltungsamtes, würdigte in seiner Laudatio die verantwortungsvolle Aufgabe der bestellten Bezirksschornsteinfegermeister für das Wohl der Allgemeinheit. „Sie haben einen öffentlichen Auftrag. Ich vertraue Ihnen, wenn Sie diese hoheitliche Aufgabe zur Sicherheit der Bevölkerung erfüllen. Sichern Sie sich durch eine andauernde Fortbildung das Wissen für Ihren Beruf. Ich bin zuversichtlich, dass Sie sich dann auch im offenen Markt ab 2013 gut gegenüber der Konkurrenz behaupten“, so Thomas Leimbach.

Der Präsident des Landesverwaltungsamtes, Thomas Leimbach, und der Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, nahmen gemeinsam die Berufung der bestellten Bezirksschornsteinfegermeister und die Verabschiedung vor (siehe auch Titelbild).

Ausgabe: 74 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Schornsteinfeger sind bekanntlich leidenschaftliche Motorradfahrer. Zwei niederbayerische Kollegen hatten 1995 die Idee, ein Bikertreffen zu organisieren. Das erste Treffen der Blackriders fand am 09. 09. 1995 im Salzweg-Niederbayern bei unserem Kollegen Richard Hettmann statt. Seit nunmehr 14 Jahren wiederholt sich das Treffen der Motorradfahrer.

Für das 15. Treffen im Jahre 2009 wurde als Präsident Bezirksschornsteinfegermeister Bernd Gormanns gewählt. Mit viel Engagement organisierte Bernd mit seiner Crew das Motorradtreffen. Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen motorradbegeisterte Kollegen und Kolleginnen nach Viersen in Nordrhein-Westfalen.

Auch in diesem Jahr sammelte die verantwortliche Crew wieder für den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Nach Abzug aller Nebenkosten konnten 1.000 Euro an unseren gemeinsamen Verein überwiesen werden.
Für die Verantwortlichen unseres Vereins ist dies ein Ansporn weiterzumachen, damit krebskranke Kinder so schnell wie möglich wieder gesund werden – vor allem aber wollen wir auch dafür kämpfen, das gesunde Kinder niemals krank werden müssen. Vielen Dank an Bernd, seine Crew und an die Blackriders.
Hinweis

Das 16. Internationale Schornsteinfegerbikertreffen findet vom 18. bis 20. Juni 2010 in Peenemünde statt.
(http://www.blackriders.de)

Ausgabe: 74 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Heizräume für Feuerstätten werden oft als Abstellräume missbraucht. Der Zugang zur Feuerstätte und zu den Sicherheitseinrichtungen wird dabei leichtsinnig außer Acht gelassen.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 74 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 74 - 4/2009 )

Herausforderung 2010

Verbrennungsluftöffnungen dienen der Versorgung von Feuerstätte mit Verbrennungsluft. Werden die erforderlichen Öffnungen verschlossen, besteht die Gefahr, dass die Verbrennung nur noch unvollständig stattfindet und Abgase in den Aufstellraum austreten. Damit verbunden ist eine Anreicherung der Raumluft mit Kohlenmonoxid mit den bekannten Gefahren.
Bild: Torsten Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Reportage

Dass eine OEM-Abgasleitung nicht immer die optimale Wahl ist, zeigt das folgende Fallbeispiel in einem Nürnberger Bürohaus. Der Ersatz durch ein neuartiges Kunststoff-Abgassystem erweist sich in diesem Fall nicht nur als dauerhafter und sicherer, er bietet auch handfeste technische Vorzüge.
Da staunte der Kundendiensttechniker nicht schlecht: Anstatt – wie bei Gas-Brennwertkesseln üblich – kaum Rückstände in der Abgasführung vorzufinden, musste er den 90º-Bogen an der Sohle immer wieder auskehren. In der Aluminium-Abgasleitung sammelte sich regelmäßig ein größerer Haufen korrodierter Abtrag an. Vermutlich war das Material mit den wechselnden Temperaturbedingungen und dem sauren Kondensatrückständen im Abgas überfordert. Der Hersteller war sehr um Abhilfe bemüht, aber hier musste ein Austausch der zirka 14 Meter langen OEM-Abgasstrecke durch ein Kunststoff-System empfohlen werden. Das Zusammenspiel zwischen Erdgasgemisch, der Kondensationsmenge, der Regelungstechnik und das unkalkulierbare Betreiberverhalten haben Einfluss auf den PH Wert und die Kondensatmenge, die zu solchen Korrosionen führt. In diesem Fall kam es zu sehr viel Kondensat, die Rücklauftemperaturen der Heizkörper sehr hoch waren.

Die Wahl fiel auf condens blue von Westaflex, das sich nicht nur für den Einsatz im Neubau, sondern auch zur Nachrüstung eignet. Es besteht aus hochwertigem, bis 120 Grad hitzebeständigen PPH-Kunststoff (Polypropylen-Homopolymerisat), der als Erkennungsmerkmal in der Firmenfarbe Blau gehalten ist. Condens blue-Abgasrohre stehen in drei Varianten mit Innendurchmessern von 80 bis 160 mm zur Verfügung: einwandig-starr, einwandig-flexibel und (speziell für den Außenbereich) doppelwandig-isoliert mit Wärmedämmung und einem Außenrohr aus Edelstahl. Im erwähnten Fall konnte die Anlage durch den Einsatz eines Abgassystems mit 80 mm Durchmesser sogar zeitgemäß von rumluftabhängigem auf raumluftunabhängigen Betrieb umgestellt werden.
Dafür wurde zunächst das alte Abgasrohr nach oben aus dem dreischaligen Schornsteinschacht (16/16 cm mit innen liegendem Keramikrohr) herausgezogen. Anschließend konnten die einzelnen Elemente des Westaflex condens blue-Systems einfach Stück für Stück in den Schornsteinschacht heruntergelassen und mit einem 90 Grad-Winkel zum Wandanschluss verbunden werden. Abstandshalter gewährleisten den zentrierten Sitz der Abgasanlage im Schacht und verhindern zuverlässig ein seitliches Schwingen des Rohres. Zum Abschluss wurde ein spezieller Regenkragen auf die Schornsteinmündung aufgesetzt, der über den Ringspalt die Verbrennungsluft für das Brennwertgerät regengeschützt einströmen lässt.

Nach wenigen Arbeitsstunden war der Austausch der Abgasanlage erledigt, und der Wärmeerzeuger konnte wieder in Betrieb gehen. Besonders zukunftsfähig erweist sich das condens blue-System durch seine universelle Verwendbarkeit. Da es nicht nur eine Zulassung für einen bestimmten Kesseltyp besitzt, kann es bei einem Tausch der Feuerstätte problemlos mit beliebigen Fabrikaten weiter verwendet werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Gas- oder ein Öl-Brennwertgerät handelt. Die Abgasleitung ist für beide Brennstoffarten geeignet. Autor: Dieter Last

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Ab und zu kommt es vor, dass sich entweder kleine Vögel oder Insekten in Gasheizungen aufhalten. Hier raschelte es beim Öffnen der im Sommer ungenutzten Gasheizung so stark, dass Hauskatze Mausi auf ihr Hausrecht bestand und noch vor em Schornsteinfeger einen Blick wagte.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Immer wieder erstaunlich, wie ein Rauchrohr einer Ölheizung nach einer Heizperiode verschmutzt. Starke Ablagerungen, an der gelben Färbung ist der Schwefelgehalt deutlich zu erkennen, sorgen für eine Beeinträchtigung des ungehinderten Abzugs der Rauchgase und erhöhen die Brandgefahr.
Bild: Norbert Kutzschbach

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Immer wieder trifft der Bezirksschornsteinfegermeister bei seiner Tätigkeit auf solche Brandgefahren. Den Betreibern dieser Anlagen ist oftmals nicht bewusst, wie schnell durch solche Fahrlässigkeiten Brände entstehen können. 40 cm Abstand sind von Rauchrohren zu brennbaren Bauteilen einzuhalten. Das bei zu geringem Abstand die Brandgefahr erheblich steigt, zeigen die Verfärbungen und Verformungen auf den Fotos deutlich.
Bilder: Bernd Kindler

Ausgabe: 72 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Das Rauchrohr eines Heizkessels für feste Brennstoffe ist nach nur 5 Wochen Betrieb fast komplett zugesetzt. Falsche Bedienung und fehlende Verbrennungsluftversorgung haben einen erhöhten Rußansatz in dieser kurzen Zeit begünstigt. Die äußeren Verfärbungen des Rauchrohres deuten auf eine Überlast der Feuerstätte hin.
Bilder: Torsten Gaede

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Hier wurden alte Stoffreste zum Abdichten von Schornsteinanschlüssen verwendet. Die Stoffreste ragten ca. 1 m im Schornsteinschacht und dichteten somit fast den gesamten Schornsteinquerschnitt im ersten Obergeschoss ab. Im Erdgeschoss ist ein Kaminofen zur Beheizung des Wohnzimmers angeschlossen. Der Betreiber wunderte sich, warum der Ofen so schlecht zog.
Bild: Dietmar Paul

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Schornsteinbrände nehmen wieder zu. Bedingt durch den stärkeren Einsatz von Holz als Brennstoff, werden die Feuerwehren und Schornsteinfeger wieder häufiger zu Schornsteinbränden gerufen, wie auch hier im Januar 2009. Der Schornstein brannte im gesamten oberen Drittel. Angeschlossen sind 2 Raumheizer für feste Brennstoffe und ein Ölofen. Den Schornstein hat man in diesem Fall kontrolliert ausbrennen lassen. Das Zulaufen des Schornsteins wurde durch Einbringen einer Stahlkette verhindert. Nach Erlöschen des Feuers wurde der Schornstein ordnungsgemäß gereinigt. Folge des Schornsteinbrandes: Der Schornstein ist undicht und muss entsprechend saniert werden.
Bild: Jochen Lehmann

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Medikamente sind teuer. Warum also nicht die Verpackungen zum Abdichten alter Schornsteinreinigungsverschlüsse verwenden. Der „Verschlussmechanismus“ soll dem Schornsteinfeger wahrscheinlich die Arbeit erleichtern.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Heimwerker sind erfinderisch. Hier ist aber der Erfindungsreichtum übertrieben worden.
Bild: Pitt-Thorsten Streit

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Der Betreiber eines Kamins konnte nicht richtig heizen. Da es immer wieder zu starken Rauchbelästigungen kam und das ganze Haus unter Qualm stand, rief er den Schornsteinfeger. In dem gemauerten Schornstein ist eine Querschnittsanpassung aus Edelstahl eingebracht worden. Der Schornsteins wurde überprüft. Es konnten keine Beeinträchtigungen des freien Querschnitts festgestellt werden. Durch das Verbindungsstück wurde dann festgestellt, dass der Anschluss an den Schornstein um 90° verdreht war. Nachdem das Rohr richtig angeschlossen wurde, war die Funktionstüchtigkeit der Feuerstätte hergestellt. Die Feuerstätte wurde bis zu diesem Zeitpunkt ohne Genehmigung und Abnahme des zuständigen BSM betrieben.
Bild: Frank Hampe

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Abgaswegeprüfung im Januar 2009. Es handelt sich um einen Warmwasserdurchlauferhitzer, der mittels ca. 2,5 m langem Verbindungsstück an einen Einfachverbundschacht angeschlossen ist. Die Elster ist durch den Haupt- und dann Nebenschacht in der zweiten Etage in die Feuerstätte gelangt. Die Mieterin hörte es auch im Abgasrohr „krabbeln“. Sie hat sich aber, nachdem es aufhörte, nicht mehr darum gekümmert. Die Feuerstätte lief so zum Glück nur vier Tage. Die vorhandene Abgasüberwachungseinrichtung reagierte nicht.
Bilder: Frank Hampe

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Der Betreiber dieses Hauses hat ein Gasbrennwertgerät. Der vorhandene Schornstein ist durch Alterserscheinungen und Windeinflüssen zusammengebrochen. Da er im Wohnzimmer unbedingt einen Kamin betreiben und scheinbar keinen neuen Schornstein bauen wollte, kam es zu dieser Selbstkonstruktion. Zum Glück hat der Schornsteinfeger dieses brandgefährliche Konstrukt entdeckt, bevor es zu einem größeren Schaden gekommen ist.
Bild: Thomas Graf

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Hier wurde ein Kaminofen an einen Schornstein angeschlossen, dessen Schornsteinkopf in den 90er Jahren verkleidet wurde. Damals ging der Hauseigentümer davon aus, den Schornstein nicht mehr für feste Brennstoffe zu nutzen. Jetzt bei Wiederinbetriebnahme kam es zum Brand. Eine Wärmeübertragung vom Abdeckblech auf die brennbaren Unterkonstruktion führte zu einem Schwelbrand und kann einen Dachstuhlbrand auslösen. Hier bemerkte man die Rauchentwicklung noch rechtzeitig.
Bilder: Jens Müller

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Am Sonntag, den 11. 01. 2009 um 2.30 Uhr wurde die Feuerwehr Nauendorf, Georgenthal und Tambach-Dietharz zu einem Wohnungsbrand in Nauendorf alarmiert. Vor Ort stand die Fassade eines Wohnhauses lichterloh in Flammen.

Was war passiert? Der Eigentümer hat in seinen Anbau ein zweites Wohnzimmer inklusive Hobbyraum eingerichtet. Die starken Minusgrade machten bei seinem Gehirn nicht halt! Denn wer kommt sonst auf die Idee einen Automatikofen mit einem „Ofenrohrsystem“ zu installieren, welches keinerlei Mindestabstände zu brennbaren Bauteilen hat. Das einwandige Ofenrohr wurde kurzerhand durch die Fachwerkwand und danach an der Fassade hochgezogen. Diese war aus Holz. Spätestens bei dieser Form der Errichtung hätte es klick machen müssen. Den wenn ich Holz als Brennmaterial nutze werden hohe Temperaturen vor meiner Verkleidung der Außenwand nicht haltmachen. Diese „Feuerungsanlage“ wurde natürlich ohne Benachrichtigung an den BSM errichtet und betrieben. Es hätte ja sein können der BSM könnte diese Anlage nicht genehmigen. Also kam das was kommen musste. Die Bilder zeigen das Ausmaß des Brandes. Glück hatte der Betreiber, dass er zum Brandzeitpunkt sich nicht im Objekt befunden hat. Wir alle wissen was geschehen wäre.
Bild: Jens Rödiger

Ausgabe: 71 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Heimwerker errichteten diesen Schornstein aus Mauerziegel mit Innenrohr aus Keramik. Den Zwischenraum haben sie mit Beton verfüllt. Eine Ausdehnung des Keramikrohres ist damit unterbunden und führt bei Erwärmung zu Rissen. Der neue Schornstein wäre nach Inbetriebnahme bereits untauglich.
Bild: T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Abgasaustritt an der Strömungssicherung stellte der Schornsteinfeger fest. Ursache war ein selbstgebastelter Filter, der Vögeln den Zugang aus dem Schornstein zur Feuerstätte verhindern sollte. Derlei Heimwerkerei an Feuerungsanlagen kann böse enden.
Bild T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Unbenutzte oder selten benutzte Schornsteine bilden, wie man sieht, einen guten Nährboden für Pflanzen, Moose und Gräser. Erst beginnt alles ziemlich harmlos mit Spinnennetzen, im Herbst sammelt sich darauf leichtes Laub, dieses zersetzt sich und bildet biologischen Nährboden für Moos, welches in den Fugen guten Halt findet. Irgendwann kam es hier zu Pollenpfug, welcher im Moos seinen Närboden fand. Begünstigt durch den an der Mündung erhöhten Kohlendioxidgehalt herrschten hier Treibhausbedingungen für diese junge Birke. Dieser Schornstein sollte wieder in Betrieb genommen werden. Der Schornsteinfeger beseitigte bei der Prüfung der Tauglichkeit der Abgasanlage die Verstopfung des Schornsteins. Ohne vorherige Kontrolle hätte es hier zu einen Rauchgasunfall kommen. Derartige Auswüchse aus unbenutzten Schornsteinen lassen sich auch oft feststellen, wenn Vögel ihre Nester in alten Schächten bauten. Gar manch frischer Reisigzweig treibt bei genügend Feuchtigkeit und CO2 wieder aus.
Bild: T.Kiel

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Seit vielen tausend Jahren ist Brot eines der wichtigsten Nahrungsmittel der Menschen. Getreide wurde zwischen flachen Steinen zerrieben. Dieses grobe Mehl wurde mit Wasser vermischt. Der Teig kam auf einen heißen, flachen Stein, der im offenen Feuer lag. So wurde ein dünnes Fladenbrot gebacken. Es war steinhart und zäh. Vor ca. 2000 Jahren begannen die Ägypter Brot zu backen. Dann hat wohl irgend ein nachlässiger Ägypter ein Teigstück zu lange in der Sonne liegen gelassen. Als er den sauer gewordenen Teig trotzdem gebacken hatte, wurde das Brot luftig und locker. Er hatte den Sauerteig erfunden.
Heute holt jeder sein Brot beim Bäcker oder aus dem Supermarkt. Das ist einfach und bequem. Früher gab es in jedem Dorf mindestens ein Backhaus. Einmal in der Woche wurde Brot und Kuchen gebacken und mit der Restwärme des Backofens der Sonntagsbraten gegart. Einige dieser traditionellen Backöfen erleben eine Wiedergeburt. DER SCHORNSTEIN hat den Aufbau eines altmärkischen Backofens begleitet.

Ein solides Fundament, ein massiver Sockel und eine stabile Hülle bilden den Grundstock (Bild 1).

Auf den Sockel wird der Backmuffel, so nennt man den Backraum aus Schamottesteinen, aufgebaut. Als Dehnfuge zwischen Sockel und Bodenplatte wird eine ca. 10 cm starke Schicht Holzasche aufgebracht, die gleichzeitig auch als Speichermasse dient. Auf dieser Schicht wird die Bodenplatte ausgerichtet, auf der später erst das Holz verbrannt und dann das Backgut gebacken wird. Die Formteile der Seitenwände werden fixiert und der Zwischenraum zur Außenwand ebenfalls mit trockener Holzasche verfüllt (Bild 2).

Die einzelnen Formteile werden mit Lehm verbunden. Zur besseren Kontrolle der Backraumtemperatur wird ein Thermometer im Muffel eingesetzt und ebenfalls mit Lehm befestigt. Für den Rauchabzug wird ein Dom aus Ziegelmauerwerk im hinteren Bereich errichtet (Bild 3).

Nachdem die Decke des Backfachs aufgebracht wurde, wird auch hier eine Dehnfuge aus Holzasche aufgebracht und plan abgezogen. Den Abschluss bildet eine Schicht aus Mineralfaser, die gleichzeitig als Auflage für die abschließende Decke dient. Nach dem Anschluss an den Schornstein ist der Backofen einsatzbereit und wohlduftende Pizzen, Brote, Kuchen und Braten können zubereitet werden.

Wie wird nun im
Steinbackofen gebacken?
Zuerst wird im Ofen auf ganzer Breite im unteren Backraum ein Feuer entzündet. Zum Heizen eignen sich fast alle Holzarten. Traditionell wurden Backöfen mit dünnen Ästen befeuert, die zu sogenannten „Buschvasen“ gebunden wurden und eine schnelle hohe Temperatur erreichten. Wenn die Innenwände des Backofens hell geworden sind, der Ruß also verbrannt ist, können die Asche und die restliche Glut mit dem Schieber in den Aschefall gezogen werden. Danach wird eine Stange, an der ein nasser Feudel hängt, in den Ofen geführt. Der nasse Feudel wird gegen Wände und Boden geschlagen, um Aschereste zu entfernen. Der Ofen wird nun zum Schornstein mit dem im Rauchabzug befindlichen Schieber verschlossen. Die Wärme kann nun nicht mehr entweichen und verteilt sich gleichmäßig im Backraum. Anschließend beginnt der eigentliche Backvorgang. Mit dem Holzschieber wird der vorbereitete Teig in den Ofen geschoben. Die Strahlungswärme der Schamottesteine sorgt für ein gleichmäßiges Backergebnis und schon nach 5 Minuten kann der erste Butterkuchen aus dem Ofen geholt werden. Ganze Brote werden ca. 1 Stunde bei 280 °C gebacken (Bild 4).
Brotbacken war einst eine wichtige Arbeit im bäuerlichen Leben, denn Brot war auf dem Lande lange Zeit das Hauptnahrungsmittel. Heute wird das Brot aus dem Steinbackofen besonders wegen seinem besonderen Aroma geschätzt.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Interpellets 2009 stellt neue EU-Norm vor
Pulsierende Zentren der Pelletsbranche: 9. Industrieforum Pellets und
Fachmesse Interpellets 2009 bieten Plattform für Trends, Visionen und Chancen
Pforzheim, 8. September 2009 – Ab 2010 stehen Verbrauchern europaweit einheitliche Holzpellets zur Verfügung. Innerhalb der EU-Norm lösen drei Qualitätsklassen die bisher verbreiteten länderspezifischen Regelungen ab. „Ein einheitlich genormter Brennstoff Holzpellets vereinfacht die Markt- und Handelsbeziehungen der Pelletsbranche zwischen den EU-Mitgliedsstaaten und macht dem Verbraucher das Heizen mit Holzpellets noch bequemer als bisher“, sagt Hans-Martin Behr, Vorstandsmitglied des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. (DEPV), der als Berater im Normungsausschuss der neuen EU-Norm sitzt. Auf dem 9. Industrieforum Pellets, das vom 6. bis 7. Oktober im Internationalen Congresscenter Stuttgart stattfindet, erfahren rund 500 Experten der europäischen Pelletsbranche weitere Details zur praktischen Umsetzung der EU-Norm für Holzpellets. Vom
7. bis 9. Oktober wird die Interpellets 2009, ebenfalls in der Neuen Messe Stuttgart, zum pulsierenden Zentrum der Pelletsbranche: Rund 150 Aussteller und 6.000 Besucher werden auf 7.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche erwartet. Die Interpellets 2009 bietet Auskünfte zu gesetzlichen Rahmenbedingungen, aktuellen Förderkonditionen und Holzpelletsanlagen als moderne Alternative zu fossilen Energien.

Als erster Biomassebrennstoff werden Holzpellets künftig nach EU-Norm hergestellt. Bislang existieren beispielsweise in Deutschland und Österreich jeweils eigene Normen, in Deutschland werden Holzpellets per DINplus zertifiziert, in Österreich ist die ÖNORM auch über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Aufstrebende Pelletsmärkte mit eigenen Produktionen orientierten sich an diesen bestehenden Normen, haben jedoch auch eigene Regelungen und Qualitätssicherungen geschaffen. In Zukunft lösen drei Qualitätsklassen der Europäischen Pelletsnorm alle bisherigen Normen ab: Die Klassen A1, A2 und B.
Für den Endverbraucher relevant ist die Holzpelletsklasse A1. Sie weist insgesamt die strengsten Werte auf und basiert weitestgehend auf der hohen DINplus-Qualität. A1-Holzpellets dürfen, den bisherigen Plänen zufolge, nur einen Aschegehalt unter 0,5 Prozent beim Einsatz von Nadelhölzern und unter 0,7 Prozent bei der Verwendung anderer Hölzer aufweisen. Statt der Rohdichte soll nun die Schüttdichte bestimmt werden: Je weniger Luftraum zwischen den Pellets ist, desto höher die Schüttdichte. Dies ist vor allem für Pelletsöfen wichtig, da die Schüttdichte die Menge der Pellets beeinflusst, die bei gleicher Drehzahl der automatischen Förderschnecke in die Brennkammer transportiert wird.

Mit der Klasse A2 wird dem breiteren Rohstoffspektrum mit einem Aschegehalt bis 1 Prozent Rechnung getragen. Damit integriert die Europäische Pelletsnorm die etwas weiter gefassten Ansprüche von Feuerungen, die besonders in den südeuropäischen Pelletsländern in Gebrauch sind. Endlich geregelt wurde die zuvor nicht definierte Bezeichnung der Industriepellets. Die neue Holzpellets-Klasse B zeichnet sich aus durch einen noch höheren Aschegehalt und ein erweitertes Rohstoffpotenzial, wie beispielsweise enthaltene Rindenanteile. Die neue EU-Norm plant, Pellets, die bislang den Grenzwerten der bestehenden Normen nicht entsprachen – und meist in Großanlagen oder Kraftwerken als sogenannte „Industriepellets“ verfeuert wurden – nun als Klasse-B-Pellets zu deklarieren.

Neue Vorschriften gelten ab 1. Oktober auch für Hausbesitzer und Bauherren: Die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 verlangt, den Primärenergiebedarf um 30 Prozent zu senken. Der Transmissionswärmeverlust muss durch stärkere Dämmung der Gebäudehülle um 15 Prozent gemindert werden. Seit 1. Januar 2009 gilt zudem bundesweit das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG). Es verpflichtet Bauherren bei Neubauten, einen Teil des Wärmebedarfs von Neubauten mit Solarenergie, Biomasse, Umwelt- oder Erdwärme zu decken. Bei beiden Vorschriften gibt es erhebliche Überlappungen: Wenn nun erneuerbare Energien, wie beispielsweise ein Pelletskessel oder Primärofen mit Wassertasche eingesetzt werden, senkt dies einerseits den Primärenergiebedarf, bei gleichzeitiger Wärmedämmung wird dieser Bedarf sogar noch unterschritten.
Als einzige Fachmesse zeigt die Interpellets 2009 vom 7. bis 9. Oktober die gesamte Bandbreite der Holzpelletsbranche: Vom Rohstoff über die Verarbeitung zu Holzpellets, die Transportkette und verschiedenen Lagersystemen, Pelletsöfen und -kesseln in allen Leistungsklassen bis zum passenden Abgassystem. Die Besucher der Interpellets sind SHK-Fachhandwerker, Architekten, Planer, Gebäudeenergieberater und Schornsteinfeger sowie Großhändler, Hersteller und Zulieferer der Pelletsbranche. Sie erhalten einen kompakten Überblick über aktuelle Trends, Produktneuheiten und Servicedienstleistungen der europäischen Pelletsmärkte. Am Freitag, 9. Oktober, ist die Interpellets auch für Endverbraucher geöffnet. Zum 9. Industrieforum Pellets werden am 6. und 7. Oktober rund 500 Experten der Branche erwartet. Sie diskutieren aktuelle Trends wie Marktaufbau in aufstrebenden Pelletsmärkten, die Pelletsproduktion und -qualität sowie Neuigkeiten auf der Rohstoffbasis.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Aus zwei mach’ eins: dieses Motto stand Pate bei der Entwicklung des neuen Modulschornsteins Schiedel Kingfire-Parat. Schornstein und Kamineinsatz in einem Komplett-Bauteil, technisch und optisch bestens aufeinander abgestimmt, unkompliziert einzubauen und funktionsfähig wie ein normaler Kamin- oder Kachelofen.

Mit dem neuen Schiedel Kingfire-Parat samt integriertem Kamineinsatz gibt es nun eine kostengünstige Alternative zum individuell erstellten Kachelofen oder Kamin. Der Schiedel Modulschornstein mit integriertem Kamineinsatz ist eine fix und fertig werksseitig vormontierte Wärmeeinheit und besteht aus einem Spezial-Betonschacht mit putzfertiger Oberfläche sowie einem modernen Kamineinsatz in der Frontfarbe schwarz. Die notwendigen Umluftgitter – ebenfalls in schwarz – sind bereits montiert und garantieren die wohlige Warmluftkonvektion des Ofens. Der Kamineinsatz hat eine Nennwärmeleistung von 7 KW, einen Wirkungsgrad ≥ 80 Prozent und entspricht bereits den zukünftigen Anforderungen der überarbeiteten Bundesimmissionsschutz-Verordnung. Er kann auch raumluftunabhängig betrieben werden, was bei Wohnhäusern mit Lüftungsanlagen von Vorteil ist. Die moderne Brenntechnik garantiert einwandfreien Abbrand und attraktives Flammenbild sowie die beste Ausnutzung des jeweiligen Brennstoffs. Die patentierte Heizeinsatz-Einschubtechnik macht den Kamineinsatz flexibel. So ist ein Wechsel des Brenners ohne großen Aufwand jederzeit möglich und ein Aufrüsten der Kaminanlage, z. B. mit Wärmetauscher, Pelletbefeuerung etc., kann individuell durchgeführt werden.

Der Kamineinsatz besitzt eine patentierte, selbstschließende Feuerraumtür für den raumluftunabhängigen Betrieb. Primär- und Sekundärluft sind getrennt regulierbar. Der Feuerraum besteht aus Schamotte, als Brennstoff können Holz oder Holzbriketts verwendet werden. Schiedel besitzt für das System eine Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für den gleichzeitigen Betrieb mit Lüftungsanlagen.

Bereits in der Rohbauphase wird das Komplett-System „am Stück“ versetzt. Der integrierte Kamineinsatz dient in der Aufstellebene bereits als Schornstein und spart somit schon bei der Installation Kosten. Das eigentliche Schiedel-Schornsteinsystem kommt ab dem oberen Ende des Elements zum Einsatz. Der Übergang ist ein Schiedel-eigenes Patent und gestattet einen sicheren und schnellen Baufortschritt und Abschluss der Schornsteinanlage.

Die platzsparenden Abmessungen erlauben dem Architekten und Bauherren absolute Freiheit in der Ofen- und Raumplanung. Auf Grund der kompakten Außenmaße (L x B x H: 550 x 550 x 2940 mm) lässt sich der Kingfire-Parat in vielen Raumsituationen als zentrales Designelement oder als funktionelles Wohnaccessoire integrieren. Ideen sind keine Grenzen gesetzt, so können problemlos Sitzbänke, Regale oder Holzlegen selbst oder vom Fachmann angebaut werden. Auch farblich gibt es keinerlei Einschränkungen: das Schiedel Komplett-System mit integriertem Kaminsatz macht jeden Farb- oder Verkleidungswechsel mit.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Immer mehr Haushalte installieren Kamin- und Kachelöfen, die längst nicht mehr nur zu den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr für angenehme Wärme sorgen. Um die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des nachwachsenden Brennstoffes auf sichere Weise nutzen zu können, entwickelte Schmid eine neuartige Ofenregelung mit der Typbezeichnung SMS. Die Bezeichnung steht als geschütztes Markenzeichen für Schmid-Multi-Steuerung. Sie sorgt für eine sichere Funktion der Feuerstätte während der gesamten Betriebsphase.

Kamin- und Kachelöfen werden im unmittelbaren Wohnumfeld installiert. Es ist daher sicherzustellen, dass die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase optimal abtransportiert werden und die Funktionssicherheit der Feuerstätte keinen negativen äußeren Einflüssen unterliegt. An dieser Stelle setzt die SMS Schmid-Multi-Steuerung an. Sie überwacht, ausgehend von der realen Betriebssituation, mittels Strömungs- und Temperatursensor den sicheren Transport der Abgase aus dem Ofen über den Schornstein. Im Falle einer Störung gibt der Sensor einen Impuls an die Ofenregelung, die dann die Störungsursache behebt. Sie regelt beispielsweise die Zufuhr der Verbrennungsluft durch Öffnen einer Verbrennungsluftklappe oder das Abschalten einer Dunstabzugshaube. Auf diese Weise wird die Entstehung des gefährlichen Unterdrucks verhindert, der u. U. das Einströmen der Abgase in den Aufstellraum ermöglicht.

Neben dem sicheren Betrieb der Feuerstätte steuert die SMS den optimalen Verbrennungsprozess und garantiert damit die größtmögliche Energieausbeute sowie eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Nach dem Anzünden wird der Brennstoff geregelt abgebrannt, ohne dass der Feuerstättenbetreiber eingreifen muss. Dabei lässt sich die Verbrennung optimal auf den Typ der Feuerstätte abstimmen. Ein weiterer Vorteil: Die SMS Schmid-Multi-Steuerung ist feuerstättenunabhängig einsetzbar und benötigt keine Zusatzbauteile.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Jetzt haben sie wieder Hochkonjunktur – Kamin- und Kachelöfen, die den frostigen Temperaturen zum Trotz angenehme Wärme und gemütliche Winteratmosphäre verbreiten. Erfahrungsgemäß entscheiden sich viele Haus- und Wohnungsbesitzer gerade jetzt in der Kälteperiode für eine neue Festbrennstoff-Feuerstätte. Dabei ist die Auswahl an Modellen so groß wie nie zuvor.

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich seit einiger Zeit die neuen Breitformate, wie sie beispielsweise der Kamin- und Kachelofen-Spezialist Camina mit den Kaminmodellen der M-Serie präsentiert. Die gesamte Gestaltungslinie besticht durch Verkleidungen aus hochwertigem Naturstein und eine elegante Linienführung. Viel Platz für das Feuer bietet der Kamineinsatz der „Lina“-Serie. Er ist in verschiedenen Abmessungen von 45 bis 120 cm erhältlich und eignet sich speziell für Kamingestaltungen im modernen, puristischen Stil. Die Dimensionen der Brennkammer erlauben einen besonders breit angelegten Feueraufbau und ermöglichen so ein imposantes Flammenspiel. Auf diese Weise wird der Kamin zur Hauptattraktion des Raumes.

Neben der Optik und dem Wunsch nach Behaglichkeit tragen auch handfeste wirtschaftliche Gründe zur Entscheidung für eine Festbrennstoff-Feuerstätte bei. Die Preise für Holz haben sich – im Gegensatz zu denen für Öl und Gas – seit langem auf niedrigem Niveau stabilisiert und erlauben so ein Heizen ohne schlechtes Gewissen. Denn der nächste Winter kommt bestimmt.
Das Kaminmodell Modis aus der M-Serie von Camina besticht durch sein breites Format, das bei der abgebildeten Variante durch die zweifarbige Natursteinverkleidung noch unterstrichen wird.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Die August Brötje GmbH hat mit dem Gas-Brennwertkessel EcoSolar BSK ein neues Gerät konzipiert, das optimal auf das Zusammenspiel mit einer Solaranlage ausgelegt ist. Damit eignet sich der Wärmeerzeuger hervorragend für den Einsatz in Einfamilienhäusern, sowohl in Neubauten als auch für Modernisierungen.

Auf einer Stellfläche von nur 600 x 600 mm und einer Höhe von 1.789 mm enthält der EcoSolar BSK alle Komponenten moderner Heiztechnik. Dazu zählen die energiesparende Brennwerttechnik, das leistungsfähige Solarspeicher-Ladesystem, der Speicher mit 160 Litern Inhalt und die anschlussfertige Solarpumpengruppe. Mit einem Normnutzungsgrad von 109 Prozent und einem Modulationsbereich von 17 bis 100 Prozent arbeitet der Edelstahlbrenner extrem wirtschaftlich, und das bei niedrigen Emissionen. Durch die intelligente Verbrennungsregelung EVO wird ein gleich bleibend hoher Wirkungsgrad auch bei Schwankungen der Gaszusammensetzung erreicht.

Der EcoSolar BSK ist für die sofortige oder spätere Nutzung der Sonnenenergie anschlussfertig vorbereitet. Alle Bauteile sind aufeinander abgestimmt und werksseitig geprüft. Sobald das Trinkwasser von der Sonne erwärmt werden kann, wird eine Nachladung des emaillierten Speichers durch den Brenner unterdrückt. Auf diese Weise lassen sich eine hohe solare Deckungsrate sowie ein optimaler Warmwasserkomfort erzielen.

Eine schnelle Montage aufgrund des bewährten Brötje-Anschlusssystems sowie eine einfache, rasche Wartung gelten ebenfalls als Pluspunkte des Geräts. So sind alle Komponenten von vorn zugänglich, seitliche Serviceabstände entfallen. Der EcoSolar BSK wird in zwei Leistungsgrößen – mit 15 bzw. 20 kW – angeboten und ist ab sofort verfügbar.

Ausgabe: 73 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 73 - 3/2009 )

Rund 5.000 Besucher nutzten die diesjährige Messe HAUS+TECHNIK, um sich über die vielfältigen Angebote des Neubaus oder der Sanierung des eigenen Hauses zu informieren. Über 170 Aussteller aller Hausbaugewerke und Anbieter aus dem Finanzierungsbereich zeigten im Messezentrum Erfurt drei Tage lang die Möglichkeiten auf, wie aus Energiefressern Vorzeigeeigenheime und Effizienzhäuser werden können. Das Schornsteinfegerhandwerk als neutraler Berater durfte natürlich auch dieses Jahr nicht fehlen.„Das Interesse an den Themen Klimaschutz und Energiesparen ist groß, allerdings müssen sich Bau oder Sanierung rechnen. Dementsprechend hoch ist die Beratungsnachfrage – auch nach Förderprogrammen vom Staat“, berichtet Johann Fuchsgruber, Geschäftsführer der Messe Erfurt.

Großer Besucherandrang herrschte am Stand des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass die Thüringer Schornsteinfeger Unterstützung von den hessischen Kollegen (Sienergium) bekamen. Hier drehte sich alles um Fragen des Neubaues und Sanierung sowie um innovative Heiztechniken. Noch sind viele Wohnhäuser Energieschleudern. Als Hauptursache gelten undichte Gebäudehüllen. Dabei lassen sich Schwachstellen der Wärmedämmung mittels Thermografieverfahren leicht aufspüren. Dieses Verfahren konnte sich der Besucher anhand der Technik des Standes veranschaulichen. Anschließend kann in die energieeffiziente Sanierung der Fassade, der Fenster und des Dachs investiert werden. Auch der Einbau bzw. die Erneuerung der Heizung will genau durchdacht sein, wobei sich ökologische Heizsysteme mit Pellets oder Holz immer auszahlen. Über reges Besucherinteresse freuten sich auch die Heimwerkerprofis, die zahlreiche Produktneuheiten präsentierten. Wer die Dachinnenisolierung selbst übernehmen will, bekam Tipps zum Einsatz von Dampfbremsfolie, Klebeband und Dichtkleber. Auch wird ein Rollputz für Feuchträume den herkömmlichen Fliesen bald Konkurrenz machen. Damit lassen sich in Küche und Bad individuelle Wandakzente in Farbe und Struktur setzen. Die nächste Messe HAUS+TECHNIK findet im Herbst 2010 statt.

Weitere Informationen: www.messe-hausundtechnik.de

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Rund 1 200 Gäste zählte Carmen Stübe von der Projektleitung des Suhler Messeveranstalters ARCOS bei der ersten Ilm-Schau in der Eishalle. Obwohl man von den Besucherzahlen nicht allein den Erfolg abhängig machen wollte, blieb die Premiere der Ausstellung für den Veranstalter unter den Erwartungen. Ein Hauch von Messestadt sollte der Goethe- und Universitätsstadt gut zu Gesicht stehen, hofften sowohl Veranstalter, Landrat Benno Kaufhold sowie Ilmenaus und Arnstadts Bürgermeister. Keine Frage: Die Idee, mit einer Gewerbe- und Verbraucherschau eine Präsentationsplattform für Unternehmen, Handwerker und Dienstleister aus dem Ilmkreis zu geben, fand offene Ohren in den Rathäusern. Der Ilmkreis braucht sich mit seiner Wirtschaftskraft nicht verstecken. Allerdings, so räumte Andre König, Geschäftsführer von ARCOS, zur Eröffnung am Freitag ein, war es bei der aktuellen Wirtschaftslage nicht einfach, Aussteller für die Schau zu begeistern.

So fanden die Messe-Besucher schließlich in und um die Eishalle einen Mix an Informations- und Verkaufsständen aus den Bereichen Sanitär- und Heizungstechnik, einschließlich Nutzung regenerativer und umweltfreundlicher Energien, Gesundheit, Handwerk, Bau sowie Bildung und Arbeit. Mit Feinkost, Honig oder Wein oder Deftigem vom Rost war auch an den Gaumen, mit einer Modenschau ans Auge und Aktivitäten für den Nachwuchs gedacht. In Kombination mit dem Töpfermarkt und dem verkaufsoffenen Sonntag sollte es einen dritten Anlaufpunkt in Ilmenau zum Schauen, Informieren und Kaufen geben. Das Resümee der Aussteller aus dem Landkreis fiel sehr unterschiedlich aus.

Recht zufrieden mit den Gesprächen zeigten sich auch die Bezirksschornsteinfeger, die bislang eher nur als Glücksbringer verstanden wurden. Diesmal warben die Betriebsinhaber direkt auf einer solchen Messe. Zunehmendes Interesse konstatierten die BSM vor allem bei der Nutzung von Methoden zur Energieeinsparung. Auch die Kontakte der Aussteller untereinander führen die Ilmenauer als Plus an und könnten sich vorstellen, auch beim nächsten Mal dabei zu sein.

Und diese steht laut Carmen Stübe außer Frage – selbst wenn die Premiere kein Geschäft war für den Suhler Veranstalter. In welcher Form, welchem Rhythmus und Ort die zweite Auflage stattfindet, wird sich zeigen.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Wie in jedem Jahr fand die Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises mit Lehrstellenbörse und Informationstag für Verkehr und Logistik in der 3-Felder-Sporthalle in Mühlhausen statt. Schüler der Abgangs- und Vorabgangsklassen der Förder-, Haupt- und Regelschulen sowie der Gymnasien fanden sich ein, um sich in der Berufswelt zu orientieren und einen Überblick zu verschaffen. Viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, freier Berufe und öffentlicher Verwaltungen präsentierten sich. Natürlich wollten wir als Schornsteinfeger nicht fehlen. Mehr als 1 000 junge Menschen zog es in die Beruflichen Schulen. Einige wussten ziemlich genau was sie wollten. Franziska aus Bothenheilingen erkundigte sich nach den Voraussetzungen einer Schornsteinfegerausbildung, Christoph aus Mühlhausen sieht seine berufliche Perspektive im Bereich Umweltschutz und befindet: „Alle Fragen, die ich hatte, konnten geklärt werden.“ Er war echt erstaunt, welches Wissen ein Schornsteinfeger hat. Was besonders gut angekommen ist, war die Simulation eines Einstellungstestes. Durch solche Übungen kann man jungen Menschen die Angst vor solchen Aufgaben nehmen. Große Augen bekamen die Besucher nachdem im Internet der theoretische Unterricht und die Unterbringung der angehenden Schornsteinfeger vorgestellt wurden. Eltern machten uns erneut darauf aufmerksam, dass diese Darstellung einer Berufsschule beispielhaft ist. Andere Berufsgruppen sind da wohl noch nicht so weit. Wir können davon ausgehen, dass unsere Berufsdarstellung ein voller Erfolg war.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Feierliche Unterzeichnung im Thüringer Landtag

Die Thüringer Landesregierung und die Spitzenorganisationen der Thüringer Wirtschaft unterzeichneten im Thüringer Landtag die Fortführung des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen. Über eine Willensbekundung hinaus hat sich diese freiwillige Vereinbarung zu einem geeigneten Instrument entwickelt, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften, Klima- und Umweltschutz zusammenzubringen.

„Die Nachhaltigkeitspolitik in Thüringen verankert das Bewusstsein für Natur und Umwelt fest in der Gesellschaft. Die Beteiligten am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen tragen entscheidend dazu bei. Ich danke allen, die sich bislang an den Projekten beteiligt haben: Unternehmen, Verbände, Organisationen, öffentliche und privatwirtschaftliche Einrichtungen mit Standort in Thüringen. Ich bin insbesondere dankbar für den sehr intensiven und fruchtbaren Dialog zwischen Landesregierung, Verwaltung und Wirtschaft. Gemeinsam haben wir unsere Arbeit zum Erfolg geführt.“ sagte Herr Dr. Zeh, Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten in seiner Festrede.

Nach der Unterzeichnung durch die Vertreter der Thüringer Wirtschaft und der Thüringer Landesregierung wurden weitere elf Thüringer Unternehmen in das Nachhaltigkeitsabkommen aufgenommen. Damit nehmen nunmehr 281 Thüringer Betriebe, Organisationen und Einzelunternehmer am Nachhaltigkeitsabkommen teil. Von diesen Betrieben stellt allein unser Handwerk über 50%.Thüringen belegt damit im Vergleich zu ähnlichen freiwilligen Partnerschaften auf Bundesländerbene weiterhin einen Platz im oberen Mittelfeld.

Über die Chancen für Thüringer Unternehmen durch nachhaltiges Wirtschaften diskutierten im Anschluss Herr Baldus (Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt), Herr Dr. Breitschwerdt (Geschäftsführer MDC Power GmbH, Kölleda), Herr Fellmann (Geschäftsführer Autogastechnik Triptis GmbH), Herr Prof. Dr. Juckenack (Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit), Herr Prof. Dr. Schulze (Direktor des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie, Jena) sowie die ehemalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Frau Völker (Seniorberaterin Kienbaum Berlin GmbH NL Erfurt).

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Sozialministerin Christine Lieberknecht eröffnete den 17. Thüringer Arbeitsschutztag

Auf dem 17. Thüringer Arbeitsschutztag in Weimar hat Sozialministerin Christine Lieberknecht die Arbeitsschutzpreise des Freistaates 2009 verliehen. Mit diesem Arbeitsschutzpreis, der den Namen des Thüringer Pioniers der Arbeitsmedizin „Johannes Bube“ trägt, werden alljährlich Unternehmen ausgezeichnet, für die Arbeits- und Gesundheitsschutz mehr ist als nur die Erfüllung gesetzlicher Vorschriften.

Die diesjährigen Preisträger sind das Umweltzentrum des Handwerks Thüringen (UZH) in Rudolstadt und die Firma GMG Georgenthaler Metall GmbH. Das Umweltzentrum des Handwerks Thüringen wurde gemeinsam mit den drei Handwerksbetrieben Bezirksschornsteinfegermeister Marco Beierlein aus Neustadt/Orla, Schier Optik GmbH aus Saalfeld und GAT Greizer Automatisierungstechnik GmbH für die Einführung und Umsetzung eines wirksamen Arbeits- und Gesundheitsmanagements in Thüringer Handwerksbetrieben ausgezeichnet.

In ihrer Rede auf der Veranstaltung erklärte Sozialministerin Lieberknecht: „Arbeitsschutz geht viele an, nicht nur die zuständigen Behörden, die Unfallversicherungsträger oder die Unternehmer, sondern auch Sicherheitsfachkräfte, Betriebsärzte, die Krankenversicherer und nicht zuletzt die Beschäftigten selbst. Etwa alle 30 Sekunden ereignet sich in Deutschland ein meldepflichtiger Arbeitsunfall. Stress bedingt inzwischen rund 10 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage.

Im Rahmen des 17. Thüringer Arbeitsschutztages der Landesregierung klären Experten auf, wie sich durch Strategien, Konzepte und Managementsysteme präventiv Gefahren am Arbeitsplatz begrenzen und ausschließen lassen. Dargestellt werden außerdem die neuesten Änderungen im Arbeitsschutzrecht und aktuelle Erkenntnisse rund um den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz.“

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Eine Delegation der Schornsteinfegerinnung Altmark hat sich auf der ISH in Frankfurt über die neuesten Innovationen der Heizungs- und Abgastechnik informiert. Bei dem Rundgang über die Leitmesse der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche haben die schwarzen Männer aus der Altmark auch den Stand von Vattenfall / Schwarze Pumpe besucht. Im Gespräch mit den Vertretern der traditionsreichen Brikettfabrik, die übrigens die Einzige im Osten Deutschlands ist, wurde deutlich, dass viele Betreiber von Festbrennstofffeuerstätten keine ausreichende Kenntnis über die Möglichkeiten des Brennstoffbezugs besitzen.

Gemeinsam kam die Idee auf, mit Starterpaketen den Feuerstättenbetreibern einen Überblick über ein Festbrennstoffsortiment zu geben. In den Paketen sind neben Lausitzer REKORD-Briketts auch Kaminholz, Anfeuerholz, Kaminstreichhölzer, Kohlenanzünder und ein Infoheft „Richtiges Heizen“. Die Mitglieder der nördlichsten Schornsteinfegerinnung aus Sachsen-Anhalt überreichen jetzt bei den Bauabnahmen an den entsprechenden Feuerungsanlagen den Betreibern ein Starterset. Damit ist der Kunde in der Lage, seine neue Feuerstätte mit qualitativ hochwertigen Brennstoffen zu testen und hat gleichzeitig einen Überblick über das Brennstoffsortiment.

Übrigens, der gesamte Veredlungskomplex der Rohbraunkohle in der Brikettfabrik Schwarze Pumpe ist der Modernste seiner Art in Europa – mit höchsten Anforderungen an den Arbeits- und Umweltschutz sowie die Qualität der Brennstoffe. Durch Aufbereitung, Trocknung und Formung der Braunkohle wird im Veredlungsprozess eine Erhöhung des Heizwertes und eine Verbesserung der Gebrauchseigenschaften erzielt. Lausitzer REKORD-Briketts werden ohne Zusatz von Bindemitteln hergestellt. Sie besitzen einen natürlich niedrigen Schwefel- und Ascheanteil und zeichnen sich durch ihr hervorragendes Heizverhalten aus. Sie sind leicht anzuzünden, brennen optimal und halten lange Glut. Ihre hohe Formfestigkeit und der geringe Abrieb erlauben ein unkompliziertes Handling. Neben Briketts werden auch Anfeuerholz (reines Nadelholz ohne Bindemittel, fein gespalten, sauber und pilzfrei), Kaminholz (auch gesackt – Hartholz sortiert Buche, Eiche, Esche) Hartholzbriketts (reines Hartholz ohne Bindemittel) und Holzbriketts (reines Nadelholz ohne Bindemittel) angeboten.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Unter dem Motto „Die Sonne ist für alle da – Wissen – Bauen – Nutzen“ fand im Rahmen der Woche der Erneuerbaren Energien am 22. April 2009 der 4. Schul-Energie-Tag im Ilm-Kreis in der staatl. Regelschule Gräfinau-Angstedt statt.
Wie in den vergangen Jahren war es dem Schornsteinfegerhandwerk ein Bedürfnis seinen Teil dazu beizutragen. Wir informierten interessierte Jugendliche über die Problematik des CO2-Ausstoßes und den damit verbundenen Klimawandel. In einer Praxisbörse konnten wir Messtechnik und Messverfahren genau darstellen.

Eine mitgebrachte Wärmebildkamera und das Feststoffmessgerät weckte reges Interesse bei den Schülern und Besuchern. Die Ausstellung eines Energiepasses wurde ebenfalls simuliert. Mit entsprechenden Modernisierungsmaßnahmen konnten wir verdeutlichen, was für ein Einsparungspotenzial an Energie möglich ist.
Die Vielfältigkeit in unserem Handwerk erstaunte auch den stellvertretenden Landrat, Herrn Zobel. Ich bin mir sicher, dass das Schornsteinfegerhandwerk an diesem Tag bestens vertreten und dargestellt wurde.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Anlässlich des Florianfestes 2009 und dem 125-jährigen Bestehen der freiwilligen Feuerwehr Magdeburg/Olvenstedt wurden alle Gewerke, die den Florian als Schutzpatron in ihrem Wappen tragen, geladen. Dazu gehören die Bäcker, Schmiede, Töpfer, Feuerwehren und auch die Schornsteinfeger.
Der Festakt fand in der St. Laurentius Kirche in Altolvenstedt statt. An ihr nahmen neben Vertretern der Gewerke und zahlreichen Besuchern auch die Landtagsabgeordneten Katrin Budde und Wigbert Schwencke und Bundestagsabgeordneter Bernd Heinemann statt.

Im naheliegenden Kirchenpark hatten alle Gewerke ihre Stände aufgestellt, um den Besuchern Einblicke in das jeweilige Handwerk zu gewähren. Auch die Schornsteinfeger der Kreisgruppe Magdeburg informierten an ihrem Stand über traditionelle Tätigkeiten des Schornsteinfegerhandwerks aber auch über aktuelle Energiesparmöglichkeiten. So informierten sie unter anderem über Energiepass, Heizungscheck sowie dem effektiven Einsatz von nachwachsenden Brennstoffen wie Holz und Pellets.

Der offizielle Tag des Florians ist der 4. Mai eines jeden Jahres.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Erik Zabel und MRU unterstützen Schornsteinfeger-Aktion zu Gunsten krebskranker Kinder

Seit 4 Jahren radeln Schornsteinfeger aus ganz Deutschland die so genannte Glückstour und sammeln dabei Spenden für krebskranke Kinder. Ebensolange gibt es den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Überall in Deutschland werden von den Schornsteinfegern Aktionen und Sammlungen durchgeführt, um mit den Spenden krebskranken Kindern und deren Familien zu helfen. Bereits in den ersten 3 Jahren konnten rund 200 000 E gesammelt werden.

Die Glückstour 2009 ging über 7 Etappen von Berlin nach Bonn über ca. 900 km und machte am vorletzten Tag Station in der MRU-Niederlassung Unna. Mehr als 40 Tourteilnehmer wurden dort von Niederlassungsleiter Martin Bettermann, Vertriebsleiter Martin Seegräber sowie dem Gebietsverantwortlichen Thorsten Hammer herzlich empfangen.

Ganz besonders freuten sich Tourteilnehmer und Gastgeber, Erik Zabel, einer von Deutschlands prominentesten Radsportlern, begrüßen zu dürfen. Erik Zabel unterstrich durch seine Etappenteilnahme seine volle Solidarität mit dieser äußerst erfolgreichen Glückstour der Schornsteinfeger. Nach einer kleinen Stärkung überreichte das MRU–Team einen Scheck in Höhe 1 000 E an die verantwortlichen Tourorganisatoren sowie dem Vereinsgründer Jürgen Stricker. Martin Seegräber machte in einer kurzen Ansprache deutlich, wie wichtig es MRU ist, die fast 25-jährige Partnerschaft und Solidarität mit dem Schornsteinfegerhandwerk auch in dieser Form zu unterstützen.

Mit den besten Wünschen für eine weiterhin erfolgreiche Tour und eine unfallfreie Ankunft beim Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks in Bonn wurden die Glücksradler für das letzte Teilstück der Etappe verabschiedet.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Ministerpräsident Böhmer: Umweltschutz und Wirtschaft profitieren voneinander
Acht Schornsteinfeger aus den drei Innungen des Landes der Frühaufsteher haben im Rahmen der Feierstunde die Aufnahmeurkunden zur Umweltallianz aus den Händen der Umweltministerin Petra Wernicke erhalten.

„Die Umweltallianz Sachsen-Anhalt ist als herausragendes Beispiel der Zusammenarbeit von Landesregierung und heimischer Wirtschaft ein Erfolgsprojekt.“ Das sagte Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer in Magdeburg bei der Festveranstaltung zum zehnjährigen Bestehen der Umweltallianz Sachsen-Anhalt am 16. Juni.

„Unsere Umweltallianz führt eindrucksvoll die lange Zeit populäre Behauptung ad absurdum, Umweltschutz und Arbeitsplätze seien von Natur aus Gegensätze. Diese Behauptung ist aus der öffentlichen Debatte inzwischen auch völlig verschwunden. Nicht nur die Umweltallianz, sondern auch der dynamische Beschäftigungszuwachs im Bereich der regenerativen Energien bei uns im Land zeigen, dass das Gegenteil richtig ist: Umweltschutz und Wirtschaft gehören zusammen, ja sie profitieren voneinander“, so Böhmer weiter.

Als hervorragenden Anreiz für Investitionen bezeichnete Böhmer den Umweltbonus im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur. „Damit können Umweltallianzmitglieder eine Zusatzförderung für besonders umweltfreundliche Investitionen erhalten. Mit dem Umweltbonus wollen wir noch mehr Unternehmen für eine umweltbewusste Betriebsführung gewinnen. Mit der Anhebung von 5 auf 10 Prozent der Investitionssumme sind die Konditionen dafür noch einmal deutlich verbessert worden.“

Auch Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke zog angesichts des Jubiläums ein positives Fazit: „Die Umweltallianz ist seit zehn Jahren ein verlässlicher Partner der Unternehmen, die freiwillig auf betrieblichen Umweltschutz setzen. 214 Partner belegen, dass für immer mehr Unternehmen aus Industrie, Handwerk und Handel der betriebliche Umweltschutz ein untrennbarer Teil der Unternehmensstrategie geworden ist.“

Hintergrund
Die Umweltallianz wurde 1999 als freiwillige Vereinbarung zwischen der Landesregierung und der Wirtschaft geschlossen. Ziel ist es, den betrieblichen Umweltschutz zu verbessern, umweltpolitische Entscheidungen zu begleiten und sich für ein wettbewerbsfähiges und umweltgerechtes Wirtschaften einzusetzen.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Auf der Mitgliederversammlung der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V. am 20. April 2009 in Doberschütz wurde Ulrich Eller einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt.

Die Mitgliederversammlung des Schulvereins, als oberstes Beschlussgremium, folgt damit einer guten Tradition. Nach Wolfgang Buschan, der als erster Vorsitzender des Schulvereins bereits seit 2003 die Ehrenmitgliedschaft verliehen bekam, ist Ulrich Eller jetzt der Zweite, der diesen Ehrentitel trägt. Thomas Keindorf, Schulvereinsvorsitzender, würdigte in seiner Laudatio das Wirken des Ehrenmitgliedes. Ulrich Eller war von 2003 bis 2007 Vorsitzender des Schulvereins. Eller, der aus einer Schornsteinfegerfamilie stammt, war aber auch schon vor 2003 als Obermeister der Schornsteinfegerinnung Ostthüringen aktiv am Aufbau der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks beteiligt.

Nach der Ehrung stand eine wichtige Personalentscheidung an. Die Wahlperiode des Schulleiters war abgelaufen. Alle Mitglieder im Schulverein sprachen sich einheitlich für eine Wiederwahl von Dipl.-Päd. Hans Poltersdorf aus. Als Gründungsmitglied des Schulvereins steht er seit Beginn an vorderster Front in der Bildungsstätte und hat erheblichen Anteil an dessen Erfolg.

Als weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt stand die Wahl des Beauftragten für das Qualitäts- und Umweltmanagement nach ISO 14001 und 9001 (QUB) auf dem Programm. Die Neuwahl wurde erforderlich, da der ehemalige Qualitäts- und Umweltbeauftragte Michael Kempe, nicht mehr zur Verfügung stand. Im Herbst dieses Jahres wird die erste große Bewährungsprobe auf den neuen QUB zukommen. Der Zentralinnungsverband (ZIV) wird ein Audit in Doberschütz durchführen.

Neben den Personalentscheidungen standen aber unter anderem auch richtungsweisende Satzungsänderungen auf der Tagesordnung. Diese wurden erforderlich, um die Gemeinnützigkeit zu erhalten.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Die Zeit, als Kaminöfen als reiner Luxus galten und in erster Linie zu dekorativen Zwecken installiert wurden, gehört längst der Vergangenheit an. Die technische Entwicklung hat gerade im Bereich der Einzelraum-Feuerstätten erhebliche Fortschritte zu verzeichnen. Von der Integration eines Wärmetauschers bis hin zum Anschluss an einen wassergeführten Heizkreislauf bieten sich zahlreiche Möglichkeiten. Auch die Diskussion um die Sauberkeit und Wirtschaftlichkeit von Festbrennstofföfen trug zu einer Vielzahl von Neuerungen bei.

Ein gleichmäßig geregelter Abbrand des Brennstoffes trägt nicht nur zu niedrigeren Emissionen, sondern auch zu einem geringeren Brennstoffverbrauch bei. Konstante Bedingungen in der Feuerstätte und der Abgasstrecke ergeben sich jedoch nur bei einem gleichmäßigen Schornsteinauftrieb. Ist der Förderdruck im Abgasschacht zu hoch, entsteht ein zu schneller Abbrand und der Brennstoff wird nicht optimal ausgenutzt. Der Wirkungsgrad sinkt. Mit steigender Abgastemperatur erhöht sich zudem die Brandgefahr, Teile der Feuerstätte oder die Verbindungsleitung überhitzen und nehmen u. U. Schaden. Ist im Gegenteil der Förderdruck zu gering, kann es zu einem Abgasstau im Wärmeerzeuger und damit zu Verbrennungsstörungen bzw. gefährlichem Abgasaustritt in den Aufstellraum kommen.

Der Auftrieb in der Abgasanlage wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Die Ursache für Störungen kann in klimatischen Veränderungen der Gebäudeumgebung liegen. Windanströmungen unterschiedlicher Stärke und Richtung, aber auch Hindernisse wie z. B. nachbarschaftliche Bebauung oder hohe Bäume können negativen Einfluss nehmen. Faktoren sind außerdem wechselnde Außentemperaturen und der ständig schwankende thermische Auftrieb beim Betrieb einer weiteren Feuerstätte (Mehrfachbelegung). Abhilfe schafft in den genannten Fällen der Einbau eines Zugbegrenzers.

Bislang wurden Zugbegrenzer nachträglich in den Schornstein oder das Rauchrohr integriert, jedoch sind diese Lösungsansätze in Bezug auf den staubdichten Anschluss von Feuerstätten vom Fachhandwerk skeptisch betrachtet. Zu Recht, denn ein undichter Zugbegrenzer kann zu Rußaustritt bei der Schornsteinkehrung führen.

Die Firma Olsberg Hermann Everken GmbH wartet nun mit einer Innovation auf: Der Kaminofen Santorini Compact verfügt als erster Wärmeerzeuger seiner Art über eine Nebenluftvorrichtung, bzw. einen Zugbegrenzer, der direkt in das Gerät integriert wurde und einen sicheren, emissionsarmen Betrieb ermöglicht. Das Modell wird bereits ab Werk mit einer derartigen Nebenluftvorrichtung ausgestattet. Ab 20 Pa öffnet sich eine Pendelklappe, so dass ein konstanter Förderdruck im Abgasschacht erreicht wird und optimale Bedingungen in der Feuerstätte herrschen. Die Nebenluftvorrichtung arbeitet analog des eingestellten Wertes für den gewünschten Zug ohne Hilfsenergie und frei druckabhängig. Sie sorgt während der gesamten Abbrandphase dafür, dass der eingestellte optimale Förderdruck gesichert ist. Ist der Zug innerhalb des Abgassystems zu gering, schließt die integrierte Pendelklappe automatisch, so dass die Funktion der Feuerstätte nicht negativ beeinflusst wird.

In Kaminöfen integrierte Zugbegrenzer haben natürlich weitere Vorteile: So verfügt die Feuerstätte über eine bauaufsichtliche Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb und kann daher zeitgleich mit einer zugelassenen Lüftungsanlage ohne weitere Sicherheitseinrichtungen betrieben werden. Die geregelte Verbrennungsluftzufuhr erlaubt, zusammen mit dem Zugbegrenzer, eine größtmögliche Scheibensauberkeit und damit stets einen ungetrübten Blick auf das Flammenspiel. Ein betreiberfreundlicher Clou ist der belüftete Türgriff von Olsberg. So lässt sich die Tür zum Nachlegen von Brennstoff auch ohne Feuerschutzhandschuh öffnen.

Den Santorini Compact gibt es mit einer Nennwärmeleistung ab 5 kW in verschiedenen Designs.

Ausgabe: 72 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 72 - 2/2009 )

Schwefelarmes Heizöl schont Umwelt und Heiztechnik. Im Fortbildungszentrum für Schornsteinfeger in Doberschütz überzeugten sich Heizungsfachleute und Schornsteinfeger am Donnerstag, 7. Mai 2009 von den Vorteilen der schwefelarmen Heizölsorte.

Fazit: Nahezu rückstandsfreie Verbrennung und geringerer Wartungsaufwand.
„Heizöl EL schwefelarm“, so die offizielle Norm-Bezeichnung, soll zum Standardbrennstoff in Ölheizungen werden. Die Bundesregierung unterstützt dieses Vorhaben seit 1. Januar 2009 mit einem niedrigeren Mineralölsteuersatz für die schwefelarme Heizölsorte. Der Brennstoff eignet sich uneingeschränkt für alle in Deutschland installierten Ölheizgeräte. „Mit maximal 50 Milligramm Schwefelanteil pro Kilogramm ist das neue Heizöl in jedem Fall ein Gewinn für die Umwelt. Regelmäßig gewartet, weisen moderne Ölbrenner sehr niedrige Emissionen, etwa bei Ruß oder Stickoxiden auf. Zusätzlich wird bei der neuen schwefelarmen Heizölsorte im Raffinerieprozess der Schwefelanteil drastisch gesenkt. So verbessert sich die Umweltbilanz der Ölheizung erheblich“, sagt Hans Poltersdorf, Leiter der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V. in Doberschütz.

Mit zunehmender Verbreitung von schwefelarmem Heizöl und Öl-Brennwerttechnik steigt auch der Informationsbedarf auf Verbraucherseite. Viele Ölheizungsbesitzer fragen beispielsweise ihren Schornsteinfeger als Fachmann fürs Heizen und Energiesparen um Rat. Umso wichtiger, dass dieser auf praktische Erfahrung mit dem Brennstoff zurückgreifen kann. Für die Schulung und Weiterbildung der Schornsteinfeger aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen betreibt die Bildungsstätte in Doberschütz ein Öl-Brennwertheizgerät, in dem ausschließlich Heizöl EL schwefelarm verwendet wird. Nach rund 600 Betriebsstunden und einem Durchsatz von 1 400 Litern schwefelarmem Heizöl haben sich im Brennraum des Heizkesssels praktisch keine Ablagerungen gebildet. Die nahezu rückstandsfreie Verbrennung ist ein Hauptmerkmal der neuen Heizölqualität. So ist eine gleichbleibend optimale Energieausnutzung gewährleistet, wodurch auch der Heizölverbrauch sinkt. Zugleich wird der Wartungsaufwand für Brenner und Kessel reduziert. Das für die Kundenaufklärung nötige Fachwissen über den flüssigen Brennstoff erarbeiten sich die Schornsteinfeger mit Unterstützung des Instituts für wirtschaftliche Oelheizung (IWO). Das Hamburger Institut hat allein im vergangenen Jahr insgesamt 1 600 Schornsteinfeger zum Produkt und den Anwendungseigenschaften von schwefelarmem Heizöl in Doberschütz geschult.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Leipzig im März 2009: In Sachsen und Sachsen-Anhalt beginnt die Produktion umweltfreundlicher Woodox Holzpellets. Die Werke in Löbau, Heidegrund und Oranienbaum starten nun offiziell mit der Produktion. 60.000 Tonnen werden pro Jahr jedes der Pelletswerke verlassen – selbstverständlich in DINplus-Qualität und nun erstmals als einzige Pellets auf dem europäischen Markt auch mit DEKRA-Zertifikat.
Die Leipziger Woodox Management GmbH bündelt den Vertrieb der Holzpresslinge aus den drei Werken. So werden nicht nur Synergien genutzt, sondern vor allem eine hohe Lieferstabilität und dreifache Versorgungssicherheit gewährleistet. Keine andere Marke auf dem deutschen Pelletsmarkt bietet diese Sicherheit. Ebenfalls einzigartig ist das DEKRA-Siegel, das das Ascheschmelzverhalten beim Verbrennen der Pellets prüft. Ein zu hoher Wert führt zu unsauberer Verbrennung und kann die Heizungen verschmutzen. „Woodox Pellets sind die einzigen mit DEKRA-Siegel. Der Kunde erhält so ein mehrfach geprüftes, hochqualitatives Produkt“, freut sich Christian Schimik, Geschäftsführender Gesellschafter der Woodox Management GmbH. „Dies ist uns besonders im Hinblick auf unsere Geschäftspartner, den Brennstoffhändlern in ganz Deutschland, wichtig. Deren Kunden erhalten so eine besonders hohe Produktqualität und Sicherheit.“ 
Die für Woodox typische, hohe Versorgungssicherheit wird zudem durch die Weiterverarbeitung von regionalem Holz unterschiedlichen Ursprungs gesichert. Hackschnitzel, Holz aus der Durchforstung und Sägespäne sind drei Rohstoffquellen, die für Händler und Verbraucher eine absolute Verbesserung der Versorgungssicherheit bedeuten. Insgesamt 500 Tonnen Holz werden so in jedem Werk pro Tag verarbeitet. „Bliebe der Verbrauch wie in 2008 konstant, könnten wir mit allen drei Werken rund ein Fünftel der Inlandsnachfrage abdecken. Aber wir sind sicher, dass die Inlandsnachfrage weiter steigen wird“, beschreibt Woodox Manager Gerhard Kroker den angestrebten Marktanteil von Woodox Pellets.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Zukunftsgerichtete Technologien für flüssige Brennstoffe
Brenngas aus Heizöl ist das Ergebnis, wenn mittels der „Kalte-Flammen-Technologie“ flüssige Brennstoffe verdampft werden. Dieses Prinzip macht das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO) an seinem Messestand auf der diesjährigen ISH mit einem gläsernen Verdampfer für Heizöl EL sichtbar. Das Prinzip der „Kalten Flamme“ wird beispielsweise genutzt, um Brenner kleiner Leistung für flüssige Brennstoffe zu realisieren. Denn äußerst emissionsarme, modulierbare Brenner im Leistungsbereich zwischen zwei und zwanzig Kilowatt sind eine wesentliche Voraussetzung für zukunftsgerichtete Heiztechnologien wie die ölbetriebene Wärmepumpe und Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (Mikro-KWK).

IWO unterstützt die Entwicklung solcher Technologien. Mit dem Einsatz von flüssigen Brennstoffen zum Betrieb von Wärmepumpen und Mikro-KWK ließe sich laut IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen ein großes Potenzial an Effizienzsteigerung, Primärenergieeinsparung und CO2-Vermeidung erschließen. „Gerade für die Ziele Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit kommt der weiteren Steigerung der Energieeffizienz durch neue Technologien aus unserer Sicht eine überragende Rolle zu. Deshalb werden wir in Kooperation mit der Mineralölwirtschaft und der Geräteindustrie Entwicklungsprojekte für heizölbetriebene Wärmepumpen und Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung fördern“, erläutert Küchen.

Sinkender Wärmebedarf verändert Anforderungen
Der sinkende Wärmebedarf von Gebäuden aufgrund besserer Wärmeschutzstandards steigert die Nachfrage nach Heizsystemen mit kleiner Leistung. Eine Folge: Der Brennstoffverbrauch sinkt. Realistischerweise wird aber auch zukünftig zusätzlich Energie in wenigen kalten Wintermonaten benötigt, das heißt, es ergeben sich typische Spitzenlastprofile über relativ kurze Zeiträume.
In diesem Zusammenhang kommen die Vorteile einer dezentral gespeicherten Energie besonders zum Tragen. Fraglich ist hingegen, ob die vergleichsweise hohen Infrastrukturkosten für leitungsgebundene Energien wirtschaftlich sind.
Bereits heute können durch die Kombination von effizienter Öl-Brennwerttechnik mit großen Solaranlagen zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung Energieeinsparungen erzielt werden, die in der Praxis beispielsweise mit sehr guten strombetriebenen Wärmepumpen vergleichbar sind.

Dennoch ist anzustreben, die Vorteile flüssiger Brennstoffe langfristig in neuen Anwendungstechniken zu nutzen, um vor allem im Gebäudebestand noch mehr Energieeinsparung zu erreichen. Eine Option sind heizölbetriebene Mikro-KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von ein bis zwei Kilowatt und einer Heizleistung von bis zu sechs Kilowatt. Sie würden die Grundlasten des Strom- und Wärmebedarfs eines modernen Ein- oder Zweifamilienhauses abdecken. Derzeit erhältliche KWK-Anlagen arbeiten größtenteils mit mehr als fünf Kilowatt elektrischer und über zehn Kilowatt thermischer Leistung und sind damit für Einfamilienhäuser mit geringem Wärmebedarf überdimensioniert.

Eine andere Möglichkeit zur weiteren Effizienzsteigerung ist eine heizölbetriebene Wärmepumpe. Diese arbeitet mit einem thermischen Verdichter, der mit Wärme, beispielsweise aus der Verbrennung flüssiger Brennstoffe, angetrieben wird. Voraussetzung hierfür ist die Entwicklung eines angepassten modulierbaren Ölbrenners im kleinen Leistungsbereich.

Die Jahresarbeitszahlen thermischer Wärmepumpen sind mit 1,2 bis 1,5 zwar deutlich kleiner als die einer Strom-Wärmepumpe. Im direkten primärenergetischen Vergleich schneiden die thermischen Wärmepumpen aber häufig gleich gut und besser ab, weil für die Bereitstellung der zum Antrieb nötigen Energie weit weniger Aufwand betrieben wird. Die hohen vorgelagerten Verluste wie bei der Stromerzeugung entfallen. Weitere Pluspunkte thermischer Wärmepumpen: Sie stellen durch einfache Schaltungen auch höhere Temperaturen bereit, passen sich schneller an den Wärmebedarf an, sind außerordentlich geräuscharm und kommen auch mit kleineren Kollektoren für die Umweltwärme aus.
Innovative Technik für die optimale Verbrennung
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Entwicklung solcher Technologien ist mit der Verdampfung flüssiger Brennstoffe zu Brenngas mittels der „Kalten Flamme“ bereits getan. Hierbei wird durch innovative Vormischtechnik ein homogenes Brennstoff-Luft-Gemisch hergestellt und so die Voraussetzung für eine optimale Verbrennung geschaffen. Die Verbrennung des Heizöls erfolgt in zwei getrennten Prozessen: Zunächst verdampft der Brennstoff mittels der „Kalten Flamme“ vollständig in einem vorgewärmten Luftstrom. Das daraus entstandene Brenngas wird mit der Verbrennungsluft vermischt und anschließend verbrannt.

IWO, 2009

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Innovatives Heizkonzept von Plewa

Wer mit Holz heizen will muss sich in der Regel entscheiden: Scheitholz oder Pellets. Beides geht jetzt mit der Schornstein-Ofen-Unit UniTherm 2 + P aus dem Hause Plewa. Die innovative Feuerstätte ist die konsequente Weiterentwicklung des bewährten UniTherm Klassik. Sie wird an einen Wasser führenden Heizkreislauf angeschlossen und vereint damit alle Elemente einer Ganzhausheizung.

Die Anbindung an den Heizkreislauf erfolgt über Anschlüsse im Fußteil des Wärmeerzeugers. Je nach Wahl wird der UniTherm 2 + P dann entweder mit Scheitholz oder Pellets betrieben. Die Pelletsförderung arbeitet vollautomatisch und ist im Vorratsbehälter integriert. Wie die anderen UniTherm-Modelle überzeugt auch der 2 + P durch seine geringe Stellfläche von 55 x 55 cm, die optimale Abstimmung aller Komponenten sowie seinen hohen Wirkungsgrad von bis zu 95,1%.

Insgesamt verfügt der UniTherm 2 + P über eine Nennwärmeleistung von 9,8 kW bei Scheitholz und 8,7 kW bei Pellets. Sie teilt sich durch den Anschluss an den Heizkreislauf auf in 3,9 kW für die Raumheizung und 5,9 kW für die Heizwasserleistung (bei Scheitholz), sowie 3,0 kW raumluftseitig und 5,7 kW heizwasserseitig bei Pellets. Auf diese Weise wird ein Überheizen des Aufstellraumes vermieden und die Wärme an anderer Stelle im Haus sinnvoll genutzt. In jedem Fall reicht die Heizleistung zur Beheizung moderner Gebäude mit niedrigem Energiestandard.

Der UniTherm 2 + P von Plewa unterschreitet bei den Emissionen alle relevanten Grenzwerte der novellierten 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) und arbeitet damit umweltschonend und CO2-neutral. Er lässt sich darüber hinaus problemlos mit einer Solaranlage kombinieren.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Für jedes Heizkonzept der passende UniTherm
Die Plewa Schornsteintechnik und Heizsysteme GmbH hat auf der ISH in Frankfurt die komplette UniTherm-Reihe präsentiert. Die auf Basis einer Holzfeuerung CO2-neutral zu betreibende Schornstein-Ofen-Unit wurde seit ihrer Markteinführung vor sechs Jahren stetig weiterentwickelt und erfreut sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Betriebsweise einer steigenden Beliebtheit auch als Ganzhausheizung.

Neben der klassischen, scheitholzbefeuerten Ausführung, die vornehmlich für den Betrieb in den Abendstunden oder die Übergangszeiten Herbst und Frühjahr entwickelt wurde, sind auf der ISH auch die zukunftsträchtigen Modelle UniTherm 2, UniTherm plus sowie die Version 2 + P zu sehen. Mit den neuen Baureihen bietet Plewa jetzt Varianten zur Integrierung in einen Wasser führenden Heizkreislauf und mit Wärmetauscher an. Die neueste Weiterentwicklung der UniTherm-Serie verfügt zudem über ein zusätzliches Pelletsmodul mit Brennstoffreservoir für 72 Betriebsstunden, das sich automatisch zuschalten lässt. Auf Wunsch ist auch die Integration einer Solaranlage in den Heizkreislauf realisierbar.

Sämtliche UniTherm-Anlagen sind raumluftunabhängig zu betreiben und überzeugen durch die optimale Abstimmung aller Komponenten, den schnellen Aufbau Dank eines hohen Vorfertigungsgrades sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Die neue Kesselgeneration von Windhager

Der erfolgreiche Pelletskessel BioWIN von Windhager geht in die nächste Generation. Das Nachfolgemodell BioWIN plus überzeugt durch eine verbesserte Brennertechnologie, einfachere Bedienung und eine kompaktere Bauweise. Wie sein Vorgänger zeichnet sich auch der BioWIN plus durch hohen Komfort und eine Vielzahl von Vollautomatiken aus. Dazu zählen beispielsweise die automatische Brennertopfentaschung und Heizflächenreinigung sowie lange Betreuungsintervalle.

Das Herzstück des Wärmeerzeugers ist der innovative Pelletsbrenner. Die Form des Brennertopfes wurde von zylindrisch auf konisch umgestellt um die Zuführung der Verbrennungsluft und damit das thermische Verhalten zu verbessern. Dadurch ergibt sich eine noch sauberere Verbrennung und in der Folge eine deutliche Reduktion der Emissionswerte. Neu ist auch die vollautomatische Brennertopfentaschung. Zur Verhinderung gröberer Ascheteile wird das Glutbett ständig in Bewegung gehalten. Die verbleibende Restasche rutscht durch vergrößerte Reinigungsöffnungen automatisch aus dem Brennertopf. Gröbere Verkrustungen, wie sie manchmal bei unterschiedlichen Brennstoffqualitäten entstehen können, stellen so kein Problem mehr dar. Auch der Reinigungszyklus lässt sich jetzt über eine Einstellung schnell und einfach an die jeweiligen Brennstoffeigenschaften anpassen.

Durch seine neue, kompakte Bauweise und die niedrige Bauhöhe von 1,75 m lässt sich der BioWIN plus auch in niedrigen Heizungskellern problemlos aufstellen. Dieser Vorteil kommt vor allem bei der Altbausanierung zum Tragen. Die Installation der pneumatischen Pellets-Zuführung ist damit ebenfalls auf einfache Weise zu realisieren.

Wie alle Windhager-Geräte ist auch der BioWIN plus mit der komfortablen Bedieneinheit InfoWIN ausgestattet. Auch sie überzeugt durch ihr neues Design und ein großes, hinterleuchtetes Display. Wie gewohnt, lassen sich alle relevanten Informationen und Betriebszustände als Volltext abrufen. Der BioWIN plus ist in vier Leistungsstufen von 2,9 bis 25,9 kW erhältlich. Als Kaskadenlösung stehen Leistungsgrößen bis zu 78 kW zur Verfügung. Wie gewohnt, gewährt Windhager auch auf seine neueste Entwicklung eine Vollgarantie von fünf Jahren.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Kesselgerät zur Einbindung in wasserführenden Heizkreislauf
Diese „Zentralheizung“ muss sich nicht im Heizraum verstecken. Der neue Profi W aus dem Hause Schmid vereinbart alle Vorteile einer holzbefeuerten Feuerstätte mit denen einer Ganzhausheizung. Er eignet sich mit einer Heizleistung von 12 kW besonders gut zur Installation in modernen Wohnbauten, die einen durchschnittlichen Wärmebedarf aufweisen. Mit der Integration in den wasserführenden Heizungskreislauf wird der Heizeinsatz zur zentralen Komponente in der häuslichen Wärmeversorgung. Darüber hinaus bietet sich die Kombinationsmöglichkeit mit einer Solaranlage – mit Hilfe eines gemeinsamen Pufferspeichers – in idealer Weise an.

Die Leistungsabgabe des Profi W wird zu 70% dem zentralen Heizungssystem zugeführt. 30% werden als angenehme Konvektions- und Strahlungswärme an den Aufstellraum abgegeben. Eine Überheizung des Wohnbereiches ist somit nicht zu befürchten. Soll zusätzlich zur Aufheizung des Wasserkreislaufes noch Heizwärme gespeichert werden, bietet sich der Einbau keramischer Züge an, die die Wärme der Heizgase an die Speichermasse der Feuerstätte weiterleiten. Die Wärmestrahlung sorgt auch dann noch für angenehme Raumtemperaturen, wenn das Feuer im Heizeinsatz längst erloschen ist.

Ein besonderes Merkmal des Profi W ist sein großer Feuerraum, der sich mit bis zu 50 cm langen Holzscheiten befüllen lässt. Des Weiteren ermöglicht die verglaste Ofentür jederzeit einen guten Blick auf das Flammenspiel. Der Profi W überzeugt durch hervorragende Emissionswerte und ist leicht zu reinigen. Ein passendes Zubehör-Set mit thermischer Ablaufsicherung, Rücklaufanhebung und Temperaturdifferenzregelung ist bei Schmid erhältlich.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Schräder entwickelt Filter für Holzfeuerstätten

Feinstaub, der bei der Verbrennung von Biomasse entsteht – insbesondere Holzpellets und Hackschnitzel – kann nun mit dem neuartigen Filter AL-Top von Schräder wirksam aus dem Abgas entfernt werden. Durch den Einsatz des Bauteils werden solche Feuerstätten zukünftig deutlich geringere Feinstaubemissionen aufweisen. Der AL-Top eignet sich aufgrund seiner kompakten Abmessungen sowohl für die Erstausstattung als auch für die Nachrüstung.

Das von Schräder Abgastechnologie konzipierte System basiert auf dem Prinzip der Koronaentladung. Bei diesem Prozess werden die Staubpartikel beim Eintritt in das Bauteil elektrostatisch aufgeladen und an der nachfolgenden Filterschüttung angelagert. Zur Reinigung des Filters wird dieser mit Wasser besprüht, sodass eine periodische Säuberung der Abscheideoberfläche gewährleistet ist. Auf diese Weise entfällt die bei anderen Elektrofiltern erforderliche Reinigung und Entsorgung des Staubs.

Der Schräder AL-Top vereint eine Reihe von Vorteilen: Mit einem niedrigen Strom- und Wasserverbrauch erzielt er eine hohe Reinigungsleistung. Außerdem entstehen bei seinem Einsatz nur ein geringer Strömungswiderstand und wenig Druckverlust, sodass der Filter in den meisten Fällen ohne den Betrieb eines Rauchsaugers eingesetzt werden kann. Das Produkt besticht durch eine hohe Betriebssicherheit und gilt als verschleiß- und wartungsarm. Als Material wird hochwertiger Edelstahl eingesetzt. AL-Top eignet sich für alle Pellet- und Hackschnitzelanlagen im Leistungsbereich vom 15–150 kW.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Kaminofen Santorini Compact mit integrierter Nebenluftvorrichtung
Was zeichnet einen zeitgemäßen Kaminofen aus? Neben der Optik die bestmögliche Technik für einen sicheren, emissionsarmen Betrieb. Unter dieser Prämisse hat die Olsberg Hermann Everken GmbH, den „Santorini Compact“ konzipiert. Diese zeitgemäße Feuerstätte mit einer Nennwärmeleistung von 5 kW verfügt über eine Nebenluftvorrichtung, die direkt in das Gerät integriert ist.

Eine solche Nebenluftvorrichtung, in Fachkreisen besser als Zugbegrenzer bekannt, bewirkt einen gleichmäßigen Schornsteinauftrieb. Ab 20 Pa öffnet sich eine Pendelklappe, sodass konstante Bedingungen in der Abgasstrecke erreicht werden. Auf diese Weise wird auch bei schwankenden Wind- und Witterungsverhältnissen dauerhaft ein optimierter Abbrand sichergestellt, der sich wiederum in einem reduzierten Brennstoffverbrauch, niedrigeren Emissionen und optimaler Scheibensauberkeit, bemerkbar macht.

Neben dieser absoluten Neuerung zeigt der Kaminofen „Santorini Compact“ weitere Olsberg-typische Vorteile. Dazu zählen beispielsweise das patentierte Compact Türschließsystem, die geregelte Verbrennungsluftzufuhr und eine größtmögliche Scheibensauberkeit, die durch die integrierte Nebenluftvorrichtung zusätzlich sichergestellt wird. Des Weiteren verfügt die Feuerstätte über die bauaufsichtliche Zulassung für den raumluftunabhängigen Betrieb. Daher kann sie selbst bei einer zugelassenen Lüftungsanlage ohne weitere Sicherheitseinrichtungen genutzt werden.

Das Produkt des Feuerstätten-Spezialisten Olsberg punktet darüber hinaus mit seinem belüfteten Stangentürgriff sowie unterschiedlichen Designs. Zu jeder Einrichtung wird die passende Verkleidung angeboten. Stahlblech lackiert, Naturstein sowie Keramikverkleidung in vielen Glasurfarben sind möglich. Damit lässt sich in jedem Fall das Optimale für den eigenen Geschmack finden.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Moderne Büro- und Geschäftsgebäude müssen je nach Frequentierung und Außentemperatur oft hohe interne Wärmelasten bewältigen. Statt sowohl für das Heizen als auch für das Kühlen Energie einzusetzen und damit zu verschwenden, wird der Wärmeüberschuss mit Betsy einfach transferiert.

Betsy steht für das Best energy transfer system, einer patentierten Lösung für zeitgleiches Heizen und Kühlen in einer Anlage. Die Best GmbH aus dem niedersächsischen Isernhagen stellt mit dieser Konzeption eine Möglichkeit bereit, Wärmeüberschüsse aus einem Gebäudeteil abzuführen und anderen Bereichen zugänglich zu machen. Ziel ist es, zum Nutzen des Betreibers eine möglichst hohe Effizienz zu erreichen.

Dies geschieht, indem das Temperaturgefälle zwischen Vor- und Rücklauf des Heiz-/Kühlwassers eingesetzt wird, um unterschiedliche Raumlasten auszugleichen. Optimal erfolgt das mit dem 3-Leiter-System Betsy, denn ihm liegt eine besondere Verrohrung und Regelung zugrunde. Damit lassen sich nicht nur die Investitionskosten senken, der Energietransfer reduziert auch dauerhaft die Betriebskosten in erheblichem Umfang.

Mit Hilfe des Systems wird es zudem sehr viel leichter, die Arbeitsstättenrichtlinie einzuhalten, d. h. die maximale Temperatur von 26 ºC am Arbeitsplatz zu garantieren. Betsy verbindet also Komfort mit höchst effizientem Energieeinsatz, die Ressourcen werden umweltschonend genutzt. Die Auslegung erfolgt immer auf der Grundlage exakter Objektdaten.
Die Heiz-Kühlelemente erlauben außerdem eine hohe gestalterische Vielfalt. Sie sind in verschiedenen Farben und Designs erhältlich und können mit und ohne Raumschalldämpfung eingesetzt werden. Das Unternehmen Best kann geschlossene Decken, Segel oder sogenannte Stripes in nahezu jeder gewünschten Variante herstellen.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Erstmals zur ISH 2009 stellte Kutzner + Weber die neu entwickelte Ofenregelung KW „Mini“ vor. Sie wurde speziell für den Einsatz an kleinen Feuerstätten, wie z. B. Kaminöfen, konzipiert und überzeugt durch ihre geringen Abmessungen, die eine nahezu unsichtbare Installation auch bei beengten Verhältnissen ermöglichen.

Im Gegensatz zu den bereits am Markt etablierten KW Ofenregelungen „Komfort“ und „Expert“, die auch steuernd auf Komponenten wie Wohnraumlüftung, Dunstabzugshaube oder Rauchsauger wirken, konzentriert sich die „Mini“ rein auf die Regelung des Abbrandes. Mit Zuluftklappe und Temperatursensor ausgestattet, eignet sie sich in erster Linie zum Einsatz an handbeschickten Feuerstätten mit Verbrennungsluftstutzen. Die Regelung erfolgt, wie bei allen Ofenregelungen von Kutzner + Weber, prozessorgesteuert. Für einen hohen Benutzerkomfort sorgen ein Ofentürschalter als Startsignal sowie ein übersichtlich abzulesendes Display, das den Betreiber mit Informationen über die Abgastemperatur oder den optimalen Zeitpunkt zum Nachlegen von Brennstoff versorgt.

Darüber hinaus bietet die KW „Mini“ vielfältige Möglichkeiten für gewerbliche Erstausstatter.

So ist beispielsweise die Anbindung an ein RS 485 Bus-System oder die Option einer Fernbedienung zur Einstellung der Heizkurve denkbar. Damit auch die Optik stimmt, können Gehäuseform und Farbe herstellerspezifisch gewählt werden.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Praktische Hinweise für Brände in Schornsteinen und Feuerungsanlagen
Infolge der hohen Energiepreise nimmt seit einiger Zeit die Anzahl der Feuerstätten, die mit festen Brennstoffen wie z. B. Holz, Holzpellets oder Hackschnitzel betrieben werden, deutlich zu. Werden diese Feuerstätten nicht ordnungsgemäß befeuert, entsteht Glanzruß, der zu einem Schornsteinbrand führen kann. Dieses Rote Heft/Ausbildung kompakt will das bei vielen Feuerwehren in Vergessenheit geratene Wissen um die Brandbekämpfung bei Schornsteinbränden wieder wecken. Es beschreibt die unterschiedlichen Schornsteinarten und Feuerungsanlagen sowie die benötigten Einsatzmittel und gibt praxisnahe Hinweise für das taktisch richtige Vorgehen bei Schornsteinbränden.

Der Autor: Martin Vogel ist Schornsteinfegermeister und Zugführer bei der Freiwilligen Feuerwehr.
ISBN: 978-3-17-020739-4
Preis: 9 Euro

Ausgabe: 71 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

mitteldeutsche handwerksmesse

Zum 12. Mal zeigte das Handwerk, und natürlich auch das Schornsteinfegerhandwerk, sein Leistungsspektrum und die Qualität individueller Anfertigungen auf der mitteldeutschen handwerksmesse in Leipzig. Vom 7. bis 15. Februar 2009 präsentierten insgesamt 231 Aussteller, parallel zur großen Verbraucherausstellung HAUS-GARTEN-FREIZEIT sowie der ImmobilienMesse Leipzig und der Wassersportmesse Beach & Boat, ihre Produkte und Dienstleistungen rund um Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Lebensgefühl, Nahrungsmittelhandwerk, Fahrzeuge sowie Seltenes Handwerk. Insgesamt stellten sich über 1100 Aussteller dem interessierten Publikum. Im Messeverbund rangiert die Leistungsschau des Handwerks unter den drei besucherstärksten Handwerksmessen in Deutschland. „Auf dem wichtigsten länderübergreifenden Forum des Handwerks in Mitteldeutschland vermittelten Handwerksbetriebe neun Tage lang geschätzte Werte wie Vertrauen, Garantie, Qualität und Individualität“, erläutert Martin Buhl-Wagner, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH. „Energiesparen war das Thema der neun Tage auf der mitteldeutschen handwerksmesse.“ In einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Marktforschung Leipzig erklärten 70 Prozent der Besucher, sich vor allem im Bereich Bau und Ausbau zu informieren. Der effiziente Bau oder Ausbau der eigenen vier Wände stand ganz oben auf der Wunschliste der Besucher.
So hat auch in diesem Jahr wieder der Stand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhanwerks genau ins Schwarze getroffen. Fast zweieinhalb Tausend Kundenkontakte konnten die Schornsteinfeger des mitteldeutschen Informationsstandes verzeichnen. Die Fragestellungen der Besucher hatten folgende Schwerpunkte: Energiesparmaßnahmen aller Art im Gebäudebestand, Bedingungen für die Errichtung von Zusatzfeuerstätten, kombinierter Einsatz von regenerativen Brennstoffen mit vorhandenen Heizungen für fossile Energieträger bzw. andere Alternativen zu fossilen Brennstoffen, Beratung durch den Schornsteinfeger während der Bauplanungsphase und vieles mehr. Aber auch zur Feinstaubproblematik und dem Einsatz von Rußfiltern wurden die Energieberater des Schornsteinfegerstandes befragt.

Ein weiterer Schwerpunkt des Beratungsstandes der schwarzen Zunft war der „Heizungs-Check“. „Energie und damit Kosten zu sparen ist das Ziel der meisten Grundstückseigentümer. Viele suchen deshalb beim Schornsteinfeger Rat, um ihre Wohnungen und Häuser noch energieeffizienter zu gestalten“, erklärt Thomas Keindorf, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt. „Speziell geschulte Schornsteinfegermeister können das Verbesserungspotenzial der Heizanlagen neutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen ermitteln. Vom Kessel über die Wärmeverteilung bis hin zum Heizkörperventil stecken im gesamten Heizungssystem Energieeinsparmöglichkeiten.“

„Der Heizungs-Check befasst sich mit der gesamten Heizanlage“ erklärt Maik Mahlig, Bezirksschornsteinfegermeister und Energieberater auf dem Messestand des Schornsteinfegerhandwerks.

Zunächst wird die Wärmeerzeugung bewertet. Hier spielen Faktoren wie der Abgasverlust, die Oberflächenverluste, die Dimension des Heizkessels, aber auch die Ventilationsverluste oder die Heizungsregelung eine Rolle. In einem zweiten Schritt werden Wärmeverteilung: Hydraulischer Abgleich, Heizungspumpe, Dämmung von Leitungen und Armaturen getestet. Zuletzt überprüfen die Experten die Wärmeübergabe an Heizkörper oder Fußbodenheizung sowie die Thermostatventile.

Direkt im Anschluss erfahren die Eigentümer, wie effizient ihre Heizanlage läuft und wie hoch der Optimierungsbedarf ist. Der Test ist bundesweit einheitlich.

In seiner Eröffnungsrede zur mitteldeutschen handwerksmesse am 7. Februar äußerte sich Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Schirmherr der diesjährigen Veranstaltung, optimistisch über die Zukunft des Handwerks. Das hohe fachliche Niveau und der Meisterstatus zeichne das deutsche Handwerk aus. Vor allem in den neuen Bundesländern stünden in den nächsten Jahren zahlreiche Neuinvestitionen an.

Vor 15 bis 20 Jahren hätten sich viele private Haushalte mit neuen Heizungen und Sanitäranlagen ausgestattet. Diese auf den neuesten energieeffizienten Stand zu bringen, gebe dem Handwerk in den kommenden Jahren neue Perspektiven. „Ich bin optimistisch, dass das dynamische und anpassungsfähige Handwerk sich auch vor dem Hintergrund der Rezession behauptet“, erklärte der Ministerpräsident. „... Wenn das Handwerk konkurrenzfähig bleiben will, muss es kraftvoll und geschlossen auftreten.“ Die Schirmherrschaft über die mitteldeutsche handwerksmesse rotiert zwischen den Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Ausgabe: 71 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 71 - 1/2009 )

Ein Interview mit Richard Pyrek

Der Schornstein: Guten Tag Herr Pyrek.
Richard Pyrek: Servus

Sie sind Rauchfangkehrermeister und Inspektionsrauchfangkehrer bei der Berufsfeuerwehr Wien. Neben Ihrer Einsatz- und Erhebungstätigkeit halten Sie Vorträge über die Gefahren von Kohlenmonoxid und CO-Vergiftungen. Wie kam es dazu?

„Ich dachte, mir könnte so etwas nie passieren“ – dies ist einer der häufigsten Sätze, die ich in meiner Tätigkeit als Inspektionsrauchfangkehrer bei Einsätzen wegen CO-Vergiftungen von den verunfallten Personen höre – ich nenne es gerne Prävention und „Wachrütteln“.

So wie sich das anhört, scheint es Bedarf dafür zu geben? Wie lange machen Sie das schon?

Seit dem Jahre 2004 stehe ich bei der Berufsfeuerwehr Wien als Inspektionsrauchfangkehrer im Dienst. Eine wichtige Aufgabe der Inspektionsrauchfangkehrer – kurz genannt IR – ist das alarmmäßige Ausrücken zu Kohlenmonoxidvergiftungen bzw. Verdacht auf Kohlenmonoxid. Es zeigt sich in den letzten Jahren eine stetige Zunahme der CO-Einsätze. Im Durchschnitt sterben in Wien pro Jahr 7 Personen an den Folgen einer CO-Vergiftung die durch eine Feuerstätte hervorgerufen wird und es werden ca. 100 Personen verletzt. Die Dunkelziffer ist leider höher.

Das ist mit Deutschland verglichen relativ viel. Kennt man die Ursachen?

In Stadtgebieten mit alter Bausubstanz zeigt sich vermehrt, dass durch die rasante Weiterentwicklung der Feuerstätten viele Rauchfänge nicht dementsprechend konstituiert sind, dass ein gefahrloses Betreiben der Feuerstätten gegeben ist. Weiters wird durch Sanierung von Altbauten die Gebäudehülle abgedichtet und dadurch ist der Luftaustausch in den Gebäuden nicht mehr gegeben. Zu den häufigsten Unfallursachen im Zusammenhang mit Kohlenmonoxid in Wien zählen:
– Fehlende Verbrennungsluft durch dichte Gebäudehülle.
– Verschmutzte Feuerstätten bzw. Abgasaustrittswächter.
– Abgasrückstau durch erhöhte Außentemperatur.
– Nicht zulässige Abluftventilationen.
– 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss.

Wie sind die Prüfungsintervalle in Wien?

Die wiederkehrende Emmissionsgrenzwertmessung ist in Wien für Gasfeuerstätten alle 5 Jahre vorgeschrieben. Bei der jährlichen Hauptkehrung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger) werden im Vorfeld schon erhebliche Mängel an verschmutzten bzw. nicht betriebssicheren Feuerstätten außer Betrieb genommen (Heiz- und Benützungsverbot). Dies unterstreicht noch mehr die Wichtigkeit der regelmäßigen Überprüfung durch den Rauchfangkehrer (Schornsteinfeger). Es zeigt sich auch deutlich, dass ein Unfallverschulden der Rauchfangkehrer in den meisten Fällen ausgeschlossen werden kann. In Österreich lautet die gesetzliche Regelung für 5-Liter-Durchlaufwasserheizer ohne Fanganschluss, dass die Installation von diesen Feuerstätten per 1. Jänner 2007 verboten wurde. Bestehende Geräte dürfen jedoch weiterhin in Betrieb bleiben.

Wie viele solche Gasfeuerstätten zählen Sie in Wien noch?

In Wien sind noch ca. 25.000 Stück in Betrieb. Durch diverse Förderungen wird versucht die Betreiber der Altgeräte zum Umstieg auf fanggebundene Feuerstätten zu bewegen.

Der basiert aber auf Freiwilligkeit und bedarf großer Überzeugungskraft .

Richtig, es zeigt sich deutlich, dass die Wartung und Servicearbeiten an Feuerstätten durch den Betreiber vernachlässigt werden und dadurch bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten die eingebauten Abgaswächter bei einem Abgasaustritt nicht ansprechen. Betrachtet man eine herkömmliche Rückstromsicherung einer Gastherme oder eines Durchlaufwasserheizers zeigt sich, dass der Abgaswächter nur auf einer Seite montiert ist. Ist der Wächter selbst leicht mit Staub verschmutzt reagiert dieser nicht mehr. Ebenso ist der Abgaswächter außer Funktion, wenn die Abgase sehr rasch austreten, wie z. B. bei einem Unterdruck im Raum, welcher durch einen Abluftventilator (Dunstabzug, Badezimmerentlüftung, mobile Klimageräte usw.) hervorgerufen wird.

Kommen wir zurück zu Ihrer Präventionstätigkeit. Sie halten Vorträge über CO-Vergiftungen bei Feuerwehren.

Eine große Gefahr besteht für Einsatzkräfte die zu einem CO-Unfall gerufen werden. Den Rettungskräften ist es oft nicht möglich, eine Kohlenmonoxidkonzentration in der Umgebungsluft festzustellen. Es ist leider Alltag in Europa, dass viele Einsatzkräfte bei der Bergung der Verunfallten selbst eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erleiden. Bei der Berufsfeuerwehr Wien wurde die Gefahr erkannt und sämtliche Kommando- und Löschgruppenfahrzeuge mit einem CO-Mannschutzgerät ausgestattet. In meiner Tätigkeit als Vortragender versuche ich immer auf die Gefahren von Kohlenmonoxid aufmerksam zu machen.
Sie investieren sehr viel ehrenamtliche Zeit in Ihre Berufung.
Ich hoffe sehr, dass meine Tätigkeit anderen Menschen hilft und sie vielleicht sogar rettet – auch wenn ich dies vermutlich selten erfahren werde.

Bekommen Sie Rückmeldungen?

Nach einem Vortrag bei Rettungskräften bekam ich die Information, dass eine vierköpfige Familie eine CO-Vergiftung erlitten hatte. Die Rettung wurde alarmiert, da die Mutter und Tochter über Erbrechen und starkem Schwindel geklagt hatten. Der Vater sowie der Sohn verblieben in der Wohnung, während Mutter und Tochter in ein Krankenhaus transportiert wurden. Der Sanitäter, welcher am Einsatzort war, vermutete eine Kohlenmonoxid-Vergiftung und meldete dies auch bei der Aufnahme in der Ambulanz. Kurz darauf wurde das gleiche Rettungsfahrzeug nochmals zu der Adresse alarmiert – der Vater sowie der Sohn zeigten dieselben Symptome wie die Angehörigen zuvor. Diese wurden umgehend ebenfalls in das Krankenhaus gebracht. Die Ärzte in der Notfallambulanz jedoch vermuteten, dass es sich um einen Magen-Darm-Infekt bzw. Einnahme einer verdorbenen Speise handelt, da die gesamte Familie betroffen war. Der Sanitäter ließ sich nicht beirren und kämpfte darum, dass bei der Familie eine Blutuntersuchung auf CO vorgenommen wird. Diese Untersuchung verlief positiv und die vierköpfige Familie wurde sofort in eine Druckkammer gebracht. Dieser Sanitäter war bei einem der CO-Vorträge und reagierte vollkommen richtig und rettete damit der Familie vermutlich das Leben.

Vielen Dank für das Gespräch.

Ausgabe: 67 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 67 - 1/2008 )

2500 Kundenberatungen auf der Mitteldeutschen Handwerksmesse

173.000 Besucher zum Messeduo mitteldeutsche
Handwerksmesse und HAUS-GARTEN-FREIZEIT 4
Schornsteinfeger Live
12. Immobilientage in Stendal
Öl-Brennwerttechnik und schwefelarmes Heizöl
Klausurtagung des LIV Sachsen-Anhalt in Doberschütz
Seniorenfeier in der Schornsteinfeger-Innung Erfurt
Innung Erfurt stellt die Weichen in Richtung Landesinnung
28. Int. Skilanglaufmeisterschaften in Klingenthal
Thomas Keindorf beging seinen 50. Geburtstag
Bildungsstätte informiert
Neuheiten
Buch-Neuvorstellung
Mögliche Gefahren d. raumluftabhängige Abgasanlagen
Interview mit Andreas Fabri
Christian Beyerstedt übernimmt Produktmanagement
Gewinner der Meisterrallye 2007 ermittelt
Bundesweiter Rauchmeldertag 2008
Marktpartner analysiert Schornsteinmarkt
Wegfall von Bauförderungen schwächen deut. Wirtschaft
Schornsteinfegergesetz im Kabinett
Mängel
Nachrufe

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

Rußfilter

Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle präsent auf der Immobil 2007 in Halle/Saale
Auf der vom 1.–3. September stattgefundenen Messe für Planen, Bauen und Wohnen (Immobil 2007) hatte die Schornsteinfegerinnung einen gemeinsamen Stand mit der Firma Green Watt. Am ersten Veranstaltungstag ging es um die Versteigerung von Grundstücken. Der nächste Tag lockte mit Vorträgen rund ums Energiesparen viele Interessenten an. Die Messebesucher machten sehr regen Gebrauch von der Möglichkeit der kompetenten Beratung durch die anwesenden Bezirksschornsteinfegermeister und Energieberater des Handwerks, Dirk Masurek, Norbert Kutzschbach und Frank Hampe.
Unser Technischer Landesinnungswart Ingo Wilsdorf hielt einen Fachvortrag rund um das Heizen mit Holz, der bei den Zuhörern reges Interesse fand. Da auf dem Stand der Firma Green Watt erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe im Vordergrund stehen, waren die häufigsten Fragen der Besucher über die Möglichkeit der Nutzung alter Schornsteine, bzw. Errichtung neuer Schornsteine für die Nutzung mit Feuerstätten für Holz, Pellets und Hackschnitzel. Auch die Energieberatung und Ausstellung von Energiepässen, sowie der aktuelle Stand des Gesetzes hierzu waren ein häufiger Diskussionspunkt.
Die meisten Interessenten für Energieausweise wollten den Unterschied zwischen verbrauchsabhängigem – bedarfsabhängigem Energiepass erläutert wissen. Im Laufe der Gespräche gelangten viele zu der Erkenntnis, dass der bedarfsabhängige Energiepass die größere Aussagekraft hat und für ihr Gebäude die bessere Alternative ist. Hier ist zu erwähnen, dass die Interessenten alle im eigenen Mehrfamilienhaus wohnen. Durch eigene Erfahrung, unter anderen mit Wohnungsleerstand, legten sie viel Wert auf die Genauigkeit der verbrauchsabhängigen Pässe.
Alle Beteiligten waren sich einig, die gute Zusammenarbeit auch im nächsten Jahr fortzusetzen.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Am 7. März 1877 benachrichtigt die Regierung zu Magdeburg den Landrat von Bismarck in Stendal über die Verfügung der Genehmigung des „Statutes des Altmärkischen Schornsteinfegermeister-Vereines für die Kreise Stendal, Salzwedel, Gardelegen und Osterburg“.
Dieser Verein hat mit 15 Mitgliedern bis 1885 bestanden. 1878 wurde der Reichstag ersucht den Zwang der Meister- und Gesellenprüfung wieder herzustellen, die Kehrbezirke wieder einzuführen und sie nur mit geprüften und tüchtigen Leuten zu besetzen, den Kontaktbruch kriminalistisch zu bestrafen und die Kehrordnung für das Reich zu erlassen. Aus dieser Maßnahme erkennt man, dass im Schornsteinfegerhandwerk zu dieser Zeit auch spannende Veränderungen anstanden. 130 Jahre später ist das auch nicht viel anders. Es kommen auf das Schornsteinfegerhandwerk turbulente Ereignisse zu und keiner kann uns in diesen ungewissen Zeiten genau sagen wo uns der Weg hinführt.
Seit der Gründung der Schornsteinfegerinnung Stendal, im Jahre 1885, hat es das Schornsteinfegerhandwerk verstanden, mit Sachverstand und Besonnenheit dem Beruf die nötige Akzeptanz zu erhalten. Bis zur Wiedervereinigung Deutschland’s war unsere Berufsgruppe 38 Mitglieder stark. Am 20. 03. 1990 fand die letzte Versammlung der Berufsgruppe „Schornsteinfeger Altmark“ statt und es wurde über den Entwurf einer Innungsbesatzung beraten. Am 16. 05. 1990 konnte dann die erste Innungsversammlung der Neuzeit abgehalten werden.
Heute ist die Innung Altmark die kleinste Schornsteinfegerinnung Deutschlands. Das 130-jährige Bestehen der Schornsteinfegerinnung Altmark wurde im angemessenen Rahmen in einem kleinen Hotel, Ende Oktober 2007, in Güntersberge im Harz gefeiert. Es wurden die Obermeister/Vorstände der Innungen Halle, Magdeburg und der Partnerinnung Lüneburg eingeladen. Ebenfalls waren viele Mitarbeiter und ihre Ehefrauen der Innung Altmark mit anwesend. Durch ein umfangreiches kulturelles Programm verflog die Zeit wie im Flug. Wir fuhren mit der Erkenntnis nach Hause, dass sich in unserem Beruf etwas ändern wird und wir uns auch darauf vorbereiten müssen. Aber mit der Hoffnung, dass diese Veränderungen auch irgendwie nachvollziehbar sind und unser Beruf nicht dem Reform(wahn)gebahren zum Opfer fällt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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„Mehr Bildung – mehr Ausbildung – mehr Chancen für die Wirtschaft“
im Congresszentrum neue Weimarhalle
Mit dem Thema Bildung und Ausbildung konnten wir zum 10. Unternehmertag des Verbandes der Wirtschaft Thüringens am 27. September in der Weimarhalle auf viele Ideen aufmerksam machen, die bisher schon umgesetzt werden, wir konnten aber auch Probleme benennen, die uns immer noch hemmen, wenn es darum geht noch mehr junge Leute für eine hochwertige Ausbildung im Schornsteinfegerhandwerk zu begeistern.
Das Eingangspodium „Mit Technik in den Kindergarten – man kann nicht früh genug damit beginnen!“ war dabei der Renner. Ein gut ausgerüsteter LIV-Stand sorgte für reißenden Absatz bei Malheften, Buntstiften, Gummitieren und Luftballons bei den Kleinen. Für die Großen standen wir mit Rat beiseite, wobei es oft um Anschlussmöglichkeiten für Kamine, Mess- und Prüfgeräte, neue Gesetzmäßigkeiten und um alternative Energien oder Energiepolitik im Allgemeinen ging.
Maria (6) und Anastasia (5) aus der Kita „Pinocchio“ aus Jena demonstrierten mit großer Gelassenheit und ebensolcher Fingerfertigkeit, dass Naturwissenschaften auch schon im Vorschulalter verstanden werden und Experimente unglaublich viel Spaß machen können.
In den weiteren Podien kamen dann die Erwachsenen und (Fast-)Erwachsenen zu Wort. Die Gesprächsrunden waren höchst interessant und zeigten deutlich, dass das Ziel in Bildung und Ausbildung für alle teilnehmenden Diskutanten sich nicht sehr unterscheidet, deshalb Anstrengungen von allen unternommen werden, um dem Fachkräftebedarf mit einem gut ausgebildeten und hoch motivierten Nachwuchs begegnen zu können.
Die Vortragsveranstaltung als Höhepunkt des Unternehmertages war geprägt von den Vorträgen des Präsidenten des VWT, Walter Botschatzki, dem des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundeswirtschaftsministerium und Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Hartmut Schauerte und der Rede des Ministerpräsidenten Dieter Althaus.
Der 11. Unternehmertag ist indessen schon in Planung – im September 2009 heißt es dann wieder: Herzlich Willkommen beim Verband der Wirtschaft Thüringens! Eine Teilnahme des Schornsteinfegerhandwerks wird weiterhin ein fester Bestandteil im Terminkalender in Thüringen sein.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Großer Bahnhof zum 60. Geburtstag des Obermeisters der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle Gerhard Metz
Am 25. 09. 2007 wurde der Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle 60 Jahre alt. Zu diesem Anlass empfing Gerhard Metz in den Räumen der Innung seine Gäste und Freunde. Die Liste der geladenen Gäste war zwar nicht all zu lang aber trotzdem konnte der Obermeister Berufskollegen (Aktive und Pensionierte) aus allen drei Innungen des Landes Sachsen-Anhalt, Ehrenobermeister des Schornsteinfegerhandwerks, den Leiter des mitteldeutschen Schulvereins, Vertreter der Behörden, Vertreter der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft, Marktpartner aus dem Bereich der Energieversorgung, Vertreter der Gasgemeinschaft Halle, Vertreter der Heizungs- und Sanitärinnung sowie der Malerinnung und natürlich Freunde und Verwandtschaft begrüßen. Insgesamt fanden fast 100 Gäste die Zeit dem Jubilar zu gratulieren. Diese Anzahl zeugt von der hohen Wertschätzung unseres Obermeisters.
Nach anfänglichen Regen hatte auch das Wetter ein Einsehen mit dem Geburtstagskind und den Gratulanten und, angemessen zum Anlass, zeigte sich die Sonne. So konnte der Jubillar alle Anwesenden einladen, die gut vorbereiteten kulinarischen Angebote kräftig zu nutzen. Bei den Gästen wurde dies nicht nur in den Räumen der Innung sowie auch im Festzelt und im Freien getan, sodass ein reges „Treiben“ entstand.
Das Obermeisterzimmer im Innungsgebäude verwandelte sich nach und nach in ein überaus gut duftendes „Blumenmeer“, das mit fortschreitender Zeit, fast zu klein wurde. Neben den Blumen, persönlichen Wünschen und Geschenken freute sich unser Obermeister über die anregenden Gespräche im Verlauf des Tages.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Die Messe für Hausbau, Wohnen und Modernisieren fand vom 7. bis 9. September in den Hallen des Messezentrums in Erfurt statt. Bereits zum 7. Mal nahm das Thüringer Schorsteinfegerhandwerk an dieser wichtigen Veranstaltung teil.
Das attraktive und energiesparende Bauen wurde stark nachgefragt. Über 5000 Besucher sammelten auf der Messe umfangreiche Informationen zum Thema „Nachwachsende Rohstoffe“. Da waren die Schornsteinfeger mit ihrem Messestand genau richtig. Insgesamt 227 Aussteller präsentierten künftigen Hausbauern und jetzigen Hausbesitzern eine große Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen. Unsere persönlichen Gespräche am Messestand zeigten das ein enormer Beratungsbedarf in Sachen Biomasse und deren Wärmeerzeuger besteht. Jeder Bezirksschornsteinfeger kann das leicht nachvollziehen, denn das Telefon im Büro ist momentan einer Dauerbelastung ausgesetzt.
Rund 1000 Messebesucher nutzten allein an unserem Stand die Chance, sich intensiv zum Thema Energie beraten zu lassen. Unsicherheit herrscht vor allem um den Energiepass, der ab 2008 für Hauseigentümer per Gesetz vorgeschrieben wird. Wir stellten fest, dass ein hoher Wohnkomfort in Kombination mit niedrigem Energieverbrauch der aktuelle Hausbautrend ist. Entsprechend intensiv und detailliert verliefen die Gespräche auf dieser Messe. Nach Wegfall der Eigenheimzulage ist aber auch zu erkennen, dass die Anzahl der Häuslebauer stark abgenommen hat. Ausstellungsbereiche die Holz- und Pelletheizungen anboten erfreuten sich eines starken Zulaufes. Bei Ambiente und Interieur setzten auch Kaminöfen einen Wohnakzent.
Fazit dieser Veranstaltung: Biomasse und deren sinnvolle Anwendung liegen voll im Trend der Zeit!

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Neuer Vorstand der
Schornsteinfegerinnung Bautzen gewählt
Am 12. November 2007 fand die Neuwahl des Vorstandes der Innung Bautzen statt.
Die neuen Mitglieder sind v. l. n. r:
Wolfgang Matteg – Berufsbildungswart
Andreas Leubner – Obermeister
Olaf Lugk – BÖA und Kassenführer
Rainer Krannich – stellvertr. Obermeister
Andrè Förster – Techn. Innungswart

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation (SHKG) vom 24. bis 27. Oktober 2007 in Leipzig

Zusammen mit der efa (Fachmesse für Gebäude- und Elektrotechnik, Klima und Automation) und der baufach (Baufachmesse), die gleichzeitig auf dem neuen Leipziger Messegelände stattfanden, stellt die SHKG-Messe für Mitteldeutschland den größten Treffpunkt für Fachleute in diesem Bereich dar.
Hersteller und Installationsbetriebe, Bauplaner, Behördenvertreter und vor allem Bauherren gaben sich die Klinke in die Hand. Dabei durfte natürlich das Schornsteinfegerhandwerk nicht fehlen. Mit einem Informationsstand zum Heizen mit festen Brennstoffen präsentierte sich die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks.
Im Laufe von 4 Tagen konnten die Kollegen am Messestand zahlreiche Anfragen, vor allem Rat suchender Bauherren, beantworten. In erster Linie interessierte natürlich das Publikum welche rechtlichen Bestimmungen zur Errichtung von Zusatzfeuerstätten in den einzelnen Ländern Mitteldeutschlands bestehen. Das Energieeinsparpotenzial dieser Anlagen und die bevorstehende Anpassung der Bundesimmissionsschutzverordnung waren dabei von besonderem Interesse.
Mit großer Aufmerksamkeit und Besorgnis wurde von den Messebesuchern die Entwicklung im deutschen Schornsteinfegerrecht betrachtet. Installationsbetriebe äußerten sich besorgt über mögliche Konkurrenz und die Betreiber von Feuerungsanlagen fürchten, dass sie von ihrem Schornsteinfeger nicht mehr neutral beraten werden können. Allgemein gehen die Kunden der Schornsteinfeger in ihren Aussagen von mehr Bürokratie und steigenden Kosten durch die anstehenden Änderungen im deutschen Schornsteinfegerrecht aus.
Im Ergebnis einzelner Gespräche konnten die Kollegen auch interessante und innovative Anregungen entgegen nehmen.
91% der ca. 20.000 Besucher der SHKG-Messe kamen aus Sachsen, Thüringen, Sachsen Anhalt und Brandenburg und machten sich mit den Angeboten der 230 Aussteller vertraut. Sie reisten zum Teil aus über 100 Kilometer Entfernung an. Wie eine Umfrage der Messeleitung ergab werden 91% der Besucher die Veranstaltung weiterempfehlen und die nächste SHKG-Messe ebenfalls besuchen.
Für das Schornsteinfegerhandwerk hat die Messe bewiesen, dass der Beratungsbedarf bei Bauherren und Betreibern von Feuerungsanlagen weiterhin enorm ist. Dabei wird eine neutrale Beratung bevorzugt. Es bleibt zu wünschen, dass die Bundesregierung diesem Wunsch der Bevölkerung Rechnung trägt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Neustadt. Drei Ostthüringer Handwerksbetriebe wurden als vorbildliche Beispiele für das bundesweite Projekt „Nutzenoptimierter und kostenreduzierter Arbeits- und Gesundheitsschutz in Handwerksbetrieben“ ausgewählt. Darunter ist der Bezirksschornsteinfegermeister Marco Beierlein aus Neustadt. Er gehört zu den bundesweit besten zwölf Betrieben, die eine Vorreiterrolle übernommen haben, teilte die Handwerkskammer für Ostthüringen Gera mit.
Betrieblicher Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung spielten in Zeiten der Globalisierung und des demographischen Wandels eine wichtigere Rolle, so die Vertreter der Handwerkskammer. Ihm komme, sowohl für die Produktivität eines Handwerksbetriebes als auch bei der Attraktivität der Arbeitsplätze im Handwerk eine wachsende Bedeutung zu. Dazu sei aber ein umfassendes und präventives Verständnis von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung notwendig. Für das Projekt waren zunächst gute Praxisbeispiele gesucht worden. In einem bundesweiten Auswahlverfahren und durch Betriebsbesuche seien dann die zwölf besten Betriebe ermittelt worden. Dabei stellte sich heraus, dass Marco Beierlein in seinem Zwei-Mann-Unternehmen beispielhaft auf den Einklang von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung setze. Praxisbeispiele und wissenschaftliche Erkenntnisse werden nun in ein Modell für interessierte Betriebe eingearbeitet. Landesinnungsmeister Ulrich Eller betonte, dass unser Qualitäts- und Umweltmanagementsystem einen erheblichen Anteil für einen solchen Erfolg haben. Die praktische Anwendung solcher Vorgaben sind ein Garant für Kostensenkung bei gleichzeitigem hohen Qualitätsstandard.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Die Handwerkskammer zu Leipzig lud auch in diesem Jahr Meisterprüflinge zur feierlichen Übergabe der Meisterbriefe ins Gewandhaus nach Leipzig ein. Am 20. Oktober 2007 fand der Festakt statt. Erneut stand das Motto „Meister wissen wie’s geht“ im Vordergrund. Auch 16 Jungmeister und Jungmeisterinnen des Schornsteinfegerhandwerks konnten den begehrten Schmuckbrief in Empfang nehmen. Die Übergabe erfolgte durch den sächsischen Minister der Justiz Geert Mackenroth und den Leipziger Oberbürgermeister Burghard Jung.
In seiner Ansprache zum Thema „Der demographische Wandel – Herausforderung und Chance“ betonte Dr. Frank Schirrmacher, Journalist und Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass nur durch verstärkte Ausbildung ein positiver demographischer Wandel bewirkt werden kann. Dazu werden Ausbildungsbetriebe und somit Meister benötigt.
Den Dank der Jungmeister überbrachte in diesem Jahr, als Jahrgangsbeste, die Schornsteinfeger-meisterin Sandra Tröger aus Zwickau.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Neuwahlen von Kreismeistern nach

Die Kreisgebietsreform 2007 in Sachsen-Anhalt hat auch für die Schornsteinfegerinnungen Magdeburg und Halle Auswirkungen. Durch den Zusammenschluss von Landkreisen und durch den Wechsel einzelner Orte in andere Landkreise wurde eine Neuwahl der Kreismeister für die geänderten Bereiche unumgänglich.
Im neuen Salzlandkreis, der sich aus den ehemaligen Landkreisen Schönebeck, Aschersleben/Staßfurt und Bernburg gebildet hat, wurde BSM Uwe Illig zum neuen Kreismeister gewählt. Eine Besonderheit ergibt sich im Salzlandkreis aus der Tatsache, dass der ehemalige Landkreis Bernburg weiterhin zur Innung im Kammerbezirk Halle gehörig ist. Daher hat Bernburg mit Kollegen Daniel Börner einen separaten Ansprechpartner mit Verbindung zur Innung Halle.
Die ehemaligen Landkreise Wernigerode, Quedlinburg und Halberstadt schlossen sich zum Harzkreis zusammen. Als neuer Kreismeister vertritt BSM Lars Niemann aus Wernigerode seine Kollegen. Die Landkreise Ohre und Börde fusionierten zum Landkreis Börde. Der Bezirksschornsteinfegermeister Lutz Marschner aus Oschersleben wurde für diesen neuen Landkreis zum Kreismeister gewählt. Der Burgenlandkreis vergrößerte sich um den Landkreis Weißenfels. Kreismeister für diesen Bereich wurde Bernhard Scholz. Die Innungen wünschen allen neu gewählten Kreismeistern eine erfolgreiche Arbeit und gute Unterstützung aus den Reihen ihrer Kollegen.
Nicht versäumen möchten wir, uns bei allen ehemaligen Kreismeistern für den gezeigten Einsatz und die ehrenamtliche Arbeit für ihre Kollegen zu bedanken. Wir wünschen unseren Kollegen Martin Niemann (ehemaliger LK Schönebeck), Jürgen Wölfer (ehemaliger LK Aschersleben), Ullrich Dreger (ehemaliger LK Quedlinburg), Peter Mayer (ehemaliger LK Halberstadt), Torsten Wethling (ehemaliger LK Wernigerode), Dietmar Paul (ehemaliger Ohrekreis) und Olaf Kramer (ehemaliger Burgenlandkreis) beruflichen Erfolg und hoffen auf ihre weitere Einsatzbereitschaft und Unterstützung bei wichtigen Aufgaben der Innungsarbeit.

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Bundesumweltminister Sigmar Gabriel eröffnete die 5. Fachmesse für erneuerbare Energie vom 19.–21. Oktober 2007 in Stendal. 46 Aussteller präsentierten sich einem wissensdurstigen Publikum. Unter den Ausstellern war natürlich auch das Schornsteinfegerhandwerk. Die Schornsteinfegerinnung Altmark ist seit bestehen der Messe regelmäßig mit einem Beratungsstand für die Messebesucher als neutraler Ansprechpartner vor Ort.
Einer der Höhepunkte für den Stand der Schornsteinfeger war der Besuch des Umweltministers Sigmar Gabriel. Der Minister wurde mit einem Glas Sekt und einem Gedicht aus der Feder des BSM Siegfried Pianka und einem Glücksstielbesen begrüßt. Anschließend konnten die Kollegen des Schornsteinfegerstandes an den 3 folgenden Tagen dem zahlreichen Publikum einige wichtige Tipps zum Umgang mit festen Brennstoffen geben. Aufklärungsbedarf bestand auch bei der Diskussion um die Reform im Schornsteinfegerhandwerk. Das Publikum konnte nicht immer von der Logik einiger Neuerungen überzeugt werden.
Für die kleinen neugierigen Gäste hatten die schwarzen Männer Malhefte, Süßigkeiten und allerlei Kleinigkeiten zur Auswahl. Durch eine fachlich kompetente Beratung am Stand der altmärkischen Glücksbringerzunft verließen die meisten der interessierten Personen zufrieden die Ausstellung.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Die Handwerkskammer Magdeburg vergab vor kurzem im Maritim Hotel an 86 Handwerker aus dem Kammerbezirk „Goldene Meisterbriefe“. Unter dem Motto „Der Meisterbrief sichert die Zukunft. Daran hat sich nichts geändert“ hielt Ehrenpräsident Carl Friedrich Ullrich die Laudatio.
Zu den geehrten gehörte auch Karl-Heinz Kiel, Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Altmark. Handwerkskammerpräsident Klaus Medoch übergab den Goldenen Meisterbrief.

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Im Oktober und November führte die Innung Magdeburg eine Weiterbildung für Bezirksschornsteinfegermeister zur neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) 2007 durch. Als Dozent konnte Frau Dipl.-Ing. Daniela Schoppenhauer aus Badeleben gewonnen werden.
Als selbstständige Bauingenieurin, Vor-Ort-Beraterin des BAFA und Ausstellungsberechtigte für Wohn- und Nichtwohngebäude konnte sie ihre praktische Erfahrung an die Kollegen weitergeben. Unterrichtet wurde in Gruppen mit bis zu 15 Teilnehmern. So wurde sichergestellt, dass auch persönliche Fragen individuell beantwortet werden konnten. Die Teilnehmer der vier Schulungsblöcke wurden speziell auf die Änderungen der neuen EnEV 2007 geschult.
Die Schwerpunktthemen der Schulung hat die Innung auf Grundlage der Vorkenntnisse der Kursteilnehmer erstellt. Die Referentin formte daraus einen ansprechenden Vortrag mit Rechenbeispielen.
Das BBZ der Handwerkskammer Magdeburg bot, sowohl räumlich als auch von der technischen Ausstattung, die besten Voraussetzungen für diesen Lehrgang. Hier konnte jeder Kollege an den vorhandenen Rechnern die Praxisbeispiele selber nachvollziehen. Jeder Teilnehmer erstellte im Rahmen der Praxisübungen mehrere Verbrauchspässe und einen Bedarfspass. Die bearbeiteten Rechenbeispiele waren jedoch nicht ganz „ohne“. Frau Schoppenhauer scheute sich nicht, anhand eines alten Fachwerkhauses mit unterschiedlichen Wandaufbauten, teilbeheiztem Dachboden, innen liegendem Kellerabgang und unterschiedlichen Fenstertypen Berechnungen durchzuführen. Jedoch die Erkenntnis „So ist es in der Praxis“ beflügelte die Kollegen bei der Lösungsfindung.
Obermeister Uwe Pomplun bedankte sich bei der Referentin für den gelungenen Lehrgang. Die Referentin möchte sich auf diesem Wege nochmals für die konstruktive Mitarbeit der BSM an den Schulungstagen bedanken.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Plewa UniTherm nun mit Pellets zu beheizen
Die erfolgreiche Schornstein-Ofen-Unit – UniTherm – von Plewa wird in Kürze um zwei Varianten erweitert: Die Ausführungen P bzw. P plus werden mit Holzpellets beheizt. Damit stehen Betreibern, die eine Feuerstätte mit dem genormten Festbrennstoff bevorzugen, gleich zwei interessante Wärmeerzeuger zur Verfügung. Der UniTherm P mit einem Leistungsbereich von 3,2 bis 8,2 kW dient als klassische Raumheizung, die modulierend betrieben wird. Die neuartige Feuerstätte konnte in hauseigenen Versuchen bereits einen Wirkungsgrad von rund 92 Prozent erreichen. Die Ausführung P plus ist als Ganzhausheizung für Niedrigenergiehäuser konzipiert. Ihr Leistungsbereich reicht von 4 bis 9 kW, wobei ein Drittel der Heizenergie als Strahlungs- sowie Konvektionswärme in den Aufstellraum abgegeben wird und zwei Drittel mittels Wärmetauscher in den Heizkreislauf gelangen. Die Pellets werden jeweils über eine Schüttöffnung, die oberhalb des Feuerraums angeordnet ist, leicht und sicher eingebracht.Weitere Vorteile sind in der bekannten Schornstein-Ofen-Units zu finden. Dazu zählen die raumluftunabhängige Betriebsweise, die optimale Abstimmung aller Komponenten, der schnelle Aufbau durch den hohen Vorfertigungsgrad sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels. Die kompakte Bauweise gilt ebenfalls als Pluspunkt: Alle UniTherm Modelle benötigen nur eine Stellfläche von 55 x 55 cm. Darüber hinaus garantiert Plewa eine hohe Betriebssicherheit, die mit niedrigen Schadstoffemissionen einhergeht. Ein Prototyp der pelletsbetriebenen Wärmeerzeuger wurde erstmals auf der Interpellets 2007 in Stuttgart vorgestellt.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Berlin, Oktober 2007. – Die Nachwuchsplattform des Deutschen Handwerks präsentiert sich seit kurzem in neuem Gewand: Unter www.teamhandwerk.de erhalten Jugendliche nun noch mehr Information rund um Praktikum, Ausbildung und Karriere im Handwerk – modern und nutzerfreundlich gestaltet.
Zentral ist der „Jobfinder“, mit dem interessierte Jugendliche freie Praktikums- und Lehrstellen in ihrer Region finden können. Handwerksbetriebe, die selbst auf der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs sind, können den Service ganz einfach nutzen: Sie melden ihre freien Stellen wie gewohnt ihrer Handwerkskammer vor Ort, die sie dann in die regionale Praktikums- und Lehrstellenbörse einstellt. Automatisch ist das Unternehmen dann auch über den „Jobfinder“ bei Teamhandwerk zu finden.
Daneben enthält die neue Webseite viele weitere Funktionen. Unter „Jobinfos“ ist alles Wissenswerte rund um die über 120 Ausbildungsberufe des Handwerks dokumentiert. „Facts“ und „Portrait“ jedes Berufs sind mit dem jeweiligen Fachverband abgestimmt. Aktuelle Azubi-„Statements“ und „Teamworker“-Reportagen ergänzen die Berufsbeschreibungen. Und viele attraktive „Clips“ – Imagevideos für einzelne Berufe – lassen das Handwerk „live“ erleben.
„Mit dem Relaunch von Teamhandwerk haben wir eine Plattform geschaffen, die die vielfältigen guten Nachwuchsaktivitäten und Berufsinformationen der Handwerksorganisation in einem Medium bündelt“, so Joachim Wohlfeil, Vorsitzender der Aktion Modernes Handwerk e. V. (AMH). So finden sich dort weiterführende Links zu den Fachverbänden und den Handwerkskammern – inkl. Kontaktdaten der Berufsberater vor Ort – genauso wie Links zu den jeweiligen Nachwuchskampagnen.

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Der Schornstein sprach mit Herrn Günter Fischer
Key Account und Produktmanager bei KW
DER SCHORNSTEIN: Das Heizen mit Holz ist wieder modern. In immer mehr Haushalte ziehen Kamin- und Kachelöfen ein, die längst nicht mehr nur zu den Übergangszeiten im Herbst und Frühjahr für angenehme Wärme sorgen. Die Firma Kutzner + Weber aus Maisach hat eine Ofenregelung entwickelt. Welches Ziel verfolgen Sie mit dieser Regelung?
Günter Fischer K+W: Um die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile des nachwachsenden Brennstoffes auf sichere Weise nutzen zu können, entwickelten wir, die KW-Universal-Ofensteuerung. Sie sorgt für eine sichere Funktion der Feuerstätte während der gesamten Betriebsphase.
DER SCHORNSTEIN: Meinen Sie, dass mit der Ofenregelung Bedienungsfehler ausgeschlossen bzw. minimiert werden sollen?
Günter Fischer K+W: Kamin- und Kachelöfen werden im unmittelbaren Wohnumfeld installiert. Es ist daher sicherzustellen, dass die bei der Verbrennung entstehenden Rauchgase optimal abtransportiert werden und die Funktionssicherheit der Feuerstätte keinen negativen äußeren Einflüssen unterliegt. An dieser Stelle setzt die Universal-Ofensteuerung von KW an. Sie überwacht, ausgehend von der realen Betriebssituation, mittels Strömungs- und Temperatursensor den sicheren Transport der Abgase aus dem Ofen über den Schornstein. Neben dem sicheren Betrieb der Feuerstätte steuert diese Einheit von Kutzner + Weber den optimalen Verbrennungsprozess und garantiert damit die größtmögliche Energieausbeute und eine hohe Wirtschaftlichkeit. Nach dem Anzünden wird der Brennstoff geregelt abgebrannt, ohne dass der Feuerstättenbetreiber eingreifen muss. Dabei lässt sich die Verbrennung optimal auf den Typ der Feuerstätte abstimmen. Ein weiterer Vorteil: Die Ofenregelung ist feuerstättenunabhängig einsetzbar und benötigt keine Zusatzbauteile.
DER SCHORNSTEIN: In der heutigen Bauweise sind dichte Gebäudehüllen vorherrschend. Hinzu kommen immer öfter Wohnraumlüftungen oder andere luftabsaugende Einrichtungen wie Dunstabzugsanlagen usw. zum Einsatz. Diese können zu gefährlichen Abgasaustritt aus den Feuerstätten führen. Kann die Ofenregelung auch hier gegenwirken?
Günter Fischer K+W: Im Falle einer Störung gibt der Sensor einen Impuls an die Ofenregelung, die dann die Störungsursache behebt. Sie regelt beispielsweise die Zufuhr der Verbrennungsluft durch Öffnen einer Verbrennungsluftklappe oder das Abschalten einer Dunstabzugshaube. Auf diese Weise wird der gefährliche Unterdruck beseitigt, der u. U. das Einströmen der Abgase in den Aufstellraum ermöglicht.
DER SCHORNSTEIN: In jüngster Zeit rückt jedoch auch der private Feuerstättenbetreiber vermehrt in das Gesichtsfeld der Umweltexperten. Haben Sie für die wachsende Anzahl von Festbrennstoff-Feuerstätten vor allem aufgrund der aktuellen Feinstaub-Debatte eine Lösung?
Günter Fischer K+W: Damit der positive Trend zugunsten der nachwachsenden Rohstoffe nicht nur ein Strohfeuer bleibt, entwickelte die Schweizer Rüegg Cheminee AG in Zusammenarbeit mit Kutzner + Weber und der eidgenössischen Forschungsinstitution für Materialwissenschaften und Technologie (EMPA) einen Partikelabscheider für Festbrennstoff-Feuerstätten mit niedrigen Heizleistungen. Das unter dem Namen ZumikRon vertriebene Produkt ist dazu in der Lage, mittels elektrostatischer Abscheidung speziell die als gefährlich eingestuften mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und kleiner zu einem großen Teil aus dem Rauchgas herauszufiltern.
DER SCHORNSTEIN: Können Sie die Funktionsweise kurz erläutern?
Günter Fischer K+W: Die Wirkungsweise ist einfach: Durch die Installation einer dünnen Elektrode in der Mitte des Abgasrohres wird eine hohe Spannung erzeugt, die zur Ionisierung der Staubpartikel führt. In der Folge lagern sich die Teilchen an der Innenwand des Abgasrohres ab. Auf diese Weise bildet sich eine Staubschicht aus größeren Partikeln, die vom Schornsteinfeger im Rahmen der Kehrarbeiten problemlos beseitigt werden kann. Anlagen, die bereits mit ZumikRon ausgerüstet wurden, erreichten bei Messungen in der Praxis einen Abscheidungsgrad von 60–90%.
DER SCHORNSTEIN: Für welche Feuerstätten eignet sich der Partikelabscheider?
Günter Fischer K+W: Der Partikelabscheider lässt sich hersteller- und modellunabhängig einsetzen. Er eignet sich für Festbrennstoff-Feuerstätten bis zu einer Heizleistung von 50 kW mit Abgasrohrdurchmessern von 150 mm bis zu 300 mm.
DER SCHORNSTEIN: Vielen Dank für das Gespräch. 

Ausgabe: 66 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 66 - 4/2007 )

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Mit der Revision der „Ersten Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes“ – kurz 1. BImSchV – plant der Gesetzgeber, erstmals auch die Emissionen von Kleinstfeuerungsanlagen wie z. B. dem klassischen Kamin- oder Kachelofen zu regeln. Hintergrund der Verordnung ist im Wesentlichen der Feinstaubausstoß häuslicher Feuerstätten, wobei rund 2/3 der Gesamtemissionen durch Geräte, die 20 Jahre und älter sind, verursacht werden.
Der Entwurf zur 1. BImSchV wird voraussichtlich noch in diesem Jahr dem Kabinett zugeleitet und muss anschließend noch vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Nachstehend einige Erläuterungen zu den wichtigsten Punkten der geplanten Neuregelungen nach derzeitigem Kenntnisstand:
Welche Geräte sind betroffen?
Die neue Verordnung bezieht sowohl Alt- als auch Neugeräte ein und sieht moderate Übergangsfristen vor.
Wie sind die Regelungen für Altgeräte?
Die neue 1. BImSchV wird zunächst einmal Emissionsgrenzwerte festlegen. Für bereits installierte Feuerstätten gelten nach dem Verordnungsentwurf dann die folgenden Regelungen mit moderaten Übergangsfristen:
1. Die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte muss nachgewiesen werden. Dies bedeutet jedoch nicht automatisch eine vor Ort Messung durch den Schornsteinfeger. Denn alle in Deutschland in Verkehr gebrachten Feuerstätten sind seit jeher einer so genannten Typenprüfung zu unterziehen. Hierbei wurden zum Teil auch die Emissionswerte gemessen und liegen damit dem Hersteller so bereits in vielen Fällen vor. Ab Anfang 2008 wird es auch eine Online-Datenbank geben, in der Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können.
Übrigens befindet sich auf jedem Gerät ein Typenschild, das neben dem Herstellernamen auch den Gerätetyp benennt.
2. Werden die Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten, besteht die Möglichkeit zur Nachrüstung, beispielsweise mit Vorrichtungen zur Emissionsminderung (Filter). Diese sind bereits schon heute erhältlich.
3. Auch kann der Austausch des alten, emissionsträchtigen Gerätes gegen eine neue Feuerstätte mit hohem Wirkungsgrad und geringen Emissionen vorgenommen werden. Rund 2/3 aller bereits installierten Feuerstätten stehen frei und sind nicht fest eingebaut, so dass der Austausch ohne viel Aufwand erfolgen kann. Aber selbst ummauerte Heizeinsätze z. B. in Kachelöfen können in vielen Fällen problemlos ersetzt werden. Selbst dies rechnet sich in vielen Fällen.
4. Erst wenn die Emissionsgrenzwerte nicht eingehalten werden und die Nachrüstung bzw. der Austausch nicht gewünscht wird, droht für entsprechende Altgeräte die Stilllegung.
Wichtig: Die Übergangsfristen für Altgeräte.

Für Altgeräte greifen die neuen Regelungen – so der derzeitige Planungsstand – erst ab 2015! Der Verordnungsentwurf richtet sich dabei nach dem Jahr der Typenprüfung. Die ersten Geräte, die von den geplanten Maßnahmen betroffen sein werden, sind Öfen, die vor dem 1. Januar 1975 der Typenprüfung unterzogen wurden – und damit im Jahre 2015 bereits 40 Jahre und älter sind. Weitere drei Stufen für unterschiedliche Jahre der Typenprüfung folgen bis Anfang 2025. Die letzte Stufe, die nach derzeitiger Planung mit dem Jahreswechsel 2024/2025 kommt, umfasst alle Geräte, die ab 1995 bis zum Inkrafttreten der Novelle geprüft wurden. Durch die klare Regelung der Übergangfristen erhält der Verbraucher Planungssicherheit und kann sich langfristig auf die durchzuführenden Maßnahmen vorbereiten.
Rechnet sich der Austausch von Altgeräten überhaupt?
Moderne Geräte verbrauchen aufgrund des höheren Wirkungsgrades weniger Brennstoff. Damit ist CO2-neutrales Heizen mit Holz auch unter den neuen Auflagen wirtschaftlich interessant und ökologisch sinnvoll. Der Austausch von veralteten Feuerstätten schont den Geldbeutel und hilft der Umwelt.
Wird es bei den Altgeräten auch Ausnahmen geben?
Ja – Ausnahmen sind geplant. So sind private Kochherde, Backöfen, Badeöfen, offene Kamine sowie Öfen, die vor 1950 errichtet wurden, von der neuen 1. BImSchV ausgenommen.
Wie sind die Regelungen für Neugeräte?
Die neue 1. BImSchV gilt selbstverständlich auch für Neugeräte. Sie sieht zwei Stufen für die einzuhaltenden Emissionsgrenzwerte vor, wobei die erste Stufe unmittelbar mit Inkrafttreten der neuen Verordnung verknüpft ist. Die zweite Stufe beginnt dann im Jahre 2015 mit niedrigeren Grenzwerten. Demnach muss auch für Neugeräte die Einhaltung der Emissionsgrenzwerte nachgewiesen werden. Dies bedeutet wie bei den Altgeräten jedoch nicht automatisch eine vor Ort Messung durch den Schornsteinfeger. Die Ergebnisse der Staubmessungen im Rahmen einer Typenprüfung sind hier ebenfalls als Nachweis ausreichend. Entsprechende Angaben zum Hersteller und um welchen Gerätetyp es sich handelt, sind auf dem Typenschild am Gerät angebracht. Dies ermöglicht es, die Einhaltung der Grenzwerte beim Hersteller anzufragen oder ab Anfang 2008 in der neuen HKI-Datenbank zu recherchieren.
Wichtig: Geräte, die die Anforderungen der 1. Grenzwertstufe erfüllen, genießen Bestandsschutz und dürfen auch nach Inkrafttreten der 2. Stufe weiter betrieben werden!
Als Faustregel gilt: Die meisten der heute im Verkauf befindlichen Geräte erfüllen die geplanten Anforderungen der ersten Stufe – und zwar unabhängig von der Preisklasse. Diesen Geräten droht weder Stilllegung noch Filterzwang oder Austausch. Zum Nachweis der Einhaltung der Emissionsgrenzwerte gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie beispielsweise das Zertifikat „DINPlus geprüft“.
Nicht der Preis entscheidet, sondern die Technik
Die Geräte-Emissionen sind nicht von dem Preis des Gerätes abhängig, sondern von der Gerätetechnik, die in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte gemacht hat. Dies gilt sowohl in Bezug auf die Emissionen als auch hinsichtlich der Steigerung des Wirkungsgrades. Fabrikneue Kaminöfen, Heizkamine und Kachelöfen verursachen heute nur noch einen Bruchteil der Emissionen von Feuerstätten, die in den 1970er Jahren produziert worden sind. Alle auf dem deutschen Markt befindlichen Geräte werden von unabhängigen Feuerstätten-Prüfstellen einer ausführlichen technischen Untersuchung unterzogen, die auch heutzutage das Emissionsverhalten im Rahmen der bereits erwähnten Typenprüfung dokumentiert.
HKI-Online-Datenbank gibt Auskunft über den technischen Stand von Feuerstätten
Durch eine Optimierung der Verbrennungstechniken sind in den letzten Jahren bereits erhebliche Verminderungen der Emissionen von Feuerstätten für feste Brennstoffe erzielt worden. Damit Endverbraucher, Schornsteinfeger und Behörden das Einhalten der geplanten Emissionsgrenzwerte einzelner Feuerstätten und die sich daraus ergebenden Maßnahmen und Möglichkeiten abfragen können, bietet der HKI-Verband ab 2008 eine entsprechende Online-Datenbank zur Recherche an.
Was sollte ich jetzt tun?
Sind Sie bereits Besitzer einer Feuerstätte, sollten Sie abwarten. Denn die neue 1. BImSchV muss noch vom Bundestag und Bundesrat verabschiedet werden. Dementsprechend stehen auch die zu erwartenden Regelungen noch nicht endgültig fest.
Planen Sie die Anschaffung einer neuen Feuerstätte, sollten Sie beim Kauf nach den Emissionswerten der Feuerstätte fragen oder auf das DINPlus-Zeichen und andere Zertifikate achten. Nutzen Sie zudem ab Januar 2008 die neue HKI-Online Datenbank, um sich über Eigenschaften ihres Gerätes zu erkundigen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Im Monat Juni fanden die Innungsvollversammlungen der drei Thüringer Innungen statt. Damit ich den Leser nicht langweile, möchte ich nur auf eine näher eingehen. Diesmal soll es die Innung Südthüringen sein.
Herr Innungsobermeister Uwe Nenzel eröffnete mit der Begrüßung aller Anwesenden die Mitgliederversammlung um 10:00 Uhr im BTZ Rohr.
Motto der Innungsversammlung: „Energiesparen mit dem Schornsteinfeger“. Dieses Thema wurde aufgrund der im Frühjahr kostenlos durchgeführten Energiesparchecks an Ein- und Zweifamilienhäusern ausgewählt.
Nach seinem Geschäftsbericht ging IOM Nenzel auf bevorstehende Aufgaben ein. Er sagte: Es ist dringend notwendig, dass das Schornsteinfegerhandwerk seine anstehenden Hausaufgaben erledigt. Außer dem geplanten Innungszusammenschluss gibt es noch sehr wichtige Dinge wie Anpassung der Muster KÜO-Refa an die neuen Sachlagen, Erarbeitung eines neuen Schornsteinfegergesetzes und die rechtliche Begleitung für ein neues Berufsbild sowie die Strategie zur Wirtschaftlichkeit der Betriebe, so OM Nenzel. Wir alle wissen, dass dies eine hohe Herausforderung für unser Handwerk ist.
Neben den einzelnen Geschäftsberichten des Bereiches Bildung, des Qualitäts- und Umweltbeauftragten sowie der Kasse kamen natürlich auch die Gäste aus den Partnerinnungen und aus dem Bereich Politik und Wirtschaft zu Wort.
Gastredner waren:
– OM Thomas Menge, Innung Erfurt
– TIW Innung Unterfranken Ernst Richter
– Landesinnungsobermeister Ulrich Eller
– als Vertreter des ZIV Gunar Thomas
– HWK Südthüringen – Präsident Helmut Adamy
– Haus & Grund Landesverband Thüringen Herr Norbert Bugdol
– Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur Herr Dieter Rötters
– Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Herr Hirsch
– Leiter des BTZ Rohr Herr Wieber
– SPD-Wirtschaftsausschuss Frau Sabine Doth
Auf die Rede von Frau Sabine Doth möchte ich ein wenig näher eingehen. Frau Doth begrüßte alle Anwesenden, bedankte sich für die Einladung und wies darauf hin, dass der Brandschutz durch die Schornsteinfeger bereits eine wichtige Aufgabe im Mittelalter war. Für die Schornsteinfeger werden wichtige Weichen in der Reform des Schornsteinfegergesetzes gestellt. Kehrbezirke und Kontrollaufgaben werden bleiben und Kernelemente werden bewahrt.
Das Schornsteinfegergesetz wird europarechtlich geändert und eingestellt. Mit Umwelt und Energieeinsparung ergeben sich neue Arbeitsfelder. So können gesetzliche Vorgaben den Energieausweis als wichtige Aufgabe für den Schornsteinfeger als neutralen Berater werden. Durch den Energiepass wird auch die Bauwirtschaft angekurbelt.
Die 1. BImSchV wird in seiner Änderung die Altanlagen nicht wie neue Anlagen behandeln. Durch die Plenarsitzung wurde die Änderung der Thüringer Bauordnung, in Bezug auf die Pflicht von Rauchwarnmeldern, eingebracht. Dies könnte ein neues Aufgabenfeld für die Schornsteinfeger werden. Diese Ausführungen machten natürlich den Kollegen Mut. Es kann ja auch nicht sein, dass gesunde Strukturen einfach ersatzlos gestrichen werden.
Diese Politik wurde ja in der „Wendezeit“ praktiziert, um heute unter einem anderen Namen aus der Taufe gehoben zu werden. Nichts gegen Profilierungsgeilheit, aber nicht auf Kosten eines gesamten Handwerks mit mehreren tausenden Beschäftigten. Deshalb sollte man auch die Vertreter des Handwerks genau anhören! Wir als Schornsteinfeger haben uns immer die Neutralität auf die Fahnen geschrieben.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Am 24. April 2007 fand im Ilm-Kreis der 2. Schul-Energie-Tag im Staatlichen Berufsschulzentrum Ilmenau mit dem Schornsteinfegerhandwerk statt.
Die Veranstaltung war an die Aktivitäten in Rahmen der Lernenden Region Ilm-Kreis (Handlungsfeld I „Technik, Umwelt, Medien“) angebunden, sowie in die „Woche der erneuerbaren Energien 2007“ des Ilm-Kreises eingebettet. Seit mehreren Jahren wurden verschiedene Initiativen im Bereich regenerative Energien durchgeführt. Diese Aktivitäten sind durch die unterschiedlichsten Partner realisiert wurden. Es gab eine sehr gute Zusammenarbeit, die durch das Projekt „Schul-Energie-Tag“ weiter gefördert wurde.
Diese Veranstaltung bot konkrete Informationen sowie handlungsorientierte Angebote in Formen von Projekten, Workshops, Ausstellungen, Präsentationen, Demonstrationen und Experimente an Geräten und Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien. Für diesen Tag hatten wir uns etwas Besonderes einfallen lassen. Erstmals wurde die Wärmebildkamera der Innung Südthüringen präsentiert. Die Jugendlichen waren begeistert, was technisch schon möglich ist und wie in der Praxis schon heute gearbeitet wird. Diese Investition der Innung Südthüringen ist genau der richtige Schritt in die Zukunft.
Aussteller waren unter anderem die Stadtwerke Ilmenau, das Umweltzentrum Unstrut-Hainich e. V. und der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen, vertreten durch Bezirksschornsteinfegermeister Jens Rödiger mit seinen Kollegen.
Rene Bucklitsch klärte die vielen Besucher und Schüler der Praxisbörse über den nachwachsenden CO2-neutralen Brennstoff Holz und bivalente Heiztechnik auf und präsentierte ein Modell zur sinnvollen Wärmedämmung. Außerdem erläuterte er Statistiken über die Brennstoffe Erdgas, Heizöl und Kohle in der Zukunft.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Wie in jedem Jahr fand auch 2007 wieder die Bildungsmesse des Unstrut-Hainich-Kreises mit Lehrstellenbörse und Informationstag für Verkehr und Logistik in der 3-Felder-Sporthalle in Mühlhausen statt.
Schüler der Abgangs- und Vorabgangsklassen der Förder-, Haupt-, und Regelschulen sowie der Gymnasien fanden sich ein, um sich in der Berufswelt zu orientieren und einen Überblick zu verschaffen. Viele Unternehmen aus Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, freier Berufe und öffentlicher Verwaltungen präsentierten sich. Natürlich wollten wir als Schornsteinfeger nicht fehlen. Mehr als 900 junge Menschen zog es in die Beruflichen Schulen. Einige wussten ziemlich genau was sie wollten. Daniel aus Osterkörner fragte nach den Voraussetzungen eines Schornsteinfegers, Tanja aus Mühlhausen sieht ihre berufliche Perspektive im Bereich Umweltschutz und befand: „Alle Fragen, die ich hatte, konnten geklärt werden.“ Sie war echt erstaunt, welches Wissen ein Schornsteinfeger hat. Was besonderst gut angekommen ist, war die Simulation eines Einstellungstestes.
Durch solche Übungen kann man jungen Menschen die Angst vor solchen Aufgaben nehmen. Anna Köhler, selbst Schornsteinfegerlehrling, beantwortete viele Fragen der zukünftigen Auszubis. Große Augen bekamen die Besucher nachdem im Internet der theoretische Unterricht und die Unterbringung vorgestellt wurden.
Eltern machten uns darauf aufmerksam, dass diese Darstellung einer Berufsschule beispielhaft ist. Andere Berufsgruppen sind da wohl noch nicht so weit. Wir können davon ausgehen, dass unsere Berufsdarstellung ein voller Erfolg war.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Durch Thüringer Haushalte, Handels- und Dienstleistungen sowie Gewerbebetriebe wurden im Jahr 2005 rund 8,8 Millionen Tonnen an CO2-Emissionen verursacht. Das ist etwa die Hälfte der gesamten CO2-Emissionen des Freistaates. Ein Einsparpotenzial, das Thüringen Mineralölhandel, der Landesfachverband Sanitär – Heizung – Klima (SHK), der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks gemeinsam mit dem Institut für wirtschaftliche Ölheizung (IWO) in einer konzentrierten Aktion erschließen will. Mit schwefelarmem Heizöl und hocheffizienter ÖI-Brennwerttechnik. Auf diese Weise könnten Energieverbrauch und Kohlendioxid-Ausstoß um bis zu 30 Prozent gesenkt werden, sagen die Experten.
Die trafen sich gestern im Seehotel Zeulenroda zur 10. Ölfachtagung, in deren Mittelpunkt die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung von IWO-Institut, Mineralölhandelsverband (VER) Südwest/Mitte, Thüringens Fachverband SHK und des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks stand. Darin verpflichten sich die Fachverbände auf freiwilliger Basis im Interesse des Klimaschutzes auf Öl-Brennwerttechnik und schwefelarmes Heizöl zu setzen. „Eine Absichtserklärung“, wie IWO-Geschäftsführer Prof. Christian Küchen betonte, die man auch gewillt sei, Schritt für Schritt umzusetzen. Dafür sei es notwendig, schwefelarmes Heizöl überall anbieten zu können. Wir setzen alles daran, dass schon ab 2008 jeder Kunde einen Lieferanten für ,Heizöl EL schwefelarm‘ im Umkreis von maximal 35 bis 50 Kilometern findet“, versichert VEH-Chef Dr. Jörg Lenk.
Gegenwärtig investierten viele Raffinerien erheblich in die Entschwefelungsanlagen. „Dieses Engagement gibt es sonst nicht in Europa“, bekräftigt der IWO-Professor. Dem vor allem eine Botschaft am Herzen liegt: „Schwefelarmes Heizöl und hocheffiziente Öl-Brennwerttechnik sind das System für die Zukunft.“ Umso wichtiger sei es, den Schornsteinfeger und den Landesfachverband der Heizungsbauer und Installateure mit ins Boot bekommen zu haben, die letztlich mit dem Kunden vor Ort arbeiten – ihn fachkundig beraten. Denn für viele Heizungen, die um 1990 herum eingebaut wurden, stehen demnächst Modernisierungen an. Da auf effiziente Technik zu setzen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun, ist das Anliegen der Vertreter der Spitzenverbände, das sie nun bis zum Verbraucher tragen und mit ihm gemeinsam umsetzen wollen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Schnelle schwarze Feger setzen sieben Tore ins Netz
Schornsteinfeger gelingt Revanche gegen die Konditoren

Die Schornsteinfeger der Chemnitzer Innung brachten sich am Samstag den 11. 08. 2007 selbst das meiste Glück. Bei einem Freundschaftsspiel während des Steinbergfestes in Chemnitz gegen die Kollegen der Konditoreninnung Chemnitz gingen sie mit 7:5 Toren als Sieger vom Platz. Im vorigen Jahr, anlässlich der Fußball WM, wurde die Tradition wiederbelebt. Dieses Spiel zwischen den beiden Innungen endete mit einem Sieg der Konditoren. Das vorletzte Spiel fand 1956 in Chemnitz im Stadion an der Clausstraße statt. Damals gewannen die Schornsteinfeger mit 4:3.
Anwesend waren auch zwei damalige Spieler, Ehrenobermeister Roland Kahl und Eberhard Sturm. Sie spielten vor 51 Jahren in der Mannschaft der Schornsteinfeger. Die heute über 70-Jährigen erinnerten sich genau, dass damals die Spieler in beiden Halbzeiten komplett in Berufskleidung spielten. Das Fußballspielen zwischen den Innungen werden wir als Tradition fortführen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Am 26. Juni 2007 trafen sich die sachsen-anhaltischen Schornsteinfeger in Winterfeld zur Mitgliederversammlung. Obwohl in diesem Jahr der Delegiertentag nicht von einem Landesverbandstag umrahmt wurde, konnten als Gast der Präsident des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, Hans-Günter Beyerstedt, Ehrenlandesinnungsmeister Manfred Jablonski und Ehrenobermeister Karl-Heinz Kiel, sowie weitere 70 interessierte Bezirksschornsteinfegermeister begrüßen werden.
Der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf ging in seinem Bericht näher auf den Stand der Umsetzung der Musterkehrordnung in Sachsen-Anhalt ein. Er stellte fest, dass sich das Schornsteinfegerhandwerk durch mehrere Schulungen auf die Einführung der modernen KÜO vorbereitet hat. Nach jüngsten Gesprächen mit dem Wirtschaftsministerium ist jedoch eine Umsetzung zum Januar 2008 nicht mehr absehbar.
Ein wesentlicher Aspekt im Berufsbild des Schornsteinfegerhandwerks ist der vorbeugende Brandschutz. Der LIV Schornsteinfeger Sachsen-Anhalt hat sich an einer Aktion des Innenministeriums gemeinsam mit den Feuerwehren und der ÖSA beteiligt, die auf den Einsatz von Rauchmeldern aufmerksam machen soll. Der internationale Tag des Rauchmelders am 13. Juli 2007 soll deshalb zum Anlass genommen werden, um landesweit 1000 Rauchmelder in Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen durch Schornsteinfeger zu installieren.
Ausführlich berichtet Keindorf auch über den Stand der geplanten Landesinnung. Dabei bedauert er, dass diese Pläne nun nicht weiter verfolgt werden können. Mit Blick auf die Änderung des Schornsteinfegergesetzes würde eine Veränderung der Strukturen unseres Landesverbandes in Richtung Landesinnung der richtige Weg sein, betont der Landesinnungsmeister.
Hans-Günter Beyerstedt, Präsident des deutschen Schornsteinfegerhandwerks, nahm in seinem Grußwort Bezug auf den immer wichtiger werdenden Umweltschutz.
Die fossilen Energieträger Erdöl und Erdgas bekommen Konkurrenz: Immer mehr Bauherren und Hausbesitzer entscheiden sich für ein alternatives Heizkonzept und verhelfen damit beispielsweise dem Brennstoff-Klassiker Holz zu neuen Ehren. Dichtauf folgen die regenerativen Energieformen Sonnenenergie und Erdwärme. An diesem Punkt steht jedoch mancher Hausbesitzer vor einer schwierigen Entscheidung. Beratung und Hilfe kann hier der Schornsteinfeger bieten. Für die Sicherheit seiner Kunden zu sorgen und ihn gut zu beraten ist das Ziel der „schwarzen Zunft“. Mit dem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem haben wir eine entscheidene Voraussetzung für die Zukunftssicherung unseres Handwerks geschaffen. Sowohl dem Kunden als auch dem Gesetzgeber wird damit die Gewähr für die Zuverlässigkeit der Leistungen des Schornsteinfegers gegeben.
Der Schwerpunkt der Berufspolitik liegt derzeit in der geplanten Änderung des Schornsteinfegergesetzes. Hans-Günter Beyerstedt gab einen Überblick über den aktuellen Stand. Nachdem die Umsetzung des modifizierten Schornsteinfegersystems, wie es zur Mitgliederversammlung 2004 in Weimar beschlossen wurde, von Brüssel nicht akzeptiert wurde, hat im Oktober 2006 die EU dann das offizielle Vertragsverletzungsverfahren eröffnet. Der letzte Stand sieht vor, dass ein Vorbehaltsbereich bestehen bleibt und auch Übergangsfristen für das Schornsteinfegerhandwerk eingerichtet werden.
Nach dem Willen der EU in Brüssel soll auch die Anlage A und B der Handwerksordnung weiter abgeschmolzen werden. Wir kämpfen für den Erhalt des Schornsteinfegerhandwerks in der Anlage A der HWO aufgrund der besonderen Anforderungen im Brand- und Umweltschutz, d. h. Beibehaltung des Meisterzwangs.
Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war die Nachwahl des Berufsbildungswartes/QM/UM-Beauftragten. Hier geht das Land Sachsen-Anhalt neue Wege. Um Kräfte zu bündeln, wurden die Positionen der Berufsbildungswarte in den Vorständen der Innungen eingespart. Diese Tätigkeiten werden nun zentral vom Landesberufsbildungswart abgearbeitet. In den Innungen bleibt noch die Position des QM/UM-Beauftragten für die Organisationsebene. Zum Landesberufsbildungswart wurde der Wittenberger Bezirksschornsteinfegermeister Pitt-Thorsten Streit gewählt. Als sein Stellvertreter erhielt Kai Schoppenhauer aus dem Bördekreis das Vertrauen der Delegierten.
Noch vor der Wahl des neuen LBBW bedankt sich Landesinnungsmeister Thomas Keindorf bei Siegfried Hampe, der neun Jahre die Berufsbildungsangelegenheiten im LIV Sachsen-Anhalt geleitet hat. In seiner Dankesrede zog Keindorf einen Bogen über Hampes Berufsweg.

Siegfried Hampe ist seit über 40 Jahren Schornsteinfeger aus Leib und Seele. Nach nur einem Jahr Lehrzeit bei seinem Vater Günther Hampe hat er 1967 in Bernburg die Gesellenprüfung abgelegt. Schon zwei Jahre später erhielt er in Halle den Meisterbrief. Schon immer hat er neben seiner Tätigkeit als Schornsteinfeger ehrenamtliche Aufgaben übernommen. So hat er bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst 1969 als Berufsschullehrer an der Schornsteinfegerschule in Tiefensee junge Menschen zum Schornsteinfeger ausgebildet. Seit dem 01. Juli 1978 ist er Bezirksschornsteinfegermeister in Nachterstedt. Neben seinen umfangreichen Aufgaben im Brandschutz, Umweltschutz und der Energieeinsparung hat er sich immer ehrenamtlich in der Innung beteiligt. So war er viele Jahre als Technischer Innungswart der Schornsteinfeger-Innung Bernburg für die Ausarbeitung neuester technischer Normen zuständig.
Von 1995 bis 1998 hat er sich um die Öffentlichkeitsarbeit im Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt (LIV) gekümmert. 1998 wurde er zum Berufsbildungswart des LIV gewählt. In dieser Funktion hat er sich um die Weiterbildung der Schornsteinfeger und die Ausbildung der Lehrlinge verdient gemacht.
Neutrale Beratung und Hilfe in heiztechnischen Belangen sind neben Brandschutz und Umweltschutz die wichtigsten Aufgaben eines Schornsteinfegers.
Für die Sicherheit seiner Kunden zu sorgen und ihn gut zu beraten ist das Ziel der „schwarzen Zunft“. Um diese Vorgaben zu erreichen, hat das Schornsteinfegerhandwerk ein Qualitäts- und Umweltmanagementsystem eingerichtet, das auf der Grundlage der DIN EN ISO 9001:2000 und 14001:2005 erstellt wurde. In Sachsen-Anhalt hat es sich Siegfried Hampe zur Aufgabe gemacht, dieses umfassende Managementsystem umzusetzen und mit Leben zu erfüllen.
Neben seinen Aktivitäten im Schornsteinfegerhandwerk ist er aktives Mitglied in der freiwilligen Feuerwehr und im Gemeinderat Nachterstedt. Außerdem engagiert er sich sehr stark im Gemeinschaftsausschuss Seeland und ist Mitglied im Aufsichtsrat der Seeland GmbH.
Auf der Mitgliederversammlung des LIV Sachsen-Anhalt in Winterfeld am 26. Juli hat er sein Ehrenamt im Beruf in jüngere Hände gelegt. Der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf dankte ihm für seine langjährige Ehrenamtstätigkeit und wünschte ihm für die weitere berufliche und private Zukunft viel Erfolg.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

243 Teilnehmer aus ganz Deutschland und sogar aus der Ukraine kamen zum Behindertensportfest nach Tangerhütte. In der Zeit vom 19. bis zum 21. Juli 2007 fand bereits zum 16. Mal das Spiel-und Sportfest mit Internationaler Beteiligung für Rollstuhlfahrer und ihre Freunde statt. Das Fest ist das einzige seiner Art in ganz Deutschland. Die Mitglieder der Schornsteinfegerinnung Altmark unterstützen dieses Event von Anfang an.
Zu Beginn des Sportfestes wurde am Donnerstag, den 19. Juli, auf dem Schützenplatz in Tangerhütte das Sportschießen (Mannschaftspokal mit Schornis) durchgeführt. Es schießen jeweils zwei Rollstuhlfahrer und ein Schornsteinfeger. BSM Jochen Lehmann aus Havelberg wurde mit seiner Mannschaft Zweiter. Zeitgleich lief in der Gaststätte am Schützenplatz der Kegelwettbewerb.
Am Freitag, den 20. Juli, erfolgte dann im Stadtzentrum von Tangerhütte die offizielle Eröffnung des Sportfestes mit vielen prominenten Gästen aus Wirtschaft, Sport und Politik. Nach der Eröffnung begannen dann die Wettkämpfe wie Basketball, Dart, Boccia, usw.
Ab ca. 15.00 Uhr wurde unter Anleitung des Tangerhütter Bezirksschornsteinfegermeister Siegfried Pianka die abendliche Versorgung der Rollstuhlfahrer vorbereitet. Siggi, wie er liebevoll von den Rollstuhlfahrern genannt wird, ließ durch die Helfer, seine Frau Christel, seinem Gartennachbar, sowie dem stellv. OM Reinhard Wegner mit seiner Frau, mindesten 50 Kilo Gemüse aufbereiten. Am Abend wurde dann für die über 200 Rollis eine Gemüsepfanne gebrutzelt. Dazu gab es Schweinekamm, der über offenen Buchenholz gegart wurde. Das war eine mehr als schweißtreibende Arbeit. Die Verpflegung dauerte bis spät in die Nacht hinein und wurde dankbar angenommen. Später wurde S. Pianka für seine jahrelange, aufopferungsvolle Arbeit geehrt.
Am Sonnabend, den 21. Juli, folgten weitere sportliche Wettkämpfe. Gegen 19.00 Uhr fand dann ein gemeinsamer Abschlussabend statt. Hier wurden die sportlichen und ehrenamtlichen Leistungen gewürdigt, ausgezeichnet und den Sponsoren nochmals gedankt.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

So gab es auch dieses Jahr wieder am Tag der Sachsen Glück zum Anfassen. Zwar hatten die Veranstalter in Reichenbach Vogtland am 9. September wenig Glück mit dem Wetter, aber dafür viel Glück mit dem Festumzug. Kollegen der Schornsteinfegerinnung Zwickau und des Fachverbandes der Arbeitnehmer im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen (FASS) trotzten dem Regen und demonstrierten
gemeinsam Zuversicht für Beruf und Land.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Mittlerweile zum 12. Mal fand in Allrode die jährliche Informationsveranstaltung der Schornsteinfeger-Innung im Kammerbezirk Halle statt. Schwerpunkt der diesjährigen Schulung war die bevorstehende Einführung der Muster-KÜO in Sachsen-Anhalt. Aus aktuellem Anlass wurde die Dauer der Schulungseinheiten erhöht, um die Kollegen in die Lage zu versetzen, die Umstellung auf die neuen Gebühren über die Sommermonate in den Kehrbezirksverwaltungsprogrammen zu vollziehen. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde am 2. Tag die Innungsversammlung durchgeführt. Neben den Grußworten der Obermeister aus den Innungen Magdeburg und Altmark, Uwe Pomplun und Gerd Lamberts, erläuterte der LIM Thomas Keindorf den aktuellen Stand der Reform des Schornsteinfegergesetzes. Natürlich kam auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Bei einer Wanderung durch die herrliche Umgebung des Harzes gab es einen kleinen Snack sowie am Abend ein Grillfest im Garten des Seminar- und Sporthotels Harzer Land.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Eignungsprüfungen an metallischen Abgasanlagen werden erleichtert

Die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, ist europaweit auf dem Sektor der Abgastechnologie vertreten. Um die nötigen Prüfungen zur Erlangung des CE-Zeichens, und damit der europäischen Zulassung, im eigenen Hause durchführen zu können, richtete Raab ein werksseitiges Prüflabor ein. Die Anlage ist nach den Prüfnormen DIN EN 1859 und EN 13126 aufgebaut. Sie erlaubt damit die Erstprüfung zur Bescheinigung der Konformität mit europäischen Prüfungen.
Zu den durchgeführten Untersuchungen zählt u. a. die thermische Prüfung einschließlich der Rußbrandbeständigkeit bei 1.000° C. Die Messwerte werden mittels Sensoren ermittelt und über eine Spezialsoftware ausgewertet. Vor und nach jeder thermischen Prüfung wird die Gasdichtheit bzw. Leckagerate der Bauteile bestimmt. Die Werte werden nach EN 1856-2, Tabelle 1, zugeordnet. Im weiteren Verlauf der Prüfungen sind die Druckbelastungen für die Bauteile und Halterungen der Abgasanlage zu ermitteln. Anhand der Ergebnisse lässt sich die mögliche Aufbauhöhe der Einzelkomponenten ableiten. Im Folgenden werden noch der Wasserdampfdiffusionswiderstand, die Kondensatbeständigkeit und der Widerstand gegen das Eindringen von Regenwasser getestet. Außerdem erfolgt noch die Prüfung des Widerstandes gegen die Windlasten. In diesem Zusammenhang ist nachzuweisen, dass bei der Installation einer Abgasanlage an der Gebäudeaußenwand der Abstand von 4 m zwischen zwei Wandbefestigungen sowie die frei auskragende Länge von 3 m über der letzten Befestigung sicher eingehalten werden kann.
Alle ermittelten Ergebnisse werden dem Notified Body (Materialprüfungsanstalt Dortmund, TÜV Süd GmbH) zur Verifizierung vorgelegt. Deren unabhängige Gutachter erteilen dann die Zertifizierung für die Raab-eigene Produktionskontrolle. Für Raab ergibt sich durch diese Arbeitsweise die Möglichkeit, neu entwickelte Produkte zeitnah zu testen und bei Markteinführung bereits höchste Qualitätsstandards – mit entsprechender CE-Kennzeichnung – bieten zu können.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Luft zählt zu den selbstverständlichen Lebenselementen und wird selten bewusst wahrgenommen – es sei denn, sie riecht unangenehm oder wird knapp. Auch einer Feuerstätte mit Schornsteinanschluss geht im wahrsten Sinne des Wortes die Puste aus, wenn der Zustrom der Verbrennungsluft fehlt. Gerade Gebäude mit dichter Hülle, die heutzutage als Standard nach der Energieeinsparverordnung EnEV gelten, benötigen daher effiziente Komponenten, um den zuverlässigen Betrieb des Wärmeerzeugers zu gewährleisten.
Die Verbrennungsluftklappe VLK 180 von Kutzner + Weber schafft hier Abhilfe: Sie sichert die gleichmäßige Luftzufuhr, so dass die Feuerstätte optimal funktionieren kann. Während der Stillstandszeiten schließt sie sich automatisch – auf diese Weise wird das Einströmen kalter Außenluft bzw. das Abströmen warmer Raumluft verhindert. Mit dieser Funktionsweise geht also eine erhebliche Energieeinsparung und zusätzlich eine Umweltentlastung einher.
Je nach Situation vor Ort lässt sich die VLK 180 in eine Wanddurchführung oder in eine Zuluftleitung einbauen. Selbst die Montage in ein Fenster ist möglich, so dass auch eine Nachrüstung problemlos erfolgen kann. Das Bauteil verfügt über eine Wärmedämmung und ist gegen Schwitzwasser ausreichend geschützt. Als Schutz vor Witterungseinflüssen oder Kleintieren wird außen ein Gitter angebracht, das im Lieferumfang enthalten ist. Sämtliche Komponenten aus Edelstahl bzw. hochwertigem Kunststoff garantieren eine lange Lebensdauer für sicheres und sparsames Heizen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Das neue Ereignismeldesystem EMS 220 von AFRISO-EURO-INDEX wurde zur Fernüberwachung von Gebäuden, Tanks, Schächten, technischen Einrichtungen und Produktionsprozessen entwickelt. An EMS 220 können schaltende Sensoren (Gas-/Rauchmelder, Feuermelder, Öl- und Wassermelder, Fenster- und Türkontakte) und stetige Sensoren (Füllstands-, Reserve-, Fehler- oder Störungs-Meldungen) angeschlossen werden. Sollten bestimmte Ereignisse auftreten, werden zuständige Personen sofort per SMS benachrichtigt, wobei der Status der zu überwachenden Objekte auch über das Mobiltelefon abgefragt werden kann. EMS 220 kann diese Mess- und Alarmdaten aber auch an den AFRISO Net Webservice www.afriso-net.com übermitteln, wodurch eine optimale Dokumentation und Verwaltung kontinuierlicher Messergebnisse möglich ist. Berichte oder Trendkurven lassen sich nach individuellen Vorstellungen erstellen. Der Zugang zu den über ein Passwort gesicherten, eigenen Messergebnissen ist jederzeit und weltweit über das Internet möglich. EMS 220 verfügt über einen Analogeingang (4 bis 20 mA), zwei Digitaleingänge sowie einen Sondeneingang für einen optional erhältlichen Füllstandanzeiger. Das Ereignismeldesystem EMS 220 wird mit 220 V AC versorgt; die Montage und Inbetriebnahme des Gerätes ist einfach und schnell durchführbar. Das System kann gut in kleinen und mittleren Gewerbe- und Industriebetrieben für einfache Überwachungsaufgaben eingesetzt werden.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Die Schornstein-Ofen-Unit UniTherm von Plewa stand vor kurzem als Version 2 beim TÜV Bayern in München auf dem Prüfstand. Die Unit mit dem in den Brennraum integrierten Wasserwärmetauscher wurde dort auf ihren Wirkungsgrad hin untersucht. Das Ergebnis: hervorragende 89,6 Prozent! Damit eignet sich die Feuerstätte in besonderem Maße als Ganzhausheizung in modernen Gebäuden mit niedrigem Heizenergiebedarf. Der Wärmeerzeuger besitzt eine Heizleistung von ca. 9,8 kW, die sich in 3,9 kW für die Raumheizleistung und 5,9 kW für die Heizwasserleistung aufteilen.
Der Wasserwärmetauscher speist einen Pufferspeicher, so dass genug Energie zur Beheizung anderer Räume bzw. zur Brauchwassererwärmung bereit steht. Die Anschlüsse für den Heizungsvor- und -rücklauf sind im Fußteil des Kaminofens integriert, ihre Einbindung in den Heizkreislauf gestaltet sich daher unproblematisch. Auf Wunsch lässt sich diese Version des UniTherm auch mit einer Solaranlage koppeln.
Neben den genannten Punkten kann die Feuerstätte noch mit weiteren Vorteilen glänzen. Dazu zählen beispielsweise die optimale Abstimmung aller Komponenten, der schnelle Aufbau durch die Vorfertigung, die raumluftunabhängige Betriebsweise sowie die freie Gestaltungsmöglichkeit des Außenmantels. Auch die kompakte Bauweise – der Kaminofen benötigt nur eine Stellfläche von 55 x 55 cm – gilt als Pluspunkt. Darüber hinaus garantiert Plewa eine hohe Betriebssicherheit, die mit niedrigen Emissionen einher geht.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Allein im Jubiläumsjahr bringt Testo 50 neue Produkte für verschiedene Märkte und Anwendungen
Im September 2007 blickt der Lenzkircher Messgerätehersteller auf 50 Jahre Erfolgsgeschichte zurück. Das ist für das Unternehmen ein Grund zum Feiern, aber vor allem auch zum Arbeiten; denn der Blick ist im 50. Jubiläumsjahr nach vorne gerichtet. Der Zukunftsplan ist ehrgeizig: allein 50 Innovationen in 2007 und eine Umsatzsteigerung von 30% in den nächsten zwei Jahren sind vorgesehen.
Zehn der 50 Innovationen sind die Profi-Messgeräte der neuen Pocket Line – im Taschenformat. Sie sind gut geeignet für schnelle und zuverlässige Messaufgaben in den Bereichen Heizung, Lüftungs- und Klimatechnik. Sie sind alle sehr klein, handlich und einfach zu bedienen. Dank ihres praktischen Formats passen die Messgeräte in jede Hemd- oder Hosentasche. Professionelle und zuverlässige Sensorik – wie z. B. der Testo-eigene, patentierte Feuchtesensor – garantiert verlässliche und stabile Messergebnisse.
„Zeichen setzen für die Zukunft“ lautet das Firmenmotto, das zielstrebig in die Tat umgesetzt wird. Der Erfolg des Rekordjahrs 2006 soll fortgesetzt werden. Testo betreibt dafür einen überdurchschnittlichen Aufwand für Forschung und Entwicklung. Allein im vergangenen Jahr hat das Unternehmen 35 neue Mitarbeiter in diesem Bereich eingestellt. Der weltweite Umsatz stieg 2006 auf 128,6 Millionen Euro. Beachtlich ist, dass das Unternehmen an seinem Hauptstandort am stärksten gewachsen ist.
Mit einem 2.000 qm großen Neubau in Lenzkirch im Hochschwarzwald, der für weitere 200 Mitarbeiter Platz bieten soll, bekennt sich der Messgerätehersteller zum Standort Deutschland.
Das kontinuierliches Wachstum in den vergangenen Jahren gibt der Testo AG auch guten Grund, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Durch ständige Investitionen in neue Ideen setzt das Unternehmen immer wieder Maßstäbe im Bereich der Messtechnik. Mit inzwischen über 1.350 Mitarbeitern ist der Global Player in 25 Tochtergesellschaften auf allen fünf Kontinenten vertreten.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Die Firma Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH in Bad Wünnenberg war ein lohnenswertes Etappenziel im Rahmen der Glückstour, die jetzt zum zweiten Mal stattfand. Die stolze Summe von 3.500 Euro nahmen die Initiatoren der Benefiz-Fahrradtour in Empfang. Dabei handelt es sich um den Erlös eines Festes auf dem Gelände der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, das anlässlich der Glückstour stattfand.
„Diesen guten Zweck unterstützen wir gerne“, sagte Johannes Lötfering, Geschäftsführer der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH. Organisiert wurde die Fahrradtour, in deren Rahmen 28 Kaminkehrer rund 900 km von Hannover zum Bundesverbandstag der Schornsteinfeger nach Bad Dürkheim radelten, vom Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“. Dieser erhält auch sämtliche Spenden aus der Tour. Außerdem wollen die Radler ihr Ansinnen in der Öffentlichkeit präsentieren. „Wir möchten die Aufmerksamkeit auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft lenken“, sagte Klaus Bewer.
Der Schornsteinfeger aus Delbrück bei Paderborn hat die Glückstour im vergangenen Jahr mit einigen Kollegen initiiert und ist als ehemaliger Triathlet gerne dabei. „Der sportliche Ehrgeiz rückt aber in den Hintergrund“, sagt Bewer. „Wir wollen möglichst viel Geld für die krebskranken Kinder sammeln.“ In Bad Wünnenberg ist das bestens gelungen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Glückstag Freitag, der 13.

Rauchmelder sind wichtig und sinnvoll. In Sachsen-Anhalt entstehen 40% aller Brände im Wohnbereich und jährlich erleiden über 200 Menschen Rauchvergiftungen. Zwar ereignet sich ein Großteil der Brände am Tage, aber die meisten Todesfälle sind bei nächtlichen Brandereignissen zu beklagen. Rauchmelder können dieser Gefahr wirksam begegnen.
Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt hat sich deshalb einer Kampagne des Ministeriums des Innern und der Feuerwehren des Landes angeschlossen, um die Bürgerinnen und Bürger über die Wichtigkeit von Rauchmeldern zu informieren.
Pünktlich am 13. Juli dieses Jahres haben Schornsteinfeger, meist gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr, in öffentlichen Einrichtungen Rauchmelder installiert. Oftmals wurden Kindergärten komplett mit den nützlichen Lebensrettern ausgestattet. Durch das große Echo dieser Aktionen in den regionalen Medien wurde die Gefahr, bei einem Brand durch Rauchvergiftungen zu Schaden zu kommen, wieder ins Bewusstsein zurückgerufen. Viele Schornsteinfeger, für die präventiver Brandschutz immer eine Herzensangelegenheit ist, wurden nach diesen Aktionen von Ihren Kunden auf Rauchmelder angesprochen.

Ausgabe: 65 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 65 - 3/2007 )

Generationswechsel

Unter dem Motto „Glück ist käuflich“ fand am Freitag, den 13. 07. 07, der diesjährige bundesweite gemeinsame Aktionstag der Feuerwehren, Schornsteinfeger und der Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ statt. Auf dem Marktplatz, vor dem Alten Rathaus in Leipzig, hatten aus diesem Anlass Angehörige der Branddirektion Leipzig, unter dessen Leiter Karl-Heinz Schneider, sowie Kollegen der Schornsteinfeger-Innung Leipzig einen gemeinsamen Informationsstand aufgebaut.
Ziel der Aktion war es, die Bevölkerung aufzurufen, Rauchmelder in geprüfter Qualität zu kaufen, an den richtigen Stellen in der Wohnung bzw. Eigenheim zu installieren, sowie diese regelmäßig zu prüfen. Dazu gab es praktische Vorführungen. Auch Leipzigs ‚Umweltbürgermeister‘ Herr Heiko Rosenthal ließ es sich nicht nehmen, die Veranstaltung mit seiner Anwesenheit zu unterstützen.
Ein Miniaturhaus, in welchem eine Rauchentwicklung simuliert und der Einsatz von Rauchmeldern dargestellt wurde, weckte großes Interesse bei den Bürgern, die den Stand besuchten. Das Anliegen des Aktionstages wurde gleichzeitig durch Medien wie Leipzig Fernsehen, MDR, Radio Sachsen, sowie die Leipziger Volkszeitung in die Öffentlichkeit getragen.
Nach der letzten Forsa-Umfrage schützen sich im Jahr 2007 bereits 30% der deutschen Bevölkerung in ihrem Heim mit Rauchmeldern. Im Jahr 2000 waren es lediglich 6%. Die vier folgenden Schritte wurden den Bürgern nahegelegt:
1. Rauchmelder kaufen
Rauchmelder sind Lebensretter. Allerdings nur, wenn sie von geprüfter, guter Qualität sind. Die Feuerwehr empfiehlt VdS-anerkannte Rauchmelder DIN EN 14604. Diese Produkte werden von der VdS Schadenverhütung anhand der Vorschriften der europaweit geltenden Norm geprüft.
2. Rauchmelder installieren
Viele Rauchmelder werden in bester Absicht gekauft, dann aber nie installiert. Im Keller oder auf dem Schrank haben die kleinen Lebensretter keine Wirkung. Die Feuerwehren, Schornsteinfeger und das Forum Brandrauchprävention in der vfdb rufen eindringlich dazu auf, die gekauften Rauchmelder auch zu installieren. Nur dann wird Freitag, der 13., ein Glückstag sein.
3. Bei großen Wohnungen und Häusern beim Kauf auf Vernetzungsmöglichkeiten achten
Wer in einem Haus oder einer großen Wohnung lebt, sollte beim Ankauf von Rauchmeldern auf Vernetzungsmöglichkeiten der batterie- oder netzbetriebenen Rauchmelder (per Funk und/oder Kabel) achten. Durch eine Vernetzung der Geräte wird sichergestellt, dass im Brandfall sämtliche Melder alarmieren und Sie so rechtzeitig über die Gefahr informiert werden. Wichtige Sekunden im Ernstfall können Ihr Leben retten.
4. Nach dem Urlaub Rauchmelder testen
Bei batteriebetriebenen Rauchmeldern wird die Notwendigkeit des Batteriewechsels ca. 30 Tage bevor die Batterie entladen ist, durch einen wiederkehrenden Signalton angekündigt. Die 9-Volt-Batterie in einfachen Rauchmeldern hält in der Regel ein Jahr. Daher sollte zur Sicherheit nach dem Urlaub und jeder längeren Abwesenheit ein Rauchmelder mittels Prüfknopf auf seine Funktionsfähigkeit hin getestet werden. Die Feuerwehren empfehlen für mehr Sicherheit, nur Rauchmelder mit Langzeit-Batterien mit einer Lebensdauer von bis zu 10 Jahren zu verwenden. So werden Wartung und Wechsel der Batterien gering gehalten und gleichzeitig ein Beitrag zum Umweltschutz geleistet.
Zwei Drittel aller Haushalte sind noch immer ungeschützt
Noch immer schützen laut Forsa-Umfrage nur 31% der Deutschen ihr Heim mit einem Rauchmelder. Weitere 5% besitzen einen Rauchmelder, haben diesen aber nicht installiert. Viele Menschen verwenden Rauchmelder mit Batterien, die jährlich ausgetauscht werden müssen und vergessen dann den Batteriewechsel. Ein gefährliches Leben in vermeintlicher Sicherheit. Insgesamt ist die Ausstattung mit Rauchmeldern bei Singles und älteren Menschen deutlich unterrepräsentiert gegenüber Familien mit Kindern.
Deshalb wird es auch zukünftig gemeinsame Aufklärungskampagnen der Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb), des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) und des Bundesverbandes des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) geben. 

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

In der Bundesrepublik sterben jährlich fast 600 Menschen an den Folgen von Bränden. Fast allen Opfern wurde der durch den Brand entstandene Rauch zum Verhängnis. Zu Jahresbeginn zeigten die ersten Brandereignisse mit tödlich Verletzten wieder, wie wichtig und sinnvoll die Installation von Rauchmeldern insbesondere in Wohn- und Schlafbereichen ist. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt hat sich deshalb einer Kampagne des Ministerium des Innern und der Feuerwehren des Landes angeschlossen, um die Bürgerinnen und Bürger darüber zu informieren, wie wichtig und sinnvoll die Installation von Rauchmeldern ist.
In Sachsen-Anhalt entstehen 40% aller Brände im Wohnbereich und jährlich erleiden über 200 Menschen Rauchvergiftungen. Zwar ereignet sich ein Großteil der Brände am Tage, aber die meisten Todesfälle sind bei nächtlichen Brandereignissen zu beklagen.
Rauchmelder können dieser Gefahr wirksam begegnen.
Bundesweiter Rauchmeldertag 2007
Jetzt einplanen: Freitag, der 13. Juli 2007, ist wieder Rauchmeldertag!
„Freitag, der 13., wird Ihr Glückstag, wenn Sie heute Rauchmelder installieren“ – das ist das Motto des diesjährigen Rauchmeldertages am Freitag, dem 13. Juli 2007. Für Schornsteinfeger war und ist präventiver Brandschutz schon immer eine Herzensangelegenheit. Darum wird am 13. Juli 2007 das Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt mit landesweiten Aktionen auf diesen Tag aufmerksam machen und 1000 Rauchmelder installieren. 



Die gefährlichsten Mythen
„Wenn es brennt, habe ich mehr als 10 Minuten Zeit, die Wohnung zu verlassen.“
Irrtum, Sie haben durchschnittlich nur 4 Minuten zur Flucht. Eine Rauchvergiftung kann sogar bereits nach 2 Minuten tödlich sein.
„Meine Nachbarn oder mein Haustier werden mich rechtzeitig alarmieren.“
Eine gefährliche Fehleinschätzung, wenn man nur 2 Minuten Zeit hat – besonders nachts, wenn Ihr Nachbar schläft und das Haustier im Nebenzimmer ist.
„Wer aufpasst, ist vor Brandgefahr sicher.“
Stimmt nicht. Elektrische Defekte sind häufige Brandursachen. Auch Brandstiftungen im Keller oder Hausflur sowie ein Brand in der Nachbarwohnung gefährden Sie ganz unverschuldet.
„Steinhäuser brennen nicht.“
Das brauchen Sie auch nicht! Schon Ihre Gardine, die Tapete oder ca. 100 g Schaumstoff, beispielsweise in Ihrer Couch, sind ausreichend, um eine tödliche Rauchvergiftung zu erzeugen.
„Rauchmelder sind zu teuer.“
Ein Rauchmelder ist das beste Mittel zum vorbeugenden Brandschutz im eigenen Haushalt. Täglich sterben in Deutschland 2 Menschen bei Bränden. Wie viel ist Ihnen Ihr Leben wert?
Befestigen Sie Rauchmelder
immer an der Zimmerdecke, da der Rauch nach oben steigt;
an der Decke in der Raummitte bzw. mindestens 50 cm von Wänden entfernt;
nicht in der Nähe von Luftschächten und nicht in starker Zugluft;
nicht in der Dachspitze;
nicht in Räumen, in denen normalerweise starker Dampf, Staub oder Rauch entsteht
(Bad, Wirtschaftsgebäude).
Weitere Informationen www.rauchmelder-lebensretter.de

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Am 23. März 2007 war das Courtyard by Marriott Hotel in Gera Austragungsort des 16. Landesverbandstages. Schornsteinfeger und Schornsteinfegerinnen aus ganz Thüringen haben sich getroffen und wollten sehen was der LIV Thüringen auf die Beine gestellt hatte. Der Landesinnungsverband hatte zur Fachausstellung, Öffentlichkeitstag und Mitgliederversammlung eingeladen. Das diesjährige Thema des Landesverbandstages sollte die – Nachhaltigkeit im Schornsteinfegerhandwerk in Bezug auf Sicherheit, Energie und Umwelt – sein. Als staatlich beliehener Unternehmer und zugleich selbstständiger Gewerbetreibender führen die Schornsteinfeger in ihren Kehrbezirken öffentliche und handwerkliche Tätigkeiten aus. Sie tragen im besonderen Maße Verantwortung für den vorbeugenden Brandschutz, den sicheren Betrieb von Feuerungs- und Lüftungsanlagen, der Energieeinsparung sowie dem Gesundheits-, Umwelt- und Klimaschutz.
Trotz öffentlich rechtlicher Einbindungen und Vorgaben für das Schornsteinfegerhandwerk wird das Gebot der Wirtschaftlichkeit und der rationalen Arbeitsausführung beachtet. Alle Betriebe haben sich zu einem gleichbleibend hohen Qualitäts- und Umweltstandard in ihren Dienstleistungen verpflichtet. Um dies zu erreichen haben sie sich einem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem, auf Grundlage der DIN EN ISO 9001 und 14001 unterstellt, welches für alle Bereiche ihrer Organisationsstruktur gilt. Dadurch soll gewährleistet sein, dass sämtliche Dienstleistungen mit gleich hoher Qualität ausgeführt und in allen Betrieben die gleichen Arbeitsmethoden angewandt werden. Ein einheitlich hoher Standard von Arbeits-,
Mess- und Prüfgeräten sowie die qualifizierte Weiterbildung im Beruf und die Ausbildung auf hohem Niveau können hiermit gesichert werden.
Das Schornsteinfegerhandwerk bietet bei gleichen Gebühren gleiche Leistungen an. Der Schutz der Sicherheit der Bürger, der Brandschutz und der Umweltschutz haben höchste gesellschaftliche Bedeutung. Die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeit manifestiert sich in der regelmäßigen Überwachung der Feuerungsanlagen, der Arbeiten nach KÜO und der neutralen Beratung der Kunden. Eine Minderung von Umweltbelastungen ist die Folge! Weiterhin regt das Handwerk eine Vielzahl von Beschäftigungschancen in den verschiedensten Bereichen der Wirtschaft an. Entsprechen die überprüften Anlagen nicht den gesetzlichen Anforderungen, dann gibt der Schornsteinfeger den Anstoß zur Instandsetzung und liefert somit gleichzeitig einen Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen. Die Beseitigung baulicher und sicherheitstechnischer Mängel kann zur Erneuerung der gesamten Feuerungsanlage führen. Bei der Neuinstallation von Wärmeerzeugern wird modernste Technik eingebaut, was Industiearbeitsplätze sichert. Hier wird deutlich, wie Nachhaltigkeit durch das Schornsteinfegerhandwerk praktiziert und belebt wird.
Es war mal wieder an der Zeit, dass die Aussteller ihre Koffer packten um sich zur Fachausstellung des Schornsteinfegerhandwerks zu präsentieren. Alle Firmen brachten ihre neusten Produkte mit. Auf einer Ausstellungsfläche von über 160 m² drängten sich 24 Firmen aneinander. Darunter waren zum Beispiel Ress, Viessmann, Wöhler, Vaillant, Buderus, Testo und viele andere. Auch Software Programmierer wie Hottgenroth oder Schwarz hatten ihre Stände aufgebaut. Zum öffentlichen Teil waren Gäste aus Politik und Wirtschaft geladen, wie Herr Sippel vom Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Leitender Ministerialrat Volker Kurz vom Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, Prof. Dr. Krapp vom Wirtschaftsausschuss der CDU-Fraktion, Joachim Bleeck, Präsident von Haus & Grund Thüringen.
Neben dem Stand vom LIV sammelte der Verein „Kaminkehrer helfen krebskranken Kindern“, Spenden. Diese Aktion hat sich zum Ziel gesetzt, die Forschung nach neuen Medikamenten gegen die Krankheit Krebs zu unterstützen. Außerdem werden hiermit verschiedene Hilfsmaßnahmen wie Wohnheime, Rehakliniken und andere Projekte gefördert, um den Kindern möglichst viel Lebensfreude und Lebensmut zu erhalten. Viele Gäste haben an diesem Tag reichlich gespendet. Weil die Schornsteinfeger ein Glückssymbol darstellen und sie für das Wohlbefinden der Menschen sorgen, helfen sie auch den „kleinen Helden“, so werden die kranken Kinder genannt.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Am 10. 05. 2007 fand die erste Innungsversammlung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg für das Jahr 2007 statt. Es wurden aktuelle berufspolitische Themen besprochen, sowie aktuelle Ehrungen von Innungsmitgliedern vorgenommen. Unter anderem wurden Kollegen zum 25-jährigen Betriebsjubiläum geehrt. Weiterhin wurde der Kollege Werner Schumacher offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Der stellvertretende LIM Kollege Torsten Kiel unterstrich noch einmal die Notwendigkeit der Umsetzung der Musterkehrordnung zum 01. 01. 2008. Weiterhin waren die Obermeister der Schornsteinfegerinnungen Altmark und Halle zu Gast. Die Obermeister Gerhard Metz und Gerd Lambertz sprachen Grußworte aus. Auch unsere BSM im Ruhestand waren zahlreich vertreten und bedankten sich durch den Kollegen Manfred Jablonski für die Einladung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Sächsische Schornsteinfeger informieren sich über osteuropäische Kesseltechnik

Auf Einladung der Firma Atmos weilten am 24. April 2007 30 Kollegen der Schornsteinfegerinnung Zwickau im tschechischen Bela pod Bezdezem, nahe Liberec. Im Stammhaus der Firma wurden die Kollegen herzlich durch den Firmenchef Jaroslav Cankar jun. begrüßt. Verbunden mit einer Produktausstellung schilderte der Firmenchef anschließend den Werdegang der Firma. Nach Gründung der Firma wurden ab 1936 Holzgasgeneratoren für Autos und Schiffe hergestellt. Heute hat sich das Familienunternehmen auf die Herstellung von Festbrennstoffheizkesseln spezialisiert. Besonders bei der Entwicklung von Holz-Vergaserkesseln will sich die Firma zum Marktführer in Europa entwickeln. Über 75% ihrer Produkte verkauft sie bereits auf dem internationalen Markt, vor allem in Osteuropa. Nach einer Produktübersicht im Ausstellungsraum des Stammsitzes machten sich die sächsischen Schornsteinfeger mit dem modernen Produktionsablauf in der Firma bekannt.
Im Schulungszentrum der Firma erläuterte der Juniorchef welche Rahmenbedingungen bei der Emissionsmessung an Holzvergaser- und Pelletkesseln der Firma einzuhalten sind, damit diese den Normen der 1. BImSchV in Deutschland entsprechen. Im Anschluss demonstrierte er im praktischen Versuch Messergebnisse an einem Holz-Vergaser- und an einem Pelletkessel der Firma. Die Ergebnisse bezogen sich dabei auf das im Abgas anfallende Kohlenmonoxyd. Eine Staubmessung war nicht möglich, da in Tschechien noch keine Wiegemöglichkeit für die Messhülsen existiert. Die Kollegen nahmen die Ausführungen mit großem Interesse auf und nutzten die Zeit um Fragen zu stellen.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Die Mitgliederversammlung des LIV Sachsen fand am 4. Mai 2007 im Hotel Kloster Nimbschen bei Grimma statt. Die Idylle des Klosters Nimbschen bildete auch vor 5 Jahren den Hintergrund für den Landesverbandstag des LIV Sachsen. Wenn auch 2 Monate später dem Kloster das Jahrhunderthochwasser bis zum Hals (zur Dachrinne) stand, heute ist es neu errichtet und sieht besser aus als je zuvor. Gleiches ist auch für das Schornsteinfegerhandwerk möglich, so der Tenor des diesjährigen Landesverbandstages.
Als Ehrengäste konnte Landesinnungsmeister Hartmut Kettner den Vorstand Finanzen beim ZIV und Landesinnungsmeister des Landes Baden-Württemberg Hans Ulrich Gula, den Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, den Landesinnungsmeister des Landes Thüringen Ulrich Eller, den TLIW des Landes Sachsen-Anhalt Ingo Wilsdorf, den Ehrenlandesinnungsmeister des Landes Sachsen Wolfgang Buschan, den Schulleiter der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks Hans Poltersdorf, den Ehrenobermeister der Schornsteinfegerinnung Chemnitz Roland Kahl und den Obermeister im Ruhestand der Schornsteinfegerinnung Leipzig Karl Heinz Kern begrüßen.
Der Inhalt der Geschäftsberichte der einzelnen Abteilungen wurde im Wesentlichen von den Vorgängen um das drohende Vertragsverletzungsverfahren der EU gegen Deutschland bezüglich des Schornsteinfegergesetzes und den Vorbereitungen zur Umsetzung der Muster-KÜO in Sachsen geprägt. Die sächsischen Schornsteinfegerbetriebe haben zum größten Teil die Arbeitswerte in den Grundstücken der Kehrbezirke auf die neue Kehr- und Überprüfungsordnung umgerechnet. Damit sind Voraussetzungen geschaffen, die eine fristgerechte Einführung der neuen Kehr- und Überprüfungsordnung ermöglichen. Großes Interesse fand die Vorstellung des Profilpasses, der vom ZIV entworfen wurde. Mittels dieser Sammelmappe wird jeder Schornsteinfegermeister in der Lage sein, sich noch besser präsentieren zu können.
Höhepunkt der Veranstaltung war jedoch die Wahl eines neuen Vorstandes im LIV Sachsen. Unter Leitung des, an Lebensjahren, ältesten Mitglieds im LIV Sachsen, Johannes Langer wurde zunächst ein neuer Landesinnungsmeister gewählt. Die 16 Delegierten aus den 5 Innungen des LIV entschieden sich mehrheitlich für den bisherigen Landesinnungsmeister Hartmut Kettner. Dieser übernahm satzungsgemäß für den weiteren Wahlablauf die Leitung. Mit einer Ausnahme hatten sich alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder zur Wahl gestellt. Christian Werner stand aus gesundheitlichen Gründen für das Amt des Kassenführers nicht mehr zur Verfügung. An seiner Stelle kandidierte Kollege Olaf Lugk. Nach Abschluss der Wahl präsentierte sich der neue Vorstand in folgender Besetzung:
Landesinnungsmeister
Hartmut Kettner – Innung Dresden
stellvertretender
Landesinnungsmeister
Günter Rehn – Innung Chemnitz
Schriftführer/BÖA
Bernd Damisch – Innung Zwickau
Kassenführer
Olaf Lugk – Innung Bautzen
Technischer Landesinnungswart
Stefan Gralapp – Innung Leipzig
stellvertretender TLIW
Uwe Berger – Innung Leipzig
Landesberufsbildungswart
Wolfgang Matteg – Innung Bautzen
stellvertretender LBBW
Owe Nitsche – Innung Dresden

Im Anschluss an die Wahl dankte der Landesinnungsmeister noch einmal besonders Christian Werner für seine langjährige Tätigkeit als Kassenführer im LIV Sachsen. Nicht nur seine akkurate Kassenführung gab er dem LIV Rückhalt sondern durch seine jahrelange Erfahrung wurde er zu einem wichtigen Ratgeber in Sachen Finanzen für den LIV, so LIM Hartmut Kettner. Einen besonderen Dank richtete der Landesinnungsmeister auch an die Dozenten aus den Reihen des LIV, die an der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks für ein hohes Niveau der Fortbildung von Meistern und Gesellen sorgen. Stellvertretend wurden die Dozenten, die keine BSM sind, mit einem Blumenstrauß geehrt. In seinem Grußwort stellte der Vorstand Finanzen beim ZIV und Landesinnungsmeister des Landes Baden-Württemberg Hans Ulrich Gula fest, dass angesichts der kommenden Veränderungen im Schornsteinfegerhandwerk ein fester Zusammenhalt der Kollegen nötig ist.
Der LIV Sachsen führt seine Arbeit auf hohem Niveau aus. Dafür dankt der Bundesverband den BSM, den Innungsvorständen und dem Landesverband. Zum Abschluss seiner Ausführungen betonte Gula noch einmal, dass jede Veränderung auch Chancen in sich birgt. Am Ende der Veranstaltung stellte sich der Technische Landesinnungswart Stefan Gralapp noch einmal Fragen der Kollegen zur Umrechnung der Arbeitswerte bei der Umsetzung der Musterkehr- und Überprüfungsordnung.
Mit einem Dank an die Schornsteinfegerinnung Leipzig für die hervorragende Organisation des Landesverbandstages schloss der stellvertretende Landesinnungsmeister Günter Rehn die Veranstaltung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht


06. 01. 1992: Vor eineinhalb Jahrzehnten betrat eine junge Frau im alten Eilenburger Schornsteinfeger-Schulheim in der Puschkinstraße ein kleines Büro. Ihre Arbeit: die Vorbereitung der Gründung eines Schulvereins. Initiator: Die Landesinnungsverbände des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen, Thüringen. Die Rede ist von Frau Wiegel, die in diesem Jahr ihr 15-jähriges Mitarbeiterjubiläum feiert. Sie ist die erste Beschäftigte des heute großen Schulvereins und war von der ersten Stunde an dabei. Es gibt viele Anekdoten, die es zu erzählen gäbe, viele kamen und gingen, sie blieb und ist quasi die Seele des Vereins.
Ihre ersten zu betreuenden schulische Maßnahmen waren die 3 Meistervorbereitungsklassen, eine Umschülerklasse, die überbetriebliche Ausbildung aller 3 Lehrjahre. Die Lehrlinge waren damals noch im Schornsteinfegerinternat in der Puschkinstraße untergebracht, der Schulverein mietete dort 3 kleine Büroräume und Teile des Internates an. Nach der Kündigung der Räumlichkeiten in der Puschkinstraße zog sie 1995 mit ihrem Büro in neu angemietete Räumlichkeiten beim Landratsamt Delitzsch auf dem Gelände der Roten Jahne um, so war eine Baubetreuung der neuen Schule auf dem heutigen Standort gewährleistet. Am 1. 8. 1997 zog sie in den fertig gestellten Verwaltungstrakt ein. Mit Aufnahme der Arbeit in den neuen Räumlichkeiten kam es auch gleich zur Auslastung der Schule und neue Arbeitskräfte wurden eingestellt (Küche, Haustechnik).
1998 kamen erstmals alle BSFM und Mitarbeiter zur zentralen Schulung in die neue Bildungsstätte und das Aufgabenfeld der aktiven Sekretärin vergrößerte sich. Zusammen mit dem Schulleiter und ihrer Kollegin Frau Schran gehört sie heute zum Managementteam der Bildungsstätte, wo jährlich tausende Schornsteinfeger aus- und weitergebildet werden. Mit ihrer 15-jährigen Erfahrung im Schulungsmanagement der mitteldeutschen Schornsteinfeger ist Frau Wiegel heute ein Stützpfeiler in der Verwaltung und sozusagen die gute Seele des Hauses.
Im Namen aller Mitglieder der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks wurde sie am 23. April 2007 auf der Vorstandsitzung feierlich geehrt.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Mobiles Datenmanagement für die Abgasanalyse – Jetzt mit Kommunikation zu PC, Drucker und Pocket-PC

Neu auf dem Markt ist die Spitzentechnologie in der Abgasmessung: die Messgerätefamilie testo 330, wie auch das neue testo 330-LL mit verlängerter Sensorlebensdauer. Die Messgeräte kommunizieren mit PC, Drucker und mit dem Pocket-PC. Unterschiedliche Software-Pakete geben dem Kunden die Möglichkeit, sein Abgas-Analysegerät testo 330 bzw. testo 330-LL exakt seinem Kommunikationsbedarf anzupassen!
PC-Konfigurations-Software
Easyheat für den PC im Büro
Mit der PC Software Easyheat erledigen Sie die Verwaltung der Kundendaten sowie der Messorte und der bereits durchgeführten Messungen einfachst auf dem PC. Vorbei sind die Zeiten, in denen jeder Messausdruck abgeheftet werden musste! Auch das Erstellen von kundenspezifischen Formularen mit Darstellung der Messwerte zur einfacheren Erläuterung beim Kunden ist mit der Software Easyheat problemlos möglich.
Außerdem können die Messgeräte testo 330 und testo 330-LL über die Easyheat konfiguriert werden, um die notwendigen Einstellungen des Messgeräts zeitsparend und bequem schon zu Hause bzw. im Büro durchzuführen. Ein weiteres Feature der Easyheat-Software ist die grafische Darstellung der Messwerte bei Online-Messungen zum einfachen Aufzeigen der Gaskonzentrationen im Abgas.
Software für Pocket-PCs:
Die Software „Easyheat mobile“ unterstützt die drahtlose Kommunikation zum Pocket-PC. Damit ist ortsunabhängig eine drahtlose Aufnahme von Messdaten zum mobilen Einsatz unterwegs möglich. Die Daten können direkt vor Ort mit dem bi-direktionalen IrDa-Drucker ausgedruckt, gespeichert oder auf einen anderen Pocket-PC übertragen werden. Der integrierte Routenplaner und die Telefonfunktion (direktes Anwählen des Kunden) erleichtern die tägliche Routine bei Installations-, Wartungs- und Kontrollarbeiten an Heizungsanlagen. Selbstverständlich können die durchgeführten Arbeiten direkt vor Ort vom Kunden per digitaler Unterschrift bestätigt werden, sodass die Dokumentation stark vereinfacht wird.
Bi-direktionaler IrDa-Drucker
Der Ausdruck der Daten von PC, Pocket-PC oder direkt vom Messgerät erfolgt über den bi-direktionalen IrDa-Drucker, der nicht nur durch sein schnelles Druckwerk, sondern auch durch Ausdrucksmöglichkeiten von Grafiken und Barcodes überzeugt. Um die Sache rund zu machen, kommunizieren alle Partner im Kommunikationsverbund, egal ob Pocket-PC, PC, Messgerät oder Drucker mit jedem anderen Verbundpartner. So lassen sich beispielsweise die mobil gespeicherten Messungen im Pocket-PC abends bequem zu Hause auf den PC spielen und dokumentieren.
50 Jahre Testo
Die Testo AG ist mit weltweit über 1.350 Mitarbeitern ein führender Hersteller elektronischer portabler und stationärer Mess-Systeme. Durch ständige Investitionen in Forschung und Entwicklung setzt das Unternehmen immer wieder Maßstäbe im Bereich der Messtechnik. Im September 2007 feiert der Messgerätehersteller sein 50. Firmenjubiläum. Mit 50 innovativen Produkten setzt Testo auch im Jubiläumsjahr wieder Zeichen für die Zukunft!

Ausgabe: 64 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Das neue Füllstandmessgerät Unimes E von AFRISO-EURO-INDEX ist zur kontinuierlichen Füllstandmessung in Behältern (Tankhöhe oder -durchmesser von 0,9 m bis max. 2,0 m) mit Heizöl EL, Dieselkraftstoff und anderen dünnflüssigen Medien, die sich gegen die verwendeten Materialien neutral verhalten, geeignet. Das komplette Füllstandmesssystem Unimes E beinhaltet gleich zwei Füllstandmessgeräte auf einmal: Eine auf dem Tank montierte mechanische Direktanzeige, die keinerlei Hilfsenergie benötigt und den Tankinhalt in %-Füllhöhe anzeigt. Die andere elektronische Fernanzeige wird bis zu 10 m vom Tank entfernt an einer beliebigen, bequem zugänglichen Stelle montiert. Die Verbindung vom digitalen Fernanzeigegerät zur mechanischen Analoganzeige erfolgt über ein 3-adriges, abgeschirmtes Kabel. Die Fernanzeige wird mit einer Lithium-Batterie (Lebensdauer ca. 5 Jahre) betrieben und nur zum Messen eingeschaltet (Push-To-Read-Funktion). Die Messwerte sind über das vierstellige, 12 mm hohe, beleuchtete LC-Display auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen entweder in Liter, m3, %, oder Füllhöhe (mm) gut ablesbar. Die Montage des Systems (G1½ oder G2 Anschlussgewinde) ist schnell und einfach durchführbar. Im Lieferumfang sind das mechanische sowie das elektronische Füllstandmessgerät mit Batterie, Wandhalterung und einem 10 m langen Verbindungskabel enthalten. Die Gerätekombination ermöglicht die Vorratskontrolle dann entweder unmittelbar am Tank oder ganz bequem von einem beliebigen Punkt (z. B. Heizraum, Hobbykeller usw.) aus.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Wer zum Tee- oder Kaffeekochen einen Liter Wasser erwärmen möchte, zahlt dafür unterschiedlich hohe Energiekosten. Je nach Energieträger und eingesetztem Gerät kann sich der Kostenaufwand für die Energie verdreifachen, informiert der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW).
Die Stiftung Warentest hat in Heft 08/2006 die Kosten verschiedener Möglichkeiten der Wassererwärmung untersucht. Um einen Liter Wasser von 15 auf 95 Grad Celsius zu erhitzen, fallen bei einem Strompreis von 18 Cent pro Kilowattstunde und 6 Cent für eine Kilowattstunde Erdgas minimal 1,48 Cent und maximal 4,59 Cent an.
Am günstigsten ist laut Stiftung Warentest die Wassererwärmung mit dem Gasherd, einem Gasbrenner (Normalbrenner, 1800 Watt). Ein Grund dafür liegt laut Aussage des BGW darin, dass Erdgas eine Primärenergie ist, die direkt beim Verbraucher in Wärme umgewandelt wird. Strom hingegen ist eine Sekundärenergie. So kostet der Liter bei Kaffeemaschinen, die allerdings das Wasser nur auf 87 Grad Celsius erhitzen, 1,82 Cent, beim Wasserkocher etwa 1,89 Cent. Dieser bringt das Wasser am schnellsten zum Kochen. Wer seinen Tee auf der Herdplatte zubereiten möchte, muss auf der gusseisernen Herdplatte (18 Zentimeter Durchmesser, 1.500 Watt) mit 3,06 Cent rechnen, bei einem Cerankochfeld (18 Zentimeter, 2.000 Watt) mit 3,19 Cent. Wer Wasser mit der Mikrowelle erhitzt, zahlt im Vergleich der Stiftung Warentest mit 4,59 Cent am meisten.
Der BGW empfiehlt, warmes Wasser direkt aus dem Wasserhahn zu zapfen, wenn eine zentrale Warmwasserbereitung vorhanden ist. Denn: Im Warmwasserspeicher wird das Wasser ohnehin auf höherer Temperatur gehalten. Dadurch ist weniger Energie notwendig, um Wasser zum Kochen zu bringen. Außerdem reduziert sich die Kochzeit merklich.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Nun ist es offiziell: Unter der Zulassungsnummer Z-7.4-3359 hat die Raab-Wanddurchführung die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik erhalten.
Die Raab-Wanddurchführung vereinfacht die Verbindung von Feuerstätte zur Abgasanlage, wenn der Anschluss durch eine Wand aus oder mit brennbaren Bauteilen erfolgen muss. Sie reduziert den Abstand zu brennbaren Bauteilen im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise auf ein Minimum. Gleichzeitig erhöht sie die Feuersicherheit durch den Einsatz von speziellen Brandschutzbauplatten. Die Zuverlässigkeit dieser Ausführung wurde in aufwändigen Test- und Prüfverfahren nachgewiesen.
Die leichte Handhabung bringt viele Vorteile in der Praxis mit sich. Durch die geringen Abmessungen kann beispielsweise ein Auswechseln des Holzständertragwerks entfallen. Die Raab-Wanddurchführung benötigt wenig Platz zum Einbau und lässt sich daher günstig platzieren. Selbst die nachträgliche Montage kann mit geringem Aufwand durchgeführt werden, da die Veränderungen an der Bausubstanz im Rahmen bleiben und sich Folgearbeiten wie z. B. das Verputzen auf ein Minimum reduzieren lassen.
Als Material werden Brandschutzbauplatten in unterschiedlichen Stärken genutzt, die für einwandige Abgasanlagenrohre mit einer 30 mm dicken, nicht brennbaren Mineralfaserdämmung ergänzt werden. Führt ein doppelwandiges Rohr mit 30 mm Dämmdicke durch das Bauteil, ist keine zusätzliche Dämmung mehr erforderlich. Die Raab-Wanddurchführung gibt es für die gängigen Wandstärken (120, 240 und 360 mm) und Rohrdurchmesser. Für einen Feuerungsanschluss von beispielsweise 150 mm im Durchmesser und einer Wandstärke von 240 mm hat das Bauteil lediglich ein Außenmaß von 360 x 360 mm. Ein weiterer Vorteil ergibt sich dadurch, dass die Wanddurchführung falls notwendig abgelängt werden kann.
Weitere Informationen stehen unter www.raab-gruppe.de zur Verfügung.

Ausgabe: 64 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 64 - 2/2007 )

Meister wissen wie es geht

Kaminöfen und andere Festbrennstoff-Heizungen stehen an der Spitze der Wunschliste vieler Hausbesitzer und Bauherren. Zentral im Wohnbereich installiert, verbreiten sie angenehme Wärme und sorgen für Wohlfühl-Atmosphäre. Nicht immer jedoch befindet sich in der Nähe des idealen Aufstellorts auch ein Schornstein. Der Anschluss des Ofens muss dann durch eine Wand erfolgen. Dabei sind die Vorgaben des Brandschutzes und der Bausicherheit zu beachten. Spezielle Voraussetzungen sind zu berücksichtigen, wenn der Schornstein-Anschluss durch eine Wand aus brennbaren Baustoffen geführt wird. Bei der Installation des Verbindungsstücks ist dann eine Ummantelung aus nicht brennbaren, formbeständigen Materialien vorzusehen.
Eine sichere Lösung bietet LIVE Abgastechnologie mit dem CoolBloc, einem Form-Block aus mineralischem Spezialdämmstoff der Baustoffklasse DIN 4102-A1. Er eignet sich für einwandige und doppelwandige Abgassysteme und lässt sich auch bei Decken- und Dachdurchführungen einsetzen. Die Spezialdämmung ist jeweils für drei Durchmesser erhältlich. Aufgrund der praktischen Vorkonfektionierung kann das Isoliermaterial direkt vor Ort an den benötigten Leitungsquerschnitt angepasst werden. Standardmäßig stehen die Abmessungen 625/625/200 mm, 665/665/200 mm und 735/735/200 mm zur Verfügung. Falls gewünscht, wird CoolBloc auch in einer Sondergröße geliefert. Außerdem umfasst das Angebot Varianten mit ein- oder beidseitigem Putzträger.
Das zum Patent angemeldete Dämm-Material wurde gemeinsam mit dem Dämmstoff-Spezialisten ISOVER G+H entwickelt und entspricht der Zulassung Z-7.4.0004. CoolBloc ist zudem gemäß DIN 18160-1 dauerhaft formbeständig und erfüllt alle baugesetzlichen Vorschriften.
Weitere Informationen unter der Telefon-Nummer 0 67 61 / 94 14 20.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

...der Lehrlinge im Innungsbereich Erfurt

Am 31. 01. 2007 fand die praktische Zwischenprüfung der Lehrlinge in Weimar statt. Sichtlich angespannt fanden sich die Teilnehmer pünktlich am Prüfungsort in der Nordstraße ein. Nach der Begrüßung des Lehrlingswartes Edgar Giese wurde der Tagesablauf kurz durchgesprochen und die einzelnen Gruppen festgelegt. Bevor es jedoch so richtig losging erfolgte eine Kontrolle der persönlichen Schutzausrüstung. Manch einer der Kollegen muss jetzt bestimmt schmunzeln, da man sich sofort an die eigene Lehrzeit erinnert. Verbandspäckchen, Kreide usw., es hat sich nicht viel geändert!
Nun begann der aufregende Tag der Lehrlinge erst so richtig. Zuerst wurden die Fähigkeiten der Kehrung, Reinigung und Überprüfung eines Schornsteines überprüft. Fragen des Prüfers zu Arbeitssicherheitseinrichtungen eines Verkehrsweges mussten zwischendurch beantwortet werden. Mit jeder richtig beantworteten Frage sank die Nervosität. Natürlich wurde das Verhalten auf öffentlichen Wegen genau vom Prüfer beobachtet. Wie legte der Prüfling die nicht benötigten Werkzeuge ab? Ist das persönliche Verhalten gegenüber dem Kunden in Ordnung?
Es sind doch viele kleine Dinge, die bei uns Routine oder gar in Vergessenheit geraden sind, auf die Aufmerksamkeit gelegt wurde. Weiterhin mussten Verbindungsstücke überprüft und gereinigt werden. Baustoffe erkannt und genannt werden. Eine Abgaswegeüberprüfung durchgeführt und schriftliche Aufzeichnungen gemacht werden. Es war doch sehr umfangreich was eigentlich geprüft wurde.
Die abgelichteten Bilder veranschaulichen noch einmal, dass dieser Tag ein strammes Programm für Prüfer und Prüflinge darstellte.
Edgar bedankte sich zum Abschluss des Tages insbesondere bei den Teilnehmern des Prüfungsausschusses für ihre geleistete Arbeit.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Eberhard Zörnig hat nach 14 Jahren als Kreismeister der Kreisgruppe Salzwedel die Verantwortung in jüngere Hände gegeben.
Der am 14.12. 2006 neu gewählte Kreismeister, Michael Schebesch, bedankte sich bei seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit mit einem Präsent. Seit 1992 hat Eberhard Zörnig die Fäden der Kreisgruppe Salzwedel in der Hand. Mit Engagement und persönlichen Einsatz hat er sich stets für die Kreiskollegen eingesetzt. „Nun sollen junge angagierte Kollegen die Geschicke übernehmen“, sagte Zörnig.
Wir wünschen dem neuen Kreismeister viel Erfolg und immer die richtigen Entscheidungen im Sinne unseres ehrbaren Handwerks.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Die Verbundenheit zwischen Feuerwehr und Schornsteinfeger ist seit Jahrhunderten in der Gemeinsamkeit des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes gewachsen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass Feuerwehr und Schornsteinfeger in dem „Heiligen Sankt Florian“ einen gemeinsamen Schutzpatron haben. Der Wahlspruch „Einer für Alle, Alle für Einen“ wird sowohl in der Gemeinschaft der Feuerwehren als auch bei den Schornsteinfegern gepflegt.
Bezirksschornsteinfegermeister Walter Metscher ist ein Paradebeispiel der engen Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Schornsteinfegerhandwerk. Walter Metscher ist Kreisbrandmeister im Landkreis Jerichower Land. Er machte bei dem Gespräch im Referat 25 des Ministeriums des Inneren Sachsen-Anhalt deutlich, wie wichtig die gute Zusammenarbeit der beiden Organisationen im vorbeugenden Brandschutz ist. Durch die Tätigkeiten des Schornsteinfegers, insbesondere der Feuerstättenschau, werden jährlich in Sachsen-Anhalt ca. 30 000 Mängel entdeckt und dafür Sorge getragen, dass diese Mängel durch andere Gewerke abgestellt wurden. Zweifelsfrei sind dadurch Schadenfeuer verhindert worden, deren Schadenssumme mit Sicherheit einer mehrstelligen Eurosumme entsprechen würde.
Doch jeder kann zum vorbeugenden Brandschutz schon mit geringem Aufwand beitragen. Herr Buchaly vom Innenministerium machte deutlich, dass nur in etwa 7 bis 10% der Haushalte Rauchmelder vorhanden sind. Rauchmelder sind aber die wirksamste Methode, um Brände frühzeitig zu erkennen. Durch das frühzeitige Erkennen eines Brandes bleibt den Bewohnern meist noch ausreichend Zeit um sich in Sicherheit zu bringen. Die meisten Brandopfer sterben nämlich an Rauchvergiftung, weil sie es nicht mehr schaffen rechtzeitig den Gefahrenbereich zu verlassen. Die vergleichsweise geringe Investition eines Rauchmelders kann dadurch Leben retten.
Landesinnungsmeister Thomas Keindorf bot die Unterstützung der Schornsteinfeger unseres Bundeslandes an. So könne im Rahmen der Feuerstättenschau auf die Wichtigkeit eines Rauchmelders hingewiesen werden. Außerdem könnte das Schornsteinfegerhandwerk sich an der geplanten Aktion Rauchmelder der Feuerwehren gemeinsam mit der ÖSA Sachsen-Anhalt beteiligen.
Wohltätig ist des Feuers Macht, wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Naumburg/Saale, 12. März 2007, 9:35 Uhr. Schornsteinfegermeister Jens Böttcher steht in der Roßbacher Straße bei Windstille auf dem Dach eines 15 Meter hohen Hauses, dank seiner neuen metrierten Kehrleine kann er die Schornsteinkehrung und das genaue Ausmessen der Schornsteinhöhe in einem Arbeitsgang erledigen. Durch die bevorstehende Einführung der Musterkehrordnung wird dieses Maß benötigt. Das Maß notiert, das Kehrgerät wieder über die Schulter gehängt, begibt er sich zum Dachausstiegfenster und verlässt Richtung Dachboden das Dach. Nach dem Schließen der Bodentür hört er einen lauten dumpfen Knall, das Haus bebt. Gott sei Dank, denkt er sich, ist er nicht mehr auf dem Dach, denn bei der Erschütterung kann man leicht erschrecken und über Dach sein Gleichgewicht verlieren. Der Schreck vergeht schnell, jedoch holt ihn der Schock beim Öffnen der Haustür gnadenlos ein. Die Staubwolke verzieht sich langsam und das Ausmaß einer Gasexplosion wird sichtbar, genau in der gegenüberliegenden Häuserzeile fehlt der ganze Eingang mit der Nummer 15. Minuten später kommt schon Feuerwehr und Polizei um die Ecke. Die Druckwelle der Explosion war derart stark, dass im Haus, wo Jens Böttcher eben noch auf dem Dach stand, Fensterscheiben kaputt waren. Wäre er 5 Minuten später noch auf dem Dach gestanden, hätte ihn die Druckwelle mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vom Dach „gefegt“. Der Schock sitzt ihm noch Tage später in den Knochen. Auch Schornsteinfeger brauchen von Zeit zu Zeit selbst ein wenig Glück.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Schornsteinfeger sind ein fester Bestandteil

Vom 17. bis 25. Februar 2007 fand in Leipzig die Messe des mitteldeutschen Handwerks statt. Seit 10 Jahren demonstriert auf dieser Messe das Handwerk Qualität und Leistungskraft. Auch in diesem Jahr hatten sich rund 260 Aussteller angemeldet, darunter das mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk.
„Ich freue mich, dass diese Messe zwischenzeitlich zu einem besonderen Magnet für Aussteller und Besucher avanciert und richtungweisende Akzente für diesen Berufsstand setzt“, erläutert Prof. Dr. Georg Milbradt, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und Schirmherr der Messe.
Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des deutschen Handwerks, ergänzt dazu während der Eröffnung: „Die mitteldeutsche Handwerksmesse ist das wichtigste länderübergreifende Forum des Handwerks in der Region Mitteldeutschland.“
Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, trifft den Nagel auf den Kopf indem er feststellt: „Sie ist eine ideale Plattform für die Kundengewinnung und Kontaktvermittlung und bietet ebenso Gelegenheit zum fachlichen Austausch sowie zur beruflichen Weiterbildung.“
In diesem Sinne bot der Messestand der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhand-werks Gelegenheit Orientierung zu finden bei Fragen nach Alternativen zu den gestiegenen Preisen für fossile Brennstoffe. Frustrierte Messebesucher traten an die Schornsteinfeger mit Fragen heran wie: „Nun bin ich völlig überfordert mit den Angeboten für den Einsatz erneuerbare Energien. Was ist denn nun effizient für mich? Sie sind doch der Einzige der mich neutral berät.“
Dem Vorjahrestrend folgend hatte der Stand der Schornsteinfeger eine Vielzahl Feuerstätten für feste Brennstoffe zur Anschauung bereitgestellt. Dementsprechend groß war das Interesse an den Einsatzbedingungen für diese Feuerstätten. Dabei hielt sich das Interesse an Einzelfeuerstätten die Waage mit dem Interesse an Scheitholz-Zentralheizkessel. Das Stichwort vom ‚Allesbrenner’ machte die Runde und oft mussten die Schornsteinfeger darauf hinweisen, dass auch Heizkessel zum Einsatz von Holz und Braunkohlebrikett strengen Prüfkriterien unterliegen und entsprechend der Betriebsanleitung betrieben werden müssen. Der Trend zu kostengünstigen Feuerstätten im Bereich der Zentralheizkessel zeichnet sich deutlich ab. Gleichzeitig steigt der Bedarf an Beratungen durch den Schornsteinfeger zu Fragen der Verbrennung und Energieeffizienz.
Dementsprechend groß war die Zahl der Anfragen zur Zuständigkeit und Erreichbarkeit der Schornsteinfeger. Kritik am Schornsteinfegerwesen war, wie leider in den Medien noch häufig publiziert, bei den Besuchern des Messestandes des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks nicht zu spüren. Viele Kunden verließen zufrieden den Messestand und bemerkten nicht selten: „Sie haben mir sehr weitergeholfen. Vielen Dank!“.
Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass während einer solchen Messe in kürzester Zeit eine große Zahl von Kundenkontakten zustande kommt, mit denen beide Seiten sehr zufrieden sind. Ein Höhepunkt am Sachsen-Anhalt-Tag war der Besuch des Wirtschaftsministers, Reiner Haseloff, und der Umweltministerin, Petra Wernicke, aus Sachsen-Anhalt am Stand der Schornsteinfeger. Das umfassende Beratungsangebot der Schwarzen Zunft zum Thema „Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen“ fand reges Interesse.
Der Kammerpräsident und Landesinnungsmeister des LIV Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, lies es sich nicht nehmen, zusammen mit den Ministern und dem Präsidenten der Handwerkskammer Magdeburg Klaus Medoch an einem „Wettstreit um die schönste Torte“ teilzunehmen. Dabei wurden Torten des Konditormeisters Michael Wiecker aus Wernigerode am Gemeinschaftsstand der Handwerkskammern dekoriert. Das Ergebnis macht Appetit. Schornsteinfeger sind nun mal auch aus dem sozialen Bereich der Gesellschaft nicht wegzudenken. 

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Mit der Entwicklung des Wöhler A 600 setzt die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, auch künftig Maßstäbe bei Analysegeräten für die Prüfung und Inspektion von Öl , Gas- und Feststofffeuerungen. Neu: Über Bluetooth®-Schnittstellen kann man die Funkmesssonde des A 600 jetzt auch vom eigenen Notebook aus bedienen. Das Notebook lässt sich dadurch, wie bereits der Pocket-PC, als professionelles Rauchgasmessgerät nutzen. Außerdem werden die gewonnenen Messdaten direkt ins jeweilige Kehrbezirksverwaltungsprogramm übernommen. Der Anwender spart Zeit und vermeidet Übertragungsfehler, da das nachträgliche Eingeben der Daten entfällt.
Dank enger Zusammenarbeit mit den Anbietern der einschlägigen Software können aus nahezu allen mobilen Kehrbezirksverwaltungen heraus Messungen durchgeführt werden. Der Nutzer wählt dafür auf seinem Notebook oder Pocket-PC zunächst den Kunden aus und kontrolliert oder ergänzt bei Bedarf die Kunden- und Anlagendaten. Durch Anklicken eines Buttons öffnet er das Wöhler-PC-Programm, über das sich nun die Messungen BImSchV, Abgasweg und Ringspalt komfortabel durchführen lassen. Nach Übernahme der Messdaten schaltet der Rechner wieder auf die Kehrbezirksverwaltung um.
Das Rauchgasmessgerät Wöhler A 600 ist aber auch mit eigenem Handgerät erhältlich. Dessen großes Farbdisplay mit Touchscreen und die intuitive Benutzerführung machen die Bedienung besonders komfortabel. Zudem hat der Anwender die Wahl, ob er das A 600 im Funkbetrieb oder, ganz klassisch, mit Kabelschlauch nutzen möchte. Der Betrieb mit vom Handgerät getrennter Funksonde verschafft größere Bewegungsfreiheit und bietet sich beispielsweise beim Messen von Großkesselanlagen an.
Das Konzept des A 600 ist flexibel angelegt. Zusätzlich benötigte Sensoren kann der Nutzer als fertige Module einfach auf die Messsonde aufstecken und verschrauben, das Gerät erkennt sie automatisch. Bis zu sechs Gasanalysen sind gleichzeitig möglich. Der robuste Gasweg erlaubt CO-Messungen bis 100.000 ppm. Für besondere Sicherheit und Zuverlässigkeit sorgen eine 6 Filter-Technik, eine automatische Geräte- und Sensordiagnose sowie eine Filter- und Pumpenüberwachung.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Ausgeklügelte Software und Spezialkapillarschläuche machen es möglich: Mit dem neuen Druckmessgerät Wöhler DC 100PRO lässt sich die ausreichende Versorgung mit Verbrennungsluft ganz einfach und erstmals nahezu wetterunabhängig messtechnisch überprüfen. Die Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, bietet ihre Neuentwicklung zusammen mit allen zum Messen benötigten Komponenten im praktischen „Wöhler DC 100PRO 4 Pa Set“ an.
Aus Gründen der Energieeinsparung werden Gebäude immer häufiger mit Lüftungsanlagen ausgestattet. Durch solche raumluftabsaugenden Anlagen, wie auch durch Dunstabzugshauben, wächst aber das Risiko, dass beim Betrieb raumluftabhängiger Feuerstätten gefährlicher Unterdruck entsteht. Um Gefährdungen zu vermeiden, darf der Unterdruck im Aufstellraum vier Pascal nicht überschreiten. Bei raumluftunabhängigen Feuerstätten für feste Brennstoffe liegt der zulässige Grenzwert bei acht Pascal.
Das kinderleicht zu bedienende Messprogramm des Wöhler DC 100PRO, kombiniert mit zwei flexiblen Kapillarschläuchen, erlaubt es, das Einhalten dieser Druckgrenzwerte unabhängig vom Winddruck rasch und zuverlässig zu messen. Dazu öffnet man bei laufender Feuerung und eingeschalteter Abluftanlage zunächst ein Fenster oder die Wohnungs- beziehungsweise Haustür. Das Messgerät kalibriert sich auf null Pascal. Danach wird das Fenster wieder geschlossen und das Wöhler DC 100PRO zeichnet die entstehende Druckänderung auf. Nach mehrfacher Wiederholung erfolgt am Ende der Prüfung ein grafischer Ausdruck, anhand dessen man den Druckverlauf auswerten und den maximal erreichten Unterdruck ermitteln kann. Gleichzeitig erhält der Anwender eine einfache, kostengünstige und transparente Sofortdokumentation seiner Messergebnisse. Der dafür benötigte Drucker ist im Set bereits enthalten. Mit dem Wöhler DC 100PRO hat der Bad Wünnenberger Messtechnikspezialist sein breites Angebot an Druckmessgeräten erneut erweitert. Außer zum Prüfen der Verbrennungsluftversorgung eignet sich das DC 100PRO unter anderem auch für Strömungsgeschwindigkeits- und Gasdruckmessungen sowie Zugmessungen mit gleichzeitiger Registrierung der Abgastemperatur.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Neues Rohr-in-Rohr-Schornsteinsystem von ERLUS für Gas- und Öl-Brennwerttechnik / Innen- und Außenrohr finden auf weniger als 20 Zentimeter Durchmesser Platz  /  Kein massiver Schornsteinschacht mehr nötig  /  Aufstellmöglichkeiten für Brennwertgeräte in Nutzräumen erhöhen sich.
Neufahrn i. NB, im März 2007. Das neue Edelkeramik® Rohr-in-Rohr-System von ERLUS erhöht die Aufstellmöglichkeiten für Brennwertgeräte in Nutzräumen von Häusern der Gebäudeklassen 1 und 2 deutlich. Die raumluftunabhängige Abgasleitung ist äußerst einfach zu versetzen und extrem platzsparend einzubauen. Innerhalb eines Außendurchmessers von weniger als 20 Zentimetern finden nicht nur der Abgasweg, sondern auch die Luftzufuhr für Gas- und Öl-Brennwertgeräte Platz. Auf einen konventionellen, massiven Schacht kann verzichtet werden. Das abgasführende und druckdichte Innenrohr wird stattdessen konzentrisch in einem Außenrohr geführt.
Kein Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen mehr nötig
Beide Rohrsäulen bestehen aus hochwertigen ERLUS-Edelkeramik®-Muffenrohren. Das System ist für Abgastemperaturen von bis zu 160 Grad Celsius geeignet. Ein Mindestabstand zu brennbaren Bauteilen ist nicht mehr nötig. Dieser wird bereits durch die Muffenbreite des Außenrohrs eingehalten. Das neue System kann daher auch problemlos in Holzhäusern eingebaut werden.
Optimierte Versetz- und
Verbindungstechnik
Das neue Rohr-in-Rohr-System wird trocken versetzt, die Verbindung erfolgt für das Innenrohr mittels einer Elastomer-, für das Außenrohr mittels einer Gewebedichtung. Durch das geringe Gewicht ist keine Fundamentierung mehr nötig. Die einfache Verkleidung zum Wohnraum in Trockenbauweise fügt das Schornsteinsystem harmonisch in die restliche Hauskonstruktion ein. Durch seinen geringen Durchmesser findet es beispielsweise bequem in einer Wandecke oder in einer Zwischenwand Platz.
Kein separater Kondensatablauf mehr nötig
Bei Betrieb mit der Gas- und Öl-Brennwertechnik erfolgt die Ansaugung der Verbrennungsluft beim neuen Rohr-in-Rohr-System raumluftunabhängig über einen Ringspalt. Die neue Kondensatrückführung, bei der Kondensat über das Brennwertgerät abgeleitet wird, vereinfacht den Anschluss erheblich. Der bisher notwendige Kondensatablauf am Fuß der Abgasanlage entfällt.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Neu auf dem Markt ist die neue Abgasanalyse Messgerätegeneration testo 327. Sie ist extrem robust und sicher. Die Messgeräte bieten mehr Komfort in der Anwendung und helfen die täglichen Messroutinen souveräner zu erfüllen. Alle wichtigen Messgrößen in einem Messgerät. Testo 327 misst das Abgas an allen Arten von Gasheizanlagen. Auch als Einstiegsgerät in neue Aufgaben in Service und Wartung von Gas- und Ölbrennern sind diese Abgas-Messgeräte schnell, extrem zuverlässig und immer einsatzbereit.
Die starke LED-Hintergrundbeleuchtung im 4-Zeilen-Display garantiert hervorragende Ablesbarkeit auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen. Der Sondenschnellanschluss: Mit einem „Klick“ sind alle Gaswege verbunden. Schnell, verwechslungssicher und sehr leicht zu reinigen. Neueste Li-Ionen Akkus: Technologie mit hoher Kapazität ohne Memory-Effekt und Tiefenentladung. Der Messzellentausch so einfach wie ein Batteriewechsel.
Elastomer-Schutzhülle: Die „zweite Haut“ ist ins Gerätedesign integriert und schützt vor Stoß und Schlag im rauen Alltagsbetrieb. Die Schutzhülle lässt sich einfach abnehmen und kann so separat gereinigt werden. Die integrierte Kondensatfalle mit neuer Konstruktion: die Kondensatfalle hat ein separates, innen liegendes Gehäuse, das vor Außeneinwirkungen schützt. Das schützt vor Fehlmessungen, die durch Undichtigkeiten entstehen könnten. Die Kondensatfalle ist schnell und einfach zu entleeren. Die stabilen Sonden filtern den Schmutz dort wo er anfällt, bevor er in die Gaswege gelangt. Der leicht zu tauschende Schmutzfilter ist im Handgriff der Sonde integriert.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Das österreichische Unternehmen Lohberger hat mit dem AquaInsert einen modernen, designorientierten Kamineinsatz entwickelt, der höchsten Anforderungen gerecht wird. Als Herzstück verfügt er über einen im Brennraum integrierten Wärmetauscher. Dieses Bauteil hat die Aufgabe, einen Teil der Wärme dem Heizkreislauf zur Beheizung anderer Räume zur Verfügung zu stellen. Seine 8 kW Nennwärmeleistung teilen sich in 3 bis 4 kW Raumheizleistung und 4 bis 5 kW Heizkreislaufleistung auf. Damit eignet sich der AquaInsert in besonderem Maß als Ganzhausheizung für Niedrigenergie- oder Passivhäuser.
Als Brennstoff werden Holzbriketts und Stückholz bis 33 cm Länge genutzt, wobei von einem Bedarf von ca. 2,5 kg pro Stunde auszugehen ist. Durch den Einsatz nachwachsender Rohstoffe macht der AquaInsert unabhängig von den fossilen Energieträgern Erdöl bzw. Gas und deren Preisentwicklung.
Mit einem Wirkungsgrad von mehr als 78 Prozent und niedrigen Emissionswerten aufgrund der Jetfire-Verbrennungstechnik punktet der Heizeinsatz sowohl in Sachen Wirtschaftlichkeit als auch Umweltbewusstsein. Letzteres wird durch die Prüfungen nach strengen Umweltkriterien belegt, beispielsweise gemäß DIN EN 13240 und 13240/A1. Zu den weiteren wichtigen Details zählen unter anderem die Möglichkeit des raumluftunabhängigen oder raumluftabhängigen Betriebs, die modernste Technik und die individuellen Verbauungsvarianten.
Auf Wunsch können eine integrierte Rücklauftemperaturanhebung und eine thermische Ablaufsicherung integriert werden. Die einfach durchzuführende Endmontage erfolgt immer durch den Fachbetrieb. Als notwendiger Förderdruck für den Betrieb der Feuerstätte werden 12 Pa vom Hersteller angegeben. Der AquaInsert verfügt über eine selbstschließende Tür mit großer Sichtscheibe, die durch ein spezielles System zur Scheibenspülung (genannt Airstream) dauerhaft rußfrei bleibt. Generell gilt der Heizeinsatz als besonders wartungsarmer Wärmeerzeuger.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

NovoCondens SOB in zwei weiteren Leistungsstufen

Das moderne Ölbrennwertgerät NovoCondens SOB von Brötje ist nun auch in den Leistungsstufen 32 und 40 kW verfügbar. Zusammen mit den Kesselgrößen 22 bzw. 26 kW wird so ein Produktspektrum angeboten, das sowohl für den Neubau als auch die Renovierung immer den passenden Wärmeerzeuger enthält.
Allen Ausführungen gemeinsam ist die optimale Brennwertnutzung durch den zweistufigen Brennerbetrieb sowie die hervorragende Anpassung an die geforderte Wärmeleistung. Die hohe Wirtschaftlichkeit lässt sich u. a. am Normnutzungsgrad (bis zu 103% bei 40/30 oC) ablesen. Der sich selbst reinigende Kondensationswärmetauscher sorgt mit seinen Edelstahlgliederprofilen für eine sehr gute Energieausnutzung. Gleichzeitig liegen die Emissionen weit unterhalb der Grenzwerte. Zu den weiteren Vorteilen zählen die äußerst leise Betriebsweise durch die doppelte Schalldämpfung, die Möglichkeit zum raumluftunabhängigen Anschluss sowie eine hohe Lebensdauer aufgrund der Materialien Grauguss und Edelstahl. Die Regelung erfolgt über die bewährte ISR Plus, sodass eine einfache, komfortable Bedienung gewährleistet ist. Auch Anlagenkomponenten, etwa die Trinkwasserspeicher aus dem AquaComfort-Programm, lassen sich mit der durchgängig modular aufgebauten Regelung problemlos einbinden.
Der NovoCondens SOB gilt aufgrund seiner Konstruktion als besonders wartungsfreundlich. Er kann aufgrund seiner kompakten Abmessungen, seines modernen Designs und des geräuscharmen Betriebs selbst im Wohnnebenbereich aufgestellt werden.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Mit FutureTherm bietet die Firma Schräder aus Kamen eine komplette Produktfamilie in Leichtbauweise für den modernen Schornsteinbau an. Dabei stehen ein- oder doppelwandige Systeme ebenso zur Verfügung wie Luft-Abgas-Systeme. Diese Vielfalt kommt den Planern und Bauherren entgegen, die mehr und mehr komplexe Heizkonzepte realisieren wollen. Das zweischalige Abgassystem besitzt einen Außenmantel aus sogenannten Mipro-Tec-Brandschutzplatten, der über eine glatte Oberfläche verfügt. Die einzelnen Schachtelemente werden vorkonfektioniert in Längen von bis zu 100 cm geliefert und mit Spezialkleber in Trockenbauweise versetzt. Schrägführungen bis zu 30° zur Senkrechten sind möglich. Die innere Rohrsäule zur Rauchgasführung besteht aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4404/1.4571. Sie wird in Durchmessern von 130 mm bis 300 mm gefertigt. Von Vorteil ist die leichte, schnelle und problemlose Verarbeitung aufgrund der geringen Abmessungen und des niedrigen Gewichts. Ein umfangreiches Zubehörprogramm beinhaltet neben Anschluss- und Befestigungselementen auch Schornsteinkopf-Verkleidungen aus Edelstahl, Kupfer und beschichtetem Aluminium. So lassen sich nahezu alle Wünsche in Bezug auf eine moderne Schornsteinanlage umsetzen. Weitere Infos gibt es unter www.schraeder.com im Internet.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Kutzner + Weber, Maisach, zeigt sich sehr zufrieden mit der gelungenen Markteinführung der neu entwickelten automatischen UNIVERSAL Ofenregelung. Durch ihren Einsatz lässt sich der Abbrand bei allen handbeschickten Feuerstätten optimieren, wobei das System herstellerunabhängig funktioniert. Ziel ist es immer, einen effektiven, Energie sparenden und dazu noch emissionsarmen Verbrennungsprozess zu gewährleisten.
Die wichtigste Komponente des Produkts ist der neuartige Sensor mit innovativer Messtechnik. Er erfasst die reale Betriebssituation, u. a. die Abgastemperatur, und liefert die Informationen an den Prozessor in der Regeleinheit, der die Daten mit optimalen Sollwerten vergleicht. Bei Bedarf kommuniziert der Prozessor mit allen angeschlossenen Komponenten, um die Istwerte zu verändern. Die Regeleinheit mit der Schutzklasse IP 24 wird in ein Metallgehäuse eingebaut und nach EN 60730-1 geprüft. Als Stromaufnahme im Betrieb werden 22 W genannt, im Stand-by-Modus 1,5 W. Der Sensor sitzt in einer Edelstahlhülle und verkraftet eine Abgastemperatur bis 700 oC. Selbst das Anschlusskabel in 3 oder 6 m Länge weist eine zulässige Umgebungstemperatur von maximal 350 oC auf. Eingebaut wird der Sensor in senkrechte oder waagerechte Abgasleitungen, immer möglichst nahe am Gerätestutzen.
Per Display, das mit einem Cat-5-Kabel an die Steuerung angeschlossen wird, kann stets der aktuelle Zustand abgerufen werden.
Bis zu 12 Komponenten lassen sich integrieren, u. a. Rauchsauger, Zuluftklappe, Ofentürschalter, Dunstabzugshaube und Funk-Modul. Neben der verbesserten Energieausnutzung zeichnet sich die UNIVERSAL Ofenregelung dadurch aus, dass sie eine höhere Betriebssicherheit der Feuerstätte garantiert. 

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Reges Interesse zeigten die Besucher der diesjährigen ISH an dem Gemeinschaftsstand des ZIV und der AdK. Die beiden Verbände informierten über Themen, die zurzeit im Mittelpunkt des Interesses stehen. Dazu zählen alternative und regenerative Heizkonzepte genauso wie die ökonomische Wärmeerzeugung, das umweltverträgliche Heizen sowie die aktuelle Feinstaub-Debatte. Das gemeinsame Messekonzept des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks und der Arbeitsgemeinschaft der deutschen Kachelofenwirtschaft war ein voller Erfolg. Man war dadurch noch besser in der Lage, den Informationsbedarf zu decken, der sich aus der stetig steigenden Nachfrage nach Festbrennstoffheizungen und Kaminöfen ergibt.
Gleichzeitig wurde verdeutlicht, dass das Kapitel Heizungsmodernisierung in Deutschland noch lange nicht abgeschlossen ist. Eine neue Statistik des ZIV zeigt, dass Ende 2006 noch 548.800 Ölfeuerungsanlagen und 208.500 Gaskessel mindestens 29 Jahre alt waren. 2.670.000 ölbefeuerte Heizungsanlagen sowie 4.294.800 Gasheizungen (der Großteil aller Feuerungsanlagen) weisen immerhin ein Alter von wenigstens 19 Jahren auf.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

Erneuerbare Energien: Magnet für Fach- und Privatbesucher
Die ISH 2007, Weltleitmesse Bad, Gebäude-, Energie-,
Klimatechnik, Erneuerbare Energien, endet mit einem sensationellen Besucher-Rekord: 215.378 kamen vom 6. bis 10. März nach Frankfurt am Main (2005: 192.187). Das sind zwölf Prozent mehr als vor zwei Jahren. Die Zuwächse stammen sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland. Jeder vierte Besucher kam aus dem Ausland (53.844). 2.392 Aussteller (2005: 2.345) aus 58 Ländern zeigten ihre Innovationen auf einem mit 254.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche nahezu ausgebuchten Frankfurter Messegelände.
Dr. Michael Peters, Geschäftsführer der Messe Frankfurt: „Die ISH 2007 ist nicht nur die größte ISH aller Zeiten, sondern gleich in mehrfacher Hinsicht eine Messe der Superlative. Kontinuität, das Verbundkonzept und der Standort bestimmen den Erfolg als internationale Leitmesse. Nur hier in Frankfurt erhält man diesen umfassenden Überblick über die Energie-, Gebäude- und Klimatechnik sowie die Erlebniswelt Bad gleichermaßen. Dies wird von unseren in- und ausländischen Besuchern sehr geschätzt.“
In der Branche herrscht eine exzellente Stimmung. In diesem Jahr bewerten 97 Prozent der deutschen Aussteller die Konjunkturaussichten mit gut bis befriedigend (2005: 72 Prozent). Ähnlich urteilen die ausländischen Anbieter: 92 Prozent schließen sich der optimistischen Einschätzung an (2005: 77 Prozent).
93 Prozent der deutschen Messebesucher meinen, die Aussichten seien gut bis befriedigend (2005: 71 Prozent). 94 Prozent der ausländischen Messebesucher halten die Konjunkturaussichten für gut bis befriedigend (2005: 89 Prozent).
Die Repräsentanten der ISH-Trägerschaftsverbände ziehen ebenfalls eine durchweg äußerst positive Bilanz. Michael von Bock und Polach, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK): „Die Messe hat unsere Erwartungen noch übertroffen. Für das SHK-Handwerk war die ISH Leistungsschau in Energie und Design. Die Messe hat schlaglichtartig aufgezeigt, welches hohe Maß an Zukunftsorientierung unsere Branche besitzt. Das deutlich gestiegene Aufkommen an internationalen Fachbesuchern – ohne dass der nationale Anteil geschmälert wurde – unterstreicht die führende Position deutscher SHK-Technologie. Von dieser ISH 2007 werden starke Marktimpulse ausgehen, die bis ins nächste Jahr hinein wirken werden.“
Fritz-Wilhelm Pahl, Präsident der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS): „Der Aufwärtstrend der Sanitärwirtschaft, der sich bereits im letzten Jahr abgezeichnet hat, setzte sich erfreulicherweise auch auf der Weltleitmesse fort. Mehr Aussteller, mehr Besucher und mehr Internationalität. Der Trend hin zu gleichermaßen technisch wie gestaltungsmäßig anspruchsvollen Badinstallationen ist dabei immer weniger nur auf Europa beschränkt. Gerade die aufstrebenden Märkte in Asien verlangen immer mehr Spitzentechnologie und Spitzendesign.“
Dipl.-Ing. Klaus Jesse, Präsidiumsmitglied der Vereinigung der deutschen Zentralheizungswirtschaft e.V. (VdZ) und Präsident des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH): „Die ISH 2007 hat wie keine Messe jemals zuvor eine enorme Resonanz gefunden – in der Fachwelt, der Öffentlichkeit und der Politik. Der Grund dafür ist, dass exzellente energie- und umweltpolitische Rahmenbedingungen den Fokus auf unsere Industrie rücken. Die ISH hat in diesem Jahr die technischen und kommerziellen Lösungen für die Hebung der extremen CO2-Minderungs- und Energieeinsparpotenziale im Gebäudebereich präsentiert. In Frankfurt holt sich die Welt den Stand der Technik für hohe Energieeffizienz und erneuerbare Energien ab. Die Industrie profitiert enorm von der hohen Internationalität der ISH.“
Die Top-Ten-Besuchernationen aus Europa bildeten nach Deutschland: Italien, Großbritannien, die Niederlande, Belgien, Polen, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und die Tschechische Republik. Aus Übersee kamen die meisten Besucher aus Asien und Nordamerika: USA, Kanada, Südkorea, Japan und China.
Etwa zwei Drittel der Besucher sind Führungskräfte mit hoher Entscheidungskompetenz. Die größte Besuchergruppe stellt mit rund 86.000 Installateuren das Handwerk. Ingenieure, Architekten und Planer waren ebenfalls deutlich zahlreicher vertreten als 2005. Das Hauptinteresse der Besucher richtete sich je zur Hälfte auf die Heizungstechnik und die Erlebniswelt Bad. Das Thema Erneuerbare Energien war für fast 33.000 Fachbesucher (15 Prozent) der ausschlaggebende Angebotsbereich. Jeder vierte Besucher kam wegen der Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik.
Hervorragende Bewertungen erhielt die ISH 2007 von den Ausstellern. 84 Prozent bestätigten die Erreichung ihrer Messebeteiligungsziele (2005: 83 Prozent). Besonders positiv und gegenüber der Vorveranstaltung zehn Prozent mehr Anbieter lobten die hohe Qualität der Besucher, die Zahl der Neukontakte und das Orderverhalten während der Messe.
Das Rahmenprogramm aus Sonderschauen, Vorträgen und Symposien stieß auf breites Interesse. Das Schwerpunktthema „Erneuerbare Energien“ fokussierten neben anderen das ISH Technologie und Energie Forum, das Kachelofenforum, das Themen-Special „Energie & Architektur“ für das Handwerk sowie das speziell auf Architekten und Planer ausgerichtete Event Outlook – Integrating Energy. Energieeffizienz und Hygiene standen im Fokus des Klima-Forums, und das Angebot im Bereich der Gebäude relevanten Kältetechnik wurde mit der Premiere des Forum IKK Building ausgebaut. Erstmals fand im Rahmen der ISH zum Thema vorbeugender Brandschutz das XI. Baurecht & Brandschutz-Symposium sowie das I. Internationale Baurecht & Brandschutz-Symposium statt.
Die nächste ISH findet vom 10. bis 14. März 2009 in Frankfurt am Main statt.

Ausgabe: 63 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 63 - 1/2007 )

ISH 2007

März 2007 war es wieder soweit: Hersteller, Handwerk und Handel, Ingenieur- und Architekturbüros, Wohnungsbau- und Immobiliengesellschaften, Dienstleister, Behörden und Hochschulen – alle trafen sich wieder auf der ISH in Frankfurt. Mehr als 2.400 Aussteller aus aller Welt zeigten ihre Produkte und Innovationen.
„Erneuerbare Energien“ im Bereich der Gebäude- und Energietechnik waren das Schwerpunktthema der ISH 2007. Dabei blieb die Feinstaubproblematik nicht außen vor. Ging es bislang in erster Linie der Logistik-Branche und Haltern von Fahrzeugen mit Diesel-Motor an den Kragen, haben Umweltschützer inzwischen einen weiteren Feinstaub-Verursacher im Visier: Die Festbrennstoff-Feuerstätte.
Bedingt durch die stetig steigenden Preise für Erdöl und Gas steigen Hausbesitzer vermehrt auf den Brennstoffklassiker Holz um. Der Absatz entsprechender Wärmeerzeuger steigt kontinuierlich und heizt damit die Feinstaubdiskussion weiter an. Um diesem zukunftsweisenden Trend nicht die Dynamik zu nehmen, arbeiten Hersteller und Zulieferer mit Hochdruck an technischen Lösungen, die den Feinstaubausstoß minimieren. Zum Beispiel wurden Partikelabscheider vorgestellt, die auf dem Prinzip der elektrostatischen Abscheidung beruhen. Mit ihnen wird es möglich sein, speziell die mikrofeinen Staubpartikel der Größe PM 10 und niedriger zu einem Großteil aus dem Rauchgas zu filtern. Ein anderer Lösungsansatz zur Schadstoffminimierung ist eine automatische Ofenregelung. Dadurch soll bei handbeschickten Feuerstätten der Abbrand optimiert werden. Das bedeutet, mit der gleichen Menge Holz kann länger Wärme erzeugt werden. Nebenbei werden die Emissionswerte erheblich reduziert. Außerdem erhöht sich die Betriebssicherheit deutlich. Auch die Problematik des Einsatzes von Feuerstätten in Häusern mit kontrollierter Wohnraumlüftung wurde thematisiert. So erkennt die Ofenregelung, dass im Gebäude ein Unterdruck herrscht, der den Abzug der Rauchgase negativ beeinflusst, und schaltet die Dunstabzugshaube oder die Wohnraumlüftung im Bedarfsfall ab.
Außenwände moderner Häuser werden häufig aus brennbaren Baustoffen hergestellt. Durch den nachträglichen Einbau von Feuerstätten und an der Außenwand angesetzten Schornsteinen stellt sich das Problem der Wanddurchführung des Rauchrohres. Oft reichen die Abstände des Holzständertragwerkes nicht aus, um die erforderlichen Abstände zu brennbaren Bauteilen einzuhalten. Für diesen Anwendungsfall wurden Wanddurchführungen entwickelt, die den Abstand zu brennbaren Bauteilen im Vergleich zur herkömmlichen Bauweise auf ein Minimum reduzieren. Der Einsatz von speziellen Brandschutzbauplatten erhöht dabei den Brandschutz noch erheblich. Ein Auswechseln des Holzständertragwerkes kann meist entfallen. Die Problematik der dichten Gebäudehülle, und damit der unzureichenden Versorgung von Feuerstätten mit Verbrennungsluft, haben sich auch die Schorsteinhersteller angenommen. Sie bieten unterschiedliche Varianten für den raumluftunabhängigen Betrieb von Feuerstätten für feste Brennstoffe an. Dabei haben sie aber nicht außer Acht gelassen, dass nicht nur Feuerstätten Sauerstoff benötigen. Wir Menschen verbringen einen Großteil unseres Lebens in geschlossenen Räumen. Die Qualität der Raumluft ist ein ganz entscheidener Faktor für unser Wohlbefinden. Frische, saubere und sauerstoffreiche Luft ist dafür ausschlaggebend. Das setzt richtiges Lüften voraus. Wer falsch lüftet, verschwendet teure Energie oder erreicht keinen ausreichenden Luftaustausch.
Kontrollierte Wohnraumlüftung und Schornsteinsysteme für raumluftunabhängigen Betrieb im perfekt aufeinander abgestimmten System verbinden Behaglichkeit, Sicherheit und einfache Verarbeitung aus einer Hand. Dieser kurze Überblick zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der Innovationen von moderner Heiztechnik mit erneuerbaren Energien.
Ein Besuch auf der ISH lohnt immer. Die ISH ist die Weltleitmesse für die Bereiche Bad, Energie- und Gebäudetechnik sowie Klima-, Kälte- und Lüftungstechnik. Sie belegt mit rund 250.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche das gesamte Frankfurter Messegelände und findet alle zwei Jahre statt.


Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Halbzeitveranstaltung des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen Wirtschaft und Landesregierung blicken auf 30 erfolgreiche Monate zurück

Mit einer feierlichen Veranstaltung zogen die Partner des Nachhaltigkeitsabkommens Thüringen am 26. September Bilanz über die ersten 30 Monate. Zeitgleich wurde diese Veranstaltung genutzt, um die teilnehmenden Unternehmen vorzustellen.
Der Thüringer Minister für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt, Herr Dr. Sklenar, betonte insbesondere die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie die Förderung wegweisender Technolo­gien, die dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Thüringen zu sichern und zu erhöhen. „Die Landesregierung möchte das Abkommen nutzen, der Eigenverantwortung der Unternehmen, persönlichen Initiativen und Innovationen Spielräume zu eröffnen“, sagte Minister Dr. Sklenar.
Das TMLNU honoriert dieses freiwillige Engagement durch entsprechende Erleichterungen z. B. für Unternehmen, die das EU-Umweltmanagementsystem EMAS nutzen, im Umgang mit den Umweltbehörden.
Herr Emig, Geschäftsführer der Müller Weingarten AG Niederlassung Umformtechnik Erfurt, blickte aus Sicht der Wirtschaft auf das Abkommen und verwies vor allem auf die zahlreichen Unternehmen, die durch verantwortungsbewussten Umgang mit den natürlichen Ressourcen, Übernahmen von mehr Eigenverantwortung durch Umweltmanagementsystem und gesellschaftliches Engagement einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität in Thüringen leisten.
„Ich glaube, wir sind in Thüringen auf einem guten Weg. Es bedarf allerdings auch weiterhin des Mutes, Freiräume zu geben, Vielfalt in den Lösungen zuzulassen und es bedarf der Kraft, weiter an einer nachhaltigen Entwicklung zu arbeiten.“
Acht weitere Unternehmen erhielten ihre Urkunde für ihre Teilnahme am Nachhaltigkeitsabkommen. Damit nehmen insgesamt 216 Unternehmen am Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen teil. Berechtigt zur Teilnahme sind Unternehmen, die freiwillig Leistung erbringen – vor allem auf dem Gebiet des Umweltschutzes, die über das vom Gesetzgeber geforderte Maß hinausgehen.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion – moderiert von Johannes-Michael Noack (MDR Radio Thüringen) – wurde darüber hinaus Chancen und Gewinne ausgelotet, die das Thema Nachhaltigkeit für Thüringen bietet: neue Technologien und Techniken, die dazu beitragen, Ressourcen zu sparen, Produkte, die weltmarktfähig sind und damit die Chance auf mehr Arbeitsplätze in Thüringen erhöhen und natürlich die Maßnahmen im Unternehmen selbst, die den Verbrauch an Energie und Wasser reduzieren. Dazu diskutierten Thüringens Wirtschaftsminister Reinholz und Umweltstaatssekretär Prof. Dr. Juckenack mit Herrn Dr. Fücking (Thüringen innovativ GmbH) Frau Dr. Voigtsberger (incocermic Gesellschaft für innovative Keramik mbH), Herrn Kurch (Landesverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen), Herrn Dr. Traut (OMROS Gesellschaft für Umwelttechnik mbH) und Herrn Wiederhold GEALAN Tanna GmbH).
Zum Hintergrund: Das Nachhaltigkeitsabkommen wurde am 23. März 2004 zwischen den Thüringer Handwerkskammern, den Thüringer Industrie- und Handelskammern und dem Verband der Wirtschaft Thüringens e. V., dem Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt sowie dem Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit vereinbart und steht unter der Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten, Herrn Dieter Althaus.
Erklärtes Ziel dieser Vereinbarung ist die Erhaltung eines attraktiven Wirtschaftsstandortes Thüringen unter dem Aspekt der nachhaltigen Entwicklung. Die gemeinsame Geschäftsstelle ist als erste und einzige unter ähnlichen Vereinbarungen in verschiedenen Bundesländern direkt bei einem Abkommenspartner der Wirtschaft, beim VWT, angesiedelt. Sie ist Erstanlaufstelle für Unternehmen und die interessierte Öffentlichkeit.
Stolz kann natürlich ganz besonderst unser Handwerk sein, denn von 216 Teilnehmern sind 129 Bezirksschornsteinfegermeister vertreten. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

„Wir wollen Außenminister des Handwerks werden“.
… mit diesen Worten bedankte sich der neu- und wiedergewählte Präsident der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, nach der Wahl bei der Vollversammlung für das in den Vorstand gesetzte Vertrauen. Wir werden die Interessen des Handwerks unseres Kammerbezirkes überall vertreten.
Vollversammlung und Vorstand für die Legislaturperiode bis 2011 sind gewählt. Auf der konstituierenden Versammlung wurde Thomas Keindorf in seinem Ehrenamt bestätigt, zu Vizepräsidenten wurden Michael Gipser und Jens-Uwe Gaden gewählt.
Die Vollversammlung verabschiedete eine Resolution und wandte sich damit an die Bundes- und die Landesregierung: „Eine erfolgreiche Entwicklung im Land Sachsen-Anhalt und in der Bundesrepublik ist fest mit der Situation des handwerklichen Mittelstandes verbunden. Die Schaffung günstiger wirtschaftlicher Bedingungen für das Handwerk bringt Arbeitsplätze und Ausbildung und damit Zukunft.“
Wir wünschen dem einstimmig gewählten alten und neuen Präsidenten der Handwerkskammer Halle, Landesinnungsmeister Thomas Keindorf, für seine verantwortungsvolle Aufgabe viel Erfolg und viel Schaffenskraft zum Wohle des Handwerks.
Vorstand des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

In den vergangenen Jahren häuften sich Explosionsschäden mit Heizkessel für feste Brennstoffe. Diese war Anlass, auf die Gefahren hinzuweisen, die bei mangelhafter Installation aber auch durch Fehler der Betreiber entstehen können. Thomas Keindorf, Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks und Klaus Göhring, stellvertretender Landesinnungsmeister Sanitär Heizung Klima Sachsen-Anhalt eröffneten die außerordentlich gut besuchte Veranstaltung. Sie betonten, dass nur durch das Fachhandwerk garantiert werden kann, dass bei der Planung und Montage der Feststoffkessel alle sicherheitstechnisch erforderlichen Einrichtungen beachtet werden. Die enge Zusammenarbeit zwischen Installateur und Schornsteinfeger hat sich in der Praxis bewährt.
Der Hauptreferent Dipl.-Ing. (FH) Siegfried Stief vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e.V., Kiel, stellte mehrere Fälle aus der Praxis vor, bei denen durch Explosion von Kaminkessel verheerende Schäden entstanden sind.
Mit der fachgerechten Planung und Montage der Feststoffkessel nach DIN EN 12828 bzw. DIN 4751/T2 sowie baurechtliche Anforderungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe und der neuen Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) wurden die Fachleute über die neuesten technischen Regeln informiert.
Fälle aus der aktuellen Rechtssprechung sowie aktive Schadensprävention rundeten das hochinteressante Thema ab.
Als Konsens wurden folgende Grundlagen herausgestellt.
1. Der Kessel muss eine Zulassung für Deutschland besitzen. Dieses ist gewöhnlich an einer vierstelligen EN-Nr. zu erkennen, die am Kessel angebracht ist.
2. Besitzt der Kessel keine Regelung, z. B. über eine thermostatisch geregelte Zuluftklappe, oder kann die Beheizung nicht schnell abgeschaltet werden, so ist eine thermische Ablaufsicherung vorgeschrieben. Die Kaltwasserzuleitung für die thermische Ablaufsicherung ist gegen versehentliches Absperren zu sichern.
3. Der Kessel muss passend zum maximal zugelassenen Kesseldruck ein Überdruckventil besitzen. Dieses Überdruckventil muss sich in unmittelbarer Nähe am Kessel befinden.
4. Sollten sich am Kessel in der Vor- bzw. Rücklaufleitung Absperrventile befinden, so sind diese ebenfalls gegen versehentliches Zudrehen zu sichern. Es sind Ventile mit Sicherheitskappen zu verwenden. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Kutzner+Weber bietet praxisbezogene Lösungen

Auch moderne Heizungsanlagen können sich gelegentlich als hörbare Störenfriede entpuppen. Sollte das der Fall sein, lässt sich mit Hilfe einer exakten Schallmessung der genaue Ausgangspunkt der Geräuschemission ermitteln. Anschließend ist der SHK-Fachmann dann in der Lage die Lärmquelle durch exakt angepasste, schalldämpfende Bauteile zu „beruhigen“.
Die Kutzner+Weber GmbH (KW) befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Abgasschall an Feuerstätten und Abgassysteme. Auf dem Sektor Akustik kooperiert man eng mit dem Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP). Hinzu kommt eine Partnerschaft mit Brüel & Kjaer, einem namhaften Hersteller höchst sensibler Schallpegel-Messgeräte. Gemeinsam haben diese drei Unternehmen zertifizierte Schallmesspartner ausgebildet, die bundesweit für KW im Einsatz sind.
Der erste Schritt zur Analyse ist die Schallmessung vor Ort; beispielsweise in der Verbindungsleitung hinter dem Wärme­erzeuger und/oder an der Schornstein­mündung. Hat Kutz­ner+Weber alle relevanten Daten erhalten, wird dort anhand der tatsächlich störenden Frequenzen die exakte Berechnung einer Lösung vorgenommen. Die Ergebnisse sind dann Grundlage dafür, entsprechende Problemlösungen anzubieten. Weitere Informationen zu diesem Thema kann man im Internet unter www.kutzner-weber.de oder per Fax-Nr.: 08141-957-500 anfordern. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Hochwertige Glastüren für den Blick ins Feuer

Die mit dem EFA-Qualitätssiegel ausgezeichneten Kaminöfen bestechen nicht zuletzt durch ihr besonderes Design – und das wird geprägt vom Zentrum der Feuerstätte, der Sichtscheibe in der Ofentür. Damit der Blick in die Flammen stets ungetrübt möglich ist, setzen die in der Europäischen Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft e.V. EFA organisierten Unternehmen auf erstklassige Glaseinsätze.
Dabei kann das Material mittels modernster Produktionsverfahren in verschiedene Formen gebracht werden. So gibt es inzwischen nicht nur flache Scheiben, sondern auch rund oder winkelig gebogene, so dass zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten gegeben sind. Das Zusammenspiel mit einer ausgefeilten Ofentechnik bewirkt, dass die hochtemperaturbeständigen Sicht­scheiben nicht verrußen. Gleichzeitig unterstützen sie aufgrund besonderer Beschichtungen den effizienten Betrieb der Feuerstätte, da die Wärmestrahlung verbessert wird.
Der Endkunde kann am EFA-Qualitätssiegel ablesen, dass die Produkte strengen Kontrollen unterliegen und so hohen Standards gerecht werden. Ein ausgezeichneter Kaminofen besteht aus hochwertigen Komponenten, die schließlich zu einer sicheren, zuverlässigen und langlebigen Feuerstätte konzipiert werden. Dazu zählt auch eine Sichtscheibe, die den Anblick der Flammen zum Genuss werden lässt.
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Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Mit dem UniTherm bietet Plewa ein außergewöhnliches Produkt an – Schornstein und Kaminofen bilden eine Einheit. Diese Kombination zeichnet sich durch zahlreiche Vorteile aus. Dazu zählt u. a. der raumluftunabhängige Betrieb, der die gleichzeitige Nutzung einer Dunstabzugshaube und einer kontrollierten Wohnungslüftung möglich macht, sowie die gestalterischen Möglichkeiten des Außenmantels mit Putz, Tapete oder Kacheln.
Nun wird der erfolgreich am Markt eingeführte UniTherm nochmals aufgewertet: Ein Teil seiner Heizleistung lässt sich in das bestehende Zentralheizungssystem einspeisen. Etwa 2 bis 4 kW der insgesamt 6,5 kW Nennwärme­leistung kommen auf diese Weise der Beheizung weiterer Räume bzw. der Brauchwassererwärmung zugute. Gerade in der Übergangszeit kann damit ein zusätzlicher Einspareffekt erzielt werden.
Dazu wird in der Verbindung zum Rauchrohr ein Abgaswärmetauscher eingebaut, der den heißen Abgasen Energie entzieht. Diese Wärme wird in einen Pufferspeicher geleitet und steht zur Beheizung zur Verfügung. Die Anschlüsse für den Heizungsvor- und -rücklauf befinden sich im Fußbodenteil des Kaminofens. Hier hat der Fachmann lediglich die Anbindung an das Heizsystem zu installieren.
Auch bei dieser Variante des UniTherm sind alle Komponenten optimal aufeinander abgestimmt, die üblichen Berechnungen zu Schornsteinquerschnitt oder Verbrennungsluftbedarf entfallen. Damit bietet die Alles-aus-einer-Hand-Lösung einen nicht zu unterschätzenden planerischen Vorteil. Darüber hinaus ist eine hohe Betriebssicherheit gewährleistet, die mit niedrigen Emissionswerten einher geht. Mit Abmessungen von 55 x 55 cm kommt die einzügige Variante mit nur 0,3 m2 Stellfläche aus und kann auch als Ecklösung konzipiert werden.
Das UniTherm-Modell mit Zusatznutzen wird Mitte 2007 erhältlich sein.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Der neu entwickelte Werkzeugträger der Fa. Ress ist ein Transportmittel für Werkzeuge. Mit einem Handgriff können alle Kehrgeräte getragen werden. Zudem ist eine Ordnung für alle Kehrarbeiten vorgegeben, da alles aufgeräumt zusammen transportiert werden kann. So können unnötige Laufwege vermieden werden.
Der leichte und kompakte Werkzeugträger (Leergewicht ca. 2,5 kg) bietet viel Platz und Stauraum und kann in der Hand getragen oder sicher im Auto verstaut werden. Es ist Platz vorhanden für z. B. Mini- und Kombi-Haspel, Rußsack, Handfeger, Handschuhe, Schweizer Eisen, Sternschlüssel, Teleskopschaufel, Kratzer, Sterne, sonstiges Werkzeug.
Das Material vom Werkzeugträger ist extrem wasserfester und bruchfester Multiplex-Holzwerkstoff. Der Baustoff Holz ermöglicht außerdem eine individuelle Gestaltung vom Werkzeugträger, da Änderungen vom Anwender selbst vorgenommen werden können.
Die Idee kam den Entwicklern von RESS durch die Probleme der Kollegen in Baden-Württemberg, die aufgrund einer KÜO Änderung ihre komplette Arbeit von Grund auf neu organisieren mussten. Inwieweit sich der Werkzeugträger nun in der Praxis durchsetzen wird, kann hier nicht beurteilt werden. Zum einen ist er erst seit Kurzem im praktischen Einsatz, zum anderen bietet selbiger Hersteller bereits den größten erhältlichen Messrucksack an, welcher in der Praxis bereits als Rücken schonendes Mega-Transportmittel Erfolge feiert.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Schornstein und Lüftung im Komplett­paket zu einem Preis

Mit einem um die Hälfte größeren Messestand als 2005 präsentiert sich die Münchner Schiedel GmbH & Co. auf der BAU 2007 in Halle 3 – Stand 319. Highlight des Auftritts wird die Premiere des „Schiedel-Hauskonzeptes“ – der neuen Produkt-Kombination aus Schornstein und Lüftungssystem in einem Komplettangebot zu einem Preis.
Im modernen, auf möglichst geringen Energieverbrauch ausgerichteten Neubau lassen sich mit „2 in 1“ die Ansprüche des Bauherren an Sicher­heit und Komfort bei der Abgasführung und kontrollierten Wohnraumlüftung auf praktische Art und Weise verbinden. Das universelle Schornsteinsystem Absolut und das Wohnungslüftungssystem Aera sind jeweils mit allen notwendigen Bauteilen auf einer Palette zusammengefasst. Das erleichtert nicht nur die Planung, sondern bringt auch dem Fachhandel als zuständigem Vertriebspartner und dem Bauunternehmer bzw. Verarbeiter vor Ort Vorteile bei der Logistik und beim Versetzen. Der Bauherr bekommt die beiden Systeme zu einem Preis.
Neue Schornsteinkopfverkleidung
Zweiter Schwerpunkt am Messe-Stand wird die neue Schornsteinkopfverkleidung für das System Absolut. Der Clou: mit dem Abschluss der Schornsteinmontage ist die Verkleidung bereits „angebracht“. Möglich machen das die neu entwickelten Absolut Struktursteine, die in ­einem Zug mit dem Schornstein hoch gemauert und anschließend mit der hellgrauen Systemfarbe mit Lotuseffekt gestrichen werden. Den Abschluss des Systems bildet die neue Design-Abdeckplatte aus V2A-Edelstahl.
Die nachträgliche optische Gestaltung kann der Bauherr individuell bestimmen: die Kopfverkleidung lässt sich nach Wunsch überstreichen und so der übrigen Dachfläche oder der Hausfassade exakt anpassen.
Bewährte Schiedel-Systeme
Beim Wohnungslüftungssystem Aera werden auf der BAU viele technische Optimierungen zu sehen sein – darunter beim Aera-Stein, bei den Lüftungselementen und bei der Steuerungseinheit.
Abgerundet wird die Messepräsentation durch die Edelstahl-Schornsteinsysteme KeraStar und TecnoStar sowie die keramische Abgasleitung Keranova aus dem Schiedel Sanierungsprogramm. 

Ausgabe: 62 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

„IgnisProtect“ – die neue sichere
Wanddurchführung durch brennbare Baustoffe

Rauchgasleitungen und brennbare Wandbaustoffe, wie sie etwa im Fertighaus- und Holzhausbau bzw. beim Einsatz von Holzrahmen- oder Holzständerbauweise verwendet werden, brauchen einen sicheren Abstand zueinander. Schiedel hat mit „IgnisProtect“ jetzt ein Komplettelement zur sicheren Wanddurchführung von Abgasleitungen vorgestellt.
Die Musterfeuerungsverordnung, die Feuerungsverordnungen der Länder, und die DIN V 18160-1:2006.01 bestimmen den Abstand zwischen der Abgasleitung und dem Verbindungsstück zu brennbaren Bauteilen mit umlaufend mindestens 20 cm. Dieser Bereich muss ständig belüftet sein oder ist mit nichtbrennbaren formbeständigen Baustoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit auszufüllen. Geringere Abstände sind nur dann möglich, wenn die Oberflächentemperaturen an den angrenzenden Bauteilen bei maximalen Anwendungstemperaturen 85 °C und bei Rußbrand 100 °C nicht überschreiten.
Ungenauigkeiten in der handwerklichen Ausführung und die individuellen Produkteigenschaften des Wandbaustoffs können dazu führen, dass die genannten maximalen Oberflächentemperaturen bereits bei normgerechtem Abstand überschritten werden. Um dieser Gefahr wirksam zu begegnen und gleichzeitig den Bauablauf an dieser Stelle zu beschleunigen wurde IgnisProtect entwickelt.
Es handelt sich dabei um ein monolithisches Komplettbauteil aus zwei Mineralwollelagen (Rohdichte 120 kg/m³, Baustoffklasse A1 nach DIN 4102). Die Innenseite besitzt eine Aluminiumkaschierung, die Außenseite ist als Tragschicht für den Außenputz ausgebildet. Das Standardmaß beträgt 565 mm (Breite), 700 mm (Höhe) und die Dicke kann im Rastermaß von 50 mm von 150 bis 400 mm geliefert werden. Die Breite entspricht dem Standard-Rastermaß bei Holzständerwänden, so dass Ignis Protect durch Einbau eines Wechsels problemlos eingebaut und nachgerüstet werden kann. Die variable Bauteildicke ermöglicht eine individuelle Anpassung an unterschiedliche Wandaufbauten und bietet so ein durchgehendes Bauteil, das aufgrund der geometrischen Ausbildung der Fugen und des neu entwickelten Klebeverfahrens größtmögliche Sicherheit gegen durchgehende offene Fugen zwischen Verbindungsstück und angrenzenden brennbaren Bauteilen bildet.
Das vorgezogene Mineralfaserinnenrohr schützt die angrenzenden Oberflächenbekleidungen (wie z. B. Gipskartonplatten) vor den hohen Oberflächentemperaturen. Zur individuellen Anpassung an die verschiedenen Verbindungsstück-Durchmesser an das Innenrohr dienen eingelegte herausnehmbare Pass-Stücke aus Mineralfaser.
Mehr Informationen erhalten Sie unter: www.schiedel.de.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Die Firma Afriso-Euro-Index setzt auf Bluetooth. Ab sofort können die Rauchgas­analyse-Messgeräte Eurolyzer, Multilyzer NG und Maxilyzer NG mit einer Bluetooth-Schnittstelle ausgeliefert werden. Diese Geräte verfügen somit über eine international standardisierte Datenschnittstelle für den Daten- und Informationsaustausch per Funk. Die Bluetooth-Schnittstelle hat sich von einem kommerziellen Nischenprodukt zu einem Schnittstellenstandard für industrielle Applikationen entwickelt. Vor allem im Mobilfunk- und PDA-Bereich zur drahtlosen Anbindung an PC’s oder als Freisprecheinrichtung in Kraftfahrzeugen wird diese Kommunikation immer beliebter. Immer mehr Gerätehersteller verwenden diese Funk-Technologie, um z.B. Notebook- und Handy-Zubehör drahtlos zu verbinden. Bluetooth ist bestens als Kabelersatz für den (vernetzten) Datenaustausch zwischen diversen Geräten auf kurzen Strecken geeignet und hat als neuer Standard inzwischen Einzug in die professionelle Messtechnik gehalten. Für Benutzer eines neuen Afriso Rauchgasanalyse-Messgeräts mit integrierter Bluetooth-Schnittstelle bedeutet die neue Technik, schon heute für die Zukunft gerüstet zu sein. Die Messgeräte entsprechen selbstverständlich der BImschV sowie den strengen Anforderungen der EN 50379-2.

Ausgabe: 62 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 62 - 4/2006 )

Moderne Dienstleister im Umweltschutz

Rund 260 Aussteller werden zur 10. „mitteldeutschen handwerksmesse“ erwartet, die vom 17. bis 25. Februar 2007 – parallel zur großen Verbraucherschau „Haus – Garten – Freizeit“ – auf dem Neuen Messegelände in Leipzig stattfinden wird. Schwerpunkte bilden unter anderem die Branchen Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Nahrungsmittel, Seltenes Handwerk und Dienstleistungen. Ergänzt wird der handwerkliche Branchentreff durch Sonderschauen wie „Gläserne Backstube“, „Gläserne Fleischerei“ und „Lehrlingsfrisieren“, sowie durch ein vielseitiges Rahmenprogramm, vorwiegend mit praktischen Tipps für Unternehmer. Hierzu gehört der zum dritten Mal geplante „Mitteldeutsche Außenwirtschaftstag“.
Wie die Messegesellschaft am 9. November 2006 vor Journalisten in Magdeburg weiter mitteilte, ist Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU) Schirmherr der Jubiläumsveranstaltung. Gemeinsam mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, wird er die „mitteldeutsche handwerksmesse“ 2007 eröffnen.
Seit dem Start der Leistungsschau 1998 präsentieren sich alljährlich im Frühjahr zirka 250 Aussteller aus ganz Deutschland auf dem Messegelände im Leipziger Norden. Zwischenzeitlich hat sich die Veranstaltung zum drittgrößten Treff des Handwerks in Deutschland etabliert.
Das mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk wird ebenfalls vertreten sein. 

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz


Lösung für niedrige Energiekosten gefragt
Reges Interesse fand die „Haus+Technik 2006“ in Erfurt. Knapp über 6000 Besucher fanden von Freitag bis Sonntag den Weg ins Messezentrum. Das Ergebnis des Vorjahres konnte damit übertroffen werden. Angesichts steigender Preise für Heizöl, Erdgas und Strom galt das Interesse besonders den Möglichkeiten zur Senkung der Energiekosten. Der Energieverbrauch beschäftigt die Leute immer mehr! Besucher möchten vor allem erfahren, wie der Energieverbrauch im Haus gesenkt und damit Geld gespart werden kann oder was beim Einbau einer neuen Heizungsanlage zu beachten ist. Das bestätigte auch die Anzahl der Kunden an unserem Messestand. Auf über 6000 Quadratmetern Bruttofläche zeigten 160 Aussteller ihre Angebote rund um Hausbau, Wohnen und Modernisieren. Dem gestiegenen Interesse für alternative Energieversorgung wurde die „Haus+Technik“ voll gerecht.
Rege Anfragen gab es bei der Nachrüstung von Pelletanlage und Kaminöfen. Wir konnten sicher nützliche Tipps von der Anschaffung bis zum Einbau solcher Anlagen geben. Ihre Schatten voraus warf die angekündigte Erhöhung der Umsatzsteuer auf 19 Prozent. Gestaltungsmöglichkeiten bei Investitionen zum Bau oder zur Modernisierung von Wohngebäuden waren sehr gefragt.
Die 7. „Haus und Technik“ findet vom 7. bis 9. September 2007 gemeinsam mit der naro.tech, der Messe für Nachwachsende Rohstoffe, statt.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz


Craula ist ein kleines Dörfchen unweit des Hainich-Nationalparks. Jüngst erlebte es eine Invasion der „Schwarzen Männer“. Innungsobermeister Thomas Menge lud zur 120-Jahr-Feier der Schornsteinfeger-Innung Erfurt ein. Ein Anlass, der die Innungsmitglieder mit Stolz erfüllt, denn welches Handwerk kann auf eine solch lange Tradition zurückblicken. Natürlich wurden auch Gäste aus Politik und Wirtschaft eingeladen um der Veranstaltung den verdienten Rahmen zu geben.
Der Obermeister ließ nach der Eröffnung die zwölf Jahrzehnte Revue passieren, seit man sich 1886 in Nordhausen gegründet hatte. Das waren wechselvolle Jahre, was sich nicht zuletzt an den Insignien der Zunft erwies: So galten Innungsfahne wie „Goldenes Buch“ seit den Tagen des Zweiten Weltkrieges als verschollen. Letzteres tauchte überraschend auf, als man sich auf die 100-Jahres-Feier der Handwerkskammer zu Erfurt vorbereitete. Es wurde vom Ehrenobermeister Gerhard Weiß restauriert. Die fehlenden Eintragungen ergänzte Malermeister Manfred Savall in „kunstvoller Schrift“ wie Thomas Menge hervorhob.
2001 kam es dann wieder in Besitz der Schornsteinfeger-Gilde wie es auch mit der Innungskladde geschah, die ebenfalls in den Räumen der Handwerkskammer Asyl gefunden hatte. Diese drei Ehrenzeichen werden nun im Innungshaus Craula aufbewahrt, welches 1993 käuflich erworben wurde. Nach Meister Menge ergriff Rolf Ostermann Mikrofon und Wort. Doch versagte dem Präsidenten der Handwerkskammer Erfurt dabei beinahe die Stimme. Allerdings nicht vor Rührung. Vielmehr hatte er wohl schon der Grußworte zuviel gewechselt – zumindest für seine Stimmbänder. Ostermann hielt sich nicht lang bei den Glückwünschen auf. Vielmehr zog er einen großen Bogen: Er brandmarkte beim „Daueraufreger Schornsteinfeger-Gesetz“ die Regulierungswut der EU-Bürokraten, benannte die kleineren Schwächen der Großen Koalition in Berlin und machte wegen der schwierigen Zeiten den Meisterbetrieben Mut.
Mit leeren Händen war der Handwerkskammer-Präsident übrigens nicht nach Craula ins Festzelt gekommen. Den traditionsbewussten Handwerk heftete er mit Unterstützung vom Obermeister ein Erinnerungsband an die neue, 1996 geweihte, Innungsfahne und überreichte auch eine Urkunde. Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung kam die Gemütlichkeit natürlich nicht zu kurz. Bei Jazz-Klängen, Trinken und Essen schwatzten die Mitglieder und deren Angehörigen noch über so manche lustige Geschichte aus dem Alltag.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Nie war ein Sachsen-Anhalt-Tag so gut besucht wie in diesem Jahr. Mit dem 10. Sachsen-Anhalt-Tag präsentierte sich das Land in Halle/Saale, der Stadt, die in diesem Jahr ihr 1200-jähriges Bestehen feierte.
Dieses Doppeljubiläum nahmen die Handwerkskammer Halle und die Kreishandwerkerschaft Halle/Saalkreis zum Anlass, sich mit ihren verschiedenen Gewerken in einer separaten Handwerkerstraße über drei Tage zu präsentieren. Während andere Gewerke ihr handwerkliches Können an vielen Schauständen präsentierten, war das Ziel der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle die Bevölkerung für die besondere und neutrale Stellung des Schornsteinfegers im Markt zu sensibilisieren.
In einer angenehmen lockeren Atmosphäre konnte dieses Thema leicht den Standbesuchern nahe gebracht werden. Das gelang besonders gut durch zwei Preisfragen für eine Tombola. Zahlreich steckten die Passanten die ausgefüllten Loskarten in die Lostrommel. Als Hauptpreis winkte ein Wellnesswochenende für 2 Personen zuzüglich 100 Euro Gutschein für Anwendungen. Da die Kollegen sich bei den jährlichen Schulungen in Allrode von dem umgebauten Hotel mit Wellnessoase bereits mehrfach überzeugen konnten, wurde der Gutschein von diesem Harzhotel erworben. Die Verlosung erfolgte am 3. Tag auf der Bühne der Handwerkerstraße am Alten Markt. Unsere Glücksfee kam diesmal in schwarz und war die hübsche Auszubildende Christina Schuldes. (BSM Harald Heise)
Natürlich konnten nicht alle gewinnen, deshalb konnte jeder Besucher seinen persönlichen Miniglücksbringer als Trostpreis mit nach Hause nehmen. Um die Geschicke des Landes gut zu leiten übergab Obermeister Gerhadt Metz unserem Landesvater, Wolfgang Böhmer, beim Rundgang durch die Handwerkerstraße einen Glücksbringer im größeren Format. Besonders gut kamen bei den zahlreichen Familien die Malhefte über das Schornsteinfegerhandwerk an.
Überhaupt war es eine lockere bis lustige Atmosphäre, sowohl am Stand als auch bei dem großen Umzug, der am Sonntag quer durch die Altstadt statt gefunden hat. Besondere Ehre erwiesen uns zwei Kollegen, die extra zu diesem Anlass eine weite Anfahrt aus Dänemark auf sich nahmen.
„Zum Glück gibt’s den Schornsteinfeger“.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Heizen mit Holz und Co. –
modern, wirtschaftlich, ökologisch

Unter diesem Motto standen die diesjährigen Holztage des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt vom 24. bis 26. August in Bernburg.
„Heizen mit Holz und Co. ist eine interessante Möglichkeit, steigenden Preisen fossiler Brennstoffe zu begegnen.“ stellte die Umweltministerin Petra Wernicke in ihrer Eröffnungsrede eindeutig klar. „Mit modernen Heizungsanlagen lässt sich Biomasse wirtschaftlich und umweltfreundlich in Wärme umwandeln. Holz ist nach wie vor unser wichtigster Biomasse-Energieträger – und es ist ausreichend davon vorhanden. In den Wäldern wächst mehr Holz nach, als zurzeit geerntet wird.“
Der Einladung des Umweltministeriums zu diesem Event kamen mehr als 35 Firmen nach, die Produkte rund um das Thema Holz vorstellten. Der größte Teil der Aussteller präsentierte Anlagen zur Biomasseverbrennung, angefangen beim Kaminofen über Scheitholzkessel, Holzvergaserkessel, Pelletfeuerstätten bis zur vollautomatischen Feuerstätte für die Verbrennung von Pellets und Getreide. Selbstverständlich hat das Schornsteinfegerhandwerk sich mit einem Informationsstand in Bernburg beteiligt. Viele der ca. 3.800 Besucher nutzten dann auch die Gelegenheit, sich am Stand der schwarzen Zunft neutral über die unterschiedlichsten Möglichkeiten, eine Holzfeuerstätte zu betreiben oder neu zu installieren, zu informieren. Auch die Umweltministerin ließ es sich nicht nehmen, mit den kompetenten Männern in Schwarz ins Gespräch zu kommen. Ein interessantes Thema war dabei der aktuelle Runderlass der Ministerin zur Getreideverbrennung. Danach ist es jetzt für Getreideerzeuger möglich, Ausnahmeregelungen für die Verbrennung von Getreide zu erhalten.
Doch auch sonst wurde den Besuchern viel Interessantes geboten. Fragen des Verbrauchers wurden in den Vortragsreihen am 25.08.2006 beantwortet. Die Vorträge waren mit bis zu 40 Zuhörern überraschend gut besucht. Grund dafür dürften nicht zuletzt die auf speziell den Endverbraucher zugeschnittenen Themen gewesen sein, denen sich die kompetenten Experten aus der Praxis widmeten. Von den Voraussetzungen für das Heizen mit Holz über den Kauf von Brennstoffen bis zum Arbeitsschutz bei der Holzgewinnung und -aufbereitung reichte die angebotenen Palette. Ein historisches Erntefest rundete die Veranstaltung am Sonnabend ab.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Zirka 280.000 Gäste konnten die Marienberger zum diesjährigen Tag der Sachsen vom 1. bis 3. September begrüßen.
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war der historische Umzug am Sonntag mit rund 6.000 Teilnehmern. Die Schornsteinfegerinnung Chemnitz hatte es sich nicht nehmen lassen zu demonstrieren, dass Schornsteinfeger traditionell gemeinsam in die Pedale treten um voran zu kommen. Seit Jahren gehören die Schornsteinfeger zum Erscheinungsbild beim Tag der Sachsen.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Nachdem im vergangenen Jahr mangels Teilnahme der Energietag Plauen abgesagt werden musste, hatte die Vogtlandmetropole in diesem Jahr mehr Erfolg. Am 24. Juni stellten auf dem Platz vor dem neu errichteten Stadtbad verschiedene Firmen Produkte und Technologien zum Schutz der Umwelt und zur Energieeinsparung vor. Diese reichten von umweltgerechter Deponiewirtschaft über die Nutzung von Solarenergie bis zum Einsatz moderner Feuerstätten. Natürlich durften auch hier die Schornsteinfeger als neutrale Berater nicht fehlen. Die Kollegen der Innung Zwickau Andreas Schönecker, Bernd Damisch und Gerold Kny standen den Besuchern für Auskünfte zu Effizienz und Aufstellbedingungen von Zuatzfeuerstätten auf Einladung der Stadt Plauen zur Verfügung.
Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete ein Rundgang durch das neu errichtete Stadtbad, welches umwelttechnisch nichts zu wünschen übrig lässt. Leider konnten die Veranstalter nicht mit der Zahl der Besucher zufrieden sein. Das heiße Wetter und ein Spiel unserer Nationalelf zur Fußballweltmeisterschaft hat sicher wesentlich dazu beigetragen. Bleibt nur zu wünschen, dass die Veranstalter im nächsten Jahr mehr Glück haben. Mit den Schornsteinfegern können sie sicher rechnen.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Unter Anwesenheit des Sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt fand am 12. September 2006 der 7. Parlamentarische Abend des Sächsischen Handwerkstages im Plenarsaal des Landtags statt. Die Kollegen Michael Kempe und Detlef Richter aus der Innung Dresden (hier im Bild mit dem Präsidenten des Sächsischen Handwerkstags Joachim Dirschka, 2. v. r.) nutzten dabei die Gelegenheit den Parlamentariern zu Fragen unseres Berufes Rede und Antwort zu stehen.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Inzwischen ist es schon zur Tradition geworden, dass die Schornsteinfeger der Innung Zwickau den Zunft- und Handelsmarkt Crimmitschau mit ihrem Infostand bereichern. In diesem Jahr hatten sich die Kollegen Kai Jörg Kaulfuß und Jens Wagner etwas Besonderes ausgedacht. An einer voll funktionsfähigen Feuerungssanlage konnte den interessierten Besuchern die Funktion eines Kaminofens demonstriert werden. Fragen zu Einbau und Betrieb solcher Feuerstätten wurden somit gleich am praktischen Beispiel geklärt.
Mit dieser Demonstration entsprachen die Kollegen dem derzeitigen Trend zur Errichtung von Zusatzfeuerstätten als Mittel der Einsparung von fossilen Energieträgern. Mit dem warmen Wetter am 17. Juni 2006 konnten die Kollegen natürlich nicht unbedingt rechnen. Ofen und Sonne brachten sie deshalb mächtig zum Schwitzen. 

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Zum 4. Sommerfest der Innung des SHK Handwerks Leipzig, welches am 15.07.2006 auf dem Gelände des Werner-Heise-Gymnasiums in Leipzig stattfand, war erstmals die Schornsteinfeger-Innung Leipzig mit einem Informationsstand vertreten. Damit wurde die bewährte und zukunftsweisende Zusammenarbeit der beiden Gewerke eindrucksvoll in der Öffentlichkeit dargestellt.
Mit der Tradition des Sommerfestes werden hauptsächlich Schüler aller Realschulen und Gymnasien Leipzigs und des Umlandes angesprochen. In Verbindung mit den Infoständen der Firmen Buderus, Junkers, Vaillant, Viessmann, der Sächsischen Haustechnik, der IKK Sachsen und der Kommunalen Wasserwerke Leipzig stellte der Schornsteinfegerstand ein wichtiges Bindeglied zwischen den Gewerken dar.
Den zahlreichen Besuchern, viele Jugendliche erschienen mit ihren Eltern, wurde ein umfangreiches Programm mit wichtigen Informationen, gerade zu beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten, geboten. Am Schornsteinfegerstand konnten sich die Besucher mit den modernen Arbeits- und Messgeräten des Handwerks vertraut machen. Ein modernes Firmenfahrzeug wurde ebenfalls vorgestellt.
Großes Interesse fand bei den Besuchern die Demonstration von Holzfeuchtemessungen und dem Ascheschnelltest zum Nachweis von Schadstoffen in Verbrennungsrückständen. Eine große Anzahl von interessanten Faltblättern und zwei Kollegen in traditioneller Berufskleidung trugen dazu bei, dass der Stand zum Besuchermagneten wurde. Besondere Freude bereiteten Schornsteinfegerteddys und unsere Malbücher, die es während der Festtombola zu gewinnen gab. Die Schornsteinfeger-Innung Leipzig trug auf diese Weise mit Spaß und Informationen zum Gelingen des Festes bei. 

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Am 20. September fand im Norden Sachsen-Anhalts in der Stadt Stendal die diesjährige Gesellenfreisprechung statt. Vor ca. 200 Anwesenden wurden Junggesellen aus verschiedenen Handwerksberufen vom Kreishandwerksmeister freigesprochen. Als Vertreter des LIV Sachsen-Anhalt war der Gesellenprüfungsausschussvorsitzende (GPA) BSFM Martin Fehn aus Sangerhausen anwesend. Die Innung Altmark wurde von Koll. Heinz-Herrmann Wille und Siegfried Pianka (diesmal selbst als Lehrmeister) repräsentiert. Aus den drei Schornsteinfegerinnungen reisten 8 Junggesellen mit ihren Lehrmeistern und Angehörigen an. GPA Vorsitzender Martin Fehn gab bei dieser Veranstaltung sein Debüt als Regisseur, studierte er mit den Junggesellen ein „Bonbon“ ein. Nach Überreichung der Lehrbriefe setzten die frisch gebackenen Schornsteinfeger zeitgleich ihren Zylinder auf und ernteten für diese Geste stürmischen Applaus. Hohe Anerkennung fanden die Schmucklehrbriefe, die ­LBBW Siegfried Hampe eigens für diesen Zweck erstellen ließ. Nach historischer Vorlage gefertigt, waren die Lehrbriefe der Schornsteinfeger das Highlight der Veranstaltung und fanden Beachtung bei den anderen Handwerksberufen. Fortschritt und Tradition sind die Fundamente des Handwerks, darüber waren sich alle Anwesenden einig. Es gilt als sicher, dass der LIV Sachsen-Anhalt auch in der Zukunft Schmucklehrbriefe ausgeben wird.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Der gleichzeitige Betrieb ­eines Kamin- oder Kachel­ofens und einer Ablufteinrichtung, beispielsweise einer Dunstabzugshaube, im selben Raum kann zu ­einer Gefahrenquelle werden: Der Kamin der Feuerstätte entzieht dem Raum Luft. Wird zur gleichen Zeit auch ein Wrasenabzug betrieben, können sich die Strömungsverhältnisse im Kamin umkehren. In der Folge gelangen giftige Gase möglicherweise in den Wohnraum.
Eine Lösung für dieses Problem bietet jetzt Meltem, der Spezialist für Lüftungsanlagen aus Alling bei München, mit dem neuen Luftdruckwächter P4 an. Diese Sicherheitseinrichtung verhindert, dass ein angeschlossenes Lüftungsgerät weiterbetrieben werden kann, wenn der Luftdruck im Wohnraum gegenüber dem Außendruck um mehr als 4 Pa sinkt. In diesem Fall wird die Stromversorgung für das betreffende Bauteil sofort unterbrochen. Ist der Druckausgleich wieder hergestellt, wird auch die Elektrizitätsversorgung wieder hergestellt.
Der Luftdruckwächter lässt sich einfach – beispielsweise hinter einem­ Küchenschrank – montieren. Der Stecker der Ablufthaube wird an eine integrierte Schuko-Steckdose angeschlossen. Die Differenzdrucküberwachung erfolgt über zwei dünne Luftschläuche, die beispielsweise durch den Abluftkanal, nach außen geleitet werden. Da alle sicherheitsrelevanten Komponenten doppelt ausgeführt sind, arbeitet der Luftdruckwächter P4 weitgehend selbstüberprüfend. Auf diese Weise wird die Sicherheit der Hausbewohner erheblich erhöht.
Weitere Infos im Internet über www.dezentral.de.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Der Energiepass, der „Ausweis“ eines Hauses hinsichtlich des Energieverbrauchs, wird in absehbarer Zeit kommen. Dann lässt sich anhand der Einstufung gleich erkennen, ob die Gebäudeerwärmung mit mehr oder mit weniger Brennstoff erfolgt. Damit die Berechnung rasch und effektiv vonstatten gehen kann, hat die Dexheimer Software GmbH eine besondere Methode entwickelt. Sozusagen im Schnelldurchgang kann man nun in wenigen Minuten nach dem „EnergieProfil“ die Energieeffizienzklasse eines Gebäudes feststellen. Das Institut für Wohnen und Umwelt hat anhand eines großen Gebäudebestands die Eckdaten ermittelt, die als Berechnungsgrundlage dienen.
Die Software wird auf einem Pocket PC (PDA) installiert und fragt die zur Berechnung erforderlichen Daten ab. Dazu zählen u. a. die Gebäudetypologie, Altersangaben zu Bauteilen und Werte der Heizungsanlage. Auf diese Weise erhält man den Ist-Zustand. Das Besondere am „EnergieProfil“: Es lassen sich sofort Renovierungsmaßnahmen vorschlagen und in ihrem spezifischen Einsparpotenzial berechnen. Diese sogenannten Variantenberechnungen helfen zu erkennen, an welchen Punkten was getan werden kann.
Die Dexheimer-Software läuft mit dem Betriebssystem Microsoft Mobile. Sie ist sehr leicht zu bedienen und verfügt über eine integrierte Hilfefunktion. Das Shareware-Programm kann direkt aus dem Internet heruntergeladen und sofort lizenziert werden. Weitere Informationen gibt es unter www.energieprofil.de.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Geringerer Brennstoffverbrauch verbunden mit einer höheren Wärmeausnutzung – dieses Ziel wird mit dem Einsatz eines Wärmetauschers der Baureihe HydroBox – erreicht. Das Unternehmen Schräder, Kamen, präsentiert mit diesem patentierten Bauteil ein hochwirksames Produkt, um den Betrieb der Heizungsanlage zu optimieren.
Die HydroBox wird normalerweise direkt hinter der Feuerstätte nach dem Feuerungsstutzen installiert, auch der nachträgliche Einbau erfolgt problemlos. Die heißen Abgase durchströmen den wasserführenden Wärmetauscher und erwärmen so indirekt das Heizungswasser. Gleichzeitig bewirkt die Rauchgaswäsche eine deutliche Reduzierung von Rußpartikeln und Stäuben. So genannte Bypassklappen, die motorisch gesteuert werden, sorgen sowohl im Dauer- als auch im Volllastbetrieb für eine störungsfreie Funktion.
Die HydroBox besteht aus hochwertigem Edelstahl der Werkstoff-Nummer 1.4571/1.4404 und eignet sich in besonderer Weise für hohe Abgastemperaturen. Sie kann im Leistungsbereich von 20 kW bis 2.000 kW für alle Brennstoffe eingesetzt werden. Ausführliche Tests an einem Pelletskessel (15 kW, bei Stiftung Warentest mit „Gut“ getestetes Gerät) zeigten eine Steigerung des feuerungstechnischen Wirkungsgrads um etwa 17 Prozent.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Wer im Internet seinen zuständigen Schornsteinfeger finden will, wird als Erstes unter der Adresse www.schornsteinfeger.de suchen. Hier ist er auch genau richtig.
Über den Button „Mein Schornsteinfeger“ (Bild 1) gelangt er zu einer interaktiven Deutschlandkarte (Bild 2). Weil eine Datei mit allen Bezirksschornsteinfegermeistern in Deutschland und den entsprechenden Zuständigkeiten eine nicht mehr zu händelnde Größe erreichen würde, hat man hier eine Unterteilung nach Bundesländern getroffen. Indem der User mit der Maus über die Deutschlandkarte fährt, kann er das entsprechende Bundesland mit einem Klick auswählen. Automatisch gelangt er dadurch zu der Suchmaschine des entsprechenden Bundeslandes, in unserem Beispiel Sachsen-Anhalt (Bild 3). Wie in Suchmaschinen üblich, hat man mehrere Auswahlfelder. Man kann als Auswahlkriterium die Postleitzahl, den Ort und die Straße wählen. Im Bild 3 ist die wohl am häufigsten genutzte Kombination, Ort und Straße, dargestellt. Dabei ist es vollkommen ausreichend, die ersten drei Buchstaben des gesuchten Begriffes einzutragen. Gibt es mehrere Ergebnisse, so werden alle betreffenden Ortschaften oder Straßen aufgelistet (Bild 4). Das Suchergebnis (Ort = Mag; Straße = Bah) ergab in unseren Fall fünf Einträge. Nun braucht der User nur noch die Kehrbezirksnummer in der rechten Spalte der Tabelle anzuklicken und ihm wird sofort der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister mit Adresse und Telefon angezeigt und kann ausgedruckt werden.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Zugbegrenzer Z 150 S von Kutzner + Weber

Wärmeerzeuger, die mit Festbrennstoffen arbeiten, bleiben nach wie vor im Trend – kein Wunder bei den Preisen für fossile Energieträger. Pellets-Heizungsanlagen sowie Kamin­öfen, die mit Scheitholz befeuert werden, zählen daher zu den Rennern. Um jedoch dauerhaft einen effizienten Betrieb einer solchen Feuerstätte und damit einen noch größeren Spareffekt zu erzielen, ist ein kons­tanter Unterdruck im Schornstein unverzichtbar.
Erreicht wird dieses Ziel mit einem Zugbegrenzer Z 150 S, der von Kutzner + Weber speziell für Holzheizungen entwickelt wurde. Dieses Bauteil bewirkt innerhalb voreingestellter Werte (zwischen 10 und 35 Pa) gleichbleibende Druckbedingungen in der Abgasstrecke, so dass keine witterungs- und druckbedingten Störungen auftreten können. Dazu wird die Regelscheibe mehr oder weniger geöffnet – je nach Bedarf. Eine aufgespritzte EPDM-Dichtlippe sorgt für einen geräuscharmen Betrieb und verhindert außerdem den Austrag von Flugasche bzw. Staub –ein positiver Nebeneffekt bei Feuerstätten, die im Wohnraum aufgestellt sind. Zur Herstellung des KW-Zugbegrenzers wird Edelstahl eingesetzt. Das hochwertige Material gewährleistet eine lange Lebensdauer da es sowohl temperatur- als auch korrosionsbeständig ist.
Der Einsatz eines Z 150 S macht sich gleichermaßen für die Umwelt wie für den Geldbeutel bezahlt: Der Zugbegrenzer reduziert die Abgasemissionen durch einen gleichmäßigen Abbrand, verringert die Verschmutzung der Anlage und spart damit Brennstoff und Geld. Je nach Nutzungsgrad und Unterdruck ist eine Einsparung von bis zu neun Prozent möglich. Das nachrüstbare Bauteil, das auch mit einer Motorsteuerung versehen werden kann, amortisiert sich daher bereits nach zwei bis drei Heizperioden. 




Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Mit In-Kraft-Treten der Energie-Einsparverordnung (EnEV) wird die Einhaltung von Grenzwerten für die Luftdichtheit der Gebäudehülle gefordert. Dadurch bekommt auch die funktionssichere Versorgung von Feuerstätten mit Verbrennungsluft einen höheren Stellenwert. Nachdem man in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit raumluftunabhängig betriebenen Gasgeräten machen konnte, hat die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, drei spezielle Luft-Abgassysteme entwickelt, die sich besonders gut für Festbrennstoff-Feuerstätten eignen. Sie werden derzeit beim Fraunhofer Institut für Bauphysik (IBP), Stuttgart, in umfangreichen Testreihen geprüft.
Das Konstruktionsprinzip der Raab LB LAS Schachtsysteme basiert auf dem bekannten Leichtbau-Programm des Herstellers. Es wird sowohl in zweizügiger, als auch in konzentrisch einzügiger Ausfertigung hergestellt. Der 45 mm dicke Außenmantel besteht in beiden Fällen aus hochwertigen Brandschutzplatten. Durch die glatte Oberfläche ist die Abgasanlage sofort nach dem Verspachteln putz-, streich- und tapezierfähig. Um die Wärmeverluste zu reduzieren wurde der rauchgasführende Zug jeweils mit einer 30 mm starken Mineralwolldämmung versehen. Die innere Rohrsäule zur Rauchgasführung besteht aus 0,6 mm starken Edelstahlrohren der Werkstoffgüte 1.4404/1.4571, die – in überdruckdichter Bauweise – aus der Raab-Baureihe ALKON bekannt sind.
Die Schachtsysteme von Raab lassen sich – ähnlich dem Baukasten-Prinzip – mit Hilfe einer umfangreichen Zubehör-Palette problemlos montieren. Die Elemente sind in drei Baulängen von 300, 600 und 1200 mm erhältlich und werden mit einem Spezialkleber in Trockenbauweise versetzt. Über Dach kommen leichte Schornsteinkopf-Verkleidungen zum Einsatz, die in unterschiedlichen Varianten (Faserzement, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium) zur Verfügung stehen.
Alle Raab Luft-Abgas-Systeme entsprechen mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten den einschlägigen brandschutztechnischen Bestimmungen. Die Abgasanlagen eignen sich zum Anschluss von allen zugelassenen Feuerstätten und Brennstoffen.


Ausgabe: 61 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Manchmal steckt der Teufel im Detail. So auch bei der rheinland-pfälzischen Kehr- und Überprüfungsordnung (KÜO), die über die Tätigkeit der Schornsteinfeger Auskunft gibt. Dort stand nämlich, dass eine Abgasanlage regelmäßig einmal im Jahr zu reinigen sei. Ein Bürger bezweifelte dies und ging vor Gericht. Seine neue Gasheizung verfüge über ein im Schornstein eingelassenes Edelstahlrohr, das seiner Meinung nach keiner Reinigung bedürfe.
Das Oberlandesgericht Koblenz stellte in seinem Urteil Folgendes fest: Die in der KÜO begründete Pflicht des Grundstückseigentümers, die senkrechte Abgasleitung einmal im Jahr durch den Schornsteinfeger reinigen zu lassen, besteht nur, wenn vorab durch eine Überprüfung die Erforderlichkeit festgestellt wurde. Demnach handelt es sich also um eine Überprüfungspflicht und nicht um eine Kehrpflicht. (OLG Rheinland-Pfalz – 6 A 10105/05).
Inzwischen hat die zuständige Stelle die Formulierung in der KÜO entsprechend geändert. Nun ist die Rede von „überprüfen“. Im Klartext heißt dies, dass die Abgasanlage jährlich kontrolliert werden muss. Werden dabei Verschmutzungen oder Verbrennungsrückstände fest gestellt, sind diese zu entfernen – und das geschieht am besten mit einem Kehrwerkzeug.
Der freie Querschnitt im senkrechten Rohr muss durchgängig gewährleistet sein. Schließlich hängt die einwandfreie Funktion der Feuerstätte ganz entscheidend davon ab.

Ausgabe: 61 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Sinken die Außentemperaturen unter Null, wird die Heizung entsprechend weit hochgeregelt, um behagliche Wärme zu erzeugen. Die Folge sind ein „Wüstenklima“, warme, trockene Luft und stickige Räume sowie hohe Energiekosten. Für Bauherren, die Heizkosten sparen wollen und die Wert auf ein gesundes Wohnklima legen, bietet die Climate Wall aus dem Hause Guth eine ansprechende Alternative zu den gängigen Heizkonzepten.
Mit einer Klimawand von Guth lässt sich eine angenehme Wärme und zwar bei einer Reduzierung der „normalen“ Raumtemperatur um 2–3° C erreichen. Die „Wohlfühltemperatur“ hängt ab von der mittleren Raumtemperatur und der mittleren Oberflächentemperatur der Wände. Sie bewegt sich in einem relativ engen Bereich. Beim Heizen mit der Klimawand sorgt die für den Menschen besonders angenehme Strahlungswärme für behagliche Temperaturen.
Ein weiterer Vorteil dieser Heizungsart: Im Gegensatz zum Heizen mit konventionellen Heizkörpern (Konvektionsheizung) entstehen kaum Luftbewegungen und damit keine Zugerscheinungen oder Staubaufwirbelungen. Ein Aspekt, den vor allem Allergiker zu schätzen wissen. Auch das von der Fußbodenheizung her bekannte Phänomen „Heiße Füße und kühler Kopf“ tritt nicht auf, da die Raumluft durch die Wandheizung gleichmäßig erwärmt wird. 

Ausgabe: 61 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

In Ergänzung zur bewährten Kehrbezirksverwaltung pro.agzess.net bietet die Dexheimer Software GmbH ergänzend die mobile Lösung pro.pocket.net an. Mit dieser Software lassen sich vor Ort offene Posten überprüfen, Gebäudedaten – auch zur Erstellung eines Energiepasses – erfassen, Schornsteine gemäß EN 13384 sowie der Luftverbund berechnen.
Eine nennenswerte Weiterentwicklung bildet nun die Möglichkeit, alle Messwerte direkt vom Abgasanalysegerät auf den PDA oder Pocket-PC einzulesen. Mit dem Wöhler A 600 und dem MRU Spectra 2000 lassen sich die Daten mittels Bluetooth – beim Testo 3300 über eine Infrarot-Schnittstelle – problemlos übertragen. In Verbindung mit einer so genannten Funkmesssonde (Wöhler A 600) ersetzen die Dexheimer-Software und der PDA sogar das übliche Handmessgerät. Darüber hinaus ist eine fehlerfreie und zeitsparende Weiterverarbeitung der Messdaten sicher gestellt.
pro.pocket.net läuft mit dem Betriebssystem Microsoft Mobile. Das Programm ist leicht zu bedienen und verfügt über integrierte Hilfefunktionen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.agzess.net. 

Ausgabe: 61 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 61 - 3/2006 )

Heizen mit Holz

Seit 1981 wird in Santa Maria Maggiore ein internationales Treffen der Schornsteinfeger organisiert. In diesem Jahr sind über 1.000 Schornsteinfeger aus 13 Nationen der Einladung gefolgt.
So konnte Frau Anita Hofer, die Cheforganisatorin, am Freitag den 1. September im Park der Villa Antonia nicht nur Vertreter aus Europa sondern auch aus Übersee begrüßen. Sachsen-Anhalt war mit zwei Reisegruppen und mehreren individuell angereisten Schornsteinfegern vertreten.
Der Sonnabend begann mit einem Treffen am Schornsteinfegerdenkmal in Malesco. Innerhalb kurzer Zeit war der Platz überfüllt. Jeder nutzte die Gelegenheit für Erinnerungsfotos vor dem Denkmal und für Gespräche mit Kollegen aus den anderen Nationen. Dabei wurden nicht selten landestypische Andenken oder Wappenknöpfe getauscht. Am Nachmittag wurde in der Wallfahrtskirche in Re eine heilige Messe abgehalten, während der auch Innungen ihre Fahnen weihen lassen konnten.
Der Sonntag stand ganz im Zeichen des großen Umzuges der Schornsteinfeger mit Ausrüstung durch Santa Maria Maggiore. Hier war die gesamte Vielfalt der traditionellen Arbeitsbekleidungen der unterschiedlichen Nationen zu sehen. Allein die Kopfbedeckungen reichten von schwarzen Zylindern über Melonen, roten und weißen Mützen bis zu Lederkappen und noch einiges mehr. Im Anschluss zeigten Schornsteinfeger auf den mit schweren Steinplatten gedeckten Dächern, wie die Schornsteine gefegt werden.
Zum Ausklang wurde am Montag ein gemeinsamer Ausflug mit der Drahtseilbahn zur Piana di Vigezzo veranstaltet. 

Diese Nationen waren vertreten:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien mit zusätzlichen Delegationen aus Irland und Schottland, Italien, Kanada, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Schweiz, USA.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Hallo sagten 50 Schornsteinfeger aus ganz Thüringen, die der Firma Altenburger Hut und Putz im Gewerbegebiet Lödla einen Besuch abstatteten.
Natürlich waren wir aus gutem Grund durchweg in unserer traditionellen Arbeitskleidung und mit Zylinder unterwegs. Denn diese werden auch in der Manufaktur vor den Toren Altenburgs hergestellt.
Nicht wenige Kollegen sind schon langjährige Kunden dieser Firma. Qualität setzt sich halt durch.
Der eigentliche Grund des Besuches war die Verabschiedung des Hutmachermeisters Arno Ulich, der nach 36 Jahren in seinen wohlverdienten Ruhestand geht. Seine Nachfolge übernimmt Thomas Krause.
Wir wünschen beiden alles Gute für den weiteren Lebensweg, natürlich auch dem gesamten Team der Firma Hut und Putz.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

...des Schornsteinfegerhandwerks im Freistaat Thüringen vom
18.–19. Mai 2005 im Radisson SAS Hotel in Erfurt
Der diesjährige Landesverbandstag stand ganz im Zeichen erneuerbarer ­Energien. Der LIV Thüringen symbolisierte dieses mit seinem neuen Messe­stand „Biomasse . . . ein heimischer Brennstoff“.
Am 28. September 1990 gegründet, begeht der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks im Freistaat Thüringen im vergangenen Jahr sein 15-jähriges Bestehen.
In den ersten Jahren wurde viel Neuland betreten und große Hürden genommen, den Beruf in die Zukunft zu führen. Schwerpunkte waren die Lehrlings- und Meisterausbildung, neue Mess- und Prüftechnik und die Ausbildung aller Berufsangehörigen darin. All diese Herausforderungen kennzeichneten die Berufsentwicklung der 90er Jahre.
Heute, nach 15 Jahren, hat sich das politische, wirtschaftliche und technische Umfeld gewandelt. Mit Personalunionen in den Vorständen in den Innungen des Landesverbandes wurden Aufgabenfelder gebündelt und entsprechend der Zertifizierung effektiver gearbeitet.
Das Aufgabenfeld der Öffentlichkeitsarbeit wandelte sich vom Schriftführer zum PR-Manager. In der weltweiten Globalisierung präsentiert sich auch der Beruf des Schornsteinfegers mehr denn je in der Öffentlichkeit.
Seit dem Jahre 2003 bemüht sich die Politik über Reformen, auch die Strukturen im Handwerk und somit auch im Schornsteinfegerhandwerk anzugehen. Die Europatauglichkeit des Schornsteinfegerhandwerks ist entscheidend für anstehende Reformprozesse. Das Schornsteinfegerhandwerk ist stets geschlossen bemüht, durch Gespräche mit Politikern und anderen Entscheidungsträgern deutlich zu machen, wie Reformen Zukunftstauglich unter Beibehaltung des international hoch angesehenen Sicherheitsstandards aussehen könnten.
In vielen Zusammenkünften konnte ein Wissensdefizit über unser Berufsbild ausgeräumt werden.
Das Thüringer Schornsteinfegerhandwerk wird auch in Zukunft Herausforderungen geschlossen meistern. Kein Handwerk hat sich in den letzten Jahrzehnten derart gewandelt wie das Schornsteinfegerhandwerk. Derzeitige Probleme der Energieversorgung der Brand- und Betriebssicherheit sowie des Umweltschutzes bietet große Chancen, die es zu nutzen gilt.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Am 22. und 23. 04. 2006 fand zum zweiten Mal die Energie- und Umweltmesse in Verbindung mit der Immobilien- und Baumesse des Landkreises Sangerhausen statt. Der Messestand des Schornsteinfegerhandwerks, initiiert von den ortsansässigen Bezirksschornsteinfegermeistern, war erstmals vertreten.
Die interessierten Besucher dieser Fachmesse hatten nicht nur Gelegenheit, sich gezielt über Energieeinsparmaßnahmen an Gebäuden und Heiztechnik zu informieren, sondern besuchten auch an beiden Tagen die Fachvorträge der schwarzen Zunft. In den Vorträgen wurde neutral über die unterschiedlichsten Möglichkeiten, den Energiebedarf zur Beheizung von Gebäuden zu minimieren, durch ausgebildete Gebäudeenergieberater des Handwerks referiert.
Diese Messe brachte den Besuchern die volle Bandbreite der Dienstleistung im Schornsteinfegerhandwerk nahe. Nicht wenige Besucher waren angenehm überrascht, mit welcher Kompetenz heutzutage der schwarze Mann seiner Kundschaft dienlich sein kann.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Vom 17.–18. Mai 2006 trafen sich die Kollegen der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle, wie in jedem Jahr, zu ihrer Informationsveranstaltung in Allrode. Dieses Event, es beinhaltet zum einen den fünften Schulungstag und zum anderen die Innungsversammlung, hat sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe im Veranstaltungsplan der Innung etabliert. Das Sport- und Seminarhotel „Harzer Land“ in Allrode bietet ideale Voraussetzungen für ein solches Ereignis. So haben die meisten Innungsmitglieder die Möglichkeit zur Übernachtung im Hotel genutzt und hatten somit Gelegenheit die sportlichen und kulturellen Angebote des Hauses zu nutzen. Der erste Tag war der Weiterbildung vorbehalten. Neben Informationen zur Abnahme an Festbrennstoffanlagen wurde den Kollegen, durch Vertreter der Firma Danfoss, der hydraulische Abgleich von Heizungsanlagen näher gebracht. Die gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es den BSM bei Fragen der Kundschaft, z. B. zu Geräuschen in den Heizkörpern, Wege zur Lösung des Problems aufzuzeigen.Während der Pausen hatte man die Möglichkeit die Ausstellung der Marktpartner und Lieferanten für das Schornsteinfegerhandwerk zu besuchen. In diesem Jahr haben 18 Aussteller die Gelegenheit genutzt, ihre Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren. Gegenüber 2005 wurde die Produktpräsentation damit um fast 30% vergrößert. Am Nachmittag bildete eine Wanderung in die nähere Umgebung mit anschließendem Imbiss den Höhepunkt der Freizeitgestaltung. „Wandermuffel“ vertrieben sich die Zeit auf der Kegelbahn oder im Wellnessbereich des Hotels. Den Abend ließen die Kollegen dann in gemeinsamer Runde ausklingen. Zur Freude aller Fußballbegeisterten wurde die Übertragung des Champions-League-Finales auf eine Großbildleinwand projiziert. Ihren fünften Schulungstag führten die Mitarbeiter, wie schon in den letzten Jahren auch, ebenfalls in Allrode durch. Dafür standen den Gesellen am zweiten Tag die Seminarräume des Hotels zur Verfügung. Die BSM führten währenddessen im Tagungsraum die erste Innungsversammlung 2006 durch, die durch die Grußworte des Landesinnungsmeisters Thomas Keindorf und des stellvertretenden Obermeisters der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg Frank Buchholz bereichert wurde. Da die Kreismeister und der Innungsvorstand bereits am 16. Mai ihre erweiterte Vorstandssitzung abhielten, nutze der Obermeister Gerhard Metz die Gelegenheit und besuchte am Dienstagabend, gemeinsam mit Kollegen Detlef Kopf, das ebenfalls jährlich stattfindende Treffen der BSM im Ruhestand in Güntersberge. Diese Veranstaltung führen die ehemaligen Berufskollegen traditionell mit ihren Ehefrauen bzw. Lebenspartnerinnen durch. Auffallend war, dass auch nach ihrer aktiven Zeit als BSM das Interesse an den aktuellen Entwicklungen in unserem Handwerk von hohem Inte­resse ist. Der Obermeister wünschte der Veranstaltung einen guten Verlauf und verabschiedete sich mit einem kleinen finanziellen Zuschuss, der dankend angenommen wurde. Auch im nächsten Jahr werden die Kollegen der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle die Tradition der Infoveranstaltung, welche die Geschlossenheit der Innungskollegen demonstriert aber auch fördert, in Allrode fortführen.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Am 04. 05. 2006 fand die erste Innungsversammlung der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg im Jahr 2006 in Wolmirsleben statt. Schwerpunkte waren unter anderem die Neuwahlen des Innungsvorstandes.
Vorab gab der Obermeister Uwe Pomplun einen Bericht über Neuigkeiten in der Berufspolitik, welcher von den Kollegen mit großem Interesse verfolgt wurde. Weitere Themen waren die 1. Klausurtagung im LIV, die vom 24. 01. 2006 bis 25. 01. 2006 in Doberschütz Rote Jahne stattfand. In diesem Zusammenhang wurde das Thema Bildung einer Landesinnung in Sachsen-Anhalt noch einmal erläutert. Weiterhin sprach der Obermeister auch über den Bearbeitungsstand der Muster-KÜO. Es folgten die Berichte des Technischen Innungswartes Norbert Krüger, des Kassenwartes Matthias Ilgner sowie des Kassenprüfungsausschusses.
Danach stand die Entlastung des bisherigen Innungsvorstandes an, die einstimmig erfolgte. Für die Wahl des neuen Innungsvorstandes stellten sich die bisherigen Vorstandsmitglieder Wilfried Vollert und Volkmar Kirchner nicht wieder zur Verfügung.
Der Obermeister bedankte sich bei beiden Kollegen für die sehr gute Zusammenarbeit und übergab ihnen ein kleines Präsent. Als neu zu wählende Vorstandsmitglieder stellten sich der Kollege Frank Buchholz als stellvertretender Obermeister sowie der Kollege Peter Meyer als Beauftragter für das Qualitäts- und Umweltmanagement der Neuwahl. Nach erfolgter Wahl setzt sich der neue Innungsvorstand wie folgt zusammen.
Obermeister: Uwe Pomplun, stellvertretender Obermeister: Frank Buchholz, Technischer Innungswart: Norbert Krüger, Kassenwart: Matthias Ilgner, Beauftragter QM/UM und Berufsbildungswart: Peter ­Meyer, Schriftführer: Uwe Illig.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Die Mitgliederversammlung des Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerk Sachsen-Anhalt wurde in diesem Jahr im kleinen Rahmen durchgeführt. 14 Delegierte stimmten über die Berichte der LIV-Vorstandsmitglieder am 16. Mai 2006 im Hotel Harzer Land in Allrode ab.
Ein wesentlicher Tagesordnungspunkt war der Haushaltplan 2006 sowie die Vorkalkulation 2007. Durch intensive Kosteneinsparungen konnten jedoch Beitragserhöhungen vermieden werden. Intensiv wurde über Möglichkeiten der Kostenreduzierung gesprochen. In seinem Bericht von der Klausurtagung des Landes­innungsverbandes Sachsen-Anhalt im Januar 2006 ging der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf auf die dort beschlossene Strukturreform der Schornsteinfegerinnungen in unserem Bundesland ein (siehe Ausgabe 1/2006). Geplant ist, bis 2011, aus den drei Schornsteinfegerinnungen eine Landesinnung zu gründen. Dieser Schritt ist erforderlich, um auch in Zukunft alle Aufgaben im Interesse des Schornsteinfegerhandwerks lösen zu können. Aus diesem Grund wurde für 2007 auch keine Beitragserhöhung zum LIV beschlossen.
Die Obermeister der Schornsteinfegerinnungen berichteten über die Gespräche in den Innungen zu den geplanten Veränderungen. Von allen Seiten wurden positive Signale gesetzt. Auch die Delegierten der Mitgliederversammlung stimmten einer weiteren Verfolgung dieses ehrgeizigen Ziels zu.
Landesinnungsmeister Thomas
Keindorf ging in seinem Bericht auch auf die aktuelle Situation des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland ein. So ist zu erwarten, dass die REFA-Studie, nachdem sie verabschiedet wurde, in den Ländern umgesetzt wird. Ziel ist es, ­eine bundesweit einheitliche Kehrordnung umzusetzen. Hierzu werden noch intensive Vorarbeiten erforderlich sein.
Außerdem ging er auf das ­angedrohte Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union zum Schornsteinfegergesetz ein. Hier wird noch in diesem Jahr eine entsprechende Antwort aus Brüssel erwartet. Es muss dann die Umsetzung der Forderungen durch die Bundesregierung erarbeitet werden. Das Handwerk hat seine Bereitschaft zur konstruktiven Mitarbeit bekundet. Ziel ist es, die Struktur der Kehrbezirke beizubehalten. Weitere Diskussionspunkte sind Selbstverwaltung zum Bürokratieabbau, Stilllegungsbefugnisse des Bezirksschornsteinfegers, Kehrbezirksvorbehaltsbereich mit Aufgaben (KÜO, 1. BImSchV, EnEG, Feuerstättenschau, Baurecht) und die Absicherung der Altersvorsorge. Umweltschutz, Brandschutz und Energieeinsparung werden in Zukunft noch stärker zusammenwachsen. Der Schornsteinfeger wird dabei eine wichtige Rolle spielen.
Der technische Landesinnungswart Ingo Wilsdorf machte deutlich, dass die Beratung durch das Schornsteinfegerhandwerk weiter verstärkt werden muss. Insbesondere trifft dies auf den Bereich feste Brennstoffe, richtiges Heizen, emissionsarme Verbrennung und Feinstaubbelastung zu.
Siegfried Hampe, Landesberufsbildungswart, unterstrich die Bedeutung des Schornsteinfegerhandwerks als Ausbildungsbranche. Aktuell werden in unserem Handwerk in Sachsen-Anhalt 28 Lehrlinge zum Schornsteinfeger ausgebildet.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Neuer Fachverband der Arbeitnehmer stellt sich vor
Am 19. Mai 2006 fand im Renaissance Chemnitz Hotel die Jahresmitgliederversammlung des LIV Sachsen statt. 130 Kollegen waren der Einladung des LIV Sachsen gefolgt und erlebten ein interessantes Tagungsprogramm. In seinem Rechenschaftsbericht konnte Landesinnungsmeister Hartmut Kettner mit Stolz auf die erfolgreiche Umsetzung der Änderung der Kehrfolge in Sachsen ab dem 1. Januar 2006 verweisen. Da die Entscheidung zur Reduzierung der Kehrfolge für Schornsteine für feste Brennstoffe von jährlich 5 auf 4 Kehrungen bzw. 4 auf 3 Kehrungen erst Anfang Dezember 2005 durch die Landesregierung getroffen wurde, bestand für die Innungen und den Landesverband die Aufgabe bis zum Jahresende eine Neuaufteilung der Kehrbezirke in Sachsen durchzuführen. Dies gelang mit großem Einsatz der Innungsvorstände, Kreisobleute, des Landesverbandes und natürlich aller Kollegen, ohne dass Arbeitsplätze durch die Verringerung der Tätigkeiten verloren gingen. Dafür dankte der Landesinnungsmeister allen Kollegen.
Ebenso anerkennend äußerte sich Frau Plöger-Heeg als Vertreterin des sächsischen Staatsministeriums des Innern für die gute Zusammenarbeit mit den Regierungspräsidien bei der kurzfristigen Umsetzung der neuen Kehrfolge. In ihren weiteren Ausführungen lobte sie die kurzfristigen Reaktionen des Landesverbandes und der Innungen bei Bürgeranfragen zur notwendigen Anpassung des Umrechnungsfaktors für die Kehrgebühren.
Die zu erwartende Umsetzung der Muster Kehr- und Überprüfungsordnung konnte sie für 2007 in Sachsen noch nicht in Aussicht stellen. Mit den Worten, sie freue sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit, schloss sie ihre Ausführungen. Der im April 2006 neu gegründete Fachverband der Arbeitnehmer im Schornsteinfegerhandwerk Sachsen war der Einladung des LIV ebenfalls gefolgt. Vorsitzender Jörg Rother stellte zunächst fest, dass seit langer Zeit wieder einmal ein Arbeitnehmervertreter das Wort zum Landesverbandstag ergreift. Im Folgenden lies er keinen Zweifel daran aufkommen, dass der neue Verband die Tarifpolitik des ZDS und dessen Eintreten für das wettbewerbsorientierte Modell zur Reform des Schornsteinfegerwesens nicht mitträgt. Viel mehr bietet der neue Verband nach seinen Worten an, zusammen mit der Arbeitgeberseite für die Zukunftssicherung unseres Berufes einzutreten. Ein Aufweichen des Schornsteinfegersystems wäre unsinnig. Eine Lohnerhöhung bei sinkenden Einnahmen hält er für unfair. Beifall erhielt er im Besonderen für das Anliegen des Verbandes, eine Schiedsstelle für die Lösung innerbetrieblicher Probleme einzurichten.
Landesinnungsmeister Kettner stellte im Anschluss an die Ausführungen des Herrn Rother fest, dass die Vorstellungen des neuen Fachverbandes beim LIV auf offene Ohren stoßen. An einer Zusammenarbeit mit dem neuen Arbeitnehmerverband sei der LIV interessiert.
Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt ging in seinen Ausführungen zunächst auf die Qualitätsverbesserungen in den Innungsbetrieben durch die Anwendung des QU/UM Systems ein. Das zeige vor allem das erfolgreiche 3. Re-Audit. Grundlage für die erfolg-reiche Umsetzung der Muster Kehr- und Überprüfungsordnung sei auch die Verbesserung des Schornsteinfegersystems. Im Kundengespräch sollen die Kollegen noch mehr auf den Nutzen unserer Arbeit für den Kunden hinweisen. Der Kunde soll für sein Geld auch eine qualitativ hochwertige Leistung erhalten. Kollegen, denen das nicht gelingt, sollen durch das System nicht geschützt werden. Der Innungsbeitrag sei keine Schutzgebühr.
Die Fachwelt verweise insbesondere darauf, dass es gegenwärtig keine Feuerstätte gibt, die nicht überwacht werden muss. 14 Millionen Feuerstätten in der Bundesrepublik können nur durch ein flächendeckendes System wie das der Schornsteinfeger überwacht werden, wenn die Überwachung in Zukunft noch bezahlbar bleiben soll.
Ein Rollenspiel in Baden-Württemberg habe gezeigt, dass bei Einführung eines wettbewerbs­orientierten Modells als Reform des Schornsteinfegerwesens mit ­einer 3fachen Gebührenerhöhung zu rechnen ist.
Mit der Einladung zur Teilnahme am Bundesverbandstag im Juni 2006 beendete der Bundesinnungsmeister seine Ausführungen. Der Landesverbandstag begrüßte als weiteren Ehrengast Herrn Ministerialrat Dr. Heinz Fischer. In Anerkennung der langjährigen guten Zusammenarbeit zwischen dem technischen Ausschuss des LIV und Herrn Dr. Fischer, als Vertreter der obersten Bauaufsichtsbehörde des Landes, wurde dieser feierlich durch TLIW Steffan Gralapp in die Kameradschaft des Technischen Ausschusses aufgenommen.
Mit seiner Einschätzung, dass der Landesverband und die Innungen in Eintracht zusammenstehen, schloss der stellvertretende Landesinnungsmeister Günter Rehn die Veranstaltung.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Damit Gesundwerden keine Glückssache ist!
Vom 24. bis 31. Mai radelte eine Gruppe von Schornsteinfegern vom bayrischen Mühlbach (Altmühltal) aus bis nach Braunschweig. Ihr Ziel war es, mit ­ihrer sportlichen Radtour auf den Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“ (nähere Infos unter www.schornsteinfeger-helfen.de) aufmerksam zu machen.
Die Schirmherrschaft für diese Glückstour hatten Elmar Brok (Europaparlamentarier), Walter Kern (Landtagsabgeordneter), Hans Rath (Handwerkskammerpräsident der HWK Münster), Hans-Günther Beyerstedt (Bundesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks), Günther Nellen (Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks NRW), Peter Silbermann (Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Detmold) und Peter Theissen (Schulleiter der Schornsteinfegerfachschule in Langenhagen/Niedersachsen) übernommen.
Auf ihrer Tour quer durch Deutschland informierten die radelnden Kollegen der „Schwarzen Zunft“ in den Etappenzielen über die Gesellschaft der deutschen Krebs- und Kinderkrebshilfe. Sie erreichten auf ihrer Glückstour viele Menschen, die gleich durch eine Spende den Kindern helfen konnten.
Die Radtruppe kam am 31. Mai auf dem Hof der Handwerkskammer Braunschweig an und wurde vom Vorstand des Bundesverbands des Schornsteinfegerhandwerks – Zentralinnungsverband (ZIV) – und den Delegierten des Bundesverbandstages aus allen Bundesländern empfangen. Die radbegeisterten Schornsteinfeger übergaben die stolze Spendensumme von 50.000 E dem Vorsitzenden des Vereins Jürgen Stricker.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Bereichsleiter Technik August Brötje GmbH
New Technology Director BAXI-Group Ltd.
Die August Brötje GmbH, Rastede, zählt sicherlich zu den Traditionsunternehmen der Heizungsbranche. Die Norddeutschen machten in der Vergangenheit immer wieder durch ihre Innovationsfreudigkeit auf sich aufmerksam. So bot man bereits in den 60er Jahren mit Kesseln, Brennern und Radiatoren „Heizungstechnik aus einer Hand“. Mit dem Energiesparbloc ESB – vorgestellt im Jahr 1981 – begann der Siegeszug der Unit-Bauweise. Ein Trend, der sich bis heute erfolgreich im Markt fortgesetzt hat. Brötje-Produkte wurden in den zurückliegenden Jahren mit zahlreichen Auszeichnungen und immerhin 18 Mal von der Stiftung Warentest mit dem Qualitätsurteil „GUT“ oder „SEHR GUT“ bedacht.
Wir sprachen mit Marc Oliver König über die aktuellen Trends und mittelfristigen Perspektiven bei Brötje.
Der SCHORNSTEIN: Brötje ist seit 1999 Mitglied der BAXI-Group Ltd. Das hat dem Traditionshaus sichtlich gut getan. Wie hat die Zusammenarbeit mit der Muttergesellschaft die Entwicklung bei Brötje beeinflusst?
M. O. König: Wir haben innerhalb der BAXI-Group unseren Platz gefunden und profitieren sicherlich von der Struktur der europäischen Unternehmensgruppe. Brötje leistet hier – speziell in der Entwicklung zukunftsorientierter Brennwertsysteme – einen wertvollen Beitrag. Wir partizipieren aber auch von Syner­gien, die sich durch den Technologietransfer und die internationale Ausrichtung des Konzerns ergeben.
Der SCHORNSTEIN: Was bringt das Ihren Kunden?
M. O. König: Zum einen kann sich der Verarbeiter auf einen permanenten Entwicklungsprozess verlassen der – natürlich auch zu seinem Nutzen – stattfindet. Nehmen wir zum Beispiel unsere Plattformstrategie „Multilevel“. Eine derart konsequente Systemtechnik zur Gleichteilverwendung kenne ich in ganz Europa nicht. Auf der anderen Seite schafft die Einbindung in einen internationalen Technologiekonzern auch Sicherheit für den Handwerker. Kleinere Hersteller halten dem Wettbewerbsdruck in diesem Markt häufig nicht stand und müssen schließen. Wir bedauern diese Entwicklung und erleben täglich Kunden, die dann massive Probleme in der Ersatzteilversorgung haben. Die Gewährleistung bleibt dann ebenfalls beim Verarbeiter „hängen“.
Der SCHORNSTEIN: Fast wie bei Körting.
M. O. König: Sicher nur fast. Wir haben das Körting-Programm bis 500 kW inzwischen voll integriert und konnten die Ersatzteilversorgung sowie die Gewährleistungsbearbeitung zur Zufriedenheit aller Abnehmer sicherstellen. Im zweiten Schritt werden wir das Beste der Körting- und Brötjebrenner vereinen und die Entwicklung in diesem Bereich fortsetzen.
Der SCHORNSTEIN: Sie haben in den letzten Jahren bei Brötje die Brennwerttechnik zur Kernkompetenz erklärt. Hat das weiterhin Bestand?
M. O. König: Nicht ganz. Die Brennwerttechnik wird weiterhin den wesentlichen Teil unserer Innovationskraft ausmachen. Darüber hinaus werden wir aber auch andere Technologien und Energieträger nicht vernachlässigen. Denken Sie nur an die Verbrennung von Biomasse oder an die Solartechnik. Das sind Entwicklungen die zukünftig auch auf europäischer Ebene gefordert und gefördert werden. Hier sind ganzheitliche Heizkonzepte gefragt, die wir dem Verarbeiter und den Endkunden an die Hand geben müssen. Wir betrachten uns als europäisches Entwicklungs- und Kompetenzzentrum für diese Technologien.
Der SCHORNSTEIN: Würden Sie die damit verbundenen EU-Forderung für unsere Leser erläutern?
M. O. König: Das Europäische Parlament hat sich mit großer Mehrheit für höhere Prioritäten bei den erneuerbaren Energien ausgesprochen. Es beschloss außerdem, dass die Förderungen hierfür langfristig euro­päisch geregelt werden sollen. Da­rüber hinaus wurde das Ziel bekräftigt den Anteil der regenerativen Energieformen bis zum Jahr 2020 auf 20% des Gesamtvolumen zu steigern. Zu berücksichtigen ist weiterhin die EU-Rahmenrichtlinie „Eco Design of Energie using Produkts“ EUP. Sie beinhaltet eine mögliche Umsetzung in deutsches Recht die zukünftig die Verwendung von Standard- und Niedrigenergiekesseln ausschließen würde.
Der SCHORNSTEIN: Was hat Ihrer Meinung nach unsere Branche davon?
M. O. König: Kurz gesagt eine ganze Menge. Der Verbraucher hat sich bisher und wird sich auch zukünftig den neuen Technologien nicht verschließen. Er sucht – angesichts steigender Energiepreise und gestiegenem Umweltbewusstsein – nach Alternativen in der Wärmeversorgung. Das haben wir doch an dem Boom bei den Holzpelletsanlagen oder der Entwicklung in der Solarthermie erlebt. Gleiches gilt für die Öl-Brennwerttechnik. Derartige Trends zeigen uns, dass es für alle Beteiligten möglich ist, die individuellen Bedürfnisse der Verbraucher zu wecken um sie dann erfolgreich zu bedienen.
Der SCHORNSTEIN: Brötje wird sich also in Zukunft stärker mit regenerativen Energieformen beschäftigen?
M. O. König: Das tun wir schon in erheblichem Maße. Das Engagement in der Solarthermie werden wir deutlich verstärken; außerdem laufen zahlreiche Entwicklungsprojekte in anderen Bereichen. Wichtig ist uns in diesem Zusammenhang die integrative Funktionalität der Einzelkomponenten. Kollektoren, Speicher, Wärmeerzeuger sind im Zusammenspiel mit der Regelungstechnik optimal aufeinander abzustimmen. Da gibt es bei vielen Herstellern erhebliche Defizite. Wir haben bei Brötje mit der ISR Plus einen multifunktionalen Systemregler entwickelt, der in den nächsten Jahren die Basis unserer modularen Regelungstechnik bilden wird. Das ist kein Lippenbekenntnis sondern gelebte Systemtechnik.
Der SCHORNSTEIN: Wie steht es mit Wärmepumpen, Brennstoffzellen und Blockheizkraftwerken?
M. O. König: Wie bereits gesagt; es wird sich bei Brötje in den nächsten Monaten einiges tun. Dazu gehört sicherlich der Ausbau des Solarprogramms sowie eine Weiterentwicklung bei Festbrennstoff-Feuer­stätten. Wir sind allerdings dagegen unser Kerngeschäft zu vernachlässigen nur um spektakuläre Nachrichten zu verkünden. An einer Wärmepumpe wird innerhalb der BAXI-Group mit Hochdruck gearbeitet, den Part Brennstoffzelle entwickelt unsere Schwester European Full Cell GmbH (EFC) aus Hamburg recht erfolgreich weiter und Senertec – ebenfalls ein BAXI-Unternehmen – hat mit dem Dachs zweifelsfrei eine marktführende Position im Segment der BHKW’s errungen.
Der SCHORNSTEIN: Ihre partnerschaftliche Bindung zur GC-Gruppe gibt immer wieder Anlass zu Spekulationen. Wie stehen Sie dazu?
M. O. König: Aus meiner Sicht ist es eine sehr sinnvolle Zusammenarbeit, die beiden Seiten erhebliche Vorteile zum Nutzen der Handwer­kerschaft bietet. Wir bringen unsere Anforderungen und Vorstellungen genauso in diese Partnerschaft mit ein wie die GC-Gruppe und ­deren Kundschaft. Ich denke da beispielsweise an die Handwerkerbeiräte, die wir regelmäßig veranstalten. Außerdem spielen die Aspekte Verfügbarkeit, Ersatzteil- und Lieferservice, flächendeckende Präsenz, lokale Ansprechbarkeit usw. für uns eine große Rolle. Da benötigen wir als starke Marke auch starke Partner. Wir haben über 50 gemeinsame Vertriebsingenieure beschäftigt um die Marktbearbeitung vor Ort ­sicherzustellen – hinzu kommen etwa genauso viele Brötje-Kundendienstmonteure. Die positive Entwicklung unseres Marktanteils bestärkt uns in dieser Entscheidung.
Der SCHORNSTEIN: Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Die Fa. Ress präsentierte auf der Messe SHK Essen erstmals die neue preisgünstige Thermografie Kamera Ti20 der Öffentlichkeit. Diese neue Wärmebildkamera ist für bauphysikalische Anwendungen entwickelt worden und hier speziell zur Gebäudethermografie und Leckageortung. Das hervorragende Preis-Leistungsverhältnis ermöglicht nun endlich den Einsatz der Infrarot-Thermografie im Rahmen der Energieberatung. Die Wärmebildkamera ermöglicht jetzt dem Anwender schnelle Messungen bei schneller Amortisation. Die Ti20 ist das perfekte Werkzeug für jeden Energieberater.
Diese neue Wärmebildkamera macht die umfassenden Diagnose- und Wartungsmöglichkeiten bei der Energieberatung nutzbar. Es lassen sich hiermit auf sehr einfache Weise Wärmebrücken am Gebäude erkennen und Undichtheiten können anschaulich identifiziert werden. Temperaturverteilungen im Gebäude, Leckagen oder Strahlungsverluste können visualisiert werden und dem Gebäudeeigentümer sehr anschaulich anhand von farbigen Bildern gezeigt werden.
Es ist möglich fehlerhaft gedämmte Bereiche zu erkennen und auch genau zu lokalisieren. Denn diese Stellen haben Energieverluste zur Folge und durch Sanierungen kann Geld gespart werden.
Die Wärmebildkamera überzeugt im täglichen Einsatz durch die überaus einfache Handhabung und robuste Bauweise. Die revolutionäre Sensortechnik liefert hochauflösende Wärmebilder von beeindruckender Qualität. Das radiometrische Messverfahren liefert ein Wärmeprofil und die gesamten Messdaten.
Der sehr große Messbereich von -10 bis +350 °C deckt alle Anwendungsbereiche für die Gebäudethermografie ab. Der große beleuchtete LCD-Farbbildschirm zeigt eine übersichtliche Darstellung der Bilder.
Zu dem sehr umfangreichen Lieferumfang gehört außerdem eine Vollversion der PC-Software InsideIR. Mit diesem Programm werden die Bilder auf den PC übertragen und können hier weiterverarbeitet werden. Die Bilder können mit der Software analysiert werden, wie z. B. Isotherme, Erstellung von Temperaturtabellen oder Temperaturprofilen, Export der Bilder, Setzen von Temperaturpunkten im Bild, etc. Die Bilder können verändert werden, z. B. Emissionsgrad, Farbpalette, Verstärkung, Temperaturspreizung oder Parameter.
Darüber hinaus stellt das Programm noch einen Berichtsgenerator zur Verfügung mit dem automatisch ein Protokoll zum Wärmebild erstellt werden kann. Dies vereinfacht die Protokollerstellung in hohem Maße.
Zusammenfassend ergibt sich hieraus, dass die Thermografie Kamera bei der Energieberatung Schwachstellen sichtbar macht, die mit dem bloßen Auge in der Regel nicht zu erkennen sind. Die Thermografie hilft Ursachen zu erkennen und Schäden zu beheben. Es können so Energieverluste vermieden werden, die oft zu unnötig hohen Heizkosten führen können.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

In Deutschland wird – trotz hoher Energiekosten – immer noch zu viel Wärme verschwendet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Erhebung vom Bundesverband des deutschen Schornsteinfegerhandwerks (ZIV). Das betrifft in erster Linie ca. 1,2 Millionen Ölheizungen und etwa 700.000 Gasfeuerungsanlagen, die über 22 Jahre alt und damit dringend erneuerungsbedürftig sind.
5,7% der Gasheizungen und 8,4% der Ölheizungen überschritten im letzten Jahr die gesetzlich zulässigen Grenzwerte für den Abgasverlust. Damit hat sich die Beanstandungsquote im Jahr 2005 fast verdoppelt. Hinzu kommen weitere Energieverluste, die speziell bei älteren Wärmeerzeugern durch Überdimensionierung und Abstrahlungswärme auftreten.
Bei über 2,2% der ölbetriebenen Feuerstätten wurde ein zu hoher Rußausstoß festgestellt. Hinzu kamen etwa 1,2 Millionen sonstige Mängel an häuslichen Feuerungsanlagen. Würden die jährlichen Messungen zur 1. Bundesimmissionsschutzverordnung (1. BImSchV) entfallen, so wäre – aufgrund des hohen Altbestandes – mit einer weitaus größeren Energieverschwendung zu rechnen. Durch die Überprüfungen des Schornsteinfegerhandwerks und die nachfolgenden Wartungsarbeiten konnten nach Berechnungen des ZIV im Jahr 2005 etwa 61 Mio. Kubikmeter Gas und 117 Mio. Liter Erdöl EL eingespart werden. Ein Umstand, der nicht nur den Geldbeutel der Betreiber, sondern auch die Umwelt entlastet.

Ausgabe: 60 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 60 - 2/2006 )

Co Tod durch Kohlenmonoxid

Die Diskussion um die Zukunft des Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland bewegte in den letzten Jahren immer wieder die Medien. Bürokratieabbau und Deregulierung gelten nach wie vor als Ziel derer, die die bestehende Einteilung in feste Kehrbezirke und vorgegebene Ansprechpartner aufheben wollen. Interessant ist hier ein Blick über die Grenzen. Wie ist die Tätigkeit des Schornsteinfeger in anderen Ländern organisiert? Welche Vor- und Nachteile verbinden sich mit den verschiedenen Systemen? Insbesondere die Frage nach der Sicherheit für die Menschen ist dabei relevant.
In Luxemburg z. B. werden Wartungsverträge zwischen Kunden und Schornsteinfeger abgeschlossen, damit im Schadenfall Reklamations- oder Versicherungsansprüche geltend gemacht werden können. Eine einfache Reinigung eines Schornsteins kostet dort rund 71 Euro, in Deutschland hingegen – je nach Feuerstätte – zwischen 14,11 und 28,58 Euro. Abnahmen von Heizungen und Abgaswegen führt ein technischer Dienst der Handwerkskammern zum Preis von ca. 45 Euro aus, fällig alle zwei Jahre. Luxemburg orientierte sich am hohen deutschen Standard und übernahm eine ganze Reihe von Normen und Verordnungen. Seit diese Entwicklung im Jahr 1995 eingeleitet wurde, ist die Zahl der CO-Toten spürbar gesunken.
In Polen wurden 1989 die bis dahin geltenden Regeln aufgehoben, nach denen Schornsteinfeger mit dem Meisterdiplom eine Lizenz für einen Kehrbezirk erhielten.
Die Tätigkeiten unterlagen nun den Bedingungen des freien Marktes, eine Kontrolle über den Vollzug der Kehr- und Überprüfungsarbeiten fand nicht statt. Als Folge stiegen die Schadensbrände sprunghaft an, jährlich waren bis zu 1.000 CO-Vergiftungen – überwiegend mit Todesfolge – festzustellen. 1994 machte die polnische Regierung den Schritt rückgängig, dem Schornsteinfegerhandwerk wurde wieder die alleinige Ausführung der Kehr- und Überprüfungstätigkeiten übertragen.
In einigen Kantonen der Schweiz hob man 1996 das Kaminfegermonopol auf. Abstriche am Kontrollsystem und Übergabe zusätzlicher Vollzugsaufgaben an die Gemeinden waren die Folge. Im Kanton Zürich zeichnet sich nun bereits eine Erhöhung der Stundensätze ab. Aussagen zum Sicherheitsniveau nach der Reform liegen noch nicht vor. Andere Kantone haben die Argumente – freie Wahl des Schornsteinfegers, mehr Unternehmertum, mehr Eigenverantwortung der Eigentümer – in der Weise gewichtet, dass das Monopol mit leichten Veränderungen erhalten blieb. Für die Kunden sei die bestehende Regelung „die günstigste, sicherste und administrativ einfachste Lösung“, so der Regierungsrat des Kantons Bern.
Diese Aussage fasst zusammen, welche Faktoren für den Kunden letzten Endes wesentlich sind: kostengünstige Arbeit ohne weiteren Verwaltungsaufwand für höchstmögliche Sicherheit. Dieses Ziel, das bei den europäischen Nachbarn ebenso angestrebt wird wie in Deutschland, darf bei Reformbemühungen keinesfalls aus dem Blickfeld geraten.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Wenn die Zukunft unseres Berufsstandes in Brüssel liegen soll, können wir teilweise schwarz sehen, denn die Europäische Kommission droht Deutschland mit einem Vertragsverletzungsverfahren, weil das deutsche Schornsteinfegergesetz von 1969 gegen die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit verstoße. Konkurrenten haben keine Chance, die Arbeit ist in Kehrbezirke aufgeteilt. Aus Brüssel heißt es, dass dies mit EU-Grundfesten nicht überein gehe. Auch andere Kritiker möchten das Schornsteinfegerhandwerk gekippt sehen, darunter auch die FDP. Die Außerkraftsetzung des ­Gesetzes solle Konkurrenz die Türen öffnen. Monopol? Schon das Wort trifft Landesinnungsmeister Ulrich Eller tief. „Monopolisten machen ihre Preise selber.“ Erst das Bundeswirtschaftsministerium genehmigt die Gebühren für Schornsteinfegerarbeiten. Außerdem wurden die Preise seit vier Jahren nicht mehr erhöht. Allerdings soll der Schwerpunkt der Debatte auf einen ganz anderen Gesichtspunkt gelenkt werden. Etwas Bewährtes soll abgeschafft werden? Sobald etwas passiert, rufen alle wieder nach Kontrolle.
„Schornsteinfeger übernehmen eine hoheitliche Aufgabe: die Überwachung des Brand- und Umweltschutzes“, so CDU-Bundestagsabgeordneter Volkmar Vogel, der sich als Mitglied des Bauausschusses im Bundestag auf die Seite der Schornsteinfeger schlägt und am 09./10.01.2006 einen Einblick in die Tätigkeiten der Schornsteinfeger bei Ralf Beierlein in Münchenbernsdorf erhalten hat. Ihm wurde demons­triert, wie Messungen an Heizungen durchgeführt werden, hat Schornsteine gekehrt und sogar Ruß aus Schornsteinsohlen entnommen. Jeder Politiker, der meint Schornsteinfegergesetze abschaffen oder wesentlich ändern zu müssen, sollte sich ein Beispiel an Volkmar Vogel nehmen und sich erst einmal mit den wirklichen Tatsachen und auch der eigentlichen Tätigkeit eines Schornsteinfegers vertraut machen. Vogel ist einer der Wenigen, die sich auch aktiv mit dem Thema auseinandersetzen, sich ein Bild von dem machen, was der „Schwarze Mann“ eigentlich tut, bevor er irgendwelche Entscheidungen trifft. Durch die Schornsteinfeger wird für eine flächendeckende und neutrale Überwachung der Emissionswerte gesorgt. Auch gewartete Anlagen fielen immer mal wieder durch. Wir Schornsteinfeger haben wenigstens nichts zu verkaufen und bleiben dadurch neutral.
Wir wissen, dass Wettbewerb den Kehrdienst nicht günstiger macht. Allein der Sicherheit wegen, sollte in unserem Gewerbe kein Konkurrenzkampf geduldet werden. Abgesehen davon, ist die flächendeckende Arbeit im Kehrbezirk viel effektiver, denn jeder Handwerker muss nicht „quer durch die Lande reisen“. Würde zudem das Kehren freigegeben, müsste eine neue Kontrollinstanz geschaffen werden, die wiederum die turnusmäßige Überprüfung der Heizanlagen überwacht.
„Das bedeutet neue Bürokratie mit neuen Kosten“, rechnet der Ost­thüringer Innungsobermeister Andreas Schmidt, der 58 Bezirksschornsteinfeger vertritt. Derzeit erreicht man großen Nutzen auch mit wenig Bürokratie, so denkt auch Vogel. Und kaum einer hat so viel Bürgernähe wie der Schornsteinfeger, der seit vielen Jahren das Vertrauen der Hausbesitzer genießt.
In der Debatte könnte ein neuer Trend zugute kommen. Immer mehr Hausbesitzer weichen, angesichts steigender Öl- und Gaspreise, auf Holz und Kohle aus. Schornsteinfeger dürfen wieder aufs Dach, was zur ursprünglichen Bedeutung des Handwerks zurück führt, hofft Vogel. Zudem lobt er das vorbildliche Ausbildungssystem. Dass Interessenverbände, Länder und Bundesregierung nun eine gemeinsame Regelung finden werden, die Spielräume des EU-Rechts ausnutzt, da ist Vogel zuversichtlich. „Wir sind zu Änderungen bereit“, sagt Andreas Schmidt, „aber nicht auf Kosten des Niveaus“ und der Sicherheit. Seit 2002 läuft der Streit mit der EU. Vogel ist für „tiefgründiges Ordnen“ und warnt vor „Aktionismus“.
Er hat es uns ermöglicht, dass die Arbeitsgruppe einen Neujahrsbesuch bei Ministerpräsident Dieter Althaus abstatten konnte.
Sichtlich erfreut nahm Herr Althaus das kleine Präsent entgegen und wünschte den Thüringer Schornsteinfegern für das Jahr 2006 alles Gute.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Am 24. Januar 2006 war es soweit. Der Kreisfeuerwehrverband des Landkreises Stendal konnte im feuerwehrtechnischen Zentrum den von regionalen Firmen und Institutionen finanzierten „Renault Master“ übernehmen. Der von 35 Firmen und Institutionen finanzierte Kleinbus-Transporter wird zukünftig für die Nachwuchsförderung und Öffentlichkeitsarbeit des Kreisfeuerwehrverbandes eingesetzt. Passenderweise ist auch das Schornsteinfegerhandwerk als Repräsentant des präventiven Brandschutzes, vertreten durch die „Schornsteinfegerinnung Altmark“, aktiv an der Finanzierung des Fahrzeuges beteiligt. Durch die am Fahrzeug angebrachte Werbung der an der Finanzierung Beteiligten, hat auch das Schornsteinfegerhandwerk die Möglichkeit genutzt, auf seine gegenwärtigen Dienstleistungen und Grundwerte in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Der Nähe zu den Brandbekämpfern konnte somit wieder einmal nachdrücklich Ausdruck verliehen werden.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Die Kostenbilanz privater Haushalte macht es deutlich: Rund Dreiviertel des häuslichen Energiebedarfs wird für die Heizung aufgewendet. Steigende Ausgaben für Erdgas und Öl machen sich demnach nahezu überall bemerkbar. So ist es nicht verwunderlich, wenn immer mehr Hausbesitzer und Mieter nach Möglichkeiten suchen, um die eigenen vier Wände sparsam zu beheizen. Insbesondere die Art der Wärmeerzeugung, der genutzte Brennstoff und die damit verbundenen Kosten werden zur Diskussion gestellt.
Mit dem zuständigen Schornsteinfeger steht für alle Fragen rund ums Heizen eine zuverlässige Informationsquelle zur Verfügung. Als Fachmann informiert er zu den Themen Brennstoffverbrauch, Abgas- und Feuerungstechnik ebenso wie zum Schadstoffausstoß oder Brand- und Umweltschutz. Ist ein Kamin­ofen anzuschließen? Steht ein Austausch einer Feuerstätte an? Oder soll eine Heizungsanlage mit solarer Warmwasserbereitung nachgerüstet werden? Der „Schwarze Mann“ kennt sich aus und kann zahlreiche Tipps zur Energieeinsparung geben. Auch Informationen zu aktuellen Förderprogrammen – etwa für regenerative Energieformen – gehören zu diesem Spektrum.
Zwei Aspekte sind dem Schornsteinfeger in der Beratung sehr wichtig: Qualität und Neutralität. Er will seinen Kunden schließlich keine Produkte verkaufen, sondern sie bei der Suche nach der optimalen Lösung unterstützen.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Der Vorstand des Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt hat am 24. und 25. Januar 2006 zu seiner ersten Klausurtagung eingeladen.
Ohne Tagesordnung haben die Vorstände der Innungen und des LIV über aktuelle Probleme diskutiert. Änderungen im Schornsteinfegergesetz standen genauso zur Debatte wie Tarifpolitik in unserem Handwerk.
Der Landesinnungsmeister Thomas Keindorf machte noch einmal deutlich, dass nicht die Gewerkschaft den Bundesmanteltarifvertrag sowie auch den Zusatztarifvertrag gekündigt hat, sondern beide Verträge wurden von Arbeitgeberseite gekündigt. Auch wenn die Gewerkschaft in Ihrer Zeitschrift behauptet, dass die Forderungen, die sie an die Arbeitgeberseite gestellt hat sehr moderat seinen, kann dies nicht nachvollzogen werden. Lohnsteigerungen von über sechs Prozent sind absolut nicht realistisch. Die Teilnehmer der Klausurtagung haben sich eindeutig gegen eine Lohnsteigerung ausgesprochen.
Als Gast der Veranstaltung erläuterte Herr Neumann, Jurist der Handwerkskammer Halle, Besonderheiten im Tarifrecht. So stellte er eindeutig heraus, dass ein Tarifvertrag nach Kündigung weiter wirkt, bis ein neuer Tarifvertrag abgeschlossen ist. Allerdings gilt bei einer Neueinstellung nach Kündigung des Tarifvertrages keine Nachwirkung.
Eine ausführliche Diskussion wurde zu den Strukturen unseres Handwerks geführt. Es stand die Frage im Raum, ob es noch zeitgemäß ist, für das relativ kleine Land Sachsen-Anhalt mit zurzeit 254 Betrieben drei Innungen und einen Landesinnungsverband zu unterhalten.
Anhand der Zahlen der vorläufigen Jahresrechnung 2005 und Kalkulation 2006 sowie 2007 wurde deutlich, dass diese Strukturen ohne eine Erhöhung der Beiträge nicht mehr finanzierbar sind. Alle Teilnehmer diskutierten offen über die Bildung einer Landesinnung in Sachsen-Anhalt. Der Obermeister der Innung des Schornsteinfegerhandwerks Magdeburg, Uwe Pomplun, machte deutlich, dass die Innung Magdeburg einer Fusion positiv gegenübersteht. Es wurde aber auch die Forderung erhoben, dass für die Kollegen weiter kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen müssen. Frank Hampe, technischer Innungswart der Schornsteinfegerinnung im KB Halle, machte dies besonders für den technischen Bereich deutlich.
Am zweiten Tag der Klausur haben die Ausschüsse Ziel- und Aktivitätenpläne erarbeitet. In einem gemeinsamen Abschlussgespräch stellten die Ausschussvorsitzenden ihre Pläne vor. Als herausragendes Ziel der Obermeister sei hier stellvertretend die Bildung einer Landes­innung spätestens 2011 genannt. Die Vorstandsmitglieder aller Innungen haben dieses Ziel als realistisch und zukunftweisend befürwortet. Jetzt ist es Aufgabe der Obermeister, einen Fahrplan für dieses ehrgeizige Ziel zu erstellen und die rechtlichen sowie auch finanziellen Rahmenbedingungen abzustecken. Erster Punkt des Fahrplans sollte die Information der Kreismeister sein. Kurzfristig wurde deshalb zum 08. Februar 2006 der entsprechende Personenkreis ins Innungshaus nach Egeln eingeladen. Erfreulich war auch hier die positive Resonanz zu den geplanten Veränderungen in der Organisationsstruktur unseres Handwerks in Sachsen-Anhalt.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Die Kostenbilanz privater Haushalte macht es deutlich: Rund Dreiviertel des häuslichen Energiebedarfs wird für die Heizung aufgewendet. Steigende Ausgaben für Erdgas und Öl machen sich demnach nahezu überall bemerkbar. So ist es nicht verwunderlich, wenn immer mehr Hausbesitzer und Mieter nach Möglichkeiten suchen, um die eigenen vier Wände sparsam zu beheizen. Insbesondere die Art der Wärmeerzeugung, der genutzte Brennstoff und die damit verbundenen Kosten werden zur Diskussion gestellt.
Mit dem zuständigen Schornsteinfeger steht für alle Fragen rund ums Heizen eine zuverlässige Informationsquelle zur Verfügung. Als Fachmann informiert er zu den Themen Brennstoffverbrauch, Abgas- und Feuerungstechnik ebenso wie zum Schadstoffausstoß oder Brand- und Umweltschutz. Ist ein Kamin­ofen anzuschließen? Steht ein Austausch einer Feuerstätte an? Oder soll eine Heizungsanlage mit solarer Warmwasserbereitung nachgerüstet werden? Der „Schwarze Mann“ kennt sich aus und kann zahlreiche Tipps zur Energieeinsparung geben. Auch Informationen zu aktuellen Förderprogrammen – etwa für regenerative Energieformen – gehören zu diesem Spektrum.
Zwei Aspekte sind dem Schornsteinfeger in der Beratung sehr wichtig: Qualität und Neutralität. Er will seinen Kunden schließlich keine Produkte verkaufen, sondern sie bei der Suche nach der optimalen Lösung unterstützen.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Der Trend zu festen Brennstoffen ist ungebrochen. Immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich bei der Wahl ihres Heizkonzeptes für die Installation eines Kaminofens. Seine Vorteile zeigen sich nicht nur an Winterabenden, an denen er mit seinem prasselnden Feuer Gemütlichkeit verbreitet, sondern auch während der Übergangszeiten in Herbst und Frühjahr, in denen sich der Betrieb der Zentralheizung noch nicht lohnt. Da die Heizleistung ­eines Kaminofens jedoch meistens über den Wärmebedarf des Wohnraums hinausgeht, bietet die MEZ Keramik GmbH aus Dernbach mit der Baureihe Turin Aqua eine Sonderlösung an.
Mit einer Nennheizleistung von 6–9 kW lässt sich dieser innovative Kaminofen an einen wasserführenden Heizkreislauf anschließen. Charakteristisch ist ein integrierter Sicherheits-Wärmetauscher, der dafür sorgt, dass bis zu 43% der erzeugten Wärme für die Beheizung des Gebäudes genutzt werden können. Mit dieser „Überschusswärme“ lassen sich Heizkörper in anderen Räumen versorgen oder das Brauchwasser aufheizen.
Mit dem Turin Aqua ist es MEZ gelungen, die Reize eines romantischen Kaminfeuers mit zeitgemäßer Heiztechnik zu verbinden. Genau wie das Basismodell Turin steht der Turin Aqua in den Versionen „Modern“ und „Classic“ zur Verfügung. Zur farblichen Gestaltung bieten sich Ofenkacheln in 80 Glasurfarbtönen an sowie Verkleidungen aus Granit und Speckstein. Damit besteht die Möglichkeit, den Kaminofen bis ins Detail an den Einrichtungsstil anzupassen.

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Holzpresslinge – die kleinen Stäbchen mit der Bezeichnung Pellets erleben angesichts explodierender Preise für fossile Energieträger derzeit einen enormen Boom beim Neubau und bei anstehenden Modernisierungen von Heizungssystemen in Ein- und Zweifamilienhäusern. Architekten und Bauunternehmer sollten sich mit diesem Trend auseinander setzen und ihren Auftraggebern die Vorteile der Technik und die Notwendigkeit zur Kombination mit einem festbrennstofftauglichen Schornstein erklären können.
Lag die Zahl der in Deutschland betriebenen Holzpellets-Heizungen 1999 noch bei etwa 1000, so rechnen Branchenexperten für dieses Jahr mit rund 40.000 Anlagen. Auslöser dieser Entwicklung ist der konstant niedrige Preis von rund 3,5 Cent je Kilowattstunde für Pelletheizungen bei kontinuierlich auf ca. 6 Cent gestiegenen Preisen der Ölheizung (Stand Juli 2005). Auch beim Erdgas ist mit etwas zeitlichem Verzug ein massiver Preisanstieg zu erwarten. Die höhere Investition für Pelletheizungen rechnet sich aufgrund dieser Differenz beim Energieträger schon in einem überschaubaren Zeitraum. Derzeit gibt es für die Anschaffung einer solchen Anlage zudem Unterstützung mit öffentlichen Geldern. Um den Nachschub muss sich der Hausbesitzer nicht sorgen – der nachwachsende Rohstoff Holz ist hierzulande reichlich vorhanden, und der spürbare Ausbau der Pelletproduktionskapazitäten ist schon in vollem Gange. Das hält die Preise stabil.
Wie bei allen Festbrennstoffen benötigt auch der Betreiber ­einer Pelletheizung oder eines Pellet­ofens einen Schornstein zur Abführung der Abgase. Hierbei gilt es für den Planer und Bauunternehmer einiges zu beachten: Am wichtigsten ist, dass der Schornstein für feuchte Betriebsweise ausgelegt ist. In der Vergangenheit war eine feuchte Betriebsweise bei Anschluss von Feuerstätten für feste Brennstoffe nicht notwendig, weil diese Feuerstätten so hohe Abgastemperaturen hatten, dass der Wasserdampf im Schornstein nicht kondensierte. Trockene Betriebsweise war ausreichend und normal. Die feuchte Betriebsweise (FU) war nur notwendig für die Öl- und Gasfeuerstätten mit niedrigen Abgastemperaturen. Die rasche Weiterentwicklung von Feuerstätten für feste Brennstoffe führt nun insbesondere bei Pelletöfen und Pelletheizkesseln ebenfalls zu solch niedrigen Abgastemperaturen mit der Konsequenz, dass im Schornstein Kondensat entstehen kann.
Eine für Pelletwärmequellen geeignete Abgasanlage muss im Hinblick auf die Norm-Entsprechung wie folgt gekennzeichnet sein:
Der Buchstabe „G“ bezeichnet die Anlage als rußbrandbeständig, der Buchstabe „W“ steht für die Eignung in feuchter Betriebsweise und „3“ (Korrosionswiderstandsklasse) bescheinigt die Korrosionsbeständigkeit für gasförmige, flüssige und feste Brennstoffe.
Das neue daran ist die gleichzeitige Eignung einer Abgasanlage für den Anschluss von Feuerstätten für feste Brennstoffe 3 (wozu ein Schornstein rußbrandbeständig sein muss G) und für die feuchte Betriebsweise W. Bisher war die feuchte Betriebsweise W nur für den Anschluss von Feuerstätten für gasförmige und flüssige Brennstoffe geprüft und zugelassen (Korrosionswiderstandsklasse 2).
Die Kombination W und 3 ist für Schornsteine mit keramischen Innenrohren auf Grund der extrem hohen Säurebeständigkeit kein Problem. Die Herausforderung besteht darin, dass die Eigenschaft feuchte Betriebsweise (W) auch nach einem Rußbrand gegeben sein muss (G). Deshalb benötigen die Hersteller für eine GW3-Zulassung drei Prüfungen an einem Prüfschornstein in festgelegter Reihenfolge:
1. thermische Prüfung für Betriebstemperatur T400 (6 Stunden bei 500 °C)
2. Rußbrandprüfung (30 min bei 1000 °C)
3. Feuchteunempfindlichkeitsprüfung

Für feuchteunempfindliche Schornsteine wurden früher die thermischen Prüfungen (Nr. 1 und 2) sowie die FU-Prüfung (Nr. 3) unabhängig voneinander an verschiedenen Prüfschornsteinen durchgeführt. Mit den thermischen Prüfungen wurde die Eignung als rußbrandbeständiger Schornstein für den Anschluss von Feuerstätten für feste Brennstoffe (und trockenen Betrieb) nachgewiesen. Mit der FU-Prüfung wurde die Eignung für den feuchteunempfindlichen Betrieb bei Anschluss von Öl- und Gasfeuerstätten nachgewiesen.
Für den Planer und Bauunternehmer gilt es daher den Markt genau zu sondieren, denn den hier beschriebenen Anforderungen für den Anschluss an Pelletheizungen genügen derzeit nur sehr wenige Hersteller bzw. Produkte, darunter der Absolut-Schornstein von Schiedel. Er besitzt die GW3-Zulassung bereits seit Anfang 2005 und kann darüber hinaus noch mit verschiedenen anderen Vorteilen aufwarten. Es handelt sich um ein zweischaliges System mit keramischem Innenrohr und integrierter Wärmedämmung, eine Hinterlüftung ist nicht notwendig. Der Wegfall des Dämmens spart zudem Zeit bei der Montage. Der Absolut kann in der Version mit Thermo-Luftzug als Luft-Abgas-Schornstein betrieben werden. Zuluft und Abgase werden in einem System, aber baulich getrennt voneinander geführt. Die geringe Grundfläche ermöglicht dem Architekten trotzdem genügend Freiheit bei der Planung und Ausführung. Der Thermo-Luftzug beim Schiedel Absolut ist wie der Abgaszug werkseitig gedämmt und forciert so die Einhaltung der dichten und energiesparenden Bauweise und somit der EnEV. Er vermeidet zudem eine Kaltader im Haus und verhindert Kondensationsbildung am und im Schornstein.
Mehr Informationen erhalten Sie unter www.schiedel.de. 

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Steigende Preise für die fossilen Energieträger Öl und Gas lassen in Deutschland die Nachfrage nach heimischen Brennstoffen wieder größer werden. Neben der Braun- und Steinkohle rückt Holz zunehmend ins Blickfeld der Verbraucher. Die Gründe liegen klar auf der Hand:
Brennholz steht preisgünstig und direkt vor Ort zur Verfügung. Außerdem verbrennt es CO2-neutral und belastet in diesem Punkt nicht die Umwelt. Der Abbrand verursacht lediglich so viel Kohlendioxid wie die natürliche Verrottung, wobei in beiden Fällen ohnehin nur die Menge CO2 freigesetzt wird, die während des Wachstums gebunden wurde. Da in der Bundesrepublik vom so genannten Holzeinschlagspoten­zial lediglich ein Drittel genutzt wird, steht der nachwachsende Brennstoff auf lange Zeit hin in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Um eine sparsame und umweltgerechte Verbrennung von Holz sicherzustellen sollten beim Kauf einer Feuerstätte einige Punkte unbedingt Beachtung finden. So ist es beispielsweise ratsam vor dem Kauf eines Kamin- oder Kachelofens den zuständigen Schornsteinfeger zu informieren. Er überprüft die Eignung der Abgasführung, berät neutral und gibt wertvolle Tipps rund um die Feuerung.
Darüber hinaus gilt es auf Qualität zu achten. Hierzu zählen neben einer fachkundigen Beratung auch Qualitätssiegel wie der „Blaue Engel“ und das „EFA-Qualitätszeichen“. Sie sind ein Indiz für geprüfte Sicherheit und eine unproblematische Handhabung. Des Weiteren sollte auch eine allgemein verständliche Bedienungsanleitung mit Hinweisen zur ökologischen Betriebsweise im Lieferumfang enthalten sein.
Quelle: EFA

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Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Zweimal Holz sichert Unabhängigkeit

Der komplette Umbau eines bestehenden Gebäudes fordert in jeder Beziehung einen hohen Einsatz. Was ist erhaltenswert, was soll geändert werden? In welchen Schritten ist vorzugehen? Gerade wenn viel Eigenleistung in ein Projekt gesteckt wird, sollte eine exakte Planung vorausgehen. Familie Kortüm in Thamsbrück bei Bad Langensalza (Thüringen) ist zurzeit dabei, einen Komplex aus älterem Wohnhaus und ehemaligen Stallungen in ein zeitgemäßes Gebäude umzuwandeln. Dabei wurde auch eine neue Heizungsanlage installiert. Wir fragten nach den Gründen für die ungewöhnliche Wahl der Wärmeerzeuger – ein Pelletskessel wird mit einem Scheitholz-Kessel kombiniert.
„Heizöl kam für uns nicht in Frage“, erzählen Christine und Henry Kortüm. „Auch Gas wollten wir nicht, denn hier hätten wir nur einen Flüssiggastank aufstellen können.“ Das Interesse an Alternativen zu den herkömmlichen Energieträgern war groß, schließlich sind 190 Quadratmeter Wohnfläche für die dreiköpfige Familie zu beheizen. Daher informierten sich die Eheleute per Internet und nutzten auch eine Fachmesse in Erfurt, um sich holzbetriebene Wärmeerzeuger genau anzusehen. Schließlich ließ man sich ein Angebot der Heizungsbaufirma Kellner ausarbeiten. Das Unternehmen verfügt schon über viel Erfahrung mit den Festbrennstoff-Feuerstätten der Windhager Zentralheizung GmbH. Peter Vogt, der verantwortliche Planer, kombinierte eine moderne Pelletsheizung mit einem Holzvergaser-Kessel und kam damit den Wünschen des Hausherren entgegen. Die Anlage garantiert Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Darüber hinaus kann Henry Kortüm auf Scheitholz zurückgreifen – der preiswerteste Brennstoff überhaupt, da er ihn selbst aufarbeitet.
Moderne Heiztechnik
Die Grundwärmeversorgung stellt der zeitgemäße Pelletskessel BioWIN Exklusiv mit einer Nennwärmeleistung von 6,3 bis 21 kW sicher. Einmal eingestellt verfügt er über den gleichen Bedienkomfort wie ein öl- oder gasbetriebener Wärmeerzeuger. Die Brennerschale besteht aus hochhitzebeständigem Edelstahl mit vollautomatischer Zündung. Ein drehzahlgeregeltes Saugzuggebläse und eine Pellets- Dosierschnecke sind mit für die modulierende Leistungsanpassung verantwortlich. Das heißt, je nach Bedarf wird mehr oder weniger Brennstoff befördert. Der BioWIN bewältigt die Spanne von 30 bis 100 Prozent der Nennwärmeleistung und reagiert so genau auf die gestellten Wärmeanforderungen. Die Verbren­nung selbst steuert die Regelung „Thermocontrol“. Durch die automatische Funktionskontrolle gewährleistet der Kessel eine hohe Betriebssicherheit. Zu den weiteren Leistungsmerkmalen zählen die patentierte Brennerschalen-Entaschung sowie die Heizflächenreinigung, beide laufen automatisch ab. Die integrierte Aschebox auf Rädern muss in der Regel nur ein bis zwei Mal im Jahr geleert werden. An der Anzeige- und Bedien­einheit InfoWIN lassen sich alle relevanten Daten abrufen.
Der Pellets-Nachschub wird über eine Zuführeinheit mit Saugturbine geregelt. Da sich das Pelletslager direkt neben dem Heizraum befindet, sind nur kurze Strecken zu bewältigen. Je nach Bedarf holt sich der Wärmeerzeuger also selbst das benötigte Brennmaterial. Das Lager, hier ein gemauerter Raum mit bis zu 12 m³ Fassungsvermögen, wird über einen Einfüllstutzen beschickt. Normalerweise soll die Lagerkapazität für einen Jahresbedarf ausgerichtet sein, wenn nur ein einziger Wärmeerzeuger für Heizung und Warmwasser eingesetzt wird. Als Faustregel gilt: Pro 1 kW Heizlast wird 0,9 m3 Lagerraum gerechnet. Da bei Familie Kortüm jedoch noch ein zweiter Wärmeerzeuger steht, wurde das Lager nur zur Hälfte gefüllt.
Scheitholz am Wochenende
Der Holzvergaserkessel SilvaWIN Klassik T wird immer dann in Betrieb genommen, wenn Henry Kortüm zu Hause ist. „Es ist sozusagen ein Hobby und auch ein Ausgleich zum Beruf, das Holz zu sägen und zu spalten. Außerdem sparen wir auf diese Weise noch mehr im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen,“ stellt der Hausherr fest. Der Stahlheizkessel, mit einer Nennwärmeleistung von 9,7 bis 17 kW verfügt ebenfalls über die elektronische Verbrennungsregelung „Thermocontrol“. Über eine langlebige und unempfindliche Sonde wird die Verbrennungstemperatur kontrolliert und darauf abgestimmt die beste Luftzuführung eingestellt.
Ist die Anlage erst mal durch die Automatik in wenigen Minuten angeheizt, besticht sie durch ganz geringen Bedien- und Zeitaufwand. Der große Füllraum sowie die effiziente Energieausnutzung – der Wirkungsgrad beträgt über 90 Prozent – bewirken lange Nachlegeintervalle. Für bis zu 12 Stunden Heizleistung reicht der Vorrat. Wird dann Holz eingefüllt, geschieht dies ohne Rauch und Geruch, denn die serienmäßig eingebaute Schwelgasabsaugung verhindert zuverlässig jede Belästigung. Als weiteres Merkmal ist die stufenlose Leistungsanpassung im Bereich von 50 bis 100 Prozent der Nennwärmeleistung zu nennen. Wird weniger Wärme angefordert, fährt das Gerät mit geringerer Last, wobei der Wirkungsgrad jedoch gleichbleibend hoch ist. An der Bedieneinheit InfoWIN lässt sich der laufende Betrieb jederzeit kontrollieren – auf der beleuchteten Volltextanzeige werden die gewünschten Daten übersichtlich dargestellt.
Sowohl der Pellets- als auch der Scheitholz-Kessel sind an einen gemeinsamen Schornstein angeschlossen. Der wurde neu gebaut und mit keramischen Innenrohren versehen. Eine entsprechende Berechnung des Querschnitts erfolgte schon bei der Planung. Als Zubehör wurde ein Zugregler in die Schornsteinwange eingebaut. Er bewirkt einen konstanten Auftrieb und eine gute Durchlüftung des Schornsteins.
Pufferspeicher sammelt nicht genutzte Wärme
Was passiert, wenn die aus der Holzverbrennung erzeugte Wärme gerade nicht benötigt wird? Dann reduziert nicht nur die in Betrieb befindliche Feuerstätte ihre Leistung. Die überschüssige Wärme wird in den Pufferspeicher CaloWIN Klassik eingespeist. Er verfügt über ein Fassungsvermögen von 1.000 Litern. Ein Pufferspeicher „lagert“ also Heizungswasser, kein Trinkwasser. So steht zum Beispiel schon früh morgens Wärme bereit, selbst wenn die Heizung noch nicht angelaufen ist. Das liegt unter anderem an der 10 cm dicken Weichschaum­isolierung. Mit einem Durchmesser von ca. 100 cm und einer Höhe von 220 cm nimmt sich das Bauteil im Vergleich zu den beiden Wärmeerzeugern recht stattlich aus.
Das Modell ermöglicht darüber hinaus die Einbindung einer Solaranlage, die bei Familie Kortüm ebenfalls ins Gesamtenergiekonzept eingebunden ist. „Damit kommen wir dem Ziel, sparsam und umweltverträglich zu heizen bzw. Warmwasser bereitzustellen, sehr nah,“ erläutert Henry Kortüm. Drei Flachkollektoren mit 7,5 m² Fläche liefern im Sommer genug Energie, um den Warmwasserbedarf für die dreiköpfige Familie zu decken. Das System lässt sich auf Wunsch um weitere Kollektoren erweitern und damit eine Heizungsunterstützung erreichen.
Durchdachte Regelung
Bei einer solchen Anlage mit mehreren Komponenten darf eine ausgefeilte Steuerung nicht fehlen. So wird mit Hilfe des Umschaltventils der Wechsel von Pellets- und Scheitholz-Kessel geregelt. Ist die Holzvergaser-Feuerstätte in Betrieb, schaltet sich der pelletsbetriebene Wärmeerzeuger ab. Je nach Bedarf wird die Wärme in den Heizungskreislauf oder in den Warmwasserkreislauf gegeben. Des Weiteren ist eine Rücklaufanhebung integriert. Sie dient in der Heizungstechnik dazu, eine zu große Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf zu verhindern. Dazu wird mit einem Mischerventil dem Rücklauf ein Teil des heißen Vorlaufmediums beigemischt. Sind alle Details erst einmal eingestellt, kann vom Wohnraum aus mit dem digitalen Bedienmodul die Feineinstellung vorgenommen bzw. die Heizungsdaten abgerufen werden.
„Die gesamte Anlage war in nur drei Tagen fertig aufgebaut,“ erzählt Christine Kortüm. Hier war von Vorteil, dass alle Komponenten aus einer Hand kommen und schon werksseitig für die rasche Installation vorbereitet sind. Der Heizraum bot durch seine Größe außerdem gute Voraussetzungen für schnelles Arbeiten. Ein weiteres Kriterium für die Wahl von Windhager-Geräten war die Garantie. Das Unternehmen bietet für alle Wärmeerzeuger fünf Jahre Vollgarantie. Vorausgesetzt, die Inbetriebnahme sowie eine jährliche Wartung sind dokumentiert, umfasst die Garantie nicht nur Material (ausgenommen Verschleißteile), sondern schließt auch die Kosten für Fahrt- und Arbeitszeit des Kundendienst-Technikers mit ein. Außerdem sind Ersatzteile mindestens 15 Jahre lang erhältlich. „Dieses Konzept hat uns überzeugt,“ stellt das Ehepaar einhellig fest. Die herausragende Qualität der Produkte wurde schon mehrmals bei Prüfungen bescheinigt.
Sowohl Pellets- als auch Scheitholz-Kessel sind förderfähig. Das Bundesumweltministerium hat mit dem „Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien“ die Möglichkeit zur Förderung eröffnet. Der aktuelle Stand hierzu ist im Internet abzurufen (www.bafa.de), die Hersteller und die Heizungsbauer helfen hier aber auch weiter.
Fazit
Familie Kortüm hat ihre Vorstellungen einer umweltbewussten, sparsamen Heizungsanlage mit Windhager-Geräten umgesetzt. Sie sind unabhängig von teuren Öl- und Gaslieferungen und nutzen statt dessen den Kohlendioxid-neutralen Brennstoff Holz. Beide Kessel haben nicht nur hervorragende Emissionswerte, sondern überzeugen auch durch hohen Wirkungsgrad, geringen Brennstoffverbrauch und hervorragenden Bedienkomfort. So lässt sich hinsichtlich der Heizung beruhigt in die Zukunft schauen. 
Quelle Fotos:
„Windhager Zentralheizung“
Quelle Text und Grafik:
Wollenberg Last

Ausgabe: 59 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 59 - 1/2006 )

Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Richtige Installationen, die betriebs- und brandsicher durchgeführt sind und zudem an eine mögliche Demontage denken?

Die Gas- und Öl-Brennwerttechnik hatte uns vor rund 15 Jahren zu neuen Fragen in der Abgastechnik geführt. Überdruckabgasleitungen waren bis dato nur bei wandhängenden NT-Geräten bekannt. Die Installationen waren größtenteils bei Dachzentralen und Außenwandgeräten vertreten. Laut Initiativkreis Erdgas & Umwelt ist heute jede zweite neu errichtete Gasheizung bereits eine Brennwertheizung. Mit Einzug der Brennwerttechnik wurde der Überdruckbetrieb mit extremer Abgaskondensation zum Standard. Nach anfänglichen Versuchen mit Aluminium­abgasleitungen hat sich bis heute die Abgasleitung aus Kunststoff durchgesetzt. Dauerhaft temperaturbeständig, korrosionsbeständig und druckdicht sind die wesentlichen Anforderungen an eine Abgasleitung. Bei bestimmungsgemäßer Montage ist das auch so in Ordnung und wird vielfach in der Praxis angewendet. Dem Schornsteinfegerhandwerk muss jedoch nicht gesagt werden, dass die Praxis in einigen Fällen weit von der Theorie abweicht. Eine neutrale Kontrolle der Installation durch das Schornsteinfegerhandwerk hat zweifelsohne eine hohe Berechtigung. Eine erhebliche Anzahl an Abgasleitungen wird nicht bestimmungsgemäß installiert.
Die Bilddokumentationen zeigen, dass eine nachhaltige Installation, die auch die einfache Demontierbarkeit einer Abgasleitung beinhaltet, in vielen Fällen missachtet wird. Dabei wird oftmals die Längendehnung von Abgasleitungen weit unterschätzt. Die garantierte Längsbeweglichkeit ist ein ganz wichtiger Punkt bei der nachhaltigen Installation von Abgasleitungen. Im typischen Einfamilienhaus können durchaus 5–6 cm Längendehnung auf die gesamte senkrechte Abgasleitung entfallen. Kraftschlüssige Verbindungen mit der Gebäudehülle sind die häufigsten Fehler bei der Montage, welche zum Teil erst über einen längeren Zeitraum zu einer Undichtigkeit der Abgasleitung führen.
Wenn dieser Montagefehler auftritt, so kommt zur Regulierung des Schadens erschwerend hinzu, dass die Abgasleitung nicht einfach demontiert werden kann. Oftmals kommen kraftschlüssige Verbindungen der einwandigen Abgasleitung mit dem Gebäude zustande, wenn eine Gewerketrennung am Bau durchgeführt wird. Der Installateur baut nach Vorgabe des Bauträgers die Abgasleitung an die Wand und ein paar Tage später kommt z. B. der Trockenbauer und verkleidet die Abgasleitung dürftig. Über solche vermeintlichen Brandschutzverschläge muss ein separater Fachaufsatz verfasst werden. Die Abgasleitung ist dann nicht mehr mit einfachen Mitteln zu demontieren, weil die Schellenverbindung ein Ausfädeln der Leitung aus dem Schacht verhindert. Dies führt ganz sicher zu einer kompletten Demontage der Schachthülle nebst Schachtoberfläche. Bei Abgasführungen durch gekachelte und aufwendig verkleidete Räume kommt an dieser Stelle ein enormer Kostenaufwand auf die Verursacher zu. Das selbe gilt natürlich auch für konzentrische Abgasleitungen.
Lösungen in der Praxis
In dem hier dokumentierten Bildbeispiel wurde die Fehlinstallation noch rechtzeitig entdeckt und das geprüfte Schachtsystem Skobifix eingebaut. Skoberne kennt seit geraumer Zeit die Montagefehler in der Praxis und hat sich längst um Lösungen gekümmert. Skoberne setzt bei dem Skobifix-System auf eine Installation durch ein Gewerk. Der Installateur montiert nicht nur die Abgasleitung, sondern auch den umkleidenden Brandschutzschacht. Der Brandschutzschacht von Skoberne erfüllt neben dem Brandschutz von 30 bzw. 90 Minuten Feuerwiderstandsdauer auch den Stoßschutz der Abgasanlage sowie die Gasdichtheit des Schachtmantels. Die Abgasanlage ist in der Kombination zugelassen. Abgasleitung und Schacht stellen eine Systemeinheit dar. Alle Öl- und Gasbrennwertanlagen, die über eine „C6-Prüfung“ verfügen, können an die Abgasanlage angeschlossen werden. Das SKOBIFIX® 30-System verfügt im Übrigen über eine Systemzertifizierung mit den Gas-Brennwertgeräten der Firma Vaillant.
Die Abgasleitung wird frei und längsbeweglich mit Abstandhaltern in dem Skoberne-Schacht geführt. Die Längendehnung der Leitung und auch eine mögliche Demontierbarkeit der Kunststoff­abgasleitung ist damit gewährleistet.
Das Deutsche Institut für Bautechnik weist in ihrer eigens erstellten Unterlage „Richtlinie für die Zulassung für Abgasleitungen“ auf diese Problematik hin unter Punkt 3.1.1: „Die Bauteile der Abgasleitung müssen werkmäßig hergestellt und so beschaffen sein, dass sie auch nachträglich in Schächte und Kanäle eingebaut und ausgewechselt werden können.“
Eine weitsichtige Installation ist in erster Linie für den Bauherrn ein wichtiger Faktor. In wirtschaftlich schlechten Zeiten ist es leider oftmals so, dass die Verantwortlichen nicht mehr in ihre Pflicht genommen werden können. Eine aufwendige Sanierung bleibt regelrecht an dem Bauherrn hängen. Die neutrale und weitsichtige Beratung des Schornsteinfegers ist gefragter denn je zuvor!
Quelle: SKOBERNE

Ausgabe: 59 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 59 - 1/2006 )

Schornsteinfeger - die neutralen Experten

Bundesumweltminister bei mitteldeutschen Schornsteinfegern

Vom 18.–26. Februar 2006 drehte sich in den Leipziger Messehallen wieder alles ums Handwerk. Die mitteldeutsche Handwerksmesse hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Plattform für die Präsentation des Handwerks etabliert.
Auf dem drittgrößten Treffpunkt des deutschen Handwerks stelten in diesem Jahr 260 Aussteller aus. Neben den Gewerken Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit und Styling, Nahrungsmittelhandwerk, seltenes Handwerk sowie Dienstleistungen galt der Informationsstand des Schornsteinfegerhandwerks als feste Institution dieser Leistungsschau. Fachliche Unterstützung als ideelle Träger leisten die Handwerkskammern aus Mitteldeutschland. Das Gros der Aussteller kommt aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Auf der diesjährigen Messe gaben sich prominente Politiker ein Stelldichein. Eröffnet wurde sie von ihrem Schirmherren, dem sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Wolfgang Böhmer. Der Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ließ sich bei seinem Messerundgang umweltfreundliche Produkte und Techniken zeigen. So informierte er sich auf dem Stand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks unter anderem über alternative Heiztechniken mit nachwachsenden Rohstoffen. Interessiert verfolgte er dabei die Ausführungen von Standbetreuer BSM Maik Mahlig, der dem prominenten Gast die vielfältigen Möglichkeiten dieser CO2-neutralen Heizvariante erläuterte.
Aber auch der Energiepass stieß bei Herrn Gabriel auf großes Inte­resse. Er zeigte sich erfreut über das Engagement der schwarzen Zunft, in der sich ein Großteil der Mitglieder bereits zum Gebäude-Energieberater qualifiziert hat. Der Bundesumweltminister lies klar erkennen, dass er für eine schnelle Umsetzung des Energeipasses in Deutschland einsteht. Gerhard Metz, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Halle, wies unter anderem auf die Problematik der Feinstaubbelastung hin und bot die Unterstützung des Schornsteinfegerhandwerks in allen Belangen des Umweltschutzes an.
Der Bundesumweltminister zeigte sich sehr beeindruckt von der Beratungskompetenz unseres Handwerks und bedankte sich für die umfassenden Informationen.
Die hohe Beratungskompetenz der Schornsteinfeger wussten auch die zahlreichen Besucher unseres Standes zu schätzen. Die mit Abstand häufigsten Fragen wurden zum Thema Energieeinsparung und alternative Heizmöglichkeiten gestellt. So gab es Kunden, die ihr komplettes Bauprojekt mitbrachten, um detaillierte Planungshinweise zu Festbrennstofffeuerstätten oder nachträglichen Einbau von Schornsteinen zu erhalten. Aber auch Fragen zur Brennstofflagerung und Tocknung wurden umfassend und praxisnah beantwortet.
Fazit
Der Informationsstand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks präsentierte sich zum wiederholten Mal als modernes Dienstleistungsunternehmen auf der mitteldeutschen Handwerksmesse, der wichtigsten Plattform für das Handwerk in den neuen Bundesländern. Dabei stand es seinen Kunden in allen Fragen rund um das Heizen sowie zur Energieberatung als kompetenter und neutraler Ansprechpartner zur Seite. Mit über 172.000 Besuchern wird die Leistungsschau als wirtschaftspolitisches Forum des Handwerks und Informationsplattform für den Verbraucher sehr gut angenommen. Auch auf der nächsten mitteldeutschen Handwerksmesse vom 17. bis 25. Februar 2007 wird es wieder einen Stand der schwarzen Glücksbringer geben. 

Auch das gab es auf der mitteldeutschen Handwerksmesse
Sachsen-Anhalts Fleischer haben am 23. Februar 2006 auf der mitteldeutschen Handwerksmesse die längste Sülze der Welt hergestellt und sich damit einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde gesichert. Vor den Augen der Messebesucher fabrizierte die Fleischerinnung Saale/Elster/Unstrut die Sülze aus dem Fleisch von 250 Schweineköpfen, 50 kg Zwiebeln, 50 kg Gewürzgurken und 150 Litern Brühe. Diese Zutaten ergaben eine Sülze von zirka einer halben Tonne Gewicht. Als „Gussform“ diente eine hygienisch mit Folie ausgekleidete Dachrinne. Ursprünglich hatten die Fleischer eine Länge von 100 Metern anvisiert; 93,30 Meter sind es am Ende geworden. Die letzten Handgriffe übernahm Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Horst Rehberger.

Ausgabe: 54 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 54 - 4/2004 )

Warum messen Schornsteinfeger?

Warum messen Schornsteinfeger?
Schornsteinfegermessung jetzt auch in Ungarn!
Neuheiten rund um den Schornstein
Interview mit Herrn B. Kehm
Qualifizierte Weiterbildung
Aus den 3 Landesinnungsverbänden
Mängel

Ausgabe: 53 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 53 - 3/2004 )

Aktion Kaminkehrer / David umarmt Goliath

Neue Schornsteintechnik:David umarmt Goliath
Die Deregulierung
Technik im Blickpunkt
Neue Messtechnik
Schulungsplan 2004/2005 zum Ausheften
Neues vom Buchmarkt: Kompass TelekommunikationEntscheidungshilfen für Mittel- und Kleinbetriebe
Aktion Kaminkehrer 2004 in Freilassing
Aus den Innungen
Landesinnungsverband Sachsen
Landesinnungsverband Sachsen-Anhalt
Landesinnungsverband Thüringen
Mängel aus der Praxis

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Ausgabe: 52-2 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 52 - 2/2004 )

Ausblick in die Zukunft: Schornsteinfeger als moderne Dienstleister

aktueller Messebericht von der IFH in Nürnberg
Schulungsplan 2004/2005 der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V.
Buderus bereitet Informationen für Schornsteinfeger multimedial auf
Pressekonferenz der Firma Kutzner und Weber auf der IFH zum Thema Energieverlust infolge Luftströmung bei offenen Abgasanlagen
Neues vom Buchmarkt: Einfälle statt Abfälle
Mängel aus der Praxis

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Ausgabe: 52 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 52 - 2/2004 )

Ausblick in die Zukunft: Schornsteinfeger als moderne Dienstleister

Festschrift zum Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks 2004 in Weimar / Thüringen.

Als mitteldeutsche Fachzeitschrift ist DER SCHORNTEIN 2004 offizielle Festschrift des ausrichtenden Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen.

Inhalt:

Grußworte

Vorstellung des LIV Thüringen mit seinen drei Innungen

Portät des Landes Thüringen

Grußworte

Messeplan

SPECIAL: In der Festschrift ist gleichzeitig die aktuelle Ausgabe 2-einhalb 2004

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Ausgabe: 51 , Kategorie: keine ( ARCHIV Ausgabe 51 - 1/2004 )

Die Revolution: der Gen Schornstein 1+1=1

DER SCHORNSTEIN – die Fachzeitschrift Ausgabe 1/2004 erschien Ende März 2004 mit folgenden Themen:

Titelthemen:
Revolution im Schornstein: Der Gen-Schornstein: 1+1=1 (kein Scherz)
Hybridschornstein von Schiedel: Fliegengaze ade
Neues vom Buchmarkt: Kontrollierte Wohnungslüftung , Schornsteinfegerhandwerk schafft Arbeitsplätze

Technik im Blickpunkt:
LAS jetzt blower-door-dicht: Neue Schornsteine auf dem Prüfstand
Inox-Crossal - Effektive Brennwertnutzung
Westaflex Lüftungspaket
1500 € von Jürgen Trittin: Bund fördert Einbau von Pelletkesseln
Infrarot-Kamera FlexCam
Teures sauberes Heizen: schwefelarmes Heizöl in der Kundengunst?
Schornsteinfeger schnüffeln: das Gasspürgerät GSP 1
variabler Euro-Condens von Brötje,
neuer Multilyzer: von Afriso
Neuentwicklungen von RESS: Brigovision II, Uni-Kameraset, Miniatur-Kamera
47.500 Arbeitsplätze: Schornsteinfeger beflügeln Arbeitsmarkt
KLB-Schornsteine expandieren
Schornsteinkopfverkleidungen: Stulpköpfe
Kleinstes Distanzmessgerät der Welt
Schornsteinhalter: Sicherheit im Dachdurchtritt

Regionales:
Mitteldeutsche Handwerksmesse: ein Messebericht
Energieverbrauch im Wohngebäude: der Energiepass
Glücksschweine im Spitzenstrumpf: rußige Sachen im Dessousshop

hier können Sie die Zeitung probelesen

Wenn Sie Interesse an unserer Fachzeitschrift haben, abonnieren Sie den „SCHORNSTEIN“ noch heute und sichern sich somit die rechtzeitige Zustellung der Ausgabe 1/2004. Detaillierte Informationen zum ABO finden Sie hier: Zeitschrift abonnieren

Ausgabe: 51 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 51 - 1/2004 )

Die Revolution: der Gen Schornstein 1+1=1

...oder von Zweien, die auszogen, den Hausbau zu revolutionieren

Ich stehe im Supermarkt – Gemüsereihe 8. Auf der Erbsendose klebt das Etikett „Genfrei“ – rin in’n Korb. Am Obststand strahlen die superroten Tomaten mit den scharlachroten Erdbeeren um die Wette, während das ablosut fettfreie Beef auch nach Tagen in der Theke nicht schimmelt. Gentechnik beherrscht die Landwirtschaft heutzutage – ob wir es wollen oder nicht. Gut oder schlecht sei mal dahingestellt. Es gibt frostsicheren Weizen, Kreuzungen zwischen roten und gelben Rosen, orangen und roten Äpfeln, Öfen und Schornsteinen . . . Öfen und Schornsteinen? Wie das denn? Eine Symbiose aus Ofen und Schornstein? Ein Hybridschornstein? Was hier auf den ersten Blick wie Zukunftsmusik klingt – ist weder ein Aprilscherz allgegenwärtiger Genforschung, noch eine Schreibtischidee geistig umnachteter Visionäre! Es ist Stein –gewordene Realität! Ein „Schofen“ quasi.

Der Schornsteinhersteller PLEWA und der Kaminhersteller Olsberg hatten eine Vision: ein sofort einsatzbereiter Kamin. So konstruierten die Techniker beider Firmen drauflos und waren erfolgreich. Diese durchaus gelungene Symbiose aus Schornstein und Ofen hat eine Zulassung bekommen (Z-7.1-3129) und kommt jetzt auf den Markt. In Bauteilen von max. 6 m Länge und mittels Kran in kürzester Zeit montiert, ist der PLEWA-Olsberg-UniTherm schon nach wenigen Minuten betriebsbereit. So kann der Bauherr bereits in der Ausbauphase umweltfreundlich mit Holz heizen. Vorausgesetzt, die Lagerfristen für Holz sind eingehalten und der Bauherr passt auf, dass sein UniTherm nicht als Bauschuttverbrennungsanlage zweckentfremdet wird. Der PLEWA-Olsberg-UniTherm lässt sich in Häusern ohne Keller direkt auf der Bodenplatte bzw. dem Erdgeschossfußboden platzieren. Reinstellen und Heizen. Herstellerangaben zufolge kannder Bauherr mit dem PLEWA-Olsberg-UniTherm ca. 3.000 Euro sparen. Er benötigt weder aufwändige Installationen für die Zufuhr von Verbrennungsluft, noch einen separaten Ofen mit Anschlussöffnungen, Rohren und Strahlungsschutz, auch keine etwaigen Verriegelungen für lüftungstechnische Anlagen. Kosten für eine separate Schornsteinkopfverkleidung entfallen, sofern Spaltklinker, Putz oder Anstrich werkseitig vorgenommen werden. Und noch ein Vorteil: kein Ofenfundament im Wohnzimmer im 2. Stock, wodurch wertvolle Wohnfläche erhalten bleibt. Gerade im Fertighausbau ist dies ein Vorteil.

Die Technik
Alles ist im Schornsteinschacht integriert. Der Mantel ist aus gefügedichtem Leichtbeton. Die Wärmeübertragung erfolgt über dezent angeordnete Konvektionsluftöffnungen. Die selbst schließende Ofentür sorgt für ausreichende Dichtigkeit und verhindert Rauchgasaustritt. Eine integrierte Scheibenspülung sorgt für rußfreie Sicht auf das Feuer. Clou: Sofern ein Keller vorhanden ist, besteht die Möglichkeit, die Asche im Keller zu sammeln, wo sonst der Schornsteinfeger den Ruß entnimmt. Die Verschmutzung der Wohnung, auch bei Kehrarbeiten, unterbleibt. Über dem Einsatz befindet sich eine Art Fangkorb für das Kehrgerät.

Raumluftunabhängig und Blower-Door-Dicht
Als LAS – oder muss man jetzt LRS sagen (Luft-Rauchgas-Schofen) – sind Schornstein und Ofen ein geschlossenes System und blower-door-dicht. Aufwändige Installationen, separate Zuluftöffnungen, Verriegelungen mit Dunstabzugshauben oder Lüftungsanlagen usw. entfallen. Die raumluftunabhängige Betriebsweise lässt den Sauerstoff im Haus und verhindert die Raumauskühlung. In diesem Vorteil liegt aber auch der Schwachpunkt. Dieses System wurde für blowerdoor-dichte Häuser entwickelt, die garantiert ENTLÜFTET WERDEN MÜSSEN. Hier liegt der berühmte Hase im Pfeffer. Betrachtet man den Einsatz der bekannten geschosshohen Schornsteine in Fertigteilhäusern – Plewa vorne mit an – wurde in der Vergangenheit oft auf die „teuren“ lüftungstechnischen Anlagen verzichtet. Dieses Geld wurde in den zweiten Schornsteinzug für den Kamin investiert. Dort steht heute bei vielen ein Baumarkt-Kaminofen. Nach wie vor muss gesagt werden, dass solche raumluftabhängigen Feuerstätten durchaus für ein gutes Raumklima sorgen, wenn denn sonst nicht gelüftet wird. Sind wir doch mal ehrlich: Wer baut sich ein Haus? Eine Familie, in der beide erwerbstätig sind und zwischen 6 und 7 Uhr das Haus ohne Zeit für eine 15-minütige Stoßlüftung verlassen. Die Heizungselektronik drosselt um 7 Uhr ab und fährt 16 Uhr wieder hoch. Wohl kaum ein Häuslebauer wird seine Fenster tagsüber offen stehen lassen. Das wäre versicherungsrechtlicher Selbstmord. Gegen 17 Uhr kehrt die Familie wieder heim, evtl. nach dem Einkaufen auch später. Draußen ist’s kalt, man wärmtsich auf, kocht, badet, duscht – lüftet aber nicht. In Praxis hat sich diese „Menschlichkeit“ aber noch nicht in allen Planerköpfen fundamentiert. Manche Planer, auch Publizierende, sprechen von einem natürlichen Bedürfnis des Menschen, die Fenster zu öffnen – gar auf den Balkon/die Terrasse zu gehen. Im Winter? Nein! Im Winter nicht – im Sommer – aber im Sommer kondensiert auch keine Luftfeuchtigkeit an den Wänden. Hier sind wohl noch einige Grundsatzdiskussionen zu führen. Wenn aber lüftungstechnische Anlagen blowerdoor-dichte Häuser aus bauphysikalischen Gründen entlüften (müssen), ist der raumluftunabhängige „LRS“ absolut empfehlenswert. Die konzentrische Anordnung von Luftschacht und Abgaszug führt zur Wärmerückgewinnung über die komplette Anlagenhöhe und verbessert den Wirkungsgrad. Das garantiert gute Zugverhältnisse und ein solides Feuer ohne unnötige Umweltverschmutzung. Ob die Anordnung vom Zulufteintritt nahe der Abgasmündung negative Windeinflüsse, auch bei Anordnung der Mündung unterhalb des Dachfirstes, verhindert, wird die Praxis zeigen. Plewa ist sich dessen aber sicher. Dies ist Voraussetzung für den Betrieb in Passiv- und Niedrigenergiehäusern. Mit dem PLEWAOlsberg-UniTherm werden alle Anforderungen der Energieeinsparverordnung erfüllt.

Fazit:
Der PLEWA-UniTherm verbindet fortschrittliche Schornsteintechnologie mit einem Kamin. Diese aufeinander abgestimmte Einheit überzeugt in Funktion und Design. Eine alternative raumluftabhängige Variante für Häuser ohne lüftungstechnische Anlagen wäre sicher von Vorteil. Andererseits drängt sich unweigerlich die Frage auf, warum in den Schacht keine lüftungstechnische Anlage integriert wird? Wenn schon Hybridschornstein, warum dann nicht bis zur Endkonsequenz umgesetzt? Dies ist aber keine Kritik an der zweifelsohne applauswürdigen Entwicklung Plewa und Olsberg´s. Es wurde hier ein Meilenstein in eine neue Generation von Schornsteinsystemen gesetzt, der mit Sicherheit weitere Kreativität freisetzen wird.

Sven Schoppenhauer
verantw. Redakteur

Ausgabe: 50 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Die Bilder zeigen eine neue durch ein Fachunternehmen mit Gewalt eingebrachte Schornsteinsanierung, die der Kollege zur Abnahme so vorgefunden hat.
Fotos: BSM Olaf Lugk

Ausgabe: 50 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Undichtheiten dieser Abgasanlage einer raumluftunabhängigen Feuerstätte führten zu Versottungserscheinungen im Schornsteine. Aus den Undichtheiten tritt neben dem gefährlichen Abgas aus Kondenswasser aus, welches an der Abgasleitung runterläuft und eine Laache an der Schornsteinsohle bildet. Deutlich ist auf der Auflage der Abgasanlage das anfallende Kondensat zu erkennen. Erste äußere Anzeichen einer solchen Undichtheit sind feuchte, oftmals auch braune Flecken unten am Schornstein.

Fotos: BSM Torsten Kiel

Ausgabe: 50 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Bei dieser Anlage wurde versäumt, den Schornstein vor der Querschnittsanpassung zu reinigen. Deutlich ist zu sehen, dass der Raum zwischen dem Edelstahlrohr und dem Schornsteinschacht voll Ruß liegt.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Garant zur Sicherung der Tätigkeiten im Schornsteinfegerhandwerk

Die zunehmende Liberalisierung des Handwerks in Deutschland verbunden mit der Erweiterung der EU und der Übertragung des europäischen Rechts auf Deutschland, werden auch für unseren Beruf erhebliche Veränderungen mit sich bringen. Aus diesen Gründen macht sich insbesondere die Stabilisierung und permanente Aktualisierung des vorhandenen Bildungsniveaus aller im Schornsteinfegerhandwerk Beschäftigten erforderlich. Nur durch Kontinuität und eine hohe Qualität der Weiterbildungsmaßnahmen kann man diesen Anforderungen im vollen Umfang gerecht werden.
In diesem Zusammenhang sei der richtungsweisende Zusammenschluss der Landesinnungsverbände Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zu einem gemeinsamen Bildungsverbund in Mitteldeutschland erwähnt. Durch die Gründung des Schulvereins und die Einrichtung der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks in Mörtitz wurde eine optimale Grundlage für die Aus-, Weiter- und Fortbildung aller Berufsangehörigen geschaffen.
Die Bildungsinhalte der einzelnen Lehrgänge wurden in der Vergangenheit den Berufsaufgaben angepasst und werden auch in der Zukunft zeitnah den aktuellen Erfordernissen entsprechen. Um allen Anforderungen in Hinblick auf handwerkliche Fähigkeiten und Fertigkeiten gerecht zu werden, müssen sicherlich auch in zunehmendem Umfang praktische Schulungsthemen auf allen Bildungsebenen einbezogen werden.
So wird im Schulungszyklus dieses Jahres die Demontage, Reinigung, Montage und Einstellung von Brennern an Ölfeuerungsanlagen geschult und unter fachkundiger Anleitung praktisch durchgeführt. Das Ziel dieser Bildungsmaßnahme ist das Erkennen der Zusammenhänge von regelmäßiger notwendiger Wartung und Überprüfung, der Optimierung der Verbrennung, sowie dem Erzielen eines hohen Wirkungsgrades der Feuerungsanlage. Der Schornsteinfeger muss in der Lage sein das Ergebnis seiner Messung zu bewerten und dem Kunden mögliche Ursachen für die Beanstandung zu erläutern.
Die Optimierung der fachlich einwandfreien und qualitätsgerechten Erfüllung der Tätigkeiten beim Kunden vor Ort muss sich als Ziel bei allen Teilnehmern im Ergebnis der Weiterbildungsmaßnahmen manifestieren. Zur Umsetzung der Weiterbildungsthemen sind alle materiellen, ideellen sowie personellen Voraussetzungen geschaffen wurden. Ein besonderer Dank gilt den Autoren für ihr Engagement bei der Erstellung des Schulungsheftes 2004 sowie allen weiteren an der Vorbereitung der Jahresschulung Beteiligten.
Hans Poltersdorf
Leiter der Bildungsstätte

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Der praktische Leistungswettbewerb der Thüringer Schornsteinfeger fand am 5. September 2003 im Berufsbildungszentrum der HWK Erfurt statt.
Das Ziel ist, wie in jedem Jahr, begabte Lehrlinge in der beruflichen Entwicklung zu fördern. Die Werkstätten des Berufsbildungszentrums boten uns für diesen Tag beste Voraussetzungen. Unsere Prüflinge bewiesen durch gute Leistungen, ihre Kenntnisse über Prüfung und Beurteilung von Feuerungsanlagen.
Als Sieger wurde Matthias Elster (Kammerbezirk Ostthüringen) vom Ausbildungsbetrieb des BSM Frank Elster, Remtendorf ermittelt. Zweiter Sieger wurde Jan Taube und den 3. Platz belegte Falko Mittwoch. Matthias Elster wird unseren Landesverband bei dem Bundesausscheid in Berlin vertreten. Wir wünschen ihm für diesen Wettbewerb viel Erfolg.
LBBW Jörg Kurch

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Im September fand im Haus der Innung in Craula der jährliche Workshop statt.
Bei der Informationsveranstaltung ging es hauptsächlich um neueste Überwachungstechnik und neue Heizsysteme. Zu diesem Thema fand auch eine Ausstellung von Herstellern von Kesselanlagen oder Kaminen statt. Hierbei konnte man sich über technische Neuerungen informieren.
Ein weiterer Höhepunkt bei dem Workshop war die Gesellenfreisprechung von vier Gesellen der schwarzen Zunft. Zu der Urkunde für die erfolgreich bestandene Gesellenprüfung bekamen die neuen Kollegen ein Buch zur Geschichte des Schornsteins und des Schornsteinfegerhandwerks vom 9. bis 20. Jahrhundert vom Innungsobermeister Thomas Menge überreicht.
Wie es aus einem Gespräche mit dem Innungsobermeister Thomas Menge zu hören war, befinden sich sieben Lehrlinge in der Ausbildung. Auch diese hoffen, in ein paar Jahren bei der Gesellenfreisprechung dabei zu sein.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Der praktische Leistungswettbewerb der Thüringer Schornsteinfeger fand am 5. September 2003 im Berufsbildungszentrum der HWK Erfurt statt.
Das Ziel ist, wie in jedem Jahr, begabte Lehrlinge in der beruflichen Entwicklung zu fördern. Die Werkstätten des Berufsbildungszentrums boten uns für diesen Tag beste Voraussetzungen. Unsere Prüflinge bewiesen durch gute Leistungen, ihre Kenntnisse über Prüfung und Beurteilung von Feuerungsanlagen.
Als Sieger wurde Matthias Elster (Kammerbezirk Ostthüringen) vom Ausbildungsbetrieb des BSM Frank Elster, Remtendorf ermittelt. Zweiter Sieger wurde Jan Taube und den 3. Platz belegte Falko Mittwoch. Matthias Elster wird unseren Landesverband bei dem Bundesausscheid in Berlin vertreten. Wir wünschen ihm für diesen Wettbewerb viel Erfolg.
LBBW Jörg Kurch

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Vom 26. bis 28. September 2003 öffneten sich zum dritten Mal die Tore zur Haus + Technik auf dem Messezentrum Erfurt. Rund 180 Aussteller zeigten vielfältige Anregungen für Haus und Heim.
Das Schornsteinfegerhandwerk wollte natürlich auf dieser vielseitigen Messe nicht fehlen und organisierte einen Messestand, wo sich viele interessierte Besucher beraten ließen. Alles zum Thema Brennstoffe und Heiztechniken stießen beim Publikum auf große Nachfrage. In diesem Jahr konnten sich die Verbraucher an einem Stand der Gemeinschaft „Heizen mit Holz“ über moderne und komfortable Holzheizungen informieren. Danach kamen die Verbraucher zielstrebig auf den Stand der Schornsteinfeger zu, um sich weitere sachkundige Informationen zu holen.
Viele Messebesucher erkundigten sich auch nach der Mess- und Überprüfungstechnik des Schornsteinfegers. Die Handhabung einer Schornsteinkamera konnten dann auch einige Besucher selbst probieren. Die kleinen Schornsteinfeger und Luftballons als Präsente waren schnell vergriffen. Aber auch die Infobroschüren und Flyer waren bei den Messebesuchern sehr begehrt, da diese alles Wichtige des Schornsteinfegerhandwerks beinhalten und neutral beraten.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Der 8. Thüringentag fand vom 3. bis 5. Oktober 2003 in Mühlhausen statt. Die Schornsteinfeger­innung sah es schon fast als Tradition, bei diesem Festakt mitzuwirken.
Bei der Handwerkermeile und Südthüringer Zunftstraße waren auch die Schornsteinfeger wieder präsent. Auf der Meile gab es natürlich viel zu schauen, aber viele Besucher nutzten auch die Gelegenheit sich mit Handwerksmeistern auszutauschen oder Informationen einzuholen. Sehr erfreut über die begeisterten Besucher aus allen Landesteilen und den Nachbarländern standen die Schornsteinfeger an ihrem Infostand Rede und Antwort.
Unter den prominenten Besuchern war auch Thüringens Ministerpräsident Althaus, der sich ein Bild über die Vielseitigkeit des Schornsteinfegerhandwerks machen konnte. In der schwarzen Berufskleidung wurden dann auf dem Thüringentag 500 Bratwürste an die Besucher gebracht. Dafür haben die Kollegen um eine Spende gebeten. Mit dem Erlös der Aktion sollen Rauchmelder an Kindereinrichtungen im Unstrut-Hainich-Kreis gespendet werden.
Der Höhepunkt des Thüringentages war der traditionelle Festumzug. Zu Fuß oder auf zwei Rädern nahmen viele Kollegen an der fast drei Kilometer langen Zugstrecke teil, um das Schornsteinfegerhandwerk zu präsentieren. Natürlich waren die Knöpfe poliert und der Zylinder aufgesetzt. Bei diesem Umzug spiegelte sich das Traditionsbewusstsein der Schornsteinfeger wider.
Die zahlreichen Luftballons und kleine Schornsteinfeger wurden unter die besonders vielen Besucher verteilt.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Die Schornsteinfeger-Innung der Kreishandwerkerschaft Schmalkalden-Meiningen hat den Ruf als Glücksbringer wieder bestätigt. Für die Bewohner des Wernshäuser Kinderheimes brachten sieben schwarze Männer den Kamin des Hauses in Ordnung, damit das Feuer neu entfacht werden kann.
Werner Truthan, BSM in Wernshausen, hatte im Juli bei der Feuerstättenschau im Heim festgestellt, dass der Kamin in der Diele der alten Villa nicht mehr nutzbar, teils total baufällig war. Das war ein Schock für die Kinder des Heims und natürlich für die Leiterin Frau Sabine Weisheit.
Da klopfte das Glück an: Die Mitglieder der Schornsteinfegerinnung setzten sich zusammen und einigten sich darauf, den Kamin in der Freizeit wieder in Stand zu setzen. Die Männer in Schwarz mussten richtig viel Arbeit investieren, um aus dem alten Kamin ein Prachtstück zu machen.
Als die Schornsteinfeger den Abzug frei geräumt hatten und die restlichen Arbeiten vollbracht waren, befestigte der Ofensetzermeister Bernd Kanzler aus Bad Salzungen die Platten am Kamin. Zur offiziellen Übergabe des Kamins kamen die Männer in ihrer typischen Bekleidung in Schwarz. Weiterhin kam der CDU-Landtagsabgeordnete Prof. Dr. Jens Goebel und begrüßte diese Aktion und wünschte sich Nachahmung. Jetzt spendet der Kamin den Kindern in der Advent- und Weihnachtszeit wieder Wärme und Behaglichkeit.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Fast schon ständige Veränderungen im Vorstand der Innung im Kammerbezirk Halle
Die Hauptinnungsversammlung für das laufende Jahr 2003 wurde am 14. 11. 2003 in Halle-Peißen im Treff-Hansa-Hotel durchgeführt. Der Obermeister, Kollege Metz, konnte neben den Mitgliedern, den Landes­innungsobermeister und Präsidenten der Handwerkskammer Halle, den Kollegen Thomas Keindorf, sowie den Obermeister der Innung Magdeburg recht herzlich begrüßen. Weiterhin hatte er die Ehre, die durch den Innungsbeschluss im Mai ernannten Ehrenobermeister, Herrn Ronald Edler und Herrn Rolf Kramer, an diesem Tage zu ihrer Wahl beglückwünschen zu können. Die Mitgliederversammlung freute sich über fünf neue Kollegen, die auf Probe bestellt wurden. Dies war in den letzten Jahren, durch die allgemeine Situation des Verlustes von Kehrbezirken, leider schon lange nicht so. Unser Obermeister, der nun schon fast ein Jahr dieses Amt inne hat, legte Bericht über die vergangenen Monate ab. Es gab und gibt viele den Beruf betreffende Änderungen. Aber auch in einer solchen, durch Veränderung gekennzeichneten Zeit, ist es notwendig die Zeichen zu erkennen und für den Berufsstand die positiven Möglichkeiten darzulegen.
Mahnende aber auch aufmunternde Worte wurden durch den Landesinnungsmeister Thomas Keindorf an die Versammlung gerichtet. Er appellierte an die Sorgfaltspflicht und an den persönlichen Einsatz eines jeden Kollegen, um die Veränderungen gut zu meistern. Weiterhin wurden die Mitglieder über handwerkspolitische Entscheidungen, die auch den Berufsstand betreffen, informiert.
Leider musste in diesem Jahr wieder ein Vorstandsbereich neu besetzt werden, da im Juli der Kollege Ludwig, unser Berufsbildungswart, unerwartet verstorben ist. Für diese Position gab es nur einen Kandidaten. Und das war der Kollege Pitt Thorsten Streit, der seit Ende Juli in diesem Amt kommissarisch arbeitete. Der Kollege Streit ist als ausgebildeter Auditor gleichzeitig als QM/UM-Beauftragter der Innung tätig gewesen. Beide Ämter wurden in höchster Qualität und Einsatzbereitschaft durch Herrn Streit bearbeitet.
In verdeckter Wahl wurde der Kollege Streit mit einem sehr eindeutigen Ergebnis in das Amt des Berufsbildungswartes der Innung im Kammerbezirk Halle gewählt. Mit dieser Wahl ist der Kollege Streit auch offiziell der Beauftragte für das Qualitäts- und Umweltmanagement der Innung. Somit ist der Vorstand wieder komplett und wir wünschen dem Neugewählten viel Schaffenskraft und Erfolg.
Der Vorstand

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Zum zweiten Mal nach 2002 hat sich Sachsen-Anhalt aktiv an den Europäischen Biomassetagen beteiligt. Landwirtschafts- und Umweltministerin Petra Wernicke hat alle Anbieter und Verarbeiter von Biomasse für den 29. September zur zentralen Fachveranstaltung nach Bernburg eingeladen. Zugleich haben sich Anlagenbetreiber während der Biomassetage vom 28. September bis 5. Oktober an ihren Produktionsstätten mit Tagen der offenen Tür vorgestellt. Besucher hatten die Möglichkeit, Technik und Verfahren auf dem Gebiet der Biomasse zu erleben.
Ministerin Wernicke erklärte: „Biomasse ist nicht allein Zukunftsmusik. Ihre Nutzung kann bereits heute der wirtschaftlichen Entwicklung im Land zusätzliche Impulse verleihen.“ Zugleich appellierte die Ministerin an alle Anbieter und Verarbeiter, die Biomassetage aktiv für die Imagewerbung zu nutzen: „Die Europäischen Biomassetage sind eine Drehscheibe für Landwirtschaft, Wirtschaft und Wissenschaft. Niemand sollte es versäumen, sich dort zu präsentieren und sich mit neuem Wissen auszustatten.“ Mit den Tagen der offenen Tür haben die Anbieter nach Worten der Ministerin die „einmalige Chance“, Menschen für die Biomasse-Branche zu sensibilisieren: „Biomasse ist ökologisch sinnvoll. Um vom Verbraucher akzeptiert zu werden, muss aber auch der Preis stimmen.“
Das Schornsteinfegerhandwerk hat sich unter Federführung des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt zur Festveranstaltung mit seinen Leistungen auf einem Messestand präsentiert.
Der Trend zur Zweitfeuerstätte mit Biomasse war auch hier deutlich zu spüren. Kann ich meinen Schornstein noch nutzen? Kann ich mit einer Zusatzfeuerstätte fossile Brennstoffe und damit Heizkosten sparen? Diese und noch viele andere Fragen wurden den Standbetreuern gestellt. Ganz nebenbei konnten auch noch interessante Gespräche rund um das Heizen mit Holz geführt werden. Etliche Anbieter für Holzfeuerstätten aber auch Holz verarbeitende Betriebe rundeten die messeähnliche Veranstaltung ab.
Hintergrund:
Sachsen-Anhalt gilt als guter Standort für den Bereich Biomasse. Dies hat unlängst eine Potenzialstudie bescheinigt. Zu energetisch nutzbaren Biomassen zählen organische Reststoffe, die in der Land- und Fortwirtschaft, der Industrie und den Haushalten anfallen, wie Abfall- und Restholz, Stroh, Gras, Laub, Dung, Klärschlamm und organischer Abfall. Produkte aus organischen Rest- und Abfallstoffen sind insbesondere Biogas, Deponiegas und Klärgas.
Die Europäischen Biomassetage der Regionen fanden erstmals im Oktober 1997 statt. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 20 Länder an der Informations- und Veranstaltungsreihe. Bei der Sachsen-Anhalt-Premiere im Vorjahr hatten mehrere hundert Menschen die Möglichkeit genutzt, vor Ort bei Anlagenbetreibern Einblick in den Biomasse-Bereich zu bekommen.

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Nachdem verschiedene Brennholztage in den vergangenen Jahren im RP Leipzig durchgeführt worden waren, hatte sich, auf Grund der immer größeren Nachfrage durch die Bürger, auch das sächsische Forstamt Leipzig zur Durchführung eines Brennholztages entschlossen.
Eben diese Nachfragen, nach einer alternativen, zusätzlichen Wärmequelle, veranlasste die Stadt Leipzig am 08. 11. 2003 im „Schkeuditzer Forst“, Nähe Autobahnkreuz, diesen Tag durchzuführen.
Im Vorfeld fand eine Zusammenkunft der sich beteiligten 25 Gewerke und Ämter vor Ort statt. Hierbei wurde der organisatorische Ablauf abgesprochen und durch eine Begehung die einzelnen Standorte im Forst festgelegt. Neben den verschiedenen Ausstellern von Holzvergaser-Kesseln, Kaminöfen und Heizeinsätzen, Anbietern von Holzverarbeitungsmaschinen und dem Holzhandel war alles vertreten, was den Brennstoff Holz derzeit so attraktiv macht.
Vertreten waren ebenfalls Informationsstände des Energieeffizienzzentrums Dresden, verschiedener Naturschutzinstitute, der Schutzgemeinschaft „Deutscher Wald“ und des Amtes für Umweltschutz Leipzig.
Attraktionen für die Besucher waren u. a. die Jagdhornbläsergruppen, Holzbildhauer, sowie eine Holzauktion, bei der man äußerst günstig einige Festmeter Holz ersteigern konnte.
Die Innung Leipzig war an diesem Tage mit ihrem Informationsstand wieder ein wichtiges Bindeglied zwischen den Herstellern von Feuerstätten für die Verbrennung von Holz und den Verbrauchern. Die Besucher konnten sich hierbei über Bedingungen für den Anschluss dieser Feuerstätten an Schornsteine beraten lassen.
Der Informationsstand unserer Innung bot einen Einblick in die Tätigkeiten unseres Handwerks, die sich durch Errichtung und Betreibung solcher Anlagen notwendig machen. Ausgestellt wurden deshalb Kehrgeräte aller Art, ein Feststoff- und ein Holzfeuchtemessgerät, sowie Infomaterial zum Einsatz von Festbrennstoffen angeboten. Der mit zwei Kollegen besetzte Stand konnte die vielen Kunden- und Verbraucheranfragen kaum bewältigen. Die weit über 6000 Besucher an diesem Tag machten deutlich, dass der Brennstoff Holz als Alternative zu ständig teurer werdenden fossilen Brennstoffen angesehen wird.
Matthias Steinberg
BÖA Schornsteinfeger-Innung Leipzig

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Kollegen Schornsteinfegermeister Carsten Steinberg und Thorsten Knittel bei der Hochzeit eines CDU-Abgeordneten im Weißen Haus im Agrarpark Markkleeberg

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Am 13. 10. 03 fand die 2. Innungsversammlung 2003 im RP Leipzig in den Kongressräumen des Hotels „Kloster Nimbschen“ bei Grimma statt. Dieses wunderschöne Anwesen, welches im Zentrum des Jahrhunderthochwassers lag, bot nach seinem Wiederaufbau die gleichen, hervorragenden, äußeren und inneren Bedingungen wie schon zum Landesverbandstag 2002. Im Hotel selbst hatten verschiedene Aussteller und Softwarehäuser die Gelegenheit ergriffen, die zahlreich anwesenden Kollegen über ihre Angebote zu informieren.
Zur Eröffnung der Sitzung begrüßte OM Johannes Langer den LIM Hartmut Kettner und den Schulleiter Hans Poltersdorf, so wie die anwesenden Kollegen auf das herzlichste. Unter dem Beifall aller Anwesenden wurden die BSM Klaus Singer und Helmut Schmidt mit einem kleinen Präsent zum Anlass ihrer 50-jährigen Berufsangehörigkeit geehrt.
Nach der Annahme der Tagesordnung und der Niederschrift der vorherigen Innungsversammlung sprach OM Langer in seinem Bericht über die jüngsten berufspolitischen Entwicklungen. Er stellte bei seinen Ausführungen den Stellenwert der Umsetzung des Qualitäts- und Umweltmanagementsystems für die Zukunftssicherung unseres Handwerks heraus. Einsparungen im Innungsbereich und die Entscheidung über eine „jährliche „Sondertilgung“ zur Auflösung von Verbindlichkeiten wurden von allen Kollegen als ein Schritt in die richtige Richtung gewertet. Zum neuen Berufsbildungswart wurde Koll. Olaf Hilgers und zum neuen Kassenwart Koll. Thomas Zeitler in den Vorstand gewählt. Die Vorkalkulation für den Haushaltsplan 2004 wurde durch Abstimmung mehrheitlich bestätigt. Es folgten die einzelnen Geschäftsberichte des BÖA, des TIW und des BBW/QM/UM-Beauftragten der Innung. Der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit Matthias Steinberg betonte in seinem Bericht die notwendige Sensibilität beim Umgang mit politischen Entscheidungsträgern. Die Ausrichtung der 7. mitteldeutschen Handwerksmesse 2004 und die Vorbereitung der Teilnahme am 1. Leipziger Brennholztag waren weitere Schwerpunkthemen. TIW Uwe Berger berichtete u. a. über die für die Zukunft beabsichtigten bundesdeutsch einheitlichen Karteikarten und Bescheinigungen, durch die nicht nur ein einheitliches Auftreten, sondern auch eine größere Rechtssicherheit für unseren Beruf erreicht werden soll.
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde durch den Landesinnungsmeister Hartmut Kettner über den derzeitigen Stand von Reformen in unserem Handwerk informiert. Anlass ist die vorgesehene Anpassung des deutschen Schornsteinfegerrechts an EU-Recht. Mit einer Schilderung des Verlaufs der ersten Tarifverhandlung im Tarifgebiet 5 beendete der LIM seine Ausführungen. 
Matthias Steinberg,
BÖA Schornsteinfeger-Innung Leipzig

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Am 25. 10. 2003 wurde im Leipziger Gewandhaus 378 Jungmeistern aus 16 Gewerben und 33 Betriebswirten des Handwerks die Meisterurkunde feierlich überreicht. Anhand der vielen Zylinder im Saal war die Präsenz der Schornsteinfeger nicht zu übersehen.
Schon in seiner Eröffnungsrede bezog sich der Präsident des Sächsischen Handwerkstags Joachim Dirschka auf die geplante Novellierung der deutschen Handwerksordnung. Seine Rede richtete sich offensichtlich an den parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Rezzo Schlauch, der der Feier ebenfalls beiwohnte. Dirschka verwies in seiner Rede auf die Diskussion um die Abschaffung des Meisterbriefes, der in Zukunft in vielen Gewerken nicht mehr Voraussetzung zur Eröffnung eines Handwerksbetriebes sein soll. Aus einer mehrjährigen Tätigkeit im Beruf könne nicht automatisch die Qualifikation zur Führung eines Handwerksbetriebes und zur Ausbildung von Lehrlingen geschlossen werden. Rezzo Schlauch konterte in seiner Antwortrede mit den Argumenten, dass das deutsche System nicht exportierbar wäre und eine Dienstleistung auch ohne Meistertitel erbracht werden könne. Es solle unternehmerischer Freiraum geschaffen werden.
Das mit vielen Gästen aus dem In- und Ausland voll besetzte Gewandhaus wurde im Anschluss an die Eröffnungsfeier Zeuge einer offenen Gesprächsrunde zu diesem Thema. Teilnehmer waren neben Joachim Dirschka, Rezzo Schlauch, der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee, Frank Strese – selbstständiger Friseurmeister und Andrè Fleischer, frisch gebackener Meister des Maurer- und Betonbauerhandwerks. Moderiert wurde die Runde von dem freien Journalisten Volkmar Hahn. Die Diskussion stand unter dem Thema „Meisterbrief – Qualifikation mit Zukunft“.
Staatssekretär Schlauch fügte in der Diskussion seinen Argumenten hinzu, dass weite Bereiche der Wirtschaft auch ohne Meisterbrief funktionieren würden und der Verbraucher über die Qualität der zu erbringenden Dienstleistung entscheiden solle. Ein Frisör könne auch als Geselle bestimmte Dienstleistungen erbringen. Mit den angedachten Reformen würden entwicklungshemmende Strukturen beseitigt werden. Unter stürmischem Beifall erwiderte Frisörmeister Strese, dass es um die Wirtschaftlichkeit unserer Betriebe ginge, nicht um Einzelleistungen. Bei Auflösung der Betriebsstrukturen wäre z. B. keine Ausbildung mehr möglich und damit die Zukunft des Handwerks gefährdet. Oberbürgermeister Tiefensee wendete ein, dass die Qualität des deutschen Handwerks nicht gefährdet werden darf. Das Handwerk würde so wie so schon durch Schwarzarbeit beeinträchtigt und damit die Wirtschaft langfristig ruiniert. Der Präsident des sächsischen Handwerkstages Dirschka brachte die Diskussion auf den Punkt in dem er feststellte, „Eine Reform ist nicht das Problem. Es fehlen uns die Aufträge, und mehr Betriebe bedeutet nicht zugleich mehr Arbeit.“
Zum Abschluss der Diskussion überreichte er Staatssekretär Schlauch symbolisch Mütze und Schal, damit dieser sich bei Durchsetzung der Novellierung der Handwerksordnung warm anziehen kann, er habe mit dem Widerstand des Handwerks zu rechnen.
Zumindest bei der anschließenden Übergabe der Meisterbriefe arbeiteten beide Hand in Hand. Zum ersten Mal wurden alle Jungmeister und neuen Betriebswirte einzeln auf die Bühne des Gewandhauses geholt, darunter auch 9 Schornsteinfeger.
Im Anschluss wurden 35 Meister geehrt, die vor 50 oder mehr Jahren ihre Meisterprüfung abgelegt hatten. Sie erhielten einen goldenen Meisterbrief. Mit einer Danksagung der Jungmeister endete die Veranstaltung.

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Die Umweltallianz Sachsen erweiterte sich am 17. 10. 2003 um 37 Unternehmen. Bei 33 der Unternehmen handelte es sich um Betriebe der Schornsteinfeger-Innungen Chemnitz und Zwickau.
Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft überreichte Referatsleiter Dr. Hartmut Schwarze den Handwerksbetrieben ihre Aufnahmeurkunde. Voraussetzung für die Aufnahme der Schornsteinfegerbetriebe war die erfolgreiche Umsetzung eines Qualitäts- und Umweltmanagementsystems, das den Normen EN ISO 9001 und EN ISO 14001 der Europäischen Union entspricht. Das Gruppenbild am Ende der Feierstunde, die in den Räumen der Handwerkskammer Chemnitz stattfand, zeigte eindeutig die Dominanz der schwarzen Männer beim Schutz unserer Umwelt.
Bernd Damisch,
BÖA Schornsteinfeger-Innung Zwickau

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Der Gas- & Rauchmelder GRM findet seine Anwendung überall dort, wo eine Überwachung der Umgebungsluft auf das Vorhandensein brennbarer Gase und/oder Rauch erfolgen soll. Bei Überschreitung definierter Konzentrationen von Rauch bzw. brennbaren Gasen erfolgt am Auswertegerät ein akustisches und optisches Signal. Über den integrierten potenzialfreien Relaiskontakt können im Alarm- oder Störfall zusätzliche elektrische Verbraucher wie z. B. Hupen, Warnlichter oder Ventilatoren geschaltet werden. Die Bediensicherheit ist hoch, denn solange ein Sensor nach einer Alarmauslösung noch eine Grenzwertüberschreitung meldet, ist das Steuerteil nicht in den Normalzustand (kein Alarm und keine Störung) zurücksetzbar. Das System ist selbstüberwachend, da auch Störungen (Leitungsbrüche, Kurzschlüsse oder Sensordefekte) zwischen Steuerteil und Sensoren signalisiert werden. Der Gas- & Rauchmelder GRM ist je nach Bedarf in verschiedenen Varianten als Gas-, Rauch- oder Gas-Rauchmelder kombinierbar. Die maximale Entfernung von den Sensoren bis zum Auswertegerät kann bis zu 50 m betragen. Das System ist montagefreundlich, einfach zu bedienen und benötigt nur ein Mindestmaß an Wartung, um stets das Höchstmaß an Zuverlässigkeit zu bieten. Der Gas- & Rauchmelder GRM wird in Heiz- und Kellerräumen, in Lager-, Büro- und Wohnräumen sowie in öffentlichen Einrichtungen oder in der Industrie zur Erhöhung der Sicherheit eingesetzt. 
Jörg Bomhardt
Telefon direkt: 07135/10 22 31

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Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Insider von Computerspielen wissen bei dieser Überschrift und dem Bild, wovon wir reden. Im erfolgreichsten gewaltfreien Adventuregame Myst 3 geht es auf der Insel Voltaik um die Inbetriebnahme einer etwas phantastischen Stromanlage durch Wasserkraft, Sonnenenergie und viel heiße Luft. Aber so phantastisch die Entwickler von Phantasiewelten sind – Jules Verne als Vater der Science Fiction nur am Rande erwähnt – so realistisch werden diese in der Gegenwart.
Immer häufiger sieht man Solarmodule für die Warmwassererwärmung auf Europas Dächern (Solarthermie Anlagen). Nicht nur im Neubau, auch in der Altbaurenovierung hilft dies bei der Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Doch auch bei der Produktion von elektrischen Strom sind noch enorme Einsparpotenziale, da aber die Windkrafträder immer mehr in die Kritik geraten, müssen andere Wege gefunden werden. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Die Kernkraftwerke, welche in der CO2-Bilanz besser als Kohlekraftwerke sind. Diese stehen aber mindestens genauso stark in der Kritik und sind deshalb auch keine richtige Lösung für unsere Zukunft. Daher kann vielleicht die Sonne mit einem täglichen Energiepotenzial von dem 10.000 bis 15.000 fachen des Weltverbrauch Möglichkeiten bieten. Da gibt es die Turmröhre in denen durch Sonnenlicht erwärmte Luft durch Druckunterschiede heraufsteigt (Schornsteinzugprinzip) und eine Turbine antreibt. Hierfür sind aber große Flächen nötig und sie sind noch in dem Anfangsstadium der Entwicklung. Eine ausgereifte Möglichkeit die Sonnenenergie zu nutzen, ist die Photovoltaiktechnik. Hierbei wird das Licht welches auf eine Siliziumhalbleiterplatte auftrifft in Gleichstrom umgewandelt und durch einen Wechselrichter in einspeisungsfähigen Strom umgewandelt.
Nicht nur in den Sonnenstrahlen stecken viele ungenutzte Energieressourcen, sondern auch das Tageslicht gibt eine Menge Energie her. Daher ist die Photovoltaik auf dem Weg, den Energie-Mix der Zukunft positiv zu beeinflussen. Diese sonnigen Aussichten werden durch zahlreiche Forschungsaktivitäten bestätigt.
Natürlich gibt es bei so einer Anlage Vorteile und Nachteile, welche man für sich selbst persönlich herausfiltern muss. Es ist wie überall, wenn man die Umwelt schützen möchte, zu Beginn sind hohe Startinvestitionen nötig. Dies ist bei einer modernen Feuerungsanlage, einen 3-Liter-Auto und auch bei einer Photovoltaikanlage so. Wer jedoch das Geld übrig hat, kann auf lange Sicht Geld einsparen oder sogar Geld verdienen.
Viele sagen, was bringt es mit Solarzellen den CO2-Ausstoß zu verringern, wenn ihre Produktion schon enorme Mengen an CO2 frei setzt, aber spätestens ab den 4 Jahr hat sich dies amortisiert und wir schützen unsere Umwelt. Was auch bedeutet, dass wir durch unser Handeln einen Beitrag dazu leisten können das unsere Umwelt für unsere Kinder und Enkelkinder lebenswerter wird.
Standort bedingt braucht man dabei auch keine Angst haben, dass die Stromausbeute zu gering sein könnte. In Deutschland scheint fast an jedem Ort die Sonne 900–1.300 Stunden jähr­lich. Das ergibt bei einer 10,4-kWp-Anlage, welche unter Eigenleistung montiert wurde und nach Südost bis Südwest ausgerichtet ist, eine Jahresstromproduktion von ca. 8.000 bis 9.000 kW. Dies bringt eine Einsparung an CO2 von bis zu 1 kg je kW produzierten Strom (8.000–9.000 kg CO2). Eine solche Anlage fängt dann bei einen Preis ab 41.000,– E an. Falls die Anlage auf einem Wohngebäude montiert wird, kann diese Summe als CO2-Minderungskredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) beantragt werden. Hierfür ist von einem Gebäudeenergieberater die CO2-Reduzierung zu berechnen und diese Berechnung mit dem Finanzierungsantrag (bei Ihrer Sparkasse oder Hausbank) vorzulegen. Gebäudeenergieberater sind viele Handwerksmeister und Schornsteinfeger. Obwohl solch eine Anlage den Jahresbedarf von 2 Vierpersonenhaushalten problemlos decken kann, muss trotzdem Strom eingekauft werden da die meiste Stromproduktion zu Zeitpunkten erfolgt, wenn der wenigste Strom verbraucht wird und umgekehrt. Man bleibt also auch weiterhin vom Stromnetz abhängig.
Wie kann sich das Klima auf solch eine Anlage auswirken? Die Anlage könnte durch Hagel beeinträchtigt werden. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da generell die Module sehr gut gegen Hagelschlag geschützt sind. Verwendet wird gehärtetes Spezialglas, das zu Testzwecken nach IEC-Norm mit Eiskugeln beschossen wird. Es handelt sich bei diesem Test um Eiskugeln mit einem Durchmesser von 12,5 mm bis zu 75 mm mit einer Auftreffgeschwindigkeit von 140 km/h. Auch der Wind hat wenig Chancen die Anlage zu zerstören. Viele Hersteller testen ihre Anlagen bis zu einer Windgeschwindigkeit von 200 km/h und stehen auch dafür gerade, wenn diese Anlagen durch geringere Windgeschwindigkeiten beschädigt werden. Gegen Blitzschlag lässt sich die Anlage gut durch einen Blitzableiter schützen und somit das Risiko von Schäden verringern. Ein direkter Blitzeinschlag würde jedoch die Anlage zerstören. Die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitztreffers wird allerdings auch durch eine Solaranlage nicht erhöht. Wahrscheinlicher ist, dass in der Solaranlage durch einen Blitzschlag in der Nähe eine Überspannung induziert wird. Diese Überspannungen können die Anlagen zerstören. Deshalb werden in manchen Bausätzen Überspannungsableiter, integriert im Wechselrichter, geliefert.
Die Garantie hängt vom Preis der Anlage ab. Je günstiger die Anlage ist, desto geringer ist auch meistens die Garantiezeit, weiterhin übernehmen die Hersteller oft nur die Modulgarantie bei Montage durch einen Fachbetrieb.
Solarstromanlagen haben generell keine oder nur sehr geringe Wartungskosten. Durch regelmäßige Kontrolle des Einspeisezählers oder Bilanzierung mit Computer/Datenlogger lassen sich die Ertragswerte auf Plausibilität prüfen und eventuelle Ausfälle der Anlage schnellstmöglich erkennen.
Bei dem finanziellen Gewinn solch einer Anlage ist man von verschiedenen Faktoren abhängig. Neben dem Einbauort und der produzierten Strommenge ist der Gewinn auch von der Einspeisevergütung abhängig. Die Einspeisevergütung wird ab den 1. 1. des folgenden Jahres, nachdem die Anlage in Betrieb genommen wird, für momentan 20 Jahre gezahlt. Das bedeutet, man kann fast bis zu 21 Jahre lang, je nach Einbaumonat seinen Strom mit Gewinn verkaufen.
Diese Einspeisevergütung ist im Energieeinspeisungsgesetz (EEG) festgeschrieben und sinkt von Jahr zu Jahr um 5%. Hierbei ist man stets von der Bundesregierung und den 4 großen Energieversorgern abhängig. Sollte es zu einer Änderung im EEG kommen, so könnte dies dazu führen, dass die garantierten Gewinne aus dem Verkauf des Stromes innerhalb der 20 Jahre ab 1. 1. des folgenden Jahres nachdem die Anlage in Betrieb genommen würde, entfallen.
Die Neuregelung im EEG der Photovoltaikeinspeisung wurde am 27. 11. 2003 vom Bundestag geregelt. Diese Neuregelung hat auch die Zustimmung der Koalitionen gefunden. Dies unterstreicht auch die breite Übereinstimmung in der Bevölkerung beim weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien. Weiterhin ist das Gesetz auch von erheblicher industriepolitischer Bedeutung, da die Unternehmen damit von einem weiteren kräftigen Marktwachstum der Photovoltaik ausgehen können. So schaffen regenerative Energien mit ihrem Marktzuwachs neue Jobs und sichern bestehende.
Nun soll diese Gesetzesfassung noch dieses Jahr durch den Bundesrat geprüft werden und es ist eine Einspeisevergütung für Anlagen auf Gebäuden bis 30 kWp mit Inbetriebnahme 2004 von 57,4 Cent eingeplant. Dies würde bei der oben beschrieben Anlage von 10,4 kWp bei 8.500 kW Solarstromertrag eine Einnahme von ca. 100.000,– E bewirken. Nach den 20 Jahren kann man den Strom am besten selbst nutzen, da er sich dann nicht mehr so teurer verkaufen lassen wird, wie man den anderen Strom eingekauft. So kann man noch 10 bis 15 Jahre seinen Stromeinkaufsbedarf senken.
Obwohl die Photovoltaik heute nur einen kleinen Anteil an der Elektrizitätsversorgung hat, verfügt sie über die größten Stromerzeugungspotenziale der regenerativen Energien. Diesem Potenzial stehen jedoch auch die höchsten Stromgestehungskosten unter den nachhaltigen Energieträgern entgegen. Für eine saubere Umwelt und ein komfortables Leben ist die Nutzung der regenerativen Energien eine der Schlüsseltechnologie im nächsten Jahrtausend – dem Zeitalter der regenerativen Energien. 
Thomas Klaube

Berechnungsbeispiel
• unverbindliche Musterrechnung für eine 10,4-kWp-Anlage auf einer Dachfläche von 90–100 m²
• Kostenpunkt ohne Montage incl. MwSt: ca. 41.000,– E
• Die Mehrwertsteuer für den Bau von 5.655,17 E kann vom Finanzamt zurückgefordert werden.
• Durchschnittlicher Ertrag dieser Anlage: 8.500 kWh/Jahr
• Einspeisevergütung in 2004: 0,574 E/kWh
• Inbetriebnahme 01. 01. 2004
• 20 Jahre + 6 Monate = 20,5 Jahre x 8.500 kWh = 174.250 kWh
174.250 kWh x 0,574 E = 100.019,50 E

Ausgabe: 50 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Als ein führender Vollsortimenter für das Schornsteinfeger-Handwerk hat Fa. Ress nun auch ihre Servicekompetenz auf den Prüfstand gestellt und hier einen für die Branche völlig neuen Weg eingeschlagen. Der neue Prüfstand der Fa. Ress ist vom TÜV-Süddeutschland – akkreditierte Inspektionsstelle für Abgastechnik gemäß EN 45004 – überprüft worden und eine Rückführung auf Normale der verwendeten Prüfmittel bestätigt worden. Die gemäß Qualitätssicherung für Messgeräte nach der 1. BImSchV und der KÜO durchgeführten Prüfung des technischen Prüfstandes erfolgte ohne Beanstandung. Damit hat Fa. Ress als eines der ersten Unternehmen im Schornsteinfeger-Handwerk einen TÜV-geprüften technischen Prüfstand für:
• Abgasmessgeräte (CO2/O2/CO)
• Dichtheitsprüfgeräte
• Rußpumpen
• Temperaturmessgeräte
Dies sichert ein Höchstmaß an Präzision und Zuverlässigkeit. Neben Prüfungen am technischen Prüfstand bietet Fa. Ress auch einen umfassenden und schnellen Reparaturservice für Brigon- und Testo-Rauchgasanalysegeräte an. Die Service-Techniker stehen gern mit Rat und Tat zur Seite und auch Leihgeräte sind gegen einen geringen Pauschalbetrag schnell zu bekommen. Die Überprüfung der Messgeräte am eigenen Prüfstand gewährleistet ein Höchstmaß an Qualität und Präzision. Dies ist im Rahmen der Qualitätssicherung ein wichtiger Garant um auch dem verpflichteten Qualitätsanspruch gerecht zu werden.
Nähere Informationen oder der aktuelle Katalog sind zu beziehen bei:
Gustav Ress GmbH & Co. KG
Am Hasselbruch 6
D-32107 Bad Salzuflen

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Marktbefragung wurde vom Schornsteinfegerhandwerk unterstützt

Die Initiative Pro Schornstein e.V. (IPS), gibt seit 1996 regelmäßig Marktanalysen in Auftrag, um den Stellenwert des mineralischen Schornsteins in Erfahrung zu bringen. Diese Untersuchungen konnten in diesem Jahr erstmals mit Hilfe des Schornsteinfegerhandwerks aktualisiert werden. Über 1.600 Teilnehmer füllten mehr als 4.500 Meldeformulare aus, so dass die Gesellschaft für Konsumforschung (Fessel-GFK, Austria) von einer wirklich repräsentativen Umfrage sprechen konnte. Als Ergebnis stellte sich eine in Deutschland deutlich gefestigte Nachfrage nach Schornsteinen heraus. Sie werden in fast 87% aller privaten Neubauten eingesetzt. Dieser Wert lag im vergangenen Erhebungszeitraum noch bei knapp 83%. Auch der Anteil mineralischer Systeme mit einer keramischen Abgasführung ist gestiegen. Etwa 81% aller Schornsteinanlagen besitzen heute Züge aus diesem langlebigen Material.
Bemerkenswert ist weiterhin die Häufigkeit mit der Zweitfeuerstätten (meistens holzbefeuerte Kamin- oder Kachelöfen) zum Einsatz kommen. 77% aller Befragten haben die Nutzung derartiger Wärmeerzeuger eingeplant und sich deshalb für eine mehrzügige oder weitere Schornsteinanlage entschieden. Der Slogan: „MehrWert mit Schornstein“ konnte demzufolge Marktpartner und Häuslebauer vom Nutzen des klassischen Schornsteins überzeugen. Die mehrzügige Abgasanlage erfüllt schließlich alle technischen Anforderungen, die zeitgemäße Heizkonzepte zur Realisierung benötigen.
Die Ergebnisse der Befragung können im Internet www.proschornstein.de oder per Fax 08638/880231 angefordert werden.
IPS

Ausgabe: 50 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Perpetumtechnologie bewährt sich in der Praxis

Bereits zur ISH 2001 wurde von Windhager mit der Baureihe MIRA ein neuartiger Niedrigenergie-Ölkessel vorgestellt, der speziell für die Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) entwickelt worden ist. Herzstück der kompakten Unit ist ein modulierend arbeitender Perpetumbrenner. Neu daran ist die – beim Einsatz von Gasbrennern übliche – Vormischtechnik. Das Kons­truktionsprinzip nutzt einen Teil der Verbrennungsenergie zur Erwärmung einer Vormischkammer und schafft so optimale Bedingungen für die Aufbereitung des Ölnebels. Im Ergebnis sieht man einen strahlend blauen Flammenteppich der mittels Ionisationselektrode überwacht wird. Die Verbrennung selbst erfolgt dicht über der Oberfläche des Brennerrohres.
Die stufenlose Leistungsanpassung kann innerhalb einer Bandbreite von 60%, beispielsweise zwischen 4,7 und 10,9 kW erfolgen. Außerdem arbeitet die Feuerstätte besonders leise und sparsam. Diese neuartige Technologie reduziert Brennerstarts mit ihren negativen Folgen für die Gerätemechanik und die Umwelt, um etwa 90%.
Nachdem über 3.100 Ölkessel der Baureihe MIRA in Deutschland sowie der Schweiz und Österreich in Betrieb gegangen sind, kann man von einer erfolgreichen Bewährungsphase des Perpetumbrenners sprechen. Darüber hinaus wurden umfangreiche Feldtestreihen mit positiven Ergebnissen durchgeführt.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Beim Austausch einer Heizungsanlage wird es manchmal sprichwörtlich – eng. Diese Erfahrung machte kürzlich Heizungsbaumeister Gerd Stöver aus Schwarmstedt. Bei der Neuerrichtung einer Dachheizzentrale hatte er zwei Brötje Eurocondens SGB 2 mit je200 kW Nennheizleistung in die sechste Etage eines Mehrfamilienhauses zu bringen.
Trotz der konsequent umgesetzten Unitbauweise bestand keine Möglichkeit mit den Wärmeerzeugern über das Treppenhaus ins Dachgeschoss zu gelangen. Folglich kam ein Kran zum Einsatz, der die jeweils 260 kg schweren Gas-Brennwertgeräte zum Aufstellungsort brachte. Dank der kompakten Abmessungen des Eurocondens SGB 2 erfolgte der Transport durch ein herkömmliches Dachflächenfenster.
Die Kessel der Brötje SGB 2-Baureihe decken zur Zeit einen Leistungsbereich von 32–250 kW ab. Sie passen problemlos durch die – bei Heizungs- und Aufstellungsräumen übliche – 80er Normtür. Darüber hinaus lässt sich die Einbringtiefe durch einfache Demontage des Brenners auf 59 cm bzw.
65 cm reduzieren. Spezielle Öffnungen im Kesselkörper erlauben zudem die Anbringung von Transporthilfen in Form von zwei einzölligen Rohren. Praktische Vorteile, die mittlerweile nicht nur Meister Stöver zu schätzen weiß.

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Handwerk spürt starken Gegenwind

Vom 14. bis 22. Februar 2004 versammelt sich das mitteldeutsche Handwerk auf dem Leipziger Messegelände. Im Mittelpunkt der Leistungsschau stehen nicht nur die Präsentation und Markteinführung neuer Produkte und Techniken, sondern die Diskussion, wie sich aktuelle politische Entscheidungen auf das Handwerk auswirken.
„Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht“
Der Messebeirat der mitteldeutschen handwerksmesse, dem die Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der elf Handwerkskammern Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs angehören, formulierte anlässlich seiner jüngsten Tagung konkrete Forderungen an die Politik. Joachim Dirschka, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig, sprach angesichts der geplanten Abschaffung des Meisterzwanges für 65 Gewerke von einer komplizierten Zeit für das deutsche Handwerk. Rolf Ostermann, Präsident der Handwerkskammer Erfurt, sieht vor allem die Gefahr, dass die Ausbildung von handwerklichem Nachwuchs beeinträchtigt wird. „Die Abschaffung des Meisterbriefes hätte verheerende Folgen für die Lehrstellensituation. In dem Maße, wie die Anzahl der Meister zurückgeht, würde auch die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe sinken. Wer selbst nicht ausgebildet wurde, wird auch nicht ausbilden. Warum soll er Geld in eine teure Ausbildung investieren, wenn sich der Lehrling sofort nach Beendigung der Lehre – ohne Meisterbrief – selbstständig macht“, merkt Ostermann an.
Eine positive Prognose zur Lage des Handwerks wagt er dennoch: „Die Steuerreform entlastet die Betriebe im Sozialbereich. Gleichzeitig wachsen die Steuereinnahmen der Gemeinden, was sie zu einer größeren Investitionsbereitschaft animieren könnte. Dadurch würde die Konjunktur des Handwerks wieder belebt.“ Der Informations- und Diskussionsbedarf ist groß. Die mitteldeutsche handwerksmesse bietet die optimale Plattform dafür.
Handwerk von A bis Z unter prominenter Schirmherrschaft
Die Schirmherrschaft der mitteldeutschen handwerksmesse 2004 hat der sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Georg Milbradt übernommen. Auch in ihrem sechsten Jahr findet sie im Messeverbund mit der HAUS-GARTEN-FREIZEIT statt, der größten Verbraucherausstellung der neuen Bundesländer. Die Ausstellung vereint die Bereiche Bau und Ausbau, Wohnen, Kunsthandwerk, Gesundheit, Nahrungsmittelhandwerk, Fahrzeugbau, Seltenes Handwerk sowie Dienstleistung. Hier präsentieren sich Gewerke von A wie Augenoptiker bis Z wie Zimmerer.
Eine europäische Dimension erhält die Veranstaltung durch den flankierenden Kongress, der unter anderem die „Dienstleistungsorientierung im Handwerk in Europa“ thematisiert und Repräsentanten aus ganz Europa nach Leipzig führt. Tagungsort für die Fachveranstaltungen ist das Congress Center Leipzig (CCL), das Fachverbänden, Innungen und Kreishandwerkerschaften während der Messelaufzeit für Versammlungen, Tagungen und Obermeistertreffen offen steht.

Ansprechpartner für die Presse:
Linda Fink
Pressereferentin
Telefon: +49 (0) 341 / 678 81 98
Telefax: +49 (0) 341 / 678 81 82
E-Mail: L.Fink@leipziger-messe.de

Ansprechpartner für die Aussteller:
Bettina Kaiser
Projektleiterin
Telefon: +49 (0) 341 / 678 82 51
Telefon: +49 (0) 341 / 678 82 52
E-Mail: b.kaiser@leipziger-messe.de

mitteldeutsche handwerksmesse im Internet:
http://www.handwerksmesse-leipzig.de
Leipziger Messe im Internet:
http://www.leipziger-messe.de

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Der Slogan "Zum Glück gibts den Schornsteinfeger" wird in letzter Zeit häufiger, vor allem in den Medien, weniger von der großen Mehrzahl der Bürger, mit einem Fragezeichen versehen. Dies ist umso erstaunlicher, als eine repräsentative Meinungsumfrage durch das Forsa-Institut aus dem Jahre 2001 zu dem Ergebnis kommt, dass 94% der Bundesbürger die Überprüfungen und Arbeiten des Schornsteinfegerhandwerks für notwendig und sinnvoll halten und nahezu alle Befragten (91% insgesamt) mit dem Schornsteinfeger zumindest „zufrieden“ sind.
Solange die Schornsteinfeger noch im großen Umfang Ruß beseitigten, kam niemand auf die Idee, den Spruch mit einem Fragezeichen zu versehen. Da wussten alle, dass die Rußbeseitgung Brände verhütet. Der Schornsteinfeger brachte deshalb jedem Hausbewohner, gleich ob Eigentümer oder Mieter, Glück, denn er bewahrte sie vor Schaden an Leben, Gesundheit und Eigentum. Bei modernen Öl- und Gasfeuerungsanlagen, die wenig oder kaum Ruß produzieren, ist dies nicht mehr ohne weiteres erkennbar. Da stellt sich schon einmal die Frage: „Was macht der Schornsteinfeger eigentlich?“. Diese durchaus verständliche Frage aufzuwerfen ist jedoch noch kein Beweis dafür, dass moderne Feuerungsanlagen völlig gefahrlos betrieben werden können. Besonders bei Gasfeuerstätten, aber nicht nur bei diesen, ist die Betriebssicherheit nur gewährleistet, wenn die Anlagen fehlerfrei arbeiten, also keine Mängel und Verschmutzungen aufweisen, die Abgaswege sauber und frei und die Abgasleitungen dicht sind und der so genannte Lüftungsverbund in Ordnung ist, um nur diese möglichen Gefahrenquellen zu nennen. Die Mängel, die hier auftreten können, sind aber nur dann mit größtmöglicher Sicherheit auszuschließen, wenn jährlich oder bei modernen, raumluftunabhängigen Brennwertfeuerstätten alle zwei Jahre ein unabhängiger, von weiteren wirtschaftlichen Interessen losgelöster Fachmann, wie es der Schornsteinfeger auf Grund seiner Ausbildung und Stellung ist, eine Überprüfung und bei Bedarf eine Reinigung vornimmt.
„Vorbeugen ist besser als heilen“
Der Kehr- und Überprüfungszwang durch den Schornsteinfeger beruht auf der Verpflichtung des Staates zur Gefahrenabwehr und damit im weiteren Sinne zur Daseinsvorsorge. Die Bürger sollen vor Gefährdungen ihres Lebens, ihrer körperlichen Unversehrtheit sowie ihres Eigentums bewahrt werden. Dabei spielt der Präventionsgedanke eine wichtige Rolle: „Vorbeugen ist besser als heilen.“
Das Schornsteinfegerrecht, das aus der Verpflichtung des Staates geboren wurde, Sicherheit zu gewähr­leisten, reicht weit in das 19. Jahrhundert zurück und war bis 1935 auf Grund einer Ermächtigung in der Gewerbeordnung durch Landesgesetze geregelt. Erst durch das Gesetz zur Änderung der Gewerbeordnung vom 13. April 1935 wurde in Deutschland eine einheitliche Rechtsgrundlage im Bereich des Schornsteinfegerwesens geschaffen. Auf Artikel 2 dieses Gesetzes beruht die Verordnung über das Schornsteinfegerwesen vom 28. April 1937, umfassend geändert durch Verordnung vom 12. November 1964 und später durch das Gesetz über das Schornsteinfegerwesen und die Verordnung über das Schornsteinfegerwesen vom 15. September 1969 bzw. 19. Dezember 1969.
Die Ordnung des Schornsteinfegerwesens durch die deutsche Gesetzgebung (Schornsteinfegergesetz, Schornsteinfegerverordnung, Kleinfeuerungsanlagenverordnung, Handwerksordnung), verleiht dem Bezirksschornsteinfegermeister einen Rechtsstatus, der wesentlich durch öffentlich-rechtliche Elemente geprägt ist. Dieser Status ist einem öffentlichen Amt angenähert. Wesensbestimmend ist die Betrauung mit schlicht-hoheitlichen Befugnissen im Interesse der Betriebs- und Brandsicherheit von Feuerstätten und den dazugehörigen Anlageteilen, des Gesundheitsschutzes und des Immissionsschutzes.
Wahrnehmung hoheitlicher Funktionen als so genanntes „contracting out“
Das Schornsteinfegerwesen kann als eine frühe, besondere Form der Privatisierung – so genanntes „contracting out“ – bezeichnet werden, bei der der Staat eine unveränderte öffentliche Aufgabe einem selbstständigen Gewerbetreibenden, der dem Handwerk angehört, übertragen hat. Die Wahrnehmung solcher hoheitlicher Funktionen rechtfertigt zum Schutze von Gemeinschaftsgütern die Erfüllung der Aufgaben unter Monopolbedingungen im beschriebenen Sinne. Das hat das Bundesverfassungsgericht mehrfach bestätigt. Deshalb ist auch nichts dagegen einzuwenden, wenn die verantwortlichen staatlichen Organe dem Bezirksschornsteinfegermeister auf der Grundlage des Schornsteinfegergesetzes, der landesrechtlichen Bauordnungen, der Kleinfeuerungsanlagenverordnung und der Kehr- und Überprüfungsordnungen der Länder die Prüfung der Einhaltung der dort festgelegten Anforderungen übertragen haben. Damit wird ein flächendeckendes und ein den Rücklauf der Überprüfungsergebnisse sicherndes Verfahren angewandt, das nebenbei auch noch volkswirtschaftlich einen Sinn macht. Es führt nämlich dazu, dass durch die neutrale Überprüfung, Reinigungstätigkeit und Beratung der Hauseigentümer eine größtmögliche Sicherheit für den Betrieb von Heizungsanlagen gewährleiste und ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Energieeinsparung geleistet wird und das zu durchaus moderaten Preisen. Nach der Statistik machen bei den Mietnebenkosten die Schornsteinfegergebühren bundesweit nur 0,5–0,8% aus. Nicht übersehen werden sollte dabei gerade heute, dass die Tätigkeit des Schornsteinfegerhandwerks auch zum Erhalt und zur Schaffung von Arbeitsplätzen sowohl im produzierenden als auch im verarbeitenden Gewerbe einen wirksamen Beitrag leistet. So hat die „Programmgruppe Systemforschung und Technologische Entwicklung“ des Forschungszentrums Jülich unter Federführung von Prof. Dr. Ing. M. Kleemann für das Jahr 2000 die Tätigkeit des Schornsteinfegerhandwerks und deren Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in den verschiedenen Bereichen untersucht. Dabei ergibt sich in der Summe ein vom Schornsteinfegerhandwerk angestoßener Beschäftigungseffekt von 45.700 Arbeitsplätzen. Das entspricht gut der dreifachen Menge der Beschäftigten (ohne Büropersonal) im Schornsteinfegerhandwerk und zeigt deutlich die Bedeutung für den Arbeitsmarkt.
Zu den Aufgaben des Schornsteinfegerhandwerks gehört es auch, jährlich bundesweite Erhebungen durchzuführen, und zwar über
Mängel an Feuerungsanlagen
Mängel an Lüftungsanlagen
CO-Messungen an Gasfeuerstätten
Messungen nach der 1. BImSchV an Öl- und Gasfeuerungsanlagen und
Emissionsmessungen an Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe.
Dazu wurden ungefähr 14 Mio. Gebäude aufgesucht und insgesamt rd. 180 Mio. Daten erhoben. (Vgl. Einzelheiten aus den Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks für 2001).
Mehr als 50% der Feuer­stätten werden keiner oder nur einer unregelmäßigen Wartung unterzogen
Neben der Verpflichtung des Staates zur Gefahrenabwehr gibt es eine zweite Verantwortungsebene, nämlich die des Betreibers von Feuerstätten. Da der Betreiber frei entscheiden kann, ob er eine Wartung durchführen lässt, ist nicht gewährleistet, dass flächendeckend und effizient eine Reduzierung der Emissionen und damit eine nachhaltige Energieeinsparung stattfindet. Das wird deutlich dadurch bewiesen, dass für alle Feuerstätten der Bundesrepublik Deutschland es lediglich in rd. 17% der Fälle einen Wartungsvertrag gibt. Allein die Vorankündigung der jährlich wiederkehrenden Immissions­schutzmessungen nach § 15 Abs. 3 der 1. BImSchV durch den Bezirksschornsteinfegermeister führt dazu, dass in rd. weiteren 30% der Fälle eine Wartung durchgeführt wird. Das bedeutet gleichzeitig, dass immer noch mehr als 50% der Feuerstätten keiner oder nur einer unregelmäßigen Wartung unterzogen werden. Wenn also der Schornsteinfeger zum Schutze der Umwelt nicht regelmäßig und flächendeckend mit Rückkoppelung an die zuständigen Behörden (Zusammenstellung der Messergebnisse nach § 16 1. BImSchV, Emissionskataster§ 46 BImSchV i. V. mit § 13 Abs. 2 Nr. 11 SchfG) Immissionsschutzmessungen der Feuerstätten vornehmen würde, wäre die Umwelt als hohes Gemeinschaftsgut, das grundrechtlichen Schutz genießt (Art. 20a GG), nicht in dem Maße geschützt, wie es die staatliche Vorsorge für ein derartig hohes Gut erfordert und wie es in § 52 Bundesimmissionsschutzgesetz seinen Niederschlag gefunden hat.
Freigabe des Schornsteinfegerhandwerks in den Markt lässt Kosten steigen
Wollte man hingegen das Überprüfungsmonopol abschaffen und dem Kunden die Wahl zwischen Schornsteinfeger und Wartungsdiensten überlassen, stellt sich die Frage, wie dann die flächendeckende Überwachung funktionieren soll. Dabei ist die Abgassonderuntersuchung durch das Kfz-Handwerk zum Vergleich ungeeignet, da zum einen der Kfz-Besitzer sein Auto in die Werkstatt bringen und zum anderen die Überprüfung en passant durch die Polizei bei Kontrollen auf der Straße durchgeführt werden kann – wenn es denn bei deren Überlastung geschieht – und durch den TÜV in der Regel alle zwei bis drei Jahre. Hinzu kommt, dass das Auto ein in sich abgeschlossene technische Anlage darstellt, während ein Heizkessel unter völlig unterschiedlichen Aufstellbedingungen installiert wird und damit mit einem Pkw nicht vergleichbar ist.
Die vielfach vorgebrachte Meinung, durch eine Freigabe des Schornsteinfegerhandwerks und Entlassung in den Markt ließen sich Kosten einsparen, ist irrig. Das haben inzwischen die Bürger der schweizer Kantone erfahren, in denen eine solche Freigabe erfolgte. Dort wo das „Monopol“ fiel, stiegen die Preise um bis zu 20%. Genau deshalb hat das Luzerner Kantonalsparlament das Thema: „Liberalisierung im Kaminfegerwesen“ letztes Jahr vom Tisch gefegt. Auch im Kanton Bern, wo das Monopol wankt, besinnt man sich um. Zu diesem Schluss kommt auch die Wettbewerbskommission und der Eidgenössische Preisüberwacher sowie das Bundesgericht. Besonders im Interesse der Brandverhütung und des Umweltschutzes hält es das Kaminfegermonopol noch immer für notwendig und sinnvoll.
Viele Fachleute sind zudem der Auffassung, dass auf Grund der in letzten Jahren erheblich verbesserten Feuerungsanlagen – nicht zuletzt unter dem Druck verschärfter Anforderungen nach der Kleinfeuerungsanlagenverordnung und der regelmäßigen Prüftätigkeit durch den Bezirksschornsteinfegermeister – die Wartungsintervalle größer sein können.
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass die Messung durch den Wartungsdienst eine ganz andere rechtliche Qualität hat. Sie dient nämlich dazu, dem Kunden gegenüber den Nachweis der mangelfreien Ausführung der eigenen Arbeit zu erbringen, ist also mit einer neutralen unabhängigen Prüfung und Feststellung der Einhaltung der jeweiligen Anforderungen nach der Verordnung durch den Schornsteinfeger nicht vergleichbar. Hinzu kommt, dass die Messgeräte des Bezirksschornsteinfegermeisters nach der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung jährlich zweimal einer Prüfung auf Messgenauigkeit in einer technischen Prüfstelle der Innung zu unterziehen sind, wohingegen eine derartige Verpflichtung für Wartungsdienste nicht besteht. Hinzu kommt, dass nicht selten auch noch für die Benutzung eines Messgerätes eine besondere Kostenposition von heute bis zu 12,5 E in der Rechnung des Wartungsdienstes auftaucht.
Traditionelle Aufteilung der Bundesrepublik in Kehrbezirke verletzt nicht die europäischen Wettbewerbsregeln
In letzter Zeit wurde auch wiederholt die Frage aufgeworfen, ob die Einrichtung fester Kehrbezirke mit dem „Kehrmonopol“ des Bezirksschornsteinfegermeisters mit dem EG-Vertrag in Einklang steht. Dazu ist zunächst festzustellen, dass die Europäische Kommission erst kürzlich festgestellt hat, dass die traditionelle Aufteilung der Bundesrepublik in Kehrbezirke nicht die europäischen Wettbewerbsregeln verletzt (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 06. 12. 02), weil öffentlich-rechtliche Gebühren der Schornsteinfeger in Deutschland nicht unangemessen hoch sind und als Entgelt nicht im Widerspruch zu den Wettbewerbsregeln des Binnenmarktes stehen.
Der Bezirksschornsteinfegermeister handelt im Rahmen der schlicht-hoheitlichen Aufgabenerfüllung auch in Ausübung öffentlicher Gewalt i. S. von Art. 45 (neu) i. V. mit Art. 55 (neu) EGV. Insoweit finden die Vorschriften des EG-Vertrages auch über das Niederlassungsrecht und die Dienstleistungsfreiheit keine Anwendung. Im Übrigen stellen sich auch das „Kehrmonopol“ des Bezirksschornsteinfegermeisters und das Erfordernis einer Meisterprüfung bei Aufnahme in die Bewerberliste als diskriminierungsfreie und verhältnismäßige Regelung im Dienste wichtiger allgemeiner Belange dar.
Luxemburg mit rd. 400.000 Einwohnern weist pro Jahr zwischen zwei und vier CO-Tote auf
Betrachtet man sich die Sicherheitsstandards und Umweltschutzregeln in unseren Nachbarländern und deren Vollzug, so stellt man fest, dass diese Länder froh wären, wenn sie ein vergleichbares Instrument wie das Schornsteinfegerhandwerk hätten. Um das zu verdeutlichen nur ein Beispiel: Das kleine Land Luxemburg mit rd. 400.000 Einwohnern, also von der Größe einer deutschen mittleren Großstadt, weist pro Jahr zwischen zwei und vier CO-Tote auf (nach einer Erhebung der Direction de la Santé – Division de la Medecine, Preventive et Soziale 1989–1993). Die Ursachen liegen in diesen Fällen auf der Abgasseite, also genau in dem Bereich, den der Schornsteinfeger regelmäßig jährlich untersucht. Würde man diese Zahlen auf Deutschland mit rd. 80 Mio. Einwohnern und einer großen Anzahl von Feuerstätten hochrechnen, bedeutete dies pro Jahr 400–800 CO-Tote. Da dies in Deutschland nicht der Fall ist und CO-Tote, hervorgerufen durch Abgas, statistisch überhaupt nicht erfasst werden, weil deren Zahl so gering ist, wird die Bedeutung der Arbeit des Bezirksschornsteinfegermeister erst richtig klar. Ähnliche Verhältnisse wie in Luxemburg sind in Belgien, Frankreich und Italien zu finden. Auch hier ist die Zahl der CO-Verletzten und CO-Toten erschreckend hoch, und zwar so hoch, dass man dringend nach einem Instrument sucht, mit dem man diese Gefahr verringern kann.
Das Schornsteinfegerhandwerk braucht sich also mit seinen Argumenten für das staatliche Überprüfungsmonopol nicht zu verstecken. Statt eines Fragezeichens wäre eher ein Ausrufungszeichen hinter dem Werbeslogan angebracht.

RA Bertold Steinebach

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Minister steht zum Schornsteinfegerhandwerk

Der Verein Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. hatte am
7. November 2003 zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen.
Mit der Fertigstellung eines Erweiterungsbaus war es bis zum Herbst 2003 gelungen, die gleichzeitige Versorgung von bis zu 100 Schulungsteilnehmern im Schulkomplex abzusichern. Behörden und Marktpartner waren aus diesem Anlass zu einer kleinen Feier gebeten worden. Die Umweltallianz Sachsen „Umwelt und Wirtschaft“ nahm dabei die Gelegenheit wahr, neue Mitglieder aus dem Bereich Schornsteinfegerwesen aufzunehmen.
Prominente Gäste der Veranstaltung waren der Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft des Landes Sachsen, Herr Steffen Flath, der Referent für Schornsteinfegerangelegenheiten im sächsischen Staatsministerium des Innern, Herr Rudolf Körner, die Herren Wohlleben und Kästner vom Staatsministerium des Innern Thüringen, Landtagsabgeordnete Frau Henke, Landrat des Landkreises Delitzsch, Herr Czupalla, Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt, Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, die Ehrenlandesinnungsmeister des Landes Thüringen Karl Heinz Kurch und des Landes Sachsen Wolfgang Buschan, sowie die Landesinnungsmeister der Länder Baden-Württemberg Hans-Ulrich Gula, Sachsen-Anhalt Thomas Keindorf, Thüringen Ulrich Eller und Sachsen Hartmut Kettner. Ebenso waren Vertreter der Gasgemeinschaft Mitteldeutschland, Initiative wirtschaftliche Ölheizung Hamburg sowie Vertreter der Firmen Windhager, Buderus und Viessmann anwesend.
Schon in seiner Eröffnungsrede wies der TLIW des Landes Sachsen Stefan Gralapp darauf hin, dass die Veranstaltung Gelegenheit geben soll, in einen direkten Informationsaustausch mit den „schwarzen Informationsbüros“ zu treten. Bezugnehmend auf zeitweilige Angriffe gegen das Schornsteinfegerwesen meint er, dass bei Millionen Kundenkontakten im Jahr zwangsläufig Probleme auftreten müssen. Das ganze System sollte aber deshalb nicht in Frage gestellt werden. Eine Anpassung des Systems wäre jedoch von Zeit zu Zeit vorteilhaft.
Staatsminister Flath stellte gleich zu Anfang seiner Ausführungen fest, dass die Bildungsstätte ein Beispiel für die Initiative Mitteldeutschland sei. Mit der Ausbildung über 3 Bundesländer hinweg realisieren die Schornsteinfeger was in der Politik oft noch Wunschdenken ist. Er bedankte sich für die Einladung und beglückwünschte die Schornsteinfeger zu ihrer modernen Bildungseinrichtung. Die freiwillige Kooperation in der Umweltallianz Sachsen, so Staatsminister Flath, ist ein weiteres Beispiel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Staat , Handwerk und Industrie. 255 Unternehmen würden bis jetzt an der Umweltallianz teilnehmen und mehr als 1/3 davon wären Schornsteinfeger. Besonders begrüßte Staatsminister Flath den partnerschaftlichen Dialog zwischen Schornsteinfegern und den Behörden. Dadurch sind die Schornsteinfegerbetriebe für den Staat eine wichtige und neutrale Institution, so Flath. Mit dem im Jahre 2002 durch die Tätigkeit der Schornsteinfeger eingesparten Heizöl könne man 1600 Einfamilienhäuser ein Jahr lang beheizen. Der CO2-Ausstoß wurde dadurch um 9000 t verringert. Da sich das Betätigungsfeld des Schornsteinfegers seit der Wende in den neuen Bundesländern erheblich verändert hat, könne man verschiedene Regelungen nicht beibehalten. Als Freund des Handwerks wäre ihm bewusst, dass der hohe Standart bei der Lehrlingsausbildung in Deutschland mit den Forderungen der Handwerksordnung zusammenhängt. Dieses System in Frage zu stellen wäre abenteuerlich, so Flath. Bei der Umsetzung von EU-Normen wären die Schornsteinfeger in Zukunft ein unverzichtbarer Partner der Immissionsschutzbehörden. Wörtlich sagte er: „Wir sind darauf angewiesen, dass die Schornsteinfegerbetriebe die Anlagenbetreiber beraten.“ Beim Umgang mit den Kunden wären die Schornsteinfeger ‚Botschafter des Umweltschutzes‘. Bei der Erstellung von Energiepässen hätten sich die Schornsteinfeger bereits als Partner etabliert. Im Jahre 2002 wären 4300 Energiepässe erstellt worden. 152 Kollegen hätten sich dafür qualifiziert. Es wird eingeschätzt, dass in den privaten Haushalten bis zu 50% der aufgewendeten Energie eingespart werden könnte. Die Aufnahme in die Umweltallianz sollte die Schornsteinfeger beflügeln über die gesetzlichen Aufgaben hinaus im Umweltschutz tätig zu sein.

Im Anschluss an seine Rede überreichte Minister Flath die Aufnahmeurkunden an 10 Kollegen, die Schornsteinfegerinnung Leipzig, die Bildungseinrichtung und den Landes­innungsverband Sachsen. Der LIV Sachsen wurde das 100. Mitglied aus den Reihen des Schornsteinfegerhandwerks in der Umweltallianz Sachsen.
Landrat Czupalla hob in seiner Ansprache die gute Zusammenarbeit beim Bau der Schule hervor. Besonders dankte er für die Unterstützung des Berufsschulzentrums Eilenburg durch die Bildungseinrichtung des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks.
Bundesinnungsmeister Beyerstedt stellte fest, dass das Ansehen der Schule mit dem neuen Anbau bundes­weit gestiegen sei. Mit Stolz verwies er darauf, dass bereits 8 Schulen dieser Art in Deutschland die Entwicklung des Schornsteinfegerwesens absichern. Beweis für die Qualität der Eilenburger Schule wäre auch der 2. Platz im gerade beendeten Bundesleistungswettbewerb, den ein Teilnehmer aus Sachsen belegte. Die Schornsteinfeger wären als Wirtschaftsfaktor immer auf der Höhe der Zeit. Zum Wohle des Kunden hatsich der ganze Verband dem Qualitäts- und Umweltmanagementsystem nach
DIN EN 9001 und 14001 unterworfen und wird jährlich auf Einhaltung der Norm geprüft. Dem Schornsteinfegersystem wird eine Monopolstellung nachgesagt. Monopole wären aber nicht zeitgemäß. Auch die Schornsteinfeger sind bereit neue Arbeitsmethoden einzuführen, wenn neue Technologien das verlangen. Trotz allem bestehen in der Öffentlichkeit oft noch immer Missverständnisse, z. B. bei der so genannten Doppelmessung. Im Schweizer Kanton Bern wurde zum Beispiel das Schornsteinfegermonopol wieder eingeführt, da die Gebühren bei Abschaffung um 30–50% gestiegen sind. Erfreulich wäre auch, dass es bereits bundesweit ca. 2500 Energieberater des Handwerks aus unseren Reihen gibt. Durch die Erstellung von Energiepässen sind die Schornsteinfeger in der Lage auch auf diesem Gebiet ihre unabhängige Beratung anzubieten.
Im Anschluss an die Ausführungen der Gäste erläuterte der Schulleiter Dipl. Päd. Hans Poltersdorf die Entstehungsgeschichte und Entwicklung der Schule vom Kauf des Grundstücks am 27. 09. 1993 bis zur feierlichen Einweihung am 19. 02. 1998. Er bedankte sich vor allem bei den bauausführenden und unterstützenden Firmen, die oft Anschauungsmaterial zum Null-Tarif bereitgestellt hatten. Dass die Schule unter den damaligen Umständen gebaut werden konnte sei, so Poltersdorf, vor allem dem ‚harten Kern‘, bestehend aus dem damaligen LIM des Landes Thüringen Karl Heinz Kurch, dem damaligen LIM des Landes Sachsen Wolfgang Buschan und dem LIM des Landes Baden-Württemberg Hans-Ulrich Gula, zu danken. In Anerkennung ihrer Leistungen wurden die genannten Kollegen durch den Vorsitzenden des Bildungsstätte mitteldeutsches Schornsteinfegerhandwerk e.V. Ulrich Eller, der die Veranstaltung moderierte, zu Ehrenmitgliedern ernannt und erhielten eine Ehrenurkunde.
In einer kurzen Dankesrede gab LIM Hans-Ulrich Gula zu, dass die Überraschung gelungen sei. Er beglückwünschte den Verein ebenfalls zu dem Erweiterungsbau an diese „hervorragende Bildungsstätte“, deren Bau, unter den heutigen Umständen, wahrscheinlich gar nicht mehr möglich wäre.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete ein Rundgang durch den Schulkomplex, unter sachkundiger Führung durch Schulleiter Poltersdorf.
Mit dieser Veranstaltung ist es gelungen, verantwortlichen Stellen und der Öffentlichkeit zu demonstrieren, dass das Schornsteinfegerhandwerk an seine Qualifikation hohe Ansprüche stellt und für die Zukunft gerüstet ist.
Text: Bernd Damisch
BÖA LIV Sachsen

Ausgabe: 50 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 50 - 4/2003 )

Kapazitätserhöhung in Mörtitz

Kostengünstig und Zeiteffizient

Mit Beginn des Kalenderjahres 2004 werden die Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Zeitraum von Februar 2004 bis Juli 2005 stattfinden.
Das Gesamtstundenvolumen des Teiles II wurde von 800 auf 620 plus 40 Stunden reduziert. Dieser Stundenanteil entspricht den Anforderungen der zurzeit noch gültigen Meisterprüfungsverordnung. Durch die zusätzlichen 40 Stunden sollen die Grundlagen zur notwendigen Vorbereitung auf die praktische Prüfung geschaffen werden. Die in der Vergangenheit vermittelten Stoffanteile der Energieberatung werden in der zyklischen Weiterbildung der Mitarbeiter angesiedelt. Hier werden alle Teilnehmer Mitteldeutschlands auf der Basis der Lehrpläne der Bausteine A/B/C Anstoß­energieberatung geschult.
Durch diese Verlagerung bzw. Anpassung der Lehrgangsinhalte wurde die Voraussetzung zur Einführung des alten/neuen Stundenvolumens geschaffen. Es werden relativ gleichmäßig verteilt 6 Lehrgänge über jeweils ca. 2 Wochen unter Einbeziehung der Samstage anboten.
Durch die Reduzierung des Zeitaufwandes bei der Durchführung des Teiles II des Meistervorbereitungslehrganges ergeben sich für den Teilnehmer und natürlich auch für die Betriebe nicht unwesentliche, arbeitsorganisatorische und finanzielle Vorteile.
So betragen die Lehrgangskosten für den einzelnen Teilnehmer 1.821,60 E und die Gesamtkosten für Unterkunft und Verpflegung 1.698,18 E. Damit ist eine Reduzierung von ca. 25% zu verzeichnen. Dieser Kostenaufwand ist Bundesweit einmalig!
Im Ausbildungsplan der Bildungsstätte sind die Termine für den Meistervorbereitungslehrgang 2004/2005 ausgewiesen.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Hier hat durch das Jahrhunderthochwasser ein Tank die Ummauerung komplett eingerissen
Foto: BSFM H. Fronia

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Hier ein unmittelbarer Schaden durch das Jahrhunderthochwasser. Das Schorn­steinfundament hat sich gesetzt und riss das keramische Verbindungsstück entzwei.
Foto: BSFM H. Fronia

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Hier wurde der Schornstein aus statischen Gründen in die Dachdurchführung einbetoniert. Das ist auch gut so. Leider wurde eine Dehnungsfuge vergessen, wodurch der Schornstein riss. Ein Schornstein ist eine freistehende Säule im Haus, welche durch feste Verbindungen zu Decken beschädigt werden kann. Im Bild eindeutig zu sehen: ein horizentaler Riss, durch den Feuchtigkeit schon ihren Weg nach aussen sucht.
Foto:
BSFM Torsten Kiel

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Hier sehen wir, wie gut ein Häuslebauer mit der Trennscheibe umgehen kann. Wozu sollten die Zimmerleute da noch Balkenwechsel einarbeiten? Dass der Schornstein somit bei knisternder Kaminwärme im Wohnzimmer für einen schönen Dachstuhlbrand sorgt, den so schnell niemand mitbekommt, wusste der Bauherr nicht. Meist sind es die Nachbarn, die im Brandfall die Familie warnen, weil niemand es bemerkt.

Foto: BSFM Torsten Kiel

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

BSFM Peter Berg aus dem Döbelner Land (Sachsen) entdeckte diesen Nachbau eines prähistorischen offenen Kamins OHNE SCHORNSTEINABZUG.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Diese raumluftunabhängige Gasfeuerstätte wird durch mehrere Bäder mit angenehmen Düften luftumspült. Das flexible Alurohr im Vordergrund des Bildes ist die Mündung mehrerer Entlüftungen innenliegender Bäder. Hier ist eine geschossweise Brandübertragung vorprogrammiert.

Foto: BSFM Jens Müller

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Die Befestigung von Steigleitern über Dach bringt immer neue kreative Schöpfer ans Licht. Hier genügte dem Bauherrn der Rödeldraht. Die BauBG Bayern-Sachsen musste wegen Uneinsichtigkeit eingreifen.

Foto: BSFM Jens Müller

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Das unter Denkmalschutz stehende 300 Jahre alte Bauernhaus wurde unterhalb des Traufkastens schon leicht angekokelt. Durch schnelles Handeln des BSFM konnte hier ein verheerender Dachstuhlbrand verhindert werden und aus der Existenzgründung wurde nicht gleich eine Existenzvernichtung.
Foto: BSFM Jens Müller

Ausgabe: 49 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Hier brannte der Brenner einer Öl-Zentralheizung. Die Ursachenforschung ist noch nicht abgeschlossen.

Foto: Joachim Bornschein

Ausgabe: 49 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Immer wieder das Gleiche: Schornsteinabriss durch „Fachfirma“, Abgas ab durch den Toiletten-Bausatz. Nun soll sich sich das Abgas eines atm. Gas-Durchlaufwasserheizers durch den Schornstein und durch den Gummi-Flexschlauch quälen, und sich dann an der Lüfterhaube die Zähne ausbeißen. Hier kommt es unweigerlich zum Abgasaustritt in der Wohnung. Solche Fälle häufen sich in letzter Zeit. Hier besteht dringender Handlungsbedarf, in den Fachzeitschriften des Installations- und Dachdeckerhandwerks auf die Gefahren hinzuweisen.

Foto: BSM Frank Müller (Aken)

Ausgabe: 49 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Hier wurden Feuerstätten unkonventionell irgendwie an die Abgasleitung angeschlossen. Das Abgas kennt wohl den Weg. Damit die Betreiber hier nicht zu Schaden kommen werden, gibt es in Deutschland die Abnahmepflicht durch den Bezirksschornsteinfegermeister.

Foto: Norbert Kutzschbach

Ausgabe: 49 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Regelmäßige Reinigungen sind aufgrund des Brandrisikos besonders wichtig. Eine Evakuierung der schlemmenden Besucher wärend eines Mittagsmenues wird sich in der Praxis wohl schwer üben lassen.

Bild: Norbert Kutzschbach

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Nach dem Hochwasser im August 2002 stand für die Ost­thüringer Schornsteinfeger fest, dass geholfen werden muss.
Man machte sich also Gedanken, wie und wer braucht noch dringend Hilfe.
BSM Matthias Ziegenbein als Organisator scheute keine Mühe und rief eine Spendenaktion für den Eilenburger Tierpark ins Leben.
Sicherlich hängt dies auch mit der Berufsschule für Schornsteinfeger, die ja fast immer in Eilenburg war, zusammen.
Nach einem Jahr war es soweit. Matthias überbrachte in traditioneller Berufskleidung einen Scheck in Höhe von 500 Euro.
Weiterhin sind noch zwei Kamerunschafe, die derzeit allerdings noch in Thüringen blöken, im Gepäck gewesen.
Diese Aktion der Ostthüringer Schornsteinfeger ist beispielhaft und verdient hohe Anerkennung.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Suhl: im Rahmen der jährlichen Meisterbriefübergabe der Handwerkskammer Südthüringen, wurden IOM Werner Truthan der Innung Südthüringen im Schornsteinfegerhandwerk und sein Stellvertreter Hans-Joachim Geißler ausgezeichnet.
Für ihren hohen Einsatz für das Handwerk bekamen Werner Truthan die Ehrennadel in Silber und Hans-Joachim Geißler den Ehrenmeisterbrief im Handwerk.
Kein geringerer als der neue Regierungschef des Landes Thüringen, Ministerpräsident Dieter Althaus, und Henner Hartung, Präsident der Handwerkskammer Südthüringen, nahmen die Auszeichnung vor.
In seiner Eröffnungsrede hatte Henner Hartung die aktuelle politische Diskussion um den Meisterbrief als Schande bezeichnet. „Was die Regierung in Berlin tut, gefährdet unser Land und macht es nicht zukunftsfähig.“
Auch Ministerpräsident Dieter Althaus macht sich für die Beibehaltung des Meisterzwangs stark.
Auch der Landesinnungsverband Thüringen möchte ganz herzlich gratulieren und bedankt sich im Namen aller Schornsteinfeger für die geleistete Arbeit der beiden Bezirksschornsteinfegermeister.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Der Landesinnungsverband Thür­ingen gratuliert IOM der Innung Südthüringen, Werner Truthan, zum 50. Geburtstag und wünscht alles Gute für seinen weiteren Lebensweg.
Die Kollegen möchten sich auch auf diesem Wege bei dem Geburtstagskind für seine geleistete Arbeit bedanken.
LIM Ulrich Eller

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Nicht schlecht schauten die Bewohner vom Erfurter Kommunalen Jugendhilfezentrum „Alster“, als Hausmeister Gerd Gatz den ersten von sieben Rauchmeldern an die Decke schraubte.
Diese Sicherheitseinrichtung spon­sorten die Schornsteinfeger der Kreisgruppe Erfurt.
Deshalb assistierten auch in traditioneller Kluft Kai Lange und Mario König bei der Installation.
Mit den Meldern gibt es jetzt in der Einrichtung in der Drosselstraße deutlich besseren Brandschutz.
Das war auch für Bezirksschornsteinfegermeister König der Anlass, seinen 13 Innungskollegen die noble Geste vorzuschlagen.
Nutzen davon hat nicht zuletzt die Leiterin des Hauses, Rita Lutz, die jetzt sicherlich noch ruhiger schlafen können wird.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Am 11. 10. 2002 feierte Dieter Witter seinen 65. Geburtstag. Natürlich kamen die Kollegen, um Dieter an seinem Ehrentag zu gratulieren.
Sein Einsatz für unseren Beruf ist und bleibt beispielhaft, sagte Innungsobermeister Werner Truthan. Das würdigte auch schon die Handwerkskammer, die ihm am 07.10.1987 das Ehrenzeichen des Handwerks in Bronze verlieh. 1996 kam das goldene Brandschutzabzeichen am Band hinzu.
Auch der Landesinnungsverband wünscht BSM Dieter Witter im Ruhestand alles Gute und Gesundheit, damit er seinen weiteren Lebensweg solange wie möglich genießen kann.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Ende Mai führte die Schornsteinfegerinnung Südthüringen im Hotel „Ringberg“ in Suhl traditionsgemäß ihre diesjährige Innungsvollversammlung durch.
Als Gäste begrüßte Innungsobermeister Werner Truthan den Präsidenten der HWK Südthüringen Henner Hartung, Vertreter des Thüringer Landesverwaltungsamtes, sowie IOM befreundeter Innungen. In seinem Jahresbericht an alle Innungsmitglieder stellte Innungsobermeister Truthan zunächst die gesteckten Ziele und das wirklich Erreichte gegenüber.
Neben der Erfüllung der gestellten Aufgaben wurden unter anderem Gespräche im Landesverwaltungsamt und in der Kreishandwerkerschaft Suhl genutzt, um aktuelle Probleme vor Ort anzusprechen und einer schnellen Klärung zu unterziehen.
Werner Truthan appellierte an seine 59 Berufskollegen der Südthüringer Innung, sich weiter mit neuen Ideen einzubringen. Die exponierte Stellung des Schornsteinfegers verlange zunächst und zukünftig ein hohes Maß an Umsicht und Flexibilität, um einen sachgerechten Interessenausgleich zwischen Kunden, Politik, Verwaltung, Marktpartnern und Mitarbeitern zu finden.
Und zum anderen gelte es, die Berufsgrundlage auch in einem vereinigten Europa weiterzuentwickeln.
Mit der Aussage „nur mit konkreten Zahlen kann man auch konkret argumentieren“ brachte Werner Truthan die Immissionsstatistik 2002 der Innung Südthüringen auf den Punkt.
So wurden durch die Südthüringer Schornsteinfeger 2.207 Mängel an neu
errichteten Feuerungsanlagen, 1.666 an geänderten und 7.501 an bestehen-
den Feuerungsanlagen festgestellt.
An 78.796 Gasfeuerstätten wurden Messungen durchgeführt. In 1.889 Fällen mussten Mängelauflagen erteilt werden. Diese Zahlen belegen einmal mehr, so Truthan, dass zukünftig wichtige Aufgaben des Staates in den Bereichen Feuersicherheit, Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz mit gleichbleibender hoher Qualität auszuführen sind.
Glück zu bringen eilt den Schornsteinfegern schon seit Urzeiten voraus und umso überraschter zeigte sich Präsident Hartung, als ihm die Schornsteinfeger der Innung einen Scheck in Höhe von 400 Euro für einen sozialen Zweck überreichten.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Schornsteinfeger bringen Glück, weil . . .
sie durch ihre Tätigkeiten aktiv zur CO2-Reduzierung beitragen und damit effektiven Umweltschutz leisten, sie durch ihre Tätigkeiten aktiven Brandschutz leisten und dadurch vor Schaden bewahren, sie durch ihre Tätigkeiten Unfällen und CO-Toten durch Abgasaustritt vorbeugen (z.B. das kleine Land Luxemburg mit rd. 400.000 Einwohnern, also von der Größe einer deutschen mittleren Großstadt, weist, nach einer Erhebung der Direction de la Santé – Division de la Medecine, Preventive et Soziale 1989–1993, pro Jahr zwischen zwei und vier CO-Tote auf. Die Ursachen liegen in diesen Fällen auf der Abgasseite, also genau in dem Bereich, den der Schornsteinfeger regelmäßig jährlich untersucht. Würde man diese Zahlen auf Deutschland mit rd. 80 Mio. Einwohnern und einer großen Anzahl von Feuerstätten hochrechnen, bedeutete dies pro Jahr 400–800 CO-Tote), sie durch ihre Tätigkeiten einen angestoßenen Beschäftigungseffekt von 45.700 Arbeitsplätzen schaffen (Quelle Untersuchung der „Programmgruppe Systemforschung und Technologische Entwicklung“ des Forschungszentrums Jülich unter Federführung von Prof. Dr. Ing. M. Kleemann für das Jahr 2000), sie durch ihre Tätigkeiten Heizkosten einsparen und damit die Betriebskosten senken, sie die Hausbesitzer im Rahmen der Energieberatung vor Fehlinvestitionen schützen, indem sie die effektivsten Energiesparmaßnahmen als neutraler Berater ohne wirtschaftliche Interessen auflisten, sie Kosten senken, denn durch das flächendeckende System und die Einteilung in Kehrbezirke können die Kosten für die Überprüfungstätigkeiten gering gehalten werden (Die vielfach vorgebrachte Meinung, durch eine Freigabe des Schornsteinfegerhandwerks und Entlassung in den Markt ließen sich Kosten einsparen, ist irrig. Das haben inzwischen die Bürger der Schweizer Kantone erfahren, in denen eine solche Freigabe erfolgte. Dort wo das „Monopol“ fiel, stiegen die Preise um bis zu 20%.)
Als Glücksbringer ganz anderer Art erwies sich BSM i.R. Karl-Heinz Kiel, als er am Freitag den 13. Juni 2003 in der Fußgängerzone von Gardelegen Lottoscheine verteilte und den Tippern dadurch einen Glücksvorsprung verschaffte.

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Am 29 August trafen sich ca. 45 Kollegen der Innung Magdeburg in der urigen Festscheune des Hotels „Robinienhof“ in Gommern, um mit ihren Ehefrauen und Rentnerkollegen nebst Anhang sowie geladenen Gästen gemeinsam zu feiern.
Der Obermeister der Innung Uwe Pomplun begrüßte in seiner kurzen Rede besonders die Vertreterin der Firma Junkers Frau Bark mit Gatten und von der Firma Vaillant Herrn Kolditz nebst Gattin. Gäste des Abends waren auch der Obermeister der Innung Halle Kollege Metz und der Stellvertretende Obermeister der Innung Altmark Kollege Wegner mit ihren Ehegattinnen.
Der Obermeister betonte, dass es höchste Zeit war, sich mal wieder in gemütlicher Runde zu treffen, denn die letzte Feier liegt schon 5 Jahre und die letzte gemeinsame Fahrt zum Schornsteinfegertreffen nach Italien bereits 2 Jahre zurück. Er wünschte der Feier einen gelungenen Verlauf und eröffnete das kalt-warme Bufett.
Sehr schnell kam nach ausgezeichnetem Essen und abwechslungsreicher Lifemusik des Trios „Elixier“ gute Stimmung auf. Aber selbst diese war noch zu steigern. Der Unterhaltungskünstler Dixi reizte bei seinen Shows die Lachmuskulatur kräftig. Er zeigte während seiner Auftritte schnellste Verwandlungskunst und ausdrucksstarke Mimik bei der Playbackdarstellung verschiedener Schlagerinterpret(inn)en.
Die Tanzfläche füllte sich bei guter Tanzmusik schnell und auch die Bar war gut besucht. An den Tischen wurden interessante Gespräche geführt und Kollegen begrüßt, die man schon lange nicht mehr gesehen hatte. Schnell ging die Zeit so vorbei und die Mitternacht war am Ende überschritten.
Einhellig war die Meinung, dass man auf so eine schöne Feier nicht so lange warten sollte. Für das kommende Jahr könnte eine Teilnahme am internationalen Schornsteinfegertreffen in Italien das Interesse wecken und im darauf folgenden Jahr sollte wieder gefeiert werden.
Uwe Pomplun, Obermeister

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Die kleinste Schornsteinfeger-Innung im Land Sachsen-Anhalt ist die Innung Altmark. Tradition wird hier groß geschrieben. So unternehmen die Kollegen in der Kreisgruppe Salzwedel und Stendal jährlich eine große Fahrt bzw. ein großes Fest. Neben der Teilnahme am internationalen Sportfest der Rollstuhlfahrer in Tangerhütte – Ausflüge in die nähere Umgebung mit einem traditionellen Grillfest in einer Jagdhütte – fand in diesem Jahr eine kombinierte Bus- und Schiffsfahrt statt. Vertreter unserer Partner-Innung Lüneburger Heide ließen sich die Teilnahme nicht entgehen und waren mit einer kleinen Delegation vertreten. Gemeinsam mit den Ehefrauen führte die Fahrt nach Passau. Von Passau aus ging es per Schiff nach Linz in Österreich. Von hier aus nach Budweis mit Besichtigung der Brauerei und der herrlichen Prunkbauten am Marktplatz, anschließend ein Ausflug zum Lipno- Stausee. Danach besuchten wir das Schloss in Krumlov. Bei einem köstlichen Essen wurden wir von einer böhmischen Blaskapelle und einer Folkloregruppe herzlich begrüßt. Die Weiterfahrt führte uns an die tschechische Grenze nach Zinnwald und von dort aus in Richtung Dresden. Hier in der Elbniederung konnten wir noch die großen Schäden des Hochwassers hautnah sehen. Danke unserem Obermeister Gerd Lamberts und dem Kollegen Heiko Reschke für die umseitige Organisation und auch unserem TIW Bernd Kawitzke, der uns in eine versteckte Berggaststätte führte, die in keinem Reiseführer erwähnt war, aber ein sagenhaftes Angebot und erstklassige Gastlichkeit bot.

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Vom 27. bis zum 29. Juni diesen Jahres wurde in Burg der 7. Sachsen-Anhalt-Tag zünftig gefeiert. Ein tolles Programm wartete an allen drei Tagen auf Gäste aus nah und fern. Alle Teilnehmer am Festumzug hatten die Möglichkeit mit ihrer Eintrittsplakette bereits auch die Veranstaltungen am Freitag und Sonnabend zu besuchen. Der Höhepunkt des bunten Programms war sicherlich der große Festumzug am Sonntag, an dem auch einige Kollegen und eine Kollegin der Schornsteinfegerinnung Magdeburg teilgenommen haben. Wir trafen uns mit Kollegen der Kreisgruppen Magdeburg, Schönebeck, Aschersleben-Staßfurt, Jerichower Land und mit einigen dem Berufsstand besonders verbundenen Rentnern, um gemeinsam zu marschieren. Auch ein Kollege aus Berlin nahm am Umzug teil. Alle waren, oft auch mit ihren Gesellen, in Schwarz erschienen, um dem Land und auch der Stadt Burg das Glück bis zum nächsten Sachsen-Anhalt-Tag zu sichern. Aber auch der Nachwuchs war in unserer Gruppe vertreten. Die zwei netten Mädchen hatten sich ebenfalls berufstypisch gekleidet und unterstützten den Vati und seine Kollegen, denn in ihrem kleinen Karren mit Leiter befanden sich ausreichend Getränke für den langen Marsch.
Die „schwarzen Männer“, die hinter ihrer schmucken Innungsfahne marschierten, mussten oft die Reihen verlassen, um zahlreichen Bürgern, die als Zuschauer den Straßenrand säumten, das Anfassen zu ermöglichen. Einige (nicht nur junge) Damen hatten das Glück von einem der Glücksbringer in den Arm genommen zu werden. Nun muss jeder nur das übergebene Glück richtig zu nutzen wissen.
Begehrt waren auch die Werbegeschenke und Innungströpfchen, die verteilt wurden.
Durch die günstige Platzierung im Umzug am Ende des Startblockes der Stadt Burg hatten unsere Kollegen die Freude, dem weiteren Umzug als Publikum folgen zu können. Nachfolgende Veranstaltungen in der Stadt und an den Bühnen wurden noch kräftig genutzt.
Uwe Pomplun, Obermeister

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in der Innung im Kammerbezirk Halle

Auch 2003 wurde die schon zur Tradition gewordene Ausrichtung des Tages der offenen Tür in der Innung im KB Halle in Angriff genommen. Trotz Bauarbeiten auf den Innungsgelände in der Gießerstraße 8 in Halle/Bruckdorf, wurde das Zelt für die geladenen Gäste aufgestellt und entsprechend hergerichtet. Herzlich eingeladen und gekommen sind unter anderen Vertreter unserer Aufsichtbehörden, hier im einzelnen das Regierungspräsidium, der Ordnungs- und Bauämter der einzelnen Kreise und des Umweltamtes. Als Vertreter des Handwerks konnten der stellvertretende Landesinnungsmeister, der Obermeister der Innung Altmark und die Vertreter des Vorstandes der Innung Magdeburg begrüßt werden. Ebenfalls anwesend waren die Kollegen Ehrenobermeister Dieter Jork und Ronald Edler.
Weiterhin waren Gäste der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft Halle/Saale, der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks, Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr, die Obermeister der Sanitär-, Heizungs- Klempnerinnung und der Ofen- und Luftheizungsbauerinnung vertreten. Unser Obermeister Gerhard Metz konnte weiterhin Vertreter des Verbandes Haus & Grund, der Wohnungsverwaltungen der Stadt Halle sowie der Marktpartner für die Schornstein- und Kesselherstellung begrüßen. Auch die Energielieferanten und dem Handwerk nahestehenden Versicherungen nahmen an der Veranstaltung am 27.08.2003 teil. Wir konnten somit mehr als 55 geladene Gäste auf unserem Innungsgelände begrüßen. Auch viele Innungsmitglieder, nicht nur aus Halle, nahmen die Gelegenheit wahr und besuchten ihre Innung, um sich an den ungezwungenen Gesprächen im Rahmen des Hauptprogramms zu beteiligen und einzubringen.
Für alle Interessierten gab es im Festzelt zwei wirklich interessante Vorträge zu hören. Der erste beschäftigte sich mit der Problematik von Lüftungen im häuslichen Bereich. Uns ist es gelungen Deutschlands „Lüftungspapst“, Herr Dr. Ehrenfried Heinz, als Dozent zu gewinnen. In seinen Ausführungen betrachtete er die Lüftungsproblematik aus der Sicht der Wissenschaft, unabhängig von der Sichtweise der Schornsteinfeger. Es war ein höchst gelungener Vortrag, wie sich an den Reaktionen der Zuhörer im Anschluss zeigte.
Als zweiten Redner konnten wir den technischen Innungswart der Innung Braunschweig Dieter Fritzenwanker, für das Thema „Blower Door – Messung“ an neu- und umgebauten Gebäuden, als eine Möglichkeit im Rahmen der Umsetzung der Forderungen der Energieeinsparverordnung, begrüßen. Diese Messmethode beschäftigt sich mit dem Nachweis der Luftdichtheit von Gebäudehüllen. Auch hier wurde allen Zuhörern die Fachkenntnis des Dozenten zur Thematik deutlich. Die Möglichkeit der Durchführung dieser angesprochenen Messung ist nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch in Sachsen-Anhalt gegeben, da wir über ein solches Gerät verfügen.
Es gab also zwei sehr hochwertige, anerkannte und aufschlussreiche Vorträge als Rahmen einer gelungenen Präsentation unseres Handwerkes.
Natürlich war den Organisatoren das ungezwungene Gespräch am Rande der Vorträge sehr wichtig. Dieses wurde durch eine entsprechend rustikale Versorgung gefördert. Abschließend kann gesagt werden, dass die Tradition des alle zwei Jahre stattfindenden Tag der offenen Tür eine Fortführung verlangt, um die guten Kontakte weiterhin bestmöglich zu pflegen.
In diesem Rahmen sei es mir erlaubt allen, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben, zu danken.
Christian Plettner
Pressewart

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Für den 8. Mai 2003 hatte der LIV Sachsen seine Mitglieder und Gäste zum 13. Landesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen nach Reichenbach/Oberlausitz eingeladen. Organisiert wurde die Veranstaltung vor Ort durch die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Bautzen unter ihrem Obermeister Andreas Leubner.
Mit dem Ringhotel „Reichenbacher Hof“ hatten die Bautzener Kollegen, meiner Meinung nach, den idealen Veranstaltungsort in ruhiger, landschaftlich schöner Lage für die Durchführung des Landesverbandstags gefunden. Mit Ausflügen nach Bautzen und Görlitz hatte die gastgebende Innung den Ehefrauen der anwesenden Kollegen ein ansprechendes Begleitprogramm geboten. Den Kollegen der Innung Bautzen möchte ich, sicher im Namen aller am Landesverbandstag beteiligten Kollegen, für ihre Bemühungen noch einmal herzlich danken.
Das am Vortag stattgefundene Pressegespräch hatte gezeigt, dass Aufgaben und Organisation des Schornsteinfegerhandwerks noch zu wenig bekannt sind. Es dominierten deshalb Fragen nach dem Spektrum der Aufgaben, die unser Handwerk in heutiger Zeit zu erfüllen hat. Fragen nach Arbeitsabläufen, Ansprechbarkeit und Zukunftsentwicklung haben dabei gezeigt, wo der Schwerpunkt des öffentlichen Interesses liegt. Daraus kann geschlossen werden, dass der informative Umgang mit dem Kunden eine wesentliche Dienstleistung unseres Handwerks ist.
Als Gäste des diesjährigen Landesverbandstags konnten der stellvertr. Bundes-Innungsmeister und LIM des Freistaats Bayern Klaus Dank, Vorstand Finanzen beim ZIV und LIM Baden-Württemberg Hans-Ulrich Gula, Vorstand Berufsbildung beim ZIV Gunar Thomas, LIM Thüringen Ulrich Eller, stellvertr. LIM Sachsen-Anhalt Torsten Kiel, Ehren-LIM des Landes Sachsen Wolfgang Buschan, Schulleiter Hans Poltersdorf und der ehem. OM Innung Zwickau Frank Dörrer durch LIM Hartmut Kettner begrüßt werden.
In seinem Geschäftsbericht ging LIM Hartmut Kettner auf die Situation der sächsischen Schornsteinfeger ein. Nach Neuwahl des Vorstands im vergangenen Jahr konnte die Geschäftsstelle des LIV in vorbildlichem Zustand übernommen werden. Dank gilt dafür besonders Gunar Thomas und Wolfgang Buschan. Mit Stolz konnte er feststellen, dass in Sachsen 100% der BSM Innungsmitglieder sind und am QM/UM-System teilnehmen.
Trotz nachweislicher Vorteile haben sich die Kollegen im Bereich des LIV Sachsen bisher nicht mehrheitlich für die Einrichtung einer Landesinnung entschieden. Die Initiative liegt nun bei den einzelnen Innungen.
Kritische Äußerungen in der Öffentlichkeit, unserem Beruf gegenüber, führt LIM Kettner auf Negativerlebnisse von einzelnen Personen zurück, die dadurch unzufrieden mit ihrem Schornsteinfeger sind. Eine Änderung im Kundenverhalten der Kollegen könnte hier Verbesserung bringen. Im Schulungsplan 2003/2004 findet die Verbesserung des Umgangs mit dem Kunden bereits Berücksichtigung.
Die Einführung des Energiepasses in Sachsen und die umfassende Beteiligung von Schornsteinfegerbetrieben an deren Erstellung zeigt, laut Kettner, dass viele Kollegen bereits eine zukunftsorientierte Entwicklung ihrer Betriebe in Angriff genommen haben.
Zur Tarifsituation führte Kollege Kettner aus, dass weitere Lohnsteigerungen wahrscheinlich keine Berücksichtigung bei der Festlegung des neuen Umrechnungsfaktors für Arbeitswerte finden werden. Damit die Wirtschaftlichkeit der Betriebe nicht gefährdet wird, will er bei Tarifverhandlungen für eine Lohnkürzung eintreten.
Zum Schluss seiner Ausführungen dankte der LIM den Vorstandsmitgliedern und dem Schulleiter für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Der TLIW des Landes Sachsen Stefan Gralapp berichtete über die gute Zusammenarbeit der TIWs bei der Erstellung von technischen Rundschreiben, neuen Karteikarten und Bescheinigungen. Technische Rundschreiben sollen zukünftig auch anderen LIVs zur Verfügung gestellt werden. Nach Fertigstellung der Karteikarten für Dunstabzugsanlagen und den Bereich der Wohnungslüftung gehen die Entwürfe allen Kollegen und den maßgeblichen Softwarehäusern zu.
Für seinen herausragenden Einsatz zur Erstellung der Karteikarten bedankte sich Stefan Gralapp bei Andrè Förster, von der Innung Bautzen, mit einem Blumenstrauß.
Im Anschluss erläuterte Gralapp die Themen für die Jahresschulung 2004 und trat dafür ein, die Schulungshefte bereits vor den Schulungen allen BSM und Gesellen zur Verfügung zu stellen. Die Themen werden sich im Wesentlichen mit dem Aufbau und der Funktion von Öl- und Gasbrennern, dem professionellen Umgang mit Kunden, der neuen Bauordnung und dem Einsatz von Blockheizkraftwerken beschäftigen.
Die Zusammenarbeit mit Behörden, Verbänden und Firmen funktioniert, nach Einschätzung Gralapps, im Land Sachsen gut. Als Beispiel führt er die Zusammenarbeit mit Dr. Fischer vom SMI zur neuen Bauordnung und beim Entwurf zur Durchführungsverordnung für die EnEV an.
Zugleich fordert er alle BSM in Sachsen auf, eventuell noch fehlende Lehrgänge zur Befähigung der Erstellung von Energiepässen abzuschließen. Besonders gewürdigt wurde Kollege Thomas Kuntke, der das Faltblatt zur Erstellung von Energiepässen entwickelt hat.
Zum Abschluss bedankt sich Stefan Gralapp bei den Kollegen, die sich im vergangenen Jahr während der Hochwasserkatastrophe in Sachsen verdient gemacht bzw. hochwassergeschädigte Kunden betreut haben.
Er bedankte sich ebenfalls bei allen Kollegen, die ihn unterstützt haben, besonders dem LIM und den TIWs.
LBBW Wolfgang Matteg ging bei seinen Ausführungen zunächst auf den Nutzen des Einstellungstests für künftige Lehrlinge in Sachsen ein. Der Überblick über die Lehrlingszahlen zeigt eine erfreuliche Tendenz und die Zwischenprüfungen weisen deutlich bessere Leistungen der Lehrlinge aus. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung in der Bevölkerung fordert Matteg auf, die Lehrlingswerbung nicht aus den Augen zu verlieren.
Zur Meisterausbildung bemerkt Kollege Matteg, dass viele Gesellen, durch mangelnde Erfahrung, den Aufgaben noch nicht gewachsen sind. Oft ist die Lerneinstellung und die Bereitschaft Freizeit zu opfern noch zu gering.
Er führte weiterhin aus, dass die im Jahre 2002 durch den ZIV eingeleitete Umfrage zur Bildungsstruktur eine recht positive Einschätzung für Sachsen ergeben hat. Trotz allem sollten auch die BSM weitere Bildungsangebote wahrnehmen.
Zum Stand der Zertifizierung führt Matteg aus, dass die Einführung von Gruppenaudits wesentlich zur Verbesserung des Verständnisses und der Akzeptanz des QM/UM-Systems beigetragen hat. Im Ergebnis des internen Audits konnte die Arbeits- und Dokumentationsweise des LIV Sachsen im Oktober 2002 als sehr gut eingeschätzt werden.
Kollege Matteg bedankte sich ebenfalls bei allen Kollegen, die sich im Bereich Sachsen für die Aus-, Weiter- und Fortbildung eingesetzt haben.
Schriftführer und BÖA des Landes Sachsen, Bernd Damisch, berichtete über die erfolgreiche Teilnahme des LIV an der Messe für SHKG im September 2002 und der Mitteldeutschen Handwerksmesse im Februar 2003. Beide Messen fanden in Leipzig statt. Er bedankt sich besonders für die koordinierende Arbeit des Kollegen Matthias Steinberg vor Ort. Für die geplante Erneuerung des Messestandes des LIV liegt bereits ein Entwurf vor, der nach Abstimmung mit dem Vorstand umgesetzt wird.
Ein Entwurf zur Internetpräsentation des LIV Sachsen wurde durch die Kollegen Kempe und Damisch erstellt und kann nach Abstimmung mit dem Vorstand online gehen.
Zur Medienkampagne gegen unser Handwerk führte Damisch aus, dass eine Gegenkampagne unsererseits, wie von manchen Kollegen gefordert, nicht sinnvoll wäre, da die entsprechenden Medien offensichtlich nicht an einer sachlichen Auseinandersetzung interessiert sind. Vielmehr sollten die Kollegen sich in den Betrieben bemühen, durch eine höhere Qualität der Arbeitsausführung noch weniger Anlass zur Kritik an unserem Beruf zu geben. Kontakte zu Medien sollten nur durch die BÖA der Innungen erfolgen und Internetpräsentationen möglichst mit den Vorständen abgestimmt werden.
Zum Abschluss seiner Ausführungen bedankte sich Kollege Damisch ebenfalls bei allen Kollegen für ihre Unterstützung und hob die vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre im Vorstand des LIV Sachsen hervor.
In der anschließenden Diskussion ging der LIM Bayern Klaus Dank, als Verhandlungsführer in den Tarifverhandlungen im Tarifgebiet 5, noch einmal auf die Ausführungen des LIM Kettner ein. Bis zum 30.10. 2003 muss ein neuer Abschluss ausgehandelt sein, da sonst erneut ein Schlichter eingesetzt wird. Deshalb sollten die Verhandlungen nicht mit Starrheit geführt werden. Hoffnungen sollten nicht zu hoch geschraubt werden und Verständnis aufgebracht werden, wenn sich nicht alle Vorstellungen erfüllen.
Zum Abschluss des ersten Teils des Verbandstags wurde auf Antrag der Innung Dresden festgelegt, dass der Landesverbandstag 2004 am 6. Mai in Dresden stattfindet. Anlass ist der 10. Jahrestag der feierlichen Fahnenweihe der Innungsfahne der Innung Dresden, die in Anwesenheit des damaligen sächsischen Ministerpräsidenten Dr. Kurt Biedenkopf stattgefunden hatte.
Um 14.00 Uhr eröffnete LIM Kettner den öffentlichen Teil des Landesverbandstags und konnte aus diesem Anlass weitere Gäste begrüßen.
Erschienen waren Herr Ministerialrat Dr. Heinz Fischer, vom sächsischen Ministerium des Innern, Herr Dr. Peter Rollig vom sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und Herr Rudolf Körner, der im sächsischen Ministerium des Innern zuständig für Schornsteinfegerangelegenheiten ist.
Herr Dr. Rollig informierte zunächst mit einem Vortrag über die Hintergründe zur Einführung des Energiepasses in Sachsen. Er erwähnte die Rolle der Schornsteinfeger bei einem Pilotprojekt in Zwickau, das die sachsenweite Einführung des Energiepasses begünstigt hat. Etwa 30% der Ersteller von Energiepässen in Sachsen sind Schornsteinfeger. Eine Erweiterung der zulässigen Software ist bei entsprechenden Angeboten, laut Herrn Dr. Rollig, möglich.
Dr. Fischer ermutigte die Schornsteinfeger in diesem Zusammenhang ihre Qualifizierung auf diesem Gebiet zu vervollständigen, auch wenn noch nicht schlüssig ist, wo im Jahr 2006 die Pflicht zur Erstellung eines Gebäudeenergiepasses gesetzlich verankert werden wird.
Weitere Fragen an die Gäste bezogen sich auf die Diskussion zur Prüfung von Heizöllagerstätten durch Schornsteinfeger. Herr Dr. Fischer führte dazu aus, dass seines Wissens die Diskussion innerhalb des Ministeriums vorerst an der Frage nach der Umlegung der Gebühren für diese Tätigkeit gescheitert ist.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Rede des stellvertr. Bundesinnungsmeisters Klaus Dank. Er überbrachte die Grüße des Bundesinnungsmeisters Hans Günther Beyerstedt, der leider andere Termine wahrzunehmen hatte, und des Vorstandsrates des ZIV. Ebenso dankte er dem LIV Sachsen im Namen der LIVs von Bayern, Thüringen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt.
In seiner Rede führte er aus, dass die Probleme im Schornsteinfegerhandwerk sich nun komprimieren. Seit der Diskussion um die Umgestaltung der Handwerksordnung hat der Meisterbrief einen anderen Stellenwert bekommen. Erfreulich ist, dass unser Beruf zu den 32 Berufen gehört, bei denen es notwendig ist, vor Eröffnung eines Betriebes die Meisterprüfung erfolgreich abgelegt zu haben. Kriterium für diese Einschätzung ist dabei der Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung. Vor diesem Hintergrund sollten wir Neutralität und Unabhängigkeit als besondere Werte betrachten.
Wir sollten uns deshalb ständig fragen, mit welcher Qualität wir unsere Kunden bedienen. Unsere 8.036 Betriebe betreuen 14 Millionen Gebäude in der Bundesrepublik und liefern im Jahr ca. 180 Millionen Daten zum Zustand von Feuerungsanlagen. Wir sind Impulsgeber für den Arbeitsmarkt.
Durch die Umsetzung unseres neuen Berufsleitbildes steht der Kunde immer mehr im Mittelpunkt. Obwohl uns die Studie des FORSA-Instituts von 2001 90% zufriedene Kunden bescheinigt, ergeht der Appell an alle Kollegen Erreichbarkeit und Kundenbetreuung zu verbessern.
Zur bevorstehenden Novellierung der Bundes-Immissionsschutzverordnung führte er aus, dass der ZIV mit Marktpartnern im Gespräch ist und eine gemeinsame Erklärung für das Bundes-Umweltministerium plant.
Zum Abschluss drückte Klaus Dank seinen Respekt für den Inhalt der Referate aus, die zum Landesverbandstag gehalten wurden.
Mit einem Dank an alle Organisatoren, Gäste, Delegierte und Kollegen schloss LIM Hartmut Kettner den Landesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen 2003, an dem insgesamt 95 Kollegen teilgenommen hatten.

Bernd Damisch, BÖA Sachsen
alle Photos BSM Jan Karsten Lorenz

Ausgabe: 49 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Der neue SidePak AM510 von TSI erfasst in Echtzeit die Konzentration luftgetragener Stäube für Arbeitsplatz- und Umweltmessungen. Der robuste Streulichtphotometer ist kompakt, leicht und leise. Daher kann der SidePak AM510 am Gürtel befestigt werden, ohne bei der Tätigkeit zu behindern. Die eingebaute Pumpe ermöglicht die Anbringung verschiedener Impaktoren oder Zyklonabscheider für größenselektive Aerosolmessung. Durchflussrate und verschiedene Kalibrierwerte sind vom Anwender einstellbar.
Die Impaktoren des SidePak AM510 erlauben eine Konzentrationsmessung von Aerosolen in den Größenbereichen 0,1 bis 10 Mikrometer. Das große, leicht lesbare Display zeigt sowohl die Echtzeitkonzentration als auch den über 8 Stunden aufaddierten Mittelwert an (TWA). Mit dem umfangreichen Datenlogger (31.000 Datensätze) sowie der langen Batteriestandzeit sind ausgedehnte Messreihen möglich. Zum Datendownload und Weiterbearbeitung im PC zwecks Analyse, Grafik- und Berichterstellung dient die im Lieferumfang enthaltene Software TrakPro. Mithilfe dieser Software kann der SidePak AM510 bequem auch für unbeaufsichtigte arbeitsplatzbezogene Messungen vorprogrammiert werden.
Das spezielle Batteriemanagement-System des neuen SidePak AM510 ermöglicht die Anzeige der verbleibenden Batteriestandzeit in Stunden. Zur Auswahl stehen aufladbare NiMH-Akkus ohne Memory-Effekt oder herkömmliche Alkalinebatterien (AA). Außer dem Download der gespeicherten Daten über die Software TrakPro können statistische Werte wie Maxima, Minima, Durchschnittswerte, Laufzeit und 8-Stunden-TWA im Display angezeigt werden.

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Phoenix-Software zur Berechnung von Abgasanlagen
Windows-Komfort führt zu schnellen Ergebnissen

Mit der europäischen Harmonisierung der Normen wurde aus der DIN 4705-1 – Feuerungstechnische Bemessung von Schornsteinquerschnitten – die EN 13384-1. Abgestimmt auf die sich dabei ergebenden Veränderungen stellt das Ingenieurbüro für Softwareentwicklung und Computertechnik (ISC) Greiner, Wallhalben, jetzt mit Phoenix ihre aktualisierte Software zur Planung abgastechnischer Anlagen vor.
Das Programm bietet neben einer Querschnittsberechnung einfach und mehrfach belegter Abgasanlagen auch die Möglichkeit den Verbrennungsluftnachweis gem. TRGI/ZVSHK zu führen. Darüber hinaus lässt sich eine Klassifizierung von Bauteilen nach DIN 18 160 vornehmen oder die Oberflächentemperatur gegenüber brennbaren Bauteilen überprüfen. Bei der Konzeption dieser Software wurde besonderer Wert auf eine übersichtliche und zeitsparende Handhabung gelegt. Eine Wärmeerzeuger-Datenbank mit etwa 30.000 Datensätzen von rund 210 Herstellern ist integriert, sodass dem Anwender lange Suchzeiten erspart werden.
Unterschiedliche Suchkriterien nach Brennstoff, Leistung und Gerätetyp beschleunigen die Auswahl. Auch der Zugriff auf die Systemdaten verschiedenster Schornsteinanlagen unterstreicht die komfortable Anwendung dieser Software. Außerdem lassen sich weitere Datensätze individuell anlegen. Ein Maßnahmenkatalog hilft dem Anwender bei der Suche nach Lösungen, falls eine Berechung zu keinem Funktionsnachweis führt.
Die Phoenix-Software läuft unter Windows 95/98 sowie Windows NT, XP und Folgende. Sie steht als Demoversion kostenlos im Internet unter www.ISC-Greiner.de zur Verfügung.

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Raab-Schornsteinsystem für 28-stöckiges Hochhaus
Die Stadt Warschau besitzt einen neuen architektonischen Blickfang. Mit 28 Stockwerken bei einer Höhe von 112 m stellt das Millennium Plaza eine neue Landmarke in der polnischen Hauptstadt dar. Das Gebäude beeindruckt durch seinen Grundriss, der seine Spannung aus einer Kombination von runden und eckigen Baukörpern bezieht. In dieses spezielle Gestaltungskonzept sollte sich das Schornsteinsystem, das außen an der Fassade entlanggeführt wurde, einfügen. Es musste nicht nur den technischen Ansprüchen genügen, sondern auch den hohen architektonischen Vorgaben entsprechen. Man entschied sich schließlich für das Edelstahl-Abgassystem DW-ALKON von Raab, Neuwied. Ausschlaggebend war dafür, dass sich der Werkstoff Edelstahl harmonisch in die transparente Fassadenarchitektur integrieren ließ.
Repräsentatives Objekt
Der erste Spatenstich für das repräsentative Bürogebäude erfolgte im Jahr 1998. Auftraggeber war die türkische Firma Reform. Mit der Planung des Hochhauses wurde der Architekt Vahap Toy beauftragt. Im Äußeren des Gebäudes spiegeln sich gestalterische Elemente verschiedener in Istanbul befindlicher Hochhäuser wider, beispielsweise das Giz 2000 Plaza oder der Yapi Kredi Tower. Nachdem ein Teil des Gebäudes an die niederländischen Investoren Singspiel Investiringen und Anandrous verkauft worden war, erhielt das Objekt den neuen Namen Millennium Plaza.
Das Gebäude bietet ca. 56.109 m² Nutzfläche. In den Kellergeschossen steht eine Tiefgarage zur Verfügung. Über die unteren fünf Geschosse erstreckt sich ein öffentliches Handelszentrum mit über 100 Geschäften. Dieser Gebäudeteil beeindruckt durch seine zwei Panoramaaufzüge, exotische Pflanzen sowie einen Springbrunnen. Das 6. Geschoss beherbergt mehrere internationale Restaurants. Besondere Attraktion in diesem Bereich ist ein Großaquarium. In den oberhalb gelegenen Etagen befinden sich Büroräume, die zu einem großen Teil von der BIG Bank Gdanski genutzt werden.
Weiterhin existieren Konzepte zur Gestaltung des Dachbereichs. Nachdem die Pläne für einen Hubschrauberlandeplatz nicht umgesetzt worden waren, soll in Zukunft auf dem Dach ein Garten mit Teich entstehen. Insgesamt beabsichtigen die neuen Eigentümer über 2 Mio PLN (ca 500.000 EURO) für Modernisierungsarbeiten zu investieren, die voraussichtlich im Mai 2003 abgeschlossen sein sollen. Mit der Konzeption und Ausführung der Umbaumaßnahmen wurde die Warschauer Firma Siltec Sp. beauftragt. Geplant sind drei neue Aufzüge sowie ein Tunnel, der eine Verbindung zur Tiefgarage schafft.
DW-ALKON
Um auch bei einem Stromausfall die Elektrizitätsversorgung sicherstellen zu können, wurde ein Notstromaggregat mit Dieselbetrieb der Firma Perkins, Bauart P 650, installiert. Das Aggregat erzeugt eine Leistung von 650 kVA. Um die beim Betrieb des Gerätes entstehenden Abgase sicher abzuführen, war der Einbau eines geeigneten Schornsteinsystems notwendig. In Anlehnung an frühere positive Erfahrungen mit den Produkten aus dem Hause Raab, Neuwied, entschloss sich das ausführende Unternehmen Siltec aus Warschau zum Einbau eines Raab-Schornsteinsystems der Bauart DW-ALKON 300. Besondere Herausforderung bei dem Objekt war die Schornsteinhöhe von 115 m. Der Schornstein ist somit drei Meter höher als das gesamte Gebäude.
Bei dem System Alkon handelt es sich um eine druckdichte Abgasleitung, die sich durch ihr spezielles Konstruktionsprinzip sehr gut für hohe Temperatur- und Druckbelastungen eignet. Bei dem im Millennium Plaza eingesetzten Notstromaggregat ist von einer Abgastemperatur von 580° C auszugehen. Das Abgassystem zeichnet sich durch eine neuartige Verbindungstechnik aus, die eine einfache und sichere Montage gewährleistet. Da bei der Montage keine elastomeren Dichtungen benötigt werden, ist das Schornsteinsystem bis zu einer Abgastemperatur von maximal 600° C bauaufsichtlich zugelassen. Ein weiterer Vorteil des Systems ergibt sich aus der Elementbauweise. Die einzelnen Bauteile werden in Längen von 75 bis 1.020 mm gefertigt. Es stehen außerdem verschiedene Durchmesser von 80–600 mm zur Verfügung. Als weitere Alternative bietet Raab neben dem doppelwandigen Schornsteinsystem DW-ALKON die einwandige Ausführung EW-ALKON an.
Objektbezogene Lösung
Bei dem Objekt Millennium Plaza kamen im senkrecht geführten Außenbereich der Abgasführung doppelwandige Elemente mit einem Durchmesser von 300 mm zum Einsatz. In die Abgasleitung wurden insgesamt 7 Kompensatoren integriert, die der Aufnahme der Längsausdehnung dienen. Da Raab-Schornsteine bereits ab Werk über einen sehr hohen Vorfertigungsgrad verfügen, waren keine zusätzlichen Wärmedämm- oder Schweißarbeiten vor Ort nötig. Das Konstruktionsprinzip der offenen Elementbauweise basiert auf einer frei ausdehnbaren Innenschale aus Edelstahl. Eine 30 mm starke Wärmedämmung ermöglicht die fugenlose Verbindung und verhindert somit die Entstehung von Wärmebrücken. Außerdem sorgt die konische Verbindungstechnik für ein hohes Maß an Stabilität. Klemmbänder werden nicht benötigt. Die Wandbefestigung erfolgt alle vier Meter mit speziellen Halterungen aus Edelstahl.
Die abgasführenden Bauteile bestehen aus rostfreiem Edelstahl 1.4571 oder 1.4404. Sie werden im WIG- oder Laserschweissverfahren hergestellt. Eine zusätzliche Stabilisierung des Edelstahls erfolgt durch Molybdän und Titan. Auf diese Weise sind die Rohre weitestgehend gegen die bei der Verbrennung anfallenden Schadstoffe und Kondensate geschützt.
Die Verbindungsleitung zwischen dem Notstromaggregat und dem senkrecht an der Fassade hochgeführten Schornstein wurde mit dem Abgassystem ALKON V, ebenfalls von Raab, hergestellt. Mit dieser druckdichten Verbindungsleitung lassen sich speziell Notstromaggregate, Verbrennungsmotoren und Blockheizkraftwerke abgasseitig einbinden. ALKON V eignet sich gut für hohe Temperatur- und Druckbelastungen. Genauso wie das System DW-ALKON zeichnet sie sich durch ihre europaweit patentierte fugenlose Verbindungstechnik und problemlose Montage aus. Ergänzend ist ein umfangreiches Zubehörprogramm mit Schalldämpfern und Kompensatoren erhältlich.
Fazit
Mit den ALKON-Systemen von Raab lassen sich aufgrund der metallischen Dichtungskonstruktion Abgasführungen von Notstromaggregaten problemlos realisieren. Die Höhe des hier beschriebenen Objekts zeigt eindrucksvoll, dass sich außengeführte Schornsteine auch in der Hochhausarchitektur einsetzen lassen.

Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Luft-Abgas-Schornstein ermöglicht raumluftunabhängigen Betrieb auch im luftdichten Haus, damit‘s im nächsten Winter behaglich knistern kann. Der Trend zum Kamin- und Kachelofen als energiesparende und umweltfreundliche Heizquelle hält an. Wichtige Voraussetzung: ausreichende Luftzufuhr. Die lässt sich auch in Zeiten der durch die EnEV bedingten dichten Gebäudehüllen realisieren – mit einem Luft-Abgas-Schornstein vom Marktführer Schiedel.
Einen Schornstein braucht bekanntlich jeder, der auf die wohlige Wärme eines Kamin- oder Kachel­ofens Wert legt. Wer damit also Festbrennstoffe wie zum Beispiel Holz oder Pellets als Energieträger nutzen will, muss auf die Betriebsart des Schornsteins achten. Optimal ist die Dreierlösung mit dem Universalschornstein Schiedel­ Absolut: ein Zug mit 12 cm Durchmesser für die Rauchgase der Heizungsanlage, ein zweiter Zug mit 18 cm Durchmesser zum Anschluss des Kamin- oder Kachelofens, und direkt zwischen diesen beiden Zügen ein eigener Lüftungszug, der den Kamin- oder Kachelofen mit sauerstoffreicher Verbrennungsluft von der Mündung aus versorgt. Mit diesem Komplettsystem ist eine sichere und funktionelle raumluftunabhängige Betriebsweise des Kamin- und Kachel­ofens sicher gestellt. Falls z.B. Holz der einzige Energieträger ist und keine Zentralheizung zum Einsatz kommt, ist der Luft-Abgas­-Schornstein auch nur zweizügig zu haben. Schiedel-Schornsteinsysteme und die optimale Fachberatung für den Bauherrn gibt‘s nur im Baustoff-Fachhandel.

Ausgabe: 49 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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Ein wahres Highlight präsentierte Spartherm anlässlich der diesjährigen ISH dem Fachpublikum in Frankfurt. Arte G heißt der gasbefeuerte Kamineinsatz, der eine völlig neuartige Form der Feuerung darstellt. Der Konstruktion des Modells lag der Gedanke nach einer Flamme zugrunde, die – ohne störende Elemente – zum wärmenden Mittelpunkt des Raumes wird.
Bemerkenswert ist außerdem die Möglichkeit zur freien Aufstellung, die eine 360°-Rundumsicht auf das Feuer bietet. Die Rauchgasführung erfolgt automatisch und für den Betreiber unsichtbar. Arte G wurde als raumluftunabhängiger Raumheizer für gasförmige Brennstoffe konzipiert. Die Bedienung des Gerätes erfolgt ferngesteuert, sodass ein entsprechender Komfort gegeben ist.

Ausgabe: 49 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

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"Am 03. Juni 2003 wurde der Prüfstand, auf dem die Messgeräte der Schornsteinfeger geprüft wurden, selbst geprüft. Insofern eine Überwachung der Überwachung. Zu diesem Zeitpunkt war DER SCHORNSTEIN UNTERWEGS in Egeln und zu Gast bei der GFI Magdeburg. Durch Zufall wohlbemerkt.
Wolfgang Voigt (Geschäftsführer der GFI): „Ich freue mich den – DER SCHORNSTEIN – in unseren Räumlichkeiten begrüßen zu dürfen. Die GFI Magdeburg, gegründet am 12. 10. 1992, kann mittlerweile auf viele Jahre Prüfstanderfahrung zurückblicken.
Die Dienstleistungen unserer GFI umfassen nicht nur die Überwachung und Kontrolle von Messapparaten und anderen Gerätschaften, die für Immissionsschutzmessungen und Über­prüfungsarbeiten eingesetzt werden.
Wir versorgen zusätzlich den Schornsteinfeger mit dem für seine tägliche Arbeit benötigten Arbeits- und Prüfmittel. Aber auch für das Heizungs- und Sanitärhandwerk sind wir über die Jahre zu einer „Adresse“ geworden, die gerne genutzt wird, um Überprüfungen an dem von ihnen benutzten Rauchgasanalysecomputer durchführen zu lassen.
Auf diese Weise kann das Mess- oder Prüfgerät dort überprüft werden, wo es erworben wurde. Für den Fachhandwerker ist dieses ein wesentlicher Vorteil. Unser Standort Egeln liegt mit 15 km Entfernung zur A 14 strategisch sehr günstig. Wir beschränken unser Handeln aber nicht nur auf den Verkauf oder das Überprüfen von Messmitteln sowie den Verkauf von Schornsteinfegerbedarfsartikel, wir bieten weiterhin einem jeden interessierten Kollegen in regelmäßigen Abständen Informationsveranstaltungen. So haben wir, das nur als kurzes Beispiel, eindrucksvoll durch zwei Lieferanten die dem Schornsteinfegerhandwerk sehr nahe stehen (Wöhler, Ress) demonstrieren können, dass der Einsatz einer Miniaturkamera mittels Haspelstange für das Überprüfen von Abgasleitungen hervorragend, auch bei mehreren Umlenkungen, ob senk- oder waagerecht, geeignet ist. Viele Kollegen, die mit dem Hilfsmittel Kamera arbeiten, haben mir dieses bestätigt. Oder die Demonstration einzelner Messgerätehersteller (MSI und MRU), die aufzeigten, dass es mit moderner Technik möglich ist, die durch den Schornsteinfeger bei der täglichen Messarbeit erfassten Daten zu speichern und diese dann am Tagesende direkt in den PC zu übernehmen Eine gute Arbeitserleichterung so meine ich, die aber nicht die schriftliche Daten und Mängelerfassung durch den Einzelnen vor Ort ersetzt, denn optische und entstehende Mängel, die bei der lt. KÜVO des LSA vorgeschriebene Abgaswegeüberprüfung durch den Schornsteinfeger festgestellt werden, kann, so glaube ich, noch kein Messgerät erkennen. Auf jeden Fall können sich die Kollegen in unserem Haus auf kürzestem Wege über die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Mess- und Prüftechnik informieren. Dieses Know-how wird von den einzelnen BSM und auch deren Gesellen gerne angenommen. Wir haben uns, und damit meine ich unser Team, das aus dem Prüfstandleiter, dem BSM Walter Metscher, dem Prüfstandtechniker Klaus Hampe und Uwe Janisch, letzterer ist vordergründig für den Verkauf zuständig, das Ziel gesetzt, durch gute und fachkundige Beratung sowie Service eine für unser Fachhandwerk qualitätsorientierte Arbeit zu leisten. Diesen für uns selbst gestellten hohen Qualitätsansprüchen können wir nur gerecht werden, indem wir regelmäßig an Service-Schulungen einzelner Messgerätehersteller teilnehmen.
Mein besonderer Dank gilt dabei besonders der Firma Wöhler, MSI, Ress und MRU, die uns in regelmäßigen Abständen zu Schulungen einladen.
An dieser Stelle aus Platzgründen einmal unterbrochen, Wolfgang Voigt ist wirklich sehr engagiert, wenn es um die GFI Magdeburg geht, beobachten wir hier heute die Prüfung des Prüfstandes. Geprüft wird dieser jährlich durch Eigenüberwachung durch den Hersteller und im Zweijahresrhythmus durch den TÜV. Am heutigen Tage kam der TÜV Süddeutschland. Statistisch gesehen wird dieser Prüfstand im Zweijahresrhythmus 3-mal überprüft. Dieser Prüfstand überprüft die Messgeräte der Schornsteinfeger pflichtgemäß halbjährlich.
Zum TÜV Bericht:
Dieser enthält:
– Russpumpen-Prüfstand (Gaszähler, Anzeigekontrolle, Einspann-Vorrichtung für Handpumpe)
– Temperaturmessgeräte-Prüfstand (Kalibrierthermometer, Anzeigevergleich zwischen Innungsmessplatz und TÜV-Vergleichsgerät)
– O2/CO Messplätze (Fülldatum der Prüfgasflasche, Gehalt laut Analysenzertifikat, gemessener Gehalt, Flüssigkeitsvorlage)
Es wird festgestellt, ob der Prüfstand innerhalb der angegebenen und vorgeschriebenen Toleranzen arbeitet und sich in einwandfreiem Zustand befindet.
Zwischen den jährlichen Prüfzyklen an einer Feuerungsanlage vor Ort durch den Schornsteinfeger liegen 2 Überprüfungen des Messgerätes und 1,5 Überprüfungen des Prüfstandes. Soviel geprüfte Genauigkeit stellt die Glaubwürdigkeit des Messergebnisses durch den Schornsteinfeger wohl nicht mehr in Frage. Gerade bei den Abweichungen zwischen Wartungs- und BImSCHV-Überprüfung dient das Prüfprotokoll als wichtigster Nachweis der Glaubwürdigkeit. Das Messgerät vom Schornsteinfeger muss schließlich halbjährlich geprüft werden.
Eine ausführliche Abhandlung des Themas erfolgte im „Schornsteinfegerhandwerk“, dem Fachorgan des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks in der Ausgabe 9/1999.
Fazit:
Zurück zur GFI:
Wolfgang Voigt (Geschäftsführer der GFI): „ Zusätzlich bieten wir eine große Angebotspalette an Arbeitsschutzkleidung, Kleinst- und Großwerkzeugen, Drucksachen und Geschenkartikeln. Mit der neuen Internetpräsenz der GFI Magdeburg runden wir unser Dienstleistungsspektrum ab. Hier kann jeder Neuheiten und Öffnungszeiten erfahren. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“
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Ausgabe: 49 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Der Schornstein: Herr Keindorf, in der warmen Jahreszeit wird in der Presse häufig vom Sommerloch gesprochen. Trifft das auf die Schornsteinfeger in Sachsen-Anhalt auch zu?
LIM Keindorf: Nein, ganz im Gegenteil. Auf das Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt sind in den letzten Monaten einige Änderungen zu gekommen. Zum Beispiel sind mit Schreiben des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt vom 20. 06. 2003 die Arbeitsblätter des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Nr. 102 und 103 als „technisches Regel­werk der Technik anerkannt“ worden. Damit ist die „Verwaltungsvorschrift zur Abgaswegeüberprüfung einschließlich CO-Messung von Gasfeuerstätten durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister“ vom 17. 03. 1993 nicht mehr in Anwendung zu bringen. Gravierend ist hier die veränderte Handhabung bei Überschreiten des CO-Gehaltes von 1000 ppm im unverdünnten, trockenem Abgas zu erwähnen. Wurde bisher die Gasfeuerstätte grundsätzlich stillgelegt, ist jetzt eine Stillegung nur in Fällen, in denen wegen der besonderen Gefährlichkeit des festgestellten Mangels – zum Beispiel bei hohem CO-Gehalt und Abgasaustritt – eine sofortige Stilllegung der Feuerungsanlage erforder­lich ist, gerechtfertigt. Dabei ist der BSM aber selbst nicht befugt, die Anlage stillzulegen. Genauso wenig ist er berechtigt oder verpflichtet, die Wiederinbetriebnahme durch Anbringen eines Aufklebers zu verhindern. Er muss jedoch Hauseigentümer und Mieter auf die besonderen Gefahren, die mit der Inbetriebnahme verbunden sind, hinweisen. Dies kann auch durch die Anbringung eines Aufklebers geschehen. Je nachdem, wie groß das Gefahrenpotential einzuschätzen ist, muss der BSM unverzüglich, d.h., im Zweifel sofort, und mit Nachdruck tätig werden.
Der Schornstein: Können Sie den Begriff „Nachdruck“ etwas erläutern?
LIM Keindorf: In einem solchen Falle hat der Bezirksschornsteinfegermeister gem. § 13 Abs. l Nr. 3 des SchfG unverzüglich schriftliche Meldung an den Grundstückseigentümer, im Falle von Wohnungseigentum an die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer und im Falle, dass Eigentum und Besitz (Mieter) auseinanderfallen, auch an den Besitzer zu machen, verbunden mit der Aufforderung, den Mangel unverzüglich, d.h. ohne schuldhaftes Zögern, zu beseitigen bzw. beseitigen zu lassen.
Darüber hinaus ist die zuständige Verwaltungsbehörde und gegebenenfalls eine andere zuständige Stelle darüber zu unterrichten.
Auch eine Information an das Gasversorgungsunternehmen kann notwendig sein, wenn andernfalls die unmittelbare Beseitigung der Gefahr nicht zu erwarten ist. Das Schornsteinfegergesetz sieht diese Maßnahme zwar nicht vor, sie hat sich jedoch in der Praxis bewährt. In derartigen Fällen pflegt das Versorgungsunternehmen die Gaszufuhr zu sperren, um eine weitere Gefährdung auszuschließen. Der Bezirksschornsteinfegermeister muss also in jedem Fall aufgrund seiner Sachkunde nach pflichtgemäßem Ermessen handeln.
Der Schornstein: Welche weiteren Änderungen haben sich für das Schornsteinfegerhandwerk denn noch ergeben?
LIM Keindorf: Zum 01. 08. 2003 trat die „Dritte Verordnung zur Änderung der Kehr- und Überprüfungsgebühren-Verordnung“ in Kraft.
Der Schornstein: Welches sind die wichtigsten Änderungen und wirken sich diese Änderungen Gebührenerhöhend aus?
LIM Keindorf: Die Änderungen wirken sich nicht gebührenerhöhend aus. Es sind hauptsächlich redaktionelle Änderungen vorgenommen worden. So ist z.B. der Begriff „Abweichender Grundwert“ in „Ermäßigter Grundwert“ geändert worden. Diese Änderung ist für den Kunden leichter verständlich. Die Höhe und Art der Gebühr ist unverändert geblieben.
In den § 8, in dem Gebühren nach Zeitaufwand geregelt sind, ist ein weiterer Punkt aufgenommen worden. Für die Durchführung von Kehr- und Überprüfungstätigkeiten sowie Messungen nach 1. BimSchV auf Anordnung der Behörde können jetzt ebenfalls Gebühren nach Zeitaufwand abgerechnet werden. Durch diesen Passus ist dem erheblich höherem Zeitaufwand bei diesen Tätigkeiten Rechnung getragen. Eine weitere wesentliche Änderung ist die Aufnahme einer Mahngebühr. Dadurch ist eine landesweit einheitliche Regelung des Mahnverfahrens sicher gestellt.
Der Schornstein: Können Sie uns die Vorgehensweise eines Mahnverfahrens im Land Sachsen-Anhalt im Schornsteinfegerhandwerk erläutern?
LIM Keindorf: Bei Rechnungslegung wird ein Zahlungsziel von 14 Tagen gestellt. Der Landesinnungsverband empfiehlt eine kostenfreie Zahlungserinnerung nach Verstreichen des Zahlungszieles. Eine Mahnung mit Gebühr kann dann nach frühestens einen Monat nach Rechnungsstellung mit einem Zahlungsziel von 7 Tagen erfolgen. Ist auch nach Ablauf dieses Zahlungsziels kein Zahlungseingang zu verzeichnen, kann der Antrag an die Behörde auf Einziehung rückständiger Gebühren nach § 25(4) SchfG erfolgen.
Der Schornstein: Angedacht waren doch auch Änderungen der Verordnung über die Errichtung einer gemeinsamen Lehrlingskostenausgleichskasse.
LIM Keindorf: Das ist richtig. Um die finanzielle Belastung der Ausbildungsbetriebe etwas zu mindern, wurde die Ausgleichszahlung von jährlich 20% des tariflich vereinbarten Gesellenlohnes auf 25% erhöht. Ich denke, damit haben wir einen Anreiz geschaffen, wieder Lehrlinge auszubilden.
Der Schornstein: Aber die Erhöhung der Auszahlungssumme muss doch auch finanziert werden.
LIM Keindorf: Das gesamte Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen-Anhalt beteiligt sich solidarisch an den Kosten der Lehrlingsausbildung. Alle Be­zirksschornsteinfegermeister unterstützen durch ein Umlageverfahren die Betriebe, die ausbilden. Die Liste der Bezirksschornsteinfegermeister, die in Kürze in Rente gehen, lassen einen Fachkräftemangel in den nächsten Jahren erahnen. Dann werden alle davon profitieren, dass jetzt Gesellen ausgebildet werden.
Der Schornstein: In der Presse waren kürzlich Artikel mit der Überschrift „Schornsteinfeger als Helfer beim Lausch­angriff“ zu lesen.
LIM Keindorf: Ja, dieses Thema haben viele Tageszeitungen ohne weitere Recherche aufgenommen. Dabei hat die Bundesministerin der Justiz, Brigitte Zypries, unmissverständlich zum Ausdruck gebracht, dass Privatpersonen nicht gesetzlich verpflichtet werden, bei der akustischen Wohnraumüberwachung die Ermittlungsbehörden zu unterstützen.
Ungeachtet dessen genießen die Schornsteinfeger bei den Bürgern großes Vertrauen. Weder in der Nazi- noch zu DDR-Zeiten haben sie sich für Spitzeldienste hergegeben. Das beabsichtigen sie als sogenannte „beliehene Unternehmer“, die dem Handwerk angehören, auch in Zukunft nicht im Rahmen eines wie immer gearteten Lauschangriffes zu tun. Dagegen spre­chen nicht nur schwerwiegende verfassungsrechtliche Bedenken, auch
widerspricht es einer auf langer Tradition beruhenden Handwerksehre. Eine solche Zumutung lehnt das Handwerk ab.
Der Schornstein: Lassen Sie mich zuletzt noch eine Frage zu einem Artikel des Berliner Kuriers stellen. Dort haben Kleingärtner nach Beanstandung des Schornsteinfegers einen neuen Schornstein in ihrem Gartenhaus für 960 E errichten lassen. Nachdem dann der Schornsteinfeger die Feuerungsanlage für ordnungsgemäß erklärt hatte, wurde vom Kleingartenverband gefordert, den Schornstein wieder abreißen zu lassen. Grund: Das Bundeskleingartengesetz verbietet den Einbau von Feuerstellen und Schornsteinen schon seit 1983 generell. Hätte der Schornsteinfeger nicht im Vorfeld auf das Bundeskleingartengesetz verweisen müssen?
LIM Keindorf: Hierzu muss man erst mal fragen, hat denn der Bezirksschornsteinfegermeister überhaupt Kenntnis von der Regelung des Bundeskleingartengesetzes. Prinzipiell gilt: jeder Grundstückseigentümer oder Betreiber ist für solche Genehmigungen natürlich selbst verantwortlich.
Im Interesse der Kunden sollte aber der Schornsteinfeger bei solchen Abnahmen oder Beratungen auf die Besonderheit in Kleingartenanlagen verweisen. Im Übrigen, wer seine Feuerungsanlage vorher, bzw. in den neuen Bundesländern bis 1990 mit behördlicher Genehmigung errichtete, genießt Bestandsschutz.
Der Schornstein: Vielen Dank für das Gespräch

Ausgabe: 49 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

die Multimediabrille „Cyber World aX1“!!!
Wenn Schornsteine und Belüftungsschächte einer gründlichen Inspektion bedürfen, so ist der Einsatz von Endoskopen und Snakecameras und damit die Bildwiedergabe über ein sehr gutes Monitorsystem gefragt. Aber was hilft das beste Kameragehäuse, wenn die Übertragung auf dem Monitor durch extreme Lichteinstrahlung beeinflusst wird. Bei starker Sonneneinstrahlung werden dadurch Diagnosen erschwert.
Gerade bei Arbeiten auf dem Dach sind wenig Gepäck und freie Hände bereits ein Sicherheitsaspekt. Durch eine Multimediabrille muss der Blick nicht mehr geschwenkt werden, denn das Bild erscheint direkt vor dem Auge. Gleichwohl ist der Blick nach unten und nach links und rechts möglich, sodass ein sicheres Bewegen auf dem Dach gewährleistet ist.
Mit der „Cyber World aX1“ kann der Schornsteinfeger über eine hochauflösende Multimediabrille mit zwei leistungsstarken LC-Displays der neusten Generation verfügen. Über 1,4 Mill. Pixel je LC-Display bieten eine gestochen scharfe Bildwiedergabe. Das menschliche Auge nimmt ein mit 120 Hz-Technik garantiert flimmerfreies Bild in 2 Metern Entfernung wahr – ähnlich einem Homekino. Dadurch entsteht ein sog. Vergrößerungseffekt. Die ausschliessliche Fokussierung ermöglicht es, Details zu erkennen, die vorher untergingen. Feinste Risse und Ablagerungen bleiben nicht mehr verborgen. Trotzdem bleibt der Blick nach unten frei.
Die Multimediabrille kann damit optimal zur Vorbeugung eingesetzt werden und durch rechtzeitiges Erkennen größere Schäden sowie umfangreiche und damit kostenintensive Reparaturen vermeiden. Das Gewicht der Brille beträgt nur 265 g und wird daher nicht als störend bei der Arbeit empfunden. Sie kann auf jede Kopfgröße individuell eingestellt werden und ist auch für Brillenträger ungehindert tragbar. Der Akkubetrieb ermöglicht ein mobiles Arbeiten über ca. 4 Stunden.
Die Multimediabrille kann übrigens an jeden VCR-Ausgang angeschlossen werden und mittels eines Adapters mit den meisten Endoskopen und Snakecameras verbunden werden. Mit der bereits umgehängten Multimedia­brille und dem kleinen und handlichen, nur wenige Gramm schweren Akku in der Brusttasche, muss jetzt nur noch das Kamerasystem getragen werden. Wenig Ballast und die Hände sind frei.
VSK Remscheid

Ausgabe: 49 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 49 - 3/2003 )

Videoinspektion: Sicherheitsexperten nutzen Cybertechnik

Moderne Videotechnik
kann die notwendige Klarheit schaffen
Dieter Last: Selbst für Fachleute liegen wichtige Details zur sicheren Beurteilung von Schadensfällen manchmal – im wahrsten Sinne des Wortes – im Dunkeln. Nicht zugängliche Geräte, Kanäle und Leitungen, Schornsteine oder Lüftungsanlagen zählen zu den undurchsichtigen „Problemzonen“. Auftraggeber und Handwerker stehen in diesem Zusammenhang häufig vor dem gleichen Problem: „Wo liegt die genaue Schadensursache, wie viel Zeit nehmen die Reparaturarbeiten in Anspruch und was wird es kosten?“ Unsicherheiten bei der Angebotsabgabe und späterer Ärger sind damit oft vorprogrammiert.
Klarheit lässt sich in vielen Fällen durch den Einsatz moderner Inspektionssysteme schaffen, die speziell für diese Einsatzbereiche entwickelt wurden. Sie können zur Kundenberatung genauso eingesetzt werden wie zur visuellen Kontrolle, Fehlersuche und Dokumentation. Kompakte Videoinspektionssysteme verzeichnen deshalb eine wachsende Nachfrage.
Videoinspektionssystem
Je nach Aufgabenstellung lässt sich z.B. das modular aufgebaute Wöhler VIS 2000 mit drehbaren und starren Kameraköpfen oder in Verbindung mit der Endoskoptechnik ausstatten. Derartige Kamerakonzepte bieten für jeden Anwendungsfall die passende Lösung. Das Zubehörprogramm umfasst neben der entsprechenden Hard- und Software auch unterschiedliche Führungshilfen und Zusatzbeleuchtungen. Die Inspektion horizontaler Lüftungsanlagen ist damit ebenso möglich wie die Kontrolle senkrecht verlaufender Abluft-, Abwasser- oder Abgasleitungen. Das Kamera-Inspektionssystem besitzt in der Grundausstattung einen vollständig gekapselten und damit spritzwassergeschützten Farb-Kamera­kopf, Farbmonitor, 20 m Spezialkabel mit Metrierung, Netzteil und Adapterkabel sowie Lederschutztasche. Darüber hinaus lässt sich das Wöhler Inspektionssystem mit verschiedenen Kameraköpfen ausstatten.
Der Farb-Kamerakopf CCD wird über eine Joy-Stick-Funktion am Monitor gesteuert und ist um 180° schwenkbar. Zudem ist die optische Einheit um 360° drehbar und mit vier Streulichtkörpern ausgestattet. Sechs lichtstarke LED’s sind zuschaltbar. Ein Weitwinkelobjektiv stellt ein großes Blickfeld sicher. Ab etwa einem Zentimeter Abstand zum Objekt steht damit bereits ein Bild mit ausreichend hoher Tiefenschärfe zur Verfügung. Außerdem steht mit dem Kamerakopf eine einfache Ausführung für Schwarz/Weiß-Aufnahmen zur Verfügung. Dieser identisch aufgebaute Kamerakopf eignet sich besonders für Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen wie z.B. in verrußten Schornsteinen.
Kamerakopf im Miniformat
Unter der Typenbezeichnung „Minatur-Kamerakopf Farbe“ wird ein besonders kompaktes Modell angeboten. Es verfügt über ein robustes Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von nur 26 mm und ist bis 3 bar wasserdicht. Dieser Kamerakopf eignet sich somit zur optischen Kontrolle von Kanälen, Rohren, Abgas- und Lüftungsleitungen ab einem Durchmesser von 40 mm. Aufgrund seiner robusten Ausführung ist das System auch für die optische Kontrolle von Abwasserrohren geeignet. Ein Weitwinkelobjektiv sowie die optimale Ausleuchtung mit langlebigen Weisslicht-LEDs ermöglichen zudem eine besonders genaue Videoinspektion. Je nach Einsatzbereich stellt die farbige Bildwiedergabe einen wesentlichen Vorteil dar. Korrosionsbedingte Schadensbilder lassen sich beispielsweise sicher lokalisieren. Eine schwarz/weiß-Ausführung wird ebenfalls angeboten.
Auf die Führung
kommt es an
Der Einsatz des Kamerasystems kann auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Soll ein senkrechter Schacht von oben aus inspiziert werden, reicht ein Spezialkabel, das Wöhler in Längen bis zu 30 Metern fertigt. Die Aufwicklung erfolgt über eine stabile Trommel, die u.a. über ein Verbindungskabel zum Monitor verfügt.
Um das Herablassen des Kamera­kopfes am Kabel zu erleichtern wird auch ein Teleskop-Rollbock angeboten. Ist hingegen die Inaugenscheinnahme in horizontalen Bereichen gefragt, bieten sich Kamerastangen aus glasfaserverstärktem Kunststoff an. Sie haben einen Durchmesser von nur sechs Millimetern und kommen bei größeren Längen mit Hilfe einer Haspel zur Anwendung. Der Einsatz eines speziellen Schutzkorbes ermöglicht auch in der Vertikalen eine genaue Kameraführung.
Endoskopie
Um auch durch kleinste Öffnungen hindurch optische Kontrollen vornehmen zu können wird darüber hinaus ein Farb-Endoskop-Kamerakopf an­geboten. Dieser Kamerakopf lässt sich an alle Heine Techno-Endoskope (ebenfalls im Sortiment) anschließen. Neben der Anwendung an Kontrollbohrungen in zumeist mehrschichtigen Wand-, Dach und Bodenkonstruktionen sind damit auch Inspektionen an Feuerstätten, Ventilatoren oder Wärmetauschern möglich.
Erst inspizieren,
dann dokumentieren
Der Farbmonitor VIS 2000 ist mit einer Ledertasche ausgestattet, die einen integrierten Blendschutz besitzt. Ein breiter Tragegurt gewährleistet gutes Handling und ermöglicht auch in schwierigen Baustellenbereichen den sicheren Transport der Ausstattung. Mit einem Gewicht von knapp zwei Kilogramm lässt sich der kompakte Monitor während der Inspektionstätigkeit problemlos vor dem Körper tragen. Beide Hände bleiben für das weitere Handling frei. Über ein zuschaltbares Bildschirmmenü kann das Videobild mittels eines beweglichen Cursors mit einem Titel, Datum und Uhrzeit versehen werden.
Zur Dokumentation und Weiterverarbeitung der Bilder steht das Videosignal der Kamera an einen sogenannten Video-Out im standardisierten FBAS-Format zur Verfügung. Durch den Anschluss eines Bilddigitalisierers lassen sich die Aufnahmen auch direkt in einen Personal-Computer überspielen. Die Dokumentation erfolgt wahlweise mittels 3,5“-Diskette oder CD-ROM auf PC oder direkt auf Videoband.
Vielfältige Anwendungsbereiche
Die kompakte Bauweise von Monitor, Kamera und Kabelaufwicklung in einer Einheit ermöglicht einen äußerst flexiblen Einsatz des Videoinspektionssystems. Mit dem im Lieferumfang enthaltenen leistungsstarken NiMH Akkusatz kann das Kamerasystem über einen Zeitraum von ca. 2 Stunden netzunabhängig betrieben werden. Der Akku wird über ein 230-Volt-Netzteil
oder mittels Adapterkabel über das 12-
Volt-PKW-Bordnetz geladen. In vielen Fällen stellt die Videoinspektion somit die einfachste und kostengünstigste Methode zur Fehlersuche dar. Die Notwendigkeit zum Austausch eines Wärmetauschers lässt sich ebenso dokumentieren wie ein Montagefehler, der beispielsweise beim Aufbau einer Abgasleitung auftreten ist.
Fazit
Videoinspektionssysteme können zur Schadensaufklärung und Beurteilung schlecht oder nicht einsehbarer Bereiche wertvolle Dienste leisten. Außerdem liefern sie die visuelle Basis zur genauen Dokumentation von Schadensfällen wie Leckagen oder Verunreinigungen etc. Reparaturarbeiten lassen sich anschließend von beauftragten Handwerkern zielgerichtet und sicherer durchführen. Wöhler ist es mit der VIS 2000 gelungen ein ausgewogenes Kameraprogramm für zahlreiche Einsatzbereiche zu entwickeln. Die Systemkomponenten sind für den harten Alltag in der Praxis konzipiert worden und überzeugen durch ihre einfache Handhabung.
Beide Kameraköpfe sind auch in S/W-Ausführung erhältlich.
Quelle: VSK-Medienhaus, Remscheid
Bilder: Wöhler, Bad Wünnenberg

Ausgabe: 48 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Kostengünstig und zeiteffizient Mit Beginn des Kalenderjahres 2004 werden die Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Meisterprüfung im Zeitraum von Februar 2004 bis Juli 2005 stattfinden. Das Gesamtstundenvolumen des Teiles II wurde von 800 auf 620 plus 40 Stunden reduziert. Dieser Stundenanteil entspricht den Anforderungen der zur Zeit noch gültigen Meisterprüfungsverordnung. Durch die zusätzlichen 40 Stunden sollen die Grundlagen zur notwendigen Vorbereitung auf die praktische Prüfung geschaffen werden. Die in der Vergangenheit vermittelten Stoffanteile der Energieberatung werden in der zyklischen Weiterbildung der Mitarbeiter angesiedelt. Hier werden alle Teilnehmer Mitteldeutschlands auf der Basis der Lehrpläne der Bausteine A / B / C Anstoßenergieberatung geschult. Durch diese Verlagerung bzw. Anpassung der Lehrgangsinhalte wurde die Voraussetzung zur Einführung des alten/neuen Stundenvolumens geschaffen.
Es werden relativ gleichmäßig verteilt 6 Lehrgänge über jeweils ca. 2 Wochen unter Einbeziehung der Samstage anboten.
Durch die Reduzierung des Zeitaufwandes bei der Durchführung des Teiles II des Meistervorbereitungslehrganges ergeben sich für den Teilnehmer und natürlich auch für die Betriebe nicht unwesentliche, arbeitsorganisatorische und finanzielle Vorteile. So betragen die Lehrgangskosten für den einzelnen Teilnehmer 1.821,60 E und die Gesamtkosten für Unterkunft und Verpflegung 1.698,18 E. Damit ist eine Reduzierung von ca. 25% zu verzeichnen. Dieser Kostenaufwand ist bundesweit einmalig! Im Ausbildungsplan der Bildungsstätte sind die Termine für den Meistervorbereitungslehrgang 2004/2005 ausgewiesen. Anmeldungen bzw. weitere Anfragen richten Sie bitte an: Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerk e.V.Wöllnauer Chaussee 80 38 Mörtitz / Rote JahneTel. 03423/68850Fax 03423/6885222E-Mail: Schulverein@t-online.de Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter www.schornsteinfeger-schulverein.de

Ausgabe: 48 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

"Studienrat Ing. Karl-Heinz Pfestorf, einer der bekanntesten Spezialisten auf dem Gebiet der örtlichen Raumheizung, hat dank seines umfassenden Praxiswissens und seiner langjährigen Branchenerfahrung mit diesem Fachbuch ein gefragtes Standardwerk geschaffen. In seiner mittlerweile 6. stark überarbeiteten Auflage bietet dieses Buch Informationen für den gestandenen Fachmann und ist in der Aus- und Weiterbildung erprobt. Als Leitfaden zur Lösung aller Probleme, die beim Bau von Kaminen, Kachelöfen und Kachelofen-Luftheizungen ist „Kachelöfen und Kamine – handwerksgerecht gebaut“ unentbehrliches und vor allem topaktuelles Nachschlagewerk für den Fachmann. Pfestorf berücksichtigt die Veränderungen im Vorschriftenwerk sowie neue Angebote einzelner Hersteller. Der handwerklichen Tradition Rechnung tragend ist der Inhalt eine Fundgrube. Schwerpunkte sind: – Wärmebedarf – Kaminbau – Kachelofen-Warmluftheizung – Kachelgrundöfen – Schornstein (mit Sanierung) – Verbrennung – Wärme – Strömung – Beispiele für Öfen und Kamine von heute (farbiger Bildteil) Traditionelle Bauweisen und vor allem auch Problemlösungen sind für den Bezirksschornsteinfegermeister im Rahmen seiner Feuerstättenschau unerlässliches Fachwissen. Ohne das Wissen um die Bausünden von früher, lassen sich Gefahren heute nicht abwehren. In Zeiten, in denen aufgrund moderner Heiztechniken die klassische Art zu Heizen ins Hintertreffen geriet, darf das Handwerk aber nie den Blick zurück verlieren. Fachwissen, das sich die Handwerkskunst in einem Jahrhunderte währenden Entwicklungsprozess aneignete, wird nicht durch neue Heiztechniken obsolet. Im Hinblick auf die Berufsausbildung und Weiterbildung sollte dieses Fachbuch wohl in keinem Bücherschrank fehlen. Verlag: Huss-Medien GmbH Verlag Bauwesen 10400 Berlin 282 S., ca. 283 Abbildungen (inkl. farbigem Bildteil), Hardcover 170x240 mm 6. erweiterte Auflage 2002 ISBN 3-345-00792-4"

Ausgabe: 48 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Schnell mal einen Ofen aufgestellt und angeheizt. Damals versuchten Spitzbuben mit Kupfernägeln den Bäumen ans Leder zu gehen. Heute bedienen sich einige gleich einer Feuerstätte. Foto: BSFM Steinberg

Ausgabe: 48 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Hier wurde die Dachdurchführung der konzentrischen Abgasleitung mittels Bauschaum und Tesakrepp abgedichtet. Auf den Einsatz der üblichen Abgasleitung (über Dach) wurde verzichtet, der „Vogelkäfig“ wurde mit Silikon verklebt. Foto: BSFM Steinberg

Ausgabe: 48 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

In diesem Einfamilienhaus, in dem ein Durchlaufwasserheizer an einem Schornstein angeschlossen ist, war nach den Umbauarbeiten am Dach der Schornstein im Weg. Die Abflussrohrentlüftung wurde kurzerhand zur Abgasführung genutzt. Trotz schwadenweisem Abgasaustritt sprang die AWÜ nicht zuverlässig an. Erst im Zuge der jährlich wiederkehrenden Abgaswegeüberprüfung mit der Überprüfung der Abgasleitung VOM DACH AUS wurde der Mangel festgestellt und dessen Abstellung veranlasst. Fotos: BSFM Jens Müller, Leipzig

Ausgabe: 48 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Hier wurde eine Überdruck betriebene Abgasleitung FREI durch das Haus gelegt. Nach Bemängelung wurde diese dann doch noch schachtartig verkleidet. An diesem Beispielen ist eindrucksvoll zu sehen, dass Planer der Gefahren durch Abgasleitungen im Wohnraum zunehmend weniger Beachtung schenken. Zunehmend mutiert in den Köpfen der Fachwelt die Abgasleitung scheinbar zum billigen unbedeutenden Auspuff. Fotos: BSFM Frank Zimmermann, Halle

Ausgabe: 48 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Am 2. Januar 2003 fand im „Haus am Wiesenhügel“ in Erfurt ein zünftiger Frühschoppen zum Jahresbeginn statt. Als Ehrengast und Glücksbote für das „Neue Jahr“ war Bezirksschornsteinfegermeister Happ i. R. bei den Senioren im Pflegeheim zu Gast. Herr Happ gab viele Informationen und Geschichten zur Zunft der Schornsteinfeger zum Besten. Sichtlich erfreut waren deren Teilnehmer über so manche Erzählungen die er aus den Hut bzw. Zylinder zauberte. Die Gäste waren so begeistert, das sie den Glücksbringer gerne zum Neujahrstag 2004 in ihrem Hause wieder sehen wollen. Natürlich sagte Herr Happ spontan für nächstes Jahr zu. PW Jens Rödiger

Ausgabe: 48 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

"Motto: „Der Schornsteinfeger, ein moderner Dienstleister!“ Der 12. Landesverbandstag fand vom 21. März bis 22. März 2003 in Luisenthal statt. Landesinnungsmeister Ulrich Eller begrüßte zur Delegiertenversammlung die Delegierten und die geladenen Gäste. Ulrich Eller informierte die Anwesenden über den aktuellen Stand in der Berufspolitik. Weiterhin ging unser LIM auf momentane Problematiken im Schornsteinfegerhandwerk näher ein. Neben den Geschäftsberichten des Technischen Landesinnungswartes, des Landesberufsbildungswartes und des Pressewartes wurden auch die einzelnen Bereiche des Prüfstandes, der Lehrlingskostenausgleichskasse und der Finanzen näher beleuchtet. Mit hoher Aufmerksamkeit lauschten die Delegierten und Gäste den Ausführungen des Herrn Andreas Josewski von der HWK Sevice GmbH Nürnberg. Er verdeutlichte die hohe Bedeutung des QM und UM System im Handwerk. Der ZIV wurde durch den stellvertretenden Bundesinnungsmeister Klaus Dank vertreten. Er sprach von den Anstrengungen des Bundesverbandes, die unternommen werden, um auf eventuelle Veränderungen reagieren zu können. Kritisch stellte er fest, dass das Angebot der privaten Rentenversicherung für die Gesellen nur geringfügig angenommen werden. LIM Ulrich Eller sagte, es gibt Menschen die hinter unserem Motto statt eines Ausrufezeichen gerne ein Fragezeichen setzen würden. Bei aller Kritik, die notwendig und zweifelslos zur Weiterentwicklung unseres Berufstandes beitragen kann, werden häufig in Pressemeldungen bestimmte Dinge und Zusammenhänge einfach in der Sache falsch wiedergegeben. Wir denken hierbei an den Vorwurf, dass Schornsteinfegergesetz stammt aus dem Dritten Reich. Sicherlich werden solche Falschmeldungen nicht ohne einen Hintergedanken medienwirksam in Szene gesetzt. Zum 12. Landesverbandstag stellte das Schornsteinfegerhandwerk Thüringens seine Leistungsstärke auf dem Dienstleistungssektor dar. Der Vorstand bedankt sich bei allen Kollegen die zum Gelingen beigetragen haben. PW J. Rödiger "

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Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

"Schon zur Tradition geworden, fand auch in diesem Jahr wieder eine Informationsveranstaltung in Allrode statt. Dieses kongressähnliche Treffen aller Schornsteinfeger mit anschließender Mitgliederversammlung wird in der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle schon seit 1996 durchgeführt. Neben der Weiterbildung und der Innungsversammlung dient diese Veranstaltung neben der außerplanmäßigen Weiterbildung auch der Pflege der Kontakte und somit dem Zusammenhalt der Innung. Als Novum wurde in diesem Jahr erstmals auch der 5. Schulungstag der Gesellen im gleichen Zeitraum in Allrode durchgeführt, wodurch die Veranstaltung einen neuen Stellenwert bekam. Im Format eines Kleinkongresses trafen sich zu dieser Info-Schulung ALLE Schornsteinfeger des südlichen Sachsen-Anhalt. Ein voller Erfolg, wie sich herausstellte: 90% aller Betriebe waren vollständig erschienen. Nachdem der erweiterte Vorstand sich bereits am Nachmittag des 20.05.2003 zur Vorbereitung der Innungsversammlung zusammenfand, wurde der Schulungstag am 21.05.2003 durch den stellv. Obermeister Daniel Börner eröffnet. Im Anschluss daran wurden in den Seminarräumen des Sporthotels die Themen Gebührentatbestände bei Nebenarbeiten, Tätigkeiten an Lüftungsanlagen und Handhabung der Arbeitsgeräte sowie Kostenreduzierung bei der Führung eines Kehrbezirks erläutert. Als Dozenten konnten der TLIW Ingo Wilsdorf, TIW Frank Hampe sowie BSM Maik Mahlig gewonnen werden. Mit einem Rundgang durch die Fachausstellung der Lieferanten, mit dem sich ein Überblick über das aktuelle Angebot verschafft werden konnte, endete der Infotag gegen 16.00 Uhr. Für die Freizeitgestaltung bot das Objekt ein breites Angebot, dazu zählten eine geführte Waldwanderung mit Überraschung am Ziel, sowie die kostenlose Nutzung der Sporteinrichtungen des Hotels. Das Sporthotel bietet mit seinem neuen Wellnessbereich, der Sporthalle und Kegelbahn usw. ein breites Spektrum, den Abend sinnvoll ausklingen zu lassen. Eine Kabarettvorstellung bei einer gemütlichen Runde beendete den ersten Tag. Die Innungsversammlung wurde am 22.05.2003 um 9.30 Uhr durch den Obermeister Gerhard Metz eröffnet. Wesentliche Punkte seines Berichts waren: das externe Audit der Innung am 10.12.2002, die Wahl des Obermeisters Gerhard Metz in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Halle, der Beschluss über den Anbau Küche und Klubraum in Mörtitz, der Aufruf zu mehr Praxisorientierung bei der Ausbildung und Verbesserung der Selbstdarstellung unseres Berufes in der Öffentlichkeit, der Wegfall der Verwaltungsvorschrift für die Abgaswegekontrolle und die beabsichtigte Verbindlicherklärung der Arbeitsblätter 102 und 103 durch das Wirtschaftsministerium sowie der Aufruf, das Angebot der Pensionskasse für die Mitarbeiter besser zu nutzen. Nach den Berichten der einzelnen Vorstandsmitglieder wurde der Kassenprüfungsbericht verlesen und der Vorstand durch eine Abstimmung entlastet. Im Anschluss daran kam es zur Beschlussfassung über den geplanten Anbau am Innungshaus zur Errichtung eines Archivs. Dieser Beschlussvorlage wurde mit einer überwältigenden Mehrheit zugestimmt. Nach der Vorstellung und dem Beschluss des Haushaltsplans 2003 sowie den Anfragen und Mitteilungen der Innungsmitglieder endete die Innungsversammlung um 12.30 Uhr. Die Mehrheit der Innungsmitglieder äußerte sich positiv über den Verlauf der Infotage, ist es doch von großer Notwendigkeit, als Sicherheitsexperte rund um den Brandschutz und Umweltschutz, Weiterbildungsangebote zu nutzen. Im nächsten Jahr wird wieder eine „Informationsveranstaltung Allrode“ stattfinden. Daniel Börner, stellv. OM der Innung im KB Halle "

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Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

"Am 04. Juni 2003 haben Kollegen der Schornsteinfegerinnungen Altmark und Magdeburg in Irxleben die Gelegenheit wahrgenommen, sich in der Viessmann-Niederlassung Magdeburg über die Neuheiten 2003 zu informieren. Angefangen von Brennwerttechnik über Solaranlagen, Wärmepumpen bis zur Regeltechnik haben die Vertreter der Firma Viessmann alle Fragen der interessierten Schornsteinfeger beantwortet. Schwerpunkt der Vorträge war die Vorstellung des wandhängenden Öl-Brennwertgerätes. Angestoßen dadurch wurden auch interessante Diskussionen zu den verwendeten Heizölen und erforderlichen Wartungen geführt. Zum Abschluss konnte das Öl-Brennwertgerät in Funktion von allen Beteiligten inspiziert werden. An dieser Stelle sei den Mitarbeitern der Viessmann-Niederlassung Magdeburg für diese informative Veranstaltung gedankt. Torsten Kiel "

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"Mitgliederversammlung der Innung Leipzig in Bad Düben Am 14. 04. 03 wurde die 1. Innungsversammlung Leipzig in den Kongressräumen des „Heide Spa´s“ in Bad Düben durchgeführt. Die hervorragenden äußeren und inneren Bedingungen des Versammlungsortes waren verbunden mit einer Verkaufsschau für Schornsteinfegerbedarf, sowie von Ständen der verschiedenen Softwareanbietern und der Anwesenheit des Autohauses „Citroen“ Leipzig im Foyer. Nach der Begrüßung durch den neuen OM, Johannes Langer, wurden, unter dem Beifall aller Anwesenden, den beiden weiblichen Lehrlingen (s. Bild) ihre Gesellenbriefe, verbunden mit Blumen und einem kleinen Geschenk überreicht. Nach der Annahme der Tagesordnung und der letzten Niederschrift sprach der OM J. Langer in seinem Bericht u. a. über die allgemeine Lage im Schornsteinfegerhandwerk. Er stellte in seinen Ausführungen die unbedingte Zukunftssicherung durch den hohen Stellenwert unseres QU/UM System heraus. Einsparungen im Innungsbereich und die Vorstellung der Beschlussfassungen in Bezug auf unser Innungsgebäude war ein weiteres Hauptthema. Mit einem Überblick zu den derzeitigen Kehrbezirkssituationen und AW-Zahlen im RP Leipzig beendete er seine Ausführungen. Es folgten die Rechenschaftsberichte des Kassenwartes, ÖAB, TIW und BBW/QUB. Themen des Berichtes des BÖA waren die Verbesserung der inneren und äußeren Öffentlichkeitsarbeit, der Umgang mit politischen Entscheidungsträgern und die Umsetzung des neuen Leitbildes auf allen Ebenen. Der Aufruf zur Unterstützung der gemeinsamen Imagekampange des ZIV und ZdS, unter dem Motto „Wir bringen Glück“, welche mit einer Spendenaktion Menschen für Menschen in Äthiopien verbunden wird, wurde bereitwillig durch die anwesenden BSM unterstützt. Der TIW U. Berger machte Ausführungen zur Immissions- und Mängelstatistik 2002 und beschrieb die Plausibilitätsprüfung an Hand der Eingabe von Heizungskenndaten. Informationen aus Rundschreiben des ZIV und LIV und allgemeine Information zum Energiepass in Sachsen rundeten seinen Vortrag ab. Der BBW QM/UM-Beauftrage Hilbert wies in seinem Vortrag nochmals auf die Normen DIN EN ISO 9000 und 14001 hin, welche sich europaweit immer mehr durchsetzt und bezeichnete sie als produktunabhäniges Modell eines Managementsystems für Qualität in kurzer Zeit. Qualität ist das was der Kunde vor Ort wünscht. Unser Ziel ist es, die Erwartungen der Kunden vor Ort zu treffen, um Vertrauen und Zufriedenheit zu gewinnen, zu bewahren und zu erhöhen. Mit dem Hinweis auf den bevorstehenden Landesverbandstag in Sachsen, am 08. Mai 03 in Reichenbach OL und für die wichtigen Beschlussfassungen der II. Mitgliederversammlung im Nov. 2003 als einen weiteren Schritt zum Wohle unserer Innung, beschloss OM Johannes Langer die Innungsversammlung. BÖA Matthias Steinberg"

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"Tag der offenen Tür im Berufsschulzentrum in Mörtitz/Eilenburg Der Tag der offenen Tür im BSZ Eilenburg, am 05. 02. 03 fand in der Öffentlichkeit eine große Resonanz. Alle dort beschulten Handwerksbetriebe präsentierten sich mit eigenen Ständen und hatten ausreichend Informationsmaterial aufgefahren um sich somit bewusst in die „Karten“ schauen zu lassen! Dieser Tag wurde von Familien mit ihren Kindern, welche ihnen bei der Berufswahl helfen wollten, sowie auch gleich von ganzen Schulklassen und anderen Azubi´s mit großen Andrang besucht. Am Schornsteinfegerstand stellten sich die Lehrlinge des II. Lehrjahres aus Mitteldeutschland vor. Sie demonstrierten, an Hand von verschiedensten, vorhandenen Arbeits- und Messgeräten, die Entwicklung unseres Handwerks. Da waren Rohrkehrgeräte und Stielbesen als nicht mehr eingesetzte Kehrgeräte ebenso vorhanden, wie die zzt. eingesetzte, modernste Messelektronik bis hin zur Schornsteinkamera. Die hervorragenden Lehrmöglichkeiten und dessen Umfeld konnten dabei von allen Besuchern mit besichtigt werden. Ein danach oft ausgesprochener Satz, hauptsächlich von älteren Besuchern, wenn wir solche Möglichkeiten hätten in Anspruch nehmen können! Die drei Standbetreuer Melanie Krumbholz, Cliff Kranhold und Eric Mörtl erhielten die tatkräftige Unterstützung vom Schulleiter der mitteldeutschen Schornsteinfegerschule Hans Poltersdorf und dem BBW der Innung Leipzig, Hans-Peter Hilbert. Bei rechtzeitiger Information und Planung hätte auch der LIV-Messestand, als noch attraktiverer Hintergrund dort mit aufgebaut werden können. Dem Arbeitsmarkt angepasst, fand das Interesse an den Ausbildungsberufen und den Ausbildungsmöglichkeiten bei den Besuchern und in den öffentlichen Medien großen Anklang. ÖAB Matthias Steinberg"

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"Zusammenarbeit des deutsch-polnischen Schornsteinfegerhandwerks - Weiterbildungsseminar für polnische Schornsteinfeger in Görlitz In Anknüpfung an die bewährte und gute Zusammenarbeit mit der polnischen Schornsteinfeger-Genossenschaft „Sw. Florian“ Wroclaw (Breslau) und der Schornsteinfeger-Innung Bautzen, wurde auch im heurigen Jahr ein zweitägiges Weiterbildungsseminar für 15 polnische Kollegen durchgeführt. Dieses Weiterbildungsseminar fand am 19. und 20. Mai 2003 in den Innungsräumen der Schornsteinfeger-Innung Bautzen statt. Hierzu haben eine Vielzahl der polnischen Kollegen eine lange Anreise in Kauf genommen, um an diesem Seminarangebot in Görlitz teilzunehmen. Dem Wunsch der polnischen Partner entsprechend, wurde außer dem Thema „Organisations- und Bildungsstruktur des Deutschen Schornsteinfegerhandwerks“ nochmalig die Thematik „Messtechnik und Messverfahren“ sowie deren praktische Anwendung aufgenommen und vermittelt. Die beiläufigen Dialoge sowie das Interesse der polnischen Kollegen zeigten, dass die Seminarthemen von außerordentlicher Wichtigkeit für den zukünftigen Weg des Polnischen Schornsteinfegerhandwerks sind. Im Anschluss an den ersten Seminartag gab es bei einem gemeinsamen Abendessen auch die Möglichkeit zu persönlichen Gesprächen zwischen den Referenten, Betreuern und Seminarteilnehmern, welche auch rege angenommen wurden. Die sprachlichen Barrieren wurden während der gesamten Veranstaltung vom polnischen Vorstandsmitglied Reinhard Bursy in hervorragender Weise eliminiert, wofür ihm ein besonderer Dank gilt. Das Weiterbildungsseminar endete am zweiten Tag mit der feierlichen Übergabe der Teilnahmebestätigung an die polnischen Seminarteilnehmer. In Fortführung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit haben die Vorstände der polnischen Schornsteinfeger-Genossenschaft und der Schornsteinfeger-Innung Bautzen ein gemeinsames Treffen für Anfang September diesen Jahres in Wroclaw (Breslau) vereinbart. Olaf Lugk "

Ausgabe: 48 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 48 - 2/2003 )

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Abgasverlust wird nachweislich gemindert Selbsttätig arbeitende Nebenluftvorrichtungen – so genannte Zugbegrenzer –, verbessern den feuerungstechnischen Wirkungsgrad von Feuerstätten, die mit Holzpellets betrieben und automatisch beschickt werden. Außerdem verhindern sie in vielen Fällen witterungs- und druckbedingte Funktionsstörungen. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Rudolf Rawe von der Fachhochschule Gelsenkirchen in seinen aktuellen Studie. Die nach DIN 4795 geprüften, mechanisch arbeitenden Geräte geben in Abhängigkeit von der Druckdifferenz im Schornstein eine Öffnung zur Abgasanlage hin frei. Durch die kontrolliert einströmende Nebenluft wird der Auftrieb (Schornsteinzug), unabhängig von Witterungseinflüssen, konstant gehalten und zugunsten des Verbrennungsprozesses optimiert. Die Zugbegrenzer schaffen somit gleichbleibende Druckbedingungen in der Abgasstrecke und tragen wesentlich zur Erhöhung des Wirkungsgrades bei. Schon wenn der Unterdruck am Kesselstutzen 5–10 Pa höher liegt, als der vom Hersteller angegebene Zugbedarf, kommt es zu negativen Einflüssen des Verbrennungsablaufs und damit zu einer schlechteren Brennstoffausnutzung. Laut Prof. Dr. Rawe liegt das Energieeinsparpotential – je nach vorhandener Druckdifferenz – zwischen drei und neun Prozent. Damit amortisiert sich der Einsatz eines normgeprüften Zugbegrenzers in der Regel nach ein bis zwei Heizperioden. Die Forschungsergebnisse können per Fax-Nr.: 08141/957-38 kostenlos angefordert werden.

Ausgabe: 48 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 48 - 2/2003 )

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Neuheit von Raab Mit In-Kraft-Treten der Energie-Einsparverordnung (EnEV) wird bekanntlich die Einhaltung von Grenzwerten für die Luftdichtheit der Gebäudehülle gefordert. Die bislang getrennten Bereiche Gebäude- und Heizanlagentechnik werden dadurch stärker zusammengeführt, so dass auch das Thema Verbrennungsluftversorgung einen höheren Stellenwert bekommt. Die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, hat in diesem Zusammenhang ein neuartiges Luft-Abgassystem entwickelt, das sich speziell für Feuerstätten eignet, die raumluftunabhängig mit festen Brennstoffen betrieben werden. Das Konstruktionsprinzip des LAS-FB Schachtsystems basiert auf dem bekannten Raab-Leichtbauprogramm. Ein zweizügiges Schachtsystem wird mit einem 45 mm dicken Außenmantel aus hochwertigen Brandschutzplatten gefertigt. Durch die glatte Oberfläche ist die Abgasanlage sofort nach dem Verspachteln putz-, streich- und tapezierfähig. Um die Wärmeverluste zu reduzieren wurde der rauchgasführende Zug zusätzlich mit einer 30 mm starken Mineralwolldämmung versehen. Die innere Rohrsäule zur Rauchgasführung besteht aus 0,6 mm starken Edelstahlrohren der Werkstoffgüte 1.4404/1.4571, die – in überdruckdichter Bauweise – aus der Raab-Baureihe ALKON bekannt sind. Der Raab LAS-FB Schacht steht in Innendurchmessern von 130 mm bis 200 mm als Baukasten-System mit einem umfangreichen Zubehör-Programm zur Verfügung. Er wird auf Wunsch mit allen erforderlichen Komponenten werksseitig vormontiert, so dass eine unkomplizierte und zeitsparende Montage an der Baustelle gegeben ist. Über Dach kommen leichte Schornsteinkopf-Verkleidungen zum Einsatz, die in unterschiedlichen Varianten (Faserzement, Edelstahl, Kupfer oder Aluminium) erhältlich sind. Durch das geringe Gewicht kann der Aufbau des LA-Systems auf jeder normal belastbaren Decke erfolgen. Darüber hinaus entspricht es mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten den einschlägigen brandschutztechnischen Bestimmungen. Ein weiterer Vorteil liegt in der universellen Verwendbarkeit. Das LAS-FB Schachtsystem von Raab eignet sich zum Anschluss an alle zugelassenen Feuerstätten und Brennstoffe.

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Messung an Zu- und Abluftöffnungen und im Kanal Zur Messung der Strömungsgeschwindigkeit sowie von Temperaturen an Zu- und Abluftöffnungen bietet die Wöhler GmbH, Bad Wünnenberg, jetzt unter der Typbezeichnung TA 22 ein thermisches Anemometer an. Das Gerät stellt exakte Messergebnisse im Luftkanal sicher und überzeugt durch einfache Handhabung. Bemerkenswert ist, dass sich Strömungsgeschwindigkeit und Temperatur parallel ermitteln und anzeigen lassen. Darüber hinaus können die Maßeinheiten individuell ausgewählt werden. Mit Hilfe einer integrierten Mittelwertbildung lassen sich – auch bei schwierigen Strömungsverhältnissen – aussagekräftige Messergebnisse realisieren. Die Auswertung des Minimal- und Maximalwerts sowie die so genannte HOLD-Funktion machen das TA 22 zu einem professionellen und komfortablen Messgerät. Durch das 1,7 m lange Verbindungskabel sind auch Messungen an schwer zugänglichen Stellen problemlos möglich. Zur Ermittlung des Luftvolumens an Zu- und Abluftöffnungen stehen außerdem vier verschiedene Messtrichter zur Verfügung. Die Berechnung des Luftvolumenstroms führt das TA 22 automatisch durch. Die Werte werden wahlweise in m3/h, m3/s, cfm oder l/s direkt auf dem Display angezeigt. Zur Erhöhung der Genauigkeit wird dabei (aufgrund der unterschiedlichen Strömungscharakeristiken) zwischen Zu- und Abluftöffnungen unterschieden. Ein Umrechnen oder die Benutzung entsprechender Tabellen gehören somit bei diesem relativ preisgünstigen Gerät der Vergangenheit an.

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Thermo-Hygrometer testo 608-H1 mit Taupunktanzeige Testurteil „gut“ Die Stiftung Warentest hat sieben elektronische Hygrometer mit Digitalanzeige und 17 mechanische Hygrometer mit Zeiger getestet. In der „test“-Ausgabe von März 2003 steht der Bericht mit detaillierten Einzelergebnissen. Das elektronische Thermo-Hygrometer testo 608-H1 mit Taupunktanzeige ist laut Stiftung Warentest „Eines der besten Hygrometer im Test“. Es erhielt die Gesamtnote gut. Vier weitere elektronische Geräte erhielten ebenfalls die Note gut, zwei befriedigend. Kontrolle des Raumklimas Das elegante testo 608-H1 hat sich bestens bewährt zur dauernden Kontrolle des Wohlfühlklimas für Menschen in Wohn- und Arbeitsräumen. Überwacht wird damit aber auch das optimale Raumklima in Laboren und für sensible Produkte wie Lebensmittel, Holz, Pflanzen sowie für Maschinen in Fertigungshallen und Läger. Durch das elegante Design wird testo 608-H1 auch gut sichtbar in Museen und Bibliotheken zur Raumklimakontrolle eingesetzt. Der Einsatz des weltweit patentierten Testo-Feuchtesensors garantiert eine professionelle Messung mit einer Genauigkeit von +2% relative Feuchte. Über die Mode-Taste werden die gemessenen Min/Max-Werte abgefragt.

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Neuer Internet-Service der IPS e. V. Praxisnah, informativ und aktuell. So präsentiert sich die neuste Serviceleistung der Initiative Pro Schornstein e.V. (IPS) im Internet. Mit dem so genannten IPS-Detailplaner können nahezu alle Fragen zu praktischen Einbausituationen geklärt werden, die sich mit dem Einsatz einer zeitgemäßen Schornsteinanlage ergeben. Aktuelle Vorschriften aus der Abgastechnik (z. B. die DIN 18160) finden genauso Berücksichtigung, wie die Energieeinsparverordnung (EnEV). Egal, ob es um den Anschluss von Feuerstätten, die Einbindung in die Dachhaut oder den Aufbau einer hinterlüfteten Abgasleitung geht: Das Programm stellt die Situationen anhand animierter Schnittgrafiken nachvollziehbar dar und bietet somit eine wertvolle Hilfestellung für alle Planer und Verarbeiter. Der IPS-Detailplaner wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) entwickelt und steht unter www.proschornstein.de als kostenloser Download zur Verfügung. IPS

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Sorgt für störungsfreien Rauchgastransport Abgasanlagen und Schornsteine müssen so beschaffen sein, dass der zur sicheren Abgasführung erforderliche Unterdruck stets vorhanden ist. In der Praxis können dennoch witterungs- und druckbedingte Funktionsstörungen auftreten, die den ordentlichen Betrieb einer Feuerstätte nicht mehr gewährleisten. Die Abführung der Verbrennungsprodukte ist in solchen Fällen mit mechanischer Unterstützung sicherzustellen. Die Kutzner+Weber GmbH & Co., Maisach, bietet jetzt einen Rauchgassauger an, der speziell für diesen Anwendungsfall konstruiert worden ist. Der KW-INJEKT arbeitet nach dem Injektorprinzip und kann im Störungsfall bedarfsgerecht zugeschaltet werden. Das Gebläse sitzt außerhalb des Rauchgasstroms und muss daher nicht ständig in Betrieb sein. Dieser Einsatzort bietet auch in Bezug auf die Reinigung wesentliche Vorteile. Verbrennungsrückstände können sich nicht in dem Rauchgassauger absetzen – er ist also wartungsfrei – und die Kehrarbeiten des Schornsteinfegers bleiben unbeeinträchtigt. Die Funktionsweise des KW-INJEKT wird durch eine manuelle (Drehzahlreglung) oder eine automatische Steuerung (temperatur- oder differenzdruckgesteuerte Drehzahlregelung) sichergestellt. Die kompakten Abmessungen (400x280x280 mm), das geringe Gewicht und der geräuscharme Betrieb gewährleisten einen problemlosen Einsatz im Wohnbereich (z. B. in der Kaminschürze). KW-INJEKT wird in zwei Gerätegrößen mit einer Förderleistung bis zu 400 m3/h bei einem maximalen Förderdruck von 85 Pa angeboten.

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"Erstmals in der Geschichte des deutschen Schornsteinfegerhandwerks schrieben wir einen Preis aus, den es in dieser Art noch nicht gab. Die Vergabe eines Internetawards für deutsche Bezirksschornsteinfegermeister stieß auch bei unseren Werbepartnern auf offene Ohren und Budgets. Links im Bild der glückliche Gewinner BSM Werner Klein am Stand des Hauptsponsors TESTO auf dem Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks 2003 in Berlin Aufgemerkt und mitgemacht bewarben sich insgesamt 61 Betreiber von Internetseiten, von denen 32 für den Award relevante Seiten betreiben. Webseiten von Innungen, Verbänden, Privatpersonen oder Einrichtungen waren bei diesem Award außer Konkurrenz. Sicher gibt es wesentlich mehr Internetseiten, als sich beworben haben. Aber wer sich nicht bewirbt, kann auch nicht teilnehmen. Sinn dieser Aktion ist die Auswertung dieser Internetpräsentationen. Als Bezirksschornsteinfegermeister stellen die Betreiber dieser Internetseiten eine besondere Rolle dar. Geht es hierbei nicht um die Neuwerbung von Kunden, sondern um die Pflege des Kundenkontaktes weit über das übliche Maß hinaus. Als Dienstleistungsunternehmen ist der Kundenkontakt ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit. Die Kunden sehen im Bezirksschornsteinfegermeister nicht nur den Handwerker bei der Durchführung der auferlegten Tätigkeiten, sondern auch den neutralen Berater rund um die Feuerungsanlage. Also eine Vertrauensperson. Vertrauen hat man zu jemandem, den man persönlich kennt. Insofern ist die Internetseite eines Bezirksschornsteinfegermeisters eine Visitenkarte des Unternehmens. Beworben haben sich dutzende Bezirksschornsteinfegermeister aus ganz Deutschland. Für die Jury war die Sichtung dieser Seiten eine subjektive Angelegenheit. Kann man doch schließlich keine der Seiten mit der anderen vergleichen, wenn auch auffiel, dass einige Inhalte bis in den Quelltext identisch waren. Herauszufinden, wer nun der wahre Urheber einiger Inhalte ist, kann aber nicht Aufgabe der Jury sein. Eines sollte aber auch im Internet selbstverständlich sein. Wenn Inhalte fremder Webseiten als eigene Inhalte ausgewiesen werden, verlangt es der Anstand, eine Quellenangabe einzubinden. Ansonsten nehmen es einige nicht so genau mit dem Kopieren von Grafiken, manche weisen auf baldige Downloadzonen mit den „gesammelten“ Grafiken hin. Davor muss an dieser Stelle einmal gründlich gewarnt werden. Das Kopieren von Grafiken, Bildern etc. ist für den privaten Gebrauch gestattet, sie aber in Galerien zum freien Download feilzubieten ist schon strafbar. Zu diesem Thema empfehlen wir einmal den Buchladen aufzusuchen, es gibt dort mittlerweile einige deutschsprachige Bücher über Webpiraterie und deren Risiken. Wenn dagegen das Kopieren und Weiterverwenden vom Urheber ausdrücklich erlaubt ist, ist die Welt in Ordnung. So freuten wir uns von der Redaktion darüber, dass unser kleines Fegerlein (Baujahr 1998) auch heute noch ganz munter mit dem Signet Ball spielt und an den Monitor klopft. Drei Preise waren zu vergeben und nach kurzer Zeit stellte sich heraus, dass viele der Bewerber außergewöhnlich gute Seiten betreiben. Allen Bewerbern gebührt ein Lob für ihre Aktivität. Um die Jury nicht zu überlasten kam es zu einer Vorauswahl. Seiten, auf denen – der User vergeblich ein Foto vom BSM sucht, – kaum Informationen zu finden sind, – Unterseiten aus Baustellen bestehen, – Programmierungsregeln (falsche Formate etc...) missachtet wurden, – oder Links ins Nirvana führen, schafften es nicht in die Vorauswahl. Wer die Vorauswahl bestand, wurde dadurch nominiert. FAZIT: Die optimale Internetseite eines BSFM gibt es noch nicht. Zumindest nicht unter den Bewerbern. Da wir die Seiten absichtlich aus der Sicht eines Kunden betrachteten, war der emotionale Eindruck ausschlaggebend. Alle Teilnehmer haben sich bei der Erstellung ihrer Internetseiten sehr viel Mühe gegeben, einige bereits seit Jahren. Feststellen muss man aber auch, dass die Menge an Informationen nicht unbedingt förderlich ist. Schlussendlich lesen diese Seiten doch hauptsächlich Laien. Zielgruppe sind die Kunden des Bezirksschornsteinfegermeisters. Von daher sind kurze knappe Beiträge mit einem selbsterklärenden Foto optimal. Ganz wichtig ist die persönliche Darstellung des Betriebes. Sind es doch schließlich Menschen, die diesen Beruf ausmachen und keine Grafiken oder Wappenfarben. Was die Domainnamen betrifft kann man nun darüber streiten, ob so manche Seite für Kunden oder Kollegen betrieben wird. In Puncto Design, Ladbarkeit, Navigation und Linkgarantie besteht aber allgemein noch großer Handlungsbedarf. Statt Baustellenseiten zu programmieren sollte eher die das Navigationsmenue gekürzt werden. Außer Betracht gelassene Seiten waren teilweise auch sehr gut und teilweise sogar professionell generiert. Wegen ihrer Sterilität verfehlen einige aber ihre Zielgruppe um Meilen. Wie die ideale BSM-Internetseite aussehen könnte, wird die Zeit bringen. Diese offene Auswertung der nominierten Internetseiten kann Anregung für eine noch bessere Gestaltung sein. Wir danken allen Bewerbern, die durch ihre Teilnahme eine öffentliche Bewertung ihrer Internetseiten ermöglichten. Allesamt sind sie die Pioniere auf diesem Gebiet, die dem Zeitgeist entsprechend vor allen anderen einen Weg beschritten, den irgendwann alle gehen werden – vielleicht sogar müssen. Eine Black-Online-Award-Vergabe in der Zukunft wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit neue Innovationen hervorbringen. Konkurrierten bei diesem ersten Award nur wenige Dutzend BSFM Internetseiten, konkurrieren beim nächsten Mal sicherlich einige Dutzend sehr gute Seiten. Man kann auf die Generation des nächsten Black-Online-Awards bestimmt gespannt sein, in welchem Umfang und unter welcher Trägerschaft sie auch stattfinden möge. Abschließend danken wir Thomas Klaube für seine virtuelle Unterstützung im Web. Hier gehts zur offiziellen Seite vom BLACK ONLINE AWARD 2003"

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"KMH*: „Die im Gesetzentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums angedachte Reduzierung der Vollhandwerke um zwei Drittel wäre kontraproduktiv für den Standort und wird keine neuen Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen. Bundesregierung betreibt Augenwischerei.“ Dass Deutschland mit 9,3 Prozent im EU-Vergleich (12,3 Prozent) eine relativ niedrige Selbstständigenquote aufweist, sagt über die Qualität der Unternehmen und die bereitgestellten Arbeitsplätze nichts aus. Deutlich wird dies, wenn man analysiert, welche Länder in der EU die höchsten Selbstständigenquoten aufweisen. Mit fast 30 Prozent führt Griechenland, gefolgt von Italien, Portugal und Spanien. Ursächlich für die Höhe der Quoten in den südeuropäischen Ländern ist das Fehlen von Industriearbeitsplätzen, die hohe Quote ist ein Indikator für einen niedrigeren wirtschaftlichen Entwicklungsgrad. Fazit: Die wahre Ursache für die niedrige Selbstständigenquote in Deutschland ist der im EU-Vergleich weit überdurchschnittliche Anteil von Erwerbstätigen in der Industrie. Dieser Fakt belegt nicht eine spezifische Schwäche, vielmehr dokumentiert er die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie. Wenn letztere schwächelt, kann das Handwerk mit seiner Organisationsstruktur nicht schuld sein. Aber genau dies geschieht zurzeit in Deutschland. Politische Gallionsfiguren – also so genannte neudeutsche Superminister, wollen die im europäi­schen Vergleich sehr fortschrittliche Handwerksordnung aufweichen, um das Heer an Arbeitslosen in die Selbst­ständigkeit zu führen. Der deutsche Meisterbrief steht für nachweislich kompetente Betriebsführung, Qualität und Nachhaltigkeit und genießt weltweiten Ruhm. Volkswirtschaftlich ist er eine wirkungsvolle Orientierungshilfe für die Nachfrage nach individuellen Produkten und Leistungen. Auch die Leistungsfähigkeit der Industrie beruht nicht zuletzt auf Vorleistungen des Handwerks, sei es als Zulieferer oder in seiner Funktion als „Ausbilder der Nation“. Dass das Handwerk ein maßgeblicher Träger der Kultur der Selbstständigkeit ist, geprägt durch eine qualifizierte Aus- und Fortbildung, von der die gesamte Volkswirtschaft profitiert, wird hier nonchalant übersehen. Die von der Bundesregierung angestrebte Erhöhung der Anzahl an Handwerksbetrieben gleicht einer Enthauptung des mittelständischen Arbeitgebers. Stellenabbau und Minibetriebe sind logische Konsequenz erbitterten Kampfes um die verbliebenen Restkunden, die noch legal Unternehmen beschäftigen können. (Beamte und Politiker) Schwarzarbeit nimmt zu. Zusätzlich müssen aber noch die aus den letzten Handwerksbetrieben entlassenen Arbeitskräfte auch noch in die Selbständigkeit folgen, sonst wären statistisch ja nur Arbeitsplätze vernichtet worden. Vielleicht sollte die Politik über den ältesten Grundsatz des Kapitalismus nachdenken: Vor dem Gewinn kommt die Investition. Man kann eine Kuh nicht schlachten, bevor man sie aufzog und fütterte. Die Massenpilgerung in die Selbstständigkeit wird aber nachhaltig zusätzliche Ausbildungsplätze vernichten: Für den Frisörmeister bedeuten diese neuen Pläne, dass er besser mit 62 Jahren einen Lehrling ausbildet, da dieser ja schon nach der Ausbildungszeit die eigene Konkurrenz darstellt. Denn wenn eine dem Erfolg nachhastende Regierung die Meisterqualifikation abschafft, ist die Frage nach der 10-jährigen Tätigkeit auch bald obsolet. Ausnahmen zur Ausübung eines Handwerks ohne Meisterbrief Es ist ja nicht so, als würden die Kammern eine Selbstständigkeit aufgrund fehlenden Meisterbriefes verweigern, wie es in der Öffentlichkeit dargestellt wird. Fakt ist: Die Deutsche Handwerksordnung ist unterteilt in eine so genannte Anlage A, in der 94 Vollhandwerke enthalten sind. In diesen Bereichen ist die Ausübung des Hand­werks nach Erlangung einer Meisterprüfung möglich. Darüber hinaus besteht die Handwerksordnung aus einer weiteren Anlage B. Dies sind 57 handwerksähnliche Gewerbe, für die man keinen Qualifikationsnachweis braucht. Die Ausübung eines Handwerkes ohne eine Meisterprüfung in einem Anlage A- Vollhandwerk ist schon immer unter folgenden Voraussetzungen möglich: 1. Ausnahmegenehmigung Eine Ausnahmegenehmigung in die Handwerksrolle mit oder ohne Auflagen (Erwerb des Meisterbriefes in einem angemessenen Zeitraum} wird erteilt, wenn der An­tragsteller die erforderlichen Kenntnisse nachweist und ein Ausnahmegrund vorliegt. In folgenden Fällen werden Ausnahmegenehmigungen u. a. er- teilt. – Beim Outsourcing eines Betriebsteils. – Besondere günstige Situation zur Existenzgründung. – Lange Wartezeiten auf Meisterprüfungskurse. – Gesundheitliche Gründe und körperliche Behinderungen. – Gelegenheit zur Betriebsübernahme. – Ausübung einer so genannten Spezialtätigkeit, d. h. eines gewissen Teils eines kompletten Berufs eines Handwerks. – Fortgeschrittenes Alter (spätestens ab 47 Jahre). – Arbeitslosigkeit. – Bei einer unzumutbaren Härte bei einer Gesamtbetrachtung sämtlicher familiären und gesundheitlichen Verhältnisse, wie z. B. gesundheitliche Beeinträchtigungen von Angehörigen. – Andere Ausnahmesituationen. Hauptgrund der Ablehnung von Ausnahmeanträgen ist der unzureichende Nachweis der erforderlichen Fachkenntnisse. In den Jahren 1996 bis 2002 wurden folgende Ausnahmegenehmigungen beantragt bzw. erteilt: (die Handwerkskammer Halle/Saale hat zur zeit ca. 13.000 Betriebe) 2. Die Ausübung eines so genannten unerheblichen handwerklichen Nebenbetrie­bes. Dies bedeutet, dass z. B. ein Fliesenlegerhändler Fliesenlegerarbeiten mit erle­digen kann unterhalb der so genannten Unerheblichkeitsgrenze. Diese Grenze ist handwerksbezogen und im Fliesenlegerhandwerk ca. 50.000,00 E Umsatz im Jahr. 3. Der, der ein Handwerk betreibt, kann nach § 5 der Handwerksordnung auch Ar­beiten in anderen Handwerken mit erledigen, wenn sich das Leistungsangebot sei­nes Handwerks technisch oder fachlich ergänzen und wirtschaftlich zusammenhän­gen. 4. Ingenieure und Hochschulingenieure bekommen eine Eintragung in die Hand­werksrolle, wenn sie über 3 Jahre in dem Handwerk Arbeiten ausgeführt oder eine Gesellenprüfung bestanden haben. Der Abschlussprüfung an einer Deutschen Hochschule gleichgestellt sind Diplome, die in einem EU-Mitgliedsstaat oder EFTA ­Staat erworben wurden. 5. Handwerkliche Arbeiten untergeordneter Art zur gebrauchsfertigen Überlassung (wie z. B. der tischlermäßige Einbau einer Küche) sind handwerksfrei. 6. Unentgeltliche Pflege Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten. 7. Handwerkliche Arbeiten während der Gewährleistungszeit. 8. Ehegatten- und Erben eines eingetragenen Handwerksbetriebes dürfen den Be­trieb mindestens 1 Jahr auch ohne entsprechende Qualifikation fortführen (Ehegat­ten- und Erbenprivileg). 9. So genannte minderhandwerkliche Tätigkeiten bedürfen keiner Eintragung in die Handwerksrolle, wie z. B. Reinigung nach Hausfrauenart, Restaurationen an Grab­malen, Einbau einfacher Rollläden, Einbau von Autoglasdächern. In diesem Zusam­menhang bleibt festzuhalten, dass alle Tätigkeiten, die man in einem überschauba­ren Zeitpunkt von ca. 3 bis 6 Monaten erlangen kann, nicht dem Vorbehaltsbereich des Handwerks unterliegen und ohne Eintragung in die Handwerksrolle ausgeübt werden können. "

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Designstudie Kamin

Interview mit Dr. Heinrich Göddeke, einem Experten in Sachen Feuerungs- und Abgastechnik
Kamineinsätze werden seit Jahren im Bereich der Rauchgasführung als sogenannter Gussdom oder in Form einer Stahlhaube hergestellt. Beide Varianten stoßen sowohl bei Produzenten als auch in Verarbeiterkreisen auf Gegenliebe oder konsequente Ablehnung. Die Meinungen der Fachwelt gehen hinsichtlich der Vor- und Nachteile stark auseinander. Bahnt sich ein „Glaubenskrieg“ an? Wir sprachen mit Dr. Heinrich Göddeke, einem Experten in Sachen Feuerungs- und Abgastechnik, über die aktuellen Trends und mittelfristigen Perspektiven im diesem Marktsegment. Außerdem wollten wir wissen, ob es nur psychologische Gründe oder auch wirkliche Fakten sind, die für die eine oder andere Lösung sprechen.
Der Schornstein: Kamineinsätze aus Guss und Stahl haben sich seit vielen Jahren in der Praxis bewährt. Ist die Diskussion um den Einsatz der verschiedenen Werkstoffe überhaupt sinnvoll?
Dr. Heinrich Göddeke: Ja und nein. Ich erkenne gewisse Parallelen zur Materialdiskussion in der Heizungsbranche. Auch dort wurde jahrelang darum gestritten, ob Stahlheizkessel oder Wärmeerzeuger in Gliedergussbauweise die besseren Wärmeerzeuger sind. Heute stellt sich diese Frage kaum noch. Führende Hersteller bieten sogar beide Werkstoff-Varianten in verschiedenen Baureihen an. Die „Glaubensfrage“ hat sich damit weitgehendst erledigt. Andere, wichtige Themen stehen heute im Vordergrund.
Der Schornstein: Gibt es Bereiche, in denen Sie Gussprodukte gegenüber Stahl im Vorteil sehen?
Dr. Heinrich Göddeke: Man geht bei Gussprodukten traditionell von einer hohen Lebensdauer aus. Ich kann in Bezug auf die Haltbarkeit heute aber keine wesentlichen Vor- oder Nachteile zugunsten eines Herstellungsverfahrens mehr erkennen. Das viel genutzte Argument der besseren Korrosionsbeständigkeit hat bei richtiger Verarbeitung des Stahlblechs in der Praxis kaum Bestand. Handwerker können sich in diesem Zusammenhang auf die bundesdeutschen Prüfkriterien verlassen.
Der Schornstein: Wie sind die beiden Verfahren hinsichtlich der Faktoren Bruchverhalten und Reparaturmöglichkeiten zu beurteilen?
Dr. Heinrich Göddeke: Das Gewicht eines Gussdoms ist i.d.R. höher als das einer Stahlhaube. Die Bruchgefahr ist bei unsachgemäßer Handhabung oder mangelhafter Verpackung entsprechend größer. Sollten aus diesen Gründen oder zu einem späteren Zeitpunkt Instandsetzungsarbeiten notwendig werden, bieten Kamineinsätze aus Stahlblech aus völlig anderen Gründen Vorteile für den Handwerker. Sie lassen sich problemlos mechanisch bearbeiten oder auch schweißen.
Der Schornstein: Spielt das Wärme-Speicherverhalten bei Kamineinsätzen heute noch die entscheidende Rolle?
Dr. Heinrich Göddeke: Ich denke nicht. Wir müssen davon ausgehen, dass wir es zukünftig mit einer zeitgemäßen Bauweise nach EnEV-Standard zu tun haben. Der Wärmebedarf ist dementsprechend gering und die Heizleistung sollte zeitnah zur Verfügung stehen. Optimierte Feuerraumkonstruktionen und eine gute Wärmeabgabe der Kons­truktion sind heute die wesentlichen Merkmale wirtschaftlich arbeitender Kamineinsätze. Ihr Speicherverhalten ist somit zweitrangig.
Der Schornstein: Gibt es Unterschiede bei der Rauchgasführung und/oder in der Strömungsgeschwindigkeit?
Dr. Heinrich Göddeke: Die gibt es sicherlich. Bei der Verwendung der verhältnismäßig dünnwandigen Stahlhauben werden dem Abgasmassenstrom nur geringe Wärmemengen entzogen. Die optimale Betriebstemperatur wird innerhalb kürzester Zeit erreicht und das Auftriebsverhalten entsprechend stabilisiert. Aus diesem Grund werden in der Schornstein- und Abgastechnik schon seit geraumer Zeit dünnwandige Werkstoffe bevorzugt.
Der Schornstein: Wie sind die Herstellungskosten der einen oder anderen Variante zu betrachten, wenn man von einer industriellen Fertigung ausgeht?
Dr. Heinrich Göddeke: Diese Frage ist für mich zweitrangig. Viel entscheidender wird zukünftig die Flexibilität sein. Kunden wünschen sich immer häufiger Feuerstätten, die ihre Individualität zum Ausdruck bringen. Der erfolgreiche Verarbeiter wird darauf reagieren und die passenden Angebote unterbreiten. Kamineinsätze müssen sich demzufolge den Wärmeerzeugern anpassen und nicht umgekehrt.

Ausgabe: 48 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 48 - 2/2003 )

Designstudie Kamin

"Kaminfeger: Liberalisierung verteuert die Heizungskontrolle In den meisten Kantonen profitieren die Kaminfeger von einem staatlich geschützten Monopol – die Hauseigentümer allerdings auch. Denn wo das Monopol dem freien Konkurrenzkampf wich, stiegen die Preise erstaunlicherweise um bis zu 20 Prozent. Markus Kellenberger mkellenberger@ktipp.ch Als Hausbesitzer Guy Jehl aus Basel die Rechnung für die Reinigung seiner Heizung und eines Holzofens sah, lüpfte es ihm den Deckel: „Der Kaminfeger war höchstens 15 Minuten im Haus“, sagt er. „Da sind 186 Franken entschieden zu viel.“ Das findet auch der angeschwärzte Kaminfeger-Meister Fred Senn, „falls mein Mitarbeiter tatsächlich nur eine Viertelstunde dort war.“ Der verrechnete Tarif entspricht nämlich einer guten Arbeitsstunde. Zusammen mit dem verärgerten Hausbesitzer und dem Gesellen will Senn den Fall jedoch minutiös besprechen, denn „irgendwas kann da nicht stimmen“. Senn ist auf die Zufriedenheit seiner Kunden angewiesen. In Basel-Stadt herrscht unter den Schwarzen Männern seit gut zehn Jahren nämlich der freie Wettbewerb. Das gilt auch in den Kantonen SH, SZ, ZG und ZH. Sie alle haben im Interesse des freien Marktes in den 90er Jahren das Kaminfeger-Monopol abgeschafft. Vorteil: Nicht die Gemeinde, sondern der Hausbesitzer bestimmt, wer seine Heizung kontrolliert und entrußt. Passt ihm der gebotene Service nicht, bestellt er für die nächste obligatorische Heizungskontrolle einen andern Kaminfeger. Nachteil: In allen fünf liberalisierten Kantonen sind die Kaminfeger-Rechnungen markant teurer geworden – teils bis zu 20 Prozent im Vergleich zu den alten Monopol-Tarifen. Wo das Monopol herrscht, schreiben die Gemeinden den Kaminfeger-Tarif vor. Dieser deckt pauschal alle Nebenkosten wie Büro und Anfahrtsweg ab. Und weil der Kaminfeger bei seiner Arbeit sowieso in den Kamin schaut, ist er – ebenfalls im Tarif inbegriffen – auch gleich im öffentlichen Auftrag unterwegs, um die Einhaltung der Feuerpolizei- und Luftreinhalte-Vorschriften zu kontrollieren. Im Gegenzug darf er bestimmen, wann und wo er seine Runde macht. So kann er ganze Quartiere in einem Aufwisch erledigen, das spart Zeit und Weg. Im liberalisierten Markt hingegen richtet sich der Kaminfeger nach den Kundenwünschen. „Er fährt deshalb kreuz und quer durch die Gegend“, erklärt Armin Keller, Präsident des Schwyzer Kaminfegermeister-Verbandes. „Das ergibt längere Wege und mehr unproduktive Stunden.“ Den Kunden werde dieser Mehraufwand individuell berechnet. Das bedeute, dass „die Zeiten vorbei sind, wo der Kaminfeger für den abgelegenen Hof gleich teuer war wie für den Bewohner eines Einfamilienhaus-Quartiers“. Kommt dazu, dass der Kaminfeger als freier Unternehmer nicht mehr für die Kontrolle der gesetzlichen Sicherheits- und Umweltvorschriften für Heizungsanlagen zuständig ist. Das müssen die Behörden in den entmonopolisierten Kantonen nun alle paar Jahre selber machen. Den Hausbesitzer kostet das zusätzlich zum Kaminfeger jedes Mal bis zu 250 Franken. Genau aus diesen Gründen hat das Luzerner Kantonsparlament das Thema „Liberalisierung im Kaminfegerwesen“ letzten Sommer vom Tisch gewischt. Und auch im Kanton Bern, wo in den letzten Jahren das Kaminfeger-Monopol wankte, besinnt man sich um. „Nach unseren Beobachtungen“, so Christoph Lienert von der Berner Gebäudeversicherung, „ist das Monopol für alle wohl die günstigste Lösung.“ Zu diesem Schluss kommen übrigens auch die Wettbewerbskommission und der Eidgenössische Preisüberwacher – und als höchste Instanz sogar das Bundesgericht. Im Interesse der Brandverhütung und des Umweltschutzes hält es das Kaminfeger-Monopol auch in Zeiten der Privatisierungs-Euphorie für sinnvoll und schützenswert. "

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Designstudie Kamin

Wie stehen Sie zur „Glaubensfrage“ Gussdom oder Stahlhaube bei Kamineinsätzen? Aufgrund individueller Kundenwünsche sind die Hersteller gezwungen, Kamineinsätze zukünftig den Feuerstätten anzupassen und nicht umgekehrt. Eine Marktübersicht über die neuen Kamindesigns wartet mit großen Überraschungen auf. Die klassische Kaminform weicht dem Design eines modernen Möbelstücks. Hier kommt noch viel Bewegung in den Markt. Betrachtet man beispielsweise die futuristischen Lobbykamine von Boley, die allerdings hauptsächlich mit Gas betrieben werden, ist das Zeitalter des klassischen Rauchfangs abgelaufen. Aber auch Produkte der Firma Wodtke offenbaren ihren Designerstempel. Die Designherausforderung Kamin erlebt ihre Renaissance im 3. Jahrtausend und erhebt den Kamin zum Kultobjekt schlechthin. Kein anderes Wohngestaltungselement lässt sich in so vielen Variationen mit Raffinesse proportionieren und kommt uns trotzdem wie selbstverständlich vor. Selbst das absurdeste Kunstwerk gewänne als Feuerraum-Umrandung seinen Liebhaber. Klassische Kamine mit gewagter bunter Umrandung prägen ebenso die aufregend neue Kamindomäne wie ausgesprochene Kaminskulpturen, welche vom Haus nur den nötigen Witterungsschutz zu erhalten scheinen. Um dieses Thema zu vertiefen, interviewten wir Dr. Heinrich Göddecke, Präsident der europäischen Schornsteinhersteller-Vereinigung ECA. Anderes Thema: Die Handwerkskammern laufen Sturm gegen die Pläne der Bundesregierung. Mal ehrlich, dieser vom Gesamthandwerk als absurd eingestufte Plan ist nicht nur realitätsfremd, sondern auch höchst bedenklich. Entledigt sich die Bundesregierung mit dem Wechsel Erwerbsloser aus der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit nebenbei nonchalant auch noch ihrer Fürsorgepflicht: Als selbstständiger Unternehmer zahlt man nicht in die Arbeitslosenversicherung ein und ist bei einem Scheitern auch nicht anspruchsberechtigt. Jeder gescheiterte Selbstständige ist ein Arbeitsloser weniger – zumindest statistisch. Gravierender ist hierbei aber die Förderung von Jugendarbeitslosigkeit: Welcher selbstständige Frisör will denn nun noch Azubis ausbilden, wenn diese nach der Lehrzeit mit Papas Geld den eigenen Salon aufmachen? Hier wird das Versagen der Industrie dem kleinen Mittelstand in die Schuhe geschoben. Lesen Sie bitte unbedingt die Fakten der mitteldeutschen Handwerkskammern. Internet: Der BLACK ONLINE AWARD löste schon eine kleine Massenhysterie im Internet aus. Aufgemerkt und mitgemacht bewarben sich Dutzende BSM, von denen es 18 in die Vorauswahl schafften. Die Nominierungskriterien waren eigentlich banal, brauchten die Bewerber hierfür eigentlich nur ein Foto von sich auf ihrer eigenen Webseite. An dieser doch so unscheinbaren, aber immerhin so wichtigen Eigenschaft mangelte es auf sehr vielen Seiten. Sind es doch Menschen, die diesen Beruf ausmachen und so findet man auf manchen Seiten kein einziges Fotos vom Meister, Gesellen, Lehrling, rußverschmierten Glücksbringer, seiner Ortschaft von oben etc. p. p. Wir müssen diese Internetpräsenzen immer aus der Sicht eines Kunden sehen und bewerten. Ein Spiegelblick reicht nicht aus. In erster Linie besucht hier ein Mensch eine Webvisitenkarte eines Menschen, wenn auch mit staatlichem Auftrag. Den Gewinnern hiermit einen herzlichen Glückwunsch.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Hier entdeckte der Schornsteinfeger eine überaus leichtsinnige Abgasentsorgung auf dem Dachboden. Eine Zustimmung hierzu erteilte er nicht. Glück, dass er diese Anlage sofort stillegte, um Gefahren vorzubeugen. Das toxische Abgas breitete sich auf dem gesamten Dachboden aus und sucht sich den Weg durch Undichtheiten in andere Räume, zum Beispiel in das darunterliegende Bad.

Man beachte auch den Abstand zwischen Abgasleitung und Gasleitung.

Fotos: BSM Michael Kieler

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Auch so kann man die Ansicht einer Fassade gestalten. Foto B. Zahn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Schimmelpilze sind leider häufige Untermieter, wenn die Wohnraumlüftung unberücksichtigt bleibt. Häuser werden saniert und hermetisch abgedichtet. Der Störfaktor Mensch bleibt außer Betracht. Eine vierköpfige Familie PRODUZIERT am Tag bis zu 10 Liter Wasser! (Transpiration, Atemfeuchtigkeit, Baden, Duschen, Pflanzen, Kochen....)

Foto B. Zahn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Hier sind Funktionsstörungen vorprogrammiert. Die feuchte Wand gibt`s gratis dazu. Foto B. Zahn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Schornsteine, die längere Zeit unbenutzt waren und keinen Regenschutz erhielten, neigen dazu, feucht zu werden. Im schlimmsten Falle kommt bei vorbelasteten Schornsteinen zu einer Durchfeuchtung oder Versottung. Hier im Bild zu sehen ist ein extremer Moosansatz im Schornstein idealer Nährgrund von Birkenpollen geworden. Daraus wächst heute eine Birke. Der Anschluss einer Feuerstätte ohne vorherige Prüfung durch den Schornsteinfeger wäre hier der sichere Vergiftungstod.

Foto B. Zahn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Das klassische Beispiel eines versotteten Schornsteines Foto B. Zahn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Dieses Rauchrohr einer zurzeit unbenutzten Ein­zel­feuerstätte ist eine Zeitbombe. Vom Brandschutzabstand zur Zwischendecke ein­mal ganz abgesehen, kommt es im Falle einer unbedachten In­betrieb­nahme der Feu­erstätte unweigerlich zur Katastrophe. Foto: BSFM Martin Fehn

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Ministerpräsident und Ehrenschornsteinfegermeister Dr. Bernhard Vogel wurde 70 Jahre jung Anlässlich des 70. Geburtstages des Ministerpräsidenten des Freistaates Thüringen besuchte der Landesinnungsmeister Ulrich Eller, Innungsobermeister der Innung Erfurt Thomas Menge und PW Jens Rödiger das Geburtstagskind in der Staatskanzlei. Sichtlich erfreut war Dr. Bernhard Vogel, dass seine Kollegen in der traditionellen Berufskleidung als kleine Überraschung erschienen. Neben der Übergabe von kleinen Präsenten wünschten wir vor allem Gesundheit und Schaffenskraft. Ulrich Eller Landesinnungsmeister

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Kollision neuer Heizgenerationen

Zweite Bildungs- & Ausbildungsmesse im Unstrut-Hainich-Kreis Die Schornsteinfeger im Uns­trut-Hainich-Kreis, unter der Führung des stellvertretenden Innungsobermeister der Innung Erfurt, Hartmut Schilling, nahmen vom 28.–30. 11. 02 an dieser Messe in Mühlhausen teil. In Sachen Bildung sollte unser Leistungsspektrum dargestellt werden. Zielgruppe der Veranstaltung waren junge Menschen, die noch auf der Suche nach ihrem beruflichen Weg in der Erstausbildung sind. Auch für Neuorientierung, in Form des 2. Bildungsweges für die Erwachsenenbildung, wurden Interessenten gesucht. Wir, als Dienstleister, wollten den Besuchern erläutern, für was das Schornsteinfegerhandwerk steht. Edgar Giese und Udo Bohn konnten sicherlich so manche Neugier der Standbesucher wecken. PW Jens Rödiger

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Kollision neuer Heizgenerationen

Am 29. 11. 02 fand im Rahmen einer Feierstunde der Schornsteinfegerinnung Ostthüringen, die Freisprechung der Gesellen im Innungshaus Schönborn statt. Die frischgebackenen Gesellen Danny Ziegenbein, Frank Fleischer und Christian Müller erhielten zu diesem Anlass ihre Schmuckbriefe, im Beisein ihrer Lehrmeister. Die Innung Ostthüringen pflegt diese Tradition schon mehrere Jahre. Im Kaminzimmer wurden den Junggesellen einige Ratschläge für die weitere Zukunft mit auf dem Weg gegeben. Innungsobermeister Andreas Schmidt wünschte den neuen Fach­arbeitern einen guten Start ins Berufsleben und viel Erfolg bei der Bewältigung zukünftiger Aufgaben, die nunmehr vor ihnen steht. Gesellenausschussvorsitzender Frank Jensch

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Kollision neuer Heizgenerationen

Am 07. und 08. Februar fanden die 23. Internationalen Deutschen Skilanglaufmeisterschaften für Schornsteinfeger und Kaminkehrer statt. Masserberg, als Austragungsort, empfahl sich als hevorragender Gastgeber. Ein halber Meter Schnee tat sein übriges dazu. Die gut organisierten Skispiele, durch die Innung Erfurt in Verbindung mit der SG Rennsteig Masserberg e.V., sahen zahlreiche „Schwarze“ am Start. Hohe Aufmerksamkeit genossen die Kollegen im Kehranzug und dazugehörigen Werkzeug. Am Freitag fand das Training der Teilnehmer statt. Die Loipe und das Wetter meinten es gut mit dem schwarzen Mann. Traditionell wurden dann am Abend die Startnummern übergeben. Prominenter Besuch war auch zugegen. Die Biathletin, Simone Greiner-Petter-Memm hat diese Veranstaltung von Anfang bis Ende begleitet. An der Meisterschaft, der etwas anderen Art, haben 115 Starter teilgenommen. Nicht nur Schornsteinfeger, sondern Ehepartner und deren Kinder, wollten in der Loipe ihre Leistungen unter Beweis stellen. Sonnabend wurden als erstes die Einzelwettbewerbe durchgeführt. Rund 250 Zuschauer waren angereist, um die Glücksbringer anzufeuern und sich dabei vielleicht auch selbst ein Quäntchen Glück einzufangen. Als Höhepunkt stand am Nachmittag der Staffelwettbewerb an. Achtzehn Mannschaften nahmen teil. Für Spannung war also bis zum Schluss gesorgt. Das Team „Niederbayern 1“ belegte den ersten Rang. Die einzelnen Ergebnisse sind unter www.sport-masser­berg.de abrufbar. Die Mitteldeutschen Teilnehmer können sich aber mit ihren Siegen und Platzierungen durchaus sehen lassen. Bei der Abendveranstaltung wurden dann die Pokale verliehen. Neben den einzelnen Grußworten, sagte Bürgermeister Friedel Hablitzel, dass die Schornsteinfeger seiner Gemeinde Glück gebracht haben. „Wir haben jetzt endlich genügend Schnee, dass es sicher auch noch für die bevorstehenden Ferien reicht,“ freute er sich. Ein großes Lob an die Verantwortlichen, die am Gelingen beteiligt waren, denn diese Veranstaltung war nicht nur organisatorisch vom feinsten.

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Kollision neuer Heizgenerationen

Zwischen Naumburg und Zeitz, direkt an der B 180 liegt das 1000-Seelen-Städtchen Stößen. Im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl dürften aus diesem Ort die meisten Schornsteinfeger in der ganzen Gegend hervorgegangen sein. Das lag vor allem an der Werbung von zwei Lehrern. In den Jahren zwischen 1910 und 1940 bewarben sie das Schornsteinfegerhandwerk als eine Möglichkeit, auch mit wenig Eigenkapital eine sichere Existenz aufzubauen. So sind von den Jahrgängen 1901–1929 bisher 15 Stößener bekannt, die den Beruf des Schornsteinfegers erlernt haben. In der Heimatstube soll dieses Kapitel der Stadtgeschichte nun endlich mit einer kleinen Dokumentation dargestellt werden. Bei meinen Recherchen bin ich bald an Erinnerungsgrenzen gestoßen. Deshalb frage ich hiermit alle, die sich an jemanden erinnern können, der aus Stößen als Schornsteinfeger hervorgegangen ist. Für jeden Namen und Hinweise auf den weiteren beruflichen Werdegang bin ich dankbar. Vielleicht gibt es Dokumente, Bilder oder ähnliches. In einem Lied, das für die Stößener Schornsteinfeger im Jahre 1908 gedichtet wurde, werden die Namen Conrad, Schroeter, Dauer, Lange, Bauer, Lützkendorf, Friedrich, Stolze, Böhme und Töpel genannt. Viel mehr als die Namen sind nicht bekannt. Weiter heißt es in diesem Lied: Gesellen und Stifte, wer nennt uns die Namen, Die ferner aus unserem Städtchen noch kamen, Sie alle, sie trugen vom Nautzschkestrand Die schwarz(rote) Flagge durch´s ganze Land. Wer weiterhelfen kann, der melde sich bitte bei BSM i. R. Gerhard Schweigel Töpferstraße 2 06667 Stößen Tel: 034445/20431

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Kollision neuer Heizgenerationen

Auf der außerordentlichen Vollversammlung der Handwerkskammer Halle (Saale) wurde Bezirksschornsteinfegermeister Thomas Keindorf aus Halle zum Präsidenten der Handwerkskammer Halle gewählt. Das Ergebnis der Wahl des Präsidenten konnte eindeutiger nicht sein. Von 35 anwesenden Vollversammlungsmitgliedern erhielt der ehemalige Vizepräsident der Arbeitgeberseite, Thomas Keindorf, bei einer Enthaltung das Vertrauen als Präsident. Zum neuen Vizepräsident der Arbeitgeberseite wurde im zweiten Wahlgang mit großer Stimmenmehrheit Malermeister Frank Hey aus Bernburg gewählt. In seiner Rede an die Vollversammlung dankte der Präsident für das in ihn und die anderen neugewählten Handwerkskollegen gesetzte Vertrauen. Er versicherte, mit ganzer Kraft für das Wohl des Handwerks zu streiten. Unmittelbar nach der Vollversammlung trafen sich 200 Gäste zum Neujahrsempfang der Handwerkskammer Halle (Saale). Im Hans-Sachs-Saal und im Rainer-Döring-Saal kam es zu vielen guten Gesprächen, zu Begegnungen zwischen Politik und Handwerk, Wirtschaft und Bildung. Der Einladung in die Kammer waren Wirtschaftsminister Horst Rehberger und Justizminister Curt Becker gefolgt. Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler und zahlreiche Ehrengäste gaben sich ein Stelldichein. In seiner Rede zum neuen Jahr versicherte Präsident Keindorf den Gästen seinen aktiven Einsatz für das Handwerk. Er forderte die Politik auf, endlich aus ihrem Schattendasein herauszutreten und dem Mittelstand und damit dem Handwerk Chancen zu geben. Die Leistungsträger müssen Motor der Marktwirtschaft sein und nicht ins Abseits gedrängt werden. Wir wünschen dem Landesinnungsmeister des Landes Sachsen-Anhalt für seine verantwortungsvolle Aufgabe als Präsident der Handwerkskammer Halle immer eine glückliche Hand zum Wohle des Handwerks.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Ministerialrat Doering zu Gast bei Kreismeisterversammlung Auf der jährlichen Zusammenkunft der Kreismeister des Landes Sachsen-Anhalt mit dem Vorstand des LIV konnte als Gast Herr Ministerialrat Doering, Referatsleiter des Ministeriums für Wirtschaft und Arbeit im Land Sachsen-Anhalt begrüßt werden. Der Landesinnungsmeister, Thomas Keindorf, schilderte in seinem Bericht den Weg der Verhandlungen zu den Geschäftskosten 2003. Er machte deutlich, dass die momentane Situation im Schornsteinfegerhandwerk mit gleichbleibenden Gebühren zu 2002 den Betriebsinhabern weh tut. Der mit den drei Obermeistern der Mitgliedsinnungen während der Verhandlungen abgesprochene Weg, keine Konfrontation mit der derzeitigen Landesregierung zu suchen, wurde aber eingehalten. Nach Ansicht der Ehrenamtsträger hätten derartige Aktionen keine Aussicht auf Erfolg. Im Gegenteil hätten sie die Verhandlungsposition zu den Geschäftskosten 2004 nur verschlechtert. Der Landesinnungsmeister appellierte an alle Kreismeister, ihre Kollegen nochmals auf korrekte Ausführung aller Tätigkeiten durch sie und ihre Mitarbeiter hinzuweisen. Hohe Qualität ist eine der wichtigsten Säulen in unserem Handwerk. Als weitere wichtige Zielsetzung für 2003 bezeichnete Keindorf, bundesweit die Aus- und Weiterbildung in allen Bereichen praxisbezogener durchzuführen. Im Anschluss stand der Bericht des LIM zur Diskussion. Diese Gelegenheit nutzte auch Herr Doering, um Ausführungen auf die Zukunft des Schornsteinfegerhandwerks aus seiner Sicht darzustellen. Er betonte, dass die Bundesregierung um den Wert des Schornsteinfegerhandwerks weiß. Man denkt diesbezüglich nicht an Veränderungen, trotz Beschwerden und Forderungen gegen das so genannte Schornsteinfegermonopol. Der Unmut der Bürger spitzt sich durch die Kostenstruktur und steigenden Gebühren in allen Bereichen, nicht nur beim Schornsteinfegerhandwerk, zu. Der Unmut wird aber am Schornsteinfegerhandwerk ausgelassen, da es vor Ort greifbar ist. Herr Doering bedauerte die falsche Pressemitteilung durch das Ministerium. Es sollte in der Pressemitteilung zum Ausdruck gebracht werden, dass höhere Kosten auf das Schornsteinfegerhandwerk zukommen. Leider wurde diese Aussage falsch umgesetzt. In den weiteren Berichten der Vorstandsmitglieder wurde unter anderem vom Technischen Landesinnungswart Ingo Wilsdorf Aussagen zu möglichen neuen Tätigkeiten durch das Schornsteinfegerhandwerk erläutert. Umfangreiche Zuarbeit (Dokumentation, Schulung) für Vorbereitung und Argumentation dieser Tätigkeitsbereiche wie Kontrolle der Brennstofflagerung und Vollzug der EnEV sind von Bedeutung. Großes Augenmerk muss aber auch auf eine qualitativ hochwertige Durchführung und Dokumentation der schon jetzt durchgeführten Arbeiten und der dabei vorgefundenen Mängel durch jeden einzelnen Kollegen sein. Während des Berichtes des Landesberufsbildungswartes Siegfried Hampe sprachen sich die Kreismeister für eine Verlegung der Meisterprüfungsvorbereitungskurse und der Meisterprüfung nach Mörtitz aus.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt plante schon länger eine Aktualisierung seiner Internetseiten. Insbesondere beobachtete er dabei des System „Schornicentral“ von der Innung im Kammerbezirk Halle. Diese komplexe Datenbankanwendung ermöglicht dem Anwender die Pflege seiner Internetseite, ohne die Programmierung zu beherrschen. Ziel war es aber, ein derart komplexes System zu entwickeln, mit dem die Innungen und der Landesinnungsverband an einem Strang ziehen – quasi ihre Synergien gegenseitig zu nutzen. So entstand ein neuartiges Datenbanksystem, wel­ches große Ähnlichkeiten zu den großen Nachrichten-Internetseiten von t-online hat. Mit mehreren hundert Datenbanken und doppelt soviel Datenbankanwendungen verknüpft das System alle Eventualitäten. Hauptaugenmerk bei der Gestaltung war der Gedanke, wie sieht der Nutzer diese Seite. Der User, der unsere Seite besucht, hat nicht immer Ahnung vom Schornsteinfegerhandwerk. Darum ist der erste Eindruck der Wichtigste. Auf dem ersten Blick ist deutlich erkennbar, hier bin ich beim Schornsteinfegerhandwerk. Apropos Schornsteinfegerhandwerk. Was macht eigentlich der Schornsteinfeger. Warum muss er zum Messen kommen. Wie oft wird mein Schornstein gefegt. Zu all diesen Fragen und noch mehr findet der User unkompliziert und leicht verständlich Antwort. Und wer ist der zuständige Schornsteinfeger für meinen Wohnort? Eine Suchmaschine gibt auch auf diese Frage eine schnelle Antwort. Adresse, Telefonnummer und e-mail-Adresse des Bezirksschornsteinfegermeisters werden angezeigt und können ausgedruckt werden. Auf der Startseite werden immer die zuletzt geänderten bzw. neu eingestellten Beiträge angezeigt. So wird sichergestellt, dass die Startseite ständig den aktuellsten Geschehen angepasst ist.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks Seit Ende vergangenen Jahres betreibt die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks eine neue Internetpräsenz. Besonderes Augenmerk liegt hier auf der aktuellen Termindatenbank, in der alle stattfindenden Schulungen chronologisch aufgeführt sind. Der Nutzer dieser neuen Internetseite kann in dieser Termindatenbank die betreffende Schulung anklicken und erhält einen ausdruckbaren Vordruck mit allen Details (Beginn, Ende, Besonderheiten). Bestehende Elemente der alten Internetpräsenz wurden übernommen. So finden sich auf dieser Seite auch die aktuellen Luftbilder des Objektes und der virtuelle Rundgang. Über eine Eingabemaske kann mit dem Schulverein direkt Kontakt aufgenommen werden. Die Seite „Aktuelles“ informiert stetig über die Neuheiten rund um die Bildungsstätte und deren Leistungsspektrum. www.schornsteinfeger-schulverein.de

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Außergewöhnliche Dinge werfen außergewöhnliche Schatten voraus. Die Fachzeitschrift DER SCHORNSTEIN stiftet 2003 zum ersten Mal den Black-Online-Award. Verleihen wird er den 3 besten Schornsteinfeger-Internetseiten Deutschlands. Die drei Gewinner dürfen ihre Internetseite ein Jahr lang mit der Award-Plakette zieren, erhalten eine Urkunde und eine Überraschung. Sinn der Aktion ist natürlich auch der Ansporn, diese Seiten attraktiver zu gestalten. Internetseiten sind wie Visitenkarten eines Unternehmens. Als Dienstleistungsunternehmen wird auch der Bezirksschornsteinfegermeister an dieser Entwicklung nicht vorbeikommen. Geht es heutzutage weniger darum, via Internet seine Waren zu verkaufen, vielmehr klicken sich die Kunden aus Neugier auf diese Handwerksseiten. Nach der Preisvergabe durch die Jury werden die drei besten Internetseiten in unserer Fachzeitschrift detailliert vorgestellt, um wichtige Features und Innovationen auszuwerten. Insofern fördert der Black-Online-Award sogar die Qualitätssteigerung der individuellen Internetpräsentationen unseres Handwerks. Bewerben können sich ALLE deutschen Bezirksschornsteinfegermeister selbst auf www.derschornstein.de.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Zu einem guten Heizkonzept gehört ein mehrzügiger Schornstein Wer glaubt, beim Bau seines Hauses auf den Schornstein verzichten zu können zahlt nach Meinung zahlreicher Experten drauf. Immobilienprofis und Makler bewerten das Vorhandensein eines mehrzügigen Schornsteins sogar als verkaufsförderndes Argument. „Das gute Stück“ rechnet sich in Sachen Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Versorgungssicherheit allemal. Mit einem dreizügigen Schornstein lassen sich darüber hinaus moderne Heizkonzepte unter Berücksichtigung fossiler und regenerativer Energieformen realisieren. Die Solarenergie ist ebenso zu integrieren wie das gemütliche Holzfeuer im Wohnraum. All dies schafft Unabhängigkeit in der Energiewahl und gewährleistet über das ganze Jahr hinweg eine günstige und flexible Wärmeversorgung. Neben diesen Aspekten bietet ein moderner Schornstein – sozusagen serienmäßig – den erforderlichen Brand- und Schallschutz. Der nachträgliche Einbau einer Abgasanlage ist hingegen umständlich und meistens teuer. Bei der Neubauplanung sollte deshalb nicht auf den Schornstein verzichtet werden. Weitere Informationen gibt es auch unter www.proschornstein.de im Internet.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Wöhler auf der ISH 2003 Auf dem Messestand der Wöhler Messgeräte – Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, drehte sich auch zur ISH 2003 wieder alles um Mess-, Inspektions- und Reinigungstechnik. Einen wichtigen Eckpfeiler des Messeauftritts bildete die technische Weiterentwicklung des bekannten Abgasanalysencomputers Wöhler A 97. Darüber hinaus stellte der Wöhler BlowerCheck BC 21 einen weiteren Beweis für die Fähigkeit des Unternehmens dar, komplizierte Messverfahren einfach und fehlerfrei handhabbar zu machen. Das kompakte Gerät vereinfacht die Messung zur Einhaltung von Grenzwerten für die Luftdichtheit der Gebäudehülle gemäß der kürzlich in Kraft getretenen Energieeinsparverordnung (EnEV) erheblich. Er führt die komplette Messung auf Knopfdruck automatisiert durch und hilft damit, eventuelle Baumängel frühzeitig zu erkennen. Der Bediener wird menügesteuert durch den Messvorgang geführt. Zur besseren Übersicht zeigt ihm das große Grafik-Display ständig alle aktuellen Mess- und Rechenwerte auf einen Blick an. Eventuell nötige Eingaben erfolgen je nach Bedarf flexibel über die Touch-Screen-Tastatur. Ergänzend wurde für diesen Anwendungsbereich außerdem ein neuartiges Ultraschall-Lecksuch-Gerät unter der Typbezeichnung Wöhler UL 23 vorgestellt. Abgerundet wurde das Engagement in Frankfurt durch die Präsentation des neuen Wöhler-Web-Shops, der durch ein umfangreiches Serviceangebot überzeugt.

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Kollision neuer Heizgenerationen

Ausbau und Modernisierung der Produktion in Seekirchen Der Name Windhager steht seit 1921 für moderne Heizkessel-Technologie, die in erstklassiger Qualität in Österreich gefertigt wird. Heute gehört das Familienunternehmen aus Seekirchen (b. Salzburg) mit zu den namhaften Herstellern von Wärmeerzeugern in Europa. In drei Produktionsstandorten und vier Niederlassungen beschäftigt das Unternehmen 440 Mitarbeiter, die 2002 einen Nettoumsatz von 50,4 Mio. E erwirtschafteten. Um der positiven Absatzentwicklung bei Festbrennstoff-Feuerstätten Rechnung zu tragen, wurden im Jahr 2001 bereits 870.000 E in die Modernisierung und den Ausbau der Produktionsstätte investiert. Als das Unternehmen kurz darauf trotzdem an seine Platz- und Kapazitätsgrenzen stieß, entschloss sich die Geschäftsleitung zur Erweiterung von Werk 3 in Seekirchen. In nur sechs Monaten wurde daraufhin – durch den Anbau einer 110 Meter langen Stahlhallenkonstruktion – eine Halle mit 6.200 m² Produktionsfläche geschaffen. Bemerkenswert ist ferner die Tatsache, dass während der gesamten Umbauphase die Heizkessel-Fertigung im Werk 3 nie stillstand. Neben der Kapazitätserweiterung legte man vor allem Wert auf die Modernisierung der Produktionsanlagen. „Um im europäischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben sind Flexibilität und Wirtschaftlichkeit eine der Grundvoraussetzungen“, so Gernot Windhager, Geschäftsführer des Unternehmens. „Wir sind jetzt in der Lage, verschiedene Heizkesseltypen unabhängig und ohne aufwendige Umrüstungen auf eigenen Produktionsstraßen zu fertigen.“ Die Fertigungskapazität konnte von ursprünglich 8.000 auf nun insgesamt 20.000 Einheiten gesteigert werden. Darüber hinaus lassen sich auch kleine Losgrößen flexibel und wirtschaftlich herstellen. Kernstück der Produktionsanlage ist ein Stanz-Laser-Zentrum mit Anbindung an ein automatisiertes Blechlager. Es ermöglicht rund um die Uhr das Stanzen aufwendiger Konturen. CNC-gesteuerte Schweißautomaten mit spezieller Rauchgasabsaugung steigern nicht nur die Produktivität sondern garantieren auch optimale Arbeitsbedingungen. Das neue Werk 3 konnte am 7.März diesen Jahres im Rahmen einer offiziellen Feierstunde eingeweiht werden. Zur Realisierung der Modernisierungs- und Erweiterungsmaßnahmen wurde ein Investitionsvolumen von insgesamt 10,9 Mio. E eingesetzt.

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Kollision neuer Heizgenerationen

Verkürzte Bauzeiten sowie eine schnelle, einfache und sichere Montage – diese Vorteile bietet die Produktinnovation der bis zu 7,5 Meter langen geschosshohen Neubauschornsteine der Erlus Baustoffwerke AG. Mit der neuen Schornstein-Generation, die zudem flexibel eingesetzt werden kann und sich kostendämpfend auswirkt, rundet der Neufahrner Baustoffhersteller das Produktprogramm im Bereich Kaminbaustoffe für alle Brennstoffe und Heizungsanlagen ab. Die ein- oder zweizügig erhältlichen Schornsteine bestehen aus maximal drei biegesteifen, im Werk bereits vormontierten Elementen; die Abzüge werden in Rasterlängen zwischen 1 bis 7,5 Metern hergestellt.
Das Innenleben der Schornsteinteile besteht aus „High Tech Inside“: eine isostatisch gepresste Rauchrohrsäule aus Erlus Edelkeramik®, auf die das Unternehmen 30 Jahre Garantie gibt. „Die Säule aus Erlus Edelkeramik® mit einer 6 Zentimeter hohen Muffe ist dichter, dünner, leichter und länger als herkömmliche Keramikrohre, reduziert somit den Fugenanteil und macht gleichzeitig eine Dämmschale meist überflüssig“, so die Angaben des Unternehmens. Zudem bietet das Neufahrner Unternehmen eine neue Abgasleitung für die Niedertemperatur- bzw. Brennwerttechnik mit einer Elastomer-Dichtung an, die bis zu 200 Grad hitzebeständig ist und das Ineinanderstecken der Rohre ermöglicht. Das einfache Ineinanderstecken der Edelkeramik-Muffenrohre ist jetzt auch mit der innovativen keramischen Gewebedichtung im Unterdruckbereich möglich. Dieses neue Verbindungssystem erspart das zeitaufwendige verkitten der Rohre. Eine weitere Ersparnis bringen die plangeschliffenen Mantelsteine aus Leichtbeton, auch sie müssen nicht mehr gemörtelt, sondern nur noch verklebt werden.

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Kollision neuer Heizgenerationen

Für Kontrollmessungen an Heizungsanlagen brauchen Schornsteinfeger künftig nicht mehr ihr großes Rauchgas-Anlaysegerät mit­zuschleppen, das alle möglichen Messgrößen im Abgas und rund um die Heizungsanlage erfasst. Sicher genügt ihnen als Zweitgerät das neue testo 325 XL. Es erfüllt alle Anforderungen zur Kontrolle von Gasthermen und Ölbrennern. testo 325 XL erfasst alle relevanten Messgrößen. Die CO-Messung ist sogar TÜV-geprüft? Das macht testo 325 XL zum Referenzgerät. Die Plus-Vorteile: 1. CO-Messung TÜV-geprüft! 2. O2-Zuluft-Messung, Ringspalt-Messung, 3. sehr bedienerfreundlich (z. B. Eingänge von unten), 4. beleuchtetes Display ist leicht ablesbar, 5. Akkuladung im Gerät, 6. hoher CO-Bereich (0...4.000 ppm), 7. 2 DP Druckmessbereiche, 8. integrierter Speicher für 20 Messblöcke, 9. bis zu 6 Brennstoffarten frei wählbar. Und das alles zu einem attraktiven Preis. Das neue Rauchgas-Analysegerät testo 325 XL ist zu beziehen im Fachhandel.

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Kollision neuer Heizgenerationen

SKOBIFIX® 30 ist Schacht- und Abgasleitungssystem in Einem. Die einzelnen Elemente aus Schaumkeramik und Polypropylen lassen sich mit wenigen Handgriffen zusammensetzen und wiegen weniger als ein Kasten Bier. SKOBIFIX® ist ein völlig neuartiges Material aus Schaumkeramik. Die Skoberne Schornsteinsysteme GmbH hat mit diesem Werkstoff eine ganze Serie von Schachtsystemen für Abgasleitungen und Schornsteine entwickelt. Die Systeme eignen sich für alle möglichen Feuerungsarten. Egal, ob mit Holz, Pellets, Kohle, Öl oder Gas geheizt werden soll, es gibt jeweils eine entsprechende Schacht- oder Schornstein-Lösung. SKOBIFIX® 30 eignet sich für Feuerstätten bis zu einer Abgastemperatur von 120 °C und einer Leistung bis zu 35 kW. Die abgasführende Leitung im Inneren des Schachtes besteht aus einem schwerentflammbaren Kunststoff, dem Polypropylen (PPs). Außen umgibt die Abgasleitung ein Mantel aus Schaumkeramik. Diese Ummantelung garantiert den gesetzlich vorgeschriebenen Feuerwiderstandsschutz von 30 Minuten bei Gebäuden mit geringer Bauhöhe (Ein- bis Zweifamilienhäuser). Der Ringspalt zwischen äußerer Schale und der Abgasleitung im Schachtinneren sorgt für die Hinterlüftung des Systems. Die Vorteile der patentierten Schaumkeramik werden bei allen vier Systemen optimal ausgeschöpft: Mit 75% Gewichteinsparung gegenüber herkömmlichen Materialien wiegt ein SKOBIFIX®-Element weniger als ein Kasten Bier. Die Schacht-Teile sind maximal ein Meter hoch. Sie lassen sich mit wenigen Handgriffen zusammensetzen und verkleben. Der Monteur spart erhebliche Arbeitszeit und der Hausbesitzer eine Menge Geld. Ein SKOBIFIX®-Schachtsystem kann ohne Probleme direkt vom Heizraum aus gewartet werden. Ausstiegsöffnungen auf dem Dach mit Stand- und Trittrosten für den Kaminkehrer sind nicht erforderlich. Apropos Wartung: Alle Skoberne Schornstein- und Schachstsysteme sind geprüft und bauaufsichtlich zugelassen. Architekten und Planer, die Abgasrohre und Kamine am liebsten hinter der Wand verstecken, profitieren von den kleinen Abmessungen (260 x 150 mm) der SKOBIFIX®-Systeme. Auch sind zusätzliche Verkleidungen oder Halterungen nicht erforderlich. Last but not least sind die Systeme aus Pfungstadt sehr sicher. Die Kombination von Polypropylen schwerentflammbar und der neu entwickelten Schaumkeramik garantiert eine hohe Betriebssicherheit.

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Kollision neuer Heizgenerationen

Universell oder modellbezogen „Sicher rauf & wieder runter!“ – unter diesem Motto präsentiert die Wiekor Dachprodukte GmbH aus dem fränkischen Langenzenn zwei neue Schneefang- und Trittsicherheitssysteme für das geneigte Dach. Das System Universal kann modellunabhängig mit dem gesamten umfangreichen Pressdachziegelsortiment und dem Falzbiber des Unternehmens kombiniert werden. Der Lagerbestand bei Dachdeckern und Händlern lässt sich damit überschaubar und kostensparend organisieren. Für den anspruchsvollen Bauherrn und die perfekte Optik auf dem Dach gibt es außerdem modellbezogene Schneefang- und Trittelemente, passend zu den Ziegelmodellen L 15, Z 15 und Z 18 S sowie zur Sachsenpfanne Gloria. In puncto Montagekomfort und Sicherheit unterscheiden sich beide Systeme nicht. Das Trittflächenset besteht jeweils aus Laufrosten in 41 oder 86 cm Breite, die beim universalen System von Alu-Druckguss-Bügeln sowie stählernen Grundhaltern getragen werden. Die Auflageflächen der Halter auf den Dachziegeln sind vollflächig gummiert. Im modellbezogenen Trittsystem bestehen sowohl die Bügel als auch die der Deckung angepassten Pfannen aus hochwertigem Alu-Druckguss. Durch die Profilierungen gewährleisten die Roste eine rutschfeste Trittsicherheit und verhindern mit ihren großen Öffnungen wirkungsvoll Schneeablagerungen im Winter. Ablagern soll sich der Schnee vielmehr an den neuen Schneefanggittern, die analog zu den Tritten mit Grundhalter und Aufsatz (Universal) beziehungsweise mit Pfanne und Aufsatz (modellabhängig) befestigt werden. Die Schneefanggitter sind 20 cm hoch und 3 m lang. Das pulverbeschichtete Alu-Druckguss-Material gewährleistet auch hier eine hohe Tragfähigkeit bei geringem Eigengewicht und eine hohe Korrosionssicherheit. Die Schneefänge und Tritte beider Systeme sind jeweils für Dachneigungen von 22° bis 65° geeignet und werden in den klassischen Dachfarben rot, braun und anthrazit angeboten. Lieferungen in Sonderfarben sind möglich. Die Systeme mit anerkannt hoher Qualität sind nach DIN 516 durch die BauBG geprüft. 

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Kollision neuer Heizgenerationen

Raab-Abgassysteme in Leichtbauweise
Problemlösung in historischem Bauwerk

Schloss Niedernfels bei Marquartstein im Landkreis Traunstein, liegt inmitten der reizvollen oberbayerischen Berg- und Seenlandschaft am Fuße der Hochplatten. Es kann auf eine Geschichte von mehr als 500 Jahre zurückblicken. Der mittelalterliche Schlosskomplex besteht aus einem quadratischen ca. 20 Meter hohem Hauptteil mit imposanten Ecktürmen, sowie einem (1808) angebauten vierstöckigen Schultrakt. Weitere Gebäude beherbergen zusätzliche Unterkünfte und die Verwaltung. Seit einigen Jahren betreibt die katholische Jugendfürsorge der Erzdiözese München und Freising e.V. unter dem Namen „Franz von Sales Heimvolksschule“ hier eine Ausbildungsstätte der besonderen Art. Rund 270 Schülerinnen und Schüler besuchen die staatlich anerkannte Grund- und Hauptschule.
40 Jahre alte
Wärmeversorgung
Die Heizungsanlage dieser Bildungseinrichtung wies mit etwa
40 Jahren – für energietechnische Verhältnisse – ein fast „biblisches“ Alter auf. Ein Großteil der Rohrleitungen war korrodiert, die Anlage hatte ständig starke Wasserverluste und es kam immer wieder zu Störungen oder Totalausfällen. Außerdem wurde es höchste Zeit den Energiebedarf der Niederdruckdampfheizung (Jahresverbrauch ca. 150.000 Liter Heizöl EL) deutlich zu reduzieren. Eine Erneue­rung der kompletten Wärmeversorgung war daher dringend erforderlich und wurde im Jahr 2001 in Angriff genommen. Durch die relativ kompakte Bauweise und die günstige Lage der zu versorgenden Gebäude bot sich die Errichtung einer Heizzentrale an. Ein in Auftrag gegebenes Energiekonzept empfahl den Betrieb einer Hackschnitzelheizanlage in Kombination mit einem Ölspezialkessel, der zur Deckung des Wärmebedarfs in Spitzenzeiten einzusetzen ist. Die errechnete Jahresheizarbeit von ca. 1.300.000 kWh sollte zu etwa 80% durch die Verfeue­rung von Biomasse gedeckt werden. Die Konzeption berücksichtigte damit sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte.
Ein Antrag zur finanziellen Förderung der Anlage durch die bayrische Koordinierungsstelle für nachwachsende Rohstoffe, C.A.R.M.E.N. (Centrale Agrar-Rohstoff-Marketing und Entwicklungs-Netzwerk, Straubing) fand eine positive Bewertung, so dass ein Zuschuss in Höhe von 30% der Kosten gewährt wurde. Die Heizzentrale konnte daraufhin mit einem Wärmeerzeuger zur Verbrennung von Biomasse (Nennheizleistung 500 kW) und einem Ölkessel mit einer Leistung von ca. 300 kW ausgestattet werden.
Auf der Suche nach einem geeigneten Schornstein
Der verantwortliche Fachplaner, das Ing.-Büro Dr. Ebner aus Freilassing, hatte darüber hinaus die Aufgabe für die beiden Wärmeerzeuger eine geeignete Abgasführung zu projektieren. Der gemauerte Schornstein der alten Niederdruckdampfheizung musste abgetragen werden, da das Dachgeschoss im Zuge weiterer Renovierungsmaßnahmen zu Klassenräumen umgebaut wurde. Eine Sanierung des alten Schachtes kam damit nicht in Betracht.
Durch den Ausbau, der auch einen Fluchtweg umfasste war außerdem eine Schrägführung der Abgasanlage notwendig. Zudem wurde im Dachgeschoss aufgrund der veränderten Statik der Einbau zusätzlicher Stahlträger notwendig. Als verbleibender Querschnitt für die Abgasanlage blieb damit nur noch eine Abmessung von ca.
90 x 120 cm übrig. Durch diese Öffnung musste außerdem die Heizraumabluft und eine Küchendunstabzugsleitung mit einem Durchmesser von ca.
50 cm geführt werden. Eine mehrzügige, an der Fassade montierte, Anlage aus Edelstahl schied aus denkmalschutztechnischen Gründen aus.
Der Forderungskatalog für eine innenliegende Abgasanlage stellte sich damit wie folgt dar:
1. Ein rußbrandbeständiger Zug zur Verfeuerung von Biomasse Ø ca. 350-400 mm
2. Ein Zug für den Spezialölkessel
Ø ca. 250 mm 
3. Ein Schacht für die Heizraumabluft 1.250 cm²
4. Küchenabluft mit ca. 2.000 cm²
5. max. Außenabmessungen 90 x
120 cm
6. seitlicher Verzug von ca. 1,2 Metern
Es galt also ein bauaufsichtlich zugelassenes Abgassystem zu finden, mit dem sich diese Vorgaben umsetzen ließen. Zunächst wurde an einen dreischaligen Systemschornstein mit keramischen Innenrohren gedacht. Da die Berechnung gem. DIN 4705 jedoch einen erforderlichen Durchmesser von 400 mm ergab, schied diese Möglichkeit aus. Hersteller derartiger Abgassysteme können in der Regel nur eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik, Berlin, für den Verzug von 30° zur Vertikalen bis zu einem Durchmesser von max. 250 mm vorlegen. Eine Sondergenehmigung konnte und wollte man nicht abwarten. Außerdem waren die äußeren Abmessungen einer vierzügigen Anlage einfach zu groß.
Als weitere Variante wurden doppelwandige Edelstahlschornsteine mit integrierter Wärmedämmung in Erwägung gezogen. Die Elemente sollten zusätzlich mit einer F 90-Außenschale ummantelt werden. Der potentielle Lieferant besaß zwar die entsprechenden Zulassungen für die Schrägführung bis zu einem Durchmesser von 600 mm, benötigte aber für die F 90-Ummantelung eine separate Zulassung. Für das gesamte System konnte jedoch keine Zulassungsnummer des DIBt vorgelegt werden. Damit schied auch dieser Vorschlag aus.
Nach mehreren Gesprächen mit verschiedenen Vertretern der Branche fand man schließlich mit der Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, einen Partner für die Lösung des Problems. Dort stellt man seit über zehn Jahren sogenannte Leichtbauschornsteine in dreischaliger Ausführung her. Der Raab Universalschornstein mit der Zulassungs-Nr. Z-7.1-1532 besteht aus einer inneren Edelstahlrohrsäule, 30 mm Wärmedämmung aus Mineralfasern und der nur 40 mm dicken Außenschale. Das hierfür verwandte Material Fibersilikat ist gemäß DIN 4102 A1 nicht brennbar und selbstverständlich asbestfrei. Mit einem negativen Ausdehnungskoeffizienten (–2,5 x
10-6 m/mK bei 20–600 C), einer geringen thermischen Trägheit sowie einem niedrigen Diffusionswiderstand
( ca. 3,2) eignet sich der Werkstoff in besonderer Weise zur Verwendung in der Abgastechnik. Die Fibersilikat-Platten werden werksseitig zu Schächten und Formstücken mit einer Wanddicke von 40 mm verarbeitet. Mit einer geprüften Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten ist das System mit einem gemauerten Schornstein zu vergleichen, der eine Wangenstärke von 240 mm aufweist. Die einzelnen Elemente sind mit Hilfe eines Spezialklebers in Trockenbauweise zu versetzen.
Im Schloss Niedernfels wurden alle Teile der Abgasanlage vorkonfektioniert angeliefert, so dass sich eine unkomplizierte und zeitsparende Montage vor Ort ergab. Die Anschlüsse für Feuerstätten oder Reinigungsöffnungen konnten ebenso im Werk berücksichtigt werden wie die Schrägführung im Dachgeschoss. Auch die Kombinationsvariante mit Schächten zur Küchen- und Heizraumabluftführung stellte für das Leichtbausystem kein Problem dar.
Als besondere Herausforderung erwiesen sich neben dem Abtrag des alten Schornsteins die Deckendurchbrüche. Immerhin verfügt der Heizraum über ein Deckengewölbe, das im Scheitelpunkt fast zwei Meter dick ist. Trotz der beengten Raumverhältnisse waren gemäß der Bayerischen Feuerungsverordnung gewisse Abstände zu brennbaren Bauteilen einzuhalten. Im Bereich der Holzbalkendecken beispielsweise mind. 5 cm und zu nichtbrennbaren Baustoffen mind.
2 cm. Aus statischen Gründen wurde die Schrägführung der Raab-Schornsteinanlage im 2. Obergeschoss mit einem Stahlkorsett versehen.
Das Stahlgerüst besteht aus einzelnen Stabelementen mit einer Länge von 100 cm, die an den Flanschen miteinander verschraubt sind. Es umfasst 115 Stäbe und 42 Knotenpunkte. Das Gewicht der Konstruktion wird von den durchlaufenden Stahlträgern abgefangen, die im Fußboden des Dachgeschosses verlaufen. Diese Stahlträger waren – wie eingangs erwähnt – ohnehin für den Ausbau der oberen Etage erforderlich. Aus brandschutztechnischen Gründen wurde auch das Stahlgerüst mit Fibersilikatplatten verkleidet.
Durch die glatte Oberfläche war der Schacht sofort nach dem Aufbau putz-, streich- und/oder tapezierbar. Über Dach ist das Abgassystem durch einen Fertigstülpkopf vor Witterungseinflüssen geschützt. Die spezielle Kopfverkleidung aus Kupfer ließ sich besonders einfach und schnell montierten. Sie besitzt eine leichte Unterkonstruktion, kann wärmegedämmt werden und sorgt für eine ausreichende Hinterlüftung des Kopfbereiches.
Zusammenfassung
Die Heimvolksschule Schloss Niedernfels der katholischen Jugendfürsorge nutzt seit dem Herbst 2001 die neue Heizungsanlage. Aufgrund der gegebenen Rahmenbedingungen bildete das Raab-Leichtbausystem für alle Beteiligten eine geeignete Lösung zur Führung der Abgas- und Abluftleitungen. Der Einsatz des Universalschornsteins entsprach dem extrem geringem Platzbedarf und allen Anforderungen an den Brandschutz in optimaler Weise. Es entspricht der Wärmedurchlasswiderstandsgruppe I, so dass sich die Feuerstätten für feste und flüssige Brennstoffe problemlos anschließen lassen. Die in Trockenbauweise zu versetzenden 500 mm langen Elemente sind gut zu handhaben und ermöglichen einen raschen Montagefortschritt. Die Gesamtkosten für die Abgasanlage beliefen sich einschließlich der Dach- und Stahlaufbauten auf ca. 60.000 Euro.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Neuartiges, umweltfreundliches und kostengünstiges Verfahren zur Reinigung von Küchenabluft-Anlagen Die Reinigung und Wartung raumlufttechnischer Anlagen stellt einen wesentlichen Faktor beim vorbeugenden Brandschutz dar. Inzwischen wurde die EG-Richtlinie 93/43 EW in eine Bundeshygieneverordnung umgesetzt und rechtskräftig. Herkömmlich wurden und werden noch zum größten Teil solche Raumlufttechnischen-Anlagen (RTL-Anlagen) mit Hochdruckwasserstrahlern gereinigt. Diese Methode bringt teilweise ein nicht zufrieden stellendes Ergebnis und ist mit Risiken behaftet. Es gibt dabei keine Garantie für einen schadenfreien Ablauf bei der Reinigung. Durch hohen Wasserdruck und aggressive Chemikalien kommt es immer wieder zu Schäden an diesen Anlagen. Besonders dem hohen Druck halten die Anlagen nicht stand und werden undicht. Ein weiterer Nachteil bei dieser alten Methode besteht darin, dass nicht alle Bereiche, wie z. B. Steigleitungen und lange Kanalabschnitte, erreicht werden. Die neue Methode des INERTIONS-TROCKENDAMPFVERFAHRENS scheint sich gegenüber der herkömmlichen Methode, der Reinigung mit Hochdruckreinigern, durchzusetzen. Für diese Reportage beobachteten wir das Unternehmen Tip Top aus Halle bei diesen Tätigkeiten. Der Schornstein: Herr Zima, was hat das denn mit dem Trockendampf nun auf sich? Lothar Zima (Tip Top): Das Verfahren hat wesentliche Vorteile. Es reinigt mühelos alle Bereiche der Anlage, auch schwer zugängliche Abschnitte werden dabei nicht vergessen. Es können keine Wasserschäden an Einrichtungen und Gebäuden entstehen, und es schont alle empfindlichen Verbindungsstellen der Anlage sowie ihre Verzinkung. Der Schornstein: Ja aber für Dampf braucht man bekanntlich Wasser. Ohne dies geht es nicht. Wo kommt der trockene Dampf denn her? Lothar Zima (Tip Top): Wasser brauchen wir schon, aber das Verfahren ist umweltgerecht im Einklang mit dem WHG § 19 und verbraucht nur ca. zwei Prozent der Wassermenge gegenüber den herkömmlichen Verfahren. Dadurch verkürzt sich die notwendige Reinigungszeit und der Betreiber braucht vor Beginn der Reinigung keinerlei Kücheneinrichtung räumen oder demontieren. Der Schornstein: Und wie kommt der trockene Dampf nun in die letzten Winkel der RLT Anlagen? Lothar Zima (Tip Top): Dies erreichen wir durch den konsequenten nachträglichen Einbau von Revisionsklappen. Nur so werden alle Abschnitte der Anlagen für eine spätere Kontrolle zugänglich. Der Schornstein: Was ist mit der Chemie? Lothar Zima (Tip Top): Erst einmal werden durch die umweltfreundlichere Trockendampfmethode stark fettverschmutzte Küchenabluftanlagen umweltgerecht und kostengünstig gereinigt. Das ist ein wesentlicher Vorteil. Die von uns verwendete Chemie ist biologisch abbaubar und steht im Einklang mit dem Wasserhaushaltsgesetz. Der Schornstein: Somit bietet ihr Verfahren allen Betreibern von RLT-Anlagen, ohne Mehrkosten, die aktuellen Umweltschutzmaßnahmen konsequent umzusetzen und einzuhalten? Lothar Zima (Tip Top): Genau, umweltgerecht und kostengünstig. Reinigungsvorgang: Zuerst wird der vorhandene Ventilator vom Stromnetz getrennt. Danach erfolgt die Abdichtung der Dunstabzugshaube, Grill, Friteuse und anderer Kücheneinrichtungen mit Schutzfolie. Anschließend wird eine Überprüfung vorhandener Ablaufstutzen und Revisionsklappen vorgenommen. Sind diese nicht vorhanden werden sie in der notwendigen Anzahl eingebaut. Danach erfolgt die Bedampfung der Anlage in entsprechenden Anschnitten der senkrechten und waagerechten Luftleitungen. Im Anschluss wird die angefallene Fettflotte beseitigt. Während der Bedampfung erfolgt die Reinigung der Innenfläche der Dunstabzugshaube, der Fettfilter und des Ventilators. Zum Schluss erfolgen noch notwendige optische Reinigungsleistungen. Um den Betriebsablauf in den zu reinigenden Objekten nicht zu behindern, erfolgt diese im Wesentlichen in den Nachtstunden, an Schließtagen und in den frühen Morgenstunden.

Ausgabe: 47 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Ist die häusliche Räucherkammer heute noch zeitgemäß? In unserer ländlichen Gegend hier in der Altmark, wo das Leben auch heute noch in gemäßigten Bahnen verläuft, wo auf den Straßen das Autofahren noch Spaß macht. Auch die geplante Autobahn, die das flache Land durchschneiden wird, würde der Schönheit unserer Gegend keinen Abbruch machen, wo Rauch von Ofenheizung die Luft schwängert, wo kaum Tourismus Urlauber in Scharen ansiedelt, hier ist das Leben noch lebenswert. So sagen es viele Landwirte und beherzigen ihr Tun: es wird Gemüse angebaut, es wird Spargel geerntet, es werden Pferde gezüchtet und Schafe und Schweine geschlachtet. In den großen Hofstellen, wo das Altenteil noch bewohnt ist, weil Großvater auch noch was zu sagen hat, da wird wieder geräuchert. Ob Wurst oder Speck, die alte Räucherkammer auf dem Boden muss wieder herhalten. Opa sagt, in der Räucherkammer ist doch die große Blechklappe im Schornstein, wo der schwarze Mann in den Kamin klettern muss. Ja, so war das bis zur Wende. Dann kam die Öl- oder Gasheizung und der alte Schornstein blieb unbenutzt, weil Wurst und Speck aus großen Industriebetrieben kam. Das Gemüse kam aus Holland und Spanien, Südfrüchte aus Übersee. Und die Räucherkammer ? – sie blieb zwar erhalten, aber ist sie noch zu gebrauchen für die alten Gewohnheiten, die wieder neu mit Leben erwachen: Fragen wir den Schornsteinfeger und die Bauaufsichtbehörde Die Räucherkammer für den privaten Gebrauch ist ein Bauwerk meist innerhalb eines Gebäudes, sie ist im rechtlichen Sinne eine Feuerstätte, in der aber Fleisch und Wurstwaren durch Rauch konserviert und dadurch geschmacklich verfeinert und für den Verzehr aufbereitet wird. Welche baulichen Anforderungen werden gestellt, um eine alte Räucherkammer wieder voll funktionstüchtig und gebrauchsfähig erscheinen zu lassen, welche brandschutztechnischen Forderungen sind einzuhalten und wo finden wir Hinweise zu den Forderungen? Nach Durchsicht des Textes der Feuerungsverordnung (FeuVO vom 22. November 1996 (GVBl. LSA S. 362, zuletzt geändert am 14. 12. 2001 (GVBl. LSA 56/2001) ist festzustellen, dass der Begriff Räucherkammer nicht enthalten ist. Man könnte die DIN 18895 – Feuerstätten für feste Brennstoffe zum Betrieb mit offenem Feuerraum zur Entscheidungsfindung mit heranziehen, ebenfalls kann die Definition Abgasanlage in Betracht gezogen werden. In der alten Deutschen Bauordnung von 1958 sind Hinweise zur Räucherkammer in den §§ 79–83 enthalten, die im Wesentlichen der heutigen Gesetzgebung nicht widersprechen. Schornsteine und Räucherkammern unterliegen je nach Landesrecht der Kehrpflicht nach KÜO/KÜVO. Aufstellungsempfehlung* 1. Die Errichtung oder Aufstellung von häuslichen Räucherkammern oder Stahlräucherschränken ist verboten: – auf Spitzböden – auf Böden oder in Räumen, wo brennbare Stoffe gelagert werden – in Bodenräumen, mit einer brennbaren Dacheindeckung (Rohr, Stroh, Holzschindeln). 2. Das Aufstellen von Stahlräucherschränken in Räumen oder auf Dachböden ist unter folgenden Bedingungen gestattet: – sie müssen auf einer feuerfesten Unterlage (F 90) stehen und mit einer Wand (F 90) von 150 mm Höhe allseitig umwehrt sein. Das lichte Maß der 150 mm hohen Seitenwände muss zu allen Seiten des Räucherschrankes mindestens 150 mm betragen. 3. Die Abstände vom Räucherschrank müssen allseitig betragen: – zu verputztem (F30) Holzwerk 250 mm – zu unverputztem oder unverkleideten Holzwerk 500 mm. 4. Bautechnische Forderungen Aus der Sicht des Brandschutzes ist eine sichere Inbetriebnahme dieser Anlagen gewährleistet, wenn mindestens die nachfolgenden Anforderungen eingehalten werden: 1. Die Fußböden, Wände und Decken von gemauerten Räucher­kammern müssen mindestens dem Feuerwiderstand F 90 entsprechen. 2. Auflagerungen zur Aufnahme der Spieße müssen nichtbrennbar sein. Die Spieße aus Holz müssen astfrei sein und dürfen keinen Drehwuchs haben. Die Fasern müssen parallel zum Schnitt verlaufen. Für Spieße ist möglichst gewachsenes Holzmaterial zu verwenden. 3. Die Türen sind dichtschließend aus nichtbrennbaren Materialien zu fertigen und müssen in einen Falz schlagen, der seitlich und oben 30 mm und unten 10 mm betragen muss. Vorhandene Türen aus Eichenholz müssen innen mit Blech beschlagen sein. Es muss eine Schwelle mindest in einer Höhe einer Ziegelsteinflachschicht vorhanden sein. Bei brennbaren Böden vor der Räucherkammertür ist eine Vorlage aus nichtbrennbarem Material vorzusehen. Die Lüftungsöffnungen müssen mit einem dichten Drahtgeflecht versehen sein. 4. Zur Aufnahme des Schmokfeuers ist ein Schmokherd mit einer Seitenhöhe von 400 mm zu errichten, der einen eigenen Boden und Wände aus F 90 haben muss. Er ist mit einer nichtbrennbaren dachförmigen Abdeckplatte zu versehen, deren Schräge 60 Grad nicht überschreiten darf. Die Abdeckplatte ist gegen Abgleiten vom Schmokherd zu sichern und ist so herzurichten, dass das auf die Platte eventuell tropfende Fett nicht in das Schmokfeuer gelangen kann, evtl. zusätzlich sichern, durch Aufkanten der tiefliegenden Ränder der Platte. 5. Die gemauerte Räucherkammer muss unmittelbar, d. h. ohne Zwischenschaltung von Rauchrohren, mit dem Schornstein in Verbindung stehen. Der Anschluss zum Schornstein ist mit einem Reinigungsverschluss zu versehen, um Falschluftzuführung nach dem Benutzern der Räucherkammer zu verhindern. 6. Bei Räucherkammern für Haushalte dürfen Rauch- und Abgas (Abluft-Wrasen) gemeinsam mit einer Feuerstätte aus dem gleichen Bereich (Haushalt) in einen Schornstein geleitet werden. 7. Eine häusliche Räucherkammer sollte nachfolgende Abmessungen nicht überschreiten: – Höhe 2200 mm – Breite 1500 mm – Länge 2500 mm (lichte Maße). *Literaturhinweis: Auszüge aus dem Handbuch für Ehrenamtliche Beauftragte der Staatlichen Bauaufsicht (Berlin, Februar 1987), Auszug aus dem ehemaligen Arbeits­grundlagenkatalog der Schorn-steinfeger (Bezirk Magde-burg) und der Bauordnung aus dem Jahr 1958, sowie der Zuarbeit und Durchsicht durch das Ministerium für Bau und Verkehr Sachsen-Anhalt, Herr Dipl.-Ing. G. Schablinski (12. März 2003). Günther Schoppenhauer

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Einbau von Abgasleitungen für Feuerstätten mit Verbrennungsluftversorgung über den Ringspalt Erfolgt der Einbau einer Abgasleitung in einen vorhandenen, zuvor mit festen Brennstoffen betriebenen Schornsteinzug sollte es nicht dazu kommen, dass verunreinigte Verbrennungsluft in das neu installierte Gerät gelangt. Saubere Verbrennungsluft ist die Grundlage für einen störungsfreien Betrieb und ein langes Leben einer Feuerstätte. Verunreinigte Verbrennungsluft als Ursache für verstärktes Auftreten von Korrosionsschäden und Störungen an Feuerstätten veranlasst dazu, nachfolgend die Hinweise in den Montage-, Betriebs- und Bedienungsanleitungen von namhaften Herstellern, die eigens auf diese wichtige Voraussetzung hinweisen, zu zitieren. VIESSMANN Vor der Montage muss der zuständige Bezirksschornsteinfegermeister prüfen, ob der zu verwendende Schacht geeignet und zulässig ist. Schächte, an denen vorher Öl- oder Festbrennstoffkessel angeschlossen waren, müssen durch den Schornsteinfeger gründlich gereinigt werden. Es dürfen keine lösbaren Ablagerungen (insbesondere Schwefel- und Rußrückstände) auf der Innenoberfläche des Schornsteins verbleiben ... BUDERUS Wird über einen bestehenden Schornsteinschacht Verbrennungsluft angesaugt, so ist der Schornstein grundsätzlich vom Bezirksschornsteinfegermeister reinigen zu lassen. Das gilt insbesondere dann, wenn dort vorher Ölfeuerstätten oder Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen waren. Ist nach erfolgter Reinigung eine erneute Staubbelastung durch brüchige Schornsteinfugen zu erwarten, so sind geeignete Gegenmaßnahmen (z. B. Ausschleudern) zu treffen. VAILLANT Bei ehemals ölbefeuerten oder mit festen Brennstoffen befeuerten Schornsteinen, die zur Verbrennungsluftzufuhr genutzt werden sollen, wird empfohlen, dass der Schornsteinfeger den in Frage kommenden Zug überprüft und reinigt, bevor die Abgasleitung installiert wird. Ist eine ausreichende Reinigung/Überprüfung des Schornsteins nicht möglich (z. B. aufgrund konstruktiver Gegebenheiten), so sollte die Anlage raumluftabhängig betrieben werden. BRÖTJE Schächte, die zuvor als Schornsteine für Öl- oder Feststoff-Feuerungsanlagen dienten, dürfen nicht verwendet werden. An den Innenwänden der Schornsteine haftet Ruß, der mit Schwefel und Halogenkohlenwasserstoffen belastet ist. Der Ruß kann mit der Verbrennungsluft in den Kessel gelangen und zur Korrosion führen. JUNKERS Bei Abgasführung von Öl- und Festbrennstofffeuerstätten ist eine gründliche mechanische Reinigung erforderlich. Die Innenoberflächen der Schachts sind zu versiegeln, um Ausdünstungen von Rückständen im Mauerwerk zu vermeiden (z. B. Schwefelanteile). SIEGER Es darf keine Verbrennungsluft über einen bestehenden Schornsteinschacht angesaugt werden, wenn Öl-Feuerstätten oder Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen waren oder wenn eine Staubbelastung durch brüchige Schornsteinfugen zu erwarten ist. Frank Hampe Technischer Innungswart Schornsteinfegerinnung im KB Halle/Saale

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Gasfeuerstätte und Festbrennstoff-Feuerstätte an nebeneinanderliegenden Schornsteinzügen – was ist zu beachten? Der Trend zur Zusatzfeuerstätte, welche oft mit Holz betrieben werden, ist im häuslichen Wohn­bereich in letzter Zeit deutlich zu erkennen. Dies ist hinsichtlich der Verwendung von natürlich nachwachsenden Rohstoffen und der daraus resultierenden niedrigen Umweltbelastung eine erfreuliche Entwicklung. Bei der Planung und Errichtung solcher Feuerstätten gibt es einiges zu beachten. Der nachfolgende Beitrag soll einen Überblick und eine Planungshilfe geben für den Fall, dass die Abgasabführung einer Gasheizung und der Festbrennstofffeuerstätte über benachbarte Schornsteinzüge erfolgt (Bild 1). Bild 1: Abgasleitung neben Rauchschornstein Bei der Betrachtung von Bild 1 stellt sich die Frage was ist, wenn neben einem Schornstein, an dem Feuerstätten für feste Brennstoffe angeschlossen sind, eine Abgasleitung eingebaut ist? Die Gasfeuerstätte darf auch bei raumluftunabhängiger Betriebsweise keine Abgase von anderen Feuerstätten ansaugen.

Um dies zu vermeiden, ist die raumluftabhängige Betriebsweise, d. h. die Feuerstätte entnimmt die Verbrennungsluft aus dem Aufstellraum, die einfachste Lösung. Meistens wird die Feuerstätte im Keller aufgestellt und hier kann die Feuerstätte ganz einfach über definierte Öffnungen oder Undichtigkeiten mit Verbrennungsluft von außen versorgt werden. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, der Feuerstätte Verbrennungsluft von außen her, über dichte Leitungen zuzuführen (z. B. Ausführungen nach den TRGI: C52, C53, C62, C62x, C63, C63x, C82, C82x, C83, C83x). Hierbei sind die Herstellerangaben zu berücksichtigen. Besteht für den nebenliegenden Schornstein auch Rußbrandgefahr, z. B. wenn ein mit Holz beheizter Kamin- oder Kachelofen angeschlossen ist, so muss die Mündung der Abgasleitung zusätzlich auch brandsicher ausgebildet sein. Dies ist so auszuführen, dass bei raumluft­unabhängiger Betriebsweise und Verbrennungsluftversorgung über den Ringspalt eine Ansaugung von Abgasen zur Verbrennungsluftversorgung vermieden wird. Beide Bedingungen sind erfüllt, wenn die Mündung des Schornsteins und der Abgasleitung durch eine mindestens 2 cm dicke und mindestens 40 cm hohe, senkrecht angeordnete Platte aus mineralischem Baustoff getrennt wird (Bild 2), oder die Mündung des Schornsteins um mindestens den 2-fachen Innendurchmesser verlängert wird, z. B. durch ein Abströmrohr aus Edelstahl (Bild 3), oder die Mündung nach Bild 4 ausgebildet ist. Die Mündung der Abgasleitung gilt als brandsicher, wenn die Abgasleitung und deren Formteile bis ca. 30 cm unterhalb der Mündung aus nichtbrennbaren Baustoffen (z. B. Edelstahl) hergestellt werden (siehe Bild 5). Das letzte Rohrstück der Abgasleitung darf nicht zu lang über den Schachtaufsatz bzw. die Ringspaltabdeckung hinausragen. Herstellerhinweise, Einbauanleitungen oder Angaben in den Zulassungen müssen beachtet werden. Sind keine Angaben vorhanden, ist das letzte Rohrstück bis auf 3–5 cm oberhalb des Schachtaufsatzes bzw. der Ringspaltabdeckung zu kürzen. Dies beugt im Winter einer Vereisung vor und bietet, insbesondere für Abgasleitungen aus Kunststoff, weniger Angriffsfläche für UV-Einwirkungen. Lässt der BSM all diese Betrachtungen mit in seine Beurteilung zum Anschluss der o. g. Feuerstätten an Schornsteine einfließen, steht einer langen ungestörten Betriebsweise der angeschlossenen Feuerstätten hinsichtlich der im Beitrag behandelten Thematik nichts mehr im Wege. Frank Hampe Technischer Innungswart Schornsteinfegerinnung im KB Halle/Saale

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Ministerpräsident Böhmer eröffnete Messe Umweltministerin Wernicke informiert sich über den Energiepass „Das gesamtdeutsche Politikmanagement muss die besondere wirtschaftliche Situation der neuen Bundesländer berücksichtigen,“ forderte der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, am Samstag (15. 2. 2003) bei der Eröffnung der mitteldeutschen Handwerksmesse in Leipzig. Böhmer hat die Schirmherrschaft für die Messe inne, die zum sechsten Mal stattfindet. In seiner Ansprache forderte er „eine Steuergesetzgebung, die das Handwerk überleben lässt“. Kritisch äußerte er sich zur Ökosteuer, weil sie „für das Handwerk jeden Kilometer verteuert“, und zu den Überlegungen, die Vermögensteuer wieder einzuführen. Ausdrücklich hob der Ministerpräsident den mitteldeutschen Charakter dieser Messe und die erfreulichen Beispiele der länderübergreifenden Kooperation hervor. „Diese Messe kann den Wirtschaftskreislauf nicht erschaffen, doch sie kann ihn beschleunigen und steuern,“ betonte Josef Rahmen, Geschäftsführer der Leipziger Messe GmbH, in seiner Ansprache. Er bezeichnete die mitteldeutsche Handwerksmesse als „riesige Vitrine der Leistungskraft des Mittelstands“ und nannte sie ein „Pflichtprogramm für aktive Unternehmen“. Der sächsische Staatsminister für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Martin Gillo, würdigte den Meisterbrief als „Garant für Spitzenprodukte“. Die Meisterrolle solle verstärkt als Zeichen für Top-Qualität genutzt werden. Die mitteldeutsche Handwerksmesse vom 15. bis 23. Februar 2003 auf dem Leipziger Messegelände zeigt die Innovationskraft eines traditionsreichen Wirtschaftsbereichs am Beginn des 21. Jahrhunderts. 240 Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und dem südlichen Brandenburg präsentierten ihr Leistungsspektrum. In der fünfjährigen Geschichte der Messe hat der Stand des Schornsteinfegerhandwerks eine gute Tradition. Bereits im zweiten Jahr wird unser Stand unter der Schirmherrschaft der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. organisiert. Dem aktuellen Trend folgend hat sich das Erscheinungsbild des Schornsteinfegerstandes gewandelt. Hauptaugenmerk liegt jetzt auf umweltfreundliches Heizen mit Holz. Das wir mit diesem Thema voll ins Schwarze getroffen haben, wurde durch den nicht abreißen wollenden Besucheransturm deutlich. Mehr als 75% aller Anfragen bezogen sich auf Zusatzfeuerstätten. Als Grund für dieses Phänomen kommt nach einer nicht repräsentativen Umfrage den steigenden Energiepreisen eine tragende Rolle zu. An zweiter Stelle rangieren die momentanen politischen Ereignisse. Auch die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Petra Wernicke, hat diesen Trend erkannt. Als Gast des Präsidenten der Handwerkskammer Halle, Thomas Keindorf, hat sie sich am Stand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks über den sächsichen Energiepass informiert. Das Schornsteinfeger mit dieser Initiative nicht nur Glück bringen, sondern aktiven Umweltschutz leisten, davon ist die Ministerin überzeugt. Bleibt zu hoffen, dass der konsequente Vollzug der EnEV auch in Sachsen-Anhalt in absehbarer Zeit Realität wird. Fazit: Nach fünf Jahren ist die mitteldeutsche Handwerksmesse mit 160 000 Besuchern eine Schlüsselveranstaltung für die regionale Wirtschaft. Der Stand des Schornsteinfegerhandwerks ist Dank des hohem Engagement der betreuenden Kollegen ein beliebter Anziehungspunkt für neutrale Beratung rund ums Heizen, aber auch immer stärker als Ratgeber für sinnvolle Energiesparmaßnahmen. Torsten Kiel

Ausgabe: 47 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 47 - 1/2003 )

Kollision neuer Heizgenerationen

Wer hätte das gedacht: In der Tat pilgerten Tausendschaften nach Leipzig auf die mitteldeutsche Handwerksmesse und blieben am Stand der Schornsteinfeger stehen – als wäre >>DER SCHORNSTEIN<< ein Prophet. Nun konnte die geballte „Besatzung“ des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks eine wahrhaft wirklich sehr gute Beratung bieten. Unzählige Bürger nutzten die Gunst der Stunde, sich umfassend über das Heizen mit Holz zu informieren. Aber nicht nur das: Die mitteldeutschen Schornsteinfeger leisteten auch Aufklärungsarbeit. Dank an dieser Stelle allen Standbetreuern im Namen der drei Landesinnungsmeister. Aber Heizen mit Holz bzw. allgemein festen Brennstoffen birgt Gefahren, die vor Jahren abwinkend als lächerlich abgetan wurden. Moderne Feuerungsanlagen erforderten moderne Abgassysteme. Diese wurden allerdings in der unmittelbaren Strömungsrichtung von damals stillgelegten Rauchschornsteinen installiert. Dass sich tatsächlich ein Eigenheim-Bauherr einen „altmodischen“ Kamin einbauen würde, konnte sich die Fachwelt damals scheinbar nicht vorstellen. Werden doch schließlich immer noch neue Regelwerke am momentan geglaubten Endstadium der menschlichen Erkenntnis bemessen, ohne Einkalkulation eventueller „Rückbesinnungen“. Nun passiert genau das, wovor das Schornsteinfegerhandwerk seit Jahren warnt: Die Kollision moderner Heiztechnik mit dem Grundbedürfnis eines jeden Menschen, dem Erlebnis Feuerstätte. In jedem steckt schlussendlich ein geheimer Pyromane, wohl dem der das Feuer mit einer Feuerstätte bezähmt. Aus genau diesem Grunde sah sich die Fachzeitschrift DER SCHORNSTEIN dazu veranlasst, Grundregeln zu veröffentlichen, die moderne und klassische Abgasmündung in Einklang bringen. Lesen Sie bitte unbedingt die Beiträge ab Seite 4. Aber nicht nur das Heizen mit Holz erfreut sich wachsender Beliebtheit. Auch die Hausschlachtung gewinnt wieder an Attraktivität. Räucherkammern werden wieder in Betrieb gesetzt und ganze Gemeinden laben sich an Opa´s neuem gesunden Öko-Hausschwein. Was beim Betrieb häuslicher Räucherkammern unbedingt zu beachten ist, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Alte Normen wurden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bau und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt ausgewertet. Jahrhunderte Bewährtes hat es meist in sich. Anderes Thema: Die größte Gaudi im Schornsteinfegerhandwerk ist unbestritten die alljährliche Skilanglaufmeisterschaft. In diesem Jahr fand sie in Masserberg in Thüringen statt. Unzählige schwarze Schneespalter schnallten sich die schmalen Bretter an, um dem DSV zu zeigen, was eine Harke ist. Gäbe es im deutschen Sport einen Preis für Zunftspektakel, bekämen ihn wahrscheinlich die schwarzen Skihasen. Es widerspricht jedweder Erklärungskunst, dieses Spektakel in Worte zu fassen. Es geht einfach nicht. Man muss dabei gewesen sein, um sich eine Meinung zu bilden. In diesem Sinne freuen sich die Teilnehmer und Organisatoren schon auf die kommende schwarzwinterliche Saison.

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Masserberg, Austragungsort der 23. Internationalen Deutschen Skilanglaufmeisterschaften für Schornsteinfeger/Kaminkehrer am 7. und 8. Februar 2003
Masserberg, der älteste Ferienort (870 Einwohner) des oberen Waldgebietes im Landkreis Hildburghausen liegt im Thüringer Schiefergebirge, direkt am Rennsteig. Seine landschaftlichen und klimatischen Vorzüge, eine schneesichere Höhenlage von 803 m ü. d. M. und die Ruhe lockten schon um die Jahrhundertwende die ersten Feriengäste auf die Rennsteighöhe. Mit dem Bau des Kurhauses sowie Hotels und Pensionshäuser zwischen 1905 und 1920 erlebte der abgeschiedene und bis dahin unbekannte Waldort den ersten Aufschwung im Fremdenverkehr. Von bescheidenen Anfängen hat sich Masserberg zu einem der bekanntesten Ferienorte Thüringens entwickelt. Es entstanden touristische Unterkünfte wie die Rennsteigwanderhütten, Pensionen, Ferienwohnungen und Ferienhotels. Masserberg hat bereits eine lange Tradition als Kur- und Erholungsort und erhielt 1999 das Prädikat „Heilklimatischer Kurort“.
Die herrliche Lage des von Waldwiesen, Fichten- und Buchenwäldern umgebenen Ortes ermöglicht zu jeder Jahreszeit auf gut markierten Wegen Wanderungen in alle Himmelsrichtungen. Der Winter hat in Masserberg und Umgebung seinen ganz besonderen Reiz. Romantische Fahrten mit dem Pferdeschlitten durch tiefverschneite Wälder oder geführte Wanderungen, ob zu Fuß oder per Ski, bringen Ihnen die Natur nahe.
Ein Skihang mit Skischlepplift und Skiwiesen im Ort und dessen unmittelbaren Nähe geben alpinen Skiläufern ein gutes Betätigungsfeld.
Weitere Informationen zur Skilanglaufmeisterschaft erhalten Sie über
Herrn BSM Gerhard Weiß,
Langer Graben 46, 99092 Erfurt,
Tel. 0361/2256735
Zimmerreservierung
über die Masserberg-Information:
Hauptstraße 37,
98666 Masserberg,
Tel. 036870/57015,
www.masserberg.de

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Neue innovative Wege der Schornsteinfeger-Innung Erfurt mittels eines Workshops
In Craula fand am 18. September erstmalig eine derartige Veranstaltung statt. Durch die Verknüpfung von Theorie und Praxis erhoffte sich der Vorstand einen Erfolg.
Nach meinem Besuch kann ich sagen, dass dieses Konzept voll aufgegangen ist. Durch die Branchenvielfalt und Qualität der Aussteller konnte eine hohe Anzahl der Kollegen angesprochen werden. Die Heizkesselhersteller Buderus und Vaillant erläuterten ihre neuen Produkte und die dazugehörigen Abgassysteme.
Nach einer kurzen Einführung in die Bandbreite der Produkte wurde in Einzelgesprächen über Problematiken in der Praxis diskutiert. Aber auch Softwarehersteller und Anbieter für Schornsteinfegerbedarf waren vertreten. Diese erfüllten spezielle Kundenwünsche und hatten ein offenes Ohr für Anregungen.
Für das leibliche Wohl sorgten Mitglieder der Innung.
Innungsobermeister Thomas Menge möchte sich auf diesem Wege bei allen Beteiligten, die für den Erfolg beigetragen haben, recht herzlich bedanken.
PW Jens Rödiger
"

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Vom 27. bis 29. September 2002 fand zum zweiten Mal die Messe „Haus und Technik“ auf dem Messegelände in Erfurt statt. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen lies es sich natürlich nicht nehmen, durch einen eigenen neuen Messestand Präsenz zu zeigen. Ziel ist es gewesen, den Besuchern durch aktive Kundenansprache das Schornsteinfegerhandwerk in Sachen Kompetenz, Qualität und Service darzustellen.
Über 6000 Personen, vorwiegend sachkundiges Publikum, füllten die Messehallen. Durch den vom Veranstalter gesetzten Schwerpunkt in den Sparten Solartechnik und Heizen mit Holz, war es uns überaus wichtig, an diesen drei Tagen gezielt zu beraten. Manche Bürger kamen am 2. oder 3. Tag sogar mit ihrer Bauzeichnung, um konkrete Auskünfte vom Schornsteinfeger zu erhalten. Viele Leute schätzten unsere Produktneutralität hoch ein, und sagten, dass diese bestehende Form im Schornsteinfegerhandwerk eine „tolle Sache“ ist. Man muss auch sagen, dass der Trend zum „Heizen mit festen Brennstoffen“ wieder einmal sich voll und ganz bestätigte. Infobroschüren zu diesem Thema waren immer schnell vergriffen. Dies liegt sicherlich an den gestiegenen Brennstoffkosten, aber auch an eine Rückbesinnung an die wohlige Wärmeabgabe eines Kamines oder Kaminofens. Uns soll es nur recht sein, denn eine umweltfreundliche Alternative ist immer willkommen.
Ein Blickfang für die Besucher war auch die ausgestellte Mess- und Überprüfungstechnik. So manches „Kind im Manne“ wurde geweckt, als er die Schornsteinkamera selber bedienen durfte.
Das Resümee aus dieser Messe ist, dass die Präsenz des Schornsteinfegers ein wichtiger Teil für die Zukunftssicherung ist.
Ich möchte auch nicht vergessen, mich bei allen Kollegen, die für das Gelingen ihren Beitrag geleistet haben, zu bedanken.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Am 5. und 6. Oktober fand der alljährliche Thüringentag in Sonneberg statt. Das Schornsteinfegerhandwerk, als beliebter Aussteller, wollte auch in diesem Jahr wieder präsent sein.
Die Innung Südthüringen, unter der Leitung des Innungsobermeisters Werner Truthahn, mit dem gesamten Vorstand und seinen Mitgliedern, erfüllten einen Infostand in der Sonneberger Altstadt mit Leben.
Informativ und werbewirksam wurde dieser gestaltet. In diesem würdigen Rahmen wurde auch eine Freisprechung zum Gesellen durch den IOM Werner Truthahn durchgeführt.
Einen weiteren Höhepunkt stellte der Besuch unseres Ministerpräsidenten und Ehrenschornsteinfegermeisters Dr. Bernhard Vogel dar. Bei Erläuterungen über den aktuellen Berufsstand, speziell in der Region Sonneberg, sagte Werner Truthahn dass das Schornsteinfegerhandwerk den heutigen Herausforderungen zeitgemäßer Technik eines modernen Marktes gewachsen sei. Es ist auch geprägt durch Traditionsbewusstsein. Darin liegt auch die Stärke des Schornsteinfegerhandwerkes.
Am Sonntag, den 6. Oktober, wurde der Thüringentag mit dem traditionellen Festumzug beendet.
Der Vorstand der Innung Südthüringen bedankt sich bei allen Kollegen, die zum Gelingen beigetragen haben.
PW Jens Rödiger

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Nach einjähriger Pause fand in diesem Jahr bei der Handwerkskammer Magdeburg wieder ein Meisterprüfungsvorbereitungslehrgang statt.
An diesem Lehrgang nahmen 25 Gesellen bzw. Gesellinnen des Schornsteinfegerhandwerkes aus Sachsen-Anhalt und dem benachbarten Mecklenburg-Vorpommern teil.
Der Meisterprüfungsvorbereitungslehrgang und die darauffolgenden schriftlichen Prüfungen wurden in den Räumen des Berufsbildungszentrums der Magdeburger Handwerkskammer durchgeführt. Kollegen und Dozenten aus den verschiedenen Fachgebieten versuchten den Teilnehmern das nötige Wissen zu vermitteln.
Dem Vorbereitungslehrgang folgte die Meisterprüfung. Nach dem schriftlichen Teil II der Prüfung absolvierten die Teilnehmer die praktische Prüfung in Teil I. Diese wird vom Prüfungsausschuss nicht im Lehrkabinett, sondern praxisnah in verschiedenen Grundstücken abgenommen. Die Grundstücke befanden sich in den verschiedenen Stadtteilen von Magdeburg, so dass jeder Teilnehmer der Meisterprüfung an anderen Grundstücken mit verschiedenen Feuerungsanlagen sein neu erlerntes Wissen anwenden und sein Können unter Beweis stellen musste.
Dies war nur möglich mit der Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg, die uns den Zugang zu leerstehenden und bewohnten Häusern ermöglichte. Wir danken auch den Mietern, denn zur diesjährigen Abgaswegeüberprüfung kamen viele Schornsteinfeger und nicht wie gewohnt einer.
Bei den meisten Prüfungsteilnehmern zeigte die Prüfung, das notwendiges Wissen vorhanden ist, allerdings bestehen die Schwierigkeiten darin, das theoretisch erlernte Wissen zusammen mit der praktischen Tätigkeit vor Ort umzusetzen und die Ergebnisse anschließend schriftlich zu protokollieren.
Diese Schwächen lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Hilfe der einzelnen Betriebe und der persönlichen Bereitschaft der betreffenden Teilnehmer beseitigen.
Die Schornsteinfeger­meisterprüfungskommission für das Land Sachsen-Anhalt

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Auf der Innungsversammlung am 22. 11. 2002 in Halle/Peißen wurde das Amt des Obermeisters und des stellvertretenden Obermeister neu besetzt. Dies machte sich erforderlich, weil der bisherige Obermeister Thomas Keindorf (Halle/S.) für dieses Vorstandsamt nicht mehr zur Verfügung stand. Die Gründe hierfür liegen in seiner Funktion als Vizepräsident und amtierender Präsident der Handwerkskammer Halle/Saale und den damit geltenden Satzungsregeln. Für die Arbeit die Thomas Keindorf in unserer Innung als Obermeister geleistet hat, möchten wir uns im Namen aller Mitglieder und des Vorstandes bedanken. Er formte diese Innung vom Gründungstag der Großinnung im Februar 1995 bis zum Tage der Neuwahl im November 2002. Der Kollege Keindorf bleibt aber weiterhin dem Berufsstand erhalten. Er wurde im August 2002 um Landesinnungsmeister gewählt, was wiederum Satzungskonform ist. Die Innung und der Vorstand wünscht ihm in diesem Amt auch weiterhin viel Erfolg.
Der Kollege Heinrich Müller (Bernburg), stellvertretender Obermeister, zieht sich aus dem Vorstand auf Grund von gesundheitlichen Problemen zurück. Auch dem Kollegen Müller danken wir für die geleistete Arbeit in den zurückliegenden sieben Jahren und wünschen ihm weiterhin alles Gute in seinem Wirken.
Zum neuen Innungsobermeister wurde Gerhard Metz (Halle/S.) mit 95 Ja-Stimmen bei 28 Nein-Stimmen und 3 Enthaltungen gewählt. Für das Amt des stellvertretenden Obermeisters wurde der Kollege Daniel Börner (Bernburg) mit 74 Ja-Stimmen bei 40 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen gewählt. Da der Kollege Metz zum Obermeister gewählt wurde, musste das Amt des Technischen Innungswartes, das er vorher innehatte, neu besetzt werden. Zum TIW wurde der Kollege Frank Hampe (Halle/S.) einstimmig gewählt. Somit ist der Vorstand der Innung im Kammerbezirk Halle bis zur Neuwahl im November 2005 wieder vollständig und handlungsfähig. Der neue Vorstand möchte unter dem alten Motto „Einer für Alle – Alle für Einen“ in diesen schwierigen Zeiten, die anstehenden Aufgaben angehen und im Interesse des Erhalts des Berufsstandes alles Notwendige tun, dass wir auch in Zukunft frohen Mutes sagen können „Zum Glück gibt´s den Schornsteinfeger“.
Christian Plettner PW Schornsteinfegerinnung
im KB Halle/S."

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Die Tage und Nächte während des Katastrophenalarms und der Evakuierung verbrachte ich im Krisenstab der Stadt Kemberg. Einen Schornsteinfegerbetrieb gab es für mich während dieser Zeit nicht. Zumal auch mein Geselle Thomas Uhlisch als Kamerad der FFW ebenfalls evakuiert war und mit seinen Kameraden an den Dämmen der Elbe im Einsatz war. Viele Dörfer unseres Kehrbezirkes waren ebenfalls evakuiert oder es waren zumindest die Brenner der Ölheizungen ausgebaut. Zum Glück sind wir aber nicht „nass“ geworden. Jetzt waren wir wieder Schornsteinfeger und mussten feststellen, dass die ausgefallenen Arbeitstage bis Weihnachten nicht mehr aufzuholen sind. Ähnlich erging es meinem Kollegen Gerry Kring in Jessen.
Uneigennützig stellten alle Kollegen der oben genannten Kreisgruppe ihre Mitarbeiter für ein bis zwei Tage zur Verfügung.
Am 18. 11. 2002 pünktlich 7.30 Uhr standen 7 Gesellen bei mir und 5 Gesellen bei Koll. Kring in Jessen.
Hiermit möchte ich mich, auch im Namen von Gerry Kring, bei den 12 Kollegen Georg Konradowitz, Bernd Jennert, Wilhelm Meier, Uwe Röder, Heinz Wölfer, Heinrich Müller, Gerd Sander, Mario Meier, Frank Müller, Reiner Schmidt, Daniel Börner und Jürgen Ludwig sowie ihren Mitarbeitern Günther Biermordt, Alexander Brücher, Christoph Volk, Olaf Krägermann, Thomas Pötzsch, Frank Wachsmuth, Torsten Bachmann, Jochen Lehmann, Tino Kähler, Steffen Grabe, Jörg Horenburg und Peter Golke für diese Hilfe recht, recht herzlich bedanken.
Mit dem Dank sei die Hoffnung verbunden, dass aus diesem Anlass eine solche Hilfe nie wieder nötig sein wird.
Wenn je der Spruch auf unserem Wappen zutraf, dann für diese Hilfsaktion!
Dankeschön an Alle von den Kollegen Rainer Schubert und Gerry Kring!
"

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend
Bundesentscheidung 2002
Ausrichter des Leistungswettbewerbes der Handwerksjugend war im Jahre 2002 das Land Sachsen-Anhalt. Traditionell wird dieser Wettbewerb jährlich jeweils in dem Land des Bundesverbandstages durchgeführt.
Als Austragungsort für die Veranstaltung bot sich selbstverständlich unsere Schule des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks in Mörtitz an.
So trafen sich am Mittwoch, dem 06. 11. 2002 die besten jungen Gesellen des Jahrgangs 2002 der Gesellenprüfung aus 11 Bundesländern zum fairen Wettkampf.
Am Donnerstag und Freitag wurden dann von den Damen und Herren des Bewertungsausschusses in folgenden Fachgebieten die Punkte vergeben:
Kundengespräch, Dichtigkeitsprüfung, Messung/Abgaswegeprüfung, Technische Mathematik, Skizzieren und Technische Fragen. Von den 11 Kandidatinnen und Kandidaten wurden umfangreiche Kenntnisse und Fertigkeiten verlangt, es sollte schließlich auch der Bundessieger ermittelt werden.
Da ich das erste Mal im Bewertungsausschuss an dieser Veranstaltung teilnahm, war es ganz besonders erfreulich mitzuerleben, wie harmonisch dieser Wettstreit verlaufen ist. Die jungen Leute hatten in den Tagen in Mörtitz viel Spaß miteinander. Der Landesverband Sachsen-Anhalt hat als Ausrichter wohl auch zum guten Gelingen des Bundesentscheid’s beigetragen, in dem er eine Fahrt ins Kabarett „Die Kiebitzensteiner“ nach Halle mit anschließendem Essen organisiert und finanziert hat.
Für die ausgezeichnete Betreuung durch die Damen und Herren unserer Schule in Mörtitz möchte ich mich hiermit ganz herzlich bedanken. Der Schulleiter, seine Sekretärinnen, der Hausmeister, das Küchenpersonal und die Bedienung im Klubraum haben sich große Mühe gegeben diese Tage des Bundesentscheides für die jungen Leute und auch für den Bewertungsausschuss zu einem Erlebnis werden zu lassen.
Den krönenden Abschluss bildete am Freitagabend die Ehrung der Sieger. Aus diesem Anlass waren unser Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt und der Landesinnungsmeister des Landes Sachsen-Anhalt, Thomas Keindorf, angereist. Diese Herren nahmen gemeinsam mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, unserem Bundesberufsbildungswart Gunnar Thomas die Siegerehrung vor.
1. Platz:
Stefan Urban, Bayern
2. Platz:
Norman Berndt, Nordrhein-Westfalen
3. Platz:
Andreas Krause, Brandenburg
Der Kandidat Sachsen-Anhalts, Bastian Reschke aus der Altmark hat leider nur einen der hinteren Plätze belegt. Er hat mir jedoch bestätigt, dass ihm der Wettbewerb viel Spaß bereitet hat und es für ihn eine große Ehre war, daran teilnehmen zu können.
Im Anschluss an die Siegerehrung wurden die Erstplatzierten von den Vertretern der Firma Buderus mit Geldpreisen bedacht, die Firma Schiedel und ein Vertreter des ZdS überreichten allen Teilnehmern Erinnerungsgeschenke.
Mit einem gemütlichen Beisammensein aller Beteiligten klang der Bundesentscheid 2002 in guter Stimmung und Harmonie aus.
LBBW S. Hampe,
LIV Sachsen-Anhalt "

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Klaus Niemand hat über viele Jahre die Geschicke des Schornsteinfegerhandwerks in Sachsen-Anhalt maßgeblich mit bestimmt. Vier Jahre davon als Landesinnungsmeister, in denen er viel erreichen konnte. Somit war es nicht verwunderlich, dass sich zu seiner Verabschiedung aus dem Ehrenamt am 07. Oktober zahlreiche Gäste die Ehre gaben, die Klaus Niemand für sein langjähriges Wirken als Landesinnungsmeister danken und ihn würdig aus dem Ehrenamt verabschieden wollten.
In seiner Laudatio hob Landesinnungsmeister Thomas Keindorf die Liebe zum Beruf, den Sinn für Gerechtigkeit und Diplomatie hervor, die Klaus Niemand gerne in den Dienst unseres Berufes stellte.
Schon immer hatte Klaus Niemand neben seiner Tätigkeit als Bezirksschornsteinfegermeister Ehrenamtsaufgaben übernommen. He­rausragende Fixpunkte eines erfüllten Berufslebens waren die Fachtagung der Kammer der Technik 1978 in Wernigerode, die Arbeit als Kreismeister, Obermeister der Innung Magdeburg oder zuletzt als Landesinnungsmeister. Die Würdigung aller Verdienste des Ehrenlandesinnungsmeisters, so betonten es mehrere Redner des Tages, würde den Rahmen jedes Beitrages sprengen. Stellvertretend sei, der zweifelsohne krönende Abschluss seiner Ehrenamtstätigkeit, der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks in Halle, genannt. Dieser Verbandstag zeugte von der guten Arbeit unseres Landesverbandes und hatte große Resonanz, die sich weit über die Grenzen von Sachsen-Anhalt hinaus erstreckte.
Unter den Gratulanten der Verabschiedung waren der Präsident der Handwerkskammer Magdeburg, Klaus Medoch, und der Bundesinnungsmeister unseres Gewerkes, Hans-Günther Beyerstedt.
Präsident Medoch zeichnete Klaus Niemand mit der Ehrenurkunde der Handwerkskammer Magdeburg für hervorragende Verdienste um die Handwerksorganisation aus.
Für den Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks würdigte Hans-Günther Beyerstedt die Leistungen des Ehrenlandesinnungsmeisters. Er verlieh ihm die höchste Auszeichnung, die es im Schornsteinfegerhandwerk gibt, die goldene Ehrennadel. Beyerstedt verband in seiner Ansprache den Dank der „Schwarzen Männer“ für das große Engagement und mit einer Würdigung der Verdienste um das Handwerk. Einen besonderen Dank sprach der Bundesinnungsmeister auch Helga Niemand aus, die ihrem Mann immer den Rücken freigehalten hatte. Nur so könne Ehrenamtstätigkeit in hoher Qualität ausgeführt werden, sagte Beyerstedt.
Im Namen des Vorstandes des LIV Sachsen-Anhalt und aller Schornsteinfegerkollegen danken wir unserem Ehrenlandesinnungsmeister Klaus Niemand für sein beispielhaftes Wirken. Er hat viel für das Ansehen unserer Schwarzen Zunft getan. An seiner Leistung werden wir uns messen lassen müssen.
Zum Glück gibt´s den Schornsteinfeger
Der Vorstand des LIV Sachsen-Anhalt
"

Ausgabe: 46 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Die mittlerweile 3. überarbeitete Auflage der Loseblattwerk-Sammlung von Dr. Max-Jürgen Dohrn, dem ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages, wird derzeit an die Abonnenten versandt. Die nunmehr 29. Auflage (1084 Seiten) incl. Ordner kann natürlich auch komplett über den Erich Schmidt Verlag (www.erich-schmidt-verlag.de) zum Preis von 49,80 EURO bezogen werden. (ISBN 3 503 02570 7)
Dieses ergänzende Handbuch bietet nicht nur dem Bezirksschornsteinfegermeister die zur Zeit geltenden Wortlaute der Gesetze und Verordnungen. Auch Haus- und Grundbesitzer, deren Verbände und Behörden und Gerichte nutzen die Möglichkeit der unkomplizierten Aktualisierung. Inhaltlich finden die Nutzer des Sammelordners im Anhang neben der aktuellen Kommentierung des Gesetzes über das Schornsteinfegerwesen und der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen alle notwendigen Informationen über weitere, das Schornsteinfegerhandwerk tangierende Vorschriften. Ebenso wurden einschlägige Entscheidungen der Gerichte in das Werk eingearbeitet.
Die 29. Ergänzungslieferung beinhaltet u. a. die Energiesparverordnung sowie Änderungen des Schornsteinfegergesetzes der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes.

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Feierliche Übergabe der Gesellenbriefe in der Innung Leipzig
Am 02. 10. 2002 fand anlässlich der erweiterten Vorstandsitzung der Schornsteinfeger-Innung Leipzig, die feierliche Übergabe der Schmuckgesellenbriefe statt.
Nach einer Ansprache des OM J. Langer und des BBW H.-Peter Hilbert bekamen, unter dem Beifall aller Anwesenden, die neuen Gesellen ihre Urkunden und die Abschlusszeugnisse überreicht.
Die Übergabe war verbunden mit einem Blumenstrauß und einem kleinen, schornsteintypischen Geschenk.
Bei einem anschließenden kleinen Imbiss, verbunden mit einem Glas Sekt, wurden in Anwesenheit von mitgebrachten Gästen, Gespräche über die Erfahrungen der Lehrzeit und mögliche Zukunftspläne geführt.

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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Im schon traditionell festlichen Rahmen fand am 02. 10. 2002 die diesjährige Meisterfeier für 406 Jungmeister aus 16 Gewerken im Gewandhaus zu Leipzig statt.
Der Einmarsch der Fahnenträger wurde dieses Jahr durch weiblichen Charme schwungvoll und musikalisch durch „Aphrodites Töchter“ unterstützt.
Die anwesende namhafte Politprominenz nahm in ihren Festansprachen, den in die Diskussion geratenen Erhalt des Meisterbriefes zum Anlass, die derzeitige Politik der Bundesregierung zu kritisieren.
Wie goldenen die Zukunft des Handwerks tatsächlich ist, hänge nicht zuletzt von den politischen Rahmenbedingungen ab, so der Handwerkskammerpräsident Joachim Dirschka.
Auch der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt unterstützte in seiner ausführlichen Ansprache diese Kritik an der derzeitigen Bundesregierung. Er machte allen Anwesenden klar und richtete seinen Appell an die verantwortlichen Politiker, nur mit dem großen Befähigungsnachweis (Meisterbrief) hätten die Jungmeister das richtige Rüstzeug für die handwerkliche Zukunft in Deutschland.
Der Leipziger Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee war es dann, welcher in seinen Grußworten dem Handwerk wieder solche Zeiten wünschte, wo ein Auftrag an einen Handwerksmeister per Handschlag noch als Qualitätssiegel galt.
Mit Genugtuung konnten alle Anwesenden feststellen, Sachsens Politiker stehen hinter dem Handwerk und werden es auch in Zukunft in jeglicher Hinsicht unterstützen!
Den jeweils jahrgangsbesten Handwerksmeistern wurden dann aus den Händen der beiden Politiker die Schmuck-Meisterbriefe auf der Gewandhausbühne überreicht.
30 geladene Altmeister, welche den Meisterbrief vor 50 und mehr Jahren abgelegt hatten, erhielten traditionsgemäß den „Goldenen Meisterbrief“.
Nach der Festveranstaltung wurden dann die Gewerke zur Übergabe der Schmuck-Meisterbriefe in den Mendelsonsaal gebeten.
Zwei, im Schmuckanzug anwesende Schornsteinfegermeister erhielten ihre Meisterbriefe vom Vorstand Berufsbildung im ZIV Gunar Thomas, dem sächsischen Landesberufsbildungswart Wolfgang Matteg und den Berufsbildungswarten der Schornsteinfegerinnungen Dresden und Leipzig.
BÖA-Innung Leipzig
Matthias Steinberg

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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Innungsversammlung mit Vorstandswahlen im RP Leipzig

Am 02. 09. 2002 fand die diesjährige Mitgliederversammlung der Innung Leipzig in dem neuausgebauten Versammlungsraum in der mitteldeutschen Schornsteinfegerschule auf der „Roten Jahne“ in Mörtitz statt.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung standen die Neuwahlen des Vorstandes mit den Wahlen der Ausschüsse und der Delegierten zum LIV Sachsen.
Als Gast konnte der neugewählte sächsische Landesinnungsmeister Hartmut Kettner begrüßt werden.
Nach der Eröffnung und Begrüßung durch den Obermeister Dietmar Kern wurde die Ehrung des BSM Gerhard Wiesner für „50 Jahre Schornsteinfeger“ unter dem Beifall der fast vollzählig erschienenen Innungsmitglieder durchgeführt und eine Ehrenurkunde übergeben.
Es folgten die einzelnen Geschäftsberichte, wobei die Vorbereitung einer neuen KÜVO ein wichtiges, diskutiertes Thema war.
Darüber hinaus bekräftigten die Redner, dass bei künftigen Tarifverhandlungen, Sachsen in eine Tarifgruppe „Ost“ eingegliedert werden sollte. Es war die einstimmige Meinung aller Anwesenden, dass eine Steigerung der Gesellenlöhne, ausgehend von der gegenwärtigen betriebswirtschaftlichen Situation, unzumutbar sei.
Ein weiteres, spezielles Thema waren die Auswirkungen der Flutkatastrophe im Regierungsbezirk Leipzig und der dadurch betroffenen Kehrbezirke. Es wurde festgestellt, dass insgesamt vier BSM unmittelbar durch den Verlust der Werkstatt und der Betriebsfahrzeuge, sowie 14 BSM mittelbar durch teilweise große Verluste von Arbeitswerten in unvorhergesehene Schwierigkeiten geraten sind. Schon kurz nach der Flutkatastrophe beriet sich der Innungsvorstand mit den betroffenen Kollegen und versuchte schnelle und unbürokratische Hilfe zu gewähren. Nach der Vorstellung der Jahresrechnung (Jahresabschluss 2001) erfolgte nach den Ausführungen der Kassenprüfer die Entlastung durch die anwesenden BSM der Innung Leipzig. Mit der Vorkalkulation der Haushaltsplanvorstellung für 2003 und der dafür erforderlichen Beschlussfassung wurde das Thema Kasse beendet.
Danach machte LIM Hartmut Kettner Ausführungen zur geplanten Arbeitsweise im LIV-Vorstand und bat alle anwesenden Kollegen um rege und gute Zusammenarbeit, auch und vor allem in Problemsituationen. Er unterstrich u. a. in seinem Vortrag die Wichtigkeit, dass die BSM auf politischer und kommunaler Ebene ihren Einfluss geltend machen sollen.
Der LIM regte an, in den Innungen darüber zu diskutieren, inwieweit die Bildung einer Landesinnung von den BSM gewollt sei und wie ein solches mögliches Ziel erreicht werden könnte. Er wies darauf hin, dass mit sinkenden Kehrbezirkszahlen, auch die Finanzierungssituation in den Innungen komplizierter wird. An der anschließenden Diskussion beteiligten sich die Innungsmitglieder mit großem Interesse.
Es schlossen sich die Neuwahlen des Innungsvorstandes an, wobei der Obermeister Dietmar Kern überraschend auf eine erneute Kandidatur verzichtete.
In den neuen Vorstand der Innung Leipzig wurde gewählt: Obermeister Johannes Langer, stellv. OM Peter Berg, Technischer Innungswart Uwe Berger, Bildungswart und QUB: Hans-Peter Hilbert, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Schriftführer Matthias Steinberg sowie als Kassenwart Olaf Hilgers (siehe Bilder).
In der anschließenden Rede betonte der neue Obermeisters Joh. Langer, dass er sich gemeinsam mit dem neuen Innungsvorstand den Problemen der Zeit stellen wird und die Innungsmitglieder mit ihrer neuen Führung zuversichtlich in die Zukunft schauen können.
ÖAB der Innung Leipzig
Matthias Steinberg
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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Messe für Sanitär, Heizung, Klima & Gebäudeautomation (SHKG) in Leipzig

Das Mitteldeutsche Schornsteinfegerhandwerk präsentierte sich vom 25.–28. September 2002 auf dem Gelände der Neuen Messe in Leipzig neben 215 Ausstellern aus 7 Ländern.
Kollegen der 3 Landesinnungsverbände des Schornsteinfegerhandwerks aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt hatten in bewährter Weise sichergestellt, dass den rund 21000 Besuchern der SHKG Leipzig, und der gleichzeitig stattfindenden Elektro-Fachmesse EFA, ein repräsentativer Informationsstand des Schornsteinfegerhandwerks mit fachlicher Beratung angeboten werden konnte.
Die SHKG, die bisher alle zwei Jahre im Wechsel mit Berlin stattfand, verzeichnete diesmal weit weniger Aussteller als noch vor vier Jahren. Grund war ein Boykott zweier wesentlicher Fachverbände. Der rege Zuspruch bestätigte jedoch das Konzept, sich ergänzende Fachmessen parallel stattfinden zu lassen.
Einen Höhepunkt stellte sicher die Sonderschau „Erneuerbare Energien – Perspektiven für jeden“ dar. In zahlreichen Vorträgen wurden Messebesucher über die Energieeinsparverordnung (EnEV) und ihre Auswirkungen auf die Arbeit der Handwerker informiert. Für Hochwasseropfer gab es ein Beratungszentrum. Durch die Flut wurden schätzungsweise 30 000 Heizungsanlagen beschädigt.
Entsprechend groß war auch der Andrang am Stand des Schornsteinfegerhandwerks. Dank der ausgezeichneten Koordination durch den BÖA der Innung Leipzig, BSM Matthias Steinberg, konnten wieder Hersteller von Schornsteinen, Heizkesseln, Kaminöfen und Brennstoffen gewonnen werden, uns ihre Produkte zur praxisnahen Kundenberatung auf dem Messestand zur Verfügung zu stellen. Unser Dank sei deshalb an alle beteiligten Firmen gerichtet.
Die Fragen der Messebesucher konzentrierten sich im Wesentlichen auf die nachträgliche Errichtung von Zusatzfeuerstätten, vor allem Kaminöfen. Dabei wurde deutlich, dass immer mehr Kunden über Alternativen zu den steigenden Energiepreisen nachdenken. Welche Feuerstätten mit welchen Abgasanlagen betrieben werden können, wurde deshalb immer öfter Gegenstand von ausführlichen Kundengesprächen während der Messe. Verfahrenswege bei der Errichtung von Feuerungsanlagen war ebenfalls ein weiteres Thema unserer Kunden. Viele Besucher zeigten sich überrascht und erfreut, dass sie bei den Schornsteinfegern so ausführlich und vor allem neutral beraten wurden. So konnten wir ebenfalls Fragen von Heizungsinstallationsbetrieben, zum Beispiel zu Aufstellbedingungen für Feuerungsanlagen, beantworten. Installateure regten dabei immer wieder die einheitliche Auslegung der Gesetze, Verordnungen und Normen an.
Es wurden auch zwei kritische Anmerkungen zur Verbesserung der Befriedigung von Kundeninteressen auf dem Messestand vorgetragen. Mit Hinweisen auf Rechte und Pflichten der BSM und die Unterstützung der Kunden bei Streitfragen durch die einzelnen Innungen, konnte auch bei diesen Kunden das Vertrauen in das Schornsteinfegerhandwerk gestärkt werden.
Kosten und Nutzen der Beteiligung an einer Messe kann man in unserem Handwerk sicher schwerlich gegenüberstellen. Nach Einschätzung der beteiligten Kollegen kann jedoch der relativ hohe Aufwand für die Beteiligung an einer solchen überregionalen Messe durchaus gerechtfertigt werden. Der Gewinn besteht für unser Handwerk dabei darin, dass Kunden und Partnergewerke unsere Präsenz bei den wichtigsten Fachmessen als vertrauenfördernd einschätzen. Eine Nicht-Beteiligung würde einem Verschwinden unseres Handwerks gleichgesetzt werden. Gerade in einer Zeit, in der wieder verstärkt Schornsteine zum Einsatz kommen, sollte den Kunden demonstriert werden, wie unverzichtbar der Schornsteinfeger und seine Beratung für alle Baubeteiligten ist.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen beteiligten Kollegen danken und meiner Hoffnung Ausdruck geben, dass unsere Beteiligung an der 6. Mitteldeutschen Handwerksmesse vom 15. bis 23. Februar 2003, an gleicher Stelle, ein eben solcher Erfolg beschieden ist.
Bernd Damisch
BÖA LIV Sachsen
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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Vitoplus 300 –
Kompakter Öl-Brennwert-Kessel für die Wand mit Federwendel-Wärmetauscher aus Edelstahl
Mit dem Vitoplus 300 von Viessmann können nun auch Heizungsanlagenbetreiber ohne Erdgasanschluss ihren Brennstoffverbrauch durch Brennwertnutzung senken. Denn mit der deutschlandweit flächendeckenden Verfügbarkeit von schwefelarmem Heizöl wird die Nutzung der Brennwerttechnik jetzt auch in der Ölheizung Stand der Technik, wie sie es beim Heizen mit Erdgas seit Jahren ist.
Der Vitoplus 300, ein innovativer kompakter Öl-Brennwert-Kessel für die Wand, ist auf Öl-Qualitäten mit einem Schwefelgehalt von bis zu 500 ppm abgestimmt. Das Herz des neuen Vitoplus 300, der Inox-Radial-Federwendel-Wärmetauscher, ist eine Weiterentwicklung der im Gas-Brennwertgerät Vitodens 200 bewährten Inox-Radial-Heizfläche. Dabei wurde der Wärmetauscher speziell auf die besonderen Erfordernisse des Öl-Brennwertbetriebs ausgelegt.
Einfache Wartung durch verstellbare Federwendel
Durch die verstellbare Federwendel der Inox-Radial-Heizfläche sind Wartung und Service besonders einfach – für die Reinigung kann der Wärmetauscher auf 8 mm Reinigungsabstand entspannt werden. Zudem sorgt die glatte und radiale Strömungsführung für einen verstärkten Reinigungseffekt.
Gleiche Plattform wie Gas-Wandgeräte
Wie alle Wandgeräte der Vitotec Produktfamilie folgt der Vitoplus 300 der auf einer konsequenten Platt-formstrategie basierenden Viessmann Modulartechnik. So haben Vitotec Wandgeräte bei aller Vielseitigkeit eines gemeinsam: ihre weitgehende Konstruktions-, Maß- und Bauteilegleichheit. Eine Umgewöhnung an neue Baugruppen entfällt. Auch beim Vitoplus 300 ist die Aqua-Platine mit Multi-Stecksystem das Schlüsselbauteil – die gesamte Wasserführung befindet sich in der Rückwand. Das bedeutet für den Heizungsfachmann: schnelle und einfache Montage, Inbetriebnahme und Wartung. Alle Bauteile sind nach vorne abnehmbar, ein seitlicher Serviceabstand ist somit nicht erforderlich. Das zahlt sich letztlich auch für den Anlagenbetreiber aus.
Der Vitoplus 300, der einen Norm-Nutzungsgrad von bis zu 104 Prozent erreicht, kann raumluftunabhängig betrieben und somit in unmittelbarer Nähe zu Wohnräumen eingesetzt werden. Ein integrierter Abgasschalldämpfer sorgt für leisen Betrieb. Der schadstoffarme, zweistufige Compact-Blaubrenner benötigt keine Startphase. Der raumluftunabhängige Betrieb ermöglicht die Aufstellung innerhalb der isolierten Gebäudehülle. Damit verbessert sich die Anlagenaufwandszahl deutlich, was den EnEV-Anforderungen entgegen kommt.

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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Extrem lichtempfindlich, klein und wasserdicht
Die Wöhler GmbH, Bad Wünnenberg, stellt jetzt mit dem „Miniatur-Kamerakopf VIS 2000 schwarz/weiß“ ein besonders kurvengängiges Kamerakopfsystem aus Edelstahl vor. Mit einem Gehäusedurchmesser von nur 26 mm und dem Gewicht von 60 g bietet das Gerät die Möglichkeit zur professionellen Überprüfung von Kanälen, Abgas- und Lüftungsleitungen, sowie engen Ringspalten ab einer Nennweite von 30 mm.
Aufgrund der robusten und wasserdichten Konstruktion des Kamerakopfes ist das System auch für die optische Kontrolle von Abwasserrohren (bis 3 bar) geeignet. Ein Weitwinkelobjektiv mit einem Bilderfassungswinkel von 120° sowie die helle Ausleuchtung mittels 12 lichtstarker LED‘s ermöglichen die optimale Videoinspektion an dunklen und reflexionsarmen Stellen. Dadurch lassen sich Rohrführungen bis zu einem Durchmesser von etwa 30 cm und Schornsteine bis ca. 20 x 20 cm problemlos inspizieren.
Durch die Kompatibilität des Miniatur-Kamerakopfes lassen sich alle Wöhler-Kamerasysteme damit einsatzgerecht ausstatten.

Ausgabe: 46 , Kategorie: Produkte ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Feuchtigkeit in Gebäuden führt zu Pilzbefall und Materialzerstörung und beeinträchtigt die Gesundheit. Bausanierer und Maler haben Schwierigkeiten mit feuchtem Mauerwerk. Zu hohe, aber auch zu niedrige Feuchtigkeit bei der Lagerung und Bearbeitung von Holz beim Innenausbau bringt Qualitätsprobleme: Möbel, Fenster, Türen verziehen sich, Riemen- oder Parkettböden schwinden oder quellen. Die Lösung dieser Messaufgabe ist der neue Feuchte-Messkoffer von Testo. Er enthält vier Messgeräte, die gebraucht werden, um in der Holz- oder Bauwirtschaft Feuchte sowie Temperatur (mit Kontakt und berührungslos) zu messen und den Taupunkt zu berechnen. Alles zusammen im robusten Alu-Koffer zum günstigen Komplettpreis.

Ausgabe: 46 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Unter diesem Motto sah die Schifferstadt Roßlau am Wochenende des 11. bis 13. Oktober „Schwarz“. Doch gemeint war damit keine schlimme Nachricht, sondern 17 junge Damen, die eines gemeinsam hatten, den Beruf des Schornsteinfegers.
Es war das Wochenende, an dem das 5. bundesweite Treffen der Schornsteinfegerinnen stattfand, leider etwas später wie geplant. „Im August ist uns das Treffen sprichwörtlich in´s Wasser gefallen“, so Ivonne Vollert, die das Treffen organisierte. „Infolge des Hochwassers an Elbe und Mulde musste das Treffen verschoben werden.“ So hieß es zunächst alle geplanten Aktionen abzumelden, einen neuen Termin auszuwählen und alles neu zu organisieren. „Es war eine ganz schöne Anstrengung, ich weiß nicht ob ich das alles geschafft hätte, ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Familie“, gab Ivonne Vollert zum Abschluss zu. Und dass sich die Mühe gelohnt hatte, das zeigten 16 zufriedene Gesichter beim sonntäglichen gemeinsamen Frühstück.
Ankunft für alle Teilnehmerinnen war der Freitagabend im Astra-Hotel der Stadt Roßlau. Ab 18.00 Uhr kamen Sie alle nacheinander an, ob aus Zwickau, Grimma, Merseburg, München, Stuttgart oder Hamburg, eben aus dem gesamten Bundesgebiet. Schnell waren die Zimmer bezogen und man bzw. frau fand sich zu einem gemütlichen Abend bis gegen 01.30 Uhr zusammen. Doch recht schnell war die Nacht vorbei und das offizielle Programm erwartete die Teilnehmerinnen. Für 09.00 Uhr war der Ratsaal der Stadt gebucht, für den Empfang durch den Bürgermeister. In seiner Rede beleuchtete er nicht nur die Geschichte der Stadt Roßlau sondern insbesondere die aktuellen Probleme, wie das zurückliegende Hochwasser, den Elbausbau und die Elbschifffahrt. Anschließend erfolgte die Begrüßung der Teilnehmerinnen durch Bezirksschornsteinfegermeister und Kreismeister Jens-Peter Fincke.
Abschließender Höhepunkt war das Gruppenfoto auf dem Dach des Rathauses mit dem strahlenden Bürgermeister Klemens Koschig, angesichts der 17 jungen Schornsteinfegerinnen.
Nach der gemeinsamen Mittagspause auf der Burg Roßlau mit dem obligatorischen Gruppenfoto ging es per Bus durch das Dessau-Wörlitzer Gartenreich. Nach einem Abstecher zum Dessauer Bauhaus, den Meisterhäusern und dem Sanierungsgebiet Dessau Nord ging es in den Wörlitzer Park. Hier wartete schon die obligatorische Gondelpartie auf die Fegerinnen mit anschließender Kaffeepause.
Nach der Rückkehr in das Hotel hieß es sich erst einmal umziehen und aufwärmen. Leider zeigte sich das Oktoberwetter von einer recht kühlen Seite.
Nach diesem kurzen Boxenstopp ging es dann wieder auf die Roßlauer Burg. Hier im mittelalterlichen Wohnturm wurde der Abend verbracht, passenderweise in der Alten Küche. Beim Eintreffen der Mädel´s kochte bereits die Gulaschsuppe im Kessel und auf den beiden Grills dampften die Steaks und die Röster. Ein ordentliches Feuer im großen Kamin sorgte für wohlige Wärme. Zahlreiche Kerzen auf den Tischen, das gedämpfte Licht und der Charakter des Raumes, brachten ein romantisches Ambiente.
Beim „Festbankett“, welches vornehmlich mit regionalen Produkten gestaltet wurde, fanden sich recht schnell Gesprächgruppen und der Abend neigte sich schneller dem Ende zu, als man es erwartet hätte.
„Abschließend möchte ich mich nochmals bei allen bedanken“, so Ivonne Vollert, „die mich bei der Organisation und Durchführung des Treffens unterstützt haben, die durch Spenden beigetragen haben, dass die Kosten überschaubar blieben und für die Teilnehmerinnen ein unvergesslicher Abend auf der Burg gestaltet werden konnte. Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich meinen Eltern, dem BSFM Otto-Günther Döhler und meinem Mann, die die Mittagspause und den Abend auf der Burg gestaltet haben. Und ich freue mich schon jetzt auf das Treffen 2003 in Frankfurt/Main.
Jvonne Vollert

Ausgabe: 46 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Technologie zur Verbrennung von Biomasse
verbindet Komfort und Kostenbewusstsein
Komfortabel, preiswert, umweltfreundlich und krisensicher. Der Brennstoff mit diesen Charaktereigenschaften muss nicht erst erfunden werden. Denn, Holz ist gespeicherte Sonnenenergie aus heimischen Wäldern, die ausreichend verfügbar ist. Vom jährlichen Zuwachs (dem sog. Holzeinschlagspotential) werden derzeit nur etwa zwei Drittel genutzt. Eine umfassende Versorgung mit Stückholz und Holzpellets ist in Deutschland also langfristig gesichert. Kurze Transportwege stellen im Übrigen eine preisbewusste und problemlose Versorgung sicher. Mit Holz und Holzpellets betriebene Feuerstätten bieten also gleich in mehrfacher Hinsicht Vorteile: Die Konzepte arbeiten CO2-neutral und überzeugen zum Teil mit einem Komfort, den Verbraucher von Gas- oder Ölheizungen gewohnt sind.
Wichtige Voraussetzung für die umweltgerechte und wirtschaftliche Verbrennung der sogenannten Biomasse ist jedoch der Einsatz geeigneter Heizsysteme. Besonders gefragt sind in diesem Zusammenhang Feuerungen im kleinen Leistungsbereich, bei denen die technische Entwicklung in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht hat. Qualitätsorientierte Hersteller legten hier besonders großen Wert auf eine sichere, schnelle und einfache Handhabung. Beispielhaft für diesen Trend sind vollautomatische Primäröfen und Festbrennstoffkessel der neusten Generation. Ehemals aufwändige Arbeiten, wie die Beschickung mit Brennstoff, das Anheizen sowie die Reinigung der Geräte werden – wie von Geisterhand – vielfach mit Hilfe modernster Technik durchgeführt.
Serienmäßig eingebaute Heizflächenreinigungen sorgen beispielsweise beim Modulkessel HMX von Windhager für einen gleichbleibend hohen Wirkungsgrad der Feuerstätte. Besondere Beachtung verdienen in diesem Zusammenhang auch die automatischen Funktionskontrollen. Sie gewährleisten eine optimale Verbrennungsqualität und tragen somit wirkungsvoll zur Brennstoffeinsparung bei.
Trend zu Holzpellets
Einen wahren Nachfrage-Boom erleben zur Zeit die sogenannten Holzpellets. Während unsere Nachbarn aus Österreich diesen Brenn-stoff seit Jahren als kosten- und umweltbewusste Alternative zu fossilen Energieträgern nutzen, waren Herstellungsverfahren und Verfeuerung bis zur letzten Jahrtausendwende in Deutschland kaum bekannt.
Pellets sind Presslinge aus trockenem naturbelassenem Restholz (Hobel- und Sägespäne) mit einem Durchmesser von etwa sechs Millimetern und einer Länge von zehn bis 30 Millimetern, die ohne Zugabe chemischer oder synthetischer Bindemittel hergestellt werden. Laufende Qualitätskontrollen garantieren einen sauberen Brennstoff mit hohem Heizwert (ca. 5 kWh/kg) und einer geringen Restfeuchte. Mit den Pellets ist es erstmals gelungen den nachwachsenden Rohstoff mit einem geprüften Qualitätsstandart (DIN 51 731) zu versehen, der eine optimale Verbrennung garantiert. Auch die Verfügbarkeit stellt kein Problem mehr dar. Die Holzpellets sind mittlerweile bundesweit in Säcken, sogenannten Big Bags oder als Siloware erhältlich und lassen sich problemlos lagern.
Vollautomatische Pelletsheizkessel wie der hier gezeigte PMX von Windhager besitzen einen besonders hohen Bedienungskomfort und sind in Leistungsbereichen von 5 bis 25,9 kW erhältlich. Außerdem kann bei ihnen die Brennstoffzuführung automatisch erfolgen. Eigens entwickelte Vakuumfördersysteme transportieren die Holzpellets durch einen geschlossenen Luftkreislauf staubfrei aus dem Lagerraum zur Feuerstätte. Der wesentliche Vorteil dieser Bauart liegt in der einfachen und flexiblen Montage. Außerdem kann die Entnahmestelle bis zu 15 Meter Schlauchlänge vom Wärmeerzeuger entfernt sein.
Behagliche Wärme
Neben dem umfangreichen Angebot an Spezialheizkesseln lässt die anhaltend hohe Nachfrage nach Kamin- und Kachelöfen eine weitere Tendenz erkennen. Immerhin 7,6 Millionen derartiger Heizgeräte für feste Brennstoffe erwärmen mittlerweile deutsche Wohnstuben. Wie in der letzten Heizsaison, wird auch in diesem Jahr erwartet, dass rund 250.000 derartige Feuerstätten hinzukommen. Sie stehen für Lebensqualität und schaffen – auch ohne elektrischen Strom – behagliche Wärme. Das Glas Rotwein vor dem offenen Feuer bringt Ruhe und Behaglichkeit in unseren Alltag, ein Gedanke der in unseren hektischen Zeiten immer mehr Zuspruch findet.
Darüber hinaus stellen diese Wärmeerzeuger speziell in der sogenannten Übergangszeit eine sinnvolle Ergänzung des zentralen Heizsystems dar. Mit Holz betriebene Kamin- oder Kachelöfen sparen dann rund 30–50% der Brennstoffe (Öl, Gas, Strom etc.), die sonst zur zentralen Beheizung benötigt würden. Moderne, sogenannte Primärofentechnik ermöglicht auch in diesen Feuerstätten die wirtschaftliche Verbrennung von Holzpellets. Darüber hinaus ist auch eine Einbindung in das zentrale Heizungssystem möglich. Mitentscheidend für die Effizienz dieser Wärmeerzeuger sind dann allerdings auf das System abgestimmte Steuer- und Speicherkomponenten.
Den Schornstein nicht vergessen
Egal, ob Sie sich für einen Kamin- bzw. Kachelofen oder einen Heizkessel zur Verbrennung der festen Brennstoffe entscheiden: Ein mineralischer Schornstein gehört in jedem Fall ins Haus. Als das einzig statische Element des Heizkonzepts sollte er bereits in der frühen Planungsphase des Neubaus Berücksichtigung finden. Aus praktischen Gründen ist es ratsam, die Schornsteinanlage mittig im Gebäude oder in der Nähe des Wohnbereichs zu platzieren. Angeschlossene Feuerstätten können dadurch ihre Wärme gleichmäßiger im gesamten Haus verteilen. Auch der Schornstein hat eine gewisse Wärmeabstrahlung, die gerade in modernen Gebäuden mit guter Wärmedämmung deutlich spürbar wird.
Unser Tipp: Wählen sie ein mehrzügiges Modell mit keramischem Innenrohr. Der Werkstoff überzeugt durch hervorragende Materialeigenschaften und eine hohe Langlebigkeit. Funktionsgarantien von 30 Jahren sind durchaus üblich. Darüber hinaus kann die hochwertige Keramik universell für alle Brennstoffarten und Feuerstätten eingesetzt werden. Die Mehrzügigkeit hat zudem den Vorteil, dass mehrere Wärmeerzeuger angeschlossen werden können. Das schafft Unabhängigkeit und Flexibilität in der zukünftigen Energieversorgung. Ein integrierter Installationsschacht bietet sich außerdem zur einfachen und sicheren Leitungsführung (Brandschutz) durch das ganze Gebäude an. Egal ob für die Elektroinstallation, den ISDN-Anschluss oder die Vor- und Rücklaufführungen der Solaranlage, ein derartiger Schacht wird immer gebraucht.
Mit einem Schornstein erwirbt der Bauherr alle Optionen, sein individuelles Heizkonzept für die Zukunft zu realisieren. Auf ihn sollte deshalb weder im Neubau noch im Gebäudebestand verzichtet werden. Das gemütliche Ofenfeuer ist dann schon fast inklusive.
IPS

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Ausgabe: 46 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Bei Hellstrahlern handelt es sich um eine spezielle Form von Feuerstätten, bei denen die Wärmeabgabe hauptsächlich durch Wärmestrahlung erfolgt. Anders als bei Dunkelstrahlern werden die Abgase in der Regel ohne Abgasanlage über eine mechanische Raumentlüftung abgeführt. Die Abgase können jedoch auch über eine Abgasanlage abgeführt werden. Die wesentlichen Punkte zur Verwendung sind in der jeweiligen Installationsanleitung und im DVGW Arbeitsblatt G 638/I, Ausgabe März 1991 geregelt. Dieses Arbeitsblatt wird momentan überarbeitet.
Hellstrahler stellen eine sehr effektive Möglichkeit dar, auch in großen und hohen Hallen erträgliche raumklimatische Bedingungen zu schaffen. Dabei wird der Umstand ausgenutzt, dass die empfundene Raumtemperatur von verschiedenen Faktoren abhängig ist:
-Temperatur der Luft im Raum (°C)
-mittlere Strahlungstemperatur (°C) der umgebenden Flächen, (Wände, Feuerstätten, Gegenstände, Fenster)
-Luftgeschwindigkeit im Raum (m/s)
-Relative Luftfeuchte im Raum (%)
Die Mindestanforderung an die Erträglichkeit wird durch die örtlich empfundene Raumtemperatur (physiologische Temperatur) beschrieben, die sich als arithmetisches Mittel aus der Lufttemperatur und der Strahlungstemperatur ergibt.
Hieraus folgt als physiologische Besonderheit der Heizung mit Strahlern, dass zur Erzielung gleicher Erträglichkeit die Lufttemperatur in einem mit Strahlern beheizten Raum um so niedriger gehalten werden muss, je höher die Temperatur der abstrahlenden Flächen ist.
Bei der Planung einer Heizungsanlage mit Strahlern sind die baulichen Merkmale und die Benutzungscharakteristik des betreffenden Gebäudes zu berücksichtigen.
Die Problemlösung wird erleichtert durch zahlreiche Einbaumöglichkeiten, wobei man variieren kann mit
1. der Anzahl
2. der Wärmeleistung
3. dem Einstellwinkel
4. der Wahl der Reflektoren
5. den verschiedenen Anordnungen der Strahler in Höhe und Abstand
Hierbei sind insbesondere zu beachten:
– Abstände zu brennbaren Stoffen im Strahlungsbereich
– Abstände zu brennbaren Stoffen außerhalb des Strahlungsbereiches
– Mindestabstände zu Personen
– Die Anforderungen an den Aufstellraum
Entsprechend § 38 Abs. 4 Musterbauordnung sind Gasfeuerstätten ohne Abgasanlage zulässig, wenn durch einen sicheren Luftwechsel im Aufstellraum gewährleistet ist, dass Gefahren oder unzumutbare Belästigungen nicht entstehen. Diese Formulierung findet man sinngemäß auch in den Landesbauordnungen der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Nach der Arbeitsstättenverordnung ist eine Abgasabführung durch thermische Raumentlüftung (freie Konvektion) grundsätzlich unzulässig.
Entsprechend der zum Einsatz kommenden Geräteart werden die Abgase entweder über eine Abgasanlage (Geräteart B) oder ohne Abgasanlage (Geräteart A) über eine mechanische Raumentlüftung ins Freie abgeführt.
Die Bilder 1 bis 4 aus dem Anhang 5 zum Arbeitsblatt G638/I zeigen Möglichkeiten zur Abführung der Abgase mittels Abgasanlage. Die Bemessung erfolgt entsprechend den Angaben des Herstellers und/oder nach DIN 4705 Teil 1.
Bei der Abführung der Abgase über eine mechanische Raumentlüftung sind nach G 638/I die folgenden drei Punkte einzuhalten:
-Die mit der Raumluft vermischten Abgase müssen oberhalb der Strahler mit Ventilatoren abgeführt werden. Es dürfen nur Ventilatoren mit steiler Kennlinie verwendet werden.
-Die Gaszufuhr zu den Strahlern darf nur dann freigegeben werden, wenn die Abluftabführung sichergestellt ist.
-Die Anzahl und die Anordnung der Ventilatoren richtet sich nach der Anordnung der Strahler und nach der Geometrie des Raumes. Der Abstand eines Strahlers von einem Ventilator, horizontal gemessen, darf nicht größer sein als 2 x die Anbringungshöhe des Ventilators. Die Ventilatoren sollen an der höchsten Stelle des Raumes, d. h. in unmittelbarer Firstnähe, angeordnet werden. Wenn die Ausdehnung der Dachfläche vom First zur Traufe größer ist als das Abstandsmaß (2 x die Anbringungshöhe des Ventilators), dann sind zusätzlich zu den in unmittelbarer Firstnähe angeordneten Ventilatoren weitere Ventilatoren in der geneigten Dachfläche einzubauen. Das für die Abführung der Abgase den Aufstellraum durchströmende Luftvolumen muss je 1 kW installierter Nennwärmebelastung der Strahler mindestens 30 m3/h betragen. Bei der Auslegung der Ventilatoren ist zusätzlich zu diesem Luftvolumenstrom auch der nach Arbeitsstätten-Richtlinie ASR 5 erforderliche Luftvolumenstrom zu berücksichtigen, der beim Betreiber der Hallenheizungsanlage zu erfragen ist.
Bezüglich der Zuluft macht das Arbeitblatt folgende Angaben:
Für die Heranführung des Luftvolumens sind Belüftungsöffnungen erforderlich. Diese Belüftungsöffnungen müssen zur Vermeidung von Zugerscheinungen mindestens 2 m über dem Boden, jedoch unterhalb der Aufhängehöhe der Strahler, angeordnet sein.
Die Summe der freien Querschnitte aller Belüftungsöffnungen darf nicht kleiner sein als die Summe der freien Querschnitte aller Ventilatorstutzen.
In ihrem Querschnitt nicht veränderliche Spalten und Fugen können auch als Belüftungsöffnungen verwendet werden.
Sind die Belüftungsöffnungen ver­schließbar, darf die Gaszufuhr zu den Strahlern nur freigegeben werden, wenn die Belüftung sichergestellt ist.
Ingo Wilsdorf
TLIW LIV Sachsen-Anhalt
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Umweltfreundliches Heizen mit Holz

"Welches Geräusch tolerieren Sie lieber – eine Kreissäge oder einen Ventilator?
Stellen Sie sich einmal vor, Sie lägen auf Ihrem Balkon oder Ihrer Terrasse, um die wohlverdiente Sonntagssonne zu genießen. Plötzlich ertönt bei Ihrem Nachbarn eine Kreissäge . . . Schreckliche Vorstellung – nicht wahr? Da ist Ihnen das Geräusch eines Haarföns doch lieber – oder? Zugegeben –, das Geräusch eines Haarföns ist für den einen oder die andere schon nervig genug, aber wesentlich erträglicher wäre doch das Geräusch Ihres Ventilators, der Ihnen eine angenehme Brise Sommerfrische ins Gesicht säuselt. Oder? Diese kleine Einführung soll Sie für das kommende Thema „Schall“ etwas sensibilisieren. Es ist schwierig, über etwas zu schreiben, was man sich visuell schwer, wenn nicht sogar unmöglich vorstellen kann. Die Rede ist von Schall aus der modernen Feuerungstechnik.
Moderne Feuerungsanlagen werden im Aufstellraum zwar immer leiser, aber die moderne Abgasanlage über Dach wird immer lauter. Lärmverlagerung durch Frequenzänderung ist der Schlüssel zu diesem Übel. Lärm ist ohnehin ein relativer Begriff. Ab wann ist denn Lautstärke unangenehm? Schlussendlich hat jeder ein anderes Empfinden. Besonders unangenehm sind niedrige Frequenzen, wie zum Beispiel die eines Öl- oder Gasgebläsebrenners. Blaubrenner ganz besonders. An der Schornsteinmündung vernimmt man bei niedrigen Frequenzen ein Brummen. Auf der Straße oder in des Nachbars Garten kann dieses Brummen wesentlich lauter dröhnen, als an der Mündung selbst. Ursache hierfür ist das physikalische Schallverhalten niedriger Frequenzen. Hohe Frequenzen haben das Bestreben, sich nach oben auszubreiten. Niedrige Frequenzen breiten sich nach allen Richtungen aus.
Das Problem des Schalls wird in Zukunft eher zu- als abnehmen, und das nicht nur außerhalb des Gebäudes. Gedämmte Fassaden, Dächer, Schallschutzfenster und Türen etc . . . reduzieren den Straßenlärm wesentlich. Dem Bewohner bleibt jetzt sein eigener Lärm, den er vorher nicht vernahm. Er hört seine eigene Haustechnik. Wohl jeder kennt das „Nerven“ eines tropfenden Wasserhahnes. Diese psychische Folter ist in Geheimdienstkreisen sehr bekannt und wird unsere Zukunft begleiten, wenn nicht sogar bestimmen. Geräuschemission macht die moderne Heizung zum Geräuscheminenten. So viel zur eigenen kleinen Haustechnik.
Was ist aber mit den Großanlagen? Besonders schwerwiegend ist dieses Schallproblem in Schwimmbädern, Kindergärten oder Schulen. Schallbelästigung führt nicht nur zur Nachbarschaftsbelästigung, sondern auch zur Konzentrationsstörung. Psychoterror in Deutschlands Schulen? Bildungsbeeinträchtigung? Schall kann also auch die manifesten Grundrechte von Menschen negativ beeinträchtigen. Wir dürfen nicht tolerieren, dass Lärmbelästigung zu Konzentrationsstörungen im Unterricht führt. Womöglich scheitert die nächste Pisa Studie an moderner Heizungstechnik? Genug Polemik – zu den Fakten.
Schalldämpfer erfordern für niedrige Frequenzen enorm lange Baulängen. Je niedriger die Frequenz, desto länger ist die Schallwelle. Je länger aber die Schallwelle, desto länger müsste folglich der Schalldämpfer sein. Um die gleiche Wirkung wie bei einer Hochfrequenz zu erreichen, wären statt 0,5 Meter plötzlich 3 Meter erforderlich. Wer kann schon einen 3 Meter langen Schalldämpfer hinter der Heizung installieren? Praktisch ist dieses fast unmöglich. Niedrigere Abgastemperaturen verlangen schließlich kürzere Verbindungsstücke. Somit fordert moderne Verbrennungstechnik moderne Problemlösungen. Man benötigt ein Produkt, welches einen 3 Meter langen Schalldämpfer auf unter einen Meter reduziert, und das bei gleicher Leistung.
Das bekannte Unternehmen Kutzner + Weber, unter technischer Leitung von Manfred Pabst, erkannte dieses auf uns zukommende Problem rechtzeitig. Winkelschalldämpfer waren der erste Schritt (der Schalldämpfer als Rauchrohrbogen). Aber wenn ein Hersteller etwas entwickelt, steht er meistens unter Zeit- und Erfolgsdruck. Wenn dagegen Wissenschaftler etwas erforschen, haben sie meistens Zeit und entdecken auch etwas Neues. Wenn nun aber ein Unternehmen mit einem wissenschaftlichen Institut zusammen forscht, ist das ein Erfolg versprechender Weg. Genauso machten es das Maisacher Techniker. Zusammen mit 20 (ZWANZIG!) Physikern vom Fraunhofer Institut in Stuttgart entstand ein sog. Abzweig Resonator von besonders kurzer Baulänge.
Optisch ist ein Abzweig Resonator einfach nur ein T-Stück mitten im Abgas-Schalldämpfer. Aber auf das „Wie“ kommt es eben an. Exakte Berechnungen von Querschnittsverhältnissen abgestimmt auf die belästigende Schallfrequenz machen dieses Konstruktionsprinzip erst wirksam. Und die Ergebnisse sind verblüffend. Gegenüber einem herkömmlichen Schalldämpfer schneidet solch ein Abzweig Resonator gleicher Baulänge erstaunlich gut ab. Man muss wirklich zweimal hinhören, um den Schall noch zu vernehmen.
Mit dem aktiven Abzweig Resonator „AKTIV PLUS“ geht Kutzner + Weber noch einen Schritt weiter. Schallbekämpfung mit Gegenschall. Fast wie im Flugzeugturbinenbau wird hier eine High-Tech-Lösung eingesetzt.
Ein exakt auf den vorherrschenden Schall abgestimmter Lautsprecher am Ende des Abzweig Resonators bringt einen schon fast revolutionären Durchbruch in der Schallbekämpfung. Hiermit gelingt eine Dämpfungsleistung in ALLEN Frequenzbereichen von 25 dB – besonders in den problematischen niedrigen Frequenzbereichen. Innovation bedeutet eben manchmal die Besinnung auf reinste Physik. Ähnlich der Firma Viessmann, die mit dem Federwendel-Wärmetauscher die Fachwelt regelrecht vorführte*, gelingt es nun Kutzner+Weber, durch reine Anwendung physikalischer Grundgesetze, heizungstechnische Meilensteine in die Kleinhirne der Fachwelt zu meißeln. Bleibt abzuwarten, was sich auf diesem Gebiet noch alles entwickeln lässt.
Das Thema Schall wird die Fachwelt rund um die Feuerungstechnik in Zukunft noch stärker beschäftigen, ob sie es nun will oder nicht. Umweltämter werden in Zukunft mit dieser neuen Art von Belästigung ebenso gefordert sein wie der Bezirksschornsteinfegermeister, dieser natürlich als erste Adresse neutraler Beratung – in allen Fragen rund um die Feuerungstechnik, also auch den Schall.
Sven Schoppenhauer



* Mit dem Federwendel-Wärmetauscher entwickelte die Firma Viessmann einen extrem kleinen Wärmetauscher, der bei der Nutzung von Kondensationswärme die klassische nachgeschaltete Heizfläche überflüssig macht. Die „Wicklung“ eines exakt aufgrund des physikalischen Verhaltens von Wassertropfen konstruierten banalen Vierkantrohres aus Edelstahl, stellt einen Quantensprung in der Heiztechnik dar. Der Weg ist oftmals länger, als das Ziel. Der Mensch jagt nach Visionen, leider sind sie oftmals schneller und es dauert länger, sie einzuholen.




Die Bilder aus der Praxis verdeutlichen die Anwendungspraxis eines solchen aktiven Abzweig-Resonators.
In einem kleinen idyllischen Ort mit Hangbebauung befindet sich ein Schwimmbad. Jahre vergehen und das Schwimmbad gehört zum Alltag. Doch am Tag X war alles vorbei. Kein Geplansche, kein Geschrei, sondern nur ein lautes Brummen. Ursache hierfür?: Das Schwimmbad bekam eine neue Heizungsanlage mit einer neuen Abgasleitung. Die Schallbelästigung ließ selbst Gläser in Schränken vibrieren. Verständlich, dass nachts keiner mehr schlafen konnte. Eine Bürgerinitiative wurde gegen diesen Psychoterror gegründet. Mit Erfolg. Die Betreiber zogen die Schallschutz-Experten aus dem Hause Kutzner + Weber zu Rate. Eine eigens für dieses Objekt berechnete Schalldämpfer „Anlage“ aus mehreren aktiven Abzweig Resonatoren verlieh dem Schwimmbad schon fast ein neues Dachkunstwerk, reduzierten den unangenehmen Schall aber auf ein Minimum. Die Anwohner standen dieser eigenartigen Konstruktion vorerst skeptisch gegenüber, aber nach Wieder-Inbetriebnahme der Heizung war das störende Brummgeräusch fort. Dies ist nur ein extrem interessanter Anwendungsfall. In der Regel werden diese Abzweig Resonatoren selbstverständlich im Heizraum/Aufstellraum eingebaut."

Ausgabe: 46 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 46 - 4/2002 )

Umweltfreundliches Heizen mit Holz

Die aktuelle Energiepolitik ist nicht ganz unschuldig an einem neuen Phänomen. In Scharen strömen Menschenmassen in den Fachhandel und kaufen Holzfeuerstätten. Im Glauben an vollwertige Zusatzfeuerstätten werden sie – ohne einen Gedanken an den Wärmebedarf zu verschwenden – an unbenutzte Schornsteine angeschlossen. Teilweise vollkommen überdimensioniert, teilweise auch funktionsuntüchtig, manchmal sogar akut brandgefährdend. Wer denkt denn noch an den Abriss des halben Schornsteinkopfes vor 3 Jahren. Der Gefahr trotzend erhitzen diese „Verbrennungsanlagen“ nicht nur das Wohnzimmer oder den Dachstuhl, als angenehmer Nebeneffekt entsorgt der ein oder andere heimlich seinen Unrat. Erst beim ersten Rauchgasaustritt erinnert man sich an seinen Schornsteinfeger. Dieser soll dann alles richten. Hier in Mitteldeutschland ist im Vorfeld eine Genehmigung und bei Inbetriebnahme eine Abnahme durch den Bezirksschornsteinfegermeister notwendig, nur freiwillig möchte sich niemand daran erinnern. Beim Verkauf dieser Feuerstätten wird leider selten darauf hingewiesen. Ein Ofen ist ein modernes Wohnassessoir und ultrachic. So wird der Verstoß gegen geltendes Bauordnungsrecht zur Selbstverständlichkeit. Im Nachhinein offenbart der Bezirksschornsteinfegermeister, eigentlich neutraler Partner des Betreibers, die traurige Botschaft der Über- oder Unterdimensionierung der Feuerstätte, im schlimmsten Falle die Untauglichkeit des Schornsteins. Meist entdeckt er diese Zeitbomben aber erst ein Jahr später. Bleibt zu beten, dass in der Zwischenzeit niemand zu Schaden kommt. Hier ist öffentliche Aufklärungsarbeit dringend nötig. Vielleicht ist es an der Zeit, über eine jährliche Kundenzeitschrift nachzudenken. Apotheker oder Energieversorger zeigen dieses beispielhaft. Es gibt aber auch den Besuchermagneten „mitteldeutsche Handwerksmesse“ in Leipzig. Parallel zur „Haus-Garten-Freizeit“ Messe findet sie vom 15. bis 23. Februar 2003 statt. Auch diesmal werden die mitteldeutschen Schornsteinfeger wieder mit einem Messestand vertreten sein, um zukünftige Betreiber neuer Kaminöfen richtig zu beraten. Insofern gewinnt diese Messe einen immer höheren Stellenwert

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Der langjährige Leiter der Technik in der Buderus-Niederlassung in Goslar/Harz, Eckerhardt Metzner, ging im Mai 2002 in seinen wohlverdienten Ruhestand.
Herr Metzner ist vielen Schornsteinfegerkollegen durch seine technischen Schulungen und seine positive Einstellung zu unserem Beruf bekannt.
Er begann 1955 seine Lehre als technischer Zeichner und arbeitete später als Heizungs – und Lüftungstechniker in verschiedenen Betrieben im Südharz.
Seit 1979 war Herr Metzner bei der Buderus Heiztechnik Hannover als technischer Voraquisiteur beschäftigt.
Im Jahr 1993 wurde die Niederlassung in Goslar eingeweiht.
Das Wachstum der Niederlassung ist auch den besonderen Verdienst und dem Erfolg von Eckerhardt Metzner zu verdanken. Die Schornsteinfegerkollegen des Südharzes wünschen ihm einen angenehmen Ruhestand und für sein Segelhobby immer eine Handbreite Wasser unterm Kiel.
i. A. Jörg Kurch

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Der Thüringer Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks beteiligte sich am 15. Juni 2002 zum wiederholten Male an der Thüringer Ausbildungsbörse.
Die Thüringer Ausbildungsbörse gibt Firmen die Möglichkeit, sich den jungen, angehenden Auszubildenden zu präsentieren. Gleichzeitig haben die Schulabgänger die Möglichkeit, sich bei den unterschiedlichen Gewerken umfassend zu informieren.
Der Thüringer Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel eröffnete die Messe. In seinem Grußwort machte er alle Betriebe darauf aufmerksam, dass die Ausbildung vor einer Trendwende steht:
Auf absehbare Zeit werden nicht die Lehrstellen, sondern die Lehrlinge knapp. Deswegen hilft derjenige, der heute ausbildet, erstens den jungen Menschen und er sorgt zweitens für die Zeit vor, in der es an Nachwuchskräften fehlt.
Zur diesjährigen Messe kamen über 5000 Besucher. Der Stand unseres Verbandes war, nicht nur wegen der kleinen Schornsteinfegersouvenirs, ständig dicht umlagert. Wir registrierten über 100 Nachfragen von Eltern und Schülern zum Ausbildungsberuf des Schornsteinfegers.
Die Standbetreuer Frank Jensch, Marco Beierlein, Edgar Giese und Jörg Kurch waren angenehm überrascht, über die vielen, ausnahmslos positiven, Gespräche.
Der LIV Thüringen möchte sich hiermit bei allen bedanken, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben.

J. Kurch / LBBW

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Einen neuen Brennwertkessel überreichte die Schornsteinfeger-Innung Südthüringen zu ihrer Jahreshauptversammlung im Mai dem BTZ ROHR – KLOSTER der Handwerkskammer Südthüringen.
Die Zusammenarbeit zwischen dem BTZ und der Schornsteinfeger-Innung Südthüringen ist seit Jahren beispielhaft. Sie ist geprägt durch persönliches Engagement und durch hohe fachliche Kompetenz. Zum Einsatz kommt die Sachspende künftig bei der überbetrieblichen Ausbildung im Installateur und Heizungsbauerhandwerk im BTZ ROHR – Kloster. Auch für Schulungen zu Fachthemen in der Innung und der Lösung spezifischer Probleme soll dieser eingesetzt werden. Hauptgeschäftsführer Friedhelm Enke und BTZ-Leiter Gerd Wieber zeigten sich erfreut bei der Übergabe der Sachspende und dankten Innungsobermeister Werner Truthahn und allen Innungsmitgliedern. BTZ-Leiter Gerd Wieber sagte: „Damit verfügt das BTZ nun über ein Model an dem Montage-, Demontage- und Einstellarbeiten durchgeführt, aber auch an mehreren Geräten in kleinen Übungsgruppen Versuche sehr effektiv möglich sind und die Mitarbeiter des Fachbereichs geschult werden können.“ Die Sachspende der Schornsteinfeger-Innung Südthüringen hat einen Wert von 2000 Euro.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Die Schornsteinfeger-Innung Erfurt wurde am 21. November 1898 in Nordhausen gegründet und blickt auf eine lange Tradition zurück. So waren in nunmehr über einem Jahrhundert viele Kollegen ehrenamtlich für ihre Innung aktiv und es ist klar, dass eine solch traditionsreiche Innung auch heute noch Traditionen pflegt. Als Ausdruck ihres Traditionsbewusstseins wurde zum 110-jährigen Bestehen der Innung Erfurt eine Innungsfahne von Mitgliedern und Sponsoren gestiftet. Detailliert ist sie auch im Fahnenbuch des ZIV auf Seite 152/153 beschrieben.
Unter der Leitung des heutigen Ehrenobermeisters BSMi.R G. Weiß wurde 1992 ein Objekt für die Innung erworben. Mühevoll wurde dies mit einem großen Zeitaufwand von allen Kollegen umgebaut und ausgestattet.
Die gemischte Alterszusammensetzung im aktuellen Vorstand wirkt sich gesund auf die Vorstandstätigkeit und Erhaltung von Traditionen aus. Voller Stolz sind in jedem Jahr unsere Senioren, wenn die Innung zur nun schon traditionellen Sommerfeier einlädt. So erfreute sich auch in diesem Jahr die Sommerfeier wieder großer Beliebtheit. Ein weiterer Höhepunkt in der Arbeit des Vorstandes ist die Vorbereitung eines Workshops im September diesen Jahres auf dem Gelände des Innungs-Hauses in Craula. Eingeladen sind verschiedene Firmen und Branchen.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Motto des 11. Landesverbandstages: „Energieberatung mit dem Schornsteinfeger, ein wichtiger Schritt für die Zukunft“
Der Landesverbandstag fand vom 15. März bis 16. März 2002 in Wurzbach statt. Traditionsgemäß wurde eine erweiterte Vorstandssitzung am 14. 03. 2002 einberufen, um letzte Vorbereitungen für das Gelingen der Veranstaltung sicherzustellen.
Auf der Delegiertenversammlung begrüßte LIM Ulrich Eller die Delegierten und die geladenen Gäste, insbesondere BIM Eugen Steichele.
Der LIM Ulrich Eller erläuterte die Aktivitäten der Schornsteinfeger hinsichtlich der Energieberatung in Zusammenarbeit WTU – GmbH Jena und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur. Hierbei zeigen sich erhebliche Potenziale für das gesamte Thüringer Handwerk. Energieberatung bedeutet auch Energieeinsparung und somit auch Verringerung des Ausstoßes der Treibhausgase.
Nach den Ausführungen von Ulrich Eller folgten die einzelnen Berichte der Vorstandsmitglieder. In den Bereichen Technik, Berufsbildung, Öffentlichkeitsarbeit und Kasse erfolgte eine Auswertung des alten und die Festsetzung neuer Ziele für das kommende Geschäftsjahr. Hinweise und Vorschläge der Delegierten sorgten für ausreichenden Gesprächsstoff. Dies ist auch zwingend erforderlich, damit der gemeinsame Weg der Schornsteinfeger nicht verlassen wird.
Zum Öffentlichkeitstag am Sonnabend, den 16. März 2002, eröffnete Ulrich Eller die Fachausstellung der geladenen Firmen und Verbände. Die große Anzahl der Aussteller demonstriert die Wichtigkeit unseres Handwerks.
Beim anschließenden Pressegespräch stellte sich Ulrich Eller den Fragen der anwesenden Journalisten.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung überbrachte der Bürgermeister von Wurzbach seine Grußworte. Er wünschte dem Schornsteinfegerhandwerk für die Zukunft weiterhin viel Glück.
Als Höhepunkt des Öffentlichkeitstages erwies sich die künstlerische Leihgabe von „Mandir´s Schrottfiguren“. Das dazugehörige Gedicht lautete wie folgt:
Der Schornsteinfeger auf dem Dach, denkt über manche Dinge nach.
Wenn er da so hoch oben steht, die Erde sich viel schneller dreht.
Er denkt an Welt und Gott zugleich und ist in seinem Wesen reich.
Erdichtet von Volkmar Pietsch

In einem Gespräch mit dem Künstler stellte sich heraus das gebrauchte oder neue Besen sich als Materialien sehr gut eignen. Also sollen diese nicht einfach weggeschmissen, sondern an den Verein zur Förderung ganzheitlicher Lebensweise in 07343 Zschachenmühle 1 geschickt werden. Natürlich können auch interessierte Kollegen einen Besuch der Zschachenmühle abhalten.
Der Vorstand bedankt sich bei allen Kollegen und wünscht weiterhin viel Erfolg.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Ehrenobermeister der Schornsteinfeger-Innung Magdeburg wurde 90 Jahre

Am 18. 5. 2002 feierte Willi Corodonnoff im Kreis seiner Verwandten, Kollegen, Feuerwehrkameraden und Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft seinen 90. Geburtstag bei bester Gesundheit. Zu dieser Feier haben wir aus der Schornsteinfeger-Innung Altmark mit einer kleinen Delegation teilgenommen und die besten Wünsche überbracht. Es war uns eine besondere Ehre in Gala-Uniform zu erscheinen, um so unsere Verbundenheit mit dem Jubilar und unserem Beruf zu dokumentieren.
Willi wurde am 18. 5. 1912 als Sohn eines Schornsteinfegers geboren. Am 1. 4. 1926 begann seine Lehre, welche er im Jahre 1929 mit bestandener Gesellenprüfung beendete. Im Jahre 1935 heiratete er seine Ehefrau Hilde. Am 11. 11. 1936 bestand er die Meisterprüfung. Im Jahre 1936 wurde Sohn Cuno und 1942 Tochter Karla geboren. Im November 1942 erfolgte die Einberufung. Am 7. 5. 1945 kam er in russische Gefangenschaft. Anschließend wieder Eintritt in den Beruf. Im Jahre 1946 erfolgte die Anstellung als Bez.-Schornsteinfegermeister in Sommerschenburg. Im Jahre 1951 die Versetzung nach Wolmirstedt. Ab April 1961 stellv. Obermeister in der Berufsgruppe Magdeburg, ab 1962 bis 1973 Vorsitzender der Meisterprüfungskommission. Von November 1964 bis 1976 Obermeister der Berufsgruppe Magdeburg. Fernstudium zum Konstrukteur für Feuerungsanlagen. Vorsitzender des Arbeitskreises Schornsteinfeger im Bezirk Magdeburg. Folgende Ehrungen wurden Willi Corodonnoff zuteil:
1959
Goldene Ehrennadel des Handwerks
1973
Ehrenmeister im Handwerk, Medaille in Silber und Gold bei der Feuerwehr
1977
Goldenes Brandschutzehrenzeichen als Steckkreuz verliehen durch den Ministerpräsidenten
2002
Ehrenzeichen für 70-jährige Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr
Es waren bestimmt noch weitere Auszeichnungen und Ehrungen, die ich hier nicht aufgeführt habe, weil sie mir nicht bekannt sind. Mich verbindet eine kollegiale Freundschaft mit dem Jubilar. Unter seinen Fittichen legte ich meine Meisterprüfung ab. Er bestimmte mit seinem Fachwissen, welches er mit Freude an die jungen Kollegen weitergab, auch meinen beruflichen Werdegang vom Gesellenvertreter in der Altmark über den Techniker, dem Stellv. Obermeister bis hin zum Technischen Landesinnungswart. Koll. Corodonnoff war auch ein Gutachter meines Fachbuches über die Geschichte der Innungsfahnen der Deutschen Schornsteinfeger. Danken wir unserem Kollegen für sein Schaffen für unseren Beruf und wünschen weiterhin Gesundheit im Kreis seiner Lieben.
G. Schoppenhauer

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt führte am 13. August seine Mitgliederversammlung 2002 durch. Alle 16 Delegierten, die Vorstandsmitglieder des LIV Sachsen-Anhalt und interessierte Kollegen des Schornsteinfegerhandwerks waren im Schulungszentrum der Innung Altmark, in Tangerhütte zu Gast.
Wichtigster Tagesordnungspunkt war die Nachwahl des Landesinnungsmeisters. Sie wurde erforderlich, weil Klaus Niemand sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte.
Klaus Niemand wurde 1998 zum Landesinnungsmeister gewählt. Zuvor war er von 1995 bis 1998 stellvertretender LIM und von 1990–1998 Obermeister der Innung Magdeburg. Er war aktiv an der Neugründung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg sowie der Gründung des Landesinnungsverbandes des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt.
Während seiner vierjährigen Amtszeit als Landesinnungsmeister hat Klaus Niemand viel für das Schornsteinfegerhandwerk erreicht. So wurde unter anderem eine neue Kehr- und Überprüfungsverordnung sowie eine neue Kehr- und Überprüfungsgebührenverordnung in Kraft gesetzt, die nach den neuesten Anforderungen an den Stand der Technik und den arbeitswissenschaftlichen Gutachten erstellt wurde. Höhepunkt seiner Amtszeit war der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerk in Halle/Saale Sachsen-Anhalt im Juni 2002. Als sehr bedauerlich bezeichnete Klaus Niemand die derzeitige unbefriedigende Situation zur Bildung einer Landesinnung in Sachsen-Anhalt. Alle drei Obermeister der Innungen haben sich in den LIV-Vorstandssitzungen der vergangenen Jahre positiv zur Bildung einer Landesinnung ausgesprochen. Der ausscheidende LIM Klaus Niemand brachte gegenüber den Delegierten nochmals zum Ausdruck, dass die Umsetzung zur Bildung einer Landesinnung im Interesse des Berufes wieder stärker verfolgt werden soll.
In seinem Bericht dankte Klaus Niemand allen Kollegen, die ihm während der 8-jährigen Obermeister- und 4-jährigen Landesinnungsmeistertätigkeit begleitet haben. Er bezeichnete seine Ehrenamtstätigkeit als „schöne Aufgabe“ auch wegen der angenehmen Zusammenarbeit mit den Kollegen.
Zum neuen Landesinnungsmeister wurde Thomas Keindorf einstimmig gewählt. Thomas Keindorf ist seit 1998 stellvertretender Landesinnungsmeister. Außerdem ist er seit 1992 Obermeister der Schornsteinfegerinnung Halle und nach der Fusion der Schornsteinfegerinnungen Bernburg, Bitterfeld, Naumburg und Halle 1995 Obermeister der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/Saale. Thomas Keindorf ist stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Halle/Saale und seit November 2001 stellvertretender Handwerkskammerpräsident der Handwerkskammer Halle. In das Amt des stellvertretenden Landesinnungsmeister wurde Torsten Kiel gewählt.
Der neue Landesinnungsmeister Thomas Keindorf bedankte sich bei seinem Vorgänger für die auf­opferungsvolle Arbeit im Interesse des Schornsteinfegerhandwerks. Er würdigte Klaus Niemand seinen un­eigennützigen Einsatz, der immer von einem guten Gespür für die Belange der Schornsteinfeger geprägt war. Thomas Keindorf schlug den
16 Delegierten der drei Schornsteinfegerinnungen vor, Klaus Niemand zum Ehrenlandesinnungsmeister des Landes Sachsen-Anhalt zu wählen. Die Delegierten kamen diesem Antrag gerne nach. Klaus Niemand wurde einstimmig zum Ehrenlandesinnungsmeister gewählt.
Über die offizielle Verabschiedung des ausscheidenden LIM im Oktober werden wir in unserer nächsten Ausgabe berichten.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Mit Bedauern haben wir kurzfristig vom Wechsel des Niederlassungsleiters der Firma Viessmann, Niederlassung Dresden (Ottendorf-Okrilla) Herrn Ferdinand Tunkel nach Freiburg erfahren. Auf diesem Weg möchten sich die Mitglieder der Schornsteinfeger-Innung Dresden bei Herrn Tunkel recht herzlich für die jahrelange gute Zusammenarbeit bedanken. Herr Tunkel verstand es, eine enge Verbindung mit den Marktpartnern der Region aufzubauen. In der Niederlassung Dresden fand regelmäßig ein reger Erfahrungsaustausch zwischen Planern, SHK- und Schornsteinfeger-Handwerk am „Marktpartnerstammtisch“ statt. Herr Tunkel trug mit seiner ausgeglichenen Diskussionsführung zur Verständigung der Marktpartner bei. Er intensivierte Kontakte in den einzelnen Regionen mit den jeweiligen Energieversorgern und Marktpartnern. Für alle anstehenden Fragen hatte er stets ein offenes Ohr. Dies zeigte sich auch in gemeinsamen Präsentationen in der Öffentlichkeit (siehe Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks 1998 in Dresden). Als professionelle Glücksbringer wünschen wir Herrn Tunkel für seine neue Tätigkeit und ihm persönlich mit seiner Familie viel Glück und alles Gute. Trotz des Ortswechsels von Herrn Tunkel besteht weiterhin eine enge Verbindung nach Sachsen. Dem Nachfolger im Amt des Niederlassungsleiters, Herrn Marcus Goebel, wünschen wir ebenfalls viel Erfolg für seine neuen Aufgaben und hoffen auf weitere effektive Zusammenarbeit.

Bezirksschornsteinfegermeister
FH.-Ing. Matthias Kirsten
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Schornsteinfeger-Innung Dresden

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Besuch von Innungsvorstandsmitgliedern Leipzig bei Kollegen in Westungarn

Vom 22. 07.–24. 07. weilten der OM D. Kern, der stellv. OM J. Langer und der ÖAB M. Steinberg der Innung Leipzig auf Einladung der dortigen Schornsteinfeger GmbH in Westungarn zu einem weiteren Erfahrungsaustausch.
Nach der herzlichen Begrüßung wurde uns durch die Dolmetscherin das Programm für diese Tage präsentiert.
Es folgte ein Besuch der Hauptniederlassung der Schornsteinfegerfirma „KEMENYSEPRÖ GmbH“ in der Stadt Göyr sowie in den Zweigniederlassungen in den Städten Monsonmagyarrovar und Sopron.
Den Leitern der Haupt- und Zweig-NL stehen Schornsteinfegermeister mit mehreren Gesellen zur Verfügung, welche die Kehr- und Überprüfungsarbeiten an Gas- und Kohleschornsteine durchführen.
Dazu gehört jeweils noch eine Abteilung für Kamin- und Kachelofenbau mit Mitarbeitern.
Auch in Ungarn werden die Abgasanlagen in den neugebauten Ein- oder Mehrfamilienhäusern auf freien Querschnitt mittels Schornsteinkamera und Haspel im Rohbau überprüft und vor Inbetriebnahme eine Benutzbarkeitsabnahme durchgeführt.
Wir konnten uns in der Praxis im Rahmen von gut organisierten Work-Shops vor Ort von diesen Arbeiten überzeugen und erhielten auch noch Einblicke in andere Arbeitsabläufe.
Ein Höhepunkt war ein Empfang unserer Kollegen durch den Bürgermeister der Stadt Monsonmagyarrovar und deren Stadträten.
Im Verlaufe der herzlichen Begegnungen wurden Erfahrungen auf dem Gebiet des vorbeugenden Brand- und Umweltschutzes ausgetauscht. Dabei arbeiten die ansässigen Schornsteinfeger eng mit den Stadtämtern zusammen. So wird z. B. der Feiertag des „heiligen Florian“ mit den Schornsteinfegern, der Feuerwehr und dem jeweiligen Stadtparlament gemeinsam feierlich begangen.
Es wurden auch die guten Kontakte zu den angrenzenden Ländern, wie der Slowakei und zu Österreich auf diesem Gebiet gepflegt und stetig weiterausgebaut, berichtete Dr. Gabor Batos, der Hauptvertreter des Stadtkomitees. Man ist an der Einhaltung der Europanormen im Bezug auf den Umweltschutz und der Energieeinsparungen in Ungarn bemüht.
Die dortige Feuerwehr lud unsere kleine Delegation zu einem Empfang mit der Besichtigung des dortigen Feuerwehrmuseums ein. Danach wurden wir mit „Blaulicht“ in einem nos­talgischen Feuerwehrfahrzeug durch
die Stadt zu einem gemeinsamen Arbeitsessen gefahren. Mit dem Besuch in Sopron, an dem legendären Grenzpunkt zu Österreich, wo am 18. 8. 89 die ungarische Regierung den Abbau der Grenzanlagen zum „Eisernen Vorhang“ begann und der Besichtigung des legendären Schlosses „Eszerhazy“ kam auch ein kultureller Teil des Besuches nicht zu kurz.
Es gab zum Abschied die Feststellung, dass unsere Zusammenkünfte mit den ungarischen Kollegen in deren
EU-Beitrittsland in Bezug auf ein vereintes Europa mit dazu beitragen, auf dem Gebiet des vorbeugenden Brand- und Umweltschutz gleiche Ziele zu verfolgen. Die Struktur der ungarischen Kollegen mit deren Arbeitsausführung, welche sie in Form und Bezug auf eine CO-Verordnung anstreben, soll denen in unseren bundesdeutschen Länder stetig näher kommen.
Matthias Steinberg
ÖAB der Innung Leipzig

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Mitgliederversammlung am 20. 6. 2002 in Grimma, Hotel „Kloster Nimbschen“

Zum Tag der Mitgliederversammlung meinte es der Wettergott besonders gut mit allen Delegierten und Gästen im Tagungssaal und heizte diesen bis fast zur Unerträglichkeit auf. Aber weder die Gäste noch die anwesenden BSM ließen sich davon beeindrucken. Die Veranstaltung wurde durch den Landesinnungsmeister Wolfgang Buschan eröffnet. Es folgte die Begrüßung der anwesenden Gäste und Kollegen. Genannt seien hier der Generalsekretär der CDU Sachsen, Landtagsabgeordneter Hermann Winkler, stellvertretender Handwerkskammerpräsident der Handwerkskammer Leipzig Herr Klier, Landesinnungsmeister des Dach­deckerhandwerks Sachsen Claus Dittrich, der Bundesinnungsmeister Hans-Günther Beyerstedt, die Landesinnungsmeister Thüringen – Ulrich Eller, Baden-Württemberg – Hans-Ulrich Gula, Bayern – Klaus Dank, Rheinland-Pfalz Hans Joachim Ciupek und alle anwesenden Kollegen aus den sächsischen Schornsteinfegerinnungen. Es folgten die Grußworte von Herrn Generalsekretär Winkler. Dieser ging in seinen Ausführungen auf die speziellen Aufgaben des Schornsteinfegerhandwerks besonders im Bereich des Brand- und Umweltschutzes ein. Er sicherte für die Zukunft die politische Unterstützung für das Schornsteinfegerhandwerk in Sachsen zu. Herr Klier von der Handwerkskammer Leipzig würdigte die Verdienste und die gute Zusammenarbeit mit den Schornsteinfegern im Kammerbezirk Leipzig, Ausdruck hierfür sind auch die im Anschluss ausgezeichneten Kollegen aus der Innung Leipzig, die an der Aktion „Umweltallianz Sachsen“ teilnahmen. Es folgte die Laudatio für den aus Altersgründen aus seinem Amt scheidenden Landesinnungsmeister Wolfgang Buschan durch den Landesinnungsmeister des Dachdeckerhandwerks Claus Dittrich. Dieser stellte den beruflichen Weg, welchen Wolfgang Buschan über mehr als ein Jahrzehnt nach der politischen Wende in der DDR ging, dar. Er dankte ihm für die persönliche und berufliche gute Zusammenarbeit in diesen Jahren, weiterhin würdigte er die Verdienste von Wolfgang Buschan für das Gesamthandwerk in Sachsen. Er überreichte W. Buschan ein Geschenk und verabschiedete sich von den Delegierten und Gästen. Es folgten die Geschäftsberichte des Landesinnungsmeisters W. Buschan, des Technischen Landesinnungswartes Dipl.-Ing. (FH) S. Gralapp, des Berufsbildungswartes G. Thomas, des Beauftragten für Öffentlichkeitsarbeit M. Steinberg und des Kassenwartes Ch. Werner. Vorgetragen wurden die Kassenprüfungsberichte, der Vorstand wird einstimmig entlastet.
Nach einer Pause erfolgen die Neuwahlen für den Vorstand des Landesinnungsverbandes. Als Landesinnungsmeister wird Hartmut Kettner – Innung Dresden, als stellvertretender Landesinnungsmeister Günther Rehn – Innung Chemnitz, als Technischer Innungswart Dip.-Ing. (FH) Stefan Gralapp – Innung Leipzig, als Berufsbildungswart Wolfgang Matteg – Innung Bautzen, als Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit/Schriftführer Bernd Damisch – Innung Zwickau und als Kassenführer Christian Werner – Innung Bautzen, gewählt.
Mit Abschluss der Wahl übernahm der neue Landungsinnungsmeister Hartmut Kettner die Leitung der Veranstaltung. Er gratulierte den gewählten Vorstandsmitgliedern zu ihrer Wahl und bedankte sich bei den bisherigen Vorstandsmitgliedern Wolfgang Buschan, jetzt Ehrenlandesinnungsmeister, und Matthias Steinberg, Öffentlichkeitsarbeit/Schriftführer, für die geleistete Arbeit. Weiterhin wurde der bisherige Berufsbildungswart Gunar Thomas verabschiedet, welcher seit dem letzten Bundesverbandstag in die Funktion des Bundesberufbildungswart gewählt wurde, der Landesinnungsmeister wünschte ihm viel Erfolg bei seiner weiteren Tätigkeit im Bundesvorstand. Es folgten die Ehrungen für die ehemaligen Obermeister Frank Dörrer – Innung Zwickau und in Abwesenheit Helmut Vogel – Innung Chemnitz. Die Laudatio für den ausgeschiedenen Landesinnungsmeister hielt Stefan Gralapp, dieser schilderte den beruflichen Werdegang von Wolfgang Buschan und würdigte die Verdienste bei der Leitung der Berufsgruppe Dresden und nach der gesellschaftlichen Wende als Landesinnungsmeister für Sachsen. Er lässt viele wichtige Ereignisse der letzten Jahre Revue passieren. Zum Abschluss übergab er mit merklicher persönlicher Ergriffenheit ein Geschenk an den in Zukunft motorradfahrenden, zum Ehrenlandesinnungsmeister ernannten Wolfgang Buschan.
Landesinnungsmeister Hans-Ulrich Gula würdigte in seiner Ansprache besonders die Verdienste von Wolfgang Buschan in der Zusammenarbeit der beiden Landesinnungsverbände Sachsen und Baden-Württemberg und wünschte persönlich viel Glück und Gesundheit. Anschließend erhielt Wolfgang Buschan aus den Händen des Bundesinnungsmeisters H.-G. Beyerstedt die höchste Auszeichnung im Schornsteinfegerhandwerk, die goldene Ehrennadel des ZIV. Der Bundesinnungsmeister würdigte die besonderen Verdienste von Wolfgang Buschan im Bereich der Bundesarbeit, was sich in seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstandsrat des ZIV zeigte.
Zum Abschluss der Veranstaltung sprach Bundesinnungsmeister H.-G. Beyerstedt zu berufspolitischen Problemen und der Zukunftssicherung in unseren Handwerk. Besonderes Augenmerk legte er hier auch auf die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in Europa.
Ein besonderer Dank zu diesem Landesverbandstag gilt der ausführenden Innung Leipzig für die gute Organisation und Betreuung der Gäste und Delegierten.
FH. Ing. Matthias Kirsten
Beauftragter Öffentlichkeitsarbeit

Ausgabe: 45 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Nach dem Erhalt der Zuwendungsbescheide der beantragten Fördermittel durch die Bildungsstätte (Bewilligung Bund 60% und Land 10%) konnten nachstehend aufgeführte Ergänzungen realisiert werden.
Im Bereich der Küche wurde ein zusätzlicher „Kombigarer“ zur Speisenaufbereitung installiert. Damit ist eine weitere Verbesserung hinsichtlich Qualität und Quantität der Zubereitung gegeben.
Der Computerraum wurde mit neuer Technik ausgestattet und die ehemals vorhandenen 8 Doppelarbeitplätze auf 16 Einzelarbeitsplätze erweitert.
Mit dieser Veränderung erhöht sich zwangsläufig die Intensität und Qualität der Bildungsmaßnahmen im Rahmen der Arbeit an den Computern.
In den Herbstferien erhält dieser Raum noch zusätzlich eine Schallschutzdecke.
Die „ausgemusterten Computer“ werden in einem neu geschaffenen Internetcafe des Lehrlingsinternates ihre Verwendung finden.
Im Bereich der Verwaltung wurde ein neues Kopiergerät bereitgestellt.
Dieses sich auf dem technischen Höchststand befindliche Gerät garantiert das Gerechtwerden der Vielzahl von anfallenden Kopien in hoher Qualität.
In den Schulungsräumen, in den hauptsächlich die Weiterbildungen der BSM und deren Mitarbeiter stattfinden, wurden elektrisch gesteuerte Leinwände die allen Teilnehmern eine gute Sichtmöglichkeit gewähren, angebracht.
Hinsichtlich einer breiteren Angebotspalette zur Nutzung des „Großen Schulungsraumes“ im Dachgeschoss des Lehrgebäudes wurden Arbeitstische nachbestellt.
Tontechnisch wurde dieser Raum auch dem erforderlichen Standard angepasst, so dass die Abspielmöglichkeit von Tonträgern gegeben ist.
Dies gibt uns die Möglichkeit den Anforderungen aller Formen von Bildungsmaßnahmen und Fachtagungen im vollen Umfang gerecht zu werden.

Ausgabe: 45 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Einfacher geht‘s nicht: Nun auch Erdgas aus der Steckdose!
Erdgas ist der umweltschonendste fossile Energieträger. Ein großer Vorteil ist, dass Erdgas ohne Umwandlungsverluste direkt als Primärenergie in die Haushalte kommt. Im Gegensatz dazu ist z. B. die Elektroenergie eine Sekundärenergie. Im Durchschnitt des deutschen Kraftwerkparks hat jede Kilowattstunde Strom, die beim Verbraucher ankommt, im Kraftwerk bei der Herstellung schon rund zwei zusätzliche Kilowattstunden Verluste verursacht. Bei der Anwendung im Haushalt hatten Elektrogeräte dagegen bisher den großen Vorteil der einfacheren Anschließbarkeit an das Stromnetz: Stecker rein in die Steckdose und fertig! Beim Erdgas war es schwieriger: Hier musste ein Installateur den festen Anschluss fachmännisch herstellen. Doch diese Zeiten sind nun vorbei: Ab sofort gibt es auch Erdgas aus der Steckdose!
Am Markt sind jetzt neue Sicherheitsgassteckdosen erhältlich die sich genauso einfach und sicher handhaben lassen wie die bekannten Stromsteckdosen. Jeder kann den Anschluss beliebig oft lösen und wiederherstellen. Da alle gastechnischen Teile strengsten Sicherheitsvorschriften unterliegen, sind Gasgeräte und Gassteckdosen ausgesprochen bedienungssicher. Moderne Sicherheitseinrichtungen, wie eine thermische Absperreinrichtung und ein Gasströmungswächter garantieren einen sicheren Betrieb der angeschlossenen Gasgeräte. Die Gassteckdose hat äußerlich die gleichen Maße einer vergleichbaren Elektrosteckdose und kann damit auch ästhetisch formschön integriert werden. Die neue Sicherheitsgassteckdose ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich zugelassen und kann unter Putz und auf Putz installiert werden. Durch die in der Gassteckdose integrierten Sicherheitseinrichtungen sind neben dem Einsatz von Edelstahlschläuchen auch andere preiswertere Gasschläuche erlaubt.
Bereits bei der Planung eines Neubaus oder bei einer Modernisierung sollten die Steckdosenplätze vorgesehen werden.
Wer so in der Küche, im Wohnzimmer, im Keller und auf der Terrasse mit Gassteckdosen eingerichtet ist, hat alle Möglichkeiten, sich mit modernen und sehr sparsamen (eine Kilowattstunde Erdgas kostet nur rund ein Drittel einer Kilowattstunde Strom!) Erdgas-Haushaltsgeräten auszurüsten und diese einfach anzuschließen, so zum Beispiel mit Gasherd und Wok in der Küche, Gaswäschetrockner und Erdgas-Sauna im Keller, Terrassenstrahler und Erdgasgrill auf der Terrasse sowie Gaseinsatz für Kamin oder Kachelofen im Wohnzimmer.
Einfacher geht‘s nicht: Mit der Erdgassteckdose lässt sich nun moderne und sparsame Gerätetechnik, die hohen Wohnkomfort bietet, einfach, bequem und sicher ins Haus holen.

Ausgabe: 45 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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TSI, seit 1961 erfahren in der Entwicklung von Messgeräten für den Klima-Lüftungs-Techniker, erweitert die Produktpalette „Abgasanalyse“ und macht nun mit seiner Serie CA-6100 CA-CALC auf sich aufmerksam. Vom Design schon einmal ansprechend steckt aber auch was drin:
Service- und Heizungstechniker erhalten damit präzise Abgas-Messwerte in Echtzeit, um den sicheren und effizienten Betrieb von Feuerungsanlagen oder anderen HLK-Geräten zu gewährleisten. Die tragbaren, robusten Modelle der neuen Serie CA-6100 CA-CALC mit O2-Messzelle, Abgas- und Verbrennungsluftfühler verfügen über benutzerdefinierbare Brennstoffeinstellungen, berechnen die CO2-Konzentration, den Wirkungsgrad und den Luftüberschuss. Optional sind auch Varianten mit CO- und Feinzugmessung erhältlich.
Neben zuverlässig genauen Messwerten bieten die Messgeräte der Serie CA-6100 CA-CALC ein großes Display mit einfacher Menüführung und zehn Stunden Batteriestandzeit bei laufender Pumpe für niedrige Betriebskosten. Beim Einschalten wird eine automatische Grundlinienkalibrierung der Messzellen durchgeführt.

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Testo, nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich mobiler Messgeräte, bringt nun ein neues Rauchgas-Analysegerät speziell für Schornsteinfeger auf den Markt. Testo 300 L – dieses Gerät bietet folgende Features:
Durch die manuelle CO-Abschaltung. Dadurch kann die 1. BImSchV Prüfung (qA) immer durchgeführt werden. Ein CO-Messzellenwechsel erfolgt ohne Prüfgasabgleich. Die O2-Zuluft-Messung ist extra abspeicherbar und wird im testo 300 L separat gespeichert und ausgedruckt. Mit 100 Speicherplätzen mit Barcode besteht auch hier die Möglichkeit der digitalen Daten­übertragung.

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Druckmesscomputer
Mit einem Messbereich von –2.000,00 bis +2.000,00 hPa erschließt Wöhler mit dem neuen Druckmesscomputer DC 2000 eine nie dagewesene Anwendungsvielfalt. Nahezu alle Druckmessungen im Betätigungsfeld der Heizungs- und Lüftungstechnik können mit diesem Gerät durchgeführt werden.
Der handliche Messcomputer, der eine Auflösung von 1 Pa aufweist und über einen integrierten Druck- und Temperatursensor verfügt, unterstützt durch speziell hinterlegte Abläufe folgende Anwendungsbereiche:
• Vor- und Hauptprüfung nach DVGW-TRGI 600
• Leckmengenbestimmung nach DVGW G 624
• Gasdruckmessung bei Einstellarbeiten an Feuerstätten
• Dichtheitsprüfung an Trinkwasserleitungen nach TRWI
• Kaminzugmessung
• Strömungsgeschwindigkeitsmessung nach Prandtl
• Raum-Klimamessung
• Langzeitmessungen und Dokumentation mittels „Logger“-Funktion
Außerdem lässt sich der Einsatzbereich des Gerätes mit einem internen Raumfeuchtesensor und einem externen Temperatursensor erweitern.
Je nach gewählter Abtastrate lassen sich die Messdaten über einen Zeitraum von bis zu mehreren Jahren aufzeichnen (loggen) und über eine integrierte IrDA-Schnittstelle übertragen. Darüber hinaus können Messprotokolle – mit dem Firmenlogo des Anwenders versehen – direkt auf einem Drucker ausgegeben werden.
Das DC 2000 wird von Wöhler in verschiedenen praxisorientierten Gerätekonfigurationen angeboten.

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Übernahme neuer Aufgaben in der Wöhler Holding AG
Dr. Fritz Wöhler, langjähriger geschäftsführender Gesellschafter der Firma Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, blickt auf ein erfolgreiches und bewegtes Berufsleben zurück. Am 30. Juni diesen Jahres zog er sich, nach über 22-jähriger Tätigkeit, aus den Geschäftsführungen der operativen Unternehmen zurück, um sich verstärkt Querschnittsaufgaben im Rahmen der Wöhler Holding zu widmen. Der promovierte Chemiker ist dem Betrieb seit seiner Kindheit verbunden. Bereits während des Studiums entwickelte er in der elterlichen Firma Messgeräte für das Schornsteinfegerhandwerk.
1942 in Berlin geboren, kam Fritz Wöhler mit seinen Eltern 1948 nach Wuppertal, wo sein Vater Hans Wöhler den Betrieb für Kehrgeräte und technische Bürsten aufbaute. Nach dem Studium der Chemie an der TU Darmstadt und der anschließenden Promotion arbeitete Fritz Wöhler zunächst bei einem großen Chemieanlagenbauer in der Forschung und Verfahrenstechnik sowie der Projektleitung.
Im Jahre 1980 übernahm er die Firma Wöhler von seinem Vater und baute die Sparte Messgeräte weiter aus. Kurz darauf erschloss man durch den Ausbau des Geschäftsfeldes Maschinenbau neue Märkte. Vorausschauende Firmenpolitik und Bereitschaft zum Risiko gehörten stets zu seinen Stärken. Unter Fritz Wöhlers Führung entwickelte sich die Firma zu einem weltweit bekannten Unternehmen mit einer Tochtergesellschaft in Tschechien und Firmenbeteiligungen in China und den USA.
Trotz des Ruhestandes will Fritz Wöhler nicht untätig sein. Er wird den Mitarbeitern im Rahmen seiner Aufgaben für die Wöhler Holding weiterhin in beratender Funktion zur Seite stehen. Seine neue Position gestattet es dem Vater von sieben Kindern jedoch, mehr Zeit für die Familie und sein großes Hobby, die Fliegerei, aufzuwenden.

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Scharfe Kanten an Revisionsöffnungen von Abgasleitungen wurden seit ihrer Markteinführung zur Plage von Schornsteinfegern. Kaum ein schwarzer Mann, der das Gefummel im Dunkeln nicht kennt und hasst. Nun hat sich Raab hier etwas einfallen lassen: Abgerundete Dichtkanten verhindern ein „Festfressen“ des Deckels, der zusätzlich mit einem Seil gegen Herunterfallen gesichert ist. Um die Verletzungsgefahr zu minimieren wurden scharfe Kanten zusätzlich mit einer witterungsbeständigen Schutzleiste versehen.
Bonus: Mit einer patentierten Prüf- und Reinigungsöffnung für die Baureihen Raab DW bzw. DW ALKON steht jetzt eine Variante zur Verfügung, die ohne elastomere Dichtungen auskommt. Durch das konische Konstruktionsprinzip ergibt sich eine Lösung, die mit einem Überdruck von 5.000 Pa geprüft und bauaufsichtlich zugelassen ist.

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Isostatisch hergestelltes Keramiksystem zur Schornsteinsanierung
Keramische Einsatzrohre haben in der Abgastechnik eine lange Tradition. Der mineralische Werkstoff überzeugt durch eine hohe Temperaturwechselbeständigkeit, ist resistent gegen alle auftretenden Schadstoffe im Abgas bzw. Kondensat und gilt als außerordentlich robust gegenüber mechanischen Beanspruchungen. Zeitgemäße Keramiksysteme sind damit besonders gut für die Sanierung von Hausschornsteinen geeignet. Sie werden mit Hilfe einer neuen Hochdrucktechnologie, dem kaltisostatischen Pressverfahren hergestellt. Das Ergebnis sind dünnwandige, maßgenaue Hightech-Produkte mit einer konstanten Dichte in allen Rohrabschnitten. Die neue Rohrgenerationen ist dadurch leichter, sicherer sowie multifunktional für alle Brennstoffarten und Feuerstätten einsetzbar, die im Unter- oder Überdruckbetrieb arbeiten.
Nun integriert die Joseph Raab GmbH & Cie. KG aus Neuwied auch ein derartiges Abgassystem in ihre Produktpalette. Unter der Bezeichnung OSMOTEC steht jetzt ein neuartiges Keramikprogramm zur Schornsteinsanierung mit Innendurchmessern von 80–200 mm zur Verfügung. Die einzelnen Muffenrohre haben eine Baulänge von 66 cm und sind problemlos zu handhaben. Sie werden über Dach miteinander verbunden bevor die Rohrsäule mit Hilfe einer Ablasswinde in einem Stück in den bestehenden Schornstein eingeführt wird. Durch die dünnen Wandungen von nur 8 mm lassen sich selbst enge Schächte mit der keramischen Rauchgasführung versehen.
Abgestimmte Systemkomponenten erlauben die Anpassung an alle objektspezifischen Einbausituationen. Die Montage der einzelnen Komponenten erfolgt mit einem speziellen Säurekitt. OSMOTEC lässt sich außerdem als feuchteunempfindliches System hinterlüften und optional mit Wärmedämmschalen versehen.
Raab unterstreicht mit der keramischen Linie zur Schornsteinsanierung ein weiteres Mal seine auf Werkstoffneutralität beruhende Marktposition.

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KW-Abgasschalldämpfer AKTIV-PLUS
Moderne Feuerstätten produzieren häufig ein Geräuschniveau, dass Anlass zu ernsten Reklamationen sein kann. Der störende Lärm wird entweder direkt durch den Wärmeerzeuger oder die Abgasstrecke (je nach Art und Ausführung) verursacht. Es entstehen sowohl aerodynamische als auch feuerungsbedingte Geräusche, die als Luft- oder Körperschall übertragen werden.
Um diese Geräuschemissionen wirkungsvoll zu reduzieren, bietet die Kutzner + Weber GmbH & Co. KG mit der Baureihe AKTIV-PLUS einen Abgasschalldämpfer für unterschiedliche Einsatzbereiche an. Hierbei handelt es sich um einen sogenannten Abzweig-Resonator, der in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut, Stuttgart, entwickelt wurde. Zentraler Bestandteil dieser Konstruktion ist ein aktives Akustikmodul, dass für die Dämpfung der Schallfrequenzen von 30–300 Hz sorgt. Damit eignet sich das System besonders für den Einsatz in einem Frequenzbereich, der für Schalldämpfer herkömmlicher Bauart nicht mehr erreichbar ist. Der AKTIV-PLUS weist außerdem geringe Abmessungen auf und lässt sich in das Modulsystem des KW-Schalldämpferprogramms integrierten.
W-Abgasschalldämpfer werden in den Durchmessern 80–300 mm aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4571/ 1.4404 gefertigt und sind abgas- sowie kondensatdicht im Über- und Unterdruckbereich einsetzbar. Die 60 mm langem Stutzen nach DIN 1298 ermöglichen den Einbau in alle handelsüblichen Verbindungsleitungen.

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Kostengünstige Systemlösung zur Energieeinsparung
Angesichts der aktuellen Preisentwicklung auf dem Energiemarkt ist der Einsatz thermischer Abgasklappen besonders zu empfehlen. Die sogenannten Diermayerklappen (benannt nach dem Erfinder) gelten in Fachkreisen seit vielen Jahren als preiswertes und zuverlässiges Bauteil.
Sie werden hinter der Strömungssicherung atmosphärischer Gasfeuerstätten eingebaut und versehen geräuschlos und zuverlässig ihren Dienst. Das Funktionsprinzip beruht auf der Steuerung durch ein Bimetall: Kommt es mit den warmen Abgasen in Berührung öffnet das Bimetall die Abgasklappe, während sie in der Stillstandszeit des Gerätes wieder verschlossen wird.
Weder der Wärmeerzeuger noch der Aufstellraum werden somit durch den herrschenden Unterdruck in der Abgasführung (Schornsteinzug) ausgekühlt. Der Jahresnutzungsgrad einer Feuerungsanlage erhöht sich dadurch nachweislich.

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Helfer zur Heizungsplanung überarbeitet
Das Innovations- und Transferinstitut an der Fachhochschule Bingen stellt jetzt eine Weiterentwicklung des IPS-Energierechners vor. Die Software bildet eine verlässliche Berechnungsgrundlage für energetische Beratungsgespräche und erleichtert Bauherren die Entscheidung zugunsten einer individuellen Wärmeversorgung.
Der Energierechner ist in der Lage unterschiedliche Systeme zur Beheizung von Wohnhäusern zu vergleichen. Neben ökologischen Aspekten wie dem CO2-Ausstoß werden auch ökonomische Gesichtspunkte wie z.B. die laufenden Kosten und das Investitionsvolumen mit einbezogen. Darüber hinaus beinhaltet eine integrierte Datenbank aktuelle Informationen über die Förderprogramme von Bund und Land.
Die Wirtschaftlichkeit einer Heizungsanlage lässt sich dabei unter Verwendung unterschiedlicher Energieträger beurteilen. Mit Solarkraft, Gas, Öl oder den nachwachsenden Brennstoffen Stückholz bzw. Holzpellets werden alle handelsüblichen Formen berücksichtigt. Anlagenbetreiber können so einen fundierten Blick in ihre wärmetechnische Zukunft werfen. Der Energierechner liefert u. a. zuverlässige Aussagen zum Thema: „Amortisation bivalenter Heizungskonzepte“. Sollten beim Neubau eines Gebäudes nicht genug Mittel zur Realisierung derartiger Systeme zur Verfügung stehen, kann auch ermittelt werden ob sich ein modularer Aufbau rentiert. (IPS)

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Die mögliche Kürzung der Wohneigentumsförderung bewegt nach wie vor die Gemüter in der Bauwirtschaft. Dies zeigte eine Informationsveranstaltung, die kürzlich von der Initiative Pro Schornstein e.V. (IPS) gemeinsam mit dem Ministerialdirigenten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, Robert Scholl, durchgeführt wurde.
Nach seiner Ansicht gehen die aktuellen Einspardebatten zur sogenannten Eigenheimförderung häufig an der Realität vorbei. Zum einen weist das staatliche Fördervolumen in Zeiten schwacher Bautätigkeiten ohnehin
eine fallende Tendenz auf, zum anderen führen derartige Diskussionen zur Verunsicherung potentieller Bauherren. Ein Effekt, der das Schlusslicht der deutschen Wirtschaftsentwicklung – die Bauindustrie – weiter deklassieren dürfte. Darüber hinaus sind auch die wirtschafts- und fiskalpolitischen Auswirkungen kritisch einzuschätzen. Kenner der Branche rechnen bei einer Einschränkung der Wohneigentumsförderung mit weiteren Steuerausfällen in Milliardenhöhe sowie mit einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen. Dieter Hergott, Geschäftsführer der KLB, Andernach, hierzu wörtlich: „Für das Jahr 2001 sind aus dem Wohnungsneubau rund 172.000 För­derfälle mit einem Fördervolumen von 4,7 Milliarden Euro zu erwarten, die für den Fiskus im Gegenzug Mehreinnahmen von 10,3 Milliarden
Euro bringen. Für jeden, der Rechnen kann, ein Überschuss von rund 5,6 Milliarden Euro.“ Die Einschnitte bei der Wohneigentumsförderung führen in der Folge nicht zum Abbau von Subventionen oder dem öffentlichen Schuldenberg, sondern verursachen an anderer Stelle neue Einnahmeausfälle. Hinzu kommen nach Meinung des IPS-Geschäftsführers, Wolfgang Wegener, soziale Aspekte, die sich hauptsächlich in den Punkten Familienpolitik, Altersversorgung und den städtischen Wohnsituationen wiederspiegeln werden.
Alle Anwesenden machten abschließend darauf aufmerksam, dass Bürger und Unternehmen, die sich mit dem Thema Bauen und den damit verbundenen Investitionen befassen, ein Recht auf zukunftssichere Rahmenbedingungen haben. (IPS)

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„Option zur Nachrüstung einer Solaranlage immer offen halten“
Nach Empfehlung von Peter Müller, Referent für Energieobjekte beim Bundesverband der Verbraucherzentralen, sollten sich Bauherren generell die Option zur Nachrüstung einer Solaranlage offen halten.
Nach Meinung des Energieexperten gilt dies auch: „Wenn bei Baubeginn eigentlich kein Geld dafür da ist.“ Mit diesem Satz bringt er die Argumente für den Einbau eines mineralischen Schornsteins auf den Punkt. Die mehrzügige Abgasanlage schafft Unabhängigkeit in der Energieversorgung und bildet das zentrale Bauteil für zukünftige Heizkonzepte. Durch seine vielseitige Nutzung und die lange Lebensdauer kann der Schornstein auch in Sachen Wirtschaftlichkeit voll überzeugen.
Neben zahlreichen Anschlussmöglichkeiten von Wärmeerzeugern aller Art dient er in vielen Fällen als Installationsschacht zur Rohrführung durch das Gebäude. Die Vor- und Rücklaufleitungen einer Solaranlage lassen sich somit problemlos vom Heizungs- oder Aufstellungsraum aus zur Dachfläche hin verlegen. (IPS)

Ausgabe: 45 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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Im Rahmen der letzten Mitgliederversammlung wurde die Leitung der Initiative Pro Schornstein e.V. (IPS) neu organisiert. Ein sechsköpfiges Gremium wird nun die Geschicke des Verbands leiten. An der Spitze steht mit Erhard Hafner ein Branchenkenner aus dem Hause Schiedel. Die weiteren Vorstandsmitglieder: Bodo Goldmann (Plewa), Niels Theis (Wienerberger), Rudolf Kruse (Schreyer), Gereon Kihm (Tona) und Johann Haidlmair (Schiedel) repräsentieren die bundesdeutschen Mitgliedsunternehmen der mineralischen Schornsteinindustrie. Die Geschäftsführung hat weiterhin Wolfgang Wegener inne.
Ziel des Vorstandsgremiums ist es, die positiven Entwicklungen und Markttendenzen zugunsten des mineralischen Schornsteins weiter zu forcieren. Ein zentrales Thema werden in diesem Zusammenhang die Aktivitäten im Bereich Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit bilden. Darüber hinaus möchte man die Kooperation mit Fachverbänden sowie der Bau- und Heizungsindustrie zur Nutzung möglicher Synergieeffekte auszubauen. (IPS)

Ausgabe: 45 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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Nach neusten Marktuntersuchungen zeichnet sich ein eindeutiger Trend zugunsten des Schornsteins ab. Nachdem die im Jahr 2000 durchgeführte DIA-Studie (Deutschen Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg) ergeben hat, dass eine Schornsteinanlage den Wert selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser nachhaltig verbessert, untermauern jetzt weitere Erhebungen diese Aussage.
Laut Untersuchung der renommierten Institute EMNID, Bielefeld, und Krämer, Münster, verzeichnen die mineralischen Schornsteine auch bei Bauherren eine deutlich gestiegene Nachfrage. Demnach werden sie in fast 83% aller privaten Neubauten eingesetzt. Auch der Anteil mehrzügiger Abgasanlagen ist gestiegen. Etwa 58% aller Schornsteinsysteme besitzen heute zwei oder mehr Züge. Dieser Wert lag im vergangenen Erhebungszeitraum (2000–2001) noch unter 50%. Als weiteren Faktor nennen die Marktforscher 1,437 Schornsteinzüge pro Neubaueinheit im Ein- und Zweifamilienhausbereich. Eine Messgröße, die in dieser Höhe seit geraumer Zeit nicht mehr erreicht wurde.
Passend zu diesen Zahlen kommt das Marktforschungsinstitut GfK, Nürnberg, zu der Erkenntnis, dass kaum ein neu gebautes Eigenheim ohne den nötigen Schornsteinzug zur Verfeuerung fester Brennstoffe geplant wird. (IPS)

Ausgabe: 45 , Kategorie: Schornsteine ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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Der Herbst kommt und mit ihm schleicht sich eine neue unbekannte Gefahr an. Immer wieder beobachten in stürmischen Zeiten Deutschlands Forscher für paranormale Erscheinungen ein neuartiges Phänomen. „Fliegende Napoleonhüte“. Gegenüber den fliegenden Untertassen sind diese Napoleonhüte ohne Antrieb, absolut geräuschlos, unbeleuchtet und unbemannt. Aber sie sind real und landen tatsächlich in Vorgärten.
Nach tiefgründigen Recherchen handelt es sich hierbei nicht etwa um Außerirdische, sondern um Schornsteinaufsätze.
Ursache dieses Phänomens ist die fehlerhafte und damit der Installationsanleitung widersprechende Befestigung der Schornsteinaufsätze an Fertigteilschornsteinen mit Leichtbauabdeckplatten. Diesbezüglich fragten wir bei der Firma Schiedel nach:
„Diese Leichtbauabdeckplatten werden mit Kunststoffdübeln in den vier Löchern des Mantelsteins verschraubt. Wer diese vier Schrauben für die Befestigung von Schornstein-Abdeckhauben verwendet, handelt falsch. Die Dübel halten derartigen Windbelastungen nicht stand. Bei Zug lösen sie sich aus dem Mantelstein und wenn alles gut läuft, liegen Abdeckhaube inclusive Abdeckstein im Vorgarten.
Zur ordnungsgemäßen Befestigung sind in die vier Löcher Gewindestangen einzubetonieren, an denen die Aufsätze fortan sicher befestigt werden können. Bei Schornsteinen mit Beton-Abdeckplatten wurde bei Befestigung mit Dübeln bislang kein Abhandenkommen von Aufsätzen festgestellt.“

Ausgabe: 45 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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Die Vorbereitung
Der Bundesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks 2002 in Halle, Sachsen-Anhalt, ist noch in guter Erinnerung. Die Vorbereitung dieses Events hatte bereits vor zwei Jahren begonnen. Es musste ein Veranstaltungsort gefunden werden, der eine ausreichende Kapazität für die unterschiedlichen Tagungen aufweißt. Tagungsräume für 30 Personen waren ebenso erforderlich wie Räume für 280 Personen und ein Saal für 500 Personen für die Abendveranstaltung. Hinzu kommt noch ausreichender Platz für die Fachausstellung und in Tagungsnähe müssen Hotelkapazitäten in ausreichender Menge zu vertretbaren Zimmerpreisen angeboten werden können.
Natürlich begann die Suche in der Landeshauptstadt Magdeburg. Wir konnten auch Räumlichkeiten mit den erforderlichen Kapazitäten finden. Leider gestalteten sich die Verhandlungen mit den Häusern als schwierig, da die Kosten für die Räumlichkeiten bei weitem das Budget überschritten. Nach Ausdehnung der Suche landesweit, hatten wir dann einige akzeptable Angebote zur Auswahl. Der Bundesinnungsmeister wurde eingeladen, um die Räumlichkeiten zu besichtigen. Nach dem „OK“ des BIM wurde ein Vertrag mit dem Hansa-Hotel Halle/Peißen ausgearbeitet. Das Grobkonzept stand.
Geplant war folgender Ablauf. Alle Tagungen im Saal bzw. in abgeteilten Elementen des Saales. Die Fachausstellung im Foyer und den Fluren des Hotels und zusätzlich in zwei Elementen des Saales. Für die Abendveranstaltung sollte ein Festzelt organisiert werden.
Jetzt galt es in die konkreteren Planungen einzusteigen. Die Aussteller mussten angeschrieben und für die Fachausstellung gewonnen werden. Ebenso galt es Anzeigenkunden für die Festschrift zu werben. Ideen für die Rahmenprogramme waren zu entwerfen und Angebote einzuholen. Der LIV Sachsen-Anhalt reservierte alle verfügbaren Zimmer im Veranstaltungshotel und zusätzlich 30 weitere Zimmer in einem benachbarten Hotel. Im Laufe der Vorbereitungen wurden Verträge unterzeichnet, von denen keiner der Unterzeichnenden genau wusste, ob wir die erforderlichen Kapazitäten auch wirklich benötigten. Es blieb immer eine allgegenwärtige Ungewissheit, vertragsbrüchig zu werden, weil die avisierten Teilnehmer nicht kommen. Anfang 2002 waren erst 18 Zimmerreservierungen eingegangen und das Hotel meldete erste Bedenken an. Soll die Veranstaltung wirklich wie geplant durchgeführt werden? Doch nach den ersten Veröffentlichungen im Magazin und den damit verbundenen Anmeldekarten wurde uns das Ausmaß der Zimmerreservierungen langsam unheimlich. Gott sei dank hatte ein Kollege unverbindlich noch 60 weitere Zimmer in einem benachbarten Hotel optioniert. Nur wenige Tage später der Hilferuf des Hotels. Wir sind total überbelegt. Später stellte sich heraus, das selbst die 60 zusätzlichen Zimmer nicht ausreichten. Ein weiteres Hotel wurde hinzugezogen.
Der Anmeldeschluss für die Ausstellung lief ab und wir sichteten die Reservierungen. Plötzlich wurde uns klar, dass die vorhandene Ausstellungsfläche bei weitem nicht ausreicht. Sollen wir einigen Ausstellern absagen oder lieber allen kleinere Flächen zuweisen? Nein!
Das Konzept wurde in Frage gestellt: Warum die Abendveranstaltung im Festzelt? Können wir nicht die Ausstellung in das Zelt verlagern? Das hat zur Folge, dass die Delegiertenversammlung pünktlich schließen muss. Pünktlich heißt spätestens 18.00 Uhr. Die Zusage des Bundesinnungsmeisters erhielten wir. Damit stellte sich aber ein logistisches Problem. Innerhalb einer Stunde muss der Saal umgeräumt und umdekoriert werden. Von parlamentarischer Bestuhlung mit Sitzreihen zu Festbestuhlung mit runden Tischen, Bühne und Tanzfläche.
Die Festschrift
Langsam rückte der Redaktionsschluss für die Festschrift näher. Die redaktionellen Beiträge waren vorhanden. Aber die Grußworte der Politiker fehlten zum großen Teil. In Sachsen-Anhalt waren Wahlen und kaum einer wollte vor den Wahlen etwas schreiben. Nach den Wahlen hatten wir eine neue Landesregierung. Die Politiker hatten konstituierende Sitzungen, mussten Presseerklärungen abgeben und konnten sich verständlicher Weise nicht um Grußworte für Schornsteinfeger kümmern. Doch kurz vor Druckbeginn konnten wir dann doch erleichtert alle Beiträge in die Festschrift integrieren.
Die Ausstellung
Sechsmal wurde der Ausstellungsplan komplett verändert, da bis kurz vor dem Tag Null immer noch verspätete Anmeldungen der Aussteller eingingen. Selbstverständlich wollte jeder Aussteller einen guten Platz und wir wollten auch keinen benachteiligen. Die rechteckige Form der Ausstellungsfläche ließ einigen Spielraum zu. Alle Aussteller hatten die gleichen Bedingungen. Jeder stand mit mindestens einer Seite an einem Hauptgang. Jetzt konnten wir nur noch hoffen, dass das Zelt pünktlich steht und die Stromversorgung bis zu Beginn der Aufbauzeit realisiert wird. Dienstagmittag waren alle Bedenken passee. Das Zelt stand und wir hatten Strom. Jetzt hieß es 600 Meter Malerband zur Parzellierung zentimetergenau auf den Zeltboden aufbringen und die Stände zu nummerieren. Bis in die Nacht um 24.00 Uhr haben Kollegen in dem Zelt ausgeharrt, um die Aussteller einzuweisen. Zur Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch um 16.00 Uhr war das Zelt nicht wieder zu erkennen. Aus der unendlich groß scheinenden (leeren) Fläche wurde eine Fachausstellung auf hohem Niveau mit über 60 Aussteller.
Anreise der Delegierten
Ab Mittwochmittag trafen die ersten Delegierten im Tagungshotel ein. Viele Gäste mussten in die benachbarten Hotels gefahren werden. Zu den Hauptzeiten war ein Bustransfer eingerichtet. Das Tagungsbüro im Foyer des Hotels hatte Hochkonjunktur. Jeder wollte seine Eintrittskarten für den Festabend und das Rahmenprogramm haben. Unendlich lange Listen sorgten für klare Verhältnisse. Wer hat bestellt, wer hat bezahlt? Jetzt machte sich die akribische Führung der Liste bezahlt. Das geordnete Chaos.
Die Delegiertenversammlung
In Halle wurde ein neuer Vorstand des ZIV gewählt. Bei Wahlen ist immer mit Zeitverzögerungen zu rechnen. Die Kandidaten stellen sich vor, die ausscheidenden Vorstandsmitglieder werden geehrt. Gratulation neuer BIM, Danksagung alter BIM. Zwischendurch Durchsagen falsch geparkter Fahrzeuge. Der Linienbus kommt nicht um die Ecke. Einfach zugeparkt. Die Polizei und der Personenschutz wollen Parkflächen haben. Wieder fünf Fahrzeuge die entfernt werden müssen. Das alles mit der Vorgabe, spätestens 18.00 Uhr muss der letzte Delegierte den Versammlungsraum verlassen haben, es muss umgeräumt werden.
Der Festabend
Nur durch Mithilfe aller verfügbaren Kräfte, angefangen beim Büfettleiter bis zum Hausmeister und aller zur Verfügung stehenden Kollegen ist es gelungen den Saal bis zum Einlass innerhalb nur einer Stunde völlig neu zu dekorieren und zu bestuhlen. Diese nichtolympische Disziplin ähnelte einer Quadratur des Kreises. Ein Tischplan war erstellt und jeder Landesverband hatte seine reservierten Plätze. Nun gingen aber trotz akribischer Planung die Tischreservierungen nicht auf. An einigen Tischen blieben Stühle frei, die an anderen Tischen fehlten. Niemand wollte sich umsetzen. Kurzerhand musste ein Reservetisch gestellt werden. Nach dem Abendessen und einer kurzen Ansprache konnte das Tanzbein geschwungen werden. Die Band stellte sich sofort auf das Publikum ein, die Tanzfläche war immer gut gefüllt. Ein Höhepunkt des Abends war zweifelsohne die Tombola. Viele attraktive Preise, angefangen von einer Ballonfahrt über Musicalbesuch, Kurzreisen, Brennstoffen und hochwertigen Arbeitsgerätschaften konnten verlost werden. Der Erlös von 1700,00 E wurde dem Verein zur Förderung krebskranker Kinder e.V. Halle (Saale) für das Projekt Internetzugang während der Chemotherapien zur Verfügung gestellt.
Der Kanzlerbesuch
Der Bundeskanzler hatte sein Kommen zugesagt. Nach Absprachen mit dem Bundespresseamt und dem Bundeskriminalamt wurde jede Minute des Kanzlerbesuches geplant. Sicherheitsvorkehrungen mussten getroffen werden. So durften z. B. am Tag des Kanzlerbesuchs nach 8.00 Uhr keine größeren Gegenstände in den Saal gebracht werden. Auch die Musiker mussten ihre Instrumente vorher im Saal abstellen. Nun kam aber der Sprengstoffspürhund nicht zur angegebenen Zeit. Die Kollegen, die neben den Rednerpult stehen sollten, wollten aber den Ablauf proben. So musste für das Foto mit dem Kanzler das Rednerpult innerhalb von 30 Sekunden von der Bühne entfernt werden. Jeder Kollege hatte seine Handgriffe mehrfach geübt. Die Steckverbindungen der Mikrofone mussten gelöst werden. Es durfte keinen Kabelsalat geben, jeder Handgriff musste sitzen. Wie es aber oft ist, kam es nach der Rede nicht zu der Aktion, die Masse der Pressevertreter zwangen zur Änderung des Protokolls. Das Foto wurde an ganz anderer Stelle geschossen.
Zu einem peinlichen Zwischenfall währe es während der Kanzlerrede fast gekommen. Ein Kollege hatte in dem Saal einen Mann entdeckt, den er im Fernsehen als Mensch der sich in den Mittelpunkt drängt, gesehen hat. Die Beamten vom Bundeskriminalamt hatten auch Karten mit Fotos der Leute dabei, die für solche Aktionen bekannt waren. Nun war die Ähnlichkeit mit einer dieser Karten sehr hoch. Kurz bevor das BKA den Mann aus dem Saal entfernen wollte, stellte sich heraus, das es ein Vertreter der ESchFö war.
Fazit:
Alle sind abgereist. Ein Hotel, das nicht glauben konnte, mit diesem Megaevent derart ausgebucht zu sein. Ein Organisationsteam das froh war, keinen Herzinfarkt erlitten zu haben. Ehefrauen, die nach monatelangem Stress das Wort Verbandstag nicht mehr hören können.
Wir möchten uns an dieser Stelle nochmals bei allen Kollegen bedanken, die zum Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen haben. Ohne diese vielen fleißigen Helfer, die im Hintergrund mit viel Engagement die unterschiedlichsten Aufgaben erledigten, wäre so ein Event nicht durchzuführen.
Torsten Kiel, Pressewart des LIV des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt

Ausgabe: 45 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

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Interessante Einblicke
in die Produktion eines Specksteinofens

Im August diesen Jahres hatten dreizehn Schornsteinfeger aus Sachsen-Anhalt die Möglichkeit nach Finnland, in das Herstellungswerk der Tulikivi Specksteinöfen, zu reisen. Die Produktionsstätte liegt in Juuka, das ist in Ostfinnland in einem Landstrich der sich Karelien nennt. Bis dahin wusste ich nur, dass Karelien in Russland liegt, aber daran wird deutlich, dass es immer noch geografische Lücken gibt, die aber mit der Zeit geschlossen werden können.
Um nun dort hin zu gelangen, mussten wir, beginnend in Halle, über Flughafen Berlin Tegel nach Helsinki fliegen. Von dort ging es in einem etwas kleineren Flugzeug, eine sogenannte Turboprop-Maschine (Propellermaschine) weiter. Aber auch die brachte uns sicher zum Zielflughafen nach Joensuu. Von dort ging es nochmals 70 km mit dem Bus durchs Land. Also insgesamt von Halle/S. nach Juuka 1800 km. Insgesamt benötigten wir fast 14 Stunden, trotz moderner Transportmittel. Da die Teilnehmer fast ausschließlich Schornsteinfeger waren und diese sind ja bekanntlich ein lustiges Völkchen, wurde die Reise nicht langweilig.
In Juuka wurden wir von der Firmenleitung begrüßt und zu einem fantastisch schmeckenden Abendessen nach finnischer Art eingeladen. Zum Abschluss des Abends wurde ein finnisches Saunabad genommen, um den Körper nach der langen Reise etwas zu erholen.
Am Tag „Zwei“ wurde die Herstellung des Specksteinofens von Beginn an beleuchtet. Wir hatten die Möglichkeit, bei wunderschönen Wetter die enorme Größe des Steinbruchs zur Specksteingewinnung zu erleben. Hier werden, über Tage, mit recht schweren Gerät große Teilstücke aus dem Fels gesägt und in die Produktionshallen gebracht. Im Steinbruch wird bis zu Temperaturen von minus 25 Grad Celsius, also fast das ganze Jahr, gearbeitet. Bei noch niedrigeren Temperaturen wird das Material der Steinsägen zu spröde. Nicht mehr vertretbare Ausfälle des Gerätes machen einen weiteren Abbau unrentabel. Der Nutzungsgrad der abgebauten Steine ist, gegenüber anderen Steinbrüchen, die aus der gewonnenen Steinmenge ca. 3–5% Fertigprodukte herstellen, mit ca. 10% recht hoch. Man hat aber vor ein Werk zu konzipieren, dass diese Rate auf ca. 20% vergrößert. Damit hätte man dann einen in der Welt führenden Ausnutzungsgrad erreicht. Zur Verarbeitung der großen Steinstücke werden riesige Gatter und Steinsägen mit Sägeblättern bis zu 3,0 m im Durchmesser eingesetzt. Es ist schon beeindruckend, wenn man neben einer solchen Säge steht. Staub gibt es eigentlich nicht, da alle Säge- und Stemmarbeiten unter Einsatz von Wasser durchgeführt werden. Wie in allen anderen Arbeitsbereichen findet auch hier die modernste Technik ihren Einsatz. Wir hatten die Möglichkeit, die Produktion von Öfen „von der Stange“ und auch Sonderöfen zu erleben. Bei den in Serie angefertigten Öfen wird, durch den hohen Automatisierungsstand, nur noch mit relativ wenig Arbeitskräften gearbeitet. Aber im Bereich der Sonderanfertigungen gibt es sehr kreative und handwerklich spezialisierte Fachkräfte. Hier werden unter anderen Öfen aus einem großen Stück Felsen hergestellt. Dazu wird der Specksteinklotz aufgesägt und es werden alle notwendigen Züge in den „Felsenofen“ eingebracht. Zum Schluss werden alle Einzelteile wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt. Die Fugen werden mit Steinmehl verschlossen. Dadurch erscheint dem Betrachter der Ofen als ein Felsenteil. Fugen gibt es optisch nicht. Es werden Öfen in allen Gewichts- und auch Preislagen von ca. einer Tonne bis hin zu fast zwanzig Tonnen (wohlgemerkt für einen Ofen) hergestellt.
Auch die theoretischen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die Zulassungsverfahren in den einzelnen Exportländern wurden uns innerhalb eines Seminars vermittelt. Die Specksteinöfen von Tulikivi sind durch eine entsprechende bauaufsichtliche Zulassung vom DIBT Berlin für den Einbau in Deutschland zugelassen. Ähnlich wie in Deutschland stellen auch Staaten wie zum Beispiel Norwegen oder sogar Russland Anforderungen an den Einbau dieser Öfen. Unser Gastgeber hat in allen Staaten, in denen diese Öfen exportiert werden, diese Zulassungsrichtlinien erfüllt. Specksteinöfen sind somit zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten gegenüber den herkömmlichen Speicheröfen geworden.
Die Krönung der Bildungsreise war ein Besuch in der Forschungsabteilung. Hier wurden uns die Testreihen der Feuerstätten, wie zum Beispiel Dauerbetrieb erläutert. Im praktischen Test werden hier die Temperatureinflüsse auf den Schornstein sowie die Emissionswerte der Specksteinöfen ermittelt und bewertet. Die hier gewonnenen Erkenntnisse dienen dem Fachhandwerk zur Beurteilung und Planung der Aufstellungsbedingungen. Außerdem wurde uns ein neuer Feuerrost vorgestellt. Durch die neue Konstruktion soll die Wirkungsweise des Ofens noch verbessert werden. Voraussetzung ist, wie bei allen Feuerstätten, natürlich der richtige Brennstoffeinsatz.
Am Abend konnten wir einige „Spezialfeuerstätten“ aus Speckstein auf die Möglichkeit der Zubereitung von Speisen erproben. Specksteinräucherofen und -grill gaben den selbst zubereiteten Köstlichkeiten eine besondere Note.
Neben den technischen Schulungen wurde den Teilnehmern aber auch finnische Tradition und das Brauchtum, sowie die Geschichte nahe gebracht. Trotz der 500 E Reisekosten, die jeder Teilnehmer investiert hat, wurde von allen eine positive Bilanz gezogen.
Christian Plettner
Pressewart der Innung im Kammerbezirk Halle/Saale

Ausgabe: 45 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Brennstoff Holz – eine Alternative –
auch ohne Vollautomatik und Fördermittel
Norbert Krüger, TIW Innung Magdeburg

In Nr. 6/2002 der Bauernzeitung wurde über die Entwicklung auf dem Brennstoffmarkt und eine automatisch beschickte Hackschnitzelheizung berichtet. Dass es nicht unbedingt eine vollautomatische Feuerstätte sein muss und sich eine Holzheizung auch ohne Fördermittel rechnet, möchte ich an einem weiteren Beispiel zum Thema Brennstoff Holz erläutern.
Der Brennstoff Holz kann neben der Sonne und der Windkraft eine der saubersten Energiearten sein. Voraussetzung dafür ist eine Verbrennung in modernen Holzfeuerstätten, sei es nun ein Kaminofen, ein Kachelofen oder ein Zentralheizungskessel. Ich möchte hier eine Übersicht über die Möglichkeiten und einige grundsätzliche Voraussetzungen für die umweltfreundliche Verbrennung von Holz, speziell in Zentralheizungsanlagen mit Scheitholzkesseln darstellen. Eine weitere Veröffentlichung speziell für Einzelfeuerstätten wie Kamine und Kachelöfen wird folgen.
Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der bedingt durch seine Form und Zusammensetzung andere konstruktive Anforderungen an die Feuerstätte stellt, als das von Öl- oder Gasfeuerstätten bekannt ist. Es liegt kein reiner Kohlenstoff vor, nur in gebundener Form (Kohlenwasserstoffe), eine gleichbleibende genormte Qualität von scheitförmigem Brennholz ist nicht möglich. Aus diesem Grund muss eine Holzfeuerstätte für verschiedene Holzarten und Stückgrößen geeignet sein.
Nicht zuletzt daher gibt es bestimmte Konstruktionsprinzipien einer modernen Holzfeuerstätte. Dazu gehört ein Feuerraum ohne Rost, in dem ein Teil der Verbrennung, die Trocknung und die Entgasung stattfindet. Ein nächstes unabdingbares Bauteil ist eine heiße Brennkammer, in der die eigentliche Verbrennung stattfindet. Um die aus dem Holz entweichenden Gase sauber verbrennen zu können, sind in dieser Brennkammer Temperaturen von mind. 650 °C, besser 800 °C oder mehr erforderlich. Die Brennkammer muss so konstruiert sein, dass das aus dem Holz entweichende Gas in der Brennkammer verwirbelt und dadurch eine Vermischung mit dem in der Verbrennungsluft vorhandenen Sauerstoff entsteht. Um dem Prozess der Verbrennung genügend Zeit zu geben, ist eine Verweildauer der Rauchgase zwischen 0,5 und 0,8 Sekunden in der heißen Brennkammer erforderlich. Erst nach völligem Ausbrand und Durchströmen der heißen Brennkammer wird dem Abgas Wärme über die Wärmetauscher im Heizkessel entzogen.
Ein nächstes, spezielles Konstruktionsmerkmal ist die Zuführung und Regelung der Verbrennungsluft. Dabei gibt es drei Grundprinzipien:
1. Ansaugen der Luft durch den natürlichen Unterdruck in Feuerstätte und Schornstein.
Dieses Prinzip ist altbekannt, aber auch bei modernen Feuerstätten möglich.
2. Verbrennungsluftgebläse vor der Feuerstätte, so dass bei einigen Feuerstätten der Feuerraum und die heiße Brennkammer ständig unter Überdruck stehen (bevorzugtes Bauprinzip der Holzkessel mit Gebläse, seit Ende der 80er Jahre).
3. Saugzuggebläse auf der Abgasseite der Feuerstätte, so dass Feuerraum und heiße Brennkammer unter Unterdruck stehen (modernstes Bauprinzip, seit Ende der 90er Jahre).
Ein wesentlicher Vorteil der beiden Gebläsevarianten ist die punktgenaue Regelungsmöglichkeit der Verbrennungsluftmengen über Tellerventile oder die Drehzahl des Gebläses, mit denen dann Heizleistung und Verbrennungsqualität stark beeinflusst werden, sowie spezielle Einstellungen, die auf die vorliegende Holzqualität vorgenommen werden können.
Die Luft muss an zwei bestimmten Stellen zugeführt werden. Ein Teil der Luft wird direkt zum Brennstoff (in die Entgasungszone) geleitet, ein weiterer Teil wird mittels Düsen in die heiße Brennkammer geführt. Optimal ist, die Luft innerhalb der Feuerstätte vorzuwärmen und dann direkt in den Übergang von Entgasung zur heißen Brennkammer einzubringen. Derartig konstruierte und richtig eingestellte Heizkessel stehen bezüglich der Umweltverträglichkeit ihrer Abgase einer Öl- oder Gasheizung in nichts nach.
Das gelegentlich von Holzfeuerungsgegnern vorgebrachte Argument, es könne Probleme bei der Erstmessung durch den Schornsteinfeger geben, sind bei diesen hochwertigen Feuerstätten, sofern sie durch einen Fachmann aufgestellt und eingemessen wurden, nicht haltbar.
Da die älteren Gussheizkessel für den Brennstoff Koks und Kohle entwickelt wurden, sind sie für die Verbrennung von Holz ungeeignet. Für die Neuinstallation dieser Wärmeerzeuger fehlt für die Nutzung als Holzfeuerstätte der nach Baurecht erforderliche Verwendbarkeitsnachweis. Problematisch sind auch die heute erhältlichen sehr preiswerten „Allesbrenner“. Es kommt bei dauerndem Betrieb mit Holz zu einer unvollständigen Verbrennung, schlechtem Ausbrand der Kohlenwasserstoffe sowie Staub- und Rußemissionen. Nachbarschaftsbeschwerden wegen Geruchs- und Staubbelästigungen häufen sich. Ein weiterer Nachteil derartiger Feuerstätten ist der geringe Wirkungsgrad, er liegt bei maximal 50%. Die modernen Holzheizkessel müssen einen Wirkungsgrad von mindestens 85% erreichen.
Eine nächste wichtige Komponente einer Holz-Heizungsanlage ist ein Pufferspeicher und die dazugehörige Regelung. Der Pufferspeicher ist schlicht und einfach ein mit Wasser gefüllter, sehr gut wärmegedämmter Behälter, der als Zwischenlager für momentan nicht benötigte Wärme dient. Das Problem beim Verbrennen von Holz ist unter anderem auch, dass man die Wärmeerzeugung bei erreichter Solltemperatur (oder Raumerwärmung) nicht so einfach abschalten kann wie bei einem Öl- oder Gasheizkessel (wenn Holz brennt, dann brennt es und lässt sich nicht einfach abschalten). Daher greift man zu einem Trick und heizt das Wasser in dem Pufferspeicher mit der überschüssigen Wärme auf ca. 80–85 °C auf. Nach Erlöschen des Feuers im Heizkessel pumpt man nun das heiße Wasser aus dem Pufferspeicher in das Heizungssystem. Ein nächster Vorteil des Pufferspeichers für den Betreiber ist ein hoher Bedienungskomfort der Anlage. Wer schon mal einen alten Gussheizkessel ständig mit Holz geheizt hat, und dann alle 30 Minuten oder spätestens nach 1 Stunde wieder nachlegen muss, weiß spätestens bei einem ausreichend dimensionierten Pufferspeicher, wie komfortabel das Heizen mit Holz sein kann. Die Bundes-Immissionsschutz-Verordnung schreibt indirekt eine Größe von 25 l Speichervolumen je Kilowatt Nennwärmeleistung des Heizkessels vor, die meisten Kesselhersteller empfehlen mindestens 50 l je KW Nennwärmeleistung. So entstehen dann erforderliche Speichergrößen zwischen 750 und 1500 bis 2000 Liter. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die
50 l/KW wirklich das Mindestmaß sind. Erst wenn man in der Übergangszeit zum Beispiel nur jeden 2. Tag heizen muss, weiß man die ausreichende Größe eines Pufferspeichers zu schätzen. Der gleiche Pufferspeicher ist übrigens auch für eine vielleicht später nachzurüstenden Solaranlage zu ver­wen­den, so dass ein Bauteil einer Solaranlage auch mehrfach genutzt werden kann. Bei Platzmangel sowie aus Kostengründen empfiehlt es sich für die Warmwasserbereitung einen integrierten Warmwasserspeicher zu wählen. Das ist ein separater Speicher oder eine große Heizschlange, die im Inneren des Pufferspeichers von dem Heizungswasser umgeben ist und damit gleichzeitig warmes Wasser für Bad und Küche erzeugt.
Um die im Pufferspeicher enthaltene Wärmemenge möglichst gut auszunutzen, ist zwischen Pufferspeicher und Heizungssystem ein sogenannter „Mischer“ mit Stellmotor und Anschluss an eine witterungsgeführte Regelung erforderlich. Dieser Mischer mit Regelung hat einen doppelten Sinn. Bei einem voll aufgeheizten Speicher liegen Temperaturen von 80 °C bis 85 °C am Heizungsvorlauf an. Da die meisten Heizkörper auf eine Vorlauftemperatur von 75 °C bei –15 °C Außentemperatur ausgelegt sind (alte Systeme auf 90 °C bei –15 °C Außen), ist das für die meisten Heiztage in unserer Region deutlich zu viel. Die Wohnräume würden oft überheizt. Über den Mischer wird die Vorlauftemperatur des Heizungssystems durch Beimischung von Rücklaufwasser, in Abhängigkeit von der Außentemperatur, auf die zum Ausgleich der Heizlast erforderliche Höhe geregelt.
Ein nächster Vorteil der Regelung ist eine zeitliche Begrenzung der Wärmeabgabe. Der Benutzer kann also über die Regelung bestimmen, wann er eine warme Wohnung haben möchte, also eine Tagabsenkung während er arbeitet oder eine Nachtabsenkung der Raumtemperatur festlegen. Mit Hilfe von Mischer mit Stellmotor und Regelung kann also der Benutzer die vorhandene Wärmemenge wesentlich besser verteilen und ausnutzen. Es ist zum Beispiel möglich, in der kalten Jahreszeit abends auf „Vorrat“ zu heizen, um morgens zum Aufstehen eine warme Wohnung aus dem Pufferspeicher zu haben. Als Alternative zu einer witterungsgeführten Regelung ist auch eine raumtemperaturgeführte Regelung möglich.
Eine der beiden Regelungen ist seit langem laut Heizungsanlagenverordnung vorgeschrieben.
Des Weiteren besteht auch im Nachgang die Möglichkeit eine Holzfeuerungsanlage nachträglich in ein vorhandenes Heizungssystem einzubinden. Da die zusätzlich errichtete Öl- oder Gasfeuerstätte planmäßig nur als Notnagel benutzt würde, ist kein technisch sehr hochwertiges und damit preisintensives Gerät erforderlich.
Nun noch ein Wort zu den Kosten einer derartigen Heizungsanlage. Für die Feuerstätte, Pufferspeicher und „Mischer“ mit Stellmotor und Regelung sind je nach Größe des zu beheizenden Hauses zwischen 6500 E und 9000 E zu veranschlagen. Die Kosten für das restliche Heizungssystem, Heizkörper und Rohre verändern sich nicht. Eine normale Öl- oder Gasfeuerstätte mit Zubehör (Öltankanlage oder Gasleitung, eventuell mit neu zu errichtendem Gashausanschluss) und vorhandenem Schornstein schlägt je nach Größe mit 4000 E bis 6000 E zu Buche. Bleibt also eine Differenz von 2500 E bis 3000 E.
Für ein normales Ein- oder Zweifamilienhaus dürfte der Wärmebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung zwischen 30000 und 50000 kwh/Jahr liegen. Das entspricht einem Brennstoffbedarf zwischen 2700–4600 Liter Heizöl, 3000–5000 m³ Erdgas oder 4286–7143 Liter Flüssiggas. Bei den derzeitigen Brennstoffpreisen bedeutet das jährliche Kosten von 945–1610 E für Heizöl (0,35 E/l), 1284–2044 E für Erdgas (3,8 Ct./kwh + 144 E Grundpreis) oder 1671–1785 E für Flüssiggas (0,39 E/l). Siehe Tabelle 2.
Dass sich die Brennstoffpreise in den nächsten Jahren wieder nach unten bewegen werden ist eher unwahrscheinlich. Um die erforderliche Wärmemenge aus Holz bereitzustellen, ist bei einem durchschnittlichen Heizwert von 1900 kwh/Raummeter Holz (Kiefer, Fichte, Birke, Buche, Eiche, geschichtet einschließlich Hohlräume mit einer Restfeuchte von 15%–18%) und einem ca. 10% geringeren Wirkungsgrad des Holzheizkessels im Verhältnis zu einem Öl- oder Gasheizkessel, ein Holzbedarf von 15,7–26,3 Raummeter/Jahr erforderlich. Bei einem durchschnittlichen Preis von 7,50 E (Selbsterwerbung + Transport) bis 35,00 E (frei Grundstück durch Unternehmer) pro Raummeter ergeben sich Brennstoffkosten für Holz zwischen 117,75–920,50 E/Jahr. Einige detaillierte Rechenbeispiele finden sie in Tabelle 2. Wenn man nun die Kostendifferenz von einer Öl- oder Gasheizung und die Unterschiede in den Brennstoffkosten zwischen Öl/Gas und Holz vergleicht, amortisieren sich die Mehrkosten eines Holzheizkessels recht schnell. Besonders auffallend ist, je größer der Jahreswärmebedarf, um so größer ist auch das Einsparpotential. Eines muss man zu den angegebenen Brennholzkosten jedoch noch sagen. Es ist nicht auf den Cent genau möglich die Kosten und den Aufwand (Transport, Sägen, Spalten, Lagerung) für die Brennholzbeschaffung vorauszusagen. Forstfachleute gehen davon aus, dass für die Eigenwerbung von Brennholz je Raummeter ca. 2 h erforderlich sind. Bei einem hohen Bedarf von 26 Raummeter bedeutet dies ca. 52 h Arbeitszeit, bei 2 Personen und einer täglichen Arbeitszeit von 8 h ergibt das einen Zeitaufwand von 3,25 Tagen für die Selbsterwerbung zu Stande. In den meisten landwirtschaftlichen Betrieben ist es ohnehin so, dass durch Pflege vorhandener eigener Waldflächen Brennholz anfällt.
Zu guter Letzt noch ein Hinweis zum Brennstoff Holz an sich. Zur Verfeuerung zulässig ist nur naturbelassenes Holz, einschließlich Rinde sowie Reisig und Zapfen. Die Schadstoffe aus den Rauchgasen von behandeltem Holz (zum Beispiel gestrichen, lackiert oder getränkt) oder schnell und billig durch die Feuerstätte entsorgtem Kunststoff bleiben uns und unseren Kindern noch lange in der Umwelt erhalten und beeinträchtigen die Lebensdauer der Feuerstätte er­heblich. Der Grund: In Farben und Holzschutzmitteln, sowie Kunststoffen sind Chlor- und Fluorverbindungen, die in Verbindung mit Feuer und dem in geringen Mengen, aber immer anfallenden Kondensat Salzsäure, Flussäure und Dioxine bilden.
Die beiden Säuren greifen den Stahl oder selbst Grauguss der Heizkessel, Verbindungsstücke und Edelstahlschornsteine an, und können so die Lebensdauer wesentlich herabsetzen.
Oder kurz gesagt: Müll im Ofen = Gift im Garten.

Ausgabe: 45 , Kategorie: Mängel ( ARCHIV Ausgabe 45 - 3/2002 )

Wie sicher sind unsere Öl-Tankanlagen?

Satirischer Kommentar

Hochwasser – das Schreckenswort des Jahres. Hunderte Barrel Heizöl fließen durch die Flüsse zurück in die Weltmeere, ihre alte Heimat. Geblieben sind uns Spuren an den Kellerwänden, in den Straßen, in Lebensmittelgeschäften, im Grundwasser, auf Kinderspielplätzen . . .
Im Ausschließen der Eventualität solcher Umweltkatastrophen hat man sich bei der Sicherheit von Tankanlagen selbst übertroffen um nicht zu sagen verkalkuliert. Wie lange propagiert das Schornsteinfegerhandwerk schon die dringende Notwendigkeit einer wiederkehrenden Überprüfungspflicht von Heizöllagerstätten? Die billigste Aufstellvariante, die einwandige freistehende Tankbatterie in einer meist vom Betreiber selbst errichteten massiven und dreimal ausgepinselten Wanne, wurde nun zur Falle. Tanks machten sich sprichwörtlich auf die große Reise. „La Paloma . . .“
In Hochwassergebieten an der Mosel, am Rhein und an der Donau würde doch niemand einen nicht gegen Aufschwemmen gesicherten Tank einbauen?! Warum sind Tanks nicht generell gesichert? Muss es denn immer Hochwasser sein? Kann denn nicht auch im Urlaub ein Rohrbruch den Keller überfluten?
Aber was nützt eine generelle Vorschrift, wenn deren Vollzugsüberwachung ausbleibt? Entbürokratisierung und Vereinfachung des Baurechts sind populäre Schlagworte der Politik. Als würde die Verkürzung von Bearbeitungszeiten im Baugenehmigungsverfahren mehr Bautätigkeiten fördern. Als würde die Liberalisierung von Sicherheitsvorschriften noch mehr Bautätigkeiten fördern. Früher, ja früher, da dienten Baugesetze zur Sicherheit der Bürger. Heute wird genau dieser Hintergrund vergessen. Baugesetze mutierten zu Hinderniszäunen. Wir liberalisieren Vorschriften, die aus Erkenntnis zum Schutz der Bürger erlassen wurden. Machen wir es damit dem Bürger leichter? Heute passiert doch nichts mehr. Das Feuer brennt nicht mehr so heiß, das Wasser ist nicht mehr so nass, der Mensch wird zunehmend resistenter gegen Abgase. Wir sollten aber nicht vergessen, dass wir heute so sicher leben, weil in der Vergangenheit Vorschriften eingehalten werden mussten. Nur weil deshalb nichts mehr passiert, sind die Vorschriften doch nicht unsinnig. Der Mensch begreift immer erst dann, wenn im wahrsten Sinne des Zeitgeschehens sein eigenes Kind im Brunnen ersäuft. Wieso kann es denn nicht schwimmen? Weil lange keines ertrunken ist, lernt keines mehr schwimmen. Vorsorge war schon immer besser als Fürsorge. Aber Vorsorge heißt auch Bürokratie. Aber Bauabnahmetätigkeiten und regelmäßige Kontrollen bedeuten auch Sicherheit. Kein Auto darf heute ohne Hauptuntersuchung fahren. Stehen darf es dagegen schon, aber Häuser fahren ja auch nicht. Unsere Mobilitätsgesellschaft verliert zunehmend den Blick für alles nicht Mobile. Was sich nicht bewegt, gefährdet demnach niemanden.
Mal ein Beispiel: Würde die Verringerung von Geschwindigkeitsbegrenzungen in Deutschland nicht auch vielen Autofahrern die Fahrt erleichtern? Würde eine Vereinfachung unserer Straßenverkehrsordnung auf wenige Sätze wie rechts vor links nicht ausreichen? Wäre das Parken auf der linken Fahrbahn einer Schnellstraße für den Fahrer beim Aussteigen nicht ungefährlicher? Mit der Abschaffung von Hinweisschildern könnte man die äußerst lästige Vollzugsüberwachung einstellen. Das wäre ein großer Schritt zur Entbürokratisierung. Weniger Hinweisschilder, weniger Vergehen, weniger Radarfallen, weniger Raser? Würde folglich mit der Vereinfachung unseres Straßenverkehrsrechts eine Zunahme des Verkehrs eintreten? Würden dadurch mehr Autos gekauft werden? Würden die Bürger ihre Autos jetzt schneller kaufen? Tritt dadurch ein Wirtschaftswachstum ein? Die Antwort liegt wohl im Praxisversuch? Dieser Vergleich hinkt keineswegs, aber leider kennt nicht jeder alle Baugesetze und vor allem deren tieferen Sinn. Wie viel Betreiber von Öllagerstätten haben diese wirklich abnehmen lassen und lassen sie regelmäßig überprüfen? Wie viel Schutzanstriche von Ölwannen sind durch den darunter aufblähenden Putz feuchten Kellermauerwerks undicht?
Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, dass Öllagerstätten unsicher sind – nein. Öllagerstätten sind sicher, wenn sie sicher eingebaut und regelmäßig geprüft werden.
Aber der pflichtbewusste in allen Fachkenntnissen bewanderte Staatsbürger wird’s schon richtig machen. Belasten wir ihn nicht auch noch mit überzogenen Kontrollmechanismen. Jetzt nach dem Schaden errichten alle neue sichere Öllagerstätten mit Aufschwemmschutz – egal ob es noch einmal Hochwasser gibt. Und das aus voller Überzeugung, dass Vorsorge besser als Fürsorge ist.
Ist es nicht beruhigend, alles getan zu haben, statt auf die Unwahrscheinlichkeit zu vertrauen?
PS: In zehn Jahren aber kann sich niemand mehr an solche Gefahren erinnern und wir liberalisieren erneut unsere Sicherheitsvorschriften.

Sven Schoppenhauer,
Redakteur

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Durch die Mitfinanzierung eines Kleinbusses durch die BSM der Kreisgruppe Gotha können jetzt schwerhörige und gehörlose Kinder und Jugendliche sich unabhängiger bewegen.
Die Behindertenwerkstatt Bodelschwinghof e.V. hatte sich dieses Fahrzeug mit Hilfe von Sponsoren anschaffen können. Die Glücksbringer von Gotha wollten ihren Beitrag dazu leisten, um den Verein in Sachen der Beweglichkeit und Mobilität eine neue Qualität zu geben.
Ausflüge in die nähere Umgebung werden erst jetzt möglich. Der Ge­schäftsführer Herr Goski und die Leiterin des Internates bedankten sich für die Mitwirkung bei den Schornsteinfegern. Bei selbst gebackenen Kuchen und Thüringer Rostbratwurst kamen sich alle etwas näher.
Ein Höhepunkt des Tages waren die Theaterstücke der Kinder, die so ihre Freude zum Ausdruck brachten.
Die Gothaer Glücksbringer sagten:
„Wir freuen uns, damit den Kindern und Helfern eine Erleichterung im Alltag gebracht zu haben. Möge ihr Fahrzeug allzeit mit Glück gesegnet sein.“
Pressewart Jens Rödiger

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Anlässlich der Mitgliederversammlung des Thüringer Handwerktag e. V. vom 22. November 2001 in Gera, mit der satzungsmäßigen Neuwahl des Vorstandes, kandidierte unser Landesinnungsmeister Ulrich Eller für die Funktion eines Beisitzers.
Er wurde bereits im ersten Wahlgang, unter vier Kandidaten, als Beisitzer mit einer 2/3 Mehrheit gewählt. Der Landesinnungsverband verspricht sich positive Impulse bei der Repräsentation unseres Berufes in der Handwerksorganisation und auch in der Öffent­lich­keit.
Wir wünschen dem Landesinnungsmeister viel Erfolg bei der Bewältigung dieser weiteren Aufgabe und werden ihn hierzu nach Möglichkeit unterstützen.
Vorstand LIV
Pressewart Jens Rödiger

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Jeden 1. Donnerstag des Monat treffen sich die 12 Kollegen der Kreisgruppe zur Versammlung in Bad Lauchstädt. Anfang eines Jahres versuchen wir uns in der Öffentlichkeit außerhalb unseres täglichen Arbeitsablaufes zu präsentieren. Im vergangenen Jahr war es der Neujahrsempfang beim Landrat Dr. Tilo Heuer und im Jahr 2002 sollte es eine Aktion in Zusammenarbeit mit dem Centermanagement des Saaleparkes Günthersdorf sein.
Die Leitung des Saaleparkes war an den Kreismeister Detlev Kopf herangetreten mit der Bitte zusammen mit einigen Schornsteinfegern die Kunden zum Jahreswechsel zu begrüßen. Der Vorschlag wurde angenommen und am 2. Januar trafen sich 4 waschechte Schornsteinfeger trotz Anreiseschwierigkeiten (Schneeverwehungen) in der Einkaufszone des Saaleparkes. Von Geschäften des Centers wurden kleine Präsente in Form von kleinen Glücks-Marzipanschweinchen und Töpfchen mit vierblättrigen Glücksklee gesponsert. Diese Geschenke wurden in den nächsten Stunden mit den besten Wünschen zum neuen Jahr an die Einkaufs- und Umtauschwilligen verteilt. Es war erstaunlich wie die Menschen reagierten. Einige Besucher fragten verblüfft ob wir auch richtige Schornsteinfeger seien, andere wollten die Präsente bezahlen. Sogar Kollegen aus anderen Bundesländern waren doch sehr erstaunt. Ein Schornsteinfeger i. R. brachte Stimmung ein als er ein altes Fegerlied zum Besten gab. Ab und zu gab es ein Küsschen, man gut das unsere Frauen nicht da waren (aber „leider“ wurden wir von der örtlichen Presse dabei ertappt). Das Centermanagement überreichte uns für die Zeit der Aktion 400 DM welche von den Kollegen dankend angenommen wurde und mit einem Aufschlag (zusammen 500 DM) an das Kinderheim Bad Dürrenberg weitergeleitet werden konnte. Eine Abordnung des Heimes war dann auch ca. 14.00 Uhr in der Einkaufsmeile und konnte im Beisein der Presse dem symbolischen Scheck entgegennehmen. Alles in allem war es trotz widriger Witterungsverhältnisse eine gelungene Veranstaltung und alle Beteiligten brachten die Überzeugung zum Ausdruck, eine solche Aktion im nächsten Jahr zu wiederholen.
BSM Frank Triebel,
Kreisgruppe Merseburg/Querfurt

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Zu Beginn des Geschäftsjahres veranstaltet der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt alljährlich eine Zusammenkunft aller Kreismeister. Dieses Treffen ist bereits zu einer guten Tradition geworden.
Im Mittelpunkt steht die direkte Information der Kreisvertrauensleute durch den LIV sowie Diskussionen zu aktuellen Problemen.
Der Landesinnungsmeister Klaus Niemand ging in seinem Bericht auf Schwerpunkte des Geschäftsjahres 2001 ein. Nach wie vor ist es erforderlich, Fachkräfte in unserem Beruf auszubilden. Wer sich die Liste der Kollegen, die in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen genauer ansieht, wird schnell feststellen, dass in absehbarer Zeit in Sachsen-Anhalt ein Mangel an Fachkräften im Schornsteinfegerhandwerk entstehen wird. Es ist jetzt dringend erforderlich Lehrlinge auszubilden. Bei der Auswahl der Lehrlinge sollte aber das Ergebnis des Berufseinstellungstestes als Grundlage dienen.
In der Kritik der Kreisobmänner war die unbefriedigende Situation des Mahnwesens in Sachsen-Anhalt. Es ist dem LIV nicht bekannt, dass weitere Bundesländer außer Sachsen-Anhalt keine Mahngebühren in der Kehrgebührenordnung haben. Durch den LIV Sachsen-Anhalt wurden Änderungsvorschläge zur KÜ-VO und zur KÜG-VO eingereicht. Keiner der Änderungsvorschläge wurde berück­sichtigt. Wenn man davon ausgeht, dass die Änderungsvorschläge keine Gebührenerhöhung zur Folge hätten, ist diese Situation nicht befriedigend. Bezüglich des Mahnverfahrens wird von Ordnungsamt zu Ordnungsamt in jedem Landkreis bzw. kreisfreier Stadt unterschiedlich gehandelt. Die Beitreibung der Gebühren erfolgt durch einige Ordnungsämter nur schleppend und sorgt so für weiteren Unmut. Eine eindeutige Regelung in der Kehr- und Überprüfungsgebühren-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt könnte hier für Klarheit und landesweit einheitliche Vorgehensweise sorgen.
Der Technische Landesinnungswart Ingo Wilsdorf stellte die neue Feuerungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt vor. Besonders ging er auf die Änderungen gegenüber der alten Verordnung ein. Auf der Internetseite der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S. wurde die neue FeuVO, für jeden Kollegen zugänglich, zum herunterladen unter www.schornsteinfeger-halle.de eingestellt.
Der Landesberufsbildungswart Siegfried Hampe informierte über die geplanten Weiterbildungsmaßnahmen in Mörtitz. Zustimmung fand der Vorschlag, die Schulungen praxisorientiert in Form von Arbeitsproben durchzuführen. Ein weiterer Diskussionspunkt war die Durchführung der Meisterprüfung. Die momentan zweigleisige Verfahrensweise (Vorbereitungslehrgang kann in Magdeburg und in Mörtitz durchgeführt werden) ist nicht zufriedenstellend und führt teilweise zu Problemen.

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Nachfolgend möchten wir zwei häufig gestellte Fragen beantworten, die an den Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerk Sachsen-Anhalt gestellt wurden.
Warum erhöht sich der Arbeitswert von 1,04 DM 2001 auf 0,55 Euro 2002
Die Festsetzung der Gebühren beruht auf einer Rechtsverordnung der Landesregierung, nämlich der Kehr- und Überprüfungsgebühren-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt, die am 30.12.1999 vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt erlassen wurde (GVBl. LSA Nr. 41/1999). Die letzte Änderung erfolgte am 2. 1. 2002 (GVBl. LSA Nr. 1/2002) und wurde zum 4. 1. 2002 wirksam.
Bei der Formulierung der Gebührenordnung ist das Wirtschaftsministerium jedoch nicht ungebunden, sondern es hat Vorschriften aus dem Bundesrecht zu beachten, hier insbesondere § 24 Schornsteinfegergesetz. Darin ist unter anderem geregelt, welcher Gebührenmaßstab (Arbeits- und Zeitaufwand sowie notwendige Aufwendungen) zu berücksichtigen ist und welche Berufs- und Interessenverbände vor In-Kraft-Treten der Gebührenordnung anzuhören sind.
Auf Seiten der Gebührenschuldner sind als Vertreter der Hausbesitzer zu beteiligen der Verband der Wohnungswirtschaft und der Verband der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer Sachsen-Anhalt. Ziel ist es, einen Interessenausgleich zu schaffen.
Die rechnerische Ermittlung der Gebühren erfolgt auf der Grundlage von sogenannten „Arbeitswerten“, wie sie sich z. B. auch in Kfz-Werkstätten seit längerem bewährt haben. Bei diesen Arbeitswerten handelt es sich um durchschnittliche Zeitvorgaben für bestimmte Arbeitsleistungen des Schornsteinfegers (auf Grund arbeitswissenschaftlicher Zeitgutachten). Die Arbeitswerte beinhalten allerdings z. B. auch Büro-, Wege- und Rüstzeiten sowie die Aufwendungen für Gesellenlohn und Gerätschaften, aber auch die gesetzlichen Beiträge und Versicherungen des Betriebes. Die spezielle Preis- und Kostenentwicklung dieser Aufwendungen wirken sich in den Schornsteinfegerbetrieben kosten- und dann z. T. auch gebührenerhöhend aus.
Die z. Z. geltende Gebührenord­nung ist gerade aus Sicht der Gebührenschuldner erfreulich, weil trotz einer Gebührenerhöhung von 1,04 DM auf 1,075 DM (0,55 E) pro Arbeitswert zum 1. 1. 2002 in Sachsen-Anhalt, im Vergleich der Bundesländer (auch der neuen Länder), weiterhin die niedrigsten Schornsteinfegergebühren gelten.
Wonach richtet sich die Durch­führung der zweijährlich einmaligen Überprüfungen
Seit dem 1. 1. 2000 muss an allen Gasfeuerungsanlagen ohne Strömungssicherung mit einer Abgasführung im Unterdruck bzw. im Überdruck nach § 3 Absatz 1 Punkt 2 b, c und Punkt 3 der Kehr- und Überprüfungs-Verordnung (KÜ-VO) des Landes Sachsen-Anhalt vom 16. 12. 1999 alle zwei Jahre der Abgasweg, die Verbrennungsluftzuführung, eventuell die Abgasanlage überprüft und eine CO-Messung durchgeführt werden.
Der Abgasweg ist dabei Strömungsstrecke der Abgase ab Brenner oder Rost bis zum Eintritt in den Schornstein bzw. senkrechten Teil der Abgasleitung; bei Gasfeuerstätten der Gerätearten C1x, C3x, C5x nach Technischer Regel Gasinstallation (TRGI 86/96) des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserverbandes e. V. vom August 1996 die Strömungsstrecken der Heiz- bzw. Abgase vom Brenner bis ins Freie.
Bei der Betriebsorganisation bzw. der terminlichen Planung in einem Kehrbezirk ist zu beachten, dass das vorhandene Arbeitsvolumen der Pflichtaufgaben entsprechend § 13 des Schornsteinfegergesetzes gleichmäßig auf die zur Verfügung stehende Arbeitstage über einen Zeitraum von zwei Jahren verteilt werden muss und die Durchführung von Kehrungen und Überprüfungen nach § 5 KÜ-VO in möglichst gleichen Zeitabständen zu erfolgen hat.
Eine derartige Planung ist sehr umfangreich und auch teilweise kompliziert. Es ist daher unumgänglich, das Arbeitsvolumen der zweijährlich durchzuführenden Tätigkeiten zu gleichen Teilen auf zwei Jahre zu verteilen.
In Zuge der Gewährleistung der Brand- und Feuersicherheit und der Möglichkeit von gleichmäßigen Kehrbezirkseinteilungen durch die zuständige Behörde ist es erforderlich, genaue Vorgaben zu machen, um eine Gleichbehandlung in den Kehrbezirken zu erreichen.
Eine derartige Festlegung musste bei den Tätigkeiten, für die ein zwei­jährlicher Rhythmus vorgeschrieben ist, getroffen werden, d. h. die erste Überprüfung ist in Abhängigkeit von der Hausnummer der zu begehenden Grundstücke durchzuführen (gerade Hausnummer im geraden Jahr, ungerade Hausnummer im ungeraden Jahr).
Die Durchführung der Überprüfungstätigkeiten im zweijährlichen Rhythmus führen häufig zu Irritationen beim Vergleich der Gebührenrechnungen mehrerer Jahre.
Ein Beispiel soll dies verdeutlichen:
In einem Grundstück mit der Hausnummer 12 ist eine Gasfeuerungsanlagen ohne Strömungssicherung der Geräteart C 32x (umgangssprachlich Turbo-Therme) über 11 kW Heizleistung installiert.
In 2001 betrug die Gebühr für diese Feuerstätte 36,26 DM, da nur die jährliche Messung nach der 1. BImSchV durchgeführt wurde, eine Abgaswegeüberprüfung mit CO-Messung erfolgte nicht.
In 2002 beträgt die Gebühr für diese Feuerstätte 39,08 E (76,43 DM), da die jährliche Messung nach der 1. BImSchV durchgeführt wurde sowie eine Abgaswegeüberprüfung mit CO-Messung entsprechend des zweijährigen Rhythmus. Augenscheinlich ist hier eine enorme Gebührenerhöhung erfolgt. Durch die unterschiedlichen Überprüfungstätigkeiten kann aber ein direkter Gebührenvergleich nicht durchgeführt werden.

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Unter dem Motto: „MehrWert mit Schornstein“ startet die Initiative Pro Schornstein e. V. (IPS) jetzt ihre aktuelle Informationskampagne. Nach Meinung des IPS-Geschäftsführers Dipl.-Ing. Wolfgang Wegener sollte jeder Bundesbürger auch in Zukunft über seine Energiefragen selbst entscheiden können. Mit diesem Satz bringt er das Hauptanliegen des Verbandes auf den Punkt. Der Schornstein schafft Unabhängigkeit in der Energieversorgung und ist das zentrale Bauteil für die Heizkonzepte von Morgen. Auch in Sachen Wirtschaftlichkeit, Umweltschutz und Versorgungssicherheit rechnet sich das „gute Stück“. Mit einer mehrzügigen Abgasanlage lassen sich jederzeit moderne Wärmeerzeuger unter Be­rücksichtigung fossiler und regenerativer Energieformen realisieren. Die Solarenergie ist ebenso zu integrieren wie das gemütliche Holzfeuer. Er ist sowohl unter ökologischen als auch unter ökonomischen Aspekten eine empfehlenswerte Entscheidung.
Um die Aufklärungsarbeit vor Ort zu unterstützen, können Innungen und Berufsverbände des Handwerks das Poster mit dem Titel: „Ich weiß warum ich mit einem Schornstein gebaut habe“ als kostenlose Sammelbestellung unter www.proschornstein.de oder der Fax-Nr.: 08 6 38 / 88 02 31 anfordern.

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Special: spektakuläre Mängel

Die Schlagmann Baustoffwerke aus Lanhofen haben mit dem Duotec®2 ein High-Tech-Produkt auf den Markt gebracht, das in vielerlei Hinsicht völlig neuartige technische Lösungen bietet und für die Anforderungen der EnEV 2002 optimiert ist. Mit einem neuen Verfahren werden die auf mineralischen Dämmstoffen basierenden ThermoProtect-Scheiben in die dafür vorgesehenen Kammern der Mantelsteinwandung eingeschoben. Damit werden raumseitige Wärmebrücken im Vergleich zu herkömmlichen Systemen auf ein Minimum reduziert. Aspekte, die für ökologisch und gesundheitsbewusste Bauherren von großem Interesse sind. In Kombination mit einem Multifunktionsschacht, der die Integration von Versorgungsleitungen (z. B. für eine Solaranlage) ermöglicht, wird so aus einem Duotec®2 ein zentrales Funktionsteil der Haustechnik.
In der gleichen technischen Aus­führung wurde auch der neue Duo­tec®2-Dreieckschornstein entwickelt. Architekten und Planern wird damit ein architektonisches Element an die Hand gegeben, das für Abgasanlagen aus Leichtbeton einzigartig ist. Die dreieckige Form lässt sich sogar über Dach weiterführen.

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Special: spektakuläre Mängel

Seit November 2001 ist die Softwarefirma SAS Schwarz Computer mitten in Mitteldeutschland vertreten. In der Südspitze von Sachsen-Anhalt kümmert sich Herr Tittmann in Hohenmölsen um die mitteldeutschen Schornsteinfeger. Grund genug für DEN SCHORNSTEIN, sich diese neue Filiale einmal anzuschauen.
Nahe dem historischen Stadtkern der kleinen Stadt Hohenmölsen befinden sich die Büroräume auf einem Betriebsgelände mit ausreichend Parkmöglichkeiten. Wer nun hochglänzende High Tech Designräume mit Aluminiumwänden und Goldtüren der Marke Frankfurt am Main erwartet, wird überrascht sein. Hier herrscht richtige Hardcore PC Freak Atmosphäre, wobei sich der Anwender einmal davon überzeugen kann, dass seine Softwarepflege nicht in Designermöbel investiert wird, sondern in die Weiterentwicklung des Produkts und Betreuung des Anwenders.
Neben der telefonischen Kundenbetreuung (Hotline) werden hier auch Hardwarekonfigurationen und der Verkauf von Verbrauchsartikeln abgewi­ckelt. Herr Tittmann steuert von hier aus auch alle Innungsveranstaltungen der Region an.

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Wie bereits in der Ausgabe 3/2001 berichtet wurde, entwickelten Schornsteinfeger für Schornsteinfegerinnungen eine dynamische Webseite, welche große Vorteile hat:
Erstmalig ist der Vorstand in der Lage, ohne erheblichen Zeit- und Kos­tenaufwand die Aktualität seiner Internetseiten selbst zu gewährleisten. Die Mitglieder der Innung können sich im sicheren internen Bereich mit aktuellen Informationen versorgen und untereinander kommunizieren. Außerdem verwaltet das Mitglied seine persönlichen Daten selbst, wodurch sich eine nie dagewesene Aktualität von selbst einstellt.
Das „SCHORNICENTRAL“ wurde eine der modernsten Webanwendungen, deren Leistungsfähigkeit unsere hohen Erwartungen bei weitem übertraf. Die Programmierung dieser Symbiose aus zwei Redaktionssystemen und einem internen Community-System erfolgte mit „BASEPORTAL“, einer neuartigen bahnbrechenden Plattform, mit der sogar die Bundesregierung und nahmhafte große Firmen ihre Internetanwendungen erstellen. Auf diese Weise werden unerfahrene Mitarbeiter in die Lage versetzt, ohne Vorkenntnisse professionelle Internetanwendungen zu pflegen, statt ein Unternehmen mit der permanenten Aktualisierung zu beauftragen. Das System „Schornicentral“ besteht aus 65 Datenbanken mit insgesamt 143 Templates (Internetseiten). Die Inhalte werden NUR durch den Vorstand bzw. teilweise durch Innungsmitglieder eingestellt.
Die Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/Saale ging mit diesem System im November 2001 mit durchschlagendem Erfolg ans Netz. Binnen kürzester Zeit machten bereits die Hälfte aller Mitglieder von diesem Portal Gebrauch. Die Hauptfunktionen des internen Teils sind: interner Mailversand, Flugblattabwurf, eigene Mitgliederdaten verwalten, eigene schwarze Bude (interne Webseite des Mitglieds), komplexes Redaktionssystem zur Mitgliederinformation, Termindatenbank mit automatischer Löschfunktion bei abgelaufenen Datum, gleiches für TV-Termine, ein Technikforum, ein normales Forum, zwei Chats, eine interne Seite für Ausschüsse . . ., automatische Geburtstagsanzeige, Logbücher, um zu sehen wer online ist, ein Votingsystem, sogar Ticker können von Laien gefüllt werden, ein Marktplatz, eine Jobbörse, welche sowohl vom internen als auch vom öffentlichen Teil der Seiten zugänglich ist. Jeder der eine Anzeige hier aufgibt, kann diese später auch verwalten (auch von außen für Gesellen). Im eigenen Profil kann das Mitglied ankreuzen, ob es ausbilden möchte – im öffentlichen Teil wird es automatisch als Ausbildungsbetrieb angezeigt und und und.
Nachdem der LIV Sachsen-Anhalt anregte, dieses System landesweit zu nutzen, gingen Ende Februar die Innungen Altmark und Magdeburg in die Testphase. Alle Mitglieder dieser Innungen können beim Obermeister die Zugangsdaten erfragen und testen, ob das System hält, was es verspricht.
Die Besonderheit
Die Besonderheit des internen Systems besteht darin, dass alle Inhalte in Datenbanken stehen, die nur und je nach „Berechtigung“ der identifizierten Mitglieder ausgelesen werden und im ausgegebenen Quelltext auch nicht erscheinen. Dadurch gleicht das interne Schornicentral einem Hochsicherheitstrakt.
Schornsteinfegerinnung im KB Halle/Saale:
http://www.schornsteinfeger-halle.de
Testphase der Innung Altmark:
http://www.schornicentral.de/altmark
Testphase der Innung Magdeburg:
http://www.schornicentral.de/magdeburg

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Diesmal bewegten wir uns über mitteldeutsche Grenzen hinaus, um mal zu schauen, wie es um die Zulieferer des Schornsteinfegerhandwerks steht. Dies hier wird eine kleine Serie und wir begannen im Nordosten Nordrhein-Westfalens, in Bad Salzuflen. Hier ist seit 90 Jahren die Firma RESS mit ihren Produktionshallen, Lager und Büro- bzw. Verkaufsräumen angesiedelt. Besonders aufmerksam auf sich macht die Firma durch ihr Qualitätsmanagement- System. Hierzu ist von unabhängiger Stelle, dem TÜV-Nord, eine Über­prüfung und Begutachtung erfolgt, die auch laufend wiederholt wird. Das Ergebnis war eine erfolgreiche Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. Damit ist RESS der einzige zertifizierte Vollsortimenter für das Schornsteinfeger-Handwerk.
Neben dem Firmenchef Paul Dinger ist als weiterer Geschäftsführer Dipl.-Wirt. Ing. Volker Buhr in die Unternehmensspitze aufgerückt (man kennt ihn von Messen). Grund genug für uns, Herrn Buhr von der Firma RESS ein paar Fragen zu stellen:
DS:
Hallo Herr Buhr.
RESS:
Hallo Herr Schoppenhauer.
DS:
Sagen Sie: Warum lässt sich eine Zuliefererfirma des Schornsteinfegerhandwerks zertifizieren?
RESS:
Damit RESS auch in Zukunft ein starker Partner für das Schornsteinfeger-Handwerk bleibt. Das ist ein wichtiger Garant für Qualität und Innovationen. Wir haben uns bereits vor Jahren für den Aufbau eines solchen Systems entschieden. Und wir haben es nicht bereut.
DS:
Nun machten Sie ja unlängst mit Ihren vielen Hochglanzkatalogen auf sich aufmerksam. Wird der RESS-Katalog im Jahr 2005 ein Otto- oder Quelle-Format haben?
RESS:
Ja unser Unternehmen hat eine Marketingabteilung, die u. a. für die eigene Erstellung der Kataloge, Werbeanzeigen und Mailings verantwortlich ist. Hierdurch kann sehr marktspezifisch und schnell reagiert werden. Spezielle Kundenanforderungen oder regionale Wünsche können sehr flexibel umgesetzt werden. Die Spezialisierung der Kataloge macht unser Angebot übersichtlicher. Schauen Sie: unser Sortiment umfasst über 2500 verschiedene Artikel, die z. Zt. in drei aktuellen Katalogen wiederzufinden sind: Aufsätze, Bekleidung, Drucksachen, Endoskopie, Geschenkartikel, Haspeln, Inspektions-Kameras, Kehr­geräte, Heizkesselreinigung, Messtechnik, Rauchgasanalyse, Spezial-Messgeräte, Zugregler.
DS:
Nun der Katalog ist die eine Seite. Besteht hinter den Kulissen eine logis­tische Herausforderung?
RESS:
Nun mit diesem umfangreichen Pro­gramm sind wir ein Vollsortimenter im Direktversand. Hierbei hat natür­lich die schnelle Lieferung obers­te Priorität. Die Ware kann innerhalb von kürzester Zeit verschickt werden, da alle Artikel in genügend großer Stückzahl lager-mäßig vorhanden sind. Die Lagerhaltung erfolgt computergestützt über ein Warenwirtschaftssystem, so dass keine Lieferengpässe entstehen können. Für die schnelle Abwicklung werden Bestellungen immer sofort bearbeitet. In Folge des starken Wachstums werden ständig neue Mitarbeiter ein­ge­stellt. So wird RESS den gestiegenen Anforderungen und den neuen Märkten gerecht.
DS:
Haben Sie ein Call-Center?
RESS:
Für technische Fragen, Beratung und Auftragsannahme stehen telefonisch und im Außendienst speziell geschulte Mitarbeiter zur Verfügung. Eine faire und kompetente Beratung wird garantiert und auch nach dem Kauf lässt RESS Sie „nicht im Regen stehen“. Es wird für noch so komplizierte Fälle immer eine Lösung gefunden. Guter und schneller Service ist für RESS besonders wichtig.
DS:
Aha – aber Sie fertigen doch noch selbst – oder versenden Sie nur?
RESS:
Ja aber natürlich! Die Fa. RESS ist schon seit Jahrzehnten untrennbar mit dem Schornsteinfeger-Handwerk verbunden. Sie besteht seit über 90 Jahren und kann auf eine sehr erfolgreiche Vergangenheit zurück­blicken. So gibt es einerseits die Serienfertigung großer Stückzahlen und andererseits die Einzelfertigung von Spezialartikeln in Kundenauftrag. Der Unternehmensschwerpunkt liegt in der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Kehr-, Mess- und Inspektionsgeräten für das europä­ische Schornsteinfeger-Handwerk. Außerdem entwickelt und produziert RESS mess- und kehrtechnische Produkte für andere europäische Unternehmen. Ein seit einigen Jahren neu aufgebauter Bereich ist die messtechnische Sparte im Heizungs-, Klima- und Lüftungsbau, die mit großem Erfolg ausgebaut wird.
DS:
Kann man die Produktion auch mal sehen?
RESS:
Ja selbstverständlich – kommen Sie nur. So – hier werden unsere Haspeln gefertigt. Wir entwickeln nicht nur, wir fertigen viele Produkte für ganz Europa immer noch selbst hier in Deutschland.
DS:
Sie expandieren?
RESS:
Ja aber entscheidend für das stetige Wachstum ist die hohe Innovationskraft und Flexibilität. In enger Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfeger-Handwerk entwickeln wir die Produkte laufend fort. Neue Aufgabenbereiche setzen aber auch neue Produkte voraus. Wissen Sie: Es finden regelmäßig Treffen mit unseren europäischen Partnern und Fachver­bänden statt, damit auch deren Ent­wicklungen mit beobachtet und be­rücksichtigt werden können. Auch mit ihrem Bundesverband.
DS:
Wo ist denn Ihre Neuentwicklung?
RESS:
Hier. Diese wirklich kleinste Minihaspel zeichnet sich durch das geringe Gewicht von nur ca. 980 g aus, was sie zur leichtesten Haspel macht. Mit dem speziellen hochwertigen Kugellager und der Freilaufbremse lässt sich die Stange leicht herausziehen, aber stoppt automatisch beim Loslassen der Stange ab.
DS:
Stichwort Energieberatung?
RESS:
Für die Energieberatung ist das Infrarot-Temperaturmessgerät ein sehr preisgünstiges Messgerät. Der Laserpointer markiert den Messpunkt und die berührungslose Messung erfolgt in sekundenschnelle. Das Messgerät eignet sich zum Auffinden von z. B. Kältebrücken oder der Temperaturbestimmung.
DS:
Was ist mit Messgeräten?
RESS:
Zu unserem Service gehört natürlich auch die Reparatur von Messgeräten. Die Über­prüfung und Reparatur erfolgt sofort hier an unserem eigenen Prüf­stand. Leihgeräte stehen selbst­verständlich zur Verfügung.
DS:
Danke für das Gespräch.

Ausgabe: 43 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 43 - 1/2002 )

Special: spektakuläre Mängel

Zu einer guten Tradition auf der „Mitteldeutschen Handwerksmesse“ gehört der Stand des Schornsteinfegerhandwerks. Auch in diesem Jahr haben die Landesinnungs­verbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen einen Gemeinschaftsstand betreut. Finanzielle Unterstützung erhielten die Landesinnungsverbände für die Sachkosten durch die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V.
Ohne diese Unterstützung wäre eine Teilnahme in diesem Jahr, auf Grund der gestiegenen Kosten, sicher nicht mehr finanzierbar gewesen. Allein die Verlängerung der Messelaufzeit von vier auf neun Tage ist unweigerlich mit einer Kostensteigerung verbunden. Durch die parallel stattfindende Messe „Haus, Freizeit und Garten“ konnte auch noch mehr Besucherstrom verzeichnet werden. Die mitteldeutsche Handwerksmesse und die Sparten Heizung, Kamin und Schornsteinbau der Messe „Haus, Freizeit und Garten“ waren gemeinsam in der Halle 2 des neuen Messegeländes in Leipzig untergebracht. Der Übergang der beiden Messen war ohne räumliche Trennung und wurde von den Besuchern hervorragend angenommen. Die Präsenz des Handwerks, sich mit seiner Leistungsstärke darzustellen, ist in der heutigen Zeit ein wichtiger Wirtschaftfaktor auf den auch das Schornsteinfegerhandwerk nicht mehr verzichten kann.
Die Kunden vor Ort, die angehenden Häuslebauer und Hausbesitzer, welche sich auf Grund der stetig steigenden Heizkosten um Alternativen für Zusatzheizungen mit dem dazu gehörenden Schornstein interessierten, sorgten an allen Messetagen für starken Besucherandrang am Stand des Mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle bei den Schornstein- und Heizkesselherstellern, der Initiative „Pro Schornstein“ und der Citroën Commerce GmbH Niederlassung Leipzig, sowie bei den Heizungsbaufirmen und den SBS-Schornsteinbau Leipzig. Diese Firmen haben uns, wie in den Jahren zuvor auch, Ausstellungsstücke zur praxisnahen Erläuterung für den Kunden vor Ort, zur Verfügung gestellt.
Die fünfte „mitteldeutsche Handwerksmesse“ stand unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Thüringens, Herrn Dr. Bernhard Vogel. Zum diesjährigen „Treffpunkt des Handwerks“ beteiligten sich über 240 Betriebe sowie Dienstleister und Partner des Handwerks. Die Aussteller aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gaben einen umfassenden Einblick in ihre Arbeit, zeigten interessante Produkte und informierten über Lehrberufe. Zu Gast waren auch Unternehmen aus dem Baltikum, Tschechien, Polen und Ungarn. Die „Mitteldeutsche Handwerksmesse“ war vom 16. bis 24. Februar von 9.30 bis 18.00 Uhr geöffnet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Anfragen unserer Messestandbesucher verstärkt sich immer mehr auf die Wiederinbetriebnahme von vorhandenen unbenutzten Schornsteinen, sowie den nachträglichen Einbau von Schornsteinen für den Einsatz von Zusatz­feuerstätten für feste Brennstoffe. Dabei rangierten Anschlüsse für Kamine und Kaminöfen an erster Stelle. Auch die mitausgestellte Holzpelletfeuerstätte regte zu interessanten Gesprächen zwischen den Standbetreuern und Messebesuchern an. Weitere Anfragen wurden zu den Themen Einbau von Kaminen in Wintergärten, aber auch zur Problematik der Heizungsmodernisierung auf Grund des Ablaufs der Übergangsfrist nach BImSchV gestellt.
Hiermit möchten wir uns bei den Organisatoren für diese Messe im Vorfeld, der guten Absicherung bei der Standbetreuung während der Messetage (was mit einer hohen Einsatzbereitschaft verbunden war) und bei allen beteiligten Kollegen bedanken.
Trotz Verlängerung der Messe von vier auf neun Tage, konnten auch die dafür aufgewandten Kosten in Grenzen gehalten werden. Dies wurde auch dadurch mit erreicht den Messestand des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks im Gegensatz zu den letzten Messen täglich nur noch mit zwei statt bisher drei Kollegen aus den drei LIV´s zu besetzen.
Obwohl Kosten und Aufwand auch in nächster Zeit mit Sicherheit für Präsentationen auf Messen garantiert nicht billiger werden, ist dieser Aufwand für die Darstellung unseres Berufes, die wirksamste Öffentlichkeitsarbeit für unsere Kunden und die dabei anwesenden Presse- und TV-Anstalten.
Dies sollte auch in die Überlegungen der LIV´s eingebracht werden, um bei der nächsten Messe in diesem Jahr, der SHKG-Messe vom 25.–28. 09. 2002, an gleicher Stelle präsent zu sein. Die SHKG-Messe ist der größte Branchentreff Ostdeutschlands. Zur Aufwertung des Standes des Schornsteinfegerhandwerks Bestrebungen, alle Landesverbände der neuen Bundesländer zu gewinnen.
Torsten Kiel und Matthias Steinberg
BAÖ in Sachsen-Anhalt und
Sachsen

Ausgabe: 42 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Am 29. 12. 2001 vollendet Ehren-Landesinnungsmeister Karl-Heinz Kurch sein 65. Lebensjahr. Zu diesen Ehrentag wünscht der Landesinnungsverband alles Gute, noch viele gesunde und schöne Jahre. Möge ihm sein Humor und seine Tatkraft noch lange erhalten bleiben.
Seine berufliche Laufbahn begann Karl-Heinz Kurch am 01. 11. 1953 mit der Ausbildung im väterlichen Betrieb. Seine Lehre zum Schornsteinfegergesellen beendete er vorzeitig im Februar 1955.
1958 bis 1966 war er Gesellenvertreter im Kreis Nordhausen.
1959 absolvierte Karl-Heinz Kurch seine Meisterprüfung und wurde im April 1966 zum Bezirksschornsteinfegermeister in Nordhausen bestellt.
Von 1970 bis 1990 setzte er sich für die Belange der Kreisgruppe Nordhausen als Kreisobermeister ein.
1982 qualifizierte sich Karl-Heinz Kurch zum Konstrukteur für Feuerungsanlagen. In diesem Jahr wurde ihm die Ehrennadel in Silber „Im Handwerk“ verliehen.
Sein Arrangement galt nicht nur der Kreisgruppe, sondern auch der Feuerwehr, bei der er 30 Jahre mitwirkte. Aber auch die 7-jährige Tätigkeit als Lektor für die Meisterausbildung darf nicht unerwähnt bleiben. In der Berufsgruppe Erfurt war er Leiter der Selbstkontrollgruppe.
In seiner doch sehr eng bemessenen Freizeit wirkte Karl-Heinz Kurch im Handwerks-Chor Nordhausen mit und übernahm dessen Leitung von 1983–1990.
Karl-Heinz Kurch bildete in seinem Kehrbezirk Lehrlinge aus. Alle ehema­ligen Lehrlinge sind inzwischen selbst Bezirksschornsteinfegermeister. Der ehemalige sowie der amtierende Landesberufsbildungswart waren zwei von seinen Lehrlingen.
Im September 1990 wurde Karl-Heinz Kurch zum Landesinnungsmeister gewählt und begleitete dieses Amt bis März 1999 verantwortungsvoll.
Er arrangierte sich sehr für das Schornsteinfegerhandwerk und wurde im März 1999 mit der goldenen Ehrennadel des Bundesinnungsverbandes ausgezeichnet.
Im Namen aller Schornsteinfegermeister möchten wir dies zum Anlass nehmen, uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich für seine Einsatzfreude zu bedanken.
Ulrich Eller
LIM Thüringen

Ausgabe: 42 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Seit dem 1. Juli 2001 verfügt nun auch der LIV Sachsen über eine zentrale Geschäftsstelle. Bis dahin waren die Abteilungen bei den einzelnen Ehrenamtsträgern dezentral untergebracht, was aus verschiedenen Gründen nicht mehr tragbar war. Nach eingehender Beratung im erweiterten LIV-Vorstand wurde der Beschluss gefasst, dass in der Landeshauptstadt Dresden geeignete Räume angemietet werden sollen. Die Entscheidung viel letztlich auf das 1998 neu errichtete Objekt der Bau-Berufsgenossenschaft Bayern und Sachsen, wo Räume noch nicht belegt waren, die unseren Vorstellungen genau entsprachen und auch im finanziellen Bereich unter den anderen Angeboten lagen. Im Objekt der Bau-BG ist alles vorhanden, was erforderlich ist. So stehen uns verschiedene Schulungsräume mit der entsprechenden Technik zur Verfügung und auch eine Kantine für die Versorgung. Hinzu kommt, dass seit der Wende durch unsere Mitarbeit in den Selbstverwaltungsorganen der Bau-BG gute Verbindungen bestehen. In diesem Zusammenhang muss bemerkt werden, dass die Bau-BG als Einrichtung des Handwerks von vielen Kollegen viel zu wenig genutzt wird; so z. B. der Technische Aufsichtsdienst, der uns bei der Abstellung von Mängeln an Arbeitseinrichtungen sehr behilflich sein kann.
Um allen Angehörigen des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen die Mög­lichkeit zu geben, die neue Geschäftsstelle kennen zu lernen, veranstaltete der LIV am 27. Oktober 2001 einen „Tag der offenen Tür“. Neben der Besichtigung der Geschäftsräume standen Kurzvorträge über die Einführung des EURO sowie über den Austausch von Feuerstätten, gehalten vom Dresdner Obermeister Michael Kempe, auf dem Programm. Zwischen den Vorträgen wurde der neue Film des Bundesverbandes „Der Glücksbringer als Sicherheitsexperte“ gezeigt. Ein kleiner Imbiss mit den entsprechenden Getränken rundete die ganze Sache ab. Leider haben nur wenige Berufsangehörige von der Einladung Gebrauch gemacht, obwohl es doch eigentlich interessieren müsste, wo und wie der LIV arbeitet und wie die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel verwendet werden. Für die Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung geht ein ganz besonderes Dankeschön an OM Michael Kempe und seine gesamte Familie, nicht zu vergessen jedoch auch TLIW Gunar Thomas und seine Frau, Frau Gralapp sowie Frau Maurer.

Ausgabe: 42 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Brennholztag auf dem Gelände der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. in Mörtitz

Steigende Erdgas- und Heizöl­preise sowie das reichlich vorhandene, ungenutzte Brennholz in den Wäldern der Umgebung in der Dübener Heide waren Anlass, einen für die Bevölkerung um Eilenburg und Bad Düben, 1. Brennholztag in der dortigen Region zu organisieren.
Nach Vorgesprächen mit dem Schulleiter H. Poltersdorf, dem BSM Klaus Lohmann und den Verantwortlichen der umliegenden Forstämter wurde dafür als Termin der 15. September 2001 festgelegt.
Mit den dafür gewonnenen Forstamt „Doberschütz“, den Firmen, wie den Betrieben der Brennholztechnik Thüringen, Kachelofen und Kaminbau Abicht aus Bad Düben, der Firma Kräger mit deren ausgestellten Fest­stoff- und Pelletkesseln, dem sächsischen Forstamt mit deren „Azubis“ war auch der Infostand der Schornsteinfegerinnung Leipzig mit vor Ort.
Ziel und Zweck war es den Besuchern und Interessenten an diesem Tage Wege aufzuzeigen wie man mit verhältnismäßig wenig Aufwand kos­tensparend das Restholz aus unseren Wäldern in Form von Zusatz- oder Öl/Holz-Kombiheizungen, Kachelöfen und Kaminen im eigenen Heim in wohltuende, gemütliche Wärme verwandeln kann.
Eine Praxisnähe wurde durch die verschiedensten Arten von aufgebauten Feuerungsanlagen mit dem Festbrennstoff Holz im Betrieb dem Besucher ebenso nahegebracht, wie die Technik zur Aufbereitung von Brennholz in allen Größen und Längen bis hin zu den vorgestellten Unterständen zur sachgemäßen Lagerung von Brennholz.
Der richtige Einsatz der alternativen und zusätzlichen Wärmequelle von Brennholz in Bezug auf die Einsatzgebiete beim Kunden und Verbrauchern vor Ort galt es am Infostand des Schornsteinfegerhandwerkes dem zahlreichen Besuchern zu vermitteln.
Mit regen Interesse wurden den Ausführungen von Kollegen über den Kreislauf des im Wald verrottenden Holzes aufgenommen, welches ja die gleiche Menge CO2 an die Umwelt freisetzt wie bei deren Verbrennung in einer Feuerstätte.
Brennholz zu nutzen ist nicht nur ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz, sondern Brennholznutzung schafft wohlige, gesunde und kostengünstige Wärme nicht nur in dem Einfamilienhaus.
Auch durch Feuerungsanlagen in Mehrfamilienhäusern kann so in den dortigen Wohnstuben ein höherer Wohnstandard durch den Einsatz von Kaminen, Kachelöfen und Kachelofenluftheizungen als Zusatzheizung erreicht werden.
Der Dank gilt auch den zahlreichen „Schwarzen Männern“ aus der Kreisgruppe Torgau/Oschatz, welche – ob Lehrling, Geselle oder BSM – durch ihre zahlreiche Anwesenheit mit zum Gelingen des Brennholztages beitrugen.
M. Steinberg
ÖAB der Innung Leipzig

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Die diesjährige Meisterfeier der Handwerkskammer zu Leipzig fand am 20. 10. 2001 an traditioneller Stelle, im Gewandhaus zu Leipzig, statt. Anlässlich der Über­reichung der Schmuckmeisterbriefe an 450 Jung-Meisterinnen und Jung-Meis­ter aller Gewerke wurde auch die Ehrung von 45 Betriebswirten des Handwerks durchgeführt. Verdiente Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister konnten ihren goldenen Meis­terbrief im Rahmen dieser Festveranstaltung in Empfang nehmen.
Nach dem Einmarsch der Fah­nen­träger mit den Traditionsfahnen ver­schiedenster Innungen eröffnete Hand­werkskammerpräsident J. Dirschka mit der Begrüßung der Jung-Meisterinnen und Jung-Meister und deren zahlreich erschienenen Angehörigen, der Vertreter aus Politik und Wirtschaft und den Mitgliedern der Meister­prüfungs­ausschüsse die Feierstunde. Den Grußworten des Oberbürgermeisters der Stadt Leipzig, W. Tiefensee, schloss sich die Festrede des Staatsministers für Bundes- und Europaangelegenheiten, Herrn St. Tillich, an.
Den Jahrgangsbesten der einzel­nen Gewerke wurde unter dem Beifall der Anwesenden auf der Bühne durch den Staatsminister und den Ober­bür­germeister die Schmuckmeisterbriefe überreicht. Unter dem Blitzlichtgewitter der zahlreichen Medienvertreter wurde diese Ehre dem Schornsteinfegermeister Jens Meyer (LIV Thüringen) zuteil.
Nach der Festveranstaltung wurden alle Jungmeister des Schornsteinfegerhandwerks zur Übergabe der Schmuckmeisterbriefe in den Mendelssohnsaal gebeten.
Aus den Händen der Vorsitzenden des Meisterprüfungsausschuss, Frau Dr. Lorbeer, und unter Mitwirkung der erschienenen Fachbeisitzer des Meisterprüfungsausschusses, LBBW G. Thomas, BBW O. Nitsche, BSM R. Bucklitzsch und BSM A. Sprengler, konnte an 26 Schornsteinfegermeister der Freistaaten Sachsen und Thüringen der Meisterbrief in diesem Jahr überreicht werden.

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

In folgender Übersicht sind tabellarisch die einzelnen Ergebnisse der Meisterprüfung im Schornstein­fegerhandwerk Sommer 2001 zusammengefasst. Diese Prüfungen im fachtheoretischen und fachpraktischen Teil der Meisterprüfung fanden nach der Schornsteinfegermeisterverordnung vom 25. Juni 1984 statt.
Die Prüfungsteilnehmer kamen überwiegend aus den Ländern Sachsen und Thüringen und haben sich der Prüfung vor dem Meister­prü­fungs­ausschuss des Schornsteinfegerhandwerks, zuständig für die Länder Sachsen und Thüringen, gestellt.
Teilnehmerübersicht
Teilnehmer Teil I
9 erstmalig 13 Wiederholung
5 bestanden 11 bestanden
Teilnehmer Teil II
9 erstmalig 6 Wiederholung
7 bestanden 4 bestanden
Erläuterung der Tabelle:
Die unterlegten Spalten sind Fächer oder Arbeitsproben, welche mind. mit der Note 4 bestanden werden müssen (Sperrfachregelung). Nicht alle Teilnehmer wollten oder mussten alle Teile und/oder Fächer/Arbeitsproben ablegen oder wiederholen. Daraus resultieren auch die unterschiedlichen Teilnehmerzahlen. Mit den Ergebnissen sind die Mitglieder des MPA noch nicht zufrieden, insbesondere sind erhebliche Fehler und Mängel im fachpraktischen Teil (Arbeitsproben) festzustellen.
Fachbeisitzer im MPA
LBBW Gunar Thomas

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Durchführung einer Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk – Teile I und II im März 2002

Der mit Sitz an der Handwerkskammer zu Leipzig berufene Meisterprüfungsausschuss im Schornsteinfegerhandwerk, der für die Länder Sachsen und Thüringen zuständig ist, beabsichtigt bei ausreichender Teilnehmerzahl im März 2002 eine Meisterprüfung in den Teilen I und II im Schornsteinfegerhandwerk durchzuführen.
Mit der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. wurden Vereinbarungen getroffen, dazu ein ca. 3-tägiges Vorbereitungsseminar anzubieten.
Diese Prüfungen im fachtheoretischen und fachpraktischen Teil der Meisterprüfung finden nach der Schorn­steinfegermeisterverordnung vom 25. Juni 1984 statt.
Alle Interessenten melden sich bitte in der dafür zuständigen Geschäfts­stelle der Meisterprüfungsausschüsse bei der Handwerkskammer zu Leipzig, Dresdner Str. 11/13, 04103 Leipzig, bis zum 31. 01. 2002, wenn sie an der Prüfung teilnehmen möchten.
Fachbeisitzer im MPA
LBBW Gunar Thomas

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Auch in diesem Jahr fand im August 2001 die Freisprechung der Lehrlinge zum Gesellen/in in den Geschäftsräumen der Innung Leipzig statt.
Aus diesem Anlass hatte der Vorstand unter der Leitung des Obermeis­ters die BSM der Lehrbetriebe mit den ehemaligen Auszubildenden geladen.
Bei der Übergabe der Gesellenurkunden mit den Abschlusszeugnissen, verbunden mit einem Glas Sekt sowie Blumen, konnte bei der Gratulation des Vorstandes und der Lehrmeister auf einen guten Abschluss der fünf „neuen“ Gesellen/in angestoßen werden. Zwei davon konnten durch ihre sehr guten Leistungen zum LIV-Leistungswettbewerb delegiert werden.
Bei einem kleinen Imbiss konnten die frischgebackenen Schornsteinfegergesellen über ihre Erfahrungen aus der Lehrzeit und ihre Zukunftspläne mit den anwesenden Meistern fachsimpeln.
Ein gemeinsames Gruppenfoto für jeden Teilnehmer soll diesen Tag in Erinnerung behalten.
Einen sportlichen Abschluss bildete ein Bowlingwettkampf „Lehrmeister gegen Gesellen“ zu dem der BBW H.-P. Hilbert auf die sich im Ort befindliche Bowlingbahn zum Ausklang dieses wichtigen Tages für die Junggesellen eingeladen hatte.

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Am Donnerstag, den 24. 05. 2001 fand in der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks in Mörtitz eine gemeinsame Sitzung der Landesfachgruppe OL (Ofen- und Luftheizungsbauer) und der Techn. Innungswarte des Schornsteinfegerhandwerkes Sachsen statt.
Der in seiner neuen Verantwortung als Landesfachgruppenleiter für das OL-Handwerk gewählte Herr Parnow hatte diese Veranstaltung angeregt.
Zum Schwerpunktthema der „Kamin nach DIN 18895“ wurden die Produktpaletten und deren Kombinationsmöglichkeiten dieser Feuerstätten vorgestellt sowie die technischen Anforderungen dargelegt.
Der zuständige Techn. Landes­innungswart, Herr St. Gralapp, hielt zum Schwerpunkt „Gaskamin und Änderung der TRGI“ einen interessanten Vortrag.
Herr Parnow trug zum Thema Brandschutz (Wärmedämmungsarten und Berechnungsmöglichkeiten) mit sei­nen Vortrag bei.
Ein wichtiges Thema war die zu­künftige Verständigung hinsichtlich der Anmeldung der Feuerstätten durch den Ofenbauer zum BSM sowie das Thema Verbrennungsluft!
Weiterhin wurde auf die eventuellen Auswirkungen der Energieeinsparungsverordnung (ENEV) eingegangen. Herr Sichert zeigte denn Teil­nehmern die Möglichkeiten von Feuerstätten in Niedrigenergiehäusern auf.
Auch war die Vorstellung des Hagos-Kaminofens, welcher gegenwärtig als Raumluft unabhängige Feuerstätte einer Prüfung unterzogen wird, von großer Bedeutung.
Abschließend war es der Wunsch aller Beteiligten, dass sich die beiden Gewerke auf dieser Ebene flä­chen­de­ckend weiter verständigen sollten und die Schulungsangebote, welche für den BSM durchgeführt wer­den, auch dem Ofen- und Lüf­tungs­bauerhandwerk mit angeboten und von diesem genutzt werden.
Es wurde noch darauf hingewiesen, dass das jährliche Schulungsheft für das Schornsteinfegerhand­werk in Mittel­deutschland auch dem OL-Handwerk zur Verfügung steht.
Mit der Feststellung des Landesfachgruppenleiters des OL-Handwerkes, Herr Parnow, dass durch die Viel­falt der Feuerstätten mit ihrer Kom­plexität das Fachwissen des Schornsteinfegers von großer Bedeutung ist und dem Ofensetzerhandwerk die Umsetzung dadurch vor Ort erheblich erleichtert wird, wurde diese Veranstaltung beendet.
Matthias Steinberg
ÖAB der Innung Leipzig

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

am 12. 11. 2001 in Bad Düben

Eines vornweg, obwohl die dies­jährige Innungsversammlung im Freizeitbad im „Heidespa“ in Bad Düben stattfand, fiel selbige aber nicht ins „Wasser“.
Die angenehmen Konferenzräume gaben der gut besuchten Versammlung ein eindrucksvolles Flair. Mit den zahlreichen Ausstellern im Foyer konnten die Kollegen auch wichtige Geschäfte für ihren Betrieb gleich mit erledigen.
Nach der Eröffnung durch den OM Dietmar Kern konnten Ehrungen für verdienstvolle Kollegen vorgenommen werden.
So erhielten der ehemalige OM der Innung, K.-H. Kern und BSM Rudolf Müller für „50 Jahre Tätigkeit im Schornsteinfegerhandwerk“ ein kleines Ehrengeschenk mit Blumen überreicht. Selbiges wurde auch den Kollegen BSM S. Berbig und R. Kirmse zuteil, welche in den verdienten Ruhestand unter den Beifall aller Anwesenden verabschiedet wurden.
Es folgten die einzelnen Geschäfts­berichte. Dabei war die zzt. stattfindende Neuangleichung der einzelnen Betriebe von AW’s nach Rahmenkos­tenplan ein ebenso wichtiges und für die Perspektive unserer Betriebe wichtiges Thema.
Die Fragen zu den derzeitigen Lohn­forderungen in der gemeinsamen Tarifgruppe V. stießen auf Unver­ständnis aller Kollegen. Man war sich darüber einig: Es ist eine Schallmauer für uns alle bei den neuen Forderungen des Wochenlohns erreicht, welche derzeit in den Ostländern nicht zu durchbrechen ist.
Mit der Vorstellung von Neuerungen im Rahmen der Technik und im QM/UM-Bereich wurden CD-Rom an die Kollegen ausgegeben.
Die Öffentlichkeitsarbeit erläuterte den Kollegen das neu erstellte „Leitbild“ für unseren Schornsteinfegerberuf.
Dieses wird durch Schulungsmaßnahmen im Jahre 2002 noch eine wichtige Rolle für unsere Zukunftssicherung für den Lehrling über den Gesellen bis hin zum Betriebsinhaber spielen.
Auch wird der LIV Sachsen in Verbindung mit der Innung Leipzig die 5. mitteldeutsche Handwerksmesse vom 16. 02. 2002–24. 02. 2002 auf dem neu­en Messegelände zu Leipzig wie auch an der für Ostdeutschland größte SHGK Messe, vom 25. 09. 2002–28. 9. 2002 mit einem Messestand teilneh­men. Durch die gemeinsame Durchfüh­rung mit den LIV’s von Sachsen-Anhalt und Thüringen wird man die vorjährigen Erfolge in der Öffentlichkeit für unser Handwerk noch übertreffen.
Diese Termine sollten sich die Kollegen aus Mitteldeutschland für einen Betriebsbesuch mit vormerken.
Es folgte die Abstimmung der Vorkalkulation für den Haushaltplan und Innungsbeitrag für die Innung Leipzig 2002.
Die der Einladung gefolgten Gesellenvertreter, M. Gaumnitz und St. Wittek, sprachen mit ihren Beiträgen die Mitglieder der Innungsversammlung an. Man sprach sich für eine gute Zusammenarbeit für den vergangenen Zeitraum und für die Zukunft aus.
Zum Abschluss dieser gelungen Veranstaltung wurden noch einige Ausführungen der KHWS Leipzig, vertreten durch Herrn Krause, in einer juristischen Angelegenheit zum Bauabzugssteuergesetz den teilnehmenden „BSM“ vermittelt.
ÖAB Beauftragter der Innung Leipzig

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Am 27. 07. 2001 fand in den Räumen des Innungshauses der Innung Magdeburg in Egeln, die diesjährige Gesellenprüfung des Landes Sachsen-Anhalt unter Feder­füh­rung des GPA Magdeburg statt. Insgesamt stellten sich sechs Lehrlinge aus den drei Innungen des Landes der Gesellenprüfung im Schornsteinfegerhandwerk.
Bei sommerlichen Temperaturen wurde unter anderem, wie auf den Bildern zu sehen, die Abgaswegeprüfung und CO-Messung an Gasfeuerstätten durchgeführt.
Den Prüflingen wurde es sprichwörtlich warm ums Herz. Auf Grund der gezeigten Leistungen, konnte festgestellt werden, dass ein guter Wissensstand vorhanden war.
Auf dem einen Bild ist der Prüfling Fabian Walter bei einer CO-Messung zu sehen (Ausbildungsbetrieb: Kuno Corodonnoff) Innung Magdeburg.
Der Prüfling Fabian Walter wurde bester Lehrling im Landeswettbewerb und belegte im Bundeswettbewerb einen beachtlichen 5. Platz.
Genthe/Poki

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Am 19. 09. 2001 war es wieder einmal so weit. Auf dem Gelände der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle wurde der Tag der offenen Tür 2001 durchgeführt. Dieser Tag der öffentlichen Präsentation des Schornsteinfegerhandwerks findet alle zwei Jahre statt. Seit der Gründung der Innung 1995 ist dies der dritte Tag an dem die Arbeiten, die das Handwerk für den Bereich der sicheren Benutzbarkeit von Feuerungsanlagen durchführt, einer wichtigen Schicht des öffentlichen Lebens vermittelt werden.
Eine Veranstaltung für die Öffent­lichkeit macht auch für uns als Schornsteinfeger Sinn. Und der liegt darin begründet, dass in der heutigen sich stetig wandelnden Zeit, Tätigkeiten, wie wir sie durchführen, einer kontinuierlichen Bewertung unterliegen. Arbeiten im Bereich der vorbeugenden Sicherheit werden, da diese keinen sofort sichtbaren Erfolg haben, immer auf dem „Prüfstand“ stehen. Um in dieser Bewertung der Aufgaben durch Institutionen, Marktpartnern und öffentlichen Stellen eine umfassende Sichtweise zu vermitteln, muss auch das Schornsteinfegerhandwerk sich den Fragen der Öffentlichkeit stellen. Dies kann und muss auch in Form eines Tages der offenen Tür erfolgen, da sich Fragen bezüglich der durchzuführenden Arbeiten nicht nur auf einen Bezirksschornsteinfegermeister beziehen, sondern auch das System Schornsteinfeger beleuchten.
In diesem Jahr wurden Einladungen für diese Veranstaltung unter anderen an Vertreter unserer Aufsichtbehörden verschickt, hier im Einzelnen an die Regierungspräsidien, die Ordnungsämter der einzelnen Kreise und dem Umweltamt. Weitere Gäste waren die Herren und Damen der Wohnungsunternehmen, der Heizungs- und Sanitär- Innungen, der Ofenbauer, des Verbandes Haus und Grund, der Gasgemeinschaft Halle und Kesselhersteller. Als Vertreter das Handwerks konnten die Obermeister des Landesverbandes Sachsen-Anhalt, der Innung Altmark und die Vertreter der Innung Magdeburg begrüßt werden. Auch unsere Kollegen, die nicht mehr aktiv im Beruf tätig sind, waren anwesend.
Um interessante Diskussionen im Anschluss anzuregen, wurden, wie zu jedem Tag der offenen Tür, mehrere Vorträge an den Anfang der Veranstaltung gestellt. In diesem Jahr wurden die Themen durch Herrn Schimpf, Mitarbeiter im Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Herrn Janovecz, Mitglied der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle und Herrn Mönnich, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Braunschweig, für die Anwesenden vorgetragen.
Der Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, den auch das Schornsteinfegerhandwerk praktiziert, ist immer wieder eine interessante Sache. Herr Schimpf gab den Anwesenden einen Überblick über technische Mög­lichkeiten der Vorbeugung eines Brandfalles. Weiterhin beleuchtete er die Gedanken von Bürgern, die mit der Frage konfrontiert wurden, wie sie sich im Falle eines Brandes verhalten. Hier gibt es verblüffende Meinungen zu hören. Von „das kann mir nicht passieren“ bis hin zu „ich weiß nicht wie“ sind viele Meinungen in der Bevölkerung vertreten. Das kann wahrscheinlich nur auf den Fakt zurückzuführen sein, dass der Staat und die durchführenden Institutionen ein hohes Maß an Standards geschaffen haben, die diese Sicherheit gewährleisten. Diese „relative“ Sicherheit wurde in einem gewissen Rahmen auch durch das Schornsteinfegerhandwerk mitgeprägt. Denn zum Beispiel durch die kontinuierliche Reinigung von Festbrennstoffschornsteinen wurde die Brandgefahr in diesem Bereich auf ein Minimum reduziert. Dieser Umstand wird von den Bürgern seit geraumer Zeit schon als „selbstverständlich“ angesehen und vielleicht gerade dadurch „als nicht mehr zeitgemäß“ bewertet. Die Tätig­keiten des Handwerks werden sehr wohl als zeitgemäß betrachtet, wie zum Beispiel auf dem Gebiet der Versicherungen. Dies lässt sich an dem Punkt der Beitragskosten ablesen. In keinem anderen Land Europas gibt es so geringe Beiträge für die Brandversicherung von Gebäuden, wie in Deutschland. Schon dieser Punkt allein, sollte uns weiterhin den vorbeugenden Brandschutz auf diesem hohen Niveau betreiben lassen.
Als zweites Thema der Veranstaltung wurde das „Phänomen der schwarzen Wohnungen“ beleuchtet. Unser Kollege Janovecz erläuterte die Ursachen und das Erscheinungsbild dieses Phänomens. Die Ursachenermittlung erbrachte die Erkenntnis, dass es sich nur zu einem geringen Anteil, um Einträge aus Feuerungsanlagen handelt. Dieser Bereich war besonders für die Vertreter der Wohnungsunternehmen interessant. Da sich diese mit dieser Problematik am häufigsten beschäftigen müssen. Das Fazit des Vortrages ist, dass im Vorfeld einer jeden Maßnahme zur Beseitigung der Erscheinungen genauestens zu klären ist, welche Gründe die Schwarzfärbung der Wände und Flächen hat.
Das dritte Thema beschäftigte sich einerseits mit den Pflichten, als auch andererseits mit den Rechten von Bezirksschornsteinfegermeistern sowie den zuständigen Behörden. Dieses Thema war mit Sicherheit ein sehr interessantes Gebiet für alle anwesenden Gäste. Denn auch das Schornsteinfegerhandwerk hat keinen „Freibrief“ in seinem Wirkungskreis. Der Kollege Mönnich ging darauf ein, dass auch die Bezirksschornsteinfegermeister unter anderem ein termintreues, freundliches und zuvorkommendes Verhalten gegenüber der Kundschaft an den Tag legen müssen. Dies belegte er durch Fakten, wie zum Beispiel Gerichtsurteile und Verfahrensanweisungen. Damit wurde deutlich ausgeführt, dass auch Schornsteinfeger in ihrer ganz besonderen Stellung gefordert sind, eine Kundenzufriedenheit und eine Akzeptanz zu erzeugen, mit der sich der Endverbraucher identifizieren kann. Mit diesen Voraussetzungen sind dann Fragen zur Gebührenzusammensetzung bzw. -erhebung viel leichter für unseren Kunden zu erläutern und sinnvoll darzustellen, demzufolge dann auch zu verstehen. Im weiteren Verlauf des Vortrages wurde durch den Kollegen Mönnich die in den letzten Jahren immer schlechter werdende Zahlungsmoral der Bevölkerung beleuchtet. Hier ging es vor allem darum, dass das Schornsteinfegerhandwerk die jährlich anfallenden und ansteigenden Außenstände nicht ohne weiteres abfedern kann. Dazu ist insbesondere anzumerken, dass das Handwerk nicht in der Lage ist, die vorgegebenen Gebühren nach oben zu verändern und somit einen Ausgleich zum Verlust zu erzeugen. Diese Möglichkeit wird durch das Schornsteinfegergesetz eindeutig ausgeschlossen. Somit bleib nur der Weg über die uns vorgesetzten Behörden. In diesem Zusammenhang sind die Ordnungsämter als wichtige Partner zu nennen. Nur über diesen Weg kann die Beitreibung ausstehender Gebühren erfolgen. Wenn dann aber noch hinzu kommt, dass durch einige Ämter Gebühren für die Eröffnung des Einzugsverfahrens erhoben werden, muss sich die Innungsleitung auf den Weg machen, mit den entsprechenden Stellen eine Lösung dieser Problematik herbeizuführen. Alle diese Umstände werden durch das Schornsteinfegergesetz und weitere gesetzliche Vorgaben abschließend geregelt.
Im Anschluss der Vorträge wurden die anwesenden Gäste zu einem Erfahrungsaustausch bei einem Imbiss eingeladen. Diese Möglichkeit wurde rege genutzt.
Abschließend kann gesagt werden, dass diese Veranstaltung einen guten Anklang bei allen anwesenden Gästen und Kollegen gefunden hat.
Christian Plettner
PW Schornsteinfegerinnung
im KB Halle/S.

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Landesausscheid im Schornsteinfegerhandwerk

Am 07. September 2001 fand der Thüringer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Ostthüringen in Gera-Aga statt.
Die Prüfer reisten einen Tag vor dem Wettbewerb an, um beste Voraussetzungen für die Teilnehmer zu schaffen. Geprüft wurden Messung an Ölheizung, Abgaswegeüberprüfung, Mängelerkennung, Kundengespräche und weitere berufsspezifische Tätigkeiten. Eine hohe Motivation sorgten für ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jörg Schleicher und Stefan Schilling. Nur eine Stichfrage konnte zu einem Entscheid führen, wobei Jörg Schleicher das glücklichere Ende für sich entscheiden konnte.
Wir wünschen den Teilnehmern viel Erfolg im weiteren Berufsleben.
Jens Rödiger
Pressewart des LIV Thüringen

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore


Sehr geehrter Herr Eller,
auch wenn der Thüringentag 2001 in Gera bereits wieder der Vergangenheit angehört, möchte ich es nicht versäumen, Ihnen und dem Schornsteinfegerhandwerk im Freistaat Thüringen ganz herzlich für den mir überlassenen Zylinder, das Buch über die Geschichte des Schornsteinfegerhandwerks und ganz besonders für das mir verliehene „goldene Schultereisen“ zu bedanken.
Nicht nur, weil ich – was allgemein bekannt ist – ein „Schwarzer“ bin, habe ich mich über die Ernennung zum Ehrenschornsteinfegermeister ganz besonders gefreut.
Ich danke Ihnen und „meiner“ ganzen Innung, dem Schornsteinfegerhandwerk im Freistaat Thüringen, und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Bernhard Vogel

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

„Handwerk hat goldenen Boden.“ Wenn auch der Boden angesichts der derzeitige konjunkturellen Lage nicht so glänzt wie sonst: Das alte deutsche Sprichwort behält gerade bei uns in Thüringen seine Gültigkeit. Wir haben das Jahr 2000 in Thüringen bewusst zum „Jahr des Handwerks“ erklärt und dies zum Anlass genommen, mit dem Handwerkstag eine weitreichende Vereinbarung zur Unterstützung der heimischen Betriebe zu schließen. Auch in diesem Jahr steht die Förderung des Handwerks ganz oben auf unserer Prioritätenliste. Das Handwerk ist nach wie vor eine Säule der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Freistaat. Deswegen sind Veranstaltungen wie die „Thüringer Handwerksmesse“ bedeutend. Denn sie bieten Handwerksbetrieben eine gute Möglichkeit, ihre innovative Leistungsfähigkeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Dies wird in diesem Jahr um so mehr der Fall sein, als die zweite „Thüringer Handwerksmesse“ im Rahmen des Thüringentages in Gera vor großem Publikum stattfindet. Der Thüringentag will die ganze Vielfalt unseres schönen Landes präsentieren, vom traditionellen Brauchtum bis hin zur modernen Spitzentechnologie. Die Handwerksmesse passt ideal in diesem Zusammenhang. Weil das Handwerk selbst durch seine Vielfalt, durch das Nebeneinander von traditioneller Produktionsweise und Hochtechnologie geprägt ist. Nicht zuletzt die Vielzahl der ausstellenden Handwerksbetriebe aus den verschiedensten Bereichen demonstriert dies eindrucksvoll.
Das Handwerk ist nicht nur der größte Arbeitgeber und einer der größten Steuerzahler im Freistaat, sondern auch, und das freut mich besonders, der größte Ausbilder. Junge Menschen verdienen die Chance, sich in Ausbildung und Beruf zu beweisen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Mit ihrer großen Ausbildungsbereitschaft stellen sich die Thüringer Handwerksbetriebe vorbildlich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber der jungen Generation. Der Jugend gehört die Zukunft und das Handwerk wird ein fester Bestandteil dieser Zukunft sein. Unsere Landespolitik wird ihren Teil dazu beitragen, das Handwerk auch weiterhin zu unterstützen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die es den Thüringer Handwerksbetrieben ermöglichen, mit Zuversicht nach vorn zu schauen.
Vielleicht gelingt es dem oder anderen Aussteller schon auf der „Thüringer Handwerksmesse“, durch erfolgreiche Geschäftsabschlüsse den Grundstein für diese „goldene Zukunft“ zu legen. Auf jedem Fall wünsche ich der Handwerksmesse Thüringen ein gutes Gelingen, den Ausstellern wichtige wirtschaftliche Impulse und den Messebesuchern erlebnisreiche Stunden.
Dr. Bernhard Vogel
Ministerpräsident von Thüringen

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Einen neuen „Kollegen“ können wir begrüßen!
Im Rahmen der Thüringer Handwerksmesse vom 28. bis 30. September ­2001 in Gera konnte unser „Landesvater“ zum Ehrenschornsteinfegermeis­ter des Landes Thüringen ernannt werden.
Der Schornsteinfeger als Glückssymbol möchte damit zum Ausdruck bringen, dass das Land Thüringen unter der Führung eines Ehren­schornsteinfegermeisters weiterhin ein „glückliches Händchen“ bei allen Entscheidungen in der Politik hat. Natürlich möchten wir auch, dass das Glück unserem Ministerpräsidenten im privaten Bereich immer stets zur Seite steht.
Diese Ernennung fand einen würdigen Rahmen bei der Präsentation des Lan­desinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerkes am dazugehörigen Messestand im Geraer Kultur- und Kongresszentrum.
Unser Ministerpräsident Dr. Bernhard Vogel war sichtlich beeindruckt über die, so wörtlich, High-Tech-Instrumente, die ein Schornsteinfeger bedienen können muss. Landes­innungs­meister Ulrich Eller gab aus­führ­liche Erläuterungen zur Berufspolitik, Qualität im Schornsteinfegerhandwerk unter dem QM/UM-System, Kundenzufriedenheit und weitere wichtige Ziele, die sich die Landesinnung Thüringen setzt und verwirklichen möchte.
Drei Tage wurden Betreiber, Haus­eigentümer und unsere Kunden über das Schornsteinfegerhandwerk informiert.
Die Kundenzufriedenheit unter Berück­sichtigung des gesetzlichen Auftrages im Sinne von Feuersicherheit (Betriebs- und Brandsicherheit), Umwelt- und Klimaschutz, Schonung der Ener­giereserven und Gesundheitsschutz zuverlässig zu erfüllen, wurden stets hervorgehoben.
In lockeren Gesprächen konnte da so manche Meinungsverschiedenheit aus dem Weg geräumt werden.
Ich glaube davon sprechen zu können, dass das Land Thüringen gegenüber dem Schornsteinfegerhandwerk ein hohes Maß an Akzeptanz entgegenbringt. Dafür sollten weitere Anstrengungen unternommen werden, damit dies so bleibt.
Der traditionelle Umzug am Sonntag durch die Stadt Gera war ein voller Erfolg. An diesem nahmen aus unserer Berufsgruppe 30 Schornsteinfeger in Schwarz teil und stellten dabei die neuen Dienstfahrzeuge Berlingo von Citroen vor.
Mit der Verteilung kleiner Werbe-Schornsteinfeger war unser Stand ein absoluter Publikumsmagnet. Man sieht, kleine Gesten haben großen Erfolg.
Der Vorstand der Landesinnung Thüringen bedankt sich bei allen Mitwirkenden, die diese dreitägige Veranstaltung zu einem großen Erfolg führten.
Jens Rödiger
Pressewart des LIV Thüringen

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Marketingpreis an Handwerksbetriebe vergeben
Leipzig. Prämiert wurde zum zweiten Mal die beste Idee, die einfallsreichste und überzeugendste Werbung um die Gunst des Kunden. Aufgerufen hatte die Gasgemeinschaft Mitteldeutschland ihre Mitgliedsbetriebe des Sanitär-, Heizung- und Klimahandwerks sowie des Schornsteinfegerhandwerks. Die Nase vorn hatte schließlich die Heizungsbaufirma Rolf Schneider aus Oschatz, der zweite Preis ging an die Firma Rudolph Wärmetechnik GmbH aus Waldheim, Gewinnerin des Vorjahres. Rang 3 belegte die Heizungsbaufirma Klaus-Dieter Schwarz aus Borna. Erstmalig wurde zusätzlich ein Sonderpreis an Innungen vergeben, den die Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle erhielt.
„Der Marketingpreis ist Signal, Anreiz und Anerkennung für den Handwerksbetrieb, der ein klares Marketingkonzept besitzt und umsetzt“, so Walter Schmees, Vorsitzender der Gasgemeinschaft und Jurymitglied.
Der Sieger erhielt einen Geldpreis von je 3000 DM, und die Marketing-Trophäe, die von jungen Kunststudenten der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in einem Nachwuchswettbewerb entworfen wurde. Der metallene Lorbeerzweig symbolisiert Gemeinschaft und Entwicklung. Die Gasgemeinschaft Mitteldeutschland versteht sich als Qualitätssiegel für guten Kundenservice rund um den Energieträger Erdgas. Mit ihren 1035 Mitgliedern ist sie mittlerweile zur zweitgrößten Gasgemeinschaft in Deutschland gereift.

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Bernd Bornemann ist seit April diesen Jahres bei der Wöhler Messgeräte Kehrgeräte GmbH, Bad Wünnenberg, als Vertriebsleiter für die Zielgruppe Heizungs- und Lüftungsbau zuständig. Er übernimmt damit die Verantwortung für dieses Marktsegment und steht Herstellern, Berufs- sowie Einkaufsverbänden ebenso beratend zur Verfügung wie Energieversorgern.
Bornemann wird zudem neue Geschäftsfelder erschließen und dabei die Aktivitäten des Unternehmens entsprechend ausrichten. Weitere Tätig­keitsbereiche liegen in der Steigerung des Bekanntheitsgrades von Wöhler. Außerdem geht es ihm darum, das Angebot den zu erwartenden Anforderungen des Marktes anzupassen. Hier kann in erster Linie der Servicebereich des Direktanbieters genannt werden.
Als Kenner der Branche rund um die Abgas- und Schornsteintechnik wird Bornemann auch in dem neuen Aufgabenbereich von seinen lang­jährigen Erfahrungen profitieren.
Wöhler

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Perfektes Zusammenspiel

Mit veränderten Heizgewohnheiten, zunehmendem Umweltbewusstsein und der bevorstehenden Energieeinsparverordnung (EnEV 2000) werden sich die Ansprüche an ein modernes Heizkonzept grundlegend neu orientieren. Neben einem erhöhten Komfort in der Bedienung möchte der mündige Verbraucher von heute auch die Art der Beheizung sowie die eingesetzten Energieträger selbst wählen können.
Nachdem es lange Jahre nur darum ging Wohneinheiten möglichst einfach (und billig) mit kompakter Anlagentechnik auszustatten, zeichnet sich seit geraumer Zeit ein neuer Trend in der Branche ab. Eine Vorreiterrolle ist hier zweifellos der Nutzung von Solarenergie zuzuschreiben. Während 1992 etwa 90.000 m² Kollektorfläche in Deutschland installiert wurden liegt das Niveau heute bei über 400.000 m² pro Jahr. Unterstützt durch zahlreiche Informationskampagnen und Förderprogramme des Bundes, der Länder und Gemeinden sowie einiger Energieversorger ist zu erwarten, dass sich dieser Markt in den nächsten drei Jahren nahezu verdoppeln wird.
Der Verbraucher ist also nicht nur umweltbewusster geworden, sondern hat auch die Freude an der modernen Heizungstechnik wiederentdeckt.
Untermauert wird diese Entwicklung von den aktuellen Absatzzahlen der Feuerstätten, die mit festen Brennstoffen betrieben werden. Neben fest eingebauten Kachelöfen und Kaminen gewinnen mobile Kaminöfen aufgrund ihrer variablen Einsatzmöglichkeiten zunehmend Marktanteile. Zur Romantik des offenen Feuers verbreiten sie eine besonders angenehme Strahlungswärme. Klassische Modelle (sog. Schwedenöfen) werden ebenso erfolgreich angeboten wie hochwertige Designvarianten. Die Feuerstätten arbeiten in der Regel stromlos und lassen sich so auch im Notfall einsetzen. Etwa 81% aller Kachelofenbesitzer geben an, die Feuerstätte vornehmlich in der Übergangszeit als Zusatzheizung zu nutzen.
Ein Schornstein muss drin sein
Voraussetzung für die Realisierung individuellen Heizkonzepte ist das Vorhandensein einer mehrzügigen Abgasanlage. Als langlebiges aber flexibel einsetzbares Bauteil bietet der dreizügige Schornstein alle Vorzüge für die zeitgemäße Wärmeversorgung in Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Anwendungsmöglichkeiten lassen sich wie folgt darstellen:
1. Zug: Nutzung der Strahlungs­wärme
Anschluss von Feuerstätten für Holzfeuerung.
2. Zug: Nutzung modernster Heizungstechnik
Betrieb von Niedertemperatur- und Brennwerttechnik mit allen Brennstoffen zur zentralen Beheizung.
3. Zug: Nutzung der Sonnenenergie
Als Installationszug für die Leitungen der Solaranlage.
In einem weiteren Zug des Multifunktionsbauteils Schornstein lassen sich weitere Installationsleitungen oder Zu- und Abluftsysteme verlegen.
Die Kombination von Solarenergie und Holzverbrennung mit einem moderner Wärmeerzeuger schafft einen Versorgungs-Mix, der besonders energie- und umweltschonend ist. Für den Hausbewohner bedeutet dies ein hohes Maß an Sicherheit und Kostenbeweglichkeit, da der jeweils günstigste Energieträger genutzt werden kann. Während in der kalten Jahreszeit der Kamin- oder Kachelofen die Heizungsanlage unterstützt, sorgt die Solaranlage im Sommer für warmes Brauchwasser.
Mehrwert für Alle
Neben Komfort und Wohnbehagen berücksichtigt das Konzept ökologische sowie ökonomische Aspekte in idealer Weise. Das damit verbundene Investitionsvolumen übertrifft zwar die Ausgaben für ein wandhängendes Heizgerät, versorgt ein Gebäude aber über das ganze Jahr hinweg mit dem optimalen Wärmebedarf. Darüber hinaus sichert die Kombination aus Heizungs-, Solaranlage und Festbrennstoff-Feuerstätte zahlreiche Wartungs- und Serviceaktivitäten. Die Besitzer derart hochwertiger Heizungsanlagen schätzen die Beratung durch den qualifizierten Fachmann.
Das schafft eine starke Kundenbindung auf persönlicher Ebene, die das Handwerk in Zukunft mehr denn je benötigen wird. In Zeiten, in denen dem Heizungsbauer seine klassischen Kundendienstleistungen zunehmend durch Energieversorgungs-Unternehmen oder andere Komplettanbieter streitig gemacht werden, ist es ratsam ein besonderes Augenmerk auf die Durchsetzung individueller Heizkonzepte zu richten.
Fazit:
Die klassische Abgasanlage in mehrzügiger Bauweise bietet Nutzen für alle Beteiligten. Individuelle Wünsche des Verbrauchers lassen sich mit ihr ebenso berücksichtigen, wie spätere Anpassungen der Heizungsanlage an den Stand der Technik.
Auch wenn mit Einführung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV 2000) der Raumwärmebedarf auf Werte zwischen 70 und 20 kWh/m²a sinkt, sollte auf ein modernes Schornsteinsystem im Haus nicht verzichtet werden. Mit dieser Multifunktionsanlage kann das Handwerk seinen Kunden auch zukünftig die Unabhängigkeit in allen Energiefragen versichern.

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Zum 01. 01. 2001 hat die Firma Reinery Schornsteintechnik mit Hauptsitz in Morsbach-Steimelhagen die Firma Süd-West-Kamin GmbH in Achern von der Schiedel GmbH & Co. KG in München (Europas größtem Systemschornsteinhersteller) übernommen.
„Wir haben das Unternehmen von Schiedel gekauft, um dem starken Gegenwind im Bauwesen entgegenzutreten“ so Mario Reinery, geschäftsführender Gesellschafter und Sohn des 1993 verstorbenen Firmengründers Paul Reinery. „Mit einem flächendeckenden Netz an Niederlassungen und Vertriebsstütz­punkten bedienen wir unsere Kunden bundesweit und in angrenzenden Ländern wie Holland, Frankreich, Schweiz und Polen“.
Im Unternehmensverbund arbeiten heute 130 Mitarbeiter. Diese verteilen sich auf 6 Standorte in Deutschland, darunter seit 1991 eine Produktion in Schmalkalden (Thüringen), in der Edelstahl-Schornsteinsysteme hergestellt werden und bereits 1998 eine Fertigung für Luftkanalsysteme gekauft wurde. Eine weitere Stütze ist der Kachelofen- und Kaminbau. Zwei große Verkaufsstudios in Morsbach-Steimelhagen und Wasungen (Thüringen) bestehen seit Jahren.
Die Reinery Unternehmensgruppe wird damit zum Marktführer im Bereich Dienstleistungen rund um die Abgasanlage in Deutschland und wird auch in der Zukunft bemüht sein, diese Marktposition durch Ausbau der bestehenden Standorte und gegebenenfalls sinnvolle Neuaquisitionen weiter auszubauen.
„Heute bezeichnen wir uns als innovatives Unternehmen. Im Bereich regenerativer Heiztechnik entwickeln wir ein Lagersystem für Holzpellets, dem wirtschaftlichen und ökologischen Brennstoff der nächsten Jahre“ erzählt Mario Reinery, „ so sichern wir unsere Zukunft und bauen ein neues Standbein auf“.
Hauptgeschäftsbereich wird allerdings auch in Zukunft der Abgasanlagenbau bleiben Hier verfügt man über eine optimale technische und betriebliche Ausstattung, die es ermöglicht, auch für schwierigste Fälle jederzeit Problemlösungen anzubieten. Diesem Anspruch will REINERY auch in Zukunft im Sinne seiner Kunden jederzeit gerecht werden.

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Buchvorstellung
Das Deutsche Schornsteinfegerwesen (SW)
Rechtsvorschriften, Materialien und Erläuterungen

Das ergänzbare Handbuch bietet dem Benutzer die zur Zeit geltenden Wortlaute der Gesetze und Verordnungen. Darüber hinaus findet er neben der aktuellen Kommentierung des Gesetzes über das Schornsteinfegerwesen und der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen alle notwendigen Informationen über weitere, das Schornsteinfegerhandwerk tangierende Vorschriften. Die einschlägigen Entscheidungen der Gerichte sind in das Werk eingearbeitet.
Durch seine übersichtliche Gestaltung und die Möglichkeit der kurzfristigen Aktualisierung der im Werk aufgenommenen Materialien, Gesetze, Entscheidungen usw. ist dieses Handbuch ein anerkannter und unentbehrlicher Helfer.
Die 28. Ergänzungslieferung beinhaltet u. a. die Änderungen des Schornsteinfegergesetzes und der Verordnung über das Schornsteinfegerwesen, die neugefasste Verordnung über gemeinsame Anforderungen in der Meisterprüfung im Handwerk. Des Weiteren werden die Materialien und Rechtsvorschriften auf den aktuellen Stand gebracht.
Mediadaten:
„Das Deutsche Schornsteinfegerwesen (SW)“ von Dr. Max-Jürgen Dohrn, ehem. Leiter der Rechtsabteilung des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerkskammertages
3., überarbeitete Auflage, ergänzbare Ausgabe, einschließlich 28. Lieferung, 1.072 Seiten, DIN A 5, einschließlich Spezialordner DM 96,- / ab 1. 1. 2002 EURO (D) 49,80. Ergänzungen von Fall zu Fall.
ISBN 3 503 02570 7
ERICH SCHMIDT VERLAG
Berlin Bielefeld München

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Von Heizungsanlagen, die unter dem Dach installiert wurden, geht eine höhere Brandgefahr aus, als bisher angenommen.
Darauf haben jetzt der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI) sowie der Zentralverband Deutscher Schornsteinfeger – gewerkschaftlicher Fachverband – (ZDS) hingewiesen. Da sich die Heizung häufig nicht im unmittelbaren Aufenthaltsbereich der Bewohner befindet, werden Brände erst viel später wahrgenommen. Außerdem brennt der Dachstuhl schneller und besser als ein normaler Kellerraum. Betroffenen Hausbesitzern und Mietern empfehlen die Berufsverbände als Minimallösung die Montage eines Rauchmelders unter dem Dach.
Das Gefahrenpotential sinkt außerdem durch einen separaten Heizungsraum, der sich im Erdgeschoss oder Keller befindet. Auch aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes ist somit ein mineralischer Schornstein von Vorteil.
IPS

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Arnsperger übernimmt Vorsitz
Jost Arnsperger ist im Rahmen einer kürz­lich in Herne durch­geführten Mitgliederversammlung zum Vorstandsvorsitzenden der Initiative Pro Schornstein e.V. (IPS) gewählt worden. Der Wirtschaftsjurist aus Frankfurt/Main wird die unter der Füh­rung von Volker F. A. Martin eingeleiteten positiven Entwicklungen zugunsten des mineralischen Schornsteins fortsetzen. Dieser sollte seiner Meinung wieder stärker als ökonomischer und ökologischer Bestandteil eines Neubaus ins Bewusstsein gerückt werden.
Zentrales Thema dürfte dabei weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit sein. Außerdem möchte Arnsperger die Effizienz der Verbandstätigkeiten mit Hilfe der Mitgliedsunternehmen weiter steigern, die bisherigen Marketing­aktivitäten stärker fokussieren und zur Harmonisierung der staatlichen Normung über nationale Grenzen hinweg beitragen. Als wesentlichen Auftrag betrachtet er deshalb die Kooperation mit nationalen und internationalen Fachverbänden zur Nutzung entsprechender Synergieeffekte. Die Erreichung dieser Ziele ist nach Ansicht des neuen IPS-Vorsitzenden nur durch eine wirkungsvolle Interessenvertretung im Sinne aller Mitglieder möglich.
IPS

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Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Handwerker in örtlichen Bereichen, die sich im 12. Jahrhundert von der Hofhörigkeit befreiten und bald neben den Patriziern zu den Trägern der mittelalterlichen Städte wurden, waren Zünfte. Unter ihrer Regide wurden streng geschriebene Satzungen – wie Zunftbriefe, Zunftrollen ausgegeben und sie bestimmten die Meister und Lehrlingsausbildung. Der Zerfall der Stadtwirtschaften und schließlich die aufkommende Industrialisierung führten seit dem 16. Jahrhundert zum Rückgang, der mit Aufhebung ihrer Vorrechte durch die Gewerbefreiheit 1791 in Frankreich und 1869 im Norddt. Bund endete. In der heutigen Zeit werden die Aufgaben von den Innungen und den Handwerkskammern wahrgenommen.
Gilden, außer denen nun die Zünfte im Handwerk auch zählen, waren der Zusammenschluss von Personen im Mittelalter zur Wahrung gemeinsamer Interessen auch Kaufleute (Hanse), Bauern oder aus religiösen Motiven Bruderschaften ...
Auch wenn heute die damaligen Formen nicht immer vergleichbar sind, das Handwerk immer wechselnden Zeitepochen unterworfen war, so kann man eine Renaissance der Zünfte voraussehen.
Das beste Beispiel – und heute – ist, dass die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, ein eigenes Referat „Freie“ einrichtet, um sogenannte „Microunternehmer“ zu organisieren, als Selbstständige aber ohne Mitarbeiter. Durch die Privatisierung staatlicher Leistungen wird ein Bedarf von Selbst­ständigen entstehen. Wenn nun in vielen Bereichen von New Economy gesprochen wird, so sind es qualifizierte Freiberufler, die sich in der heutigen schlechten Konjunktur, in gildenähnlichen Foren neu organisieren werden, um in gleichen Arbeitsgebieten zu mehr Sicherheit zu finden. Die derzeitige Rezession in der Wirtschaft hat Ursachen in der müden Reformierung alter Strukturen, wobei der Schornsteinfeger, der zu einem alten – aber immer modernen und zeitgemäßen – Handwerk gehört, die überaus positiven Voraussetzungen nicht verstreichen lassen sollte.
Für den Schornsteinfeger bedeutet dies, dass man in der Zukunft immer mehr Berater und Kontrolleur sein wird. Kontrolleur noch im Besonderen, denn gerade Pfusch und Nichteinhaltung von Standards am Bau hat zur Zeit goldenen Boden, was nicht zuletzt selbst viele Prüfingenieure bemerken. Dies setzt für uns voraus, dass eine neue Qualität der Informationssysteme, der kommunizierenden Vernetzung zu einem neuen Anspruch anwendungsfreundlich geführt werden muss. Das beste Beispiel sehen wir jetzt schon in den Strukturierungen unserer Softwareprogramme, die innere Vernetzung zwischen Datenprogramm und TIS (Technischen Nachschlagwerk) und besonders, um immer auf dem neues­ten Stand zu sein, die Vernetzung mit dem betreffenden Anbieter bietet immer weitere Möglichkeiten.
Die Entwicklung zu einer Wissensgesellschaft hat längst begonnen und wird diejenigen zum Erfolg verhelfen, die frühzeitig nicht nur die Tendenzen erkennen, sondern sich den gestellten Anforderungen konsequent stellen. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften und flexiblen Aufgaben wird stetig wachsen. Den ersten Schritt haben viele Schornsteinfeger – und besonders in Thüringen, auch Gesellen, dazu mein besonderer Respekt im Bereich Erfurt – mit ihrem Abschluss als Gebäudeenergieberater im Handwerk getan. Hiermit ist unserem Beruf eine weitere neue Identität gegeben. Unbedingt wichtig ist nun aber auch, dass die Auszubildenden (Lehrlinge) in der dualen überbetrieblichen Ausbildung, schon die Fähigkeiten vermittelt bekommen, komplex zu denken, um Strukturprobleme nicht nur eines Sachgebietes zu begreifen, sondern dass sie sich weiter befleißigen, ggf. Programme, Analysen, Belegarbeiten zu Energiesparmaßnahmen erarbeiten, dass sie selbst weiter ein umfangreicheres Wissen aneignen können. Es muss hinterfragt werden, wie man gewonnene Daten in Wissen verwandelt, dieses Wissen anwendbar macht und wie daraus Wertschöpfung zum Ansehen unseres Berufes weiter geschaffen wird. Die Investition in die Ausbildung bekommt eine neue Qualität und sollte keines Aufschubes bedürfen.
Durch eine strikte Einhaltung des Qualitäts- und Umweltmanagementsys­tems nach DIN EN ISO 9001 und DIN EN ISO 14001, einem einheitlichen äußeren Auftreten, einem Ausmerzen von Bündnissen der Mittelmäßigkeit wird für weitere Aufgaben die Kundenbindung und -dialog zu einer neuen Qualität führen.
Wir sprechen von Globalisierung und es gibt nicht wenige, die haben Angst vor einem vereinigten Europa. Die Zukunft gehört schon in Anbetracht der über 500-jährigen kulturellen Entwicklung, Erfahrung und Individualität dem Schornsteinfeger. Die zur Zeit bestehenden Vorteile dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Welt verändern wird und andere Zünfte & Gilden auch ihre Markenzeichen setzen werden.
Frank Dübener

Ausgabe: 42 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Nach nunmehr 6 Ausgaben „DER SCHORNSTEIN“ in Mitteldeutschland hat sich auch diese Fachzeitschrift in Mitteldeutschland etabliert und wurde fester Bestandteil der Innungsarbeit. Erfreulich ist, dass zunehmend mehr Innungen diese Möglichkeit nutzen, ihre Innungsarbeit öffentlichkeitswirksam zu dokumentieren. Innerhalb der letzten Monate stieg die Artikelflut derart an, dass es für die Redaktion schwierig wird, alle eingehenden Beiträge zu be­rücksichtigen. Der Platz dieser viertel­jährlich erscheinenden Fachzeitschrift ist doch arg begrenzt. Daher mögen uns die vielen redaktionell tätigen Kollegen die ein oder andere Kürzung verzeihen.
In den letzten Monaten lief eine Befragung durch die Landesinnungs­verbände bezüglich eines anteiligen Bezugspreises, der leider etwas verzerrt bei den Kollegen ankam.
Um es vorwegzunehmen: Die Fachzeitschrift „DER SCHORNSTEIN“ steht finanziell auf sicheren Beinen und eine weitere Erscheinungsweise ist nicht gefährdet und war es auch nie. Lediglich die Qualität dieser Zeitschrift wollen wir steigern. Zur Zeit drucken wir zu einem Viertel im Farbdruck. Die restlichen drei Viertel werden schwarz-weiss gedruckt. Dadurch ist es besonders schwierig, die eingehenden Fotos dementsprechend zu platzieren. Gerne würden wir alle Fotos im Farbdruck veröffentlichen, was erheblich zum positiven Erscheinungsbild dieser Fachzeitschrift beitragen würde. Daher steht der Vorschlag im Raum, pro Kollege BSM je Ausgabe einen Zuschuss von 1 Euro 40 Cent zu erheben, was wahrlich nicht viel ist. Mit diesem Zuschuss wären wir in der Lage, die komplette Fachzeitschrift im Farbdruck zu publizieren, oder bei extremer Artikelflut eine Maxiausgabe zu erwägen. Im Interesse der Fachzeitschrift wäre eine Befürwortung dieses Zuschusses zum Vorteil aller Leser. Finanziell gesehen entspricht dies einer durchschnittlichen Fernsehzeitschrift. Es ist sogar unter den Versandkosten.
Mit dieser Ausgabe schließen wir nun unseren Jubiläumsjahrgang ab und schreiten ins zweite Fachzeitungs-Jahrzehnt. Gleich zu Beginn wird es einen Paukenschlag geben: Der LIV Sachsen-Anhalt ist Ausrichter des in Halle stattfindenden Bundesverbandstages 2002 und die Fachzeitschrift „DER SCHORNSTEIN“ sitzt mitten im „Boot“. Die Ausgabe 2/2002 wird die bisherigen Bundesverbandstags-Festschriften ablösen und vollkommen neue Akzente setzen. Nun hellhörig gewordene Inserenten sollten schon jetzt ihre diesbezüglichen Anfragen an den LIV Sachsen-Anhalt richten. Ansprechpartner ist für diese Ausgabe: Torsten Kiel (siehe Impressum). Aktuelle Informationen können unter der Internetadresse www.schornsteinfeger-halle.de unter der Rubrik „Bundesverbandstag“ abgerufen werden.

Ausgabe: 42 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

In einer der vorherigen Ausgaben unserer Zeitschrift wurde auf den geplanten Ausbau der Dachgeschosse im Schulungs- sowie im Verwaltungsgebäude hingewiesen. Dabei handelte es sich um einen großen Schulungsraum für 106 Personen, der die Möglichkeit der Durchführung von Innungsversammlungen und weiteren Veranstaltungen mit größeren Teilnehmerzahlen bietet. Dabei liegen im Blickfeld auch die Zusammenkünfte von Bildung und Technik des Schornsteinfegerhandwerks auf Bundesebene. Hinsichtlich einer optimalen Auslastung und der damit im Zusammenhang stehenden Wirtschaftlichkeit soll auch eine Nutzung dieses Raumes den Partnern unseres Handwerks angeboten werden. Zum jetzigen Zeitpunkt liegen diesbezüglich schon Anfragen vor! Die Schaffung von vier zusätzlichen Zimmern, die hauptsächlich zur Unterbringung unserer Unterweiser und Dozenten genutzt werden sollen, war von großer Notwendigkeit. Damit ist eine nicht unwesentliche Voraussetzung der notwendigen Vorbereitung auf die Durchführung der Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen geschaffen worden.

Ausgabe: 42 , Kategorie: Schornsteinfeger ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Wie in jedem Jahr, so fand auch in diesem Jahr am 1. Wochenende im September das internationale Schornsteinfegertreffen im Norden Italiens, im schönen Städtchen Santa Maria Maggiore statt. In diesem Jahr wurde das 20. Treffen der „Schwarzen Zunft“ gefeiert.
Zu diesem Ereignis hatte die Innung Magdeburg einen Bus bestellt und 26 Kollegen, zumeist mit ihren „besseren Hälften“, fuhren am 30. August in Richtung Süden.
Eine Zwischenübernachtung in Feldberg-Bärental, in der Nähe des Titi­sees sorgte dafür, dass die Fahrt nicht zu anstrengend wurde und alle mög­lichst stressfrei zu den Feierlich­keiten gelangten. Am nächsten Morgen ging es nach einem erholsamen Schlaf und einem ausgiebigen Frühstück weiter in Richtung Largo Maggiore. Die Uferstraße bescherte uns in der Schweiz und in Italien faszinierende Blicke auf den See und die herrliche Natur. Auch der Weg ins Landesinnere über Domodossola ins Valle Vigezzo – das Tal der Maler – hatte viele einmalige Aussichten zu bieten.
Unser Quartier für die Feierlichkeiten hatten wir im Städtchen Re im Hotel Casa Barbieri aufgeschlagen. Aber der Tag war noch lang und so konnten wir noch das Städtchen Santa Maria Maggiore erkunden oder einfach in Straßenbistros ein Bier, Wein, Capuccino oder Eis genießen.
Um 19.00 Uhr wurde im Theatro Comunale das Theaterstück „Ein kleiner Schornsteinfeger rettet den König zu Frankreich“ aufgeführt. Alle Gäste des voll besetzten Hauses konnten der Geschichte gut folgen, denn die „Schauspieler“ sprachen zwar italienisch, aber die Handlung wurde in Deutsch, Englisch und Französisch kommentiert. Den Darsteller des kleinen Schornsteinfeger konnte jedoch jeder auch ohne Kenntnis der italienischen Sprache verstehen, denn er spielte einfach köstlich in Gestik und Tonfall.
Nach dieser gelungenen Veranstaltung hatten die Gäste die Möglichkeit das Buch von Benito Mazzi „Hunger, Ruß und Kälte – Der große Roman der Schornsteinfeger“ zu erwerben. Auch hier hatte es der Heimatverein verstanden, das Buch in mehreren Sprachen anzubieten.
Zurück in Re wurde nach einem guten italienischen Essen in gemütlicher Runde noch ein Schwätzchen gehalten und ein guter Tropfen getrunken, bevor der Kopf zur Ruhe gebettet wurde.
Am Sonnabend ging es ausgeschlafen und durch ein gutes Frühstück gestärkt nach Malesco. Dort versammelten sich die Schornsteinfeger aus aller Herren Länder am Denkmal des kleinen Spazzacamino. Kollegen, die bereits am Schornsteinfegertreffen teilgenommen hatten, entdeckten bekannte Gesichter aus Schweden, Dänemark oder den verschiedenen Regionen Italiens. Viele Schornsteinfeger, die bereits als einzelne Vertreter eines Landes in vergangenen Jahren mit gefeiert hatten, brachten ihre Kollegen mit. Viele Berufskollegen waren jedoch zum ersten Mal angereist – so war in diesem Jubiläumsjahr Frankreich das erste Mal dabei.
Nach der offiziellen Eröffnungsrede war der Andrang am Denkmal groß, denn alle Gruppen wollten sich dort mit ihrer Innungsfahne ablichten. Auch die Innungsfahnen der einzelnen angereis­ten Gruppen wurden durch anerkennendes Kopfnicken und dem Wunsch nach Erinnerungsfotos mit Lob bedacht. Interessiert wurde vermerkt, welche Berufsbekleidung in anderen Ländern getragen wird. Nach der Eröffnung ging es mit dem Bus nach Santa Maria, wo alle noch etwas Zeit für ein Bier, eine Pizza, einen Schoppen Wein oder einen Stadtbummel hatten. So gestärkt ging es mit dem Bus weiter nach Craveggia, dem Dorf der hundert Schornsteine, wo uns der Bürgermeister herzlich begrüßte. Nach einem kurzen Umzug durch das idyllische Dorf, wurde auf verwinkelten natursteingedeckten Häusern des kleinen Ortes ein Schaufegen vorgeführt. Auch die Kollegen der Gastländer ließen es sich nicht nehmen, vom Dach das Ambiente der Veranstaltung zu erleben und ihre Kollegen aus der Höhe mit dem Ruf „Spazzocamini“ zu grüßen.
Am Abend begann dann in der wunderschönen Kirche von Craveggia, in der auch das Leichentuch des Sonnenkönigs aufbewahrt wird, eine Heilige Messe. Alle Plätze waren besetzt und in den Gängen und an den Seitenaltären standen die Gäste, um der beeindruckenden Messe zu folgen. Nach der Andacht fanden sich die Schornsteinfeger vor der Kirche zu einem Imbiss mit Musik ein. Natürlich wurde viel gefachsimpelt und die Berufsbekleidung und die Innungsfahnen begutachtet. Nach so einem aktionsreichen Tag waren alle froh, sich nach einem guten Abendessen im Hotel in Re bei einem guten Tropfen ausruhen zu können.
Der Haupttag der Veranstaltung, der Sonntag, begann nach einem kräftigenden Frühstück mit dem Umzug der Schornsteinfeger mit Berufsbekleidung und Ausrüstung in Santa Maria. Unsere Frauen säumten mit vielen anderen Gästen aus verschiedenen Ländern und interessierten Einheimischen als Zuschauer die Straßen. Auch sie verteilten, wie ihre Männer in Schwarz, Bonbons, Schokolade, Riegel, und Luftballons an die Kinder und manch „Innungströpfchen“ der Innung Magdeburg (kleine Fläschchen Wodka mit Feige) an die Schornsteinfeger anderer Länder oder die Zuschauer. Der strahlende Sonnenschein setzte dieser Veranstaltung die Krone auf.
Ein gemeinsames 4-gängiges Mittagessen in Craveggia mit Mitgliedern des Folklorevereins mundete allen Teilnehmern sehr. So ging es dann gestärkt zurück nach Santa Maria, wo im Park der Villa Antonia vor dem Schornsteinfegermuseum der Bürgermeister von Santa Maria Maggiore, der Präsident der Gebirgsgemeinschaft Valle Vigezzo und sogar ein Vertreter der EU zu allen Gästen sprach. Auch die Kollegen aus aller Welt überbrachten die besten Grüße und übergaben Gastgeschenke für das Schornsteinfegermuseum. Unsere Innung überreichte die zweiteilige Chronik 300 Jahre Schornsteinfeger in Magdeburg und die Kopie einer alten Fotografie. Diese wurde von unserem Kollegen Bruno Schröter zur Verfügung gestellt und zeigt seinen Opa neben zwei Kollegen in Schwarz. Zur Übergabe der Gastgeschenke bedankte sich der Obermeister besonders bei der Organisatorin dieser gelungenen Veranstaltung, Frau Hofer.
Besonderen Applaus erhielt der Senior der Schornsteinfeger aus Santa Maria, der trotz angegriffener Gesundheit alle angereisten Kollegen begrüßte. Vor drei Jahren zeigte uns der damals älteste Kollege der Region, wie die Schornsteine gekehrt werden und dass auch er das Steigen noch recht gut beherrscht. Musik, Tanz, der Besuch des Museums und ein ausgezeichneter Tropfen Rotwein ließen den Tag wunderbar ausklingen.
Am Montag hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Auf der Tour zurück zur Zwischenübernachtung wurden die Erlebnisse ausgetauscht. Ein Zwischenstopp am Titisee wurde genutzt, um echten Schwarzwälder Schinken einzukaufen und die berühmte Schwarzwälder Kirschtorte zu probieren. Dienstag ging es dann wieder Richtung Heimat.
Diese Fahrt war in allem gelungen. Wir hatten einen schönen Bus mit einem ausgezeichneten und versierten Fahrer, der zugleich fast ein Meis­terkoch war, schönes Wetter und gute Laune, gelungene Veranstaltungen und eine Kameradschaft die dem Ruf „Einer für Alle – Alle für Einen“ gerecht wurde.
Uwe Pomplun
Obermeister
Schornsteinfegerinnung Magdeburg

Ausgabe: 42 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Der Kachelherd stellt sich vor ...

Der Kachelherd – im Alpenraum auch Sesselherd genannt – ist eine Variante des Kachel­ofens, und wie er, aus der Überbauung des offenen Herdfeuers entstanden. Er ist zugleich Kochherd und Wohnküchen­heizung.
Ursprünglich gab es in jeder Küche – die in Mitteleuropa über Jahrhunderte teilweise auch Hauptwohnraum war – einen festen, gemauerten Herd, der oft auch aus Kacheln errichtet wurde. Im Zuge der Industrialisierung wurden Herde mehr und mehr aus Gusseisen und später Stahlblech serienmäßig hergestellt. Diese transportablen Herde verdrängten den Kachelherd praktisch vollständig.
Das wiedererwachte Interesse an Kachelherden hat teils nostalgische, mehr aber noch praktische Gründe:
Der Kachelherd nutzt Wärme auf vielfache Weise – beim Heizen, beim Kochen und Backen. Er kann – ebenso wie der Kachelofen – die Warmwasserbereitung unterstützen oder aber die Zentralheizung und spart durch optimale Brennstoffausnutzung viel Energie.
Die Wohnküche ist heute wieder gemütlicher Treff der Familie und dieser Trend begünstigt den Kachelherd auch aus gestalterischen Gründen. Ob Bauernküche oder kühles, modernes Design – der Kachelherd kann – auch aufgrund der breiten Palette von Ofenkacheln – angepasst werden und attraktiver Mittelpunkt sein. Funktional lässt er sich problemlos – weil er nicht „von der Stange“ gekauft wird – genau auf die koch- und heiztechnischen Anforderungen der Hausfrau zuschneiden, und zwar mit modernster Küchentechnik.
Jeder Kachelherd ist also ein maßgeschneidertes Einzelstück, das Ihnen Ihr Ofen- und Luftheizungsbauer nach Ihren Wünschen und Vorstellungen an Ort und Stelle baut.
Die Feuerung eines Kachelherdes kann auch mit einem Warmwasser-Wärmetauscher umgeben werden, so dass mit dem Kochherd, der in der Regel mit festen Brennstoffen (Holz und Brikett) geheizt wird, auch eine Warmwasser-Zentralheizung betrieben werden kann. Es ist möglich, einen Kachelherd, der einen Warmwasser-Wärmetauscher besitzt, auch als Zweitkessel in den Kreislauf einer bestehenden Warmwasser-Zentralheizung einzubeziehen. Während des Kochens und Backens wird dann durch den Herd auch die Warmwasserheizung mit Wärme versorgt. Auch der Einbau eines Brauchwasser-Boilers ist üblich. Auf diese Weise wird Edelenergie für die Hauptheizung gespart.
(HAGOS)

Ausgabe: 42 , Kategorie: Heiztechnik ( ARCHIV Ausgabe 42 - 4/2001 )

Internationales Treffen in St. Maria Maggiore

Genießt man die angenehme Wärme eines Heizkamins und den Blick auf das offene Feuer, so kann es schon passieren, dass man alles um sich herum vergisst. Und so soll es auch sein. Täglich sind wir Stress, Hektik und Belastungen ausgesetzt. Da ist es wichtig, zu Hause Abstand zu gewinnen. Man sucht in den eigenen vier Wänden Geborgenheit, Wohlbefinden und Wärme.
Mit Heizkaminen vom Fachmann finden Sie diese Behaglichkeit für die schönsten Momente des Tages. Die lebendige Flamme des Feuers, das angenehme Knistern des brennenden Holzes und die behagliche Wärme sorgen für „ungestörtes Feuerabend­vergnügen“.
Für ein dauerhaftes Feuerver­gnügen ist das „Herz“ des Kamins/Heizkamins entscheidend. DIN-geprüf­te Heizkamineinsätze sind Garant für rauch- und geruchsfreie Verbrennung und für optimalen Abbrand. Die modernen Heizkamineinsätze zeichnet nicht nur ein hoher Wirkungsgrad aus; es steht auch eine ausgereifte Technik im Hintergrund, mit der Sie absolut auf der „sicheren“ Seite sind.
Für entsprechenden Komfort sorgen die vielen unverwechselbaren Funktionsmerkmale, für die Ästhetik schließlich die grenzenlosen Gestal­tungsmöglichkeiten, die selbst höchste Ansprüche erfüllen. Ein großes Programm an exklusiven Kacheln für jeden Geschmack und Einrichtungsstil ist ein Grund, dass aus der Tradition des Heizens die hohe Kultur des Wohnens wird. Ein Heizkamin vom Fachmann ist nicht nur ein Stück Lebensart, sondern immer auch ein Stück Wohnkultur. Wer so wohnt, der fühlt sich wohl!
(HAGOS)

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Die drei Leiter der Schornsteinfegerfirma „KEMENNTSE­OZÖ G. m. b. H“ aus der Stadt Göyr in Ungarn weilten vom 16. 07.–18. 07. 01 auf Einladung der Schornsteinfegerinnung Leipzig in der Messestadt.
Die partnerschaftlichen Treffen, welche einen regen Erfahrungsaustausch mit sich bringen, finden jährlich, im Wechsel Göyr-Leipzig, statt. Dies ist nun schon zu einer 20jährigen Tradition geworden.
Dem Betrieb, steht als „Direktor“ Herr R. Harnisch, vor. Er wird von vier Schornsteinfegermeistern unterstützt, welche wiederum in ihrem Kehrdistrikt ca. 8–10 Gesellen beaufsichtigen. Sie betreuen bei der Kehr-Überprüfungstätigkeit fast ganz Westungarn.
In den letzten Jahren hat sich Herr Harnisch mit dem ungarischen Verband bemüht, die Überprüfung von Gasgeräten als Pflichtaufgaben für das Schornsteinfegerhandwerk, vom Gesetzgeber übertragen zu bekommen. Nun im Zuge der Vorbereitung zum EU-Beitritt, werden auch die Umweltgesetze des Landes neu erstellt. Es besteht hierbei die Chance, ab 2002, eine CO-Messung an den Gasgeräten vornehmen zu können. Es wird eine Vorordnung, welche unserer BImSchV nahe kommt, angestrebt. Die CO-Messung und Abgaswegeüber­prüfung, war daher auch das Hauptthema des diesjährigen Besuchs. Den Kollegen wurden die verschiedene Messgeräte vorgestellt. In der Praxis wurden Übungen und Vorführungen zum besseren Verständnis durchgeführt.
Die Innung Leipzig, hat ihre Hilfe in einem möglichen Rahmen, bei der Umsetzung zugesichert. Selbstverständlich wurde auch dem Wunsch der ungarischen Kollegen, einen Berlinbesuch zu organisieren, entsprochen. Der diesjährige Erfahrungsaustausch zeigte erneut, das Europa, ob EU. Mitgliedsland oder Beitrittskandidat, gleiche Ziele im Umweltschutz und bei der Energieeinsparung gehen können und müssen.
Matthias Steinberg (BÖA)
Innung Leipzig

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Am 21. 06. 01 folgte die Fußballmannschaft der Innung Leipzig einem Einladungsturnier mit den AH-Mannschaften der gastgebenden Fußballer des NSV 90 e. V. und der Mannschaft der Colonia „Schenkenberg e. V“.
Leider konnte, witterungsbedingt, der vor dem ersten Anpfiff, geplante Start der Ballonfahrer eben so wenig stattfinden, wie der, mit einem Fallschirmspringer zu bringende Spielball aus luftiger Höhe, durchgeführt werden.
Immerhin wurde, unter den Beifall der zahlreichen Zuschauer, mit der Unterstützung des dortigen Spielmannszuges, der Anstoß durch einen „Schwarzen Mann“ in Originalkleidung vorgenommen.
Dieses Ereignis wurde von Medienvertretern der „Leipziger Volkszeitung“ (LVZ) und einem regionalem Pressevertreter festgehalten und veröffentlicht.
Das erste Spiel bestritt die Mannschaft der Innung Leipzig gegen die gastgebenden Nerchauer.
Schon nach den ersten Spielminuten war der Druck der Mannschaft von Nerchau 90 e. V., welche im organisiertem Spielbetrieb stehen, unverkennbar. Aber aus einer sicheren Abwehr heraus wurde der 0:1 Rückstand durch die Innung Leipzig in der zweiten Spielhälfte durch Kampfgeist zum 1:1 remis noch ausgeglichen.
Danach fand das Spiel der gastgebenden Nerchauer gegen die Mannschaft von Colonia Schenkenberg statt. Diese Partie endete 2:0 für die Gäste aus Schenkenberg.
Das hieß nun aber, nur durch einen Sieg über die „Schenkenberger“ war der Turniersieg im letzten Spiel durch die Mannschaft der Innung Leipzig möglich. Es begannen wieder zweimal, kampfbetonte, 30 Minuten, wobei bis eine Minute vor dem Abpfiff die“ Leipziger Schorni`s“ mit 3:2 führten.
Der dann berechtigt – gegebene „Elfmeter“ gegen die Mannschaft der Innung Leipzig in buchstäblich, letzter Minute hätte zum Ausgleich und somit nur zum 2. Platz gereicht.
Der kurz zuvor, verletzungsbedingt, ausgewechselte Torhüter durch den bis dahin als Feldspieler agierenden M. Ubrich erwies sich als „Matchwinner“.
Dieser hielt den, nicht unplatziert geschossenen „Strafstoß“ in großer Manier und sicherte so unter dem Jubel aller Spieler, sowie des fairen Publikums durch den Sieg der „Schornis“ auch den Turniersieg.
Der von der Stadt Nerchau gestiftete Pokal nebst den gesponsorten zwei Kästen Bier, sowie der Runde Bratwurst durch unseren TIW U. Berger und der aus dem Pokal getrunkene Sekt, welchen der nervlich, gestresste Manager und Betreuer der Innungsmannschaft Leipzig spendierte, ließen diesen Tag ausklingen.
Matthias Steinberg (BÖA)
Innung Leipzig

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Vermittlung von Theorie und Praxis der Immissionsmessung an polnische Schornsteinfegermeister in einer Schulungsveranstaltung der Schornsteinfeger-Innung Bautzen

Die Neiße als Grenzfluss ist schon lange keine trennende Behinderung mehr für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit und die Pflege enger freundschaftlicher Beziehungen der Schornsteinfegermeister in der Region der Oberlausitz zu Niederschlesien. Seit der politischen Wende in den Ostblockstaaten sind die Berufsorganisationen der Schornsteinfeger Polens und Deutschlands Mitglied in der ESCHFÖ (Europäische Schornsteinfegermeister­Föderation). Annäherung, Partnerschaft und Zusammenarbeit der in Europa im „schwarzen Handwerk“ tätigen Männer in berufsspezifischen Angelegenheiten ist die weitgefasste Zielsetzungen dieses Verbandes.
Im Rahmen eines am 10. 03. 1997 unterzeichneten Partnerschaftsvertrages der Innung Bautzen und der Schornsteinfeger-Genossenschaft „Florian“ in Wroclaw (Breslau) haben beide Seiten vereinbart, neue Erkenntnisse auf dem Gebiet des Umweltschutzes – soweit sie den Tätigkeitsbereich der Schornsteinfeger tangieren – auszutauschen und gemeinsame Schulungen an elektronischer Messtechnik und neuen Arbeitsgeräten durchzuführen. Der verstärkte Einsatz moderner Wärmeerzeuger im Nachbarland hat zu einer großen Nachfrage nach Weiterbildungskursen dieser Art geführt.
Am 07. und 08. 06. 2001 weilten erneut 15 polnische Schornsteinfegermeister aus den verschiedensten Regionen ihres Landes im Schulungszentrum der Innung Bautzen und erhielten von vier Vorstandsmitgliedern Unterweisungen in Theorie und Praxis des in Deutschland gesetzlich verordneten und angewandten Immissionsschutzes. Eröffnet wurde die Veranstaltung von einer Referentin der Handwerkskammer Dresden. In ihrer Begrüßungsansprache wertete sie die uneigennützige Initiative des Schornsteinfegerhandwerks als vorbildlich, die durchaus die Unterstützung der Handwerkskammer finde; ein finanzieller Zuschuss aus der Kasse der Handwerkskammer war schon vorher zu verbuchen gewesen.
Trotz der durch den Sprachunterschied mitunter auftretenden Kommunikationsschwierigkeiten, wurde diese Veranstaltung von den Teilnehmern als ein aus dem Alltag des Berufslebens herausragendes und beispielgebendes Ereignis auf dem Wege der EU Osterweiterung angesehen. Auf Wunsch des Vorstandes der Genossenschaft „Florian“ wird eine Schulung der gleichen Art am 25. und 26. 06. 2001 in Olstyn (Allenstein) durchgeführt werden.
Text und Fotos: Artur Breuer

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Die Zertifizierung des gesamten Schornsteinfegerhandwerks in Deutschland nach der DIN EN- Qualitätsnorm ISO 9001 und der DIN EN Umweltnorm ISO 14001 ist für einen Berufstand bislang einzigartig in der Welt.
Nach Übergabe des bundesweiten Testates am 5. April diesen Jahres in Berlin, erfolgte am Donnerstagvormittag den 19.07., die Verleihung der Urkunden an die 60 Mitglieder der Schornsteinfegerinnung Südthüringen im BTZ Rohr- Kloster.
Erstmals dürfen außerdem 20 Betriebsinhaber und ein Geselle nach erfolgreicher Fortbildung den Titel „Gebäudeenergieberater im Handwerk“ führen.
Das verliehene Qualitäts- und Umweltmanagement hatte seinen Ursprung im Militärwesen der USA. Dort diente es dazu, alle für einen Betriebsablauf notwendigen Maßnahmen und Vorgänge in Kongruenz zu bringen, vergleichbar mit dem perfekten Lauf eines Motors, so Landesinnungsmeister Ulrich Eller in seiner Ansprache.
In seiner Festansprache erläuterte der Innungsobermeister Werner Truthan den gegangenen Weg bis zum Erlangen des Zertifikates. „Wir sind stolz, dies erreicht zu haben“, erklärte Kollege Truthan. Der Beifall der Kollegen bewies, die Freude über das Erreichte. Nach einer Umfrage des FORSA-Meinungsinstitutes zum Schornsteinfegerhandwerk, konnte unser Innungsobermeister berichten, dass z. B. über 95% der befragten Kunden mit ihrem Schornsteinfeger zufrieden sind. Das dürfe nicht dazu verleiten, sich auf Lorbeeren auszuruhen. Die Aufbruchstimmung der Mitglieder wurde durch den erfolgreichen Abschluss von 20 Bezirksschornsteinfegermeistern mit dem Prädikat „Gebäudeenergieberater“ unterlegt. „Diesen Erfolg bekamen wir jedoch nicht zum Nulltarif, wir mussten diesen hart erarbeiten“, so der Innungsobermeister Truthan.
Landesberufsbildungswart Jürgen Kurch und Leiter des Umweltzentrums für das Handwerk im Freistaat Thüringen, Herr Frank Hohle würdigten in ihrer Ansprache die Anstrengungen der Zunftmitglieder. Kollege Kurch hob dabei die Lernbereitschaft und den Fleiß aller 60 Mitglieder unserer Innung hervor. Neben der schweren täglichen Arbeit, fanden die Kollegen der Innung Südthüringen noch Zeit, sich in vielen Lernstunden auf die Qualifikation vorzubereiten. Angesichts des großen Erfolges der Innung, sieht Kollege Jörg Kurch dies als Verpflichtung an, den Bildungs- und Fortbildungsstand auch zukünftig auf hohen Niveau zu halten. Er nannte dabei die guten Vor­aussetzungen im BTZ Rohr-Kloster, wo die Innung ihre Meis­ter­weiterbildung durchführt. Sehr gute Weiterbildungs­maßnahmen wurden auch an der Schornsteinfegerschule in Mörtiz erbracht. Über 98% aller Mitglieder unserer Innung würden jährlich diese Einrichtung mit Erfolg nutzen.
Die ersten Worte aus der Rede von Herrn Hohle waren: „Es war ein unglaublicher Stress für die Männer.“ Mit diesen Worten des Dankes wurden die frisch gebackenen Energieberater für die geopferte Freizeit, sowie des büffeln´s belohnt.
Die Glückwünsche der Handwerkskammer Südthüringen überbrachte Präsident Henner Hartung. Im Gegensatz zu vielen Menschen, die das einheitliche Europa mit Sorge, ja Angst sehen würden, haben die Schornsteinfegerinnungen in Deutschland ein positives Signal gesetzt. Mit Erreichung des international gültigen Qualitäts- und Umweltzertifikates hätte der gesamte Berufstand die Herausforderung Europa angenommen und sei damit in die Offensive gegangen. „Sie haben Maßstäbe gesetzt, sie brauchen keine Angst zuhaben“, sprach der HWK- Präsident. Für seine Aussage, mit der gegenwärtigen Politik für das Handwerk in Bund und Land unzufrieden zu sein, weil sich die Politiker mehr mit sich selbst beschäftigen würden, erhielt er durch die Kollegen zustimmenden Beifall.
Im Anschluss nahmen die Kreis­obermeister Olaf Linser, Hans-Joachim Geißler, Axel Seidler, Stefan Koch und Gerald Konrad stellvertretend für ihre Berufskollegen die Urkunden aus den Händen des QM-UM-Beauftragten des LIV Kollege Jürg Kurch und LIM Ulrich Eller entgegen.
Die 20 Energieberater erhielten ein Präsent, sowie die wohlverdiente Urkunde durch den Leiter des Thüringer Umweltzentrum Herrn Hohle und Herrn Präsidenten Hartung überreicht. LIM Ulrich Eller schloss sich den Glückwünschen an.
Innungs- Ehrenobermeister Manfred Baron und Ehrenmeister Hans Conrad, die lokale Geschichte unserer Innung schrieben, erhielten für ihr Lebenswerk Anerkennung und Beifall. Im Namen aller Kollegen überreichten sie dem BTZ Rohr-Kloster einen modernen Brennwertkessel als Sachspende für Ausbildungszwecke.
Die Feierstunde fand mit einem gemeinsamen Mittagessen ihren Ausklang.
Vorstand der Innung Südthüringen

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Am 18. Mai 2001 wurde in der Zweigniederlassung Schleusingen, Königstrasse 08 das 10- jährige Bestehen zum Anlass genommen, einen Tag der offenen Tür durchzuführen.
Dieser Einladung folgten zahlreiche Bezirksschornsteinfegermeister, da sich die Steuerberatungsgesellschaft auf das Schornsteinfegerhandwerk spezialisiert hat. Man kann sagen, dass die Besonderheiten unserer Berufsgruppe hier erkannt und berücksichtigt werden.
Die Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Nortorf (Schleswig-Holstein) und somit kann die Steuerberatungsgesellschaft ihre Mandanten bundesweit betreuen. Das ist auf Grund der Zweigniederlassungen in Berlin, Brehna, Chemnitz, Frankfurt an der Oder, Schwerin und Weinböhla möglich. Betriebsinhaber werden nicht nur steuerlich und wirtschaftlich in ihrer Selbstständigkeit begleitet. DIE TREU ist ebenso bei allen steuerrelevanten Entscheidungen im privatem Bereich behilflich.
J. Rödiger

Anmerkung der Redaktion: Dem Autor wurde eine Zusage gemacht. Wir warten geduldig

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Am 27. April 2001 führte die Schornsteinfeger-Innung Ostthüringen Ihre Jahreshauptversammlung im Hotel „Goldener Loewe“ in Bad Köstritz durch.
Mit der Wahl des Tagungsortes hatte es sich der Vorstand nicht leicht gemacht. Abschließend betrachtet können wir feststellen, dass dieses niveauvolle Haus ein würdiger Rahmen für diese Veranstaltung war.
Als besondere Gäste konnten wir Herrn Kästner vom Thüringer Landesverwaltungsamt, Herrn Weidling, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Gera sowie die Obermeister der Innungen Erfurt und Südtthüringen begrüßen.
Neben den üblichen Regularien einer solch wichtigen Veranstaltung wurden Beschlüsse gefasst und Weichen für die Zukunft neu gestellt.
Zu nennen wäre:
– die Verabschiedung einer neuen, überarbeiteten und zeitgemäßen Innungssatzung;
– die Neuwahl der Delegierten und Stellvertreter für die Landesverbandstage.
Unser Berufsbildungswart, Kollege Lutz Pfeifer stellte nach seinem Bericht leider sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung.
Der Vorstand sowie alle Kollegen möchten sich hiermit nochmals für die 10-jähriger Tätigkeit, für sein immer währendes Arrangement für unser Handwerk recht herzlich bedanken. Diese Grüße gelten selbstverständlich auch für seine Gattin.
Nun war es erforderlich, einen geeigneten Nachfolger aus unseren Reihen zu wählen und zwar gleich in Personalunion Berufsbildungswart/Qualitäts- und Umweltbeauftragter.
Zur Wahl vorgeschlagen wurde unser Kollege Marco Beierlein.
Dieser Wahlvorschlag wurde durch offene Wahl von der Innungsversammlung einstimmig bestätigt.
Steckbrief des neuen Berufsbildungswart-QU/UM Beauftragen:
– geboren am 05. 02. 1970 in Brehna, bei Delitzsch;
– Lehre als Schornsteinfeger bei Vater Ralf Beierlein, von 1986 bis 1988;
– Meisterprüfung 1993;
– Anstellung als Bezirksschornsteinfegermeister 1997;
– Kollege Beierlein ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Auf Antrag des Techn. Innungswartes, Kollege Frank Lewandowski wurde ein Stellvertreter für die Technik bestimmt.
Vorgeschlagen und gewählt wurde der Kollege Uwe Koziol, es gab keine Gegenstimmen.
Im Rahmen dieser Innungsversammlung wurden die QU/UM Zertifikate an die Kollegen ausgegeben.
Was 1997 in der Bundesversammlung beschlossen wurde, ist erreicht.
Liebe Kollegen nun ist es erforderlich, das Management mit weiterem Leben zu erfüllen, für das Schornsteinfegerhandwerk und für zufriedene Kunden.
Gegen 15.00 Uhr beendeten wir die Versammlung und ich denke es war ein guter erfolgreicher Tag, mit Niveau.
IOM Andreas Schmidt

Ausgabe: 41 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 41 - 3/2001 )

Fahnenweihe in der Innung Altmark

Niederlassung Erfurt hatte zur Werksbesichtigung eingeladen

Die Firma Buderus Heiztechnik GmbH führte für den interessierten Bezirksschornsteinfegermeister des LIV Thüringen eine Werksbesichtigung vom 12. Juni 2001 bis zum 14. Juni 2001 in Deventer/Holland durch.
Am Tag der Anreise wurden schon Sachgespräche mit Herrn Dr. Schmidt von der Niederlassung Erfurt geführt. Nach der Ankunft im Werk der Firma Nefit wurden wir von Herrn B. Drayer (Produkt-Manager) begrüßt. Zuerst wurden wir über die Historie und dem momentanen Strukturaufbau der Firma vertraut gemacht. Danach erläuterten Herr Drayer und Herr Dr. Schmidt den genauen Aufbau und die Funktionen der Gasbrennwertgeräte. Die Wirkungsweise der Geräte wurde uns an einem Modell vorgeführt. Diese Gasbrennwertgeräte mit der neuen Technik befinden sich natürlich auch schon in der aktuellen Produktion. Anschließend gingen wir in die Produktionsstätte des Betriebes. Alle Teilnehmer dieser Informationsveranstaltung waren sehr interessiert an diesem Vorgang. Die Entstehung eines Gasbrennwertgerätes erfordert präzise Arbeiten.
Die Firma Buderus legt einen neuen Schwerpunkt in Sachen Wärmeerzeugung. Alle Anstrengungen konzentrieren sich auf gasbetriebene Wärmepumpen zur Nutzung in Ein- oder Zweifamilienhäusern. Herr Dr. Schmidt gab Erläuterungen zu der innovativen Technologie ab. Der Unterschied zwischen der gasbetriebenen Wärmepumpe und der Brennwerttechnik liegt darin, dass nicht nur die Energie des Abgases besonders effizient genutzt wird, sondern zusätzlich „kostenlos“ bis zu ca. 30% Energie aus der Umwelt entzogen wird. Diese Energie wird für das Heizsystem nutzbar gemacht. Unter der Verkleidung der Loganova GWP steckt neben dem Wärmepumpen-Aggregat zusätzlich ein vollständiges Brennwertgeräte. Mit der Wärmepumpe wird der Wärme­bedarf zur Wohnraumbeheizung abgedeckt. Der Brennwertkessel kommt nur zur Trinkwassererwärmung oder als zusätzlicher Wärmeerzeuger zum Einsatz, falls die Wärmeleistung der Wärmepumpe nicht mehr ausreicht. Diese Kombination der beiden Wärmeerzeuger ermöglicht eine Trinkwassererwärmung ohne zeitliche Unterbrechung der Wohnraumbeheizung. Selbst bei höchstem Warmwasserbedarf wird die Wärmeversorgung Ihres Hauses nicht unnötig unterbrochen. Zum Schluss stellte Herr Dr. Schmidt einen weiterer Vorteil dar: mit dem Brennwertkessel können bei Bedarf vergleichsweise hohe Wassertemperaturen für Heizung und Warmwasser erzeugt werden.
Die Betreuung durch Herrn Dr. Schmidt und dem Produkt-Manager Herrn Drayer hat diese Weiterbildungsreise ein hohes Niveau erreicht. Ich glaube im Namen aller Teilnehmer sprechen zu können, wenn ich sage, dass diese 3 Tage-Reise ein voller Erfolg war.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Am 23. Juni 2001 fand auf dem Erfurter Messegelände eine Ausbildungsbörse des Landes Thüringen statt.
Zu diesen Anlass hat es sich der Thüringer Landesverband der Schornsteinfeger mit Unterstützung der 3 dazugehörigen Innungen sich nicht nehmen lassen, einen Informationsstand aufzubauen.
Eröffnet wurde diese Veranstaltung vom Thüringer Minister für Wirtschaft und Infrastruktur Herrn Franz Schus­ter.
Seine Ausführungen stellte die Wichtigkeit der Ausbildung von qualifizierten Fachkräften für unser Wirtschaftssystem dar.
Die Besucherzahl der zukünftigen Lehrlinge war sehr hoch und man kann daraus schließen, dass sich die jungen Menschen wirklich Gedanken über ihre Zukunft machen.
Der Messestand der Schornsteinfeger erfreute sich eines besonderen Interesses, da Handwerksberufe an diesen Tag selten vertreten waren.
Unsere vier Ansprechpartner und Repräsentanten hatten wirklich viel zu tun und zu erläutern. Auf diesem Wege möchten wir uns bei unseren Kollegen bedanken.
Nach Rücksprache mit dem LBBW Jörg Kurch stehen für das Ausbildungsjahr 2001/2002 elf Lehrlinge in der Ausbildung. Um den zu erwartenden Bewerberrückgang aufgrund der sinkenden Geburtenjahre auszugleichen, sollten für die nächsten Jahre mindestens zwanzig Lehrlinge angeworben werden.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Der Landtag des Freistaats Thüringen führte am 16. Juni 2001 einen Tag der offenen Tür durch.
Das Thüringer Schornsteinfegerhandwerk wurde gebeten einen Stand aufzubauen, um im Bereich des Umweltschutzes repräsentativ aufzutreten. Neben der Messtechnik und der Ausrüstung des Schornsteinfegers wurden hauptsächlich Fachfragen des Kunden beantwortet. Mit Matthias Jensch als Landestechniker stand uns Kompetenz in spezifischen Fragen zu Verfügung.
Die meisten Erläuterungen wurden über das Preis-Leistungsverhältnis gegeben. Der Kunde sieht leider nur die Arbeiten vor Ort an seinem Heizungssystem. Und somit wurden die weiteren Tätigkeiten eines Schornsteinfegers zu verstehen gegeben. Nach diesen Erklärungen kam selbst der einzelne Kunde zur Erkenntnis, dass wir eigentlich einer der „billigsten“ Handwerker sind. Natürlich gab es auch Leute, die jegliche Überzeugungsarbeit abwiesen. Als Ergebnis kann man aber sagen, dass die Zufriedenheit der Kunden zu 90% besteht.
Der Minister der Immissionsschutz­behörde des Landes Thüringen konnte unseren Stand nicht besuchen, daran waren wohl die wechselnden und zum Teil widrigen Witterungsverhältnisse schuld.
Für die zu Verfügung gestellte Technik möchte ich mich noch bedanken, da dies einen großen Beitrag zur positiven Präsentation des Schornsteinfegerhandwerkes beigetragen hat.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Eine Symbiose aus zwei Online-Redaktionssystemen und einer internen Online-Community
Die Datenbank basierende Webanwendung zur Mitgliederbetreuung über das InternetDas Ziel war eine Vision
HTML als Weltstandard von Internetseiten ist durch immer neue Homepage-Programme zwar leicht erlernbar geworden, hat aber einen gravierenden Nachteil. Die Webseiten sind starr und unterliegen einem frühen Verfallsdatum. So setzte sich die Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/S. das Ziel, eine dynamische Webseite zu entwickeln, welche nachstehende Vorteile in sich vereint:
Der Vorstand ist, ohne Programmierungskenntnisse zu besitzen und ohne teure Computerprogramme zu erwerben, von jedem Internetanschluss der Welt in der Lage, die Aktualität seiner Internetseiten zu gewährleisten. Und das ohne erheblichen Zeit- und Kostenaufwand. Alle Seiten haben dieselbe feste grafische Struktur mit denselben Hintergrundgrafiken, wodurch sich das komplette Design durch die Änderung weniger Grafiken total umgestalten lässt.
Die Mitglieder der Innung können sich in einen sicheren internen Bereich einloggen, der sie mit aktuellen Informationen versorgt. Außerdem wird den Mitgliedern die Möglichkeit eingeräumt, die internen Seiten aktiv mitzugestalten. Eine zentrale Mitgliederdatenbank wird von den eingeloggten Mitgliedern selbst verwaltet, also auch stets aktualisiert und dient als Vorlage für die Betriebspräsentationen auf den öffentlichen Seiten. Über dieses Mitgliederverzeichnis und ein Zuständigkeitsverzeichnis werden die Daten des BSM in Form einer Webvisitenkarte aus der Mitgliederdatenbank ausgelesen. Das Mitglied gestaltet seine Inhalte selbst – Sprechzeiten, e-mail, Homepage etc... Das Zuständigkeits­verzeichnis ist kompatibel mit gebräuchlichen Excel-Tabellen, dadurch kann ein und die­selbe Vorlage sowohl ins Netz, als auch der Behörde zur Verfügung gestellt werden. Die Inhalte der internen passwort-geschützten Webseiten stehen in Datenbanken und nicht auf freien HTML-Seiten. Sie werden nur durch Autorisierung ausgelesen. Bei unautorisiertem Eindringen in das interne System (Hacking) verhindert die Webseite weitere Benutzung selbstständig.
Das Redaktionssystem auf Datenbankbasis
Ein Redaktionssystem gestaltet die öffentlichen Innungs-Webseiten – das andere die internen. Es gibt hier keine starren HTML-Internetseiten, wie Sie sie vielleicht kennen. Aufgrund ihrer Autorität wird just im Moment ihrer Anwesenheit ein HTML-Code geschrieben, den ihr Browser interpretiert. Der Redakteur setzt den Text – das Design macht die Webseite. Somit kann nun ein Vorstandsmitglied Inhalte in die verschiedenen Seiten des „Webauftritts“ stellen, wodurch sich eine enorme Aktualität von selbst einstellt. Hierfür benötigt niemand Programmierungskenntnisse.
Der interne Teil
Jeder identifizierte User gestaltet die Seiten nun mit. Neben dem Forum, der Termindatenbank, dem Chat, und einigen besonderen Features stellt der im öffentlichen Teil aufrufbare Mitgliederteil, in dem sich die Innungsmitglieder vorstellen, das Herzstück dar. Das Mitglied verwaltet seine eigenen Daten selbst. Zur Anwendung kommt das in den Visitenkarten und im Zuständigkeitsverzeichnis im öffent­lichen Teil dieser Webseiten. Diese zentrale Mitgliederdatenbank kann jederzeit im Excel Format in den Innungs- PC geladen werden, so dass sich eine nie dagewesene Aktualität von selbst einstellt.
Die Besonderheit
Die Zukunft von Webseiten liegt in solchen Systemen. Die Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/S. hat aus diesem Grund eine Internetseite entwickelt, die von Laien aktualisiert werden kann. Es ist nicht erforderlich, einen Internetkurs zu belegen oder sich der Programmiersprache zu bemächtigen.
Das Design
Die Webseiten haben im Kopf eine unsichtbare Tabelle, welche austauschbare Grafiken beherbergt. Alle Seiten laden sich die selben Grafiken. Somit wirkt sich ein Austausch einer Grafik automatisch auf alle Seiten gleichzeitig aus. Der Austausch von 6 Grafiken genügt, um das Layout total zu verändern. Das Design und alle Grafiken unterliegen selbstverständlich dem Urheberrecht und sind Eigentum des Schornicentral. Das System kann für jede Innung mit im Verhältnis zur Entwicklungszeit (517 Stunden) ge­ringfügigem Aufwand eingerichtet werden. Sie können diese Seiten im Internet unter fgd. Adresse testen:
Schornicentral
Auf Wunsch wird interessierten Innungen oder Kollegen ein Testzugang gewährt.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Regenerative Energieformen sind gefragt

Mit dem gestiegenen Umweltbewusstsein der Verbraucher und der rasanten Preisentwicklung auf dem Energiemarkt werden sich die Ansprüche an zukünftige Heizkonzepte grundlegend verändern. Standen bisher die fossilen Energieträger Öl und Gas im Vordergrund nahezu aller Bemühungen, so werden sich Forschung und Entwicklung in Zukunft verstärkt mit der Nutzung regenerativer Energieformen auseinandersetzen. Vielversprechende Ansätze in dieser Richtung waren bereits auf der ISH 2001 in Frankfurt zu sehen.
Neben dem seit Jahren bekannten Anspruch an einen erhöhten Komfort in der Bedienung möchte der Auftraggeber von Morgen auch die zu Heizzweck­en genutzte Energie jederzeit selbst wählen können. Die Kosten spielen dabei eine ebenso große Rolle wie die Umweltverträglichkeit. Unabhängigkeit in der Energie- und Wärmeversorgung ist also gefragter den je.
Eine Vorreiterrolle ist bei den regenerativen Energieformen zweifellos der Solartechnik zuzuschreiben. Während 1992 etwa 90.000 m² Kollektorfläche in Deutschland installiert wurden, liegt das Niveau heute bei über 600.000 m² pro Jahr. Tendenz steigend.
Trend zu festen Brennstoffen?
Untermauert wird diese Entwicklung von den aktuellen Absatzzahlen der Feuerstätten, die mit festen Brennstoffen betrieben werden. Nachdem sich herkömmliche Kamin- und Kachelöfen einer hohen Nachfrage erfreuen erzielen jetzt auch Holzpelletkessel beachtliche Verkaufserfolge. Mit ihrer automatischen Beschickung lassen sie sich mit dem Komfort einer herkömmlichen Öl- oder Gasheizungen betreiben. Systeme, wie beispielsweise die Serie PowerLine des Herstellers „pro solar Energietechnik GmbH“ aus Ravensburg überzeugen außerdem mit feuerungstechnischen Wirkungsgraden von 90% und mehr. Befeuert werden die Wärmeerzeuger mit sogenannten Holzpellets. Das sind Presslinge, die sich aus trockenem naturbelassenem Restholz sowie Hobel- und Sägeabfällen ohne die Zugabe von chemischen oder synthetischen Bindemittel herstellen lassen. Sie haben einen Durchmesser von etwa sechs Millimetern und einer Länge von einem bis drei Zentimetern.
Holzpellets werden DIN geprüft
Laufende Qualitätskontrollen gemäß DIN 51731 garantieren einen sauberen Brennstoff mit hohem Heizwert (ca. 5 kWh/kg) und einer geringen Restfeuchte.
Der Brennstoff lässt sich einfach und kompakt lagern, da er eine hohe Schüttdichte aufweist. Ein Raum, der zur Bevorratung von 2.000 Litern Heizöl in Batterietanks geeignet ist, fast ca. 6 m³ Holzpellets (das entspricht dem Heizwert von 3.000 l Heizöl EL). Spezielle Fördersysteme ermöglichen auf einer Strecke von max. 5 Metern einen bedarfsgerechten und störungsfreien Transport der Pellets zur Feuerstätte.
Neuer Wärmeerzeuger von „pro solar“
Der Zentralheizkessel PowerLine verfügt über eine vollautomatische Ansteuerung des Fördersystems. Darüber hinaus sorgt ein speziell entwickelter Brenner mit Verbrennungsretorte und Rückbrandschieber für einen sauberen und sicheren Abbrand. Unterstützt wird diese Konstruktion durch ein Verbrennungsluftgebläse, das in Abstimmung mit der Antriebseinheit zur Brennstoffzuführung arbeitet. Eine automatische Reinigungseinrichtung mit integrierter Aschenkomprimierung macht die Entnahme der Ver­brennungsrückstände nur noch selten notwendig. Das Volumen der Aschelade beträgt je nach Nennleistung des Kessels zwischen 25 und 30 Liter, so dass sie selbst in der Heizsaison nur etwa alle vier Wochen entleert werden muss.
Der Wärmeerzeuger ist im Sinne der 1. BImSchV als automatisch beschickte Feuerstätte zur Verfeuerung naturbelassener Biomasse (also Holzpellets) eingestuft worden. Er unterliegt somit der jährlich durchzuführenden Immissionsschutzmessung durch den Schornsteinfeger.
Die Serie PowerLine wird in vier Nennleistungen von 14,8–32 Kilowatt angeboten. Alle Typen der Baureihe sind so konstruiert, dass ein modulierender Teillastbetrieb bis zu 30% der Nennlast möglich ist. Die Abgastemperaturen liegen – je nach Leistung – zwischen 100° C und 160° C.
Regeln und speichern
Mitentscheidend für die Effizienz des Wärmeerzeugers sind die auf das System abgestimmten Steuer- und Speicherkomponenten. Mit der PS 500 bietet der badische Hersteller eine speicherprogrammierbare Regelung an, die sich steckerfertig mit der Kesseleinheit verbinden lässt. Weiterhin verfügt sie über eine serielle PC-Schnittstelle. Die entsprechende Software ermöglicht die Bedienung und Einstellung des Reglers vom Computer aus. Neben den Betriebszuständen und Systemtemperaturen können auch Werte wie die solare Energieernte über das Jahr hinweg ermittelt und protokolliert werden. Darüber hinaus ist die PS 500 in der Lage zwei witterungsgeführte Heizkreise, die Warmwasserzirkulation und eine sogenannten Puffer Boiler Kombination zu steuern.
Bei der Puffer Boiler Kombination handelt es sich um einen zweigeteilten Duospeicher, der einen äußeren Puffer für die Heizungsanbindung und einen integriertem Brauchwasserboiler zur Warmwasserbereitung besitzt. Das große Puffervolumen (wahlweise 750 oder 950 Liter) optimiert die Ausnutzung der Solaranlage genauso wie die des Holzpelletkessels.
Des Weiteren stehen im Brauch­wasserbehälter ständig 200 bzw. 230 Liter Warmwasser zur Nutzung bereit. Sollte die Sonneneinstrahlung dem gefordertem Wärmebedarf einmal nicht entsprechen, so erwärmt der Heizkessel den oberen Bereich des Duospeichers auf die gewünschte Wassertemperatur. Lange Laufzeiten sichern in jedem Fall einen hohen Wirkungsgrad der Feuerstätte.
CO2 neutral mit Holz- und Sonnenenergie
Mit dem Heizkonzept der „pro solar“ Energietechnik GmbH ist es gelungen ökologische und ökonomische Ansprüche mit einem hohen Maß an Komfort zu verbinden. Die technisch abgestimmte Nutzung der Energieformen Sonne und Holzpellets ergänzt sich in optimaler Weise. Während die Solaranlage in der warmen Jahreszeit die Brauchwasser­erwärmung übernimmt, versorgt die Festbrennstoff-Feuerstätte den zentralen Duospeicher im Bedarfsfall mit der nötigen Restwärme. Das Heizsystem führt somit zu einer spürbaren Kostenentlas­tung für den Betreiber. Außerdem überzeugt es durch seinen CO2-neutralen Betrieb.
Untersuchungen des hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit haben belegt, dass der kombinierte Einsatz der Energieträger Solar und Holz die CO2-Emissionen, selbst im Vergleich zu modernen Gas-Brennwertkesseln, um rund 93% reduziert. Ein Aspekt, der heute nicht nur als gutes Verkaufsargument zählt.
Kosten und Zuschüsse
Der nachwachsende Rohstoff Holz wird weder durch Wechselkursschwankungen, die Ökosteuer oder eine 16%ige Mehrwertsteuer belasten. Die gute Preis/Leistungsbilanz wird außerdem durch kurze Transportwege und das große Angebot an Restholz aus heimischen Wäldern verbessert. Die Anlieferung der Pellets erfolgt mittlerweile bundesweit in 20 kg Säcken, sogenannten Big Bags oder als lose Siloware. In Abhängigkeit der Liefermenge kostet die Tonne/frei Haus zwischen 300,00 DM und 400,00 DM. Die Preise fallen bei Sackware etwas höher und bei Anlieferung mit dem Silofahrzeug entsprechend niedriger aus. Neben den klassischen Brennstofflieferanten entdeckt auch die heimische Forstwirtschaft die Chance einer weiteren Einnahmequelle, so dass sich das Netz der Anbieter kontinuierlich verdichtet. Sowohl die Beschaffungs- als auch die Wettbewerbssituation werden sich voraussichtlich zugunsten der Verbraucher entwickeln.
Da der Heizwert von zwei Kilogramm Pellets in etwa einem Kubikmeter Erdgas oder einem Liter Heizöl EL entspricht, lässt sich der Kostenvorteil für jeden Betreiber leicht ermitteln.
Die Holzpelletkessel der Serie PowerLine erfüllen alle Richtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, die im August 1999 für die „Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien“ aufgestellt wurden. Zuschüsse bis zu einer Höhe von 4.000,00 DM sind somit zu erwarten.
Weitere Mittel bewilligt das Minis­terium für die Errichtung von Solarkollektoranlagen im Rahmen des CO2-Minderungsprogramms.
Fazit
Sollten die Preise auf dem traditionellen Energiemarkt weiterhin in die Höhe gehen, werden Verbraucher verstärkt nach Alternativen suchen. Als Grundbestandteil von CO2-neutralen Heizkonzepten darf ein geeigneter Schornstein im Haus nicht fehlen. Mit ihm bietet sich Planern und Bauherren jederzeit die Möglichkeit Energieträger sowie die Art der Beheizung frei zu wählen. Ein Sachverhalt, auf den unser Handwerk im Rahmen der Beratungsleistung unbedingt hinweisen sollte.
Dieter Last

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Mit der Programmkomponente ERUTEC-SFR der Hanse-Betonvertriebs-Union, Lauenburg/Elbe, wurde jetzt eine modifizierte, bauaufsichtlich zugelassene Lösung für die Schrägführung von Montageschornsteinen vorgestellt. Gegenstand der DIBt-Zulassung mit der Nr. Z-7.4-1066 sind vorrangig Montagesätze für die Baureihe ECO. Mit ihnen lassen sich – abweichend von der DIN 18160-1 – dreischalige Montageschornsteine mit Dämmstoffschicht und beweglicher Innenschale einmal schräg führen. Kernstücke des Sys­tems sind zwei Keramik-Winkel sowie Formplatten, die als Auflager mit Dehnungsfuge ausgebildet sind und ebenfalls aus Keramik bestehen. Für spezielle Objektlösungen ist auch eine Variante mit Formplatten aus Leichtbeton zugelassen. Gemäss der Zulassung darf dabei die Schrägführung max. 30° zur senkrechten Achse betragen.
Die Bauteile sind kompatibel zu der Baureihe HFU, die dann ohne Nutzung der vier Belüftungsschächte (Hinterlüftung), wie die Baureihe ECO, ausschließlich für einen trockenen Betrieb vorgesehen ist. Das System beinhaltet standardmäßig eine Aufbauvariante mit 65° Neigung zur Waagerechten, die eine sichere und zeitsparende Montage ermöglicht.
Neben der standsicheren Unter­stützung des geneigten Schornsteinabschnitts ist an den Knickstellen eine Dehnungsfuge von mind. 30 Millimetern vorzusehen. Der Montagesatz SFR ist in allen gängigen Innendurchmessern von 120 mm bis 250 mm erhältlich. Optional sind auf Anfrage auch andere Querschnitte und Neigungswinkel lieferbar.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark


Das Handgerät „VISIT 05“ der Firma Messtechnik EHEIM GmbH ist ein ausgereiftes Messgerät für das Schornsteinfegerhandwerk und in verschiedensten Ausbaustufen erhältlich. Das großflächige Grafikdisplay bietet individuell einstellbar und vor allen Dingen, auch für ältere Mitarbeiter gut lesbar 2 x 4 also 8 Messwerte, auf jeweils 2 Displayseiten zur Ansicht zu bringen. Mit nur einem Tastendruck liegen Ihnen somit die 16 wichtigsten Messwerte vor. Im Hintergrund der laufenden Messung erfassten Maximalwerte können, wie auch der zuletzt gemessene Wert vor der Speicherung, im Messgerät abgerufen bzw. ausgewählt werden. Dieses führt besonders bei kurzen Messvorgängen zu einer erhöhten Messsicherheit. Ein wesentlicher Vorteil des Gerätes liegt auch in der frei programmierbaren CO-Sensor-Frei­spülung mittels 2. Pumpe. Die damit erreichte Lebensdauerverlängerung der Sensoren liegt heute jedem Handwerker bar auf der Hand. In Vollausstattung verfügt das Messgerät über separate Messmenüs, welche z. B. ausgewählte feuerungstechnische Parameter im Druckmessmenü, Strömungsgeschwindigkeitsmessung, die Erfassung des Unterdrucks im Aufstellungsraum der Feuerstätte usw. zulassen. Unter dem Automatikmess-menü ist eine sofortige über einen externen Thermodrucker grafische Bewertung von Feuerstätten für feste Brennstoffe mit allen Bezugswerten gegeben. Das VISIT 05 wird standard­mäßig mit einem Datenspeicher für 250 Datensätze angeboten. Mit einer Speichererweiterung sind nunmehr auch 1.000 Datensätze zu realisieren. Die Standardsonde mit einer Länge von 280 mm kann mit einer aufschraubbaren Mehrlochsonde getauscht werden. Für Arbeiten an Dachheizzentralen mit beengtem Platzangebot steht auch eine 150 mm lange Sondenausführung zur Verfügung. Das ergänzende Sortiment wie Ver­brennungsluftfühler verschiedenster Baulängen oder Ringspaltmehrlochsonde rundet ein gelungenes VISIT 05-Messgerätesystem der Messtechnik EHEIM GmbH ab.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Broschüre zur DIA Studie stellt klar:
Gebäude mit guten Heizkonzepten sind mehr Wert
Eine interessantes Untersuchungsergebnis stellt die Initiative Pro Schornstein e. V. (IPS) anlässlich der ISH 2001 in Frankfurt vor. Sie wertete eine Expertenbefragung unter Teilnehmern der Deutschen Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg (DIA) aus. Dabei stellte sich heraus, dass bestimmte Ausstattungsmerkmale den Wert selbstgenutzter Ein- und Zwei­familienhäuser nachhaltig verbessern.
Immerhin 53,5% der Befragten sehen demnach die Existenz eines klassischen Schornsteins generell als vorteilhaft an. Auch moderne Heizkonzepte sowie ein holzbefeuerter Kamin- oder Kachelofen werden vom Markt gut angenommen und üben einen positiven Einfluss auf den Wert der Immobilie aus. Außerdem ist den meisten Fachleuten ein separater Heizraum als Aufstellort für zentrale Wärmeerzeuger überaus wichtig. Die Branchenkenner stellten klar, dass diese Aspekte die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt positiv beeinflussen und daher die Vermarktungsdauer verkürzen bzw. den Verkaufswert erhöhen.
Die Ergebnisse der Befragung wurden in einer Broschüre zusammengefasst. Sie enthält sämtliche Erhebungsdaten und Tipps zur qualifizierten Kundenberatung. Anforderungen per E-mail: wolfgang.wegener.ips@t-online.de.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Nützlich in der Kundenberatung
Zur Unterstützung im Beratungs­gespräch gibt es jetzt eine ver­lässliche Berechnungsgrundlage, die dem Bauherren eine Entscheidung für das richtige Heizungskonzept wesentlich einfacher macht.
Der IPS-Energierechner wurde im Innovations- und Transferinstitut an der Fachhochschule Bingen entwickelt. Er ist in der Lage unterschiedliche Systeme zur Beheizung von Wohnhäusern zu vergleichen. Im wesentlichen werden dabei drei Aspekte berücksichtigt:
• Investitionsvolumen
• laufende Kosten
• CO2-Ausstoss
Die ökonomischen und öko­logischen Eckpunkte eines Heizungssystems lassen sich dabei unter Berücksichtigung verschiedener Energieträger beurteilen. Der Betreiber kann so einen fundierten Blick in seine versorgungstechnische Zukunft werfen. Stehen beispielsweise beim Neubau eines Gebäudes nicht genug Mittel zur Realisierung eines bivalenten Heizkonzepts zur Verfügung liefert der Energierechner eine zuverlässige Aussage, ob und wann sich Systeme amortisieren, die sich modular aufbauen lassen.
Der Energierechner wird auf der Internetseite www.waerme.org kostenlos als download zur Verfügung gestellt.
IPS

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Kamerasystem für den universellen Einsatz am Bau
Das Video-Inspektionssystem VIS 2000 der Wöhler GmbH, Bad Wünnenberg, erlaubt je nach Zusammenstellung der Komponenten die Möglichkeit der visuellen Überprüfung von Abwasser- und Lüftungsrohren, Wand- sowie Deckenkonstruktionen oder auch Abgasanlagen.
Für die Inspektion von Lüftungs-, Abgas- oder auch Fallrohren bietet sich der dreh- und schwenkbare Kamerakopf an. Sein spritzwassergeschützter Kopf, seine zuschaltbaren weißen LED‘s und ein Weitwinkelobjektiv (f = 2,0 mm) ermöglichen sogar die Kontrolle von großen, reflektionsarmen Rohren.
Für die Inspektion von kleinen Abwasserrohren und Ringspalten kann dem Video-Inspektionssystem ein Minikamerakopf aufgesteckt werden. Der bis 3 bar wasserdichte Kamerakopf mit einem Durchmesser von 26 mm lässt sich problemlos durch Abwasserleitungen ab einem Durchmesser von 40 mm schieben.
Die Führung des jeweiligen Kamerakopfes erfolgt je nach Betrieb mittels Kamerakabel oder -stange, die jederzeit leicht ausgetauscht werden können. Sowohl visuelle Kontrollen im horizontalen und vertikalen Bereich können so professionell durchgeführt werden.
Die kompakte Bauweise von Farbmonitor, Kameras und Kabelaufwicklung bzw. Kamerahaspel erlauben eine einfache, komfortable Handhabung des Video-Inspektionssystems VIS 2000 in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten. Mit Hilfe eines umfangreichen Zubehörprogramms lässt sich für jeden Anwendungsfall eine günstige Gerätekombination zusammenstellen.
Weitere Informationen unter: www.woehler.de/mgkg

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Wöhler Infrarot-Kamera IK 21
Mit der Infrarot Kamera IK 21 bietet die Wöhler GmbH, Bad Wünnenberg, ein leistungsfähiges, ungekühltes Thermografiesystem mit der einfachen Bedienung eines Fotoapparates an.
Die digitale Infrarot Kamera IK 21, die auf patentierter, thermoelektrischer Basis arbeitet, deckt einen Temperaturbereich von -20° bis 3500° C mit einer Auflösung von 0,1° C ab. Ihre Anwendungsgebiete findet das Kamerasystem beispielsweise in der Ortung von Kältebrücken und Undichtheiten an Gebäuden oder der Leckageortung an Fußbodenheizungen und Wasserrohren.
Die einfache Bedienung des Geräts erfolgt mittels Tastenfeld und Bild­schirmmenü. Die Temperaturverteilung auf der Zieloberfläche wird als farbiges Wärmebild auf dem großen 4“-LC-Display gezeigt, wobei aus verschiedenen Farbdarstellungen gewählt werden kann. Mit einem Cursor lassen sich für jeden Bildpunkt die entsprechenden Temperaturen ermitteln. Durch schrittweise Einschränkung des dargestellten Temperaturbereiches werden auch kleinste Unterschiede sichtbar.
Das akkubetriebene Thermografiesystem verfügt über eine PC-Speicherkarte mit 8 MByte. 280 Thermogramme inkl. aller Detailinformationen können gespeichert und mittels der im Lieferumfang enthaltenen Software am PC gedruckt, ausgewertet und dokumentiert werden.
Die Infrarotkamera IK 21 überzeugt bei einem guten Preis-/Leistungs­ver­hältnis durch hohen Bedienungskomfort in den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten. Die Systemtechnik mit einem ungekühlten Detektor sorgt darüber hinaus für geringe Betriebskosten.

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Schallmauer jetzt überschritten

Gröbers. Die Gasgemeinschaft Mitteldeutschland hat erstmals die Zahl von 1.000 Mitgliedern überschritten. Damit bildet sie nach Hamburg den zweitgrößten Zusammenschluss von Marktpartnern des Sanitär-, Heizung- und Klimahandwerks, des Schornsteinfegerhandwerks sowie von Architekten in Deutschland.
Begrüßt wurden jüngst das 999. bis 1001. Mitglied. Es sind Peter Fincke, Bezirksschornsteinfeger aus Halle/Saale, als 1.000. Mitglied die Firma Thomas Baudach, Heizungsbauunternehmen aus Wermsdorf (Kreis Torgau-Oschatz) sowie als 1.001. Mitglied die Firma Jürgen Wendt, Heizungsbauunternehmen aus Niemberg (Saalkreis).
„Die Gasgemeinschaft Mitteldeutschland will Qualitätssiegel für guten Kundenservice rund um den Energieträger Erdgas durch ihre Mitgliedsunternehmen in Sachsen und Sachsen-Anhalt sowie in Thüringen sein“, so ihr Vorsitzender, Walter Schmees. „Der Gasgemeinschaft geht es um die Nutzung von Synergieeffekten und um die Bündelung von Kompetenz, die den Kundennutzen erhöht. „Ist der Kunde zufrieden, dann profitieren letztendlich alle davon“, ergänzt der Vorsitzende.

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Fahnenweihe in der Innung Altmark

Gasgemeinschaft Mitteldeutschland –
eine starke Partnerschaft

Durch die Fusion der Gasgemeinschaften Sachsen-Anhalt und Westsachsen zur Gasgemeinschaft Mitteldeutschland im April 2000 entstand eine starke Partnerschaft in Sachen Erdgas. Diese Gasgemeinschaft ist die zweitgrößte Verbindung dieser Art in Deutschland. Die Interessengemeinschaft rund um die Naturenergie Erdgas hat mehr als 1000 Mitglieder. Dazu gehören große und kleine Handwerksbetriebe des Sanitär-, Heizungs-, Klima- und Schornsteinfegerhandwerks, Fachplaner, Gerätehersteller und Gerätefach­händler, Bildungseinrichtungen und neben den Stadtwerken natürlich die MITGAS Mitteldeutsche Gasversorgung GmbH. Zur Aufgabe gestellt hat sich die Gasgemeinschaft, die Kompetenz ihrer Mitglieder zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen.
MITGAS und ihre Marktpartner aus den Innungen des Sanitär-, Klima- und Heizungshandwerks sowie der Schornsteinfegerinnungen der Region sind ein erfolgreiches Gespann für mehr Kundenzufriedenheit. Die Zusammenarbeit begann mit der Erdgasumstellung in den Jahren 1992 bis 1994. Sie entwickelte sich durch gemeinsame Auftritte bei Fach- und Verbrauchermessen und die seit mehreren Jahren erfolgreichen gemeinsamen Verkaufsförderaktionen.
In Leipzig wurde 1993 die Gasgemeinschaft Westsachsen gegründet. Ein Jahr später entstand die Gasgemeinschaft Sachsen-Anhalt. Von Anfang an waren das installierende Handwerk, das Schornsteinhandwerk und die Innungen durch die MITGAS (vormals EWS bzw. GSA) eingebunden.
Da das regionale Sanitär-, Heizungs- und Klimafachhandwerk wegen des abflachenden Baubooms damals vor einer notwendigen Umstrukturierung stand, bewährte sich die Gasgemeinschaft von Anfang an. Im heutigen liberalisierten Markt profitieren alle Beteiligten um so mehr. Der Gasversorger kennt dank der Installateure die Kundenwünsche noch besser und ist dadurch über den regionalen Markt gut informiert. Der Handwerksbetrieb erfährt durch die Nähe zum Versorger schnell von dessen neuen Vorhaben und hat somit einen Wissensvorsprung vor seinen Mitbewerbern. Von den Geräteherstellern, ebenfalls Mitglied in der Gasgemeinschaft, wird er ständig über neue Entwicklungen unterrichtet.
Regelmäßige Schulungen über das Technische Regelwerk für die Meister und Mitarbeiter der Unternehmen durch Experten des BGW und DVGW sind feste Bestandteile der Zusammenarbeit.
Einen großen Nutzen hat letztendlich auch der Kunde. Neue Produkte und Serviceleistungen entstehen, Preise werden transparenter. So werden durch den Erdgasruf Störungen an Gasanlagen in wenigen Stunden und rund um die Uhr behoben. Unter Servicerufnummer 0 18 02 / 60 06 00 kann darüber hinaus alles zum Thema Erdgas und Erdgasversorgung erfragt werden. Ein weiteres Beispiel ist das Finanzierungsangebot für Heizungsanlagen, sowie weitere Paket-Angebote für Kunden, wie z. B. die Unterstützung von Wartungsarbeiten. Der Kunde kann bei einer Heizungsmodernisierung einen zinsgünstigen Kredit in Anspruch nehmen und bequem in Raten zahlen.
Die Innungen und Verbände nutzen die kurzen Kommunikationswege in der Gasgemeinschaft, man kennt sich und arbeitet zusammen. Ein besonderes Augenmerk hat die Gasgemeinschaft auf den Bereich Marketing gelegt. Seit mehr als zwei Jahren werden regelmäßig Seminare zu diesem Thema durchgeführt. Wer heute Gas und Dienstleistungen verkaufen will, muss sowohl den Kunden kennen als auch in der Lage sein, dem Kunden seine Dienstleistungen zu offerieren. Der Handwerksbetrieb muss den Kunden an sich binden. Er muss ihn betreuen, Ansprechpartner sein und Entscheidungshilfen liefern. Doch gerade im Bereich Marketing und Verkaufsförderung tun sich kleinere Betriebe schwer. Was gehört alles zum Marketing? Wie kann ich meine Mittel sinnvoll einsetzen? Das wahllose Schalten von Anzeigen allein garantiert noch keinen Erfolg.
Hier setzt die Gasgemeinschaft an. Neben regelmäßigen Veranstaltungen zum Thema Marketing gibt es Aktionen, an denen sich das Handwerk beteiligt. Gemeinsames Auftreten am Markt, Argumentationshilfen und Werbematerialien ergänzen das Angebot. So werden speziell bei teuren Messeauftritten die Kräfte gebündelt oder gemeinsame Verkaufsförderaktionen gestartet, die sich beim Handwerk großer Beliebtheit erfreuen. 1995 nahmen an der Aktion „Gemeinsam Gas geben“ rund 240 Betriebe teil. Ein Jahr später beteiligten sich bereits 500 Firmen an der Aktion „Zeit zu wechseln“.
Weitere Schulungen zu Themen wie Forderungsmanagement und betriebswirtschaftlichen Schwerpunkten für Handwerksbetriebe, sind in Vorbereitung.
Um die Bedeutung des Marketings weiter hervorzuheben, ist 2000 erstmalig der Marketingpreis der Gasgemeinschaft ausgelobt worden – ein absolutes Novum in Deutschland. Der Marketingpreis soll ein Anreiz für das installierende Handwerk in der Gasgemeinschaft sein. Er ist gleichzeitig als Anerkennung für den Handwerker gedacht, der ein klares Marketingkonzept besitzt und umsetzt. Dabei geht es nicht nur um die meistverkauften Anlagen, sondern auch um gezielte Maßnahmen zur Kundengewinnung: Wie sehen die Ausstellungsräume des Handwerkers aus? Wie versucht er durch gezielte Maßnahmen wie Werbung, Anzeigen und Mailingaktionen neue Kunden zu gewinnen? Kennt er seine Kunden? Wie kreativ gestaltet er seine Kundenbindung? Hat er beispielsweise einen Tag der offenen Tür genutzt, um auf seine Leistungen aufmerksam zu machen?
Die Vorschläge für die Kandidaten kommen aus der Gasgemeinschaft. Bestimmt werden die Preisträger auch 2001 von einer Jury aus Fachleuten. Der Sieger erhält eine Trophäe und ein Preisgeld von 3.000 Mark. Der zweite und dritte Preis sind mit 2.000 bzw. 1.000 Mark dotiert.

Ansprechpartner:
Thomas Leibrich,
Telefon: 03 46 05 / 6 21 21,
Telefax: 03 46 05 / 6 22 05.

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Durchgestöbert: Gartensparten

DER SCHORNSTEIN

Werner Brückner, Gründer und Verlagschef des Ufer Verlages bei der Vorstellung des ersten Exemplares. Im Frühsommer 1991 unterzeichnete er mit dem LIV Sachsen-Anhalt den Vertrag zur Herstellung dieser Zeitschrift. Im Herbst erschien das Debütexemplar.

Die Teilnehmer der damaligen Präsentationsveranstaltung im Herbst 1991 bewunderten die erste Ausgabe. Damals wusste noch niemand, dass tatsächlich weitere folgen würden.

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Durchgestöbert: Gartensparten

in Oberhof am 30. und 31. März 2001
Traditionsgemäß begann die Vorbereitung des Landesverbandstages mit der erweiterten Vorstandssitzung am 29. März 2001.
Es wurde ein Schreiben der Thüringer Staatskanzlei verlesen, in dem mit Bedauern die Absage der Teilnahme des Thüringer Minister­präsidenten, Herrn Dr. Bernhard Vogel, aus terminlichen Gründen, mitgeteilt wurde. Die angedachte Ernennung des Ministerpräsidenten zum „Ehrenschornsteinfegermeister des Landesverbandes Thüringen“ wurde daraufhin auf den Termin des Thüringertages 2001 in Gera verschoben.
Auf dem Delegiertentag des LIV wurden Geschäftsberichte des Landes­innungsmeisters U. Eller, des Technischen Landesinnungswartes M. Jensch und des Landesberufsbildungswartes Kurch verlesen und zur Diskussion gestellt.
LIM Eller hob die Wichtigkeit der Energieberatung hervor. Die Gebäude­energieberatung erfordert eine zusätz­liche Qualifikation und könnte somit ein zukünftiges Arbeitsfeld des Schornsteinfegerhandwerks bedeuten. Auch die Zertifizierung nach den international anerkannten Standards der DIN EN ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme und DIN EN ISO 14001 für Umweltmanagementsysteme hält den qualitativen Stand der Arbeit jedes einzelnen Schornsteinfegers hoch und erweist sich seit seiner Vorbereitung mehr als positiv für das gesamtdeutsche Schornsteinfegerhandwerk.
TLIW Jensch stellte den Ascheschnelltest vor und erläuterte den Sinn und die Funktionsweise dieses Verfahrens. In seinem Rechenschaftsbericht ging er unter anderem auch auf technische Neuheiten und Änderungen ein.
LBBW Kurch erklärte den Delegierten den momentanen Ablauf der Lehrlingsausbildung und ging eindringlich auf die Berufsbildungspolitik des Schornsteinfegerhandwerks ein. Die Notwendigkeit der rechtzeitigen Ausbildung weiterer neuer Fachkräfte ist aufgrund in den letzten Jahren rückläufiger Ausbildungszahlen dringender denn je, damit bei künftig anstehenden Kehrbezirksneubesetzungen kein Fachkräfte­mangel entsteht.
Pressewart Wolfgang Elsner wies in seinem Bericht auch auf den Öffentlichkeitstag im Rahmen des Landesverbandstages am 31. März 2001 und auf die daran gekoppelte Messe mit seinen 26 Ausstellern hin. Wie sich herausstellte, war das Interesse am Öffentlichkeitstag sehr hoch und die Messe mit ihren zahlreichen Ausstellern sehr gut frequentiert. Kollege Elsner übte dieses Amt bis zum Landesverbandstag kommissarisch aus. Bei der anstehenden Neuwahl konnte BSFM Jens Rödiger aus Bad Salzungen die Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen.
Der Schulleiter der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V., Herr Dipl.-Päd. Hans Poltersdorf, berichtete über die geplante Erweiterung des Schulungszentrums in Mörtitz „Rote Jahne“.
Weiterer Schwerpunkt der Tagesordnung war der Bericht des Kassierer BSM Kaufmann mit seinem Jahresabschluss. Nach Offenlegung aller Zahlen wurde der ausgeglichene Haushalt hervorgehoben. Es gab keine Unregelmäßigkeiten in der Buchführung.
Als nächstes wurde über den Prüfstand gesprochen. Der Prüfstandsleiter Klein gab seinen Bericht ab und wies auf den positiven Zustand und die Sauberkeit der Messgeräte hin. Er bezog auch Stellung auf die Anfrage der Schornsteinfegerinnung Erfurt über die entstehenden Kosten des Prüf­standes. Prüfstandsleiter Klein erläuterte die Notwendigkeit einer finanziellen Rücklage, um dem Stand der Technik im Prüfstand bei eventuellen Moder­nisierungsmaßnahmen entsprechen zu können.
Der LIV bedankt sich hiermit für das große Interesse an dem Landesverbandstag.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs:
Jens Rödiger
LIV Thüringen

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Zum vierten Mal fand in Güntersberge/Harz ein Treffen der Rentner statt. Das Rentnertreffen wurde 1998 von den Rentnern der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S. ins Leben gerufen.
Vom 15. bis 17. Mai 2001 konnte Organisator Dieter Jork, ehemaliger Obermeister der Innung Halle, 28 Kollegen Bezirksschornsteinfegermeister i. R. mit ihren Ehefrauen in dem schönen Harzort begrüßen. 19 Kollegen kamen aus dem Bereich der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S., fünf Kollegen aus dem Bereich der Schornsteinfegerinnung Altmark, drei Kollegen aus dem Bereich der Schornsteinfegerinnung Magdeburg und ein Kollege aus dem Bereich der Schornsteinfegerinnung Erfurt.
Zum ersten Mal haben die Kollegen aus der Altmark an dem Treffen teilgenommen. Sie sind der Einladung dankend gefolgt und haben mit allen Teilnehmern über aktuelle Probleme und Entwicklungen in „Ihrem Beruf“, dem Schornsteinfegerhandwerk, diskutiert.
Am 16. Mai 2001 haben der Landesinnungsmeister des LIV Sachsen-Anhalt, Klaus Niemand und der Obermeister der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S., Thomas Keindorf, den Bezirksschornsteinfegermeistern i. R. Rede und Antwort gestanden.
Sehr positiv wurde von den Rentnern der Beitritt Sachsen-Anhalt zur Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e.V. beurteilt. Sie äußerten den Wunsch, die Einrichtung in Mörtitz zu besichtigen. Der Obermeister der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S., Thomas Keindorf, erklärte sich bereit, mit dem Schulleiter, Herrn Hans Poltersdorf, einen Termin zu vereinbaren. Bei Bedarf könnte ein Bus vom Innungshaus in Halle/Bruckdorf nach Mörtitz organisiert werden.
Die anwesenden Bezirksschornsteinfegermeister i. R. sind an den aktuellen Entwicklungen des Schornsteinfegerhandwerks sehr stark interessiert. Das äußerte sich in den vielen Fragen, die zu den Themen Lehrlingsausbildung, Energieberatung, Tarife und Versorgungsanstalt gestellt wurden.
Für die mitgereisten Ehefrauen wurde eine Busfahrt nach Stollberg organisiert.
Dieter Jork bedankte sich bei der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S. für die finanzielle Unterstützung in Höhe von 1000 DM. Das Geld wurde als Kostenbeitrag für die Zimmerreservierung der Kollegen aus dem Bereich der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S. eingesetzt.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs:
Torsten Kiel
LIV Sachsen-Anhalt

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Am 05. 02. 2001 wurden die neuen Räume der Kreisgruppe Bernburg/Köthen im Rahmen einer Kreisgruppenversammlung eingeweiht. Die angemieteten Räume befinden sich in der Karlstraße 13 in Bernburg. Hier sind neben einem Empfangsraum und Versammlungszimmer, auch eine Küche und Sanitärräume zu finden. Die Ausstattung der Räume ist funktionell und zweckmäßig. Im Schulungsraum befindet sich eine Tafel und ein Computer, auf dem auch ein Verwaltungsprogramm installiert ist. Hier lassen sich auch schon einmal Probleme die sich im Bereich der PC-Verwaltung ergeben im kleinen Rahmen lösen. Die Kreisgruppe besteht aus 16 Kollegen, die in zwei Landkreisen tätig sind. Der Kreismeister Daniel Börner kann sich auf die Unterstützung des Kollegen Heinrich Müller, der auch scherzhaft „Mutter der Kreisgruppe“ genannt wird, voll verlassen. Auf die Frage nach dem finanziellen Rahmen wurde ausgeführt, dass sich diese Räume durch einen jährlich geringen Kostenbeitrag finanzieren. Diese Mittel lassen nach Worten von Heinrich Müller eine normale Bewirtschaftung und Instandhaltung zu. Ich wünsche der Kreisgruppe viel Erfolg in ihren Aktivitäten und mögen sich die Kreisgruppenräume noch lange durch den Willen der Kollegen tragen.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Christian Plettner
Innung im KB Halle

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Am 22. 05. 2001 fand im Rahmen einer Informationsveranstaltung der Innung im Kammerbezirk Halle ein Fachgespräch zwischen Herrn G. Schablinski, Mitarbeiter im Ministerium für Wohnungswesen, Städtebau und Verkehr, und Autor der Bauordnung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt sowie den anwesenden Bezirksschornsteinfegermeistern statt. Dieses Gespräch wurde in vier Gruppen in je einer Zeiteinheit von ca. 60 Min. durchgeführt. Die Kollegen wurden mit den Neuerungen des Gesetzes, die unser Handwerk betreffen, bekannt gemacht.
Wesentliche Neuerungen sind im Bereich der Baugenehmigung zu erkennen. In diesem Bereich wurden erhebliche Vereinfachungen für den Bauherrn, was den Verfahrensweg betrifft, eingeführt. So kann, wenn ein genehmigter Bebauungsplan dem Bauamt vorliegt, ein Bauherr auch ohne Baugenehmigung sein Haus errichten. Er braucht den Baubeginn nur anzeigen. Die Genehmigungsfreiheit entbindet den Bauherren jedoch nicht von seinen Pflichten. Er muss weiterhin das Baurecht im Bezug auf Abstandregelungen, Brandschutz und Standsicherheit einhalten. Der Bauherr ist verpflichtet, auch wenn das Bauamt keine Baugenehmigung erteilt hat, Schornsteine und Abgasleitungen, durch den zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister entsprechend zum richtigen Zeitpunkt abnehmen zu lassen. Somit kommt dem Bauherren eine erhöhtes Maß an Verantwortlichkeit zu.
Der Bauherr ist gegenüber dem BSM informationsverpflichtet, dass heißt er muss nicht nur auf Anforderungen durch den BSM reagieren. Die Baubehörde behält sich das Recht vor, stichprobenartig Kontrollen durchzuführen. Sie übergibt dem Bauherren die Pflicht zur Beibringung aller Unterlagen die für das Bauvorhaben wichtig und erforderlich sind und hat damit nur einen einzigen Ansprechpartner. Für unser Handwerk bedeutet dies eine Umstellung im Informationsfluss über geplante Bauvorhaben. Wir müssen unsere Informationen jetzt über die Gemeinde einholen, in der sich die Baustelle befindet, was sicherlich einen erhöhten Aufwand bedeutet, da wir ja bis zur Änderung des Baugesetzes über die Kreisbauämter informiert worden sind.
Ein positiver Aspekt der Änderung ist in der jetzigen Formulierung des Gesetzestextes zu finden, indem dem Bauherrn die Pflicht zur Beantragung der Rohbauabnahme beim zuständigen BSM übertragen wird. Somit ist per Baugesetz diese Rohbauabnahmetätigkeit durch das Schornsteinfegerhandwerk vorgeschrieben, was vorher ja nicht so eindeutig zu lesen war. Weiterhin wurde durch Herrn Schablinski darauf aufmerksam gemacht, dass davon auszugehen ist, dass ein Gebäude erst mit einer Terminangabe zur Fertigstellung genutzt werden darf. Zu diesem Zeitpunkt müssen alle erforderlichen Unterlagen vorliegen, natürlich auch die Bescheinigungen des BSM.
Im Zuge der Neufassung des Baugesetzes muss die Feuerungsverordnung ebenfalls überarbeitet werden. Dass heißt, auch in diesem Bereich werden erhebliche Erleichterungen für den Betreiber von Feuerungsanlagen zu erwarten sein.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Christian Plettner,
Innung im KB Halle

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Am 21. 05. 01 fand der freundschaftliche Fußballvergleich zwischen der Innung Dresden und der Innung Leipzig satt.
Der Heimvorteil der angetretenen Mannschaft aus Dresden machte sich auch sofort durch eine Daueroffensive auf das Leipziger Tor bemerkbar. Die Leipziger Hintermannschaft wackelte zwar, hielt aber den Anstürmen bis zur Halbzeit stand, so dass man torlos in die Pause ging.
Die zweite Halbzeit begann mit taktischer Umstellung der Leipziger Hintermannschaft, wobei dadurch Spieler für die Entlastung für das Mittelfeld und den Sturm sorgten.
Die Spielanteile für die Leipziger Schorni´s mehrten sich mehr und mehr, wobei aber durch die entstehenden offen Räume die Dresdner schwarzen Männer bei deren Kontern stets gefährlich blieben und der Leipziger Ersatztorwart sich mehrfach auszeichnen konnte.
Nach einer kampfbetonten Partie konnten zum Abpfiff eigentlich nur die Leipziger mit dem 0:0 Entstand zufrieden sein.
Bei dem anschließenden, geselligen Beisammensein wurde natürlich ergeizbedingt diese oder jene Situation, welche doch zum Sieg hätte führen können, durchdiskutiert.
Man war sich nach dieser, von beiden Mannschaften sehr fair geführten Begegnung darüber einig, das Rückspiel im September 2001 auf dem Sportgelände Leipzig-Markkleeberg stattfinden zu lassen.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: M. Steinberg
LIV Sachsen

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Exkursionsfahrt des LIV Sachsen nach Holland
Vom 25. 04.–26. 04. 01 unternahmen Kollegen aus dem LIV Sachsen aus Leipzig und Chemnitz auf Einladung der Firma Muelink & Grohl eine Bildungsreise nach Groningen in Holland. Nach einer Übernachtung noch auf deutschen Boden der mitgereisten Kollegen erreichten wir pünktlich das Werksgelände.
Nach der herzlichen Begrüßung durch Herrn Spil und Herrn Burgstaden von der Firma, sowie des Vertreters für Abgassysteme in Deutschland, den Dipl.-Ing. Herr Urban, wurde den Teilnehmern die Historie des Unternehmens dargestellt.
Mit der Gründung der Firma 1934 gab es eine stetige Angliederung neuer und wechselnder Teilhaber bis zum entgültigen Namen M. & G. Eine wesentliche Rolle spielte bei der Entwicklung der Brennwerttechnik und der dafür benötigten Abgassysteme die Entdeckung des ersten Erdgasfeldes im Jahre 1965 in Holland. Es wurde dort dargestellt, dass seit dieser Zeit 95% der Haushalte mit Erdgas heizen.
In dem folgenden Videofilm wurde die gesamte Produktionspalette der verschiedensten Arten von Abgassystemen mit deren Vertrieb in Europa mit deren nationalen und internationalen Normen vorgestellt. Deutschland wird mit diesen Abgassystemen erst seit 1990 beliefert.
Es folgte eine Werksbesichtigung wo über die Herstellung mit der Verarbeitung verschiedener Materialien für Abluftsysteme einiges vermittelt wurde. Die Besichtigung des Prüflabors für Strömungsmessungen und der Erklärung der Wirkungsweise und der Einsatzweise des Windkanals für die Abluftsysteme beschloss den Rundgang.
Nach einem interessanten Vortrag über die verschiedensten Einsatzgebiete der Mugro-Produktpalette in Europa wieder in den Schulungsräumen ging dieser Tag mit einem geselligen Teil in einem „Steakhouse“ in unmittelbarer Hotelnähe zu Ende. Ich glaube im Namen aller Teilnehmer des LIV-Sachsen zu sprechen, dass diese Exkursion in jeder Beziehung eine interessante und wissenswerte Angelegenheit mit sehr, sehr freundlichen Gastgebern war.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs:
Matthias Steinberg
LIV Sachsen

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Unterstützung der Initiative Pro-Schornstein e.V. durch den LIV-Sachsen mit seinen Innungen und den ZIV
Auf Grund z. Zt. immer weiter steigender Energiepreise wurde im November 2000 eine gemeinsame Aktion mit der Initiative Pro Schornstein e.V. und dem ZIV gestartet. Ziel war es, und dies gilt immer noch, auf alternatives Heizen durch feste Brennstoffe mittels einer Schornsteinanlage als Zusatzheizung für unsere Kunden in den Medien hinzuweisen.
In den regionalen Zeitungen erschienen Schlagzeilen wie:
„Energiepreise sprechen für Häuser mit Schornstein und Feuerstätten für feste Brennstoffe“;
„Der Schornsteinfeger bringt Glück und hilft durch Energieeinsparung Geld sparen“;
„Kaminöfen für feste Brennstoffe mit Schornstein wieder voll im Trend“.
Hier wurde u. a. auch auf eine wirkliche unabhängige und sachkundige Energieberatung durch das Schornsteinfegerhandwerk hinwiesen.
Hierzu der Hinweis an jeden Berufskollegen, jede sich bietende Gelegenheit beim Kunden vor Ort zu nutzen, aktive neutrale Beratungs­tätigkeit auszuüben. Durch die mit einer Energieberatung gekoppelten Öffentlichkeitsarbeit wird beim Kunden vor Ort die Notwendigkeit und der Vorteil unseres neutralen Berufsstandes unterstrichen.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs:
Matthias Steinberg
LIV Sachsen

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Zur Frühjahrsversammlung der Innung Dresden wurden durch den Obermeister Michael Kempe die ersten QM/UM-Zertifikate an Kollegen ausgegeben, welche vor kurzem durch ein internes Audit ihre sachliche und fachliche Kompetenz auf dem Gebiet des Qualitäts- und Umweltmanagementes unter Beweis gestellt haben. Damit beweisen sie einmal mehr, dass der Qualitätsbegriff im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht und die Schornsteinfeger den Schritt vom traditionsreichen Handwerksbetrieb zum modernen Dienstleistungsbetrieb vollziehen.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs:
Matthias Kirsten
Innung Dresden

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Wie schon in den vergangenen Jahren war auch dieses Jahr vom 2.–4. Februar die Schornsteinfeger-Innung Chemnitz (Stollberger Straße 25, 09221 Neukirchen) wieder auf der Handwerksmesse in der Stadthalle Chemnitz mit einem Stand vertreten. Das Thema der achten Auflage dieser Leistungsschau des Handwerks war „Umwelt und Handwerk“, was auch durch die Anwesenheit des sächsischen Umweltministers bekräftigt wurde. Die Messe ist eine über die Grenzen Sachsens hinaus agierende Messe, die auf Bedarf und Strukturen eingeht. So waren z. B. Handwerkskammern aus Polen, Ungarn, Tschechien und Frankreich mit einem Stand vertreten. Die Handwerkskammer Chemnitz ist ideeller Träger der Messe und sieht diese als hervorragende Möglichkeit zur Präsentation gegenüber dem Fachbesucher wie auch dem Endverbraucher. An allen Tagen war auch unser Stand gut besucht. Energie-Anstoßberatung, Präsentation von Mängeln aus der Praxis und Beratung über Anschlussmöglichkeiten von Festbrennstofffeuerstätten waren einige Schwerpunkte. Aber auch viele technische Anfragen mussten sie Kollegen am Stand beantworten. (Im Bild: TIW G. Rehn im Gespräch mit dem Geschäftsführer einer Textilreinigungsfirma über die Möglichkeit der Abgasführung von gasbeheizten Bügelmaschinen.) Wie gut die Messe in der Öffentlichkeit ankommt verdeutlichen nicht zuletzt die ständig steigenden Besucherzahlen von über 20.000 in diesem Jahr.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Dietrich Haas
Innung Chemnitz

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Innungsversammlung der Innung Leipzig am 26. 02. 2001

Im Rahmen der 4. mitteldeutschen Handwerksmesse auf dem neuen Messegelände in Leipzig nutzte die Schornsteinfegerinnung Leipzig am 26. 02. 01 das Angebot, im dortigen Kongress-Center ihre Innungsversammlung durchzuführen.
Als Gäste begrüßte OM D. Kern neben dem LIM W. Buschan und dem LBBW G. Thomas auch die zahlreich erschienenen BSM im Ruhestand.
Nach der Annahme der Tagesordnung wurde der BSM Siegfried Berbig für seine 50-jährige Tätigkeit im Schornsteinfegerhandwerk unter den Beifall aller Anwesenden geehrt. Im Geschäftsbericht wies OM Kern in seinem Bericht über die OM-Tagung 2000 in Haan u. a. auf die Altersvorsorge des BSM für die Gegenwart und Zukunft hin. Probleme zum derzeitigen Tarifgebiet wurden ebenfalls mit angesprochen, so auch die dadurch entstehenden Schwierigkeiten bei Tarifverhandlungen. Auf Grund der sich häufenden Kollegenanfragen zu diesem Thema bat OM Kern den LIM W. Buschan zu dieser Problematik Stellung zu beziehen. LIM W. Buschan erläuterte vor den Anwesenden in seinem Bericht, dass es für den Abschluss von Lohnverhandlungen noch keine Beschlüsse für einen festen Betrag im LIV-Vorstand gibt. Ein Kehrbezirk, welcher lt. Geschäftskosten-Rahmenplan die notwendigen, erforderlichen AW´s hat wird auch mit der jeweils ausgehandelten Lohnzahlung keine Schwierigkeiten haben. Zu besseren Verständigung wurden vom ihm zur Lohnentwicklung im LIV Sachsen Folien aufgelegt und kommentiert. Die danach angeregte Diskussion stieß bezüglich der Lohnforderungen des ZDS Sachsen bei vielen Kollegen auf Unverständnis.
Im Anschluss stellten die eingeladenen Vertreter vom Regionalbüro der IKK die Inanspruchnahme von Arbeitsunfähigkeitsmeldungen im Schornsteinfegerhandwerk zum Vergleich zu den anderen Gewerken dar und beantworteten Anfragen.
Im Geschäftsbericht des TIW U. Berger erfolgte die Mitteilung, dass die Innungsrundschreiben in Zukunft digital auf CD´s für die Kollegen aufbereitet werden. Nach Aussagen zum Vollzug der Einstufungsmessung und der Verfahrensweise zum Ascheschnelltest belegte TIW Berger anhand vieler Folien die Abgabe der Messstatistiken 2000. Mit dem Hinweis auf die Innungs-Webseite, wo sich jeder Kollege die neuesten Info´s abrufen kann, beschloss er seine Ausführungen.
Es folgten die Geschäftsberichte des LBW H.-P. Hilbert mit dem Hauptschwerpunkt der bevorstehenden internen Gruppenaudits und der Öffentlichkeitsarbeit durch M. Steinberg über die Aktivitäten im Innungsbereich.
Im Punkt „Finanzen“ wurden die Beschlüsse für die Jahresrechnung 2000 und für den Haushaltsplan 2001 einstimmig gefasst.
Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die anwesenden Kollegen die Aussagen des TLIW St. Gralapp zum Stand der neuen zu erwartenden KÜO/KÜGO. Anhand eines Folienvortrages gab er einen Überblick über den zeitlichen Ablauf der Entwicklung der neuen KÜO/KÜGO vom Sommer 2000 bis zum Tage der Innungsversammlung.
Mit dem Hinweis für alle anwesenden Kollegen zum Besuch der zeitgleich auf den Messegelände stattfindenden 4. mitteldeutschen Handwerksmesse, wo die drei mitteldeutschen Landesverbände Sachsen, Sachsen- Anhalt und Thüringen erstmals gemeinsam mit einem Stand vertreten waren, schloss OM D. Kern die Innungsversammlung.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Matthias Steinberg
Innung Leipzig

Achtung! Gültig ab 01. 07. 2001
LIV Sachsen ist umgezogen:
Landesinnungsverband des
Schornsteinfegerhandwerks Sachsen
Pirnaer Landstraße 40, 01237 Dresden,
Tel.: 0351/2572-440, Fax: 0351/2572-331

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Durchgestöbert: Gartensparten

Traditions-Handwerk in Verbindung mit Kunst-Qualitäts-Bewusstsein ist Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit der Innung Südthüringen

Nach mehreren Jahren intensiver Vorbereitung ist es der Innung Südthüringen gelungen, in Verbindung mit der landesweit bekannten Künstlerin, Frau Marlene Bamberger, zusammen eine Ausstellung in Schmalkalden zu organisieren. In dieser Ausstellung vom 09. April 2001 bis 12. Mai 2001 waren einmalige Arbeiten über das Schornsteinfegerhandwerk zu sehen. Zur Person der Künstlerin Frau Marlene Bamberger ist folgendes zu sagen:
Marlene Bamberger wurde als zweites Kind der Familie in Schmalkalden geboren. Ihre Kinder- und Jugendzeit verbrachte sie in Aue bei Schmalkalden. Sie malte zwar gerne, sah es aber nicht vordergründig und widmete sich hauptsächlich dem Sport. Als ausgebildete Stenotypistin und Sekretärin erzielte sie bereits in frühen Jahren nationale und internationale Schreiberfolge bei der Gesellschaft für Stenografie und Maschinenschreiben, in der sie selbst auch Mitglied war. In Leipzig erwarb sie mit einem Fachschulstudium ihre Lehrberechtigung. Neben der Praxisausbildung von Lehrlingen gab sie auch Kurse an der Volkshochschule. Auch ihr brachte die Wende berufliche Veränderungen. So widmete sie sich Heimatgeschichten und schrieb über Reformationen. Ihrem neuen Hobby der Fotografie fronte sie ebenso erfolgreich: Juli 2000 zeigte sie in einer ersten Ausstellung im TGF Schmalkalden ihre kreativen Arbeiten, wie Stadtansichten, Ritterfest, Porträts, sowie Aquarelle und Kohlezeichnungen. Es folgten weitere interessante Veröffentlichungen. Die kreativen Arbeiten mit Pinsel, Papier und Kamera betrachtet sie als Wegbegleiter, um ihr Leben zu dokumentieren. Mit ihren Bildern kann sie Gefühle, Ängste, Sorgen, Wut bei Ungerechtigkeiten zum Ausdruck bringen und schafft sich so ihre innere Ausgeglichenheit.
Als Leitgedanken nimmt sie sich Senecas Zitat: „Nicht, weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig.“
BSM Werner Truthahn ist es zu verdanken, dass eine solche künstlerische Sicht über das Schornsteinfegerhandwerk zustande kam. Auch dies ist eine Art der Öffentlichkeitsarbeit auf einem ganz anderen Niveau.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Jens Rödiger

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Durchgestöbert: Gartensparten

20. internationale Zusammenkunft der Schornsteinfeger vom 31. August 2001 bis
2. September 2001 in Santa Maria Maggiore

In diesem Jahr führt die Associazione nazionale Spazzacamini ihr 20. Treffen durch. Das sich immer zunehmenderer Beliebtheit erfreuende internationele Schornsteinfegertreffen etabliert sich stetig und gehört für viele Schornsteinfeger bereits zum MUSS.
Da die Einladungen mit dem Anmeldeformular den Innungen zuhauf vorliegen, veröffentlichen wir an dieser Stelle lieber einige Impressionen, die den einen oder die andere nun inspirieren können. Die Fotos sind aus dem Jahre 1999 und wurden uns vom Kollegen Frank Dübener freundlicherweise zur Verfügung gestellt. Kollege Dübener teilte uns kurz vor Redaktionsschluss auch noch die deutschsprachige Kontaktperson mit:
Frau Hofer, Italien: 03 24 / 9 50 61 (aus Deutschland verwenden Sie bitte die Vorwahl 0039 und lassen wie gehabt die erste Null der Vorwahl weg).
Wir wären erfreut, wenn die Teilnehmer aus Mitteldeutschland zu diesem Treffen in der nächsten Ausgabe ihre Eindrücke schildern könnten.

Alsdann gute Fahrt allen Pilgern!

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Durchgestöbert: Gartensparten

Bisher wurden einfach belegte Luft-Abgas-Rohrsysteme für senkrechte Dachdurchführungen und Belegung mit nur einem Gasgerät in der Regel durch die Installationsart C3 abgedeckt. Bei dieser Installationsart werden Gasgeräte der Art C3 mit dem Luft-Abgas-Doppelrohr-system als eine Einheit systemzertifiziert. Dadurch kann bei der Installationsart C3 kein anderes als das jeweils mit dem Gasgerät systemzertifizierte Luft-Abgas-System verwendet werden. Der Anschluss anderer Luft-Abgas-Systeme an Gasgeräte der Art C3, auch wenn sie allgemein bauaufsichtlich zugelassen und dem systemzertifizierten System ähnlich sind, ist rechtlich nicht möglich.
Zudem ist beim Austausch eines Gasgerätes der Art C3 gegen ein Gasgerät eines anderen Fabrikates in der Regel auch das gemeinsam mit dem alten Gasgerät systemzertifizierte Luft-Abgas-System zu wechseln, da dieses nicht mit dem neuen Gasgerätefabrikat oder -typ zusammen systemzertifiziert ist.
Mit dem neuen Luft-Abgas-System UNIKON bietet die Firma Vogel & Noot nun die gleiche Möglichkeit für den Anschluss nur eines Gasgerätes. Das Luft-Abgas-Rohrsystem UNIKON gilt nach dem Einbau als Bestandteil des Gebäudes und ist ebenfalls allgemein bauaufsichtlich zugelassen. Alle in der Zulassung aufgeführten Gasgerätefabrikate und -typen sowie alle Gasgerätefabrikate und -typen der Art C6 können an dieses System angeschlossen werden. Dies zum Vorteil des lagerführenden Großhändlers, des installierenden Handwerks, des Schornsteinfegerhandwerks und des Verbrauchers.
Das Luft-Abgas-Rohrsystem UNIKON wurde zunächst allgemein bauaufsichtlich zugelassen (Bauart-Zulassung-Nr. Z-7.2-1418) und dann gemeinsam mit jedem Gasgerät, an das das UNIKON-System angeschlossen werden soll, nach der EN 483 geprüft, um die Sicherheit des Gesamtsystems, wie bei der Installationsart C3, zu gewährleisten.
In einer weiteren Zulassung (Zulassung-Nr. Z-7.5-1676) – eine Art „Verwendungszulassung“ – sind alle mit dem System UNIKON nach EN 483 geprüften Gasgeräte der Art C4 in der Anlage 1 der Zulassung aufgeführt. In dieser Zulassung wird darauf verwiesen, dass für deren Anwendung davon ausgegangen wird, dass nur diese Gasgeräte mit dem Luft-Abgas-Doppelrohrsystem UNIKON verwendet werden dürfen.
Zur Zeit sind 44 Gasgerätetypen der mit dem System UNIKON geprüft. Die mit den Gasgeräten geprüfte Gesamtlänge das Systems UNIKON beträgt 4 m mit max. 3 Umlenkungen. Bei größeren Baulängen oder mehr als 3 Umlenkungen ist eine Bemessung nach DIN 4705 vorzunehmen. Das System UNIKON kann durch seine besonderen Bauteile auf jedes dieser Gasgeräte direkt aufgesetzt werden. Zudem können selbstverständlich auch alle Gasgeräte der Art C6 an das Luft-Abgas-System UNIKON angeschlossen werden.

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Bei wirksamen Schornsteinhöhen über 20 Metern und großen Wärmeerzeugern ab ca. 500 KW Nennleistung kommt es immer wieder zu druckbedingten Funktionsstörungen, die durch den Einsatz herkömmlicher Zugbegrenzer nicht mehr behoben werden können.
Die angeschlossenen Gebläsebrenner haben in der Startphase oft Schwierigkeiten neben den kesselseitigen Widerständen auch die Druckwiderstände der Abgasanlage zu überwinden. Neben nachteiligen Anschlusssituationen oder knapp dimensionierten Abgasleitungen verstärken auch ungünstige Witterungsbedingungen diesen Effekt.
Einwandfreie Betriebsverhältnisse für derartige Anlagen ermöglicht ein Zugbegrenzer in entsprechend schwerer Ausführung. Der Hersteller Kutzner + Weber aus Maisach hat mit dem ZUK 250 SG eine selbsttätige Nebenluftvorrichtung im Programm, die genau für diese Situation konzipiert wurde. Der Zugbegrenzer verfügt über eine hydraulisch gedämpfte Regelscheibe und besitzt zusätzlich eine einstellbare Überdruckklappe. Bei normalen Zugverhältnissen bleibt die Regelscheibe frei beweglich. Kommt es jedoch zu raschen Druckveränderungen (z. B. Windböen oder beim Brennerstart bzw. -stillstand) wirkt die hydraulische Dämpfungseinrichtung. Hierdurch ist eine störungsfreie Funktion der Nebenluftvorrichtung auch bei starken Druckschwankungen in der Abgasstrecke gewährleistet.
Mit dem ZUK 250 SG kann das Anfahr-, Teillast- und Abschaltverhalten der gesamten Feuerungsanlage nachhaltig verbessert werden. Als wichtiger Zusatznutzen kommt hinzu, dass sich bei richtiger Einstellung des Zugbegrenzers auch der Wirkungsgrad der Feuerstätte optimieren lässt. (H. D. Wollenberg)

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Durchgestöbert: Gartensparten

Der Stick mit dem Klick von Testo in Lenzkirch ist nicht nur das erste Mini-Anemometer in der Niedrigpreisklasse, das Luftströmung und Volumenstrom erfassen kann. Hiermit sind punktuelle Kontroll-Messungen der Strömungsgeschwindigkeit im Lüftungskanal, in Absauganlagen und Abzugshauben ebenso möglich wie die Messung der Luftmenge in m3/h im Lüftungskanal. Durch die Kanalhalterung ist der Stick auch zur ständigen Vor-Ort-Anzeige geeignet. Sogar die Dichtigkeit von Fenstern und Türen kann damit geprüft werden. Das 330 mm lange Fühlerrohr kann durch seine Knickgelenke auf ein handliches Taschenformat zusammengeklappt werden. Dieses Gerät erfreut sich in Kreisen des Schornsteinfegerhandwerks wachsender Beliebtheit, da gerade bei der Überprüfung von Lüftungsanlagen handliche Geräte gefragt sind.

Strömungslinien an Öffnungen

Bei blasenden Öffnungen gehen (wenn nicht mit Umleg- oder Prall­blechen gearbeitet wird) die Strömungslinien geradlinig weit in den Raum hinein. Man hat die Möglichkeit, in einiger Entfernung von der Öffnung (5–10 cm) mit einem großen Flügelrad brauchbare Ergebnisse zu erzielen. Bei einer saugenden Öffnung wird aufgrund der Druckverhältnisse die Luft aus der unmittelbaren Umgebung der Öffnung angesaugt. Die Strömungslinien sind nicht geradlinig. Bereits in kleiner Entfernung von der Öffnung ist keine Messung möglich. Noch schwieriger wird dies an Absaugelementen mit einem Ringspalt, siehe z. B. einstellbare Pilze. Hier ist ein zusätzlicher Messtrichter unbedingt notwendig.
Volumenstrom an saugenden Öffnungen

In diesem Beispiel wird Luft über einen einstellbaren Pilz abgesaugt, je nachdem wie weit der Kegel in die Öffnung eingeschraubt wird. Der freie Strömungsquerschnitt (Ringspalt) bestimmt die Menge des abgesaugten Luftvolumens. Der dicht über der Absaugstelle angebrachte Trichter ordnet die Strömungslinien und erzeugt eine Messebene, in der problemlos mit einer Strömungssonde repräsentative Messungen vorgenommen werden können.

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Durchgestöbert: Gartensparten

Menschen, die außergewöhnliche Architektur schätzen, werden sie kennen, die Fachwerkhäuser von Huf. Dort kreiert man seit vielen Jahren mit großzügigen Verglasungen und sichtbarer Holzkonstruktion einen Baustil, der durch Offenheit und Transparenz überzeugt.
Größten Wert legt das Unternehmen auf Qualität und die Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte, ohne Einschränkung des Komforts. Der Wunsch nach Wärmeerzeugern, die mit festen Brennstoffen beschickt werden, liegt dabei voll im Trend. Hochwertige Kaminöfen schaffen beispielsweise in Kombination mit konventionellen oder CO2-neutralen Heizungssystemen und/oder einer Solaranlage gemütliche Wärme. Einen besonderen Blickfang bietet in diesem Zusammenhang der Haustyp ART 8. Dort bilden Feuerstätte und Schornstein eine zentrale Einheit zwischen den Flügeln des Gebäudes.
Realisiert wurde die zweizügige Abgasanlage in Kooperation mit der Joseph Raab GmbH & Cie. KG aus Neuwied. Während die Rauchgasführung des Heizkessels in einem Zug vom Keller aus beginnt, erfolgt die Entsorgung der Verbrennungsprodukte für den Kaminofen über die zweite Edelstahl-Röhre. Die mattschwarze Oberfläche des Schornsteins passt sich sowohl dem Ofen als auch der Innenarchitektur an.
Außerhalb des Fachwerkhauses bekam das nichtrostende Metall durch die Bestrahlung mit Glaskugeln ein mattes Aussehen. Auf Kundenwunsch fertigt Raab auch hochwertige Edelstahl-Oberflächen in gebürsteter, sandgestrahlt (!) und gebeizter Ausführung. Elektrolytisch behandelte Edelstähle werden in farbiger und strukturierter Optik genauso angeboten wie Außenmäntel aus Kupfer.
Raab-Abgassysteme der Baureihe DW lassen sich als Gestaltungselement hervorheben oder geschickt in die bestehende Architektur integrieren.

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Durchgestöbert: Gartensparten

Ein Großteil des Ausbildungsjahres 2000/2001 liegt nun bereits hinter uns. Bereits in der Debütausgabe dieser Fachzeitschrift (3/2000) wurde das Objekt in Mörtitz umfassend vorgestellt. Diese Reportage soll nun die Schulung selbst dokumentieren. Hierzu begleiteten wir eine Schulungsgruppe aus dem Freistaat Thüringen. Die Vollzähligkeit der BSM an dieser Maßnahme bestätigt, dass der qualitativ hohe Standard der Schulungseinrichtung, Unterkunft und Verpflegung erkannt wird.
Das Programm aller Schulungen für die BSM umfasste folgende Themen:
1. Öffentlichkeitsarbeit und QM/UM-System
2. Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen
3. Kehrbezirksverwaltung
4. Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen
5. Änderungen der DVGW-TRGI ´86/96 (Gaskamine)
6. Kundenorientierte Führungs­tätigkeit der BSM
BSM Jörg Kurch stellte den Zusammenhang zwischen der Öffentlich­keitsarbeit eines Schornsteinfegerbetriebes unter dem QM/UM-System dar. Es wurde deutlich gemacht, dass das Schornsteinfegerhandwerk als beliehener Unternehmer des Staates, wegen seines Status, immer wieder Überzeugungsarbeit leisten muss. Aus der häufig einseitigen Beziehung zu unserem Endkunden wird sich eine Wechselwirkung einstellen müssen. Ohne die Akzeptanz unserer Kunden/Öffentlichkeit könnte unsere Tätigkeit in Frage gestellt werden, so BSM Jörg Kurch. Um dies zu verhindern müssen qualitativ hohe Dienstleistungen vor Ort erbracht werden. Die rege Mitarbeit der BSM machte deutlich, dass der Einzelbetrieb gewillt ist, die Aufgaben eines Schornsteinfegers optimal und zur Zufriedenheit des Kunden zu erfüllen.
Unter dem Thema Blockheizkraftwerke und Brennstoffzellen machte BSM Gisbert Klein deutlich welche Vorteile diese, bei einer sinnvollen Anwendung haben kann. Es wurden Ausführungen über Aufbau, Wirkungsweise, Wirkungsgrade und Aufstellbedingungen gemacht. Aufgrund der Weiterentwicklung der Brennstoffzelle zur Nutzung im Wohnbereich stellte dieses Thema einen wichtigen Bestandteil der Schulung dar. Der Fortschritt der Industrie mit seiner Technik darf nicht am Schornsteinfegerhandwerk vorbeigehen.
Ein immer interessantes Gebiet brachte BSM Wolfgang Elsner in seinen Erläuterungen über die Kehrbezirksverwaltung näher. In unserer schnelllebigen Zeit sind Grundvoraussetzungen für eine effektive Kehrbezirksverwaltung zu beachten. Neben den allen bekannten gesetzlichen Vorschriften wurde vor allem auch ein gesunder Dialog über die Anwendung in der Praxis geführt.
BSM Klaus Korte unterwies das elementarste Wissensgebiet des Schornsteinfegerhandwerks: >> Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen <<. Grundlage der praxisorientierten Beurteilung sind die Landesbauordnungen, Feuerungsverordnungen der Länder und die allgemein anerkannten Regeln der Technik. Diese Ausführungen über den Aufbau der Schächte für Abgasleitungen erfreuten sich höchsten Interesses. Und das in allen Schulungsgruppen bis über die Pausen hinaus. Praxisvergleiche mit der Abnahmetätigkeit des BSM, dem hier höchst unterschiedliche Varianten als Schacht vorgestellt werden, vervollkommneten dieses Schulungsthema.
Um den Änderungen der technischen Regeln für Gas-Installation gerecht zu werden, hat der ZIV das Arbeitsblatt 101 überarbeitet und neu veröffentlicht. BSM Hartmut Schilling sprach über die Bedeutung der Gaskamine als Heizgeräte und als dekorative Gasfeuerstätte. Eine weitere Unterrichtung erfolgte zum Thema gasbeheizte Haushalts-Wäschetrockner. Gerade die dekorativen Gasfeuerstätten stießen bei allen Beteiligten auf höchste Aufmerksamkeit.
Dipl.-Päd. Jürgen Naumann nahm sich der kundenorientierten Führungstätigkeit des BSM an und hielt den Schulungsteilnehmern vor Augen, welche Reaktionen des Kunden zu erwarten sind, wenn sich der Schornsteinfeger nicht korrekt verhält. Ein sehr aufschlussreiches Gebiet, da man sich auch in die Lage des Dienstleistungsempfängers hineinversetzen muss.
für den „SCHORNSTEIN“ unterwegs: Jens Rödiger

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Durchgestöbert: Gartensparten


Wie bereits in unserer Debütausgabe mit dem mitteldeutschen Schornsteinhersteller RAAB begonnen, setzen wir diese Serie über mitteldeutsche Unternehmen nun weiter fort. Diesbezüglich fuhr der Redakteur nach Jena:
Die WTU-Wärmetechnik und Umweltschutz GmbH (auch WTU genannt) wurde am 8. Juli 1991 gegründet und feiert bald ihr 10-jähriges Bestehen. „DER SCHORNSTEIN unterwegs“ besuchte Anfang April diesen Jahres das neu bezogene Mietobjekt. Hier stehen den Kunden nicht nur ausreichende Parkmöglichkeiten, sondern auch 3 Serviceplätze zur Verfügung, die sofortige Reparaturen ermöglichen. In unmittelbarer Nähe der A4 erweiterte dieses mitteldeutsche Unternehmen am Stadtrand der Universitätsstadt Jena sein Sortiment durch zusätzlichen Schornsteinfegerbedarf.
WTU hat sich über den Verkauf von Rauchgasmesstechnik, Temperatur- und Druckmesstechnik, Klimamesstechnik und Atemschutz einen großen Kundenkreis bei den Schornsteinfegern und darüber hinaus auch bei den Heizungsinstallateuren erarbeitet. Die kompetente und neutrale Beratung in Verbindung mit einem zuverlässigen und schnellen Service hat sich auf dem Markt durchgesetzt und befriedigt unterschiedlichste Kundenwünsche. Das Lieferprogramm umfasst im Wesentlichen bekannte Produkte der Firmen Dräger/MSI, Testo, Wöhler, Ress und Kummert.
Aber nicht nur über den Fachhandel und Service bestehen enge Kontakte zu den Schornsteinfegern. Überregionale Aufmerksamkeit erregte dieses Unternehmen bereits durch seine Erstellung von Emissionskatastern und ganz aktuell durch die Beauftragung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur des Freistaates Thüringen als externer Begleiter des LIV Thüringen bei der Energie- Anstoßberatung. Aber nicht nur das Schornsteinfegerhandwerk wird bedient. Zu den Kunden der WTU gehört u. a. auch die Thüringer Landesanstalt für Umwelt, für die die Erstellung von Emissionskatastern über Luftverunreinigungen aus stationären Quellen für das Gebiet Thüringen erfolgt. Für das Ministerium für Raumordnung und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt erstellte WTU ein Energie- und Emissionskataster für die Emittentengruppe nicht genehmigungsbedürftiger Feuerungsanlagen. Zu weiteren Ge­schäftsfeldern zählen neben der Forschung und Entwicklung für den Bereich Energie und Umwelt auch die Planung und Lieferung von Anlagen zur thermischen Behandlung von Abfällen, zur Beheizung von Industrieöfen und zur Wärmerückgewinnung, sowie die Erstellung von Energiekonzepten und die Durchführung von wärmetechni­schen Berechnungen.
DER SCHORNSTEIN

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Durchgestöbert: Gartensparten

Diesmal habe ich jemandem über die Schulter geschaut, obwohl mir das viele aufgrund meiner Körpergröße nicht zugetraut hätten (). Nachdem mich der Redakteur dieser Fachzeitschrift bat, eine Reportage über die Kehrpflicht in Gartensiedlungen mit den daraus resultierenden Schwierigkeiten zu schreiben, lud mich Kollege BSM Dieter Springer spontan auf eine Tour ein. Sicher habe auch ich einen Kehrbezirk mit solchen Gartensparten, aber lesen Sie bitte erst einmal weiter, wodurch sich die Gartensparten meines Kollegen auszeichnen. Es ist schwierig, die Betreiber oder Eigentümer – zumeist aber nur Pächter – diverser Laubenkolonien zu ermitteln. Selten sind sie registriert, und wenn doch, sind die Listen oftmals veraltet. Lediglich Spartenvorstände – in einigen Fällen auch Gemeinden – behalten die Übersicht. Da Sparten aber oftmals nur einmal jährlich eine Hauptversammlung machen (müssen), auf der wirklich alle anwesend sind, ist die Umsetzung dieser Kehrpflicht schwierig. Grundsätzlich ist jeder Betreiber einer Feuerungsanlage verpflichtet, diese beim zuständigen Bezirksschornsteinfegermeister nicht nur anzumelden, sondern vor der Inbetriebnahme auch abnehmen zu lassen. Von der Genehmigung zur Aufstellung einmal ganz abgesehen. Aber zu erahnen, wer nun wirklich eine Feuerstätte hier betreibt, grenzt schon an Hellseherei. Selbst Fernglas – Überwachungen von nahegelegenen höheren Häusern lösen dieses Problem nicht: nicht jeder Schornstein hat eine Feuerstätte und nicht jede Feuerstätte hat einen Schornstein. So gesehen sind die Feuerstätten schwer auszukundschaften. Selbst wer dieses tat, kann den Betreiber nicht anschreiben. In Sparten stehen selten Namen am Tor. Auch hat bei weitem nicht jede Laube eine Feuerstätte. Die Anzahl lässt sich nicht prognostizieren. Hier hilft nur die Anwesenheit des Betreibers. Aber nun kann der Gesetzgeber auch nicht die sonntägliche Kehrtätigkeit des BSM bei Grillwurstduft und Kaffeekranz vorausgesetzt haben. Ohne das Entgegenkommen der Spartenvorstände ist hier der einzelne BSM nicht nur überfordert, sondern teilweise auch der Detektiv im Heuhaufen. In manchen Kleinstädten existieren pro Kehrbezirk oft mehrere duzend Spartenanlagen. So viele Wochenenden hat kein Sommer. Aber welcher BSM ist nun für welche Sparte zuständig? Hier gilt die Regel, dass der BSM mit der am nähesten angrenzenden Straße oder Ortschaft zuständig ist. In Anschreiben an die Spartenvorsitzenden wurde immer wieder gebeten, bei den Spartenversammlungen Erfassungslisten zu erstellen. In einigen Fällen wurde der BSM sogar dazu eingeladen. Schwierig, wenn die Hauptversammlung erst im Herbst ist.
Es gibt aber auch beispielhafte Sparten, in denen der Spartenvorsitzende als Bevollmächtigter seiner „Gemeinde“ mit dem Schornsteinfeger via Leiter vom Weg über den Zaun, aufs Dach und wieder zurück geht. So auch in dem für diese Reportage ausgewählten Kehrbezirk. Selbstverständlich kann das aufgrund unserer Rechtslage nicht vorausgesetzt werden, ein Entgegenkommen der Spartenvorstände wäre anhand solcher Erfassungslisten trotzdem sehr wünschenswert.
Da das Fassungsvermögen dieser Fachzeitschrift bei weitem nicht unseren Entdeckungen standhalten würde, habe ich aus der Flut an Fotos nur einige kurz kommentiert.
Solchen nicht bauartgerechten Feuerungsanlagen, die auf Seite 4 und 5 nicht ohne Wehmut etwas satirisch dargestellt wurden, muss natürlich entgegengewirkt werden. Ich möchte an dieser Stelle nochmals alle BSM ermutigen, die Einhaltung der baurechtlichen Vorschriften, des Schornsteinfegergesetzes und der Kehr- und Überprüfungs-Verordnungen in diesen Gartenanlagen, Wochenendhäusern und Lauben voller Euphorie und Tatendrang durchzusetzen. Für die Aufopferungsbereitschaft sei jedem Einzelnen gedankt. Als Arbeitshilfe ist im neuen Handbuch zur Kehrbezirksverwaltung des Bundeslandes Sachsen-Anhalt ein Musterbrief enthalten. Dieser Musterbrief soll Besitzern von solchen Gebäuden an ihre Pflicht erinnern, ihre Feuerstätten ordnungsgemäß anzumelden und zu errichten. Über das Regierungspräsidium Halle wurden über die Landkreise nochmals alle registrierten Sparten mit ihren Vorsitzenden erfasst. Diese Listen liegen unseren Kreismeistern vor.

Ausgabe: 39 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 39 - 1/2001 )

Mitteldeutsche Handwerksmesse

In unserer Zeit voller Stress und wenig Romantik, wo die Tradition auf der Strecke bleiben kann, weil Modernes in anderer Form überwiegt, kann dieses Sachbuch, über das Interessengebiet der Fachkollegen hinaus, andere Fachbereiche und Berufsstände animieren, sich mit der Berufsgeschichte näher zu befassen.
Logisch, man möchte mit der Arbeit im Beruf Geld verdienen und somit seinen Beitrag für die Familie und für die Gesellschaft leisten, aber hat es unser Beruf nicht verdient, aufgrund der Besonderheit, einen vorderen Platz in der Geschichte der traditionellen Handwerke einzunehmen?
Dieses kann man mit Bestimmtheit bejahen.
Hiermit möchten wir auf das Sachbuch aufmerksam machen, nicht aus Selbstzweck und reiner Nostalgie, sondern aus der Erkenntnis heraus, dass Zukunft nur aus der Erinnerung kraftvoll wachsen kann. Deshalb wurde dieses Buch für unseren Berufsstand geschrieben.
Dieses Buch können Sie über den Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks
Westerwaldstr. 6
53757 Sankt Augustin
bestellen.
Nähere Informationen und einen Bestellschein zu diesem Sachbuch finden Sie auch auf der Homepage: www.innungsfahnen.de
(Quelle: www.schornsteinfeger.de)

Ausgabe: 39 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 39 - 1/2001 )

Mitteldeutsche Handwerksmesse

Am 24. 11. 2000 fand in der Sportschule des Deutschen Fußballbundes ein Hallenturnier von acht Mannschaften statt. Die Mannschaft der Leipziger Innung hatte sich mit Auswahlen aus Grundstücksverwaltungen, Heizungsfirmen und Hausmeistermannschaften auseinanderzusetzen.
Nach der Begrüßung durch den Ausrichter und der Auslosung der beiden Vorrundengruppen wurde das Turnier eröffnet.
Mit hoher Einsatzbereitschaft und Ehrgeiz, wohl auch der schönen Pokale und Preise wegen, liefen die Spiele, auch bedingt durch die Anfeuerung der mit angereisten Fans der einzelnen Mannschaften, sehr tempogeladen ab. Es war nicht zu übersehen, dass fast alle Spieler mit dem Fußballspielen früher etwas zu tun hatten bzw. zur Zeit noch aktiv in Altersmannschaften kicken.
Dies gab dem Turnier einen zusätzlichen Reiz. Die Mannschaft der ­Innung Leipzig spielte sich mit seinen 7 Aktiven, Betreuern und Anhängern ins Viertelfinale und verfehlte dort durch einen eklatanten Eigenfehler in der Schlussminute etwas unglücklich mit 1:2 den Einzug ins Finale. Auch wenn gegen den späteren Turniersieger so unglücklich verloren wurde, war die Enttäuschung nur von kurzer Dauer, war man doch ins „kleine Finale“ mit dem Spiel um Platz 3 eingezogen.
Dort hatte sich der Veranstalter durch die Einladung des Bundesligaschiedsrichters Bernd Heinemann aus Magdeburg etwas einfallen lassen. Der absolute Höhepunkt war, dass dieser die Finalspiele um Platz 1 und Platz 3 leitete.
Nicht nur dessen Anwesenheit ließ die Leipziger Schorni-Auswahl nochmals groß aufspielen und sicherte sich mit einem hohem Sieg den 3. Platz des Turniers.
Bei den anschließenden Ehrungen aller Mannschaften mit der Übergabe der Pokale an die drei Erstplazierten durch B. Heinemann erhielt aus dessen Hand der BSM Maik Ubrich als bester Einzelspieler des Turniers noch einen Ehrenpreis.
Das anschließende gesellige Beisammensein bei „Speis- und Trank“ mit allen Mannschaften einschließlich der mit angereisten Bekannten und Fans rundeten eine gelungene, sehr gut organisierte Veranstaltung ab.
Matthias Steinberg

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Das Schornsteinfegerhandwerk in Thüringen rüstet sich für eine Anstoß-Energieberatung

Nachdem vor einiger Zeit aus dem Innungsbereich Ostthüringen, sechs BSM nach einem Lehrgangsbesuch, den das Umweltzentrum des Handwerks von Thüringen (UZH), in Rudolfstadt veranstaltet hatte, sich der Abschlussprüfung zum Energieberater des Handwerks unterzogen und auch diese erfolgreich bestanden haben, besuchten im letzten Quartal 2000, neun BSM aus dem Innungsbereich Erfurt einen Nachfolgelehrgang. Auch diese neun Kollegen bestanden die abschließende Prüfung zum Energieberater des Handwerks. Durch die Anwesendheit des Herrn Borbe vom Wirtschaftsministerium bei der Übergabe der Abschlussurkunden im Rahmen einer Feierstunde, bestä­tigte dieser dem Schornsteinfegerhandwerk eine große Innovationsbereitschaft und äußerte die Absicht, mit dem Landesinnungsverband diesbezüglich Kontakt aufzunehmen. In der Zwischenzeit kann bestätigt werden, dass dieser Kontakt geknüpft wurde und als Zielstellung, die Erstellung einer Referenzberatung, an einem Objekt, durch das Schornsteinfegerhandwerk durchgeführt werden soll. Hierbei dürfte es sich besonders um einen Eignungsnachweis für das Schornsteinfegerhandwerk handeln. Es ist nicht nur legitim, sondern ganz einfach die Pflicht des Staates, die Erfüllung von Grundvoraussetzungen zu hinterfragen, um die Erfolgsaussichten einer solchen Maßnahme annähernd bestimmen zu können. Da wir mit Zuversicht an diese Aufgabe herangehen wollen, freut uns besonders, dass durch die Bereitschaft des UZH, auch noch an weiteren Orten diese Lehrgänge durchführen zu wollen, bereits eine beträchtliche Anzahl von BSM bereit ist, ebenfalls den Abschluss eines Energieberaters des Handwerks erwerben zu wollen. Die übrigen BSM sollen nach den Vorstellungen des LIV zumindest an den 64 Std. Lehrgängen teilnehmen, deren Programm durch den ZIV des Schornsteinfegerhandwerks erarbeitet wurde. Diese Schulungen könnten bei einer ausreichenden Kapazität, in der Schornsteinfegerschule in Mörtitz durchgeführt werden. Die Meisterausbildung im Schornsteinfegerhandwerk soll in Zukunft den Teilbereich Energieberater des Handwerks mit einbeziehen. Hierdurch würde erreicht, dass jeder neue Schornsteinfegermeister automatisch auch die Qualifikation eines Energieberaters des Handwerks besitzt. Wenn wir diese Zielstellung konsequent verfolgen, schaffen wir die Voraussetzung, um eine auf hohem Niveau stehende Energieberatung, durch das Schornsteinfegerhandwerk durchführen zu können. Wünschen wir uns hierzu den nötigen Erfolg.
Abt. Öffentlichkeitsarbeit
des LIV Thüringen

Ausgabe: 39 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 39 - 1/2001 )

Mitteldeutsche Handwerksmesse


Ausgehend von den unterschiedlichen Erfahrungen, welche viele Kollegen mit der Überprüfung von modernen Lüftungsanlagen und gewerblichen Dunstabzugsanlagen gemacht haben, hatte sich der LIV Thüringen entschlossen zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung durchzuführen.
Diese Veranstaltung fand für alle Kolleginnen und Kollegen am 07. 12. 2000 im Landgasthof Isseroda, in unmittelbarer Nähe unserer LIV-Geschäftsstelle, statt.
Die große Resonanz bei den Kollegen, nur einige wenige konnten nicht teilnehmen, bestätigte den LIV, auch bei der Wahl des relativ ungünstigen Termins am Jahresende.
Der TLIW Matthias Jensch konnte den Kollegen durch seine interessanten Vorträge helfen, einige noch bestehende Fragen zu beantworten. Hier war es möglich, allen Kollegen den Standpunkt des LIV zu einigen unterschiedlichen Auslegungen zu geben. Die sachliche Diskussion im Anschluss zeigte, welchen hohen Stellenwert diese interne Veranstaltung bei den Kollegen fand.
Um den Kollegen die Anwendung des Internets im Handwerk darzustellen, konnte der LIV Herrn Laars von der Abteilung Technologietransfer der Handwerkskammer Erfurt gewinnen. Herr Laars machte einige interessante Ausführungen zu E-Mails, Webseiten und Homebanking um allen Kollegen einen kleinen Einblick in dieses interessante Medium zu gewähren.
Unser Landesinnungsmeister, Herr Eller, gab zum Ende der Veranstaltung einen Ausblick für das neue Jahr.
Eine durchgeführte Seminarbeurteilung gemäß QM/UM ergab eine positive Bewertung dieser Veranstaltung und den Wunsch, auch in den nächsten Jahren ähnliche Veranstaltungen durchzuführen.
Kurch/LBBW

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Mitteldeutsche Handwerksmesse


Anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Wurzbach nahmen im letzten Jahr die Kollegen BSM M. Ziegenbein aus Wurzbach, BSM A. Schmidt aus Leutenberg und BSM M. Seel aus Kleinschwabhausen am Festumzug teil. Trotz strömenden Regens bewiesen die Teilnehmer ihre gute Laune, wie auf den Fotos erkennbar.
M. Ziegenbein

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Ausflugsfahrt des erweiterten LIV-Vorstandes des Schornsteinfegerhandwerks im Freistaat Thüringen

Am 27. u. 28. 01. 2001 fand in Eisenach, im Hotel „Berghof“ die Klausurtagung des LIV statt. Für diese Tage wurden auch die Ehefrauen der Kollegen mit eingeladen, um sich untereinander besser kennen zu lernen.
Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken besichtigten wir das Fahrzeugmuseum in Eisenach. Anschließend unternahmen wir einen kleinen Stadtbummel durch die Altstadt. Der Ge­schäftsführer, Herr G. Klein, gab Auskunft über die historischen Gebäude in der Stadt Eisenach.
Der Tag klang aus mit einem gemeinsamen Abendessen. Der Landesinnungsobermeister, Herr U. Eller, bedankte sich nochmals für die hervorragende geleistete Arbeit des Vorstandes und auch für das Verständnis der Ehefrauen.
Am nächsten Tag besichtigten wir das Burschenschaftsdenkmal, mit Führung und Besteigung des Turmes. Anschließend unternahmen wir rund um das Denkmal eine kleine Wanderung. Zum Ausklang stellte sich der gesamte Landesinnungsverband und erweiterte Vorstand, mit Ehefrauen, zu einem gemeinsamen Erinnerungsfoto.
Wolfgang Elsner

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Im Monat Februar haben 20 Bez.-Schornsteinfegermeister aus der Innung Altmark an einem Einführungslehrlang für das Internet teilgenommen. Schwerpunktthemen waren:
• Begriffsbestimmung www, Internet, ftp, E-Mail
• PC Ausrüstung und Installationsarbeiten
• Das Internet und die Anwendung für unseren Beruf
• Verschiedene Dienste und ihre Kosten
• Internet als Informationsquelle
• Internet als Darstellungsplattform
• Praktisches Arbeiten
• Textverarbeitung
• E-Mail einrichten und Absenden und empfangen.
Günther Schoppenhauer

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Angebot zum Lehrgang in Vorbereitung auf die Schornsteinfegermeisterprüfung Teil I / II

Dieses Angebot betrifft das Jahr 2002. In dem genannten Jahr bietet die Handwerkskammer Magdeburg wieder einen Lehrgang zur Vorbereitung der Meisterprüfung für das Schornsteinfegerhandwerk an. Dieser Lehrgang erstreckt sich vom 11. 03. 2002 bis zum 26. 10. 2002. Die Lehrgangsform ist der Blockunterricht in Vollzeit. Das bedeutet ca. 2–3 Wochen pro Monat außer der Sommerferienzeit in Sachsen-Anhalt. Die Ausbildungsstätte wird das
Berufsbildungszentrum
der Handwerkskammer
Magdeburg
Harzburger Straße 13,
39118 Magdeburg-Lemsdorf
sein.
Die Lehrgangskosten in Höhe von 2902,60 Euro (derzeit 5677,00 DM) können, nach vorheriger Vereinbarung mit der Handwerkskammer Magdeburg, auch in fünf Raten zu gleichen Teilen bezahlt werden. Anmeldungen können an oben genannter Adresse oder telefonisch unter 0391/6248-0 erfolgen.
Die Prüfungen der Teile I und II beginnen nach derzeitigen Stand der Planung am 28. 10. 2002. Teilnahmevoraussetzung, die durch den Prüfling eingehalten werden muss, ist der Nachweis der 36-monatigen Gesellenzeit.
Dieses Angebot soll dem interessierten Kollegen die Möglichkeit der Auswahl geben, den Schulungsort der Weiterbildungsmaßnahme landesbezogen zu wählen.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Die drei südlichen Kreisgruppen der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/Saale zogen im November 2000 aus, neue heiztechnische Regionen zu erforschen. Hierzu wurde ein junges regionales Reisebusunternehmen vertrauensvoll engagiert. Mit einem sehr bequemen Reisebus ging es aufgrund einer Einladung zu einer Schulungsveranstaltung der Firma Viessmann nach Allendorf. Hier informierten sich die BSM über neue heiztechnische Produkte, neue heiztechnische Entwicklungen und viele neue technische Details. Alles in allem eine sehr interessante und weiterempfehlenswerte Veranstaltung der Viessmann Akademie.
Sven Schoppenhauer

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Am 12. Januar 2001 lud die FDP Sachsen-Anhalt zum Neujahrsempfang auch das Schornsteinfegerhandwerk in das Upstalsboom-Hotel „Raatswaage“ in Magdeburg ein. Aus diesem Anlass überreichten wir Frau Cornelia Pieper, Landesvorsitzende der FDP Sachsen-Anhalt, eine Schornsteinfegerpuppe als Präsent. Herr Jürgen W. Möllemann, selbst Ehrenschornsteinfegermeister im Süden unserer Republik, freute sich über einen Schornsteinfegerkalender. Nach dem offiziellen Teil wurde das Buffet eröffnet und auf das neue Jahr angestoßen. Beim Abendessen hatten wir die Gelegenheit mit verschiedenen Gästen und Sympathisanten, die zum Neujahrsempfang der FDP eingeladen waren, zu reden. Wir stellten fest, dass die Gedanken, trotz fehlendem Hintergrundwissen in Richtung Liberalisierung des Schornsteinfegerhandwerks und Abschaffung der Monopolstellung des Bezirksschornsteinfegermeisters in dem ihm zur Verwaltung übertragenen Kehrbezirk gehen.
Das Bundeswirtschaftsministerium, unter der Leitung von Wirtschaftsminister Werner Müller, sieht aber zur Zeit überhaupt keinen Handlungsbedarf zur Änderung des Schornsteinfegergesetzes.
Herr Gabriel, ehemaliger Wirtschaftsminister des Landes Sachsen-Anhalt, hat bei einem Gespräch am Rande des Parlamentarischen Abends in Berlin ebenfalls geäußert, „Die Liberalisierung des Schornsteinfegerhandwerks ist z. Zt. kein Thema.“.
Aus diesen Gedanken ist ersichtlich, dass sich an oberster Stelle unterschiedliche Tendenzen bezüglich des Schornsteinfegerhandwerks entwickeln.
Matthias Ilgner

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Am Freitag, den 08. September 2000, wurde der diesjährige Sachsen-Anhalt-Tag in Bitterfeld eröffnet. Zu diesem Anlass überbrachte die Radgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club (ADFC), Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. um den Vorsitzenden, Torsten Vollert, ein Präsent aus Halberstadt, dem Austragungsort des vorjährigen Sachsen-­Anhalt-Tages.
Bei leichtem Nieselregen trafen sich am Montag, den 04. September 2000, 13 Radler in Halberstadt. Die erste Etappe wurde vom Oberbürgermeister der Stadt, Hans Georg Busch, gestartet, der die Gruppe auf den ersten Kilometern begleitete. Auch in den folgenden Tagen fanden sich Begleiter für die Stammgruppe von sieben Pedalrittern. Die gesamte Tour führte von Halberstadt über Meisdorf, Bernburg, Roßlau und Wittenberg nach Bitterfeld.
Im Festzelt in der Grünen Lunge in Bitterfeld wurde die Radgruppe von Bürgermeister Werner Rauball herzlichst begrüßt. Dort nahm er den Präsentkorb aus Halberstadt, einen Wanderpokal des ADFC und ein Gastgeschenk entgegen. Letzteres, ein Schornsteinfegerkunstdruck, überbrachte ihm die Kollegin Ivonne Döhler, die die letzte Etappe in traditioneller Berufsbekleidung fuhr. Sowohl Prä­sentkorb, Druck und Kollegin hatten insgesamt eine Strecke von 308 km auf dem Fahrrad hinter sich. Denn Ivonne hatte es sich nicht nehmen lassen, die 5-tägige Radtour durch Sachsen-Anhalt mitzustrampeln, die traditionell in der Woche vor dem Sachsen-Anhalt-Tag stattfindet.
Im abendlichen Festgetümmel auf den Strassen der Stadt Bitterfeld zeigte sich, dass sich der Berufsstand des Schornsteinfegers als Glücksbringer noch immer großer Beliebtheit erfreut, denn zahlreiche Festbesucher wollten sich ihre Portion Glück sichern. Es wurde zum Teil großes Bedauern geäußert, dass sich kein Ruß mehr auf dem „Glückstuch“ befand, dieser war schon völlig abgegriffen.
Natürlich war nicht nur die Grafik für den Bitterfelder Bürgermeister im Gepäck, sondern auch ein Druck für jede Übernachtungsstation der Tour. Die Jugendherbergen in Meisdorf, Bernburg und Wittenberg freuten sich sehr über das Geschenk, welches ihrer Einrichtung mit den Worten: „Möge der Schornstein immer rauchen.“ überreicht wurde. Diese Kunstdrucke bekamen überall einen Ehrenplatz an der Wand. Der Stadt Roßlau wurde ebenfalls mit einem Druck für die Unterstützung am Gelingen der Tour gedankt. Hier nahm sie der Bürgermeister Klemens Koschig freudig entgegen, mit dem Versprechen, der Schornsteinfegergrafik einen schönen Platz im Roßlauer Rathaus zu geben.
Abschließend möchte ich mich beim LIV Sachsen-Anhalt und bei Firma Hartmann & Partner bedanken, die uns die Drucke kostenlos zur Verfügung gestellt haben. Wir würden uns auch über eine gute Zusammenarbeit im nächsten Jahr freuen, wenn im September die 6. Tour zum Sachsen-Anhalt-Tag stattfindet. Diese Tour wird uns von Bitterfeld nach Haldensleben führen, natürlich wieder mit dem Rad, und ich werde die letzte Etappe wieder in traditioneller Berufsbekleidung fahren. Vielleicht finden sich auch noch ein paar Kollegen und Kolleginnen, die mich bei der Anfahrt zum Festzelt begleiten.
Ivonne Döhler

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Die Meisterfeier 2000, welche von der Handwerkskammer zu Leipzig ausgerichtet wurde, fand am 14. Oktober 2000 im Gewandhaus Leipzig statt.
Mit einem festlichen Rahmenprogramm wurde die Feierstunde durch die Begrüßungsansprache durch den Handwerkskammerpräsidenten Herr J. Dirschka eröffnet.
Den Grußworten des Ober­bürger­meisters der Stadt Leipzig, Herrn Wolfgang Tiefensee, schloss sich die Festrede des Bundesministers für Wirtschaft und Technik, Herr Dr. Werner Müller an, welcher in seinen Ausführungen auch auf brandaktuelle, politische Themen, die Stadt Leipzig betreffend, den großen Beifall aller Teilnehmer und Besucher entgegen nahm.
Aus dessen Händen wurden dann auch die Schmuckmeisterbriefe an die Jahrgangsbesten übergeben. Für das Schornsteinfegerhandwerk wurde dem Schornsteinfegermeister Udo Kutzner diese Ehre zuteil. Die weiteren Meisterbriefe wurden den Kollegen aus Thüringen und Sachsen unter der Anwesenheit des LIM, Wolfgang Buschan, dem Obermeister der Innung Leipzig Dietmar Kern, sowie durch den LBBW und MPA Mitglied des Landes Sachsen Gunar Thomas und durch das MPA-Mitglied aus Thüringen Koll. Bucklitsch unter herzlichen Beifall der Eltern und Angehörigen überreicht.
Die Tradition, dass im Gewandhaus zu Leipzig, mit seinem festlichen Flair und einem festlichen Rahmenprogramm hochkarätige Politiker an der jährlichen Meisterfeier teilnehmen, wurde auch durch die zahlreichen angereisten Medien von Pressevertretern und TV-Anstalten bestätigt, dass die Meisterfeier sich einen festen Platz im öffentlichen Leben erobert hat. Dies widerspiegelte sich in den zahlreichen Zeitungsberichten und TV-Sendungen wieder.
Matthias Steinberg
LPW

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Lutz Grüllich gründet unabhängiges Ingenieurbüro
Pressebüro Wollenberg/Last:
Nachdem sich Lutz Grüllich (47) als ehemalige Verkaufsleiter und Prokurist der Hanse-Betonvertriebs Union GmbH, Lauenburg, über viele Jahre hinweg einen Namen im Markt machen konnte, wagte er im vergangenen Jahr den Schritt in die berufliche Unabhängigkeit.
Die fachlichen Grundlagen hierzu schaffte der Berliner bereits Mitte der 70er Jahre in einem Architekturstudium an der technischen Fachhochschule mit dem Schwerpunkt Bauwirtschaft. Anschließend war er bei einem ausführenden Schornstein- und Ofenbauunternehmen tätig. Nach praktischen Aufgaben in der Konstruktion, der Planung sowie der Errichtung von häuslichen und gewerblichen Abgasanlagen führte ihn der Weg 1981 zur Schmidt & Peters KG. 1987 wurde der Diplom-Ingenieur von der Industrie- und Handelskammer Berlin als Sachverständiger für das Fachgebiet Haus- und Industrieschornsteine sowie Rauchkanalanlagen öffentlich bestellt und vereidigt.
Sein jetziges Angebotsspektrum umfasst die Planung, Beratung und Begutachtung von Lüftungs- und Abgasanlagen aller Art. Ferner beschäftigt sich Grüllich mit Sicherheitseinrichtungen und Steigegängen an hohen Bauwerken, wie beispielsweise Sendemasten. Zu seinen „Kunden“ zählen neben Gerichten, Sachversicherer, Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaften auch Hersteller, Fachplaner sowie Verarbeiter aus den Bereichen Haus- und Abgastechnik.
Kontakt über: Lutz.gruellich@t-online.de

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

CO2-neutrales Wärmekonzept von pro solar
Pressebüro D. Last: Nachdem die sogenannte Ökosteuer auch in der zweiten Phase wirksam geworden ist, werden sich die Energiepreise wohl langfristig auf hohem Niveau stabilisieren. In Folge dieser Entwicklung steigt die Nachfrage nach sparsamen und umweltschonenden Heizungssystemen weiter an. Im Mittelpunkt stehen dabei Systeme, die sich ohne die herkömmlichen Energieträger Öl, Gas oder Strom betreiben lassen.
Eine interessante Lösung bietet das CO2-neutrale Wärmekonzept der pro solar Energietechnik GmbH, Ravensburg. Es kombiniert das Heizen mit Sonnenenergie und Holzpellets mit Hilfe einer speziell entwickelten Systemregelung.
Ausgehend vom geringen Wärme­bedarf neu errichteter Einfamilien­häuser genügt in der Regel ein sogenannter Primärofen mit 2 bis 10 KW Nennleistung zur Beheizung des Gebäudes. Die optisch ansprechenden Geräte in Form eines Kaminofens werden im Wohnraum aufgestellt und sorgen dort für behagliche Wärme. Im Gegensatz zu Feuerstätten, die fast ausschließlich Konvektionswärme erzeugen, speist beim Primärofen ein integrierter Wasserwärmetauscher bis zu 80% der Energie direkt in das Zentralheizungssystem ein.
In einem zentralen Kombispeicher wird die Wärme der Solaranlage und des Primärofens bevorratet und je nach Bedarf an Warmwasser oder Heizkreise abgegeben. Mit Hilfe der Systemregelung PS 500 passt sich die Leistung des Primärofens innerhalb des vorgewählten Bereichs gleitend dem Wärme- und Warmwasserbedarf an. Ideal ist in diesem Zusammenhang die Kombination mit der Solaranlage. Sie schafft an sonnigen Tagen ausreichend Energie. Auf den Betrieb der Feuerstätte kann dann ganz verzichtet werden.
Darüber hinaus erweisen sich Holzpellets als kosten- und umweltbewusste Alternative zu fossilen Brennstoffen. Sie gelten als nachwachsender Rohstoff und sind CO2-neutral in der Verbrennung. Durch kurze Transportwege und günstige Produktionskosten wird die Energie und Ökobilanz weiter verbessert.
CO2-neutrale Heizkonzepte werden außerdem mit Zuschüssen von bis zu 6.450,– DM von der öffentlichen Hand gefördert.
Weitere Informationen unter
www.pro-solar.de im Internet oder per E-Mail: internet: pro-solar.de

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Verbände und Institutionen auf der ISH 2001
IPS: Anlässlich der Internationalen Leitmesse für Sanitär und Heizung ISH (27.–31. März 2001) in Frankfurt setzen zahlreiche Branchen­verbände und Institutionen auf individuelle Heizkonzepte.
Angesichts der aktuellen Energiepreissituation befürworten die Fachleute eindeutig Lösungen, bei denen Verbraucher den Brennstoff jederzeit frei wählen können. Unter diesem Aspekt werden die Europäische Feuerstätten Arbeitsgemeinschaft (EFA) e.V., die Initiative Pro Schornstein (IPS) e.V. und die Rheinbraun Brennstoff GmbH dem Fachpublikum zu persönlichen Gesprächen zur Verfügung stehen. Tipps zur Kundenberatung in ökonomischem und ökologischem Sinne sind ebenso erhältlich wie umfangreiches Informationsmaterial. Die Institutionen geben ferner wertvolle Ratschläge zur Vermeidung von Verbrennungsverboten und beantworten Fragen zu kommunalen Nahwärmekonzeptionen.
Informationen zu Themen rund ums Heizen gibt es auf folgenden ISH-Ständen:
EFA e.V.: Halle 9.2, Stand A37
IPS e.V.: Halle 9.0, Stand F59
Rheinbraun: Halle 9.2, Stand E09

Ausgabe: 39 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 39 - 1/2001 )

Mitteldeutsche Handwerksmesse

Unabhängigkeit in der Energiewahl gefragt

IPS: Nachdem sich Mieter und Hausbesitzer bislang um die sichere und preisgünstige Beheizung ihrer vier Wände wenig Sorgen machen mussten, hat sich nun die Situation binnen weniger Monate grundlegend verändert. Bedingt durch zahlreiche Einflussfaktoren stehen allen Verbrauchern auch in nächster Zeit Preisentwicklungen ins Haus, die im Trend sicherlich nach oben zeigen werden. Aber es gibt sinnvolle Alternativen!
Wer ist Schuld am hohen Ölpreis?
Hauptsächlich bestimmen die Erdöllieferanten und der Staat den Abgabepreis für Rohöl. Dieser Anteil liegt aufgrund internationaler Notierungen/ (OPEC), der Mineralöl-, Öko- und Mehrwertsteuer sowie dem gesetzlich vorgeschriebenen Erdölbevorratungsbeitrag, beispielsweise für Normalbenzin bei über 90%. Entscheidend für den hohen Rohölpreis ist darüber hinaus das Wechselkursverhältnis Dollar/Euro. Seit Einführung der Gemeinschaftswährung Anfang 1999 zeigen sich hier deutliche Schwächen. Verbunden mit den hohen Ölpreisen hat diese Entwicklung in ganz Europa dazu geführt, dass die Inflationsraten kräftig gestiegen sind .
In der ohnehin schon angespannten Lage sorgen Nachrichten aus dem Nahen Osten für zusätzliche Turbulenzen – und noch höhere Preise. Nervosität ist das Wort der Stunde. Öl ist eindeutig gefragt und teuer. Die internationalen Märkte sind ergiebige Spielwiesen für Spekulanten, die gerade zur Zeit mit Warentermingeschäften Unmengen verdienen. Experten schätzen, dass etwa acht Dollar des Öl­preises zu Lasten der Spekulationen gehen. Durch die in Deutschland gültige Preisbindung zwischen Gas und Öl, gilt diese Tendenz in fast gleichem Maße auch für den Gaspreis.
Eine zündende Alternative
Galten Kamin- und Kachelöfen in den letzten Jahren vorwiegend als Zusatzheizung, so kommt diesen Feuerstätten jetzt eine neue Bedeutung zu. Besonders der niedrige Wärmebedarf neuer Gebäude be­günstigt diese Entwicklung. Feste Brennstoffe wie Stückholz oder die sogenannten Holzpellets sind außerdem eine kosten- und umweltbewusste Alternative zu diesen fossilen Brennstoffen Öl und Gas.
Holz enthält weder Schwefel noch Schwermetalle, die somit bei der Verbrennung auch nicht freigesetzt werden können. Kohlendioxid, Auslöser des sogenannten Treibhauseffekts, wird nur in dem Maße abgegeben, wie es der Baum in seine Wachstumsphase aus der Luft geholt und gebunden hat. Außerdem gelangt durch den Verbrennungsprozess nicht mehr CO2 in die Atmosphäre als bei der natürlichen Verrottung im Wald.
Der heimische Brennstoff wächst ständig nach und ist somit auf lange Sicht hin verfügbar. Darüber hinaus stellt sich die Kostenbilanz günstiger dar, denn man zahlt weder für Stück­holz noch für Holzpellets Mineralöl- oder Ökosteuer.
Kleines Rechenbeispiel:
Der Energiegehalt von 1 kg Holzpellets entspricht ungefähr einem halben Liter Heizöl EL. In Abhängigkeit von der Abnahmemenge liegen die Preise zwischen 0,30 DM bis 0,40 DM je Kilogramm bei einer Lieferung, frei Haus. Sackware ist etwas teurer (ca. 0,50 DM/kg) und der Bezug der Pellets aus dem Silofahrzeug entsprechend günstiger. Das entspricht einem durchschnittlichem Vergleichspreis von etwa 0,70 DM, bezogen auf den Energiegehalt von 1l Heizöl, der zur Zeit erheblich mehr kostet.
Fazit
Ein Schornstein schafft Unabhän­gig­keit!
Grundlage zur Nutzung dieser vielversprechenden Alternativen ist das Vorhandensein eines geeigneten Schornsteins. Wer seine Unabhängig­keit auch in Fragen der Energiewahl erhalten will, sollte beim Neubau unbedingt auf ein modernes Schornsteinsystem mit keramischen Innenrohren achten. So bringt ein dreizügiger Mehrwert-Schornstein immer die ge­wünschte Flexibilität, die moderne Heizsysteme, aber auch die Umwelt und das eigene Wohlbehagen heute fordern.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Innovationen in der Abgastechnik
Auf dem Messestand der Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Euwied, (Halle 9, Stand B 62) dreht sich auch zur ISH 2001 alles um die Abgastechnik.
Den wichtigsten Eckpfeiler des Messeauftritts bilden technisch ausgereifte Edelstahlsysteme zur Sanierung bestehender Schornsteine. Mit dem System ALKON setzt der europaweit tätige Hersteller dabei auf eine patentierte Verbindungstechnik, die sich bereits im praktischen Einsatz bewährt hat. Die einzelnen Rohrelemente der Abgasleitung werden einfach ineinander gesteckt und mit leichtem Druck, ohne die Verwendung zusätzlicher Dichtungen, fixiert. Das ALKON Edelstahl-System wird in ein- und doppelwandiger Ausführung gefertigt.
Eine Neuheit stellt die druckdichte Verbindungsleitung ALKON V dar. Mit ihr lassen sich Blockheizkraftwerke, Verbrennungsmotoren und Notstromaggregate abgasseitig anbinden. Bei der Entwicklung dieser doppelwandigen Leitung galt es, besonders hohe Temperatur- und Druckbelastungen zu berücksichtigen. Neben speziellen Kompensatoren zählen auch Schalldämpfer in Segmentbauweise zum Lieferumfang.
Abgerundet wird das Raab-Engagement in Frankfurt durch eine neue Abgasleitung in Leichtbauweise, Bausätze zur Schornsteinkopfverkleidung sowie einem umfangreichem Zubehörprogramm.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Praktische Energieeinsparung im Bestand
Die thermische Abgasklappe wird von vielen Installateuren seit Jahren als kostengünstiges Bauteil mit energiesparender Wirkung eingesetzt. Eingebaut hinter der Strömungssicherung atmosphärischer Gasfeuerstätten versieht sie geräuschlos und zuverlässig ihren Dienst. Das Funktionsprinzip beruht auf der Steuerung durch ein Bimetall: Kommt es mit den warmen Abgasen in Berührung öffnet das Bimetall die Abgasklappe, während sie in der Stillstandszeit des Gerätes wieder verschlossen wird.
Generell schaltet die Abgasklappe in geschlossenem Zustand den natürlichen Auftrieb der Abgasanlage aus, und verhindert somit ein Auskühlen der Feuerstätte und des Aufstellraumes in der Stillstandsphase. Die Amortisationszeit der sogenannten Diermayerklappe (benannt nach dem Erfinder) beträgt ein bis zwei Jahre. Angesichts der aktuellen Situation auf dem Energiemarkt sollte der verantwortungsbewusste Handwerker seine Kunden auf die Einbaumöglichkeit hinweisen. Da die Abgasklappen aus dem Hause Kutzner + Weber weder bewegliche Lager noch Wellen besitzen sind sie weitgehend verschleißfrei.
Gleichzeitig wird der Eintritt von Falschluft in die Abgasleitung erheblich vermindert. Zur einwandfreien Funktion gemeinsamer (gemischt belegter) Abgasleitungen und Schornsteine leisten Abgasklappen vor allem in den unteren Etagen wertvolle Hilfe. Der positive Einfluss auf die Druckbedingungen in diesen Anlagen wird mit der DIN 4705 T.3 rechnerisch erfasst.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Energieeinsparung inklusive
Selbsttätige Nebenluftvorrichtungen – sogenannte Zugbegrenzer – sind Geräte die in Abhängigkeit der Druckdifferenz eine Öffnung in der Abgasanlage freigeben. Durch die kontrolliert einströmende Nebenluft wird der Auftrieb (Schornsteinzug), unabhängig von Witterungseinflüssen, konstant gehalten.
Nebenluftvorrichtungen gemäß DIN 4795 schaffen somit gleichbleibende Druckbedingungen in der Abgasstrecke und sind eine wesentliche Voraussetzung, um optimale Verbrennungsergebnisse zu erzielen. Sie verhindern außerdem ein Auskühlen des Wärmeerzeugers und vermindern dadurch wirkungsvoll die Stillstandsverluste. Der Jahresnutzungsgrad einer Feuerungsanlage erhöht sich nachweislich. Neueste Untersuchungen des Herstellers Kutzner & Weber, Maisach, ergaben, dass sich der Einsatz eines normgeprüften Zugbegrenzers bereits nach ein bis zwei Heizperioden amortisiert.
Darüber hinaus unterbindet die Nebenluftvorrichtung häufig druckbedingte Funktionsstörungen. Die angeschlossenen Gebläsebrenner haben in der Startphase oft Schwierigkeiten neben den kesselseitigen Widerständen auch die Druckwiderstände der Abgasanlage zu überwinden. Nachteilige Anschlusssituationen oder knapp dimensionierte Abgasleitungen verstärken diesen Effekt. Mit dem Einsatz einer Nebenluftvorrichtung kann das Anfahrverhalten der Feuerstätte nachhaltig verbessert werden.
KW-Präzisions-Zugbegrenzer sind in vier Standartgrößen erhältlich. Sie können in die Schornsteinwange oder in das Abgasrohr eingebaut werden. Spezielle Motorsteuerungen ermöglichen außerdem eine Nutzung als kombinierte Nebenluftvorrichtung.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Innovationen für die Mess- und Inspektionstechnik
Der Messestand der Wöhler GmbH, Bad Wünnenberg, (Halle 10.0, Stand A 81) steht ganz im Zeichen neu entwickelter Produkte für die Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.
Bereits seit den 30er Jahren produziert das Unternehmen hochwertige Mess-, Inspektions- sowie Reinigungsgeräte für Feuerungs- und Lüftungsanlagen. Nachdem man in den zurückliegenden Jahrzehnten zum Hauptlieferanten für das Schornsteinfegerhandwerk wurde, setzen die Verantwortlichen bei Wöhler nun auch auf neue Märkte. Das in enger Zusammenarbeit mit Umweltschutzbehörden, Verbänden und dem Handwerk gewonnene Know How in der Mess- und Inspektionstechnik soll sich dabei in der praktischen Anwendung für den vielseitigen Installateur positiv auswirken.
Deutlich wird dies bereits in den umfangreichen Unterlagen des Direktanbieters. Sie umfassen neben detaillierten Produktbeschreibungen wichtige Hilfen und Informationen zu den Aufgabengebieten Videoinspektion, Abgasanalyse sowie Lüftungs- und Klimamessung.
Zahlreiche Produktinnovationen bilden den wesentlichen Schwerpunkt des Wöhler-Auftritts in Frankfurt. Mit der Infrarotkamera IK 01 und einer wasserdichten Miniatur-Kamera Farbe werden dem Fachpublikum zwei echte Neuheiten präsentiert. Darüber hinaus wird ein neues Prüfset zur Dichtheitsmessung von Gasleitungen und das weiterentwickelte Messgerät Econometer E 98 vorgestellt.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Qualitäts- und Umweltmanagement im Schornsteinfegerhandwerk
OM Michael Kempe – Auditor Schornsteinfeger-Innung Dresden
Nach Ablauf der ersten Stufe zur Erhaltung des Zertifikats im Schornsteinfegerhandwerk befinden wir uns in einer Phase der Verbesserung von Abläufen um das Ziel zur Erhaltung des Zertifikates zu fes­tigen und die Abläufe konstruktiv in den Betriebsablauf einfließen zu lassen.
Nach Auswertung aller externen Audits aus dem Jahr 2000 in den einzelnen OE´s durch die LGA und die TGA und unter Berücksichtigung aller internen Audits, hat die TGA festgestellt, dass die Anzahl der Stichproben bei den Einzelbetrieben zu gering ist. Durch den ZIV wurde, unter Beachtung der sich aus Einzelaudits entstehenden Kostenerhöhung, der Vorschlag zu einem sogenannten Gruppenaudit unter Führung des bereits ausgewählten EB (BSM) und vier umliegenden EB (BSM) zu den internen Audits vorgeschlagen. Das Audit ist dann in Form eines Gruppenaudits unter Leitung und Bewertung des Auditors durchzuführen. Ein erheblicher Vorteil ist in der Zusammenarbeit der einzelnen BSM zu sehen. Die Atmosphäre ist hierbei insgesamt lockerer und es käme zu einem echten Austausch sinnvoller Erfahrungen und guter Dokumente. Die Teilnehmer einer Gruppe fallen für die folgenden drei Jahre aus dem Pool des Zufallsgenerators heraus. Nach drei Jahren übernimmt ein anderer BSM die Organisation dieser Gruppe und führt mit dem Auditor das Gruppenaudit durch.
• Zur Erleichterung der durchzuführenden Überarbeitung des Handbuches wurde eine Checkliste erarbeitet, wo die zu bearbeitenden Dokumente erläutert sind.
• Im weiteren Rahmen der Auditmaßnahme ist eine praktikable Auditcheckliste für Einzelbetriebe entstanden.
Durch die Verbesserung der Arbeitsabläufe und der guten Zusammenarbeit aller Kollegen und Kolleginnen sind wir überzeugt unser Ziel, die Zertifizierung durch die TGA, zu erreichen.

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Eine neue Möglichkeit zur Untersuchung von Holzasche
Einsatzbereich
Der EMPA-Ascheschnelltest wurde von der EMPA St. Gallen (Schweiz) unter der Projektleitung von Herrn Dominik Noger entwickelt. Er ist speziell für die Untersuchung von Holzaschen aus Stückholzfeuerungen für naturbelassenes Holz und Feuern im Freien ausgelegt. Für andere Aschen (z. B. aus der Verbrennung von Müll, Braunkohlen usw.) ist der eigentliche Ascheschnelltest nicht geeignet. Dies ergibt sich aus der chemischen Zusammensetzung dieser Stoffe. D. h. dass die entstehenden schädlichen Rückstände entweder nicht Bestandteil der Untersuchung sind oder die entstehende Aschemenge und damit die Schadstoffverdünnung ist zu groß. Für diese Aschen ist die visuelle Beurteilung weiterhin das wichtigste Beurteilungskriterium. Für Deutschland wird zur Zeit die Gültigkeit der zugrunde liegenden Grenzwerte für die Elemente Chlor, Zink und Blei geprüft. Größere Abweichungen sind hier jedoch nicht zu erwarten. Das Einsatzgebiet dürfte in Deutschland in erster Linie der Bereich der Nachbarschaftsbeschwerden (Rauchbelästigungen) sein. Aber auch Untersuchungen auf Wunsch der Betreiber von Stückholzfeuerungen sind denkbar.
Das Prinzip
Das Prinzip des Ascheschnelltestes ist dreigeteilt:
1. Visuelle Beurteilung des Brennstoffvorrates (wie bisher auch bei Begehungen durch das Umweltamt)
2. Visuelle Beurteilung der Rost- bzw. Feuerraumasche.
Dazu wird die Asche in Bezug auf zurückgebliebene Nägel, Schrauben, Kunststoff- und Kartonreste etc. untersucht.
3. Zuletzt wird die Holzasche mit dem eigentlichen Ascheschnelltest untersucht.
Mittels chemischer Analyse kann beurteilt werden, ob eine Überschreitung der Grenzwerte für Chlor, Zink und Blei vorliegt oder nicht.
Aussagekraft
Die Richtigkeit der Ascheschnelltestergebnisse ist, bei richtiger Anwendung, beim Einsatzbereich Holzasche, sehr gut. Somit ist auch die Aussagekraft des Ascheschnelltests fundiert und beweisstark. Um die Aussagekraft des Ascheschnelltests zu ermitteln wurden 123 Holzaschen mit dem Ascheschnelltest untersucht. Die selben Aschen wurden mit chemischen Labormessmethoden untersucht. Die Ergebnisse beider Untersuchungen wurden verglichen und nur eine Ascheschnelltestuntersuchung war fehlerhaft. Bei Anzweifelung eines Ascheschnelltestresultates kann eine umfassende Laboranalyse bei einem anerkannten Labor bei der zurückgestellten Probe durchgeführt werden (siehe Durchführung).
Durchführung
Bei der praktischen Umsetzung ist die folgende Verfahrensweise denkbar:
Bei einer Begehung mit dem Umweltamt infolge von Nachbarschaftsbeschwerden wird wie bisher eine visuelle Beurteilung von Feuerungsanlage, Brennstoff, und Asche (Rückstände) durchgeführt. Als Beweismittel sollten auch Bilder gemacht werden. Sollten diese Beurteilungen keine Hinweise auf Brennstoffmissbrauch liefern, so kann zusätzlich ein Ascheschnelltest durchgeführt werden. Dazu werden zwei Ascheproben a >100 ml, möglichst breit gefächert aus der Feuerstätte entnommen. Die erste Probe verbleibt im Umweltamt, die zweite Probe wird mittels Ascheschnelltest untersucht. Diese Untersuchung kann sowohl vor Ort als auch bei einer zentralen Stelle durchgeführt werden. Zumindest jeder LIV ist im Besitz der dafür erforderlichen Utensilien. Die technischen Landesinnungswarte haben an der erforderlichen Schulung teilgenommen. Die eigentliche Untersuchung soll hier nur kurz beschrieben werden. Als erstes wird die Ascheprobe abgesiebt. Dabei wird noch einmal visuell geprüft, ob „verdächtige“ Rückstände vorhanden sind. Ein Teil der abgesiebten Asche (2,5 g) wird der weiteren Untersuchung zugeführt. Zum Herauslösen von Chlor, Zink und Blei wird der abgesiebten und portionierten Asche Natronlauge zugegeben.
Diese gut durchmischte Lösung ergibt dann nach dem filtrieren durch Filterpapier die Prüflösung. In mehreren Schritten wird nun mittels verschiedener Indikatoren die Untersuchung bezüglich Chlor, Zink und Blei geführt. Die Aussagen lauten hier jeweils Überschreitung der Grenzwerte / keine Überschreitung der Grenzwerte.
Als Grenzwerte liegen dem Ascheschnelltest folgende Orientierungswerte zugrunde:
• Chlor: 2000 mg/kg Asche
• Zink: 600 mg/kg Asche
• Blei: 100 mg/kg Asche
Der gesamte Ascheschnelltest dauert bei einiger Übung ca. 30 Minuten.
Die genaue Abwicklung, insbesondere die Finanzierung, ist mit den Umweltämtern abzuklären.
Fazit
Der Ascheschnelltest hat ein einge­schränktes Anwendungsgebiet (Holzaschen). Desweiteren wird die Gültig­keit der zugrunde liegenden Grenzwerte für Deutschland z. Zt. geklärt. Der Ascheschnelltest hat deshalb nicht die gleiche Beweiskraft wie in der Schweiz. Andererseits bietet der Ascheschnelltest ein kostengünstiges Instrument für den Nachweis des Einsatzes unzulässiger Brennstoffe. Man kann mit dem Ascheschnelltest zwar nicht jeden Brennstoffmissbrauch nachweisen, jedoch kann man bei festgestellten Überschreitungen der Grenzwerte mit Sicherheit davon ausgehen, dass unzulässige Brennstoffe verbrannt wurden. Den Beweis kann man dann mit einer Laboranalyse antreten.
TLIW LIV LSA Ingo Wilsdorf

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Mitteldeutsche Handwerksmesse

Vom 24. bis 27. Februar 2001 fand zum vierten Mal die Mitteldeutsche Handwerksmesse auf dem neuen Messegelände in Leipzig statt.
Zu dieser Messe ist es erstmals gelungen, alle drei Landesinnungsverbände des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Gestaltung eines Gemeinschaftsstandes zu gewinnen. So hatten Messebesucher aus allen drei Bundesländern immer einen kompetenten Ansprechpartner zu regionalen Problemen.
An dieser Stelle möchten wir allen Kollegen danken, die sich bereit erklärt hatten, den Messestand mit Leben zu erfüllen. Aus Sachsen waren das die Kollegen Matthias und Carsten Steinberg, aus Sachsen-Anhalt die Kollegen Martin Fehn, Torsten Kiel und Christian Plettner und aus Thüringen die Kollegen Ulrich Eller, Wolfgang Elsner und Gisbert Klein.
In der Eröffnungsrede durch den Minister­präsidenten von Sachsen, Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, wurde die Wichtigkeit der Mitteldeutschen Handwerksmesse für die Entfaltung der Wirtschaft im mitteldeutschen Raum betont.
Das Anliegen des Messestandes des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerkes ist es gewesen, Haus- und Grundstücksbesitzer sowie Mieter ein Bindeglied zwischen den Installationsbetrieben (Kamin- und Kachelofenluftheizungsbauer sowie Heizungs-, Klima- und Sanitärfirmen) und verschiedenen Schornsteinherstellern zu sein. Darum wurden auf dem Messestand neben verschiedenen Schornsteinsystemen auch mehrere Feuerstättenarten ausgestellt. An diesen Ausstellungsstücken konnte interessierten Besuchern praxisnah die Wirkungsweise und der Aufbau von Feuerungsanlagen demonstriert werden.
Großes Interesse fand auch das Modell einer Arbeitsschutzeinrichtung an einem freistehenden Schornstein. Zu den Themen „Anstoßenergie­beratung durch den Schornsteinfeger“, „Heizen mit nachwachsenden Rohstoffen – Holz“ sowie „Mängel an Feuerungsanlagen“ wurden an einem Computerbildschirm Präsentationen vorgetragen.
Das Thema „Heizen mit festen Brennstoffen“ nahm in der Statistik der Anfragen den mit Abstand größten Stellenwert ein. Das Interesse der Verbraucher an Zusatzfeuerstätten, wie Kamine oder Kachelöfen, aber auch an Zentralheizungsanlagen für feste Brennstoffe, hat enorm zugenommen. Schnell waren die ausgelegten Broschüren, wie unter anderem der „Leitfaden für Anschaffung, Einbau und Betrieb einer Festbrennstoff-Feuerstätte“ von den Auslagen vergriffen und es musste für Nachschub gesorgt werden. Die unmittelbare Nachbarschaft zum Stand der Heizungs-, Klima-, Sanitär-Innung sowie der Kamin- und Kachelofenbauer hat sich daher im Verlauf der Messe als sehr vorteilhaft herausgestellt.
Die Schornsteinfeger-Innung Leipzig nutzte das Angebot der Messegesellschaft und führte auf dem Messegelände in sehr anspruchsvollen Tagungsräumen ihre Innungsversammlung durch. Alle Innungsmitglieder erhielten dadurch die Gelegenheit, nach der Versammlung die Mitteldeutsche Handwerksmesse zu besuchen und nahmen davon auch regen Gebrauch. Besonders großes Interesse zeigten die Kollegen an dem auf unseren Messestand ausgestellten Betriebsfahrzeug mit kompletter Innenausstattung, das durch die Citroën Commerce GmbH zur Verfügung gestellt wurde.
Hohen Besuch erhielt der Messestand von den Präsidenten der Handwerkskammern Sachsen, Halle und Thüringen sowie von Vertretern des Wirtschaftsministeriums Sachsen-Anhalts, die sich positiv zur Darstellung des Schornsteinfegerhandwerks auf dieser Messe äußerten.

Ausgabe: 38 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 38 - 4/2000 )

Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Tradition im Schornsteinfegerhandwerk – Fahnen und Flaggen der deutschen Schornsteinfeger

Das Leben schreibt Geschichte, aber sie muss erst aufgespürt werden, damit man sie würdigen kann.
Diese einleitenden Worte haben wir dem Buch über die Geschichte der Innungsfahnen der deutschen Schornsteinfeger vorangestellt. Geschichte aufschreiben ist wie Forschungsarbeit, erfordert sehr viel Zeit und Geduld, lange Wege und oft auch hohe Kosten, wenn man Kopien von den einzelnen Originalen anfertigen lässt oder eigens dafür Bücher kaufen muss. Familiengeschichte beginnt dort, wo die Kinder ihre Eltern fragen, wie es war, als sie noch Kinder waren. Und Familienforschung beginnt dort, wo man das von den Eltern oder Großeltern aufschreibt, Familienbilder sammelt, Briefe aufhebt und durchsieht, was sie über die Vorfahren berichten. Die eigene Herkunft ist also ein verlockendes Forschungsgebiet. Nicht nur Bäume haben Wurzeln – so lautet der Titel eines 1982 erschienenen Buches. Kritisch unterzogen die Verfasser die Ansprüche und Wünsche, die sie und andere in den Jahren davor gehabt hatten, einer eingehenden Prüfung. Und siehe da, alte, scheinbar vergessene Werte wie Heimat und Tradition erschienen plötzlich wieder im positiven Licht. Die Beschäftigung mit dem Vergangenen muss aus der Perspektive als Hobby angesehen werden und man darf nicht in den Ehrgeiz verfallen, auf adlige Vorfahren oder auf verwandtschaftliche Beziehungen zu irgendwelchen großen Persönlichkeiten stoßen zu wollen. Das Interesse an Geschichte und Tradition ist aber gewachsen und die sogenannte Nostalgiewelle ist nur die modisch dekorative Spitze eines Eisbergs, unter der sich sehr viel ernsthaftes Bemühen um historisches Verständnis verbirgt. Und da Geschichte nicht nur Geschichte von Kaisern, Königen und ihren Reichen, sondern auch von kleinen Territorien, von Städten und Dörfern, von Be­rufsständen ist, war es nicht verwunderlich, dass unser Bundesinnungsmeister Eugen Steichele im Vorwort zu unserem Sachbuch sagt: „Es ist gut, dass es Kollegen gibt, die sich der Vergangenheit unseres Berufes annahmen, nicht Selbstzweck, sondern aus der Erkenntnis, dass Zukunft nur aus der Erinnerung kraftvoll wachsen kann. Über unseren Beruf wurde schon viel geschrieben, aber dieses Sachbuch schließt eine große Lücke in umfassender Weise.“
Als Autor des Buches möchte ich mich hiermit bei den Kollegen bedanken, die eine Zuarbeit geleistet haben, und auch bei vielen Kollegen im Ruhestand, die per Telefon Hinweise über Geschehnisse in den Innungen gaben. Besonderen Dank gebührt natürlich dem Bundesverband, der es ermöglichte, dass dieses Buch geschrieben werden konnte. Die Geschichte der Innungsfahnen und die künstlerische Gestaltung derselben ist nicht nur für unsere Kollegen interessant, sondern es spiegelt sich die Berufsgeschichte wieder und erweitert das Allgemeinwissen. Fahnen haben schon immer Menschen begleitet bei Prozessionen, Zusammenkünften der Zünfte. Man versammelte sich unter der Fahne – seiner Fahne. Sie sollte Einigkeit und Zusammengehörigkeit der unter der Fahne Versammelten demonstrieren.
Leider lasen wir aber im letzten Magazin, dass eventuell die Erscheinung im Dezember oder gar erst später erfolgt. Haben wir uns eigentlich einmal die Frage gestellt, woran es liegt? Wenn von über 8.000 Kollegen zur Zeit nur ca 1.000 Bestellungen vorliegen, kann Herr Karp vom druckpartner verlag noch nicht einmal seine Druckkosten decken, denn die Vorkalkulation des Buches wurde gering gehalten in der Annahme, dass der Absatz gesichert ist. Ein vergleichbares Buch in dieser hochwertigen Qualität kostet im Fachhandel weit über 100 DM. Man kann nun annehmen, dass die erneute Werbung des ZIV doch noch von Erfolg gekrönt ist und über die Innungen möglichst schnell weitere Bestellungen beim Verlag eingehen, damit für viele Kollegen das ersehnte Weihnachtsgeschenk doch noch auf den Gabentisch kommt.
G. Schoppenhauer, BSM und Autor

Ausgabe: 38 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 38 - 4/2000 )

Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Bericht über die durchgeführten Fußballspiele der Innung Leipzig

Die Fußballmannschaft der Innung Leipzig führte am 13. 09. 00 und 20. 09. 00 ihre Fußballrückspiele aus dem vergangenen Jahr gegen die Innungen Zwickau und Dresden durch. Diese Spiele, welche auf den Sportanlagen in Markkleeberg durchgeführt wurden, endeten nach jeweils fairen Spielverläufen 7:3 gegen die Innung Zwickau und 0:1 gegen die Innung Dresden aus Leipziger Sicht.
Nicht aber die Ergebnisse stehen hierbei an erster Stelle, sondern durch die freundschaftlichen Vergleiche ist ein „Einandernäherkommen“ bei den anschließenden, gemeinsamen Zusammenkünften im Landesverband für die heutige Zeit ein wichtiger Öffentlichkeitsfaktor.
Man sollte darüber nachdenken, ob es vielleicht auch „länderübergreifend“ möglich ist, Fußballspiele gegen Innungen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt durchzuführen. Vielleicht gibt es dort schon Fußballmannschaften, welche an einem Spiel interessiert wären.

Ansprechpartner:
BSM M. Steinberg
04420 Leipzig OT Rehbach
Leipziger Str. 109
Tel. u. Fax: 0341- 4249419
E-Mail: Msteinbsm@t-online.de

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten


Anlässlich meines 60. Geburtstages sind mir so viele Glück­wünsche, Geschenke und Aufmerksamkeiten zuteil geworden, dass ich auf diesem Wege all meinen Gratulanten herzlichen Dank sagen möchte. Dem Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, meinen Kollegen der Kreisgruppe Magdeburg, den ehemaligen Mitstreitern im LIV, allen Geschäftspartnern und Freunden, sowie Bekannten gilt mein Dank für die erwiesene Teilnahme an der Feier, wo wir gemeinsam mit meinen Eltern, Geschwistern und Verwandten gemütliche Stunden verbracht haben.
Nochmals Dank für Ihr Kommen und für die netten Geschenke und Aufmerksamkeiten.
Manfred Jablonski, BSM in Magdeburg, ehem. LIM mit Frau

Ausgabe: 38 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 38 - 4/2000 )

Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Praktischer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Schornsteinfegerhandwerk Thüringen

Am 13. September 2000 fand der Thüringer Leistungswettbewerb der Handwerksjugend im Berufsbildungszentrum der HWK Süd­thüringen, in Rohr statt. Jede Innung hatte die Möglichkeit, die besten Junggesellen zu diesem Wettbewerb zu delegieren.
In diesem Jahr konnte bei angenehmem Prüfungsklima eine hohe Motivation der Prüflinge festgestellt werden. So war es nicht verwunderlich, dass ein knappes Punkteergebnis über die Platzierungen entscheiden musste.
Platz 1
Steffen Kermel/1702 Punkte (Kehrbezirk BSM Kermel) Ostthüringen
Platz 2
Enrico Friedrich/1670 Punkte (Kehrbezirk BSM Hölzer) Südthüringen
Platz 3
Lars Bauer/1650 Punkte (Kehrbezirk BSM Bauer) Erfurt

Wir wünschen dem Gewinner viel Erfolg beim Bundesausscheid.

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Der Schriftführer des Gesellenausschusses der Schornsteinfegerinnung Südthüringen, Schornsteinfegermeister Andreas Geißler, ging am 10. Juni 2000 den Bund der Ehe auf der Veste Heldburg ein.
Der Vorstand der Innung und alle Kollegen wünschen dem „frisch gebackenen“ Ehepaar alles Gute und viel Glück für die weiteren Jahre.
Innung Südthüringen

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Am 1. Juli 2000 fand die alljährliche Übergabe der Gesellenbriefe im Innungshaus Schönborn im kleinen feierlichen Rahmen statt. Um den Anlass gebührend zu würdigen, war der Tisch reich gedeckt und alle hatten gute Laune mitgebracht. Mit einer kleinen Verspätung eröffnete OM Andreas Schmidt gegen 14.31 Uhr die Veranstaltung. Die Ansprache über die zurückgelegte Lehrzeit mit ihren Höhen und Tiefen in der Ausbildung und den neu geschaffenen Unterkünften in der „Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V.“ in Mörtitz verfolgten alle mit Aufmerksamkeit. Im Anschluss nahm Lutz Pfeifer die Verlesung der Prüfungsergebnisse vor und übergab die Urkunden den neuen Gesellen im Schornsteinfegerhandwerk. Mit einem Blumenstrauß und den besten Glückwünschen für den neuen Lebensabschnitt gratulierten den neuen Kollegen Frank Jentsch, Marco Beierlein und Andreas Schmidt. Diese wichtigen Augenblicke im Leben eines Schornsteinfegers wurden natürlich auch bildlich dokumentiert. Frank Kantowski, Steffen Kermel, Andreas Paulicks und Sebastian Weidhaas, das sind die frisch gebackenen Gesellen in unserer Innung. Nach dem offiziellen Teil plauderten wir noch bei Kaffee und Kuchen. Mit einem Glas Sekt beglückwünschten wir noch einmal die neuen Kollegen im Schornsteinfegerhandwerk zu ihrem guten Abschluss ihrer Ausbildung. Gegen 16.00 Uhr beendete OM Andreas Schmidt die Veranstaltung, die sicherlich alle in guter Erinnerung behalten werden.
Stellv. OM O. Lenk

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Die Schornsteinfegerinnung Ostthüringen
stellt sich vor

Die Schornsteinfegerinnung Ostthüringen wurde am 30. März 1990, nach der glücklicherweise friedlichen Revolution im Osten Deutschlands, in den Räumlichkeiten des „Haus des Handwerks“ in Gera gegründet.
Hilfestellung für diese erste, von politischen Zwängen freie Wahl, erfuhren wir vom damaligen LIM Siegfried Hammer aus Bayern sowie von Vorstandskollegen der Kaminkehrerinnung Oberfranken.
Der erste Vorstand wurde von nachfolgenden Kollegen gestellt.
OM Balkau, Winfried
Stv. OM Eller, Ulrich
TIW Beierlein, Ralf
Lehrlingswart Dillner, Thomas
Kassierer Semmler, Manfred
Diesem neugewählten Vorstand kam nun die verantwortungsvolle Aufgabe zu, uns Innungskollegen mit den neuen geänderten Vorschriften, Techniken und Arbeitsaufgaben vertraut zu machen.
Regelmäßig wurden Schulungsveranstaltungen organisiert und durchgeführt. Stationen unserer Weiterbildungsstätten waren Münchenbernsdorf, im Hinterhof bei Herrn Schumann, anschließend Räumlichkeiten in den Dolomitwerken in Wünschendorf.
Auch Veränderungen im Vorstand der Innung blieben nicht aus. So legte unser Kollege Thomas Dillner aus privaten Gründen sein Amt als Lehrlingswart nieder. An seine Stelle rückte Kollege Klaus Unbescheid.
Im März 1994 wurden Neuwahlen durchgeführt. Unser damaliger OM Winfried Balkau kandidierte aus per­sönlichen Gründen nicht mehr.
Neuer Obermeister wurde Ulrich Eller, Stv. OM wurde Ralf Beierlein, die Technik übernahm Matthias Jensch, die Lehrlingsausbildung teilten sich Koll. Klaus Unbescheid und Lutz Pfeifer. Die Kasse blieb in fester Hand von Koll. Manfred Semmler. In unmittelbarer Folge wurde jedoch Koll. Jensch zum TLIW gewählt. Das nun entstandene Loch in unserer Innung wurde durch Koll. Frank Lewandowski geeignet verschlossen.
Die Innung war seit der Gründung schon immer auf der Suche nach einem eigenen Grundstück.
Im Jahr 1994 konnten wir dann in dem kleinen Dorf Schönborn, bei Triptis, unmittelbar an der Autobahn A 9 die „alte Schule“ käuflich erwerben.
Von nun an begann eine rege Bau­tätigkeit. Das Gebäude sowie die Außenanlagen wurden von Grund auf saniert. Viele Arbeiten wurden in Eigenleistung erbracht. Ein Dank an alle Kollegen, welche mit Hand anlegten. Ein besonderer Dank an alle, welche mehr als das „normale“ hierfür beigetragen haben.
1995 wurde unser Haus in einem feierlichen Rahmen eingeweiht. Seitdem ist es ein Anlaufpunkt für unsere monatlichen Schulungs- und Informationsveranstaltungen,Treffpunkt für Vorstands- und Krisensitzungen, Veranstaltungsort für verschiedenartigste gesellschaftliche Anlässe. Unsere Gesellen können ihre Schulungen und Versammlungen, welche unter Leitung des Gesellenausschusses stattfinden, hier ebenfalls durchführen.
Im Innungsbereich Ostthüringen bestehen zur Zeit 67 Kehrbezirke. Man kann sagen, das Einzugsgebiet reicht von der Saale hellem Strande, bis zum Rennsteig auf der Höh.
1999 erfolgten satzungsgemäß Neuwahlen in unserer Innung.
Nachfolgende Kollegen erhielten das Vertrauen der Innungsmitglieder.
Obermeister:
Andreas Schmidt,
36 Jahre, aus Leutenberg.
Stellvertretender Obermeister:
Oliver Lenk, 38 Jahre, aus Schleiz.
Technischer Innungswart:
Frank Lewandowski,
47 Jahre, aus Gera.
Lehrlingswart:
Lutz Pfeifer,
48 Jahre, aus Altenburg.
Kassierer:
Uwe Serbser,
37 Jahre, aus Rudolstadt.
Dieser, an Lebensjahren noch recht junge Vorstand ist bemüht, allen Wünschen und Anforderungen der Mitglieder der Innung gerecht zu werden, ist bemüht eine Arbeit zu leisten, welche unserem schönen Beruf nützt und das Schornsteinfegerhandwerk im positiven Sinn führt und weiterentwickelt.
Um diese anspruchsvollen Ziele zu erreichen ist aber nicht nur ein Innungsvorstand ausreichend, jeder einzelne Angehörige des Schornsteinfegerhandwerks vom Lehrling bis hin zum BSM muss mit seinem Handeln zum Wohle unseres Handwerks beitragen.
Dies war ein kurzer Ausflug in die Geschichte unserer seit 10 Jahren bestehenden Schornsteinfegerinnung Ostthüringen.
Nicht ohne Grund möchte ich den Beitrag schließen mit einem Ausspruch des Schornsteinfegerhandwerks:
Einer für Alle – Alle für Einen!
Denn, das tut unserem Handwerk gut.

Übrigens:
Unsere Internetadresse lautet:
http://www.01019freenet.de/schornsteinfegerinnung.ostthueringen
Unser Email ist unter: schornsteinfegerinnung.ostthueringen@ freenet.de zu erreichen

Über Besuch oder Post würden wir uns riesig freuen!
Stv. OM Oliver Lenk

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Innung Südthüringen
Alljährlich führen die Kollegen Bez.-Schornsteinfegermeister der Kreisgruppe Schmalkalden-Meiningen eine gemeinsame Busfahrt durch. So auch in diesem Jahr. In sieben Tagen konnten wir einen Teil der schönen österreichischen Landschaft bestaunen. Dabei blieb das Fachliche nicht auf der Strecke. So wurden auf den bestiegenen Almhütten „Feuerstättenschauen“ durchgeführt, Baustellen besichtigt und mit befreundeten Kollegen ein reger Erfahrungsaustausch gepflegt. Im „Albert Haus“ konnten wir die Geschichte der Alpen in Zeitlupe erleben. Für alle Kollegen steht heute schon fest, dass nächstes Jahr diese schöne Tradition weitergeführt wird. Die Kollegen der Kreisgruppe, deren Familienangehörige, Rentner und Freunde, bedanken sich recht herzlich bei Frau Hölzer, die diese Fahrt im Auftrag des Kreisvertreters, Kollegen Manfred Ritzmann, organisiert hat.
Ritzmann

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Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Die Innung Südthüringen stellt sich vor
Werner Truthan
Innungsobermeister
Hans-Joachim Geißer
stellv. Innungsobermeister
Kurt Hölzer
Lehrlingswart
Hubert Kupfer
Techn. Innungswart
Winfried Meyer
Kassierer
Gerald Konrad
Schriftführer
Das Büro der Innung Südthüringen befindet sich im Berufsbildungszentrum Rohr der Handwerkskammer Südthüringen und ist unter folgender Anschrift zu erreichen:
Schornsteinfegerinnung Südthüringen
Im BTZ Rohr
Kloster 1
98530 Rohr
Tel.: 036844/41107
Fax: 036844/41109

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Zum jetzigen Zeitpunkt gehören dem Landesinnungsverbandverband des Schornsteinfegerhandwerks von Thüringen 228 Bezirksschornsteinfegermeister an, die in den Innungen Erfurt, Ost- und Südthüringen organisiert sind.
Unsere Geschäftsstelle befindet sich in 99428 Utzberg an der B 7 zwischen Erfurt und Weimar. Unter der Telefonnummer 036203/51333 und dem Fax-Anschluss 036203/51393 ist unsere Geschäftsstelle wochentags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr durch unsere Büroangestellte, Frau Ossig, besetzt.
Zum Vorstand des LIV Thüringen gehören die Kollegen:
Ulrich Eller
Landesinnungsmeister
Manfred Scheuer
Stellvertretender Landesinnungsmeister
Matthias Jensch
Technischer Landesinnungswart
Jörg Kurch
Landesberufsbildungswart
Winfried Kaufmann
Kassenwart
Gisbert Klein
Geschäftsführer und kommissarischer Pressewart

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Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen und die 3 Innungen (Erfurt, Südthüringen, Ostthüringen) präsentierten sich zum Thüringentag 2000 in Erfurt.
Der Präsentationsstand vom LIV des Schornsteinfegerhandwerks Thüringen befand sich im Hof der alten Erfurter Universität.
Die Kollegen der 3 Innungen besetzten den Stand von 8.00 bis 22.00 Uhr und gaben der Bevölkerung Auskunft über berufliche und technische Fragen.
Am Stand wurden übliche Kehrgeräte, Messkoffer und verschiedene Teile von Schornsteinen vorgestellt.
Außerdem wurden Prospekte bereitgelegt über den neuesten Stand, über Feuerungsanlagen und Messungen.
Gegen Mittag besuchte der Ministerpräsident Thüringens, Herr Dr. Bernhard Vogel, in Begleitung der Delegation der Handwerkskammer den Stand des LIV Thüringens und informierte sich über das Schornsteinfegerhandwerk.
Durch den Geschäftsführer des LIV Thüringen, Herrn G. Klein, wurde dem Ministerpräsidenten ein Buch überreicht. Gleichzeitig wurde ihm persönlich die Einladung zum 10. Landesverbandstag 2001 ausgesprochen, die er dankend annahm.
Der Landesinnungsobermeister und zwei Obermeister besuchten den Stand des LIV. Die Innung Ostthüringen ließ sich etwas Besonderes einfallen. Für die Kinder gab es aufgeblasene Luftballons mit Schornsteinfegermotiv. Außerdem wurden am Stand Informationsmaterial mit Kugelschreibern, Aufklebern und kleinen Schornsteinfeger-Glücksbringern verteilt.
Am Sonntag war der Höhepunkt des Thüringentages. Es folgte der große Festumzug durch die Altstadt Erfurts. Aus drei Innungen erschienen Kollegen in traditioneller Berufskleidung, um am Umzug teilzunehmen. An dem Festumzug haben sich alle 152 Handwerksberufe (und des handwerksähnlichen Gewerbes) dargestellt. Das Handwerk trägt nicht zu Unrecht den Namen „vielfältigster Wirtschaftszweig Deutschlands“. Der LIV des Schornsteinfegerhandwerks im Freistaat Thüringen möchte sich bei den Kollegen für die Standbetreuung und Einsatzbereitschaft herzlich bedanken.
Wolfgang Elsner

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Unser Kollege Bezirksschorn­steinfegermeister A. Wiegand, nebst Sohn Heiko, hat in seiner Heimatstadt ein schwindelfreies Ehrenamt. Regelmäßig kümmert er sich um die auf der Schlosskugel wehende Fahne der Stadt. Anbringen sowie Auswechseln – sogar im Lokalteil der Mitteldeutschen Zeitung war schon ein Bericht darüber. Man kann sagen, er bestreitet das höchste Ehrenamt der Stadt.
Zum 10. Schlossfest wurde die Bitte herangetragen, uns beim Umzug zu beteiligen am 08. Juni 2000.
In diesem Jahr waren die Weissenfelser Kollegen beim großen Umzug zum Schlossfest traditionell groß dabei.
Andreas Reuss

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Vor 60 Jahren erblickte in Ostpreußen Manfred Jablonski das Licht der Welt – es war die aufgehende Sonne im Osten. Durch die Kriegsereignisse siedelten die Eltern nach Ostdeutschland um – es war die damalige Sowjetische Besatzungszone, die spätere DDR. Hier in der Altmark, im Ort Boock ließen sie sich nieder. Es waren harte Jahre in der Kindheit und in der Schulzeit. Die Landwirtschaft in dieser Region ernährte die Familie.
Manfred Jablonski erlernte als zweiten Beruf das Schornsteinfegerhandwerk. Nach bestandener Gesellenprüfung wurde in Magdeburg eine Arbeitsstelle angenommen und es begann der berufliche Aufstieg bis hin zum 1. Landesinnungsmeister im Land Sachsen-Anhalt nach der politischen Wende.
Als Vorstandsmitglied in der Gesellenvertretung (OGO) der damaligen Berufsgruppe Magdeburg war er aktiv an der gesellschaftlichen Entwicklung beteiligt. Sein Interesse galt insbesondere der Technik. Mit dem damaligen Techniker Manfred Graf gaben sie das Gespann „Graf-Jablonski“ ab. Der Obermeister Willi Corodonnoff prägte den weiteren Entwicklungsweg und zielgerecht wurde Manfred in die Geschehnisse der Berufsgruppenarbeit eingeweiht. Nach bestandener Meisterprüfung war der weitere Weg geebnet. Unter dem Obermeister Hans Reinecke wurde die Persönlichkeit aufgebaut und für weitere Ziele geformt. Manfred war als Dozent aktiv bei der Handwerkskammer für die Meisterausbildung mit verantwortlich. Viele Kollegen erinnern sich heute gerne an seine Dozententätigkeit.
Die Weiterbildung wurde groß geschrieben. Über die Kammer der Technik wurde die Ausbildung zum Konstrukteur für Feuerungsanlagen erfolgreich abgeschlossen und im Fachunterausschuss Arbeitsschutz war seine Mitarbeit gerne gefragt. Nach der Pensionierung vom Kollegen Corodonnoff wurde der Kehrbezirk in Magdeburg übernommen und es begann eine weitere Epoche im Leben. Als Kollege Hans Reinecke in den Ruhestand ging, wurde Manfred Jablonski Obermeister in der Magdeburger Berufsgruppe.
Die politische Wende in der DDR brachte für den Beruf einen Umbruch. Aus den Berufsgruppen wurden die Innungen und die Umstrukturierung begann. Es war eine Periode des Lernens und Umdenkens gekommen. Mit Unterstützung des Partnerlandes Niedersachsen, namentlich Herrn Hans-Günther Beyerstedt, Herrn Klaus Koschel und Herrn Peter Theißen vom LIV Niedersachsen, von den Obermeistern der Innungen von Stade bis Südniedersachsen wurden die Strukturen übernommen und im Land erst die Innungen und dann der Landesinnungsverband gegründet. Manfred wurde zum 1. Landesinnungsmeister gewählt. Während seiner Amtszeit wurde im Land eine eigene Fachzeitschrift herausgegeben, die heute auf drei Bundesländer ausgeweitet wurde. Er gab grünes Licht für die Schulungshefte, welche bei den Kollegen im Land als Gelbe Seiten der Schornsteinfeger liebevoll genannt wurden. Die Technische Sammelmappe wurde von Niedersachsen übernommen und auf die Gesetzlichkeit unseres Landes umgeschrieben. Es wurde die erste Kehrordnung und Kehrgebührenordnung erarbeitet und im Arbeitsgrundlagenkatalog im Bild und Text dargestellt. Für die Mithilfe bei der Formulierung wichtiger Textpassagen sollte der Name Christian Thomschke aus Langenhagen nicht unerwähnt bleiben. Die ersten Schulungen für die Kollegen wurden durchgeführt, das Prinzip der Kreistechniker eingeführt und der Kontakt zu den Ministerien wurde gepflegt. Hier sei das Wirtschaftsministerium, das Bauministerium, das Umweltminis­terium und das Landesamt für Umweltschutz in Halle erwähnt. Lobenswert war die Zusammenarbeit mit dem Verband der Wohnungsgesellschaften des Landes.
Der Aufbau des LIV als Organisation war nicht einfach, denn es war Neuland und es gab von den sechs Innungen unseres Landes konstruktive Hilfe, wenn es nötig war. Bis zum Jahre 1998 bekleidete Manfred Jablonski dieses Ehrenamt und wurde bei seinem Ausscheiden mit der Goldenen Ehrennadel des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks ausgezeichnet.
Zu seinem 60. Geburtstag war es demnach auch nicht verwunderlich, dass zu diesem Ehrentage seine Magdeburger Kreiskollegen, die Ehren­obermeister Willi Corodonnoff und Hans Reinecke, alle ehemaligen Mitstreiter des alten Vorstandes im LIV mit ihren Ehefrauen und mehrere Landesinnungsmeister mit ihren Ehefrauen, der Vorstand Dokumentation, Peter Brinkmann und andere Honorationen angereist waren, um dem Jubilar alles Gute zu wünschen. In der Laudatio des Herrn Hans-Günther Beyerstedt, Vorstand Finanzen beim Bundesverband des ZIV, waren herzliche Grüße des Bundesinnungsmeisters Eugen Steichele eingebunden mit Worten des Dankes und Anerkennung für die geleistete Arbeit.
Günther Schoppenhauer BSM in Osterburg; ehemaliger Technischer Landesinnungswart

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Die Kollegen der Kreisgruppe Altmarkkreis Salzwedel organisierten auch in diesem Jahr wieder ein gemütliches Beisammensein mit Kind und Kegel in freier Natur. Zu diesem Treffen waren auch die Mitarbeiter mit ihren Frauen und Freundinnen eingeladen. Diese Geste sollte als Dank für die von Ihnen erbrachten Leistungen angesehen werden.
Diese Veranstaltung fand am 08. Juli 2000 statt.
Federführend bei den Vorbereitungen dieser Zusammenkunft auf dem Schießplatzgelände des Kalbenser Schützenvereines in Varholz waren die Koll. Fritz Schulz und Eberhard Zörnig.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde ein Wettschießen durchgeführt. Für die Sieger beider Klassen, Frauen- und Männerklasse, gab es kleine Pokale.
Nach einigen anderen Gesellschaftsspielen wurde dann die Kaffeetafel aufgebaut, zu der es von den Kollegenfrauen selbstgebackenen Kuchen gab.
Nach weiteren unterhaltsamen Einlagen, so zum Beispiel das Luftballonspiel und dem Gummistiefel Weit- und Zielwurf, wurde dann für das Abendbrot der Grill angeworfen, um die mitgebrachten Bratwürste und Steaks zu grillen und genüsslich zu verspeisen.
Günter Pfennig

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Am 17. November 2000 fand die Herbstinnungsversammlung der Schornsteinfegerinnung im Kammerbezirk Halle/Saale im Treff-Hansa Hotel in Halle Peißen statt.
Am Vormittag hielten die Vorstandsmitglieder ihre Berichte. Der Obermeis­ter Thomas Keindorf ging in seinem Bericht auch auf die Zukunftsaussichten für das Schornsteinfegerhandwerk ein. So machte er die Wichtigkeit der zur Zeit laufenden und in naher Zukunft geplanten Gutachten durch den Zentralinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Deutschland deutlich.
Wichtigster Tagesordnungspunkt am Nachmittag war die Wahl eines neuen Innungsvorstandes. Nachdem die Kandidaten sich der Versammlung vorgestellt haben, erfolgte durch die Wahlkommission die Neuwahl. Folgende Kollegen wurden in den Vorstand gewählt:
Obermeister: Thomas Keindorf, Kreisgruppe Halle/Saalkreis, 42 Jahre, seit 1987 Bezirksschornsteinfegermeister
Stellvertretender Obermeister: Heinrich Müller, Kreisgruppe Bern­burg/ Köthen, 57 Jahre, seit 1980 Be­zirksschornsteinfegermeister
Berufsbildungswart: Jürgen Ludwig, Kreisgruppe Bernburg/Köthen, 38 Jahre, seit 1992 Bezirksschornsteinfegermeister
Technischer Innungswart: Gerhard Metz, Kreisgruppe Halle/Saalkreis, 53 Jahre, seit 1979 Bezirksschornsteinfegermeister
Kassenwart: Hartmut Fronia, Kreisgruppe Bitterfeld, 36 Jahre, seit 1991 Bezirksschornsteinfegermeister
Schriftführer/Pressewart: Christian Plettner, Kreisgruppe Sangerhausen, 35 Jahre, seit 1994 Bezirksschornsteinfegermeister

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Vom 22. bis 25. November 2000 fand in Hamburg die alle zwei Jahre stattfindende Messe Sanitär, Heizung, Klima statt. Diese Messe ist die größte ihrer Art in Norddeutschland.
Die Landesinnungsverbände Bremen, Brandenburg, Berlin, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nieder­sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein waren auf dieser Messe mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Schwerpunkt des Messestandes war die Anstoßenergieberatung, Lüftung in Wohnräumen, Gewährleistung der Brand- und Funktionssicherheit von Feuerungsanlagen sowie die Messungen nach der 1. Bundes­Immissions-Schutz-Verordnung.
Diese ansprechenden Themen sicherten ein reges Kundeninteresse und trugen zum erfolgreichen Gelingen bei.

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Am 13. November 2000 stellten sich unter dem Motto: „Handwerk aus Sachsen-Anhalt – Gestaltende Kraft in der Mitte Deutschlands“ Handwerksbetriebe im Konferenzsaal des Thomas-Dehler-Hauses unmittelbar neben der ständigen Vertretung Sachsen-Anhalts in Berlin vor.
Mit dabei waren z.B. eine Heizung-Sanitär-Firma, ein Steinmetzbetrieb, Zahntechniker und ein Handschuhmacher. Selbstverständlich war auch das
Schornsteinfegerhandwerk in traditioneller Arbeitsbekleidung und Stielbesen dabei und verteilte kleine Glücksbringer. Sehr interessant war das funktionierende Modell einer Brennstoffzelle.
Jeder konnte sich ab 10.00 Uhr von der Leistungskraft der Handwerksbetriebe und der Vielfalt des Sachsen-Anhaltinischen Handwerks in dieser Präsentation überzeugen.
Großes Interesse fand auch der parlamentarische Abend, zu dem der Präsident des Handwerkstages Sachsen-Anhalt, Herr Klaus Stroisch, gegen 19.30 Uhr alle Gäste einlud.
In den Grußworten des Herrn Dr. Hermann Otto Solms, Vize­präsident des Deutschen Bundestages, und des Herrn Matthias Gabriel, Minister für Wirtschaft und Technologie des Landes Sachsen-Anhalt, wurde die wichtige Stellung in Bezug auf Leis­tungskraft, Beschäftigungszahl und Ausbildungsplätzen im Handwerk hervorgehoben.

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Am 13. Juli 1920 in Schalkau (Thür. Wald) geboren, begann er seine Lehre im väterlichen Betrieb am 1. Mai 1935 in Tanna und setzte damit die bereits 200-jährige Familientradition im Schornsteinfegerhandwerk fort. Nach abgelegter Facharbeiterprüfung war er bei mehreren Meistern in Ostthüringen tätig.
Von Sept. 1939 bis August 1946 unterbrach der Kriegsdienst und die Gefangenschaft seine berufliche Weiterentwicklung. Dies alles überstanden, legte er 1947 erfolgreich seine Meisterprüfung ab und wurde am
1. Jan. 1953 in Triptis zum BSM bestellt.
Seine Versetzung auf einen Kehrbezirk in der Stadt Gera erfolgte am 1. Jan. 1959.
Hier arbeitete er in der damaligen Bezirksberufsgruppe aktiv mit bis zu seiner Wahl zum Bezirksobermeister dieses Bereiches. In der gesamten Amtszeit, die er als Obermeister tätig war, hat er sich ständig für die Belange des Berufes eingesetzt, und hatte immer ein offenes Ohr für die einzelnen Kollegen.
Auch als Brandinspektor und -leiter des Wirkungsbereiches der FFW im Stadtkreis Gera setzte sich Kamerad Bauer vorbildlich und mit großem Erfolg für den vorbeugenden und tätigen Brandschutz ein.
Wir wünschen ihm alles Gute, Gesundheit für noch viele viele Jahre.

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Energiesparwoche der Stadtwerke Leipzig (SWL) vom 16. Juni 2000–18. Juni 2000

Es ist nunmehr schon Tradition, dass an der „Leipziger Energiesparwoche“ die Schornsteinfegerinnung Leipzig mit einem eigenen Messestand teilnimmt.
Bei den vom 16. Juni 2000–18. Juni 2000 durchgeführten Energiespartagen auf dem Leipziger Markt war das Schornsteinfegerhandwerk ein gefragter Ansprechpartner, nicht nur bei angehenden Häuslebauern, sondern auch von den Bewohnern der Mietwohnungen.
In unserem Ausstellungspavillon wurden auch Schornsteine in verschiedenen Variationen mit den derzeit modernsten Gasheizgeräten in neutraler Weise mit ausgestellt. Somit konnte sich der Besucher durch die fachgerechte Beratung der jeweiligen Standbesetzungen am Messestand einen Einblick in die Vielseitigkeit der Heizungsanlagen machen, welche zur Einsparung von Energie mit dazu beitragen, die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen.
Auch die Wiedernutzung von Schornsteinen bzw. der nachträgliche Einbau von einem Schornstein für den Einsatz von festen Brennstoffen war, durch die Ökosteuer bedingt, ein aktuelles Thema.
Durch unsere Präsenz haben wir in der Öffentlichkeit einen guten Beitrag geleistet, unser Ansehen beim Kunden stetig weiter zu verbessern. Ich bedanke mich bei den Kollegen für ihre hohe Einsatzbereitschaft, welche als Standbesetzungen zu den Leipziger Energiespartagen mit dazu beitrugen, sie zu einem Erfolg werden zu lassen. So berichteten die regionalen Zeitungen und TV-Anstalten darüber.
BSM Matthias Steinberg
Innung Leipzig

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Freisprechung der Lehrlinge der Innung Leipzig zum Schornsteinfegergesellen

Am 31. Juli 2000 fand in der Geschäftsstelle der Schorn­steinfeger-Innung Leipzig die feierliche Freisprechung der Lehrlinge des Lehrjahres 1997–2000 statt.
Aus diesem Anlass waren die angehenden Gesellen mit ihren Lehrmeistern zur Übergabe der Zeugnisse und Gesellenbriefe in der Geschäftsstelle in Altranstädt erschienen.
Dort wurden sie von Obermeister Dietmar Kern und seinem Stellvertreter Johannes Langer und dem BBW Hans-Peter Hilbert zur Freisprechung begrüßt.
Mit ein paar Worten wünschte der OM den jungen Leuten für ihre Zukunft im erlernten Beruf viel Erfolg.
Danach erhielten sie vom BBW das Berufsschulzeugnis und ihren Gesellenbrief überreicht. Mit einem Blumenstrauß, einem Glas Sekt und einem kalten Büfett wurde die Feierstunde beschlossen.
Als Überraschung hatte die Innungsleitung für die Junggesellen und ihre Lehrmeister die Bowlingbahn in der Gaststätte Altranstädt gebucht. Dort wurde in geselliger Runde bei einem Bowlingspiel und angenehmer Unterhaltung die Lehrzeit als ein Lebensabschnitt abgeschlossen und auf die Zukunft angestoßen.
BBW der Innung Leipzig
Hans-Peter Hilbert

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1. Falkenberger Brennholztag am 21. Mai 2000 am Forsthaus „Pertzschau“ bei Torgau. An diesem Tag nahm auch die Innung Leipzig mit dem LIV-Info- und Messestand teil. Dabei wurde sehr zahlreichen Besuchern die verschiedenartigste Verwendung bzw. der Einsatz von Brennholz als alternative, zusätzliche Wärmequelle dort übermittelt. Durch die engagierte Beratung am Stand durch den Kollegen BSM K. Lohmann mit dessen Gesellen wurde dem erstaunten Kunden bzw. dem Verbraucher nahegebracht, dass der feste Brennstoff Holz, welcher ungenutzt im Wald verrottet, die gleiche Menge CO2 freisetzt wie bei der Verbrennung in einer Feuerstätte. Nicht nur durch die immer höheren Heizkosten bei Gas und Öl sucht der Hausbesitzer bzw. Mieter verstärkt den Einsatz alternativer Brennstoffe.
In den Zeitungsberichten über diesen Tag wurde deutlich gemacht, dass bei der Verbrennung von Öl und Gas freiwerdendes CO2 eine zusätzliche Belastung für unsere Atmosphäre ist. Die mitausstellenden Kamin- und Ofenbauer gaben einen Einblick in das reichhaltige Ofen-(Feuerstätten) und Kaminprogramm. Der Schornsteinfeger als wichtiges Bindeglied für die Errichtung einer Feuerungsanlage sorgte auch mit betreffenden Prospekten und praktischen Tipps für diesen gelungenen Tag. Es galt am 1. Falkenberger Brennholztag bei den Besuchern Wege aufzuzeigen, wie sie das Restholz aus unseren Wäldern in ihrem eigenen Heim in wohltuende, gemütliche Wärme verwandeln können. Brennholz zu verwenden bzw. es selbst zu nutzen ist also ein kleiner Beitrag zum Klimaschutz. Brennholznutzung schafft Wertschöpfung und Arbeitsplätze, all dies war dann auch in der regionalen Presse zu lesen.
BSM M. Steinberg

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Neuer Hausschornstein in Leichtbauweise

Mit kleinen Abmessungen sowie geringem Gewicht bieten Abgasleitungen und Schornsteine in Leichtbauweise gleich zwei entscheidende Vorteile. Die Live Vertriebsgesellschaft für Abgastechnologie mbH, Simmem, stellt jetzt mit Domos einen Hausschomstein dieses Typs in neuer Qualität vor. Das dreischalige Abgassystem besitzt einen Außenmantel aus Mineralschaum, der über eine besonders glatte Oberfläche verfügt. Die 500 mm hohen Mantelsteine werden auf rationelle Art mit einem Spezialkleber in Trockenbauweise versetzt. Die innere Säule zur Rauchgasführung ist in Durchmessern von 113 mm bis 250 mm erhältlich. Sie besteht aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4404/ 1.4571. Auf der Sickenseite der Rohre verhindert ein Kapillarstop das Eindringen von Feuchtigkeit in die 25 mm starke Wärmedämmung des Systems. 60 mm tiefe Steckmuffen sorgen für eine sichere Verbindung der Rohrelemente. Domos steht auf Wunsch werksseitig vorkonfektioniert zur Verfügung, so dass eine unkomplizierte und zeitsparende Montage vor Ort gewährleistet ist. Schrägführungen bis 30° sind ebenso möglich wie Aufbauhöhen bis zu drei Metern über Dach (mit Zugankerkonstruktion). Das Live-Abgassystem gilt nach der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung des DIBT (Z-7.1.-1502) als feuchteunempfindlich. Es eignet sich für Feuerstätten, die mit festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen im Unterdruck betrieben werden. Ferner wurde der Domos-Mantelstein als Schacht mit einer Feuerwiderstandsdauer von 90 Minuten, zur Aufnahme zugelassener Abgasleitungen geprüft. Ein umfangreiches Zubehörprogramm beinhaltet neben Anschluss- und Befestigungselementen auch Schornsteinkopf-Verkleidungen aus Edelstahl, Kupfer oder beschichtetem Aluminium.

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AERA von Schiedel
Aus gutem Grund werden Neubauten immer dichter: Die teure Wärme bleibt in den vier Wänden. Nachteil dieser Entwicklung: verbrauchte feuchtigkeitsbelastete Luft kann nicht abziehen. Die Folge: unangenehmes Raumklima, mehr Schadstoffe und Schimmelbildung. Lüften tut also Not! Beim traditionellen Fenster- Lüften geht aber sehr viel Wärme verloren – es muss nachgeheizt werden. Die bessere Lösung sind kontrollierte Wohnungslüftungs-Systeme. Hier bietet die Firme Schiedel nun ein Komplettsystem an: AERA In nur zwei Stunden ist die gesamte Raumluft ausgetauscht, ohne dass ein Fenster geöffnet werden müsste. Feuchtigkeit und Schadstoffe gelangen mit der verbrauchten Luft nach draußen, sauerstoffreiche frische Luft kommt in die Wohnung. Weil die Fenster geschlossen bleiben, sinkt der Heizenergiebedarf, was spürbare Kostenvorteile bringt. Durch den Einbau eines Lüftungssystems „AERA“ erfüllt der Bauherr außerdem die Forderungen der in absehbarer Zeit in Kraft tretenden Energieeinsparverordnung (EnEV) 2000. Darin wird kontrollierte Wohnraumlüftung zum baulichen Standart erhoben. Für allergiegeplagte Zeitgenossen lässt sich AERA mit einem zusätzlichen Pollenfilter ausstatten.

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Für freie Energiewahl und gegen Verbrennungsverbote
„Jeder Bundesbürger soll auch in Zukunft über seine Energiefragen selbst entscheiden können.“ Mit diesem Satz bringt Dipl.-Ing. Wolfgang Wegener das Hauptanliegen des neu gegründeten Gesprächskreises „Individuelles Heizen“ auf den Punkt. „Darüber hinaus gilt es, eine Gesprächsplattform zu schaffen, die es ermöglicht, gemeinsam gegen die zunehmenden Verbrennungsverbote anzutreten,“ so Wegener weiter. Und das aus gutem Grund. Immer mehr Städte und Gemeinden versuchen ihre Haushaltsdefizite durch den Verkauf von Nahwärme auszugleichen. Baugebiete werden unter Anordnung eines Verbrennungsverbotes ausgewiesen und mit einer Nahwärmekonzeption versehen. Diese zentrale Versorgung (häufig ein Blockheizkraftwerk BHKW) wird dann unter dem Deckmantel „Umweltschutz“ betrieben. Eine freie Wahl der häuslichen Energieversorgung ist für den Verbraucher somit nicht mehr gegeben. Betroffen sind hiervon vornehmlich diejenigen, die mit festen Brennstoffen heizen möchten. Ein Kamin- oder Kachelofen, der beispielsweise auch im Notfall (ohne Strom) funktioniert, darf in diesen Fällen nicht angeschlossen werden. Unterstützt werden die politisch Verantwortlichen in der Regel durch die örtlichen Energieversorger. Sie übernehmen in diesem Zusammenhang gern den „Fullservice“ in Sachen Energie-, Wasser- sowie Stromversorgung und graben damit auch dem Handwerker häufig das – sprichwörtliche – Wasser ab. Neben Vertretern aus der Brennstoffseite und des ZVSHK befindet sich das Schomsteinfegerhandwerk genauso in diesem Forum wie namhafte Herstellerorganisationen aus der heizungs- und abgastechnischen Industrie.
IPS

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Expertenbefragung mit eindeutigem Ergebnis
Eine Expertenbefragung unter 400 Seminarteilnehmern der Deutschen Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg (DIA) ergab, dass bestimmte Ausstattungsmerkmale den Wert selbstgenutzter Ein- und Zweifamilienhäuser nachhaltig verbessern. Dabei wurden Gesichtspunkte wie Massivbauweise, Unterkellerung sowie verschiedene Heiz- und Energiesysteme genau betrachtet. Die Fachleute aus dem Immobilienmarkt stellten klar, welche Aspekte die Nachfrage nach Objekten positiv beeinflussen und daher die Vermarktungsdauer verkürzen bzw. den Verkaufswert erhöhen können. Neben Aussagen zugunsten eines Kamin- oder Kachelofens (89,3% „vorteilhaft“) und einer Solaranlage (61,5%), wird die Existenz eines Schornsteins (53,5%) deutlich positiv bewertet. Auffallend ist in dem DIA-Gutachten die negative Einstufung eines Fernwärmeanschlusses (27,5% „nachteilig“) erkennbar. Die durch eine Feuerstätte oder den Schornstein verursachte Flächenreduzierung wirkt sich hingegen nicht mindernd auf den Wiederverkaufswert eines Gebäudes aus. Immerhin 84% der Befragten geben an, dass als Aufstellort für zentrale Wärmeerzeuger ein separater Heizraum vorteilhaft sei. Moderne Heizsysteme unter Einbeziehung des Schornsteins, der Solartechnik sowie eines holzbefeuerten Kamin- oder Kachelofens werden demnach vom Markt gut angenommen und üben einen positiven Einfluss auf den Wert der Immobilie aus.
IPS

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Bereits im April 1999 hat die WÖHLER GmbH dem Schornsteinfeger-Handwerk als erster Lieferant einen gebrauchsfähigen Messkoffer-Rucksack angeboten.
Seitdem ist dieser Rucksack für viele Kunden zu einem unverzichtbaren praktischen und gesundheitsschonenden Transportmittel für die tagtäglich benötigten Mess-, Überprüfungsgeräte und Werkzeuge geworden.
Jetzt bietet die WÖHLER GmbH den Rucksack-Messkoffer in einer modifizierten Version an. Die Veränderungen beruhen auf Kundenwünschen, die sich durch Erfahrungen beim Gebrauch ergeben haben.
Die vielleicht interessanteste Neuerung ist die Einstellbarkeit der beiden Tragegurte im Schulterbereich.
Durch diese individuelle Einstellmöglichkeit kann, wie bei modernen Treckingrucksäcken auch, der Schwerpunkt des Rucksacks nahe an den Körper gebracht werden. Eine weitere Neuerung ist der gepolsterte Tragegriff, mit dem der Messkoffer-Rucksack auch bequem an der Hand getragen werden kann. Der Tragegriff ist zudem abnehmbar. Die beiden Seitentaschen des neuen Messkoffer-Rucksacks sind auf 350 x 150 x 70 mm vergrößert und haben Reißverschlüsse. Innen befinden sich Gummilaschen zum Einstecken von Werkzeug. Die Taschen lassen sich weit öffnen, der Inhalt ist gegen Herausfallen gesichert. Im vorderen Sammelfach ist eine Kunststoffschale für Kleinteile eingesetzt. Sie ist herausnehmbar, was sowohl das Finden des richtigen Teils als auch die gelegentliche Reinigung der Schale erleichtert. Zur Sicherheit beim Tragen in der Dunkelheit sind an den Seiten und an der Front Reflektorstreifen angebracht. Der neue Messkoffer-Rucksack der WÖHLER GmbH wird in noch stärkerem Maße als sein Vorgänger den Transport und die Bereitstellung der Arbeitsgeräte vor Ort erleichtern.

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Der neue Katalog „Messtechnik für Heizung, Kälte, Klima, Lüftung“ von Testo in Lenzkirch enthält auf 24 Seiten elektronische Messgeräte für die Bereiche:
Gesundes Raumklima für Menschen, optimale Rahmenbedingungen zur Produktion und Lagerung sensibler Produkte sowie Sicherheit und Umweltschutz rund um Heizungsanlagen.

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Nach erfolgreicher Prüfung durch den TÜV mit nur zwei erfolgreichen Audits erhielt die Firma RESS das Zertifikat für den Bereich:
„Entwicklung, Produktion und Ver-trieb von Kehr- und Messgeräten für den Schornsteinfeger“ sowie „Vertrieb von Schornsteinfegerbedarf“.
Das Zertifikat „TÜV CERT“ ist auf der Basis der DIN EN ISO 9001 erteilt worden (Zertifikat-Nr. 08/100/2844). Mit dem neu eingeführten QM-System setzt die Firma RESS ihren erfolgreichen Zukunftskurs fort und ist damit ein guter Partner des Schornsteinfeger-Handwerks.
Die Geschäftsleitung nahm am 02. November 2000 die Zertifizierungsurkunde vom TÜV mit folgenden Worten entgegen:
„Für uns Firma RESS war dies eine Herausforderung und auch eine Selbstverständlichkeit, nachdem sich das Schornsteinfegerhandwerk für die Einführung des Qualitätsmanagement-Systems nach DIN 9001 entschieden hat, dass wir als langjähriger Partner und Zulieferer für das Handwerk die Lücke bis zum Kunden schließen mussten. So ist gewährleistet, dass von der Entwicklung und Produktion bis zum Einsatz der Produkte beim Kunden durch das Schornsteinfeger-Handwerk die Qualitäts-Stufe gleichbleibend sichergestellt ist. Um diesem Qualitätsanspruch auch gerecht zu werden, haben wir uns auf den Prüfstein gestellt und uns einmal von unabhängiger Seite überprüfen und begutachten lassen.“
Damit ist die Firma RESS als erster Vollsortimenter für das Schornsteinfeger-Handwerk zertifiziert worden.

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Voraussetzungen für überregionale Tagungen werden geschaffen

Auf der Grundlage der Beschlüsse zum Haushaltsplan 2000 wurden im genannten Kalenderzeitraum nachstehend beschriebene Verbesserungen realisiert. Die Fensterfront des Hauses II, dies betrifft den Speiseraum, die Verwaltung sowie den Clubraum im Kellergeschoss wurden mit Außenjalousien versehen.
Die finanzielle Basis für diese Baumaßnahmen stellte die nachträgliche Förderung mit 90%, davon 80% von Bund und 10% vom Land, dar. Der Differenzbetrag wurde durch die Bildungsstätte erbracht.
Damit wurden die Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen in diesen Räumlichkeiten wesentlich verbessert.
In diesem Zusammenhang wurde auch den Hinweisen, welche sich aus den Befragungen/Einschätzungen im Rahmen der Weiterbildung der BSM ergaben, Rechnung getragen.
Hinsichtlich der ständigen Bereitschaftsstellung der Arbeitsgeräte und der erforderlichen Technik für die Instandhaltung der umfangreichen Außenlagen war die Errichtung einer Garage/Geräteraumes notwendig.
Im Bereich des Schulgebäudes wurden in den Unterrichtsräumen, in denen im Wesentlichen die Weiterbildungsmaßnahmen der BSM und deren Mitarbeiter durchgeführt werden, Innenjalousien angebracht, die das Erkennen der Darstellungen durch Multi-Media-Geräte wesentlich unterstützen.
Für die Bereitstellung ausreichend gekühlter Getränke in Klub- und Speiseraum wurde eine größere Kühlzelle im Kellerbereich des Haus II installiert. Hinsichtlich der verstärkten Auslastung unserer Bildungsstätte, bedingt durch den Beitritt Sachsen-Anhalts sowie der Schaffung der Voraussetzung für die Durchführung von Bildungsmaßnahmen mit einem größeren Personenkreis, sind für das Haushaltsjahr 2001 Ausbauarbeiten der Dachgeschosse in Verwaltungs- und Schulgebäude geplant. Damit werden gleichzeitig Bedingungen für die Möglichkeit der Durchführung von Veranstaltungen sowie Bildungsmaßnahmen auf Länder- und Bundesebene geschaffen. Im Schulgebäude ist ein großer Schulungsraum für ca. 100 Personen vorgesehen und das Dachgeschoss des Verwaltungsgebäudes soll zusätzliche Zimmer für Dozenten erhalten. Grundlegend möglich ist die Durchführung dieser baulichen Erweiterung nur unter Zuwendung von Fördermitteln durch Bund und Land realisierbar. Eine positive Zustimmung wurde bei dem für die Kontrolle der Projektierung sowie Ausstattung der Räume zuständigen Institut (HPI-Hannover) bereits eingeholt. Die Höhe der Fördersumme wird, weil es sich bei diesen baulichen Ergänzungen laut Aussage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie um eine weiterführende Maßnahme handelt, mit großer Sicherheit wieder bei 90% liegen.
Dipl.-Päd. Hans Poltersdorf

Ausgabe: 38 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 38 - 4/2000 )

Renaissance CO2-neutraler Zusatzfeuerstätten

Was gibt es Schöneres, als nach einem langen, anstrengenden Tag in das lebendige Flackern eines Feuers zu blicken und für einen Augenblick in die Welt der Phantasie abzutauchen? Den Naturgewalten zu trotzen, macht die Menschen erfinderisch. So wie jene kanadischen Holzfäller, denen die Firma „Energetec“ die Idee eines einzigartigen Heizsystems verdankt: den Bullerjan® Warmluftofen. Das banale Zusammenschweißen gebogener offener Rohre zu einem Flammrohr mit Vorder- und Rückwand erinnert rein optisch gesehen auf den ersten Blick an Heimwerker oder an ein modernes Kunstwerk. Näher betrachtet ist gerade dieses frech frivole Kunstwerk in seiner Genialität kaum zu übertreffen. In der Beschränkung auf das Wesentliche wurde hier eine sehr wirkungsvolle Holzfeuerstätte erschaffen, die gerade deshalb in unser High-Tech-Zeitalter passt, weil sie Akzente setzt.
Von Ingenieuren weiterentwickelt zeigt er sich von voller Leistung. Sein hoher Wirkungsgrad und die günstige Ökobilanz machen ihn zu einer echten Alternative für alle, die umweltbewusst mit Holz heizen wollen. Der Warmluftofen Bullerjan® ist ein ebenso effektives wie umweltfreundliches Wärmesystem, welches sich auch für große Räume eignet und sich jedem Einrichtungsstil anpasst.
Dass Kaminromantik weitaus mehr sein kann, stellt „Energetec“ hiermit eindrucksvoll unter Beweis. Bullerjan® Design (designed by A. Steidle) ist eine Produktlinie, die optisch ganz neue Akzente setzt und in unterschiedlichsten Werkstoffen, Farben und Formen nahezu unbegrenzte Gestaltungsvarianten ermöglicht: Von Öfen wie „Achtzylinder“, komplett in Edelstahl, bis zu poppigen Einzelmöbeln, die es an Attraktivität mit jedem Designerentwurf aufnehmen. Man wählt die einzelnen Komponenten ganz einfach aus einem Baukasten aus, stellt sie individuell zusammen, und fertig ist das exklusive Einzelstück. Zum persönlichen Highlight wird er durch kleine, aber feine Unterschiede. Angefangen bei den Abdeckblechen, die lackiert oder in Lochblechoptik erhältlich sind, bis zu elegant geformten Stahlfedergriffen, farbigen Podesten oder Fußabschlüssen. Speziell für BullerjanFans gibt es darüber hinaus die Edelstahl-Verkleidung mit geprägtem Ahornblatt und BullerjanEmblem.
Ebenfalls aus hochwertigem Edelstahl gefertigt sind die Stutzen, die sich auf die Abzugrohre stecken lassen. Ein Muss für jeden, der den kraftvollen Auftritt seines „Formel-Eins-Ofens“ betonen möchte. Eher praktische Funktion hat die Wärmeplatte, die jedoch mit Fliesen gekachelt oder als Rost ausgeführt an optischem Reiz gewinnt.
Während offene Kamine ohne Kamineinsatz nur gelegentlich beheizt werden dürfen, weil sie die gewonnene Wärme weitgehend in die Luft blasen, ist ein Warmluftofen eine optimale Alternative, wenn etwa in den Abendstunden ein Raum beheizt werden soll. Dabei nutzt man gezielt die Vorteile des Brennmaterials Holz – eines nachwachsenden, preiswerten Rohstoffs ohne klimabelastende Emissionen.
Den Bullerjan® gibt es in sechs Ausführungen von 6 – 45 kW Nennwärmeleistung. Aus dem extrem wirkungsvollen Ofen strömt bereits wenige Minuten nach dem Anzünden wohlige Wärme. Ständig wird kühlere Luft vom Boden angesaugt und erhitzt. Da die Rohre mit dem größten Teil ihrer Oberfläche die Feuerstelle umschließen, können sie die erzeugte Hitze direkt aufnehmen und gleichmäßig verteilen. Mit wenigen Füllungen pro Tag heizt der Bullerjan® Räume bis zu 1.300 m3.
Von besonderem Interesse zeigt sich die Möglichkeit, mittels Rohrverteilungssystem die Warmluft gezielt in Wohn- oder Arbeitsbereiche zu „lenken“. Hierdurch öffnet sich dem Betreiber die einzigartige Möglichkeit, mit einer solchen Feuerstätte einen zum Beispiel für Feuerstätten ungeeigneten Raum zu beheizen (Holzverkleidung/Brandschutzabstände, etc. p. p.).

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Sachsen-Anhalt

Am 24. Mai 2000 fand in Allrode/Harz der zweite Landesverbandstag des Landesinnungsverbandes Sachsen-Anhalt statt. Der LIV Sachsen-Anhalt hat sich nach 1997 zum zweiten Mal dazu entschlossen, die Delegiertenversammlung in Form eines Verbandstages durchzuführen. In seiner Eröffnungsrede stellte Klaus Niemand, Landesinnungsmeister, die wichtigsten Stationen des abgelaufenen Geschäftsjahres vor. Die wichtigste Aufgabe im Jahr 1999 war die Umsetzung einer neuen KÜ-VO/KÜG-VO. Als Grundlage diente die KÜ-VO/KÜG-VO des Bundeslandes Bayern. Wesentlicher Schwerpunkt war die Umsetzung des Positionspapieres im Land Sachsen-Anhalt. Dank des engagierten Einsatzes der Kehrgebührenkommission konnte das Ziel pünktlich zum 01. Januar 2000 realisiert werden. Weitere Meilensteine waren die Durchführung der internen Audits der QM/UM-Maßnahme im LIV und in den Innungen sowie der Beitritt des LIV Sachsen-Anhalt zum Schulverein Sachsen/Thüringen (die Bildungsstätte in Mörtitz trägt jetzt den Namen „Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks“ e. V.). Positiv ist zu werten, dass bereits mehrere Kollegen den Lehrgang zum Gebäudeenergieberater des Handwerks erfolgreich abgeschlossen haben. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt der Delegiertenversammlung war die Wahl des Vorstandes. Die Delegierten sprachen dem bestehenden Vorstand ihr volles Vertrauen aus und wählten die Vorstandsmitglieder für die nächsten fünf Jahre.

Landesinnungsmeister
Klaus Niemand,
Schornsteinfegerinnung Magdeburg
Stellv. Landesinnungsmeister
Thomas Keindorf, Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S.
Technischer Landesinnungswart
Ingo Wilsdorf, Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S.
Landesberufsbildungswart
Siegfried Hampe,
Schornsteinfegerinnung Magdeburg
Kassenwart Helmut Lorbeer,
Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S.
Schriftführer/Öffentlichkeitsarbeit
Torsten Kiel, Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S.
Außerdem wurden die Mitglieder der Ausschüsse neu gewählt.
Im anschließenden öffentlichen Teil konnten mehrere Gäste aus Politik und Wirtschaft begrüßt werden. Stellvertretend sei hier Herr Gäbler vom Ministerium für Wirtschaft und Technologie, Herr Albrecht vom Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt, Herr Ullrich von der Handwerkskammer Magdeburg, Herr Schneider vom Ministerium des Innern, Herr Dr. Ermrich vom Landkreis Wernigerode, Frau Koch und Frau Bernhard von den RP Magdeburg und Halle, Herr Poltersdorf Leiter der Bildungsstätte Mörtitz, die LIM Eller und Buschan aus Thüringen und Sachsen sowie die Ehrenobermeister Jork und Kiel genannt. Hauptreferent des Nachmittags war Herr Schomburg, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU Sachsen-Anhalt zum Thema Veränderungen in Europa – Zukunft des Handwerks. In seiner mit viel Beifall bedachten Rede ging Herr Schomburg auf die Änderungen in dem jetzt freieren Europa ein. Inhaltliche Auszüge:

>>Obwohl Europa in seiner jetzigen Form nur 10% der Weltbevölkerung ausmacht, garantiert der europäische Binnenmarkt sichere Absatzmärkte. Der Euro hat seit seiner Einführung rund ein Viertel eingebüßt. Diese Euroschwäche darf nicht vernachlässigt werden. Die Folge wären Finanzflucht und damit Schwächung der Wirtschaft. Das Handwerk hat auch im vereinten Europa im neuen Jahrtausend goldenen Boden und das gilt auch für Sachsen-Anhalt. Es ist ein sehr wichtiger Ausbildungsbereich für qualifizierten Nachwuchs. Das Handwerk hat die Zeichen der Zeit erkannt. Es müssen alle Chancen ergriffen werden, um international zu bestehen. So ist zum Beispiel das Internet ein Weg, auf den in Zukunft nicht verzichtet werden kann. Ein weiterer Streitpunkt ist der große Befähigungsnachweis. Dieser ist wichtig und erforderlich. So bestehen 80% der Handwerksbetriebe die ersten fünf Jahre ihrer Selbständigkeit. In der Wirtschaft schaffen das nur etwa die Hälfte. Die EU-Regeln haben zur Zeit keine Auswirkungen auf das Schornsteinfegerhandwerk, da es im Auftrag des Staates tätig ist und somit in den jetzigen Strukturen weiter bestehen kann. Das Schornsteinfegerhandwerk agiert als unabhängiger Gutachter ohne ökonomische Zwänge. Die Idee, den Gebäudeenergieberater des Handwerks flächendeckend umzusetzen, ist gut. Sie kann berufsnah durchgeführt werden und trägt zur Sicherung des Schornsteinfegerhandwerks bei. Die Kritik des Schornsteinfegerhandwerks zum fehlenden Vollzug neuer Umweltvorschriften ist berechtigt und muss unterstützt werden.<<

Im Anschluss an den öffentlichen Teil lud der LIV Sachsen-Anhalt zu einem gemeinsamen Abendessen ein.
Torsten Kiel

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Thüringen

Unter dem Motto „Klimaschutz. Wir helfen mit“ stand der kürzlich durchgeführte Landesverbandstag der Thüringer Schornsteinfeger. Und wie die Schornsteinfeger mithelfen, stellten sie an den beiden Tagen eindrucksvoll unter Beweis. Denn vom Brandschützer des Mittelalters haben sich die Männer und Frauen in Schwarz, bundesweit zu Umwelt- und Klimaschützern entwickelt, die natürlich auch weiterhin die Sicherheit der Anlagen im Auge haben.
Private Haushalte gehören zu den stärksten Luftverschmutzern, auch wenn moderne Systeme mit energiesparender Technologie in vielen Häusern und Wohnungen bereits Einzug gehalten haben. Die Schornsteinfeger wissen: Es gibt nach wie vor immense Einsparpotentiale. Mit ihren Messungen decken die Schornsteinfeger Schwachstellen auf. Hinzu kommt immer stärker die Beratung der Kunden, mit welchen Maßnahmen Energie effektiv eingespart werden kann.
Während in der Wärmedämmung der Gebäude mittlerweile große Fortschritte erzielt worden sind, gibt es nach Einschätzung des Landes­innungsverbandes vor allem bei der Grundeinstellung der Heizungsregulierung oft Fehler. Außerdem ziehen schlechte oder falsche Lüftung andere Probleme wie Schimmelbefall nach sich. Einige Architekten haben den ganz „einfachen“ Schornstein wieder entdeckt, nicht nur als Rauchabsauger, sondern als natürliche „aircondition“, was für mehr mikrobiologische Hygiene in den Wohnungen sorgt.
Im Rahmen einer Ausstellung zeigten die Thüringer Schornsteinfeger an ihrem Stand, wie ernst sie den Umweltschutz nehmen und gaben interessierten Personen umfangreiches Infomaterial an die Hand. Und wie Kinder den Schornsteinfeger sehen, das wurde auch gezeigt. Jungen und Mädchen hatten im Rahmen eines bundesweiten Wettbewerbs „ihr schönstes Bild vom Schornstein und vom Schornsteinfeger“ gemalt.
Im Mittelpunkt der Delegiertentagung standen neben Informationen zu Änderungen von Verordnungen insbesondere Fragen der Berufsausbildung und der organisatorischen Zukunft der Thüringer Schornsteinfeger. Der derzeitige Leistungsstand vieler Bewerber, so die Kritik der Schornsteinfeger, sei zu schwach für eine erfolgreiche Ausbildung. Denn komplizierte physikalische und chemische Zusammenhänge könnten nur mit einem soliden Grundstock an schulischer Vorbildung bewältigt werden. Auf der anderen Seite werde es bei fehlendem Nachwuchs in ein paar Jahren Fachkräftemangel geben, erläuterte Berufsbildungswart Jörg Kurch.
Wie Landesinnungsmeister Ullrich Eller mitteilte, steht der Landesinnungsverband kurz vor der Zertifizierung nach DIN ISO 9001 und DIN ISO 14001. Diese Zertifizierung wird sich über die Innungen bis zu jedem Schornsteinfegerbetrieb fortsetzen.
Zum Abschied aus ihren Ämtern und in Würdigung ihrer langjährigen ehrenamtlichen und qualifizierten Tätigkeit als Obermeister, wurden Gerhard Weiß von der Innung Erfurt und Manfred Baron von der Innung Südthüringen durch Bundesinnungsmeister Eugen Steichele mit der silbernen Ehrennadel des Bundesvorstandes des Schornsteinfegerhandwerks geehrt.
In ihren Grussworten würdigten sowohl Weimars Oberbürgermeister Dr. Volkhardt Germer, als auch der Vizepräsident des Thüringer Handwerkstages, Karl-Heinz Schneider, den wichtigen Beitrag der Schornsteinfeger zum Klimaschutz in Deutschland.
LIV Thüringen

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Am 4. Mai 2000 fand im Schloss „Augustusburg“ der 10. Landesverbandstag des LIV Sachsen nach der Deutschen Einheit statt. Vor Beginn des LIV-Tages konnten BIM E. Steichele, LIM W. Buschan, sowie der OM der Innung Chemnitz H. Vogel vor Presse- u. Medienvertretern (regionale Zeitung und TV) der Öffentlichkeit einen Einblick in das Tätigkeitsprofil des Schornsteinfegerhandwerks geben. Durch klare Aussagen und Zahlen wurde die Wichtigkeit dieses Handwerkes für den Brand- und Umweltschutz, die neutrale Beratung beim Kunden und in der Energieeinsparung aufgezeigt. Durch die Presse- und TV-Beiträge konnte auf die Fragestellung „Liberalisierung der Monopolstellung“ des Schornsteinfegerhandwerks eingegangen und der Öffentlichkeit aufgezeigt werden, dass unser Handwerk im Auftrag des Staates tätig ist und durch die Regierungspräsidien und Landratsämter einer ständigen Kontrolle unterliegt. Nur klar abgesteckte Kehrbezirke gewährleisten, dass alle Heizungssysteme erfasst und ordnungsgemäß überprüft werden können. Nur dadurch lässt sich die geforderte Sicherheit herstellen und die Gebühren dafür sind für den Kunden überschaubar gestaltet. Landesinnungsmeister W. Buschan konnte zur Eröffnung der Mitgliederversammlung unter dem Beifall der Delegierten und vielen BSM als Gäste den BIM E. Steichele, die Landesinnungsmeister U. Eller, H.-U. Gula, S. Hammer und G. Schmidt sowie den ehemaligen Kollegen und Ehrenobermeister A. Seifert begrüßen. Nach dem Mittagessen konnten dann vom Sächsischen Staatsministerium des Inneren die Herren Pfeiffer und Dr. Fischer herzlich begrüßt werden. Nach der Überbringung von Glückwünschen und einem Ehrengeschenk zum 60. Geburtstag an den LIM W. Buschan durch den Obermeister der ausrichtenden Innung des LIV-Tages H. Vogel und der Laudatio durch den stellv. LIM A. Leubner erfolgten die ausführlichen Geschäftsberichte über die Aktivitäten des Landesinnungsverbandes Sachsen im vergangenen Geschäftsjahr. LIM W. Buschan gab in seinem Geschäftsbericht einen Überblick über den Neuaufbau des LIV Sachsen von 1990 bis zum jetzigen Zeitpunkt und würdigte dabei die gute Unterstützung durch die Landesinnungsverbände Baden-Württemberg, Bayern und Reinland-Pfalz als Partnerverbände sowie durch den Bundesinnungsmeister E. Steichele. In seinen Ausführungen ging er besonders auf eine immer weiter zu verbessernde Arbeitsausführung beim Kunden vor Ort und der Erreichung einer höheren Akzeptanz ein, wobei hier jeder einzelne Berufskollege gefordert ist. Er verweist darauf, dass einige wenige Kollegen ihren Betrieb in der Vergangenheit nicht wirtschaftlich genug geführt haben und es dort zu Schwierigkeiten kam. Der Geschäftsbericht des TLIW St. Gralapp bezog sich auf neue Tätigkeitsfelder für das Schornsteinfegerhandwerk (wie die Energieanstoßberatung und Arbeiten an den Lüftungsanlagen), was ein sehr wichtiger Punkt für die Zukunftssicherung sein wird. Auch die ordnungsgemäße Statistikerstellung eines jeden Kollegen ist für die Behörden ein wichtiger Punkt. Er verwies weiterhin auf die ständige Weiterbildung der BSM und Gesellen auf allen Gebieten, insbesondere bei den Bausteinen zur Energieanstoßberatung. Es folgte der Geschäftsbericht des LBBW G. Thomas, welcher u.a. eine Übersicht zu den bestehenden Ausbildungsverhältnissen, den Ergebnissen der Zwischen- und Gesellenprüfungen sowie den Ergebnissen der Meisterprüfungen beinhaltete. Der Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit M. Steinberg berichtete über durchgeführte Veranstaltungen (u. a. zum Thema 25 Jahre 1. BImSchV.-Umweltschutz und Ressourcenschonung“, sowie Schulungen zum Kundengespräch mit Ziel um weitere Verbesserung der Akzeptanz und des Ansehens für unseren Beruf. Mit den Ausführungen über die durchgeführten Aktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit auf Veranstaltungen und Messen auf Landes- und Innungsebene beendete er seinen Bericht. Der Kassenführer Ch. Werner erläuterte die Jahresrechnung 1999 und die Kassenprüfer konnten anschließend eine ordnungsgemäße Kontenverwaltung bescheinigen. Dem Vorstand wurde Entlastung ausgesprochen. Nach der Erläuterung des Haushaltsplanes 2000 konnte dieser ebenfalls beschlossen werden. Dazu wurde noch die Haushaltsplan Vorkalkulation 2001 vom Kassenführer Ch. Werner vorgestellt und nach der Aussprache beschlossen. Die LAK war ebenfalls geprüft worden, so dass auch hier der LIV-Vorstand entlastet werden konnte. Der Prüfbericht der HWK Dresden ist in der Delegiertenmappe enthalten. Nach der Mittagspause bedankte sich Herr Dr. Fischer vom SMI, auch im Namen von Herrn Pfeiffer in seinem Vortrag für die Einladung zum LIV-Tag und würdigte die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem ZIV durch Herrn Dr. D. Stehmeier und dem LIV durch den TLIW St. Gralapp. Nach seinen Aussagen liegen noch verschiedene Angelegenheiten beim SMI in der Schwebe (z. B. bei Abluftarbeiten bei Bauten vor 1990 gibt es noch unterschiedliche Auffassungen). Er ging weiterhin auf die Energieeinsparverordnung ein, worüber die Bundesregierung im Juli 1999 einen Entwurf vorgelegt hat. Nach seinen Aussagen ist dies für den Schornsteinfegerberuf ein zukunftsträchtiges Thema. Es ist durchaus möglich, dass der Schornsteinfeger zu dieser Kontrolltätigkeit mit herangezogen wird. Er appelliert, auf diesem Gebiet eine ständige Weiterbildung im Schornsteinfegerhandwerk durchzuführen, da er durch den Zutritt zu den Gebäuden durch unser Handwerk in diesem Bezug einen weiteren Aufgabenbereich sieht. Der LIM W. Buschan bedankt sich bei Herr Dr. Fischer für seine Ausführungen. Im Anschluss überbringt der BIM E. Steichele die Grüße vom ZIV und gratuliert dem LIV Sachsen zum 10. Landesverbandstag. In seinen weiteren Ausführungen geht er auf den Empfang des ZIV zum Jahreswechsel 2000 beim Bundespräsidenten ein, was dem Schornsteinfegerhandwerk letztmalig vor ca. hundert Jahren beschieden war. Die Entwicklung in der Politik zeigt, dass es im Schonsteinfegerhandwerk keine Hochkonjunktur gibt, aber nach unten auch keine großen Abweichungen bestehen. Nach Aussagen zum Stellenwert des Meisterbriefes gab er Hinweise zur Altersversorgung. Da es zur Altersversorgung immer noch viele Unklarheiten gibt, sollte der LIV über die VA oder den ZIV Bezugspersonen ansprechen, welche in den Innungen bzw. bei Innungsversammlungen klare Aussagen dazu treffen können. Zur Zukunftssicherung stellte er fest, dass in Kiel der Beschluss gefasst wurde, ein Rechtsgutachten zum Schornsteinfegergesetz nach europäischen Rechtsvorgaben und ein weiteres betriebwirtschaftliches Gutachten in Auftrag zu geben. Er stellte weiter fest, ohne Ordnungsrecht lässt sich kein Umweltschutz betreiben. Mit Aussagen zum BMTV und den Erläuterungen für die Vorteile von Tarifbereichen, sowie, dass für QM/UM auch der letzte Kollege gewonnen werden muss, beschließt er unter dem Beifall aller Anwesenden seinen Beitrag. Der LIM W. Buschan und der OM der gastgebenden Innung Chemnitz des LIV-Tages übergeben dem BIM E. Steichele je ein kleines Geschenk. Mit der Übergabe der Wanderschale (Messingzylinder mit Blumen) und einem Präsentkorb durch den OM F. Dörrer an den OM H. Vogel endet der Landesverbandstag 2000
Der nächste Landesverbandstag ist für den 10.05.2001 im Innungsbereich Dresden vorgesehen.

LIV Sachsen

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Der Landesinnungsmeister des Freistaates Sachsen Wolfgang Buschan wurde 60 Jahre. Der 10. Landesverbandstag des Schornsteinfegerhandwerks Sachsens nach der Wende, welcher auf dem Schloss Augustusburg am 04. Mai 2000 stattfand und von der Innung Chemnitz hervorragend ausgerichtet wurde, war, geradezu ein idealer Tag zur Überbringung von Glückwünschen der sächsischen Kollegen aus den fünf Innungen an den Jubilar. Diese Glückwünsche wurden verbunden mit den besten Wünschen für weiterhin Gesundheit und Schaffenskraft für seine zu bewältigenden Aufgaben im beruflichen und privaten Leben. Als einer der vorbildlichst arbeitenden Kollegen wurde Wolfgang Buschan zum Innungsobermeister der Schornsteinfegerinnung Dresden schon vor der Wende gewählt. Nach der politischen Wende, zur Neugründung des Landesinnungsverbandes der Schornsteinfeger Sachsens sprachen sich die Delegierten der Sächsischen Innung für W. Buschan als Landesinnungsmeister aus. Es muss schon eine große Anerkennung der Leistungen sein, um wie ihm beschieden, in der dritten Wahlperiode dem LIV Sachsen als Landesinnungsmeister vorzustehen. Unter Zurückstellung vieler privater Dinge über ein Jahrzehnt kann man sagen, W. Buschan widmete sein Leben dem Beruf. Er hat es immer verstanden, Anfragen, Wünsche, Hoffnungen, Kritiken und Vorschläge der Kollegen mit den Zielen des ZIV zu koordinieren und zu beantworten. Unter Wolfgang Buschan hat der LIV Sachsen einen guten Draht zu den Ministerien, den Handwerksverbänden, den anderen Landesverbänden des Schornsteinfegerhandwerks, der Feuerwehr, dem Versorgungsverein der Schornsteinfegermeister und dem Gesellenverband. Dies widerspiegelt sich insbesondere in seiner Tätigkeit als Leiter des Schulvereines der Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V., wo drei Landesverbände unter einem Dach demokratisch für den Beruf zusammenarbeiten. Die weiteren persönlichen Gratulationen durch den Bundesinnungsmeister E. Steichele, sowie der LIM`s aus vielen Landesverbänden, und auch die von weiteren Vorstandsmitgliedern des ZIV, welche zu einer Feierstunde extra nach Mörtitz-Eilenburg in die Bildungsstätte des mitteld. Schornsteinfegerhandwerks anreisten, zeigten, dass es Wolfgang Buschan im Schornsteinfegerhandwerk in der Bundesrepublik durch seine unermüdliche Arbeit zu einem hohen Bekanntheitsgrad über Sachsen hinaus gebracht hat. Die Weichen für die Zukunft sind gestellt und erfordern auch weiterhin äußerste Anstrengungen, für welche, um sie gemeinsam zu lösen, wir Dir unsere Mitarbeit des gesamten LIV Sachsen versichern können.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Klaus Niemand, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt feierte am 19. Juni 2000 seinen 60. Geburtstag. Zu seiner Geburtstagsfeier im historischen Ratskeller von Wernigerode waren zahlreiche Gäste aus Handwerk und Politik erschienen, um sein Engagement für das Handwerk sowie seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten zu würdigen. Klaus Niemand ist seit 1998 Landesinnungsmeister. Zuvor war er von 1995 bis 1998 stellvertretender LIM und von 1990 –1998 Obermeister der Innung Magdeburg sowie von 1987 bis 1990 Stellvertretender Obermeister der Schornsteinfegerinnung Magdeburg. Er war aktiv an der Neugründung der Schornsteinfegerinnung Magdeburg sowie der Gründung des Landesinnungsverbandes des Landes Sachsen-Anhalt beteiligt.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

65. Geburtstag des ehemaligen Obermeisters der Innung

Karl-Heinz Kiel, Obermeister der Schornsteinfegerinnung Altmark von 1981 bis 1998, beging am 14. Juni 2000 seinen 65 Geburtstag. Zu seiner Jubiläumsfeier waren zahlreiche Gäste erschienen. So waren fast alle Innungsmitglieder der Schornsteinfegerinnung Altmark in traditioneller Berufsbekleidung gekommen, um dem Jubilar die besten Glückwünsche zu überbringen. Den Gratulanten schlossen sich Vertreter des LIV, der Kreishandwerkerschaft, der Feuerwehr, des Bildungsverbundes sowie weitere Vertreter aus Handwerk und Gewerbe an.
In den Jahren 1989 und 1990 hat er aktiv an der Gründung des LIV des Landes Sachsen-Anhalt mitgewirkt und bis 1995 das Amt des Schriftführers im LIV bekleidet. Neben der Gründung des LIV hat Karl-Heinz Kiel die Neugründung der Schornsteinfegerinnung Altmark maßgeblich mitgestaltet.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Am Sonnabend dem 24. Juni 2000 startete traditionsgemäss das alljährliche Sommerfest der Schornsteinfegerinnung Ostthüringen. In diesem Jahr stand dieses Ereignis ganz im Zeichen des 10-jährigen Bestehens der Innung Ostthüringen, seit der Neugründung nach der politischen Wende 1990. Ein zusätzlicher Anlass zur Freude war der Bezug unseres schönen Innungshauses in Schönborn bei Triptis vor 5 Jahren. Gegen 14.00 Uhr eröffnete Obermeister Andreas Schmidt die Veranstaltung. Als Gäste konnten wir begrüßen: Herrn Kästner vom Landesverwaltungsamt Thüringen mit Sitz in Weimar, die Vorstände der Innungen Erfurt, Südthüringen und Oberfranken, den Geschäftsführer des LIV Thüringen, Herrn Klein. Als weitere Gäste waren zu uns gekommen Herr Dr. Wittig sowie Herr Frühauf, Obermeister des Kachelofenbauerhandwerks Thüringen.
Ein herzliches Willkommen galt den zahlreichen angereisten Ruheständlern mit ihren Gattinnen. Unser Obermeister Andreas Schmidt zog in seiner Festansprache Bilanz über die Entwicklung des Schornsteinfegerhandwerks des zurückliegenden Jahrzehntes. Er gab ein Rückblick über die Entwicklung der Innung Ostthüringen bis in die heutige Zeit. Die anschließenden Grußworte unserer Gäste wurden leider durch einen kurzen Regenschauer durchfeuchtet, was die gute Stimmung jedoch nicht trübte. Im Anschluss an die offiziellen Worte konnte das leibliche Wohl gepflegt werden. Kaffee und hausgebackener Kuchen, Rostbratwürste, Brätel und diverse Getränke standen ausreichend zum Verzehr bereit. Eine besondere Freunde war es für uns, dass an diesem Tag so viele Kinder mit von der Partie waren. Für sie hatten unsere Frauen eine Bastelstraße vorbereitet, welche natürlich dicht umlagert wurde. Die Tierliebhaber konnten mit dem Pony reiten und kleine Hasen streicheln. Spass und Spiel erwartete auch die Erwachsenen. So mussten unsere Kollegen ihre Fähigkeiten beim Eierlauf und Sackhüpfen unter Beweis stellen. Sieger und Verlierer wurden mit einem Glas Sekt prämiert. Auf diesem Weg möchte sich der Vorstand nochmals bei allen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement bedanken. Weitere Ideen für das nächste Jahr bitte heute schon vormerken !
Übrigens:
Besuchen Sie uns doch mal im Internet unter:
http://www.01019freenet.de/schornsteinfegerinnung. ostthüringen
oder schickt uns eine E-mail:
schornsteinfegerinnung.ostthüringen@01019freenet.de
oder rufen Sie einfach an.
W. Elsner

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Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Der erweiterte Vorstand der Schornsteinfegerinnung im KB Halle/S. hat am 19. Juli 2000 einen Arbeitseinsatz im Innungshaus gestartet. Es wurden dringend notwendige Aufräumarbeiten wie z. B. Verfüllen der alten Klärgrube, Verschneiden der Bäume, Unkrautentfernung und Ähnliches durchgeführt. Der erweiterte Vorstand sprach sich dafür aus, diesen Arbeitseinsatz unentgeltlich durchzuführen. Da solche zukünftig vermehrt notwendige Arbeitseinsätze vom alleinigen Entfernungs-Aufwand unbestritten in keinem annehmbaren Verhältnis stehen, beauftragte der erweiterte Vorstand die Innungsleitung mit der Einholung von Kostenangeboten von sog. Hausmeisterdiensten. Des weiteren sollte zur Harmonie des äußeren Anblicks des Innungsgeländes ein Landschaftsgärtner zu Rate gezogen werden.
T. Kiel

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Mit diesem neuen Handmessgerät setzt MRU neben ergonomisch ausgeklügelter Optik auf kompromisslos gute Technik:
Die Geräteinnenheizung für eine schnelle Messbereitschaft im Winter und Vermeidung von Kondensatbildung bei hohen Außentemperaturschwankungen erweisen sich neben dem intelligenten Akkupflegeprogramm zur Verlängerung der netzunabhängigen Messdauer sowie der Akkulebensdauer als gewichtiger Vorteil. Das Gerät wurde mit einer automatischen CO-Abschaltung und -freispülung ausgestattet. Mit dem grafischen Display kam man den Kundenwünschen entgegen.
Das robuste Gehäuse mit seinen integrierten Haltemagneten und stabilen Steckverbindern beherbergt die Kondensatfalle. Auch MRU setzt nun auf einen 3-fach-Schlauch mit integrierter Thermoleitung, was der Handhabung und dem Transport nur zugute kommt.
Über den Standard-Lieferumfang hinaus kann auch dieses Produkt mit vielen sinnvollen Optionen aufgerüstet werden: IRDA-Schnittstelle zur Datenübertragung sowie Druckeransteuerung, zusätzlicher Sensor für NOx-Messung oder Feststoffmessung, Analogeingang zum Anschluss weiterer Messwertgeber z. B. Feuchte oder Druck, Differenzdruckmessung zur Einstellung von Brennwertgeräten und größerer Messdatenspeicher für bis zu 3000 Messungen.
Mit seiner Bedienerführung und dem großen leicht erkennbaren Grafikdisplay setzt MRU neue Maßstäbe. Über 4 Funktionstasten kann der Anwender ohne große Umwege schnell in andere Softwarebereiche springen und ist schnell wieder zurück in der Messung.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

Das neue Schornstein-System „Absolut“ von Schiedel bietet neben technischen Raffinessen auch jede Menge Vorteile für den Häuslebauer.
Mit der Entscheidung für den Absolut hat der Bauherr die freie Wahl bei Brennstoffen und Heizkesseln – und das auf lange Sicht. Der Absolut lässt sich an alle derzeit erhältlichen Feuerstätten – von Brennwert über Niedertemperaturtechnik bis hin zur Holzheizung – anschliessen. Ausserdem eignet es sich für sämtliche verfügbaren Brennstoffarten. Niemand kann die Entwicklung der Energiepreise heute voraussehen. Daher sind in Zukunft Wechsel von den fossilen Brennstoffen Gas und Öl auf regenerative Energieträger, wie z. B. Holz-Pellets (siehe Artikel Kevelaer in dieser Zeitschrift) erforderlich. Dafür steht auch die Technik des Absolut. Der neue Compound-Mantelstein mit integrierter Schaumbeton-Wärmedämmung eignet sich gleichzeitig für verschiedene Rohrdurchmesser, was den Einbau vereinfacht und Verwechslungen ausschließt. Für den Bauherrn bedeutet das ein Höchstmass an Sicherheit, dazu Zeit- und Kostenersparnis, weil der Arbeitsschritt Dämmmaterial einbringen entfällt. Das profilierte Keramikrohr ist brennwerttauglich, temperatur-, säure- und korrosionsbeständig. Durch die Profilierung ergibt sich eine um 45% vergrößerte Oberfläche mit echten Vorteilen für den raumluftunabhängigen Betrieb, denn hier kann das Wärmetauscherprinzip wirken. Die über die Schornsteinmündung angesaugte Verbrennungsluft wird auf ihrem Weg nach unten am Innenrohr vorbeigeführt und dabei erwärmt. Besonders an kalten Tagen lässt sich so der Wirkungsgrad der Heizung deutlich verbessern. Weitere Vorteile zeigen sich auch zum Beispiel beim Einsatz von Solartechnik. Der Absolut kann wahlweise mit einem im Mantelstein verlaufenden Multifunktionsschacht ausgestattet werden. Durch diesen Schacht lassen sich Solarkollektoren auf dem Dach mit dem Warmwasserspeicher im Keller einfach und auf kürzestem Weg verbinden. Dies funktioniert auch beim nachträglichen Einbau einer Solaranlage. Weitere Versorgungsleitungen auch nach oben können ebenfalls im Multifunktionsschacht problemlos untergebracht werden. Die schnelle und einfache Montage spart Zeit und damit Kosten.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

Drei Landesinnungsverbände - eine Bildungsstätte - eine Fachzeitschrift

L‘OV Kaminöfen von Live

Feuerstätten bilden seit Jahrtausenden einen Mittelpunkt in unserer Wohnkultur und noch heute haben züngelnde Flammen eine faszinierende Anziehungskraft auf die Menschen. Die wärmende Kraft des Feuers mit modernem Design zu verbinden, war das Ziel bei der Entwicklung der L‘OV Kaminöfen von Live. Die Resultate überzeugen: Bei den ersten Modellen No. 1, No. 2 und No. 3 dominieren klare Linienführungen und Oberflächen aus Edelstahl. Farbige Akzente werden mit handgefertigten Freskosteinen gesetzt. Die matte, leicht porige Fläche dieser Steine spannt einen gestalterischen Bogen zur Glätte des gebürsteten Metalls. Signifikantes Merkmal der Edelstahl-Öfen ist eine steinerne Flammenkrone, die den Charakter des „Heizmöbels“ auch im kalten Zustand unterstreicht. Weitere Modellvarianten mit behandeltem Korpus aus Rohstahl oder mit einer Farbbeschichtung runden das Programm ab. Der mehrschichtige Farbauftrag wird in einem speziellen Verfahren von Hand aufgetragen. Jeder L‘OV-Ofen erhält dadurch seine eigene Note und wird zum Unikat. Gewölbte Formen und geschwungene Oberkanten verleihen den Modellen No. 11 und No. 13 einen besonders harmonischen Ausdruck. Integrierte Dochteinsätze ermöglichen eine romantische Beleuchtung der Feuerstätte und machen sie zu einem wahren Feuertempel. Durch die hohen Brennräume der Kaminöfen kann das Flammenspiel besonders gut betrachtet werden. Außerdem ergibt sich in Verbindung mit den leicht zu öffnenden Glastüren ein hoher Beschickungskomfort. Der Feuerraum ist so bemessen, dass die angenehme Strahlungswärme in Sitzhöhe austritt. Abhängig vom Wärmebedarf sowie der Größe und Form des Ofens werden Nennwärmeleistungen zwischen 7 und 11 kW angeboten. Alle L‘OV-Modelle können eingebaut oder freistehend (mit Heckkorpus) betrieben werden. Ein Vorteil aller frei im Raum stehenden Kaminöfen ist die problemlose Veränderung des Standortes. Bei einem Wohnungswechsel kann das wärmende Möbelstück einfach mitgenommen werden.

Ausgabe: 37 , Kategorie: ( ARCHIV Ausgabe 37 - 3/2000 )

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Raumluftunabhängig betriebene Wärmeerzeuger haben in den vergangenen Jahren einen festen Platz im Markt erobert. Die zumeist wandhängenden Geräte versorgen sich mit Verbrennungsluft von außen und leiten ihre Emissionen über spezielle Luft-Abgas-Systeme (LAS) ins Freie. Mit Erutec HAL hat die Hanse-Betonvertriebs-Union GmbH jetzt ein Abgassystem mineralischer Bauart im Programm, das sich zum Anschluss dieser Geräte vom Typ C (gem. TRGI Abschnitt 5.6) besonders eignet. Die zweischalige Abgasleitung in konzentrischer Ausführung gewährleistet über einen Ringspalt den Zustrom der Verbrennungsluft von der Mündung aus. Die Abgase werden im Gegenzug in einer keramischen Rohrsäule über Dach geführt. Der hierbei auftretende Wärmetauschereffekt sorgt dafür, dass sich die Verbrennungsluft über die Abgastemperatur erwärmt und sich so der Wirkungsgrad der Feuerstätte erhöht. Das neue Erutec-System ist für alle modernen Feuerstätten einsetzbar, die im Niedertemperatur- oder Brennwertbetrieb, bis 200° C Abgastemperatur, arbeiten. Es kann im Über- und Unterdruck sowie im Gleichstrom- (raumluftabhängig) oder Gegenstromprinzip (raumluftunabhängig) betrieben werden. Des weiteren ist der Anschluss mehrerer Feuerstätten im Unterdruck möglich. Hervorzuheben ist des weiteren eine neuartige Verbindungstechnik unter Verwendung des Spezialkunststoffes (VMQ). Sie garantiert auch bei hoher Temperaturbeständigkeit eine dauerhafte Druckdichtheit der lamellenartig aufgebauten Lippendichtung. Die große Einstecktiefe von 40 mm gewährleistet außerdem eine besonders einfache Montage ohne den Einsatz von Säurekitt oder ähnlichen Dichtmassen. Erutec HAL ist als System TÜV-geprüft und vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT) unter der Nr. Z-7.2.-1483 zugelassen. Das Abgassystem nach DIN 4102 steht in Durchmessern von 80 bis 200 mm einzügig, oder in Kombination mit weiteren Schächten, beispielsweise für feste Brennstoffe, zur Verfügung. Neben der klassischen Elementbauweise wird dieses System auch in geschosshohen Bauteilen mit einer Höhe von bis zu sechs Metern angeboten. Die rauchgasführende Innensäule des HAL besteht aus ein Meter langen Keramik-Muffenrohren die Korrosions- und Säurebeständigkeit sind.

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Verbindungstechnik ohne elastomere Dichtung

Mit dem System ALKON bietet die Joseph Raab GmbH & Cie. KG, Neuwied, eine europaweit patentierte Verbindungstechnik, die speziell als doppelwandige Abgasleitung Verwendung findet. Durch die konische Konstruktion der Einsteck- und Muffenenden ist bei Raab DW-ALKON eine besonders einfache und sichere Montage gewährleistet. Grundsätzlich werden auch im Überdruckbetrieb keine weiteren Dichtungen mehr benötigt. Speziell Block-Heizkraftwerke (BHKW‘s), Notstromaggregate und Öfen von Bäckereien lassen sich unter diesem Aspekt bis zu einer Abgastemperatur von 600° C anschließen. Darüber hinaus kann bei DW-ALKON bis zu einem Innendurchmesser von 350 mm im senkrechten Aufbau auf die Klemmbänder verzichtet werden. Da die Abgasleitung nur alle vier Meter an der Außenwand eines Gebäudes befestigt werden muss, lassen sich mit diesem System kurze Montagezeiten realisieren. Die freie Länge der Auskragung beträgt, wie bei allen „Doppelwandigen“ von Raab, drei Meter. PW-ALKON wird in Längen von 75 –1020 mm und Innendurchmessem von 80 – 600 mm hergestellt. Das Konstruktionsprinzip der offenen Systemelemente basiert auf einer frei ausdehnbaren Innenschale aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4571 oder 1.4404. Die Abgasleitung kann universell im Über- und Unterdruckbetrieb eingesetzt werden und ist für die Innen- und Außenmontage geeignet. Ein umfangreiches System- und Zubehörprogramm ermöglicht überdies einen praxisgerechten Einsatz.

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MKP 80 und MKP 80/125 von Kutzner + Weber
Um Abgasleitungen im Überdruck mit mehreren Gasgeräten zu betreiben, muss sicher gestellt werden, dass keine Verbrennungsprodukte in Wärmeerzeuger gelangen, die nicht in Betrieb sind. Mit den neuen Absperrvorrichtungen der Typenreihe MKP bringt die Kutzner+Weber GmbH & Co. KG, Maisach, jetzt eine Systemlösung auf den Markt, die Mehrfachbelegungen dieser Art ermöglicht.
Die motorisch gesteuerten Absperrvorrichtungen entsprechen der technischen Regel des DVGW (Entwurf G 6 35, Abschnitt 3.4 und 3.4.1) und werden direkt nach dem Abgas-Luftstutzen des Gerätes eingesetzt. Bei Wärmeanforderung erhält der Stellantrieb der Abgasklappe im gleichen Augenblick Strom wie das Steuerteil der Feuerstätte. Das Gebläse des Gasgerätes läuft an und ein Getriebemotor öffnet den Absperrteil der KW-Absperrvorrichtung gegen die Kraft einer Feder. Der Motor der MKP bleibt in der Betriebszeit des Wärmeerzeugers unter Spannung. Wird der Verbrennungsprozess beendet, läuft das Gebläse des Gasgerätes automatisch nach, um den Brennraum zu durchlüften und ein Zurückströmen der Abgase während des Schließvorganges zu verhindern. Die Schließstellung des Absperrteils ist von außen sichtbar. Eine Sicherheitsschaltung gewährleistet darüber hinaus, dass bei Störungen das Gasgerät nicht mehr in Betrieb geht. Die Abgas-Absperrvorrichtung MKP 80 wurde für raumluftabhängig betriebene Gasfeuerstätten der Bauart B entwickelt, während der Typ MKP 80/125 für Gasgeräte der Bauart C konzipiert wurde, die raumluftunabhängig arbeiten. Ein Einsatz in Abgasanlagen für Unterdruckbetrieb ist ebenfalls möglich. Als gerätegebundenes Bauteil ist die Absperrvorrichtung zusammen mit dem Wärmeerzeuger geprüft und zugelassen.

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Mit dem Winkelschalldämpfer AWM stellte die Kutzner + Weber GmbH & Co. KG kürzlich ein weiteres Bauteil zur Ergänzung des Schalldämpfer-Programms vor. Die Schalldämpfer in Modulbauweise lassen sich, ähnlich des Baukastenprinzips, mit 360 mm langen Elementen problemlos an örtliche Gegebenheiten sowie vorhandene Wärmeerzeuger anpassen.
Der Einsatz eines Winkelschalldämpfers bietet sich speziell bei beengten Raumverhältnissen an. Durch die Umlenkung von 90° werden Turbulenzen erzeugt, die für eine zusätzliche Minderung des Schallpegels sorgen. Bemerkenswert ist dabei die vergleichsweise geringe Baulänge. Die KW-Abgasschalldämpfer sind so konstruiert, dass sie die in Heizungsanlagen üblichen Hauptfrequenzen zwischen 250 –1000 Hz in optimaler Weise treffen. Um eine Minderung des Schallpegels von ca. 25 dB zu erreichen, wurden Baulänge und Dämpfungskern exakt aufeinander abgestimmt. Er besteht aus einem versponnenen Edelstahlvlies, zur Abdeckung des Strömungskanals, und mineralischem Dämpfungsmaterial.
Die KW-Schalldämpfer der Modul-Baureihe werden in den Durchmessern 80 –300 mm aus Edelstahl der Werkstoffgüte 1.4571/1.4404 gefertigt und sind abgas-, sowie kondensatdicht im Über- und Unterdruckbereich einsetzbar. Die 60 mm langen Stutzen sind nach DIN 1298 steckbar und ermöglichen den Einbau in alle handelsüblichen Verbindungsleitungen.

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Die heutige Joseph Raab GmbH & Cie. KG ging aus einem Schwemmsteinbetrieb, der vor mehr als einhundert Jahren von Paul Raab übernommen wurde, hervor. Die Entwicklung dieses Unternehmens zur heutigen Marktbedeutung begann unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg. 1983 startete Raab mit dem Bereich Schornsteinsysteme seinen jüngsten Produktions- und Vertriebszweig neben der bestehenden erfolgreichen Decken- und Fertigkellerproduktion. Einen Meilenstein auf dem Gebiet der Schornsteintechnik setzte das Unternehmen Ende der 80er Jahre mit neuen Leichtbauschornsteinen. Die Vorteile der Trockenbauweise, des geringeren Gewichtes und geringen Platzbedarfes dieser Systeme sind heutzutage jedem Schornsteinfeger bekannt. Wichtige Impulse für den Bereich Abgastechnik ergaben sich dann nochmals mit der Übernahme der Kutzner + Weber GmbH – dem Marktführer für thermisch und motorisch gesteuerte Abgasklappen, Verbrennungsluftklappen, Nebenluftvorrichtungen und Abgasschalldämpfer. Die Wiedervereinigung barg auch für das Unternehmen RAAB neue Möglichkeiten. Nach intensiver Suche nach einem entsprechenden Produktionsstandort in den neuen Bundesländern, stieß man auf den Ort Luckenau mitten in Mitteldeutschland. Die Firma RAAB nahm an einer bestehenden Fabrikhalle umfangreiche Um- und Ausbauarbeiten vor. Bereits im Mai 1991 begann hier die Fertigung von Edelstahlrohren und -systemen für die Schornstein- Querschnittsverminderung. Das Firmengelände wurde später großzügig erweitert. Neben einer hochmodernen Fertigung für Edelstahlsysteme entstand hier die Produktion für Schornsteinabdeckungen aus Beton. Mit einem Investitionsvolumen von 30 Mio. DM war Ende 1995/Anfang 1996 der Werksneubau in Luckenau weitestgehend abgeschlossen. Mittlerweile ist die Beschäftigungszahl seit Gründung des Unternehmens am 15. Mai 1991 von 3 auf rund 80 Mitarbeiter zum heutigen Zeitpunkt angestiegen. Speziell im mitteldeutschen Werk in Luckenau hat man sich auf die Produktion von einwandigen Schornsteinsystemen spezialisiert. So werden von Durchmesser 80 bis Durchmesser 600 mm Schornsteinsysteme in verschiedenen Wandstärken produziert. Um ständig den aktuellen Anforderungen des Marktes gewachsen zu sein und seinen Kunden neue technische Lösungen zu bieten, wird an der Erweiterung und Verbesserung der Produktpalette intensiv gearbeitet. Mit der Markteinführung des neuen Produkts Raab-Alkon (Konisch) Anfang 2000, machte Raab dies deutlich. Auch Europa wird von Raab Luckenau aus beliefert. Lieferte man anfangs nur an einen begrenzten Kundenstamm außerhalb Deutschlands Schornsteinprodukte aus, gibt es nun in rund 20 europäischen Ländern Vertriebspartner und Stützpunkte. Der Standort Luckenau – in der Mitte Mitteldeutschlands – erwies sich aus logistischer Sicht als ideal.

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Angeregt durch den Bericht in der Kachelofenfachzeitschrift vom Arbeitsseminar der Ofenbauer in Bad Tölz, soll im folgenden Beitrag noch einmal das schier unendliche Thema nachträglicher Anschluss einer Feuerstätte an einen dreischaligen Schornstein behandelt werden. Es gab bis vor kurzem eigentlich nur eine Art des Anschlusses, der der DIN 18160/2 gerecht wurde. Es wird ein Schamottestutzen mit Säurekitt an das Innenrohr geklebt, wobei der Rundungsausschnitt des Stutzens selten zum Schornsteinrohr passt. Wenn man für den Anschluss eines 160-mm-Rohres (Nachheizkasten beim Warmluftkachelofen) einen entsprechenden 160-mm-Stutzen wählt, muß der Rundungsausschnitt mit der Flex an den Außendurchmesser z. B. eines 200-mm-Schornsteinrohres nachgearbeitet werden. Desweiteren passt oft ein Wandfutter nur eben so „press“ in den Stutzen, dies kann bei Erwärmung zum Reißen des Stutzens führen. Im anderen Fall, wenn ein 200-mm-Stutzen angebaut wird entstehen große Zwischenräume, entweder zwischen Rohr und Stutzen – der dann lt. DIN abzudichten ist oder zwischen Wandfutter und Stutzen – dasselbe Problem. Appropos Wandfutter, meist wird keines verwendet, obwohl jeder Schornsteinfeger dies gerne sieht. Der Zwischenraum zwischen Abgasrohr und Stutzen ist laut DIN dauerhaft abzudichten – nur ist eine Schnur oder Keramikfaserwolle etc. sicherlich nicht dauerhaft. Bevor jedoch angeschlossen werden kann, muß das Schornsteinrohr angebohrt, gefräst oder geschnitten werden. Hier scheiden sich die Geister. In Hessen beispielsweise dulden die SSF keinen Schlagbohrer am Schamotterohr, einen Kernbohrer (Kronenbohrer) in entsprechender Größe hat auch nicht jeder. Auch sind diese Werkzeuge aufgrund der auftretenden Fliehkräfte an der Krone nicht unproblematisch, schon die kleinste „Verkantung“ kann das Schamotterohr beschädigen. Sicherlich ist im Hinblick auf die vielen Heimwerker-Anschlüsse, die den Schornsteinfegern so Kopfzerbrechen bereiten, eine Perforierung mit einem 6-mm-Steinbohrer die verträglichste Lösung. Bei einem 150-mm-Loch empfiehlt Konkavex 50 Löcher. Ein Schneiden mit der Flex ist sicher auch nur im Rohbau möglich, beim Kaminofenanschluß z. B. in einem mit Mahagonimöbeln eingerichteten Wohnzimmer wird die Hausfrau wohl kaum zustimmen. Ein entsprechendes Diamantwerkzeug ähnlich einer Stichsäge ist derzeit in Planung in Zusammenarbeit mit der Firma Siemens. Das Problem ist die zu niedrige Hubfrequenz der auf dem Markt befindlichen „Tigersägen“. Die neue KONKAVEX-Fräse ist eine Hochfrequenz-Hubpendelsäge in Verbindung mit einer sich sehr schnell drehenden Bohrmaschine. Mit dem entsprechenen Diamantwerkzeug wird mit nur einer Hand bei 10.000 U/min mit minimalem Kraftaufwand das Loch gefräst.
Die neuen Anschlussteile von Konkavex – seit kurzem auf dem Markt – sind vielen Schornsteinfegern und Ofenbauern mittlerweile bekannt. Jeder, der mit dem Teil einmal gearbeitet hat, weiß um die Vorteile und verwendet es wieder: Immer unter der Voraussetzung, daß nur ein Anschluss mit Stutzen und Wandfutter optimal ist. Für Schornsteinrohre mit quadratischem Querschnitt und abgerundeten Ecken (Plewa) gibt es das Konkavex-AT als Ausführung AT-Q in Kürze. Zusammen mit der Montagehilfe „Hexe“ und der oben erwähnten neuen Maschine dürfte dies ein Komplettprogramm sein, mit dem die geschilderten Probleme ein für allemal der Vergangenheit angehören. Die Konkavex-Hexe erspart dem Ofenbauer die Dachlatten-Schraubzwinge (oder Draht) -Methode und so manchen un-nötigen Gang in den Keller. Konkavex-Anschlussteile sowie die Hexe gibt es bei der Hagos und beim Fachgroßhandel, die neue Maschine wird dem Fachpublikum separat vorgestellt werden.
Die neue Fräse sowie das KON-KAVEX-AT-Q für quadratische Schornsteinquerschnitte stellt Konkavex auf Anfrage gerne auf Innungs-Versammlungen oder Fachtagungen vor.

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CO2-neutrale Heizkonzepte in der Praxis

Niedrigenergiehäuser schaffen durch ihre baulichen Voraussetzungen die Möglichkeit den Heizenergieverbrauch unter 70 kWh/m² im Jahr zu senken. Ein guter Wärmeschutz, Luftdichtheit, ein kompakter Baukörper, Nutzung der Solarenergie, passive Vorwärmung der Frischluft und eine Wärmerückgewinnung aus der Abluft sind nur einige Anforderungen, die in diesem Zusammenhang an eine moderne Haus- und Gebäudetechnik gestellt werden.
Im nordrhein-westfälischen Kevelaer ging man jetzt noch einen Schritt weiter und integrierte zu diesen hohen Standards in 16 Doppelhaushälften ein CO2-neutrales Heizkonzept.

CO2-neutral heizen mit Holz

Dem Brennstoff Holz kommt in dieser Konzeption nicht nur aus momentaner ökonomischer Sicht, sondern aus ökologischer Sicht eine ganz besondere Bedeutung zu. Der nachwachsende Rohstoff gibt bei der Verbrennung nur soviel Kohlendioxid ab, wie er zuvor für sein Wachstum verbraucht hat und gilt deshalb als CO2-neutral. Durch die Nutzung sogenannter „Pellets“, das sind Holzpresslinge, die aus unbehandelten Hobelspänen und natürlichem Restholz hergestellt werden, kommt auch der wirtschaftliche Aspekt nicht zu kurz. Pellets haben eine äußerst geringe Restfeuchte, einen hohen Heizwert und verbrennen mit einem hohen Wirkungsgrad. Als Siloware lässt sich der Brennstoff problemlos in einen Vorratsbehälter füllen um bei Anforderung in den Brennraum nachzurutschen. Die Feuerstätte wird im Erdgeschoss des Gebäudes in eine Innenwand integriert und verbreitet neben einer angenehmen Strahlungswärme auch die Behaglichkeit eines offenen Feuers. Überschüssige Energie lässt sich außerdem in einen Edelstahlboiler leiten, der neben einer Speicherfunktion auch zur Erwärmung des Brauchwassers dient. Unterstützt wird die Wärmeversorgung durch eine Solaranlage. Sonnenkollektoren speisen die zentrale Speichereinheit während der sonnenintensiven Zeiten mit Energie. Der Ofen schaltet sich nur dann (automatisch) ein, wenn die Wärmezufuhr aus der Solaranlage nicht ausreicht.


Ein Schornstein wird neu definiert:

Eine völlig neue Bedeutung bekommt in diesem Zusammenhang die Schornsteinanlage. Als zentrale Einheit in mineralischer Bauweise erfüllt er gleich drei Funktionen. Während in einem Schacht die Brennstoffversorgung und -lagerung mit den Holzpellets sicher gestellt wird, werden die Abgase der Feuerstätte in einem weiteren Zug über Dach geleitet. Ein dritter Schacht dient zur Führung der Installationsleitungen für die Solaranlage sowie weiterer Versorgungsleitungen.


Zahlreiche Argumente:

Der kombinierte Einsatz der Energieträger Solar und Holz reduziert die CO2-Emissionen auf ein Niveau, das in etwa 93 Prozent unter dem moderner Gas-Brennwertanlagen liegt. Das belegen Untersuchungen, die das hessische Ministerium für Umwelt, Energie, Jugend, Familie und Gesundheit bereits 1997 veröffentlichte. In dem Projekt „Am Schleußgraben“ in Kevelaer haben sich die verantwortlichen Planer zum Ziel gesetzt die Energieressourcen umweltgerecht und wirtschaftlich einzusetzen. Neben dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie unterstützen namhafte Hersteller der Heizungs- und Abgastechnik dieses Vorhaben.

Bautafel:

Projekt:
Wohnpark „Am Schleußgraben“, Kevelaer

Planer:
Flockert & Reich Wohnungsbaugesellschaft

Umfang:
16 Doppelhaushälften

Unterstützt durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin Wodtke GmbH; Tübingen Schiedel GmbH & Co., München Pro Solar Energietechnik

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Der Neubau der Schornsteinfegerschule war für unser Büro nicht nur ein weiteres Objekt unter den besonderen Bildungsbauten, die wir in den letzten Jahren planen durften. Dieses Vorhaben nimmt schon deshalb eine Sonderstellung ein, da uns mit der Beauftragung der Generalplanung und der Projektsteuerung besonderes Vertrauen entgegengebracht wurde und uns damit besondere Verantwortung zufiel.
Für dieses Vertrauen, für die qualifizierte und produktive Zusammenarbeit bei der Planung und während der Bauzeit möchten wir dem Bauherrn danken.
Wir hoffen, dass sich die neue Ausbildungsstätte in der täglichen Praxis bewähren wird und sich auch nach Jahren der Nutzung das dem Entwurf zugrunde gelegte Konzept bestätigt. Ein Konzept, das zum Ziel hat, die Betriebskosten und die Kosten der laufenden Instandhaltung auf niedrigem Niveau zu halten.
Es hat uns gefreut, dass sich im öffentlichen Vergabewettbewerb ausschließlich Firmen der Region durchsetzen konnten. Ein Beweis dafür, daß auch junge Firmen ihren Standortvorteil zu nutzen verstehen. So gesehen ist die neue Schornsteinfegerschule auch ein Zeugnis des Bauhandwerks im Gebiet Eilenburg/Delitzsch.
Den verantwortlichen Bauleitern und Monteuren der beteiligten Firmen danken wir für ihre engagierte und termingenaue Arbeit. Bauzeit ist immer auch ein Stück Lehrzeit und so haben alle Beteiligten ihren Erfahrungsschatz wieder erweitern können.
Schornsteinfeger verfügen schon von Berufs wegen über größere Weitsicht als andere. Die Entscheidung zum Bau der neuen Ausbildungsstätte ist ein Beweis dafür. Sie sind damit für die Bewältigung der beträchtlichen Herausforderungen der Zukunft gut vorbereitet.
Wir wünschen den Schornsteinfegern in Ihrem neuen Domizil viel Erfolg bei der beruflichen Weiterbildung und immer einen angenehmen Aufenthalt.
Dipl.-Ing. Dr. Jürgen Gutsfeld
LEIPZIGBAU
Architekten und Ingenieure

Die Vorbereitung:

Bereits 1992 begannen die Vorbereitungen zum Bau eines Ausbildungszentrums. Erste Untersuchungen wurden mit dem Ziel durchgeführt, das zu dieser Zeit genutzte Gebäude in der Puschkinstraße zu modernisieren. Im Ergebnis der gründlichen Recherche wurde festgestellt, daß die Raumanforderungen nicht zu erfüllen waren und die Kosten die eines Neubaus übersteigen würden.
Die Möglichkeit, das Grundstück in der Roten Jahne zu erwerben, ergab sich 1993. Auf diesem unbebauten Grundstück war es möglich, bedarfsgenau innerhalb eines vorgegebenen Kostenrahmens zu planen. In der Konzeption des Landratsamtes, das Gebiet zu einem Ausbildungszentrum zu entwickeln, übernahm damit das Projekt der Schornsteinfegerschule eine Vorreiterrolle.
Die Entwicklung des Raumprogramms als Kernstück der Aufgabenstellung war der wichtigste Teil der Vorbereitung. Dabei waren die spezifischen Erfahrungen der Schornsteinfeger mit den daraus resultierenden Anforderungen und die Vorgaben des Fördermittelgebers zu einer akzeptablen Konzeption zu verbinden.
Diese Aufgabe wurde geleistet vom Vorsitzenden des Schulvereins und des Landesinnungsverbandes Sachsen, Herrn Wolfgang Buschan, dem Vorsitzenden des Landesinnungsverbandes Thüringen, Herrn Karl Heinz Kurch, dem Schulleiter der Schornsteinfegerschule, Herrn Hans Poltersdorf, gemeinsam mit den Entwurfsverfassern des Architekturbüros LEIPZIGBAU, Herrn Jürgen Gutsfeld und Frau Franziska Motz. Beratend zur Seite stand der Vorsitzende des Landesinnungsverbandes Baden-Württemberg, Herr Hans-Ulrich Gula.
Diese Aufgabenstellung wurde in einen Entwurf umgesetzt, der sowohl die funktionellen Anforderungen erfüllte als auch den Kostenkennzahlen entsprach.
Der Antrag auf Baugenehmigung wurde am 22. Aug. 1995 bei der Gemeinde Laussig eingereicht. Die Baugenehmigung wurde am 20. Dez.
1995 vom Landratsamt Delitzsch erteilt. Mit der Entscheidung auf einem unbebauten Grundstück unmittelbar am Waldrand zu bauen, war ein wichtiger Aspekt der Aufgabenstellung gegeben. Das neue Ausbildungszentrum sollte sich unmittelbar in die Heidelandschaft einfügen. Diesem Anliegen konnte am Besten mit der Aufgliederung der 3 Hauptfunktionen: LEHREN - VERWALTEN - WOHNEN in einzelne Gebäude entsprochen werden. Das Gebäudeensemble, in dem das Lehrgebäude dominiert, aber nicht übergewichtig erscheint, gruppiert sich um einen grünen Innenhof. Mit dem Einsatz von stahlblauen Aluminium-Fenstern und -Jalousien wurden traditionelle Bauformen und zeitgemäße Materialien spannungsvoll verknüpft. Durch eine behutsame Geländeregulierung, dem Anpflanzen heidetypischer Bäume und Sträucher in Verbindung mit dem erhaltenswerten Kiefernbestand wurden Gebäude und Landschaft harmonisch verbunden.


Das Lehrgebäude

Das Lehrgebäude ist aufgrund seiner Funktion das größte Gebäude der Anlage. Die markierenden Gestaltungselemente sind überstehende Giebel, strukturierte Gesimselemente, ein eingerückter und überhöhter Eingangsbereich. Große, gegliederte Fensterflächen in Treppen- und Foyerbereichen sorgen für Transparenz und die optische Verbindung zwischen Gebäuden und Umgebung. „Die naturroten Klinkerfassaden und a


Die Architekten: Dipl.-Ing. Franziska Motz, Dipl.-Ing. Dr. Jürgen Gutsfeld 6 DER SCHORNSTEIN


Die Eingangszone ist außermittig angeordnet und als Kommunikationsraum die Verbindung zwischen den verschiedenen Unterrichtsräumen. Der erhöhte Zugang unterstreicht die Dominanz des Gebäudes und gestattet dem Heraustretenden Übersicht und Weitblick. Der Vielfalt der Ausbildungsformen wird durch entsprechende Raumstruktur, verbunden mit der hochwertigen und spezifischen technischen Ausstattung, entsprochen. Neben 2 traditionellen Seminarräumen stehen 3 Werkräume mit Versuchsschornstein- und Kesselanlagen sowie ein Computerkabinett zur Verfügung. Damit verfügt das Lehrgebäude über 124 Ausbildungsplätze. Im Kellergeschoss wurde der Prüfstand des Landesinnungsverbandes Sachsen installiert. Er steht mit der Ausbildung nicht direkt in Verbindung und hat deshalb einen separaten Zugang und zugehörige Parkflächen für die Besucher.


Dimensionen:

Bebaute Fläche: 553 m² Brutto-Geschossfläche: 2.212 m² Umbauter Raum: 8.400 m³

Das Verwaltungsgebäude

Das Verwaltungsgebäude ist das zweitgrößte Gebäude der Anlage und gleichzeitig der Beginn der nördlichen Gebäudezeile. Der Zugang erfolgt über die Westseite, in unmittelbarer Nähe zum Haus I und der nördlichen Grundstückszufahrt. Das Verwaltungsgebäude vereint die Bereiche Speiseraum/Küche, Büro/Konferenz und Freizeit unter einem Dach. Der südseitig orientierte Speiseraum im Erdgeschoss, in der frischen Farbkombination Gelb/Blau gestaltet, bietet 66 Personen Platz. Technischer Hintergrund dazu ist die moderne Versorgungsanlage, in der die Küchenfunktionen optimal miteinander und dem Speiseraum kombiniert sind. Über das Foyer im Obergeschoss werden die einzelnen Büroräume, Lehrerzimmer sowie der Konferenzbereich erschlossen. Die Bibliothek im Dachgeschoss und die Klause mit Bar im Kellergeschoss ermöglichen Freizeitgestaltung in angenehmer Atmosphäre.


Dimensionen:

Bebaute Fläche: 275 m² Brutto-Geschossfläche: 1.070 m² Umbauter Raum: 3.600 m³


Das Internat

Mit der Reihung der 3 Internatsgebäude wird die nördliche Gebäudezeile abgeschlossen. Die Zugänge zum Internat sind nordseitig, zu den Parkbereichen, orientiert. Die Gebäude-Anordnung erlaubt eine Unterbringung in sehr wohnlicher Atmosphäre. Vom jeweils zentralen Treppenaufgang aus sind pro Etage 4 Appartements zu erreichen. Jedes Appartement verfügt über einen Wohn-Schlafraum für 2 Personen, 1 separate Dusch- und WC-Zelle und einen kleinen Flur. Insgesamt können 64 Personen untergebracht werden. Im Kellergeschoss des B-Segmentes steht ein Fitnessbereich mit verschiedenen Kardio- und Kraftgeräten zur Verfügung. Im Dachgeschoss des C-Segmentes ist die komfortabel ausgestattete Hausmeisterwohnung untergebracht. Die 3-Zimmerwohnung belegt eine Grundfläche von 90 Quadratmetern. Die Büroräume und Werkstatt des Hausmeisters befinden sich im Kellergeschoss.


Dimensionen:

Bebaute Fläche: 436 m² Brutto-Geschossfläche: 1.672 m² Umbauter Raum: 5.300 m3


Kennzahlen - Statistik

Grundstücksfläche 14.200 m² Bebaute Fläche gesamt: 1.706 m² Grundfläche Haus I 553 m² Grundfläche Haus II 275 m² Grundfläche Haus III 436 m² Grundfläche Haus IV 442 m² Geschossfläche Gesamt: 6.722 m² Umbauter Raum gesamt: 23.000 m³ Haus I 8.400 m³ Haus II 3.600 m³ Haus III 5.300 m³ Haus IV 5.700 m³ PKW-Stellplätze 98 Stück


Der letzte Bauabschnitt 1998/99

Nach der Inbetriebnahme des Ausbildungszentrums am 05. Januar 1998 waren die Bauarbeiten auf dem Gelände nicht abgeschlossen. Ende April ´98 begann eine neue Maßnahme: der Bau des Lehrlingsinternates. Nach Verwirklichung des letzten Bauabschnittes sind alle Einrichtungen, die die Berufsausbildung sowie die überbetriebliche Ausbildung der Innungen Sachsens und Thüringens betreffen, auf dem Gelände der Roten Jahne konzentriert. Das Lehrlingsinternat vervollständigt in Struktur und Charakter das vorhandene Gebäudeensemble. Die ent-stehende Gebäudezeile am Südrand des Grundstückes wird durch die gleichen Attribute wie die übrige Bebauung charakterisiert sein. Die Internatssegmente sind gekoppelt durch ein zentrales Treppenhaus, dessen transparente Fassaden wiederum die Verbindung zur übrigen Bebauung und Umgebung herstellen. Insgesamt entstehen 33 Zwei-Personen-Appartements mit Wohnraum, Sanitärzelle und Flurbereich. Im Erdgeschoss befindet sich ein Gemeinschaftsraum, im Kellergeschoss ein Fitnessraum. Der Aufenthalts- und Arbeitsraum für Erzieher ist im Erdgeschoss in unmittelbarer Nähe zum Eingangsbereich zu finden. Wie in den bereits bestehenden Internatsgebäuden ist der Zugang rückseitig des Hofes angeordnet – unmittelbar in Beziehung zu den Parkflächen am südlichen Grundstücksrand. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Treppenhaus nordseitig zum Innenhof zu verlassen.
Die Rundbank um die Birkengruppe und ein gestalteter Terrassenbereich laden zum Aufenthalt ein.

Klaus Niemand Landesinnungsmeister des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt

Zukunftssicherung ist in aller Munde und zwingt uns, neue Gedanken zu entwickeln bzw. umzusetzen, um den neuen Herausforderungen des Handwerks gerecht zu werden. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Sachsen-Anhalt arbeitet konsequent an Strukturveränderungen und zukunftsweisenden Maßnahmen. Mit der Einführung einer neuen Kehr- und Überprüfungsverordnung und Kehr- und Überprüfungsgebühren-Verordnung seit dem 1. Januar 2000 einschließlich der Umsetzung des Positionspapieres, der Teilnahme an der Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001 bzw. 14001 und dem Anschluss an die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks e. V. wurde eine optimale Grundlage geschaffen, Zukunftsentwicklungen zu ermöglichen. Solche Erfolge sind aber auch nur möglich, wenn zwischen den Innungen und dem Landesinnungsverband eine kontinuierliche Zusammenarbeit stattfindet und feste Ziele gemeinsam geplant und umgesetzt werden. So hat in den letzten zwei Jahren ein wesentlicher Prozess des Umdenkens stattgefunden und eine für uns sehr wichtige Epoche der Zusammengehörigkeit begonnen. Dieses so wichtige Zusammenspiel der Gemeinsamkeit führt unwillkürlich zu Erfolgserlebnissen und zu einem berechtigten Optimismus und setzt neue Gedanken frei. Mit dem Anschluss an die Bildungsstätte des mitteldeutschen Schornsteinfegerhandwerks und den gewonnenen Erkenntnissen sind Tür und Tor geöffnet für neue gemeinsame Perspektiven. Es bietet sich eine einmalige Chance, eine Zusammenarbeit in den drei Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen anzustreben und umzusetzen. Es kann und darf nicht sein, dass die Gebäudehülle der Bildungsstätte uns zusammengeführt hat und zusammenhält, aber keine weiteren Aktivitäten entsprechend dem vorhandenen Potential an Mensch und Technik erfolgen. Nur gemeinsam sind wir stark und nur gemeinsam können wir in der heutigen Zeit entsprechende Impulse zur Stärkung unserer Organisation auslösen. Da die Aufgabenstellungen der Organisationsebenen, Landesinnungsverbände und Innungen in den drei Ländern gleich sind, ist auch das Spektrum der einzelnen Betätigungsfelder gegeben. Zu nennen wären Mithilfe bei der Erarbeitung oder Änderung der Kehr- und Überprüfungsverordnungen bzw. Kehr- und Überprüfungsgebührenverordnungen, Mithilfe bei der Begründung der erforderlichen Geschäftskosten, gemeinsame Entscheidungsfindung bei Tarifauseinandersetzungen, gemeinsame Teilnahme an Messen (z. B. Mitteldeutsche Handwerks Messe), gemeinsame Aus- und Weiterbildung mit Austausch der Dozenten bzw. Unterweiser. Zusammenarbeit der Ausschüsse Technik und Berufsbildung zur Erreichung eines einheitlichen Niveaus. Gemeinsame Gestaltung der Fachzeitschrift „Der Schornstein“ mit der Zielstellung einer optimalen Information. Einstieg ins Internet als modernes Kommunikationsmittel usw. Es gibt also viele Möglichkeiten einer gemeinsamen erfolgversprechenden Arbeit, die es lohnt zu beginnen und zum Wohle unseres Berufes auszubauen. Wer Gemeinsamkeiten will, der findet Gemeinsamkeiten und kann sie auch mit Leben erfüllen. Mit dieser Fachzeitschrift bringt der LIV Sachsen-Anhalt einen wichtigen Meilenstein für die erfolgreiche mittel-deutsche Zusammenarbeit ein. Hiermit stehen die mitteldeutschen Landesinnungsverbände des Schornsteinfegerhandwerks auf drei Beinen. Bekanntlich kippeln Dreibeine nicht.

Einer für Alle, Alle für Einen - packen wir es an!